Unser Prinzip ist…

17. Februar 2018

… Freundschaft!

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Time am 17. Februar 2018

Completely Out Of Time

16. Februar 2018

The Bogi-Man is history now

Der Wüstensand steht ihnen schon bis zum Kinn, aber trotzdem haben die Orks keine anderen Probleme, als möglichst genau die Weisungen der abartig peinlichen und absurden 400.000 Hadithe (1) zu befolgen (2).

Lesen Sie einen Artikel von Ahmad Pathoni von der „Islamischen Zeitung“ (3).

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Indonesien: Ex-Tätowierer entfernt Muslimen die Tattoos

Acht Jahre lang hat Sandi Widodo Motive in die Haut seiner Kunden gestochen. Dann die Kehrtwende.

Ein indonesischer Tätowierer besinnt sich zurück auf seinen muslimischen Glauben – und entfernt nun Tattoos, statt sie zu stechen. Seine Dienste bietet er auch kostenlos an. Unter einer Bedingung.

Acht Jahre lang hat Sandi Widodo Motive in die Haut seiner Kunden gestochen. Dann die Kehrtwende: Der erfolgreiche Tätowierer aus Indonesien mit dem eigenwilligen Lebensstil besann sich wieder auf seinen islamischen Glauben, wie er sagt. Heute lässt er in seiner Praxis in der Gemeinde Serpong nahe der Hauptstadt Jakarta Tätowierungen von reumütigen Muslime verschwinden –und verlangt dafür wenig oder manchmal sogar kein Geld.

„Ich hatte ein etabliertes Tattoostudio, als ich anfing, mich mit Religion auseinanderzusetzen und feststellte, dass Tätowierungen haram (verboten) sind“, erklärt der 31-Jährige, der selbst kunstvolle Tätowierungen am ganzen Körper trägt, auch auf seiner linken Schläfe und seinem Hals. „Ich habe immer wieder an die Leute gedacht, die ich tätowiert habe“, sagt er. „Also entschied ich mich, sie für diejenigen zu entfernen, die ihren alten Lebensstil aufgegeben haben, bei dem – wie bei mir – oft Drogen und Alkohol mit im Spiel waren.“

2014 verkaufte Widodo seine Tätowierausrüstung und studierte in einem islamischen Internat, bevor er als gläubiger Muslim zu seinen Eltern zurückkehrte. Nachdem er einen Arzt um Rat gefragt hatte, rief er im Juli zu einer Online-Spendenaktion auf. Von dem Geld wollte er Lasermaschinen für Tattoo-Entfernungen kaufen, die umgerechnet etwa 2.500 Euro pro Stück kosten. Die Resonanz war unerwartet stark: In weniger als zwei Wochen kamen umgerechnet knapp 5.600 Euro zusammen. Dann verwandelte er sein Tattoo-Studio am Stadtrand von Jakarta in eine mit drei Laser-Apparaten ausgestattete Praxis.

Mehr als 200 Menschen haben sich bisher bei ihm ihre Tätowierungen entfernen lassen, sagt er. Darunter seien Punk-Rocker, Musiker und Gangmitglieder. „Einige meiner Freunde in der Tattoo-Branche sind meinem Vorbild gefolgt, aber es gibt auch einige, die auf Abstand gegangen sind, weil sie dachten, ich sei seltsam geworden“, sagt er.

Muslimen entfernt er Tattoos sogar kostenlos. Die Bedingung: Sie müssen 50 Koranverse auswendig lernen, die sich auf die Barmherzigkeit und Gnade Gottes beziehen. Viele im Land mit der weltweit größten muslimischen Bevölkerung halten permanente Tätowierungen im Islam für verboten. Sie argumentieren damit, dass sie unnötige Schmerzen verursachen und eine Form der Täuschung seien.

„Die Leute wollen sich ihre Tätowierungen aus vielen Gründen entfernen lassen, zum Beispiel wegen schlechten Designs oder der Unvereinbarkeit mit dem Job, aber wir helfen nur Leuten, die Reue gezeigt haben“, sagt er. Manche, die nicht genug Geld für das sichere Entfernen ihrer Tätowierungen haben, hätten sogar zu einem heißen Bügeleisen gegriffen und sich dabei schwer verletzt, erzählt er.

Laserbehandlungen zur Entfernung von Tätowierungen gelten als sicher, können aber oberflächliche Hautwunden hinterlassen. Widodo konnte sich selbst nicht alle seine Tätowierungen entfernen und hat sich bislang nur zwei Sitzungen unterzogen. „Es dauert etwa zwei Wochen, bis die Bläschen nach der letzten Behandlung verheilt sind.“.

Auf den Armen des ehemaligen Rockband-Sängers Azri Rachman sind zwischen Schädel- und Rosenbildern Porträts seiner Eltern zu sehen. Der 30 Jahre alte Vater von zwei Kindern hat zwei Sitzungen in der Praxis hinter sich. Die Musik hat er aufgegeben. Stattdessen verkauft er nun mit islamischen Botschaften bedruckte Kleidung. Mit Bart, Brille, einem weißen Hemd mit der Aufschrift „I don’t follow trends“ (Ich folge keinen Trends) und einer knöchellangen Hose sieht er eher wie ein Hipster aus.

Ahmad Zaki ist ein Sozialarbeiter, der eine gemeinnützige Gruppe namens Punk Muslim gegründet hat. Sie betreiben eine mobile Praxis, die ebenfalls denjenigen ihre Tätowierungen entfernt, die ihren Weg zurück zur Religion gefunden haben. „Eine Tätowierung ist eine Sünde, die sichtbar ist, bis man stirbt. Es sei denn, man entfernt sie“, sagt Zaki bei einer Veranstaltung zur Entfernung von Tattoos in einer Moschee in Purwakarta, etwa 100 Kilometer östlich von Jakarta. „Man muss es nicht entfernen, wenn es schon da ist, denn Gott verzeiht alles, aber es ist besser, wenn man es macht.“

Andini Erisa gehört zu den neun Frauen, die bei der Veranstaltung in der Moschee in Purwakarta dabei sind. Sie wollte einen Stern auf dem rechten Arm und einen Ring um ihren Fußknöchel loswerden, erzählt die 22-Jährige. „Ich werde nächstes Jahr heiraten“, sagt sie. „Ein dreijähriges Mädchen sagte mir einmal, dass sie ein Tattoo wie meins haben wolle, weil es schön sei. Ich will nicht, dass meine zukünftigen Kinder das tun, was ich getan habe.“

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Time am 16. Februar 2018

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1) http://www.masjidtucson.org/publications/books/sp/2006/jul/page4.html
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/02/22/milieustudien-5-die-asselbande/
3) https://www.islamische-zeitung.de/indonesien-ex-taetowierer-entfernt-muslimen-die-tattoos/

RnR for President

15. Februar 2018

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Time am 15. Februar 2018

Osteuropa koppelt sich ab

15. Februar 2018

Lesen Sie einen Artikel von „FAZ.NET“ (1).

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„Europa nimmt die Verteidigung auf die leichte Schulter“

Polens Regierungschef Morawiecki kritisiert die seiner Meinung nach zu niedrigen Verteidigungsausgaben anderer EU-Staaten. Deutschland wirft er indirekt vor, den Zusammenhalt der Nato zu riskieren.

Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat Deutschland und anderen EU-Mitgliedern leichtfertigen Umgang in Sicherheitsfragen vorgeworfen. „Bisher nimmt Europa die Verteidigung auf die leichte Schulter und lebt unter dem Schirm der Pax Americana. Aber auch für Europa gilt das Sprichwort: Wenn du den Frieden willst, rüste dich für den Krieg“, sagte Morawiecki der Tageszeitung „Die Welt“ vom Donnerstag.

Der neue polnische Ministerpräsident wird an diesem Freitag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit militärischen Ehren empfangen.

Morawiecki warf Deutschland, ohne es direkt beim Namen zu nennen, weiterhin vor, den Zusammenhalt der Nato zu riskieren. „Wer gefährdet den Zusammenhalt: Derjenige, der sagt, es müssten alle zwei Prozent für die Verteidigung ausgeben, damit es Solidarität gibt? Oder der Schwarzfahrer, der nur ein Prozent ausgibt, aber unter dem Schutzschirm lebt? Der Schwarzfahrer gefährdet die Einheit des Westens“, sagte Morawiecki.

Der polnische Ministerpräsident bezog sich dabei auf die Forderung von Amerikas Präsident Donald Trump, dass alle Nato-Mitglieder ihre Militärausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen. Polen hat im Gegensatz zu Deutschland diesen Wert erreicht.

Morawiecki äußerte völliges Unverständnis, dass heute viele Deutsche Russland unter Präsident Wladimir Putin mehr vertrauten als den Vereinigten Staaten unter Trump: „Da kann ich mir nur an den Kopf fassen und schreien: Rette sich, wer kann! Da wird die Welt auf den Kopf gestellt.“

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Time am 15. Februar 2018

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/polen-kritisiert-eu-verteidigungspolitik-15449733.html

Die Hölle ist nicht der schlechteste Platz

14. Februar 2018

Khaled Abu Toameh berichtete bei „Audiatur“ über das Palli-Lager Jarmuk in Syrien (1).

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Palästinenser: Die Gräueltaten, über die niemand spricht

Ein palästinensisches Flüchtlingslager befindet sich seit über 1.660 Tagen im Belagerungszustand. Hunderte Lagerbewohner wurden getötet, Zehntausende waren gezwungen, aus ihren Häusern zu fliehen. Diejenigen, die im Lager blieben – in erster Linie alte Menschen, Frauen und Kinder – leben unter unbeschreiblichen Hygienebedingungen und sind gezwungen, verunreinigtes Wasser zu trinken.

Über 200 Palästinenser aus dem Lager, das seit 2013 belagert wird, starben aufgrund von Nahrungsmangel oder fehlender medizinischer Versorgung. Die Bedingungen im Flüchtlingslager sind in jeder Hinsicht grauenvoll.

Warum haben die meisten von uns nie etwas von den haarsträubenden „Lebens“-Bedingungen gehört, die in diesem Lager herrschen? Weil es nicht im Westjordanland oder dem Gazastreifen liegt.

Das Lager heißt Jarmuk und es befindet sich rund fünf Meilen entfernt von der syrischen Hauptstadt Damaskus. Mehr als 100.000 Palästinenser lebten 2011, vor Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien, in dem 2,11 Quadratkilometer großen Lager Jarmuk. Ende 2014 war die Zahl der Bewohner des Flüchtlingslagers auf 13.000 gesunken.

Seit 2012 war das Lager Schauplatz intensiver Kämpfe zwischen diversen Parteien: der syrischen Oppositionskräfte, der syrischen Armee und ihren Verbündeten im Generalkommando der Volksfront für die Befreiung Palästinas (Popular Front for the Liberation of Palestine – General Command, PFLP-GC), einer palästinensischen Terrororganisation unter Führung von Ahmed Gibril und dem Islamischen Staat (IS).

2015 gelang es dem IS, trotz der Belagerung durch die syrische Armee und die palästinensische Terrororganisation PFLP-GC, die Kontrolle über grosse Teile des Lagers von Jarmuk zu übernehmen.

Das Leben der palästinensischen Bewohner des Flüchtlingslagers wurde zur reinen Hölle.

Das heißt jedoch nicht, dass die Zustände im Lager vorher gut gewesen wären. Zeitweise bombardierten die syrische Armee und das PFLP-GC Häuser und Schulen mit schwerer Artillerie. Dabei wurden unzählige Bewohner, darunter Frauen und Kinder, getötet.

Die syrische Armee und ihr Erfüllungsgehilfe, die palästinensische Terrororganisation, umgeben das Lager von allen Seiten und verhindern so, dass Nahrungsmittel und Medikamente hinein gelangen können. Innerhalb der Lagergrenzen begeht der IS nahezu täglich Gräueltaten an den Bewohnern.

So schleppten zum Beispiel letzte Woche IS-Terroristen zwei palästinensische Männer auf einen öffentlichen Platz und exekutierten sie vor den Augen der fassungslosen Einwohner. Die beiden Männer wurden identifiziert als Ramez Abdullah und Bashar Said. Abdullah wurde in den Kopf geschossen, während man Said in gewohnter IS-Manier die Kehle aufschlitzte.

Ein „Gericht“ des IS hatte die beiden Männer der Spionage für das PFLP-GC und Aknaf Beit Al-Makdis („Unterstützer Jerusalems“), eine palästinensische Rebellengruppe, die innerhalb des Lagers von Jarmuk gegen den IS kämpft, für schuldig befunden.

Derartige öffentliche Hinrichtungen sind in den Straßen Jarmuks bei weitem nichts Ungewöhnliches.

Im Februar 2107 exekutierte der IS den Lagerbewohner Mohammed Attiyeh. Einen Monat später wurden weitere vier Palästinenser von der Terrororganisation hingerichtet. Im Juli des gleichen Jahres exekutierte der IS den palästinensischen Jugendlichen Mohammed Elayan, nachdem man ihn verurteilt hatte, weil er verletzten Kämpfern einer Anti-IS-Gruppierung geholfen hatte.

Vor wenigen Tagen verhafteten IS-Terroristen eine Frau, weil sie sich an einem Kontrollpunkt geweigert hatte, sich einer Leibesvisitation zu unterziehen. Lagerbewohner sagen, sie fürchten nun um das Leben der Frau, deren Identität nicht näher bezeichnet wurde. Ihr Schicksal wird vermutlich nicht besser sein als das der unzähligen Lagerbewohner, deren Verbleib nach ihrer Verhaftung durch den IS bis heute ungeklärt ist.

Als ob dies nicht genug wäre, berichten Quellen innerhalb des Lagers, dass die IS-Terroristen auch Lebensmittel aus Läden und Privathäusern beschlagnahmen.

Nach Auskunft der Aktionsgruppe für Palästinenser in Syrien hält der IS darüber hinaus auch weiterhin Kranke davon ab, das Lager zur medizinischen Versorgung zu verlassen.

„Die humanitäre Krise im Flüchtlingslager Jarmuk hat einen neuen Höhepunkt erreicht“, berichtete die Organisation. „Der Mangel an Nahrungsmitteln und Medikamenten hat dazu geführt, dass verschiedene Erkrankungen unter den Lagerbewohnern ausgebrochen sind.“

Die Not des Lagers von Jarmuk ist ein Mikrokosmos der Tragödie, die seit Beginn des Bürgerkriegs über die in Syrien lebenden Palästinenser hereingebrochen ist.

Von der Aktionsgruppe für Palästinenser in Syrien veröffentlichte Zahlen belegen, dass seit 2011 3.645 Palästinenser getötet wurden. Unter den Opfern befinden sich 463 Frauen. Weitere 1.656 Palästinenser werden in unterschiedlichen Gefängnissen der syrischen Regierung gefangen gehalten. Unter ihnen befinden sich 105 Frauen.

Im Lager Jarmuk starben 204 Palästinenser als Folge fehlender Nahrung und Medikamente. Seit mehr als 1.237 Tagen gibt es kein fließendes Wasser mehr im Lager Jarmuk. Auch in einem weiteren palästinensischen Flüchtlingslager, Dera‘ah, gibt es seit 1.398 Tagen keine Wasserversorgung mehr.

Insgesamt flohen seit Beginn des Bürgerkriegs mehr als 85.000 Palästinenser aus Syrien nach Europa. Weitere 30.000 fanden Zuflucht im Libanon, während 17.000 Palästinenser nach Jordanien, 6.000 nach Ägypten und 8.000 in die Türkei auswanderten.

Nach einem weiteren Bericht wurden auch im Januar 2018 wieder 11 Palästinenser in Syrien getötet. Zehn von ihnen wurden bei einem Gefecht zwischen den Konfliktparteien erschossen, ein weiterer starb an den Folgen der Folter in einem syrischen Gefängnis.

Warum ist es überhaupt nötig, die Welt an das Leid der Palästinenser in Syrien zu erinnern? Weil die Gräueltaten, die an den in Syrien oder anderen arabischen Staaten lebenden Palästinensern begangen werden, der internationalen Gemeinschaft und den pro-palästinensischen Organisationen rund um den Globus offensichtlich gleichgültig sind, da sie nicht von Israel verübt werden.

Auch die Apathie der Führung der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah, deren Vertreter ‚wichtigere Dinge‘ im Kopf haben, ist nach wie vor schwer zu verstehen.

Während sein Volk getötet wird, verhungert, man es vertreibt und ihm medizinische Versorgung in Syrien verwehrt, scheint der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, eher darüber besorgt zu sein, dass US-Präsident Donald Trump vor kurzem Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannte.

Die kleinen Scharmützel mit der US-Regierung haben sich mittlerweile zu einem täglich praktizierten Nationalsport Abbas‘ und seiner führenden Regierungsvertreter in Ramallah entwickelt. Es vergeht kaum ein Tag ohne eine Stellungnahme der Palästinensischen Autonomiebehörde, in der die Palästinenser-Politik Trumps und seiner Regierung aufs Schärfste verurteilt wird. Wenn es jedoch um das Leiden der Palästinenser in Syrien geht, schweigt Ramallah.

Palästinenserführer, die regelmäßig Zusammenkünfte in Ramallah abhalten, ignorieren schlichtweg die Gräueltaten, die ihr Volk in den arabischen Ländern, insbesondere in Syrien, erleiden muss. Stattdessen verbringen diese Führer den Großteil ihrer Zeit damit, Stellungnahmen zu veröffentlichen, in denen sie den israelischen Siedlungsbau und die Trump-Regierung verurteilen – als ob die Palästinenser nicht zu Tausenden in einem arabischen Land getötet würden.

Der 82-jährige Abbas hat inzwischen deutlich gemacht, wo seine Prioritäten liegen. Anstatt nach Möglichkeiten zu suchen, seinem Volk in Syrien und dem Gazastreifen zu helfen, wo sich Krankenhäuser einer tödlichen Kraftstoff- und Medikamentenknappheit gegenüber sehen, gab er 50 Millionen USD für den Kauf eines „Präsidenten-Flugzeugs“ aus.

Das Geld, welches Abbas für das neue Flugzeug ausgab, hätte Tausenden von Palästinensern in Syrien und dem Gazastreifen das Leben retten können.

Das hat Abbas jedoch herzlich wenig interessiert. Seiner Ansicht nach sind die Bedürfnisse seines Volkes etwas, das in der Verantwortung der Welt liegt.

Er will, dass jeder – außer ihm selbst – auch weiterhin finanzielle Hilfen an die Palästinenser leistet. Eine Rede vorm EU-Parlament oder der UN-Generalversammlung zu halten hat für ihn jederzeit Vorrang vor den Palästinensern, die aus Mangel an Medikamenten und Lebensmitteln sterben. Mit Anführern wie diesem brauchen die Palästinenser keine Feinde.

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Time am 14. Februar 2018

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1) http://www.audiatur-online.ch/2018/02/13/palaestinenser-die-graeueltaten-ueber-die-niemand-spricht/

 

Je – desto

13. Februar 2018

Je stärker die USA sind, desto stärker sind die offenen Gesellschaften auf diesem Planeten!

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Time am 13. Februar 2018

Ihr Hass macht SIE kaputt

13. Februar 2018

Lesen Sie einen Artikel von Howard Feldman von „mena-watch“ (1).

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Die Wasserkrise in Kapstadt – mit stolzer Unterstützung von BDS

Kapstadt 2018 ist das, was passiert, wenn sich eine Stadt mehr Gedanken um Politik macht als um ihre Bürger. Kapstadt 2018 ist das, was passiert, wenn der Staat der Lokalregierung zeigen will, wer das Sagen hat. Kapstadt 2018 ist das, was passiert, wenn die Lokalregierung nicht ausreichend ausgestattet ist, um eine echte Krise zu bewältigen. Und Kapstadt 2018 ist das, was passiert, wenn die Kommunikation zusammenbricht – mit einem ohrenbetäubenden Lärm, sodass sich niemand mehr verständigen kann.

Kapstadt 2018 ist außerdem das, was passiert, wenn wichtige lebensrettende Lösungen wegen der Israelboykott-Bewegung „Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“ (BDS) und wegen Antisemitismus verworfen werden. Kapstadt wird die erste Metropole sein, der das Wasser ausgeht. Die Stadt erlebt derzeit die schlimmste Dürre ihrer Geschichte. Die Bewohner werden gebeten, pro Tag nicht mehr als 50 Liter Wasser zu verwenden – es ist jedoch unwahrscheinlich, dass dies den „Tag Null“ verhindern wird: Den Tag, an dem kein Wasser mehr aus den Hähnen fließen wird. Es ist unvorstellbar, wie wir die Ereignisse bewältigen können, die auf diesen Tag folgen werden.

Wir alle haben diesen einen Freund. Meiner schickt mir oft WhatsApp-Nachrichten, in denen einfach nur „IHEDG!“ steht. Zuerst hatte ich keine Ahnung, was er damit meinte. Aber dann habe ich es verstanden – „Ich habe es doch gesagt“ (er war nur zu beschäftigt, um den ganzen Satz auszuschreiben). Es nervt und ist frustrierend und macht mich wütend. Vor allem dann, wenn er recht behält. Und manchmal ist es auch gar nicht verkehrt, es zu hören.

Man kann keine Genugtuung darüber empfinden, dass sich die Einwohner von Kapstadt einer humanitären Krise gegenübersehen, die man hätte verhindern können und sollen. Auch wenn wir es kommen sahen. Am 18. Februar 2016 verfasste ich einen Blogeintrag für die Times of Israel. Es war ein wütender Artikel als Reaktion auf den „Erfolg“ der BDS-Bewegung, die es geschafft hatte, die Wasserkonferenz von Mail & Guardian zum Scheitern zu bringen. Der Grund: Israel war Teil des Ausschusses. Und die Bewegung war begeistert darüber, die Konferenz abgesagt zu sehen. Für sie war es das Sahnehäubchen. Es stellte eine Goldmedaille in ihrem Medienkrieg gegen den jüdischen Staat dar und sie konnten es nicht erwarten, ihre guten Nachrichten allen mitzuteilen, die es hören wollten.

In meinem Artikel schrieb ich Folgendes:

„Inmitten einer der schlimmsten Dürreperioden im Süden Afrikas seit Menschengedenken sollte unter der Leitung von Mail & Guardian Africa eine Wasserkonferenz abgehalten werden. Auf der Liste der Delegierten stand auch der israelische Botschafter in Südafrika, Arthur Lenk. Während seines Einsatzes in diesem Land bemühte sich Lenk, die Region wann immer es möglich war zu unterrichten und zu unterstützen. Aufgrund der Teilnahme Israels und der Eintrittsgebühr trat ein weiterer Abgeordneter, Prof. Lorenzo Fioramonti von der Universität Pretoria, von seiner Teilnahme zurück. Und obwohl die Konferenz nach diesem Rückzug weiterhin angesetzt war, wurde sie letzten Endes doch abgesagt. Natürlich wurde versprochen, einen neuen Termin dafür zu finden, aber die Wahrscheinlichkeit, alle Beteiligten an einem anderen Tag an einen Tisch zu bringen, ist sehr gering.

Radio Islam in Südafrika feierte die Ankündigung in einem Interview mit einem gewissen Prof. Patrick Bond, der sich sehr genau an das Handbuch der Hassenden hielt. Seiner Meinung nach könne jedes Kind das erreichen, was Israel in dieser Region bewirkt hat. Israel habe nur ‚Wasser-Apartheid‘ betrieben und palästinensisches Wasser gestohlen. Und das sei wohl kaum eine Leistung. Er sprach mit Autorität und spielte den Ball seinem Interviewpartner zu, dessen Interesse an der Notlage der einheimischen Afrikaner genauso groß war wie das des Professors. Seine Aussagen trieften vor Hass und der fadenscheinige Vorwand der akademischen Objektivität konnte seine Absichten nur schwer verbergen. Der Professor könnte eine Lehre daraus ziehen: wenn er den Israelis etwas Positives zugestanden hätte, wären seine übrigen Erfindungen glaubhafter gewesen. Natürlich erwähnte er die Mehrwasserentsalzung oder die Tatsache, dass israelische Städte rund 85 Prozent ihres Wassers wiederaufbereiten, mit keinem Wort. Er erwähnte auch keine der anderen Leistungen Israels, mit deren Hilfe die Ökologie des Landes verbessert werden konnte.

Die Tatsache, dass der Süden Afrikas derzeit eine der schlimmsten Dürren seit Menschengedenken erlebt und dass die Situation sehr ernst ist, hat für Israel-Hasser keine Bedeutung. Und für alle, die die Standardvorgehensweisen der BDS-Bewegung kennen, ist das keine Überraschung. Überraschend ist hingegen, mit welcher Wonne BDS die Absage einer Konferenz feiert, die nur den einen wichtigen Zweck hatte: die leidende afrikanische Bevölkerung zu unterstützen. Wenn das keine Botschaft ist, dann weiß ich auch nicht weiter.“

Der ehemalige israelische Botschafter in Südafrika Arthur Lenk, der derzeitige Botschafter Lior Keinan und Israels Wirtschaftsattachés in Südafrika haben sich wiederholt an die verantwortlichen Stellen gewandt und ihre Unterstützung in Bezug auf die Wasserkrise in Kapstadt angeboten. Obwohl ihre Bemühungen nicht offiziell zurückgewiesen wurden, konnte sich niemand von ihnen in irgendeiner Weise einbringen. Lord Peter Hain, der in Südafrika für seinen Kampf gegen Korruption bekannt ist, äußerte sich vor Kurzem folgendermassen auf Twitter: „Die besten Entsalzungsanlagen stammen aus Israel und meiner Meinung nach sollten sie ungeachtet der Regierungspolitik eingesetzt werden; hier geht es darum, dass Kapstadt entweder verwelkt oder weiterhin die schönste Stadt der Welt bleibt.“

Die Einwohner von Kapstadt haben etwas Besseres verdient. Sie stehen vor einem möglichen vollständigen Zusammenbruch ihrer Wirtschaft, ihrer Infrastruktur und ihres Alltags. Sie haben es nicht verdient, dass ihnen eine Gruppe von BDS-Unterstützern, die schwache Politiker eingeschüchtert und gefügig gemacht haben, Lösungen vorenthält.

Niemand will IHEDG sagen.

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Time am 13. Februar 2018

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1) https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/die-wasserkrise-in-kapstadt-mit-stolzer-unterstuetzung-von-bds/

Der Schwanz wedelt mit dem Hund

12. Februar 2018

Möglicherweise wird die Vision von Dr. Neugebauer (1) schneller realisiert als manch ein Mensch denkt.

Ein Mensch denkt, Gott lenkt!

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Time am 12. Februar 2018

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2018/02/04/die-torkei-muss-beseitigt-werden/

Das Hauptproblem des Nahen Ostens

12. Februar 2018

Lesen Sie einen Artikel von Arye Sharuz Shalicar von „Achgut“ (1).

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Israel nach dem Kampfjet-Abschuss

Früher hieß es, entweder Israel befinde sich im Kriegszustand oder es sei gerade Ruhe, und die Streitkräfte trainieren und bauen sich auf für den nächsten Konflikt, der sicherlich bald wieder über das Land hereinbrechen würde. Schwarz oder Weiß. Einfach zu verstehen. Diese Zeiten sind lange vorbei. Mittlerweile leben wir in Israel einen Großteil des Jahres in einer Grauzone:

Weder Ruhe noch kompletter Krieg, sondern irgendetwas dazwischen, kaum in Worte zu fassen, nicht wirklich deutbar, mal mehr, mal weniger… eine Art „ongoing war of attrition”, ein permanenter Zermürbungskrieg ist die Realität, in der wir Israelis und insbesondere diejenigen unter uns leben, die beauftragt sind, für die Sicherheit des Landes zu sorgen.

Der direkte Konflikt zwischen Israel und dem Iran war eine Frage der Zeit. Seit geraumer Zeit schon warnt Israel in internationalen Foren, in Washington und Moskau, dass der Iran das Hauptproblem des Nahen Ostens ist und die Region in eine gefährliche Situation hineinführt – mit seiner regionalen Machpolitik, die keine Grenzen zu kennen scheint. Es war auch eine Frage der Zeit, bis der IS geschlagen wird, dank den Kurden und den USA.

Sie wollen die “Spielregeln” in Frage stellen

Gewinner in Syrien ist jedoch in erster Linie die schiitische Achse Assad-Hisbollah-Iran mit Rückendeckung der Russen. Ein erstarktes Selbstbewusstsein dieser Achse und der 39. Jahrestag der iranischen Revolution haben ihren Worten Taten folgen lassen. Sie haben es gewagt, den Versuch zu unternehmen, die “Spielregeln” in Frage zu stellen, indem sie auf israelische Kampfjets geschossen haben, mit russischen Raketen – und von syrischem Territorium aus.

Ein israelischer Jet stürzte in Israel ab. Zwei Piloten überlebten. Wir würden uns heute höchstwahrscheinlich in einem Krieg befinden, wenn die Piloten statt in Israel in Syrien gelandet und entführt worden wären.

Die Realität im Nahen Osten ist nicht nur eine breite Grauzone, sondern sie ist hochexplosiv. Dieses Mal haben sich die Beteiligten wieder beruhigt. Beim nächsten Zusammenstoß jedoch kann aus Grau eventuell Schwarz werden. Tiefschwarz. Und schneller, als übereifrige und überintelligente Analytiker sich dies vorstellen können.

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Time am 12. Februar 2018

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1) http://www.achgut.com/artikel/israel_nach_dem_kampfjet_abschuss

Mehr für sie als für unsere eigenen Kinder

11. Februar 2018

Marcel Leubecher berichtete für die „Welt“ über die Kosten, die die „jugendlichen“ Orkinvasoren verursachen (1), und die sich in der Gesamtheit im Jahr 2017 auf 4 bis 4,8 Milliarden Euro belaufen haben (2).

Warum die Kosten derartig hoch sind, wo das viele Geld hingeht, erschließt sich mir nicht.

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50.000 Euro pro unbegleitetem jungen Flüchtling

Zahlen der Bundesländer zeigen hohe Ausgaben für Jugendliche, die allein nach Deutschland gekommen sind. Der Bund erstattet aber nur einen Bruchteil der Kosten. Jetzt schlagen die Finanzminister Alarm.

Die Aufnahme unbegleiteter Flüchtlinge hat im vergangenen Jahr im Durchschnitt rund 50.000 Euro pro Fall gekostet. Das ergab eine WELT-Umfrage in den Bundesländern.

Besonders präzise Informationen lieferte Schleswig-Holstein: Dort wurden 2017 „insgesamt 105,2 Millionen Euro für die Unterbringung und Versorgung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge aufgewendet“, wie das Kieler Sozialministerium mitteilte. Es wurden 1795 unbegleitete minderjährige Ausländer betreut, von denen 775 inzwischen Volljährige sind. Damit schlug im nördlichsten Bundesland ein Unbegleiteter durchschnittlich mit rund 58.600 Euro zu Buche.

Der Bund trägt nur einen kleinen Teil

Ähnlich hohe Kosten entstanden in Sachsen und Niedersachsen (rund 54.000). Weniger waren es in Thüringen (49.000) und Brandenburg (40.000). Die Beträge ergeben sich aus den von den Ländern WELT AM SONNTAG mitgeteilten Kosten für unbegleitete Ausländer im Jahr 2017, geteilt durch die in den jeweiligen Ländern betreuten Unbegleiteten zum Stand 13. Oktober 2017. Damals wurden bundesweit 56.758 Unbegleitete in der Jugendhilfe betreut; davon 24.089 junge Volljährige.

Die übrigen Bundesländer konnten keine oder nur veraltete Angaben machen; in vielen Fällen fehlten wesentliche Posten. Als einziges Bundesland listet Schleswig-Holstein in den Gesamtkosten auch „Erstattungen für begleitende Maßnahmen wie Krankenhilfe, Fahrtkosten oder Dolmetscherkosten“ auf.

Der Bund trägt bisher nur einen kleinen Teil der Kosten, weswegen die Finanzminister der Länder auf ihrer Konferenz im Januar forderten, dass sich der Bund mindestens zur Hälfte an der Finanzierung der Unbegleiteten beteiligt. In Schleswig-Holstein etwa betrug der Entlastungsbetrag des Bundes für 2017 nur 11,9 Millionen Euro, also nur ein Zehntel des finanziellen Aufwands.

Die Kommunen beschweren sich wiederum über mangelnde Unterstützung der Länder. „Neben der finanziellen Last, die den Kreisen von keinem der Bundesländer wirklich vollständig abgenommen wird, betrifft dies vor allem die fachliche Arbeit mit den jungen Menschen“, beklagt der Deutsche Landkreistag. Umso wichtiger sei eine sichere „Altersfeststellung durch einen Arzt“, damit „gegebenenfalls volljährige Flüchtlinge“ nicht zu Unrecht die aufwendige Betreuung erhalten.

Der für die jungen Migranten verwendete Begriff des „unbegleiteten minderjährigen Flüchtlings“ ist dabei nicht wörtlich zu nehmen; 43 Prozent sind auch nach offiziellen Angaben schon erwachsen. Ohne Eltern eingereiste Ausländer dürfen über das 18. Lebensjahr hinaus in der Jugendhilfe bleiben, falls Betreuer und Jugendämter einen besonderen Bedarf feststellen.

Nach Angaben des Städte- und Gemeindebunds erlaubt es das Sozialgesetzbuch, erwachsene Ausländer in Ausnahmefällen bis zum 27. Lebensjahr durch die Kinder- und Jugendhilfe zu betreuen.

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Time am 11. Februar 2018

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1) https://www.welt.de/politik/deutschland/article173425414/Fluechtlinge-50-000-Euro-pro-unbegleiteten-Jugendlichen.html
2) https://www.welt.de/politik/deutschland/article163330272/Kommunen-rechnen-mit-vier-Milliarden-Euro-fuer-Unbegleitete.html