Schlimm, schlimmer, schiitisch

Der Wahnsinn der Sunniten wird von dem der Schiiten noch übertroffen, weil sie in der nazislahmischen Sphäre in der Minderheit sind und meinen, ihre „Rechtgläubigkeit“ ganz besonders unter Beweis stellen zu müssen.

Tatsächlich geht es verkürzt gesagt um einen Kampf zwischen Arabern und Persern.

Insofern die Saudis kalkulierbarer sind, ist die Entscheidung der US-Regierung für sie logisch.

Lesen Sie einen Artikel von „N-TV“ über den Rücktritt von Libanons Ministerpräsident Hariri (1) sowie einen über die Verbindung zwischen Naziran und Al-Kaida (2).

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Angst vor Attentat

Libanons Ministerpräsident tritt zurück

Er fürchtet um sein Leben: Der libanesische Ministerpräsident Saad Hariri will sein Regierungsamt nicht mehr ausüben. In einer TV-Ansprache wirft er dem Iran vor, in der Region für Unruhe zu sorgen.

Der libanesische Ministerpräsident Saad Hariri ist zurückgetreten und begründet das mit Angst um sein Leben. Das politische Klima im Land sei ähnlich wie vor der Ermordung seines Vaters Rafik al-Hariri, sagte er am Samstag im Fernsehen. „Ich spüre, dass eine Verschwörung läuft, die auf mein Leben abzielt.“ Zugleich kritisierte er den Iran und dessen Verbündeten, die libanesische Hisbollah.

In einer TV-Ansprache warf Hariri am Samstag der Schiitenmiliz Hisbollah sowie deren Schutzmacht Iran vor, Unruhen in der Region zu schüren. „Die Hisbollah ist der Arm des Irans, nicht nur im Libanon, sondern auch in anderen arabischen Ländern“, sagte Hariri.

Scharfer Gegner der schiitischen Hisbollah

Die schiitische Organisation spielt eine wichtige Rolle in der libanesischen Politik und steht im syrischen Bürgerkrieg auf der Seite von Präsident Baschar al-Assad. Der Iran verliere seien Einfluss in der arabischen Welt, und auch Libanon werde sich dem entziehen, erklärte der Sunnit Hariri.

Der 47-Jährige war seit Ende vergangenen Jahres Regierungschef einer breiten Koalition in dem Land am Mittelmeer. In dem Kabinett sind fast alle wichtigen politischen Parteien des Landes vereint, darunter auch die Hisbollah. Hariri gilt als einer der einflussreichsten Sunniten im Libanon und als scharfer Gegner der schiitischen Hisbollah, die unter anderem aufseiten von Präsident Baschar al-Assad im Nachbarland Syrien kämpft. Er war zwischen 2009 und 2011 schon einmal Ministerpräsident.

Saad Hariri ist der zweitälteste Sohn des 2005 bei einem Bombenattentat getöteten Geschäftsmanns und früheren Ministerpräsidenten Rafik al-Hariri. Das Attentat hatte das Land an den Rand eines Bürgerkrieges gebracht. Es löste Massenproteste gegen Syrien aus, die dazu führten, dass der Nachbarstaat wenige Monate später sein Militär nach 29 Jahren aus Libanon abzog. Der Fall wurde an ein UN-Tribunal übertragen.

Die radikalislamische Hisbollah (Partei Gottes) entstand 1982 mit iranischer Unterstützung als Antwort auf die israelische Invasion im Libanon. Seitdem kämpft sie politisch, aber auch mit Gewalt gegen Israel und für die Errichtung einer „Herrschaft des Islams“. Die schiitische Partei gilt mittlerweile als eine der stärksten politischen Kräfte im multikonfessionellen Libanon. Finanziert wird sie Berichten zufolge hauptsächlich aus Teheran.

Frankreich hat mittlerweile die Verantwortlichen im Libanon zur Kompromissbereitschaft aufgerufen. Es sei „im Interesse aller“, dass der Libanon nicht in eine neue Phase der Instabilität gerate, teilte die Sprecherin des französischen Außenministeriums in Paris mit. Frankreich hat als frühere Mandatsmacht besonders enge Beziehungen zu Beirut.

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Brisantes Bin Laden-Dokument

Arbeitet der Iran mit Al-Kaida zusammen?

Der Iran steht im Verdacht, eng mit Terrororganisationen zusammen zu arbeiten. US-Präsident Trump nennt das Land den größten Förderer des Terrorismus – und erntet Kritik. Ein Dokument aus dem Nachlass Bin Ladens könnte ihm Recht geben.

Ein bisher unveröffentlichtes Dokument aus dem Nachlass Osama Bin Ladens soll neue Informationen über eine mögliche Kooperation zwischen Al-Kaida und der islamischen Republik Iran ans Licht gebracht haben. Die besagten 19 Seiten gehören Medienberichten zufolge zu den kürzlich von der CIA veröffentlichten 470.000 Dokumente aus dem Besitz des Führers und Mitbegründers der Terrororganisation. Die Unterlagen wurden im Mai 2011 während des Angriffs auf das Anwesen Bin Ladens beschlagnahmt und sind bis heute nicht vollständig ausgewertet.

Das Dokument soll angeblich einige der Vorwürfe aus Donald Trumps kämpferischer Iran-Rede vor einigen Wochen bestätigen. Der Präsident der USA hatte damals einen Umschwung in den politischen Beziehungen zum Iran angekündigt. Er bezeichnete das Land unter anderem als den „größten Förderer des islamistischen Terrorismus weltweit“.

So habe das iranische Regime nach den 9/11-Anschlägen auf das Wold Trade Center hochrangigen Terroristen Zuflucht geboten, darunter auch Mitglieder der Familie Bin Ladens selbst. Tatsächlich flohen nach dem Attentat zahlreiche teils hochrangige Al-Kaida Mitglieder in den Iran. Laut eines Berichts der britischen Zeitung „The Independent“ sorgten die zweifelhaften Gäste im Iran damals für politische Kontroversen: Während die iranische Regierung einige der Verdächtigen festnahm oder in ihr Herkunftsland zurückschickte, sollen die Revolutionsgarden, eine paramilitärische Organisation des Landes, offener für eine Kooperation gewesen sein.

Trump erntet Kritik und könnte dennoch richtig liegen

Dass Iran und Al-Kaida in der Vergangenheit hin und wieder gemeinsame Sache gemacht haben sollen, ist laut eines Berichts des Informationsportals „Gulfnews“ keine neue Information. Brisant an Trumps Anschuldigungen ist jedoch die Rede von einer immer noch anhaltenden engen Kooperation Irans mit Al-Kaida, den Taliban, Hizbollah und anderen Terrornetzwerken. Brisant auch, weil die Regierung unter dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama durch den Atomdeal den Iran zuvor als zumindest teilweise vertrauenswürdigen Verhandlungspartner einstufte.

Trump erhielt für seine Worte umgehend scharfe Kritik. In einem Bericht des Magazins „Politico“ sagte Philip Gordon, zu Obamas Zeiten Koordinator der Nahostpolitik, Trump habe „Beweise verschärft“, um den Iran als einen Partner Al-Kaidas darzustellen. Er verglich Trumps Rhetorik mit den Falschinformationen aus den Jahren 2002 und 2003 zu Massenvernichtungswaffen im Irak und Verbindungen des selbigen Landes zu Al-Kaida, die später widerlegt wurden.

Doch auch wenn Trump seit seinem Erscheinen auf der politischen Bühne immer wieder aufs Neue bewiesen hat, dass er es mit der Wahrheit nicht ganz so genau nimmt, scheinen die Informationen über die anhaltenden dubiosen Verbindungen des Iran nicht aus der Luft gegriffen zu sein.

Iranischer Außenminister wehrt sich gegen Vorwürfe

Laut eines Berichts der Nachrichtenagentur „Bloomberg News“ schildert der unbekannte Autor des besagten Bin Laden-Dokuments, Iran hätte Al-Kaida zugesichert, sie „mit allem auszustatten, was sie bräuchten, inklusive Geld, Waffen und speziellen Trainings in Hisbollah Camps im Libanon“. Als Gegenleistung verlangten sie „Schläge gegen amerikanische Interessen“ in Saudi Arabien und der Golf-Region.

Unter anderem wegen des Konflikts zwischen Sunniten und Schiiten und widerstreitenden Interessen war die Möglichkeit einer engeren Kooperation zwischen der sunnitischen Al-Kaida und dem schiitischen Iran immer wieder als unwahrscheinlich herunter gespielt worden, heißt es in dem Bericht. Doch auch wenn die Bin Laden-Dokumente die Rivalität beider Seiten bestätigen sollen, so findet sich darin angeblich auch der Beweis gemeinsamer Interessen, allen voran die „Feindschaft gegen Amerika“.

Auf die Bin Laden-Dokumente reagierte via Twitter prompt der iranische Außenminister Mohamed Dschawad Sarif. Dieser nennt die Vorwürfe „Fake News“ auf der Basis selektierter Al-Kaida Dokumente. Die Anschuldigungen seien ein „Rekordtief des Niveaus“ und ein politisches Manöver der Amerikaner, um an die Öl-Dollars von Irans politischen Gegnern zu kommen.

Es wird wohl noch dauern, bis das tatsächliche Ausmaß der Verbindungen Teherans zu Terrororganisationen wie Al-Kaida wirklich ersichtlich ist. Der Großteil der von der CIA veröffentlichten Dokumente ist bisher weder übersetzt noch analysiert.
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Time am 5. November 2017

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1) http://www.n-tv.de/politik/Libanons-Ministerpraesident-tritt-zurueck-article20116424.html
2) http://www.n-tv.de/politik/Arbeitet-der-Iran-mit-Al-Kaida-zusammen-article20116805.html

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