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Prozess gegen Necla Kelek

25. November 2018

Bonnie Crombie, Bürgermeisterin der kanadischen Stadt Mississauga, biedert sich bei Ahmadiyya-Orks an. In der Mitte: Hazrat Mirza Masroor Ahmad, oberster Chef.

Lesen Sie einen Artikel von Gerd Buurmann von „haOlam“ (1).

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Die Mormonen des Islams, nur erfolgreicher

Am 22. November 2018 beginnt in Frankfurt der Prozess gegen die Publizistin und Religionskritikerin Necla Kelek, angestrengt von der Ahmadiyya-Gemeinde.

Am 22. November 2018 beginnt in Frankfurt der Prozess gegen die Publizistin und Religionskritikerin Necla Kelek, angestrengt von der Ahmadiyya-Gemeinde. Sie hat Kelek verklagt, da die Autorin in einem Interview mit dem Deutschlandfunk aus dem Jahr 2017 die Gemeinschaft als „Sekte“ und „sehr verschlossene, sehr strenge Gruppe“ bezeichnet hatte.

Necla Kelek erklärte in dem Interview, für sie sei eine Religion eine Bewegung, die spirituell sein müsse und in der jeder ein- und austreten könne. Da diese Merkmale bei der Ahmadiyya-Gemeinde nicht erfüllt seien, bezeichnete sie die Gemeinschaft als Sekte und kritisierte die Entscheidung, sie als Körperschaft des öffentlichen Rechts anzuerkennen als eine „Fehlentscheidung“. Kelek erklärt, die Ahmadiyya-Gemeinde nutze ihren Status als Körperschaft, um „eine politische Agenda zu verfolgen“, und sei in ihrer religiösen Praxis „nicht transparent“.

Auf Basis dieser Aussagen wurde Necla Kelek von der Ahmadiyya-Gemeinde verklagt. Was ist das für eine Gemeinde, die gegen die Meinungsfreiheit und die Wissenschaftsfreiheit klagt?

Die Ahmadiyya-Gemeinschaft wurde von Mirza Ghulam Ahmad in den 1880er Jahren in Britisch-Indien gegründet. Mirza Ghulam Ahmad wurde am 13. Februar 1835 in Qadian geboren und starb am 26. Mai 1908 in Lahore. Er erhob für sich den Anspruch, nicht nur der „Erneuerer des 14. islamischen Jahrhunderts“ zu sein, sondern war auch fest davon überzeugt, der „verheißene Messias“ und der „Mahdi der Endzeit“ zu sein. Er beanspruchte, im Geist und in Vollmacht Jesu aufzutreten. In dieser Bescheidenheit ist es nur verständlich, dass er auch erklärte, ein Prophet Gottes zu sein.

Im Jahr 1882 erhob Mirza Ghulam Ahmad den Anspruch, ein von Gott Auserwählter zu sein. Am 20. Februar 1886 schließlich soll Allah sich ihm offenbart und erklärt haben, er solle eine neue Gemeinschaft gründen, was er dann auch am 23. März 1889 tat. Im Juli 1895 teilte ihm Allah dann noch mit, Jesus habe die Kreuzigung überlebt, sei nach Indien ausgewandert und dort eines natürlichen Todes gestorben.

Als Mirza Ghulam Ahmad starb, hatte er bereits etwa 400.000 Anhänger gesammelt. Mirza Ghulam Ahmad erinnert an einen anderen „Propheten“, der ebenfalls im 19. Jahrhundert wirkte. Sein Name war Joseph Smith, er lebte in den USA.

Die Kirche der Heiligen der Letzten Tage

Joseph Smith lebte von 1805 bis 1844 und erklärte, er habe die Fähigkeit, mithilfe eines „Sehersteins“ verborgene Schätze aufspüren. Er behauptete, im Frühjahr 1820 seien ihm Gott und Jesus erschienen und am 21. September 1823 ein Engel mit dem Namen Moroni, der ihm Gottes Auftrag überbracht haben soll, ein Buch von Goldplatten zu übersetzen, welche „die Fülle des immerwährenden Evangeliums“ enthalten sollten. Diese Goldplatten lägen in einem Hügel mit dem Namen Cumorah in der Nähe von Manchester. Diese Goldplatten will er gefunden haben, worauf er die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gründete, besser bekannt als die Mormonen.

Mirza Ghulam Ahmad verkündete, Jesus sei in Indien gewesen und Joseph Smith behauptete, Jesus sei zwischen seinem Tod und seiner Himmelfahrt noch mal kurz nach Amerika geflogen. Die Mormonen verstehen sich selbst als Christen und die Ahmadiyya als Muslime. Wer jedoch glaubt, ein Mitglied der Ahmadiyya würde für den Islam sprechen, glaubt auch, ein Mormone spreche für das Christentum.

Dennoch ist diese Ahmadiyya-Sekte die einzige dem Islam nahestehende Gemeinde, die in Deutschland als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt wurde; und zwar im Bundesland Hessen im April 2013. Zudem sind die Ahmadiyyas die ersten Gläubigen, die in Deutschland eine Moschee gebaut haben, nämlich die Wilmersdorfer Moschee.

Der Führer und der Mufti

Die Wilmersdorfer Moschee wurde zwischen 1924 und 1928 in der Brienner Straße im Berliner Ortsteil Wilmersdorf erbaut. In der Zeit des Nationalsozialismus trat in dieser Moschee der Jerusalemer Großmufti Mohammed Amin al-Husseini als Ehrengast der SS auf. Der Großmufti war in Berlin, um mit Adolf Hitler über die “Endlösung der Judenfrage” zu sprechen. Al-Husseini wollte das Land, über das er später zu herrschen plante, “judenrein” haben, und weil auch die Naziregierung das Gleiche wollte, diskutierten der Mufti und der Führer die Möglichkeit zur systematischen Ermordung aller Juden.

Nach dem Treffen fand die Konferenz am Wannsee statt, deren Ziel die Planung der Vernichtung aller Juden in Europa war. Al-Husseini soll einer der ersten Nichtdeutschen gewesen sein, der davon erfuhr. Adolf Eichmann informierte al-Husseini im Kartenraum des Berliner SS-Hauptquartiers, indem er dort seine Unterlagen für die Wannseekonferenz benutzte. Eichmanns Adjutant sagte später aus, dass der Großmufti sehr beeindruckt und so eingenommen von diesem Bauplan zur Judenvernichtung gewesen sei, dass er Eichmann bat, ihm einen Experten als persönlichen Assistenten nach Jerusalem zu schicken, um dort Todeslager und Gaskammern zu bauen, sobald Deutschland den Krieg gewonnen habe und er selbst an der Macht sei.

Es gab aber auch Ahmadiyya, die sich gegen das Naziregime stellten. Im Jahr 1925 zum Beispiel wurde der Schriftsteller Hugo Marcus Geschäftsführer der Gemeinde. Da er vor seinem Übertritt Jude war, wurde er von den Nationalsozialisten verfolgt. Die Gemeinde half ihm, ins Exil in die Schweiz zu entkommen. Der in Berlin lebende ägyptische Arzt Mohamed Helmy wiederum rettete eine jüdische Familie, wobei ihm Kamal el-Din Galal half, der dabei heimlich entwendete Papiere des Großmuftis Mohammed Amin al-Husseini benutzte, an die er anlässlich des Besuchs des Großmuftis in der Wilmersdorfer Moschee gelangt war. So rettete dieser Besuch einer jüdischen Familie das Leben.

Einhundert Moscheen für Deutschland

Die Ahmadiyya-Gemeinschaft hat eine lange und widersprüchliche deutsche Geschichte. Eine Sache aber ist klar, die Ahmadiyyas sind die Mormonen des Islam. Sie sind in Deutschland jedoch etwas erfolgreicher als die Mormonen. Im Jahr 1989 zum Beispiel rief der spirituelle Führer der Ahmadiyya und sogenannte „4. Kalif des Messias“, Mirza Tahir Ahmad, anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Gemeinde das „100-Moscheen-Projekt“ aus, das vorsieht, einhundert Moscheen in Deutschland zu bauen.

Im Oktober 2017, zwei Monate nach dem Interview Keleks mit dem Deutschlandfunk, fand auf dem Gelände des ehemaligen Mendiger Flugplatzes in Rheinland-Pfalz die 38. Jahresversammlung der Ahmadiyya Muslim Jugend statt. Trotz Regen und Sturm waren über sechstausend Mitglieder aus ganz Deutschland angereist. Der Bundesvorsitzende der Jugendorganisation, Hasanat Ahmad, erklärte:

„Vor dem Hintergrund gegenwärtiger gesellschaftlicher Turbulenzen sind wir als Teil der Zivilgesellschaft auch regelmäßig darum bemüht, versöhnliche Impulse zu setzen.“

Der versöhnlichste Impuls der Veranstaltung bestand darin, mit anwesenden Mitgliedern die „größte Deutschlandfahne“ nachzustellen. Der Pressesprecher der Muslim Jugendorganisation Ahmadiyya, Iftikar Malik, erklärte dazu:

„Mit dem Motto der Aktion ‚Muslime zeigen Flagge‘ möchten die jungen Muslime ihr klares, bedingungsloses Bekenntnis als loyale Bürger zum Ausdruck bringen. Für die Jugendlichen gilt: ‚Die Liebe zum Heimatland, also die Liebe zu unserem Deutschland, ist auch ein Teil unseres Glaubens. So ist es nur selbstverständlich, dass wir uns zu Deutschland bekennen und unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten möchten.“

Die Rhein-Zeitung schrieb am 9. Oktober 2017 über diese Aktion:

„Frauen haben zu dem Festival übrigens keinen Zutritt – „das liegt an unserem Selbstverständnis“ erklärt Malik. Denn man befürchte, dass sich die unterschiedlichen Geschlechter gegenseitig vom Beten und der religiösen Reflexion ablenken könnten. So sind es nur Männer, die am Samstagnachmittag im Regen zu Tausenden die Fahne der Bundesrepublik nachstellen, um ein Zeichen für Deutschlands Grundwerte zu setzen.“

Ohne Frauen für Deutschland! Eine patriotische Geschlechtertrennung! Das ist mal ein klares und bedingungsloses Bekenntnis zu Deutschlands Grundwerten. Bravourös! Lediglich ein feierliches Verbrennen des Grundgesetzes wäre ein noch deutlicheres Zeichen gewesen. Dass die Ahmadiyya-Gemeinde es mit dem Grundgesetz und der dort verankerten Freiheit der Meinung und der Wissenschaft nicht so hat, zeigt sie gerade deutlich und nachhaltig mit ihrer Klage gegen Necla Kelek.

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Time am 25. November 2018

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1) https://haolam.de/artikel_35797.html

Bravo, Bibi! (#2)

22. Oktober 2015

Husseini

Benjamin Netanjahu hat mit einer Wahrheit über die Idole der Palaraber das deutsche Schuld- und Gedenk-Monopol auf die Verbrechen der Nazis gebrochen (1).

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Äußerungen zu Hitler überschatten Besuch in Berlin

Benjamin Netanjahus Besuch in Berlin ist von seinen Äußerungen überschattet, nach denen der Großmufti von Jerusalem mit Hitler kollaboriert habe.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat einem früheren Palästinenserführer Mitschuld am Holocaust vorgeworfen und damit den Nahost-Konflikt weiter angeheizt. „Der Mufti wurde ein krimineller Komplize für (SS-Chef Heinrich) Himmler und (Holocaust-Organisator Adolf) Eichmann bei der Ausführung des Holocaust“, sagte Netanjahu am Mittwoch nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. „Der Mann ist ein Kriegsverbrecher. Er ist ein Mann, der mit den Nazis kollaboriert hat.“

Die Vorwürfe machte er nur wenige Stunden vor einem Treffen mit US-Außenminister John Kerry in Berlin. Die beiden sprechen vor dem Hintergrund einer neuen Welle blutiger Gewalt im Nahen Osten miteinander. Dabei kamen seit Monatsbeginn neun Israelis und rund 50 Palästinenser ums Leben.

Merkel (CDU) rief zu einem Ende der Gewalt auf. „Wir wünschen uns, dass alle Seiten zur Deeskalation der Lage beitragen“, sagte sie. Israel habe die Verpflichtung, seine eigenen Bürger zu schützen. Dabei müsse aber die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Sicherheit und Existenz Israels seien Teil der deutschen Staatsräson, und dies werde auch so bleiben.

Historiker: „Die Figur Hitlers verkleinert“

Netanjahu hatte bereits am Dienstag gesagt, der palästinensische Großmufti von Jerusalem, Amin al-Husseini, habe Nazi-Diktator Adolf Hitler zur Ermordung der Juden in Europa angestiftet. Merkel sagte dazu, die Deutschen hätten keinen Grund ihr Geschichtsbild zu ändern. „Wir kennen die Verantwortung der Nazis für den Zivilisationsbruch der Schoah.“

Auch Netanjahu nannte Hitler als Hauptverantwortlichen für den Holocaust. „Niemand sollte das abstreiten“, sagte er. Es gebe aber viele Beweise dafür, dass der Großmufti den Holocaust unterstützt habe. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas müsse sich fragen lassen, „warum er den Mufti als Ikone der Palästinenser hochhält“.

Palästina wurde Anfang der 40er Jahre noch von der britischen Mandatsmacht verwaltet, die eine Einwanderung von Juden streng einschränkte. Im Kampf gegen die Juden hatte Al-Husseini mit Hitler zusammengearbeitet und ihn 1941 in Berlin getroffen.

Israels Oppositionsführer Izchak Herzog rief Netanjahu am Mittwoch dazu auf, seine Äußerungen zurückzuziehen. Es handele sich um eine „gefährliche Verzerrung der Geschichte, die den Holocaust trivialisiert“.

Auch der israelische Holocaust-Forscher Professor Jehuda Bauer sagte, Netanjahu habe mit seinen Worten „die Figur Hitlers verkleinert“. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sagte nach einem Treffen mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Ramallah: „Netanjahu hat Hitler von seinen Verbrechen freigesprochen und die Schuld auf Amin al-Husseini abgeschoben. Auf diese Weise will er unser Volk auf eine sehr erbärmliche Weise angreifen.“

Netanjahu bezichtigte Abbas der Lüge und warf ihm vor, den Terrorismus zu fördern. „Man kann nicht den Frieden vorantreiben und den Terror unterstützen“, sagte er an die Adresse der Palästinenser. Allerdings versicherte er, dass er den Status quo auf dem Tempelberg erhalten wolle. „Wir bestätigen den Status quo, nach dem Juden, Christen und Muslime sich auf dem Tempelberg aufhalten können.“ Ein Streit um die Nutzungsrechte der Stätte, die Muslimen und Juden heilig ist, gilt mit als Auslöser der jüngste Welle der Gewalt.

Netanjahu trifft am Donnerstag zuerst Kerry und dann Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Das ohnehin gespannte Verhältnis zwischen Israel und den USA wurde durch die jüngste Gewaltwelle weiter belastet. Washington hatte israelischen Sicherheitskräften „übertriebene Gewalt“ vorgeworfen und beide Seiten „terroristischer Akte“ beschuldigt. Diese Formulierung hatte das US-Außenministerium nach scharfer Kritik aus Israel dann aber abgeschwächt und das Recht Israels bekräftigt, sich zu verteidigen.

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Time am 22. Oktober 2015

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1) http://www.tagesspiegel.de/politik/benjamin-netanjahu-aeusserungen-zu-hitler-ueberschatten-besuch-in-berlin/12482738.html

Der letztheiligste Gott

28. September 2015

Westmauer

An ihrem „erstheiligsten“ Heiligtum Mekka hat AllaHundseingesandter den Mohammedanisten grade ein deutliches Zeichen der Verachtung und des Hasses für sie gegeben (1).

Ohne das geringste Innehalten versuchen sie dennoch, ein Blutbad an „ihrem“ „drittheiligsten“ Heiligtum zu provozieren (2). Bei diesem „drittheiligsten“ Ort handelt es sich um die „Al-Aksa-Moschee“ in Jerusalem in Israel, die also auf geraubtem Land steht.

Wird als „zweitheiligstes“ Heiligtum das Grab des Urterroristen Klo H. Metzel in Medina angesehen, so ist es doch erstaunlich, dass es gar kein „viertheiligstes“ oder auch „neunundneunzigheiligstes“ Heiligtum gibt, obwohl AllaHundseingesandter doch z.B. 99 Beinamen hat (3), die ihm lügenhafte Pseudomohammedanisten beigesellt haben.

Wie auch immer, lesen Sie nun einen ausführlichen Aufsatz von Stefan Frank über die Geschichte des Konflikts um das bedeutendste Zeichen des mohammedanistischen Imperialismus, gefunden bei „Lizas Welt“ (4).

„Bedeutenstes Zeichen des mohammedanistischen Imperialismus“? Nun ja, Mekka und Medina sind zwar bedeutendere Stätten des Nazislahm, sie befinden sich jedoch auf der arabischen Halbinsel, die stets überwiegend in arabischer Hand war.

Das bedeutendste Wahrzeichen des globalen Raubzugs der Mohammedanisten bleibt daher die Moschee in Jerusalem, im Land der Juden, der verhasstesten und stärksten Widersacher Klo H. Metzels, die er in Arabien grausam ausrottete.

Dass die Orks die einstmalige Herrschaft über Andalusien und Israel an die Christen und Juden wieder verloren haben, zeigt die für Orks unerträgliche Unheiligkeit, Schwäche bzw. Inexistenz ihres Blutsäufergottes AllaHundseingesandter an jedem einzelnen Tag.

Die archaische Ideologie lebt fort, aber sie ist zu einer unerträglichen Belastung für die Menschheit und ihre friedliche Weiterentwicklung geworden. Sie muss daher vollständig dekonstruiert werden.

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Tempelberg ohne Juden: »Drittheiligst« ist Trumpf

Wenn Juden auf dem Tempelberg beten, heißt es in deutschen Medien nahezu unisono, sie seien »Provokateure« und »Extremisten« – und hätten deshalb die Gewalt, die ihnen dort von Muslimen entgegenschlägt, selbst zu verantworten. Die Wirklichkeit sieht jedoch gänzlich anders aus.

Können Sie den drittheiligsten Ort des Christentums nennen? Den drittheiligsten Ort des Buddhismus, des Kommunismus oder des FC Bayern München? Schwierig, nicht wahr? Auch Google hilft hier nicht weiter: Gibt man »drittheiligster« ein, erhält man ausschließlich Artikel über den Tempelberg in Jerusalem. Dieser, so heißt es einhellig, sei der »drittheiligste Ort des Islam« (einen viertheiligsten gibt es nicht), und das Arsenal an Steinen und Brandbomben, das die gläubigen Muslime in der Al-Aksa-Moschee stets vorrätig halten, lässt erahnen, wie tief ihr religiöses Empfinden ist. Was am letzten Juliwochenende geschah, gehört zum Tagesgeschäft: »Maskierte Araber griffen am Sonntagmorgen mit Steinen, Molotow-Cocktails und Feuerwerkskörpern Polizeibeamte am Tempelberg an. Die Sicherheitskräfte drängten die Randalierer zurück in die Al-Aksa-Moschee.«

Bewaffnete muslimische Hooligans greifen unbewaffnete Juden an. »Wer ist hier Opfer, wer Täter?«, würde die ZDF-Korrespondentin Nicole Diekmann wohl – wie im Falle des Massakers in einer Jerusalemer Synagoge im November 2014 – fragen. »Israelische Polizei dringt in Al-Aksa-Moschee ein«, lautete die Schlagzeile im Videotext der staatlichen deutschen Fernsehsender. Die Süddeutsche Zeitung resümierte den Vorfall so: »Bestrebungen ultranationalistischer Juden, auf dem Tempelberg zu beten, führen zu gewalttätigen Zusammenstößen. Israels Polizei schlägt sich zunehmend auf die Seite der Rechten.« Die »Rechten« sind natürlich nicht die militanten Rassisten, die Menschen verletzen oder töten, sondern jüdische Spaziergänger, die sich erdreisten, das ihnen von deutschen Journalisten zugewiesene Ghetto zu verlassen. Im Unterschied zu Muslimen und deutschen Touristengruppen haben Juden auf dem Tempelberg nämlich nichts verloren, diktiert die Süddeutsche; wenn sie dort auftauchen, sei das bloß eine »Provokation«. Damit ist auch geklärt, wer für die Folgen respektive Verletzten verantwortlich ist: Juden provozieren durch ihre Existenz Gewalt.

Provokateure und Extremisten?

Nach zweitausend Jahren Antisemitismus gibt es auch Juden, die diesen so sehr verinnerlicht haben, dass sie selbst glauben, es wäre dem Frieden zuträglicher, wenn es Orte gibt, wo keine Juden leben, die also, wie man eine Zeitlang sagte, judenrein sind. Der größte Teil von Judäa und Samaria, des biblischen Landes der Juden, ist heute judenrein, ebenso der Gazastreifen. Manche meinen, auch am jüdischsten Ort der Welt, dem Tempelberg, sollte es lieber keine Juden geben – des Friedens willen –, und sogar der Staat Israel erlegt Juden, die den Tempelberg besuchen wollen, Restriktionen auf, die Juden gegenüber Muslimen und auch allen anderen deutlich benachteiligen.

Es ist bizarr: Während Mekka, das Heiligtum der Muslime, allen Nichtmuslimen verboten ist – diese dürfen noch nicht einmal die dortige Autobahnausfahrt nehmen –, verhält es sich mit dem Heiligtum der Juden genau umgekehrt: Es ist für Juden, wenn auch nicht total verboten, so doch ein Gefahrengebiet, das sie nur sehr selten und nur nach penibler Kontrolle betreten dürfen. Tuvia Tenenbom beschreibt am Anfang seines Buches »Allein unter Juden«, wie er versucht, dorthin zu gelangen und von israelischen Polizisten daran gehindert wird:

Hier ist ein Tor. Und vor dem Tor stehen Polizisten. Israelische Polizisten. »Sind Sie Muslim?«, fragt einer von ihnen. »Bin ich«, antworte ich wie aus der Pistole geschossen. »Kennen Sie den Koran?« »Aber selbstverständlich! « »Zeigen Sie’s mir.« Wie in aller Welt soll ich ihm das zeigen? Und warum? Allerdings hat er eine Waffe und ich nicht. Also sage ich: »Aschhadu an la ilaha wa aschhadu anna Muhammad ar-rasul-lallah. (Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Allah gibt, und ich bezeuge, dass Mohammed Allahs Gesandter ist.)« Das ist das Glaubensbekenntnis. Wenn jemand diesen Satz ausspricht, wird er nach islamischem Recht zu einem Muslim – falls er es nicht schon ist.

Dies sollte den Waffenbesitzer zufriedenstellen. Das Problem ist nur, dass Polizisten keine Imame und religiöse Gesetze nicht ihr Fachgebiet sind. »Sagen Sie die Fatiha!«, bellt er mich an wie einen jüdischen Hund. Meine Islamstudien liegen lange zurück, und ich erinnere mich nicht genau, nur noch an den Anfang. Ich versuche es trotzdem. Und sage: »Bi-smi llahi r-rahmani r-rahim, al-hamdu li-llahi rabbi l-alamin (Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen! Lob sei Allah, dem Weltenherrn.)«

Das sollte reichen, denke ich. Der Polizist aber sagt: »Weiter!« Für wen hält er sich, für Allah? Warum sollte ich ausgerechnet ihn anbeten? Das tue ich nicht, woraufhin er mit seinem Kollegen erörtert, warum ich mich so merkwürdig verhalte. Sie reden und reden und kommen schließlich zu der Entscheidung: »Sie sind Christ. Zutritt verboten.«

Die von linken Israelis gehegte Wunschvorstellung, großzügige Zugeständnisse würden dem jüdischen Staat Sympathien in der arabischen Welt bescheren, ist nicht erst durch den Rückzug aus dem Gazastreifen völlig widerlegt worden, sondern schon durch das Trauerspiel um den Tempelberg. Was hat Israel dadurch erreicht, dass es die jordanische Tyrannei auf dem Tempelberg belassen hat, während es den Zugang von Juden strikt reglementiert?

Zweierlei: Erstens, dass der Tempelberg nicht nur im islamischen Verständnis, sondern auch in der Vorstellung der säkularen europäischen Presse zu einem in erster Linie »islamischen Heiligtum« geworden ist, während seine – viel größere – Bedeutung für die Juden völlig ausgeblendet wird. Während für nicht wenige europäische Journalisten alle Juden, die auf dem Tempelberg ihre Religion ausüben wollen, »Provokateure« oder »Extremisten« sind, wird der Exklusivitätsanspruch der Muslime – der oft mit Gewalt einhergeht – zu einer legitimen »Angst« oder »Furcht« umgedeutet und verharmlost. Die Angreifer werden zu Verteidigern stilisiert und umgekehrt.

Zweitens darf man nicht glauben, dass ein Appeasement gegenüber den Judenhassern dazu führen würde, dass sie irgendwo Halt machen: Die Palästinensische Autonomiebehörde möchte die Juden nun auch noch von der Westmauer vertreiben – denn diese sei ebenfalls Teil der Al-Aksa-Moschee.

»Al-Aksa in Gefahr«: 90 Jahre antisemitische Propaganda

Die Täter-Opfer-Umkehr ist seit 90 Jahren das Grundmuster der radikalen Propaganda: »Al-Aksa in Gefahr!«, lautet die Lüge. Hinzu kommt die wider besseres Wissen postulierte abwegige Behauptung, es habe auf dem Tempelberg nie einen jüdischen Tempel gegeben. Es ist vor allem politisches Kalkül, das den Tempelberg (arabisch: al-Haram al-Sharif) für Islamisten so interessant macht.

Diese Propaganda reicht bis in die 1920er Jahre zurück. Amin al-Husseini, der Großmufti von Jerusalem, erkannte damals, dass der Tempelberg sich dazu eignete, mehrere Ziele auf einmal zu erreichen. Während er im Ausland Geld für die dringend notwendige Renovierung der beiden Moscheen sammelte, überhöhte er ihre Bedeutung – und damit zugleich seine eigene –, indem er das Gerücht verbreitete, die Juden wollten den Tempelberg besetzen und die Al-Aksa-Moschee zerstören. Als angeblichen Beweis präsentierte er das Werbematerial einiger zionistischer Gruppen, auf denen die Kuppel des Felsendoms oder die Al-Aksa-Moschee zu sehen waren. Führer des Jischuw, der Juden in Palästina, erklärten vergeblich, dass es sich lediglich um Illustrationen für Spendenaufrufe handelte, die schon seit Jahrzehnten kursierten.

Während Husseini über diese fiktive Bedrohung klagte, arbeitete er selbst daran, die Juden von der Westmauer (»Klagemauer«) zu vertreiben, wo sie seit dem 16. Jahrhundert beten durften. Er erwirkte bei der britischen Mandatsverwaltung die Erlaubnis, direkt neben der Westmauer eine Moschee zu errichten, von deren Minarett ein Muezzin rufen würde, und öffnete einen zur Westmauer führenden Pfad, der bis dahin eine Sackgasse gewesen war, was zur Folge hatte, dass Menschen mit ihren Eseln durch die Gebetszone der Juden liefen. 1929 strebte er gezielt nach der Eskalation. Er sorgte dafür, dass das Gebet der Juden immer wieder von Trommeln, Tänzen, Zimbeln und »Allahu Akbar«-Rufen gestört wurde. Mehr und mehr kam es zu tätlichen Übergriffen auf Juden und schließlich zum Massaker von Hebron im August 1929. Der Anlass: das Gerücht, die Juden wollten die Al-Aksa-Moschee zerstören.

Am Ende des israelischen Unabhängigkeitskrieges von 1948 hatten jordanische Truppen den Tempelberg und den Osten Jerusalems besetzt. Juden durften nicht nach Ostjerusalem, auch nicht zur Westmauer. Als Israel im Juni 1967 die jordanischen Truppen vertrieb und den Tempelberg eroberte, änderte sich dort fast nichts. Die Israelis verzichteten darauf, ihre Macht auszuüben, um das Recht auch der Juden, ebenfalls auf dem Tempelberg beten zu dürfen, zu gewährleisten. Sie verfuhren anders als die Muslime, die in den 1948 eroberten Gebiete alle Synagogen schändeten und zerstörten.

Der israelische Verteidigungsminister Moshe Dayan gestand der jordanischen Religionsstiftung, der Waqf, zu, die Kontrolle zu behalten. »Wir sind nicht gekommen, um die heiligen Stätten anderer zu erobern oder ihre religiösen Rechte einzuschränken, sondern um die Einheit der Stadt zu sichern und in ihr mit anderen in Frieden zu leben«, sagte er in einer Radioansprache. Den Juden sollte lediglich ein Besuchsrecht eingeräumt werden, nicht aber das Recht, dort zu beten. Seither wacht die israelische Polizei an den Eingängen über die Einhaltung islamischer Vorschriften. Von elf Eingängen dürfen zehn nur von Muslimen benutzt werden. Das Mitnehmen von Bibeln ist verboten. Juden werden besonders streng durchsucht, um etwaige in ihrer Kleidung versteckte Zettel mit Gebeten zu finden und zu beschlagnahmen.

Es ist verstörend für Juden: 2000 Jahre lang war es die Sehnsucht, an diesem Ort beten zu dürfen. Jetzt, wo die Juden in ihr Land zurückgekehrt sind, ist die Mitte ihrer Hauptstadt und ihr heiligster Ort wie exterritoriales Gebiet. Unter strengen Auflagen dürfen sie es als Touristen betreten – und selbst das nur zu bestimmten Zeiten. Beten dürfen sie nicht, und wenn sie auftauchen, werden sie beschimpft, mit »Allahu akbar!«-Rufen attackiert, oft auch bespuckt, manchmal mit Steinen beworfen. Die Schikane von jüdischen Besuchern des Tempelbergs ist inzwischen ein richtiger Industriezweig, der etlichen arabischen Familien Lohn und Brot gibt, wie der palästinensische Journalist Khaled Abu Toameh schreibt:

Fast täglich lauern muslimische Störer jüdischen Besuchern auf, beschimpfen sie und schreien ihnen »Allahu Akbar« (»Allah ist größer«) ins Gesicht. Schon einige Male kam es vor, dass Palästinenser jüdische Besucher – sogar Kinder – mit Schuhen beworfen haben. Verschiedene palästinensische Gruppen heuern Frauen und Kinder an, damit sie jüdische Besucher und sie begleitende Polizisten schikanieren. Die Frauen, die als Murabitat (»die Standhaften«) gepriesen werden, haben nur eine Mission: die Schikane jüdischer Besucher. Sie behaupten, ihre Hauptaufgabe sei es, die Al-Aksa-Moschee gegen jüdische »Aggression« zu verteidigen. Manche dieser Frauen erhalten ein monatliches Gehalt von bis zu 1.500 Schekel (etwa 350 Euro) dafür, dass sie versuchen, jüdische Besucher am Zugang zu hindern.

Die Erbschaft des Muftis von Jerusalem

Mehr denn je dient der Tempelberg heute dem Schüren von Hass auf Israel. »Der klare Erbe des Großmuftis, der vor über 80 Jahren die ›Al-Aksa-in-Gefahr‹-Lüge erfand, ist Scheich Raed Salah«, sagt der israelische Historiker und Journalist Nadav Shragai, der sich in seinen Büchern mit der Geschichte des Tempelbergkonflikts beschäftigt hat. Salah ist der Chef des nördlichen Zweigs der Islamischen Bewegung in Israel und strebt nach einem weltweiten Kalifat mit Jerusalem als Hauptstadt. Er rufe oft danach, Leben »für die Verteidigung Al-Aksas« zu opfern, und benutze Bilder wie »Unser Blut ist immer noch an ihren [der Juden; S.F.] Kleidern, an ihren Türen, in ihrem Essen und Trinken«, so Shragai. »Der Gipfel der Absurdität ist erreicht, wenn Israels Sicherheitsbehörden, die sich rund um die Uhr um den Schutz der Moscheen des Tempelberges kümmern, beschuldigt werden, Handlungen zuzulassen oder gar zu begünstigen, die darauf zielen, sie zu beschädigen.« Als Beispiele nennt er den von einem Australier verübten Brandanschlag von 1969 und die Ermordung eines Wächters der Al-Aksa-Moschee durch den jüdischen Amerikaner Alan Goodman im Jahr 1982. »Solche Vorfälle, verübt von Extremisten, die der Staat Israel verhaftet, vor Gericht stellt und einsperrt, werden von muslimischen Organisationen ausgebeutet, um riesige Spendensammlungen für Moscheen und ihre Vorhöfe zu organisieren und den Hass auf Israel und das jüdische Volk weiter anzufachen.«

So bezeichnete die Waqf auch israelische Pläne, am Mughrabi-Tor Metalldetektoren aufzustellen, als einen »groben Verstoß gegen die Heiligkeit der Moschee, als eine Beschränkung der Religionsfreiheit und als klare Einmischung in die Macht und Befugnisse des islamischen Waqf, der die gesamte muslimische Welt repräsentiert«. Dabei müssten nur Nichtmuslime die Kontrollen über sich ergehen lassen. Was immer Israelis zum Schutz des Tempelbergs tun, die Waqf ist dagegen.

Dazu werden die unglaublichsten Gerüchte verbreitet. Eines davon lautet, Israel wolle ein künstliches Erdbeben auslösen, um die Al-Aksa-Moschee zu zerstören. Dass nicht nur ein kleiner, isolierter Kreis von Fanatikern solche Geschichten glaubt, kann man der Charta der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) entnehmen, eines der mächtigsten Staatenbünde der Welt: Als Anlass ihrer Gründung nennt die OIC ausdrücklich den »kriminellen zionistischen Versuch, die Al-Aksa-Moschee niederzubrennen«. Als Yassir Arafat im Jahr 2000 entschied, die Friedensgespräche mit dem israelischen Premierminister Ehud Barak abzubrechen (der ihm in Camp David einen eigenen Staat mit Ostjerusalem als Hauptstadt angeboten hatte) und stattdessen eine Mordwelle zu starten, nahm er einen lange geplanten Besuch des israelischen Politikers Ariel Scharon auf dem Tempelberg als Vorwand – einen Besuch, dem er zuvor selbst zugestimmt hatte. Der »Al-Aksa-Intifada« fielen bis 2005 tausend Israelis zum Opfer.

Arafat war auch der Urheber einer anderen Lüge: Auf dem Tempelberg habe es nie einen jüdischen Tempel gegeben, behauptete er seit Juli 2000 bis zu seinem Tod. Auf eine so dreiste Behauptung war vor ihm niemand gekommen, doch heute zählt sie zur Grundausrüstung der Fatah-Propaganda. »Zu den neuesten Lügen über den Tempelberg«, sagt Nadav Shragai, »gehört, dass die israelische Regierung Juden erlauben wird, dort zu beten – tatsächlich hat der israelische Premierminister Netanjahu dies gegenüber dem König von Jordanien und der US-Regierung ausgeschlossen, und auch, dass sie den Status quo von 1967 ändern wolle«. Die Wahrheit sei vielmehr, »dass damals vereinbart wurde, dass Juden den Tempelberg besuchen dürfen. Das ist ihnen aber heute unmöglich; wegen der Gewalt der Muslime blockiert die Polizei den Zugang für Juden Tag für Tag. Die Muslime hingegen haben 1967 nur in der Al-Aksa-Moschee gebetet. Heute tun sie das auch im Felsendom und zwei weiteren Moscheen.« Die Propaganda koste Menschenleben, so Shragai: »Wenn man sich die Kommentare in arabischen Zeitungen, Websites und auf Facebook anschaut, findet man im Überfluss Belege für die Verbindung zwischen den Al-Aksa-Lügen und der Gewalt in Jerusalem und in Israel, die in den Morden an Juden mündet.«

Hat sich die Einstellung der Juden zu ihrem größten Heiligtum seit 1967 geändert? Ja, sagt Shragai: »1967 hat das Oberste Rabbinat den Juden das Betreten des Tempelbergs verboten.« Sie seien im Zustand der Unreinheit, da es die rote Kuh nicht mehr gebe, deren Asche laut dem Tanach für den Reinigungsprozess notwendig ist, lautete damals die Begründung. Heute hätten viele Rabbiner eine andere Meinung und erlaubten Juden das Betreten des Bergs. »Das macht die Situation für die israelische Polizei schwieriger. Aber sie muss sich dieser Situation stellen, statt vor ihr wegzulaufen.«

Zur Frage, ob Juden auf dem Tempelberg beten können sollen, gibt es in Israel unterschiedliche Ansichten. Nadav Shragai bejaht das Recht prinzipiell – »immerhin ist es der heiligste Platz des Judentums und nur der drittheiligste der Muslime« –, hält es aber derzeit nicht für durchsetzbar. »Wenn wir darauf bestehen, werden wir den Tempelberg am Ende überhaupt nicht mehr besuchen können«, so seine Sorge. Es ist jetzt offenbar die Strategie der Islamisten, mit ihrer Propaganda ganz auf das Thema Tempelberg zu setzen, um die Stimmung weiter anzuheizen. Wie schon 1929 wird der Ruf »Verteidigt Al-Aksa!« so verstanden, wie er gemeint ist: als Aufforderung zu Massakern an Juden.

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Time am 28. September 2015
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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2015/09/26/erwartet-die-dritte-warnung/
2) http://www.n-tv.de/ticker/Verletzte-bei-Unruhen-auf-dem-Tempelberg-in-Jerusalem-article16027341.html
3) http://www.tauhid.net/cybernamen.html
4) http://lizaswelt.net/2015/08/06/tempelberg-ohne-juden/

Muslimbrüter Patrick Bahners

16. März 2011

In einer Sachbuchbeilage der FAZ dezent dargeboten gab Deutschlands beste Zeitung ihrem Feuilletonchef Paddel Pahners am 12. März erneut Gelegenheit, den Jihad und die Scharia zu bebrüten. Die Zwanghaftigkeit seines Handelns und die Wahl der Methode, die größte Ungeheuerlichkeit dreist auszusprechen, sind für mich einmal mehr die Bestätigung der Theorie, dass Panik-Paddel zum Mohammedanismus konvertiert ist. Ich denke, es wäre ein fulminanter Erfolg des Counterjihad, wenn er Paddel dieses, und damit die Unterwanderung Deutschlands durch die Muslimbrüter, zweifelsfrei nachweisen könnte. Aber lesen Sie selbst (mit den üblichen Anmerkungen meinerseits):

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Zwingt unsere Kinder zum Schulbesuch!

Der bayerische Imam Benjamin Idriz setzt auf die Aufklärung der Muslime im Bündnis mit dem Staat. Trotzdem misstraut ihm der Verfassungsschutz.

Nach der Fusion von Amazon und Google wird ja bestimmt ein Programm Amagoogle Bookcase View aufgelegt werden, das die Lokalisierung jedes auf der Welt gedruckten Buches erlaubt. Auch ohne die entsprechenden Algorithmen kann man heute schon mit Gewissheit behaupten, dass sich ein Exemplar des Buches „Grüß Gott, Herr Imam!“ von Benjamin Idriz in der Knorrstraße 139 im Münchner Stadtteil Milbertshofen befindet. Dort sitzt nämlich das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz, das Idriz, dem Imam der Islamischen Gemeinde Penzberg (IGP), seit Jahren besondere Aufmerksamkeit zuwendet. Vor einigen Tagen stellte Innenminister Joachim Herrmann den Bericht für das Jahr 2010 vor. Dort heißt es mit implizitem Bezug auf das vorliegende Buch: „Der Imam der IGP hat im Berichtsjahr verschiedene Veröffentlichungen herausgegeben, in denen er für einen mit dem Grundgesetz vereinbaren Islam eintritt.“ Idriz behält seinen für Bürger im Staat des Grundgesetzes höchst gefährlichen Status: Er wird in Verfassungsschutzberichten „erwähnt“.

(Obwohl Idriz ein Buch geschrieben habe, in welchem er für einen grundgesetzkonformen Mohammedanismus eintrete, setze der VS den Imam auf einen „höchst gefährlichen Status“, so Paddel. „Höchst gefährlich“ kann nur ironisch gemeint sein, aber was soll Ironie an dieser Stelle? Ich vermute, Paddel meint das gar nicht ironisch, sondern er will im Ernst glauben machen, Idriz befände sich in irgendeiner Weise in Gefahr. So lenkt er davon ab, wer tatsächlich Tag für Tag in Lebensgefahr schwebt, und das sind bei uns die prominenten Mohammedanismuskritiker und in den Orkländern nichtorkische Minderheiten und die Frauen. T.)

Das Kultusministerium rät Lehrern deshalb davon ab, mit ihren Klassen die Moschee zu besuchen. Vergeblich hat die Gemeinde versucht, dem Geheimdienst die Erwähnung gerichtlich untersagen zu lassen. Ihre Niederlage im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes hat ihr die Erwähnung im jüngsten Bericht gesichert. Zwar lautet dort der letzte Satz: „Neue Erkenntnisse über verfassungswidrige Aktivitäten ergaben sich im Berichtsjahr jedenfalls nicht.“ Aber davor steht, es bleibe „abzuwarten“, ob in der in diesem Buch zum Ausdruck gebrachten „Distanz zu extremistischen Organisationen eine anhaltende, eigenständige, der freiheitlichen demokratischen Grundordnung entsprechende Ausrichtung zu sehen ist“.

(Kennzeichnend für den Mohammedanismus ist seine fortwährende Unruhe und seine Zersetzung immer dann, wenn er nicht mehr vorwärts stürmen kann. Pahners ist es nicht genug, dass der VS relativ wohlwollend über die Muselgemeinde berichtet und eine positive Tendenz aufzeigt, nein, sie soll gar nicht mehr beobachtet werden, über sie soll gar nicht mehr berichtet werden – offenbar hat man doch etwas zu verbergen -, und es sollen vielmehr Schulklassen in rauhen Mengen in ihr indoktriniert werden. T.)

Das Buch ist ein radikales theologisches Manifest, das durch Freilegung des ursprünglichen Universalismus der koranischen Offenbarung den Nachweis führen will, dass der Glaube der Muslime nicht nur nicht im Widerspruch zu den Prinzipien des demokratischen Rechtsstaats steht, sondern eigene Gründe für diese Prinzipien liefert. Idriz geht sogar so weit, die „Sicherheit der Menschen und des Landes“ als „islamischen Wert“ auszuweisen, also den Verfassungsschutz buchstäblich aus dem Koran herzuleiten. „Wenn eine offenkundige Gefahr vorhanden ist, so ist es ein Gebot unserer Religion, mit den staatlichen Institutionen zu kooperieren.“

(„Freilegung des ursprünglichen Universalismus der koranischen Offenbarung“: Hier spricht ein mohammedanistischer Geleerter, denn kein normaler Mensch würde das abartige Gefasel aus dem Kloran so kritiklos als „Offenbarung“ bezeichnen. Im Übrigen folgt Paddel der bekannten mohammedanistischen Formel, die eigentlich jeder Ork je nach Situation abgewandelt im Repertoire führt, und die lautet: Zu Klo H. Metzels war der Mohammedanismus so richtig toll und spirituell und menschenfreundlich, und wir müssen zu diesem Goldenen Zeitalter zurückfinden. Diese Formel ist nicht etwa ein Programm sondern nur eine Lüge, die das wahre, das blutrünstige und grausame Gesicht der 1.400-jährigen Plage vorübergehend verdecken soll, bis man mächtig genug ist, die Grausamkeiten selbst auszuüben. „Wenn eine offenkundige Gefahr vorhanden ist, so ist es ein Gebot unserer Religion, mit den staatlichen Institutionen zu kooperieren“, meint Idriz. Nun, die Gefahr ist doch ganz offenkundig gegeben, grade sind ihr zwei amerikanische Mitbürger zum Opfer gefallen, was also hat Pahners gegen Beobachtung einzuwenden? T.)

Erklärt sich die Vorsicht, mit der die Behörde diese Lehren aufgenommen wissen möchte, daraus, dass sich im Schriftenverzeichnis des Imams ältere Publikationen finden, in denen er das Gegenteil vertrat und Doktrinen extremistischer Organisationen propagierte? Oder ist dokumentiert, dass die Praxis der islamischen Unterweisung in seiner Moschee im Widerspruch zu den staatsfrommen Bekundungen steht? Nichts davon ist der Fall. Die Ortspolitiker und Pfarrer in Penzberg verbürgen sich für den Imam, dessen Plan, in München ein Zentrum für Imamausbildung zu gründen, auch in der Münchner CSU entschiedene Fürsprecher hat.

(Dass Idriz ein Verehrer des Nazi-Imams Hussein Djozo ist, welcher im II. WK wiederum eng mit dem fanatischen Judenhasser und Großmufti von Jerusalem, Amin al-Husseini zusammenarbeitete, verschweigt Pahners, ebenso wie die Tatsache, dass er diesen widerwärtigen Verbrecher auch in seinem neuen, von Pahners heiß empfohlenen Buch rühmt und lobpreist. T. – 1)

Als Indizien für Extremismus führt der Verfassungsschutz die frühere Mitgliedschaft leitender Gemeindeangehöriger in der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs an sowie ein Telefongespräch, in dem Ibrahim El-Zayat, die graue Eminenz des politischen Islam in Deutschland, dem Imam dessen Distanzierung von Milli Görüs zum Vorwurf machte. Die Gemeinde sei ein Beispiel für „formal nach außen hin vollzogene Distanzierungsbemühungen“, steht im Verfassungsschutzbericht für 2008. Außer Formalien hat die Behörde aber gar keine Belege für ihre Darstellung vorzuweisen. In der Affäre um Imam Idriz begegnet uns die Hermeneutik des Verdachts, die von der deutschen Auseinandersetzung mit dem Islam Besitz ergriffen hat, in der gefährlichsten Variante: der des amtlichen Handelns.

(Nichts fürchtet der Ork mehr als die Ausweisung in ein Orkland, und als nächstes folgt seine Angst, seinem intellektuell oder physisch verbrecherischen Treiben könnte auf staatlicher Ebene begegnet werden. Dies ist das Hauptinteresse der Orks und ihrer Helfer: zu verhindern, dass eine demokratische Mehrheit per Gesetz den Mohammedanismus einschränkt. Dagegen hätte er keine Chance, das würde ihn bewegungsunfähig machen und als Folge dessen wiederum sein Ende bewirken. T.)

Der aus Mazedonien stammende Imam beruft sich auf bosnische Theologen (auf Nazi-Schergen, T.), die schon unter österreichischer Herrschaft den Anschluss des Islam an die europäische Zivilisation herstellen wollten und auf die Nachhilfe einer energisch modernisierenden Obrigkeit setzten. Zustimmend zitiert Idriz einen solchen „Reformator“, der den k. u. k. Behörden fehlgeleitete Rücksicht auf die Religion vorhielt: „Sie hätten uns zwingen sollen, unsere Kinder in die Schulen zu geben, sie hätten uns zwingen sollen, den Frauen einen anderen Status in der Familie und Gesellschaft zu geben, wie ihn die neue Zeit verlangte.“

(Mit diesem „Reformator“ ist doch vermutlich der o.g. Propagandist der Judenvernichtung gemeint. Sehen Sie die Dreistigkeit, mit der Panik-Paddel dieses extrem erhellende Faktum zu unterschlagen können meint. Er hält seine Leser für so blöd, dass er meint, sie würden seine Lüge, seine plumpe Propaganda nicht durchschauen, und wenn schon, wär’s auch egal. Er führt einen – typisch mohammedanistischen – intellektuellen Territorialkrieg, einen Text-Jihad. T.)

Die Offenheit für die Forderungen veränderter Zeiten möchte Idriz als den Grundgedanken der Gestaltung innerweltlicher Verhältnisse nach den Maßgaben des Propheten (Nur für Mohammedanisten ist Klo H. Metzel ein Prophet, die Unwissenden nennen ihn bestenfalls „Religionsstifter“, die Wissenden einen „perversen Gewalttäter“, was er nach mohammedanistischen Quellen ja auch war. T.) erweisen, als das Wesen der Scharia, des islamischen Rechts.

(Hier lässt er die Katze aus dem Sack: SchariaSchariaScharia, ohne die geht es einfach nicht. Und nicht ohne Jihad. Und nicht ohne Burka. Und nicht ohne Steinigung. UndUndUnd… T.)

Er unterscheidet „zwei Formen des Islam“, den wahren und einen nach dem Tod des Propheten verfälschten (s.o., T.). Muslimische Herrscher hätten den Islam politisch instrumentalisiert und auch jenseits der Sphäre der Glaubenswahrheiten dogmatisiert. (Jetzt folgt ein schönes Beispiel für die „Ja-Aber-Methode“, T. – 2) Der apologetische (?, T.) Zweck dieser Geschichtskonstruktion liegt auf der Hand. Aber wer von den Muslimen eine Reformation verlangt, sollte sich daran erinnern, dass auch die christlichen Reformatoren der Glaube beseelte, die Urkirche wiederherstellen zu können. Entscheidend ist, dass Idriz eine theologische Kritik des Syndroms der politischen und geistigen Starrheit fordert, für die der Anspruch des Korans, die letzte Offenbarung zu sein, als Rechtfertigung herhalten musste.

(„… dass Idriz eine theologische Kritik des Syndroms der politischen und geistigen Starrheit fordert, für die der Anspruch des Korans, die letzte Offenbarung zu sein, als Rechtfertigung herhalten musste.“ Was will Pahners mit dieser seltsamen Wortreihe sagen? Nun ja, die „politische und geistige Starrheit“, die Krankheit der mohammedanistischen Gesellschaften ist unübersehbar, und deshalb sind sie auch die allerletzten Dreckshaufen unseres geschundenen Planeten. Diese Krankheit („Syndrom“) will Idriz therapieren, und zwar durch „theologische Kritik“. Aber das ist doch genau das, was auch die Muschlimmbrüter und die Hisballa („Hisb“ = Partei, „Alla“ = Gott: „Partei Gottes“) auch wollen, sie wollen ihre Dreckshaufen zu weltbeherrschenden Staaten machen, indem sie sie auf theologischem Wege in Richtung Anfänge (Massenmörder und Vergewaltiger Klo H. Metzel) „re“-formieren. „… für die der Anspruch des Korans, die letzte Offenbarung zu sein, als Rechtfertigung herhalten musste.“: Paddel stellt hier mitnichten – wie der flüchtige Leser meint – den Anspruch des Klorans, „die letzte Offenbarung zu sein“ als Ursache des Syndroms heraus, sondern vielmehr nur den Missbrauch dieses Anspruchs (der als solcher nicht in Frage gestellt wird): der nur „herhalten musste“. T.)

Dass nach traditioneller Lehre (Nicht nur nach der traditionellen sondern nach jeglicher mohammedanistischen Leere, oder bekennt sich Idriz eindeutig zum Recht auf Apostasie? T.) ein Muslim das Glaubensbekenntnis nicht widerrufen darf, ist eine mit den modernen Menschenrechten nicht zu vereinbarende Konsequenz des islamischen Universalismus, des schönen Gedankens (Nur ein Ork kann diesen Gedanken „schön“ nennen, ich finde ihn ekelerregend und impertinent anmaßend! T.), dass jeder Mensch als Muslim geboren wird und durch Sprechen der Bekenntnisformel (Paddel referiert das Ritual aus dem Effeff. T.) in die Urgemeinschaft der Menschheit (orkische Diktion, T.) heimkehrt.

(Und als Pointe serviert Panik-Paddel eine so unerwartet dreiste, zutiefst orkische Konstruktion, dass einem die Spucke wegbleibt, T.:)

Im Fall Penzberg agiert der Verfassungsschutz als Inquisition, die sich ihre Ketzer erfindet. Warum soll sich irgendein Muslim zum Grundgesetz bekehren (bekehren? Es ist keine Religion. T.), wenn man Benjamin Idriz sein Bekenntnis nicht abnehmen will?

(Die harmlosen Worte des VS setzt Pahners mit dem Furor der Inquisition gleich – um gleich darauf zu drohen: Wenn das nicht aufhört, dann werden wir auch euer Grundgesetz nicht annehmen. Das erinnert an den Jihad ebenso wie an das Geschacher auf dem Basar. Wie ulkig, dass Paddel die Formulierung verwendet „zum Grundgesetz bekehren“. Typisch Ork, Religion, Politik, Business und Sex kriegen sie immer durcheinander. Kein Wunder, bei ihnen hängt das alles zusammen, sie tun fromm, aber eigentlich wollen sie nur Kalif an Stelle des Kalifen werden. Das Buch heißt übrigens doppeldeutig: „Grüß Gott, Herr Imam! – Eine Religion ist angekommen“. Angekommen? Ja leider haben sie es diesmal geschafft – hoffentlich kosten sie Deutschland nicht so viel wie die Nazis. Was ich aber nicht verstehe: Wenn Pahners und seine Freunde wollen, dass man ihre Kinder zum Schulbesuch zwingt (s. Überschrift), sollten sie dann nicht noch viel mehr darum bitten, zu einem Leben ohne Scharia, Jihad, Genitalverstümmelung, Steinigung und den ganzen abartigen, zeitraubenden mohammedanistischen Ritualklimbim gezwungen zu werden?  T.)

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Time am 16. März 2011

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1) Fact/Fiction, 9.11.2010:

Benjamin Idriz und Hussein Djozo, Imam der Waffen-SS

Anbei Neuigkeiten über den umstrittenen Penzberger Imam Benjamin Idriz im FOCUS:

Benjamin Idriz, Imam von Penzberg, beruft sich für seinen Reformislam auf einen Imam und Hauptsturmführer der Waffen-SS

Er ist das freundliche Gesicht des Islam. Wenn Politik oder Kirche zum interreligiösen Dialog aufrufen, fehlt Imam Idriz selten. Benjamin Idriz, 38, gilt als weltoffener, aufgeklärter Muslim. Die Aktivitäten des von ihm geleiteten Islamischen Zentrums im bayerischen Penzberg werden reihum gelobt – obwohl der bayerische Verfassungsschutz Idriz’ Gemeinde wegen des Verdachts auf verfassungsfeindliche Aktivitäten beobachtet. Demnächst will Idriz in München ein “Zentrum für Islam in Europa” eröffnen samt Moschee und Imam-Akademie. Der Stadtrat, einschließlich der CSU, unterstützt das Großprojekt. Seltsam nur: Ein wichtiger Vordenker des umtriebigen Imams war Hauptsturmführer der Waffen-SS, Kriegsteilnehmer auf dem Balkan und Judenhasser.

Die Rede ist von Hussein Djozo (1912- 1982), einem Militärimam von Hitlers Gnaden in der sogenannten “Handschar-Division” der Waffen-SS. Djozo nimmt in Idriz’ Plädoyer für einen zeitgemäßen Islam eine zentrale Rolle ein. Er nennt ihn einen “Pionier islamischer Reformen in Bosnien und Herzegowina”. So steht es auf der Homepage des Islamischen Forums Penzberg unmittelbar über Idriz’ Aufsatz zur “muslimischen Geschichte in Bosnien”. Dort ist Djozo mit einem Foto prominent vertreten.

Laut Idriz, der aus Mazedonien stammt, ist der Bosnier Djozo “ein Vorreiter für ein ausgeprägtes und konsequentes Reformschema” in der muslimischen Welt. Dank der von Djozo gegründeten ersten islamischen Wissenschaftsfakultät in Bosnien seien “die Reformideen weit und effektiv verbreitet” worden. Im neuen, von Idriz mitherausgegebenen Sammelband “Islam mit europäischem Gesicht” beruft sich Idriz abermals auf Djozo. Dessen Arbeiten seien “wegweisend” für die “progressiveren Kräfte”.Auch in seinem für Ende November angekündigten Buch “Grüß Gott, Herr Imam!” lobt Idriz Djozo.

Komplett ausgeblendet wird die Begeisterung Djozos für den Nationalsozialismus. In enger Zusammenarbeit mit dem Großmufti von Jerusalem, Amin al-Husseini, einem fanatischen Judenhasser, beteiligte Djozo sich am Versuch, eine nationalsozialistisch-muslimische Allianz zu bilden. Heinrich Himmler, Chef der SS, war überzeugt: Das Deutsche Reich und der Islam “haben dieselben Ziele” – so Himmler im Januar 1944. Divisionsimam Djozo formulierte diese Ziele 1943 in einem Beitrag für die “Handschar”-Zeitschrift: Europa müsse von seinen “Feinden” mit Hilfe der SS befreit werden, konkret von den Juden, den Freimaurern, den Kapitalisten und Kommunisten. Leicht, so Djozo, werde das nicht, aber “die SS wird eine bessere Zukunft für Europa bauen”.

Djozos Aufruf gibt der US-amerikanische Historiker George Lepre in seinem Buch über “Himmler’s Bosnian Division” wieder. Auf dem Balkan sollte die “13. Waffen-Gebirgs-Division der SS”, die nach dem arabischen Wort für Krummdolch benannte “Handschar”, diese “Befreiung” vorantreiben. Im April 1941 hatte Jugoslawien rasch vor den Hitler-Truppen kapituliert. Die Nationalsozialisten riefen den “Unabhängigen Staat Kroatien” aus. Um den Widerstand der kommunistischen Partisanen zu brechen, legten die SS-Leute eine große Brutalität an den Tag. George Lepre rechnet allein für die Operationen zwischen Juni und August 1944 mit mehreren tausend getöteten Aufständischen und einigen hundert Toten auf nationalsozialistischer Seite. Auch gegen die Zivilbevölkerung wurde gewütet.

(Seite 68, 69 in der Printausgabe des aktuellen Focus, Dank für Text an Antifo!)

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2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/12/sie-haben-keine-chance/