2020 – Fakeandfakenewsagain

Gesucht: Ein schrööööcklicher Anschlag (Pssst, siehe Pfeil)…

Schon besser, so sieht’s richtig bedrooohlich aus!

Das Jahr war noch nicht beendet, da rollte die orkische Fake-News-Maschine (1, s.u.) schon für 2020 auf Hochtouren.

In der Nacht vom 30. zum 31. Dezember war die Scheibe einer Moschee in Wesel eingeworfen worden (2).

Auch sollen (oh Wunder an den Jahres-Knalltagen) wahlweise ein oder zwei Brandsätze („Mototov-Cocktails“) oder auch keiner gefunden worden sein, weshalb „die Staatsanwaltschaft Duisburg (so das nazislahmische Magazin „IslamiQ“) weiterhin wegen schwerer Brandstiftung“ ermittele (3).

Nicht nur sprangen die MSM auf den Dimmi-Zug auf, ein besonders willfähriger Lakai namens Sebastian Peters verglich die eingeworfene Scheibe mit dem Brand von Krefeld und den 30 dort verbrannten Menschenaffen, um uneingeschränkte Solidarität mit den Ork-Faschisten und prachtvolle Riesenmoscheen für sie zu fordern (4).

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Islamischer Kulturverein in Wesel

Polizei schließt Anschlag auf Moschee nicht aus

Unbekannte Täter haben möglicherweise in der Nacht von Montag auf Dienstag versucht, auf den islamischen Kultur- und in Bildungsverein in Wesel an der Pastor-Boelitz-Straße einen Anschlag zu verüben.

Wie die Polizei mitgeteilt hat, meldete sich der Hausbesitzer am Silvestermorgen gegen 11 Uhr bei der Polizei und sprach von einer zerborstenen Fensterscheibe an der Moschee. Er ging zunächst von einem Einbruch aus. Die Polizei kann jedoch zur Zeit den Verdacht eines versuchten Anschlages nicht ausschließen.

Der Sachschaden ist nur gering. Menschen seien bei diesem Vorfall nicht in Gefahr gewesen, heißt es. Die Polizei steht auch im engen Kontakt mit dem islamischen Kultur- und Bildungsverein und hat Maßnahmen zur Sicherung des Objektes veranlasst. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Mögliche Zeugen melden sich bei der Polizei unter 0281 1070.

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Ermittlungen nach Brandanschlag auf Moschee

Nach einem versuchten Brandanschlag auf eine Moschee in Wesel, ermittelt die Staatsanwaltschaft Duisburg weiterhin wegen schwerer Brandstiftung.

Am 31. Dezember 2018 hatten unbekannte Täter in der Nacht versucht, auf den islamischen Kultur- und in Bildungsverein in Wesel an der Pastor-Boelitz-Straße einen Anschlag zu verüben. Wie die Polizei damals mitgeteilt hatte, meldete der Hausbesitzer der Polizei von einer zerborstenen Fensterscheibe an der Moschee. Er ging zunächst von einem Einbruch aus. Nachdem die Polizei einen Brandsatz sichergestellt hatte, gingen sie anschließend von einem versuchten Brandanschlag aus.

Nach dem Anschlag ermittelt die Staatsanwaltschaft Duisburg weiterhin wegen schwerer Brandstiftung. Ein Brandschaden sei bei der Tat in der Silvesternacht nicht entstanden, teilte jetzt die Staatsanwaltschaft dem NRW-Innenausschuss laut einer am Dienstag (14.01.2020) veröffentlichten Vorlage mit. Die betroffenen Räumlichkeiten des islamischen Kultur- und Bildungsvereins dienten unter der Bezeichnung „Al Rahman Moschee“ auch als Gebetsstätte. Zur Tatzeit sei ein Fenster im Obergeschoss eingeworfen worden. Reste von zwei „Mototov-Cocktails“ seien vor dem Gebäude gefunden worden.

Übergriffe gegen Muslime und Moscheen

2018 hat es bundesweit 813 Übergriffe gegen Muslime und Moscheen in Deutschland gegeben. Die Zahl der Verletzten lag bei 54. Dabei sind 48 Moscheen Ziel von islamfeindlichen Angriffen gewesen. 2017 verzeichneten Behörden 1075 islamfeindliche Straftaten mit insgesamt 32 verletzten. Die Bundesregierung verwies darauf, dass die endgültigen Zahlen noch höher liegen dürften.

Bei fast allen Straftaten gehen die Behörden davon aus, dass es sich bei den Tätern um Rechtsextremisten handelt. Es sei dabei um Nazischmierereien, Drohbriefe, Beleidigungen, Sachbeschädigung und Volksverhetzung gegangen. Über die Höhe des Schadens konnte das Ministerium keine Angaben machen.

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Kommentar zur Woche

Wo bleibt die Solidarität?

Die sozialen Netzwerke sind bisweilen eben Netzwerke von Unsozialen. Im Weseler Falle überrascht auch die Passivität einer ansonsten schnell agilen Öffentlichkeit.

Eine Welle der Solidarität erfährt derzeit der Zoo in Krefeld, nachdem in der Silvesternacht das Affenhaus abgebrannt ist und viele Tiere in den Flammen ihr Leben verloren. Deutschlandweit gibt es öffentlich bekundete Trauer und Hilfsangebote. Das ist gut, solchen Zusammenhalt wünschte man sich häufiger in diesem noch so jungen Jahr – zum Beispiel in Wesel.

In der Stadt am nördlichen Niederrhein hätte es wenige Stunden vor dem Jahreswechsel ebenfalls zu einer Katastrophe kommen können. Nach Lage der Dinge hat es einen Versuch eines Brandanschlags auf die Hinterhof-Moschee an der Pastor-Bölitz-Straße in Wesel gegeben. Die Hinweise sind noch vage, es wurde aber laut Polizei ein Brandsatz in der Nähe gefunden und eine Scheibe war eingeworfen. Wer diese Tat verübt hat, aus welcher Richtung die Anfeindungen kommen, ist völlig offen. Dass die Gläubigen nun aber in Sorge sind, ist nur verständlich.

Umso erschreckender sind vereinzelte höhnische Reaktionen in den sozialen Medien. Es gibt Personen, die hinterließen unter einem Facebookartikel zur Moschee einen Lach-Emoji. Man könnte das abtun als Irrung von feigen Ausländerhassern, wenn es nicht so traurig und gefährlich wäre. Die sozialen Netzwerke sind bisweilen eben Netzwerke von Unsozialen. Im Weseler Falle überrascht aber auch die Passivität einer ansonsten schnell agilen Öffentlichkeit. Kaum Zeichen der Solidarität Das hängt sicherlich auch damit zusammen, wie die Gemeinde bisher in Wesel integriert ist. Es ist wenig über diese Hinterhofmoschee bekannt, es gibt keinen bekannten öffentlichen Dialog dieser Muslime mit anderen Glaubensrichtungen. Hier praktizieren viele Flüchtlinge, Nordafrikaner, Araber, Tschetschenen, teils auch deutsche Konvertiten ihren Glauben. Es fällt schwer, sich mit etwas zu identifizieren, wenn man es nicht kennt. Umso wichtiger ist, dass die Muslime dort in einen offenen Dialog treten – und die Weseler diesen Dialog ebenfalls suchen.

Ein Gedanke: Vielleicht wäre die öffentliche Reaktion auf diesen mutmaßlichen Anschlagsversuch eine andere gewesen, wenn eine schmucke Moschee, ein würdiges Gotteshaus, zerstört worden wäre? Man wünscht den Muslimen in unserem liberalen Land, dass sie ihren Glauben nicht nur in garagenähnlichen Hinterhofmoscheen feiern müssen.

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Time am 22. Januar 2020

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2019/12/04/ich-glaube-ihnen-kein-wort/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/30/the-fabulous-gitmo-freak-show/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2017/07/06/wie-wird-man-millionaer/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2019/09/14/und-wieder-ein-fake-anschlag/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2016/12/12/fake-of-fools/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2016/09/27/schweinepresse-reloaded/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2016/09/29/das-fatih-fake/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2014/09/26/wann-ist-ein-anschlag-ein-anschlag/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2014/09/04/finger-weg-von-euren-moscheen/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2014/08/25/anschlage-2/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2015/04/19/wer-standig-lugt/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2013/02/23/entsetzlicher-anschlag-auf-moschee/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/10/13/auch-propagandalugen-haben-kurze-beine/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/05/25/hort-auf-zu-flennen/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/09/08/aus-der-orkischen-propagandamaschine/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/12/10/sie-mussen-sich-entscheiden/
2) https://rp-online.de/nrw/staedte/wesel/wesel-polizei-schliesst-anschlag-auf-moschee-nicht-aus_aid-48081743
3) http://www.islamiq.de/2020/01/21/ermittlungen-nach-brandanschlag-auf-moschee/
4) https://rp-online.de/nrw/staedte/wesel/al-rahman-moschee-in-wesel-wo-bleibt-die-solidaritaet_aid-48127487

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Eine Antwort to “2020 – Fakeandfakenewsagain”

  1. Sophist X Says:

    Da klettern also Rechtsnazideutsche vermutlich auf die davor gebauten Garagen, haben die großen Fensterflügel etwa in Kopfhöhe und versuchen, womöglich zwei Brandflaschen durch das kleinere und höhere Oberlicht zu werfen.

    Da möchte man sich der sprachlich vollendeten Analyse der journalistischen Fachkraft bei rp-online anschließen: Man kann den Verdacht auf einen Versuch nicht ausschließen.

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