Posts Tagged ‘Aiman Mazyek’

Alle unter einer Decke

15. Juli 2016

NBS

In einigen MSM wird über die Dar-as-Salam-Moschee in Berlin-Neukölln kritisch berichtet, dass dort Extremisten das große Wort führen – Lesen Sie einen Beitrag von FAZ.NET“ von Frank Jansen (1).

Das gefällt den Orks, die alle unter einer Decke stecken, überhaupt nicht – Lesen Sie einen Hetzartikel von der „Islamischen Zeitung“ von Tarek Baé, der SA-lafisten und Muslimbrüder als „Denkschulen“ bezeichnet (2).

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Extremisten predigten in Dar-as-Salam-Moschee

Im Fall der Dar-as-Salam-Moschee in Berlin-Neukölln verdichten sich die Hinweise auf extremistische Aktivitäten. Franziska Giffey verteidigt ihren Besuch weiterhin.

Im Fall der umstrittenen Dar-as-Salam-Moschee in Neukölln, deren Imam mit dem Verdienstorden des Landes Berlin geehrt wurde, nehmen die Hinweise auf extremistische Aktivitäten zu. Wie der Tagesspiegel aus Sicherheitskreisen erfuhr, traten in den vergangenen Jahren mehrmals islamistische Prediger in der Moschee auf, die sich selbst als „Neuköllner Begegnungsstätte“ darstellt.

So hielt im November 2014 an zwei Tagen der aus Israel stammende Araber Raed Fathi Vorträge. Der Religionsgelehrte stehe der palästinensischen Terrorvereinigung Hamas nahe, sagen Sicherheitsexperten. Außerdem habe Fathi in einem Video bei YouTube einen der Ideologen des Heiligen Krieges und einstigen Mentor von Osama bin Laden, Abdullah Azzam, als „Helden“ gelobt. In Israel habe Fathi einen Skandal ausgelöst, als er die schiitische Sekte der Drusen zu Ungläubigen erklärte. Die Drusen verhalten sich gegenüber Israel loyal.

Frauen mit Schlägen züchtigen

2013 habe in der Dar-as-Salam-Moschee auch der saudische Islamist Muhammad al Arifi gepredigt, hieß es in Sicherheitskreisen. Er war trotz eines Einreiseverbots der Schengen-Staaten nach Deutschland gekommen und trat in Neukölln auch in der salafistischen Al-Nur-Moschee auf. Al Arifi hetzt gegen Juden, Homosexuelle und Schiiten. Außerdem empfiehlt er Ehemännern, ihre Frauen mit Schlägen zu züchtigen.

Wegen der Predigt von Al Arifi musste sich der Imam der Dar-as-Salam-Moschee, Mohamed Taha Sabri, im Neuköllner Rathaus rechtfertigen. Doch offenbar wurden weder dieser Vorfall noch die Nennung der Moschee im Jahresbericht des Berliner Verfassungsschutzes dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) bekannt, bevor er Sabri im Oktober 2015 mit dem Verdienstorden auszeichnete.

Ehrung sei nicht sinnvoll

Die Ehrung sei „nicht sinnvoll“, sagte jetzt der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Robbin Juhnke. „Eine Auszeichnung soll eine Vorbildfunktion haben. Die hat sie nicht, wenn eine Moschee im Verfassungsschutzbericht steht.“

Juhnke hält auch den Besuch der Neuköllner Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) in der Moschee am vergangenen Freitag für falsch. Giffey sieht sich, wie berichtet, viel Kritik ausgesetzt. Aber auch bei radikalen Tendenzen dürfe der Gesprächsfaden nicht reißen, sagte sie dem Tagesspiegel. Giffey will nun jedoch mit dem Verfassungsschutz reden. Imam Sabri äußerte sich nicht.

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Giffey

Angriff auf Neuköllner Begegnung

Kommentar: Warum der B.Z. Artikel über den Besuch Giffeys in der NBS zurückzuweisen ist

Am 11. Juli veröffentlichte die Berliner Zeitung „B.Z.” einen Bericht mit dem Titel „Warum besuchte Franziska Giffey eine Radikalen-Moschee?” Die Neuköllner Bezirksbürgermeisterin wird dafür kritisiert, die „Neuköllner Begegnungsstätte” (NBS) in der Flughafenstraße besucht zu haben. Demnach stünde Giffey nach einem Posting auf ihrer Facebook-Seite „unter Kritik”. Diese vermeintliche Kritik nimmt Olaf Wedekind in dem Artikel offensichtlich unhinterfragt auf.

„Eine demokratische Politikerin bei Salafisten”, lautet einer jener Kommentare, der die Kritik am Besuch darlegen solle. Gleichzeitig wird der Moschee vorgeworfen Verbindungen zur Muslimbruderschaft zu unterhalten. Einem Laien ist das vielleicht nicht bewusst, aber das sind zwei verschiedene Denkschulen. Ähnlich amateurhaft wirken auch die anderen Beiträge zum Artikel.

Die NBS ist nicht salafitisch. Und sie ist auch nicht, wie die selbsternannte „Islam-Expertin” Sigrid Herrmann-Marschall im B.Z. Artikel versucht zu markieren, ein Treffpunkt von „Ultra-Hardlinern” oder „radikalen Islamisten”. Zwei, das sei erwähnt, allgemein schon höchst fragwürdige Begriffe.

Im NBS waren hingegen bereits unter anderem die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth, der Vorsitzende des Zentralrast der Muslime, Aiman Mazyek, der Rabbiner Walter Rothschild, Prof. Werner Schiffauer oder die Pfarrerin Elisabeth Kruse. Weil der Name Begegnungsstätte laut der Gemeinde Programm sein soll.

Auch die jahrelangen Bemühungen der Moschee, gegen Extremismus anzukämpfen, werden durch den Artikel und den tendenziösen Kommentaren sabotiert. Der deutschlandweit bekannte Referent Ferid Heider hält regelmäßig Unterrichte dort ab, die junge Muslime im Umgang mit extremistischen Ideologien schulen sollen, was ihn zu einer Zielscheibe eben jener Leute machte.

Der Imam der Gemeinde, Taha Sabri wurde 2015 für seinen Einsatz gegen den Extremismus mit dem Verdientsorden des Landes Berlin vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller ausgezeichnet. Selbst über die Bezirksgrenzen hinaus sei die Moschee für „außergewöhnliche Arbeit im Feld des interreligiösen und interkulturellen Dialogs” bekannt, wie der angehende Rabbiner Armin Langer von der Salaam-Shalom Initiative feststellt.

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Time am 15. Juli 2016

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1) http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-neukoelln-extremisten-predigten-in-dar-as-salam-moschee/13867278.html
2) http://www.islamische-zeitung.de/angriff-auf-neukoellner-begegnung/

Direkter Draht

2. April 2016

Alla = Mazyek

Aiman Mazyek würde gern Kalif sein anstelle des Kalifen. Eigentlich aber ist er selbst Alla, der Allawerteste.

Zu Tarnungszwecken nennt er sein „zorniges“ Blutsäufergott-Alterego Alla „Gott“, und er behauptet, genau zu wissen, was „Gott“ will und tun wird (1).

Er behauptet auch, im Namen der „gesamten Menschheit“ zu sprechen.

Was für ein anmaßendes A*schl*ch dieser Typ doch ist.

Ein typisches Ork eben.

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Time am 2. April 2016

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1) http://www.islam.de/27300

Schon näher dran

1. April 2016

NTV

„Terrorismus ist Teil des Islam“ titelte „N-TV“ am 29. März und war damit der Wahrheit schon erheblich näher gerückt als jedes MSM zuvor (1).

Der entscheidende Erkenntnisschritt blieb indessen aus: Terror ist nämlich nicht nur ein inhärentes sondern sogar das wesentlichste Attribut und Ziel des durch und durch nihilistischen Nazislahm.

Constantin Schreiber schrieb: „Es spielt keine Rolle, ob der Koran Gewalt predigt oder nicht, ob der Islam eine gewalttätige Religion ist oder nicht. Religion ist das, was Menschen daraus machen.“

Das ist natürlich völliger Unfug und eine Reinwaschung des bösen Buches. Niemand wird aus einem Telefonbuch eine Religion ableiten können, denn die Inhalte von Texten sind nicht beliebig. Im Gegenteil: Texte können Menschen zu Unglaublichem motivieren.

Die Hauptaufgabe des Counterjihad bleibt daher die vollständige Dekonstruktion der nazislahmischen Grundlagenwerke.

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Terrorismus ist Teil des Islam

Terrorangriffe im Westen schüren die Angst vor dem Islam als Religion. Das ist mehr als verständlich: Denn Muslime unternehmen viel zu wenig gegen radikale Tendenzen innerhalb ihrer Gemeinden.

Ich kann es nicht mehr hören. Nach Madrid, London, Paris, Brüssel melden sich die, die sagen: „Das hat nichts mit dem Islam zu tun.“ Das Morden, Bomben, Angst machen. #Notinmyname twittern entsetzte Muslime. Der Zentralratsvorsitzende der Muslime, Aiman Mazyek, sagte nach den Anschlägen von Brüssel: „Die Religion spielt dabei keine Rolle.“ Falsch. Wenn Muslime sich im Namen des Islam in die Luft sprengen, dann hat das sehr wohl etwas mit dem Islam zu tun.

Vor ein paar Tagen saß ich nach den Brüsseler Anschlägen in einer Talkrunde bei Markus Lanz. Einer der Gäste redete sich in Rage und warf dem belgischen Staat Versagen vor, weil es den Sicherheitskräften nicht gelungen sei, die Täter früher zu finden. Ich finde, die dringendere Frage ist: Wie kann es denn sein, dass ein gesuchter Islamist monatelang im Herzen Europas untertauchen kann, ohne dass jemand etwas gesehen, gehört, mitbekommen haben will? Dass eine muslimische Parallelgesellschaft offenbar einen potentiellen Massenmörder absorbiert, anstatt dass nur ein einziger die Polizei informiert? Kein Anruf, kein Hinweis? Es will keiner etwas davon mitbekommen haben, wer sich da mitten in der muslimischen Community von Brüssel aufhielt? Das fällt mir schwer zu glauben.

Es spielt keine Rolle, ob der Koran Gewalt predigt oder nicht, ob der Islam eine gewalttätige Religion ist oder nicht. Religion ist das, was Menschen daraus machen. Die Klage, Muslime würden unter Generalverdacht gestellt, ist schrecklich – und wahrscheinlich zum Teil sogar richtig. Natürlich möchte ich nicht, dass irgendjemand schief angeschaut wird, weil er „Arabisch“ aussieht. Eine Bekannte – weitgereist, weltoffen, liberal – erzählte mir kürzlich, dass sie in Berlin die U-Bahn verließ, weil drei Arabisch sprechende Männer seltsam an ihren ausgebeulten Jacken herumnestelten. Schlimm, dass es so weit gekommen ist. Aber: Kann man das ihr oder anderen verängstigten Menschen vorwerfen? Wenn das erste, was Menschen im Westen heute mit dem Islam verbinden, „Gewalt“ ist, dann kann doch niemand mehr behaupten, all jene sähen das falsch.

Wenn Muslime bei uns beklagen, sie stünden unter Generalverdacht, dann müssen sie das dem richtigen Adressaten sagen: Es sind die muslimischen Gemeinden in Brüssel, Berlin oder sonst wo. Und zwar nicht nur die Extremisten, Islamisten, Salafisten, sondern jeder einzelne muslimische Mitbürger. Ruhig sein, wegsehen, es dulden – dass es in Teilen ihrer Community, zu denen wir längst den Kontakt verloren haben, normal ist, Hass zu verbreiten, funktioniert nicht mehr. Wer, wenn nicht die Muslime selbst können sagen: „Es reicht!“ Von wem, wenn nicht von muslimischen Verbänden, kann man erwarten, die eigene Community zur Räson zu bringen – mit deutlichen Worten, mit Ausgrenzung, mit null Toleranz gegenüber extremem Gedankengut. Sätze wie „Die Religion spielt dabei keine Rolle“ möchte ich nicht mehr hören.

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Time am 1. April 2016

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1) http://www.n-tv.de/politik/Terrorismus-ist-Teil-des-Islam-article17332106.html

Dann sehen wir weiter

14. Januar 2016

mallouki

Berufsmäßiger Lügner:
Habib al Mallouki

Seitdem der Jihad durch seine Massenmorde in das öffentliche Bewusstsein gerückt ist, gibt es den Counterjihad bzw. die Islamkritik.

Da Kritik in der totalitären Ideologie des Mohammedanismus verboten ist, denunzieren die Ork-Kommissare die Kritik am Nazislahm als „Rassismus“, der zugegebenermaßen etwas sehr Schlimmes ist, ebenso wie Pädophilie.

Mit Kindesmissbrauch wiederum haben die Anhänger des Mohammedanismus kein Problem, denn der Begründer des Mohammedanismus war laut den mohammedanistischen Quellen ein Kinderschänder – und er wird doch von seinen Anhängern als „bester Mensch aller Zeiten“ verehrt.

Auch konstatieren die Ork-Kommissare seit der Konstituierung der Islamkritik ihr – die sie „Rassismus“ nennen – Vorrücken „in die Mitte der Gesellschaft“ (1). Dass sie nun schon seit so vielen Jahre vorrückt und doch nie anzukommen scheint, sollte die Orks und ihre Dimmi-Schleimer eigentlich beruhigen, aber Ruhe ist die Sache der nazislahmischen Revolutionäre nicht.

Wer ist da eigentlich derzeit in der Mitte der Gesellschaft, in die die Islamkritik angeblich einsickert? Sind da etwa die Orks und ihre Lakaien? Es macht ganz so den Eindruck, als ob die Ork-Kommissare uns diesen ihren Wahn glauben machen wollen. Man stelle sich vor: In der Mitte der deutschen Gesellschaft befinden sich Aiman Mazyek, die DITIB und Mille Görüsch. Nett von den Orks, dass wir vom Rand Deutschlands her zugucken und Jizia zahlen dürfen.

„Täter würden zu Unrecht mit dem Islam als Religion in Verbindung gebracht“, lügt Professor Habib al Mallouki. Hat er denn gar nicht die Sira und die Hadithe gelesen, die von der unerhörten Grausamkeit und Perversion Klo H. Metzels berichten?

Ich habe das doch nicht geschrieben, das waren Klo H. Metzel und seine Freunde und Verehrer, das waren die Begründer des Nazislahm.

Wie kann Mallouki einen Kinderschänder, Folterer, Räuber und Sklavenjäger als „besten Menschen“ aller Zeiten verehren, und dann behaupten, dass ein paar vergleichsweise harmlose Grabscher „zu Unrecht mit dem Islam… in Verbindung gebracht“ würden?

Nun ja, Klo H. Metzel ließ z.B. eine Moschee mitsamt der in ihr Betenden, die er als abtrünnig erklärt hatte, niederbrennen (2). Sooo grausam waren die Kölner Grabscher und Räuber nicht. Dürfen sie also vielleicht deshalb nicht mit der Ideologie des Nazislahm in Verbindung gebracht werden, weil sie nicht bösartig genug waren?

Schwört Klo H. Metzel ab!

Erst dann sehen wir weiter!

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Anti-islamische Stimmung

Rassismus erreicht die Mitte der Gesellschaft

Die Terrorakte und Straftaten junger muslimischer Männer befeuern eine islamkritische Stimmung. Islamische Theologen beschäftigen sich jetzt mit rassistischen Vorurteilen gegen Muslime.

Angesichts von Terrorakten islamistischer Täter in Paris und Istanbul sowie die sexuellen Übergriffe junger Muslime in der Silvesternacht beklagen islamische Theologen eine Zunahme anti-islamischer und rassistischer Vorurteile. Studien zeigten, dass Rassismus gegen Muslime tief in der europäischen und deutschen Bevölkerung verwurzelt sei und mittlerweile in die Mitte der Gesellschaft rücke, sagte der Osnabrücker Wissenschaftler Habib El Mallouki. „Dieser latente Rassismus offenbart sich mehr und mehr und wird langsam salonfähig“, klagte El Mallouki vor Beginn einer Fachtagung über antimuslimischen Rassismus, die von Donnerstag bis Samstag in Osnabrück veranstaltet wird.

Täter würden zu Unrecht mit dem Islam als Religion in Verbindung gebracht: „Was hat eine Weltreligion eigentlich mit Menschen zu tun, die auf ganzer Linie alle ihre Gebote missachten?“ Die Öffentlichkeit müsse zwischen der Religion und den Tätern unterscheiden, forderte der Professor des Universitätsinstituts für Islamische Theologie. Die Stereotypen über den Islam seien, dass er eine antidemokratische, frauenfeindliche, antichristliche, antimoderne Religion sei. „Auch in den jüngsten Diskussionen wurde der Islam sofort auf diese Schiene abgeschoben“, sagte el Mallouki zu den Debatten nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in Köln und anderen Städten.

Der Osnabrücker Islamwissenschaftler Bülent Ucar sieht einen der Gründe für Straftaten wie in der Kölner Silvesternacht in der verbreiteten Machokultur im Orient. Bei den Flüchtlingen, die derzeit in Deutschland ankämen, habe man es „vor allem mit jungen Männern zu tun, die getrennt von ihren Familien und Frauen sind“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. In Deutschland seien diese Männer auf sich alleine gestellt und hätten zunächst keinen echten Kontakt zur deutschen Gesellschaft. „Damit haben sie auch wenig Möglichkeiten, Frauen kennenzulernen“, sagte Ucar. „Das führt möglicherweise beim ein oder anderen zu einer Frusthaltung und entlädt sich in solchen Exzessen.“

In den Medien werde suggeriert, „dass jeder muslimische Mann und alle Flüchtlinge Menschen sind, die potenziell Frauen herabwürdigen“. Das sei jedoch eine Verzerrung der Realität, sagte Ucar.

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Time am 14. Januar 2016

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1) http://www.n-tv.de/politik/Rassismus-erreicht-die-Mitte-der-Gesellschaft-article16763571.html
2) https://en.wikipedia.org/wiki/Demolition_of_Masjid_al-Dirar

Im Interview: Cem Özdemir

30. November 2015

Özdemir

Cem Özdemir ist einer der wenigen Linken, von denen man ab und zu auch mal etwas Vernünftiges hört. Lesen Sie ein aktuelles Interview mit ihm von Jasper von Altenbockum von „FAZ.NET“ (1).

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„Ich will nicht, dass Saudi-Arabien Moscheen in Deutschland baut“

Verstärken muslimische Flüchtlinge den orthodoxen Islam in Deutschland? Der Bundesvorsitzende der Grünen Cem Özdemir im Gespräch über die Religion seines Elternhauses, tolerante und gefährliche Strömungen.

Herr Özdemir, Sie haben gerade auf einem Grünen-Parteitag geschildert, dass der tolerante Islam Ihres eigenen Elternhauses in Deutschland inzwischen auf dem Rückzug sei – warum ist das so?

Ich bin leider nicht der einzige, der das beobachtet. Navid Kermani, der den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt, hat in seiner bedeutenden Rede in der Frankfurter Paulskirche ähnliches erzählt über seinen theologischen Lehrer, der inzwischen in den Niederlanden im Exil ist. Ihm wurde seine kritische Quelleninterpretation zum Verhängnis. Dabei hat er genau das gemacht, was meine Mutter mit ihrer, sagen wir, Küchentheologie auch gemacht hat, die war ja keine Theologin, sondern eine ganz normale Arbeiterin: sie hat das Wissen, das sie von ihrer Mutter und Großmutter erworben hatte, an ihren Sohn weitergeben wollen. Aber dieses Wissen wird jetzt von einem riesigen machtvollen Apparat in Frage gestellt: dagegen kommen die Tausenden Mütter und Väter, die ihren Kindern von einem anderen Islam berichten wollen, schwer an. Schon 1980 hat sich in der Türkei nach einem Militärputsch die Macht mit der autoritären Religion verbündet gegen den Kommunismus – die Amerikaner, also der Westen, haben es in Afghanistan mit den Taliban getan. Und heute fördert Saudi-Arabien diese Auffassung des Islams mit sehr viel Geld überall, wo Muslime leben.

Aber warum sind wir in unserer säkularen freiheitlichen Gesellschaft nicht attraktiv genug, um eine tolerante Strömung des Islams zu stützen?

Man weiß aus Untersuchungen, dass die Leute, die als Kämpfer zum „Islamischen Staat“ gehen oder jedenfalls als Jugendliche in einem Identitätskonflikt stecken, in der Regel eher Halb- oder Unwissen haben über ihre Religion und dann irgendwann einmal auf ein religiöses Weltbild stoßen, das ihre Ich-Stärke erhöht – auch wenn das ein sehr verzerrtes Weltbild ist. Wir haben in Deutschland lange geglaubt, dass der Islam, der mit den Migranten gekommen ist, auch mit ihnen wieder gehen wird. Der damalige Bundesinnenminister Schäuble war der erste, der als Konservativer klar formulierte, dass der Islam mitsamt den Muslimen zu Deutschland gehört. Deshalb müssen wir uns auch gemeinsam darum kümmern, welche religiösen Vorstellungen in Deutschland lebenden muslimischen Kindern und Jugendlichen vermittelt werden. Das ist bei vielen eine relativ neue Erkenntnis.

Haben wir einfach zu sehr darauf vertraut, dass sich in unserer säkularen Konsumgesellschaft auch religiös gebundene Neuankömmlinge allmählich säkularisieren werden?

Absolut. Da herrschte ein binnenzentrierter Blick, der außer Acht gelassen hat, dass global gesehen eher Gegenbewegungen stattfinden. Das Mantra unserer Gesellschaft lautet doch, der Kulturstand ist höher, je weniger religiös ich bin. Das gilt mittlerweile ja auch bis tief in die Union hinein. Es entbehrt ja nicht einer gewissen Ironie, dass CSU-Politiker von nach Deutschland kommenden Flüchtlingen eine Haltung verlangen, die eher zum linken Flügel meiner Partei passen würde. Aber wenn die generelle Erwartung an die Muslime sein sollte, dass diese Säkularisierung sich bei ihnen zwangsläufig auch vollziehen wird, dann wird sie enttäuscht werden. Nach Studien liegt der Anteil der Muslime in Deutschland, die sich gläubig zum Islam bekennen, bei 86 Prozent. Wenn wir das als Bedrohung empfinden, dann haben wir ein Problem. Dabei ist doch die spannende Frage, welchen Islam die 86 Prozent meinen. Den Islam meiner Mutter? Einen Islam, der in der Zeit und an dem Ort, an dem wir leben, zeitgenössisch ausgelegt wird?

Sie haben im Blick auf die Auslegungen des Islams davor gewarnt, dass „die Falschen gewinnen“. Was kann man tun, um das zu verhindern?

Der „Islamische Staat“ kommt ja nicht aus dem Nichts. Der IS hat politische, finanzielle und vor allem theologische Quellen. Und das Gleiche gilt für Boko Haram und für Al Qaida und für die Taliban. Und wenn man die Quellen sucht, landet man zwangsläufig immer in Saudi-Arabien und einigen anderen Golfstaaten. Dort sind die ideologischen Quellen für diesen Irrweg des Islams. Der saudische Wahhabismus ist nicht Teil des Problems, er ist seine Ursache.

Was soll man tun gegenüber Saudi-Arabien?

Saudi-Arabien bietet uns ja missionarische Hilfe an. Und ich würde klar sagen, diese Hilfe ist unwillkommen. Ich will nicht, dass ausgerechnet Saudi-Arabien Moscheen in Deutschland baut. Man muss sich auch fragen, ob es klug ist, ein bestehendes Problem zu vergrößern, indem man weiter Waffen nach Saudi-Arabien und nach Qatar liefert – Waffen, mit denen im Jemen gerade ein weiterer zerfallender Staat erzeugt wird, aus dem dann wieder Menschen zu Flüchtlingen werden. Und außerdem müssen wir generell unsere wirtschaftlichen Verbindungen nach Saudi-Arabien kritisch prüfen, aber auch den Einfluss, den die Saudis auf westliche Politik oder Meinungsmacher ausüben. Für mich ist der Dschihadismus, der aus Saudi-Arabien gestärkt wird, eine Variante des Faschismus. Das ist, wie man in Paris gesehen hat, eine existenzielle Bedrohung unserer Gesellschaft.

Verstärken die muslimischen Flüchtlinge, die jetzt nach Deutschland kommen, den orthodoxen Islam hierzulande?

Also die weitaus größte Zahl flieht vor dem dschihadistischen Terror. Die haben genauso viel Angst vor diesen Menschenfeinden wie alle anderen in Europa. Sie sagen, jetzt gibt es auch hier die Bomben, vor denen wir geflohen sind. Aber es gibt auch Salafisten, die bei uns in den Flüchtlingseinrichtungen unterwegs sind und versuchen, Nachwuchs zu rekrutieren für ihre Moscheen. Die Gefahr gibt es; also müssen wir uns kümmern. Aber genau hier liegt ein Problem: Es wäre wünschenswert, wenn wir da mehr Partner hätten, die diese spirituellen und religiösen Bedürfnisse stillen könnten, für die der Staat nicht zuständig sein kann. Also muslimische Seelsorger, die den Flüchtlingen die ein oder andere Last abnehmen. Das dürfen aber eben nicht die Salafisten sein.

Sie haben ja die bestehenden muslimischen Dachverbände in Deutschland jüngst stark dafür kritisiert, dass sie sich nicht als Religionsgemeinschaften qualifizieren, weil sie national gebunden seien, wie Ditib an die Türkei, oder politisch orientiert, wie der Islamrat, zu dem die orthodoxe türkische Milli Görüs gehört. Stört die Grünen an diesen Organisationen nicht vor allem, dass sie ein konservatives Weltbild propagieren?

Nein, meine Kritik richtet sich gar nicht pauschal gegen die Arbeit der Verbände. Die Arbeit von Aiman Mazyek, dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime beispielsweise, schätze ich sehr, der nach dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ die muslimische Solidaritätskundgebung vor der französischen Botschaft organisiert hat. Aber er weiß so gut wie ich, dass die vier großen muslimischen Verbände nicht durch ein Glaubensbekenntnis geprägt sind, wie es das deutsche Staatskirchenrecht vorsieht. Und im Fall von Ditib haben wir es mit einer Organisation zu tun, die immer jene Einstellungen wiedergibt, die von den jeweiligen Regierungen in Ankara vertreten werden, mit Religion wie wir es kennen, hat dies nichts zu tun. Das gilt sicher nicht für alle Moscheen, die zu diesem Dachverband gehören. In vielen Moscheegemeinden machen besonders die Frauen eine beeindruckende Integrationsarbeit für junge Muslime. Aber für die Spitze des Verbands muss gelten, dass seine Repräsentanten sich nicht in erster Linie als Diplomaten anderer Staaten verstehen. Das kann kein Land zulassen, und wir dürfen es auch nicht. Ankara muss die Muslime in Deutschland freigeben.

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Time am 30. November 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/cem-oezdemir-ueber-die-herausforderung-mit-dem-islam-13936149.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Dümmer als Stroh

27. Mai 2015

Khallouk

Eine besonders freche Lüge leistete sich in Aiman Mazyeks „islam.de“ unlängst der Korchide-Gegner Mohammed Khallouk (1). Er behauptete, dass mohammedanistische Gesellschaften keineswegs intolerant gegenüber religiösen Minderheiten seien, sondern dass diese Behauptung vielmehr ein falsches „Vorurteil“ sei.

Seine angesichts der derzeitigen dramatischen blutigen Christen-, Bahai-, Jesiden und Amadijaausrottung durch die Orks völlig unglaubwürdige Behauptung meinte er durch das Beispiel Marokko „beweisen“ zu können, wo er sich ganze sieben (!) Tage aufgehalten hat.

Völlig bescheuert ist folgende Passage:

„Der Besuch des ersten und bislang einzigen jüdischen Museums der Arabischen Welt in Casablanca vermittelte den Besuchern einen Eindruck davon, wie die Juden über Jahrhunderte hinweg in diesem Land mit größter Selbstverständlichkeit und ungehindert durch die vom Islam geprägte Umgebung ihre religiösen Rituale praktiziert haben und sich als Teil der marokkanisch maghrebinischen Gesellschaft verstanden.“

Was als Beweis für die Toleranz des Mohammedanismus insgesamt herhalten soll, entpuppt sich umgehend als Beweis der Gegenthese. Nur ein einziges jüdisches Museum gibt es in den endlosen Weiten der Orksphäre. Und das ruft bei Khallouk nicht einen Funken Schamgefühls hervor? Ungeheuerlich! Hunderttausende Juden sind aus der Orksphäre nach der Gründung Israels vertrieben worden, und in keinem einzigen Land unter der Fuchtel des Klorans gibt es eine nennenswerte jüdische Minderheit mehr, und dieses Lügenork prahlt mit dem einzigen jüdischen Museum…

Khallouk kommt zu einer staatlich gelenkten „christlichen“ Kaderschmiede und schreibt:

„So viel innerchristlicher Pluralismus und ökomenischer Geist stellt selbst im christlich dominierten und vom politischen Pluralismus bestimmten Europa und Amerika eher die Ausnahme dar.“

Klar, ein Staatschristentum unter mohammedanistischer Führung ist für den Ork-Kommissar natürlich kein Problem, da ist die Zusammenfassung verschiedener Agenten unter einem Dach zwecks Kontrolle der Minderheiten „Pluralismus“, wohingegen er der Ausbildung von Imamen an deutschen Universitäten und der Begründung eines „europäischen“ Mohammedanismus wenig abgewinnen kann.

Nach sieben Tagen und mit zwei absurden Beispielen kommt Khallouk zu dem Resümee, dass der Mohammedanismus eine sehr tolerante und religionsfreiheitliche Ideologie ist:

„Wenn Repräsentanten der westlichen Öffentlichkeit über die vermeintliche oder tatsächliche Intoleranz islamischer Gesellschaften gegenüber religiösen Minoritäten sich mokieren, haben sie den Alltag in Marokko offenbar noch nie so hautnah und lebendig erfahren. Der interreligiösen deutschen Dialoggruppe haben die sieben Tage jedenfalls ausgereicht, um ihr bislang vorwiegend medial geprägtes Bild vom ,verschlossenen islamischen Orient‘ einstürzen zu lassen und zu erkennen, dass interreligiöser Dialog nicht in erster Linie auf Konferenzen mit ausgewählten Vertretern, sondern im unmittelbaren Gegenübertritt von Menschen verschiedenster Hintergründe und Glaubensvorstellungen besteht. Marokko bot ihnen hierfür ein optimales Anschauungsbeispiel.“

Für wie blöd hält der seine Leserinnen und Leser?

Ich glaube, er ist selbst strohdumm!

Oder eher noch dümmer…😦

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Intoleranz islamischer Gesellschaften gegenüber
religiösen Minderheiten entpuppt sich als Vorurteil

Interreligiöse Gruppe aus Deutschland, darunter prominente Vertreter des ZMD, lernt marokkanische Weltläufigkeit kennen

Sie sind schon lange im interreligiösen Dialog in Deutschland aktiv. Da galt es zu erfahren, wie das Miteinander verschiedener Religionen und Kulturen anderenorts funktioniert. Eine Reise nach Ägypten hatte man bereits hinter sich. Nun wartete Marokko darauf, als Land in seiner kulturellen und auch religiösen Vielfalt entdeckt zu werden.

Auf Organisation des hessischen ZMD-Vorsitzenden Abdessamad El Yazidi, selbst marokkanischer Abstammung, reiste eine Gruppe aus sechs Muslimen, sechs Christen und drei Juden im April 2015 für sieben Tage in das nordwestafrikanische Königreich. Ihr Ziel bestand darin, marokkanischen Vertretern aller drei Konfessionen, aber auch einfachen Menschen in ihrem Alltag zu begegnen und zu erleben, wie in einer muslimisch dominierten Gesellschaft die beiden anderen abrahamitischen Religionen und nicht zuletzt das jüdisch-christlich geprägte Europa und Deutschland wahrgenommen werden.

Die prominent besetzte Reisegruppe, der u.a. die ZMD-Generalsekretärin Nurhan Soykan, der Vorsitzende des Deutsch-Islamischen Vereinsverbandes Rhein-Main (DIV) Abdelkarim Ahroba und die langjährig im interreligiösen Dialog aktive evangelische Pastorin Ilona Klemens angehörten, besaß in den sieben Tagen die Gelegenheit, in den drei marokkanischen Metropolen Casablanca, Rabat und Fes die bedeutendsten Ausbildungs- und Kultstätten des Judentums, des Christentums und des Islam zu besuchen und zu erleben, welchen Stellenwert die Religion in Marokko besitzt.

Die meisten christlichen und jüdischen Teilnehmer zeigten sich überrascht, mit welcher Offenheit die Einheimischen ihnen gegenübertraten und bereit waren, auf ihre Fragen und Anliegen einzugehen. Beeindruckt war man nicht nur von der Gastfreundschaft und Traditionsverbundenheit, sondern auch von der tiefgründigen Religiosität der Menschen, die in keiner Weise mit Skrupel oder gar Argwohn gegenüber der Moderne und der „anderen“ Kultur und Religion einherging.

Der Besuch des ersten und bislang einzigen jüdischen Museums der Arabischen Welt in Casablanca vermittelte den Besuchern einen Eindruck davon, wie die Juden über Jahrhunderte hinweg in diesem Land mit größter Selbstverständlichkeit und ungehindert durch die vom Islam geprägte Umgebung ihre religiösen Rituale praktiziert haben und sich als Teil der marokkanisch maghrebinischen Gesellschaft verstanden.

Das Museum, aber auch die Besuche der jüdischen Kultstätten in Casablanca und Fes, demonstrierten den deutschen Gästen, dass trotz des Massenexodus in den 1950er Jahren, der quantitativ Muslime in gleichem Maße wie Juden betraf und im Wesentlichen ökonomisch motiviert war, die jüdische Religion immer noch ein fester Bestandteil des Königreichs darstellt. Eine jüdische Teilnehmerin der Reisegruppe drückte ihren größten Respekt für die Emotionalität aus, mit denen die Juden, ebenso wie Muslime und Christen in Marokko ihre religiösen Rituale praktizieren und dabei sogar bei den Besuchern der jeweils anderen Religion ein Gefühl der Besinnlichkeit zu vermitteln in der Lage sind.

Wenngleich das Christentum, anders als das Judentum, Jahrhunderte lang aus dem öffentlichen Erscheinungsbild Marokkos nahezu verschwunden war, hat die Einwanderung aus Europa, aber auch aus Schwarzafrika in den letzten Jahrzehnten auch den christlichen Glauben wieder zu einem sichtbaren Element der marokkanischen Großstadtkultur werden lassen. Nicht nur nimmt die muslimische Mehrheitsgesellschaft keinen spürbaren Anstoß an den religiösen Minderheiten, sondern deren Anliegen erfahren durch staatliche Verantwortungsträger einer islamischen Monarchie in einem Maße Entgegenkommen, wie es die Muslime in den meisten europäischen Staaten entweder gar nicht oder erst nach einem langwierigem öffentlichen Werbungsprozess zugestanden bekommen.

In der marokkanischen Hauptstadt Rabat konnte die Reisegruppe sogar ein staatlich unterstütztes ökomenisches Theologieinstitut, das al Mouwafaqa, erleben, an dem sowohl katholische als auch evangelische und reformierte Christen der unterschiedlichsten ethnisch-kulturellen Hintergründe zu Priestern und Pastoren ausgebildet werden. So viel innerchristlicher Pluralismus und ökomenischer Geist stellt selbst im christlich dominierten und vom politischen Pluralismus bestimmten Europa und Amerika eher die Ausnahme dar, wo gewöhnlich die jeweiligen Ethnien ihre eigenen Kirchen und Gottesdienste besitzen.

Aber auch die höchste islamische Geistlichkeit des Landes empfing die interreligiöse Reisegruppe in einer unerwarteten Offenheit. Im Mohammed VI. Institut für Imamausbildung in Rabat konnten sie über alle Themen – auch jene speziell religiöser Natur mit den Imamen und Ulemas diskutieren, ohne das Gefühl, missioniert oder vereinnahmt zu werden, vermittelt zu bekommen.

Wenn Repräsentanten der westlichen Öffentlichkeit über die vermeintliche oder tatsächliche Intoleranz islamischer Gesellschaften gegenüber religiösen Minoritäten sich mokieren, haben sie den Alltag in Marokko offenbar noch nie so hautnah und lebendig erfahren. Der interreligiösen deutschen Dialoggruppe haben die sieben Tage jedenfalls ausgereicht, um ihr bislang vorwiegend medial geprägtes Bild vom „verschlossenen islamischen Orient“ einstürzen zu lassen und zu erkennen, dass interreligiöser Dialog nicht in erster Linie auf Konferenzen mit ausgewählten Vertretern, sondern im unmittelbaren Gegenübertritt von Menschen verschiedenster Hintergründe und Glaubensvorstellungen besteht. Marokko bot ihnen hierfür ein optimales Anschauungsbeispiel.

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Time am 27. Mai 2015

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1) http://www.islam.de/26431

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PS: Khallouk ist gebürtiger Marokkaner

Gezieltes Unterlaufen westlicher Werte

12. Mai 2015

Burka

Ihre Position zur mohammedanistischen minderwertigkeitsmarkierenden Frauenbekleidung stellte unlängst Uta Glaubitz auf der „Achse des Guten“ dar (1).

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Was das Kopftuch bedeutet

Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts dürfen Lehrerinnen in Deutschland Kopftuch tragen. Doch das ist kein Zeichen religiöser Toleranz. Das Kopftuch ist das Symbol der Unterwerfung der Frau unter den Mann und des Individuums unter die Gemeinschaft. Es ist ein Zeichen dafür, dass die deutsche Schule bis auf weiteres religiöse Intoleranz zu akzeptieren hat.

Der Islam ist intolerant: Selbst in seiner gemäßigten Version erlaubt er keinen Religionsaustritt und keinen Religionswechsel. Nicht zufällig werden Angehörige anderer Religionen auf der ganzen Welt im Namen des Islams diskriminiert, drangsaliert, gekreuzigt und enthauptet. Das ist kein „falsch verstandener Islam“, wie man es gern verniedlichend interpretiert. Das ist der Islam, wie er sich derzeit auf diesem Planeten zeigt.

Natürlich sind die Funktionäre der deutschen Islamverbände keine IS-Mörder. Und dennoch verbindet sie die Mission, islamische Vorstellungen gegen westliche Werte durchzusetzen. So bekannte sich Ayyub Axel Köhler, der ehemalige Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, zum Kopftuch und dazu, muslimische Eltern zu unterstützen, ihre Töchter vom Sportunterricht abzumelden. In seiner Publikation über die Gesellschaftsordnung des Islams schreibt Köhler, die Staatsform Demokratie sei dem Islam fremd.

Damit hätte alles gesagt sein können. Köhler nutzt – wie unter muslimischen Hardlinern nicht ganz unüblich – Demokratie und Rechtsstaat dafür, Rechtsstaat und Demokratie zu untergraben. Mitsamt seinem Verband, der trotz des pompösen Namens nur einen kleinen Teil der Muslime in Deutschland repräsentiert. Unter normalen Umständen würde man ihn sicher nicht an einen großen Tisch mit deutschen Ministern bitten. So wie man es auch nicht mit anderen Demokratiefeinden tut.

Der neue Vorsitzende des Zentralrats heißt Aiman Mazyek. Wikipedia gibt seinen Beruf als „Medienberater“ an. In dieser Funktion hat Mazyek bereits die Verleihung eines Preises an den dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard kritisiert. Folgerichtig demonstrierte er nach den Morden an den Charlie-Hebdo-Satirikern in Paris auch nicht gegen den weltweiten islamischen Wahn. Sondern rezitierte Koransuren an der französischen Botschaft in Berlin. Einige verschleierte Türkinnen schwangen rote Fahnen mit Mondsichel dazu. Nicht nur ich frage mich, warum dieser Islamfunktionär deutsche Medien berät.

Vermutlich hat es mit der Vorstellung zu tun, Frauen und Mädchen trügen das Kopftuch in Deutschland – zumindest eventuell – freiwillig. Doch das missversteht die Grundidee des Islams: Die islamisch geprägte Kultur kennt keine Freiwilligkeit. Sie kennt nur Unterwerfung. Was bereits der Name der Religion sagt. Islam heißt nicht Frieden. Islam heißt Unterwerfung: unter den Willen des Vaters, des Clans, der Gemeinde. Ein Islamvertreter, der sagt „Das Mädchen trägt das Kopftuch freiwillig“ meint „Das Mädchen hat eingesehen, dass es besser ist, sich dem Willen des Vaters zu unterwerfen.“

Wer das bezweifelt, kann fragen: „Ist die Freiheit des Mädchens wichtiger als der Wille des Vaters?“ Darauf erhält man langatmige und auch blumige Antworten. Die Essenz lautet, die Gemeinde habe versucht, zwischen Vater und Tochter zu vermitteln – und bei den Deutschen gäbe es schließlich auch Probleme. Oder so ähnlich. Außen vor bleibt, dass es ausschließlich muslimische Väter sind, die ihre Töchter im schlimmsten Fall umbringen, wenn sie sich nicht ihren Vorstellungen beugen.

Ein Werkzeug, westliche Werte zu unterlaufen, sind Klagen an deutschen Gerichten. Dabei sind Schulthemen besonders beliebt. Denn durch die Schule muss jedes Kind. Muslimische Jungen klagen, dass die Schule ihnen Gebetsräume zur Verfügung stellen muss. Damit legen sie die Grundlage dafür, türkische oder syrische Mitschüler anzupöbeln, wenn sie nicht fünfmal am Tag demonstrativ beten. Muslimische Mädchen klagen, dass sie in Vollverschleierung zur Schule kommen dürfen. So können sie irakische oder afghanische Mädchen mobben, wenn sie unverschleiert auf die Straße gehen. Man darf annehmen, dass islamische Gemeinden und Verbände hinter Klagen wie diesen stehen.

Was soll mit den Mädchen geschehen, die in Berlin und Duisburg morgens verschleiert aus dem Haus gehen und das Kopftuch an der nächsten Straßenecke ablegen, um normale Schülerinnen zu sein? Fortan wird das Kopftuch der Lehrerin ihnen jeden Tag sagen: „Ich bin auf Seiten deines Clans. Ich habe mich bereits unterworfen. Und auch du wirst dich unterwerfen.“

In 35 Jahren wird fast jeder zehnte Deutsche – zumindest auf dem Papier – ein Moslem, eine Muslima sein. Durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts werden überdurchschnittlich viele davon in den Schuldienst gehen.

Eine besondere Rolle dabei spielen die Konvertitinnen. Diese neigen erfahrungsgemäß zur extremen Auslegung ihrer Botschaft. Auch sie werden häufiger Lehrerinnen werden. So können sie auch deutschen Mädchen die islamische Botschaft nahebringen: „Seht her, ich habe christliche Eltern, aber auch ich habe mich unterworfen.“

Um das Leben in Deutschland mit islamischem Geist zu durchdringen, wird es neben mehr Lehrerinnen mit Kopftuch auch mehr Mitarbeiterinnen mit Kopftuch in der Schulbehörde, im Bauamt und generell in der Verwaltung geben. Und natürlich mehr Anwältinnen mit Kopftuch. Sie werden klagen für islamische Zentren, Moscheen, Koranschulen und ausländische muslimische Institutionen, die ihren Einfluss in Deutschland absichern und ausbauen wollen.

Sie werden klagen für muslimische Eltern, die ihren Töchtern verbieten, mit auf Klassenfahrt zu gehen, und sie stattdessen in der „Heimat“ verheiraten wollen. Sie werden klagen gegen deutsche Theater und deutsche Verlage, falls diese nicht schon freiwillig auf ihre Freiheit verzichtet haben und nicht längst damit beschäftigt sind, jeden Anschein der Islamkritik zu vermeiden – genauso wie Comedians oder Latenight-Talker.

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ging die Frage um, ob auf Lehrerinnen mit Kopftuch etwa Richterinnen mit Kopftuch folgen. Man könnte weiter fragen, warum es beim Kopftuch bleiben sollte. Denn das Kopftuch ist im Grunde nichts anderes als Niqab, Tschador oder Burka. Nur der Grad der Frauen-Erniedrigung variiert.

Das Kopftuch-Urteil des Bundesverfassungsgerichts basiert auch auf einer „Studie“ der DITIB, der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion. Das ist die Religionsbehörde der Türkei, die direkt dem Ministerpräsidenten untersteht. Sie vertrieb hierzulande bereits Islamfibeln, aus denen hervorging, dass Frauen nicht alleine reisen und Ehefrauen geschlagen werden dürfen.

Die Floskel „Der Islam gehört zu Deutschland“ bedeutet im Moment, dass der lange Arm Erdogans bis ins Bundesverfassungsgericht reicht. Er reicht auch in jedes deutsche Klassenzimmer. Sein Segen lautet: „Sei eine gute Muslima. Geh hin, und werde Kopftuchträgerin an einer deutsche Schule.“ Sehr viele Deutsche sind über diese Entwicklung empört. Auch muslimische.

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Time am 12. Mai 2015

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1) http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/was_das_kopftuch_bedeutet

Nicht-islamistische Kräfte fördern

2. Februar 2015

Pappnasen

Das Zentralkommittee gibt bekannt…

„FAZ.NET“ bringt heute einen Gastbeitrag von Alice Schwarzer (1), in dem sie unsere Bundeskanzlerin kritisiert, so wie Hamed Abdel-Samad vor ihr (2).

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Alice Schwarzer zum Islamismus

Hier irrt die Kanzlerin

Für Angela Merkel beginnt Islamismus da, wo Gewalt angewendet wird. Doch er fängt schon früher an. Auch in deutschen muslimischen Verbänden gibt es Unterdrückung. Ein Gastbeitrag.

Die „Trennlinie zwischen Islam und Islamismus“ definiert die Bundeskanzlerin so: „Der Islamismus findet statt, wo unter Berufung auf die Religion Gewalt angewendet wird oder zur Gewaltanwendung aufgerufen wird, um andere zu unterwerfen.“ Gesagt hatte sie dies in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Doch mit Verlaub, Frau Bundeskanzlerin: An diesem Punkt ist es bereits zu spät. Viel zu spät. Denn die Gewalt ist nur die Spitze des Eisberges des politisierten Islam, des Islamismus. Ihr geht eine ideologische Indoktrinierung voraus, der Drill der Gläubigen zur Selbstgerechtigkeit und Verachtung der „Anderen“, als da sind: Frauen, Juden, Homosexuelle, Kreative, „Ungläubige“. Dieses Schüren von Hass auf die Anderen ist die Saat der Gewalt. Mit der Kalaschnikow in der Hand geht die Saat auf.

In allen totalitären (Denk-)Systemen ist die Entmenschlichung der Anderen die Voraussetzung dafür, dass die Einen sich zu Herren über Leben und Tod der Anderen aufschwingen. Der Kadavergehorsam der Indoktrinierten beginnt in der patriarchalen Familie, in Koranschulen und in den orthodoxen oder gar islamistischen Moscheen. Und da reden wir nicht nur von salafistischen Moscheen. Wir reden unter anderem auch von den heute etwa 1000 Ditib-Moscheen in Deutschland, die finanziell wie personell von der Türkei abhängig sind. Vor der Machtergreifung Erdogans waren das Stätten eines echten Dialogs, heute weht da ein anderer Wind.

Die Islamisten missionieren seit den achtziger Jahren

Die frühe Unterwerfung von Söhnen, Töchtern und Frauen findet ihre konsequente Fortsetzung in den Schmieden der Gottesstaatler, die aus Ich-schwachen jungen Männern waffenstarrende Gotteskrieger formen und aus verlorenen jungen Frauen hörige Bräute. Die Islamisten missionieren seit den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, seit der Ausrufung des Iran zum Gottesstaat. Erstes Ziel dieser mit Petrodollars aus Saudi-Arabien und Qatar ausgestatteten Gottesstaatler waren die islamischen Länder, doch sind sie auch sehr rasch in den muslimischen Communities der westlichen Welt angekommen.

Dennoch zeigen aktuelle Umfragen, dass die überwältigende Mehrheit der Menschen aus dem muslimischen Kulturkreis in Deutschland die Demokratie schätzen. 90 Prozent aller Muslime halten laut Bertelsmann-Studie nicht etwa den Gottesstaat, sondern die Demokratie für „eine gute Regierungsform“; ebenso viele haben „regelmäßigen Freizeitkontakt“ zu Nichtmuslimen. Und 60 Prozent bejahen nicht nur die Homosexualität, sondern sogar die Homoehe – was für Islamisten des Teufels ist.

Das sind wirklich gute Nachrichten! Die Muslime in Deutschland sind also mehrheitlich integriert. Doch genau darum sind sie die ersten Opfer der Islamisten, nicht wir. Sie sind es, die in den Augen der Fanatiker „Verräter“ sind. Sie sind es, die von den Islamisten agitiert, unter Druck gesetzt und bedroht werden. Sie sind es, deren Söhne sie vergiften und deren Töchter sie entrechten. Sie sind es, die wir im Stich gelassen haben.

Ausgerechnet die freiheitsliebenden Muslime haben wir in den vergangenen Jahrzehnten alleingelassen. Stattdessen hat die Politik den Islamisten nach dem Mund geredet. Sie hat es zugelassen, dass leichtfertig einem Kulturrelativismus das Wort geredet wurde, bei dem die Menschenrechte zwar für uns gelten – aber nicht für muslimische Männer und schon gar nicht für muslimische Frauen. Höchste Zeit also, dass sich das ändert! Denn die Gefahr wächst.

Die Saat geht auf

Aus Frankreich ist zu hören, dass nach den Attentaten auf „Charlie Hebdo“ und den jüdischen Supermarkt keineswegs alle erschrocken waren. Schulen mit hohem Muslim-Anteil melden, dass manche Schüler in der verordneten Schweigeminute „Allahu Akbar“ riefen, aufklärende Lehrerinnen und Lehrer anpöbelten und drohten: „Das war erst der Anfang.“

Sicher, Frankreich, wo die Söhne, Enkel und Urenkel der einst Kolonialisierten leben, hat ein noch größeres Problem als Deutschland. Doch auch aus Berlin oder Köln ist seit Jahren, ja Jahrzehnten zu hören, dass unverschleierte Mädchen als „Nutten“ beschimpft werden und Lehrerinnen als „Huren“. Die Saat geht auf. Es ist zu befürchten, dass die nächste Generation der Muslime nicht mehr zu 90 Prozent die Demokratie bejahen wird.

Die einzige sinnvolle Antwort darauf ist eine wirklich konsequente Trennung von Staat und Religion. Es darf in den staatlichen Schulen keine Extraregelungen wegen Glaubenszugehörigkeit geben; Deutsch muss Sprache für alle sein; wir brauchen Aufklärung über Rechtsstaat und Gleichberechtigung der Geschlechter in den Klassen. Schluss mit der falschen Toleranz!

In den Tagen nach dem Attentat in Paris demonstrierten deutsche Politiker gemeinsam mit Muslimen gegen die islamistische Gewalt. Was im Prinzip eine gute Sache ist. Doch mit wem demonstrierte die Kanzlerin da Arm in Arm?

Mit Aiman Mazyek, dem Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime. Weiß die Kanzlerin wirklich nicht, dass der Zentralrat der Muslime (dessen Namensgleichheit mit dem Zentralrat der Juden Kalkül ist) 1994 von einem deklarierten Islamisten, dem Konvertiten und Ex-Botschafter Wilfried Murad Hofmann mitgegründet wurde?

Der Zentralrat ist eng verbandelt mit den ägyptischen Muslimbrüdern, die die historische Keimzelle des Islamismus sind. Weiß das die Kanzlerin nicht? Ist ihr entgangen, dass die Stimme des gerne „beleidigten“ Zentralrates vor den Anschlägen in Paris kaum je zur Verteidigung der Pressefreiheit oder Ermutigung innerislamischer Reformen zu hören war? Dafür aber häufig, wenn es zum Beispiel um „das Recht“ von Lehrerinnen auf das Kopftuch oder die „Befreiung“ von Mädchen vom Schwimmunterricht oder von Ausflügen geht.

Scheidungsregeln auf islam.de

Auf der Internetseite islam.de, Redaktion Ayman Mazyek, wird dargelegt, wie ein Muslim zu leben hat. Denn der traditionelle Islam regelt nicht nur Glaubensfragen, sondern das ganze Leben des Mulims, bis ins letzte Detail. Hier eine exemplarische Kostprobe:

„Punkt 2: Scheidung seitens des Mannes. Stufe 1: Wenn der Mann den Entschluss gefasst hat, sich scheiden zu lassen, muss er erst einmal warten, bis die Frau sich in einer blutungsfreien Phase befindet, in der sie keinen Beischlaf hatte. Erst dann darf er mündlich und in besonnenem Zustand die Scheidung aussprechen. Nachdem er dies getan hat, ist die Scheidung noch nicht vollzogen. Die Frau soll weiterhin zu Hause wohnen. Es beginnt eine Zeit, die drei Monatsblutungen der Frau (oder drei Monate, falls keine Monatsblutung mehr vorkommt) dauert und während derer der Mann die Scheidung zurücknehmen kann. Tut er dies, gilt die Ehe als nicht geschieden. Tut er es nicht, ist die Ehe nach Ablauf der Frist geschieden.“

Für die „Scheidung seitens der Frau“, Punkt 8, genügen drei Zeilen: „Ist die Scheidung seitens der Frau gewollt, so muss sie sich an ein Gericht oder einen Schiedsrichter wenden. Dieser kann die Ehe aufheben gegen Rückzahlung des Brautgeldes.“

An dem Punkt „Islamische Trauung in Deutschland“ versäumt Mazyek nicht den Hinweis, dass hierzulande die Eheschließung auch standesamtlich durchgeführt werden müsse, damit sie gesetzlich gilt. Für den Fall empfiehlt er einen Ehevertrag mit den „typisch islamischen Klauseln der Ehe“, als da sind: die Morgengabe, die islamische Erziehung der Kinder und das (Frauen schwer benachteiligende) Erbrecht. So weit die Welt des Zentralrates.

Zum Glück sind weder der Zentralrat noch die übrigen drei Verbände im Koordinationsrat repräsentativ für die Muslime in Deutschland. Experten schätzen die Zahl der Mitglieder in den Moscheevereinen, die dem Zentralrat angehören, auf maximal 20000. Das ist nicht einmal ein Prozent der in Deutschland lebenden Muslime. Trotzdem ist der ZMD seit Jahren der Hauptansprechpartner für die Politik. Warum? Warum demonstriert die Kanzlerin den Schulterschluss nicht mit Repräsentanten der restlichen 99 Prozent?

Keine Stellungnahme zu Pierre Vogel

Zum Beispiel mit Mouhanad Khorchide. Der muslimische Religionsprofessor könnte das bestens gebrauchen. Er lehrt seit fünf Jahren in Münster islamische Theologie. Er bildet künftige Religionslehrer an deutschen Schulen aus; zurzeit hat er 650 Studenten. Der „Koordinationsrat der Muslime in Deutschland“, in dem auch der Zentralrat Mitglied ist, hatte der Lehrerlaubnis für den Theologen zunächst schriftlich zugestimmt. Doch seit 2013 steht Khorchide unter Polizeischutz. Der Grund sind Morddrohungen von Salafisten.

Aber nicht nur sie machen ihm das Leben schwer. Dem Koordinationsrat passt Khorchide nun nicht mehr. Er hat im Dezember 2013 ein 75 Seiten langes Gutachten gegen den Theologen verfassen lassen, um zu verhindern, dass er weiter lehrt. (Übrigens gibt es gegen den Salafisten Pierre Vogel keine einzige Stellungnahme der Verbände.) Die organisierten Orthodoxen wollten den von Khorchide vertretenen aufgeklärten Islam und seine Annäherung an Europa verhindern. Sie erklärten dessen Interpretation des Islam darum kurzerhand als „unwissenschaftlich“. Es geht also um Deutungshoheit. Und die wollen die Orthodoxen und Islamisten behalten.

Nicht zuletzt darum sollte die Mehrheit der nicht organisierten Menschen aus dem muslimischen Kulturkreis auch ein dringendes eigenes Interesse daran haben, sich zu organisieren: um Ansprechpartner für Politik und Medien zu sein. Bisher gibt es in Deutschland keinen sowohl von der Türkei als auch von den Muslimbrüdern unabhängigen Verband der Muslime, der einen aufgeklärten Islam verträte. Was es den bestehenden Organisationen leicht macht, für alle zu sprechen.

Die Stimmung ändert sich

Einen Tag vor dem unglücklichen Schulterschluss am Brandenburger Tor war der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu zu Besuch bei der Kanzlerin. Unwidersprochen konnte Davutoglu in Berlin die in Dresden demonstrierende „Pegida“-Bewegung mit den in Syrien mordenden Söldnern des „Islamischen Staates“ vergleichen. Meine 14 Jahre alte Nachbarin würde sagen: „Hallo? Geht’s noch?!“ Ausgerechnet die Türkei, die bisher mit logistischer Unterstützung und Waffenlieferungen eine Komplizin des IS war.

In dem zitierten Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hatte die Kanzlerin auch erklärt, sie wolle „die übergroße Mehrheit der Muslime in Deutschland vor einem Generalverdacht schützen“.

Das ist gut und nötig. Denn in der Tat verändert sich gerade die Stimmung. Aggressive Akte gegen Moscheen sind in Deutschland zum Glück selten, aber sie werden mehr. Und fanden 2012 noch 52 Prozent aller Befragten, der Islam passe „nicht zu Deutschland“, meinen das jetzt schon 61 Prozent. Wobei noch zu klären wäre, was mit dem Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ überhaupt gemeint ist.

Denn „den Islam“ gibt es nicht. Es gibt tausend Interpretationen und Lebensweisen von Muslimen in der islamischen wie der westlichen Welt. Aber es gibt den Islamismus. Und der kommt eindeutig daher: Er will eine wörtliche, fundamentalistische Auslegung des Koran zum Gesetz machen, zum Gottesgesetz.

Auch die Politik sollte darum endlich den Unterschied zwischen Islam und Islamismus begreifen, zwischen Glauben und Ideologie. Das heißt, Frau Bundeskanzlerin, die Politik sollte die nicht-islamistischen Kräfte gezielt fördern und unterstützen. Damit die Saat der Gewalt nicht mehr auf fruchtbaren Boden fällt.

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Time am 2. Februar 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/islamismus-debatte-hier-irrt-die-kanzlerin-13388949.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2015/01/17/nicht-qualifiziert/

Nur Lügen kommen aus ihren Mündern

24. Juli 2014

Nazislahm.de

Mazyeks ZMD heuchelt Verfassungskonformität und eine Position gegen den grassierenden mohammedanistischen Judenhass. Er behauptet (1):

„Muslime rufen zu sofortigem Ende des Blutvergießens auf.“

Gemeint ist aber nicht die Einstellung der Raketenangriffe der Hamas auf Israel.

„Das Blutvergießen werde von Tag zu Tag schlimmer und die Welt schaue zu. Der KRM betont, dass jedes Land und jeder Staat ein Recht auf Selbstverteidigung habe, auch Palästina. Die Gewalt sei auf ihrem Höhepunkt und bedrohe die ganze Welt.“

Jaja, die Terrorbande Hamas ist für den ZMD eine legitime Vertretung der „Palästinenser“ und hat natürlich ein Recht auf „Selbstverteidigung“ durch Entführung und Ermordung israelischer Bürger sowie durch deren Ermordung durch tausendfachen Raketenbeschuss, und die Selbstverteidigungsmacht Israels bedroht die ganze Welt, chrchrchr…

Die beschworene „Bedrohung der ganzen Welt“ lokalisiert der ZMD ganz offensichtlich in keiner Moschee der Welt, sondern im Büro des demokratisch gewählten Premierministers Benjamin Netanjahu.

U r Nazi!

Nazis, f*ck offfff!!!

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Time am 24. Juli 2014

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1) http://www.islam.de/23950

Pflichtveranstaltung

5. Juli 2014

Kültürfest

Unterwürfig war Sachsens Justizminister Jürgen Martens dem Befehl von Ork-Politoffizier Aiman Mazyek nachgekommen, an einer Gedenktafel für die ermordete Jihadistin Marwa Sherbini weiße Rosen (die offenbar gewählt worden waren, um Assoziationen zur antinationalsozialistischen Gruppe „Weiße Rose“ zu wecken) niederzulegen (1).

Dass es für die Orks schon lange nicht mehr akzeptabel ist, wenn ein deutscher Politiker keine Lust hat, sich für ihre Propagandaveranstaltungen vereinnahmen zu lassen, zeigt ein Artikel von Selcuk Öztürk im mohammedanistischen Unterwandererblog „Die Integrationsblogger“ (2).

Wie gewohnt ist darin von „Migrationshintergrund“ und „Einwanderern“ die Rede, obwohl nur Torks gemeint sind.

Übel angekreidet wird dem neu gewählten Oberbürgermeister einer anonymen deutschen Stadt, dass er nicht die Eröffnungsrede zu einem dreitägigen Festival halten konnte, dessen „Ziel“ die „authentische Selbstdarstellung der türkischen Kultur“ war.

Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie unangenehm die Stimmung in der Innenstadt gewesen sein muss, als die Torks dort drei Tage lang mit Pauken und Trompeten die Besetzung Deutschlands feierten.

Bürger unterschiedlicher Klassen?…  Ganz ehrlich, ich finde es absolut unhöflich und abwertend, was da passiert ist.“, schimpft indessen Herr Öztürk.

Warten Sie ein paar Jahre, Herr Öztürk. So ein unbotmäßiger Bediensteter des Kalifen wird dann sofort einen Kopf kürzer gemacht werden.

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Seltsames Delegationsverhalten eines Oberbürgermeisters

Vor kurzem hatte ich ein Gespräch mit einem guten Freund von mir. Wir haben damals zusammen studiert und der Werdegang von uns beiden ist ziemlich ähnlich. Schon damals haben wir uns wirklich sehr gut verstanden. Auch jetzt, nach dem Studium haben wir noch Kontakt miteinander.

Neben seinem Beruf ist er in einem lokalen Verein aktiv. Ein Verein, der damals von „Einwohnern“ (ich habe schon letztens darüber geschrieben, was der Unterschied zwischen einem Einwohner und einem Bürger ist) mit Migrationshintergrund gegründet wurde. Unter anderem bietet diese Nachhilfe/Hausaufgabenbetreuung für alle Kinder und Jugendliche an. Ich hab diese Leute mal besucht. Derzeit werden um die 90 Kinder und Jugendliche betreut, von der Grundschule bis zu den Abiturjahrgängen.

Des Weiteren versuchen diese Menschen, auch im Bereich Kultur etwas zu tun. In diesem Rahmen haben sie letztes Jahr in der Innenstadt ein Türkei-Festival organisiert. Ich war an einem Tag auch dort. Es war voll. Natürlich waren sehr viele türkische Einwanderer dort, aber auch alteingesessene deutsche Bürger. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass insgesamt gut 14 000 Besucher (geschätzt) an den drei Tagen der Veranstaltung dort waren. Dafür, dass es das erste Mal war, dass so etwas stattgefunden hat, war es ein Erfolg. Das Ziel, das sich diese Menschen gesetzt hatten, war eine authentische Selbstdarstellung der türkischen Kultur.

Es heißt doch „Liebe geht durch den Magen“ – und in diesem Fall sollte es wohl lauten: „Dialog geht durch den Magen“. Vielleicht saßen zum ersten Mal einige der türkischen Einwohner neben alt-deutschen Bürgern und haben zusammen etwas gegessen oder sich miteinander unterhalten. Ich denke, dass es auch andersrum so gewesen sein könnte.

Ein Pfarrer hat meinem Freund vor kurzem erst gesagt: „Wir leben schon so lange zusammen, aber leider kennen wir einander immer noch nicht“. Mit so einem Festival öffnet man vielleicht Türen, beseitigt Berührungsängste. Und bei einem Teller Manti kommt man vielleicht ins Gespräch und man merkt dann auch vielleicht, dass man gar nicht mal so anders ist.

Nach der erfolgreichen Premiere soll nun
auch der Oberbürgermeister kommen

Wie auch immer: Dieses Jahr sollte das Fest zum zweiten Mal stattfinden. Die Planungen und Vorbereitungen liefen schon seit über 6 Monaten. Ob Mitglied im Verein oder nicht, jeder, der mochte, konnte mit anpacken. Und das taten diese Leute. Jeder war mit „Leib und Seele“ bei der Sache…

Für die Eröffnungsfeier haben diese Menschen nun auch den Oberbürgermeister der Stadt einladen. Da der OB erst vor kurzem gewählt wurde, war es schwierig ein Termin zu bekommen. Also ging die Einladung schriftlich raus. Auch wenn die Hoffnung gering war, hat man tagelang hoffnungsvoll gewartet. Dann endlich war es soweit. Es kam eine E-Mail. Die E-Mail kam jedoch von der Integrationsstabstelle. Seltsam, dachte sich mein Freund. Die Integrationsstabstelle teilte mit, dass der OB aufgrund von anderen Terminen nicht die Eröffnungsrede halten kann. Gut, vielleicht würde ja nach Rücksprache die Person von der Integrationsstabstelle das Festival besuchen.

Nachdem ich das gehört hatte, dachte ich auch: „Seltsam…“ – Wenn ich jemanden einlade, dann freue ich mich darüber, wenn die Person der Einladung nachkommt. Und wenn nicht, wird diese Person auch einen guten Grund haben. Nun gut, der OB wird vielleicht keine Zeit haben, selbst die E-Mail zu schreiben. Aber was ist mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus seinem Kreis/Dezernat? Wieso wird die E-Mail an eine komplett andere Abteilung weitergegeben? Dazu noch an die Integrationsstabstelle?

Bürger unterschiedlicher Klassen?

Was wäre passiert, wenn der lokale Funkerverein den OB zur Einweihung seiner neuen Räumlichkeiten eingeladen hätte? Wen hätte man dann diese E-Mail schreiben lassen? Auch die Integrationsstabstelle? Oder die Stadtwerke? Na, immerhin sitzen die Funker ja in ihren Räumlichkeiten und sind sowieso nur unter sich. Nur wer ein Funkgerät hat, kann mit denen reden… (Vorsicht, Sarkasmus)

Ganz ehrlich, ich finde es absolut unhöflich und abwertend, was da passiert ist. Gerade zum OB gewählt und dann gleich so ein Fauxpas gegenüber Einwanderern in seiner Stadt. Ok, sein Amtstitel lautet OberBÜRGERmeister. Aber es gibt in dieser Stadt auch genug BÜRGER aus Einwandererfamilien.

Das ist mal wieder #Willkommenskultur_pur.

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Time am 5. Juli 2014

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1) http://www.islam.de/23884
2) http://i-blogger.de/seltsames-delegationsverhalten-eines-oberbuergermeisters/