Danke, Donald! (#17)

Erst setzt die amerikanische Ork-Abgeordnete Omar die Opfer von 9/11 herab, dann wundert sie sich über Kritik, die auch vom US-Präsidenten kommt. Und ihre Parteifreunde kreischen „Haltet den Dieb“.

Lesen Sie einen Bericht aus der „Welt“ (1).

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Demokraten werfen Trump vor,
muslimische Abgeordnete zu gefährden

Die demokratische US-Kongressabgeordnete Ilhan Omar hat sich für eine antisemitische Äußerung entschuldigt. US-Präsident Trump hat sie dennoch scharf per Twitter angegriffen. Die in Somalia geborene Omar ist eine der beiden ersten Musliminnen im US-Kongress.

Die US-Demokratin Ilhan Omar steht wegen eines Kommentars über die Anschläge vom 11. September in der Kritik. US-Präsident Trump schaltet sich mit einem Video in die Debatte ein. Das sorgt bei Omars Parteifreunden für einen Aufschrei.

Die US-Demokraten haben Präsident Donald Trump vorgeworfen, die muslimische Abgeordnete Ilhan Omar durch die Verbreitung eines Videos zu gefährden. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, rief Trump am Sonntag auf, das „respektlose und gefährliche Video“ über Äußerungen Omars zu den Anschlägen vom 11. September 2001 zu löschen.

„Seine hasserfüllte und hetzerische Rhetorik führt zu einer wahren Gefahr“, erklärte Pelosi über den Präsidenten. Sie habe der Kongresspolizei angeordnet, eine Sicherheitsüberprüfung vorzunehmen, um Omar, ihre Familie und ihre Mitarbeiter zu schützen.

Trump hatte am vergangenen Freitag auf Twitter ein Video verbreitet. Darin wird – begleitet von bedrohlicher Musik – ein Ausschnitt einer Rede Omars mit Bildern von den Terroranschlägen vom 11. September gegengeschnitten. Die demokratische Abgeordnete hatte im März mit Blick auf die Anschläge gesagt: „Einige Leute haben etwas getan.“ Kritiker legten ihr das als Verharmlosung der Anschläge mit rund 3000 Toten aus.

Zahlreiche prominente Demokraten eilten Omar zu Hilfe und warfen Trump und weiteren Republikanern vor, den Satz aus dem Kontext gerissen zu haben und die muslimische Abgeordnete zu gefährden.

Präsidentensprecherin Sarah Sanders wies dies am Sonntag zurück. Trump wünsche „sicherlich keine Gewalt gegen irgendjemanden“, sagte sie im Sender ABC. Zugleich bezeichnete sie Omars Äußerungen als „absolut skandalös“. Trump habe richtig gehandelt, die demokratische Abgeordnete dafür zu kritisieren – auch die Demokraten sollten es tun.

Omar selbst erklärte am Wochenende: „Niemand – egal, wie korrupt, ungeeignet (für ein Amt) oder boshaft er ist – kann meine unerschütterliche Liebe zu Amerika gefährden.“ Die Abgeordnete hatte im Februar für Wirbel gesorgt, als sie die israelfreundliche Haltung in den USA auf Spenden einer proisraelischen Lobbygruppe zurückführte. Später entschuldigte sie sich für diese Äußerung, die auch bei den Demokraten auf Kritik stieß.

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Time am 15. April 2019

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1) https://www.welt.de/politik/ausland/article191924097/Ilhan-Omar-Demokraten-werfen-Donald-Trump-vor-Abgeordnete-zu-gefaehrden.html

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10 Antworten to “Danke, Donald! (#17)”

  1. Adil Says:

    Die Christen und Satan lieben es sehr, wenn es gibt keine Muslime mehr.

    Ist doch so, nicht wahr Herr Time?

  2. Time Says:

    Die Mohammedanisten folgen der perversen Ideologie des Antichristen, von dem im 1. Johannes 2 die Rede ist:

    „18 Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, sind jetzt viele Widersacher Christi aufgetreten; daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist.
    19 Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns. Denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie ja bei uns geblieben; aber es sollte offenbar werden, dass sie nicht alle von uns sind.
    20 Doch ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist, und habt alle das Wissen.
    21 Ich habe euch nicht geschrieben, als wüsstet ihr die Wahrheit nicht, sondern ihr wisst sie und wisst, dass keine Lüge aus der Wahrheit kommt.
    22 Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.
    23 Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater.“

    Durch ihre hemmungslose Vermehrung und Expansion sind sie zu einer großen Gefahr für die Menschheit geworden.

    https://www.bibleserver.com/text/LUT/1.Johannes2

  3. Adil Says:

    Hallo Herr Time!

    Zuerst einmal möchte ich mitteilen, dass ich den kurzen Bibelexkurs recht interessant gefunden habe.
    Aber wir sollten auch realistisch bleiben. Die ganzen aufgezeigten Verse sind doch sehr unpräzise. Da muss noch lange nicht der Islam gemeint sein. Die Verse könnten genauso gut die Scientologen, Hare Krishnas, Atheisten oder sogar die Zeugen Jehovas (welche auch die Gottheit Jesu leugnen) meinen.
    Vielleicht sind damit sogar die CDU, SPD und die Grünen gemeint, wer weiß?

    Jetzt einmal ehrlich, da hätte der alte Johnny doch etwas genauer sein können. Da muss er ungedingt über Jesus schreiben und dann ist der Typ in seinen Formulierungen so vage. Aber gut, der 0815-Christ kann für diese Tatsache nichts.

    Aber besonders spannend war Ihr letzte Satz:
    „Durch ihre hemmungslose Vermehrung und Expansion sind sie zu einer großen Gefahr für die Menschheit geworden.“

    Soo??? Ja, do schau amoi her! Des hob i no ned gwusst!

    Also was mich persönlich betrifft, ich habe keine Kinder. Aber zugegeben, ich bin noch jung. Geben Sie mir in diesem Punkt noch ein paar Jahre Zeit, vielleicht lohnt es sich anhand meines eigenen Beispiels über die Vermehrung der Muslime zu sprechen.
    Auf ganz Deutschland bezogen, kann gesagt werden, dass die Muslime doch ganz eindeutig eine Minderheit sind. Viel mehr als 5% der deutschen Bevölkerung machen sie nicht aus. Damit hier niemand einen Grund findet, mich einen „Lügenmusl“ oder sonstwie zu schimpfen, gebe ich zwei Quellen an:

    https://www.bamf.de/SharedDocs/Meldungen/DE/2016/20161214-studie-zahl-muslime-deutschland.html

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/76744/umfrage/anzahl-der-muslime-in-deutschland-nach-glaubensrichtung/

    Außerdem ist zu bemerken, dass die Muslime in Deutschland besonders in Städten anzutreffen sind, wobei insbesondere Bremen eine hohe Anziehungskraft aufweist.

    Übrigens: Die Aussage meines vorhergehenden Kommentars habe ich gar nicht ernst gemeint. Ich wollte nur ein bisschen provozieren.

  4. Time Says:

    Vor sechs Jahren habe ich einen Beitrag über die Vermehrung der Orks gebracht, der hier abrufbar ist:

    https://madrasaoftime.wordpress.com/2013/03/06/zu-fruh-zum-anstosen/

    Die Mohammedanisten haben sich in den letzten rund 60 Jahren ungefähr verfünffacht. Das ist ein gravierendes Problem, wie ein Blick auf jedes mohammedanistische Land zeigt.

    Sie haben gute Manieren und sind nicht auf den Kopf gefallen. Es gibt für Sie keinen Grund, in diesem peinlichen Irrglauben zu verharren.

  5. Neo-Heide343 Says:

    Wir brauchen eine öko-konservative Politik und eine charismatische Erneuerung des Christentums. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

  6. Adil Says:

    Hallo Herr Time, ich danke für das Kompliment. Ich habe den von Ihnen angegebenen Artikel gelesen. Für meinen Geschmack war der Text zu reißerisch wegen einiger bestimmter Begriffe (Orks, Kloran, usw.), aber ich habe ihn trotzdem bis zum Ende gelesen.
    Was kann man über den Inhalt des Textes sagen? Es ist wahr. Die Zahl der Muslime hat sich im vergangenen Jahrhundert deutlich vergrößert.
    Aber es gibt hier auch noch ein paar Aspekte zu berücksichtigen, die zu diesem Bevölkerungsanstieg überhaupt erst geführt haben. Denn besagter Bevölkerungsanstieg ist nicht religiös bedingt. Generell ist die Weltbevölkerung gestiegen und sie steigt immer noch. Die Ausnahme sind dabei insbesondere die Industriestaaten in Europa und Nordamerika. Ohne Zuwanderung hätte man dort einen Bevölkerungsrückgang. Doch wie in dem Text bereits erwähnt wird, hatte Europa selbst einmal sehr hohe Geburtenraten. Bis etwa ins 17. Jahrhundert dürfte es auf der Welt gerade einmal ungefähr 500 Millionen Menschen gegeben haben. Doch dann haben in Europa gewisse Entwicklungen ihren Lauf genommen, die einen Anstieg der Bevölkerung massiv begünstigten. Dazu gehörten beispielsweise Fortschritte in der Medizin. Die Menschen konnten älter werden und die Kindersterblichkeit sank. Die Landwirtschaft wurde ertragreicher. Beispielsweise wurden neue genügsame aber ertragreiche Nutzpflanzen für die Ernährung der Menschen eingesetzt. Ein gutes Beispiel ist hierbei die Kartoffel. Die Kartoffel war zwar schon seit der Entdeckung Amerikas in Europa bekannt, jedoch brauchte sie eine Weile, um sich als Nahrungsmittel durchzusetzen. Lange Zeit wurde sie oft nur dazu verwendet, um Nutztiere wie beispielsweise Schweine zu ernähren, doch sie wurde mit der Zeit vermehrt auch von Menschen konsumiert. Neben ertragreicheren Pflanzen kamen auch verbesserte Düngemittel auf. Somit wurde die Landwirtschaft noch ertragreicher! Zusätzlich kam es zu Verbesserung und Weiterentwicklung des Pflugs. Diese und noch andere landwirtschaftliche Entwicklungen fanden im Europa des 18. und 19. Jahrhunderts statt. Eben auch wegen der verbesserten Medizin sowie dem vermehrten Wissen um die Wichtigkeit von Hygiene konnte ein Fundament für ein Bevölkerungswachstum gelegt werden. Die Europäer vermehrten sich bald wie verrückt. Im 19. Jahrhundert hatte Europa deutlich höhere Geburtenraten als Afrika zur selben Zeit. Das hohe Bevölkerungswachstum war auch eine (aber bei weitem nicht einzige) Triebfeder für den Kolonialismus. Die europäischen Mächte eroberten fast die gesamte Welt und in vielen Gebieten ließen sich Europäer nieder. In den USA und Kanada ließen sich Millionen Europäer nieder, welche in ihren bevölkerungsreichen Heimatländern keine Perspektive mehr sahen. Aber auch in die Länder Lateinamerikas hat es viele Europäer verschlagen. Australien und Neuseeland wurden von Europäern besiedelt. Auch in Südafrika, Kenia und Algerien entstanden bedeutende europäische Siedlungskolonien. Aber auch Russland hat fleißig mitgemacht. Seit dem 16. Jahrhundert wurde nach und nach Sibirien erobert. Auf den südlichen, fruchtbaren Landstrichen wurden zahlreiche russische Siedler angesiedelt, wobei die einheimischen Völker militärisch verdrängt wurden. Aber auch die südrussische Steppe und die Krim konnte das russische Zarenreich nach und nach den verschiedenen nomadischen Turkvölkern abringen und besiedeln. Ebenso griff Russland nach Zentralasien aus. Auch dort wurde Land der turksprachigen Nomaden von russischen, ukrainischen deutschen und baltischen Bauernfamilien besiedelt. Noch heute findet man in den zahlreichen Nachfolgestaaten des russischen Zarenreichs bzw. der Sowjetunion große russische Minderheiten. All diese Beispiele verdeutlichen, dass die Europäer einen sehr großen Bevölkerungsdruck hatten und sich dementsprechend verbreiteten.
    Als die europäischen Großmächte fast die gesamte Welt kolonial unterwarfen, kam es auch in den Kolonien in einigen Bereichen zu gewissen Verbesserungen. Denn in den Kolonien wurden durch die Europäer der einheimischen Bevölkerung eine gewisse Verbesserung des Lebensstandards ermöglicht. In den Kolonien wurde europäische Medizin, landwirtschaftliche Methoden und verschiedene Technologien eingeführt, die schließlich zu genau dem führen sollte, was zuvor in Europa geschehen war: Eine deutliche Erhöhung der Bevölkerungszahl. Dies betraf natürlich auch die islamische Welt. Schließlich hatten sich die europäischen Großmächte auch fast die gesamte islamische Welt kolonial untertan gemacht. Aber als die Europäer all diese Maßnahmen in ihren Kolonien einführten, die schließlich auch dort zum Bevölkerungswachstum führten (zweite Hälfte 19. Jahrhundert bis Anfang 20. Jahrhundert), gab es in Europa bereits eine andere Entwicklung. Dort hatte die Industrialisierung bereits Einzug gehalten, damit verbunden war die Entwicklung einer neuen gesellschaftlichen Gruppe, nämlich die Arbeiter. Die Arbeiter hatten unter grauenvollen Bedingungen ihre Tätigkeiten auszuführen. Unter der Führung von kommunistischen, sozialdemokratischen und teils auch christlich-konservativen Bewegungen konnten sie nach und nach verschiedene arbeitsrechtliche Schutzmaßnahmen durchsetzen. Auch soziale Absicherungen, wie Unfall-, Kranken- und Arbeitslosenversicherungen wurden in den verschiedensten europäischen Ländern eingeführt. Damit ging einher, dass Kinder als soziale Absicherung und Versorgung im Alter für die Eltern immer mehr ihre Bedeutung verloren. Später begann die europäische Bevölkerung zu stagnieren und in weiterer Folge kam es dann schließlich zu einem Rückgang. Zugleich hatten die Verbesserungsmaßnahmen der Europäer in ihren Kolonien nun dazu geführt, dass die Bevölkerungszahlen anstiegen. Dies betraf nicht nur (aber auch) die islamische Welt. Dementsprechend explodierte die Bevölkerungszahl während des 20. Jahrhunderts in weiten Teilen der Welt. 1925 gab es bereits 2 Milliarden Menschen. Im Jahr 2000 waren es bereits 6 Milliarden. Die Europäer hingegen machten im 20. Jahrhundert den Trend durch, weniger zu werden. Dies wurde vermutlich durch verbesserte und günstige Verhütungsmittel, Abtreibungen sowie durch einige Nachwehen der Aufklärung beeinflusst. Mit Nachwehen der Aufklärung meine ich hier konkret die Frauenemanzipation. Dadurch wurde großflächig die Bedingungen dafür geschaffen, dass Frauen sich einen Beruf suchen. Dadurch wurden sie unabhängiger, waren somit weniger an ihre Ehemänner gebunden, was die Scheidungsrate begünstigte. Dies wirkte sich natürlich durch ein weiteres Sinken der Bevölkerungszahl aus. Folgendes kann nun abgeleitet werden:

    1) Das Bevölkerungswachstum im 20. Jahrhundert betrifft nicht nur, aber unter anderem die islamische Welt.
    2) Eine breite Palette an Verbesserungsmaßnahmen in Europa führte zu einem deutlichen Bevölkerungswachstum. Infolgedessen besiedelten Europäer große Teile der Welt.
    3) Die Verbesserungsmaßnahmen wurden von den Europäern in den Rest der Welt exportiert. Dort kommt es nun auch allmählich zu einem Bevölkerungswachstum, allerdings zu einem Zeitpunkt als in Europa ein langsamer Bevölkerungsrückgang einsetzte.

    Somit folgen die zahlreichen Länder der Dritten Welt (und somit auch die islamische Welt) einer Entwicklung, die in Europa ihren Ausgang genommen hat und bereits abgeschlossen ist. Weder die Muslime noch irgendeine andere Religionsgruppe können expandieren und ihren Bevölkerungsüberschuss auf anderen Kontinenten verteilen. Dies ist aber auch nicht zwingend notwendig um mit einer großen Bevölkerung fertig zu werden. Verständlicherweise versuchen natürlich Einwanderer aus der Dritten Welt ihr Glück und kommen nach Europa auf der Suche nach Arbeit und besseren Lebensbedingungen. Natürlich kann wohl niemand leugnen, dass die Muslime bei weitem nicht die einzige Gruppe sind, welche nach Europa einwandern. Auch ist wohl davon auszugehen, dass dieses Bevölkerungswachstum in der Dritten Welt nicht ewig anhalten wird, sondern genau wie in Europa, langsam nachlassen wird und sich in sein Gegenteil verkehrt.
    Ich glaube anhand dieser Ausführung wird deutlich erkennbar, dass die Muslime nicht als einzige Gruppe stark angewachsen sind. Außerdem steckt hinter diesem Wachstum auch keineswegs irgendeine Art von Strategie. Es ist ein natürlicher Prozess, der über kurz oder lang abflauen wird. Ich möchte jedoch noch hinzufügen, dass meine Ausführungen sehr vereinfacht und verallgemeinert wurden. Ich erhebe weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf komplette Richtigkeit.
    Vielleicht fragen Sie sich jetzt Herr Time (und auch andere Leser) warum ich mir eine so große Mühe gemacht habe. Manch einer könnte jetzt vermuten, dass ich auf Ihrer Seite einen eigenen Sub-Blog eröffnen möchte. Das ist aber nicht der Fall. Ich wollte durch diese Ausführungen einen kleinen Beitrag dazu leisten, gewisse antimuslimische Ressentiments und Vorurteile abzubauen. Ich hoffe auch, dass mir dies ein bisschen gelungen ist. Für mich ist der Islam keineswegs ein „peinlicher Irrglaube“. Zugegeben, ich bin selbst kein besonders gläubiger Moslem, doch ich weiß, dass die meisten Muslime keineswegs finstere Ansichten hegen. Auch weiß ich, dass ich in meinem ersten Kommentar die Christen mit Satan in einen Topf geworfen und das war falsch. Ich habe es nicht ernst gemeint und bitte hiermit um Verzeihung. Ich glaube dass Christen, Muslime, Buddhisten, Sikhs, Atheisten, usw. durchaus friedlich zusammenleben können. Auf jeden Fall gibt es keinen Grund sich vor den Muslimen zu fürchten. Immerhin steht bereits schon in der Bibel geschrieben: „Fürchtet euch nicht!“ (Lukas 2:10)

  7. Time Says:

    Hallo Herr Adil,

    das Problem sind nicht die Mohammedanisten an sich, sondern es sind ihre drei Grundlagentexte (Koran, Sira, Hadithe).

    Der Koran ist mit Forderungen nach Mord und Massenmord durchsetzt, gegen Nichtmohammedanisten ist ihm jedes Mittel recht, und zudem kommt er im widerwärtigen Tonfall eines Betrunkenen daher. Unter der Abteilung „Grundlagentexte“ (s. rechts) finden Sie Textbeispiele dazu. Sie könnten hiermit beginnen:

    https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/der-kloran1-ein-boses-buch-fur-bose-buben/

    Die Sira (Biografie von Mohammed) zeigt uns einen perversen, gierigen, sadistischen und kleinkarierten Menschen, dessen eigene Bosheit ihn im Alter von 52 zugrunde gehen ließ. Dieser Massenmörder wird von allen Mohammedanisten als „bester Mensch aller Zeiten“ verehrt. Starten Sie hier:

    https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/22/sira-1-einfuhrung-und-massenmord/

    Und lesen Sie dies:

    https://madrasaoftime.wordpress.com/2013/01/20/der-beste-mensch-aller-zeiten/

    Und dies:

    https://madrasaoftime.wordpress.com/2013/06/01/allas-warlord/

    Wie abstrus und lächerlich die Hadithe sind, können Sie erfahren, wenn Sie hier beginnen:

    https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/hadithe-1-einleitung/

    Es ist ein weiteres großes Problem, dass die Mohammedanisten von Kindesbeinen an auf diese Grundlagentexte eingeschworen werden, dass sie sie aber in der Regel gar nicht selbst lesen. Es würde ihnen evident, was für ein Schrott das ist.

    Sie schreiben: „Zugegeben, ich bin selbst kein besonders gläubiger Moslem“. Das können Sie nur deshalb ohne drastische Konsequenzen tun, weil Sie in einer offenen westlichen Gesellschaft leben, in der die Mohammedanisten (noch) die Minderheit sind. Die Angst der Nichtmuslime ist, dass es ihnen ergeht wie allen Minderheiten in allen Staaten der mohammedanistischen Sphäre: Dass sie unterdrückt oder vertrieben werden.

    Wir glauben, dass dann nicht freundliche und aufgeklärte Menschen wie Sie die Politik und den Willen der Massen bestimmen werden, sondern – dies zeigt auch das Beispiel Torkei – rückwärtsgewandte Hassprediger. Und wir glauben, dass Sie, Herr Adil, gegen diese nicht immun sind. Natürlich sind Sie beschnitten, natürlich essen Sie Halal-Fleisch, natürlich machen Sie beim Ramadan mit. Und wenn muslimische Mehrheiten hier in Deutschland die Durchsetzung der Scharia fordern werden, werden Sie sich nicht dagegen stellen.

    Mit freundlichen Grüßen

    von Time

  8. Adil Says:

    Hallo Herr Time,

    ich habe mir die Texte von Ihnen alle durchgelesen und werde nun meine Kommentare dazu abgeben.

    In Ihrem ersten Text (https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/der-kloran1-ein-boses-buch-fur-bose-buben/) sind mir ein paar Unstimmigkeiten aufgefallen. Sie haben dort mehrmals den Koran zitiert und ich habe die angegebenen Passagen mit meiner eigenen (deutschsprachigen) Koran-Ausgabe verglichen.

    Sie zitieren beispielsweise folgendes:
    „Alsdann wird ER euch töten…“ (2. Sure „Die Kuh“, Vers 26; Recl. S. 28)

    In meiner Ausgabe lese ich bei „Die Kuh/al-baqara“, Vers 26 Folgendes:
    Wahrlich, Allah schämt sich nicht, irgendein Gleichnis zu prägen mit einer Mücke oder mit etwas darüber. Nun diejenigen, die glauben, wissen auch, dass es die Wahrheit von ihrem Herrn ist. Diejenigen aber, die ungläubig sind, sagen nur: Was wollte denn Allah mit einem solchen Gleichnis? Er führt damit viele irre und leitet viele auch damit recht. Doch die Frevler führt Er damit irre,

    Dann zitieren Sie:
    „Drum ALLAHS Fluch auf die Ungläubigen!“ (2. Sure „Die Kuh“, Vers 83; Recl. S. 35)

    In meiner Ausgabe sehe ich bei „Die Kuh/al-baqara“, Vers 83 Folgendes:
    „Und als Wir mit den Kindern Israels einen Bund schlossen: Ihr sollt niemanden außer Allah anbeten, euch den Eltern, Verwandten, Waisen und Armen gegenüber wohltätig erweisen, freundlich mit den Menschen reden, das Gebet verrichten und die Zakah entrichten, so habt ihr euch danach abgewendet bis auf wenige unter euch, indem ihr abtrünnig bliebt.

    Auch die anderen Koranverse, die ich verglichen habe, waren fehlerhaft. Ich war mir aber nicht ganz sicher, ob nicht möglicherweise meine eigene Koran-Ausgabe irgendwie problematisch ist. Deshalb habe ich das Internet bemüht und tatsächlich auch eine Online-Ausgabe des Korans entdeckt (https://wegzumislam.com/koran-lesen-und-hoeren) und die Verse miteinander verglichen. Tatsächlich entsprechen diese weitgehend meiner Koran-Ausgabe. Ich will jetzt damit nicht abstreiten, dass es im Koran keine Verse gibt, die zur Gewalt aufrufen. Mir ist bewusst, dass es solche Verse gibt. Aber ich habe den Eindruck, dass Sie eine fehlerhafte Ausgabe des Korans haben (was nicht gerade zur Besserung ihres Islambildes beiträgt), daher sah ich mich dazu veranlasst, dies hiermit zu erwähnen.

    Den Vers in dem der Satz: „Drum ALLAHS Fluch auf die Ungläubigen!“ finde ich bei Die Kuh/al-baqara“, Vers 89:
    Und als zu ihnen ein Buch von Allah kam, das bestätigend, was ihnen vorlag – und zuvor hatten sie (Ihn) um den Sieg angefleht über diejenigen, die ungläubig waren; als aber zu ihnen das kam, was sie schon kannten, da leugneten sie es. Darum lastet der Fluch Allahs auf den Ungläubigen!

    Wenn man den Satz im ganzen Vers betrachtet, dann wirkt er auch gar nicht mehr so finster.

    Sie haben in Ihren Artikeln auch einiges über das Leben von Mohammed geschrieben. Ohne Zweifel hat Mohammed ziemlich schlimme Dinge getan und hatte mit ziemlicher Sicherheit eine mehr als fragwürdige Sexualität.
    Auch einige Hadithe mögen fragwürdig sein, jedoch nicht alle. Ein paar habe ich herausgesucht (Quelle: http://www.al-sakina.de/inhalt/hadith/hadith.html#)

    “Die schwerwiegendste Sache, die für den Gläubigen am Tage der Auferstehung in die Waagschale gelegt wird, ist ein guter Charakter, und Allah verabscheut gewiss den (Menschen), der unanständige und beleidigende Worte gebraucht.” (Abu Darda; Tirmidhi)

    “Wer von euch etwas Schlechtes sieht, der soll es mit (der Kraft) seiner Hand ändern, und wenn er das nicht vermag, dann mit (den Worten) seiner Zunge, und wenn er (auch) das nicht vermag, dann mit (dem Wunsch) seines Herzens, und dies ist das Schwächste an Glauben.” (Abu Said al-Chudri; Muslim)

    „Allah, der Mächtige und Erhabene, spricht: „Wer Gutes tut, wird dafür das Zehnfache erhalten, und Ich vermehre es. Wer Böses tut, dessen Vergeltung entspricht seiner bösen Tat, oder ich vergebe ihm. Wer sich Mir eine Handspanne nähert, dem komme ich eine Elle entgegen; und wer sich mir eine Elle nähert, dem komme ich einen Klafter entgegen; wer zu mir gegangen kommt, zu dem komme ich gelaufen, und wer mir mit Sünden so groß wie die Erde begegnet, Mir (aber) nichts zur Seite stellt, dem begegne Ich mit entsprechender Vergebung.“ (Abu Dharr al-Ghifari; Muslim, Tirmidhi)

    Die vollkommenensten im Glauben sind von den Gläubigen die besten an Charakter und Benehmen, und die Besten von euch sind die, die ihre Frauen am besten (behandeln). (Abu Huraira; Tirmidhi)

    Sie haben aber vollkommen berechtigt über den Massenmord an den Banu Quraiza berichtet. Dennoch sind die Aussagen des Korans in Bezug auf die Behandlung von Nicht-Muslimen eher widersprüchlich. Generell ist der Islam eine sehr widersprüchliche Religion, das ist zugegeben auch ein wichtiger Grund, warum ich nicht mehr besonders stark an den Islam glaube (was jedoch nicht immer der Fall gewesen ist).
    Mal wird zu einem friedlichen Zusammenleben mit Christen und Juden aufgerufen, an anderen Stellen werden beide Gruppen verteufelt. In der Praxis waren muslimische Machthaber häufig tolerant gegenüber nicht-muslimischen Untertanen. Bereits mit der arabisch-islamischen Expansion wurden zahlreiche Christen, Juden, Zoroastrier (und andere Religionsgruppen) zu Untertanen muslimischer Herrscher. Hat man die ganzen Nicht-Muslime vertrieben, oder zur Konversion gezwungen? Nein.
    Große Teile Indiens wurden ungefähr 600 Jahre von muslimischen Monarchen regiert (Sultanat von Delhi und Moghulreich). Dennoch ist Indien bis heute ein überwiegend hinduistisches Land. Die iberische Halbinsel, der Balkan, und Sizilien waren für Jahrhunderte unter muslimischer Herrschaft. Dennoch hat sich dort überall das Christentum halten können. Spanier, Serben, Griechen, Bulgaren, usw. sind in ihrer überwältigenden Mehrheit Christen geblieben. Natürlich waren Nicht-Muslime und Muslime unter muslimischer Herrschaft nicht gleichberechtigt. Aber sind wir doch einmal ehrlich: Auch in anderen multikonfessionellen Großreichen war es nicht zwangsläufig üblich, alle Religionsgruppen und ihre Angehörigen gleich zu behandeln. Auch in Europa wurden Juden lange Zeit mit religiös motivierter Diskriminierung konfrontiert. Andererseits war das (muslimisch geprägte) Osmanische Reich bereit Juden aufzunehmen, die durch das spanische Monarchenpaar Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragon aus Spanien vertrieben wurden. Ich will damit nur zum Ausdruck bringen, dass der Islam bei weitem nicht so intolerant ist, wie ihm gerne nachgesagt wird.
    Herr Time, ich habe auch gesehen, dass sie eine Verbindung zu den Kopten ohne Grenzen haben. Diese Kopten fallen nicht gerade durch ihre Islamfreundlichkeit auf, um es noch euphemistisch auszudrücken. Natürlich gab es in Ägypten insbesondere in den letzten Jahren zahlreiche brutale Zwischenfälle, die sich gegen die Kopten gerichtet haben. Aber es sollte dennoch bedacht werden, dass Ägypten immerhin schon seit beinahe 1400 unter islamischer Kontrolle steht. In diesen 1400 Jahren wäre es den muslimischen Herrschern sicher irgendwann mal möglich gewesen, alle Kopten genozidmäßig auszurotten oder zu vertreiben. Dies ist aber nicht geschehen. Massive Intoleranz sieht für mich anders aus.

    Es gibt auf alle Fälle Aspekte im Islam, die angesprochen werden müssen. Doch der Islam als Religion ist kein Problem. Natürlich gibt es auch Salafisten in Deutschland, doch diese sind eine verschwindend geringe Minderheit. Auch unter vielen Muslimen (mich inbegriffen) werden Salafisten durchaus als problematisch betrachtet. Aber Fanatiker gibt es in jeder Religion.

    Und ganz ehrlich: Ja, hier im durch die Aufklärung geprägten Mitteleuropa ist es mit Sicherheit leichter, sich als Moslem zu der Tatsache zu bekennen, dass man schon geraume Zeit nicht mehr zu 100% an den Islam glaubt. Allerdings muss man auch in vielen islamischen Ländern nicht zwangsläufig damit rechnen, zu Tode zu kommen, wenn man dies öffentlich kundtut. Natürlich gibt es hier die bekannten Ausnahmen (Saudi-Arabien, Katar, Iran) doch rechtsstaatliche Prinzipien sind auch in vielen islamischen Ländern durchaus bekannt, wenn auch nicht in so einem ausgeprägten Ausmaß wie in West- und Mitteleuropa. Und was die Einhaltung der muslimischen Speisevorschriften meiner Person betrifft: Ich esse sehr gerne Wiener Schnitzel (vom Schwein) und trinke dazu das obligatorische Weißbier. Und EINES können Sie mir mit Sicherheit glauben: Unter muslimischen Einwanderern bin ich mit so einer Verhaltensweise keineswegs ein Einzelfall, insbesondere in meiner Generation.
    Und was die Scharia angeht: Nicht jeder Moslem ist heiß auf die Scharia. Sonst wäre die Scharia wohl in allen islamischen Ländern die Rechtsgrundlage, was aber nicht der Fall ist. Wenn man also noch nicht einmal in allen islamischen Ländern die Scharia als Rechtsgrundlage hat, warum sollten die Moslems in Deutschland danach streben sie ausgerechnet dort einzuführen? Wie bereits schon in meinem vorhergehenden Kommentar erwähnte: Es gibt keinen Grund sich vor Muslimen zu fürchten. In unserer Mehrheit sind wir komplett harmlos, so wie der Rest der Menschheit ebenfalls. So einen gewaltigen negativen Einfluss hat der Islam nun auch wieder nicht.
    Eigentlich hätte ich noch mehr zu schreiben, aber das lasse ich für heute bleiben. Wissen Sie, wenn ich mal so richtig in Fahrt bin, dann höre ich manchmal gar nicht mehr richtig auf und dann entstehen ellenlange Texte. Daher mache ich besser Schluss für heute.

    Noch einen schönen Karfreitag,
    Adil

  9. Time Says:

    Hallo Herr Adil,

    der zitierte Koran ist übersetzt von Max Henning, Reclam Stuttgart, 1960, in der Auflage von 1981, mit Anmerkungen von Annemarie Schimmel, einem mohammedanistischen Mastermind. Die zitierten Hadithe sind übersetzt von Dieter Ferchl, ebenfalls Reclam 1991. Die Sira ist übersetzt von Gernot Rotter, Spohr-Verlag, 1999. Salim Spohr ist ebenfalls Mohammedanist. Das sind DIE deutschsprachigen Übersetzungen.

    Wenn Sie schreiben: „Ohne Zweifel hat Mohammed ziemlich schlimme Dinge getan und hatte mit ziemlicher Sicherheit eine mehr als fragwürdige Sexualität“, zeigen Sie dadurch, dass Sie kein Muslim sind, denn die erste der „fünf Säulen“ des Nazislahm enthält das Bekenntnis zu Mohammed.

    Warum verteidigen Sie diesen bösen Unfug bloß? Haben Sie Angst, die Islamkritiker würden die Muslime unterdrücken? Es geht um Textanalyse, um Aufklärung, nicht um die Verfolgung von Menschen.

    Ich hatte einen Kollegen mit türkischem Hintergrund. Er sagte, seine Heimatstadt sei Diyarbakir. Ob es schön sei dort, fragte ich. Er antwortete, er sei in Deutschland geboren und noch nie dort gewesen.

    Ihre Anhänglichkeit an den Mohammedanismus scheint mir ähnlich unbegründet und wurzellos zu sein. Sie sind in der offenen Gesellschaft angekommen, und es gibt für Sie keinen Grund mehr, eine bösartige und rückwärts gewandte Ideologie zu verteidigen.

    Mit freundlichen Grüßen

    von Time

  10. Adil Says:

    Hallo Herr Time!

    Es stimmt schon, dass das Bekenntnis zu Mohammed und dem Koran eine der fünf Säulen des Islams ist. Mir stellt sich nur die Frage, ob ein Bekenntnis auch mit einschließt, dass ich alle Taten von Mohammed gutheißen soll. Außerdem: Wenn ich kein Moslem bin, was bin ich dann eigentlich?

    Mit meinen Kommentaren wollte ich Ihnen vermitteln, dass der Islam eine sehr vielschichtige Religion ist, die nicht aus ihrem Wesen heraus schlecht ist. Aber wie schon gesagt (bzw. geschrieben) es gibt im Islam durchaus Aspekte die angesprochen werden sollten. Die Zeiten in denen ich den Islam und seine Lehre für absolut sakrosankt hielt, sind inzwischen schon vorbei.

    Meine persönliche Situation ist ein bisschen komplizierter als die von Ihrem türkischen Kollegen aus Diyarbakir (der tatsächlich ja nicht aus Diyarbakir stammte).
    Ich selbst wurde in der Ortschaft Novi Pazar in Serbien geboren. Novi Pazar ist die größte Stadt in einer Region die als Sandzak bezeichnet wird. Dort existiert eine bedeutende muslimisch-bosniakische Minderheit. Ich war drei Jahre alt, als meine Eltern mit mir und meinem jüngeren Bruder nach Österreich auswanderten. Mein Bruder und ich wuchsen somit in Österreich auf und wurden dort auch sozialisiert. Dementsprechend erlernten wir recht schnell das Deutsche (nicht Standarddeutsch, sondern viel eher den regionalen Dialekt). Inzwischen werden weder mein Bruder noch ich von den meisten Österreichern als Ausländer wahrgenommen. Nur unsere Namen offenbaren, dass wir ursprünglich von woanders herkommen. Es ist einerseits schön von den Einheimischen nicht (mehr) als Fremdkörper betrachtet zu werden. Andererseits entfremdet man sich dadurch immer weiter von den eigenen Wurzeln. Ich hatte da vor zwei Jahren im Sommer ein Erlebnis, welches mir eben genau diese Entfremdung vor Augen führte: Ich bin in Novi Pazar gewesen und ging dort in ein Cafe. Als ich dort bestellte, lächelte mich die Bedienung an und sagte folgendes:

    „Junger Herr, es ist wirklich beachtlich, wie gut sie unsere Sprache gelernt haben. Sie haben fast keinen Akzent!“

    Verstehen Sie das, Herr Time? Ich habe in meiner eigenen Muttersprache (Serbokroatisch), in meiner Geburtsstadt (Novi Pazar) in einem Cafe eine Bestellung aufgegeben und die Bedienung glaubte, ich sei ein Tourist, der von ganz woanders herkommt!
    Und hier kommt jetzt auch der Islam ins Spiel. Der Islam ist für mich auch eine Art Bindeglied, welches mich nicht nur mit meiner eigenen gläubigen Familie, sondern ebenso mit den Menschen im Sandzak verbindet. Würde ich mich wirklich dazu entschließen, den Islam abzulegen, was wäre ich dann eigentlich? Ein 100-prozentiger Österreicher, der zufällig auch Serbokroatisch spricht? (Und selbst das mit einem österreichisch-deutschen Akzent)
    Österreich ist jetzt zweifellos meine Heimat, aber ursprünglich komme ich von woanders her. Und noch viel wichtiger: Wie wäre dann das Verhältnis zu meinen Eltern und anderen Verwandten, wenn ich den Islam vollkommen ablegen würde? Ich kenne meine Eltern, sie würden mich nicht komplett meiden, aber ich würde deutlich in ihrem Ansehen sinken und die familiäre Bindung wäre angespannt. Außerdem würden sie mit Sicherheit oft versuchen, mich wieder zum Islam zurückzukonvertieren.

    Ich weiß nicht, ob Sie das nachvollziehen können, Herr Time. Ich habe mich auf Ihrem Blog umgesehen und habe den Eindruck, dass Sie ein Deutscher sind, der von deutschen Eltern abstammt und den Großteil seines Lebens in Deutschland verbracht hat. Daran ist nichts auszusetzen. Aber als Einwanderer hat man insbesondere in Bezug auf Identität eine etwas andere Sichtweise als die hiesige Mehrheitsbevölkerung, ich hoffe Sie können das verstehen.

    Ein weiterer Grund warum der Islam für mich von Bedeutung ist, liegt darin begründet, dass nun mal nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, dass seine Lehre nicht göttlichen Ursprungs ist. Vielleicht wissen Sie es schon, vielleicht aber noch nicht, aber in der islamischen Theologie wird die Meinung vertreten, dass der Islam die einzig wahre göttliche Lehre ist und bereits schon vor Mohammed von einigen Männern verkündet wurde. So sollen auch alte jüdische Propheten wie beispielsweise Jeremiah und Elija und auch Jesus Christus den Islam verkündet haben. Jedoch sollen die Menschen die göttliche Lehre verfälscht haben. Erst Mohammed konnte in Form des Islams die reine göttliche Lehre durchsetzen. Aber was ist, wenn nicht nur im Judentum und im Christentum sondern auch im Islam Einiges verfälscht wurde? Die göttliche Lehre ist noch vorhanden, jedoch teilweise verzerrt und abgeändert. Zumindest vermute ich, dass dies der Fall sein könnte.

    Wenn Sie mit Ihren Block die Menschen aufklären wollen, dann ist das eine ehrenwerte Sache. Wenn sich Ihr Blog auch an eine muslimische Leserschaft wenden soll, dann würde ich Ihnen empfehlen, Ihre Texte etwas neutraler zu formulieren. Ich habe mir schon ein paar von Ihren Texten durchgelesen und Sie schreiben wirklich sehr emotional. Sie verwenden Begriffe, die abwertend sind oder als abwertend interpretiert werden könnten (z.B.: Orks, Nazislahm, Torkei, Klohamed, Mohammedanist, usw.). Wenn tiefgläubige Moslems Texte mit solchen Begriffen lesen, dann werden die sich nicht aufgeklärt fühlen. Die werden genau das machen, was alle Menschen tun, wenn sie der Meinung sind, dass etwas angegriffen wird, mit dem sie sich selbst identifizieren: Sie werden zornig, auf stur schalten und eine Abwehrposition einnehmen.
    Ich persönlich habe irgendwie den Eindruck, dass Sie ein ganz persönliches Problem mit dem Islam haben. Aber ich kann mich auch irren. Es ist nur eine Empfehlung. Schließlich ist es Ihr Blog und Sie können den so führen wie Sie wollen.

    Frohen Ostersonntag,
    Adil

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