Donni hat recht

19. September 2017

Cpt. America vs. Killer-Kröte und Henker-Hassan

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Time 19. September 2017

Low-Tech-Jihad

19. September 2017

Lesen Sie einen Beitrag über eine neue Form des Jihad (die eine Freizeitbeschäftigung für viele von den westlichen Dimmi-Eliten komplett alimentierte  junge Orkmännchen ist), den ich bei Fred Alan Medforth gefunden habe (1).

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Dänische Regierung:
Migrantenkrieg, schlimmste Situation seit dem 2. Weltkrieg

Die Durchsetzung von Recht und Ordnung in Dänemark ist nicht mehr gewährleistet, mit dem sog. „low-tech Jihad“ haben Migrantenbanden die Straßen erobert. Das sollte die dänische Regierung eigentlich nicht überraschen – anscheinend ist sie es aber.

Tausende Vorfälle, gelockerte Radmuttern an Autos, große Steinbrocken oder Holzklötze, die von Autobahnbrücken geworfen werden, dünne Stahldrähte, die über Fahrradwege gespannt werden, um unschuldige Radfahrer zu köpfen, verbreiten unter den Dänen Horrorvorstellungen.

In fast allen Fällen stellte sich heraus, dass die Täter aus den sog. MENAP Staaten kommen (Naher Osten, Nordafrika, Pakistan).

Die jüngste Entwicklung, die man als „massiven low-tech Jihad“ bezeichnen kann, dreht sich um Migrantenbanden und Flüchtlinge arabischer oder nordafrikanischer Herkunft, die mitten in der Hauptstadt Kopenhagen willkürlich auf unschuldige Menschen schießen, und so das Leben der Bewohner und auch von Besuchern in einer populären Touristenstadt aufs Spiel setzen.

Bis jetzt wurden schon drei Menschen angeschossen, eine barbarische Form von Zielübungen mit einer Schusswaffe. Da alle Verletzten junge Männer waren, (…) warnt nun die dänische Polizei alle Männer zwischen 17 und 25 Jahren, öffentliche Plätze in Kopenhagen zu meiden.

Preben Bang Henriksen, Sprecher der dänischen Regierungspartei, der liberalen Venstre, ist entsetzt über den raschen Verfall der Sicherheit im öffentlichen Raum im ehemals sicheren und ruhigen Königreich.

„Seit dem Zweiten Weltkrieg hatten wir keinerlei solcher Warnungen von der Polizei gehabt. Das ist völlig inakzeptabel,“ sagte Preben Bang Henriksen.

Die Sprecherin der oppositionellen Sozialdemokraten, Trine Bramsen, stimmt mit der liberalen Regierung überein, nennt die gegenwärtige Sicherheitslage „eine Katastrophe“.

Seit Jahrzehnten warnen Islamkritiker und Kritiker der muslimischen Masseneinwanderung vor der unverantwortlichen liberalen Politik, die Migranten oder Flüchtlinge aus islamischen Ländern aufnimmt. Deshalb sollten die dänischen Politiker nicht überrascht sein über die Dringlichkeit dieser abscheulichen Gewalt. Aber offensichtlich sind sie es.

Um diesen rapiden Verfall von Recht und Gesetz aufzuhalten – und die öffentliche Sicherheit im Allgemeinen zu verbessern – hat das dänische Parlament zugestimmt die Armee im Inneren einzusetzen.

Ein solcher Einsatz wird den Einfluss Dänemarks in der NATO weiter verringern. Obwohl die Regierung dem amerikanischen Präsidenten Donald J Trump versprochen hatte, dass man den Militärhaushalt erhöhen und mehr Geld zur Verfügung stellen werde.

Zur Zeit gibt Dänemark nur 1,17 Prozent seines Bruttosozialprodukts für Verteidigung aus und liegt so weit unter den für eine Mitgliedschaft in der NATO geforderten 2 Prozent, auf die man sich 2006 geeinigt hatte.

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Time am 19. September 2017

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1) http://fredalanmedforth.blogspot.de/2017/09/danische-regierung-migrantenkrieg.html

Neues aus Schilda (#2)

18. September 2017

Dimmi-Eliten machen Deutschland zum Gespött der Welt (1).

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Eingeschleuste Flüchtlinge sind verschwunden

Nach ihrer Rettung aus einem Schleuser-Lastwagen in Brandenburg waren die Iraker in eine Erstaufnahmeeinrichtung gebracht worden. Wo sie jetzt sind, ist unklar.

Ein Lkw, auf dem 51 Menschen nach Deutschland geschleust wurden, war auf der Autobahn 12 im brandenburgischen Grenzgebiet zu Polen von der Bundespolizei gestoppt worden.

Fast alle irakischen Flüchtlinge, die sich in dem im Osten Brandenburgs entdeckten Schleuser-Lastwagen befanden, sind aus der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt verschwunden. „Die Zimmer sind leer“, sagte Leiter Frank Nürnberger am Montag auf Anfrage. Zuvor hatte der RBB online berichtet.

Wann genau die Flüchtlingsfamilien verschwanden, war unklar, wie Nürnberger weiter sagte. Es gebe ungesicherte Informationen, wonach die Menschen in Autos mit Bielefelder Kennzeichen eingestiegen seien. Als denkbare Erklärung nannte Nürnberger, dass sie von Verwandten, die bereits in Deutschland seien, abgeholt wurden. Man wolle nun abwarten, ob sich die Menschen bei einer anderen Erstaufnahmeeinrichtung meldeten.

Zwei von 50 irakischen Flüchtlingen seien in Eisenhüttenstadt geblieben. Es handelt sich laut Nürnberger um einen unbegleiteten Jugendlichen, der dem Jugendamt übergeben wurde, sowie um eine Person, die sich unter einem Bett versteckte. Die Bundespolizei hatte den Lastwagen mit den Menschen auf der Ladefläche am frühen Samstagmorgen auf der Autobahn 12 nahe der polnischen Grenze gestoppt.

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Time am 18. September 2017

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1) http://www.tagesspiegel.de/politik/brandenburg-eingeschleuste-fluechtlinge-sind-verschwunden/20343728.html

Im Interview: Benjamin Ish-Shalom

17. September 2017

Lesen Sie ein Interview, das ich von „Audiatur“ habe (1).

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Moral und Ethik der IDF
oder was Sie über die israelische Armee nicht wussten

Professor Benjamin Ish-Shalom ist Gründer und Präsident von Beit Morasha, dem Center for Advanced Judaic Studies and Leadership in Jerusalem. Auf Anfrage des ehemaligen Generalstabchefs Mosche Jaalon evaluierte er 2002 die damalige Wertevermittlung der IDF (Israel Defense Force) und entwarf ein Qualifizierungskonzept samt laufendem Ausbildungsprogramm, das er „Identity and Purpose“ nannte. Neben der gezielten Wertevermittlung fördert das Programm auch die Identitätsstärkung der Soldaten und steigert Respekt und Toleranz innerhalb der Armee. Audiatur-Online sprach mit Professor Ish-Shalom ausführlich über das Programm und über die speziellen Herausforderungen, denen sich die IDF stellen muss.

Audiatur-Online: Wer ist eigentlich der israelische Soldat?

Professor Benjamin Ish-Shalom: Er oder sie ist in Israel geboren oder vom Ausland eingewandert; hat Vorfahren, die aus aller Herren Länder – von Äthiopien, Marokko, Iran, Irak, Jemen aber auch den USA, Deutschland, Russland und der Schweiz – immigriert oder bereits seit Generationen in Israel ansässig sind; ist religiös oder säkular; Stadtmensch oder Kibbuznik; Kapitalist oder Sozialist. Die Soldaten sind jüdische und arabische Israelis, Drusen, Christen, Atheisten; manche haben das Gymnasium abgeschlossen, andere nicht. Sie interessieren sich für Sport, Musik oder Kunst – und sind mehrheitlich „Tech-affin“. Kurz, es sind 18 oder 19 Jahre junge Frauen und Männer aus den verschiedensten Milieus, die mindestens drei Jahre (bei Frauen mindestens zwei Jahre) ihres Lebens der Verteidigung ihres Heimatlandes widmen.

Was sind die typischen Aufgaben in der IDF?

Allen voran ist die IDF für die Verteidigung des Landes und den Schutz der Zivilbevölkerung verantwortlich. Einzelne Aufgaben werden den jeweiligen Einheiten, sprich Kampf- und Panzereinheiten, Marine, Luftstreitkraft, Kommando, Logistik, Technologie, Nachrichtendienst und Auslandskoordination, zugeteilt.

Was sind die Besonderheiten, die in der IDF bewältigt werden müssen?

Es sind eine Menge besondere Herausforderungen! Allerdings sind vier besonders hervorzuheben:

– Erstens: der neue Feind. Früher standen sich zwei Armeen auf dem Kampffeld gegenüber. Der Feind war auf der anderen Seite. Jetzt ist er Teil der Zivilbevölkerung, versteckt sich in ihr. Der Feind besteht nicht aus einer regulären Armee.

– Zweitens: das neue Ziel des Feindes. Er will nicht die Armee, sondern vor allem die Zivilbevölkerung in Cafés, Restaurants und öffentlichen Verkehrsmitteln in Tel Aviv, Haifa, Be’er Sheva und Jerusalem treffen. Er schiesst Raketen aus Gaza und aus dem Libanon auf israelische Dörfer.

– Drittens: die heterogene, palästinensische Zivilbevölkerung. Sie besteht aus Unbeteiligten, Unschuldigen, passiven und aktiven Unterstützern, sowie aus Menschen, die gegen ihren Willen zur Terroristenbeihilfe gezwungen werden.

– Und viertens: eine doppelte Asymmetrie, die sowohl strukturell als auch ethisch zum Ausdruck kommt.

Die IDF operiert im Auftrag eines demokratischen Staates und ist an eine strenge Gesetzgebung gebunden. Wenn ein Soldat sich nicht daran hält, kommt er vor das Militärgericht. Der Terrorist dagegen agiert zumeist im Auftrag und mit Hilfe von Terrororganisationen, wie Hamas, Hisbollah, ISIS, und Al Kaida. Er wird für Menschenrechtsverletzungen nicht zur Rechenschaft gezogen.

Auch ethisch herrscht ein Ungleichgewicht. Der Feind zielt auf Zivilisten, die IDF auf Terroristen. Auch die IDF trifft manchmal Zivilisten, allerdings nie mit Absicht, es wird immer beklagt und wo immer möglich wird es vermieden . Die israelische Armee zügelt das eigene Kampfpotenzial, um Unschuldige zu schützen; ihr Feind nutzt alle Möglichkeiten, um Unschuldige zu töten.

Wie sieht das Ungleichgewicht in der Praxis aus?

Ich gebe Ihnen ein Beispiel. An der Grenze zwischen der Westbank und Kfar Saba steht ein Checkpoint. Er soll verhindern, dass Terroristen nach Israel gelangen. Jeder Passant wird überprüft, Palästinenser müssen oft lange warten. Zuweilen kommt eine Ambulanz vorbei, die eine Frau mit Wehen in ein israelisches Krankenhaus befördern soll. Früher wäre sie einfach durchgewinkt worden. Seit solche Fahrzeuge aber für Bombenanschläge missbraucht wurden, und die Schwangere mit Babybauch sich als Terrorist mit Explosivgürtel entpuppte, ist das nicht mehr der Fall.

Nun stellen Sie sich einen 18- oder 19 Jährigen Soldaten vor, der eine solche Ambulanz untersuchen muss. Er hat Angst, denn die Kontrolle selbst kann bereits lebensgefährlich sein. Der Palästinenser im Fahrzeug hat auch Angst – jedenfalls sofern er kein Terrorist ist! Das ist die Tragik, die es gilt für beide Seiten zu mildern. Die IDF investiert viel, um ihren Soldaten beizubringen, wie sie solchen Situationen ethisch aber auch effektiv begegnen. Heute wechseln palästinensische Patienten am Checkpoint in eine israelische Ambulanz über und werden von dieser weiter transportiert. Zum Schutz für unser Leben lässt man die palästinensische Ambulanz nicht mehr in israelisches Gebiet, und zum Schutz des palästinensischen Patienten sorgen wir für eine israelische Ambulanz. Wir tun alles Mögliche um Leben zu schützen, Leiden von Menschen zu minimieren und unsere SoldatInnen dazu auszubilden, wie man sich in solchen komplexen Situationen ethisch verhält, wobei die Soldaten selber Opfer dieser Situation sind.

Terroristen missbrauchen also die humanitäre Hilfe der Israelis und schaden dabei ihren eigenen Leuten, weil die Kontrollen die Weiterfahrt verzögert?

Genau. Aber es geht noch viel weiter. Die Grenzkontrollen, die ohne Terror ja nicht nötig wären, und die daraus resultierenden Verzögerungen werden von palästinensischer Seite im Propagandakrieg gegen Israel ausgenutzt, um der Welt vorzugaukeln, Israelis seien herzlos und unmenschlich.

Das ethische Ungleichgewicht kostet so manchen Israelis das Leben.

Ja, leider. Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit: Eine Fallschirmjäger-Spezialeinheit hatte einen Hinweis über den aktuellen Aufenthaltsort einer Gruppe überführter Terroristen erhalten. Die Soldaten umzingelten das besagte Wohnhaus. Allerdings befanden sich dort auch Zivilisten. Anstatt zu schießen, forderten die Soldaten die Terroristen deshalb protokollgemäß per Lautsprecher auf, herauszukommen und sich zu ergeben. Die Terroristen, die sich bewusst bei Zivilisten versteckt hatten, begannen indessen vom Haus aus zu schießen und töteten Dan Talasnikov, ein Mitglied der Spezialeinheit. Die Operation misslang; die Terroristen konnten fliehen.

Im Jahr darauf wurde die besagte Spezialeinheit wieder mit einer ganz ähnlichen Situation konfrontiert. Die Terroristen hatten sich abermals in einem Privathaus verschanzt, und der Kommandant erhielt den Befehl, sie zu fassen. Was tun? Jetzt kannte er seine Feinde und wusste, wozu sie fähig waren. Sollte er sie, ohne Vorwarnung, angreifen und unschädlich machen, oder sollte er, zum Schutz der Zivilisten, abermals zum Megaphon greifen. Er entschloss sich zu Zweiterem. Kurz darauf öffnete sich tatsächlich die Tür, und eine Frau mit einem Baby im Arm und drei weiteren Kindern kam heraus. Plötzlich tauchten aber hinter dem Rücken der Frau auch Terroristen auf und begannen, zu schiessen. Glücklicherweise hatte der Kommandant vorgesorgt und Scharfschützen mitgebracht. Sie konnten die Terroristen neutralisieren; Frau und Kinder blieben unversehrt. Auf israelischer Seite gab es Verletzte.

Das muss ein sehr schwieriges Dilemma für den jungen Kommandanten gewesen sein.

Ja absolut. Auf der einen Seite steht ein 22-jähriger Kommandant, dessen Soldat ein Jahr zuvor von Terroristen ermordet wurde. Trotzdem wägt er seine Handlungen ab, hält sich an hohe ethische Standards, will Unschuldige schützen. Auf der anderen Seite, stehen Terroristen, die bereit sind ihre Frauen und Kinder zu opfern, um sich zu schützen und ihre Gegner hinterhältig zu töten. Das ist die Asymmetrie, von der ich spreche, und es bestimmt nicht nur unseren physischen Existenzkampf, sondern auch den Propaganda-Krieg in den Medien.

Als Mutter eines israelischen Soldaten, wäre ich über diese hohen moralischen Massstäbe nicht sehr glücklich. Mein Sohn könnte mit seinem Leben bezahlen, weil er Frau und Kinder des Feindes schützt, die jener zynisch als menschliche Schutzschilder missbraucht?

Darüber diskutieren wir viel. Ist es moralisch vertretbar, das Leben des Feindes dem Leben des eigenen Soldaten vorzuziehen? Warum? Ist der Soldat kein Mensch? Hat er als 20-Jähriger keine Träume, Familie, Hoffnung, hat er nicht sein ganzes Leben vor sich? Wir sind der Ansicht: Ja, ein Soldat ist auch ein Mensch.

Geben Sie uns bitte weitere Beispiele von ethischen Dilemmata von israelischen Soldaten.

Vorher habe ich ein Beispiel von Fußsoldaten gegeben, aber ich gebe Ihnen hier ein Beispiel aus dem Dienst eines Piloten, der Information erhält, dass sich ein Mega-Terrorist in einem Haus in Gaza versteckt. Man hatte schon mehrmals versucht, diesen zu fassen, aber ohne Erfolg. Und dieser Terrorist ist der Anführer von Dutzenden von anderen Terroristen, die in Israel Attentate ausüben. Wenn eine Bombe fallen gelassen wird, so wird auch Kollateralschaden angerichtet werden. Andere Menschen werden auch sterben. Soll er es tun oder nicht? Wir wissen, dass dieser Terrorist Dutzende von unschuldigen Israelis ermordet hat, und weitere Anschläge organisieren wird – es tun oder nicht?

In der Realität wurden solche Operationen oft abgebrochen, da man wusste, dass sich am gleichen Ort zwanzig Zivilisten befanden.

Es kam auch vor, dass Zivilisten getroffen wurden. Aber dies ist absolut nie die Absicht, und wird vermieden wann immer möglich.

Eine andere Situation: Ein Terrorist fährt im Auto und er soll mit einer Rakete getroffen werden. Plötzlich finden wir heraus, dass mit ihm seine Frau und Kinder im Auto sind. Was tun? Solche Dilemmata haben wir die ganze Zeit! Auch in solchen Fällen werden die Operationen oft abgebrochen, auch wenn ein Archeterrorist hätte außer Gefecht gesetzt werden können.

Manchmal bestimmt die Zahl der Umstehenden, ob die Operation ausgeführt wird oder nicht. Bei 50 nicht, bei 20 nicht, usw. Aber man muss sich bewusst sein, dass wenn dieser Terrorist nicht getötet wird, durch ihn weiterhin viele Zivilisten getötet werden – und zwar weil wir auf das Leben seiner Familie oder Freunde Rücksicht genommen haben.

Warum also hält die IDF an ihren hohen moralischen Maßstäben fest?

Weil die Aufgabe eines Soldaten nicht nur daraus besteht, Heimat und Kameraden zu verteidigen. Er muss auch Mensch sein und nach dem Ende seines Militärdienstes in den Spiegel schauen können und sich sagen: Ich war in Ordnung. Ich habe mich nicht in einen Unmenschen verwandelt. Das ist uns ein grosses Anliegen und für unsere Soldaten sowie für unsere Gesellschaft von existentieller Bedeutung.

Sie haben das Konzept „Identity and Purpose“ entwickelt. Wie kam es dazu?

In 2002, bat mich der damalige Generalstabchef Mosche „Bogie“ Jaalon, die Wertevermittlung in der Armee zu evaluieren, Möglichkeiten zur Verbesserung aufzudecken und ein pädagogisches Programm zu entwickeln. Mein Team und ich entwarfen daraufhin „Identity and Purpose“, ein Konzept, das in der ganzen Armee als Grundlage für die qualifizierte Wertevermittlung dient. Seither entwickeln wir stetig weitere Ausbildungsprogramme, die sich mit den Themen Identität und Kultur, sowie Moral und Ethik beschäftigen.

Warum sind solche Ausbildungsprogramme wichtig?

Israelische Soldaten kommen wie eingangs erwähnt von ganz unterschiedlichen Ursprungsländern und Kulturen, was ihre ethische und moralische Haltung bestimmt. Diese diversen ethischen Vorstellungen stimmen nicht immer mit denen der Armee überein. Der Soldat muss also lernen, seine als selbstverständlich, von zu Hause mitgebrachte moralische Vorstellung der Gemeinschaft zuliebe unterzuordnen und zu ändern – das stellt ihn vor ganz neue Herausforderungen.

Die Soldaten müssen Verantwortung übernehmen, sich engagieren aber auch fähig sein, ihre instinktiven Handlungsimpulse zu zügeln und neue moralische Wertevorstellungen zu verinnerlichen. Und sie müssen bereit sein, ihr Leben für das Land zu riskieren. Eine Armee, die derartige Ansprüche an junge Menschen stellt, muss ihnen dazu auch die erforderlichen Werkzeuge zur Bewältigung geben.

So wird der Militärdienst zu einer Art Lebensschule, die die Persönlichkeit des Soldaten langfristig mitprägt.

Im Falle des Soldaten Elor Azaria, der auf einen am Boden liegenden, bewegungslosen Terroristen schoss, scheint das Programm nicht funktioniert zu haben. Wie reagierte die Armee darauf?

Der Zwischenfall und die daraus resultierende öffentliche Kontroverse unterstreichen die akuten moralischen Dilemmata, mit denen IDF-Offiziere und Soldaten jeden Tag zu kämpfen haben. Aber er zeigte auch deutlich die Zentralität der Frage, die am Grunde solcher Dilemmata liegt: das Zusammenspiel von Werten und Identität.

Die Armee war über diesen Fall zutiefst besorgt und wandte sich hilfesuchend an das Beit Morasha. Wir erstellten darauf für Kadetten der Unteroffiziersschule ein Programm, das wir „Desert Journey“ nannten. Ein viertägiges Programm, in welchem die angehenden Offiziere durch Selbsterfahrung und Gruppendynamik sich mit ihrem eigenen moralischen Kompass auseinandersetzen müssen, um danach die moralischen Standards der Armee in einem schwierigen Prozess kennenzulernen und zu verinnerlichen.

Die Auseinandersetzungen sind intensiv und die Unterschiede der Sichtweisen scheinen manchmal unüberbrückbar. Aber die eindringliche Selbstreflexion, die Reibung an den anderen, und die Leitung der geschulten Führungspersonen führend dazu, dass niemand gleich aus diesem Programm herauskommt, wie er hinein gegangen ist. Wir betonen den Übergang vom Soldaten zum Kommandanten und die damit einher kommenden Pflichten und die Verantwortung als zukünftige IDF-Führungskraft.

Der Erfolg dieses Programms hat sich fast sofort bewiesen, und über 1.200 Offiziere haben diesen Kurs bereits absolviert. Für dieses und nächstes Jahr ist eine solche Ausbildung von insgesamt 10.000 militärischen Führungspersonen geplant. Der Wert dieser Ausbildung kann nicht genug hervorgehoben werden – auch für das spätere Leben als Bürger dieses Staates. Das sind alles Folgen vom Fall Azaria.

Welche Ziele verfolgt die Ausbildung von Identität und Kultur?

Wir möchten, dass der Soldat seine eigene Identität mit positiven Gefühlen besetzt, aber zugleich lernt, die Verschiedenheit und die Vielfalt der anderen Soldaten zu schätzen. Gleichzeitig fördern wir die Soldaten, ein gemeinsames Ethos aufzubauen und zu verfestigen. Dies erreichen wir, indem wir gemeinsame Ziele stecken und das Gefühl der Kameradschaft und Bruderschaft betonen und stärken. Wir möchten, dass ein gegenseitiger Respekt entsteht.

Wie läuft ein solches Programm konkret ab?

Die Soldaten erzählen der Reihe nach über sich. So berichtet etwa ein äthiopischer Soldat über seinen eigenen Fussmarsch nach Israel und sein russischer Kamerad spricht über die Einwanderungserlebnisse seiner Grosseltern. Dadurch lernen Soldaten andere Lebensformen und Familienhintergründe kennen. Eine Sammlung von Lehrmaterial zu den Feiertagen aller in Israel gelebten Religionen dient ebenfalls der Identitätsstärkung und als Ausgangspunkt für Gespräche. In diesem Material werden die Feiertage zuerst erklärt, und die universell relevanten Punkte als Grundlage zur individuellen Auseinandersetzung eines jeden Soldaten benutzt. Egal ob Rosh Hashana, Weihnachten oder Ramadan – jeder religiöse Feiertag enthält einen Denkanstoss, oder eine allgemeine Idee, über die man in der Runde diskutieren und im eigenen Leben anwenden kann.

Wichtig sind auch die Hausbesuche des Kommandanten bei allen Soldaten. So erhalten die Vorgesetzten Einblick in die häuslichen Verhältnisse ihrer Kadetten. Registrieren sie Schwachstellen, etwa finanzielle Not, so versuchen sie, gezielt zu helfen.

Welche Werte werden sonst noch übermittelt?

Viele, etwa Zusammengehörigkeit, Freundschaft und Treue. Ein Beispiel: Die Soldaten absolvieren lange Märsche mit Tragbahren. So lernen sie, wie man Verletzte evakuiert. Weil aber diese Märsche sehr anstrengend sind, müssen die Soldaten einander helfen, aufeinander zählen können. Es handelt sich also um eine Militärübung, die nicht nur dem physischen Training, sondern auch der Wertevermittlung dient. Fussmärsche, die zuweilen 90 km oder sogar 120 km umspannen, sollen den Soldaten auch Gelegenheit geben, ihr Land zu erkunden. Viele kennen weder die Geographie noch die Geschichte der einzelnen Orte. Wenn sie auf den Spuren der Vergangenheit wandeln und besser über sie Bescheid wissen, stärken sie ihre Verbindung zum Land und ihre eigene Identität, was wiederum die Motivation des Dienstes erhöht.

Nehmen alle Soldaten an diesen Ausbildungsprogrammen teil?

Ja, aber wir arbeiten direkt nur mit den ranghöchsten Kommandanten. Der unterrichtet wiederum seinen nächsten Untergeordneten. Und so geht es weiter, bis das Wissen zum Soldaten gelangt. Wir begnügen uns aber nicht damit, die Kommandanten auszubilden, wir begleiten sie auch. Wir trainieren sie zum Beispiel in Vorbereitung auf den obengenannten Fußmarsch und gehen dann auch selber mit. Der Kommandant führt das Training durch, kann aber auf unsere Präsenz vor Ort zählen, falls er Unterstützung braucht.

Kommen Ihre Botschaften bei diesem System auch unverfälscht beim Soldaten an?

Natürlich kommen sie nicht ganz genau so an, wie wir sie vermitteln. Dazu gibt es zu viele Zwischenstufen. Das System hat sich aber nicht nur pragmatisch sondern auch empirisch bewährt. Denn über diese hierarchisch-strukturierte Weitergabe wächst die pädagogische Arbeit von innen heraus und wird Soldaten nicht von außen aufgedrängt. Es ist eine natürliche, organische Vorgehensweise. Wir befähigen den Kommandanten, der sich rund um die Uhr mit seinen Soldaten aufhält und ihr Vorbild ist, sein Wissen weiterzuleiten und ihnen die Werte auch vorzuleben.

Oft wird der alltägliche Umgang zwischen Soldaten und Palästinensern oder Arabern kritisiert, sei es an Checkpoints oder beim Überprüfen der ID.

Man muss zwischen den Regeln und den Anweisungen der Armee unterscheiden – denn die Armee ist diesbezüglich sehr streng – und dem Verstoß gegen diese Regeln von einzelnen Soldaten. Übertritt er die Gesetze, kommt er vors Gericht wie jetzt z.B. im Fall von Elor Azaria. Wir verstehen die Gefühle von Wut, Angst, Verwirrung von unseren Soldaten aber sie dürfen nicht nach diesen handeln. Deshalb gibt es Gesetze, welche über unser Verhalten bestimmten.

Es gibt in jeder Gesellschaft Personen, welche sich nicht an die Gesetze und nicht an die üblichen moralischen Standards halten – bei uns ist es nicht anders. Auch bei uns gibt es solche Menschen. Und in den extremen Situationen, ist es nur natürlich, dass solche Fälle noch mehr vorkommen, weil die Spannung und das Aneinanderreiben viel grösser ist.

Oft kursieren Schreckensbilder und Videos in den sozialen Medien.

Ja, aber in den Medien oder Sozialen Medien und bei Videos, die dort geteilt werden, wird nur eine Szene aus einem Ablauf von vielen Momenten gezeigt. Wenn Soldaten vom Magav (Grenzschutz) dort sind und vorher Steine auf sie geworfen wurden, oder eine palästinensische Frau gibt einem Soldaten eine Ohrfeige und spuckt ihn an – denn solches geschieht immer wieder – dann darf er darauf kaum reagieren. Denn erstens möchten wir, dass sich unsere Soldaten zurückhalten können und ihre Wut zügeln können, und gleichzeitig effizient und kontrolliert agieren. Zweitens wissen wir, dass nur seine gefilmte Reaktion auf dem Medien-Schlachtfeld geteilt wird und wir auch dort verlieren.

Wie würde ein18- oder 19-jähriger Schweizer reagieren, wenn eine Frau ihn ohrfeigt, ihn anspuckt, ihm Steine ins Gesicht wirft? Wie soll unser Soldat reagieren? Der Soldat muss mit seiner Kraft aufpassen, denn er hat zu viel, andererseits muss er seine Autorität etablieren, sonst herrscht Anarchie, er darf aber seine Gefühle nicht walten lassen. Der Soldat könnte das Problem schnell lösen, denn er trägt Waffen, er ist viel stärker, aber das ist auch seine Schwäche! Die Soldaten sind zu stark gegenüber jenen, die scheinbar schwach sind, aber diese werfen Steine, die auch töten.

Man sieht immer wieder, mit welcher Unverschämtheit und Unverfrorenheit Palästinenser israelischen Soldaten gegenübertreten. Etwas scheint nicht in Ordnung zu sein, wenn so wenig Respekt für die Soldaten vorhanden ist. Man sieht zum Beispiel wie Mädchen ungestört die Israelis provozieren. Ist es richtig, dass sich die Soldaten derart demütigen lassen müssen?

Es ist tatsächlich eine Falle. Die Alternative wäre mit Härte zu agieren. Wir wissen von anderen Armeen, die an verschiedenen Orten der Welt kämpften – die russische, amerikanische, britische Armee, überall, Armeen, die in Kontrolle waren, haben solches Verhalten nicht toleriert. Israel bemüht sich aber aussergewöhnlich, Palästinensern ein normales Leben als Zivilisten führen zu lassen und nicht mit Härte gegen sie vorzugehen.

Oder ist es auch die Angst vor den Kameras?

Die Kameras sind eine neuere Erscheinung, und das Steinewerfen hat sehr viel mit den Kameras zu tun. Es gibt kaum Steinewerfen, wenn keine Kamera da ist um es zu filmen. Kommt eine Kamera, gibt es Action. Die Ära der Smartphones ist ein neues Thema in der israelischen Armee. Jeder Zivilist wird zum Journalisten, alles kann über Soziale Medien verteilt werden, ohne Überprüfung auf den Wahrheitsgehalt oder den Kontext.

Aber: Beim Verhalten unserer Soldaten geht es uns in erster Linie um unsere eigenen Werte, auch wenn das Phänomen der Kameras ernst genommen werden muss. Diese Filme haben die einzige Absicht, Israel als brutale und unmenschliche Macht darzustellen, und sie fügen uns handfesten diplomatischen Schaden zu, wie z.B. Druck in der UNO, wo Resolutionen gegen Israel in keinem Verhältnis mit anderen Ländern erlassen werden, Länder wie Syrien, wo über eine halbe Million Zivilisten getötet und ganze Städte zerstört wurden und Millionen von Menschen zur Flucht gezwungen wurden.

Aber der Sicherheitsrat verurteilt Syrien nicht. Im Gegenteil: Gemäss dem letztjährigen UNO US-Vertreter sorge der Vorsitzende des Sicherheitsrates dafür, dass „das Töten in Syrien weitergehe“.

Und als letzte Frage: Worin sehen Sie die Rolle der internationalen Gemeinde im Kontext mit der IDF?

Ich breche mir oft den Kopf darüber, wie es möglich ist, dass gerade unsere Armee, in die wir so viel Zeit, Energie, Geld und Gedanken stecken, um unsere Soldaten nicht verrohen zu lassen, und um sie ganz im Gegenteil durch die Armee moralisch und ethisch aufzubauen und zu stärken – also dass gerade diese Armee in der Welt als brutale, unmenschliche und rücksichtslose Armee dargestellt wird.

Um diese Lügen und Verzerrungen gedeihen zu lassen, braucht es „willige Abnehmer“. Hier kann die internationale Gemeinde Einhalt gebieten, indem sie dieses fabrizierte Narrativ als solches enthüllt und in der Gesellschaft verurteilt. Davon haben wir leider in der Vergangenheit zu wenig gesehen.

Professor Ish-Shalom, herzlichen Dank für dieses Interview.

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Time am 17. September 2017

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1) http://www.audiatur-online.ch/2017/09/14/exklusiv-moral-und-ethik-der-idf-oder-was-sie-ueber-die-israelische-armee-nicht-wussten/

Punk – IS IT

16. September 2017

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Time am 16. September 2017

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PS: RnR is Counterjihad – Counterjihad is RnR!

Neues aus Schilda

16. September 2017

Lesen Sie einen Bericht aus der „Welt“ (1):

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BAMF gegen Täuschung bei Asylanträgen machtlos

Nach dem Fall Franco A. sollte das BAMF 85.000 Asylanträge überprüfen, um mögliche Schwindler zu entlarven. Nun scheitert das Vorhaben offenbar, weil Flüchtlinge der Einladung des Amts nicht nachkommen müssen.

Wie der „Spiegel“ berichtet, sollten nach der Affäre um den Bundeswehroffizier Franco A. 85.000 Fälle neu aufrollt werden.

Dem Bericht zufolge bemängeln Ministerialbeamte nun, dass man mit dem bisherigen Vorgehen keine Schwindler entlarven könne. Die Kontrolle dürfte nur „bescheidene” Ergebnisse liefern, heißt es demnach in einem Papier für den Innenminister.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat demnach im August mit den „Widerrufsprüfungen“ begonnen. Das Problem: Das Amt darf Flüchtlinge lediglich zu einem freiwilligen Gespräch einladen.

Erscheinen sie nicht, kann das BAMF wenig machen. „Bis jetzt nicht identifizierte Täuscher werden einer Einladung zum freiwilligen Gespräch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht folgen“, zitiert das Blatt de Maizières Experten. Da das angestrebte Ziel nicht erreicht werden könne, sei eine Gesetzesänderung nötig.

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Time am 16. September 2017
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1) https://www.welt.de/politik/deutschland/article168699513/BAMF-gegen-Taeuschung-bei-Asylantragen-machtlos.html

Bewusst verzerrtes Bild

16. September 2017

Hartmut Krauss analysierte bei „Achgut“ die sprunghaft angestiegene Kriminalität in Deutschland (1).

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Täter, Opfer, “Flüchtlinge” – ein Schlachtfeld der Halbwahrheiten

Die Vorsitzende der Partei „Die Linke“, Katja Kipping, beklagt durchaus zu Recht rechtsextremistische Angriffe auf „Geflüchtete“ und darf sich dabei der Zustimmung von fast allen Menschen in diesem Land sicher sein. Zudem fordert sie ein Bleiberecht für die Opfer rassistischer Gewalt.

Betrachten wir die Fakten in diesem Deliktbereich, dann gingen nach Auskunft des Bundeskriminalamtes für dieses Jahr bis Mitte Juni 2017 die Angriffe auf Asylbewerberheime im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Gezählt wurden für diesen Zeitraum 127 Übergriffe, von denen 118 als rechtsmotiviert eingeschätzt wurden. „In 24 Fällen handelte es sich um Gewalt-, in 38 Fällen um Propagandadelikte und 28 Mal registrierten die Behörden Sachbeschädigungen. Elfmal gab es Brandstiftungen, und zweimal wurde Sprengstoff zur Explosion gebracht. Dabei weist das BKA darauf hin, dass diese Zahlen nicht abschließend sind.“

Nach einer anderen Aufstellung wurden in den ersten 6 Monaten dieses Jahres 153 Übergriffe erfasst, während es im ersten Halbjahr 2016 noch 706 waren. Nähere Angaben zu Personenschäden wurden nicht mitgeteilt.

Außerhalb von Flüchtlingsunterkünften wurden im ersten Halbjahr 2017 642 Übergriffe auf Asylbewerber gezählt, bei denen 123 Personen ohne Nennung des Schweregrades verletzt wurden. Zumeist handelte es sich um Beleidigungen und verbale Attacken.

Einseitige Skandalisierung

Diese einseitige Registrierung und Skandalisierung von Übergriffen gegen „Geflüchtete“ ist aber nur die halbe Wahrheit. Bleibt man bei dieser stehen und lässt die Übergriffe von „Geflüchteten“ auf Einheimische und andere „Mitflüchtlinge“ außer Acht, dann entsteht nicht nur ein schiefes, sondern ein bewusst verzerrtes und im Endeffekt verlogenes Bild der Wirklichkeit. Daran ändert sich auch nichts, wenn Kipping und andere Frauen aus dem Lager des Flüchtlingslobbyismus immer wieder gerne in der Pose der bessermenschlichen Mutter Courage des „Antirassismus“ daherkommen.

Tatsache ist, dass das homogene Bild von den „Flüchtlingen“ als arme Opfer, denen unbedingt nur in Deutschland geholfen werden muss, absolut realitätswidrig ist. Dagegen spricht neben der Gruppe von Gefährdern und Terrorverdächtigen unter den Asylbewerbern die überproportional hohe Zahl von kriminellen Gewalttätern. So wurde zum Beispiel aktuell bekannt, dass im ersten Halbjahr 2017 allein in Bayern die Zahl der durch Zuwanderer begangenen Vergewaltigungsdelikte erheblich angestiegen ist. (plus 60 Fälle, plus 90,9 Prozent) Dabei werden als „Zuwanderer“ kriminalstatistisch nur folgende Personengruppen erfasst: Asylbewerber; Geduldete, die nach negativem Abschluss des Asylverfahrens trotzdem nicht ausreisen müssen; Kontingentflüchtlinge und Illegale. Nicht erfasst werden unter dieser Kategorie Asylberechtigte, wodurch das reale Ausmaß der „Flüchtlingskriminalität“ demzufolge amtsstatistisch gar nicht objektiv erfasst wird.

In den Bundesländern ist die Anteilsrate von Zuwanderern an der Gewaltkriminalität dennoch als überproportional hoch ausgewiesen. In Bayern lag sie 2016 bei 20 Prozent, in Niedersachsen bei 10,8 Prozent, in Baden- Württemberg bei 18,5 Prozent, in Nordrhein-Westfalen bei 12,1 Prozent, und in Thüringen verdreifachte sie sich innerhalb eines Jahres von 5,1 auf 14,5 Prozent.

Insgesamt ist festzustellen, dass Zuwanderer 2016, selbst wenn man sämtliche ausländerrechtlichen Straftaten herausrechnet, weit überdurchschnittlich an der gesamten registrierten Kriminalität beteiligt waren. „Obwohl sie in der Regel nur zwischen 0,5 und 2,5 Prozent der Wohnbevölkerung in einem Bundesland ausmachen, stellten sie bis zu 10 Prozent aller tatverdächtigen Straftäter.“

Christenverfolgung unter Asylbewerbern

„Geflüchtete“ treten also selbst in hoher Zahl als Täter hervor und da, wo „Geflüchtete“ Opfer sind, sind zumeist „Mitflüchtlinge“ und nicht Deutsche die Täter. Diese Gewalt innerhalb der Flüchtlingsunterkünfte ist auch nicht einfach ein Effekt der räumlichen Enge, sondern in vielen Fällen Ausdruck interethnischer Konflikte und vor allem auch auf muslimische Gewaltanwendung gegen „Ungläubige“ (meist Christen und Atheisten) unter den Heimbewohnern zurückzuführen. Dabei spielt der im Islam dogmatisch angelegte Diskus über die Minderwertigkeit von Ungläubigen/Nichtmuslimen eine wesentliche Rolle (Muslimischer Rassismus).

Bei einer Befragung von 236 christlichen Bewohnern von Flüchtlingsheimen in Deutschland „sagten 86, dass sie physisch attackiert worden waren von muslimischen Flüchtlingen und vom Sicherheitspersonal der Unterkünfte, von denen viele auch Muslime sind. Mehr als 70 sagten, sie hätten Morddrohungen erhalten, 92 seien für ihren christlichen Glauben beleidigt worden, und 62 seien ‚sehr lauter religiöser Musik oder Gebet‘ unterworfen worden, vermutlich islamischer Art. Andere sagten, sie seien körperlichen Angriffen in Form von Schlägen, Spucken, Stoßen und sexuellem Missbrauch ausgesetzt gewesen. Rund 75 Prozent der Befragten sagten, dass die Belästigung durch Muslime ein ‚häufiges‘ Problem sei.“

Gegenüber der politisch-medialen Standardpropaganda, wie sie gerade auch im Wahlkampf gebetsmühlenartig zu vernehmen ist, muss darüber hinaus Folgendes generell hervorgehoben werden: Die überwiegende Mehrheit der „Geflüchteten“ ist illegal nach Deutschland eingereist. Viele führen keine Ausweispapiere, aber Smartphones mit sich, legen falsche Pässe vor, machen zwecks Erschleichung günstigerer Unterstützungsleistungen falsche Angaben über ihr Alter und begehen gezielt Sozialbetrug, wobei sie Scheinidentitäten vorgeben, bei verschiedenen Ämtern gleichzeitig Unterstützungsleistungen beantragen und sich dabei den Umstand der Nichtregistrierung aufgrund des massenhaften ungeregelten Eindringens zu Nutze machen. Aufgrund der Behördenträgheit und des bürokratischen Zuständigkeitsdschungels werden nur wenige von ihnen entdeckt.

Tatsache ist zudem, dass täglich mehr „Geflüchtete“ Einheimische, insbesondere Frauen, gewalttätig bedrohen, sexuell belästigen und vergewaltigen als umgekehrt Einheimische „Geflüchteten“ ein Haar krümmen. Anstatt diesen Sachverhalt vernünftig zu diskutieren, wird jeder Hinweis darauf von den herrschenden Kräften in Politik und Leitmedien sofort als „rassistisch“ etc. verleumdet und somit auf infame Weise geleugnet. Wie lange verträgt eine Gesellschaft diese perfide Verzerrung der Wirklichkeit?

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Time am 16. September 2017

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1) http://www.achgut.com/artikel/taeter_opfer_fluechtlinge_ein_schlachtfeld_der_halbwahrheiten

Erdolf allein zu Haus

15. September 2017

Das Kalifat ist einmal mehr auf Sand gebaut.

1.400 Jahre sind im Lauf der Geschichte der Menschheit nicht viel.

Es wird nicht mehr lange dauern, bis sie die peinliche Schandreligion des Nazislahm nicht mehr erträgt und austreiben wird.

Die Torkei drängt derzeit mit Macht an die Spitze der Umma. Ihr Führer Ratze Fuhrergan mischt sich überall ein, sei es in Deutschland, sei es in Myanmar.

Auch dieser scheinbar besonders potente mohammedanistische Staat ist tatsächlich nur eine Vogelscheuche, die gutmenschliche Friedenstauben erschrecken kann.

Die Torkei ist rott und verfault, und das modernste an ihr sind die Waffen der NVA, die die BRD ihr geschenkt hat, als der Jihad noch geheim war.

Lesen Sie einen Artikel von Frank Stocker von der „Welt“ über das getorkte Wirtschaftswunder der Torkei (1).

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Die Wahrheit über das türkische Wunder

Ankara feiert die neuesten Wachstumszahlen der Wirtschaft. Doch vieles davon ist auf Sand gebaut, wie ein genauer Blick auf die Zahlen ergibt. Denn der Boom hat zwei gravierende Schwächen – und den Putschpausen-Effekt.

Uns geht es prächtig. Auf diese schlichte Aussage lässt sich verkürzen, was die türkischen Statistiker in den vergangenen Tagen veröffentlichten. Die Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 5,1 Prozent, und die weitgehend gleichgeschalteten türkischen Medien bejubelten dies mit dem Hinweis, dass zuletzt nur China und Indien noch bessere Werte aufweisen konnten.

Mehmet Simsek, stellvertretender Ministerpräsident, legte sogar noch eins drauf: Die bisher bekannten Daten aus dem dritten Quartal deuteten darauf hin, dass das Wachstum anhalte und sogar noch anziehe, verkündete er in einem schriftlichen Statement.

Er hätte auch schreiben können: Wir sind stark, wir trotzen dem Gegenwind, wir brauchen euch alle nicht. Doch das wäre ein Irrtum. Denn wer sich die Daten und Zahlen etwas genauer ansieht, der entdeckt genau das Gegenteil.

Dieser Aufschwung ist höchst wackelig, er fußt einerseits auf einem staatlich verordneten Bauboom und hängt andererseits ganz wesentlich von den Handelspartnern in Europa ab. Das i-Tüpfelchen für den vermeintlichen Erfolg lieferte zudem eine Umstellung bei der Statistik.

Private Firmen investieren immer weniger

Einer, der sich die Daten ganz genau angeschaut hat, ist Inan Demir von der Investmentbank Nomura. „Die Analyse legt nahe, dass Ausgaben für Investitionen – vor allem beim Bau – sowie Exporte den größten Beitrag zu der Wachstumsrate leisteten“, sagt der Ökonom.

Von den 5,1 Prozent Wachstum gingen demnach allein 2,9 Prozentpunkte auf den Anstieg bei den Investitionen zurück, weitere 1,7 Prozentpunkte auf den Export.

Investiert wurde jedoch nicht etwa in Maschinen oder Ausrüstung, also Dinge, die langfristig das Wachstum sichern und sogar erhöhen. Ganz im Gegenteil: Die Ausgaben hierfür sind im zweiten Quartal sogar gesunken, um 8,6 Prozent, und dieser Trend hält nun schon seit Herbst vergangenen Jahres an.

Die privaten Firmen investieren immer weniger. Die Ausgaben für Bauprojekte legten dagegen um sagenhafte 25 Prozent zu, so stark wie seit Anfang 2013 nicht mehr.

Und dies hat im doppelten Sinne einen positiven Effekt auf die Wachstumszahl. Denn es treibt diese natürlich nach oben, aber dies sogar heute noch deutlich stärker als früher. Denn Anfang des Jahres hat das türkische Statistikamt seine Berechnungsmethode für die Wirtschaftsleistung verändert.

Ein gewaltiger Schuldenberg

Dies geschah zwar im Einklang mit internationalen Regeln. Doch eine Analyse der Weltbank zeigt, dass dadurch vor allem ein Punkt in der Wirtschaftsrechnung deutlich stärker gewichtet wird: Bauinvestitionen.

Das Problem bei Bauinvestitionen ist nach Ansicht der Weltbank vor allem, dass sie üblicherweise nicht die Produktivität erhöhen, wie dies beispielsweise neue Maschinen tun. Hinzu kommt, dass die Bauprojekte zu immer größeren Anteilen auf Pump finanziert werden.

Die Notenbank des Landes selbst verwies im Februar in einem internen Workshop darauf, dass sich die Schuldenlast des Bausektors inzwischen auf 50 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes belaufe.

Was noch gravierender sei: 60 Prozent dieser Schulden seien in fremder Währung aufgenommen worden. Für den Bausektor ist dies besonders gefährlich. Denn exportorientierte Unternehmen können auch einen Teil ihrer Einnahmen in Euro, Dollar oder Franken generieren und so einen Verfall der türkischen Lira zumindest teilweise abfangen. Für die Bauindustrie, die nichts exportieren kann, gilt das jedoch nicht.

Ankara hat darauf vor einigen Monaten reagiert, indem die Regierung nun zunehmend Kreditgarantien abgibt, mithilfe eines sogenannten Kreditgarantiefonds. Dessen Volumen war erst im Frühjahr auf 250 Milliarden Lira erhöht worden (rund 61 Milliarden Euro) – er ist damit der größte derartige Fonds der Welt. Rund 210 Milliarden sind bereits abgerufen worden.

Nur dadurch bliebt die Kreditvergabe der türkischen Banken auf dem bisherigen, hohen Niveau, und nur so lässt sich das Wachstum am Bau und damit auch der türkischen Wirtschaft insgesamt halten. Das bringt langfristig nicht nur die Gefahr einer platzenden Schuldenblase.

Deutschland bleibt größter Handelspartner

Gleichzeitig verweist Ercan Erguzel von der Investmentbank Morgan Stanley darauf, dass dieses kreditfinanzierte Wachstum an seine Grenzen kommt. „Der Einfluss von Krediten auf das Wachstum geht allmählich zurück“, schreibt er in einem Kommentar an seine Kunden, „Um die gleiche Wirkung auf die Wirtschaft zu erzielen, muss das Kreditvolumen heute viermal so stark wachsen wie 2004.“

Ähnlich wackelig ist auch der zweite starke Wachstumstreiber, der Export. Um 10,5 Prozent legten die Ausfuhren im zweiten Quartal gegenüber dem entsprechenden Quartal des Vorjahres zu. Doch fast die Hälfte aller Exporte gingen in die Europäische Union, und der wichtigste Handelspartner für die Türkei ist und bleibt mit großem Abstand Deutschland.

Fast zehn Prozent aller türkischen Exporte gingen dorthin. Sollten diese Handelsbeziehungen also irgendwann durch die politischen Spannungen beeinträchtigt werden, wäre es mit dem Boom sehr schnell vorbei.

Zumal die Exporte zuletzt ohnehin schon nachließen. Vergleicht man das zweite Quartal 2017 nicht mit dem zweiten Quartal des Vorjahres, sondern mit dem vorangegangenen ersten Quartal 2017, so gingen die Ausfuhren schon um 0,7 Prozent zurück. Im Gegenzug sind jedoch die Importe um 5,3 Prozent gestiegen.

Und dieser Trend hält an. Jüngste Zahlen aus dem Juli zeigen einen Rückgang der Exporte um 1,7 Prozent. Ergebnis: Das Handelsdefizit ist explodiert, lag in diesem Juli über 80 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Basiseffekt dank Putschpause

Kurz: Das Wachstum der türkischen Wirtschaft steht auf recht wackligem Boden. Es hängt ganz wesentlich von einem stetigen Kreditwachstum einerseits und den guten Handelsbeziehungen zu Deutschland andererseits ab. Beides ist jedoch in Gefahr.

Dennoch dürfte der Stellvertretende Ministerpräsident Simsek recht behalten: Das Wachstum wird wohl in diesem Quartal noch weiter anziehen. Nach Ansicht von Nomura-Ökonom Inan Demir könnte die Rate im dritten Quartal sogar die Marke von sieben Prozent knacken – dann dürften auch Jubel und Selbstzufriedenheit in Ankara neue Niveaus erreichen.

Doch Demir weist darauf hin, dass dies vor allem ein Basiseffekt sein wird: Im vergangenen Jahr fiel in diesen Zeitraum der gescheiterte Putsch, wodurch die Wirtschaft mehrere Tage weitgehend stillstand und das Quartal so mit einem Minus von 0,8 Prozent endete. Selbst wenn die Wirtschaftsleistung seit Juli überhaupt nicht mehr gewachsen wäre, stünde dadurch am Ende dieses Quartals rein statistisch ein sattes Plus.

Viel wichtiger ist daher, wie es danach weitergeht. Und da ist Demir alles andere als optimistisch. Für das kommende Jahr sagt er ein Wachstum von nur noch drei Prozent voraus, sein Kollege Yarkin Cebeci von J.P. Morgan rechnet mit 3,1 Prozent. „Wir erwarten, dass die wirtschaftliche Aktivität an Geschwindigkeit verliert, da die konjunkturstützenden Maßnahmen der Regierung auslaufen und die Wirkung des Kreditgarantiefonds schwindet.“

Drei Prozent Wachstum sind zwar auch nicht schlecht, doch ins Auge fiele vor allem der Absturz von sieben auf drei Prozent. Daher kann es auch durchaus sein, dass die Regierung dem zuvorkommt und die Wirtschaft mit neuen Krediten und zusätzlichen Bauprojekten weiter künstlich aufpumpt. Wie lange sie das durchhalten kann, steht auf einem anderen Blatt.

Kluge Wirtschaftspolitik senkte die Inflation

Zumal sie damit letztlich auch die Inflation weiter anheizt. Diese hat in den vergangenen Monaten ohnehin schon die Marke von zehn Prozent überschritten, erstmals seit Anfang 2012 wieder. Dabei war es eines der großen Verdienste der Regierungen unter Präsident Erdogan, die galoppierenden Preissteigerungsraten eingefangen zu haben.

Noch zu Beginn seiner Amtszeit hatten diese bei 40 bis 80 Prozent gelegen. Durch eine kluge Wirtschaftspolitik gelang es jedoch, diese zeitweise bis auf sechs oder gar vier Prozent zu drücken.

Eigentlich müsste nun die Notenbank reagieren und die Zinsen erhöhen, um die Inflation wieder in den Griff zu bekommen. Dies kann sie jedoch nicht, da sie damit der Regierung in den Rücken fiele, die die Wirtschaft durch Kredite am Laufen zu halten versucht.

Am Ende könnte daher drohen, dass sich die Türken wieder an Tausender- und Millionen-Lira-Scheine gewöhnen müssen. So würde Erdogan letztlich seine eigenen wirtschaftspolitischen Erfolge wieder kaputt machen. Doch daran denkt derzeit offenbar niemand in Ankara. Dort ist man offenbar überzeugt, dass es der Türkei prächtig geht.

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Time am 15. September 2017

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1) https://www.welt.de/wirtschaft/article168688236/Die-Wahrheit-ueber-das-tuerkische-Wunder.html

Islam – was ist das?

14. September 2017

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Time am 14. September 2017

Was tun? (#15)

13. September 2017

Hamed Abdel-Samad hat eine Videobotschaft verfasst (1), die rasche Verbreitung erfährt (2).

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„Junge Muslime, lasst euch nicht verführen!“

Der Politikwissenschaftler und Islamkritiker Hamed Abdel-Samad richtet eine ungewöhnlich eindringliche Botschaft an junge Muslime. Er warnt sie darin vor Imamen, die sie für Selbstmordanschläge begeistern.

In einer Video-Ansprache richtet der Politikwissenschaftler und Islamkritiker Hamed Abdel-Samad eine ungewöhnlich eindringliche Botschaft an junge Muslime und warnt sie darin vor Imamen, die sie für Selbstmordanschläge begeistern, dennoch ihre eigenen Kinder zum Studium in den Westen schicken. Abdel-Samad richtet seine Ansprache in Arabisch, Deutsch und Englisch an Muslime im Westen und erreicht damit sehr viele Menschen. Alle drei Videos werden sowohl auf YouTube als auch auf Facebook zum Internet-Hit. Allein die arabische Ansprache erreichte binnen fünf Tagen über eine Million Zuschauer. Das deutsche Video erreichte in zwei Tagen mehr als 200.000 Zuschauer.

In dem Video analysiert Abdel-Samad die Gründe für die Wut junger Muslime und wie die Fanatiker sie für Gewalttaten instrumentalisieren. Er fragt junge Muslime, wer von ihren potenziellen Gewalttaten profitiere außer den Kriegsparteien in Syrien und Irak, die über Erdöl und Gaspipelines streiten und junge Dschihadisten nur als Kanonenfutter in diesen sinnlosen Kriegen missbrauchen.

Emotional wird Abdel-Samad, wenn er über die Opfer der Terroranschläge in Europa redet. „Kann es sein, dass einer deiner Opfer eventuell in einer Pharma-Fabrik arbeitet, die die gleiche Medizin produziert, die deine Mutter zur Behandlung von Rheuma oder Diabetes einnimmt? Stell dir vor, eine Frau, die du gerade überfahren hast, hinterlässt ein kleines Kind. Kannst du diesem Kind in die Augen schauen und ihm sagen ‚Deine Mutter hat mir zwar nichts angetan, doch ich habe sie kaltblütig umgebracht, weil mir das der barmherzige Gott befohlen hatte?‘ Kannst du das mit ruhigem Gewissen sagen?“

Am Ende des Videos dekonstruiert Abdel-Samad die Idee vom Paradies und Sex mit den Jungfrauen als Belohnung für Selbstmordanschläge. Denn wie kann ein gerechter Gott ein unschuldiges Opfer, das vielleicht etwas Gutes für die Menschheit geleistet hatte, mit der Hölle bestrafen, weil er zufällig als Nichtmuslim geboren wurde? Und gleichzeitig seinen Mörder, der sonst nichts in seinem Leben geleistet hatte, mit dem ewigen Paradies belohnen?

„Heroisch ist es, wenn du gegen Hass und Gewalt vorgehst, auch in deiner Moschee. Heroisch ist es, wenn du deiner Schwester hilfst, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.“

Er bittet junge Muslime darum, nicht zu schnell aufzugeben und sich nicht als Opfer zu sehen. „Gib niemals auf und lass dich von niemandem instrumentalisieren! Du bist kein Opfer, sondern ein Mensch mit viel Potenzial. So, mach was daraus!“

Das Video ist erst wenige Tage alt und sorgt schon jetzt für viele heftige Reaktionen und Diskussionen. Unter den drei Videos liest man über 2000 Kommentare. Viele junge Muslime stimmen der Botschaft zu und bedanken sich bei Abdel-Samad. Manche wünschen sich sogar, dass diese Ansprache zu einer Freitagspredigt in allen Moscheen wird.

Andere beschweren sich, dass er über die Opfer in Europa redet, aber nicht über die Opfer in Syrien, Afghanistan und Myanmar. Andere sehen das Video als Generalverdacht und Bestätigung von Vorurteilen gegen Muslime. Manche beschimpfen ihn als Zionisten oder Atheisten. Auch wenn das Video stark polarisiert, ist es sicherlich ein geeignetes Mittel, um junge Muslime zu erreichen, denn Ton und Inhalte unterscheiden sich deutlich von den üblichen Analysen und Appellen.

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Time am 13. September 2017

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1) https://www.youtube.com/watch?v=uZE3u5-kRSg
2) https://www.welt.de/politik/article168625125/Junge-Muslime-lasst-euch-nicht-verfuehren.html