Politische Justiz (#2)

Lesen Sie einen Beitrag von Martin Niewendick von der „Welt“ (1).

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Wer den Termin mit dem Schöpfer schwänzt

In Schleswig-Holstein wollen Eltern nicht, dass ihr Sohn an einem Schulausflug in eine Moschee teilnimmt. Sie sollen eine Strafe zahlen, ziehen vor Gericht – und unterliegen in letzter Instanz. Wie groß doch der Unterschied zu „Fridays for Future“ ist.

Wer für den Erhalt der Schöpfung den Unterricht schwänzt, darf zur Belohnung vor coolen Dinosaurierskeletten Pressekonferenzen abhalten. So wie die „Fridays for Future“-Kids am Montag im Berliner Naturkundemuseum. Wer hingegen einen Termin mit dem Schöpfer schwänzt, bekommt es mit der bürokratischen Kavallerie zu tun.

Das mussten die Eltern eines Gymnasiasten aus dem schleswig-holsteinischen Rendsburg erfahren. Weil sie ihren damals 13-jährigen Sohn 2016 nicht an einem Schulausflug in die örtliche Moschee teilnehmen ließen, wurden sie vom zuständigen Amtsgericht zu einer Zahlung von 50 Euro verdonnert. In erster Instanz wurde gar ein Bußgeld von 300 Euro verhängt, wogegen die Eltern erfolgreich klagten. Auch gegen den reduzierten Betrag zogen sie ins Feld – und unterlagen nun in letzter Instanz.

Konkret geht es um einen Besuch der Centrum-Moschee Rendsburg, der aus irgendeinem Grund im Rahmen des Geografie-Unterrichtes stattfand. Die Moschee ist Mitglied im Bündnis der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland, welches der als islamistisch geltenden Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) nahestehen soll.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtete die IGMG über mehrere Jahre. Auch einige Landesämter interessierten sich für die Organisation. Darunter war bis April 2015 auch das Landesamt für Verfassungsschutz Schleswig-Holstein, das wie andere Landesämter die Beobachtung mittlerweile eingestellt hat. Im Verfassungsschutzbericht von 2017 wird die IGMG noch erwähnt, ihr wird dort allerdings ein schwächer werdender Extremismusbezug attestiert.

„Ich will, dass ihr in Panik geratet“, hatte die Initiatorin der „Fridays for Future“-Bewegung, Greta Thunberg, den Erwachsenen ins Hausaufgabenheft geschrieben. Und Panik schien auch die Eltern des Rendsburger Moschee-Schwänzers erfasst zu haben. „Warum sollten wir unser Kind zu Menschen schicken, die es als sogenannten Ungläubigen verachten?“, argumentierten sie und führten unter anderem Angst vor religiös motivierter Gewalt „im Zusammenhang mit islamischen Menschen“ als Grund für ihr Tun an.

Doch statt Buraq, des Reittiers des Propheten Mohammed, wieherte im beschaulichen Rendsburg am Ende der Amtsschimmel. Die 50 Euro Strafe müssen nun endgültig gezahlt werden. Doch vielleicht hat der Junge für das nächste Freitagsgebet eine bessere Ausflucht: Auch in Rendsburg gibt es eine „Fridays for Future“-Bewegung.

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Time am 11. August 2019

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1) https://www.welt.de/debatte/kommentare/article191701173/Rendsburg-Wer-den-Termin-mit-dem-Schoepfer-schwaenzt.html

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2 Antworten to “Politische Justiz (#2)”

  1. Mr. Klartext Says:

    Ich werde jetzt mal kurz und kompakt zusammenfassen was im Islam das Problem ist:

    Damals im Arabien an der Wende vom 6. zum 7. Jahrhundert gab es einen verrückten und unter Wahnvorstellungen leidenden, pädophilen Epileptiker namens Muhammed.
    Dieser Mann hat eine pädophil-militante Lehre ins Leben gerufen, die er vermutlich mittels Gehirnwäsche anderen Menschen aufdrückte. Als der rechtsgeleitete Pädoführer schließlich genug Leute gehirngewaschen hatte, konnte er schließlich ganz Arabien mit Krieg, Mord, Unterdrückung und Pädophilie überziehen. Seine Nachfolger konnten mit Gewalt die irre Lehre schließlich über Nordafika, den Nahen Osten und Zentralasien verbreiten. Aber auch in den kommenden Jahrhunderten gewann Muhammeds Lehre weitere Verbreitung.

    Demnach ist die Reaktion der Eltern durchaus verständlich. Niemand sollte zulassen, dass die eigenen Kinder in so einen Pädotempel geführt werden.

  2. Sophist X (@sophist_x) Says:

    Zur Motivation der Anhänger Mohammeds vgl. Sure 8 ‚Die Beute‘. Der Islam ist die Vergöttlichung von Diebstahl und Mord.

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