Staatliche Hilfe für Staatsfeinde

10. Juli 2016

Gohome

Mit Macht drängen die Mohammedanisten auf vielen Wegen in die Institutionen, um die Interessen der Torkei und ihres Blutsäufergottes AllaHundseingesandter zu vertreten. Lesen Sie einen Bericht von Thomas Thiel von „FAZ.NET“ (1) über Import-Imame, das Gezeter von Mazyeks „islam.de“ über Kritik an staatlichen Geldern zur Unterstützung der Invasion (2) sowie einen pointierten Beitrag Henryk M. Broders darauf (3).

_____

Missionare der türkischen Staatstheologie

Kann der Islam im Westen Wurzeln schlagen? Für die Ausbildung deutschsprachiger Imame fehlt bislang ein klares Konzept. Dabei gibt es längst sinnvolle Modelle.

Die Forderung ist bekannt und wird in jeder Talkshow neu intoniert: Er könne sich mit dem Imam seiner Gemeinde nicht einmal unterhalten, klagt der Politiker, weil dieser nur Türkisch verstehe. In deutschen Moscheen predigende Imame sollten dies in deutscher Sprache tun und hierzulande ausgebildet werden, am besten an einem der neuen Zentren für Islamische Theologie, die mit dem ausdrücklichen Ziel gegründet wurden, radikale Laienprediger aus den Moscheen zu vertreiben. Das ist aber eine Legende. Die Universitäten legen zwar die theologischen Grundlagen, aber sie bilden keine Imame aus. Nach dem Grundgesetz dürfen das nur die Religionsgemeinschaften, also die Moscheeverbände, tun.

Ob die ersten Absolventen der Islamischen Theologie, die im kommenden Jahr die Universitäten verlassen, in den Moscheegemeinden willkommen sind, muss sich noch zeigen. Der Kontakt zwischen den Milieus ist bisher schwach. Eine andere Frage müssen sie selbst beantworten. Ist Imam überhaupt ein attraktiver Beruf? Finanziell ist das schnell beantwortet. In den meisten Moscheen ist es ein Feierabendjob mit kargem Salär von rund 500 Euro, ausgeübt von Laien, die ihre Kenntnisse nebenbei erwerben. Es können Gemüsehändler oder Informatiker sein. Der Widerstand gegen eine moderate Auslegung des Korans wundert da wenig. Viele Imame kommen mit historisch-kritischen Methoden nie in Berührung.

Die große Ausnahme sind die sogenannten Import-Imame der Ditib, des größten deutschen Islamverbandes, der neunhundert der rund 2500 Moscheen in Deutschland betreibt. Die Ditib, die der türkischen Religionsbehörde Diyanet untersteht, zahlt einen monatlichen Auslandsaufschlag von 1800 Euro plus Heimatgehalt. Ditib-Imame sind Beamte des türkischen Staates. Die staatliche Abhängigkeit ist nicht das einzige Problem. In der Türkei ausgebildet, kennen Ditib-Imame weder Kultur noch Sprache ihres Gastlandes und müssen, wenn sie erste Kontakte geknüpft haben, schon wieder die Koffer packen. Oft finden sie nur schwer Zugang zu ihren Gemeinden, besonders zu den nicht mehr türkischsprachigen Jugendlichen der dritten und vierten Generation. Anders als in ihrer Heimat, wo sie sich ausschließlich religiösen Aufgaben widmen, erwarten sie in Deutschland auch viele seelsorgerische Tätigkeiten, bei Ehekrisen, Jugendarbeitslosigkeit, Erziehungsproblemen, den typischen Begleiterscheinungen der Migration. Dass sich die Diskussion an den Import-Imamen entzündet, ist daher verständlich und trotzdem nur zur Hälfte berechtigt. Ditib-Imame sind die am besten ausgebildeten und am strengsten geprüften Vertreter ihres Fachs.

Sympathien für Erdogan

Doch wer prüft sie? Aufschluss gab die Erklärung des Ditib-Vorstands Zekeriya Altug, der anlässlich der Armenien-Resolution des Deutschen Bundestags zu Protokoll gab, sein Verband fühle sich von den türkischstämmigen Abgeordneten, die für die Resolution gestimmt hatten, nicht mehr vertreten. Die Frankfurter Islamforscherin Susanne Schröter, die eine ausführliche Studie über Wiesbadener Moscheegemeinden durchführte und dabei auf eingeschränktes Entgegenkommen der Ditib stieß, hält den Verband für ein finanzielles und ideologisches Anhängsel des türkischen Staates, einen Transmissionsriemen des zunehmend islamistischen Kurses von Erdogan. Die in Ankara ausgebildeten Imame seien Missionare der türkischen Staatstheologie. Tatsächlich hat die Diyanet Vertreter in allen wichtigen Ditib-Gremien. Über Kontakte einzelner Ditib-Moscheen zu Dschihadisten und Salafisten wurde mehrfach berichtet.

Ein eigenes Bild lässt sich nur über Umwege machen. Der Imam der Frankfurter Merkez-Moschee ist des Deutschen nicht mächtig und lehnt den Gesprächswunsch ab. Der Vorstand, ein energisch fuchtelnder Geschäftsmann, verweist an den Religionsattaché der Diyanet, der alle Gesprächswünsche absegnen muss. Man hört’s mit Erstaunen: War nicht die Emanzipation vom türkischen Einfluss Voraussetzung für die Kooperation beim hessischen Islamunterricht?

Der Attaché vermittelt Hasan Agirbas von der Ditib-Moschee im hessischen Idstein, einen intellektuell aufgeschlossenen, mehrsprachigen Vorzeige-Imam, der theologisch auf breiter Basis steht. Der eloquente Agirbas hat Fernseh- und Interviewroutine und gibt sich als Vertreter einer historisch-kritischen Koranlesart zu erkennen, macht aus seiner Sympathie für die gegenwärtige politische Entwicklung in der Türkei aber keinen Hehl.

Eine Laientätigkeit

Sein Beispiel ist, nicht nur für die Ditib, von begrenzter Aussagekraft. Denn im Unterschied zu den übrigen Moscheeverbänden verfügt die Ditib über Finanzquellen aus der Türkei. Die politische Forderung nach in Deutschland ausgebildeten Imamen ist eine Phantomdebatte. Es gibt dafür bis heute kein Konzept. Auf Initiative der Islamkonferenz sollte 2010 ein Modell eingerichtet werden. Daraus entstanden aber lediglich lokale Initiativen zur landeskundlichen und sprachlichen Weiterbildung. Ehrenwerte Maßnahmen, aber nichts davon bereitet die Imame auf ihre eigentliche Tätigkeit vor: Koranrezitation, Predigen, Gemeindepastoral.

Die Universitäten betrachten dies trotz vielfacher Forderung nicht als ihre Aufgabe und beschränken sich auf die landeskundliche Weiterbildung. „Nicht die große Lösung“, sagt der Osnabrücker Theologe Rauf Ceylan. Zumal von den Imamen der Ditib, die den größten Integrationsbedarf hätten, nur wenige nach Osnabrück kämen. Schmerzlich vermisst werden Ausbildungsstätten, die Imame auf ihre Gemeindearbeit vorbereiten. Katholisch gesprochen: Priesterseminare. Schon aus finanziellen Gründen wird sich das so bald nicht ändern. Würden die Imame in Deutschland ausgebildet, müssten die Moscheegemeinden dafür aufkommen. Die meisten sind jedoch finanzschwach und haben genug zu tun, die laufenden Kosten ihrer Moscheen zu bezahlen, von denen, so Ceylan, nicht wenige wieder schließen, wenn die ersten Stromrechnungen kämen.

Für die Ditib, den einzigen finanzkräftigen Akteur, gibt es bisher keinen Anreiz, sich in Deutschland ausgebildete Imame zuweisen zu lassen. Diese Haltung scheint sich etwas zu ändern. Im Rahmen eines internationalen Programms schickt der Verband seit 2006 deutsche Schulabsolventen in die Türkei und lässt sie dort zu Predigern für deutsche Moscheen ausbilden. Im Grundsatz hält die Ditib aber am Import-Modell fest. In den ärmeren Moscheegemeinden wird Imam ohnehin eine Laientätigkeit bleiben, falls nicht ein ganz neues Modell gefunden wird.

Verstärkte Integration der Universitäten

Der Staat kann hier nur eine Nebenrolle spielen, denn sein Aktionsradius ist schon durch das Recht der Verbände zur Auswahl ihrer Geistlichen beschränkt. Die Ditib lehnt staatliche Einmischung ab. Delikat an der staatlichen Kooperation wäre auch die Finanzierung. Die Verbände, die eher ethnische als religiöse Gebilde sind, müssten als Religionsgemeinschaften anerkannt werden. Auch unter den sehr heterogenen Verbänden ist strittig, ob man sich für die Anerkennung als Religionsgemeinschaft stärker engagieren soll. „Es gibt darüber bis heute keine systematische Diskussion, weder zwischen den Verbänden noch mit dem Staat“, sagt Rauf Ceylan.

Hypothetisch konkurrieren zwei Modelle. Nach dem ersten soll die Imam-Ausbildung über eine Moscheesteuer finanziert werden. Die Ditib lehnt das bisher ab. Dagegen steht ein lokaler Ansatz: Die Moscheegemeinden sollen attraktive Imam-Gehälter durch höhere Mitgliedsbeiträge finanzieren. Ein Teil davon sei an die Verbände zu überweisen, für den Aufbau professioneller Ausbildungsstätten. Der freiwillige Mitgliedsbeitrag liegt in Idstein heute bei knapp zehn Euro im Monat. Wie sollen die islamischen Gemeinden das nötige Geld aufbringen, wenn den meisten schon der Unterhalt ihrer Moscheen schwerfällt? Und sind die religiös konservativen Verbände geeignete Kandidaten für die Ausbildung der Imame? Dem Ziel eines in der westlichen Gesellschaft verwurzelten Islams käme man nur durch verstärkte Integration der Universitäten näher. Der Forderung nach einem „deutschen Imam“ fehlt noch der Unterbau.

_____

Statt Prävention mit gesamtgesellschaftlichem Ansatz lieber kriminalisieren?

Erstmals legen islamische Einrichtungen mit staatlicher Unterstützung Deradikaliserungsprogramme auf – Das passt einigen nicht in den Kram

Seit alle mitgliederstarken deutschen Islamverbände nun mit dem Bundesinnenminister in der Deutschen Islamkonferenz (DIK) regelmäßig zusammensitzen und Wege auszuloten suchen, wie muslimische Gemeinden die gleichen gesellschaftlichen Aufgaben wahrzunehmen in der Lage sind, wie christliche Kirchen und jüdische Gemeinden, lassen einige sich als „islamkritisch“ verstehende Journalisten keine Gelegenheit aus, die demokratische Gesinnung dieser Verbände anzuzweifeln. Den staatlichen Behörden, die organisierte Muslime bewusst in neue Aufgabengebiete einzubinden suchen, wird der Vorwurf der Blauäugigkeit gegenüber „extremistischen Tendenzen innerhalb der Islamverbände“ entgegengebracht.

Besonders die Tatsache, dass sich einige dieser Verbände sogar explizit an Präventionsarbeit gegen Radikalisierung von Muslimen beteiligen, scheint den einen oder anderen aus der Medienlandschaft zu irritieren, siehe hierzu. Über zweifelhafte, oft verschleierte islamophobe Quellen suchen sich jene Medienvertreter zu bestätigen, dass nicht nur sie selbst, sondern auch staatliche Organe Zweifel an der Grundgesetzestreue der Islamverbände besäßen.

Die Berechtigung des Deutsch-Islamischen Vereinsverbandes Rhein-Main e.V. (DIV), ein mit Bundesmitteln gefördertes Projekt gegen die Radikalisierung muslimischer Jugendlicher durchzuführen, wird beispielsweise mit dem Argument in Frage gestellt, unter den 46 zu diesem Verband gehörenden Moscheegemeinden und islamischen Kulturvereinen befände sich mindestens ein Mitglied, das den im hessischen Verfassungsschutzbericht auftauchenden Muslimbrüdern angehöre. Allein diese Tatsache genügt, um die im genannten Projekt beanspruchte Präventionsarbeit als „Förderung von Radikalisierung“ zu stigmatisieren.

Mit dem Projekt selbst und auch mit der sonstigen Verbandsarbeit, die bereits seit Jahren in Form politischer Bildungsarbeit einen – wenn auch nicht als solchen deklarierten – Beitrag gegen gesellschaftliche Fundamentalopposition und somit auch gegen islamisch legitimierte Radikalisierung leistet, haben sich jene auf Skandalberichterstattung fixierten Journalisten nicht befasst. Konstruiert wird einzig mit vagen Verdächtigungen ein gemutmaßter Skandal. Wie eine solche Radikalisierung tatsächlich abläuft und wie sie verhindert werden kann, scheint sie erst recht nicht zu interessieren. Radikal ist demnach alles, dem das Etikett „Islamismus“ angeheftet werden kann und als einziges taugliches Gegenmittel sind Polizei und Sicherheitsdienste gefragt. Da ist der Schritt, den Islam als Religion insgesamt den Stempel „radikal“ und „demokratieuntauglich“ aufzudrücken, nicht mehr allzu groß.

Da Radikalisierung in der Realität aber ein langwieriger, mit vielen Zwischenetappen ausgezeichneter und beständig umkehrbarer Prozess ist, dient diese fehlende Differenzierung gerade dazu, jene Radikalisierung zu befördern, um anschließend als „self-fulfilling prophecy“ das eigene Weltbild zu bestätigen und einzig wahrer Kämpfer dagegen erscheinen zu können. Eine ernsthafte Präventionsarbeit setzt hingegen bewusst bei einem Personenkreis an, der nicht als „radikal“ eingestuft wird und den es über die Einbeziehung in die Gesellschaft, in der ihm Chancen geboten werden, von tatsächlichen oder vermeintlichen Radikalisierungstendenzen abzuhalten gilt.

Die muslimischen Verbände, die mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit die muslimische Mehrheit in unserem Land erreichen, sind somit für eine erfolgreiche Präventionsarbeit geradezu prädestiniert. Sie können die Gedankenmuster eines Radikalen leichter dekonstruieren, und zugleich deutlich aufzeigen, wie ein Muslim sich auf zeitgemäßem und den gesellschaftlichen Gegebenheiten angemessenem Wege, mit Alltagsproblemen auseinandersetzt.

Gerade weil sie selbst muslimischen Glaubens sind und trotz staatlicher Förderung nicht in staatlichem Auftrag Präventionsarbeit betreiben, können Moscheegemeinden und Islamverbände hier Erfolge vorweisen, die andere Institutionen nicht gleichem Maße hervorbringen. Der als gefährdet geltende Personenkreis fühlt sich als muslimische Individuen ernst genommen und nicht als „radikal“ oder „Sicherheitsrisiko“ abgestempelt. Wer sich radikalisiert, begehrt nämlich in gewisser Weise gegen die Mehrheitsgesellschaft auf, was bei Minoritäten, insbesondere auch Muslimen nicht zuletzt darauf zurück zu führen ist, dass er sich von dieser Gesellschaft stigmatisiert und ausgegrenzt fühlt.

Dass auch Behörden und Ministerien sich in der Präventionsarbeit mehr und mehr über die engstirnige, ausschließlich nach Sicherheitsaspekten erfolgende Bewertung von Polizei und Geheimdiensten hinwegsetzen, und die Präventionsprojekte weniger von den Innen- als von Sozial- und Familienministerien ausgewählt werden, stellt vielmehr den Beleg dar: Die Politik hat mehrheitlich erkannt, dass Radikalisierung eben nicht auf Verbandszugehörigkeit, geschweige denn auf den Islam als Religion zurückzuführen ist, der zeitgemäß ausgelegt vielmehr ein Mittel gegen jene Radikalisierung darstellen kann. Diese Erkenntnis sollte auch bei einigen Medienvertretern noch heranreifen. Vor diesem Hintergrund ist es an der Zeit, den muslimischen Gemeinden nicht nur in sozialen Einrichtungen ihr Mitspracherecht einzuräumen, sondern auch in Beiräten öffentlich rechtlicher Rundfunk – und Fernsehsender.

Wer den Einfluss radikaler Islamisten und gewaltbereiter Neosalafisten im deutschen Gemeinwesen fürchtet, ist aufgefordert, politisch engagierten Muslimen, die in vielen Partnerländern Deutschlands in der Islamischen Welt sogar demokratisch erlangte Regierungsverantwortung besitzen, auch innerhalb unserer eigenen Gesellschaft in den bestehenden Institutionen ihren Platz einzuräumen. Einbindung in Verantwortung bewahrt sie vor dem Gefühl, ausgrenzt zu werden und demonstriert zugleich der nichtmuslimischen Mehrheitsgesellschaft ihr Potential, zum inneren Frieden unseres Landes beizutragen.

_____

Staatsknete für Islamisten im Kampf gegen den Islamismus

Das hier sollten Sie gelesen haben, wenn Sie wissen wollen, wie man „Dialektik“ übersetzt, nämlich: Ihr könnt uns alle mal am Arsch lecken!

„Im Kampf gegen die Radikalisierung junger Muslime hat das Bundesfamilienministerium einen Moschee-Verband in Hessen und Rheinland-Pfalz zum Partner gemacht. Nach HR-Recherchen sind darunter Institutionen, die den Muslimbrüdern nahestehen. Verfassungsschützer sehen in dieser Organisation eine Bedrohung für die Demokratie.“

Genauer, das Bundesfamilienministerium unter Manuela Schwesig finanziert Präventionsprogramme gegen Islamismus, Salafismus und Antisemitismus. Zu den so Bedachten gehört auch ein obskures „Institut“ in Frankfurt, das nach Ansicht des Hessischen Verfassungsschutzes als „Kaderschmiede für Muslimbruderschafts-Funktionäre betrachtet werden“ kann. Das ist etwa so, als würde das Gesundheitsministerium einem Verband der Kampftrinker Geld geben, damit er Jugendliche über die Gefahren des Alkoholkonsums aufklärt.

Bei islam.de, einer Seite, die zum Beritt des Vorsitzendes des Zentralrates des Muslime, Aiman Mazyek, gehört, mag man so etwas nicht stehen lassen. Im Gegenteil. Prävention müsse „mit gesamtgesellschaftlichem Ansatz“ betrieben werden, die „muslimischen Verbände“ seien „für eine erfolgreiche Präventionsarbeit geradezu prädestiniert, sie können die Gedankenmuster eines Radikalen leichter dekonstruieren…“. Im übrigen hätten „moslemische Individuen“ gute Gründe, sich zu radikalisieren: „Wer sich radikalisiert, begehrt nämlich in gewisser Weise gegen die Mehrheitsgesellschaft auf, was bei Minoritäten, insbesondere auch Muslimen nicht zuletzt darauf zurück zu führen ist, dass er sich von dieser Gesellschaft stigmatisiert und ausgegrenzt fühlt.“ Olala, die alte Leier. Die Gesellschaft ist schuld, und die muslimischen Verbände, unter Mitwirkung der Islamisten, Salafisten und Antisemiten, müssen nun das geradebiegen, was die Gesellschaft verbogen hat. In gewisser Weise und nicht zuletzt.

Aber das ist noch nicht alles. Der „gesamtgesellschaftliche Ansatz“ muss ausgebaut und erweitert werden. Es ist „an der Zeit, den muslimischen Gemeinden nicht nur in sozialen Einrichtungen ihr Mitspracherecht einzuräumen, sondern auch in Beiräten öffentlich rechtlicher Rundfunk – und Fernsehsender“.

Hieß das nicht früher „der lange Marsch durch die Institutionen“? Jetzt geht der Rummel wieder los.

_____

Time am 10. Juli 2016

_____

1) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/imam-ausbildung-in-deutschland-14329287.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
2) http://www.islam.de/27713
3) http://www.achgut.com/artikel/staatsknete_fuer_islamisten_im_kampf_gegen_den_islamismus

 

Sogar Merkel hat’s gemerkt

8. Juli 2016

Naziran

Die naziranische Führung will ihrem religiösen Auftrag gemäß die atomare Apokalypse herbeiführen und lässt sich dabei nicht beirren. Lesen Sie einen Bericht von Frank Jansen aus dem „Tagesspiegel“ (1).

_____

Bundesregierung reagiert auf Verfassungsschutz

Merkel: „Iran entwickelt sein Raketenprogramm weiter“

Verfassungsschutzberichte, nach denen der Iran in Deutschland Material für Atomwaffen und -Raketen kaufen will, hatte die Bundesregierung zunächst ignoriert. Jetzt aber hat Kanzlerin Merkel im Bundestag reagiert.

Teilweise schweigend, teilweise nichtssagend hatte die Bundesregierung auf die Berichte des Verfassungsschutzes zum iranischen Atomwaffenprogramm reagiert. Doch nun hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zumindest teilweise bestätigt, was das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und die Landesbehörde in Nordrhein-Westfalen kürzlich in ihren Jahresberichten 2015 angeprangert hatten. „In eindeutigem Widerspruch zu den einschlägigen Bestimmungen des UN-Sicherheitsrates entwickelt der Iran sein Raketenprogramm weiter“, sagte Merkel am Donnerstag in ihrer Regierungserklärung im Bundestag. Das im Juli 2015 in Wien geschlossene Abkommen mit dem Iran zur Kontrolle von dessen Nuklearprogramm habe daran nichts geändert.

Die beiden Verfassungsschutzbehörden hatten über massive Versuche des Iran berichtet, bei Unternehmen in Deutschland illegal Material für Nuklearwaffen und Trägerraketen zu beschaffen. Der Iran habe zwar im Atomvertrag erheblichen Beschränkungen und Kontrollen seines Nuklearprogramms zugestimmt, heißt es im Jahresbericht des Bundesamtes, den Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am 28. Juni in Berlin vorstellte. „Nichtsdestotrotz“ hätten sich die festgestellten „proliferationsrelevanten Beschaffungsaktivitäten“ 2015 auf einem weiterhin hohen quantitativen Niveau befunden. Für 2016 sieht das BfV zwar einen Rückgang der iranischen Umtriebe, will aber von einer Trendwende nicht sprechen.

Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz sagt in seinem Jahresbericht, vergangenen Montag von Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) präsentiert, knapp zwei Drittel der 2015 „identifizierten Einkaufsversuche“ seien iranischen Programmen zuzurechnen. Das müssen dann ungefähr 90 gewesen sein. Die Behörde spricht von 141 illegalen Beschaffungsversuchen.

Die Bundesregierung sagte zu den Berichten des Verfassungsschutzes zunächst so gut wie nichts. Das Bundeswirtschaftsministerium speiste den Grünen-Abgeordneten Volker Beck, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe, auf seine Anfrage zur Berichterstattung des Tagesspiegels mit der Wiederholung einer alten Information ab. Da ist von einer einzigen Anklage in den vergangenen zwölf Monaten „wegen verbotener Ausfuhr von Gütern in den Iran im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm“ die Rede. Doch Beck bohrt weiter.

Diesen Donnerstag schickte er dem Chef des Bundeskanzleramts, Peter Altmaier (CDU), und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ein Schreiben mit mehreren Fragen. „Hat die Bundesregierung Kenntnisse von Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz im Zusammenhang mit dem Iran?“, will Beck wissen. Und: „Von wie vielen Proliferationsversuchen im Zusammenhang mit dem Iran hat die Bundesregierung Kenntnis für 2015?“ Beck fragt zudem gezielt nach Verstößen „für die Zeit von seit dem 21. 7. 2015“. Das war der Tag nachdem der UN-Sicherheitsrat das kurz zuvor vereinbarte Abkommen mit dem Iran dann als Resolution 2231 bekräftigt hatte.

Beck erinnert Altmaier und Gabriel in seinem Schreiben „an meine grundrechtlich garantierten Informations- und Kontrollrechte“ als Abgeordneter des Bundestages. Und er bittet um eine Antwort „spätestens innerhalb einer Woche“. Beck ist auch nicht einzige, den die Aktivitäten des Iran beunruhigen. Israels Botschafter in Berlin, Yakov Hadas-Handelsman, sagte vergangenen Montag dem Tagesspiegel, „wir sind überzeugt, dass die deutschen Behörden die von ihnen festgestellten illegalen Aktivitäten mit allen erforderlichen Maßnahmen verfolgen werden“. Das ist der diplomatisch verpackte Hinweis auf die Erwartung Israels, dass die Bundesrepublik die iranischen Atomspione stoppt. Der Botschafter betonte denn auch, „mit Blick auf den Atomdeal mit Iran sehen wir einmal mehr unseren Verdacht bestätigt, der auch von deutscher Seite geteilt wird: es reicht nicht, dem Regime in Teheran zu vertrauen“. Die Bundesrepublik steht in besonderem Maße in der Pflicht, die iranischen Aktivitäten unter die Lupe zu nehmen. Das Nuklearabkommen mit dem Iran hatte neben den fünf Veto-Mächten des UN-Sicherheitsrats auch Deutschland unterschrieben. Und Deutschland vertritt vehement das Existenzrecht Israels. Eine iranische Atombombe hingegen wäre für den jüdischen Staat eine tödliche Gefahr.

_____

Time am 8. Juli 2016

_____

1) http://www.tagesspiegel.de/politik/bundesregierung-reagiert-auf-verfassungsschutz-merkel-iran-entwickelt-sein-raketenprogramm-weiter/13848110.html

Schafe wählen als Chef Wolf

7. Juli 2016

Hussein

Was an dem Typ ist eigentlich schwarz
außer ggf. seiner Seele?

Die Amerikaner haben einen mutmaßlichen Mohammedanisten und Feind ihrer offenen Gesellschaft zweimal zu ihrem Präsidenten gewählt. Es sieht so aus so, als ob er mit seinem Zerstörungswerk recht weit gekommen ist.

Die grün-roten Nazislahmkriecher in Deutschland wollen gemäß diesem Vorbild den ebenso leidenschaftlichen wie perfiden Dekonstrukteur des Christentums und nazislahmischen Agenten Navid Kermani, von dem in der MoT schon oft die Rede war, in das höchste (!) deutsche Amt heben.

Lesen Sie einen Bericht von Stephan-Andreas Casdorff vom „Tagesspiegel“ (1).

_____

Bundespräsident Navid Kermani wäre
für Rot-Rot-Grün erste Wahl

Bei SPD, Linken und Grünen hat die Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten begonnen. Auch Altkanzler Schröder mischt mit.

Soll mal keiner glauben, die Drähte glühten nicht. Rotglühend sind sie schon, die zwischen Rot, Rot, Grün, um einen gemeinsamen Bundespräsidenten zu finden, mindestens einen gemeinsamen Kandidaten. Wäre das ein Signal!

Kermani

Auch ein Schwarzer

Es wäre geradezu ein Wendesignal, und deshalb ist ernst zu nehmen, was geschieht. Was geschieht: Nicht in aller Öffentlichkeit gehen die Protagonisten aufeinander zu. Nur vereinzelt dringt etwas nach außen, nur zwitschernd oder in einzelnen Sätzen. Da twittert also Dietmar Bartsch, der Linken-Fraktionschef im Bundestag, als Antwort auf die Piraten: „Runde Sache: #R2G + @Piratenpartei für Bundespräsident, der für „indiv. Freiheit & soziale Errungenschaften“ steht.“ Was da alles schon drinsteht! Oder Thomas Oppermann, der Fraktionschef der SPD im Bundestag, sagt im Fernsehen, dass über das Thema Bundespräsident natürlich mit den anderen Parteien gesprochen werden müsse. Sagt er mal eben so!

Was sagt die Tugendtafel des Aristoteles (auch eine Art Politiker) unter „Wahrhaftigkeit“? Alles, was du sagst, muss wahr sein, du musst nur nicht alles sagen. Was also Oppermann nicht sagt: Gesprochen wird, gerne mit Grünen-Parteichef Cem Özdemir, mit Linken-Fraktionschef Bartsch, mit SPD-Chef Sigmar Gabriel auch, logischerweise. Bartsch spricht auch schon von einer „runden Sache“.

Mohammed

„Verstümmelung der Verfassung“

Wer aber rundet die Sache nun ab, welcher Kandidat? Nach Lage der Dinge kann es nur ein Parteiloser sein – und der heißt: Navid Kermani!

Der Kandidat: 1967 in Siegen geborener schiitischer Moslem, deutsch-iranischer Schriftsteller, habilitierter Orientalist, vielfach ausgezeichnet. 2015 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Und am 23. Mai 2014 hielt Kermani die Festrede anlässlich der Feierstunde des Bundestags zum 65. Jahrestag des Grundgesetzes. Umjubelt bei den einen, bei Rot-Rot-Grün, umstritten bei den anderen. Unvergessen seine Worte zur Einschränkung des Asylrechts. Die ist für ihn eine „Entstellung“, eine „Verstümmelung“ der Verfassung. Was die Konservativen aber mit ihm versöhnen könnte: Kermani will den IS als die „Pol-Pot-Version des Islam“ auch militärisch stoppen.

Einen soll die Aussicht auf diesen Präsidenten(-kandidaten) so begeistert haben, dass er dafür zum Äußersten bereit wäre: mit Oskar Lafontaine Kaffee zu trinken. Die Rede ist von Gerhard Schröder. Und der versteht sich auf Signale der Macht.

_____

Time am 7. Juli 2016

_____

1) http://www.tagesspiegel.de/politik/bundespraesident-navid-kermani-waere-fuer-rot-rot-gruen-erste-wahl/13835246.html

Nazislahmische Mode: Foltern und Töten

6. Juli 2016

Killer

Till Fähnders berichtete heute auf „FAZ.NET“ über den altbekannten Freizeitspaß wohlhabender nazislahmisch-perverser junger Männer (1), den der Rest der Menschheit diesem Irrglauben durchgehen lässt.

_____

Attentäter von Bangladesch

Der Hip-Faktor des Tötens

Auf den Fotos, die mutmaßlich die Attentäter von Bangladesch zeigen, sind fünf breit lächelnde junge Männer zu sehen. Es sind Bilder wie aus einem Studienjahrbuch, mit dem Unterschied, dass die Männer vor einer schwarzen Flagge der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) stehen und Waffen in den Händen halten. Wie schon bei den Anschlägen vom 11. September 2001 und vielen, die darauf folgten, stammten auch die meisten der Täter von Bangladesch aus wohlhabenden Familien und waren hochgebildet.

Die 18 bis 25 Jahre alten Terroristen, die in einem Restaurant und Café in der Hauptstadt Dhaka 20 Geiseln brutal ermordet haben, sollen auf einige der besten Schulen und Universitäten des Landes gegangen sein. Einer war laut lokalen Presseberichten der Sohn eines Politikers aus der regierenden Awami-Liga. Ein anderer hatte eine Privatschule besucht und an dem Ableger einer australischen Universität in Malaysia studiert. Ein dritter hatte eine Zeit als Lehrer gearbeitet. Nur einer oder zwei der Angreifer stammten demnach aus bescheideneren Verhältnissen.

Mindestens einer dieser beiden soll auch eine Koranschule besucht haben. Bisher galten die Madrassas, unterstützt von arabischen Financiers, als Brutstätten für den Extremismus in Bangladesch – und nicht die Eliteschulen. Vor allem ärmere Familien schicken ihre Kinder dorthin, auch weil dort Bildung, Unterkunft und Versorgung umsonst sind. Die Radikalisierung junger Muslime schien in dieser Hinsicht in Bangladesch anders zu verlaufen als in Europa, wo eher junge Leute aus der Mittelschicht in den „Dschihad“ nach Syrien oder den Irak gezogen sind.

„Es ist eine Mode geworden“

Die Berichte über die Identität der Täter von Dhaka scheinen nun Sorgen zu bestätigen, wonach sich auch dort zunehmend gut situierte, moderne und hoch gebildete junge Männer den Islamisten anschließen. Die Täter waren sozial gut vernetzt, sportlich und hatten Profile bei Facebook. Auf die Frage, warum aus ihnen Dschihadisten geworden seien, sagte Innenminister Asaduzzaman Khan: „Es ist eine Mode geworden.“ Einige überlebende Geiseln hatten ihre Verwunderung darüber geäußert, dass solche „normalen“ jungen Männer zu derartig blutigen Taten fähig waren.

Vieles deutet darauf hin, dass sie unter anderem der Propaganda des IS aufgesessen sind. Einige von ihnen sollen etwa auf Twitter entsprechenden Seiten gefolgt sein. Die Fotos der lachenden Attentäter hatte die dem IS nahe stehende Agentur Amaq zuerst veröffentlicht. Zudem hatte sich die Terrororganisation schon kurz nach der Geiselnahme des Attentats selbst bezichtigt. Der „IS“ hatte zwar nur die arabischen Kampfnamen der Männer veröffentlicht. Doch sie waren schnell über die sozialen Netzwerke von Bekannten und Familienmitgliedern identifiziert worden.

Monate vor der Tat wie vom Erdboden verschluckt

Die Polizei hatte zudem Bilder ihrer Leichen herausgegeben, die sich offenbar in wenigstens vier der fünf Fälle mit den IS-Bildern deckten. Insgesamt waren zwar sechs mutmaßliche Täter getötet worden. Doch ist derzeit noch unklar, ob einer von ihnen wirklich zu den Geiselnehmern gehörte. Die Polizei teilte mit, sie habe möglicherweise versehentlich eine der Geiseln erschossen. Ein mutmaßlicher siebter Attentäter hatte überlebt und war von der Polizei festgenommen worden.

Gemeinsam war offenbar allen fünf identifizierten Tätern, dass sie in den Monaten vor dem Anschlag plötzlich verschwunden waren. Die Polizei hatte deshalb bereits in einigen Fällen vermutet, dass sie sich radikalen Islamistengruppen angeschlossen hätten. Eine Verbindung zum „Islamischen Staat“ dementierten die Behörden jedoch. Die Regierung in Bangladesch bestreitet, dass internationale Terrorgruppen im Land Anschläge planen und durchführen. Sie macht die einheimische Gruppe Jamaat-ul-Mujahedin verantwortlich. Es ist aber unwahrscheinlich, dass sie ein Attentat dieser Größenordnung ohne Hilfe von außen hätte durchführen können.

Die Geiselnehmer hatten am Abend ein Restaurant mit Café im beliebten Diplomatenviertel Gulshan gestürmt. Sie trennten ihre Geiseln in Bangladescher und Ausländer. Die meisten Ausländer wurden schon binnen der ersten Stunden mit Messern und Macheten brutal gefoltert und hingerichtet. Auch zwei Bangladescher waren unter den Opfern. Die Welt der reichen Einheimischen und weltgewandten Ausländer war den Tätern nicht fremd. Einige sollen sogar früher zu den Besuchern des Restaurants gehört haben.

Universität, Privatschule, Unternehmersohn

Als Wortführer der Attentäter wurde der 22 Jahre alte Nibras Islam identifiziert. Er wurde auf dem Foto von Mitstudenten der elitären North South University in Dhaka erkannt. Zuvor hatte Nibras Islam den malaysischen Ableger der australischen Monash University besucht. Vor seinem Verschwinden soll der junge Mann sich für Fußball begeistert haben und in den sozialen Netzwerken Fan-Artikel über eine indische Schauspielerin veröffentlicht haben.

Zwei Attentäter, Mir Samih Mubashir und Rohan Imtiaz, waren ehemalige Schüler einer englischsprachigen Privatschule in Dhaka. Der Vater eines der beiden Männer mutmaßte in der lokalen Presse, dass seinem 18 Jahre alten Sohn das Gehirn gewaschen worden sei. „Ich habe im Herzen gespürt, dass er im Bann von jemand anderem stand“, sagte der Vater, der bei einem französischen Unternehmen arbeiten soll.

Der Vater des dritten früheren Elitestudenten, der ein früherer Politiker der Regierungspartei ist, sagte, sein Sohn sei zwar fromm gewesen. Er habe ihm so eine Tat aber nicht zugetraut. Der Vater hatte monatelang nach seinem Sohn gesucht. „Während ich ihn suchte, merkte ich, das viele andere Jungen verschwunden waren – gut ausgebildete Jungen aus gutem Hause, Kinder von Fachpersonal und Regierungsbeamten“, sagte der Vater. Nun geht die Angst um, dass noch weitere junge Männer aus diesem Milieu auf ihren Terroreinsatz warten könnten.

_____

Time am 6. Juli 2016

_____

1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/attentaeter-von-bangladesch-der-hip-faktor-des-toetens-14325558.html

Sieg des Counterjihad: Medina

5. Juli 2016

Arschlochplatz

Lang erwartet: Anschlag
auf die A*schl*chmoschee in Medina

Der Nazislahm ist die Religion Satans – des Antagonisten von Jahwe – und er muss daher vollständig dekonstruiert werden – d.h. für jeden Menschen als inakzeptable Haltung verständlich gemacht werden. Dies ist die Hauptaufgabe!

Sie wird flankiert von polizeilichen, geheimdienstlichen, militärischen und sonstigen Maßnahmen, die unsere offene und freie Gesellschaft schützen, und die die Eliminierung von nazislahmischen Gewalttätern einschließen.

Das aktuelle Attentat in Medina, der Zentrale des ruchlosen Klo H. Metzel, der zum Schaden und zur Provokation der Menschheit von Satan in die Welt gesetzt und ausgebildet wurde, ist KEINE solcher Maßnahmen.

Hier wird vielmehr die Agonie des Nazislahm deutlich, der sich aus maßloser Gier und Mangel an Opfern am Ende selbst frisst (1)

Die Orks dies selbst evident werden zu lassen, ist ein Sieg des Counterjihad.

Lesen Sie einen Artikel von Rainer Hermann von „FAZ.NET“ (2).

_____

Nicht einmal das Grab des Propheten ist dem IS heilig

Der „Islamische Staat“ erklärt nun auch Saudi-Arabien den Krieg. Mit dem Anschlag auf die Prophetenmoschee kehrt er zu den Wurzeln des wahhabitischen Islams zurück.

Die Terrorserie am vorletzten Tag des Fastenmonats Ramadan enthält das Programm des „Islamischen Staats“. An einem Tag griffen Attentäter das amerikanische Generalkonsulat in der saudischen Hafenstadt Dschidda an, eine schiitische Moschee in Qatif im Osten des Landes und danach die Prophetenmoschee in Medina. Die Ziele stehen für die Hauptfeinde der Terrororganisation: die Vereinigten Staaten in Vertretung für die westliche Welt, die schiitischen Muslime und die religiöse Praxis der meisten sunnitischen Muslime. Denn die Ideologie des IS lehnt den Bau von Moscheen über Gräbern ab.

Die große Kriegserklärung gilt jedoch dem Königreich Saudi-Arabien. Bereits in den ersten Ausgaben des IS-Propagandamagazins „Dabiq“ hatte die Destabilisierung und Eroberung von Saudi-Arabien einen breiten Raum eingenommen. Da sich die Terrororganisation den Namen „Islamischer Staat“ gab und sich ihr Anführer Kalif, Oberhaupt aller Muslime, nennen lässt, strebt sie nach der Herrschaft über die Heiligen Stätten des Islams, Mekka und Medina. Die Ideologie des IS ist auch deswegen nicht mit dem Staat Saudi-Arabien vereinbar, weil der IS ein Königreich als unislamisch ablehnt.

2500 Saudis beim IS

Der IS ist damit für Saudi-Arabien eine existentielle Gefahr. Aus keinem arabischen Land sind mehr Kämpfer für den IS nach Syrien und in den Irak aufgebrochen, als aus Saudi-Arabien. Mindestens 2500 Saudis haben sich dort dem IS angeschlossen. Ein Gesetz stellt in Saudi-Arabien die Mitgliedschaft im IS unter Strafe. Dennoch bilden sich im Untergrund Zellen. Wer als Rückkehrer oder Sympathisant des IS verdächtigt wird, wird gnadenlos verfolgt. In der saudischen Führung teilen sich die beiden Kronprinzen die beiden wichtigsten Aufgaben: Der erste Kronprinz, Muhammad Bin Nayef, ist als Innenminister für die innere Sicherheit und die Bekämpfung des Terrors verantwortlich, der zweite Kronprinz, Muhammad Bin Salman, für die großen anstehenden Wirtschaftsreformen.

Bei dem ersten Anschlag, der sich in Dschidda gegen das festungsartig gesicherte amerikanische Generalkonsulat gerichtet hatte, waren zwei Wachleute verwundet worden, der Selbstmordattentäter sprengte sich selbst in die Luft. Die Vereinigten Staaten verkörpern für die Dschihadisten den „fernen Feind“.

Wenige Stunden später handelte ein weiterer Selbstmordattentäter nach dem gleichen Muster, als er in Qatif, im Osten Saudi-Arabiens, nahe einer schiitischen Moschee den Sprengstoffgürtel auslöste. Da die Betenden die Moschee bereits zum Fastenbrechen verlassen hatten, wurde außer ihm niemand getötet, niemand wurde verletzt. Dieser Anschlag galt einem „nahen Feind“, den Schiiten.

Verstoß gegen den Monotheismus

Die Ideologie des IS verabscheut sie noch mehr als die Christen und die Juden. Denn die vom originären wahhabitischen Islam inspirierten Ideologen des IS denunzieren die schiitischen Muslime als „Polytheisten“, als „mushrikin“ oder „Beigeseller“. Denn sie sollen Ali, den Schwiegersohn des Propheten, und dessen elf Nachfolger, also die 12 Imame, als nahezu göttlich verehren. Das sei aber ein Verstoß gegen das strenge islamische Gebot des Monotheismus, den tauhid.

Daher haben sich seit 2014 die meisten Terroranschläge des IS auf saudischem Boden gegen Moscheen der Schiiten in der ölreichen Ostprovinz Saudi-Arabiens gerichtet, wo die Schiiten eine Mehrheit stellen. Zuletzt hatten im Januar jedoch Betende einen Attentäter in al Ahsa überwältigt, der in der Moschee schießen wollte. Im vergangenen Oktober hatte ein Bewaffneter fünf Moscheebesucher erschossen, bevor er getötet wurde. Am 7. August 2015 verschaffte sich ein Selbstmordattentäter des IS in Abha, nahe der Grenze zu Jemen, Zugang zu einem Militärkomplex und sprengte sich dort in die Luft. Nach diesem Terroranschlag, bei dem 15 Militärangehörige getötet wurden, hat Saudi-Arabien seinen Kampf gegen den IS ausgeweitet.

Ein Schock war nun für die muslimische Welt, als ein Selbstmordattentäter sich in Medina vor der Prophetenmoschee, dem zweitheiligsten Ort des Islams, in die Luft gesprengt und dabei vier Sicherheitsleute getötet und fünf weitere verletzt hat. Er hatte sich von einem der vielen Parkplätze um den weitläufigen und gut gesicherten Komplex genähert. Augenzeugen zufolge habe er dem Sicherheitspersonal an einem Kontrollpunkt angeboten, mit ihnen das Fasten zu brechen. Als sie misstrauisch geworden seien, habe der Angreifer den Sprengstoffgürtel gezündet.

Muhammad und direkte Nachfolger in Prophetenmoschee begraben

Die saudischen Behörden identifizierten den Attentäter als einen pakistanischen Staatsbürger, der seit 12 Jahren in Saudi-Arabien gelebt und als Fahrer gearbeitet habe. Wenig später betete der Gouverneur der Provinz, Faisal Bin Salman Al Saud, ein Sohn des Königs, in der Prophetenmoschee, um den mehreren zehntausend muslimischen Gläubigen, die sich in der Moschee aufgehalten haben, ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.

In der Prophetenmoschee sind der im Jahr 632 verstorbene Muhammad sowie seine zwei direkten Nachfolger, die Kalifen Abu Bakr und Omar, bestattet. In unmittelbarer Nähe befindet sich der al Baqi genannte Friedhof, auf dem zahlreiche Gefährten Muhammads begraben liegen. Das Grab Muhammads wurde bereits im siebten Jahrhundert überbaut, und auch auf dem Friedhof Baqi entstanden in der Folge zahlreiche Kuppelbauten.

In Frage gestellt wurde diese Überbauung der Gräber erst vom späten 18. Jahrhundert, als in Zentralarabien der Reformtheologie Muhammad Ibn Abdalwahhab (1703 bis 1792) eine puritanische Auslegung des Islams entwickelt hat. Sie konnte sich auf der Arabischen Halbinsel durchsetzen, weil dieser Ibn Abdalwahhab eine Allianz mit dem noch unbedeutenden Haus Al Saud, einging. Dabei legitimierte Ibn Abdalwahhab die politische Herrschaft des Hauses Al Saud, das im Gegenzug das neue Islamverständnis von Ibn Abdalwahhab verbreitete. Dessen Anhänger nannten sich „die strengen Monotheisten“, al Muwahiddun. Durchgesetzt hat sich für sie jedoch, in Anlehung an ihren Gründer, der Begriff Wahhabiten.

Einen bedingungslosen Monotheismus herstellen

Die heutigen Dschihadisten des IS kehren zur ursprünglichen Lehre des Ibn Abdalwahhab zurück. Der hatte im 18. Jahrhundert beklagt, dass sich die Bewohner der Arabischen Halbinsel von der ursprünglichen Reinheit ihrer Religion weit entfernt hätten, er forderte eine umfassende Reform des Islams. Er wollte einen bedingungslosen Monotheismus, den „tauhid“, herstellen.

Aus diesem Grund lehnte er die als übertrieben empfundene Verehrung Muhammads ebenso ab wie auf den Friedhöfen die Verehrung der Heiligen und deren Gräber. Das sei „Polytheismus“ (schirk) und somit der größte Frevel gegen das Bekenntnis zur Einheit Allahs, urteilte Ibn Abdalwahhab. Eine „unerlaubte Neuerung“ (bidaa) war ihm sogar, wenn bekannt war, wo ein Leichnam bestattet wurde. Saudische Könige werden daher bis heute an einem unbekannten Ort in der Wüste beigesetzt.

Bereits zu Lebzeiten von Ibn Abdalwahhab wurden Gräber zerstört. So hatte er selbst veranlasst, dass das Grab des Prophetengenossen Zaid Ibn al Chattab, der 633 in Zentralarabien starb, und die darüber gebaute Moschee zerstört werden. Er begründete seinen Vandalenakt damit, dass Grab und Moschee Pilger angezogen hätten.

Ein Politikum wurde die Zerstörung von Gräbern aber erst, als das die vom wahhabitischen Islam beseelten Krieger des Hauses Al Saud das in den Jahren 1803 bis 1805 sowie 1924 und 1925 auch an heiligen Stätten wie Mekka und Medina sowie im südirakischen Karbala praktizierten, wo der dritte Imam der Schiiten begraben liegt, Ali. Innerhalb des sunnitischen Islams regte sich massiver Widerstand gegen den neuen wahhabitischen Islam, als Saudis und Wahhabiten kurz nach ihrer ersten Eroberung von Medina das Grab von Muhammad plünderten.

Plünderung löste Diskussion in der sunnitischen Welt aus

Einige Historiker datieren das Ereignis auf das Jahr 1806, andere auf das Jahr 1809. Quellen waren damals Pilger, die aus der ganzen islamischen Welt nach Mekka und Medina pilgern wollten, von den neuen Machthabern dort aber daran gehindert wurden. Sie berichteten, dass wahhabitische Eiferer das Grab geöffnet hätten und dass sie die Wertgegenstände – darunter Edelsteine und Gold – als Beutegut an sich gerissen und auch verteilt hätten. Die Frevler hätten ihre Untat damit gerechtfertigt, dass Muhammad dieser Gaben als Lebender nicht bedurft habe und danach auch nicht als Toter im Jenseits.

Die Plünderung des Prophetengrabs, also jenes Ort, dem der Terroranschlag galt, hatte damals in der sunnitischen Welt eine lebhafte Diskussion ausgelöst, ob diese Wahhabiten überhaupt Muslime sein könnten – ebenso wie heute die meisten Muslime in Abrede stellen, dass sich die Kämpfer des IS noch auf dem Boden des Islams befänden. Lange hatte Plünderung des Prophengrabs der Anerkennung Wahhabiya durch den sunnitischen Islam im Wege gestanden.

Nicht geringer als bei der Grabesplünderung von Medina waren die Klagen über die Zerstörungen an den Gräbern und den Bauten über diesen durch die Wahhabiten. So haben sie 1926 in Medina den wichtigsten Friedhof für die Schiiten, al Baqi, überhaupt zerstört. Bereits bei der ersten Eroberung von Mekka und Medina wurden dort von 1803 bis 1805 alle Grabkuppeln auf den Gräbern zerstört. Ob sich unter ihnen auch das Grab des Propheten befunden hatte, darüber schwiegen sich die Historiker aus.

1926 jedoch, als al Baqi abermals eingeebnet wurde, soll der spätere König Abdalaziz Al Saud seine Eiferer daran gehindert haben, Hand auch an der Prophetenmoschee anzulegen. Nachdem er die Arabische Halbinsel erobert hatte, musste er nun Rücksichten auf andere nehmen. Der IS aber, das zeigt der Angriff gegen die Prophetenmoschee, kehrt zu den Ursprüngen der Wahhabiya zurück.

_____

Time am 5. Juli 2016

_____

1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/12/28/guten-appetit/
2) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/der-is-erklaert-saudi-arabien-den-krieg-14325566.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Rammeltag 2016, vierte Woche

4. Juli 2016

Rammeltag4

Der Rammeltag 2016 wird als ein besonderer Rammeltag in die Geschichte des Counterjihad eingehen, denn wir beobachten zum ersten Mal seit Jahren einen RÜCKGANG der Schlachtopfer für AllaHundseingesandter. Im letzten Jahr waren es noch 2.998 gewesen (1), was einen Rückgang um über 38 Prozent bedeutet. Macht AllaHundseingesandter eine Diät?

_____

Time am 4. Juli 2016

_____

1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2015/07/19/rammeltag-2015-vierte-woche/

Aus der Hauptstadt (#26)

3. Juli 2016

Idioten

Vera Lengsfeld berichtet auf der „Achse des Guten“ über die peinliche Agitprop-Veranstaltung des Gorki-Theaters, bei der sich die syrische Schauspielerin May Skaf angeblich von Tigern zerreißen lassen wollte (1).

_____

Die Tiger-Nummer: Gibt es am Gorki-Theater intelligentes Leben?

Am Dienstag Abend sollte das lange angekündigte „kommentierte Fressen“ einer angeblichen Flüchtlingsfrau, in Wahrheit eine Schauspielerin, die seit fünf Jahren in Deutschland lebt und guten Anschluss an die linksintellektuelle Schickeria gefunden hat, stattfinden. Die libyschen Tiger, die zwei Wochen unter Missachtung aller Tierhaltungsregeln, die Zirkusdirektoren bei Androhung drakonischer Strafen einhalten müssen, zur Schau gestellt worden waren, konnten sich auf das Ende ihres Aufenthalts in einer Irrenanstalt freuen. Wenn sie eine Stimme hätten, würden sie das Publikum höchstwahrscheinlich darüber aufklären, dass sie keine libyschen Tiger sind. Mit solchen Details nehmen es die Initiatoren der Schmierenkomödie „Flüchtlinge fressen“ ohnehin nicht genau. Der zentrale Tierfutter-Experte, Philipp Ruch, ließ den Hinweis eines Zuschauers: „In Libyen gibt es keine Tiger, die gibt es nur in Asien“, jedenfalls unbeantwortet.

Es gab am Dienstag einige hundert Schaulustige, vor allem Presse, der Rest linkes Jungvolk. Ein Countdown lief. Filme über ertrinkende und leidende Flüchtlinge wurden gezeigt und wild klingende Texte verlesen, die klar machten, dass die Aktion eine Erpressung der Regierung sein sollte, die Angehörigen von bereits nach Deutschland geflohenen Syrern gefahrlos mit dem Flugzeug nach Deutschland zu holen. Die Masse des Publikums wartete zusehends genervt darauf, dass es endlich losging. Am Ende des Countdowns – man fieberte förmlich der blutigen Fressorgie entgegen, wurde der Tigerkäfig mit einer schwarzen Tafel abgedeckt. Die Zuschauer wurden vor den Theatereingang umgeleitet. Da erhob sich bereits vereinzeltes Murren.

Der Rücktritt vom Gefressen-Werden

Vor dem Theater gab es einen Auftritt der syrisch-libanesischen Schauspielerin, die nun unter vielen Tränen auf Arabisch und mit Übersetzerin erklärte, warum sie sich entgegen der Ankündigung nun doch nicht von den Tigern fressen lassen will; sie wolle dem Publikum die grausigen Bilder ersparen. Die Junglinken hatten längst das Interesse verloren und sich ihren Handys zugewandt. Während die verhinderte Tigermahlzeit vorne schluchzte, wurden die Gespräche immer lauter. Vereinzelt kamen Rufe auf, dass man sein Geld zurückhaben wolle. Als sie zum Schluss barmte, sie habe „versagt“ und übergebe deshalb ihre Rolle als den Tigern zu opfernder Mensch an das Publikum, lehnte Letzteres diese Einladung ab. Niemand meldete sich. Die angeblich vorhandenen Ersatz-Märtyrer hatten es offensichtlich vorgezogen, dieser Frage im nächstgelegenen Stehausschank entgegen zu sehen.

Das Zentrum für politische Holdseligkeit war da, zog es aber vor, nicht mit Redebeiträgen aufzutreten, sondern im Garten des Theaters an Flüchtlinge, deren Verwandte mit dem Flugzeug kommen sollten, zu einer „Diskussion“ zu übergeben. Dabei beklagte einer, dessen Familie wegen der Absage von airberlin nicht nach Deutschland fliegen konnte, dass er nicht zur Hochzeit seiner Tochter nach Syrien fliegen kann. Wie bitte? Hat man als glücklich der Hölle Entkommener wirklich den innigen Wunsch, wieder hinzureisen, um der Hochzeit seiner Tochter beizuwohnen?

Ein kleiner Schritt für airberlin, ein großer für den Restverstand in diesem Land

Inzwischen hatte sich das verhinderte Fressopfer so weit von ihrer tränenreichen Abschiedsvorstellung erholt, dass sie lachend und scherzend mit Intendantin Shermin Langhoff plaudern konnte. Spätestens an dieser Stelle sollte dem Letzten klar geworden sein, dass es gar nicht um die Situation der Flüchtlinge ging, sondern um eine PR-Aktion für die Zugewinn-Gemeinschaft Ruch & Co (mit beschränkter Haftung). Ein bischen mager war die Sache auch deshalb, weil die angekündigte Landung des von airberlin gecharterten Flugzeugs mangels vorherigem Start leider ausfallen musste. Nachdem der Fluggesellschaft klar geworden war, dass sie von den Initiatoren belogen worden ist, weigerte sie sich, den Flug durchzuführen. Ein kleiner Schritt für airberlin, ein großer für den Restverstand in diesem Land.

Zum Schluss bleibt die Frage, was dieses Manifest des Wahnsinns gekostet hat und vor allem, wer das bezahlt hat. Im „Impressum“ tauchten mehrere Organisationen auf: Das Zentrum für politische Schönheit, eine Guerilla Foundation Act.Affect.Change, die Rudolf Augstein-Stiftung und das Gorki-Theater. Aber wer finanziert das als Kooperationspartner das Zentrum für politische Schönheit? Es besteht der Verdacht , dass die medienwirksame versuchte Erpressung des Rechtsstaates zu beträchtlichen Teilen aus Steuermitteln bezahlt wurde. Könnte man diese Mittel nicht unter Umständen in die Förderung wirklicher Flüchtlinge und Hilfsbedürftiger leiten?

Ruch & Co haben eine Stück á la „Des Kaisers neue Kleider“ aufgeführt, aber es war niemand da, der rief: „Der Ruch ist nackt!“. Dabei hätte die Scharade von Anfang an durchschaut werden können. Zu den abendlichen Diskussionen wurden mit einer Ausnahme nur Befürworter eingeladen. Als dann doch ein Gegner auf das Podium gebeten wurde, war das offensichtlich nur, um ihn zu diskreditieren. Herr Ruch stand auf und brüllte in den Saal, dass der Diskutant eine rechtsradikale Mutter hätte.

Wer nicht Herrn Ruchs Meinung ist, hat eine gefährliche Mutter

Das ging selbst dem dezidiert linken Publikum zu weit. Ruch musste sich wieder setzen und sich anhören, dass es so nicht ginge. Zu offensichtlich war, dass, wer so agiert, nicht an Diskussion interessiert ist, sondern am Meinungsmonopol, das mit allen Mitteln aufrechterhalten werden soll. Um von Ruch als rechtsradikal diffamiert zu werden reicht es schon, wenn man sich gegen die Instrumentalisierung des Flüchtlingselends für PR-Zwecke ausspricht. Mit Demokratie hat das nichts zu tun. Da das Millionärssöhnchen Jacob Augstein zur Mit-Finanzierung der Aktionen von Ruch & Co aufgeschwungen hat, trifft der Schwachsinn in dieser Beziehung wenigstens keinen Armen. Eine bessere Verwendung für seinen Erbteil ist ihm offenbar nicht eingefallen. Die Menschheit sieht wohl weiteren segensreichen Vorstellungen dieser Koalition gut versorgter Patienten entgegen.

_____

Time am 3. Juli 2016

_____

1) http://www.achgut.com/artikel/ein_ruch_loser_rohrkrepierer

Aus der Hauptstadt (#25)

2. Juli 2016

Ork-Hure

Johannes C. Bockenheimer, Christian Böhme und Frank Jansen berichteten im Berliner „Tagesspiegel“ über den nazislahmischen Judenhassertag und den damit verbundenen nazislahmischen Aufmarsch, der heute stattfindet (1).

_____

Muslime und Antisemitismus in Berlin

Am Al-Quds-Tag ist Hetze gegen Juden normal

Parolen gegen Israel und Solidarität mit der Hisbollah: Die „Al-Quds“-Demos zeigen, dass der Hass auf Juden unter Muslimen kein Randphänomen ist. Unter Berliner Juden steigt derweil die Verunsicherung.

Hassparolen gegen Israel und Solidaritätsbekundungen für die Terrororganisation Hisbollah: Wenn am Sonnabend hunderte Demonstranten anlässlich des „Al-Quds“-Tages über den Kurfürstendamm ziehen, muss mit antisemitischen Vorfällen gerechnet werden – mal wieder. Denn die Verunglimpfung des Judenstaates als „Kindermörder“ oder „rassistisches Gebilde“ gehört seit vielen Jahren zum festen Repertoire der Demonstranten.

Unter Berlins Juden wird dem Aufmarsch daher mit Sorge entgegengesehen. „Wir erwarten eine klare Ansage seitens unserer Gesellschaft und Politik, dass Antisemitismus weder offen noch unter dem Deckmäntelchen religiöser Lehren oder politischer Kämpfe toleriert wird“, sagt etwa Sergey Lagodinsky, Mitglied der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin.

In Berlin gibt es die Aufmärsche seit 1996 und sie sorgen mittlerweile auch über die Stadtgrenzen hinaus für scharfe Kritik. Zentralratspräsident Josef Schuster nannte es eine „Schande“, dass Berlin den Raum für eine derartige Veranstaltung lasse. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, fordert sogar ein Verbot des Aufzugs. Nach ihrer Auffassung hat sich ohnehin in den vergangenen Jahren gezeigt, wie sehr sich die offene und aggressive Judenfeindlichkeit in Deutschland verbreite. „Und es besteht die Gefahr, dass in großem Maße weiterer Judenhass importiert wird.“ Deshalb erwartet auch die frühere Zentralratspräsidentin ein konsequentes Durchgreifen von allen, „die es mit der Solidarität mit Israel ernst meinen“.

Muslim-Verbände scheuen klare Worte

Klare Stellungnahmen von muslimischen Verbänden in Sachen Al-Quds-Tag sind dagegen rar. Kurz bevor die Israel-Feinde 2014 in Berlin auf die Straße gingen, rief die Generalsekretärin des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Nurhan Soykan, zu Mäßigung auf und monierte „niveaulose“ Parolen. Aber sie betonte auch, dass man Verständnis dafür haben müsse, wenn gerade junge Leute ihrem Ärger über Israels Bombardierungen Luft machten. Damals herrschte Krieg zwischen dem jüdischen Staat und der in Gaza herrschenden Terrororganisation Hamas.

Überhaupt scheinen sich islamische Verbände und Moscheegemeinden schwer damit zu tun, unmissverständlich Stellung gegen Antisemitismus und judenfeindliche Israel-Kritik zu beziehen. Der Islam-Experte Ahmad Mansour beispielsweise hat schon mehrfach daraufhin gewiesen, dass muslimische Organisationen im Kampf gegen Judenhass viel versäumt hätten.

Bei antisemitischer Kriminalität treten muslimische Migranten dabei nur wenig in Erscheinung – zumindest auf den ersten Blick. Von 2013 bis zum Ende des ersten Halbjahres 2015 hatte die Berliner Polizei 37 Fälle antisemitischer Delikte registriert, bei denen Ausländer – das müssen nicht nur Muslime sein – als Täter ermittelt oder zumindest verdächtigt wurden. Bei fünf Fällen handelte es sich um gewaltsame Attacken. Zum Vergleich: im selben Zeitraum zählte die Polizei 409 Fälle antijüdischer Kriminalität, mit zwölf Gewaltdelikten, die rechts motivierten Tätern zugerechnet werden.

Die Zahlen entstammen der Antwort der Senatsverwaltung auf eine Anfrage des Innenpolitikers Peter Trapp (CDU). Für 2015 meldet die Polizei 24 antisemitische Straftaten (mit drei Gewaltdelikten) aus dem Bereich politisch motivierter Ausländerkriminalität – sowie 151 rechte Delikte (mit fünf Gewalttaten), die sich gegen Juden richteten.

Juden bleiben Feindbilder für Muslime

Die statistischen Angaben zur Kriminalität bilden aber nur einen Teil der Gefahr ab, die von Umtrieben muslimisch-migrantischer Judenfeinde ausgeht. Nicht zuletzt, weil vermutlich ein Teil der muslimischen Täter zwar einen Migrationshintergrund, aber auch die deutsche Staatsangehörigkeit hat. Agitation in Moscheen, im Internet und bei der öffentlichen Verteilung von Gratisexemplaren des Koran im Rahmen der salafistischen Kampagne „Lies!“ festigt gerade in jungen Köpfen antisemitische Ressentiments. Und trotz religiöser und politischer Unterschiede sind für sunnitische wie schiitische Extremisten, seien sie gewaltorientiert oder legalistisch, türkischer oder arabischer oder anderer Herkunft, „der Jude“ und der Staat Israel zentrale Feindbilder.

Der Berliner Verfassungsschutz nennt in seinen Berichten Jahr für Jahr Beispiele. So verkündete 2014 der salafistische Imam Abdallah Khalid Ismail alias „Abu Bilal“ in der Neuköllner Al-Nur-Moschee, „Oh Gott, übernimm die Angelegenheiten der zionistischen Juden, denn sie werden sich dir nicht entziehen! Verringere ihre Zahl und töte sie, einen nach dem anderen! Und verschone niemanden unter ihnen!“.

Studien verweisen auf hohe Zustimmung für antisemitische Positionen

Auch in den Wissenschaften wurde der Antisemitismus unter europäischen Muslimen längst zum Forschungsthema. So belegte eine Studie der Universität Bielefeld bereits 2010, dass der Hass auf Juden keineswegs ein Randphänomen ist. So stimmte etwa jeder fünfte arabischstämmige Jugendliche der Aussage zu „in meiner Religion sind es die Juden, die die Welt ins Unheil treiben“. Noch höher lagen die Werte beim klassischen Antisemitismus: Der Aussage „Juden haben in der Welt zu viel Einfluss“ stimmten 35, 8 Prozent der arabischen und 20,9 Prozent der türkischstämmigen zu. Bei Jugendlichen ohne Migrationshintergrund lag der Wert bei lediglich 2,1 Prozent.

Die Verunsicherung unter den Berliner Juden ist angesichts dieser Entwicklung groß. „Wir haben genug Probleme, ob an den Schulen oder auf offenen Straßen im Alltag“, sagt Lagodinsky – und fordert zugleich die Politik zum Handeln auf. „Dass solche Demonstrationen auf der zentralen Straße und in der Nähe der Gemeindeeinrichtungen stattfinden, stärkt die Verunsicherung der jüdischen Menschen. Dagegen hilft nur mehr Solidarität seitens der Zivilgesellschaft und mehr Courage seitens der Politik.“

_____

Time am 2. Juli 2016

_____

1) http://www.tagesspiegel.de/berlin/muslime-und-antisemitismus-in-berlin-am-al-quds-tag-ist-hetze-gegen-juden-normal/13819166.html

Faces of nazislam (#29)

2. Juli 2016

Um Kamel Tarayra

Dr. Ali Sina (1):

„Es gibt viele Wege zur Spiritualität. Mohammedanismus bietet keinen einzigen. Alles, was Sie zu einem besseren Menschen macht, ist ein spiritueller Pfad. Je tiefer Sie jedoch in den Mohammedanismus eintauchen, desto schwärzer wird Ihre Seele. Geboren, das Licht Gottes zu tragen, werden Sie dann böse, wenn Sie beginnen, Muhammad zu folgen. Ihre Gedanken werden dämonisch. Der Abscheu auf Ihre Mitmenschen erfüllt Ihr Herz und lässt keinen Platz mehr für Liebe. Sie werden zu einer Manifestation des Teufels. Sogar die Augen besonders frommer Mohammedanisten zeigen diese Bosheit. Erstaunlicherweise werden Menschen hässlich, wenn sie fromme Mohammedanisten werden. Ich weiß nicht, wie man das rational erklären kann, aber es ist eine beobachtbare Tatsache. Schauen Sie sich mal die Gesichter der Terroristen an. Das sind die allerfrömmsten Mohammedanisten. Oder schauen Sie sich die Gesichter von Führern mohammedanistischer Parteien an. Es gibt etwas zutiefst Böses in ihren Augen. Mohammedanismus ist ein antispirituelles Bekenntnis. Es macht Sie nicht zu einer besseren Person. Je weiter Sie ihm folgen, desto schlechter werden Sie. Es ist ein Bekenntnis, das aus Engeln Scheusale macht. Wenn ich an Satan glauben würde, würde ich sagen, dass der Mohammedanismus seine Verschwörung ist, um diese Welt zu zerstören und jeden in die Hölle zu bringen.“

Mohammed Tarayra, ein 17-jähriger Palaraber, hat heimtückisch Hallel Yaffa Ariel, ein dreizehnjähriges jüdisches Mädchen, geschlachtet. Seine Mutter Um Kamel Tarayra erklärte ihn zum „Märtyrer“, ebenso wie die Fatah von Mahmud Abbas, der regelmäßig vom Europaparlament stehende Ovationen erhält (2). Frau Taraya sieht einen Sinn darin, ein Kind zu gebären und 17 Jahre lang aufzuziehen, nur damit es ein anderes Kind tötet.

_____

Time am 2. Juli 2016

_____

1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/11/28/ali-sina-uber-spiritualitat-3
2) http://www.mena-watch.com/fatah-erkaert-den-moerder-eines-13-jaehrigen-maedchens-zum-helden/

Der Nazislahm ist eine Terror-Religion

1. Juli 2016

Orlando

Von Ruud Koopmans war in der MoT bereits zweimal die Rede (1 + 2). Heute brachte „FAZ.NET“ einen exzellenten Gastbeitrag von ihm (3).

_____

Hass in der muslimischen Welt

Der Terror hat sehr viel mit dem Islam zu tun

Auch das Attentat in Orlando sollte die Tat eines Einzeltäters sein, der die Religion nur zu seiner Rechtfertigung missbraucht – ein gängiges Erklärungsmuster. Wie glaubhaft ist es?

Wenn wir Barack Obama glauben dürfen, hat der Massenmord an 49 schwulen Männern und lesbischen Frauen in Orlando nichts mit dem Islam zu tun. In seiner Reaktion auf das Blutbad erwähnte der amerikanische Präsident das Wort „Islam“ kein einziges Mal. Stattdessen stufte er die Tat mit dem Begriff „homegrown terrorism“ als hausgemachtes Problem ein. Außerdem sei dies ein weiteres Beispiel von „Selbstradikalisierung“. Dieser Begriff, wie auch der des „einsamen Wolfes“ wird immer wieder gerne nach radikalislamischen Anschlägen benutzt und deutet sie als das Ergebnis des isolierten Werdegangs eines Individuums ohne jeden Bezug zur muslimischen Gemeinschaft.

Wenn Barack Obama und andere Mitglieder der amerikanischen Regierung den Islam in der Vergangenheit schon in Verbindung zu Terroranschlägen erwähnten, so verbanden sie dies stets mit der einschränkenden Bemerkung, dass „der“ Islam eine friedfertige Religion sei, die übergroße Mehrheit der Muslime mit dem fundamentalistischen Gedankengut nichts zu tun haben wolle und die Attentäter gar keine richtigen Muslime seien, sondern die Religion nur als Deckmantel für ihre Zwecke missbrauchten. Damit setzt die Regierung Obama auf genau die gleiche Deutung, die auch von Sprechern muslimischer Organisationen und vom sich für aufgeklärt haltenden Teil der politischen Öffentlichkeit bedient wird – nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Wie glaubhaft ist diese Deutung?

Eine Antwort auf diese Frage muss zunächst einmal Aussagen und Verhalten des Täters selbst ernst nehmen. Während seiner Tat erklärte Omar Mateen in verschiedenen Telefonanrufen seine Treue zum „Islamischen Staat“, solidarisierte sich mit den radikalislamischen Attentätern des Boston-Marathons und dem ersten amerikanischen Selbstmordattentäter in Syrien, einen Anhänger der Al-Nusra-Front, den er persönlich kannte. Beide hatten in Fort Pierce, Florida, die gleiche Moschee besucht. Auf seiner Facebook-Seite schrieb Mateen: „Die echten Muslime werden die dreckigen Wege des Westens nie akzeptieren. Ihr tötet unschuldige Frauen und Kinder durch Luftschläge. Spürt nun die Rache des ,Islamischen Staates‘.“ Er schloss sein Posting mit „Möge Allah mich akzeptieren“. Auch sein Verhalten vor dem Attentat zeigt, dass Omar Mateen ein gläubiger Muslim war. Laut Aussage seines Imams ging er drei- bis viermal in der Woche in die Moschee, das letzte Mal zwei Tage vor dem Attentat. Zweimal, 2011 und 2012, war er auf Pilgerfahrt in Saudi-Arabien – wo er womöglich mehr tat, als nur pilgern.

Nur in etwa einem Drittel der muslimischen Länder straffrei

Dennoch hatte die Gewalttat laut Mir Seddique Mateen, Omars Vater, „nichts mit Religion zu tun“, und große Teile der amerikanischen Politik und Medien sprachen es ihm nach. Als alternative Erklärung wies der Vater, selbst ein erklärter Taliban-Sympathisant, auf ein Ereignis einige Zeit vor dem Anschlag hin: Omar habe sich sehr aufgeregt, als er zwei Männer sah, die sich in der Öffentlichkeit geküsst hatten. Die Szene mag auch den Vater, selbst homophob, aufgeregt haben. Dieser hatte noch kurz vor dem Attentat auf seinem Videokanal erklärt, „dass das Schwulen- und Lesbenthema etwas ist, dass Gott in diesem Ramadanmonat bestrafen wird“.

Es ist offensichtlich, dass Omar Mateens Tat auch durch Hass auf Homosexuelle motiviert war, aber wir haben es hier nicht mit einer alternativen Erklärung zu tun, die eine religiöse Motivation ersetzen würde, wie große Teile der amerikanischen Öffentlichkeit es uns glauben lassen wollen. Im Gegenteil, Omar und sein Vater sind keine Ausnahmen: Der radikale, fundamentalistische Islam ist eng verbunden mit extremem Hass auf Homosexuelle. Vielleicht müsste man sogar sagen: Mit Ausnahme einer kleinen liberalen Minderheit ist der Islam insgesamt homophob. Klar, auch viele Christen oder Anhänger anderer Religionen lehnen Homosexualität oder doch zumindest die homosexuelle Ehe ab, aber der Homohass im Islam geht weit darüber hinaus.

Es gibt zehn Länder auf der Welt, wo das, was Omar Mateen getan hat, nämlich das Töten von Homosexuellen, offizielles Gesetz ist. Ohne Ausnahme sind diese zehn Länder, wo die Todesstrafe auf Homosexualität steht, muslimische Länder: Iran, Saudi-Arabien, Qatar, die Vereinigten Arabischen Emirate, der Jemen, Afghanistan, Sudan, Mauretanien und der islamische Norden Nigerias. Hinzu kommen noch die vom Islamischen Staat kontrollierten Teile von Syrien, der Irak und Libyen. In zwanzig weiteren muslimischen Ländern ist Homosexualität illegal. Damit steht Homosexualität nur in etwa einem Drittel der Länder der Welt, die eine muslimische Bevölkerungsmehrheit haben, nicht unter Strafe. Eine wichtige Ausnahme ist noch die Türkei, aber auch dort geraten Homosexuelle zunehmend unter Druck: Der jährliche Gay-Pride-Umzug in Istanbul wurde unlängst zum zweiten Mal verboten. Tausende Homosexuelle in islamischen Ländern haben ihre sexuellen Neigungen mit dem vom Staat oder von religiösen Schariagerichten sanktionierten Tod oder mit langen Haftstrafen bezahlen müssen. Und Millionen müssen ihre Sexualität verstecken, um dem Religionswahn nicht zum Opfer zu fallen.

Juden als beliebter Sündenbock

Auch viele Muslime, die im Westen leben, sind der Ansicht, dass Homosexualität bestraft werden sollte, wie eine jüngere Studie aus Großbritannien zeigt: 61 Prozent der dort lebenden Muslime meinen, Homosexualität sollte verboten sein. Laut einer belgischen Studie sagten mit 25 Prozent der befragten muslimischen Jugendlichen dreimal so viele wie nichtmuslimische Altersgenossen, dass Gewalt gegen Homosexuelle erlaubt sei, und zwanzig Prozent fanden es gut, dass in manchen islamischen Ländern auf Homosexualität die Todesstrafe steht. Allgemein gesprochen gilt, dass es keine andere Weltregion gibt, wo der Hass auf Andersdenkende und religiöse Minderheiten und ihre Entrechtung so tief verwurzelt sind wie in der muslimischen Welt.

Auch Antisemitismus ist leider immer noch in großen Teilen der Welt verbreitet. Eine jüngere Studie der Anti-Diffamierungs-Liga (ADL) zeigte, dass vierundzwanzig Prozent der Westeuropäer antisemitische Auffassungen teilen. Sie meinen zum Beispiel, Juden hätten zu viel Einfluss in der Weltpolitik und der Finanzwirtschaft und wären verantwortlich für die meisten Kriege in der Welt. In Osteuropa unterschreiben sogar vierunddreißig Prozent der Bevölkerung solche Meinungen. Doch in fast allen Weltregionen lehnt eine deutliche Mehrheit der Befragten Antisemitismus ab. Nur im islamischen Nahen Osten und Nordafrika ist das anders. Dort ist Antisemitismus kein Minderheitenphänomen, sondern die gesellschaftliche Norm: 74 Prozent der Bevölkerungen dieser Länder haben ein antisemitisches Weltbild. Unter den in Europa lebenden Muslimen ist die Situation nur etwas besser. Von der deutschen Bevölkerung insgesamt haben laut der ADL-Studie sechzehn Prozent ein antisemitisches Weltbild (was in etwa den Ergebnissen anderer Studien entspricht), unter den deutschen Muslimen sind es jedoch 56 Prozent. Ähnliche Zahlen nennt diese Studie für Frankreich und Großbritannien.

Juden sind ein beliebter Sündenbock in Verschwörungstheorien, die in der muslimischen Welt weit verbreitet sind. Diese kursieren nicht nur unter einfachen, ungebildeten Leuten. Der Großmufti der Al-Azhar-Universität in Kairo, die am meisten respektierte religiöse Autorität in der sunnitischen Welt, erklärte zum Beispiel 2015: „Wir sehen uns mit mächtigen internationalen Verschwörungen gegen Araber und Muslime konfrontiert, die die Gesellschaft auseinanderdividieren wollen auf eine Art und Weise, die den Träumen des neuen Weltkolonialismus entspricht, der mit dem Weltzionismus alliiert ist – Hand in Hand und Schulter an Schulter… Das Ergebnis dieser perfiden Manipulationen ist, dass der Irak verlorengegangen ist, Syrien verbrannt wurde, der Jemen zerrissen wird und Libyen vernichtet wurde. Sie haben noch vieles im Ärmel, das nur Allah wissen kann und vor dem wir bei Allah Schutz suchen.“

Nur zwei von 47 Ländern sind „frei“

Muslimische Führer und westliche Politiker reden viel und gerne über „Islamophobie“. Aber die Wahrheit ist, dass Muslime nicht nur im Westen, sondern auch in anderen Ländern der Welt, wo muslimische Minderheiten leben – etwa Ghana oder Indien –, ein Ausmaß an Gleichberechtigung genießen, von dem religiöse Minderheiten in muslimischen Ländern nur träumen können. Eine Studie von Jonathan Fox zu den Rechten religiöser Minderheiten zeigt, dass unter den zehn Prozent der weltweit am stärksten diskriminierten religiösen Minderheiten nur zwei Fälle sind, in denen Muslime von Staaten mit einer nichtmuslimischen Mehrheit unterdrückt werden: Myanmar und Russland. Dagegen gibt es vierunddreißig Fälle extremer Diskriminierung nichtmuslimischer Religionsgruppen durch einen Staat mit einer muslimischen Bevölkerungsmehrheit, darunter Christen in Saudi-Arabien, Pakistan, Afghanistan, Iran, Turkmenistan, den Malediven, den Komoren, Sudan, Brunei, Kuweit, Qatar, Ägypten, im islamischen Norden Nigerias und in der Türkei.

Die Daten stammen noch aus der Zeit vor dem Aufmarsch des „Islamischen Staates“. Seitdem sind religiöse Minderheiten in Syrien, dem Irak und Libyen ihres Lebens nicht mehr sicher. Sogar in muslimischen Ländern, wo religiöse Minderheiten in der offiziellen Gesetzgebung relativ gleichberechtigt sind, gibt es weitverbreitete und nicht selten mit Gewalt einhergehende Feindseligkeiten der muslimischen Mehrheitsbevölkerung, wie zum Beispiel in Indonesien. Während viele Muslime in nichtmuslimische Länder einwandern, wird die muslimische Welt zunehmend zu einer monokulturellen Wüste, weil Minderheiten massenhaft in die Flucht getrieben werden. Wenn es so weitergeht, ist die religiöse Säuberung des Nahen Ostens von seiner bereits stark geschrumpften christlichen Population – und das Gleiche gilt für andere nichtmuslimische Minderheiten wie die Bahai oder die Yeziden – bald vollendet.

Auch sind wohl nur an der muslimischen Welt die verschiedenen Demokratisierungswellen der vergangenen hundert Jahre vorbeigegangen. Laut dem Index politischer Rechte und bürgerlicher Freiheiten des „Freedom House Institute“ sind nur zwei von 47 mehrheitlich muslimischen Ländern als „frei“ zu bezeichnen (Tunesien und Senegal). Eine Mehrheit von 25 muslimischen Ländern ist „unfrei“, und die restlichen neunzehn Länder, darunter die Türkei, werden als „teils frei“ eingestuft. Der Kontrast zur nicht-muslimischen Welt könnte kaum stärker sein: Während nur vier Prozent der muslimischen Länder frei sind, gilt dies für 58 Prozent der nichtmuslimischen Länder der Welt; während 55 Prozent der muslimischen Länder unfrei sind, gilt das heutzutage nur noch für siebzehn Prozent der Länder ohne eine muslimische Bevölkerungsmehrheit. Ähnliches könnte man anführen für die Pressefreiheit oder die Rechte der Frau.

Die Wurzeln des Problems

Und das alles liegt nicht an der Armut, denn viele islamische Länder sind reich und es gibt viele nichtmuslimische Entwicklungsländer und Schwellenstaaten, wo Freiheit herrscht. Es liegt auch nicht an dem gerne als Ausrede herangezogenen Erbe des westlichen Kolonialismus. Der Nahe Osten ist sogar eine der Weltregionen, die am wenigsten vom westlichen Kolonialismus betroffen waren. Der westliche Kolonialismus dauerte dort keine fünfzig Jahre – nicht zu vergleichen mit den Jahrhunderten, in denen weite Teile des arabischen Raumes zum Osmanischen Reich gehörten. Iran und Saudi-Arabien, die beiden Hauptanstifter des islamischen Fundamentalismus, wurden sogar nie vom Westen kolonisiert.

Angesichts der weitverbreiteten Unterdrückung von sexuellen und religiösen Minderheiten in der islamischen Welt kann unmöglich behauptet werden, dass der Hass auf Anderslebende und Andersgläubige „nichts mit dem Islam zu tun“ habe oder dass „der“ Islam „eine Religion des Friedens“ sei. Es zeugt außerdem von einem mangelhaften Unrechtsbewusstsein, die Trommel der „Islamophobie“ zu rühren, aber zu schweigen über die viel schlimmere Phobie der muslimischen Welt gegen alles Unislamische. Es mag sein, dass das in der Vergangenheit einmal anders war, zum Beispiel in der mythischen Zeit des Al-Andalus, und man mag und soll für die Zukunft hoffen, dass irgendwann Frieden und Toleranz die islamische Welt kennzeichnen werden. Aber für das Hier und Jetzt ist die einzig richtige Analyse, dass der islamische Radikalismus leider sehr viel zu tun hat mit der Art und Weise, wie im Mainstream der islamischen Welt mit Andersdenkenden und Andersgläubigen umgegangen wird.

Um das zu ändern, ist eine Revolution des Denkens innerhalb der islamischen Welt notwendig – eine islamische Reformation, wenn man so will. Und die wird es so lange nicht geben, wie die Verneinungsthese des „Es hat mit dem Islam nichts zu tun“ und die Kultivierung der muslimischen Opferrolle die Debatte über Radikalisierung, Verfolgung und Gewalt dominieren. Nur wenn sich ein Bewusstsein dafür herausbildet, dass die Wurzeln des Problems im Mainstream des gegenwärtigen Islams liegen, ist eine Besserung möglich. Die Weigerung von Barack Obama und vielen anderen, das Problem beim Namen zu nennen, mag gut gemeint sein, aber es steht diesem Heilungsprozess nur im Wege.

_____

Time am 1. Juli 2016

_____

1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2016/05/01/im-interview-ruud-koopmans/
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2015/11/29/gefaehrlich-und-ueberfluessig/
3) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/hass-im-islam-terror-hat-mit-der-religion-zu-tun-14317475.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 32 Followern an