Das Ende des Nazislahm (#2)

10. Mai 2015

Fracking

Vor einem halben Jahr hatte ich Ihnen hier einen Aufsatz über die politischen und ökonomischen Folgen des Fracking vorgelegt (1). Ein aktueller Artikel auf „FAZ.NET“ von Winand von Petersdorff führt weiter in das Thema ein (2).

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Veränderte Fördertechniken

In der neuen Ölwelt

Was wäre eigentlich, wenn es mehr Öl als genug gäbe und trotzdem immer weniger verbraucht würde? Es spricht einiges dafür, dass es so kommen wird.

Der Tag, an dem das neue Ölzeitalter offenkundig wurde, war der 27. November 2014. Die Vereinigten Staaten feierten Thanksgiving, ein Tag der Truthähne, Kürbisse und der Familie und nicht gerade des Rohöls. Doch an jenem Donnerstag beendete die Organisation der Erdöl exportierenden Länder Opec ihre turnusgemäße Zusammenkunft in Wien mit einer wichtigen Mitteilung: Ihre Mitglieder würden die Ölförderung nicht drosseln, sondern auf dem alten Niveau halten, trotz des schon Monate währenden Preisverfalls.

Die Mitteilung war formal gehalten, nichts deutete äußerlich auf die Brisanz. Das Ölkartell Opec stellte an diesem Tag seine Bemühungen ein, die Preise unter Kontrolle zu bringen. 1960 war die Vereinigung just zu dem Zweck gegründet worden, das Rohöl nicht zu billig werden zu lassen. 1973 zeigte die Organisation ihre Macht, als sie ihre Förderung drosselte, den Ölpreis um 70 Prozent nach oben trieb und eine Rezession in vielen Ländern auslöste. Die Opec war im Zenit. Und heute? Heute überlässt sie die Preisbildung den Märkten. Vorerst.

Sofort nachdem die Opec ihr Statement veröffentlicht hatte, fiel der Preis für Rohöl, der schon seit Juni gesunken war, wie ein Stein. Später pendelte er sich zwischen 50 Dollar und 60 Dollar je Fass (159 Liter) ein. Der Preisrutsch beendete eine dreieinhalbjährige Phase, in der das Fass im Schnitt 110 Dollar gekostet hatte. Nie in der Geschichte war der Preis für Rohöl so lange so hoch gewesen. Und nie zuvor war er dabei so stabil geblieben wie in jenen dreieinhalb Jahren. Kein Wunder, dass sich das Gefühl eingeschlichen hatte, der Ölpreis habe sein natürliches Gleichgewicht gefunden und der historisch hohe Preis reflektiere die Endlichkeit des Rohstoffs.

Dabei war alles ein einziger großer Zufall. Christof Rühl, Chefökonom der Abu Dhabi Investment Authority, erklärt das so: Zwei Revolutionen haben sich in ihrer Wirkung neutralisiert. Die eine war politisch, fand in Nordafrika statt und setzte den eminent wichtigen Öllieferanten Libyen zeitweise außer Gefecht. Weil zudem verschärfte Sanktionen gegen Iran ihren Tribut forderten, fehlten plötzlich drei bis fünf Prozent des geplanten Ölangebots auf dem Markt in einer Zeit, in der die Nachfrage von den durstigen Schwellenländern beflügelt stieg. Das war der Stoff für eine ungekannte Preisexplosion weit über 111 Dollar hinaus.

„Opec hat den Frackern den Krieg erklärt“

Doch wie durch ein Wunder entfaltete just in jener Phase die zweite technische Revolution ihre Wirkung: die amerikanische Ölschieferrevolution, die Ausbeutung von unkonventionellen Vorkommen, vor allem im Schiefergestein, mit unkonventionellen Methoden. Genauer: die Kombination von Fracking und horizontalem Bohren. Noch im ersten Quartal 2011 war die Ölförderung der Vereinigten Staaten leicht geschrumpft. Drei Jahre später reichte die Fördermenge des Landes aus, um Verluste von Libyen, Iran und anderen Lieferanten auszugleichen.

Heute können die Vereinigten Staaten rund zehn Prozent der globalen Nachfrage decken, sie fördern so viel wie in den Rekordjahren zwischen 1968 und 1973. Amerikas Fracker haben fast im Alleingang die Verhältnisse auf den Kopf gestellt. Weil gleichzeitig weniger verbraucht wurde als erwartet, schwimmt die Welt plötzlich in Öl.

Die Opec hatte das genauso wenig kommen sehen wie die meisten anderen Beobachter. Doch das Kartell hat schon Schlimmeres überstanden. Jetzt lässt es unter der Führung Saudi-Arabiens den Sturzflug der Preise zu, der allen Ölgesellschaften auf der Welt weh tut, eigenen Opec-Mitgliedern wie Venezuela besonders. Der Verdacht kommt auf, die Saudis, die sich das leisten können, wollen die amerikanische Konkurrenz aus dem Markt drängen. „Opec hat den Frackern den Krieg erklärt“, ist die dramatische Schlagzeile zu dieser Entwicklung. Exxon-Chef Rex Tillerson sieht das allerdings nüchterner. Auf der jüngsten Ölkonferenz in Houston sagte er: „Die Saudis testen ganz klassisch den Markt.“

Auf dem ersten Blick ist die Situation für die Branche tatsächlich nicht neu. Die alten Fahrensleute der Industrie hatten sich damit abgefunden. Sie waren eben in einer Boom-und-Bust-Branche unterwegs: Mal ging es hoch, mal ging es runter immer schön dem Schweinezyklus entlang. Weltweit regieren die Ölkonzerne klassisch auf den Preisverfall. Sie kürzen Kosten und geben die teuersten Förderprojekte auf, in der Tiefsee, in kalten Regionen oder politisch instabilen Ländern. Die Beschneidung macht sich gewöhnlich nach zehn Jahren bemerkbar. Denn so viel Zeit brauchten die Großprojekte, um ins Laufen zu kommen. Dann wird das Öl knapp, die Preise steigen rapide, sobald alle mitbekommen hatten, was los ist.

Die Förderungstechnik wird immer besser und effizienter

Doch diesmal könnte es anders kommen. Ein entscheidender Faktor ist die überraschende Zähigkeit von Amerikas Frackern. Können sie überleben mit einem halbierten Ölpreis? Die Zeichen deuten darauf hin. Entgegen der allgemeinen Erwartung haben die amerikanischen Produzenten nach den letzten verfügbaren Zahlen ihre Förderung weiter gesteigert. Gleichzeitig aber hat die Industrie binnen eines Jahres die Hälfte ihre Fördertürme abgebaut. Die verbliebenen 900 schaffen somit das Doppelte.

Aber da geht noch mehr. Die Ölförderer schauen gerade genau hin, wie ihre Kollegen vom Schiefergas mit dem Preissturz für Erdgas überleben. Ein Mann kann davon berichten. Er heißt Steve Mueller und ist der Chef der Firma Southwestern Energy, Amerikas drittgrößter Gasförderer. Der ausgebildete Geologe Mueller spricht davon, wie das Mooresche Gesetz Einzug in seine Branche gefunden hat. Dieses Gesetz ist so eine Art Faustformel, derzufolge sich alle zwei Jahre die Leistung von Computerchips verdoppelt bei sinkenden Kosten. Anfang 2007 zählte die Schiefergas-Branche in Amerika 1500 Bohranlagen für Gasvorkommen, heute sind es 250, die Erdgasproduktion hat sich nichtsdestotrotz vergrößert.

Muellers Firma braucht heute sechs Tage, um ein Vorkommen anzubohren und mit der Ausbeutung zu beginnen, der Rekord waren drei Tage. Sieben Jahre zuvor brauchte er dafür noch dreimal so lange. Und es kostet weniger, ein Vorkommen anzubohren als vor sieben Jahren. Welche Industrie kann das von sich sagen? Die Entwicklung ist nach Muellers Einschätzung noch nicht zu Ende. „Wir haben etwas Unwiderstehliches in Gang gesetzt. Es wird nur noch besser“, sagt der Unternehmer. Der Gaspreis hat sich in den Vereinigten Staaten seit 2013 halbiert, während die Förderung weiter stieg. Die Vereinigten Staaten werden in absehbarer Zeit Gasexporteur.

Ob sich diese Entwicklung für die junge amerikanische Ölindustrie wiederholen lässt, ist noch nicht ganz klar. Doch in Houston sprechen jetzt alle von der Automation und Industrialisierung der Ölförderung. Bei diesen Entwicklungen kommen dann Unternehmen wie die Siemens AG ins Spiel. Deren Amerika-Chef Eric Spiegel spricht von dem Ziel der unbemannten Bohranlage, die von einem Kontrollzentrum aus gesteuert wird. Doch Siemens könnte noch in anderer Weise zu sparen helfen. Im Moment werden die Ölanlagen mit Dieselmotoren betrieben. In Zukunft könnten die Ölfracker das häufig anfallende Gas einfangen, statt es abzufackeln, und damit eine Turbine betreiben, die Strom für die Bohranlage liefert. Siemens hat solche Turbinen im Sortiment. Das Beispiel zeigt, da ist noch viel zu holen.

Kommt der „Peak demand“?

Deutlich wird aber auch, dass eine völlig neue Art der Ölindustrie in Amerika entstanden ist. Sie folgt nicht den jahrelangen Investitionszyklen der alten Ölgiganten. Die amerikanischen Fracker sind schnell und können auf Marktveränderungen sofort reagieren. Fracking beruht auf der Ausbeutung vieler kleiner kurzlebiger Vorkommen mit vergleichsweise billigen Anlagen. Wenn es nichts zu verdienen gibt, können die Unternehmen die Arbeit schnell unterbrechen, um sie fast genauso schnell wiederaufzunehmen, wenn wieder Gewinne winken. Energieökonom Rühl weist darauf hin, dass die amerikanischen Förderer aktuell 6000 Ölvorkommen angebohrt, aber noch nicht gefrackt hätten. Das können sie aber sofort, sobald der Markt entsprechendes Verlangen äußert.

Bleibt das Rohöl also auf Dauer billig? Nicht, wenn die Politik dominiert. All die Faktoren, die auf die Phase von 2011 bis 2014 entscheidend beeinflusst haben, sind immer noch wirkungsvoll. Die politischen Unruhen, die Libyen und Syrien betroffen haben, greifen inzwischen auf dem Jemen und Saudi-Arabien über mit noch nicht absehbaren Folgen. Saudi-Arabien selbst hat die finanzielle Ausdauer, die Produktion zu drosseln, um höhere Preise durchzusetzen.

Nur, die Politik wirkt auch entgegengesetzt. Während Niedrigpreise private Firmen entmutigen, könnten Länder wie Russland oder Venezuela, deren Staatshaushalte am Öl hängen, animiert sein, die Produktion zu erhöhen. Sie brauchen das Geld um jeden Preis.

Saudi-Arabien hat mit dem Verzicht der Drosselung der Produktion wenigstens seinen Marktanteil gehalten und kann mit niedrigen Preisen lange leben.

Eines allerdings fürchten die Saudis noch stärker als Konkurrenz: Das sind die Verbraucher. Die Produktionspläne der Ölländer beruhen darauf, dass die Nachfrage weiter steigt. Es gibt aber Zeichen, dass sie das nicht im erwarteten Ausmaß tun wird. „Peak Demand“ heißt das Wort dafür. Die Industrieländer haben nach einer Prognose der Mineralölkonzern BP ihren Nachfragehöhepunkt womöglich hinter sich. Weitere Länder haben nach Angaben des Internationalen Währungsfonds den Preisverfall des Öls genutzt, die Benzinsubventionen zu streichen, und damit den Effekt vermieden, dass Verbraucher wegen des billigen Treibstoffs länger Auto fahren.

Noch spannender ist aber, was gerade in China passiert, das in den Plänen der Ölförderer die wichtigste Rolle spielt. Die Volkswirtschaft wächst langsamer, und sie verändert sich langsam: von einem Land der Industrie hin zu einem Land der Dienstleistung. Am Ende bestellt China weniger Rohöl. Und die Öllieferanten der Welt haben sich womöglich schon wieder verspekuliert.

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Time am 10. Mai 2015

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2014/12/09/ihre-tage-sind-gezahlt/
2) http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/zu-viel-rohoel-dank-fracking-peak-demand-winkt-statt-peak-oil-13582458.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Nazislahm = Holocaust

9. Mai 2015

Schlange

In Naziran wurde eine antijüdische Karikaturenausstellung abgesagt (1).

Das Motiv für die Ausstellung ist interessant. Ihr Veranstalter Massud Shodschaei hatte gesagt: „Wenn die Beleidigung unseres Propheten legitim ist, sollte eine Untersuchung des Holocausts genauso legitim sein.“

Damit setzt er treffenderweise Klo H. Metzel mit dem Holocaust gleich – der allerdings nur einer von vielen grauenhaften Aspekten des deutschen Nationalsozialismus ist.

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Umstrittene Karikaturen

Teheran sagt Holocaust-Ausstellung ab

Eine Ausstellung mit Karikaturen zum Thema Holocaust ist kurz vor der Eröffnung abgesagt worden. Angeblich war der Veranstalter erkrankt.

In Iran ist eine umstrittene Ausstellung von Karikaturen zum Thema Holocaust kurzfristig abgesagt worden. Die Ausstellung sollte eine Protestaktion gegen die Mohammed-Zeichnungen im französischen Satiremagazin „Charlie Hebdo“ sein und eigentlich am Samstag im Palästina-Museum in Teheran eröffnet werden.

Zur Begründung hieß es, der Veranstalter der Karikaturen-Schau, Massud Shodschaei, sei krank. Es wird aber vermutet, dass die iranische Führung vermeiden wollte, mit der Ausstellung in der Endphase der Atomverhandlungen negative Schlagzeilen im Esten zu provozieren. Shodschaei hatte über sein Vorhaben gesagt: „Wenn die Beleidigung unseres Propheten (Mohammed) legitim ist, sollte eine Untersuchung des Holocausts genauso legitim sein.“

Die Ausstellung war Teil eines Karikaturenwettbewerbs zum Thema Holocaust, an dem 312 Zeichnern aus 51 Ländern, darunter angeblich auch aus Deutschland und Frankreich, teilgenommen hatten. Die besten Zeichnung sollten ausgestellt werden und die Gewinner Preisgelder bis zu umgerechnet 20.000 Euro erhalten.

Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte die historischen Dimensionen des Holocausts immer wieder in Frage gestellt. Sein Nachfolger Hassan Rohani distanzierte sich gleich nach seiner Amtsübernahme 2013 von diesen Äußerungen und bezeichnete den Holocaust als eine bittere historische Tatsache, die auch Iran verurteile.

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Time am 9. Mai 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/asien/karikaturen-teheran-sagt-holocaust-ausstellung-ab-13583712.html

Danke! Danke! Danke!

8. Mai 2015

Keitel

Am 8. Mai 1945 unterzeichnete General Keitel die Kapitulationsurkunde des niedergerungenen Nazi-Deutschlands.

Dieses Volk – mein Volk – war zur Schande der Menschheit geworden, und es MUSSTE in die Schranken gewiesen werden. Ungeheure Verbrechen waren begangen worden, sie sprachen für die Auslöschung dieses Volkes.  Aber man ließ uns wieder mitmachen – auf der Hälfte unseres einstmaligen Territoriums – auch, weil wir unschätzbare Verdienste für die Menschheit erworben hatten.

Adolf und seine Kamarilla waren im Herzen Orks: Sie dachten territorial und expansiv! Der Wahnsinn einer zunächst kleinen Clique hat unser Territorium halbiert!

Aber unsere europäischen und amerikanischen Freunde und die in aller Welt erkannten uns und führten uns auf das zurück, was wir sind.

Wir sind seit mindestens 2.000 Jahren ZUVERLÄSSIG einer der ganz großen Impulsgeber der Weltzivilisation, ihrer Ideen, ihrer Kultur, ihrer Wissenschaft – völlig unabhängig vom durchschnittlichen Wohnraum!

Wir sind der Phoenix – und die Asche liegt nun unter uns!

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Time am 8. Mai 2015

Lügen über Israel (#2)

8. Mai 2015

IDF

Auf „israel heute“ berichtet Aviel Schneider von dem schäbigen Verhalten der meisten westlichen Medien Israel gegenüber in Bezug auf den letzten Gasa-Krieg (1).

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Um Israel zu loben, wird das Schweigen nicht gebrochen

Alle zwei Jahren wird das Schweigen gebrochen. Wiederholt macht aktuell die israelische Bewegung „Schowrim Schtika“ (Schweigen brechen) Schlagzeilen in den ausländischen Medien, und zwar mit der Veröffentlichung ihres neusten Berichts. 60 israelische Soldaten, die im letzten Gaza-Krieg kämpften, haben ihr Schweigen gebrochen und erzählen, was aus ihrer Sicht im Krieg abgelaufen ist.

Die Zeugenaussagen der Soldaten sind fast alle anonym. Junge Wehrpflichtige, Offiziere und Reservisten, aus verschiedenen Einheiten legen Zeugnisse ab, die mit der offiziellen Stellung der israelischen Armee oder der Stimmung im Volk nicht übereinstimmt. „Wir sind keine moralische Armee, so wie es Israels Politiker gerne vorgeben“, behauptet Jehuda Schaul, der die Organisation nach seinem eigenen Wehrdienst im Jahr 2004 gegründet hatte. „In Wirklichkeit sind wir als Armee weit entfernt davon, alles zu tun, um zivile Opfer zu vermeiden.”

Sowohl die israelische Armee als auch die Regierung lehnen die Kritik gegen ihre Soldaten ab, da „Schowrim Schtika“ fast nur von ausländischen Regierungen, Kirchen und Bewegungen finanziert wird. Darunter zum Teil pro-palästinensische Bewegungen und christliche Hilfswerke, die grundsätzlich mit Israels Politik ein Problem haben. Dazu zählen Bewegungen wie Christian Aid, Dan Church Aid (DCA), Trócaire, Ford Foundation, Misereor, Moriah Fund, The Spurkplug Foundation und SIVMO. Die kontroversen Methoden anonymer Zeugenaussagen der im Report erscheinen Soldaten, führen laut israelischem Armeesprecher zu Fehlern bei der Untersuchung von vorgelegten Vorfällen.

In den ausländischen Medien wurde der Bericht bislang schnell und großzügig gegen Israel ausgeschlachtet. Es gibt nichts Besseres gegen Israel, als interne Selbstkritik wie diese von „Schweigen brechen“.

In den israelischen Medien, besonders im Fernsehen wurde in der letzte Woche mehrmals drüber diskutiert. Auf der einen Seite ist es gut, dass solch eine Bewegung wie „Schowrim Schtika“ in Israel existiert und damit auf Fälle aufmerksam macht, die vielleicht falsch waren. Und gleichzeitig der Außenwelt zeigt, was es heißt eine Demokratie im Nahen Osten zu sein, hieß es.

Auf der anderen Seite betonte man auch, dass die Brutalität des radikalen Hamasregimes und die unterirdischen Terrortunnel den israelischen Soldaten oft keine andere Wahl ließen, so zu handeln, wie sie gehandelt haben. „Der Hamas ist ein schrecklicher Feind, der sich in den letzten Jahren noch schrecklicher entwickelt hat und dagegen müssen sich unsere Soldaten verteidigen“, erklärte der hoch geschätzte Moderator Motti Kirchenbaum im Fernsehkanal Zehn. „Dass vielleicht Fehler unterlaufen kann passieren, aber es ist keine Strategie der israelischen Armee, palästinensische Zivilsten aus Lust und Laune zu erschießen.“ Andere sind sogar der Meinung, dass der Report Israel auch einen Gefallen getan hat, indem er zwischen den Zeilen zeigt, wie vorsichtig die Armee mit der palästinensischen Zivilbevölkerung umgegangen ist.

In Fällen, in denen Israel im Nu schlecht gemacht werden kann, brechen die ausländischen Medien schnell ihr Schweigen. Nicht aber dann, wenn die UNO erstmals wie in der vorigen Woche feststellt, dass die Hamas im jüngsten Gaza-Krieg UN-Einrichtungen als Waffenlager missbrauchte. Aus dem 200-seitigen Bericht erwähnten die ausländischen Medien fast nur, dass die UNO Israel für Angriffe auf UN-Einrichtungen im Gazastreifen verantwortlich machte. Die Tatsache, so wie es der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in einem Schreiben an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erklärte, dass die Hamas UN-Einrichtungen als Waffenlager verwendet hat und aus zwei UN-Hilfswerken sogar auf Israel geschossen hat, was nicht akzeptabel sei, wurde in den ausländischen Medien nicht oder kaum erwähnt.

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Time am 8. Mai 2015

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1) http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/28556/Default.aspx

Nase in der Hölle

8. Mai 2015

Nasr al-Ansi

Im Januar hatte sich das Ork Nasr al-Ansi noch damit gebrüstet, die Abschlachtung der wehrlosen Journalisten und Karikaturisten von Charlie Hebdo organisiert zu haben. Jetzt wurde er durch amerikanische Drohnen zur Hölle befördert, wie „N-TV“ berichtet (1).

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Bekenner der Anschläge von Paris

Al-Kaida-Anführer im Jemen getötet

Der Terroranführer, der sich zu dem Anschlag auf das Satiremagazin “Charlie Hebdo” bekannt hat, ist bei einem US-Luftangriff getötet worden. Das teilt Al-Kaida selbst mit. Neben Al-Ansi sei auch dessen Sohn getötet worden.

Bei einem amerikanischen Drohnenangriff im Jemen ist ein Anführer von Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) getötet worden. Nasr al-Ansi hatte im Januar in einem Video erklärt, dass die islamistische Terrororganisation die Verantwortung für den Terrorangriff auf die französische Satirezeitung “Charlie Hebdo” trage. Al-Ansi sei zusammen mit seinem Sohn und mehreren weiteren Kämpfern angegriffen worden, teilte seine Organisation mit.

Der Beschuss sei in der Hafenstadt Mukalla erfolgt. Zeugen berichteten, eine amerikanische Drohne habe ein geparktes Fahrzeug getroffen und sechs mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer getötet.

In seinem Bekennervideo vom 14. Januar sagte Al-Ansi, der Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri habe den Angriff auf den Sitz von “Charlie Hebdo” angeordnet, um die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen zu rächen. Kurz darauf hatte Al-Ansi per Video-Botschaft Muslime zu Einzelattacken auf Ziele in der westlichen Welt aufgerufen.

Al-Ansi trat auch in Bekennervideos zur Geiselnahme und Tötung des amerikanischen Fotojournalisten Luke Somers im Dezember 2014 in Erscheinung. Somers und eine weitere Geisel waren bei einer missglückten amerikanischen Kommandoaktion im Jemen getötet worden.

Der in der jemenitischen Stadt Taes geborene Al-Ansi kämpfte im Jahr 1995 im Bosnienkrieg. Später reiste er über den Jemen und Kaschmir nach Afghanistan, wo er sich in Al-Kaida-Camps militärisch ausbilden ließ. Im Jahr 2011 schloss er sich dann dem jemenitischen Ableger von Al-Kaida an.

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Time am 8. Mai 2015

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1) http://www.n-tv.de/politik/Al-Kaida-Anfuehrer-im-Jemen-getoetet-article15064946.html

Kreuzzüge

7. Mai 2015

Kreuzzüge

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Time am 7. Mai 2015

Meine Solidarität gilt allen, die…

6. Mai 2015

Shahin Najafi

Wie Sie wissen, kann ich dem Rap so gut wie gar nichts abgewinnen. Wenn Rapper jedoch von SAlafisten und JihadISten mit dem Tod bedroht werden, haben sie meine tiefste Sympathie.

Shahin Najafi aus Naziran ist so ein Rapper.

Lesen Sie einen Bericht von „FAZ.NET“ von Andreas Rossmann (1).

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Der Terror gilt allen

Islamisten aus Iran bedrohen den Musiker Shahin Najafi seit Jahren mit dem Tod. Jetzt wurde die „Fatwa“ erneuert. Fürchten sollen sich alle, die Najafis Konzerte besuchen. Er geht gerade auf Tour.

Drei Jahre nachdem zwei Großajatollahs in Iran eine Fatwa wegen „Gotteslästerung und Abfall vom Glauben“ gegen ihn erlassen hatten, weil er in seinem Song „Naghi“ den zehnten Imam der schiitischen Muslime beleidigt habe, sieht sich der Musiker und Rapper Shahin Najafi neuen Todesdekreten ausgesetzt. Wie Najafi, der seit der Flucht aus seiner Heimat 2005 in der Nähe von Köln lebt, im Gespräch mit FAZ.NET sagte, habe er von Unbekannten eine E-Mail mit zwei Links zu Websites erhalten, auf denen eine Gruppe von schiitischen Aktivisten eine Belohnung von 500.000.000 Touman demjenigen verspricht, „der diese Dreckshyäne auslöscht“. Im Falle des Todes des Vollstreckers, so heiße es dort weiter, werde die Summe an die Familie des „Märtyrers“ ausgezahlt. Auch könne der Betrag (in iranischer Währung, entspricht etwa 150.000 amerikanischen Dollar) je nach Anzahl der Freiwilligen nach oben korrigiert werden.

Najafi, der seit drei Jahren „persönliche und berufliche Einschränkungen, Beleidigungen und Drohungen“ erfährt, hält es für keinen Zufall, dass der Aufruf zeitlich mit der Veröffentlichung seines neuen Albums zusammenfällt, das am Freitag erschienen ist. Am 16. Mai möchten er und seine Band in Köln eine Tournee beginnen, die auch nach Amsterdam, Frankfurt und Hamburg sowie im Herbst nach Kanada und in die Vereinigten Staaten führt. Ob und unter welchen Sicherheitsvorkehrungen die Konzerte stattfinden können, ist derzeit offen. Dass „diesmal“, so Shahin Najafi, „nicht nur meine Person, sondern auch meine Fans und Konzertbesucher mit dem Tod bedroht werden“, gebe der Kampagne eine neue Dimension, richte sie sich doch gegen jeden, der eine Veranstaltung besuchen möchte.

„Diesmal werden wir keine Ausreden akzeptieren, und wir können auch niemanden verschonen“, drohe die Gruppe Abaolshohada auf der Website: „Nicht diesen Blasphemiker, nicht den Ticketverkäufer, nicht den Organisator, aber auch nicht den Besucher seiner Konzerte und seine Fans im Internet.“ Najafi erklärte, er wende sich an die Öffentlichkeit, weil er sich damit am ehesten schützen könne: „Ich werde mich diesen Extremisten nicht beugen, sondern standhaft bleiben und weitermachen.“

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Time am 6. Mai 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/neue-todesdrohungen-gegen-den-musiker-shahin-najafi-13576482.html

Der Unrat

5. Mai 2015

Lügazin

Beim staatlich geförderten „Lügazin“ erfahren wir, dass ein ominöser „Rat für Migration“ dem Bundesinnenministerium „schwere Vorwürfe“ macht (1). Konkreter formuliert meint „Rat für Migration“ natürlich „Unterstützungskommittee für die massenhafte Einsickerung von SAlafisten und JihadISten in Europa“. „Dublin abschaffen“ ist der Artikel im „Lügazin“ überschrieben, und das meint: „Den freien Westen abschaffen“.

Dieser Lügenverein rechnet mit „bis zu 200.000 Mittelmeerflüchtlingen“„im Sommer“ – was weit unter den Werten des beschwichtigenden Staatssenders „Das Erste“ liegt (2), der schon 500.000 erwartet, und daraus lernen wir, dass die Skala der Orkinvasoren nach Ansicht unserer politisch-medialen Eliten ebenso wie die Richter-Skala auf ewig nach „oben hin offen“ ist. Kommt einfach, und dann schau’n wir mal, das ist die Devise. Dem Orkkommittee reicht das nicht. Aus der verheerenden Tatsache, dass de facto 90% der Orks von uns als Asylanten anerkannt werden, kreieren die Ork-Kommissare die Forderung, die Invasoren nicht nur als „Flüchtlinge“ anzuerkennen, sondern sie auch auf für alle 100% 100%ig sicheren Wegen nach Europa zu bringen – denn 98% schaffen es ja schon jetzt (3).

Aber nun wollen wir doch mal genauer wissen, was der sogenannte „Rat für Migration“ ist. Gut, er ist, wie sein Name sagt, FÜR massenhafte Einwanderung in Europa. Wiki (4):

„Der Rat für Migration (RfM) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Deutschland, die sich mit Fragen von Migration und Integration beschäftigen, in der Rechtsform eines gemeinnützigen eingetragenen Vereins (e.V.).“

Aber das ist ja super. „Wissenschaftler“ schließen sich zusammen, um „wissenschaftlich“ zu „beweisen“, dass massenhafte Immigration aus der Orksphäre gut für das deutsche Volk und die offene Gesellschaft ist?

Sorry, aber das ist nicht das westliche „Wissenschaftsverständnis“, das in der Tat stets ergebnisoffen ist. Das ist das mohammedanistische Wissenschaftsverständnis, das den Wissenschaften die Aufgabe zuweist, die Wirklichkeit auf den Kloran und Klo H. Metzels verdorbenen Charakter zuzurichten.

Und wer ist da so drin, im „Rat“?

„Der Rat für Migration setzt sich aus rund 100 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen. Vorsitzender ist der Ethnologe Werner Schiffauer (Frankfurt/Oder), weitere Mitglieder des aktuellen Vorstands sind die Erziehungswissenschaftlerin Marianne Krüger-Potratz (Münster), der Sozialpsychologe Andreas Zick (Bielefeld), der SWR-Integrationsbeauftragte Karl-Heinz Meier-Braun (Stuttgart) und die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan.“

Schiffauer und Foroutan – das Duo Infernal der Dimmitude! Da fehlt mir aber noch ein Lump von größter Bedeutung für diese Versammlung von Stiefelleckern! Das gibt’s doch nicht! Wo bleibt er denn? Mal runterscrollen…

Muahahaha! Wusste ich’s doch:

Bade

Im Zentrum dieses Schleimernetzes sitzt der Oberschneck Bade!

Was wären die Nazislahmisten ohne ihren eitlen Lakaien Klaus, den „Pfau“?

Oder sollen wir den jetzt lieber „Jabba the hut“ nennen?

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Time am 5. Mai 2015

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1) http://www.migazin.de/2015/04/30/rat-fuer-migration-erhebt-schwere-vorwuerfe-gegen-bundesinnenministerium/
2) http://www.tagesschau.de/inland/asylbewerber-zahlen-deutschland-101.html
3) http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-18/editorial-grenzen-die-weltwoche-ausgabe-182015.html
4) http://de.wikipedia.org/wiki/Rat_für_Migration

Bundeswehr nach Afrika

4. Mai 2015

Bundeswehr

In der „Welt“ nimmt Henryk M. Broder zur orkischen Masseninvasion Stellung (1).

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Wir sind den Afrikanern Bundeswehreinsätze schuldig

Wer Flüchtlingen helfen will, müsste der Bundeswehr ein „robustes Mandat“ verschaffen, um in Afrika sichere Zonen zu etablieren. Das würde das Problem nicht lösen, aber das große Sterben stoppen.

Nach Angaben der UN-Flüchtlingshilfe waren Ende des Jahres 2013 mehr als 51 Millionen Menschen „auf der Flucht“. Knapp 17 Millionen, ein Drittel, waren „klassische“ Flüchtlinge im Sinne der völkerrechtlichen Definition des Begriffes. Mehr als 33 Millionen, also zwei Drittel, waren „Binnenvertriebene“, die innerhalb ihres eigenen Landes fliehen mussten.

Das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen, der United Nations High Commissioner for Refugees, kümmerte sich 2013 weltweit um fast 36 Millionen Menschen – „Flüchtlinge, Binnenflüchtlinge, Asylbewerber, Rückkehrer und Staatenlose“. Inzwischen dürfte die Zahl noch größer sein.

Die meisten Politiker, nicht nur in Deutschland, sind von der Situation überfordert. Die einen möchten gerne Schiffe nach Afrika schicken, um den Flüchtlingen eine sichere Passage nach Europa zu ermöglichen, die anderen glauben, sie könnten mit „kontrollierter Einwanderung“ die Lage in den Griff bekommen. Derweil rollt eine Flüchtlingswelle auf Europa zu, mit der offenbar niemand gerechnet hatte, auch nicht die vielen Experten für Entwicklungshilfe beziehungsweise wirtschaftliche Zusammenarbeit, die in den vergangenen Jahren nicht müde wurden, uns immer wieder zu versichern, Afrika sei ein „Erfolgsmodell“ und das Geld, das wir dorthin schicken, gut angelegt.

Notorische Gutmenschen wie Sir Bob Geldof und Bono nahmen Afrika unter ihre Fittiche und forderten bei jedem ihrer Auftritte, es müsste noch mehr Geld dorthin fließen, natürlich nicht ihr eigenes, sondern das anderer Leute, OPM, Other People’s Money.

Sind wir für alle Länder verantwortlich?

Nun hat sich der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, zu Wort gemeldet. Während einer Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau sagte er, Deutschland habe so viel Unheil über die Welt gebracht und stehe bei so vielen Ländern tief in der Schuld, dass es sich nicht leisten könne, „Flüchtlinge und Verfolgte abzulehnen“.

Diese Feststellung ist nicht grundsätzlich verkehrt. Stünden Polen, Russen, Tschechen, Esten, Letten, Litauer, Norweger und Dänen vor unserer Tür, müssten wir uns in der Tat Gedanken darüber machen, wie wir ihnen helfen können.

Aber für das Elend in den Ländern, aus denen die Flüchtlinge heute kommen, sind ausnahmsweise nicht wir verantwortlich, sondern andere europäische Länder – wenn man mal unterstellt, dass der Kolonialismus bis heute nachwirkt: Frankreich für den Libanon, Syrien und große Teile Nord- und Westafrikas; Italien für Äthiopien, Eritrea und Libyen; Belgien für den Kongo, Ruanda und Burundi; England für den Sudan, Somalia und Nigeria.

Deutschland könnte allenfalls die Verantwortung für das Wohlergehen der Menschen im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, übernehmen, wo die kaiserlichen Truppen im Jahre 1904 den ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts verübten, als sie einen Aufstand der Herero und der Nama niederschlugen und dabei weder Frauen noch Kinder verschonten. Daraus könnte man eine moralische und politische Verpflichtung ableiten.

„Gerade wir als Deutsche“

Aber so hat es Josef Schuster, der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, nicht gemeint. Er sagte, Deutschland sei aufgrund seiner Vergangenheit „das letzte Land, das es sich leisten kann, Flüchtlinge und Verfolgte abzulehnen“. Egal, woher sie kommen und wer dafür verantwortlich ist, dass sie fliehen mussten. Er hat die beliebte Phrase – „gerade wir als Deutsche“ – neu paraphrasiert.

Schuster, der als Arzt täglich Menschen hilft, vertritt mit seiner Forderung sicher nicht die Mehrheit der Deutschen, er steht aber auch nicht allein auf weiter Flur. Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der „Süddeutschen Zeitung“, die sich über jeden Israeli freut, der nach Deutschland „flieht“, weil er damit das „Regime“ von Bibi Netanjahu delegitimiert, Prantl hält es für unsere „christliche Pflicht“, Menschen zu helfen, die ihr Leben für ein besseres Leben riskieren. So kommen christliche und jüdische Nächstenliebe zusammen – weit ab von jeder Realität.

Sollten sich Schuster und Prantl durchsetzen, könnte es in der Bundesrepublik etwas eng werden, auch in bisher dünn besiedelten Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern und der Sächsischen Schweiz. Andererseits würde es in monochromen Gegenden wie dem Schwarzwald endlich bunter werden.

Die Frage, ob Deutschland Millionen von Flüchtlingen wirtschaftlich und kulturell verkraften kann, ob es nicht eine „Sättigungsgrenze“ gibt, jenseits der Gesellschaften so umkippen wie bis jetzt einzelne Städte und Stadtteile – Duisburg-Marxloh, Berlin-Neukölln –, wird dabei gar nicht gestellt. Denn die Antwort könnte ernüchternd sein. Man denke an die Zustände rund um den Görlitzer Park und eine leer stehende Schule in Kreuzberg, die mit Unterstützung der grünen Kreuzberger Bürgermeisterin von einer Gruppe von Flüchtlingen besetzt wurde, die mit Gewalt ihre Anerkennung als Asylbewerber erzwingen wollten.

Wo bleibt das Gewaltmonopol des Staates?

Als die Polizei schließlich nach anderthalb Jahren die Schule räumte, war nicht nur das Gebäude ruiniert, sondern auch das Vertrauen der Bürger in das Gewaltmonopol des Staates.

Wer nun die bedingungs- und grenzenlose Aufnahme von Flüchtlingen fordert, der will nicht das Leiden der Flüchtlinge beenden, sondern nur sein eigenes: beim Anblick der Flüchtlinge in den vollgepackten seeuntauglichen Schlauchbooten. Die „Festung Europa“ soll fallen, aber der eigene Garten off limits für die Flüchtlinge bleiben.

Wer ihnen wirklich helfen will, der müsste sich um ein „robustes Mandat“ für die Bundeswehr bemühen, in Afrika „sichere Zonen“ zu etablieren, in denen Recht und Ordnung herrschen und niemand wegen seines Glaubens, seiner Hautfarbe oder seiner Herkunft verfolgt wird. Ein halbes Dutzend solcher „safe havens“ zwischen Nyala im Osten, Bamako im Westen und Annaba im Norden würde das Problem nicht lösen, aber erst einmal das große Sterben stoppen.

Das sind wir den Afrikanern schuldig. Vor allem wir als Deutsche.

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Time am 4. Mai 2015

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1) http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article140455149/Wir-sind-den-Afrikanern-Bundeswehreinsaetze-schuldig.html

Schachmatt

4. Mai 2015

Schachmatt

Unsere offene Gesellschaft ist in großer Gefahr durch mohammedanistische Extremisten, die in großer Zahl unter uns leben und in noch größerer Zahl aus der Orksphäre eindringen. Klare Worte über die nicht länger hinnehmbaren Zustände findet auf „FAZ.NET“ heute Reinhard Müller (1).

Was bei ihm einmal mehr fehlt, ist die Erkenntnis, dass der Mohammedanismus einer barbarischen Kriegergesellschaft entstammt und deren Werte und Normen spiegelt. Die mohammedanistischen Grundlagentexte sind samt und sonders durchseucht von Gewalttätigkeit und Perversion. Daher muss jeder, der sie verehrt und den Religionsbegründer, der ein Sklavenjäger, Mörder und Vergewaltiger war, zum „besten Menschen aller Zeiten“ erklärt, unter Generalverdacht gestellt werden. 

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Deutschland setzt sich matt

Gegen die Feinde im Inneren wird es immer schwerer, die mühsam erkämpften Errungenschaften des freiheitlichen Verfassungsstaates zu verteidigen. Deshalb ist es an jedem einzelnen Bürger, für ihn einzustehen.

Was muss sich nach der Verhaftung des mutmaßlichen Terroristen-Paares aus Oberursel ändern? Nichts. Alles ist doch bekannt: die Bedrohungslage, das Wesen des Gegners, die möglichen Maßnahmen gegen ihn, die Sicherheitsarchitektur, ihre Stärken und Schwächen, die Zusammenarbeit mit anderen Staaten und ihre Grenzen. Sogar ein erfolgreicher Anschlag wäre natürlich ein Grund, nach konkreten Versäumnissen zu suchen, aber eigentlich auch kein Grund, alles in Frage zu stellen.

Denn es wird ja ohnehin dauernd alles in Frage gestellt. Sonst gäbe es schließlich keine Aufklärung und keinen Fortschritt. Aber das (Sich-)Infragestellen kann auch zur Schwäche des freiheitlichen Staates werden. Die Folge ist ein Tunnelblick. Die Verabsolutierung einzelner Freiheitsrechte etwa kann zum Ausverkauf der Freiheit insgesamt führen. So lässt sich die Erlaubnis für eine muslimische Lehrerin begründen, im Unterricht ein Kopftuch zu tragen – sie blendet aber die gesellschaftliche Realität, den größeren Zusammenhang, das gezielte Ausnutzen der großzügigen deutschen Religionsfreiheit aus. Und schafft damit ein Einfallstor gegen Neutralität und für Fundamentalismus.

So setzt das Land sich selbst matt. Weil es ihm in der Auseinandersetzung mit Fundamentalisten an Glaubwürdigkeit fehlt; an Gegenpropaganda angesichts der Verhöhnung der eigenen Werte. Auch mit Blick auf die Religion, deren Bedeutung man gern betont. Deren Bindekraft nimmt ab, man glaubt nicht mehr so recht. Und wenn die Kirche denn einmal voll ist, dann sind die „Gläubigen“ damit beschäftigt, Gottesdienste, Taufen und Erntedankfeste abzufotografieren und zu filmen. Das Hochhalten des Telefons als heiliger Ritus.

Das strahlt aus. Ebenso wie national-bornierte Großzügigkeit. So mag man die Hilfen für Asylbewerber denen von Hartz-IV-Empfängern gleichsetzen, es geht schließlich um Menschen, die menschenwürdig behandelt werden müssen. Doch der Zweck ist grundverschieden – und vor allem wird bei solchen Leistungen die Lage Deutschlands als eines Landes mit offenen Grenzen vergessen. Gerade diejenigen, die sich so gern international geben, verkennen die von ihnen beschlossenen globalen Anreize für einen Ansturm auf Deutschland, der das Gemeinwesen überfordert. Ein Gemeinwesen, dass gewiss noch mehr Flüchtlinge aufnehmen könnte und hierbehalten wollte. Es muss aber Einfluss darauf haben, wer ins Land kommt und wie sich die Bevölkerung zusammensetzt.

Und gegen Angreifer muss man sich wehren. Bekämpft wird heutzutage aber nicht derjenige, der Gewalt ausübt, ob bei der Annexion der Krim oder gegen Bürger, die sich ein Radrennen anschauen wollen – sondern derjenige, der anderer Meinung ist. So werden im Netz Todesdrohungen gegen Sichtweisen ausgestoßen, die nicht dem eigenen Weltbild entsprechen. Solcherlei (Selbst-) Zerfleischung schwächt eine Gesellschaft, die sich doch darin einig sein sollte, ihren Schutzraum der Freiheit in einer unübersichtlichen Welt zu bewahren.

Dazu braucht man nicht in erster Linie die Rhetorik des Krieges – wohl aber das Bewusstsein, dass es Zehntausende gutorganisierte Fanatiker gibt, die mit kriegerischen Mitteln auch gegen Deutschland kämpfen. Darauf muss, ob in Afghanistan oder in Nahost, mit (funktionierenden) Kriegswaffen geantwortet werden. Gegen das Einsickern von Terroristen hilft vor allem ein Fremdenrecht, das diesen Namen verdient. Das reicht von der Asyl- und Flüchtlingspolitik bis zu Grenzkontrollen und Observationen. Es reicht schon, sich einfach an das geltende Recht zu halten und sich daran zu erinnern, wie es eigentlich gemeint war. Flüchtlinge, denen Verfolgung droht, dürfen nicht dorthin zurückgeführt werden, wo sie um ihr Leben fürchten müssen. Und eben nicht: Jeder, der es bis hierher schafft, darf bleiben. Wer nach nachprüfbaren Kriterien gefährlich erscheint, der darf nicht ins Land gelassen werden. Wer schon hier ist und womöglich die deutsche Staatsangehörigkeit hat, der muss genau unter die Lupe genommen werden. Eine großzügige Verteilung deutscher Pässe, wie sie die Grünen fordern und Sozialdemokraten auch befürworten, ist genau der falsche Weg – damit sollen offenbar auch noch die letzten Bänder durchschnitten werden, die noch irgendetwas zusammenhalten.

Am Ende dieses Horrortrips, der alle Freiheiten und Institutionen negiert, von denen sich auch ihre Zerstörer nähren, stehen dann Straßenschlachten wie kürzlich bei der EZB-Eröffnung in Frankfurt und gerade bei der Weltausstellung in Mailand. Die Demonstranten, bestens ausgerüstet, führen einen Krieg gegen den Staat und seine Diener und alles, was sie heil vorfinden. Sie sind vereint im Ziel, zu zerstören. Darin sind sie dem „Islamischen Staat“ nicht unähnlich. Gegen einen solchen Feind im Innern wird es immer schwerer, die mühsam erkämpften Errungenschaften des freiheitlichen Verfassungsstaates zu verteidigen. Der Staat wird von seinen Bürgern getragen – deshalb ist es an jedem Einzelnen, für ihn einzustehen. So wie die Bürgerin in Oberursel, die den entscheidenden Hinweis gab. Es bedarf mitunter nur wenig, um viel zu retten.

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Time am 4. Mai 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kommentar-deutschland-setzt-sich-matt-13572670.html


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