Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Nigeria retten

15. Juli 2018

Der Gouverneur des nigerianischen Bundesstaates Anambra, Willie Obiano, besucht einen verwundeten Überlebenden eines tödlichen Angriffs auf die katholische St. Philip Church in Ozubulu, 11. August 2017.

Raymond Ibrahim schrieb beim „Gatestone Institute“ über die Situation in Afrikas zweitgrößter Volkswirtschaft Nigeria (1).

Seine Ansicht unterscheidet sich von der des hoch geschätzten Gunnar Heinsohns (2) um einen Anteil: den Counterjihad.

Raymond versteht ihn, Gunnar leider noch nicht.

Nigeria ist das bevorzugte Ziel des Jihad!

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Internationale Gemeinschaft ignoriert Genozid an Christen in Nigeria

In dem, was der Christenverein Nigerias einen „reinen Völkermord“ nennt, wurden letzte Woche in der westafrikanischen Nation 238 weitere Christen getötet und Kirchen geschändet. Damit beträgt die Zahl der Todesopfer seit Anfang 2018 mehr als 6.000.

Laut einer gemeinsamen Erklärung des Christenvereins, einer Dachorganisation verschiedener christlicher Konfessionen, „besteht kein Zweifel, dass der einzige Zweck dieser Angriffe in der ethnischen Säuberung, der Landnahme und der gewaltsamen Vertreibung der christlichen Ureinwohner von ihrem angestammten Land und Erbe besteht“.

Die Erklärung verurteilte die jüngsten Angriffe, „bei denen über 200 Menschen brutal getötet und unsere Kirchen ohne jegliche Intervention der Sicherheitsbehörden zerstört wurden, trotz mehrerer Notrufe an sie“.

Die Erklärung fügt hinzu, dass die Mehrheit der 6.000 Christen, die in diesem Jahr massakriert wurden, „hauptsächlich Kinder, Frauen und ältere Menschen waren. Was in Nigeria passiert, ist reinster Völkermord und muss sofort gestoppt werden.“

Die Details der Ermordung dieser Tausenden, obwohl selten berichtet, sind oft grausam; viele wurden entweder zu Tode gehackt oder mit Macheten enthauptet, andere wurden lebendig verbrannt (einschließlich in verschlossenen Kirchen oder Häusern), und Frauen werden oft sexuell attackiert oder vergewaltigt, bevor sie geschlachtet werden.

Sowohl die nigerianische Regierung als auch die US-Regierung haben seit langem versucht, diesen langwierigen Dschihad als territoriale Auseinandersetzungen zwischen den Besitzenden (scheinbar immer Christen) und den Besitzlosen (scheinbar immer Muslime) darzustellen.

Im Jahr 2012 sagte Präsident Bill Clinton zum Beispiel, dass „Ungleichheit“ und „Armut“ „das sind, was dieses ganze Zeug antreibt“ (das „Zeug“ ist ein Hinweis auf das andauernde muslimische Abschlachten von Christen in Nigeria). Der ehemalige stellvertretende US-Außenminister für afrikanische Angelegenheiten, Johnnie Carson, sagte nach einem Bombenanschlag auf eine nigerianische Kirche am Ostersonntag im Jahr 2012: „Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um einen wichtigen Punkt hervorzuheben, nämlich dass Religion nicht der Motivator für extremistische Gewalt ist.“

Die Obama-Regierung stimmte Berichten zufolge zu, 600 Millionen Dollar in eine USAID-Initiative zu investieren, um die „wahren Ursachen“ von Unruhen und Gewalt in Nigeria zu ermitteln – die natürlich im sozioökonomischen, angeblich nie im religiösen Bereich liegen.

In ihrer jüngsten Erklärung wies der Christenverein Nigerias diese Behauptungen jedoch zurück. Nachdem die nigerianische Regierung den Verantwortlichen für das Abschlachten von Christen immer erlaubt hat, „ungeschoren davonzukommen“ – was die Angriffe noch mehr als „gegenseitige Bauern/Hirtenkonflikte“ darstellt – fragte sie:

„Wie kann es ein gegenseitiger Konflikt sein, wenn eine Gruppe [Muslime] beharrlich angreift, tötet, verstümmelt, zerstört und die andere Gruppe [Christen] beharrlich getötet, verstümmelt und ihre Kultstätten zerstört werden? Wie kann es ein gegenseitiger Konflikt sein, wenn die Hirten Bauern in deren eigenen Dörfern/Gemeinden jagen und die Bauern um ihr Leben rennen?“

Am 2. Mai traf sich das National Christian Elders Forum – ein Flügel des Christenvereins, dessen Mitglieder durchschnittlich 75 Jahre alt sind und aus den sechs geopolitischen Zonen Nigerias stammen – mit der britischen High Commission, um Unterstützung zu erhalten. (Tage vor dem Treffen hatten etwa 30 muslimische Hirten während der Frühmesse eine Kirche gestürmt und fast 20 Gemeindemitglieder und zwei Geistliche ermordet). Die Zusammenfassung der Themen der Gruppe:

„Den christlichen Ältesten ist klar, dass von den Islamisten im Norden Nigerias unter der Führung der Fulani-Volksgruppe (den „Hirten“) der DSCHIHAD ins Leben gerufen wurde. Dieser Dschihad basiert auf der Lehre des Hasses, der in Moscheen und islamischen Madrassas in Nordnigeria gelehrt wird, sowie auf der hegemonialen Ideologie der Fulani. Die Islamisten im Norden Nigerias scheinen entschlossen, Nigeria in ein islamisches Sultanat zu verwandeln und die liberale Demokratie durch die Scharia als nationale Ideologie zu ersetzen. Das Ziel besteht natürlich darin, die Verfassung durch die Scharia als Quelle der Gesetzgebung zu ersetzen. Die gegenwärtige Verfassung von 1999 wird von einer doppelten widersprüchlichen Ideologie von Demokratie und Scharia geplagt. Es gibt bestimmte Werte, die in einer pluralistischen Gesellschaft nicht verhandelbar sind, und es scheint, dass die Befürworter des Kalifats dies nicht respektieren. Ein von zwei Ideologien getriebenes Nigeria kann nicht das Nigeria unseres Traums sein. Wir wollen ein Nigeria, in dem die Bürger vor dem Gesetz auf allen Ebenen gleich behandelt werden. Wenn man bedenkt, dass Christen über 50% der nigerianischen Bevölkerung ausmachen, ist es das Ziel der Islamisten, ernsthafte Konflikte zu schaffen, die, wenn sie nicht kontrolliert werden, zu einem weiteren Bürgerkrieg eskalieren können. Schon jetzt ermorden die Islamisten ungestraft Christen und zerstören verletzliche christliche Kultstätten und Gemeinschaften in alarmierender und unmenschlicher Weise.“

Dass 6.000 Christen, meist Kinder, Frauen und Alte, in den ersten sechs Monaten dieses Jahres abgeschlachtet wurden, erinnert daran, dass Gewalt nur dann eskaliert, wenn sie unbeantwortet bleibt. Das ist die Geschichte der muslimischen Christenverfolgung in Nigeria.

Es dauerte dreimal so lange (eineinhalb Jahre, zwischen Dezember 2013 und Juli 2015), bis dieselben muslimischen Hirten beispielsweise insgesamt 1.484 Christen (532 Männer, 507 Frauen und 445 Kinder) getötet, 2.388 Christen (1.069 Männer, 817 Frauen und 502 Kinder) schwer verletzt und 171 Kirchen verbrannt oder zerstört hatten.

Die nigerianische Regierung und die internationale Gemeinschaft haben jedoch von Anfang an wenig getan, um der Situation zu begegnen. Dieser Mangel an Beteiligung ist nicht verwunderlich: Sie können nicht einmal ihren Ursprung anerkennen, nämlich die intolerante Ideologie des Dschihad. Infolgedessen ist die Zahl der Todesopfer von Christen stetig angestiegen – und wird wahrscheinlich weiter exponentiell wachsen – bis diese Realität nicht nur anerkannt, sondern auch angegangen wird.

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Time am 15. Juli 2018

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1) https://de.gatestoneinstitute.org/12681/nigeria-genozid-christen
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2018/07/11/wer-toetet-wen/

Wo stehen wir heute?

14. Juli 2018

Lesen Sie einen Artikel von „PI“ (1).

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Dachau: Demütige Aufgabe der eigenen Meinung erzwungen

Mutter für Meinungsverbrechen zu 1.650 Euro Strafe verurteilt

Anfang vergangenen Jahres machte eine Leserin eines WeLT-Artikels mit dem Titel „Zehntausende Flüchtlinge verklagen Deutschland“ auf Facebook ihrem Unmut Luft und postete ihre Meinung zu den Gästen der Kanzlerin.

Damals dachte die Frau offenbar noch, sie befände sich in einem Land, wo nicht nur die Gedanken frei sind, sondern man auch seine Meinung frei äußern dürfe.

Was sie zu diesem Zeitpunkt nicht wusste war, dass unsere Staatsmacht offenbar trotz überbordender Kriminalität viel Zeit hat sich um die Gesinnung der Bürger zu kümmern und Meinungsverbrechen „aufzudecken“.

Aufgrund eines Hinweises vom LKA-Nordrhein-Westfalen, das ebenso wie das LKA Bayern „spezielle Netzwerkfahnder“ beschäftigt, die u.a. vom Steuergeld der Verfolgte bezahlt werden, geriet die Frau in den Fokus der Kripo Fürstenfeldbruck, wo eine eifrige Beamtin alles ermittelte was nötig war, um die Meinungsstraftat aufzuklären und die Bürgerin dann anzeigte.

Im Detail geht es darum, dass die 41-Jährige in Bezug auf den genannten Artikel geschrieben habe:

„Den Staat bescheißen, Leute beklauen, vergewaltigen, sich die Eier wund schaukeln, Geld von uns fordern und den Staat verklagen, das können sie. Sie sind ja wertvoller als Gold, unsere Super-Fachkräfte. Ich hoffe, unsere Gerichte schmettern alles ab. Wenn ich Richter wäre, würde ich sagen, wenn euch etwas nicht passt, geht wieder nach Hause. Wir müssen aufhören, uns das alles gefallen zu lassen.“

Die um die Sicherheit des Landes besorgten Ordnungshüter beschlagnahmten das Mobiltelefon der Frau, die sich alsdann vor dem Dachauer Amtsgericht verantworten musste. Rechtfertigung der Maßnahme ist der auslegungselastische Knüppel- und Unterdrückungsparagraph 130 des Strafgesetzbuches.

Der deutsche Nanny- und Repressalienstaat, vertreten durch Amtsrichter Christian Calame, zeigte sich erst ein klein wenig zufrieden, als die 41-jährige geschiedene Mutter zweier Kinder, die als Putzfrau versucht ihre Familie zu ernähren, sich demütig gegenüber dem Regime gab und gebührende Reue zeigte. Außerdem konnte man sie nicht auch nur halbwegs glaubwürdig als Rassistin vor- und überführen, da sie laut Anwalt „familiäre Beziehungen nach Slowenien und in die Dominikanische Republik“ habe. Die Schwägerin der Frau komme nämlich aus er Dominikanischen Republik und sie selbst sei mit einem Slowenen liiert.

Das Gericht warf ihr dennoch vor, mit ihrem Facebook-Post habe sie behauptet, „Flüchtlinge“ seien generell Straftäter im schlimmeren Sinne, auch habe sie Menschen gegen Flüchtlinge aufgestachelt, weil sie ihnen Angst gemacht habe, so der Richter in der Hauptverhandlung. Die Angeklagte bereute, senkte symbolisch ihr Haupt und ging vor dem Gesinnungapparat dieses Unrechtsstaates in die Knie: „Ich weiß nicht, was mich da gepackt hat“, gab sie ihre Meinung auf und ließ es, vermutlich aus Angst um ihre Kinder zu, dass man ihr vorschreibt, wie sie worüber zu befinden habe.

Diese Unterwerfung erkannte der Richter zwar an, befand den Text aber als „bodenlos“: „So etwas schreibt man nicht“, das sei nicht an der unteren Grenze von Volksverhetzung, sondern schon der mittelschwellige Bereich, befand Calame und verurteilt die 41-Jährige Mutter zu einer Geldstrafe von 1.650 Euro. Als zusätzliches „Highlight“ dieser Bestätigung eines totalitären Regimes betonte die Staatsanwältin, dass „Geldstrafen eigentlich nicht vorgesehen sind“ für diese Art von „Verbrechen“. Knast wäre also offenbar mehr im Sinne der Rechtsauslegung gewesen.

Auch wenn die Frau, die ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder ohnehin schwer genug verdient und die diesen Betrag wohl nicht aus der Portokasse zahlen wird können, für sich ihre Meinung eher nicht ändern wird, so wird sie aber künftig vermutlich ihr Verhalten ändern. Sie wird sich hüten nochmal in Gegenwart Fremder, vielleicht sogar Vertrauter, auszusprechen was sie denkt und was sie ängstigt, auch in Bezug auf die Zukunft ihrer Kinder. Sie wird schweigen und dulden, dass Menschen, die nichts leisten für die Zukunft dieses Landes, von ihren hart erarbeiteten Steuern leben und sie wird nur noch im Stillen Angst haben, vor den Dieben, den Vergewaltigern und nun auch diesem Staat, der das Aussprechen der Wahrheit über Taten schneller und härter bestraft als manche der Taten selber.

Wenn Wahrheit zum Verbrechen wird, dann lebt man in einem totalitären System.

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Time am 14. Juli 2018

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1) http://www.pi-news.net/2018/07/mutter-fuer-meinungsverbrechen-zu-1-650-euro-strafe-verurteilt/

I like Donni

13. Juli 2018

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Time am 13. Juli 2018

Der Nazislahm ist kein Narrativ

13. Juli 2018

Nathan Warszawski reflektierte bei „Freie Welt“ die Parallelen zwischen der Klimawandel-Ideologie und dem Nazislahm (1).

Absurd ist aus der Sicht des Counterjihad angesichts der Fakten, die in den counterjihadischen Blogs zusammengetragen werden, Warszawskis Deklarierung der Nazislamisierung Europas als „Narrativ“, der „unabhängig“ seines „Vorhandenseins oder Nicht-Vorhandenseins politisch und medial als Fakt deklariert“ wird.

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Klimawandel und Islamisierung

Was wird sich in Deutschland und in der EU zuerst durchsetzen? Der Klimawandel oder die Islamisierung? Vielen Lesern wird der Vergleich von Klimawandel mit Islamisierung nicht gefallen. Deshalb: Der menschengemachte Klimawandel – so man daran glaubt – ist voll im Schwung, während die Islamisierung Europas noch in den Anfängen steckt!

Darauf gibt es folgende Entgegnungen: Die Islamisierung Europas ist weiter fortgeschritten als der menschengemachte Klimawandel, der wissenschaftlich – im Gegensatz zu politisch und medial – nicht gesichert ist. Zudem sollten wir sowohl den Klimawandel, als auch die Islamisierung unter dem Aspekt der Scharia betrachten: Laut Koran ist Alles (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) durch den ewigen, stets schaffenden und wachenden Allah von Seinem Anfang an festgesetzt. Der Verstand des Menschen reicht jedoch aus, die Werke Allahs zu erkennen, sofern man sich zu den Rechtgläubigen zählt. Aus diesem Grund erkennen Kuffar die Islamisierung nicht und glauben an einen von Allah unabhängigen Klimawandel, für den der Mensch sich einbildet, ohne Allahs Hilfe und Erlaubnis alleine verantwortlich zu sein.

Wer weiß denn schon heute, ob zuerst die Islamisierung oder der Klimawandel in Deutschland siegt? Beide, sowohl die Islamisierung, als auch der menschengemachte Klimawandel, sind Narrative, die unabhängig ihres Vorhandenseins oder Nicht-Vorhandenseins politisch und medial als Fakt deklariert werden, wenn es – für wen auch immer – von Vorteil ist.

Um den Klimawandel aufzuhalten, gibt die deutsche Bundesregierung mehr Milliarden aus als um den Islam in Deutschland heimisch werden zu lassen. Beiden gleich (Klimawandel, Islamisierung) ist der Transfer von Geldern: Die Profiteure erhalten ohne Notwendigkeit und verwertbare Gegenleistung viel Geld, die ihre Macht und ihre Existenz festigen, in beiden Narrativen zusätzlich ihre Existenznotwendigkeit! Selbst wenn Deutschland seine selbstgesteckten Klimaziele je erreichen würde (es wird sie nie erreichen, weil Narrative unerreichbar sind!), wäre die CO2-Einsparung im Weltmaßstab niemals messbar sein und auch nichts bewirken. Die Zeche zahlt der Energie bedürftige Bürger mit überhöhten Rechnungen, die in den Taschen mächtiger Interessenten und ihrer politischer Helfer verschwinden.

Wer profitiert von der Islamisierung? Gehören Schlepper zur Asylindustrie? Profitieren gewaltbereite Islamisten nur ideologisch an gelungenen Terroranschlägen in der EU oder werden sie zusätzlich für gelungenen Terroranschläge fürstlich entlohnt? Mit dem sofortigen Eintritt ins Paradies, wo Huren und Weintrauben auf sei warten? Erhalten sie für gelungenen Terroranschläge Geld? Wenn ja, wievielt und von wem? Sind Deutschland und die EU an den Geldübergaben wie an palästinensischen Terrororganisationen beteiligt?

Die Profiteure des Klimawandels sind leichter zu lokalisieren!

Wenn wir uns nur eines von beiden wüschen könnten, wozu werden wir uns entscheiden? Und warum? Hierbei müssen wir davon ausgehen, dass sowohl die Islamisierung, als auch der menschengemachte Klimawandel an Europas Tür klopfen. Welche Maßnahmen werden wir ergreifen, um dem menschengemachten Unheil zu entkommen? Werden wir Klimagläubige oder Rechtgläubige werden?

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Time am 13. Juli 2018

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1) https://www.freiewelt.net/blog/klimawandel-und-islamisierung-10074988/

Refugium Polen (#2)

12. Juli 2018

Daniel Pipes schrieb kürzlich über Polen (1) und dachte dabei in eine Richtung, die Gunnar Heinsohn bereits vor drei Jahren vorgegeben hat (2).

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Polens Muslim-Bann

Als er letzten Dezember designierter polnischen Ministerpräsident war, gab Mateusz Morawiecki die außergewöhnliche Erklärung ab, dass er und seine Regierung die Europäische Union „umwandeln wollen, sie wieder christlich machen wollen“.

Fasziniert von dieser großen Vision des Schicksals Polens und insbesondere interessiert an dem fast vollständigen Bann für muslimische Immigranten (wiederum Morawiecki: „Wir werden keine Migranten aus dem Nahen Osten und Nordafrika in Polen annehmen.“), verbrachte ich eine Woche in Warschau, um zu verstehen, warum das Land sich so scharf von Westeuropa unterscheidet und was das bedeutet.

Ich fand eine tobende Debatte um die zivilisationistische (üblicherweise und ungenau als „rechtsextrem“ bekannte) Partei vor, die Recht und Gerechtigkeit heißt (PiS, „peace“ ausgesprochen). Genauer gesagt streiten die Polen darüber: Schürte PiS oder reagierte sie auf antimuslimische Gefühle?

PiS-Kritiker stellen sie (wie andere zivilisationische Parteien) als eine Partei dar, die auf eingebildeten Ängsten und fadenscheinigen Emotionen an die Macht reiten will. Bis auf die Belagerung Wiens 1683 weisen sie auf gute historische Beziehungen der Polen zu Muslimen hin, darunter sieben Jahrhunderte beispielhafter Beziehungen zur winzigen Türkisch sprechenden Gruppe in Polen lebender Muslime, den Lipka-Tataren; auf die romantischen Vorstellungen des polnischen Adels über ihre iranische („sarmatische“) Herkunft; dass das Osmanische Reich es ablehnte die Teilung Polens anzuerkennen; und dass die PiS selber die Immigration von Tschetschenen nach Polen Anfang der 2000-er Jahre herzlich begrüßte.

Gemäß dieser Interpretation brachten die PiS und ihr gefügige Medien das Gespenst der Gewalt und anderer Spannungen bezüglich Muslimen in Westeuropa auf, womit sie eine ausreichende Zahl Polen verängstigte, so dass sie die erste Einparteienregierung der postkommunistischen Ära bilden konnte. Kritiker argumentieren, dass die PiS die polnische Demokratie herabwürdige und gefährde, während sie gleichzeitig die Europäische Union untergrabe.

PiS-Anhänger kehren diese Darstellung um. Nach ihrer Darstellung löste die aus Europa kommende ständige Kost an jihadistischer Gewalt, taharrusch, Banden für sexuelle Heranziehung von Mädchen zur Prostitution, Ehrenmorden, weiblicher Genitalverstümmelung, krimineller Aktivitäten, Sozialbetrug und kultureller Aggression ein Bedürfnis von unten, damit die Parteien eine Antizuwanderungs- und -islamisierungsplattform übernehmen. Der Merkel-Tsunami von 2015/16 mit seinen mehr als einer Million durch Europa laufenden Muslimen, machte den Polen Angst. Entsprechend lehnen 75 Prozent von ihnen muslimische Zuwanderung ab. Daher wird, so stellen sie fest, selbst dann, wenn der Hauptkonkurrent der PIS an die Macht kommt, das Muslim-Verbot in Kraft bleiben.

Von diesen zwei Interpretationen finde ich die zweite weit überzeugender. Die PiS ist nicht mehr verantwortlich für die Ängste vor Zuwanderung und Islamisierung als Europas andere zivilisationistische Parteien wie die Freiheitliche Partei Österreichs oder die italienische Lega. Sie alle reagierten auf wachsendes Unbehagen, hauptsächlich beim Boden des sozioökonomischen Spektrums. Sie repräsentieren die Europäer, die um ihre Zivilisation fürchten.

Abgesehen davon gibt es an der PiS vieles, das man kritisieren kann. Sie verschwendet Geld auf Sozialleistungen, die die Regierung sich nicht leisten kann und hat vom antikapitalistischen Wirtschaftstheoretiker Thomas Piketty das Konzept der „abhängigen Marktwirtschaft“ übernommen. In einer überraschenden Zustimmung zur kommunistischen Vergangenheit will die PiS den Staat mächtiger machen, zum Beispiel indem er die Kontrolle über die Justiz übernimmt. Sie betreibt Verschwörungstheorien (besonders zum Flugzeugabsturz in Smolensk im April 2010). Sie befürwortet das idiotische Gesetz, das jemanden ins Gefängnis bringt, der „polnische Todeslager“ erwähnt und machte dann alles noch schlimmer, als sie von „jüdischen Tätern“ im Holocaust redete. (Allerdings machte sie letzte Woche unter internationalem Druck bezüglich der Drohung mit Gefängnisstrafe einen Rückzieher.)

Unter Vermerk dieser Probleme bleibe ich dabei, dass man die Partei unterrichten und beobachten sollte, nicht dämonisieren, damit sie aus ihren Fehlern lernen kann, während sie das Land vor der potenziell existenziellen Bedrohung durch den dem Islam intrinsischen Drang nach Macht schützt.

Warum haben die Polen so anders auf die muslimische Migration reagiert als die Westeuropäer? Die Homogenität des Landes und seine unsichere Geschichte (es verschwand für mehr als ein Jahrhundert von der Landkarte) sind beides Faktoren, aber was ich als entscheidend feststellte, war, dass die Polen spät ins Spiel eintraten, die massiven Fehler ihrer westlichen Nachbarn sahen und zu der Entscheidung kamen, diese nicht zu wiederholen.

Wie sehen die langfristigen Folgen für den Ausschluss muslimischer Migranten aus? Polen wird der heraufziehenden Krise Westeuropas entgehen. Weil Länder, angefangen mit Italien, versuchen ihre Grenzen zu kontrollieren und illegale Migranten auszuweisen, werden Spannungen, Aufstände und Gewalt folgen. Im Gegensatz dazu wird Polen (wie seine ehemaligen Nachbarn des Sowjetblocks) diese Krise aussitzen und vielleicht Exilanten aus Westeuropa aufnehmen.

Zwar ziehen diese Auswanderer in erster Linie nach Australien, Kanada und die Vereinigten Staaten, aber Polen könnte – angesichts seiner Nähe, persönlichen Sicherheit und niedrigen Lebenskosten – ein attraktives Ziel werden, besonders für Rentner und für Juden, die in Europas Westen Ziele von Anschlägen, aber in Polen zunehmend sicher sind.

Genauso wenig wie die EU in naher Zukunft nicht wieder christlich werden wird, wird es eine Islamisierung Polens geben.

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Time am 12. Juli 2018

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1) http://de.danielpipes.org/18414/polens-muslimen-bann
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2015/06/28/refugium-polen/

Wer tötet wen?

11. Juli 2018

Gunnar Heinsohn erörterte bei „Achgut“ die Perspektiven für die Nigerianer (1). Dabei entlastet er den Nazislahm von seiner katastrophalen Rolle, die er dort spielt, indem er schlussfolgert: „Frommer Eifer mag ein Feuer heller lodern lassen, seinen Treibstoff liefert er nicht.“ Das ist befremdlich, hatte er zuvor doch selbst festgestellt, wer dort wen tötet: „Da – je nach Region – 70 bis 90 Prozent der Getöteten Christen sind …“

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Warum der Krieg in Nigeria nicht aufhören wird

60.000 Opfer werden seit 2001 im Krieg der Fulani Nigerias gegen Berom und andere Bauernstämme gezählt. Das liegt weit über den rund 30.000 Opfern des islamistischen Boko Haram (Bücher sind Sünde) seit 2009.

Die Aktionen der Fulani erfolgen als stetig dichter werdende Kette von Pogromen. Hirten treiben ihre Herden auf Felder, deren Eigentümer durch Schlachten der Tiere und auch mit bewaffnetem Widerstand dagegenhalten. Als „gerechte“ Rache für diese Aktionen vollziehen die Fulani dann ihre Massaker.

Da – je nach Region – 70 bis 90 Prozent der Getöteten Christen sind, haben die Auseinandersetzungen die Gestalt eines Religionskrieges. Doch die Glaubensgemeinschaften gibt es viel länger als die Kampfhandlungen. Was also treibt früher aushaltbare Differenzen ins Blutvergießen?

Herdenwirtschaft benötigt viel mehr Land als Pflanzenproduktion. Beide benötigen ein Vielfaches dessen, was für Industrien und Dienstleistungen erforderlich ist. Bleibt eine Bevölkerung stabil, kann das nur langsame Wachstum der modernen Wirtschaftszweige unproblematisch bleiben. Doch mit Nigerias Sprung von 40 auf 200 Millionen Menschen seit 1950 sind die attraktiven Weide- und Ackerflächen längst knapp geworden.

Merkels 300 Millionen Zusatz-Euro

Es kann nur enger werden, weil bis 2050 sogar 410 Millionen Menschen erwartet werden. Immer noch gibt es mit sechs Kindern pro Frauenleben ein Vierfaches der deutschen Leistung. In lediglich einem Jahrhundert klettert Nigeria von Platz 14 auf Platz 3 der bevölkerungsreichsten Nationen, während Deutschland im selben Zeitraum von 7 auf 24 und die Schweiz von 69 auf 99 absinkt.

Nigerias Verlust eigener Industrien – mit einem Rückgang um über 40 Prozent seit 2012 gegen die überlegene asiatische Konkurrenz – zwingt auch der Landwirtschaft bereits Entkommene zurück in den Streit um Flächen. Können sie nicht auswandern und verpuffen auch Merkels 300 Millionen Zusatz-Euro für afrikanische Erfolge auf den Weltmärkten, werden die Nachrichten und Bilder über Grausamkeiten zunehmen.

Die Religion kommt zum Zuge, weil muslimische Hirten bisher vor allem christliche Bauern angreifen. Sie wissen schon, dass sie unrecht handeln. Doch „Ungläubigen diese Ressourcen mit Gewalt zu entreißen”, verleiht ihren Verbrechen eine höhere Legitimation. Doch wenn Christen – immer noch eine knappe Hälfte der Bevölkerung – sich militärisch besser organisieren, kommt der demografische Druck auch innerhalb der Bekenntnisse zum Zuge. Der Kriegsindex von heute knapp 5 (D: 0.65; A: 0.75; CH: 0.77) und immer noch 4.5 im Jahre 2030 (D: 0.75; A: 0.74; CH: 0.78) trifft alle. Durchgehend müssen 4.500 bis 5.000 Jünglinge von 15 bis 19 Jahren um die Positionen und Ländereien von 1.000 Männern zwischen 55 und 59 Jahren kämpfen. Vorwände für Gewalt finden sich dann allemal auch zwischen Verehrern derselben Gottheit. Frommer Eifer mag ein Feuer heller lodern lassen, seinen Treibstoff liefert er nicht.

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Time am 11. Juli 2018

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1) https://www.achgut.com/artikel/warum_der_krieg_in_nigeria_nicht_aufhoeren_wird

Sieg des Counterjihad: Deutschland (#2)

10. Juli 2018

The Fuhrergan hat kein Problem mit der Zusammenarbeit mit den IS-Schergen.

Umso weniger Probleme hat er mit der Einbindung krimineller mohammedanistischer Rockerbanden in Deutschland.

Diese will der Drehhofer nun beenden (1).

Schaun mer mal…

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Innenminister Seehofer verbietet „Osmanen Germania“

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die Rockergruppe Osmanen Germania verboten. In der Verbindung sind vor allem Deutsch-Türken organisiert. Die Osmanen Germania gelten als verlängerter Arm des türkischen Präsidenten Erdogan in Deutschland.

„Von dem Verein geht eine schwerwiegende Gefährdung für individuelle Rechtsgüter und die Allgemeinheit aus“, erklärte das Ministerium am Dienstag in Berlin. Mit dem Verbot wird den „Osmanen“ jede Tätigkeit untersagt.

Das Verbot stützt sich auf das Vereinsgesetz. Zweck und Tätigkeit der „Osmanen Germania“ liefen den Strafgesetzen zuwider, erklärte das Ministerium. Betroffen von dem Verbot sind auch alle Teilorganisationen. Aktuell sind im Bundesgebiet 16 Ortsgruppen, sogenannte Chapter, aktiv.

„Wer den Rechtsstaat ablehnt, kann keine Nachsicht erwarten“

Seehofer erklärte, Bund und Länder bekämpften entschieden alle Erscheinungsformen organisierter Kriminalität, auch rockerähnliche Gruppierungen. Mitglieder des Vereins verübten schwere Straftaten: „Wer den Rechtsstaat ablehnt, kann von uns keine Nachsicht erwarten.“

Das Verbot stützt sich laut Innenministerium auch auf Erkenntnisse, die im Rahmen von Ermittlungsmaßnahmen Mitte März gewonnen wurden. Ziel war es damals, nähere Informationen über Struktur und Leitung des Vereins und das Zusammenwirken mit seinen Teilorganisationen zu erlangen.

Die Rockergruppe hat nach Einschätzung des nordrhein-westfälischen Innenministeriums Verbindungen zur türkischen Regierungspartei AKP und zum Umfeld des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan.

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Time am 10. Juli 2018

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1) https://www.welt.de/politik/deutschland/article179085694/Osmanen-Germania-Innenminister-Horst-Seehofer-verbietet-rockeraehnliche-Gruppe.html

Malte-Thorben vor dem Aus

9. Juli 2018

Anabel Schunke hat für die „Achse“ einen Aufsatz über ein neues gesellschaftliches Phänomen geschrieben (1).

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„Generation Haram“

Wenn von muslimischen Parallelgesellschaften die Rede ist, wird vor allem der Faktor der Abschottung, die Isolierung der islamischen Community von der (westlichen) Mehrheitsgesellschaft, betont. Zwangsläufig entsteht so der Eindruck, dass es sich bei ihr um ein in sich geschlossenes und nach außen undurchlässiges Werte- und Rechtssystem handelt. Unberücksichtigt bleibt bei dieser Betrachtung allerdings der zunehmende Einfluss des islamischen Wertekanons auf westliche Gesellschaften wie Deutschland.

Ja, die muslimische Parallelgesellschaft mag sich als erstaunlich resistent gegenüber Einflüssen von außen erwiesen haben, dies gilt jedoch umgekehrt nicht in gleichem Maße für die sich stets tolerant und weltoffen gebende Mehrheitsgesellschaft, die sich zunehmend durchlässig für jene archaischen Werte der islamischen Welt zeigt, die man im Zuge von Emanzipation und Gleichberechtigung eigentlich längst auf den Müllhaufen der Geschichte verbannt hatte.

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Da ist vor allem der Umstand, dass es sich bei der Integration in „identitätsschwache“ Gesellschaften wie Deutschland um die allseits bekannte „Einbahnstraße“ handelt. Liberale Werte wie Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen mögen für den westlich-demokratisch sozialisierten Otto Normalbürger das Nonplusultra für sein Image als Kosmopolit sein. Für viele Muslime ist die Offenheit gegenüber den Werten des Anderen jedoch Ausdruck von Schwäche. Wer sich anpasst, wird verachtet.

Wer dies als Frau tut, verletzt darüber hinaus die Familienehre und muss, wie Phyllis Chesler feststellte, dafür nicht selten mit dem Leben bezahlen. Es ist dieses strenge Korsett aus Regeln und Sanktionen, welches letztlich für die Konservierung des eigenen archaischen Wertesystems sorgt und es nahezu immun gegen die freiheitlichen Verlockungen von außen macht.

Das heißt jedoch nicht, dass islamische Werte umgekehrt keinen Einfluss auf jene hätten, deren „System“ ihnen nicht mittels sozialer Sanktionen untersagt, sich anzupassen. Dass ihnen schlimmer noch eine ausgesprochene Weltoffenheit dafür attestiert. Bereits in meinen Texten zu Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit im Deutschrap – und nicht zuletzt im Rahmen der Echo-Debatte um Kollegah und Farid Bang – wies ich immer wieder auf den Einfluss des islamischen Weltbildes auf deutsche Jugendliche und Männer mit – und was noch viel entscheidender ist – OHNE Migrationshintergrund hin.

Muslimische Jugendliche als Peergroup für die deutschen Kumpels

Der verweichlichte westliche Mann, des Typus Malte-Thorben in Funktionsjacke, der Soziale Arbeit studiert hat und jetzt mit „Geflüchteten“ arbeitet, aber seine Freundin nicht vor dem arabischen Mob auf der Kölner Domplatte schützen konnte oder wollte, ist sicherlich eines der großen Probleme einer multikulturellen Gesellschaft, die es nicht vermag, sich einzugestehen, dass all die #metoo-Debatten und hochtrabenden feministischen Diskussionen über verkappte Komplimente zwar beim mittlerweile völlig verunsicherten deutschen Mann ankommen, sicherlich aber nicht in Murats muslimischer Parallelgesellschaft. Was so entsteht, ist zweifelsohne eine immer größer werdende Kluft zwischen gegendertem Akademiker, der schon in Kindheitstagen von grüner Erzieherin und Helikopter-Mama auf Linie gebracht wurde, und Murats Welt, in der zumeist die Gesetze der Stammesgesellschaft herrschen.

Aber dieses Problem ist, bei aller Richtigkeit, vornehmlich ein akademisches. Malte-Thorben ist ein Produkt seiner Soja-Latte-Mutter, seines fehlenden oder Funktionsjacken-Papas und des feministischen Gender-Schwachsinns an seiner Uni. Daneben gibt es eine ganze Menge junger Typen, an denen diese Dinge mehr oder weniger vorbeirauschen. Die nach Orientierung in einer hedonistischen Gesellschaft suchen und die fündig werden: bei ihren muslimischen Kumpels in der Schule, im Fußballverein und bei den Texten einer ganzen Generation von Rappern mit muslimischem Background.

„Generation Haram“, nannte das der österreichische Blog „biber“ bereits 2016 in einem bemerkenswerten Bericht aus dem Inneren eines Klassenzimmers an einer Wiener Schule, der beschreibt, wie muslimische Jugendliche das Klassenklima bestimmen und die „Regeln“ des Miteinanders zwischen Mädchen und Jungen festlegen. Dass ich immer wieder auf diesen Bericht zurückkomme, zeigt, wie wenig Beachtung das Thema in der deutschen Debatte um Integration und gegenseitigen Einfluss der Kulturen aufeinander findet.

Was hier deutlich wird, deckt sich jedoch nicht nur mit meinen Erfahrungen mit Männern meiner Generation und jünger, sondern zeigt darüber hinaus, dass der Einfluss der islamischen Kultur auf unsere Gesellschaft sich eben nicht nur auf Aspekte wie kulinarische Bereicherungen und die Leidenschaft für das Shisha-Rauchen begrenzt, sondern auch auf das Frauen- und Weltbild insgesamt erstreckt. Dieser Einfluss war bei meiner Generation bereits deutlich spürbar, und er wird in dem Maße zunehmen, wie sich die Mehrheitsverhältnisse vor dem Hintergrund des demographischen Wandels weiter zu Ungunsten der westlich sozialisierten (Noch-)Mehrheitsbevölkerung verändern.

Junge Männer, die es satt haben, wie Malte-Thorben zu sein

Das Miteinander, die Werte einer Gesellschaft werden in Zeiten einer politisch desinteressierten und historisch mehrheitlich mangelhaft gebildeten Bevölkerung nicht in erster Linie durch festgeschriebene Gesetze geprägt, deren Sinn und Ursprung, insbesondere bei der jungen Generation, ohnehin nur noch die Wenigsten begreifen. Dies gilt umso mehr für eine Gesellschaft mit einer stetig wachsenden desintegrativen muslimischen Parallelgesellschaft, für die das Grundgesetz gegenüber den eigenen kulturellen und religiösen Gesetzen allenfalls eine untergeordnete Rolle spielt. Nein, sie werden durch die Menschen geprägt, die ihr Leben und ihre gelebten Werte am konsequentesten durchdrücken. Auch hier gilt das Recht des Stärkeren.

Stärke und Selbstbewusstsein strahlen zugleich eine gewisse Attraktivität aus. Sie wirken, egal wie idiotisch das vorgetragene Weltbild auch sein mag, insbesondere für Halbstarke verlockender als die eigene ewige Bückhaltung als Deutscher. Dazu kommt der Gruppenzwang. Ereignisse wie Silvester in Köln haben nicht nur die Verachtung gegenüber der westlichen Frau gezeigt, sondern auch gegenüber dem westlichen Mann, der sie „einfach nicht im Griff hat“, wie Zana Ramadani unlängst auf Achgut ausführte.

Umso achtsamer sollten wir nicht nur gegenüber der Generation Malte-Thorben sein, die sich und andere nicht mehr schützen kann oder will, sondern auch und vor allem gegenüber der Generation junger Männer, die es satt hat, wie Malte-Thorben zu sein. Die lieber Kollegah oder Farid Bang ist. Eine Generation deutscher Jugendlicher, die das krude, verschwörungstheoretische Weltbild ihrer muslimischen Kumpels übernimmt. Die Mädchen, die ihre sexuelle Selbstbestimmtheit ausleben, als Schlampen ansehen. Die es plötzlich ebenso „haram“ finden, wenn die eigene Freundin im Sommer in knappen Klamotten herumläuft, weil man nicht schlecht vor den muslimischen Kumpels dastehen will.

Die Gefahr für die Freiheit der westlichen Frauen und Mädchen geht längst nicht mehr nur von muslimischen Männern aus, die Mädchen wie Mia in Kandel ihr Verständnis von verletzter Ehre näherbringen. Sie geht längst auch von jenen nachfolgenden Generationen junger Männer aus, die das Weltbild ihrer muslimischen Freunde übernehmen. Die auf Konzerten ihrer Vorbilder lauthals die zutiefst frauenverachtenden Texte mitrappen und auf dem Schulhof auch stark sein wollen. Die nicht mehr Verbündete im Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung sind, sondern Gegner.

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Time am 9. Juli 2018

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1) http://www.achgut.com/artikel/generation_haram

Burn the shit!

8. Juli 2018

Der Nazislahm besteht in den kleinsten Kleinigkeiten auf der Einhaltung der Vorschriften. Umso wichtiger sind ihm die großen Themen, wie z.B. die Geschlechterapartheid und die minderwertigkeitsmarkierende Frauenbekleidung.

Lesen Sie zwei aktuelle Fatwas zu diesem Thema von „Dr.“ Yusuf al-Qaradawi (1), die ich von der evangelischen Allianz habe (2).

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Ist das Tragen des Kopftuches
eine islamische Pflicht für muslimische Frauen?

„Das Tragen des Kopftuches ist [für muslimische Frauen] eine Pflicht, die Allah in seinem Buch [dem Koran] vorgeschrieben hat: ‚Und sprich zu den gläubigen Frauen, daß sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen – bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und daß sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen‘ (Sure 24,31).

Der [arabische] Begriff ‚ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen‘ ist hier als Imperativ formuliert, d.h. es geht hier um einen Befehl und um eine Pflicht. … Kein einziger muslimischer Gelehrter hat diesen Befehl anders verstanden. Alle muslimischen Gelehrten, seien diese Sunniten, Schiiten o. a. sind sich darin einig, dass das Tragen des Kopftuches eine Pflicht für muslimische Frauen ist.“

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=VQj-DiEsMOU

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Dürfen muslimische Frauen
in westlichen Ländern ihr Kopftuch ablegen?

„… Damals habe ich den Muslimen in Frankreich gesagt, wir dürfen unseren Töchtern nicht die Bildung verbieten. Ansonsten würden wir uns zu einer rückschrittlichen Gemeinschaft entwickeln. … Diese Frage unterliegt bindenden Vorschriften. Die Lehre lautet: ‚Notfälle machen das Verbotene zum Erlaubten.‘ Der Inhalt dieser Lehre ist in fünf Koranversen belegt, z.B.: ‚Wenn aber jemand (dazu) gezwungen ist, ohne (es) zu begehren und ohne das Maß zu überschreiten, so trifft ihn keine Schuld‘ (Sure 2,173).

… Ich habe den muslimischen Frauen in Frankreich gesagt: Tragt euer Kopftuch bis zum Schuleingang. Dort legt ihr es ab und betretet die Schule. … Aber diese Verhaltensregel ist eben ein Notfall. Notfall heißt, dass er nicht zur Grundlage in unserem Alltag werden darf. Es ist dies also eine Ausnahme, die zwar gemacht werden kann, aber nicht zu einer allgemeinen Regel werden darf. Das bedeutet, wenn dieser Notfall vorüber ist, kehren wir zurück zur Normalität [dem Tragen des Kopftuchs].“

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=bTFwL7bBeYA

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Time am 8. Juli 2018

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1) https://www.islaminstitut.de/2018/ist-das-tragen-des-kopftuches-eine-islamische-pflicht-fuer-muslimische-frauen/
2) https://www.islaminstitut.de/2018/duerfen-muslimische-frauen-in-westlichen-laendern-ihr-kopftuch-ablegen/

Wohlfeile Worte (#2)

7. Juli 2018

Bei „Freie Welt“ habe ich einen Aufsatz von Beatrix von Storch über die Verachtung der Bundesregierung gegenüber den Opfern mohammedanistischen Terrors gefunden (1).

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Die Bundesregierung lässt die Opfer des islamischen Terrors im Stich

Der Bundestag hat die Härteleistungen für Opfer terroristischer Gewalt erhöht. Ein erster Schritt, der allerdings viel zu spät kommt. Zudem ist eine weiterreichende Reform des Entschädigungsrechts dringend notwendig. Diese wird seit längerer Zeit ignoriert.

Der Bundestag hat die Härteleistungen für Opfer terroristischer Gewalt erhöht. Ein erster Schritt, der allerdings viel zu spät kommt. Zudem ist eine weiterreichende Reform des Entschädigungsrechts dringend notwendig. Diese wird seit längerer Zeit ignoriert. Ein weiterer islamischer Fahrzeugangriff würde zu einer erneuten Demütigung der Opfer durch mangelhafte und bürokratische Entschädigungen des Staates führen, wie bereits nach dem Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz vom 19. Dezember 2016. Die Vernachlässigung der Opfer steht in einem krassen Missverhältnis zu den Ausgaben, die für Asyl- und Migration getätigt werden – über 40 Milliarden Euro im Bundeshaushalt in den letzten zwei Jahren.

Soforthilfe bisher unzureichend

Kein Geld der Welt kann den Verlust eines Familienmitglieds oder den psychischen Schock durch einen erlittenen Terroranschlags kompensieren. Neben dem psychischen oder psychischen Schaden, kann ein Attentat, wie der LKW-Angriff des islamischen Terroristen Anis Amri auf den Berliner Weihnachtsmarkt, bei den Betroffenen und Hinterbliebenen zu gravierenden finanziellen Einschnitten führen.

Als erste schnelle Hilfe sind dazu die sogenannten Härteleistungen vorgesehen. Bislang auf einem sehr dürftigen Niveau, sollen die Zahlungshöhen nun verdreifacht werden.

Richtige Maßnahme? Ja! Aber wieso erst jetzt?? Eineinhalb Jahre nach dem schweren Anschlag in Berlin. Die Hinterbliebenen und Opfer haben jegliches Vertrauen in die Institutionen verloren. Zu recht.

Opfer alleingelassen

Bereits kurze Zeit nach dem Anschlag hatten Opfer von mangelnder Hilfe und Unterstützung berichtet. Auch dass die Härteleistungen im internationalen Vergleich viel zu gering bemessen sind, ist schon geraume Zeit bekannt.

Wie in fast allen wichtigen Bereichen wird allerdings auch im Entschädigungsrecht keine umfängliche und dringend erforderliche Reform herbeigeführt, sondern lediglich einzelne Schräubchen gedreht.

Besonders im Stich gelassen werden ausländische Opfer, konkret außereuropäische. Dies musste eine israelische Familie nach dem Breitscheidplatz-Attentat schmerzlich erfahren. Trotz des Verlustes seiner Frau und eigenen schweren Verletzungen, hat der Israeli Rami Elyakim fast keine finanzielle Entschädigung vom Deutschen Staat erhalten.

Wäre stattdessen nicht Israel mit der schnellen Verabschiedung eines neuen Gesetzes eingesprungen, so wäre der dauerhaft arbeitsunfähige Elyakim vollkommen mittellos.

Opferentschädigung ist staatliche Pflicht

Der Staat ist, unserem Grundgesetz entsprechend, für den Schutz der Bürger zuständig und verantwortlich. Insbesondere gilt dies natürlich für terroristische Angriffe, die sich nicht gegen konkret ausgewählte Personen richten. Schafft der Staat es nicht vor solchen Anschlägen zu schützen oder versagen seine Behörden, so hat er die Pflicht, Opfer so gut es geht finanziell zu entschädigen. Insbesondere dann, wenn die Bundesregierung durch ihre Politik der offenen Grenzen in ganz erheblichen Maße Mitverantwortung für die Terroranschläge trägt.

Vollwaisenrente beträgt 233 Euro

Neben den Pauschalleistungen sind im Opferentschädigungsgesetz verschiedene Rentenzahlungen, Behandlungskostenerstattung u. ä. festgelegt. Die ersten Rentenbescheide sind nun, eineinhalb Jahre nach dem Anschlag von Berlin, an die Opfer verschickt worden. Die Höhe der gewährten Rentenzahlungen ist erschütternd. Trotz komplizierter und dauerhafter Verletzungen sowie schwerer psychischer Schäden werden teilweise weniger als 150 Euro monatlich ausgezahlt. Für Vollwaisen sind 233 Euro Rente im Monat vorgesehen.

Für die Opfer und Hinterbliebenen eines Anschlags ist dies ein erneuter Schlag ins Gesicht. Die Bundesregierung gibt ein beschämendes Bild ab, ganz besonders auch im Ausland.

Das israelische Opfer Elyakim brachte es so auf den Punkt: „Es waren schöne Reden: Wir unterstützen und wir werden helfen. Aber wenn’s darum geht, was zu tun, passiert nicht viel.“

Reformunwilligkeit der Bundesregierung

Auch im Bereich des Entschädigungsrechts wird die allgemeine Situation Deutschlands unter Kanzlerin Merkel deutlich. Wie fast alle wichtigen Bereiche, ist auch das Opferentschädigungsrecht dringend reformbedürftig. Anschläge mit Kraftfahrzeugen sind im Opferentschädigungsgesetz (OEG) explizit ausgenommen, lediglich die Verkehrsopferhilfe e.V. bietet Entschädigungen. Im Falle eines erneuten islamistischen Anschlags, mit dem jederzeit gerechnet werden muss, wird sich der Staat im Umgang mit den Opfern und Hinterbliebenen erneut blamieren.

Die Art und Weise wie die Bundesregierung die Opfer terroristischer Anschläge ignoriert und im Regen stehen lässt, ist eine Schande. Es zeigt das totale Desinteresse von Angela Merkel an den Opfern ihrer Politik und dem Wohl und der Sicherheit der Bürger.

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Time am 7. Juli 2018

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1) https://www.freiewelt.net/blog/die-bundesregierung-laesst-die-opfer-des-islamischen-terrors-im-stich-10074949/