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So wird das nichts

25. Mai 2015

Palmyra

Der Mohammedanismus in seiner reinsten Form. NTV (1): „Die Extremistenmiliz IS hat im syrischen Palmyra offenbar ein Massaker angerichtet. Nach Darstellung des syrischen Staatsfernsehens töteten die Islamisten seit der Eroberung der antiken Stadt vor wenigen Tagen mehr als 400 Menschen, die meisten von ihnen Frauen und Kinder.“

Auf „FAZ.NET“ wird von dem Unwillen des amerikanischen Verteidigungsministers Ash Carter berichtet, den dieser gegenüber der irakischen Armee hegt (2).

Nun kann er ja gerne ein bisschen sauer sein, aber das wird den Charakter der irakischen Soldaten nicht ändern. Folgende Zeile des Artikels ist m.E. bezeichnend: „… sagte der Sprecher unter Bezug auf die schwarze Fahne des IS mit dem weißen Schriftzug, der das islamische Glaubensbekenntnis ausdrückt.“

Der IS-IS, den unsere MSM gerne als „Miliz“ verniedlichen, kämpft in der Tat unter der Flagge des mohammedanistischen Glaubensbekenntnisses, er ist die Avantgarde und Elite des Mohammedanismus, und sowohl seine Mitglieder als auch seine mohammedanistischen Gegner wissen das genau.

Carters Fehlsicht besteht darin, dass er einen heterogenen Mohammedanismus bzw. viele verschiedene Mohammedanismen wahrnimmt, wo es sich in Wirklichkeit nur um verschiedene Zustände ein und derselben Angelegenheit handelt. Der Mohammedanismus des IS-IS ist der Mohammedanismus in seiner reinsten Form, das ist der Mohammedanismus von Klo H. Metzel, der sich dann manifestiert, wenn er über unbeschränkte Macht verfügt.

So ungern die Hände den Kopf des Körpers abtrennen, zu dem sie gemeinsam gehören, so ungern kämpft das Fußvolk des Nazislahm gegen seine Vorhut.

Wenn der IS-IS vernichtet werden soll, dann müssen wir das schon selbst in die Hand nehmen.

Aber soll er überhaupt vernichtet werden?

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Verteidigungsminister Carter

Pentagon wirft irakischen Soldaten fehlenden Kampfeswillen vor

Angesichts der jüngsten Erfolge des Islamischen Staates zieht Amerikas Verteidigungsminister Carter über die irakischen Streitkräfte her: „Wir können sie ausbilden, wir können ihnen Ausrüstung geben, aber wir können ihnen keinen Willen zum Kampf geben.“

Der amerikanische Verteidigungsminister Ash Carter reagiert mit heftiger öffentlicher Kritik auf die jüngsten Niederlagen der irakischen Armee gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Beim Kampf um die Stadt Ramadi seien die Iraker der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zahlenmäßig weit überlegen gewesen, dennoch hätten sie sich zurückgezogen, sagte er in einem Interview des TV-Senders CNN. „Die irakischen Truppen haben einfach keinen Willen zum Kampf gezeigt“, sagte er. Dies sei ein Problem. „Wir können sie ausbilden, wir können ihnen Ausrüstung geben, aber wir können ihnen keinen Willen zum Kampf geben.“ Dennoch wollten die Vereinigten Staaten weiter versuchen, die irakischen Truppen auszubilden und auszurüsten, um ihnen die Möglichkeit zu geben, den IS zu bekämpfen.

Der irakische Regierungschef Haidar al-Abadi entgegnete darauf, dass Carter wohl „mit falschen Informationen gefüttert“ worden sei. Er kündigte die Rückeroberung von Ramadi „innerhalb von Tagen“ an, berichtete der Sender BBC.

Kommentatoren in Washington bezeichnen die Äußerungen Carters als die bisher härteste öffentliche Kritik an den irakischen Truppen. Zwar kritisieren amerikanische Regierungsvertreter immer wieder den Zustand der irakischen Armee, doch meist hinter vorgehaltener Hand.

Zuletzt eroberte die Terrormiliz einen strategisch wichtigen syrisch-irakischen Grenzübergang. Sie kontrolliert nun weite Teile der Route zwischen Bagdad und Damaskus. Die irakischen Sicherheitskräfte zogen sich von dem Posten al-Walid komplett zurück, wie das irakische Militär am Sonntag in Bagdad erklärte.

„Sie haben die irakische Flagge runtergenommen und ihre eigene gehisst“, sagte der Sprecher unter Bezug auf die schwarze Fahne des IS mit dem weißen Schriftzug, der das islamische Glaubensbekenntnis ausdrückt. Den Übergang al-Tanf auf der syrischen Seite der Grenze hatte die Sunnitenmiliz bereits vor drei Tagen erobert, nachdem sie zuvor die antike Wüstenstadt Palmyra und andere Gebiete der Provinz Homs unter ihre Kontrolle gebracht hatte.

Die vollständige Kontrolle über die irakisch-syrische Grenze an dieser Stelle ist von enormer strategischer Bedeutung. In Friedenszeiten war al-Walid/al-Tanf der Grenzübergang für Reisende auf der direkten Strecke zwischen Bagdad und Damaskus. Nun kann der IS über diese Strecke beliebig Soldaten und Waffen zwischen der westirakischen Provinz Anbar und der syrischen Provinz Homs verschieben.

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Time am 25. Mai 2015

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1) http://www.n-tv.de/politik/IS-Massaker-in-Palmyra-article15164161.html
2) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/pentagon-kritisiert-kampfeswillen-der-irakischen-soldaten-13610532.html

Im Interview: Tarik Ramadan

24. Mai 2015

Rammeltag

Sieht nicht nur hinterlistig und verschlagen aus
sondern ist es auch: Tarik Rammeltag

Tariq Chaudhry und Adnan Tahir haben das mohammedanistische Mastermind Tarik Rammeltag interviewt (1). Ganz offensichtlich ist sein Thema nicht der Erhalt der offenen Gesellschaft sondern die Verbreitung des Mohammedanismus, und er macht unmissverständlich klar, dass über AllaHundseingesandter nicht gespottet werden darf.

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Prof. Tariq Ramadan:
„Wir dürfen Hohn und Spott nicht verharmlosen“

Das interkonfessionelle Zusammenleben gehört zu den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Vor allem in der westlichen Welt kommt es scheinbar von Zeit zu Zeit zu einer Kollision unter den verschiedenen Weltanschauungen. Im Zentrum der Debatte steht der Islam. DAS MILIEU sprach mit dem renommierten schweizer Islamwissenschaftler und Publizisten ägyptischer Herkunft über den Ist-Zustand.

DAS MILIEU: Sie sind in der Schweiz geboren. Das Land gilt als äußerst konservativ und islamfeindlich. Wie war ihre Jugend dort?

Prof. Tariq Ramadan: Als erstes möchte ich anmerken, dass man vorsichtig mit Verallgemeinerungen sein sollte. Aussagen wie: „die Schweiz ist konservativ“, „Frankreich ist rassistisch“ oder „Deutschland ist problematisch“ sind nicht zielführend. Unser Bild von anderen Gesellschaften sollte differenzierter sein. Ich bin in Genf geboren und aufgewachsen, einer kosmopolitischen Stadt, in der Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen leben. Ab und an habe ich rassistische Erfahrungen gemacht, aber nicht als Anhänger des Islam, sondern als Araber. Diese Erfahrungen waren nicht gravierender als die, die spanische oder italienische Migranten durchstehen mussten. Ich habe in der Schweiz großartige Menschen kennengelernt, doch es gibt dort auch rechtsextremistische Parteien, die islamophobe Thesen verbreiten und deren Nährboden ständig wächst. In der Schweiz ist die muslimische Community relativ klein. Viele der Muslime, die zu meiner Zeit in die Schweiz einwanderten, stammten aus dem Nahen Osten oder der Türkei. Sie ließen sich vornehmlich im deutschsprachigen Teil des Landes nieder. In meinem Umfeld spielte der Islam damals keine besonders große Rolle. Heute ist er jedoch ein ständiges Gesprächsthema. Das Wissen um ihn ist allerdings so gering wie früher. Da muss viel Aufklärungsarbeit geleistet werden.

DAS MILIEU: Sie sind Professor an der Oxford University. Sicherlich haben Sie in dieser Funktion häufig mit Islamkritikern zu tun. Wie überzeugen Sie diese von der Friedfertigkeit des Islam? Und wie gehen sie dabei mit der Tatsache um, dass in der islamischen Welt Gewaltakte mit Verweis auf den Islam gerechtfertigt werden?

Prof. Ramadan: Wir müssen als Muslime anerkennen, dass es mehrere Interpretationen der wichtigsten Quellen des Islam gibt. Die Leistung des Mainstream-Islam lag stets darin, dass er zwischen den verschiedenen Deutungen vermittelt hat. In der heutigen Zeit gibt es extreme und gewalttätige Ansichten, die zwar zum Kreis des Islam gehören, die aber Grundprinzipien des Islam widersprechen. Daher müssen wir eine Diskussion in zwei Richtungen führen. Auf der religiösen Ebene muss klargestellt werden, dass es Teil des Konsens des Islam ist, dass man keine unschuldigen Zivilisten töten darf. Dafür gibt es in den Schriften klare Belege. Muslime haben aber nichtdestotrotz das Recht sich gegen gewaltsame Besatzer zu Wehr zu setzen. Das ist ein Recht, das auch von der internationalen Gemeinschaft anerkannt wird. Auf der politischen Ebene muss erklärt werden, dass die Menschen in islamischen Ländern nicht grundsätzlich gewalttätig sind. Es gibt Umstände, die sie zur Gewalt bringen und die dazu beitragen, dass sie ihre Religion instrumentalisieren. Es gäbe wahrscheinlich weniger Gewalt, wenn man mehr Freiheit und Demokratie hätte. Sich einfach die Missstände in der islamischen Welt anzuschauen und zu behaupten, dass der Islam daran schuld sei, geht nicht. Die Missstände können verschiedene Gründe haben: ein begrenztes Verständnis der Urtexte, ein oberflächliches Wissen um den politischen Kontext oder ein ausgeprägtes Frustrationslevel der Bevölkerung ausgehend von staatlich auferlegten Repressionen.

DAS MILIEU: Sind Muslime in Europa angesichts der Auseinandersetzung mit ISIS zu passiv? Sollten sie auf die Straße gehen und gegen den Terror protestieren?

Prof. Ramadan: Das ist etwas, das ich wiederholt zur Sprache gebracht habe. Wir müssen die kritischen Themen diskutieren ohne dabei ständig eine defensive oder apologetische Rolle einzunehmen. Muslime sollten klarstellen was der Islam ist und gleichzeitig Gegenfragen stellen. Es gilt Fehlverhalten zu verurteilen und die Debatte um politische Kontexte zu erweitern. Klar ist, dass wir uns jederzeit zu Wort melden müssen, wenn jemand im Namen des Islam etwas Falsches tut. Eine schweigende Masse ist äußerst problematisch und das reine Abstempeln einer Tat als nicht-islamisch reicht nicht aus. Wir müssen den Problemen begegnen und sie in einen übergeordneten Zusammenhang setzen.

DAS MILIEU: Zahlreiche Studien belegen, dass in Europa und speziell in Deutschland, eine zunehmende Islamophobie festzustellen ist. In der Politik formiert sich Widerstand gegen muslimische Gruppen. Wir erleben islamkritische Strömungen auf der intellektuellen Ebene und aus der Mitte der Gesellschaft. Was bereitet Ihnen mehr Sorgen?

Prof. Ramadan: Ich habe mich bereits vor etwa 20 Jahren warnend in Richtung der gut ausgebildeten Muslime gewandt und auf die Schwierigkeiten bei der Integration in die hiesige Gesellschaft hingewiesen. Zurzeit erleben wir in den westlichen Staaten eine paradoxe Entwicklung, die etwas mit den zunehmenden gesellschaftlichen Erfolgen der Muslime zu tun hat. Um das zu verstehen, muss man sehr früh ansetzen. Als türkische Einwanderer nach Deutschland kamen oder asiatische Einwanderer nach Großbritannien, wurden diese zunächst geografisch von der übrigen Gesellschaft isoliert. Die erste Generation war in ihrem sozialen und intellektuellen Ghetto sich selbst überlassen. Nun haben die nachfolgenden Generationen der Einwanderer in den urbanen Gebieten Nordeuropas Anschluss an die Gesellschaft gefunden. Sie sind in allen erdenklichen Berufen zu finden. Diese integrative Leistung macht die Migranten sichtbar für die restliche Gesellschaft und diese erhöhte Sichtbarkeit wirft Fragen auf, wie: „Wer sind diese Menschen und warum verändern sie ,unsere‘ Gesellschaft?“ Als Antwort darauf folgt meist der Vorwurf, dass „die“ sich nicht integrieren wollen. Tatsache ist jedoch, dass Migranten durch ihre erhöhte Sichtbarkeit im öffentlichen Leben genau das Gegenteil beweisen. Wir sind integriert. Es gibt einen Bevölkerungsteil der deutsch und muslimisch ist. Islamophobie muss als Folge der Integration der Muslime verstanden werden. Viele Menschen in Europa fühlen sich in ihrer eigenen Gesellschaft nicht mehr heimisch. Auch die Muslime fühlen sich in Folge zunehmender Anfeindungen in Europa nicht mehr hundertprozentig heimisch. Dies führt auf beiden Seiten zu einer Identitätskrise. Islamophobie ist mittlerweile eine Realität. Wir Muslime sollten nicht denken, dass diese Form des Rassismus temporär oder irrelevant ist. Wenn ich sehe und höre, was im Westen über den Islam verbreitet wird, macht mir das Angst.

DAS MILIEU: Lassen Sie uns über Satire sprechen: Es gibt viele Situationen, in denen islamische Werte mit europäischen Werten kollidieren. Muslime fühlen sich einer Welle von Provokationen ausgesetzt. Sollten sie etwas gelassener reagieren?

Prof. Ramadan: An diesem Punkt muss ich Ihnen entschieden widersprechen. Anstatt zu sagen, dass es unterschiedliche Werte gibt, würde ich eher sagen, dass wir uns auf einen Standard für die Auseinandersetzung miteinander einigen sollten. Der Islam hat kein Problem mit Meinungsfreiheit und Religionskritik. Es geht im Karikaturenstreit aber nicht um Religionskritik, sondern um den respektlosen Umgang mit Dingen, die heilig sind. Es gibt Akteure, die mit Humor provozieren und anschließend behaupten, dass dies eine Form des kritischen Umgangs mit Religion sei. Diese Praxis war bis vor wenigen Jahren auch in Europa und Amerika nicht geläufig. Wenn Sie etwas genauer in die Gesellschaft horchen, werden sie bemerken, dass nur wenige Menschen die Herabsetzung von Religion durch Hohn und Spott befürwortet. Wir sollten als Muslime in dieser Hinsicht sehr deutlich zum Ausdruck bringen, dass jeder alles sagen darf. Als Teil der Gesellschaft sollten wir uns aber auch Gedanken darüber machen in welcher Form dieses Recht in Anspruch genommen wird. Eine weise Art des Umgangs mit anderen Menschen orientiert sich stets am Anstand. Es braucht keine „Blasphemie-Gesetze“, sondern einen besseren Umgang. Wir Muslime sollten uns an dieser Debatte beteiligen.

DAS MILIEU: Glauben Sie, dass die Gesellschaft in der Kritik gegenüber verschiedenen Religionen Unterschiede macht?

Prof. Ramadan: Lassen Sie mich das so beantworten: Es ist wichtig, dass Muslime, wann immer etwas Heiliges, wie z.B. die Propheten der jeweiligen Religionen, verunglimpft wird darauf hinweisen, dass dies trotz Meinungsfreiheit nicht respektvoll ist. Wir müssen unser Missfallen zum Ausdruck bringen und uns im Namen des Anstands klar gegen jede Form der Verharmlosung von Hohn und Spott einsetzen.

DAS MILIEU: Einige meiner muslimischen Freunde haben behauptet, dass es sich bei dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ um eine große Verschwörung der CIA und der französischen Behörden gehandelt hat. Wie schätzen Sie die Lage ein?

Prof. Ramadan: Wir müssen uns eingestehen, dass es Muslime gibt, die bereit sind Terrorakte zu unterstützen. Allerdings haben wir auch die moralische Verpflichtung uns unsere Meinung an Hand von Fakten zu bilden. Wenn die offizielle Version des Tathergangs nicht schlüssig erscheint, muss man Fragen stellen und nicht Behauptungen aufstellen. Als es im Jahr 2001 den Anschlag in New York gab, bin ich eine Woche später in die USA geflogen, um als Teil eines unabhängigen Gremiums die Lage zu analysieren. Ich habe bestimmte Aussagen von US-amerikanischen Offiziellen in Frage gestellt. Ebenso habe ich auch bei den Attacken in Paris nachgehakt. Die französischen Behörden versuchten mich als Verschwörungstheoretiker zu brandmarken. Ich habe erwidert, dass man ziemlich „beschränkt“ sein muss, wenn man die Arbeit der französischen Behörden nicht in Frage stellt. Wie kann es sein, dass man die Attentäter überwacht hat, aber nicht ihre Frauen? Wie kann es sein, dass diese Frauen 500 Anrufe tätigten, ohne dass der Geheimdienst davon erfuhr? Und das sind längst nicht die einzigen Ungereimtheiten. Es ist berechtigt Fragen zu stellen. Man muss sich seine Meinung auf Basis von Fakten bilden und nachhaken, wenn keine Fakten verfügbar sind. Paranoiden Verschwörungstheorien nachzugehen und sie als Fakten hinzustellen bringt uns nicht weiter.

DAS MILIEU: Würden Sie dem Vorwurf zustimmen, dass die westliche Welt den Toten ihrer Gemeinschaft eine stärkere Bedeutung beimisst, als den Toten der nicht-westlichen Welt?

Prof. Ramadan: Ich weiß, was Sie damit meinen. Diese Frage ist Teil unserer Debatte um das Prinzip der Gleichheit. Wenn wir davon hören, dass die Toten in Frankreich stärker betrauert werden als 2000 Tote in Nigeria, erhärtet dies den Vorwurf, dass Tote der westlichen Gemeinschaft scheinbar wichtiger sind. Das sind doppelte Standards. Es ist die Verantwortung von Muslimen dieses Problem zu thematisieren.

DAS MILIEU: Sie sprechen wiederholt von der Verantwortung der islamischen Gemeinschaft. Was können Muslime in Anbetracht der Übermacht der Massenmedien tun?

Prof. Ramadan: Uns stehen nicht nur die Massenmedien zur Verfügung. Es gibt eine Fülle von alternativen Möglichkeiten, wie das Schreiben, Sprechen und Diskutieren auf der persönlichen Ebene. Neben der Konsistenz der eigenen Arbeit spielt die Aussöhnung zwischen den Kulturen eine wichtige Rolle. Dieses Ziel habe ich schon vor langer Zeit formuliert. Wissen Sie was das Problem in Europa ist? Es ist mangelnde Beständigkeit der eigenen Werte. Die Worte, die gesprochen werden, sind sehr schön, aber die politische Handlungsweise, die daran anknüpft, ist äußerst schmutzig. Von mir wird erwartet, dass ich mich gegenüber Muslimen kritisch äußere. Ich tue das im Licht der islamischen Lehren. Wenn ein Politiker wie George W. Bush behauptet, dass die Muslime die westliche Zivilisation missachten, entgegnete ich ihm jedoch, dass die Muslime kein Problem mit den Werten des Westens haben, sondern mit dessen politischen Handlungsweisen.

DAS MILIEU: Vielen Dank für das Gespräch, Prof. Ramadan!

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Time am 24. Mai 2015

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1) http://www.dasmili.eu/art/prof-tariq-ramadan-wir-duerfen-hohn-und-spott-nicht-verharmlosen/#.VV7y7EY3TGu

Dry Country

23. Mai 2015

Mars

Staubtrocken: der Mars

„Dry Country“ sangen die „B 52’s“ (1), aber sie hatten damit weder den Mars noch die zentralen Staaten der Orksphäre im Sinn.

Denen wird bald das Trinkwasser ausgehen, und daher ist die Invasion Europas für die Orks eine absolut notwendige Überlebensstrategie (2).

Dies wird immer mehr Mohammedanisten klar, und in diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen eine Predigt des Bruders der stellvertretenden Vorsitzenden der Schariapartei Deutschlands (SPD) und Bundesministerin Aydan Özoguz vorlegen.

Die Rede ist von Dr. „Schreck“ Yavuz Özoguz, und sein schwafelndes Spiralisieren, das wie üblich in christlich-sozialistischem Gewand daherkommt und doch nur der Lobhudelei des perversen Obereierkochers Klomenie und der naziranischen Mulladiktatur dienen soll, verdient keine Beachtung mit Ausnahme eben jeder Passagen, in denen es um Wasser geht (3).

Obacht: Dr. Schreck schreibt „draußen“ korrekt mit „ß“.

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Obige Sünden betreffen viele von uns, und jeder beginne bei sich selbst. Es ist dabei von großer Bedeutung einen Blick in das Leben von wirklichen Heiligkeiten zu werfen, die in unserer Zeit leben oder gelebt haben, um zu verstehen, wo die Selbsterziehung beginnt! Am Beispiel Imam Chomeinis und seinen Umgang mit Wasser kann die Thematik sehr leicht vertieft werden. Wenn Imam Chomeini – Gott heilige seine Seele – sich ein Glas Wasser eingeschenkt hat, dann hat er es entweder ausgetrunken oder den Rest aufbewahrt. Das bedeutet: Falls er es nicht ausgetrunken hat (weil er nur begrenzt Durst hatte), dann hat er einen Deckel auf das Glas getan und den Rest ein anderes Mal ausgetrunken. Genau so sparsam war er bei seinen rituellen Waschungen. Er brauchte dafür immer nur ein Minimum an Wasser. Nie ging er verschwenderisch damit um.

Das Beispiel erscheint absurd angesichts des Wasserverbrauchs eines Deutschen, der durchschnittlich ca. 120 Liter Wasser am Tag verbraucht. Was machen da schon 0,1 Liter oder noch weniger aus? Aber die Selbsterziehung beginnt bei jedem Cent, bei jedem Liter Trinkwasser, bei jedem Tropfen Dankbarkeit! Spürt der Trinkende die Dankbarkeit bei jedem Schluck? Mag sein, dass auf seiner Toilette jede Spülung 5-10 Liter Wasser verbraucht. Mag auch sein, dass seine Möglichkeiten keine Wassereinsparung in diesem Bereich bei Einhaltung der Hygiene ermöglicht, weil er die finanziellen Mittel nicht hat. Aber die 0,1 Liter Wasser, die er nicht getrunken hat, kann er problemlos einsparen. Das kann jeder! Und es ist nicht eine Frage der Menge, sondern eine Frage der Selbsterziehung! Natürlich sieht er, wie bei einer Tagung, bei einem Treffen usw. Dutzende Liter nicht getrunkener Getränke weggekippt werden müssen; allein schon aus hygienischen Gründen. Aber das alles darf keine Ausrede für ihn sein, seine 0,1 Liter, die er im Glas nicht ausgetrunken hat, wegzukippen. Es geht um die Bewusstseinsbildung, um die Heiligkeit im eigenen Herzen. Auch eine sachliche Überlegung kann helfen, die Selbsterziehung zu verfeinern. Nehmen wir einmal an, dass jeder Erdenmensch pro Tag 0,1 Liter unnötig wegkippen würde (in vielen Regionen der Welt werden die Menschen das bestimmt nicht tun!), dann würden bei 8 Milliarden Menschen pro Tag 800 Millionen Liter Wasser vergeudet werden. Das entspricht fast dem Wasserverbrauch von ganz Deutschland, und Deutschland gehört zu den Ländern, die sehr viel Wasser verbrauchen. Wollten wir eine Gerechtigkeit bezüglich Wasserverbrauchs auf Erden anstreben, dann müssten wir z.B. berücksichtigen, dass der durchschnittliche Inder nur 25 Liter pro Tag zur Verfügung hat. Ein sich wirklich selbst erziehender Mensch geht anders mit Wasser um. Und Wasser steht stellvertretend für so viele Lebensbereiche!

Die Selbsterziehung kann weiter fortgesetzt werden im Bereich der Lebensmittelkonsums. Hier geht es nicht nur darum, dass die Speise halal ist; das wird ohnehin vorausgesetzt. Es geht auch hier um Verschwendung und Maßlosigkeit. Wie kann es sein, dass man ein Essen, nur weil es ein zweites Mal aufgewärmt wird, nicht mehr mag? Soll es weggeschmissen werden? Wie kann es sein, dass man bei Veranstaltungen die angebotene Speise verschmäht und dann „draußen“ Pommes kauft? Was ist das für eine Einstellung? Warum sollte man einen Reis, weil er ein einziges Mal im ganzen Jahr einen Hauch von Angebranntheit erahnen lässt, nicht essen, was durch extremen Stress an jenem Tag der sonst hervorragenden Köchin entstanden ist? Was ist mit uns los, dass wir solche Gedanken überhaupt zulassen?

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Time am 23. Mai 2015

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1) https://www.youtube.com/watch?v=Ql6DrygFg20
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2015/05/21/die-juden-hatten-die-losung/
3) http://www.muslim-markt-forum.de/t958f2-Weltverbesserung-beginnt-bei-Basics.html#msg2864

Das weiche Wasser bricht den Stein

22. Mai 2015

Tropfbewässerung

Gestern habe ich Ihnen einen Artikel von Dr. Daniel Pipes zum Thema Trinkwassermangel im Nahen Osten vorgelegt (1).

Als rühmliche Ausnahme und Ausweg aus dem Dilemma erschien Israel, das aufgrund verschiedener Erfindungen und Methoden keine Probleme mit dem Wasserhaushalt hat.

Eine der Erfindungen ist die Tropfbewässerung (2), über die David Shamah von der „Israel Times“ berichtete. Ich bringe hier die Übersetzung von der Plattform „Audiatur“ (3).

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Israels Pionier der Tropfbewässerung
ernährt fast 1 Milliarde Menschen

Während sich seine Firma auf die Einführung des weltweit grössten Projekts in Indien vorbereitet, sagte Rafi Muhadar, einer der Fackelzünder des diesjährigen Unabhängigkeitstages, dass der Kampf gegen den Hunger noch lange nicht vorbei ist.

Da die Weltbevölkerung wächst, fragen sich die Regierungen weltweit, wie die zusätzlichen Milliarden Menschen ernährt werden sollen. Nach Meinung des israelischen Entwicklers Rafi Mehudar befindet sich die Antwort direkt unter den Füssen – in der Technologie der Tropfbewässerung, die er für das Unternehmen für Wassertechnologie „Netafim“ perfektionierte.

Die Netafim Bewässerungs- und Befeuchtungstechnologie, die man auf Bauernhöfen in der ganzen Welt findet, hilft bereits bei der Versorgung vieler Hundert Millionen Menschen und, so Mehudar, „es ist die einzige Technologie, die nachweislich zu einer signifikanten Erhöhung des Nahrungsmittelangebots führte. Wir retten bereits große Teile der Menschheit vor dem Verhungern, und das ist erst der Anfang”.

Über 40 Jahre nachdem Netafim die Rechte am Druckregler erwarb, seiner ersten Tropfbewässerungserfindung, wurde Mehudar kürzlich für seine Leistungen mit einer der größten Ehren ausgezeichnet, die vom Staat Israel verliehen werden – dem zeremoniellen Zünden einer der zwölf Fackeln, die am Vorabend des Unabhängigkeitstages diesen einleiten. In der Regel werden die Fackeln von Personen angezündet, die einen wesentlichen Beitrag für Israel leisteten. Dieses Jahr lag der Fokus auf „bahnbrechende Innovationen“ in Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Kultur.

Israel ist ein kleines Land, aber das Unternehmen Netafim, mit dem Mehudar seit 1972 zusammenarbeitet, ist auf globaler Ebene tätig. „Netafim hat über 150 Milliarden Tropfbewässerungsgeräte verkauft, die den Wasserverbrauch um bis zu 90% reduzieren, so dass es den Landwirten erlaubt ist, weniger Wasser zu verbrauchen und ihre Ressourcen effizienter zu nutzen“, erzählte Mehudar der „Times of Israel“ in einem Interview.

Die meisten der von Netafim gegenwärtig verkauften Tropfbewässerungssysteme sind in Rohre eingebettet – ein Festkörper-System, das nach Angaben der Firma für die Landwirte einfacher in der Installation und im Umgang ist, und „wenn die Rohre, die wir jährlich verkaufen nacheinander verlegt werden, würden sie die Welt 100 Mal umspannen“, sagte Mehudar. „Wir retten pro Jahr Milliarden Liter Wasser im mehrstelligen Bereich für die Welt. Als ich begann, mit Netafim zu arbeiten, hatte das Unternehmen drei Mitarbeiter; heute sind es mehr als 4.000 in 150 Ländern, und wir tragen dazu bei, fast eine Milliarde Menschen zu ernähren“.

Die meisten Israelis haben von Netafim gehört, aber viele sind sich nicht wirklich bewusst, welchen Einfluss das Unternehmen auf die weltweite Landwirtschaft hat, und viele Landwirte, die die Tropfbewässerung nutzen, wissen nicht viel über das Unternehmen, das sie versorgt. Nach Meinung indischer Akademiker sehen zahlreiche Studien in der Tropfbewässerung ein zentrales Werkzeug, „um einen signifikanten Einfluss auf das Sparen der Ressourcen, den Anbaukosten, den Ernteertrag und die Rentabilität der Farm zu nehmen“ – in Indien und andernorts. Als weltweit größtem Tropfbewässerungstechnik-Hersteller gebührt Netafim der wesentliche Teil des Verdienstes an diesen Ergebnissen.

Neben Tropfbewässerungssystemen bietet Netafim eine Vielzahl landwirtschaftlicher Maschinen und EDV-Sensorik, die Temperatur, Feuchtigkeit, den Nährstoffgehalt im Boden, Wasserbedarf einer Pflanze und andere wichtige Informationen deuten können. Die Systeme werden durch eine Software kontrolliert, die über einen Server läuft und drahtlos mit Sensoren im Gebiet kommuniziert. Die Software gibt die spezifischen Anweisungen an jeden Teil des Systems aus, z.B. wie viel Wasser zu welcher optimalen Zeit verteilt werden soll. Mehudar selbst hat über 50 Produkte für das Unternehmen entwickelt und hält mehr als 400 weltweite Patente für seine Technologie.

Während auf dem globalen Markt die Produkte des Unternehmens verkauft werden, haben diese gerade in den Entwicklungsländern den größten Einfluss. Netafim-Produkte sind in unzähligen Projekten in Afrika und Asien verwendet worden; allein in Indien, so Mehudar, hat das Unternehmen mehr als 250.000 Kunden, hauptsächlich Kleinbauern, die sich mit ihrem Farmland nur mühsam durchschlagen, und es ist gut, dass sie nicht zu viel Geld für teures Wasser ausgeben müssen,

Das Unternehmen hat kürzlich über seine indische Tochtergesellschaft, ein Tropf-Bewässerungsprojekt im Bagalkot-Bezirk im Norden des südindischen Bundesstaates Karnataka, eingeweiht. Nach der Fertigstellung wird das mit eingebundene Ramthal (Marol) Mikro-Bewässerungsprojekt ca. 30.000 Hektar umfassen, 22 Dörfer erreichen und zum Vorteil der rund 6.700 Bauern sein. Damit entsteht das weltweit größte einzelne Tropfbewässerungs-Projekt.

Auch 42 Jahre nachdem er das vom israelischen Wasseringenieur Simcha Blass übernommene Originalsystem als zeitgemäßes Modell weiterentwickelte, befindet sich die Technologie der Tropfbewässerung noch in den Kinderschuhen, sagte Mehudar. „Nur 5% der Bauern in der ganzen Welt nutzen es – die meisten von ihnen verlassen sich bis heute auf traditionelle Flutbewässerung“, bei der Wasser die Felder überschwemmt. Es funktioniert in Gebieten, in denen es eine Menge Wasser oder Regen gibt – aber nicht in den vielen Randgebieten der Dritten Welt und erst recht nicht, wenn Dürrephasen einfallen.

„Letztendlich werden die Bauern auf der ganzen Welt die Vorteile erkennen“, sagte Mehudar. „Auf der Welt wird es bald doppelt so viele Menschen geben, die man ernähren muss, und von all den heiß diskutierten Technologien da draußen – einschließlich der genetischen Veränderung – ist die Tropfbewässerungstechnologie die einzige Technologie, die nachweislich die verfügbare Flächengröße für den Anbau erweitert – einschließlich der halbtrockenen Flächen, die wir für die Nahrungsherstellung brauchen, um diese Menschen zu ernähren. Mag sein, dass Netafim Jahrzehnte alt ist, aber es ist nur der Anfang unserer Technologie.“

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Time am 22. Mai 2015

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2015/05/21/die-juden-hatten-die-losung/
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Tropfbewässerung
3) http://www.audiatur-online.ch/2015/05/12/israels-pionier-der-tropfbewaesserung-ernaehrt-fast-1-milliarde-menschen/

Die Juden hätten die Lösung

21. Mai 2015

Tröpfchen

Tröpfchen-Bewässerungstechnik der israelischen Firma Netafim,
die in mehr als 100 Ländern arbeitet.

In der MoT ist seit vielen Jahren die Rede davon, dass die Orks an Wassermangel zugrunde gehen könnten.

Der counterjihadische Grande Daniel Pipes hat sich nunmehr in lesenswerter Weise dem Thema angenommen (1).

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Dem Nahen Osten geht das Wasser aus

Der ranghohe iranische Politiker Issa Kalantari warnte vor kurzem, dass Fehler der Vergangenheit die Wasservorräte des Irans so unzureichend gemacht hat, dass bis zu 70 Prozent oder 55 Millionen der 78 Millionen Iraner gezwungen sein werden ihre Heimat zu verlassen und in unbekannte Gebiete zu ziehen.

Viele Fakten untermauern Kalantaris apokalyptische Prognose: Seit 1996 hat der einst in der Dichtkunst gepriesene Urmia-See, der größte See des Nahen Ostens, 95 Prozent seines Wassers verloren und sank von 31 Milliarden auf 1,5 Milliarden Kubikmeter ab. Was die Seine für Paris ist, war der Zayandeh Rud für Isfahan – außer das Letzterer 2010 vollkommen austrocknete. Mehr als zwei Drittel der iranischen Städte stehen „am Rande einer Wasser-Krise“, die Knappheit an Trinkwasser zur Folge haben könnte; bereits heute sind Tausende Dörfer von Wasser-Tanklastern abhängig. Nie da gewesene Staubstürme stören die wirtschaftlichen Aktivitäten und schädigen die Gesundheit.

Die Iraner sind auch nicht die einzigen, die in Gefahr sind; viele weitere im ausgedörrten Nahen Osten könnten ebenfalls in ungewolltes, karges, verzweifeltes Exil gezwungen werden. Mit einer einzigartigen, großartigen Ausnahme geht einem Großteil des Nahen Ostens das Wasser aus; Grund sind Krankheiten wie Bevölkerungswachstum, kurzsichtige Diktatoren, verzerrte wirtschaftliche Anreize und Infrastruktur zerstörende Kriege. Ein paar Einzelheiten:

Ägypten: Ein steigender Meeresspiegel droht nicht nur die Küstenstädte des Landes (einschließlich Alexandrias mit einer Bevölkerung von 4 Millionen) zu überschwemmen, sondern auch die Grundwasserschicht des Nildeltas zu kontaminieren, der eines der größten Grundwasserreservoire der Welt ist. Die äthiopische Regierung wachte endlich dem Wasser-Problem des Blauen Nil gegenüber auf, der in ihrem Land entspringt; sie baut massive Dämme, die den Fluss seines Ägypten (und den Sudan) erreichenden Wassers erheblich reduzieren dürften.

Gasa: Es wird ein „hydrologischer Albtraum“ genannt, dass eindringendes Seewasser und die Leckage von Abwasser 95 Prozent des Küsten-Grundwasserträgers für menschlichen Konsum unbrauchbar gemacht hat.

Jemen: Öl-Gelder erlauben es den Jemeniten mehr als je zuvor im Kauen von Qat zu schwelgen, einem Blatt, dessen Büsche weit mehr Wasser aufsaugen als die von ihnen abgelösten Speisepflanzen. In vielen Berggebieten gibt es „weniger als einen Liter Trinkwasser pro Tag“ berichtet Wasserspezialist Gerhard Lichtenthaeler. Experte Ilan Wulfsohn schreibt, dass Sana’a „die erste Hauptstadt der Welt werden könnte, der das Wasser ausgeht“.

Syrien: Die syrische Regierung verschwendete von 1988 bis 2000 $15 Milliarden auf fehlgeschlagene Bewässerungsprojekte. Zwischen 2002 und 2008 trockneten fast alle der 420.000 illegalen Brunnen aus, die Gesamt-Wasserressourcen fielen um die Hälfte, ebenso die Getreideproduktion, was 250.000 Bauern veranlasste ihr Land aufzugeben. Bis 2009 hatten die Wasser-Probleme mehr als 800.000 Arbeitsplätze gekostet. Die New York Times berichtete, dass bis 2010 im Hinterland von Raqqa, heute die Hauptstadt des Islamischen Staats, „antike Bewässerungssysteme zusammengebrochen sind, Grundwasserquellen ausgetrocknet sind und Hunderte Dörfer aufgegeben wurden, weil Agrarland sich in rissige Wüste verwandelte und grasende Tiere wegsterben“.

Irak: Experten sagen voraus, dass die Wasser des Euphrat sich bald halbieren werden (zu den Folgen, kann man Offenbarung 16,12 lesen). Bereits 2011 wurde der Mossul-Damm, der größte Stausee des Irak, wegen unzureichenden Wasserflusses stillgelegt. Seewasser aus dem Persischen Golf hat den Schatt al-Arab steigen lassen; das sich daraus ergebende salzige Wasser hat Fischzuchten, Viehbestand und Ernten vernichtet. Im Nordirak hat Wasserknappheit zur Aufgabe von Dörfern geführt, von denen inzwischen einige unter Sand begraben sind, zudem zu einer 95-prozentigen Abnahme des Anbaus von Gerste und Weizen. Von 33 Millionen Dattelpalmen sind noch 9 Millionen vorhanden. Saddam Hussein trocknete die Sümpfe des südlichen Irak aus, womit er auf einen Schlag eine ganze Wildtier-Ökologie zerstörte und die Sumpf-Araber ihres Lebensunterhalts beraubte.

Der Persische Golf: Riesige Entsalzungs-Anstrengungen haben ironischerweise den Salzgehalt des Meerwassers des Golfs von 32.000 auf 47.000 Teilchen pro Million steigen lassen, was Meeresflora- und Fauna gefährdet.

Das nicht weit entfernte Pakistan könnte bis 2022 ein „Land ohne Wasser“ sein.

ISRAEL bietet in dieser regionalen Leidensgeschichte die einzige Ausnahme. Auch der jüdische Staat litt noch in den 1990-er Jahren unter Wasserknappheit; doch heute schwimmt das Land dank einer Kombination aus Einsparung, Recycling, innovativen Landwirtschaftstechniken und High-Tech-Entsalzung in H2O (Israels Wasserbehörde: „Wir haben alles Wasser, das wir brauchen“). Ich finde es besonders bemerkenswert, dass Israel etwa 17 Liter Wasser für einen US-Cent entsalzen kann; und dass es etwa fünfmal so viel Wasser recycelt wie das auf dem zweiten Platz liegende Spanien.

Mit anderen Worten: Die von Trockenheit angetriebenen, drohenden Bevölkerungsumbrüche – das vielleicht allerschlimmste der vielen tiefgreifenden Probleme der Region – kann mit Gehirnschmalz und politischer Reife gelöst werden. Verzweifelte Nachbarn sollten darüber nachdenken ihren sinnlosen Kriegszustand mit der wassertechnischen Supermacht der Welt zu beenden und stattdessen von ihr zu lernen.

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Time am 21. Mai 2015

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1) http://de.danielpipes.org/15836/naher-osten-wasser

Toller Tausch

20. Mai 2015

Emigration

Heim in’s gelobte Land.

Eigentlich selbstverständlich…

Für die betroffenen Länder jedoch wird sich der jüdische Brain-Drain als ein schwerer Verlust erweisen, so wie seinerzeit für Deutschland – durch die Verbrechen der Nazis.

Die Klugen und Konstruktiven werden verdrängt, ihre Plätze nehmen die Degenerierten, Egoisten und Destruktiven ein.

It’s just jihad!

It’ just islam!

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Time am 20. Mai 2015

Wir sind GERNE respektlos!

19. Mai 2015

Sklavenjäger

Der „beste Mensch aller Zeiten“ bei
seiner Lieblingsbeschäftigung

Ein deutscher Polizist soll beim Umgang mit Ork-Pennern vergessen haben, seine Samthandschuhe anzulegen. Darauf steht nach Scharia die Elimination. „islam.de“ (1): „… forderte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek den Präsidenten der Bundespolizei, Dieter Romann, auf, hart durchzugreifen. (… ) Wir erleben in letzter Zeit eine erschreckende Zunahme von Angriffen auf Muslime, die von Verachtung und tiefer Respektlosigkeit wegen ihres Glaubens gekennzeichnet ist.“

Ja, ja, JAAAAAAA!

Wir sind zutiefst respektlos gegenüber einer Religion, die die Vergewaltigung von Mädchen rechtfertigt, für die Sklaverei eine normale Gesellschaftsform ist, die Frauen grundsätzlich deklassiert und erniedrigt, die darauf besteht, dass tierische Nahrung unter entsetzlichen Qualen der Opfer gewonnen werden muss, dass kleine Jungen und Mädchen verstümmelt werden müssen, dass die Gesellschaft vom Kreißsaal bis zum Friedhof segregiert werden soll.

Wir sind respektlos gegenüber einer Religion, die ein Kastensystem und die Herrschaft eines Führers (Kalifen) fordert.

Wir sind respektlos gegenüber einer Religion, die einen sexgeilen, habgierigen, kleinkarierten Sklavenjäger und Brutalo als „besten Menschen aller Zeiten“ hinstellt.

Wir sind keine Mörder und Diebe und Räuber und Zuhälter, und daher sind wir respektlos gegenüber einer mörderischen Zuhälterreligion!

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Time am 19. Mai 2015

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1) http://www.islam.de/26423

Auch ohne uns – fast

18. Mai 2015

Ouarzazate

Johannes Pennekamp berichtete heute auf „FAZ.NET“ vom Fortgang der marokkanischen Energiepolitik (1).

Es scheint so, als ob Marokko, Tunesien und Ägypten nicht die üblichen bösartigen Ork-Loserstaaten sind.

Das sollten wir unterstützen.

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Marokkos Energiewende

Wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht

Sonne und Wind fast rund um die Uhr, der Netzausbau kommt voran und sogar der erzeugte Strom kann einfach gespeichert werden. So schön kann die Energiewende sein.

Die marokkanische Traumfabrik entsteht in einer schroffen, unwirtlichen Landschaft am Rande der Wüste. Der trockene Boden schimmert rötlich, das Licht flimmert über der kargen Ebene, die bis zum Atlasgebirge reicht. Hier, unweit der Stadt Ouarzazate, wurden einst Kinoklassiker wie „Lawrence von Arabien“ gedreht – doch mit Filmproduktionen hat die neue Traumfabrik nichts zu tun. In weniger als zwei Jahren soll eines der größten Solarkraftwerke der Welt von Ouarzazate aus mehr als eine Million Marokkaner mit Sonnenstrom versorgen.

Und das ist erst der Anfang. Die Anlage mit 580 Megawatt Kapazität, die 1,8 Milliarden Euro kosten soll, ist nur ein Baustein der marokkanischen Energiewende, die dem nordafrikanischen Entwicklungsland ungeahnte Perspektiven eröffnen soll und sogar Europa mit Ökostrom aus der Wüste versorgen könnte. Das war ursprünglich die Idee der westlichen Initiative Desertec, an der zumindest die deutschen Unternehmen das Interesse verloren haben. Jetzt träumen die Marokkaner selbst vom Stromexport.

Das ist die Vision – bevor sie Realität wird, hat Rachid Bayed noch viel zu tun. Mit weißem Schutzhelm und gelber Weste eilt er über die Baustelle, vorbei an endlosen Reihen gekrümmter Parabolspiegel, die das gleißende Sonnenlicht reflektieren. Bayed, 36 Jahre alt, ist Projektleiter auf der Großbaustelle. Der Ingenieur aus Casablanca, der an einer Pariser Elitehochschule studiert hat, sagt: „Es dauert nicht mehr lange, dann gehen wir ans Netz.“ Am 12. Oktober soll der erste von mehreren Teilen des Solarkraftwerks, das sie „Noor“ (Licht) getauft haben, den Betrieb aufnehmen.

Zur Einweihung wird König Mohammed VI. erwartet. Eine größere Ehre gibt es nicht in Marokko, aber auch keine größere Verpflichtung. Die Arbeiter müssen nun vor allem in den kommenden Wochen die Siemens-Turbine installieren, die aus Deutschland in die marokkanische Wüste verschifft wurde und nach wochenlanger Reise kürzlich angekommen ist.

Die Funktionsweise des riesigen „Parabolrinnenkraftwerks“ ist mit den in Deutschland verbreiteten Photovoltaikanlagen nicht zu vergleichen. Die gebogenen Spiegel, die knapp neun Meter in die Höhe ragen, bündeln die Sonnenstrahlen und erhitzen so eine Flüssigkeit, die in einem Rohrsystem zirkuliert. Am Ende wird Wasserdampf erzeugt, der die Kraftwerksturbine antreibt.

Der Clou dieser Technik, die nur an Standorten mit besonders starker Sonneneinstrahlung funktioniert: Im Gegensatz zum Strom aus Photovoltaikanlagen kann die Wärmeenergie vergleichsweise einfach gespeichert werden. „Die Anlage wird auch Stunden nach Sonnenuntergang Strom einspeisen können“, erklärt Ingenieur Bayed. Die Schwankungen im Stromangebot, die die Energiewende in Deutschland so kompliziert machen, werden damit in Marokko kleiner ausfallen.

Das Solarkraftwerk in Ouarzazate, das sich bald über eine Fläche so groß wie 2100 Fußballplätze erstrecken soll, ist längst nicht der einzige Schauplatz der marokkanischen Energiewende. Wer vom Rand der Wüste 550 Kilometer in Richtung Norden fährt, der kann Teil zwei der Energiewende erleben. Nicht weit von der Küstenstadt Tanger entfernt schlängeln sich Dutzende Windräder über den Kamm einer Hügelkette. So hartnäckig die Sonne am Rande der Sahara brennt, so beständig bläst hier der Wind.

„Hier ist es eigentlich immer windig, die Räder laufen zu 98 Prozent des Jahres“, sagt Tarik Hamane, ein junger Manager des staatlichen Energieversorgers ONEE. 800 Megawatt Leistung könne Marokko schon heute mit seinen Windrädern erzeugen, in fünf Jahren sollen es 2000 Megawatt sein. Der Plan sieht vor, dass die Wind-, Solar- und die schon größtenteils vorhandenen Wasserkraftwerke im Jahr 2020 42 Prozent der Stromkapazität im Land ausmachen. Das ist enorm, hält man sich vor Augen, dass 95 Prozent der verbrauchten Primärenergie derzeit importiert wird. Vor allem Kohle muss aus dem Ausland eingekauft werden.

Wie ist ein solches Hightech-Projekt möglich in einem Land, in dem geschätzt 40 Prozent der Bewohner nicht lesen und schreiben können? Wer investiert in einem Land, das umgeben ist von fragilen Staaten wie Algerien, Tunesien und Ägypten? Antworten gibt Mustapha Bakkoury. In der Hauptstadt Rabat managt Bakkoury den marokkanischen Solarstromausbau, er ist der Geschäftsführer der staatlichen Behörde MASEN (Moroccan Agency for Solar Energy), die nur zu diesem Zweck gegründet wurde. „Marokko hat sich entschieden“, sagt der Mann, der einer dem König nahestehenden Partei im marokkanischen Parlament vorsitzt. Was Bakkoury vor allem meint: Der König hat sich entschieden.

Mohammed VI., dessen Vermögen Forbes auf 2,1 Milliarden Dollar beziffert, sagt, wo es langgeht. „Es hat drei Regierungswechsel gegeben, seitdem wir begonnen haben, die erneuerbaren Energien auszubauen“, sagt Bakkoury, „aber das Projekt läuft trotzdem planmäßig, weil der König es unterstützt.“ Als 2011 in den Nachbarländern die Zivilgesellschaft Herrscher zu Fall brachte, gab es in Marokko nur zaghafte Demonstrationen. Mit einer Verfassungsreform nahm Mohammed VI. den Demonstranten den Wind aus den Segeln. Marokko ist keine lupenreine Demokratie – aber ein Stabilitätsanker in der Region.

Die Gründe dafür, dass der Monarch die Energiewende will, liegen auf der Hand. Marokko verbraucht immer mehr Strom. Selbst entlegene Dörfer sind inzwischen an das Stromnetz angeschlossen. Und auch die Wirtschaft hat wachsenden Energiehunger. 4,4 Prozent Wachstum werden für dieses Jahr erwartet, fünf Prozent im kommenden Jahr. Geht es so weiter wie zuletzt, benötigt Marokko in einem Jahrzehnt fast doppelt so viel Strom wie heute.

Und dann ist da noch der Klimawandel, den die Marokkaner als Begründung für ihr Mammutprojekt anführen. Denn schon heute bedrohten Überschwemmungen und Trockenheit die Entwicklung des Landes. Für die saubere Energieerzeugung gibt es auch Unterstützung aus dem Ausland.

Ohne finanzielle Hilfe könnte sich Marokko die Milliardeninvestitionen in die Ökostromanlagen nicht leisten. Und an Unterstützung mangelt es nicht. Das Solarkraftwerk in Ouarzazate finanzieren mehrere internationale Entwicklungsbanken, allein die deutsche Förderbank KfW, die Journalisten nach Marokko eingeladen hat, um den Fortschritt des Projekts zu besichtigen, stellt im Auftrag der Bundesregierung 834 Millionen Euro in Form zinsvergünstigter Kredite zur Verfügung. Das ist mehr als ein Drittel der Investitionskosten.

„Unser Ziel als Entwicklungsbank ist es, das Thema erneuerbare Energien speziell in Nordafrika voranzubringen“, sagt KfW-Direktor Wolfgang Reuß. „Es werden Projektstrukturen gewählt, in denen der private Sektor sehr stark eingebaut ist.“ Das Solarkraftwerk in Ouarzazate wird nicht vom Staat gebaut und betrieben – in der internationalen Ausschreibung hat ein Konsortium von Unternehmen aus Saudi-Arabien und Spanien das Rennen gemacht.

Ausschlaggebender Punkt war der Preis, zu dem das Konsortium den Strom liefern wird. 12 Cent je Kilowattstunde kassieren die Betreiber künftig vom staatlichen Auftraggeber. Das ist zwar noch immer mehr, als marokkanische Haushalte für Strom bezahlen können. Das Kalkül der Regierung ist jedoch: Während der Import fossiler Energien aus dem Ausland auf Dauer ein Zuschussgeschäft bleibt, sollen die Subventionen für Ökostrom nach und nach sinken. Von langfristig niedrigeren Strompreisen sollen dann der Staatshaushalt, die Bevölkerung und die Wirtschaft profitieren.

Wer einfache Bürger in Ouarzazates Fußgängerzone nach dem Großprojekt fragt, der hört noch viele Zweifel daran, ob sie tatsächlich zu den Profiteuren gehören werden, oder ob es nicht doch nur „ausländische Konzerne“ oder besonders gut ausgebildete Arbeitskräfte aus den marokkanischen Metropolen sein werden, denen die Energiewende hilft.

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Time am 18. Mai 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiepolitik/solarkraftwerk-in-ouarzazate-in-marokko-energiewende-als-maerchen-13597258.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Zweierlei Maß

17. Mai 2015

Igitt

Als der Muslimbruder Mursi die Macht in Ägypten übernahm, die Wirtschaft ruinierte, den antijüdischen Terrorismus auf dem Sinai beförderte, durch seine Muslimbrüder -zig Kirchen niederbrennen ließ und viele Kopten ermorden, da war das den deutschen politisch-medialen Eliten egal.

Jetzt wurde von den neuen Machthabern die Todesstrafe gegen Mursi verhängt, und prompt entdecken unsere Anführer die Menschenrechte und die Gnade, die für Orks gelten sollen, aber auf Christen nicht angewendet werden brauchten.

Raise the flag! Stiff upper lip!

Lesen Sie einen Artikel von Markus Bickel von „FAZ.NET“ (1).

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Ägyptische Rachejustiz

Nach dem Todesurteil gegen Mursi gehört das deutsch-ägyptische Verhältnis auf den Prüfstand: Die Bundesregierung muss Präsident Sisi klarmachen, dass Rachejustiz nicht mit Entwicklungshilfe belohnt werden kann.

Die gute Nachricht zuerst: Das Urteil gegen Ägyptens früheren Präsidenten Muhammad Mursi ist nicht endgültig. Sowohl der Obermufti des Landes kann noch Einspruch gegen die Todesstrafe einlegen, als auch der seit bald zwei Jahren inhaftierte Muslimbruder selbst ein Berufungsverfahren fordern. Und auch das Gericht in Kairo, welches das Urteil am Samstag sprach, hat sich bis Anfang Juni Zeit gegeben, ein abschließendes Urteil zu formulieren.

Die schlechte Nachricht ist: Durch die Todesstrafe gegen den nach nur einem Jahr Herrschaft aus dem Amt gejagten Islamisten setzt sich der Trend fort, dass Ägyptens Rachejustiz weiter als verlängerter Arm der Militärdiktatur in Kairo fungiert. Nicht rechtsstaatliche Prinzipien lenken ihre Urteile, sondern der Wunsch nach Vergeltung. Marginalisierung, Diffamierung, Kriminalisierung und Liquidierung sind die Methoden, mit denen auch nach Abd al Fattah al Sisis Wahl zum Präsidenten im Mai 2014 gegen Mursis Muslimbruderschaft vorgegangen wird.

Richter und Staatsanwälte stehen dabei an vorderster Front: Hunderte Todesurteile, viele davon in rechtsstaatlichen Regeln spottenden Schnellverfahren gefällt, pflastern ihren Weg. Die Fortbildung ägyptischer Richter durch deutsche Partnerorganisationen des Bundesjustizministeriums – eines der Projekte der nach der Revolution gegen Husni Mubarak vereinbarten Transformationspartnerschaft – liegt deswegen längst auf Eis. Zurecht, denn damit wurden Feinde der Demokratie gestützt, nicht ihre inzwischen an den Rand gedrängten Befürworter.

Sicherlich, der Vorwurf gegen Mursi, mithilfe der palästinensischen Hamas und der libanesischen Hizbullah seinen Ausbruch aus dem Gefängnis organisiert zu haben, wiegt schwer. Doch in den Wirren der Revolution gegen Mubarak, der seit seinem Sturz vier Verfahren unbeschadet überstand, ließ das Regime selbst in zahlreichen Fällen Gefangene frei, um Chaos zu stiften. Mit der Rückkehr von Mubaraks Verbündeten in die Schaltstellen der Macht werden deshalb auch alte Rechnungen beglichen.

Für Sisis Staatsbesuch in Berlin Anfang Juni verspricht das nichts Gutes. Wenn es die auf Eigenständigkeit pochende Justiz schlecht mit ihm meint, könnte die Bestätigung der Todesstrafe gegen seinen Vorgänger just auf den Tag fallen, an dem er Angela Merkel die Hand schüttelt. Dass Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier bei ihren Besuchen in Ägypten die hohe Anzahl an Todesurteilen zuletzt deutlich kritisierten, war deshalb richtig.

Eines muss die Bundesregierung Sisi in Berlin aber auch klar machen: Geld der Transformationspartnerschaft darf keine versteckte Entwicklungshilfe sein, sondern muss nachweislich für den Ausbau von Rechtsstaat und Demokratie verwendet werden. Und auch die vom Innenministerium geplanten Fortbildungsprojekte gehören auf den Prüfstand. Sechs Maßnahmen allein in diesem Jahr plant das Bundeskriminalamt mit den ägyptischen Sicherheitsbehörden. Wenn diese am Ende allein der Verfeinerung der Unterdrückungsmethoden dienen, liegen sie nicht in deutschem Interesse.

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Time am 17. Mai 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/kommentar-von-markus-bickel-zum-urteil-gegen-mursi-13595744.html

12% – 14% im Knast

16. Mai 2015

Orks hinter Gittern

Die Bevölkerung Bayerns besteht zu ca. 4% aus Mohammedanisten (1). Die Insassenschaft der bayerischen Gefängnisse besteht hingegen zu 12% aus Orks.

Dieser Wert entspricht in etwa dem von beispielsweise Großbritannien (14%) – bei einem dortigen Bevölkerungsanteil von 4,7% (2).

Lesen Sie einen Bericht von „FAZ.NET“ (3).

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Gefahr der Radikalisierung

Bayern will mehr muslimische Seelsorger in den Gefängnissen

Jeder achte Häftling in Bayern ist Moslem. Salafisten und anderere Extremisten sind auch hinter Gittern aktiv. Um ihnen etwas entgegenzusetzen, sollen mehr Imame als Seelsorger in die Gefängnisse gehen.

Das bayerische Justizministerium will muslimischen Häftlingen mehr Angebote für die Seelsorge machen. Man prüfe derzeit die Möglichkeit, die bereits bestehenden Angebote „zur moderaten und toleranten Religionsausübung“ auszubauen, teilte Justizminister Winfried Bausback (CSU) mit. Nach Ministeriumsangaben ist das eine Chance, um dem Einfluss von Hasspredigern oder radikalisierten Mitgefangenen entgegenzuwirken.

Ziel sei es, noch mehr deutschsprachige Imame zu gewinnen, „die flächendeckend in den Justizvollzugsanstalten zum Gebet einladen, Gesprächsgruppen anbieten und im Bedarfsfall Einzelseelsorge wahrnehmen, und dabei gleichzeitig fest mit beiden Füßen auf dem Boden unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen“, sagte Bausback.

Bislang vor allem ehrenamtlich

Muslimische Seelsorge sei bereits jetzt in der überwiegenden Zahl der bayerischen Gefängnisse gut etabliert, heißt es im Ministerium. Derzeit fußt die Betreuung auf ehrenamtlich tätigen muslimischen Seelsorger. Christliche Seelsorger in den Gefängnissen sind dagegen in der Regel hauptamtlich tätig.

In etlichen Gefängnissen gibt es regelmäßige Besuche muslimischer Seelsorger, die zum Teil von Übersetzern begleitet werden. Sie werden nach Ministeriumsangaben in der Regel vom türkischen Generalkonsulat vorgeschlagen und sind Mitglieder von DITIB, einem Art Dachverband muslimischer Gemeinden. Die Zusammenarbeit der Gefängnisleiter mit den muslimischen Geistlichen funktioniere sehr gut, sagte eine Sprecherin des Justizministeriums.

„Zu enge Bindung an die Türkei“

Von den rund 10.800 Gefangenen in Bayerns Gefängnissen gehören 1384 dem Islam an. Für sie stehen bayernweit 26 ehrenamtliche muslimische Seelsorger zur Verfügung. Das sei zu wenig, kritisierte der SPD-Landtagsabgeordnete Georg Rosenthal: „Das sind völlig unbefriedigende Bedingungen, die es radikalen Aufpeitschern leichtmachen.“ Bayern habe großen Nachholbedarf. Häftlinge seien oft auf der Suche nach Halt und Orientierung, man müsse ihnen die Suche nach geistlichem Beistand ermöglichen. Auch die enge Bindung der derzeit tätigen Seelsorger an die Türkei sei problematisch, da andere Strömungen des Islam nicht erfasst würden.

Eine Gefahr geht laut Justizminister Bausback derzeit verstärkt von Salafisten aus, die versuchten, in der Haft Netzwerkstrukturen aufzubauen und Neumitglieder für Terrorgruppen anzuwerben. Einige Bundesländer haben bereits angekündigt, die muslimische Seelsorge in ihrem Strafvollzug stärken zu wollen.

Die Attentäter der Terroranschläge von Paris und Kopenhagen hatten sich mutmaßlich im Gefängnis radikalisiert.

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Time am 16. Mai 2015

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Bayern#Islam
2) http://de.muslimvillage.com/2014/04/04/51839/u-k-number-of-muslims-in-prison-has-doubled/
3) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gefahr-der-radikalisierung-bayern-will-mehr-muslimische-seelsorger-in-den-gefaengnissen-13595435.html


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