Es ist vorbei

26. Juni 2015

Absage

Wer kennt sie nicht, die Propagandaveranstaltungen der Orks in christlichen Gemeindehäusern oder Gewerkschaftsräumen, die von Fotoausstellungen begleitet werden, in denen die Mohammedanisten ihre Verbundenheit mit Deutschland dadurch zum Ausdruck bringen, indem sie die mohammedanistischen SS-Divisionen Hitlers feiern.

Nach vollzogenem Kotau der christlichen, jüdischen und bolschewistischen Lakaien begibt man sich sodann an’s mit orientalischen Leckereien reichhaltig gefüllte Buffett und versichert sich mit tork-deutschem Gestammel unverbrüchlicher Hingabe zu den mohammedanistischen „Brüdern“, getreu der Paradiesvorstellungen des äußerst primitiven Religionsgründers Klo H. Metzel. Dr. Ali Sina (1):

„In seinem Paradies werden die Leute mit fleischlichen Freuden belohnt, mit Fresserei, Ausschweifung und Geschlechtsverkehr. Es gibt keine Büchereien, Museen oder Kunstausstellungen in seinem Paradies. Der arme Mann konnte sich nicht die Freude des Lesens vorstellen und hatte kein Verständnis für die feineren Dinge im Leben. Er kannte nur die Sensationen durch seinen Penis und seinen Wanst.“

Mit dem Buffett und den fleischlichen Freuden ist es für die Dimmies jetzt aber vorbei, das haben die Mohammedanisten schon nicht mehr nötig, das ist für sie jetzt reine Geldverschwendung. Die „Islamische Zeitung“ (2):

„Traditionell wird das Fasten nach dem Abendgebet mit dem gemeinschaftlichen Mahl, auf Arabisch Iftar, gebrochen, zu dem häufig auch Nichtmuslime eingeladen werden. (…) Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) verzichtet in diesem Jahr zugunsten einer bundesweiten Flüchtlingsaktion auf das traditionelle Fastenbrechen mit Politik und Gesellschaft. Stattdessen sollen muslimische Gemeinden unterstützt werden.“

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Time am 26. Juni 2015

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/11/28/ali-sina-uber-spiritualitat-3/
2) http://www.islamische-zeitung.de/?id=19267

Rammeltag 2015, erste Woche

25. Juni 2015

Rammeltag15W1

Zum Ende des Rammeltags 2014 hatte ich geschrieben (1):

„Gestern war der letzte Tag des Rammeltags 2014 in Deutschland. Der amerikanische Bombathon-Score wies 2.174 durch Terrorattacken Ermordete aus, und das gibt mit den 57 Ermordeten des deutschen ersten Tages, den die Amerikaner nicht zählen, 2.231 Menschenopfer für AllaHundseingesandter. Das sind 580 mehr als 2013, was wiederum einer Steigerung von 35% entspricht. Bleibt es auch im vierten Jahr in Folge bei einer derartigen Rate, so kann für 2015 mit dem Überschreiten der 3.000er-Marke gerechnet werden.“

Schau’n wir mal, die Watte quillt!

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Time am 25. Juni 2015

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2014/07/28/rammeltag-2014-vierte-woche/

Die Unfreiheit der Andersdenkenden

24. Juni 2015

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Für die Mohammedanisten ist wie für die berühmte Bolschewistin Rosa Luxemburg Freiheit stets die Unfreiheit der Andersdenkenden – auch wenn sie schamlos das Gegenteil lügen!

Dies wird einmal mehr an einem Artikel in der „Islamischen Zeitung“ deutlich, in dem ein kritischer Beitrag gegen das Orkorgan – der unüblicherweise beim Dimmi-Sender „Deutschlandfunk“ erschienen ist – als Angriff auf die Pressefreiheit gewertet wird (1).

Unter anderem wirft das Ork Khalil Breuer dem DF-Autoren Thomas Klatt vor, er würde dem Orkorgan unterstellen, gegen die kapitalistische Weltordnung und den Papiergeld-Dollar als Leitwährung zu agitieren sowie die Einführung des Golddinars zu projektieren. Dies sei ein ebenso „stumpfsinniges wie idiotisches Gedankenmonster“, das mit keinem einzigen Zitat belegt werden könne. Eine einfache Nutzung der Suchfunktion der „Islamischen Zeitung“ zeigt indes prompt, dass die Opposition gegen unsere Wirtschaftsordnung und eben jener sagenhafte Dinar Themen sind, die die Fantasien der Ork-Redaktion ganz besonders erregen.

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Auch wirft man Klatt vor, dass er evangelischen Glaubens sei. Ja, wo kommen wir da heute hin, wenn sich evangelische Christen gegen die Weisung ihrer Kirchenfürsten kritisch über den Nazislahm äußern! Das mohammedanistische Hetzblatt:

„… handelt es sich eben hier um einen feigen Angriff gegen die Pressefreiheit auf der Plattform des Deutschlandfunks. Punkt.“

Etwas anderes als die Scharia ging für Orks nicht, geht für Orks nicht und wird für Orks nicht gehen. Punkt.

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Deutschlandfunk greift Pressefreiheit an

Der liberale Deutschlandfunk greift die Pressefreiheit an? Aber nein, natürlich nicht. Thomas Klatt, der vielbeschäftigte Autor eines verschwörungstheoretischen Features über die kleine „Islamische Zeitung“ würde dergleichen gewiss nie tun.

Sein Beitrag funktioniert subtiler: Er folgt der Logik, die wir in der Redaktion gerne als Assoziationstechnik bezeichnen. Bei der Anwendung dieser Technik geht es darum, die Zeitungsmacher, Autoren und Leser mit möglichst vielen bösen Dingen zu assoziieren. Das ist zwar im Ergebnis auch ein Angriff auf die Pressefreiheit, aber eben subtiler.

Der Autor (vom „Evangelischen Journalistenbüro Berlin“) baut seinen Artikel auf so genannte Assoziationsketten auf. Dabei bemüht er nur zwei „Zeugen der Anklage“, die zudem beide dem evangelikalen Milieu entstammen und die ihre These von einer „politisierten“ Zeitung, welche insgeheim die „Weltherrschaft“ (!) anstrebe, äußern dürfen. Sie tun dies mit Genuss: Da ist in ziemlichen wirren Ketten von Carl Schmitt, den historischen Murabitun, dem Heidegger, der Finanzherrschaft und dem Ausnahmezustand die Rede. Kurzum: verdächtig viel Meinung, aber nur wenige verdächtige und konkrete Zitate.

Islamreferent Johannes Kandel hat IZ-Herausgeber Abu Bakr Rieger zwar noch nie in seinem Leben getroffen, aber sich dennoch massiv auf ihn eingeschossen. Für ihn ist Rieger schwer verdächtig, weil er deutsche Größen wie Heidegger oder Schmitt und viele andere Autoren (Bourdieu, Fallada, Rufin usw.) für die Deutung des Zeitalters der Technik heranzieht. Kandel ist dabei intellektuell schlicht überfordert, wenn er Riegers Denken als politische Ideologie einordnet.

Wobei der Publizist, wenn man den IZ-Herausgeber wirklich liest, gerade Ideologie und politische Machenschaften mit dem späten Heidegger – mit dem er sich ja gerade deswegen beschäftigt – ablehnt. Es gibt überhaupt Dutzende Zitate, Texte und Beiträge von Rieger, welche die fiebrig vorgetragenen Thesen des Ex-Funktionärs der Friedrich-Ebert-Stiftung als böswillige Scharlatanerie entlarven.

Wie auch immer. Nicht nur die „Islamische Zeitung“ amüsiert sich übrigens über das Islam-Bashing des Herrn Kandel. Patrick Bahners, ehemaliger Feuilleton-Chef bei der FAZ, bezeichnete ihn in seinem Buch über die islamkritischen „Panikmacher“ als einen „Gatekeeper, der islamkritische Perspektiven in die politische und mediale Kommunikation einspeist“. Die fundierten Ausführungen von Bahners zu den Machenschaften der „Panikmacher“ sind für jeden interessierten Leser zur objektiven Einordnung dieser Angriffe unverzichtbar.

Für Thomas Klatt sind die einseitigen Vorlagen seiner „Experten“ verständlicherweise ein Fest der Assoziationstechnik. Das Team muss beim Zitieren des angeblich belastenden Materials – um die gewünschte Wirkung zu erlangen – natürlich ganz bewusst auf Quellenangaben verzichten. Seriöser Journalismus ist es nicht, wenn er zum Beispiel die folgende Passage – aus uns unbekanntem Kontext –irgendwie mit der „Islamischen Zeitung“ verknüpfen will:

„Das zeigt sich dann auch in so Thesen, das Papiergeld sei von Juden erfunden worden. Das sei Betrug und eben auch eine jüdische Erfindung. Die Welt-Finanz als Hauptfeind und man müsse den Golddinar wieder einführen.“

Selbstredend finden sich in 20 Jahren „Islamische Zeitung“ kein einziges Zitat, dass dieses so stumpfsinnige wie idiotische Gedankenmonster irgendwie belegt. (Die Redaktion verwahrt sich nebenbei gesagt gegen die in Umlauf gesetzte Verleumdungskampagne, sie sei antisemitisch oder verbreite irgendeine simplizistische Weltsicht)

Dem evangelischem Schreiber ist das alles egal. Die Absicht des Mannes, mit seinem recht überschaubaren Oeuvre, ist offenbar nicht eine fundierte journalistische Auseinandersetzung mit der „Islamischen Zeitung“, sondern vielmehr eine suchmaschinenkompatible Diffamierung der Zeitung an sich.

Hier wären wir dann wieder bei der Pressefreiheit. Natürlich ist eine kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten der Zeitung legitim. Hätten Klatt und seine Kollegen Recht mit ihren schrägen Thesen (die tausende, nach Klatts Logik „doofe“, muslimische und nicht-muslimische Leser über Jahre „übersehen“ haben), wäre eine scharfe Auseinandersetzung auch angebracht. Warum nicht. Wenn es aber überhaupt nur um Assoziationen und Verleumdung geht, dann handelt es sich eben hier um einen feigen Angriff gegen die Pressefreiheit auf der Plattform des Deutschlandfunks. Punkt.

„Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert“, heißt es im Volksmund. Für muslimische Zeitungsmacher, die eine Minderheit mit einem Nischenprodukt versorgen, muss dieser Satz heute leider besonders gelten. Aber, und das ist die gute Nachricht, als Zustand garantiert er dem Leser auch weiterhin völlige Unabhängigkeit.

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Time am 24. Juni 2015

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1) http://www.islamische-zeitung.de/?id=19263

Kampagne gegen Katar?

23. Juni 2015

Islam.de

Im Jahr 2022 möchte der mohammedanistische Sklavenhalterstaat Katar die Fußballweltmeisterschaft ausrichten. Bis dahin ist wegen der unmenschlichen Arbeitsbedingungen mit weit über 4.000 toten Arbeitern zu rechnen (1).

Aiman Mazyeks „islam.de“ hat damit kein Problem, wohl aber mit der Kritik an der orientalischen Despotie (2). Mit der OIC behauptet man eine „tendenziöse westliche Medienkampagne“, diffamiert die Kritiker dieses Unrechtsstaates als Menschen, die etwas gegen „Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt“ haben und zeigt einmal mehr, dass man von Menschenrechten und offener Gesellschaft rein gar nichts hält, sondern vielmehr die Durchsetzung der Scharia und den Sieg des IS-IS befürwortet.

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Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC):
„Tendenziöse westliche Medienkampagne gegen Katar“

Der Sport fördere neben Frieden und gesellschaftlichem Zusammenhalt auch die soziale und wirtschaftliche Entwicklung in dieser muslimischen Region – Wer könnte was dagegen haben?

Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) stellt sich hinter Katar als Austragungsort der Fußball-WM 2022. Die Kritik an der Vergabe durch die FIFA sei eine „tendenziöse westliche Medienkampagne“, erklärte der Verband von 57 mehrheitlich islamischen Staaten.

Die Vorbereitungen seien an einem guten Punkt und sollten fortgesetzt werden. Die WM in Katar sei eine „Win-win-Situation“ und eine gemeinsame Leistung aller islamischen Staaten. Zudem entspreche es einem „Recht der Völker der islamischen Welt“, das Turnier in dem Golfstaat auszutragen. Der Sport fördere neben Frieden und gesellschaftlichem Zusammenhalt auch die soziale und wirtschaftliche Entwicklung, betonte die OIC. Die Vergabe der Fußball-WM an Russland 2018 und an Katar 2022 war im Zuge von Korruptionsskandalen im Weltfußballverband in die Kritik geraten. Zudem bemängeln Menschenrechtler die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Gastarbeitern, die in Katar beim Bau der Wettkampforte beschäftigt sind.

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Time am 23. Juni 2015

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2013/11/07/4-000-tote-fur-die-wm/
2) http://www.islam.de/26517

Islamisierung? Sie träumen! (#21)

22. Juni 2015

Rammeltag_____

Time am 22. Juni 2015

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http://www.islamiq.de/2015/06/17/bayerischer-rundfunk-sendet-sonderprogramm-zum-ramadan/

Näher rankommen können

21. Juni 2015

Polizei

Noch geht es im Kampf gegen den mohammedanistischen Terrorismus nicht um Nuklearwaffen. Gleichwohl ist eine Aufrüstung unserer Sicherheitskräfte dringend geboten, wie „N-TV“ berichtet (1).

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Terroristen mit Kriegswaffen

Spezialeinsatzkräfte rüsten massiv auf

Bei den Terrorangriffen von Paris kämpften die Attentäter mit modernen Kriegswaffen. Darauf reagieren nun auch die Spezialkräfte der deutschen Polizei. In mehreren Bundesländern wird bei der Ausstattung der Beamten nachgebessert.

Nach den Terroranschlägen von Paris haben die Spezialkräfte der deutschen Polizei teils deutlich aufgerüstet. “Wir müssen mit Terroristen auf Augenhöhe bleiben”, sagte der Chef der Innenministerkonferenz (IMK), Roger Lewentz (SPD). “An die offenbar extrem gut ausgebildeten Terroristen und ihre Waffen muss die Ausrüstung der Spezialkräfte angepasst werden”, erklärte der Mainzer Innenminister. “Mit herkömmlichen Schusswaffen kommen Polizeibeamte auch nicht immer nahe genug an Terroristen heran, um in einem Schusswechsel zu bestehen.”

Rheinland-Pfalz zum Beispiel habe in diesem Jahr 1,6 Millionen Euro in die Aufrüstung der Spezialkräfte bei der Polizei gesteckt. “Wir haben mehr Distanzwaffen, die der Wirkung von Kalaschnikows entsprechen, beschafft und die Schutzausrüstung weiter optimiert. Auch mehr besonders geschützte Fahrzeuge werden gekauft”, sagte Lewentz.

Nach den islamistischen Anschlägen von Paris mit zwölf Toten im Januar hätten überall in Deutschland die Spezialkräfte auf mehr Ausrüstung gedrungen. “Ich gehe davon aus, dass alle Bundesländer ihre Schlüsse gezogen haben. Wir werden uns bei der IMK darüber austauschen. Paris kann überall in Europa sein”, betonte der Mainzer Minister. Dazu gehöre auch, internationale Übungen der Sicherheitsbehörden gegen Terror zu intensivieren. “Da müssen wir noch mehr machen.”

Beim Attentat auf das französische Satireblatt “Charlie Hebdo” und dem anschließenden Angriff auf einen jüdischen Supermarkt im Januar hatten die Angreifer mit Kriegswaffen geschossen. Der Kampf gegen den Terrorismus wird Schwerpunkt bei der Innenministerkonferenz von Mittwoch bis Freitag in Mainz.

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Time am 21. Juni 2015

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1) http://www.n-tv.de/politik/Spezialeinsatzkraefte-ruesten-massiv-auf-article15344771.html

7.992 zu wenig

20. Juni 2015

Freedom

„NTV“ (1) jammert um die im Jihad gefallenen aus Deutschland stammenden Mohammedanisten. Acht sollen gestorben sein. Das sind 7.992 zu wenig!

Wer unser Nest beschmutzt und die Demokratie verrät ist weniger wert als der Schmutz unter dem Finger, weil der Verrat ein bewusster Akt ist, egal ob der Verräter 16, 18 oder 30 Jahre alt ist. Ein Verräter an Deutschland ist kein Deutscher, und es sind nicht acht deutsche Jihadisten getötet worden sondern schlicht acht Jihadisten!

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Luftangriffe im Irak

Acht deutsche Dschihadisten getötet

Die von den USA angeführte Allianz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat fliegt seit Wochen Luftangriffe gegen IS-Stellungen. Dabei kommen auch Unterstützer aus Deutschland ums Leben. Die Behörden rechnen mit Hunderten ausgereisten Sympathisanten.

Bei US-Luftangriffen auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sollen im Nordirak auch acht deutsche Extremisten getötet worden sein. Die Dschihadisten seien in einem Ort nordwestlich der IS-Hochburg Mossul umgekommen, hieß es aus dem Perschmerga-Ministerium der kurdischen Autonomiegebiete. Insgesamt seien bei dem Angriff 22 IS-Anhänger gestorben. Die Leichen seien der Rechtsmedizin in Mossul übergeben worden.

In den Reihen des IS kämpfen Zehntausende Anhänger aus dem Ausland. Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins “Spiegel” gehen die deutschen Behörden davon aus, dass auch mehr als 700 Extremisten aus Deutschland nach Syrien oder in den Irak gereist sind.

Unterdessen hat Saudi-Arabien nach dem Scheitern der Jemen-Friedensgespräche in Genf seine Luftangriffe in dem Bürgerkriegsland fortgesetzt. Flugzeuge hätten in der Hauptstadt Sanaa Stellungen der schiitischen Huthi-Rebellen und ihrer Verbündeten bombardiert, berichteten Anwohner. Bei einem Autobombenanschlag auf eine vor allem von Huthis besuchte Moschee in Sanaa kamen drei Menschen ums Leben, mindestens zwölf wurden verletzt.

Die UN-Friedensgespräche in Genf waren am Freitag ohne Einigung zu Ende gegangen. Es habe jedoch einige Fortschritte gegeben, auf denen in naher Zukunft aufgebaut werden könne, sagte der UN-Sondergesandte für den Jemen, Ismail Ould Cheikh Ahmed. Jemens Außenminister Riad Jassin beschuldigte die Huthis, sie hätten bei den Gesprächen Fortschritte wie einen dauerhaften Waffenstillstand verhindert.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte sich zu einer Anschlagsserie auf Huthi-Ziele am Mittwoch in Sanaa bekannt. Dabei starben drei Menschen, mehr als 90 wurden verletzt. Die Extremisten nutzen das Bürgerkriegschaos im Land aus. Schiitische Huthi-Rebellen haben große Teile des Jemens überrannt und Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi zur Flucht nach Riad gezwungen. Ein von Saudi-Arabien geführtes Bündnis bombardiert seit Ende März Stellungen der Huthis und ihrer Verbündeten.

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Time am 20. Juni 2015

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1) http://www.n-tv.de/politik/Acht-deutsche-Dschihadisten-getoetet-article15342986.html

Peinliche Preise

19. Juni 2015

Kermani

Heutzutage ist es keine Auszeichnung sondern eine Schande, einen Preis zu bekommen.

Da alle Gremien in Kunst, Kultur und Wissenschaft von aus den Orkstaaten finanzierten Agenten dominiert werden, hat ein Preis in keinster Weise eine Aussage über die Qualität des Schaffens eines Künstlers oder „Wissenschaftlers“. Er enthält lediglich eine Aussage darüber, wieweit der Preisträger bereit ist, ins Gedärm der Orkherrscher zu kriechen, wieviel seiner Seele er an Satan verkauft hat. Er enthält weiterhin eine Aussage darüber, wieweit die Jury oder die Stifter bereit sind, ins Gedärm der Orkherrscher zu kriechen.

Und so wundert es niemand, dass nach dem ewigen Preisverleihungsringelpietz Grass-Mazyek-Neudeck in Ermangelung aufgrund Ablebens des Günnie GraSS nun der Preisverleihungsreigen Kermani-Mazyek-Neudeck kreiert wird.

Die Dimmie-Schleimer und ihre Ork-Herrchen verleihen sich gegenseitig Preise und füllen die MSM mit geschwurbelten Worthülsen, die als solche allzuleicht erkannt werden und nicht verhehlen können, dass sie nur eines belobigen, und das ist die Unterwerfung unter den perversen und kleinkarierten AllaHundseingesandter.

Hubert Spiegel trug einstmals den Namen Gollum, aber seit einiger Zeit hat er in der Redaktion der FAZ Fuß gefasst. Lesen sie sein unsagbar peinliches Wischiwaschi über einen unsäglich peinlichen Wischiwascher auf „FAZ.NET“ zwecks Preisverleihungsunterstützung für den Verräter, Nestbeschmutzer und Orkagenten Navid „Lügenschwulsti“ Kermani (1).

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Friedenspreis für Kermani

Europas blutiger Zaun

Navid Kermani erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Er zeigt uns in seinem Werk, was kritische Intellektualität heute zu leisten hat und was sie bewirken kann.

Man kann das Werk von Navid Kermani nicht auf einen einzigen Satz zurückführen. Aber wenn man es könnte, dann müsste es wohl dieser Satz sein: „Religionen haben ihre Ästhetik.“ Der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels des Jahres 2015 ist ein Gelehrter und ein Schriftsteller, ein Ästhet und ein Philosoph, ein Mann des Wortes und der Poesie. Navid Kermani ist aber auch ein Mann der Empirie, ein Reporter und Reisender, der die eigene Anschauung braucht, das Gespräch sucht und dafür weite Wege auf sich nimmt.

In seinem Band „Schöner neuer Orient“ (2003) versammelte Kermani „Berichte von Städten und Kriegen“ – so der Untertitel des Buches – aus Ägypten, Iran, Pakistan, Tadschikistan, Indonesien, Israel und Palästina. Zwei Jahre zuvor hatte er in „Iran. Die Revolution der Kinder“ eine Reise nach Offenbach beschrieben. Wieso Offenbach? Dort lebte die iranische Künstlerin Parastou Foruhar, deren Eltern am 22. November 1998 in Teheran von Mitarbeitern des iranischen Geheimdienstes umgebracht worden sind. Kermani ließ sich die Mordnacht in allen Details schildern, bis hin zu der Frage, wie oft und an welchen Stellen das Messer der Mörder in die Körper der Eltern eindrang. Dann fiel ein bezeichnender Satz: „Ich will jede Einzelheit wissen und frage oft nach, dabei schäme ich mich meiner Fragen.“

Erkenntnisdrang und Einfühlungsvermögen, Wissensdurst und Empathie, das sind Eigenschaften, die Kermanis Bücher prägen. Die Scham, die der Fragende empfindet, entspringt seiner Menschlichkeit, sie geht einher mit seiner Einfühlung in den Schmerz, an den er mit seinen Fragen rührt. Die Tochter antwortet, weil sie will, dass die Welt erfährt, was der iranische Staat ihren Eltern angetan hat.

Warum will Kermani solch blutige Details wissen? Aus demselben Grund, aus dem er im Herbst 2005, als er die spanische Enklave Ceuta an der nordafrikanischen Küste besucht, zu den Stacheldrahtzäunen fährt, die in der Nacht zuvor einige hundert Flüchtlinge erstürmen wollten, um auf europäischen Boden zu gelangen. Die meisten waren aufgehalten worden, einige wenige waren durchgekommen, und einige hatten im Stacheldraht ihr Leben gelassen. Kermani tritt an den Zaun und sieht, was sich ihm „stärker eingeprägt hat als alle Nachrichten von Flüchtlingskatastrophen seither, von zweihundert, vierhundert oder sechshundert Toten. Das sind nur Zahlen, wir sehen die Ertrunkenen ja nicht, kennen nicht ihre Geschichten. Deshalb vergessen wir diese Zahlen so schnell…“ Das Blut am Zaun, das „Blut an den Grenzen Europas“, lässt sich nicht so leicht vergessen.

Empathie, Menschlichkeit, Solidarität, Moral und Verantwortung, das sind für Kermani Begriffe, die lebendig sind und ihre eigene Sinnlichkeit besitzen. Kermanis wacher Sinn für Unterschiede und Ambivalenzen, die man benennen muss, um sie aushalten zu können, speist sich aus der Konkretion. Auch Politik ist ihm ein synästhetischer Vorgang. Mag sein, dass diese Sichtweise auf seine islamwissenschaftlichen Studien zurückgeht, mit denen der Orientalist sich großes Ansehen erworben hat. Sie stehen am Beginn einer langen Reihe von mittlerweile fast zwei Dutzend Büchern und zahlreichen Reportagen, Berichten und Kommentaren, von denen viele in dieser Zeitung erschienen sind und in denen Kermani seine zentralen Themen auf unterschiedlichste und mitunter unerhört neue Weise behandelt hat.

„Das Buch der von Neil Young Getöteten“, sein erster Roman, erschien 2002 und verwies im Titel auf ein mystisches Element der koranischen Rezeptionsgeschichte, das Kermani in seiner Koranstudie „Gott ist schön“ (1999) beschrieben hatte: Denn die vom Koran „Getöteten“ sind jene, die beim Hören eines Koranverses nicht nur bekehrt werden oder weinen, schreien und in Verzückung geraten, sondern buchstäblich sterben. Als Motto setzte Kermani einen Satz aus Dostojewskis „Der Idiot“ über das betreffende Kapitel: „Die Welt wird durch die Schönheit gerettet.“ Ähnlich verfährt er in seinem jüngsten Roman „Große Liebe“, der den ersten Liebesrausch eines Fünfzehnjährigen in der friedensbewegten Bundesrepublik der frühen Achtziger mit der Liebeslyrik der persischen Mystiker etwa des zwölften Jahrhunderts unterlegt.

Dostojewski, Neil Young und der Koran, die Mystiker und die Friedensdemos im Bonner Hofgarten, die Irak-Kriege oder die Debatte um das Beschneidungsverbot, Afghanistan, Iran und IS – Navid Kermani hat seine ganz eigene Weise gefunden, zwischen den Kulturen zu wandern und zu vermitteln. Für sein literarisches Werk wurde er zuletzt mit dem Breitbach-Preis ausgezeichnet, der politische Kommentator wurde im vorigen Jahr eingeladen, die Rede zur Feierstunde „65 Jahre Grundgesetz“ vor dem Bundestag zu halten. Kermani begann mit einer überraschenden Beobachtung: Wäre die Würde des Menschen unantastbar, wie der Gesetzestext formuliert, müsste der Staat sich nicht verpflichten, sie zu schützen. Das Grundgesetz, so Kermani, beginne also mit einem der „gängigsten Mittel der Poesie“, dem Paradoxon.

Kermani, der 1967 als Sohn iranischer Eltern in Siegen geboren wurde und die deutsche sowie die iranische Staatsbürgerschaft besitzt, ist anders als frühere Friedenspreisträger wie Swetlana Alexijewitsch und Liao Yiwu nicht bedroht durch den Staat, in dem er lebt. Aber er weiß und sagt, dass dieser Staat bedroht ist, wenn jene, die in ihm leben, sich nicht bei aller Kritik zu ihm bekennen und die Freiheit, die dieses Gemeinwesen ihnen garantiert, nicht zu schätzen wissen. Als die Islamwissenschaftlerin Annemarie Schimmel vor zwanzig Jahren nach heftigen Kontroversen im Vorfeld mit dem Friedenspreis ausgezeichnet wurde, zitierte sie in ihrer Dankesrede Friedrich Rückerts Wort von der Poesie als „Muttersprache des Menschengeschlechtes“: Weltpoesie war für Rückert Weltversöhnung.

Kermanis bereits zitierter Satz von der Ästhetik der Religionen spricht nicht explizit von Versöhnung, aber er meint eine ihrer Voraussetzungen, nämlich die Einsicht, dass Religionen „ihre Anhänger weniger durch die Logik ihrer Argumente als durch die Ausstrahlung ihrer Träger, die Poesie ihrer Texte, die Anziehung ihrer Klänge, Formen, Rituale, ja ihrer Räume, Farben, Gerüche“ an sich binden. Dieser Friedenspreisträger zeigt uns, was kritische Intellektualität heute zu leisten hat und was sie bewirken kann.

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Time am 19. Juni 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/navid-kermani-erhaelt-den-friedenspreis-13655147-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Chrislahm in Aktion

18. Juni 2015

Dimmies und Herrchen

Wie die „Islamische Zeitung“ meldete, hat sich die Evangelische Kirche Deutschlands einmal mehr für eine Propaganda-Aktion der Orks missbrauchen lassen (1).

Und für das Gruppenfoto sind die Dimmies dann brav in die zweite Reihe hinter ihre Herrchen zurückgetreten (s.o.). Das Foto stammt übrigens von dem Nazi-Sympathisanten Imam Benjamin Idriz.

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Protestanten und Muslime wollen mehr für Flüchtlinge tun

„Gemeinsam“

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die muslimischen Verbände wollen sich noch stärker gemeinsam für Flüchtlinge einsetzen. „Jede Zahl steht für Einzelschicksale und Menschen, die den gleichen Respekt und die gleiche Wertschätzung verdienen wie jeder andere Mensch auch“, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm nach einem Spitzentreffen am Dienstagabend in München. Die Kirchen leisteten über die Asylsozialarbeit von Diakonie und Caritas einen wichtige Beitrag. Hier müsse darüber nachgedacht werden, wie man Muslime stärker einbinden könne. Eine Lösung gebe es jedoch bisher nicht.

Die Sprecherin des Koordinationsrates der Muslime (KRM), Nurhan Soykan, sagte, die vielen arabischsprachigen Moscheegemeinden in Deutschland seien eine gute Voraussetzung, um Flüchtlinge zu unterstützen und zu integrieren. Es gebe jedoch keine „durchstrukturierte Flüchtlingshilfe“. Die einzelnen muslimischen Verbände hätten nicht die gleichen Ressourcen wie die Kirchen. Deshalb wolle man sich in Zusammenarbeit mit den Kirchen einbringen.

Außerdem wurde am Dienstag ein Dialogratgeber für die Begegnung zwischen Christen und Muslimen vorgestellt, den beide Seiten gemeinsam mehrere Jahre lang entwickelt hatten. Er soll praktische Hilfestellungen, etwa im Bereich Altenpflege, in Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern geben. Wichtig seien gegenseitiger Respekt und ein Dialog auf Augenhöhe.

Soykan betonte, es gehe weniger um die theologischen Differenzen als um die gemeinsame Aufgabe, gesellschaftlich etwas zu bewegen. Zugleich dankte die Sprecherin des KRM den Kirchen für eine sehr gute Partnerschaft und ihr Eintreten gegen Fremdenfeindlichkeit. „Da müssen wir uns erkenntlich zeigen als Muslime.“ Bedford-Strohm hob zudem den Stellenwert der Religionsfreiheit hervor. Diese müsse auf der ganzen Welt gelten.

Beide Seiten würdigten die Zusammenarbeit der Religionsgemeinschaften mit dem Staat. Dazu gehöre beispielsweise, dass auch christliche und islamische Theologie an staatlichen Hochschulen gelehrt werden könne, sagte der Ratsvorsitzende.

Die Treffen zwischen der EKD und dem KRM finden seit 2012 jährlich auf gegenseitige Einladung statt. Von muslimischer Seite nehmen daran neun Vertreter des Islamrats, der Türkisch-Islamischen Union (DITIB), des Verbandes der Islamischen Kulturzentren sowie des Zentralrats der Muslime teil.

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Time am 18. Juni 2015

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1) http://www.islamische-zeitung.de/?id=19245

Ansätze zu einer Theorie

17. Juni 2015

Jawdat Said

Claudia Mende berichtet auf „Qantara“ von „Ansätzen zur Gewaltlosigkeit“ im Mohammedanismus, die sie korrekt als „Ansätze“ bezeichnet (1).

Bemerkenswert finde ich, dass es bei mohammedanistischen Denkern bereits auszureichen scheint, wenn sie Ansätze zu einer Theorie äußern, und dass sie dann bereits als „Gandhi“ hochverehrt werden. Da haben es alle Nichtorks erheblich schwerer – aber ihr Weg war ja auch nicht so weit…

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Islamische Ansätze zur Gewaltlosigkeit

Auf den Spuren von Gandhi

Das Verhältnis des Islam zur Gewalt stellt seit den Anschlägen vom 11. September und dem Aufstieg des politischen Islam eine zentrale Herausforderung für Muslime dar. Für eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema reicht die bloße Distanzierung von Terror nicht aus. Einzelne Stimmen im islamischen Spektrum gehen weiter. Sie treten für völlige Gewaltlosigkeit ein und begründen ihre Haltung auch theologisch.

Der prominenteste Vertreter einer konsequenten Gewaltlosigkeit aus islamischen Quellen ist der syrische Gelehrte Sheikh Jawdat Said. Geboren 1931 hat Jawdat Said an der Al-Azhar Universität in Kairo studiert und 1957 dort seine Studien abgeschlossen. In Ägypten hat er damals miterlebt, wie die Spannungen zwischen Muslimbrüdern und der Nasser-Regierung eskalierten. Er hat beobachtet, wie die zunehmende Militanz der Muslimbrüder Nasser den Vorwand für noch mehr staatliche Repression lieferte.

Sein wichtigstes Buch “The Doctrine of the First Son of Adam or The Problem of Violence in the Islamic Action” erschien bereits 1964 und war eine direkte Replik auf Sayyid Qutb, einen der Begründer des militanten Islam. Said bestreitet nicht, dass der Koran das Recht auf Selbstverteidigung enthält. Trotzdem plädiert der Gelehrte, der bisweilen auch als “arabischer Gandhi” bezeichnet wird, für einen völligen Verzicht auf Gewalt. Als politischen Rahmen für eine friedliche Lösung von Konflikten hält er den demokratischen Rechtsstaat für am besten geeignet.

Said hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, die in der arabischen Welt diskutiert werden. Im Westen sind sie kaum bekannt, obwohl einige seiner Werke auch ins Englische übersetzt wurden. In seiner Heimat Syrien hat sich Jawdat Said in der demokratischen Opposition engagiert, war dort aber außerhalb von Intellektuellenkreisen wenig bekannt. 2005 hat er zusammen mit anderen Oppositionellen die Erklärung von Damaskus unterzeichnet.

Vorbild für den gewaltfreien Protest gegen Assad

“Er wurde lange Zeit in Syrien nur noch wenig wahrgenommen, aber zu Beginn der Demonstrationen gegen Assad im März 2011 tauchten plötzlich Passagen aus seinen Werken auf Spruchbändern auf“, berichtet der Islamwissenschaftler Muhammad Sameer Muntazer, der sich für die deutsche Stiftung Weltethos mit Ansätzen zur Gewaltfreiheit im Islam beschäftigt.

Said habe die Demonstranten immer wieder ermahnt, ihre Anliegen friedlich zu äußern und auf die Übergriffe des Regimes nicht mit Gegengewalt zu reagieren. Nachdem aus der syrischen Revolution ein bewaffneter Krieg geworden war und Saids Haus in dem Dorf Bir Ajam zerstört wurde, flüchtete der Gelehrte in die Türkei, wo er heute in Istanbul lebt.

In Indien hat Maulana Wahiduddin Khan (geb. 1925 im Bundesstaat Uttar Pradesh) eine islamische Friedenstheologie aus sufischen Quellen entwickelt und dafür zahlreiche öffentliche Auszeichnungen erhalten. Der Begründer des „Center for Peace and Spirituality“ in Neu Delhi betont immer wieder, dass Gewaltlosigkeit heute die einzige akzeptable Option für Muslime darstelle. Allerdings hat Khan mit seinen Äußerungen zum Nahostkonflikt, wo er einseitig für die israelische Seite Partei ergreift, einigen Unmut unter Muslimen ausgelöst. Insgesamt scheint seine Friedenstheologie weniger durchdacht als der Ansatz von Jawdat Said.

Ähnliche Ansätze haben der schiitische Geistliche Mohammed Al-Shirazi (1928-2001) im Iran oder Asghar Ali Engineer (1939-2013) aus Indien vertreten.

Friedlicher Widerstand in Palästina

Aber nicht nur Theoretiker haben sich mit dem Thema befasst, auch in der Praxis gibt es Beispiele von gewaltlosem zivilem Ungehorsam, zum Beispiel in der Westbank. Die palästinensischen Bauern des Dorfes Ni’lin kämpfen seit Jahren mit friedlichen Sit-Ins und Protesten um ihr Land und wollen zeigen, wie sich aus dem endlosen Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt aussteigen lässt.

Von Jawdat Said haben sie noch nie etwas gehört. Sie haben sich bisher auch nicht durch Übergriffe der israelischen Armee von ihrem friedlichen Protest abbringen lassen. Nur erhalten die Bauern von Ni’lin viel weniger Aufmerksamkeit als Selbstmordattentäter und Terroristen.

Bil’in als Zentrum des gewaltlosen Widerstands in den besetzten palästinensischen Gebieten: Seit Jahren wehren sich die Einwohner des Ortes gegen ihre Enteignung. 60 Prozent ihres Landes haben sie bereits durch den Bau der israelischen Trennmauer verloren. Auf dem von Israel annektierten Gebiet wurde eine jüdische Siedlung errichtet.

Der Ägypter Mohammed Abu-Nimer plädiert dafür, sich auch in der Wissenschaft mehr solchen Beispielen von friedlichem zivilem Widerstand unter Muslimen zuzuwenden. Bisher liege der Fokus zu einseitig auf der Frage, warum es Gewalt im Namen des Islam gebe. Abu-Nimer ist kein Theologe, sondern Direktor des “Peacebuilding and Development Institutes” an der American University in Washington D.C.

Der Konfliktforscher hat ein Konzept für Friedensarbeit im Islam vorgelegt, indem er islamische Prinzipien wie den Wert des Lebens, das Streben nach Verständigung und Harmonie identifizierte und aus ihnen eine Begründung ableitete, warum Gewaltlosigkeit ein Kernprinzip des Islam sein müsse. In den heiligen Texten und in der islamischen Tradition stünden durchaus Ressourcen zur Verfügung, die sich für die friedliche Lösung von Konflikten mobilisieren ließen, meint der Wissenschaftler. Diese Ressourcen zum gewaltfreien Ausgleich unterschiedlicher Interessen seien viel zu lange vernachlässigt worden.

Gewalt ist religiös unzulässig

Hinweise darauf, dass der Koran die Anwendung von Gewalt zur Selbstverteidigung erlaubt, helfen für Abu-Nimer heute nicht mehr weiter. “Die Zeiten haben sich geändert und deshalb ist die Verwendung von Gewalt, um Differenzen beizulegen und den Glauben zu verbreiten, religiös nicht mehr zulässig”, schreibt der Wissenschaftler.

Traditionelle Schutzmechanismen wie sie der Koran vorsieht, zum Beispiel die Unterscheidung zwischen Kombattanten und Zivilisten, seien im 21. Jahrhundert sinnlos. Asymmetrische Kriege, ferngesteuerte Drohnen und nicht zuletzt atomare Waffen machen eine solche Unterscheidung hinfällig.

Noch sind die konsequenten Verfechter von Gewaltlosigkeit unter Muslimen eine kaum bekannte Minderheit. Der Islamwissenschaftler Muhammed Sameer Murtaza will in einem über fünf Jahre laufenden Projekt der von dem katholischen Theologen Hans Küng gegründeten Stiftung Weltethos ihre Ansätze genauer erforschen und in der muslimischen Community bekannter machen. Die für viele neuen Gedankengänge sollen dazu beitragen, soziale und politische Spannungen abzubauen, die die muslimischen Gemeinschaften derzeit zu zerreißen drohen.

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Time am 17. Juni 2015

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1) http://de.qantara.de/inhalt/islamische-ansaetze-zur-gewaltlosigkeit-auf-den-spuren-von-gandhi


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