Hallo, hallo, hier Schweinepresse

5. Januar 2017

ntv

Benjamin Konietzny machte sich bei „N-TV“ einen offenbar schlampig recherchierten Artikel von „Breitbart“ zunutze, um gegen das konservative Medium zu hetzen, die diesjährige Silvester-Ork-Randale in mehreren Städten zu verharmlosen und sich mutig vor unsere Kanzlerin zu stellen (1).

Interessant: Während es gestern noch hieß, der Artikel habe für „Panik“ in Dortmund gesorgt, wurde dies heute in „verunsichern“ geändert. „Panik“ war doch wohl ein wenig zu dick aufgetragen für die Leser, die die Ausschreitungen eines ganzen Bataillons (die ja gaaar nicht so schlimm waren) in Beziehung zu einem Medienbeitrag darüber (der „Panik“ verursachte) gesetzt hätten.

In der Sache, nämlich dass 1.000 Orks randalierten, Unbeteiligte schwer verletzten, Polizisten angriffen und Feuer an einer Kirche legten, ist der Breitbart-Artikel jedoch richtig, wie Herr Konietzny in seinem eigenen bestätigen muss.

Er stellt kleine Schlampereien als wesentlich heraus, um den Kern zu vertuschen. Das sind Nachrichten, die nicht informieren sondern eine politische Richtung vorgeben wollen.

Das sind Fake-News.

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„1000-Mann-Mob zündet Kirche an“

US-Fake-News verunsichern Dortmund

Den Bericht einer Dortmunder Tageszeitung über die Silvesternacht deutet ein rechtes US-Nachrichtenportal um, von dort gelangt die Nachricht nach Österreich und schließlich zurück nach Dortmund. Ein Lehrstück über „Fake News“.

Neujahrsnacht in Dortmund: Tausende Menschen sind auf den Straßen, es fliegen Böller, Raketen, Alkohol wird zum Teil in rauen Mengen konsumiert, hier und da Handgemenge, Platzverweise. Es sind nicht durchweg schöne Szenen, die sich in der Ruhrgebietsstadt abspielen, doch insgesamt blicken Polizei und Feuerwehr auf eine entspannte Lage zurück, in den entsprechenden Pressemitteilungen heißt es, man sei „vorläufig zufrieden“. Glaubt man den Behörden, war es eine „normale“ Silvesternacht.

Bei dem rechten US-Portal „Breitbart.com“ jedoch hört sich die Geschichte durchaus anders an. Unter der Überschrift „Enthüllt: 1000-Mann-Mob steckt älteste deutsche Kirche in Brand“ schreibt die Autorin mit Verweis auf Berichte der Dortmunder Tageszeitung „Ruhr Nachrichten“, wie eine Gruppe von etwa 1000 jungen Männern, vor allem eine große Gruppe junger Nordafrikaner, zunehmend aggressiv zunächst Feuerwerkskörper auf Familien, dann auf Polizisten und schließlich auf die Reinoldikirche abfeuerte. Dabei sei das Dach der Kirche in Flammen aufgegangen. Außerdem habe ein syrischer Mob die Feuerpause in ihrem Land mit „Allahu Akbar“-Rufen und Al-Kaida-Flaggen gefeiert.

Das alles ist fast richtig. Doch an den entscheidenden Details gibt es Unterschiede. So wurde nicht das Dach der Kirche in Brand gesetzt, sondern nur eine Rakete in das Gerüst geschossen, das den Kirchturm zurzeit umschließt. Den kleinen Brand dort konnte die Feuerwehr schnell und problemlos löschen. Aus einer kleinen Gruppe von Syrern soll es vereinzelt „Allahu Akbar“-Rufe gegeben haben. Dass die vermeintlich in Brand gesetzte Reinoldikirche die älteste Kirche Deutschlands sein soll, ist ein Fehler im Detail und stützt dennoch das Narrativ des muslimischen Angriffs auf die europäische Kultur.

Auch der Lokalreporter der „Ruhr Nachrichten“, der an Silvester vor Ort war, erinnert sich an eine andere Version der Geschichte: „Zwischen etwa 18.45 und 23.30 Uhr zogen überwiegend junge ausländische Männer in großen und kleinen Gruppen durch die Innenstadt. Am Platz von Leeds bildeten sie eine große Gruppe, bestehend aus mindestens 1000 Menschen. Pyrotechnik wurde in die Menschenmenge und auf Polizisten geworfen“, berichtet Peter Bandermann. „Am Hauptbahnhof feuerte ein Unbekannter eine Silvesterrakete auf einen Obdachlosen ab und verletzte ihn schwer. Von der Kleppingstraße aus musste die Feuerwehr ein brennendes Bauzaun-Fangnetz an der Reinoldikirche löschen. Sexuelle Übergriffe wie vor einem Jahr in Köln gab es nicht“, heißt es weiter.

In den sozialen Medien gibt es kein Halten mehr

Was zunächst bei Medien und Behörden in Dortmund für Verwunderung sorgte, sollte kurz darauf in den sozialen Netzwerken seine volle Wirkung entfalten. Der Bericht der Seite „Breitbart.com“, die als Sprachrohr der amerikanischen „Alt-Right-Bewegung“ gilt, die sich als loser Zusammenschluss von Rechtsradikalen und alternativen Rechten beschreiben lässt, fand ihren Weg zurück nach Europa. Als erstes deutschsprachiges Medium übernahm die österreichische Seite „Wochenblick“ (Motto: „Wir schreiben, was andere verschweigen“) den Bericht von „Breitbart“. Die Überschrift dort: „Silvester in Dortmund: ‚Allahu Akbar‘ und Kirchenbrand“. Der Bericht des Portals unterstellt den „Ruhr Nachrichten“, bemüht zu sein „die Sache nicht zu sehr aufzubauschen“. Dann steigt auch die Dortmunder Neonazi-Szene mit ein. Die rechtsradikale Seite „Dortmund Echo“ schreibt: „Sogar die Reinoldikirche fing Feuer“.

Dass in Dortmund tatsächlich vereinzelt „Allahu Akbar“ gerufen wurde, nahmen die Autoren der Artikel zum Anlass, die Menschen dort in Verbindung mit Terroristen zu rücken. Fakt ist: „Allahu Akbar“ steht im Islam für „Gott ist groß“ oder „Gott ist größer“ und ist im muslimischen Glauben so normal wie das „Amen“ im christlichen Glauben und wird tagtäglich von Millionen Muslimen ohne Verbindung zu Islamismus und Terrorismus verwendet.

Doch in den sozialen Medien gibt es schon lange kein Halten mehr. Der „Breitbart“-Artikel wird über 300 mal geteilt, der Text des „Wochenblick“ über 800 mal. Der Ton in den Kommentaren ist derb. Und am Ende erreichen die „Fake News“ auch – über welche Kanäle auch immer – das Berliner Büro des Dortmunder Bundestagsabgeordneten Thorsten Hoffmann, der sofort eine Presseinformation absetzen lässt. In seinem Text ist sogar vom „Beschuss“ der Kirche die Rede. Der Politiker, der die Berichte offensichtlich nicht noch einmal geprüft hatte, war auf eine klassische „Fake News“ hereingefallen.

Den Reporter der „Ruhr Nachrichten“, der an Silvester vor Ort war, erreichen inzwischen per Twitter Fotos von Galgen, abgetrennten Köpfen oder Mordaufrufen an Angela Merkel („Wo ist der 100.000-Mann-Mob, der die verräterische Angela Merkel lyncht?“). Er beschreibt das Ganze inzwischen als Lehrstück, „wie aus Fake-News, Hass, und Propaganda ein Aufruf zu Lynchjustiz gegen Angela Merkel wird“.

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Time am 5. Januar 2017

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1) http://www.n-tv.de/politik/US-Fake-News-verunsichern-Dortmund-article19476011.html

Bye, bye, Hussein

4. Januar 2017

hussein

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Time am 4. Januar 2017

Keine kriminelle Struktur

3. Januar 2017

invasoren

Reinhard Bingener berichtet bei „FAZ.NET“ von massenhaftem Betrug durch sogenannte „Flüchtlinge“ (1). Interessant ist der Zwischentitel „Gesamtschaden von bis zu fünf Millionen Euro“. Ist ja eigentlich nicht wirklich viel. Nur der aufmerksame Leser erfährt, dass dies der Gesamtschaden nur für Niedersachsen ist.

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Im Dickicht des Asylsystems

Asylbewerber griffen unter der Angabe falscher Namen illegal Sozialleistungen ab. In einem Fall mit mindestens zwölf verschiedenen Identitäten.

Am Anfang stand der Eindruck von Mitarbeitern der niedersächsischen Landesaufnahmebehörde Braunschweig, dieses oder jenes Gesicht schon einmal gesehen zu haben, allerdings in Verbindung mit einem anderem Namen, einem anderem Geburtsdatum und eventuell noch einem Bart oder einer Brille.

Inzwischen scheint klar, dass sich eine größere Zahl von Asylbewerbern die unzureichende Registrierung auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise zu nutze gemacht haben, um mit Hilfe von Scheinidentitäten in Deutschland mehrfach Sozialleistungen zu erlangen. Bei den Tätern soll es sich, soweit bisher bekannt, fast ausschließlich um Schwarzafrikaner handeln, vorwiegend um Sudanesen. Der Schaden geht allein in Niedersachsen in die Millionenhöhe. Darüber, wie sich die Lage in anderen Ländern darstellt, kann man nur spekulieren.

Untergetaucht im großen Flüchtlingsstrom

Allein die auf Flüchtlingskriminalität spezialisierte Braunschweiger Sonderkommission Zentrale Ermittlungen (Soko Zerm) kennt inzwischen 300 solcher Fälle, wie zuerst vom NDR berichtet wurde. Diese Form des Sozialleistungsbetrugs sei derzeit „ein Hauptthema“, berichtet Haug Schalk, stellvertretender Leiter der Soko Zerm. Besonders aufwendig sind die Ermittlungen für die Beamten, weil mehrere Behörden involviert sind. Vielleicht sind darum auch die Ergebnisse der Strafverfolgung bisher so ernüchternd: Bei der Soko Zerm weiß man bisher weder von einer Verurteilung eines Betrügers geschweige denn von einer Abschiebung.

Möglich wurde der Betrug wohl vor allem, weil in den Monaten des größten Zustroms bei ankommenden Flüchtlingen oft keine Fingerabdrücke genommen wurde, durch die man eine Identität zweifelsfrei feststellen kann. In der Landesaufnahmebehörde Braunschweig beschränkte man sich wie vielerorts darauf, Namen, Herkunftsland und Geburtsdatum der Ankommenden aufzunehmen, ein Foto von ihnen zu machen und sie dann schnell auf weitere Unterkünfte im Land zu verteilen.

Gesamtschaden von bis zu fünf Millionen Euro

In der größten Erstaufnahmeeinrichtung Niedersachsens haben insbesondere Sudanesen diesen Missstand weidlich ausgenutzt und sich unter Angabe falscher Namen mehrfach registrieren lassen. Der „Spitzenreiter“ unter den Tätern bringt es auf mindestens zwölf verschiedene Identitäten. Der Mann klapperte demnach einfach die ihm zugewiesenen Orte von der Nordseeküste bis ins südniedersächsische Bergland immer wieder ab, um dort monatlich die jedem Asylbewerber zustehenden etwa 320 bis 350 Euro einzustreichen. Der Schaden allein in diesem einem Fall beträgt mindestens 45.000 Euro, schätzen die Ermittler. Der Gesamtschaden allein in Niedersachsen wird auf mindestens drei bis fünf Millionen Euro beziffert.

Vermutlich ist es bereits ein Erfolg, dass die Fälle in Braunschweig überhaupt bemerkt worden sind und nun erfasst werden. „Das Zusammenspiel zwischen der Landesaufnahmebehörde und der Soko Zerm bewährt sich auch hier“, berichtet der Ermittler Schalk. Nur drei Minuten liegen zwischen beiden Häusern, die Mitarbeiter kennen sich persönlich. Hinzu kommt, dass das Ausländerrecht inzwischen gewohntes Terrain ist für die Ermittler der Soko, die zunächst „Soko Asyl“ hieß, aber rasch nach ihrer Gründung im Sommer 2015 auf politischen Druck hin den bürokratisch-unverfänglichen Namen „Soko Zerm“ erhielt.

Keine Hinweise auf kriminelle Struktur

Ermittler Schalk berichtet, dass man dem Betrug durch Scheinidentitäten zunächst in der Landesaufnahmebehörde auf die Spur gekommen sei. Fähige Mitarbeiter hätten sich dort an einige Gesichter erinnert und sich darauf die Mühe gemacht, Fotoaufnahmen in ihrem System zu vergleichen. In vielen Fällen unterschieden sich zwar die Namen, aber nicht die Gesichter.

Bei der Soko geht man derzeit nicht davon aus, dass sich hinter diesem Betrug mit Scheinidentitäten eine größere kriminelle Struktur verbirgt. „Das beruht vermutlich auf Mund-zu-Mund-Propaganda“, erklärt Schalk. „Die kommen vermutlich nicht mit dem Vorsatz her, hier mit System zu betrügen. Das läuft wahrscheinlich so: Ein Sudanese kommt an, unterhält sich mit einem anderen Sudanesen und macht das dann auch. Und wenn der dann sieht, dass es mit der ersten Scheinidentität läuft, macht er noch eine zweite und so weiter.“

Wo kann man den Täter finden?

Nachdem die Behörden durch unzureichende Registrierung das Tor zum Betrug zunächst weit geöffnet haben, tun sie sich nun schwer damit, der Täter habhaft zu werden. „Zunächst einmal bekommen wir solche Fälle nur mit, wenn die Aufnahmebehörde solche Vorgänge bemerkt“, erläutert Schalk. Aber selbst wenn dies wie in Braunschweig relativ gut funktioniere, gestalte sich die Ermittlungsarbeit recht schwierig. Die Verdächtigen seien schließlich rasch auf andere Unterkünfte verteilt worden. „Wenn einer hier zehnmal angemeldet ist und dann zehnmal im Land verteilt wurde, wo kriege ich ihn dann zu fassen?“, fragt Schalk.

In der Praxis lautet die Antwort meistens: Die Behörden kriegen einen Verdächtigen überhaupt nicht. Den Tätern kommt dabei auch das Zuständigkeitsdickicht des deutschen Rechtssystems zupass. Nach der Verteilung sind nämlich auch andere Polizeidienststellen und andere Staatsanwaltschaften für sie zuständig, die lange nicht so spezialisiert sind wie die Soko Zerm.

Verschiedene Behörden müssen zusammenarbeiten

„Die Ermittlungen sind relativ komplex, wir müssen viele Behörden integrieren, teils aus anderen Bundesländern“, erklärt Julia Meyer von der Staatsanwaltschaft in Braunschweig. „Das Problem ist schon, dass wir hier bei der Staatsanwaltschaft keine Sonderabteilung haben wie bei der Polizei.“ Auch falle es schwer, an einen Haftbefehl für die Verdächtigen zu kommen. Dafür benötige man einen dringenden Tatverdacht, für den allerdings umfassende, behördenübergreifende Ermittlungen nötig seien.

Auch sei bei „Einzeltaten“ der finanzielle Schaden nicht so hoch, dass eine Inhaftierung als verhältnismäßig gelte, erklärt die Staatsanwältin. Ermittler Schalk berichtet immerhin, dass man zumindest schon Leute in Untersuchungshaft gehabt habe. „Ob die wieder entlassen wurden, steht aber auf einem anderen Blatt.“ Viele Verdächtige seien inzwischen in der Illegalität untergetaucht, weiß Schalk.

Erfassung verläuft jetzt wieder gründlicher

Frustriert ist der Kriminalbeamte dennoch nicht. „Frustrierend fände ich es nur, wenn man nicht dagegen vorgehen würde. Wir sorgen immerhin dafür, dass die Verdächtigen die Sozialleistungen nicht mehr erhalten.“ Auch bei Erfassung der Identitätsmerkmale hat sich die Situation verbessert. Neuankommende Asylbewerber werden inzwischen deutlich umfassender biometrisch erfasst, und auch der Datenaustausch zwischen den Behörden wurde verbessert.

Auch werden von Asylbewerbern, die auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise in Deutschland ankamen, schon seit längerem nachholend die Fingerabdrücke genommen. Allerdings seien das Termine auf freiwilliger Basis, denen man sich entziehen könne, berichtet Ermittler Schalk.

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Time am 3. Januar 2017

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/sozialbetrug-durch-asylbewerber-in-niedersachsen-14602033.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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PS: Wer eine kriminelle Struktur sucht, wird in den nazislahmischen Grundlagentexten fündig!

2017: ein Jahr des Counterjihad

31. Dezember 2016

2017

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Kommentatorinnen und Kommentatoren!

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches und fröhliches neues Jahr!

Ihr T+I+M+E

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Time am 31. Dezember 2016

Systematische Floskeln

31. Dezember 2016

flitzpiepen

Rudolf Adam war von 2001 bis 2004 Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes. Von 2004 bis 2008 leitete er als Präsident die Bundesakademie für Sicherheitspolitik. „Cicero“ brachte seine Bewertung des beschämenden Verhaltens unserer Bundeskanzlerin Muslima Merkel in Hinblick auf das Jihad-Massaker von Berlin (1).

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Reaktion auf Berliner Anschlag –
Einschläfern als Krisenbewältigung

Angela Merkel wirkt nach dem Anschlag in Berlin wie eine Pastorin, nicht aber wie eine Regierungschefin. Obwohl jeder Bürger nach Orientierung, Selbstvergewisserung und Zuversicht sucht, bietet die Kanzlerin statt Antworten nur Floskeln.

Vieles hängt nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz noch in der Schwebe. Sicher scheint, dass der polnische Fahrer erschossen und der Sattelschlepper gekidnapped wurde. Auffällig ist die Parallele mit dem modus operandi in Nizza vom 14. Juli 2016 und mit einer detaillierten Anleitung für derartige Attentate, die der so genannte Islamische Staat vor wenigen Monaten im Internet verbreitet hat. Ein islamistisch-salafistischer Hintergrund scheint deshalb so gut wie sicher.

Überraschende Sorglosigkeit und Betroffenheit

Nach den Anschlägen von London 2005, nach Brüssel und Paris, den Anschlägen von Würzburg und Ansbach und dem Amoklauf von München, jetzt also Berlin. Überraschend ist zweierlei: Die offenbare Sorglosigkeit der Behörden, die trotz Nizza und trotz der bekannten Anweisungen des IS einen Weihnachtsmarkt ohne zusätzliche Blockaden gegen solche Truck-Attacken lassen, obwohl der Breitscheidplatz an drei Seiten von dichtem Verkehr umbraust ist und die Kantstraße sich als schnurgerade Beschleunigungsbahn für eine solche Attacke geradezu anbietet. Und die überraschte Betroffenheit der Öffentlichkeit, nachdem man eigentlich davon ausgehen musste, dass ein derartiger Anschlag nur eine Frage der Zeit und des Ortes war.

Die Bundeskanzlerin hielt am nächsten Morgen eine Ansprache. Mit unbewegter, ausdrucksloser, eintöniger Stimme reihte sie nichtssagende Worthülsen aneinander. Zwar trug die Rednerin, wie es der Anlass gebietet, schwarz; selbst die Halskette war schwarz. Aber dann folgte die Rede einer Pastorin, einer Sozialarbeiterin, nicht die einer Regierungschefin. Der Anfang war stockend und nichtssagend: „Dies – ist – ein – sehr – schwerer – Tag!“ Abgehackt und unbeteiligt purzelten die Worte hinab. Das folgende: „Ich bin entsetzt, erschüttert und tieftraurig!“ wirkte aufgesetzt; die unbeteiligt-unbewegte Stimme passte so gar nicht zu dem Entsetzen. Von Aufgewühltsein, von energischer Entschlossenheit keine Spur.

Nichtssagende Ansprache der Kanzlerin

In der gleichen Tonlage könnte man die Neuerungen der Einkommenssteuer für 2017 vortragen. Es sind Worte, mit denen man ebenso gut auf ein Zugunglück oder eine Naturkatastrophe hätte reagieren können. Kein Hinweis auf genau das, was die Bevölkerung von ihrer Regierung in solch einer Lage erwartet: eine klare Analyse und vor allem ein Bekenntnis zu einem entschlossenen, wirkungsvollen Handeln. Es werden lediglich formale Prozeduren aufgezählt: Kontakte zum Bundespräsidenten, zum Innenminister und zum Berliner Regierenden, Einberufung des Sicherheitskabinetts. Wozu? „Um über Erkenntnisse und mögliche Konsequenzen zu beraten.“ Geht‘s noch nichtssagender? Und zur Krönung wird uns versichert, man werde, wenn notwendig, erneut zusammenkommen. Welche Beruhigung! Und welche Neuigkeit! Das Kabinett tagt, das Land ist sicher, Ruhe ist jetzt die erste Bürgerpflicht!

Mitgefühl mit den Opfern, Trost für Angehörige und Freunde, Dank an Rettungskräfte und Ermittler und eine leicht verkitschte Beschwörung der Toten („freuten sich auf Weihnachten und machten Pläne“) leiten über zu Bekenntnis und Zuversicht: „Wir werden die Kraft finden für das Leben, wie wir es in Deutschland leben wollen: frei, miteinander und offen!“ Mit anderen Worten: „Wir schaffen auch das!“

Freilich räumt auch die Kanzlerin ein, dass wir von einem Terroranschlag ausgehen müssen. Das führt aber nur zu der Reflektion: „Wie können wir damit leben, dass beim unbeschwerten Bummel über einen Weihnachtsmarkt, also an einem Ort, an dem wir das Leben feiern (Rosamunde Pilcher lässt grüssen!), ein Mörder (hier der einzige Bezug zum Täter) so vielen den Tod bringt?“ Die selbstgestellte Frage beantwortet die Regierungschefin, der die Sicherheit ihres Landes und ihrer Landsleute anvertraut ist, die als erste und wichtigste zum Handeln berufen ist: „Eine einfache Antwort darauf habe auch ich nicht.“ Wer so ratlos ist, muss Untätigkeit nicht begründen.

Mit dem Terror müssen wir uns laut Merkel abfinden

In einer Situation, wo jeder Bürger nach Orientierung, Selbstvergewisserung, Klarheit und Zuversicht schreit, räumt die Regierungschefin ein, dass sie keine Antwort hat. Ist sie dann die richtige Person für ein solches Amt? Dass die Antwort lauten könnte: „Wir wollen eben gerade nicht damit leben! Und wir wollen eine Regierung, die dafür sorgt, dass wir damit nicht leben müssen!“, scheint der Rednerin gar nicht in den Sinn zu kommen. Der Terror ist für sie etwas, womit wir uns abfinden müssen, so schicksalhaft und unvermeidlich wie die saisonale Grippewelle oder die Toten im Straßenverkehr.

Die übrigen Fragen streift sie nicht einmal: Wie sollen wir uns verhalten? Wie steht es um die Gefahr von Folgeanschlägen, wie sieht es mit der Sicherheit auf anderen Weihnachtsmärkten oder an anderen öffentlichen Orten aus? Wie steht es mit der Sicherheit in Gottesdiensten? Was wird getan, um derartige Anschläge zu verhindern? Wichtiger als die versprochene Bestrafung ist doch die Prävention künftiger Terroraktionen. Was wird zusätzlich getan, um das Terrorumfeld aufzuklären? Wie gehen wir langfristig mit dem Kampf zweier Kulturen um – um Samuel Huntington zu zitieren, der vielleicht vor 20 Jahren doch gar nicht so Unrecht hatte? Auf alle diese drängenden Fragen: Nicht nur keine einfache, sondern gar keine Antwort. Die Fragen werden nicht einmal gestellt.

Ablenkung von den Fakten

Die Tat selbst? „Grausam, letztlich unbegreiflich, unselig!“ Zu den ins Auge springenden Parallelen zu Nizza: Kein Wort! Zu dem Ziel, einem Fest christlicher Kultur und Religion: Kein Wort! Zur Anleitung des IS für derartige Anschläge: Kein Wort. Stattdessen die vollmundige Zusage: Die Tat werde in jedem Detail aufgeklärt werden (noch weiß niemand, wie weit sich die Hintergründe dieser Tat tatsächlich aufhellen lassen) und dann: „Die Tat wird bestraft werden, so hart es unsere Gesetze verlangen.“ Die Tat – wohlgemerkt, nicht der Täter – wird bestraft werden. Die gesamte Rede lenkt gekonnt und systematisch davon ab, dass hier jemand absichtlich ein ungeheures Verbrechen begangen hat und dass es für diese Tat Vorbilder gibt. Dass wir von einem terroristischen Anschlag ausgehen müssen, wird beiläufig erwähnt, aber sofort von anderen, nichtssagenden Banalitäten überdeckt.

Tonlos, blass, ratlos, pastoral, ohne mitreißende Impulse, ohne Pathos, ohne spürbare Betroffenheit, ohne jegliche Andeutung von Konsequenzen für das Regierungshandeln oder einer Neuordnung von Prioritäten – wie anders hat da die gleiche Kanzlerin 2011 nach Fukushima gehandelt: Eine Katastrophe am anderen Ende der Welt hat sie bewogen, über Nacht alles über den Haufen zu werfen, was sie wenige Monate zuvor mit großem Elan durchgedrückt hatte. Aber ein Überdenken der überhasteten Flüchtlingspolitik und deren schwer absehbarer Folgen wurde nicht einmal angedeutet. Statt dessen pastorale Einschläferung als Krisenbewältigung. Gut, dass das Sicherheitskabinett, falls erforderlich, erneut zusammentreten wird. Dann wird alles, alles wirklich gut. Ganz bestimmt.

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Time am 31. Dezember 2016

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1) http://cicero.de/berliner-republik/reaktion-auf-berliner-anschlag-einschlaefern-als-krisenbewaeltigung

Sieg des Counterjihad: CSU

31. Dezember 2016

csu

Lesen Sie eine Mitteilung von „FAZ.NET“ (1).

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CSU fordert Abbruch der Beitrittsverhandlungen mit Türkei

Eine EU-Mitgliedschaft der Türkei dürfe nicht weiter angestrebt werden, heißt es in einer Beschlussfassung der Christsozialen. Außerdem sollte Europa Zahlungen einstellen, die nicht Flüchtlingen oder der Zivilgesellschaft zugute kommen.

Die Türkei hat sich nach Ansicht der CSU für eine EU-Mitgliedschaft disqualifiziert. „Wir sollten daher die Beitrittsgespräche abbrechen und realistischere Kooperationsformen anstreben“, heißt es nach Informationen der „Rheinischen Post“ in einem Beschlusspapier der CSU-Landesgruppe für deren Klausurtagung in der kommenden Woche. In jedem Falle müsse die Zahlung von „Heranführungshilfe“ gestoppt werden, die nicht der Zivilgesellschaft oder Flüchtlingsprojekten in der Türkei zugute komme.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten Mitte Dezember bekräftigt, dass die Europäische Union am Flüchtlingspakt mit Ankara festhält. Zugesagt wurde der Türkei in dem Abkommen vom März auch eine Ausweitung der Verhandlungen über den EU-Beitritt. Ende Juni wurde daraufhin ein weiteres Verhandlungskapitel mit Ankara eröffnet, weitere Kapitel sollten „in beschleunigtem Tempo“ vorbereitet werden.

Die EU-Europaminister hatten allerdings angesichts des massiven Vorgehens gegen Regierungskritiker und Medien in der Türkei seit dem Putschversuch im Juli kurz vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs einen Ausweitungsstopp für die Beitrittsgespräche unterstützt.

Die EU überweist Beitrittskandidaten Unterstützungsleistungen zur Anpassung an die EU-Standards. Die Türkei hat dadurch in den vergangenen Jahren Milliardenbeträge erhalten. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte Ende November, die Türkei habe hinsichtlich der Beitrittsgespräche keine „positive“ Einstellung.

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Time am 31. Dezember 2016

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/europa-csu-fordert-abbruch-der-beitrittsverhandlungen-mit-tuerkei-14598729.html

Die Stärke des Westens

30. Dezember 2016

anbetung

Anbetung

Lesen Sie einen besinnlichen Aufsatz von Vera Lengsfeld, den ich von der „Achse“ habe (1).

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Hieronymus Bosch: Visions Alive

Darf man in einer Zeit, die von Terror und Angst geprägt ist, noch schöne Erlebnisse haben? Man darf nicht nur, man muss sie sogar suchen, damit die Angst vor dem Terror nicht übermächtig wird. Mein schönstes Weihnachtserlebnis war die Entdeckung des Kirchleins im Grünen in Alt Placht, das jetzt zu Templin gehört.

Dieses Kirchlein, gebaut von hugenottischen Flüchtlingen, war bereits dem Untergang geweiht. In den 70er Jahren sollte der „Schandfleck“ abgerissen werden. Im Jahr 1989 drohte das von Gestrüpp überwucherte Gebäude einzustürzen. Statt dessen fiel die Mauer und Kenner aus West und Ost machten sich daran, die Kirche zu retten. Mit Erfolg. Heute ist das von 500-jährigen Linden umgebene Kirchlein ein wunderschöner, geradezu magischer Ort. Perfekt für die innere Einkehr, besonders zur Weihnachtszeit.

Wir hatten das große Glück, dass der Gottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag vom Templiner Pastor Schein gehalten wurde, der traditionell damit eine Bildbetrachtung verbindet. In diesem Jahr hatte er „Die Anbetung der Könige“ von Hieronymus Bosch ausgewählt.

In einer Hütte, die so baufällig ist, wie das Kirchlein in den 70er Jahren war, sitzt Maria mit dem nackten Jesuskind auf dem Schoß. Der Menschensohn ist schutzlos und verletzlich, während Zerfall und Kriegsgeschrei im Hintergrund die Szene beherrschen. Dort greift ein türkisches Heer, der IS des Mittelalters, wie Pfarrer Schein es nennt, an.

Es ist eine unheimliche, ja feindliche Welt

Aus dem Inneren der Hütte heraus beobachten dubiose Gestalten die Anbetung der Könige. Die Hirten liegen auf dem Strohdach, das sie mit ihrem Gewicht fast zum Einsturz bringen und schauen unbeteiligt in die Ferne. Es ist eine unheimliche, ja feindliche Welt, in die das Kind geboren wurde. Die einzige Hoffnung ist die Frohe Botschaft. Die Kraft dieser Botschaft hat durch mehr als zwei Jahrtausende getragen, durch alle Irrungen und Wirrungen hinweg. Marias Mann Joseph greift nicht zur Waffe, sondern beschäftigt sich, ganz emanzipierter Mann, mit Jesu Windeln, die er über einem Feuer trocknet. Von Maria, dem Kind und den Königen geht ein Friede aus, der stärker ist, als die feindliche Welt. Wie hat Hieronymus Bosch das geschafft?

Meine Neugier war geweckt. Zurück in Berlin habe ich sofort die Ausstellung „Hieronymus Bosch: Visions Alive“ (2) besucht, die noch bis Ende Januar in der Alten Münze am Molkenmarkt zu sehen ist. Es geht sehr spektakulär los: Im ersten Raum werden Bilder und viele Details daraus in HD-Projektionen gezeigt. Der Besucher kann sich setzen und Boschs Phantasiewelt auf sich wirken lassen.

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Mittelteil

Im Mittelpunkt steht das Triptychon „Garten der Lüste“, dessen reiche Bildsprache für die Zeitgenossen des Malers zu lesen gewesen sein muss, die wir aber kaum verstehen. Das geschlossene Werk zeigt die Erde am dritten Tag der Schöpfung, in einer Kugel ruhend. Gott hat Erde und Wasser voneinander getrennt und die Pflanzen geschaffen.

Aufgeklappt zeigt der linke Flügel die Erschaffung Evas, die Adam in ungläubiges Staunen versetzt. Gott hat bei Bosch die Gestalt Jesu angenommen. Die Schlange ist an den rechten Bildrand verbannt, dafür ist die Szene umgeben von allen möglichen Tieren, Kreaturen und Missgeburten, manche der realen, die meisten der Phantasiewelt entstammend.

seitenteile

Seitenteile

Auch die Welt, in die Adam und Eva hineingestellt wurden, ist trotz ihrer Schönheit keineswegs eine friedliche. Das Paradies,wie es im Mittelflügel zu sehen ist, trägt bereits den Keim von Verderbnis, Zwietracht und Tod in sich. Einerseits ist die Szene voll von Früchten, exotischen und heimischen, Blumen und prachtvollem Getier, andererseits wimmelt es von unbegreiflichen Gestalten. Die nackten Menschen sind ihnen wehrlos ausgeliefert.

Wer lange genug verharrt, kann sich viele Details näher ansehen, die in der Fülle schwer wahrzunehmen sind. Die Männerkörper sind eher zart, mit kaum ausgeprägten Muskeln, die Frauen tragen Wallehaar, haben alle Apfelbrüste, gebärfreudige Becken und sinnliche Oberschenkel. Die Figuren strahlen eine unschuldige, unbezähmbare Sexualität aus.

Die Welt des Hieronymus Bosch war eine gewaltsame

Der rechte Flügel bildet die Schrecken der Hölle ab. Die brennenden Städte und Dörfer sollen auf ein Erlebnis des 13-jährigen Bosch zurückgehen, der seine Vaterstadt, die er kaum verlassen haben dürfte, in einem Großbrand untergehen sah. Abgesehen von dem Höllenfeuer, sind alle möglichen und undenkbaren Martern abgebildet. Ein Vogelmensch verspeist eine menschliche Figur, während er Menschen ausscheidet. Ein unheimlicher Baummensch scheint die Sünder zu hypnotisieren. Die Welt des Hieronymus Bosch war eine gewaltsame, in der ein Mensch mehr Gefahren als Freuden kannte. Schönheit und Albtraum waren ineinander verwoben.

Was das für eine Zeit war, ist an der hinteren Wand des letzten Raumes der Ausstellung abgebildet. Für jedes Lebensjahr Boschs wird ein bedeutendes Ereignis erwähnt.

Kolumbus entdeckte Amerika, auch wenn ihm das noch nicht bewusst war. Leonardo da Vinci entwarf Flugzeuge und malte die Mona Lisa. Martin Luther schlug seine Thesen an die Wittenberger Universitätskirche an und entwickelte Menschen- und Bürgerrechte in seiner Schrift „Von der Freiheit des Christenmenschen“. Zwei deutsche Mönche veröffentlichten den „Hexenhammer“, der die Anklageverfahren und die Hinrichtung von Hexen verbindlich festlegte. Die Türken bedrängten Europa vor Wien. In Deutschland legten aufständische Bauern Klöster und Schlösser in Schutt und Asche und endeten selbst gewaltsam. Erasmus von Rotterdam und Philipp Melanchthon predigten Humanismus. Thomas Morus schrieb seine „Utopia“ und endete auf dem Schafott. Albrecht Dürer stellte den goldenen Schnitt dar, während auf öffentlichen Plätzen Verbrecher gevierteilt wurden. Ein Jahrhundert des Aufbruchs und der Gewalt, das in die Geburt der westlichen Welt mündete.

Wir sehen uns heute einem ähnlichen Mix aus wissenschaftlichem Fortschritt und Terror gegenüber, aber es sind keine Geburtswehen, denen wir beiwohnen, sondern Symptome des Ablebens des Westens, wie er vor 500 Jahren entstand. Vielleicht sehen wir deshalb die Bilder von Hieronymus Bosch mit einer wachsenden Beklemmung.

Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Beim Weihnachtsgottesdienst im Kirchlein stammte eines der Lieder, die wir sangen, von Friedrich Spee, einem deutschen Mönch, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hatte, den Hexenwahn zu besiegen und den Verbrennungen ein Ende zu setzen. Er hat es geschafft. Die Stärke des Westens war immer, dass er fähig war, seine Fehler und Irrtümer aus eigener Kraft zu korrigieren. Vielleicht trifft das ja bis heute zu.

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Time am 30. Dezember 2016

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1) http://www.achgut.com/artikel/hieronymus_bosch_visions_alive
2) https://www.berlin.de/ausstellungen/4446687-2739799-hieronymus-bosch-visions-alive.html

Unterwerfung macht dumm

29. Dezember 2016

leo

Wes Ungeistes Kind die grün-roten Dimmi-Faschisten sind, zeigte einmal mehr der nazislahmische Kettenhund Leo „Bulldog“ Brux in einem Kommentar, den er jüngst in seinem Blog abließ (1). Er schrieb:

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Selektive Wahrnehmung

Genau davon handelt die Rede von der post-truth oder postfaktischen oder Lügen-Ära.

Immer mehr Leute verweigern die Realität.

Realität ist immer etwas, das einem persönlich widersteht. Etwas anderes als man selber will. Ein Widerstand. Den muss man in sich hegen und pflegen. Das Realitätsprinzip ist etwas “Erwachsenes”, “Reifes”, Produkt von Erfahrung. Es lohnt sich, sich nicht in die Tasche zu lügen, es lohnt sich, dem Wunschdenken nicht nachzugeben, es lohnt sich, dieses bisschen Härte gegen sich selbst zu kultivieren und das Objektive als etwas Nicht-Subjektives anzuerkennen. Es ist eine Art Unterwerfung unter die Welt.

Schwache Menschen ertragen das nicht. Flüchten sich in ihre Phantasiewelt, Traumwelt. Fakten werden zu Feinden, weil sie diese schöne andere Welt bedrohen.

Diese Realitätsverweigerung scheint nun breiter und tiefer zu werden und sich auch politisch stärker zu manifestieren. (Es gab sie natürlich immer schon, mal mehr, mal weniger.)

Frage: Warum flüchten immer mehr Menschen aus der objektiven in ihre subjektiven Parallelwelten?

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Leo ist gegen „selektive Wahrnehmung“ und präferiert die Wahrnehmung der „objektiven Welt“.

Die „objektive Welt“ erkennt er dann, so seine Rede, wenn sie ihm „persönlich widersteht“. Diesen Widerstand der Welt gegen sich selbst muss man, so Leo, „hegen und pflegen“, das sei „reif“ und „erwachsen“, dies sei – und hier spricht ein nicht mehr ganz so verdeckter Ork-Kommissar – „UNTERWERFUNG unter die Welt“.

Angesichts der Ausweitung des Counterjihad, den Leo ablehnt (der aber tatsächlich eine Antwort auf die Ausweitung des globalen nazislahmischen Terrors ist) diagnostiziert er ein Anwachsen der „Realitätsverweigerung“. „Schwache Menschen… flüchten sich in ihre Phantasiewelten“, so Leo.

Aber ist der (große) Massenmord von New York eine „Phantasiewelt“, ist der (kleine) Massenmord von Berlin eine „Phantasiewelt“?

Sind diese „Phantasiewelten“ Orte, die attraktiv für jene sind, die „die Realität“ nicht ertragen?

Gibt es also Menschen, die eine „Realität“ nicht ertragen, in der NICHT massengemordet wird, und die sich deshalb in eine „Phantasiewelt FLÜCHTEN“, in der Massenmorde alltäglich sind?

Ist diese Sicht Leos auf die Welt und die Menschen „real“?

Inwiefern „kultiviert“ er die Thesen des Counterjihad, die ihm ja „persönlich widerstehen“? Inwiefern ist der politische Gegner für ihn ein Teil der „Realität“?

Inwiefern ist dieser völlig verwirrte Gedankenbrei, der nur eines klar erkennen lässt, nämlich dass Leo die Knute des Nazislahm als ordnende Kraft ersehnt, „erwachsen“?

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Time am 29. Dezember 2016

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1) http://blog.initiativgruppe.de/2016/12/20/wer-hat-das-getan/#comment-64222

Auch am Ende ein Verräter

28. Dezember 2016

bibihussein

Gunnar Heinsohn schrieb auf der „Achse des Guten“ über B. Hussein O’s Verrat an Israel (1).

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Obama und Husseini

Jüdische Siedlungen seien das Hindernis für Frieden in Nahost, wenn nicht für die ganze Welt. So flüstert oder trompetet es seit Jahrzehnten um den Globus. Barack Obama lernt das von klein auf durch verehrte Mentoren wie den Kommunisten Frank Marshall Davis (1905-1987) oder seinen langjährigen Pfarrer Jeremiah Wright (*1941). Da unterscheidet er sich nicht von antizionistischen linken Politikern aus Europa.

Palästinenser seien seit über sechzig Jahren Opfer der jüdischen Heimstätte. Ihnen müsse endlich Gerechtigkeit widerfahren. Das ist Obamas zentrale Botschaft an die islamische Welt am 4. Juni 2009 in Kairo. Eingeführt wird er mit dem stolzen Hinweis auf seinen Mittelnamen Hussein. Dass die Palästinenser-Führung unter Mohammed Amin al-Husseini (1883-1974) seit 1933 den Kontakt zu Hitler sucht und sich ab 1943 direkt aus Berlin aktiv am Holocaust beteiligt, muss der mächtige Mann unterschlagen, um dem „neuen Anfang“ zwischen Amerika und 1,5 Milliarden Muslimen die nötige Harmonie zu bescheren. Ohne Geschichtsfälschung geht das nun einmal nicht. Unter anderem erreicht der Palästinenser, dass 5000 jüdische Kinder nicht gegen 20.000 deutsche Kriegsgefangene ausgetauscht, sondern ermordet werden.

Das Heil könne nur ein 23. Araberstaat bringen. Die sechs Millionen Juden Israels mit ihren Siedlungen seien das entscheidende Hindernis für diese segenreiche Lösung. Dass viele der schon existierenden 22 Araberstaaten im selben Moment durch Kriege und interne Spaltungen zuschanden gehen, kann diese Ansicht nicht erschüttern. Dass auch die Araber Palästinas ihr erstes von Israel geräumtes Gebiet zwischen Dezember 2006 und Juni 2007 mit einem Bürgerkrieg in Gaza zelebrieren, bleibt ebenfalls unausgelotet. Dass – gemäß Artikel 7 ihrer Charta – die Hamas-Mitglieder als „Muslime die Juden bekämpfen und sie töten“, nützt den grausam ermordeten Fatah-Leuten in keiner Weise.

Die Synagogen werden umgehend verwüstet

Auch für Israel wird dieser palästinensische Teilstaat zum Probelauf. Es räumt ab 2005 sämtliche Siedlungen im Gaza-Streifen, damit die Formel Land gegen Frieden getestet werden kann. Nur die Synagogen bleiben stehen, werden aber umgehend von den neuen Herren verwüstet. Doch Hamas macht keinen Frieden, sondern bleibt dem Mordprogramm aus dem Husseini-Hitler-Pakt treu. Nach dem Krieg gegen Fatah folgen drei Kriege gegen Israel. Und man brüstet sich bereits heute mit zukünftigen Waffengängen.

Die arabische Siegeszuversicht ist verständlich, weil immer wieder Israel unterlässt, was es militärisch könnte. Zählt man seit der Staatsgründung von 1948 weltweit die bewaffneten Konflikte mit mindestens 10.000 Toten, liegt der 65-jährige israelisch-palästinensische Kampf mit rund 15.000 Opfern auf Rang 72. Allein in Syrien werden in nur fünf Jahren zwanzigmal so viele begraben. 1950 steht die palästinensische Bevölkerung bei einer Million, 2050 will man 12 Millionen erreichen. Welcher Führer wird auf ihren Einsatz gegen Israel verzichten, wenn dadurch das Töten untereinander verringert werden kann?

Gazas Kriegsindex liegt über 6, auf der West-Bank erreicht er beinahe vier. Auf 1.000 Alte folgen 4.000 bis 6.000 Jungzornige. In den USA sind es 1.000, in Deutschland 660. Ab Index 3 wird nach Vorwänden fürs Blutvergießen gesucht. Selbst eine dem Genozid abschwörende Hamas könnte dagegen nichts ausrichten. Gleichwohl wird am 23. Dezember 2016 mit der Resolution 2334 Weltgesetz, dass es jüdische Siedlungen sind, die das friedliche Leben „Seite an Seite“ auf „bedrohliche Weise in Gefahr bringen“.

Als die amerikanische Nation – von den Wahlen erschöpft und durch Weihnachten abgelenkt – nicht hinschaut, schlägt Barack Obama zu. Er trifft auf Widerstand durch den neuen Präsidenten und sogar aus Kairo. Ägypten zieht seine Anti-Siedlungs-Resolution am 22. Dezember zurück. Doch das islamistische Malaysia, die Halbdiktatur Venezuela und der autoritäre Senegal bereiten im Verein mit Neuseeland umgehend einen neuen Angriff für den 23. Dezember vor. Der Außenminister John Kerry hatte nach Auckland signalisiert, dass man kein Veto einlegen werde. Obama siegt, Israel steht zum unzähligsten Mal am Weltpranger.

Obamas UNO-Beauftragte Samantha Power, eine Kollegin aus der Völkermordforschung, räumt nach ihrem 14:0-Erfolg mit herzlichem Handschlag für den strahlenden Palästinenser-Vertreter ein, dass die Weltorganisation Israel lange schon ungebührlich verfolge. Diesmal aber hoffe sie auf ein anderes Ergebnis. Weil sich Amerika seit 50 Jahren erstmals auf die Seite der Verfolger schlägt? Weil Obama Friedensnobelpreisträger ist? Sie weiß es wohl selber nicht und es nagt an der Gelehrten. Doch Obamas Befehl widersetzt sie sich nicht.

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Time am 28. Dezember 2016

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1) http://www.achgut.com/artikel/obama_und_husseini

Sieg des Counterjihad: FAZ

27. Dezember 2016

orks

Sie sind leicht als Mohammedanisten zu erkennen

Nach einem Mordversuch an einem Obdachlosen in Berlin durch sieben blutrünstige Orks bricht „FAZ.NET“ mit dem von den Dimmi-Eliten der Lückenpresse vorgegebenen Codex der Vertuschung (1): Alle Jugendlichen werden klar nach ihrer Herkunft und somit als Mohammedanisten benannt.

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Verdächtige stellen sich nach Attacke auf Obdachlosen

Zwischen 15 und 21 Jahre alt sind die sieben Verdächtigen, von denen sich sechs der Polizei gestellt haben, nachdem diese Fahndungsbilder von ihnen veröffentlicht hatte. Der siebte wurde von Zivilfahndern festgenommen.

Sechs Tatverdächtige haben sich nach dem Angriff auf einen Obdachlosen in einem Berliner U-Bahnhof der Polizei gestellt. Der siebte wurde von Zivilfahndern festgenommen. Die meisten der 15 bis 21 Jahre alten Männer hätten sich seit Montagabend bei verschiedenen Dienststellen gemeldet, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Die Männer sollen in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag im U-Bahnhof Schönleinstraße die Kleidungsstücke des 37-jährigen Obdachlosen angezündet haben. Der Mann schlief auf einer Bank. Er blieb unverletzt, weil Passanten eingriffen.

Die Tatverdächtigen würden nun von einer Mordkommission vernommen, sagte die Sprecherin auf Anfrage von FAZ.NET. „Wir wissen, wer der Hauptverdächtige ist. Es handelt sich um den 21-Jährigen.“ Der Mann sei vermutlich Syrer. Insgesamt hätten sechs der Verdächtigen angegeben, aus Syrien zu kommen, einer soll aus Libyen stammen.

Die Polizei hatte am Montag Fahndungsbilder und ein Video veröffentlicht, auf denen die Gesuchten in einer U-Bahn zu sehen waren. „Wenn man die Bilder gesehen hat, hat man auch erkannt, das ist eine sehr, sehr gute Qualität“, sagte der Vize-Chef der Pressestelle der Berliner Polizei, Thomas Neuendorf. Dies habe dazu geführt, dass sich sechs Tatverdächtige gestellt haben. Zunächst hatte es geheißen, alle sieben Verdächtigen hätten sich bei der Polizei gemeldet.

Die jungen Männer waren nach dem Angriff mit einer U-Bahn geflüchtet. Der U-Bahnhof Schönleinstraße an der Grenze der Stadtteile Kreuzberg und Neukölln wird mit Videokameras überwacht. In früheren Fällen hatte die Polizei Video-Aufnahmen in der Regel erst lange nach den Taten veröffentlicht. Dies hatte Kritik ausgelöst.

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Time am 27. Dezember 2016

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1) http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/nach-oeffentlicher-fahndung-verdaechtige-stellen-sich-nach-attacke-auf-obdachlosen-14593127.html