Faces of nazislam (#30)

18. August 2016

Kayman

Dr. Ali Sina (1):

„Es gibt viele Wege zur Spiritualität. Mohammedanismus bietet keinen einzigen. Alles, was Sie zu einem besseren Menschen macht, ist ein spiritueller Pfad. Je tiefer Sie jedoch in den Mohammedanismus eintauchen, desto schwärzer wird Ihre Seele. Geboren, das Licht Gottes zu tragen, werden Sie dann böse, wenn Sie beginnen, Muhammad zu folgen. Ihre Gedanken werden dämonisch. Der Abscheu auf Ihre Mitmenschen erfüllt Ihr Herz und lässt keinen Platz mehr für Liebe. Sie werden zu einer Manifestation des Teufels. Sogar die Augen besonders frommer Mohammedanisten zeigen diese Bosheit. Erstaunlicherweise werden Menschen hässlich, wenn sie fromme Mohammedanisten werden. Ich weiß nicht, wie man das rational erklären kann, aber es ist eine beobachtbare Tatsache. Schauen Sie sich mal die Gesichter der Terroristen an. Das sind die allerfrömmsten Mohammedanisten. Oder schauen Sie sich die Gesichter von Führern mohammedanistischer Parteien an. Es gibt etwas zutiefst Böses in ihren Augen. Mohammedanismus ist ein antispirituelles Bekenntnis. Es macht Sie nicht zu einer besseren Person. Je weiter Sie ihm folgen, desto schlechter werden Sie. Es ist ein Bekenntnis, das aus Engeln Scheusale macht. Wenn ich an Satan glauben würde, würde ich sagen, dass der Mohammedanismus seine Verschwörung ist, um diese Welt zu zerstören und jeden in die Hölle zu bringen.“

Thomas Thiel stellte bei FAZ einmal mehr dar (2), dass es nur EINEN Nazislahm gibt. Das wird jedoch wohl erst begriffen werden, wenn der Mohammedanismus die Menschheit komplett unterjocht hat.

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Koordinator des Moscheenverbands diffamiert Kritiker

Murat Kayman ist der Koordinator des türkischen Moscheenverbandes Ditib. In seinem Blog erklärt er einen Kritiker des fundamentalistischen Islam für abtrünnig – mit potentiell tödlichen Konsequenzen.

Der zweite Beitrag aus Murat Kaymans Blog-Trilogie „Trauerspiel in drei Teilen“ ist ein Stück Prosa von ausgesuchter Perfidie. Kayman, Jurist und Koordinator der Ditib-Landesverbände in Deutschland, attackiert darin den Freiburger Islamtheologen Abdel-Hakim Ourghi, der unter anderem in dieser Zeitung und in der „Zeit“ publiziert und sich als Kritiker eines fundamentalistischen Islams einen Namen gemacht hat. Ourghi vertritt einen aufgeklärten Islam, der sich von den gewaltsamen Passagen des Korans der zweiten medinensischen Eroberungsphase distanziert und sich auf den friedlichen Koran der mekkanischen Offenbarungsphase beschränkt. Ourghi ist Muslim deutsch-algerischer Abstammung und gehört der sunnitisch-malikitischen Rechtsschule an.

Kayman schürt in seinem Blog einen anderen Verdacht: Wie kommt es, fragt er suggestiv, dass Ourghi die islamische Religionsgemeinschaft der Ibaditen jahrelang erforscht hat? Ernsthafte Forschung ist im Normalfall keine Sache von Wochen oder Monaten. Doch Kayman hat eine böse Vermutung. Ourghis wissenschaftliches Interesse an der Ibadya sei wohl nur damit zu begründen, dass er entgegen seinem Bekunden selbst ein heimlicher Gefolgsmann der Ibadya sei. Weitere Evidenzen nennt Kayman nicht.

Maulkörbe für Kritiker

Man kann das nur so verstehen: In Kaymans Weltsicht ist jeder Extremismusforscher ein Extremist und jeder Finanzwissenschaftler ein korrupter Banker. Kayman, der Wissenschaft konsequent der nationalen und religiösen Zugehörigkeit unterstellt, hält dem algerischstämmigen Ourghi vor, nicht die Gelegenheit ergriffen zu haben, „sich innerhalb dieser Strukturen“ – er meint die türkischen Ditib-Moscheegemeinden – zu sozialisieren. Warum sollte ein Deutsch-Algerier das tun? Und würde man ihn dort willkommen heißen? Ein wissenschaftliches Urteil über die Ditib ist für Kayman offensichtlich nur aus den eigenen Reihen möglich und steht nur dem zu, der sich den Regeln und Strukturen der Ditib angepasst hat.

Im selben Atemzug erteilt Kayman auch Medien, Politikern und Wissenschaftlern einen Maulkorb, die nicht Mitglieder der Ditib sind. Will heißen: Die Ditib ist sakrosankt und steht außerhalb öffentlicher Kritik. Mit unabhängigen Wissenschaftlern und Politikern, die nicht Mitglied der Ditib sind, spricht man nicht oder nur unter der Unterstellung, dass sie Falsches und Böswilliges sagen. Wie hat man sich die Zusammenarbeit des größten Moscheenverbands, der unter Kuratel der türkischen Religionsbehörde Diyanet steht, mit Experten und Behörden vorzustellen, wenn für sie alle gelten soll, was für Kayman im Fall Ourghi Grund für einen Maulkorb ist: „gemeindefern, ohne konkreten Bezug zu einer der etablierten muslimischen Gemeinschaften“?

Ein infamer Verdacht

Kayman, ein gefragter Talkshow-Gast, der seine Blogbeiträge mit literarischen Anspielungen verziert, beherrscht verschiedene rhetorische Register. Auf den Podien und Fernsehsesseln legt er die samtweichen Wortgewänder aus, die von den Landesministerien in Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen – sie kooperieren mit der Ditib beim islamischen Religionsunterricht – gerne gehört werden. In seinem Blog ist die Vernunft dagegen nur Zaungast. „Ausgehend von seinem Herkunftsland Algerien liegt der Verdacht nahe“, folgert Kayman bar jeder Evidenz, „dass Ourghi selbst der Glaubensgemeinschaft der Ibaditen angehört.“ Die Ibaditen sind eine islamische Gemeinschaft mit weltweit zwei Millionen Anhängern, die sich weder Schia noch Sunna zurechnet. Die meisten Ibaditen leben in Oman, kleinere Gemeinden finden sich in Algerien. Nach der ibaditischen Lehre von Walaya und Bara’a sind Ibaditen nur zur Loyalität gegenüber Glaubensbrüdern verpflichtet. Andere Muslime gelten als „Undankbare“, die es zu meiden gilt.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ourghi qua algerischer Herkunft ein Ibadit ist, wenn man Kaymans abgefeimte Logik einmal fortspinnt? Nach statistischer Wahrscheinlichkeit liegt sie bei einem halben Prozent, dem Anteil der Ibaditen an der algerischen Bevölkerung. In Kaymans Welt ist je nach Bedarf jeder Katholik ein Pius-Bruder, jeder Deutsche ein Zeuge Jehovas und jeder Amerikaner ein Mormone. Das Schlussfolgern in Abwesenheit von Logik und Fakten wirft Kayman aber nicht sich selbst, sondern Ourghi vor, um zu dem amtlich formulierten Ergebnis zu gelangen: „Somit kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass Ourghis Kritik auch das Resultat einer religiösen Überzeugung ist, wonach alle anderen Muslime nichtibaditischer Prägung abzulehnen und zu kritisieren sind.“

Attacke aus dem Hinterhalt: Murat Kayman streut einen gefährlichen Verdacht.

Der rhetorische Popanz hat nicht nur das Ziel, Ourghi mit der Insinuierung konfessioneller Befangenheit zu desavouieren. Er nimmt auch seine physische Vernichtung in Kauf. Kayman erkläre ihn zum Abtrünnigen, sagt Ourghi im Gespräch mit dieser Zeitung, und spreche damit eine verdeckte Fatwa aus. Die potentiell tödlichen Konsequenzen überlasse er anderen. Ourghis vermeintliche Zugehörigkeit zu den Ibaditen sei „auch gar kein Problem“, schreibt Kayman vermeintlich generös, „und die freie Entscheidung, die jeder Mensch treffen kann“. Kein Problem? Nicht für Kayman, der sich selbst geschickt in Deckung, seinen Gegner aber in Todesgefahr bringt. Kayman wisse, sagt Ourghi, dass es auch in Deutschland radikale Muslime gebe, für die ein Ibadit grundsätzlich den Tod verdiene. Ourghi zitiert einen Spruch aus der arabischen Welt: „Das Blut des Ibaditen ist erlaubt.“ Er zieht daraus die Konsequenz: „Kayman erklärt mich für vogelfrei.“

Der Islamwissenschaftler und Ibadya-Fachmann Ulrich Rebstock hält Kaymans Blogbeitrag für „mehrdeutig, um das Geringste zu sagen“. Er werde von der Mehrheit orthodoxer Muslime sicher nicht als Aufforderung zum Töten verstanden, schließe aber nicht aus, dass ihn eine Minderheit, die Ibaditen nicht zur islamischen Glaubensgemeinschaft der Umma rechnet, als Mordaufruf interpretiere. Für Ourghi ist diese Minderheit Gefahr genug. Unzweifelhaft ist für Rebstock: „Abdel-Hakim Ourghi ist kein Ibadit.“

IS-Zeichen als Deradikalisierungsmaßnahme

Kayman ist mit seiner geistigen Irrfahrt noch nicht am Ende. Als Indiz für Ourghis angebliche Voreingenommenheit führt er das Beispiel der Ditib-Gemeinde Dinslaken-Lohberg an. Dort ließen sich 2015 mehrere Jugendliche gemeinsam mit einem Ditib-Jugendwart in IS-Posen ablichten, bevor sie in den Dschihad zogen. Laut Kayman tat der Jugendwart dies, um die Jugendlichen – man halte sich fest – vom Terror abzuhalten. Auch Bekir Alboga, Ditib-Beauftragter für den interreligiösen Dialog, nahm den Jugendwart in Schutz, dessen wahre Absichten Kayman nach Recherche an Ort und Stelle mit felsenfester Gewissheit kennt: „An der tatsächlichen Natur des Einsatzes, die Jugendlichen von einer radikalen Szene loszueisen, gebe es weder bei den lokalen Behörden noch bei den Sicherheitsbehörden auf Landesebene einen Zweifel.“ Nachfrage bei Eyüp Yildiz, stellvertretender Bürgermeister von Dinslaken: „Diese Aussage ist absurd. Der Gruß ist absolut ein Zeichen der IS. Das ist klipp und klar. Soll man sich das Vertrauen von Neonazis etwa mit Hitlergruß erwerben? Diese Kreise versuchen alles auf absurde Weise zu verdrehen und zu marginalisieren.“ Die Ditib-Gemeinde Lohberg antwortet auf eine entsprechende Nachfrage nicht.

Zum Diskurs auf höchster politischer Ebene steht der Konflikt zwischen Ourghi und Kayman in grellem Kontrast: Alles halb so schlimm, wir sind auf einem guten Weg. Wir haben noch viele Herausforderungen vor uns. Aber wir schaffen das.

Wessen Land?

Ist das Land, von dessen Bürgern die Kanzlerin sich im September 2015 mit monarchischer Geste lossagen wollte, wenn diese sich nicht vor jeder kritischen Äußerung die Zunge verknoten, auch das Land von Abdel-Hakim Ourghi? Ist es das von Achim Greser und Heribert Lenz, deren Ausstellungen wegen Terrorgefahr verschoben werden? Ist es das von Dieter Nuhr, der für harmlose Witze über den Islam mit Morddrohungen überflutet wird? Ist es das von Mouhanad Khorchide, der sich wegen seines Kampfes um die Aussöhnung von Christentum und Islam nur noch mit Polizeischutz auf die Straße wagen kann? Ist es das des marokkanischen Schriftstellers Mimoun Azizi und der Grünen-Politiker Cem Özdemir und Volker Beck, den weiteren Attackierten in Kaymans Blog-Trilogie?

Wessen Land soll es sein, in dem Bürger die Todesgefahr ihrer Mitbürger still zur Kenntnis nehmen sollen, beruhigt mit der statistischen Wahrscheinlichkeit, wohl selbst nicht zu den Opfern des nächsten Anschlags zu gehören? Soll es Abdel-Hakim Ourghi mit der Kanzlerin als „Herausforderung“ begreifen, weiter am Leben zu bleiben, als „Fortschritt“, auch diesen Tag heil überstanden zu haben? Wann findet die Kanzlerin zurück zu einer Sprache, die auch jene Bürger nicht mit Missachtung straft, die für ihren Mut und ihre Kritik in Todesgefahr schweben?

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Time am 18. August 2016

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/11/28/ali-sina-uber-spiritualitat-3
2) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ditib-koordinator-murat-kayman-diffamiert-kritiker-14389211.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Üüüberaschung!!!

17. August 2016

Zwei Clowns

Die Rolle der Torkei als Refugium und Schule des nazislahmischen Terrors wird heute u.a. im „Tagesspiegel“ (1) und in der „FAZ“ (2) erörtert. Hier die „FAZ“:

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Rolle der Türkei

Ein Viertel der ausgereisten Islamisten türkischstämmig

Ein Bericht über die Türkei als „zentrale Aktionsplattform“ für islamistisch-terroristische Organisationen sorgt für Wirbel. Ist das Flüchtlingsabkommen in Gefahr? Zudem dürften neue Zahlen über türkischstämmige IS-Symphatisanten die Debatte weiter anheizen.

Ein großer Teil der bis Ende 2015 aus Deutschland in Richtung der Kriegsgebiete der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) ausgereisten Islamisten hat einen türkischen Hintergrund. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. „Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden hatte etwa ein Viertel der 760 deutschen Islamisten bzw. Islamisten aus Deutschland, die bis Ende 2015 in Richtung Syrien/Irak ausreisten, die türkische Staatsbürgerschaft oder war „türkischstämmig““, heißt es in der vom Bundesinnenministerium verfassten Antwort.

In absoluten Zahlen wären das etwa 190 Islamisten gewesen. Auch die Zeitung „Die Welt“ berichtet über die Angaben.

Zahlen steigen weiter an

Im Jahr 2016 sind die Zahlen der aus Deutschland in die IS-Gebiete ausgereisten Islamisten weiter stark angestiegen. Nach Angaben des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) von Mitte Mai waren bis dahin mindestens 820 Islamisten aus Deutschland in Richtung Syrien und Irak gereist. Ende Juni hatte das Bundeskriminalamt (BKA) mitgeteilt, dass ein Drittel dieser etwa 820 Menschen inzwischen wieder in der Bundesrepublik ist. 140 der ausgereisten Islamisten seien in Syrien oder im Irak gestorben.

Am Dienstag hatte der vertrauliche und nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Teil der Antwort der Bundesregierung auf die Linken-Anfrage für erheblichen Wirbel gesorgt. Aus diesem als „Verschlusssache“ eingestuften Teil, der auch der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt, geht hervor, dass die Bundesregierung die Türkei unter Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan als „zentrale Aktionsplattform“ für islamistische und terroristische Organisationen im Nahen Osten sieht. Demnach arbeitet Ankara seit Jahren mit Islamisten zusammen. Eine Reaktion der türkischen Regierung steht noch aus.

Der Bericht könnte das diplomatische Klima zwischen Berlin und Ankara weiter verschlechtern. Die auf einer Bundesnachrichtendienst-Analyse basierende Einschätzung ist auch deswegen heikel, weil die Opposition Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) seit Beginn der Flüchtlingskrise vorwirft, sich mit kritischen Äußerungen über Erdogan zu sehr zurückzuhalten. Die Regierung habe sich mit dem von Merkel initiierten EU-Flüchtlingspakt mit der Türkei von Erdogan abhängig gemacht.

Vertraulicher Teil des Berichts

Die Kernaussagen des vertraulichen Teils des Berichts, der sich auf die Frage bezieht, inwieweit es zutreffe, dass mit der Regierungsübernahme der islamistischen AKP von Erdogan die islamistischen Muslimbrüder an Einfluss gewonnen hätten, lauten:

– „Als Resultat der vor allem seit dem Jahr 2011 schrittweise islamisierten Innen- und Außenpolitik Ankaras hat sich die Türkei zur zentralen Aktionsplattform für islamistische Gruppierungen der Region des Nahen und Mittleren Ostens entwickelt.“ (…)

– „Der türkische Staatspräsident und die AKP haben sich mit Mursi solidarisiert und gewähren den ägyptischen MB Unterstützung. So leben zahlreiche exilierte Anführer der Organisation inzwischen in der Türkei.“ (Ägyptens ehemaliger Präsident Mohammed Mursi war 2013 nach Massenprotesten vom Militär gestürzt worden. Die Türkei hatte in einem engen Bündnis mit der Muslimbruderschaft gestanden, der Mursi angehört. d.Red.)

– „Die ägyptische MB hat in den vergangenen Jahren ihre mediale Infrastruktur in der Türkei u.a. über eine Reihe von Satellitenkanälen ausgebaut und betreibt über sie Propaganda gegen die amtierende ägyptische Regierung.“

– „Die zahlreichen Solidaritätsbekundungen und Unterstützungshandlungen für die ägyptische MB (Muslimbruderschaft), die Hamas und Gruppen der bewaffneten islamistischen Opposition in Syrien durch die Regierungspartei AKP und Staatspräsident Erdogan unterstreichen deren ideologische Affinität zu den Muslimbrüdern.“ (Hervorhebungen in Versalien durch die Bundesregierung, d.Red.)

Folgen für den Türkei-Deal?

Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz sagte der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Mittwoch) zu dem Bericht: „Sollte dies tatsächlich die Einschätzung der Bundesregierung sein, rücken der Türkei-Deal und die Milliarden-Leistungen an Erdogan in ein noch zweifelhafteres Licht.“ Sein Parteikollege Omid Nouripour sagte der „Rheinischen Post“ (Mittwoch): „Eine solch gravierende Kritik muss endlich öffentlich und nicht nur in klassifizierten Unterlagen geäußert werden.“ Der SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich forderte in der „Frankfurter Rundschau“ (Mittwoch), den Bundestag rasch über die Erkenntnisse zu informieren. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter kritisierte in der Zeitung „Handelsblatt“ die Informationspolitik des Innenministeriums: „Bei außenpolitischen Einschätzungen empfiehlt es sich grundsätzlich immer, das Auswärtige Amt einzubeziehen.“

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Time am 17. August 2016

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1) http://www.tagesspiegel.de/politik/brisantes-dokument-bundesregierung-wirft-der-tuerkei-terrorhilfe-vor/14019860.html
2) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/tuerkei/regierung-ein-viertel-der-ausgereisten-islamisten-tuerkischstaemmig-14392012.html

Bravo, Donald! (#3)

16. August 2016

Angie&Schrillary

Lesen Sie einen Artikel von „N-TV“ (1).

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Abschreckendes Beispiel Deutschland?

Trump: „Clinton will Merkel Amerikas werden“

Die deutsche Flüchtlingspolitik wird Thema im US-Präsidentschaftswahlkampf: „Ihnen ist bekannt, welche Katastrophe diese Masseneinwanderung für Deutschland und das deutsche Volk war“, sagt Donald Trump in einer Rede. Dann bekommt Gegnerin Hillary Clinton ihr Fett weg.

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat bei der Vorstellung seines Sicherheitsprogramms Deutschland als abschreckendes Beispiel für den Umgang mit Flüchtlingen angeführt. „Hillary Clinton will die Angela Merkel Amerikas werden“, warf er seiner demokratischen Rivalin mit Blick auf die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin vor. „Ihnen ist bekannt, welche Katastrophe diese Masseneinwanderung für Deutschland und das deutsche Volk war“, sagte er seinen Anhängern in Youngstown im Bundesstaat Ohio.

Er verwies in diesem Zusammenhang auf die sexuell motivierten Angriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln. Für die USA forderte er umgehend eine neue Einwanderungspolitik und kündigte einen Gesinnungstest für Einwanderer sowie einen Einreisestopp für Menschen aus bestimmten Ländern an.

„Unser Land hat genug Probleme“

Die Entwicklung in Deutschland nach dem Zustrom zahlreicher Flüchtlinge sei katastrophal, sagte Trump in seiner Grundsatzrede. In Köln habe es Berichte über „sexuelle Gewalt und Übergriffe“ in nicht gekanntem Ausmaß gegeben. Für die Attacken macht die Polizei insbesondere nordafrikanische Männer verantwortlich.

„Die Kriminalität ist auf ein Niveau gestiegen, von dem niemand gedacht hätte, dass er es jemals sehen würde“, sagte Trump über die Lage in Deutschland. „Unser Land hat genug Probleme. Wir brauchen nicht noch weitere.“

Trump greift auf Vorbild aus Kaltem Krieg zurück

Clinton wolle dagegen den Zustrom syrischer Flüchtlinge deutlich erhöhen, kritisierte Trump. Nötig seien stattdessen eine neue Einwanderungspolitik und strikte Überprüfungen, ob die Immigranten die Werte der USA einhalten oder dem Land Schaden zufügen wollen. Nach dem Vorbild des Vorgehens im Kalten Krieg wolle er im Falle seiner Wahl einen Gesinnungstest einführen.

„Die Zeit ist überreif, einen neuen Test zu entwickeln angesichts der Bedrohungen, vor denen wir heute stehen“, sagte Trump. Zunächst aber würden die USA unter seiner Führung die Einreise von Menschen aus bestimmten Regionen aussetzen. Welche Länder er dabei im Blick hat, sagte Trump nicht.

Für den Fall seiner Wahl kündigte der Republikaner eine drastische Verschärfung des Kampfes gegen den radikalen Islam an. Die USA würden unter anderem militärische, ideologische und finanzielle Kriegsführung gegen entsprechende Gruppen betreiben.

Trump geht neue Wege

Im Kampf gegen die radikal-islamische IS-Miliz würden die USA mit Russland und der Nato zusammenarbeiten, sagte Trump. Damit vollzog er eine Kehrtwende. Noch vor kurzem hatte der Geschäftsmann damit gedroht, dass die USA unter seiner Führung ihre Verpflichtungen gegenüber den Nato-Verbündeten nicht zwangsläufig erfüllen. Dafür hatte Trump scharfe Kritik aus der Nato, aber auch aus der eigenen Partei geerntet.

Die Präsidentenwahl findet Anfang November statt. Umfragen zufolge liegt Clinton vor Trump. Selbst in den eigenen Reihen ist der Geschäftsmann nicht unumstritten. So hat er zuletzt mit zweideutigen Äußerungen, seine Rivalin könne womöglich durch Waffenbesitzer gestoppt werden, für Empörung gesorgt. Am Mittwoch legte er nach und bezeichnete US-Präsident Barack Obama als Gründer und Clinton als Mitbegründerin der IS-Miliz. Später bezeichnete er diesen Kommentar als sarkastisch.

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Time am 16. August 2016

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1) http://www.n-tv.de/politik/Trump-Clinton-will-Merkel-Amerikas-werden-article18425806.html

Nein! Nein! Nein!

15. August 2016

Neinneinnein

Ihr Gott heißt nicht Jahwe, ihr Gott heißt nicht Nanabozo oder Shiva! Sie schlachten nicht im „Namen Gottes“, so, als ob es in der Vorstellung der Menschen nur einen gäbe. Sie morden im Namen IHRES Gottes, der NICHT unserer Gott ist, und IHR Gott heißt AllaHundseingesandter, das ist der arabische Mond-und Blutsäufergott.

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Time am 15. August 2016

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„Gott“ und „Gut“ liegen linguistisch extrem nah zusammen. Für die einen ist Menschenschlachten „gut“ oder „Gott“, für die anderen Leben zu schützen.

Ihr Todfeind bist Du!

14. August 2016

Sperber

Lesen Sie einen Aufsatz von Aron Sperber (1).

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Asyl im Hilton?

Wenn man in Wien im Stadtzentrum unterwegs ist, bekommt man Verschleierungen aller Art zu sehen.

Dabei handelt es sich nicht um arme Flüchtlingsfrauen, sondern um feine Touristinnen, die sich die teuersten Hotels der Stadt leisten können.

Die armen Flüchtlingsfrauen tragen dieselbe Variation an Verschleierungen wie die feinen Damen vom Golf. In Katar, der Heimat von Al-Jazeera und der nächsten Fußball-WM, ist die dezente Verschleierung der Muslimbrüder angesagt. In Saudi-Barbarien kleidet man sich hingegen etwas züchtiger. Für jeden islamischen Geschmack wäre also etwas dabei.

Katars Al-Jazeera, der größte Nachrichtensender der islamischen Welt, wird nicht müde, die islamophobe Hartherzigkeit des Westens gegenüber islamischen Flüchtlingen anzuprangern.

Warum bevorzugen muslimische Flüchtlinge trotzdem den Westen als Asyl-Mekka?

Bei ihren reichen Brüdern am Golf müssten muslimische Flüchtlinge für ihr Brot selbst hart arbeiten. Also lieber nach Europa, wo die Kafir für das leibliche Wohl sorgen. Dafür kümmern sich die Golfstaaten um das geistige Wohl und finanzieren ihren ausgewanderten Brüdern in Europa Moscheen, Dialügzentren und Al-Jazeera, damit sie sich in die Umma und nicht in die Gesellschaften der Kafir integrieren.

Muslimbrüder und Salafisten bekämpfen sich in Syrien zwar auch gegenseitig (und klar freuen wir uns im Westen, wenn einmal die gemäßigtere Seite gewinnt und solche Bilder veröffentlicht werden).

Wenn es gegen den gemeinsamen Feind geht, halten sie jedoch fest zusammen.

Dies ist nicht nur in Syrien beim Kampf gegen Assad der Fall, sondern auch in den westlichen Aufnahmegesellschaften. Dort stellen sich die gemäßigt verschleierten Schwestern stets schützend vor ihre Burka-Kolleginnen.

Frankreich hat nicht deswegen mehr Terror als Deutschland, weil dort die Burka verboten wurde, sondern weil es (im Moment noch) mehr Muslime und damit mehr islamische Ghettos als in Deutschland gibt.

Auch wenn es Augstein anders sieht, ist eine Burkaverbot hilfreich, um das kurz- und mittelfristige Problem des Terrors in den Griff zu bekommen.

Salafisten sind die Szene, aus der der IS seine Terroristen rekrutiert. Terror und Burkas sind jedoch im Westen noch Einzelfälle und das langfristige Problem ein anderes.

Mit dezenter Verschleierung lassen sich die Aufnahmegesellschaften viel besser unterwandern als mit der grotesken Burka. Wäre Merkels Million gleich mit Burka und Salafisten-Bart eingereist, hätten selbst bei den naivsten Willkommens-Menschen die Alarmglocken geläutet.

Wenn es hart auf hart geht, gilt die Loyalität aller Islamisten der Umma, zu der auch die Bürgerschreck-Burka-Salafisten gehören. Und viele der scheinbar gemäßigt eingereisten Muslime verwandeln sich dann auch selbst in kompromisslose Dschihadisten.

Österreichs berühmtester IS-Export wuchs auch als Sohn eines Muslimbruders auf. Gerade unter den Kindern der schon lange in Österreich lebenden Asylanten aus Bosnien und Tschetschenien hat sich die Burka-Kultur besonders stark ausgebreitet.

Um einen Bürgerkrieg mit der islamischen Bevölkerung zu vermeiden, muss auch der gemäßigte Islamismus rechtzeitig bekämpft werden, bevor er in die Dschihad-Phase tritt.

Dazu müsste man Islamisten das Leben in Europa so unattraktiv wie möglich gestalten:

Keine Verschleierung an Schulen, keine islamischen Extra-Würste bei der Arbeit, Verlust von Sozialleistungen für verschleierte Integrationsverweigerer und natürlich ein Stopp von weiterer ungeregelter Zuwanderung über die Asylschiene.

Dies ist die einzige Chance, um einen Bürgerkrieg, der sich dann gegen alle Muslime richten würde, zu vermeiden.

Laut Bassam Tibi wollen höchstens 10 % der deutschen Muslime einen europäischen Islam, der mit unserer Staatsordnung vereinbar wäre.

Um statt der zehn Prozent eine Mehrheit der europäischen Muslime vom Euro-Islam zu überzeugen, müsste man wohl mindestens zehn Prozent der Muslime aus Europa abschieben.

Und zwar nicht nur die extremen Salafisten, sondern auch die scheingemäßigten Muslimbrüder. Allein die türkischen Islamisten kassieren im Jahr über 3 Milliarden Euro an Hartz IV-Leistungen.

Würde man alle Sozialhilfe-Bezieher mit Schleier, aber ohne Staatsbürgerschaft, konsequent abschieben, würde dies den anderen Muslimen eine Chance zum Umdenken bieten.

Nur wenn die Verweigerung eines Euro-Islams auch mit unmittelbaren negativen Konsequenzen verbunden wäre, gäbe es für die Mehrheit der Muslime einen echten Anreiz zur Integration.

Islamisten mit Staatsbürgerschaft würde man wohl trotzdem behalten müssen. Ganz lösen würde man das Problem der islamischen Parallelgesellschaft daher trotzdem nicht. Das Massenphänomen der islamischen Integrationsverweigerung könnte man jedoch mit einer entschlossenen Politik zu einem Randphänomen reduzieren (wie die NPD- Nazis unter der biodeutschen Bevölkerung).

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Time am 14. August 2016

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1) https://aron2201sperber.wordpress.com/2016/08/13/asyl-im-hilton/

Das Bild zum Sonntag

13. August 2016

HitlerErdogan

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Time am 13. August 2016

Was macht eigentlich…? (#19)

12. August 2016

Leo

Man lese und staune: Der dicke Leo sieht sich genötigt, den verhassten Begriff „Leitkultur“ positiv zu sehen…

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Time am 12. August 2016

Die Propaganda-Pornopresse

11. August 2016

Rapefugees welcome

Aus einem Artikel von Ursula Scheer auf „FAZ.NET“ geht hervor, wie willfährig die deutsche Presse politische Entscheidungen in Sachen mohammedanistischer Invasion propagandistisch verbrähmt (1).

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Flüchtlingsberichterstattung

Apropos Willkommenskultur

Diese Studie eckt an: Die Hamburg Media School hat untersucht, wie die Medien zur Flüchtlingskrise berichteten. Es zeigt sich, dass Angela Merkels „Wir schaffen das“ lange wirkte.

Mehr als 34.000 Pressebeiträge hat ein von Michael Haller geleitetes Projektteam an der Hamburg Media School (HMS) ausgewertet, um zu klären: Wie haben deutsche Medien in den Jahren 2009 bis 2015 über die Flüchtlingspolitik berichtet? Welche Akzente setzten, welche Sichtweisen beförderten, welches Bild von „Willkommenskultur“ zeichneten sie?

Die von der Otto Brenner Stiftung der IG Metall geförderte Studie wird erst im Herbst abgeschlossen. Zwischenergebnisse liegen schon vor. Haller, emeritierter Professor der Universität Leipzig, leitet die Journalismusforschung der HMS und ist Direktor des Leipziger Instituts für Praktische Journalismus- und Kommunikationsforschung. Er spricht noch von „Thesen“, die sich allerdings auf seine bisherigen Auswertungen stützten.

Von 2009 an hätten Medien das von der Politik eingeführte Narrativ der „Willkommenskultur“ aufgegriffen. Bis Anfang 2015 habe sich in der Berichterstattung – nicht in Kommentaren – der Subtext etabliert, dass Deutschland aus seiner Vergangenheit gelernt habe und, nachdem es von anderen europäischen Ländern wegen seines Umgangs mit der Flüchtlingsproblematik in Italien und der Griechenland-Krise als egoistisch wahrgenommen worden war, nun auf vorbildliche Weise Menschen aufnehme.

Sieben Beiträge pro Zeitung pro Tag

Mit dem wachsenden Zustrom von Geflüchteten sei die Berichterstattung, welche die Willkommenskultur thematisierte, regelrecht explodiert: Für das Jahr 2015 zählte Haller 19.000 Beiträge, 4.000 mehr zum Thema als in den sechs vorherigen Jahren zusammen. Zwischen Juli und September 2015, als die Flüchtlingskrise ihren Höhepunkt erreichte, hätten einzelne Zeitungen im Durchschnitt sieben entsprechende Beiträge pro Tag gebracht.

Insgesamt seien 82 Prozent aller Beiträge zur Flüchtlingsthematik positiv konnotiert gewesen, zwölf Prozent rein berichtend, sechs Prozent hätten die Flüchtlingspolitik problematisiert. Reichweitenstarke Medien hätten sich das Motto der Bundeskanzlerin – „Wir schaffen das“ – zu eigen gemacht. Haller zitiert die „Zeit“, die im August 2015 mit „Willkommen!“ titelte.

Jenseits der Frage, ob der Journalismus damit seiner Rolle als kritischer Beobachter gerecht wurde, stellt Haller in Rechnung, dass diese Berichterstattung auch wünschenswerte Effekte gezeitigt haben könnte: Dass in vielen Städten Menschen, Gruppen und Initiativen eine Willkommenskultur lebten, die den Zustrom bewältigen half, stehe möglicherweise auch mit der Tendenz der Berichterstattung in Zusammenhang. Überregionale und regionale Publikationen hätten die Hilfsbereitschaft der Deutschen gezeigt, nur wenige Berichte hätten Phänomene wie die Überforderung von Behörden beleuchtet.

Probleme „übersehen“?

Die Studie untersucht auch die Tonalität von Beiträgen reichweitenstarker Medien im Sommer 2015. Zwanzig Prozent der Berichte der „Tagesschau“ seien implizit wertend gewesen, bei „Spiegel Online“ an die vierzig Prozent, bei der Online-Ausgabe der „Welt“ fünfzehn Prozent. Nach den fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Heidenau und dem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Salzhemmendorf habe der Begriff Willkommenskultur Anfang September 2015 seinen diskursiven Höhepunkt erlebt, bevor der Begriff Grenzkontrolle an ihm vorbeigezogen sei.

Rund zwei Drittel der tonangebenden Medien hätten zunächst „übersehen“, dass die Aufnahme von Flüchtlingen in großer Zahl und die Politik der offenen Grenzen die Gesellschaft vor neue Probleme stellen würden. Nur ein Drittel der Berichte hätten von September 2015 an Probleme aufgegriffen. Parallel dazu habe sich die Einstellung der Bevölkerung gewandelt. Insbesondere die „Tagesschau“ habe das Thema jedoch fast nur abstrakt, entlang der politischen Debatten in Berlin aufgeschlüsselt.

Erst im Herbst hätten Vor-Ort-Recherchen an Gewicht gewonnen. Die Berichterstattung sei der sich ändernden Wahrnehmung in der Bevölkerung hinterhergelaufen und habe dadurch bis zum Jahresende 2015 an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Aus dem Konsensbegriff Willkommenskultur sei ein Begriff des Dissenses geworden.

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Time am 11. August 2016

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1) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/studie-wie-ueber-fluechtlinge-berichtet-wurde-14378135.html

Es geht ihnen um die Weltherrschaft

10. August 2016

History

Ibtihaj Muhammad „schreibt Geschichte“ und ist eine der „100 einflussreichsten Menschen 2016“ (1). Nicht, weil sie ggf. eine großartige Fechterin ist, sondern weil sie dabei die minderwertigkeitsmarkierende Frauenkleidung der Orks, die gleichermaßen Programm wie Symbol des Mohammedanismus ist, trägt. Einmal mehr demaskieren sich nazislahmische Eliten, und sie zeigen, dass es nicht um Sport geht sondern um Eroberung.

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Time am 10. August 2016

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1) http://www.faz.net/aktuell/sport/olympia/ibtihaj-muhammad-ist-1-amerikanerin-bei-olympia-mit-kopftuch-14376453.html

Aus der Hauptstadt (#28)

10. August 2016

Soldiner

Lesen Sie einen Bericht aus dem „Tagesspiegel“ von Melanie Berger und Hannes Heine (1).

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Polizeieinsatz in Berlin-Gesundbrunnen

70 Männer gegen die Polizei wegen eines Elfjährigen

Beamte mit Polizeihunden mussten Montagabend in Gesundbrunnen ihren Kollegen zu Hilfe kommen. Auslöser war ein elfjähriger Mehrfachtäter – der den Beamten bereits bestens bekannt ist.

Eigentlich ist es ein Routineeinsatz. In der Soldiner Straße spielen Kinder in einem offenen Auto, ein Elfjähriger startet den Motor immer wieder, Zeugen rufen die Polizei. Als die Beamten eintreffen, ist schnell klar: Die vermeintliche Kleinigkeit entwickelt sich zu einem brenzligen Einsatz am Montagabend im Soldiner Kiez in Gesundbrunnen.

70 Männer versammeln sich um die paar Polizisten und den schon polizeibekannten Elfjährigen. Mehrere Beamte mit Diensthunden müssen anrücken, um die Kollegen zu schützen. Am Ende stehen 70 wütende Menschen gegen etwa 10 Polizisten.

Wieder löste eine kleine Kontrolle einen Großeinsatz aus, wieder versammelte sich in Sekunden ein militanter Mob, wieder passierte das in Gesundbrunnen. Die Menge bedrängte und beleidigte die Beamten, als sie mit dem Elfjährigen sprachen. Die Polizisten kannten den Jungen bereits, er sei als „kiezorientierter Mehrfachtäter“ aktenkundig, hieß es bei der Polizei.

Zwei Männer verhaftet

Dem Polizeipräsidium zufolge soll aus der Menschenmenge gerufen worden sein: „Haut ab, das ist unsere Straße!“ Vor allem die Familienangehörigen des Elfjährigen sollen die Beamten bedrängt haben, daraufhin forderten die Polizisten Verstärkung an und sprachen Platzverweise aus.

Der 21 Jahre alte Bruder des Jungen sowie ein Gleichaltriger ignorierten den Platzverweis und beleidigten die Beamten. Die nahmen den Bruder des Elfjährigen fest, daraufhin griff der zweite Mann die Beamten an und versuchte den 21-Jährigen, dem bereits Handschellen angelegt worden waren, zu befreien.

Die Beamten setzten Reizgas ein und nahmen auch den zweiten 21-Jährigen fest. Erst als die Verstärkung eintraf, beruhigte sich die Lage an der Kreuzung Soldiner Straße und Koloniestraße. Ein Polizist wurde am Handgelenk und am Knie verletzt, blieb aber im Dienst.

Die soziale Lage im Kiez habe sich in den letzten Jahren nicht verändert, sagt der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses und örtliche SPD-Abgeordnete Ralf Wieland. Die Anzahl der Arbeitslosen und Hartz-IV-Empfänger sei beständig hoch: „Dieser Vorfall ist natürlich verurteilenswert. Die Staatsgewalt liegt weiterhin bei der Polizei.“

Auch Innensenator Frank Henkel (CDU) verurteilte den Vorfall und forderte schnelle juristische Konsequenzen. „Der Fall zeigt, wie hart es ist, in manchen Problemkiezen Recht und Gesetz durchzusetzen“, sagte Henkel.

Einige der Männer wohl aus Großfamilien

Dem Vernehmen nach handelt es sich bei den Tätern um Berliner arabischer Herkunft – einige Männer sollen einer Großfamilie angehören. Die Polizei bestätigt dies am Dienstag nicht. Bei der Familie soll sich nicht um einen der zwölf besonders aktiven Clans in Berlin handeln.

Von arabischen Großfamilien wird gesprochen, wenn Verdächtige oder ihre Vorfahren aus dem Libanon, den Palästinensergebieten oder dem Süden der Türkei stammen – wo es arabischsprechende Gemeinden gibt. Vor allem in den Libanon geflohene Palästinenser erhielten dort oft keine Staatsbürgerschaft – und gelten auch in Deutschland als staatenlos.

Nach dem Einsatz wurden Anzeigen gestellt – wegen Landfriedensbruchs, Beleidigung, versuchter Körperverletzung, versuchter Gefangenenbefreiung, unberechtigten Gebrauchs eines Kraftfahrzeuges sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.Großeinsätze wegen Mehrfachtätern aus solchen Familien sind üblich – vor allem in Wedding, aber auch Neukölln.

Erst im Mai hatte ein prügelnder Ehemann zusammen mit Verwandten am Gesundbrunnen einen Einsatz mit 50 Polizisten ausgelöst. Der 25-Jährige alte Schläger hatte seine Frau geschlagen und verletzt. Dann griff er einen Bruder der Frau an, ein Messerstich des Bruders verfehlte den Ehemann.

Die Auseinandersetzung verlagerte sich auf den Bürgersteig vor dem Haus. Als die ersten Polizisten eintrafen, schlugen der Ehemann und der Bruder weiter aufeinander ein, während drei Frauen versuchten, sie zu trennen. Bei der Festnahme durch die Polizisten leistete der 25-Jährige massiven Widerstand und befreite sich immer wieder. Dazu sammelten sich noch bis zu 70 Schaulustige.

Früher war jeder Einsatz dort ein Problem

Schon vor zwei Jahren hatte ein Mob ebenfalls im Bezirk eine Streife angegriffen. Die Beamten waren im Einsatz, weil ein verwirrter Mann dort Passanten bedrohte. Nach wenigen Minuten standen 12 Polizisten fast 100 jungen Männern gegenüber, immer wieder wurde gerufen: „Es lebe der Dschihad!“, „Scheiß Christen!“ Vor drei Jahren hatte ein 26 Jahre alter Neuköllner eine Polizistin verprügelt, weil sie vor seinem BMW zu langsam gefahren sei. Und 2010 wollen zwei Polizisten in Steglitz einen Mann festnehmen, als sie von 50 Männer angegriffen werden.

„Die Jugendlichen dort haben keine Perspektive, es herrscht große Hoffnungslosigkeit“, sagt ein Sozialarbeiter des Projekts „Gangway“ aus dem Bereich Wedding und Gesundbrunnen. Das Problem sei vor allem eine fehelnde Ausbildung.

Der Soldiner Kiez sei in den letzten Jahren eher ruhig gewesen, sagt der SPD-Abgeordnete Wieland. Das liege auch an den Präventionsmaßnahmen der Polizei. „Vor sieben bis acht Jahren gab es diese Schwierigkeiten bei jedem Einsatz dort.

Wir haben eine Initiative gestartet, um das Verhältnis zwischen Bewohnern und der Polizei zu verbessern“, sagt Eckhard Mantei, Polizeihauptkommissar im Soldiner Kiez. Gemeinsames Backen, Fußballturniere und andere Aktivitäten hätten das Klima verbessert, zumindest im Soldiner Kiez.

Seit dem Start der Initiative sei die Auseinandersetzung am Montag hier der erste Vorfall dieser Art. Im Berliner Armutsbericht 2015 wurde das Viertel von der Liste der Problemkieze gestrichen.

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Time am 10. August 2016

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1) http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/polizeieinsatz-in-berlin-gesundbrunnen-70-maenner-gegen-die-polizei-wegen-eines-elfjaehrigen/13987946.html


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