Posts Tagged ‘Ahmadineschad’

Mammut allein zu Haus

13. Januar 2012

Um die naziranischen Nazislamisten wird es einsam: In Brasilien und Argentinien war Mammut Gardinenstange auf seiner Südamerika-Reise diesmal nicht mehr willkommen, nur der dicke Hugo, dessen Freund Correa sowie Fidel und seine Marionette Raul hatten Zeit für ihn. Seinen Kriegsminister Vahidi (1) hätten die Argentinier im letzten Jahr schon fast eingesperrt, weil er 1994 einen antijüdischen Terroranschlag in ihrem Land durchgeführt hat.

Und während das räudige Zwergmammut in Kuba Riesentöne spuckte, nahmen sich die Amis seinen Spießgesellen, den Obereierkocher Kamnie, persönlich zur Brust und verdeutlichtem ihm, dass die Sperrung der Straße von Hormuz den Krieg (und die Vernichtung des Mulla-Regimes) bedeuten würde (2).

Bald kriegen die vollständigen Stubenarrest und müssen ganz allein mit ihrem Volk zu Hause bleiben. Ob ihnen dann die Schießübungen helfen werden, die Tangsir dokumentiert (3)? Sein Kommentator Maxim ist nicht dieser Ansicht. Er schreibt (4):

„Das Mullahregime fällt in diesem Jahr, vielleicht sogar vor dem Sommer. Sobald dieser Pestherd ausgelöscht ist, fällt der islamische Spuk auseinander. Wenn die Moslems auf der Welt sehen, wie auf den Straßen Teherans zahllose Frauen ihren Hijab herunterreißen, verbrennen und dazu singen, wenn sie sehen, wie Männer bei mobilen Barbieren zu tausenden ihre Bärte abrasieren lassen, wenn sie sehen, wie Mullahs verprügelt und Berge von Koranen öffentlich verbrannt und Poster von Khomeini von den Wänden gerissen werden, wenn sie sehen, wie tausende von Mullahs und Regimewanzen nach Aserbeidschan fliehen – dann ist dem Islam das Genick gebrochen. Er wird wie sich aus der Geschichte mit einem F*rz verabschieden wie der Faschismus nach dem Ende von Mussolini und Hitler.“

We shall see, we shall see“, sangen die Stranglers in einem Song gegen den Schah 1979, dunkel ahnend, dass evtl. ein furchtbareres Monster die Bühne betreten könnte.

Lesen Sie einen Bericht von Josef Oehrlein sowie einen Kommentar von Daniel Deckers aus der heutigen FAZ.

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Bogen um Brasilien

Tagelang hat sich Präsident Ahmadineschad Nettigkeiten lateinamerikanischer Partner anhören dürfen. Doch seit Brasilien ihn schneidet, kann er sich dafür buchstäblich nicht mehr viel kaufen.

Schon seit Jahren werden in Venezuela Fahrräder nach iranischen Konstruktionsplänen gebaut. Die Verkaufszahlen sind klein. Weil Präsident Hugo Chávez dem Gefährt, das er vor laufender Kamera Probe fuhr, aber den Namen „Atom-Fahrrad“ gab, spielt es in den Beziehungen beider Länder eine besondere Rolle. Auch in dieser Woche bot es Chávez die Gelegenheit, zum Empfang des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad einige Witzchen zu reißen, um die Sorge der restlichen Welt über das iranische Atomprogramm ins Lächerliche zu ziehen.

Wie bedeutsam das Bündnis für beide Länder jenseits solcher Fahrradausflüge ins Heitere ist, lässt sich schwer sagen, denn über die militärische Zusammenarbeit gibt es wenig Informationen. Es gibt Hinweise darauf, dass venezolanische Militärs als Beobachter an Manövern der iranischen Marine teilnahmen und dass iranische Militärberater in Venezuela tätig wurden. Der frühere venezolanische Bergbauminister Rodolfo Sanz bestätigte 2009 ferner, dass Iran beim Aufspüren der „bedeutsamen“ Uranvorkommen im Bundesstaat Bolívar helfe. Fachleute bezweifeln, dass Venezuela in der Lage wäre, die Uranvorkommen selbst zu erschließen, folglich also fremder Hilfe bei der Ausbeutung bedürfe. Damit – und mit der Weiterverarbeitung von Uran – hat Iran Erfahrung.

Wirtschaftlich ist das Potential der Zusammenarbeit zwischen den Ländern, die beide vom Ölexport abhängen, begrenzt. Chávez und Ahmadineschad haben zwar wieder eine Reihe von Kooperationsverträgen unterzeichnet; das Volumen der gemeinsamen Projekte wird inzwischen auf fast fünf Milliarden Dollar beziffert. Vor allem geht es dabei um Produktionsanlagen für die Bauwirtschaft, die Nahrungsmittelindustrie und die Landwirtschaft. Die Folgen verschärfter Sanktionen des Westens für Irans Wirtschaft kann Ahmadineschad mit Chávez und dessen Gesinnungsgenossen in Kuba, Nicaragua oder Ecuador, die er ebenfalls in dieser Woche besuchte, kaum mildern. Zu gering ist das Handelsvolumen mit diesen Ländern, zumal viele Abkommen, die Iran in der Region geschlossen hat, Absichtsbekundungen geblieben sind.

Noch vor etwas mehr als einem Jahr hatte sich Ahmadineschad Hoffnung machen können, nicht nur mit den lateinamerikanischen Parias, sondern mit dem vor allem wirtschaftlich mächtigen Schwellenland Brasilien groß ins Geschäft zu kommen. Der frühere brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hatte Ahmadineschad im November 2009 mit offenen Armen in Brasília empfangen. Im Atomstreit hatte sich Lula zum Vermittler zwischen Iran und Amerika aufschwingen wollen, woran er allerdings scheiterte. Diesmal hat Teheran nach Auskunft des brasilianischen Außenministeriums nicht einmal angefragt, ob Ahmadineschad vorbeischauen dürfe. Lulas Nachfolgerin Dilma Rousseff ist auf Distanz zu Iran gegangen, der Handelsverkehr hat sich seit ihrem Amtsantritt vor einem Jahr drastisch vermindert. Mit ihrem Kurswechsel habe Frau Rousseff das von Lula gestörte Verhältnis zu den Vereinigten Staaten verbessern wollen, heißt es in Brasília. Anders als ihr Vorgänger hat die brasilianische Präsidentin auch die in Iran begangenen Menschenrechtsverletzungen scharf kritisiert. Als in Iran Frauen zum Tod durch Steinigung verurteilt wurden, sagte sie: „Als Frau kann ich derlei mittelalterliche Praktiken nicht akzeptieren. Es gibt dafür keine Entschuldigung. Bei diesen Themen mache ich keine Zugeständnisse.“

Trotz zuletzt intensivierter Handelsbeziehungen musste Ahmadineschad auch um Argentinien, das zweitgrößte Land Südamerikas, einen Bogen machen. Die argentinische Justiz bezichtigt Iran des Attentats auf das jüdische Gemeindezentrum Amia im Jahr 1994 und will die Festnahme des iranischen Verteidigungsministers Ahmad Vahidi und anderer Iraner per Interpol erreichen. Ausgerechnet Vahidi hatte im vorigen Jahr offiziell Bolivien besucht und musste, als die argentinische Regierung davon erfuhr, Hals über Kopf abreisen, um einer Festnahme zu entgehen. Ahmadineschad reiste dieses Mal gar nicht erst nach Bolivien, obwohl das Land zu den Freunden Irans gerechnet wird.

Dafür durfte sich Ahmadineschad in Kuba als Prophet einer neuen Weltordnung präsentieren. An der Universität von Havanna stellte er das „Scheitern“ und die „Dekadenz“ des kapitalistischen Systems fest. Dem Kapitalismus bleibe nur noch übrig zu töten, sagte der Präsident, ohne das jüngste Attentat auf einen iranischen Atomwissenschaftler zu erwähnen. Ahmadineschad traf in Havanna neben dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro auch den greisen Revolutionsführer Fidel Castro, wie mitgeteilt wurde. Nach seinem Treffen mit dem ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa wollte Ahmadineschad noch am Donnerstag die Heimreise antreten.

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Hinterhöfe

Was über die jüngste Reise von Mahmud Ahmadineschad nach Lateinamerika bekannt geworden ist, klingt nicht danach, als habe der iranische Präsident neue Freunde gewonnen. Außer in Venezuela, dessen Bankensektor für Iran immer wichtiger wird, sowie in den beiden venezolanischen Vasallen Nicaragua und Kuba, schließlich im darbenden Ecuador war Ahmadineschad nirgends willkommen. Das war vor nicht allzu langer Zeit anders. Während der zweiten Amtszeit hielt sich der brasilianische Präsident Lula für so bedeutend, dass er Ahmadineschad in Brasília willkommen hieß, im UN-Sicherheitsrat gegen Iran-Sanktionen votierte und mit dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan den Mediator zwischen dem Westen und der auf die Vernichtung Israels dringenden islamischen Theokratie mimte. Dilma Rousseff, seit einem Jahr Lulas Nachfolgerin, will von den Avancen ihres Vorgängers gegenüber totalitären Regimen von Iran bis Kuba nichts mehr wissen. Diese Kehrtwende sollte in Washington oder Berlin mehr zu denken geben als das Irrlichtern eines Iraners in den Hinterhöfen Lateinamerikas.

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Time am 13. Januar 2012

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/01/06/to-know-him-is-to-hate-him-1/
2) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/iranisches-atomprogramm-obama-rote-linie-nicht-ueberschreiten-11604874.html
3) http://tangsir2569.wordpress.com/2012/01/12/mullahs-treffen-vorkehrungen-gegen-das-iranische-volk/
4) http://tangsir2569.wordpress.com/2011/12/23/allah-o-eslamro-bayad-gaid-baraye-fardaye-behtar/#comment-15438

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PS, Soundtrack: „Shah shah a go go“ von den „Stranglers“

Hier der Text:

Shah shah a go go

Did you hear about the man
Used to live out in Iran
He was luxury‘s greatest fun
People ate out of his hand
People ate out of his hand

Shah shah a go go
Shah shah a go go
Shah shah a go go
Shah shah a go go

Sold the English all their oil
Made the people work the soil
Thought his kind had got it made
But his kind just had to pay to fade
But his kind just had to fade

Shah shah a go go
Shah shah a go go
Shah shah a go go
Shah shah a go go

Then a priest in Paris France
Made the people get up and da da dance
Sold cassettes for 60p.
Said he‘d set the people free
We shall see we shall see

Shah shah a go go
Shah shah a go go
Shah shah a go go
Shah shah a go go

Gardinenstange schändet Kloran

15. Oktober 2010

Jetzt enthüllt: Regelmäßig schändet der iranische Staatschef und angebliche Mohammedanist Mammut Gardinenstange das „heilige“ Buch der Orks. Hemmungslos leckt und schleckt er daran herum. Pervers! Alle gucken zu und keiner tut etwas! Unfassbar!!! Aber er ist doch schon besser als seine großen Vorbilder Klo H. Metzel und Klo Menie, die sich an kleinen Mädchen vergriffen. Und eigentlich hat das scheußliche Konvolut ja auch keine andere Behandlung als die Schändung und Vernichtung verdient. Das Beweisfoto hat mir übrigens der Mossad zugespielt, huahuahua…

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Time am 15. Oktober 2010

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Lobotomie unumgänglich

30. September 2010

Grandioser Psychothriller um einen paranoid-schizophrenen US-Marshall: „Shutter Island“ (1) von Martin Scorsese (im Bild mit Leonardo diCaprio, Ben Kingsley und Mark Ruffalo)

Ab und zu schreibt Joseph Croitoru auch mal was Vernünftiges, so in der heutigen FAZ. Während Mahdi Stuxie dabei ist, jeden einzelnen PC in Naziran für den Counterjihad in Besitz zu nehmen, feilen die Klerikalfaschisten weiter an der Ausgestaltung ihres schizophrenen Paralleluniversums (2). Wie Deutschlands Schande Adolf Hitler sind sie immer weniger in der Lage, den Kontakt zur Realität zu halten und sich den Blick für das Wesentliche zu bewahren. Während Aff-Affie seine Demenz geschickt mit Alkoholexzessen kaschiert, lebt das naziranische Regime seinen Wahnsinn offen aus. Herr Croitoru gibt Einzelheiten zur Kenntnis.

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Das gekippte Online-Voting Deutsche Welle
beflügelt iranische Propaganda

Angeregt durch die Recherchen dieser Zeitung (F.A.Z. vom 29. September), konnte man bei der Deutschen Welle mit deutlicher Verspätung doch noch die Spur der in den iranischen Medien zitierten „DW-Umfrage zum 11. September“ zurückverfolgen. Anders als es zunächst auch an dieser Stelle schien, gab es die Sache also doch. Wie ein Pressesprecher des Senders jetzt mitteilte, ging es dabei aber nicht etwa um eine repräsentative Meinungserhebung, sondern lediglich um ein Online-Voting, das der persischsprachige Dienst des Hauses unmittelbar nach der provokativen UN-Rede des iranischen Präsidenten Ahmadineschad gestartet hatte.

Per Mausklick konnten Hörer und Leser abstimmen, ob man den von Ahmadineschad vertretenen Verschwörungstheorien zu den Terroranschlägen Glauben schenken sollte oder nicht. In den ersten Stunden zählte man in der Farsi-Redaktion der Deutschen Welle rund dreihundert Meinungsabgaben, die meisten lauteten auf: „Nein“. Dann aber wurde innerhalb kürzester Zeit eine Flut von Zugriffen registriert, bei denen „Ja“ angeklickt wurde – nach wenigen Stunden waren es schon mehr als tausend. So kam es zu jenem fragwürdigen Abstimmungsergebnis von „rund 65 Prozent“ Zustimmung für Ahmadineschads verschwörungstheoretische Äußerungen, worauf sich denn auch kurz danach die staatlich gelenkten iranischen Medien begierig stürzten.

Dass die Masse der bejahenden Klicks von Freunden, wenn nicht gar Handlangern des iranischen Regimes getätigt wurde, darf angenommen werden. Teherans Propagandisten zufolge aber stammten sie von deutschen Bundesbürgern. Während sich die Verantwortlichen in Iran über ihren Propagandacoup die Hände reiben, kann man über die Vorgehensweise des deutschen Auslandssenders nur den Kopf schütteln, ist doch hinlänglich bekannt, wie leicht sich Online-Votings gerade auch für politische Zwecke manipulieren lassen.

Bei der Deutschen Welle ist man sich dieser peinlichen Panne bewusst. Mit der Online-Abstimmung, so sagte einer ihrer Pressesprecher gegenüber dieser Zeitung, habe man bedauerlicherweise der iranischen Staatspropaganda in die Hände gespielt. Um Derartiges künftig zu vermeiden, denke man schon über Konsequenzen nach. Unterdessen geht die neue, offenbar generalstabsmäßig organisierte Propagandakampagne Irans zum 11. September weiter, zu der jene erfundenen „deutschen“ Gesinnungsgenossen des iranischen Staatspräsidenten ärgerlicherweise ihren Beitrag geleistet haben. Die „Tehran Times“ meldete, dass das Ministerium für Kultur und islamische Führung die Genehmigung für die Produktion eines Films über die Ereignisse des 11. September 2001 erteilt hat. Den Propagandastreifen mit dem Titel „9/11 Blackbox“ soll der iranische Filmemacher Mohammadreza Eslamlu drehen. Er ist im Land als enger Freund von Dschawad Shamaqdari bekannt, dem stellvertretenden Kulturminister, zuständig für Filmangelegenheiten. Dass Eslamlu die Drehgenehmigung, auf die man sonst lange warten muss, jetzt schon erhalten hat, führt das regimenahe Blatt nicht nur auf seine persönlichen Beziehungen zurück. Es sei auch zu vermuten, dass der Film von der Sicht des iranischen Präsidenten auf den 11. September geprägt sein werde.

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Time am 30. September 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Shutter_Island_(Film)
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie

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PS, der MAHDI naht! „n-tv“:

Schädling wütet in Afghanistan – Opiumproduktion bricht ein – Nicht die Maßnahmen der Regierung oder der ISAF-Truppen, sondern ein Pflanzenschädling halbiert die Produktion von Rohopium in Afghanistan. Das Land ist weltweit der größte Produzent. UN-Experten rechnen nun mit steigenden Preisen für den Heroin-Grundstoff. Die Produktion von Rohopium in Afghanistan wird nach Schätzungen der Vereinten Nationen in diesem Jahr fast um die Hälfte einbrechen.

Huahuahua, Alla sorgt für die seinen… nicht!

http://www.n-tv.de/politik/Opiumproduktion-bricht-ein-article1610806.html

Die Maske fällt. Folgt das Maskierte.

4. September 2009

Hunden und Orks tut es nicht gut, wenn man ihnen gegenüber unbestimmt und inkonsequent ist. Dann flippen sie aus, beißen alle anderen und am Ende sich selbst in den Schwanz. Da muss man streng sein! Bei tollwütigen Hunden indes hilft allein der Gnadenschuss.

Die Versuche z.B., Aff-Affie mit Freundlichkeit zu begegnen, erwidert dieser mit immer neuen, grotesken Frechheiten, die seinen verkommenen Charakter offenbaren.

Am Mittwoch berichtete die FAZ, er habe auf der Konferenz der AU (Afrikanischen Union) Israel für absolut alle Probleme Afrikas verantwortlich gemacht. Weiterhin hatte er den wegen Krebs aus der Haft entlassenen Lockerbie-Attentäter entgegen vorheriger Zusagen pompös feiern lassen. Er hält sich nicht an die Abmachungen in Bezug auf die Verhinderung illegaler Immigration.

Die Tatsache, dass sein Sohn wegen der Folterung von Dienstpersonal gelinden Ärger mit den Behörden der Schweiz bekam, beschwor eine Kette diplomatischer Konflikte zwischen dem Bürgerstaat Schweiz und Aff-Affies Privatstaat Libyen hervor. Nach den bulgarischen Krankenschwestern sitzen dort nun erneut seit einem Jahr Europäer in Geiselhaft, diesmal zwei Schweizer.

Das Ork kämpft, bis entweder es selbst zu Brei zerstampft ist oder aber der Gegner. Die schleimige Unterwerfungsgeste von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz, der sagte: “Ich entschuldige mich beim libyschen Volk für die ungerechtfertigte Verhaftung von Hannibal Gaddafi”, brachte dem rasenden Aff-Affie keine Entspannung. Die heutige FAZ berichtet:

„Ein Antrag Libyens, der in der am 15. September beginnenden Vollversammlung der Vereinten Nationen diskutiert werden soll, sieht nach den Worten der Vizepräsidentin der Außenpolitischen Kommission des Schweizer Parlaments, Christa Markwalder, vor, ‚dass das schweizerische Staatsterritorium aufgeteilt und an die Nachbarländer verteilt werden soll‘. Demnach solle die Romandie an Frankreich gehen, das Tessin an Italien und die Deutschschweiz an Deutschland, sagte Frau Markwalder. Diese Idee hatte der libysche Staatschef Gaddafi während des G-8-Gipfels im Juli vorgebracht. Der Antrag müsste zunächst ein Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen, um in der Vollversammlung diskutiert zu werden. Die Versammlung wird der Libyer Ali Abdussalam Treki leiten.“

Der Hochmut kommt vor dem Fall! Mögen sich die Orks noch so sehr über die Demokratie lustig machen, mögen sie die UNO verhöhnen, beschmutzen oder zerstören, unsere Gesellschaftsform bleibt objektiv die am wenigsten schlechte weltweit.

Was Aff-Affie mit dem ihm zu Gebote stehenden Mittel der Brutalität und einer Synthese aus Schmierenkommödie und Mafia-Dramolet betreibt (Links s. unten), nämlich die Elimination von Freiheit und Menschenrechten, suchen die iranischen SCHEIN-Heiligen durch den SCHEIN ins Werk zu setzen. Sie tun verhandlungsbereit (FAZ 020909: „Iran kündigt Dialogangebot an“), aber erscheinen stets mit Petersilie in den Ohren auf den Konferenzen. Sie wenden in typisch parasitär-mohammedanistischer Art SCHEIN-demokratische Verfahren an, aber das Wesen der ganzen Veranstaltung haben sie ebensowenig begriffen wie die stumpfen Bolschewisten ihrerzeit: Wesentlich sind der gewaltlose Wettbewerb, die zivile Konkurrenz alternativer Optionen und die unbedingte Einhaltung zuvor vereinbarter Regeln – auch dann, wenn die eigene Gruppe mal verloren hat.

Eingeborene

Ein aktueller Blick in das iranische Parlament: Unser Foto zeigt Eingeborene beim Mischen der Stimmzettel. Top-angesagt ist zur Zeit das „Hula-Misch-Ritual“, welches viel später mit dem heiligen Verbrennen der Zettel in trauter Runde enden wird.

Von Alternativen kann in diesem „Haus der Lüge“ jedoch keine Rede sein. Rainer Hermann in der heutigen FAZ: „230 der 290 Abgeordneten gelten als konservative Hardliner, HÖCHSTENS 50 als Reformer (wobei auch die sogenannten „Reformer“ überwiegend die Vernichtung Israels herbeisehnen, T.).“ Zuvor hatte er berichtet: „Der iranische Staatspräsident Ahmadineschad ist aus der Abstimmung des Parlaments über seine Regierung gestärkt hervorgegangen. Nach einer heftig geführten Debatte über die Eignung der 21 Kandidaten haben die Abgeordneten lediglich drei Personen abgelehnt – eine Größenordung, die bei vergangenen Abstimmungen üblich war.“ Das hört sich ja SED-saumäßig-super an: Gra-tu-la-tion!

Hermann weiter: „Die Ablehnung der DREI Kandidaten lässt keinen Schluss auf politische Differenzen zwischen Legislative und Exekutive zu.“ In der Tat! Der Kandidat für das Energieministerium, Alibaba, sei „in der iranischen Bevölkerung nicht beliebt, weil er bis vor kurzem Präsident des nationalen Fußballverbands war. Der Freund Ahmadineschads wird für das Ausscheiden Irans aus der Qualifikation für die Fußballweltmeisterschaft verantwortlich gemacht.“ Na, DAS kann man natürlich verstehen. Evident die Mangelhaftigkeit zweier weiterer Kandidaten, die in ihrem Geschlecht besteht: „Frau Adschorlu und Frau Keshawarz sind über mangelnde Erfahrung gestolpert, sie scheiterten aber auch, weil sie Frauen sind.“ Jedoch wurde eine dritte Kandidatin nominiert – die neue Gesundheitsministerin Dastscherdi (erster weiblicher Minister seit Schah-Zeiten), solches, um den Mullas zu zeigen, wo der Hammer hängt.

Hermann: „Insbesondere die führende Geistlichkeit hatte sich entschieden gegen die Berufung von Frauen ins Kabinett ausgesprochen… Mit dem neuen Kabinett setzt sich die Entmachtung der Geistlichkeit fort. Alle Minister gehören entweder den Revolutionswächtern an oder waren als Zivilisten Mitglieder der Freiwilligenmiliz Bassidsch. Selbst der Geheimdienstminister Haidar Moslehi, der laut Gesetz ein Kleriker zu sein hat, war Vertreter Chameneis bei den Revolutionswächtern.“

Ein etwaiger Machtgewinn Gardinenstanges gegenüber den Mullas ist nun allerdings mE. ebenso wenig positiv zu bewerten, wie die Übernahme eines von Pest geschüttelten Körpers durch die Cholera. Dies wurde bei der Nominierung von „Parlaments“-Liebling Ahmad Vahidi zum neuen Verteidigungsminister deutlich.

Der Vahidi-Didi ist ein von Interpol gesuchter Verbrecher, der mutmaßlich 1994 als Chef der Quds-Einheit, die innerhalb der Revolutionswächter mit den geheimen Operationen außerhalb Irans beauftragt ist, den Anschlag gegen das jüdische Zentrum in Buenos Aires, bei dem 85 Zivilisten getötet worden waren, befohlen hat. Parlamentspräsident Larifari „musste die Bekanntgabe seiner Stimmenzahl wiederholen, da sie in den Rufen ‚Tod Israel‘ untergegangen war“, so Hermann. Wie peinlich, es spricht wirklich nicht dafür, dass gute Manieren in einem Volk ansatzweise verbreitet sind, wenn sogar seine Elite ein derart primitives Gebaren an den Tag legt – und sich öffentlich besinnungslosem Kreischen und Gröhlen hingibt (Die deutsche Variante lautete übrigens damals: „Wollt Ihr… den TOTALEN KRIEG!“).

FAZ-Kommentator Klaus-Dieter Frankenberger trifft mE. denn heute den Nagel auch mal wieder auf den Kopf:

„Man wusste auch bislang schon, wie wichtig der Hass auf Israel für den Zusammenhalt des iranischen Regimes ist und wie sehr dieses sich nach außen, etwa durch Terrorpatronage, davon leiten lässt. Letzte Zweifel an diesem Gesinnungskitt beseitigten jetzt die Abgeordneten im sogenannten Parlament in Teheran. Restlos. Denn als Verteidigungsminister des angeblich wiedergewählten Präsidenten Ahmadineschad wurde ein Mann bestätigt – und zwar mit mehr Stimmen als jedes andere Kabinettsmitglied -, der international gesucht wird, weil er der Beteiligung an dem Mordanschlag auf das jüdische Kulturzentrum in Buenos Aires vor 15 Jahren verdächtigt wird. Und was riefen die Abgeordneten bei der Verkündung der Bestätigung? ‚Israel den Tod.‘ Nein, über seinen Charakter lässt das iranische Regime die Welt nicht im Unklaren. Niemand braucht sich also darüber zu wundern oder zu empören, dass Israel in dem iranischen Atomprogramm eine existentielle Bedrohung sieht. Über Raketen verfügt Iran bereits, antiisraelische Vernichtungsideologie ist Parlamentsdekor. Wer sagt, dass es nicht MEHR ist?“

Das Fatale am Faschismus ist mE. u.a. sein revolutionärer Anteil, und dieser unterscheidet ihn von Militärdiktaturen u.ä. Anders als jene setzt er nicht allein auf bleierne Friedhofsruhe und Erstarrung. Seine Aspekte der Bewegung und Veränderung, die ihn an die Macht gebracht haben, sind inhärente Attribute, und so ist er auch nach der Machtübernahme zu fortwährender hektischer Bewegung und Unruhe gezwungen.

Die einstmals wirkungsmächtige Kraft der „Religion“ hat sich nach den Hunderttausenden von Toten des „Ersten Golfkrieges“ (1) und einer haaresträubenden Wirtschaftsbilanz verbraucht (2). Ulrich Pick, ARD-Korrespondent für den Iran, antwortete auf die Frage, inwiefern die Islamische Republik die Haltung der Iranerinnen und Iraner zum Islam verändert habe:

„Wenn man durch den Orient reist, so fällt auf, dass die Moscheen nirgends so leer sind wie in Iran. Das Bestreben der Mullahs, den Islam nicht nur in der Politik, sondern auch im privaten Leben zum Maß aller Dinge zu machen, hat den Menschen die offizielle Form der Religion vergällt. Außerdem sind zwei Drittel der 70 Millionen Iraner nach 1979 geboren. Sie kennen nichts anderes als die Islamische Republik, verfügen aber gleichzeitig über Internet und Satell!ten-Fernsehen und wissen also mehr oder weniger, wie das Leben in andern Ländern läuft. Somit hat die Islamische Republik die Religion in gewisser Weise diskreditiert. (3)“

Einhergehend mit dem Schwinden der „religiösen“ Bindekraft erleben wir im Iran eine drastische Steigerung aggressiver und extrovertierter, antijüdischer Vernichtungsrhethorik. Eine Zeit lang mag das Heulen und Kläffen die Menschen in Atem halten, aber irgendwann wird das Regime sich physisch nach außen wenden müssen, d.h. den Worten werden Taten folgen müssen. Iran wird von einem faschistoiden, als welchen es sein Parlament nun für alle Welt schon deutlich sichtbar gemacht hat, zu einem faschistischen Staat werden.

Sodann wird der Iran Geschichte sein.

Time am 4. September 2009

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Links von PI zum „Hannibal-Gaddafi-Skandal“:

http://www.pi-news.net/2008/07/schweiz-gaddafis-sohn-nach-randale-verhaftet/

http://www.pi-news.net/2008/07/rache-fuer-hannibal/

http://www.pi-news.net/2008/07/gaddafi-nimmt-wieder-geiseln/

http://www.pi-news.net/2009/04/libyen-erpresst-erneut-die-schweiz/

http://www.pi-news.net/2009/07/gaddafi-will-terrorstaat-schweiz-zerschlagen/

http://www.pi-news.net/2009/08/schweiz-schliesst-dhimmipakt-mit-libyen/

http://www.pi-news.net/2009/08/die-foltertyrannen-aus-dem-hause-gaddafi/

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(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Golfkrieg

(2) http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/4583/dreisig-jahre-horror/

(3) in: “Zeitzeichen – evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft“, Juni 2009

Reden verboten

26. Juni 2009

Die FAZ vom 24. Juni hatte über Präsident Obamas Stellungnahme zum Thema „Iran“ berichtet:

„Der amerikanische Präsident Obama wandte sich… gegen Versuche Irans, die Vereinigten Staaten für die Krawalle verantwortlich zu machen. Anschuldigungen, das Ausland habe die Demonstranten aufgestachelt, ’sind ein offenkundiger Versuch, die Leute von dem abzulenken, was wirklich innerhalb der iranischen Grenzen geschieht‘, sagte Obama. Er verurteilte die ‚ungerechten Handlungen‘ der iranischen Staatsgewalt gegen Demonstranten und sprach von ‚unschuldigen Toten‘. Keine Politik der ‚eisernen Faust‘ könne im Jahr 2009 ein Volk daran hindern, seinen Willen auszudrücken, sagte Obama. ‚Die Vereinigten Staaten und die internationalle Gemeinschaft sind erschüttert und empört über die Drohungen, Misshandlungen und Gefangennahmen der vergangenen Tage‘, fügte er an… ‚Das iranische Volk hat ein universelles Recht auf Versammlungs- und Redefreiheit.'“ Das waren deutliche Worte, wie ich meine.

Die heutige FAZ berichtet, dass Mammut Gardinenstange mit den Einschätzungen Mr. Obamas offenbar ein Problem hat. Er bestreitet seltsamer Weise nicht ihren Inhalt, er sagt nicht, dass zB. alles erlogen sei. Die FAZ: Ahmadineschad forderte von Obama, seine bisherigen EINMISCHUNGEN solle er öffentlich bedauern. Obama habe sich in einem TON, der jenem seines Vorgängers Bush ähnlich gewesen sei, zur Wahl in Iran GEÄUSSERT… das könne alle Hoffnungen BEENDEN, einen Dialog zu BEGINNEN.“ Vermutlich ist es aber doch eher so, dass alle Hoffnungen beginnen, wenn der Dialog mit diesen Faschisten endgültig beendet wird – bzw. die falsche Hoffnung auf einen Dialog. „Wahlfälschung: Das ist allein unsere Sache! Demonstranten erschießen: Wir dürfen das! Oppositionelle einsperren, foltern und töten: Klar doch!“, dies ist die Position des iranischen Regimes. Aber wer diese Fakten ausspricht oder kritisiert, vergreift sich nach seiner Meinung im Ton und mischt sich in einer Weise ein, die öffentliche und weltweite Reue erfordert… Ich denke, es wäre leichter mit einem Betonsack einen Dialog zu führen, als mit A. & Co.

Regimenahe Medien“ versteigen sich sogar, so die FAZ, zu der Behauptung, der Mord an der Studentin Neda sein ein westliches Komplott, und eine Zeitung „sieht in dem BBC-Korrespondenten John Leyne den Auftraggeber des Mords. Er habe ihren Tod zum Thema eines Dokumentarfilmes machen wollen.“ Immerhin wird hier deutlich, dass ein Mord an einem jungen Menschen auch für die Orks etwas zumindest nicht so ganz Korrektes ist. Jedenfalls ist Reden generell bei denen offenbar nicht nur sinnlos, sondern ja auch verboten und gefährlich.

FAZ.net berichtete gestern (1): „‚Die Telefonleitung wurde gekappt, wir haben kein Internet mehr‘, twittert persiankiwi am Mittwochnachmittag. Und ein paar Minuten später: ‚Es gibt Gerüchte, dass sie Telefonanschlüsse ausfindig machen, über die besonders viele Daten laufen, um Internetnutzer zu finden – wir müssen jetzt weg von hier.‘ Andere Twitterer berichten, dass die Regierung gefälschte E-Mails von den Adressen festgenommener Journalisten und Aktivisten versende. Auch wird vor Twitterern gewarnt, die im Minutentakt die Adressen von Internetseiten nennen, die angeblich über Hilfsorganisationen informieren. Tatsächlich werde über diese Seiten aber versucht, diejenigen, die darauf klicken, zu orten und festzunehmen.“

Es ist zwar Kennzeichen jeder Diktatur, dass sie die freie Rede unterdrückt und keine unterschiedlichen Meinungen zuläßt, es ist aber auch in hohem Maße eine unabänderliche Eigenschaft des Mohammedanismus, dass er neben sich keine Vielfalt zulassen kann und gewaltsam Homogenität herstellen will. Bekanntlich ließ Klohamett Kritiker und Spötter meucheln: Reden verboten! Bei Jesus hingegen war Reden erlaubt. Er redete im Jungenalter mit den Gelehrten im Tempel, und er ließ die kritischen Fragen seiner Jünger zu, auch noch nach seiner Auferstehung. Kein Wunder, dass das Christentum insgesamt quasi dialogisch ist (Dialog zwischen Mensch und Gott, zwischen Menschen über Gott) im Gegensatz zum greinenden und bösartigen Monolog, den King Mo seiner Bande so hielt, dass sie es oft einfach nicht mehr ertragen konnten (Buhari XXVI/6, Recl. S. 280: „Diese Warnung wiederholte er immer und immer wieder, dass wir schon sagten: ‚Wenn er doch still sein würde!'“ Zudem sagte Klo übrigens alles immer dreimal, wie man aus Buhari XXXVI/34, Recl. S.443 und III/12, S.54 erfahren kann).

Wenige Tage vor dem Tod drei unser Soldaten in Afghanistan waren im Jemen neun Menschen von Mohammedanisten ermordet worden, unter ihnen sieben Deutsche (2). Hier erlangte in der Öffentlichkeit die Frage Bedeutung, ob einige von ihnen – wie furchtbar – etwa CHRISTLICH MISSIONIERT hätten. Missionieren, wie stellt man sich das heute vor? Bibel und Schwert? DIE Zeiten sind leider vorbei! Mission ist nur mehr tätige Hilfe und REDEN. Jedoch ist Reden dort nicht weniger gefahrvoll als der Dienst mit der Waffe. Wer zB. über Jesus allein REDET, macht sich in den Orkländern eines todeswürdigen Verbrechens schuldig. Einen Missionsauftrag hatten die zwei Bibelschülerinnen übrigens nicht (3): „Die Bibelschule Brake im nordrhein-westfälischen Lemgo wies Vorwürfe zurück, die beiden getöteten Bibelschülerinnen hätten missioniert. ‚Richtig ist vielmehr, dass sie als Praktikantinnen der niederländischen Hilfsorganisation Worldwide Services in einem ausschließlich humanitären Dienst in einem staatlichen Krankenhaus eingesetzt wurden‘, betonte die der Deutschen Evangelischen Allianz nahestehende Schule.“

FAZ-Ali2 Rainer Hermann versichert sich der Schützenhilfe von Kollege Reinhard Bingener (4) um auszuführen, dass aber DOCH Mission vorgelegen habe. Die beiden schreiben heute:

„Deutsche Entwicklungshelfer im Jemen fürchten, in VERDACHT zu geraten, dass auch sie MISSIONARISCH tätig sein könnten. Denn zunehmend ERHÄRTET sich die Vermutung („VERDACHT“ wäre doch ein bißchen zu offensichtlich gewesen, war aber gemeint. T.), dass die drei ermordeten und die sechs anderen ENTFÜHRTEN Geiseln, die in einem Krankenhaus von Saada gearbeitet haben, AUCH missioniert haben. Seit dreißig Jahren entsendet die in den Niederlanden registrierte Hilfsorganisation Worldwide Services junge Entwicklungshelfer an das Krankenhaus, nachdem die meisten zuvor an einer BIBELSCHULE gewesen waren. OHNE KENNTNIS des KOMPLIZIERTEN Landes kämen sie an und nähmen NAIV ihre Arbeit auf, heißt es im Land.

Kenner der Region Saada loben jedoch die soziale Arbeit der Entsandten von Worldwide Services ausdrücklich. Diese seien immer wieder vor den Gefahren in der Region gewarnt worden, die zu einem Rückzugsgebiet für Al Qaida wurde und wo ein Bürgerkrieg zwischen den Houthi-Rebellen und der Zentralregierung stattfindet. Offenbar sind die als ENTWICKLUNGSHELFER arbeitenden MISSIONARE (Diese Missionare TARNEN sich also als Entwicklungshelfer! T.) Opfer der komplexen VERHÄLTNISSE geworden: Die Drogenmafia, die Spaltung der Houthis, die Präsenz radikaler salafitischer Prediger und die traditionellen Stammesstrukturen komplizieren die Lage ZUSÄTZLICH.

In der Vergangenheit seien die in Saada tätigen Deutschen wegen der sich abzeichnenden Gefahr wiederholt zum Verlassen der Stadt aufgefordert worden, AUCH von den Jemeniten selbst (von wem noch? T.), zuletzt VOR EINIGEN Wochen, sagen Leute, die mit der Lage in der Stadt gut vertraut sind. Sie hätten aber nicht auf die WARNUNGEN gehört und den Kontakt zu ANDEREN Deutschen im JEMEN gemieden, denen sie etwa ein SÜNDHAFTES Leben vorgeworfen hätten (Glauben SIE DAS? WER behauptet denn das? Ach ja: „LEUTE, die mit der Lage in der Stadt gut vertraut sind!“ Ali2 will uns gegen die Mordopfer in Stellung bringen, T.). Die der MISSION dienenden GESPRÄCHE seien vor allem mit jemenitischen FRAUEN geführt worden. Missionierung verstößt gegen jemenitische StammesTRADITIONEN, gegen das geltende RECHT des Landes und gegen die islamische SCHARIA (Mithin waren die Ermordeten Rechtsbrecher, Kriminelle! UND – anders als Ali2, dem gut Vertrauten – naiv! T.). (…)

Nach Auskunft von Volker Hillebrenner, einem Assistenten an der Bibelschule Brake, war der Aufenthalt im Jemen als Praktikum Teil des drei Jahre dauernden Curriculums der Bibelschule. Hillebrenner legt Wert darauf, dass die Bibelschule KEIN Missionswerk sei und selbst KEINE Missionare aussende. Das Praktikum im Jemen hätten sich die beiden Frauen selbst organisiert und für die Verhaltensregeln während des Aufenthalts sei die niederländische Hilfsorganisation World Wide Services Foundation verantwortlich gewesen, die das Al-Dschumhuri-Krankenhaus in Saada unterstützt, in dem die beiden Frauen helfen sollten. Hillebrand BETEUERT allerdings, die beiden jungen Frauen hätten keinesfalls MISSIONIEREN, sondern ausschließlich in dem Krankenhaus helfen sollen.

Doch darüber, wo das eine ENDET und das andere BEGINNT, gehen die Auffassungen auseinander: ‚Mission heißt die Sendung, Menschen zu helfen‘, sagt etwa Detlef Blöcher, der Vorsitzende der ‚Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen‘ (AEM), dem auch die Bibelschule Brake angehört. Beide Aspekte, Missionsarbeit und Hilfe, scheinen in den evangelikalen Einrichtungen kaum zu trennen zu sein (Hat Jesus das etwa anders gesehen? T.). Vor wenigen Monaten soll einem der weiterhin verschleppten deutschen Mitarbeiter des Krankenhauses in Saada gedroht worden sein, weil er in einem Teehaus mit einem Muslim über Religion GESPROCHEN haben soll. ‚Dass Christen das Evangelium anderen zugänglich machen, ist nicht verwerflich‘, sagt Blöcher über solche Berichte. Religion sei in der muslimischen Welt im Gegensatz zur westlichen Welt ein natürliches Gesprächsthema.

Dem pflichtet im Grundsatz auch Martin Schindehütte, der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), bei. ‚Dass man sich so verhalten darf, gehört zur Religionsfreiheit‘, MEINT ER (Offenbar kann Ali2 dem nicht so ganz zustimmen, T.) und FORDERT, die Schuld an ihrem Tod NICHT bei den beiden Bibelschülerinnen zu suchen. Selbst ein ‚offensives Missionsverständnis‘ rechtfertige keine Ermordung (In der Tat, und es ist traurig, dass darauf hingewiesen werden muß! T.). (…)“

Zum Glück bringt die heutige FAZ dazu wenigstens auch noch einen Brief von Leser Joachim Kretschmann, dem ich (bis auf seine Verantwortlichmachung DER „Liberalen“) zustimme:

„Zu den beiden deutschen Bibelschülerinnen aus Brake im Jemen: Wusste ich’s doch! Missionare im weißen Kittel! Selber schuld, oder? Christlicher Eifer, wie es oft genug abwertend heißt, war schon immer gefährlich, ja das Bekenntnis zum christlichen Glauben kostet jährlich 170 000 Gläubigen das Leben, die Dunkelziffer dürfte gut doppelt so hoch sein. Noch nie in der Geschichte gab es derart viel Christenverfolgung wie heute. Und das nicht nur in China, Indonesien oder Arabien, nein die Verfolgung beginnt schon hier vor Ort.

Ein Beispiel gefällig? Man schlage nur die Tageszeitung oder das Wochenmagazin auf oder schalte die Nachrichten an, und schon beginnt die Treibjagd nach den ‚Evangelikalen Fundamentalisten‘. Man unterstellt ihnen, Menschen anderer Religionen für das Christentum abzuwerben, eine fremde Kultur zu kolportieren und am Ende für Unfrieden und politische Spannungen verantwortlich zu sein.

Bekennende Christen müssen hierzulande nicht radikale Islamisten, sondern Journalisten fürchten. Wo wir alle heute wären, wenn sich ein Paulus oder ein Martin Luther an die Wünsche liberal denkender Leute gehalten hätten, scheint keinen mehr ernsthaft zu interessieren, denn das Wissen über die Heilsbotschaft des christlichen Glaubens für alle Menschen leidet in unserem nachchristlichen Abendland an fortschreitender Schwindsucht.“

Time am 26. Juni 2009

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(1) http://www.faz.net/s/Rub868F8FFABF0341D8AFA05047D112D93F/Doc~EA0346400833C44F5B539B1071ECDFBE7~ATpl~Ecommon~Scontent.html
(2) http://www.foxnews.com/story/0,2933,526340,00.html
(3) http://www.sueddeutsche.de/panorama/224/472746/text/
(4) http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~E456876055F5743E687E28855D4918F91~ATpl~Ecommon~Scontent.html

außerdem:
http://www.pi-news.net/index.php?s=geiseln+jemen
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/130142/index.php

Ein Ork kennt keinen Scherz

19. Juni 2009

Heute gibt es einen Aufsatz (1) des iranischen Schriftstellers Amir Hassan Cheheltan in der FAZ (übersetzt aus dem Persischen von Susanne Baghestani), in dem er erklärt, warum er trotz tiefster Resignation seit der Machtergreifung der Mullahs im Iran dennoch dieses Mal zur Wahl gegangen ist. Hier ein paar Ausschnitte:

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Ahmadineschad, der Wissenschaft, Literatur und Kunst für lästigen Luxus hält und der keine Bedenken zeigte, sie auszumerzen, bringt für Urbanität und deren kulturelle Bedeutung keinerlei Verständnis auf… (Moooment, das stimmt zwar im Kern, aber nach außen schmückt sich Pfauenstange gerne mit dem Dr.-Titel. Er geriert sich als „Wissenschaftler“. Was von seiner Wissenschaftlichkeit indes zu halten ist, versteht man, wenn man sich erinnert, was er unter „Kunst“ versteht: Nämlich die Tatsache, dass Tausende Kinder vom Mulla-Regime mit Plastikschlüsseln (für die Paradiestür) „made in Taiwan“ um den Hals in die irakischen Minenfelder getrieben werden konnten. „Kunst“ als Sterben für den Willen des Führers (2), „DIE KUNST“ wird zur Zurichtung von Kindern zu Kanonenfutter zugerichtet. T.).

Ahmadineschad ist ein neuartiges Phänomen, er spricht die Sprache der einfachen Leute oder sogar die der Gosse. Durch seine Umgangsformen und Bekleidung hat er sich für arme Bevölkerungsschichten und die Bewohner der Stadtränder und Dörfer in eine verständliche Persönlichkeit verwandelt; seine vierjährige Präsidentschaft genügte jedoch, dass ein beträchtlicher Anteil dieser Schichten ihm den Rücken kehrte. Sein Regierungsstil kam in diesen vier Jahren den Städtern und insbesondere der jungen Generation, die den Hauptanteil der iranischen Bevölkerung bildet, einer Warnung gleich. Viele Iraner betrachteten ihn in seiner Funktion als Präsident der Islamischen Republik als große Blamage im Hinblick auf die Weltöffentlichkeit…

Ich habe noch nie an einer Wahl in Iran teilgenommen, weil ich stets daran gezweifelt habe, dass die Obrigkeit die Wahlstimmen tatsächlich auszählen lässt. Auch diesmal hatte ich es nicht vor. Dann geschah jedoch etwas, das mich diesen Entschluss überdenken ließ. Ausschlaggebend war das Fernsehduell zwischen dem amtierenden Präsidenten und seinem wichtigsten Herausforderer Mussawi. Bei diesem Streitgespräch hob Ahmadineschad plötzlich einen Aktenordner vom Tisch, an den das Foto einer Frau geheftet war, und fragte Mussawi mit einem verschwörerischen Lächeln mehrmals: „Soll ich es sagen?“

Mussawi nickte und erwiderte gleichmütig: „Nur zu!“ Ahmadineschad fuhr fort: „Das ist die Akte einer Frau, die Sie gut kennen und die in Ihrer Wahlkampagne stets an Ihrer Seite ist. Es ist Ihre Ehefrau.“

Daraufhin führte er kurz aus, weshalb diese Frau ihre akademischen Grade und ihre gegenwärtige Position nicht verdient habe.

Ich zuckte heftig zusammen und fragte mich, ob dieses Thema unter solchen Umständen Gegenstand einer Fernsehdebatte zwischen den beiden Präsidentschaftskandidaten sein dürfe? Das war es jedoch nicht, was mich ängstigte, sondern die Tatsache, dass Ahmadineschad in diesem Augenblick jede Duldsamkeit vermissen ließ. Sein Blick glich dem eines Verhörbeamten, der bei einer Befragung dem Feind gegenübersitzt, nicht einem Konkurrenten. Und das im Rahmen einer Konkurrenz in einem politischen Ordnungssystem, aus dem beide hervorgegangen und dem beide treu ergeben sind, einer Ordnung, in der beide akzeptiert sind und der beide dienen sollten. Dieser Blick erschreckte mich zutiefst. Wie würde er sich dann erst, lautete meine Frage insgeheim, mir gegenüber als säkularem Romanschreiber verhalten?

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Ich sehe in der geschilderten Szene den Willen und dessen Demonstration, um jeden Preis zu herrschen, sei es um die Absage an jede Konvention, Würde, jeden Respekt vor irgend etwas. Das erinnert an die deutschen Provinz-Fußballligen, in denen in den letzten Jahren häufig einzig noch der erste Platz besetzt ist – von einem mohammedanistischen Verein. Die „normalen“ Vereine machen nicht mehr mit, weil die Orks stets ihre Gegenspieler zusammenschlagen, wenn sie verloren haben. Siegen um jeden Preis, den Orks geht nicht nur jeder Sinn für Fairness, sondern auch für das Spielerische ab. In ihren Kinderferienlagern wird von Zehnjährigen der Umgang mit Panzerfäusten und Sprenggürteln geübt. Fehler fatal!

Lange her ist die Zeit, als in Persien das vermutlich aus dem nordindisch-chinesischen Raum stammende Schachspiel kultiviert wurde (das komplexeste Spiel der Menschheit), bevor es die Orks nach Europa brachten.

Wiki (3): „Seit dem 6. Jahrhundert ist das Schachspiel in Persien belegt. Es verbreitete sich im 7. Jahrhundert im Zuge der islamischen Expansion im Nahen Osten und in Nordafrika. Über das maurische Spanien, Italien, das byzantinische Reich und Russland gelangte das Spiel zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert ins abendländische Europa, wo es im Hochmittelalter einerseits zu den sieben ritterlichen Tugenden gehörte, andererseits kirchliche Missbilligung erfuhr. Im 15. Jahrhundert veränderten sich (in Europa, T.) die Spielregeln einschneidend, so dass seither vom modernen Schach, wie es heute gespielt wird, gesprochen werden kann.“

Wiki (4): „In den folgenden Jahrhunderten trugen vor allem europäische Schachmeister zur Erforschung des Spiels bei.“

Eigentlich geht es beim Spiel (nicht jedoch beim Geldspiel) darum, in hohem Maße die eigenen Kräfte und den Siegeswillen zu mobilisieren, ohne dem Kontrahenten physisches (und möglichst natürlich auch kein psychisches Leid – Fairnis) zuzufügen. Aber diese Idee ist den Vogelscheichs verloren gegangen. Mit ihrem totalen Jihad haben sie jede Relativität, jeden Sinn für Grautöne verloren. Für sie gibt es nur noch Sieg (durch den Tod des Gegners) oder Sieg (durch den eigenen Tod während eines Kriegsgeschehens).

Diese völlige Humorlosigkeit, diese bornierte und brutale Grobschlächtigkeit, dieser totale Gegenentwurf zum europäischen galanten Rittertum, ist kein Produkt der Zeit, sie ist ein Produkt von Kloran und Hadithen (5). Diese bilden das Klima ab, welches in der Clique des bösartigen und größenwahnsinnigen Psychopathen Klohamett herrschte (6). Anders als in den Evangelien wird das Thema Humor von Klo benannt (wie auch „das Spiel“), es wird verdammt oder aber mit neuem Inhalt gefüllt und so entwertet (Humor ist hier zB., wenn der Herrscher über Leben und Tod für die Bauernschläue eines Subalternen mal NICHT den Kreuzigungstod verhängt). Pointen oder treffende Bilder, wie sie der Tanach oder die Evangelien überreich bieten, wird man bei Klo nur selten und in unbeabsichtigter und grotesker Form finden. Es gibt keine Überraschung, keine Erlösung, keine plötzliche Wendung, keine andere Sicht der Dinge. Wundert es, dass auch Bilder verboten sind (außer Schlachtvideos von Mitarbeitern westlicher Hilsorganisationen), und dass in Orkistan praktisch jede Woche Morde an Musikern verübt werden? Die Masse der Worte in Kloran, Hadithen und Scharia sollte nicht zu dem Irrtum verleiten, der Orkismus wäre vielgestaltig oder differenziert. All die vielen Worte sagen mE. allesamt das Gleiche.

Es gibt nur Macht, Gehorsam, Bestrafung – Einöde!

In der Wüste sind die Orks wirklich gut aufgehoben. In der Wüste… auf dem Mond! Nach welchem sie ihren Kalender ausrichten! Bei ihrem Mann im Mond! Bei ihrem Mondgott Alla! Ach, schert euch doch zum Mond, schert euch zu Alla, was schert ihr mich? Haut ab! Hau… t ab! HAU!

Time hat gesprrrochen am

19. Juni 2009

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(1) http://www.faz.net/s/Rub868F8FFABF0341D8AFA05047D112D93F/Doc~E1451558499684E23B6D919162F3C4666~ATpl~Ecommon~Scontent.html
(2) http://www.matthiaskuentzel.de/contents/sind-500000-plastikschluessel-genug
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Schachspiels
(4) http://de.wikipedia.org/wiki/Schach
(5) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/hadithe-4-da-wiehert-das-ork/
(6) http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/foltervideo-prinz-schlickenried-250664.html

Bericht aus Teheran

18. Juni 2009

In der heutigen FAZ gibt es den packenden Bericht einer iranischen Journalistin aus Teheran, die anonym bleiben will:

Ihr sollt den Wandel nicht sehen

Der einzige Ort, an dem Ahmadineschads Macht
gebrochen werden kann, ist die Straße.

Stockdunkel ist die Stadt. Man hört nur Rufe über die Dächer Teherans hinweg. „Allah Akbar!“, Gott ist groß. Wie damals bei der Islamischen Revolution. Die Menschen haben sich auf ihre flachen Dächer begeben und werfen sich über die Straßen hinweg die Sprechchöre zu: Nieder mit dem Diktator! Jede Nacht pünktlich um halb zehn gehen die Menschen auf ihre Dächer. Plötzlich Schüsse. Mich schaudert.

Wer hätte das am Tag der Wahl gedacht? Wer vor drei Wochen? Mohammed Chatami hatte seine Kandidatur zurückgezogen und rief dazu auf, Mussawi zu wählen. Niemand kannte Musica, obwohl er acht Jahre Premierminister unter Chomeini war. Alle jungen Leute, die jetzt wahlberechtigt sind, waren damals noch Kinder. Aber ihre Eltern können sich an ihn erinnern. Sie sagen, er habe die Preise stabil gehalten, während des Iran-Irak-Krieges. Stabile Preise, das brauchte man jetzt. Fünfundzwanzig Prozent Inflation, siebzehn Prozent Arbeitslosenquote, vierzig Prozent Teuerung bei Lebensmitteln. Das ist die Situation in Iran, und mit ihr ist fast niemand zufrieden. Diesmal waren es nicht nur die Studenten, die einen Wechsel wollten.

„Mussawi, Mussawi.“ Wir sitzen in einem Sportstadion, in einer Wahlveranstaltung von Mir Hossein Mussawi. Alle Menschen tragen grüne Bänder, grüne Schleifen auf den Kopftüchern, grüne T-Shirts. Das ganze Stadion leuchtet grün. Ein Mädchen steht mit einem Bild von Musica in den Händen da, über ihr Gesicht laufen Tränen, ihr Körper zittert. „Wir wollen keinen Diktator!“, ruft sie. „Befreit die politischen Studenten aus den Gefängnissen!“ Mädchen und Jungs sind getrennt. In Sprechchören rufen sie einander Slogans zu: „Wer wird Präsident?“, rufen die jungen Männer. „Mussawi, Mussawi“, schreien die Mädchen doppelt so laut zurück.

Plötzlich geht ein tobender Beifall los. Es erscheint Chatami, der ehemalige Präsident, wie ein Prophet breitet er seine in braunes Mullahgewand gehüllten Arme aus. Der Hoffnungsschimmer für so viele, die jedoch enttäuscht wurden von der gescheiterten Reformation. Immer noch hören sie auf ihn. Er hat ihnen gesagt, dass sie Mussawi ihre Stimme geben sollen. Er spricht von der letzten Chance auf einen Wandel, und mit ihm sprechen Schauspieler, Regisseure und prominente politische Größen. Unter ihnen die Tochter Faezeh Rafsanjani, die Tochter des Vorsitzenden des Expertenrats.

Eines der Fernsehduelle, die es zum ersten Mal überhaupt gibt, sehe ich bei einer Familienfeier. Sechs Fernseher laufen gleichzeitig. Heftig werfen sich die Kandidaten ihre Fehler vor. Ahmadineschad droht seinem Hauptkonkurrenten Mussawi mit einer Akte. Er nennt Namen, Namen von sehr mächtigen Personen im Land, über die man sich nicht öffentlich äußert. Rafsanjani, ihr Hauptsponsor, sagt er zu Mussawi, ist korrupt. „Oder warum sonst sind Ihre Kinder alle Multimillionäre?“ Allen in der Wohnung stockt der Atem. Auf der Straße hört man die ersten Hupen.

Man sieht überall die iranische Flagge, die hat sich Ahmadineschadad zu seinem Wahlsymbol gemacht. Die Autos fahren in langen Korsos. Aber plötzlich kommen auch wieder grün markierte Autos auf die Straße. Der Wahlkampf hat sich hierher verlagert. Jeden Tag gibt es Veranstaltungen, per SMS, Weblogs und Twitter senden die Menschen die Termine zu. Es ist die einzige Möglichkeit für die Anhänger von Mussawi. Das Fernsehen darf keinen Wahlkampf betreiben, aber die Menschen finden, dass Ahmadineschad bevorzugt wird. Die Minuten, welche die anderen Kandidaten in den Duellen über gesprochen haben, bekommt er geschenkt. Das iranische Fernsehen, Irib, ist zum Hauptfeind der grünen Opposition geworden.

Am Wahltag stehen die Menschen ab acht Uhr Schlange, um ihre Stimme abzugeben. Vor allem junge Leute warten darauf. Es dauert Stunden. Als es vorbei ist, sind sie sicher, dass es vorbei ist. Die Scham, die sie spürten, wenn in den letzten Jahren, wenn ihr Präsident im Ausland sprach. Es geht der Jugend nicht darum, ob sie ab morgen kein Kopftuch mehr tragen muss. Es geht um ihr Recht auf Leben, auf Freude, Freiheit. Als um Punkt zehn Uhr die Wahllokale geschlossen werden, stehen noch Tausende davor. Aber sie dürfen nicht mehr wählen. Gerade will ich das Büro verlassen, als ein Anruf kommt, Musica gebe eine Pressekonferenz in einem Privathaus. Was will er sagen? Es ist heiß in dem fünfzig Quadratmeter großen Zimmer. Die Journalisten schreien einander an.

Mussawis Stimme ist leise, es gibt kein Mikrofon. Er spricht nicht enttäuscht, sondern entsetzt. Seine Wahlbeobachter seien nicht zu den Wahlurnen gelassen worden. In vielen Städten habe es zur Mittagszeit nicht ausreichend Stimmzettel gegeben. Er ist sich sicher, dass er der Sieger ist. Doch das Innenministerium will am nächsten Morgen Ahmadineschads Sieg verkünden. Synchron zu Mussawis Rede geben Agenturen per Handy diese Nachricht weiter. Vor der Privatwohnung hat sich eine Menschentraube gebildet. Ein Mann sagt, und wenn Waffen sprechen sollten, dieses Mal lasse er sich nicht mehr anlügen.

In der Nacht werden die Büros der Reformkandidaten gestürmt und verwüstet. Mehr als einhundertzwanzig Reformer werden festgenommen, Parteivorsitzende, Vizepräsidenten und Ex-Bürgermeister. Das Innenministerium ist abgeriegelt, als wüssten die Beamten, dass der Hass sich gegen sie richten wird. In der ganzen Stadt sieht man Spezialeinheiten der Polizei. Dennoch färben sich die Straßen wieder grün. Der erste Ruf: „Gebt uns unsere Stimme zurück!

Eine kleine Gruppe von fünfzig Leuten zieht los, auf die Autobahn, die Finger zum Siegeszeichen aus den Fenstern der Autos gesteckt. Es kommt zu Auseinandersetzungen. Aber es ist den Menschen egal, ob sie einen Knüppelschlag abbekommen. Über der Stadt liegt eine Rauchwolke. Ein Bus, mehrere Autos und Mülltonnen brennen. Die Bilder gehen durch die Welt. Mädchen, die von Polizisten niedergeprügelt werden, über die Straße geschleift, abtransportiert. Niemand weiß, wohin.

Normalerweise wird in Iran jede Art von Aufstand im Keim erstickt. Aber es sind nicht mehr nur die Grünen, die einen Wechsel wollen. Bislang hatten die Menschen keine Führung, die ihren Unwillen zum Ausdruck bringt. In Mir Hussein Mussawi haben sie einen. Er ist kein Oppositioneller mit Ideen aus dem Ausland, die rein demokratisch westlich sind. Er ist einer, der, wie es selbst sagt, „die Imam-Linie“ verfolgt. Er hält an den Richtlinien der Islamischen Revolution fest, aber will sie reformieren. Das Grundgesetz muss verändert, die Rechte der Frauen müssen gestärkt werden. Er hat die erste First Lady eingeführt, seine Frau Zahra Rahnavard trägt den Tschador, doch darunter scheint ein rot leuchtendes Blumenkopftuch hervor. Sie war die erste Rektorin einer Universität, wurde aber unter Ahmadineschad abgesetzt. Ihr gelten viele der Frauenstimmen, die Mussawi bekam.

Die Menschen kommen mit ihren Familien auf die Straße. Sie schweigen, es gibt keine Parolen, keine Rufe. Mussawi hat über das Internet dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren und niemandem Anlass zu geben, gewaltsam einzuschreiten. Die ausländischen Medien dürfen nicht mehr berichten. Man hat Angst vor neuen Bildern, die um die Welt gehen könnten. Hunderttausende kommen zu den Demonstrationen. Am Montag sagt Mussawi, sie sollten sich am kommenden Tag fünf Uhr auf dem Valiasr Platz treffen. Kurz darauf meldet das Fernsehen, dass dann eine Demonstration von Ahmadineschad-Anhängern auf demselben Platz stattfinden soll. Unruhestifter würden sich auf eine Konfrontation mit der Polizei einstellen müssen. Das Ministerium für Islamische Erziehung und Kultur schickt an die ausländischen Medien ein Fax, auf dem die Drehgenehmigungen für die Stadt annulliert werden. Die Reporter sind ratlos. Nun können ihre Bilder nicht mehr für die Sicherheit der Demonstranten sorgen.

Am nächsten Tag sind keine Anhänger Ahmadineschads gekommen, nur Schlägertrupps der Basidschi. Die Miliz hat Aufwind bekommen, sie dürfen niederprügeln, was ihnen vor die Knüppel kommt. Sie kennen weder Mutter noch Vater, es ist ihnen egal, ob es Tote oder Verletzte gibt. Die Mussawi-Anhänger haben gemerkt, dass es sich nicht um eine Gegendemonstration handelt. Schweigend gehen sie die Straße entlang, Mundschutz vor dem Gesicht, den Blick nach vorn gerichtet. Die Proteste dauern schon zu lange an, als dass man sie jetzt einfach im Keim ersticken könnte. Was weder George W. Bush noch die Vereinten Nationen geschafft haben, hat die Bevölkerung Irans erreicht. Ahmadineschad und seine Unterstützer sind ins Wanken gebracht. Die Menschen kommen aus den Gassen auf die Hauptstraße, um sich anzuschließen. Sie wollen vor das iranische Fernsehen, um einen öffentlichen Auftritt zu erzwingen. Sind es fünfzigtausend? Sind es mehr? Der Zug geht vorbei an Spezialeinheiten der Polizei, Basidschimilizen auf Motorrädern, Menschen, die mit Funkgeräten Informationen weitergeben.

Die Handys der Demonstranten sind blockiert, SMS funktionieren nicht mehr, E-Mail-Zugänge sind gesperrt, Blogs abgeschaltet. Es gibt fast keine Verbindung ins Ausland mehr, und ich höre die Helikopter über der Stadt kreisen.