Posts Tagged ‘Benjamin Netanjahu’

Beschwichtigung funktioniert nie

19. Februar 2018

Nur einer ist für die deutsche Schweinepresse fast so schlimm wie Donald Trump, und das ist Benjamin Netanjahu.

Der Bayrische Rundfunk findet: „Netanjahu zieht über Iran her“. Die Tagesschau meint: „Netanyahu attackiert Iran – Scharfe Worte und eine angebliche Drohne“. Der Stern schreibt: „Netanjahu nutzt Münchner Sicherheitskonferenz für scharfe Drohung gegen den Iran“. Die Süddeutsche Zeitung titelt sogar: „Israel droht Iran mit Angriff“.

Von „Achgut“ habe ich die nachfolgende Rede Netanjahus (1).

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Benjamin Netanyahus Münchner Rede auf Deutsch

Das ist eine wunderschöne Stadt. Sie ist voll von beeindruckenden Denkmälern, reichlich ausgestatteten Museen, wunderschöner Architektur. Und durch diese Konferenz ist München in den letzten vier Jahrzehnten, Herr Vorsitzender, zum Synonym für Sicherheit geworden. Das ist wichtig, denn, wie ich gestern Abend sagte, ohne Sicherheit ist nichts wirklich möglich – nicht Freiheit, nicht Wohlstand, nicht der Frieden, den wir hegen und ersehnen.

Aber für das jüdische Volk ereigneten sich in dieser Stadt zwei berüchtigte Dinge. 1972 wurden 11 unserer Olympioniken auf dem Münchner Flughafen massakriert. In vielerlei Hinsicht hat dieser Akt der Grausamkeit den Aufstieg des internationalen Terrorismus eingeläutet, und wir alle haben ihn seither bekämpft.

Und vor 80 Jahren fand hier ein weiteres Ereignis mit weitreichenden Folgen statt. Hier wurde ein katastrophales Abkommen unterzeichnet, das die Welt auf einen Kurs in Richtung des schrecklichsten Krieges der Geschichte brachte. Zwei Jahrzehnte nach dem Ersten Weltkrieg, zwei Jahrzehnte nach einem Krieg, der 60 Millionen Menschenleben forderte, entschieden sich die Führer, die sich in München trafen, Hitlers Regime zu beschwichtigen, anstatt es zu konfrontieren. Diese Anführer waren edle Männer. Sie dachten, sie würden ihrer höchsten Verantwortung für die Erhaltung des Friedens nachkommen. Aber der Preis für ihr Handeln würde sich bald zeigen.

Die Zugeständnisse an Hitler ermutigten nur das NS-Regime und erleichterten seine Eroberung Europas. Anstatt einen Weg zu wählen, der den Krieg hätte verhindern können, oder zumindest seinen Umfang und sein Ausmaß zu begrenzen, machten diese gut gemeinten Führer einen breiteren Krieg unvermeidlich und weitaus kostspieliger. Irgendwann nach dem Krieg fragte Roosevelt Churchill, wie würde er diesen Krieg nennen? Und er antwortete sofort, ohne zu zögern, den Unnötigen Krieg. Er sagte, es hätte nie einen Krieg gegeben, der leichter aufzuhalten gewesen wäre.

Im Gefolge des Münchner Abkommens sollten im Zweiten Weltkrieg 60 Millionen Menschen sterben, darunter ein Drittel meines eigenen Volkes, sechs Millionen Juden, die im Holocaust von den Nazis und ihren Mitarbeitern ermordet wurden. Wir werden nie vergessen, und wir werden niemals zulassen, dass die historische Wahrheit neu geschrieben wird.

Wir werden nicht vergessen; wir werden nicht verzeihen; wir werden immer für die Wahrheit kämpfen.

Heute versammeln wir uns, zweieinhalb Jahre nach der Unterzeichnung eines weiteren Abkommens in einer anderen Stadt im Herzen Europas. Auch dort unterzeichneten edle Männer und Frauen, hochgesinnte Führer, die darauf hoffen, einen Krieg zu vermeiden, ein Abkommen, das die eigene Bevölkerung brutalisiert und die Nachbarn terrorisiert. Lassen Sie mich eines klarstellen. Iran ist nicht Nazi-Deutschland. Es gibt viele Unterschiede zwischen den beiden. Nun, zum einen hat sich der eine für eine Herrenrasse ausgesprochen, der andere für einen Herrenglauben. Juden im Iran werden nicht in die Gaskammern geschickt, obwohl religiösen und ethnischen Minderheiten grundlegende Freiheiten vorenthalten werden. Und es gibt natürlich noch viele andere Unterschiede.

Aber es gibt auch einige auffällige Gemeinsamkeiten. Der Iran erklärt offen seine Absicht, Israel mit seinen sechs Millionen Juden zu vernichten. Es macht absolut keinen Hehl daraus. Der Iran versucht, unsere Region, den Nahen Osten, zu dominieren, und versucht, die Welt durch Aggression und Terror zu dominieren. Sie entwickelt ballistische Raketen, um tief in Europa und auch in die USA vorzudringen.

Henry Kissinger sagte, der Iran müsse sich entscheiden, ob er ein Land oder eine Sache sei. Nun, das Regime im Iran hat sich für eine Sache entschieden. Der Kommandant der Revolutionsgarde, Ali Jafari, sagte, wir seien auf dem Weg zur Herrschaft des Islam weltweit. Das heißt, auch hier. Das ist nach meinem Dafürhalten die größte Bedrohung für unsere Welt. Nicht nur für Israel, nicht nur für unsere arabischen Nachbarn, nicht für Muslime weit und breit, sondern auch für Sie. Denn einmal mit Atomwaffen bewaffnet, wird die Aggression des Iran ungebremst sein und die ganze Welt umfassen. Schauen Sie sich an, was sie jetzt tun, bevor sie Atomwaffen haben. Stellen Sie sich vor, was sie später tun werden, wenn – Gott möge es verhindern – sie sie haben.

Genau wie vor 80 Jahren hat ein Abkommen, das als Beschwichtigung angesehen wurde, das Regime nur ermutigt und den Krieg näher gebracht. Das Atomabkommen mit dem Iran hat den Countdown zu einem iranischen Atomwaffenarsenal in etwas mehr als einem Jahrzehnt begonnen. Und die Sanktionserleichterung, die der Deal mit sich brachte, hat den Iran nicht gemäßigt. Es hat sie innerlich nicht moderater gemacht und äußerlich nicht moderater gemacht. Tatsächlich hat es einen gefährlichen iranischen Tiger in unserer Region und darüber hinaus freigesetzt.

Durch seine Stellvertreter, schiitische Milizen im Irak, die Huthies im Jemen, die Hisbollah im Libanon, die Hamas im Gazastreifen, verschlingt der Iran riesige Streifen des Nahen Ostens. Nun hat es eine positive Folge der wachsenden Aggression des Iran in der Region gegeben. Es hat Araber und Israelis näher zusammengebracht als je zuvor. Das kann paradoxerweise den Weg für einen breiteren Frieden und letztlich auch für einen palästinensisch-israelischen Frieden ebnen. Das könnte passieren. Aber es wird nicht passieren, wenn die Aggression des Iran weiter zunimmt, und nirgendwo sind die kriegerischen Ambitionen des Iran klarer als in Syrien.

Dort hofft der Iran, ein zusammenhängendes Imperium zu vollenden, das Teheran mit Tartus, das Kaspische mit dem Mittelmeer verbindet. Seit einiger Zeit warne ich vor dieser Entwicklung. Ich habe in Wort und Tat deutlich gemacht, dass Israel rote Linien hat, die es durchsetzen wird. Israel wird den Iran weiterhin daran hindern, eine permanente militärische Präsenz in Syrien aufzubauen. Israel wird weiterhin handeln, um den Iran daran zu hindern, eine weitere Terrorbasis zu errichten, von der aus Israel bedroht wird. Aber der Iran versucht weiterhin, diese roten Linien zu überschreiten. Letzte Woche erreichte seine Schamlosigkeit neue Höhen, buchstäblich neue Höhen. Sie schickten eine Drohne auf israelisches Territorium, die die Souveränität Israels verletzte und unsere Sicherheit bedrohte. Wir zerstörten diese Drohne und das Kontrollzentrum, das sie von Syrien aus betrieb, und als unser Gebiet beschossen wurde, zerstörte Israel syrische Flugabwehrbatterien. Israel wird es dem iranischen Regime nicht erlauben, uns eine Schlinge des Terrors um den Hals zu legen. Wir werden ohne zu zögern handeln, um uns zu verteidigen. Und wir werden, wenn nötig, nicht nur gegen die Vertreter des Iran vorgehen, die uns angreifen, sondern auch gegen den Iran selbst.

Später spricht Herr Zarif zu Ihnen. Er ist das sanfte Sprachrohr des iranischen Regimes. Ich zolle Mr. Zarif Anerkennung. Er lügt mit Beredsamkeit. Letztes Jahr auf dieser Konferenz sagte Zarif, ich zitiere: „Extremismus wird durch Mangel an Hoffnung und Respekt angetrieben.“

Nun, wenn das stimmt, warum verweigert das iranische Regime dann seinem Volk Hoffnung und Respekt, indem es Journalisten und Aktivisten inhaftiert? Zarif sagte, es sei falsch, Iran als radikal zu bezeichnen. Wenn das stimmt, wie nennt man dann ein Regime, das Schwule an Kränen auf den Plätzen der Stadt aufhängt? Zarif sagte, dass Konflikte in Syrien und im Jemen nicht militärisch gelöst werden können. Wenn das wahr ist, warum schickt der Iran dann Kämpfer und Waffen, um die Gewalt genau an diesen Orten zu schüren? Kein Zweifel, Herr Zarif wird das ruchlose Engagement des Iran in Syrien schamlos leugnen.

Der Iran bestreitet auch, dass er letzte Woche eine Aggression gegen Israel begangen hat, dass er eine Drohne in unseren Luftraum geschickt hat, um unser Volk zu bedrohen. Nun, hier ist ein Stück von der iranischen Drohne, oder was davon übrig ist, nachdem wir sie abgeschossen haben. Ich habe es hierher gebracht, damit Sie es selbst sehen können. Herr Zarif, erkennen Sie das? Das sollten Sie aber. Es gehört ihnen. Sie können eine Botschaft an die Tyrannen von Teheran mitnehmen: Testen Sie nicht die Entschlossenheit Israels.

Und ich habe auch eine Botschaft für alle, die heute hier versammelt sind. Ich möchte, dass Sie das iranische Volk unterstützen. Ich möchte, dass Sie diejenigen in der Region unterstützen, die Frieden wollen, indem Sie sich mit einem iranischen Regime auseinandersetzen, das den Frieden bedroht.

Ich habe mit den Menschen im Iran über Videobotschaften gesprochen. Die Resonanz ist erstaunlich. Das habe ich vor den jüngsten Demonstrationen gesehen. Ich bat unsere Geheimdienstler, mir zu erklären, wie es möglich ist, dass wir Namen von Leuten bekamen, die unterstützen, was ich sagte, aus dem Iran, die ihr Leben riskierten, ihre Familien. Ich sagte, dass dort etwas vor sich geht. Diese Leute wollen Freiheit. Sie wollen ein anderes Leben. Sie wollen wirtschaftlichen Wohlstand. Sie wollen Frieden. Sie wollen diese weit verbreitete iranische Aggression nicht. Und ich habe erklärt, dass wir keinen Streit mit den Menschen im Iran haben, sondern nur mit dem Regime, das sie quält. Und ich nutze diese Gelegenheit, um den Familien der 66 iranischen Zivilisten, die heute bei dem Flugzeugunglück ihr Leben verloren haben, unser Beileid auszusprechen. Wir haben keinen Streit mit dem iranischen Volk, aber wir sind absolut entschlossen, die Aggression des iranischen Regimes zu stoppen und zurückzudrängen.

Lassen Sie uns heute, meine Damen und Herren, hier in München versprechen, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Beschwichtigung funktioniert nie. Der Zeitpunkt, um einen Krieg zu verhindern, ist spät, aber es ist noch nicht zu spät. Ich bin überzeugt, dass dieses Regime eines Tages fallen wird, und wenn es das tut, wird der große Frieden zwischen dem alten jüdischen Volk und dem alten persischen Volk wieder aufblühen. Wenn das geschieht, werden die Menschen im Iran frei atmen, und die Menschen in der Region werden aufatmen. Aber heute müssen wir deutlich sprechen, wir müssen mutig handeln. Wir können dieses gefährliche Regime stoppen. Wir können ihre Aggressivität zurückdrängen und so eine friedlichere, wohlhabendere und sicherere Welt für unsere Region und unsere Zukunft schaffen.

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Time am 19. Februar 2018

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1) http://www.achgut.com/artikel/leertext

Friends

25. Januar 2018

Leute, wie gern wäre ich auch auf diesem Foto!

Der Präsident von Gottes erwähltem Volk zusammen mit dem Präsidenten der stärksten und buntesten Demokratie der Welt!

Lachen und scherzen und tolle Ideen haben!

Die Orks und ihre Lakaien heulen und klappern mit den Zähnen!

Jesus und Rock and Roll sind in der Luft!

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Time am 25. Januar 2018

Eine sehr gute Idee

1. Januar 2018

Israelische Kameraden in Hebron

Die angeblichen Palästinenser sind in der übergroßen Mehrheit Nachkommen der Jihadisten, die nach der Niederschlagung des sunnitischen osmanischen Reiches auf Geheiß ihrer Mullas in die Region Israel invadiert sind.

Sie sind dort Besatzer und gehören eigentlich zurück auf die arabische Halbinsel. Ein Kompromissvorschlag hat sich in letzter Zeit angedeutet: Sie sollen auf dem Sinai siedeln (1).

In Israel und durch den counterjihadischen US-Präsidenten wird zunehmend Druck in diese Richtung aufgebaut. Lesen Sie einen Bericht von „N-TV“ (2).

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Regierungspartei provoziert

Likud will Westjordanland annektieren

Offiziell unterstützt Benjamin Netanjahu eine Zwei-Staaten-Lösung im Konflikt mit den Palästinensern. Ein brisanter Vorstoß des Zentralkomitees der Partei des israelischen Regierungschefs verstärkt indes die Zweifel an der Aufrichtigkeit der Parteilinie.

Das Zentralkomitee der israelischen Regierungspartei Likud hat für eine Resolution gestimmt, in der die Annexion des besetzten Westjordanlandes verlangt wird. Mit seinem nicht-bindenden Votum ruft das ZK die Likud-Abgeordneten in der Knesset auf, die „Souveränität Israels auf Judäa und Samaria (Westjordanland)“ auszuweiten. Regierungschef Benjamin Netanjahu, der Mitglied des Zentralkomitees ist, war bei der Abstimmung nicht anwesend.

Netanjahu unterstützt offiziell weiter eine Zwei-Staaten-Lösung im Konflikt mit den Palästinensern. Zugleich hat er aber auch die Ausweitung der jüdischen Siedlungen im Westjordanland vorangetrieben, das seit 50 Jahren von Israel besetzt ist. International werden die Siedlungen als illegal und als eines der größten Hindernisse für einen Frieden angesehen. Mehr als 600.000 Siedler leben im Westjordanland und im annektierten Ost-Jerusalem unter rund 2,9 Millionen Palästinensern. Regelmäßig kommt es zu Gewaltausbrüchen.

Derweil riefen die Palästinenser ihren Gesandten in den USA zu Konsultationen zurück, nachdem US-Präsident Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hatte. Außenminister Riad al-Malki habe entschieden, den Gesandten der Palästinensischen Befreigungsfront (PLO), Husam Somlot, zurückzubeordern, meldete die Nachrichtenagentur Wafa.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bekräftigte unterdessen in einer Rede zum 53. Gründungstag seiner Fatah-Bewegung, Jerusalem sei „die ewige Hauptstadt des palästinensischen Volkes“. Die Entscheidung Trumps war weltweit auf Ablehnung gestoßen und hatte heftige Proteste in der muslimischen Welt provoziert.

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Time am 1. Januar 2018

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2017/12/16/ein-interessanter-plan/
2) https://www.n-tv.de/politik/Likud-will-Westjordanland-annektieren-article20208333.html

Moskau versteht Israel

19. Dezember 2017

Audiatur brachte einen Aufsatz von Dr. Gil Yaron (1).

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In jedem Ort, aus dem der IS vertrieben wird,
nistet sich der Iran ein

Israels Angriff auf eine syrische Kaserne könnte Auftakt einer neuen Konfrontation zwischen Jerusalem und Teheran sein. Er zeigt zudem, dass die Spannungen mit Russland zunehmen.

Syriens Bürgerkrieg geht zwar langsam zuneige, dennoch dürfte dem Land vorerst keine Ruhe beschert sein – ganz im Gegenteil. Längst hat ein neuer Kampf begonnen – zwischen Russland und Iran auf der einen Seite, und den USA und Israel auf der anderen. Es geht darum, wer die Zukunft dieses geopolitischen Drehkreuzes in Nahost bestimmt, und welche strategischen Vorteile die Parteien aus der Nachkriegssituation ziehen können. Russland und der Iran haben Präsident Baschar Assad massiv unterstützt und wollen nun Rendite für ihre Investition. Russland baut seinen einzigen Mittelmeerhafen in Tartus aus, und hat wirtschaftliche und militärische Abkommen mit Damaskus unterzeichnet. Doch die größten Gewinner könnten die Iraner sein. Sie träumen von einem Landkorridor von Teheran bis zum Mittelmeer, und wollen zu diesem Zweck ebenfalls in Tartus einen Militärhafen bauen. Zudem gaben sie bekannt, dauerhaft Truppen und Kampfflugzeuge in Syrien stationieren zu wollen – so nah wie möglich an der Grenze ihres Erzfeindes Israel. Die USA und Israel wollen das um jeden Preis verhindern.

Hisbollah-Miliz, außenpolitisches Instrument der Iraner

Bislang wurde dieser Kampf hauptsächlich mit rhetorischen Mitteln ausgetragen. Am Wochenende folgten den Worten nun offenbar erstmals Taten: In der Nacht zum Samstag soll Israel den Militärkomplex el Kiswah südlich von Damaskus bombardiert haben. Laut einem Bericht im BBC, der sich auf „westliche Geheimdienste“ stützt und der der „Welt“ von unabhängigen Quellen bestätigt wurde, bauten die Iraner diese Basis aus um hier Bodentruppen zu stationieren. Das Bombardement ist deshalb eine doppelte Warnung Jerusalems mit zwei Adressaten: Einer ist Teheran, den zweiten Warnschuss gab Israel Richtung Russland ab. Dabei betonte Israels Premier Benjamin Netanjahu in vergangenen Monaten wiederholt seine guten Beziehungen zu Russlands Präsident Wladimir Putin. Tatsächlich war es ihm gelungen, einen Koordinierungsmechanismus mit Moskau einzurichten um ungeachtet der Präsenz fortschrittlicher russischer Luftabwehrsysteme Israels Luftwaffe in Syrien weiterhin volle Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Mehr als hundert Mal griff die laut Angaben des Luftwaffenchefs seit Ausbruch des Bürgerkriegs dort an um zu verhindern, dass strategisch bedeutsame Waffen in den Libanon geliefert werden. Dort ist die Hisbollah-Miliz zuhause, das wohl wichtigste außenpolitische Instrument der Iraner, und eine der bedeutendsten militärischen Kräfte in der Region. Fast alle diese Angriffe wurden von Moskau mit Schweigen quittiert – also offensichtlich geduldet.

Doch die russisch-israelische Entente stößt nun an Grenzen. Denn Putin lässt sich von Netanjahu nicht dazu einspannen, Israels Interessen gegenüber dem Iran zu vertreten. Schon vor einem Jahr warnte Netanjahu: „In jedem Ort, aus dem der IS vertrieben wird, nistet sich der Iran ein.“ Diese Warnung scheint sich nun zu bewahrheiten. Laut Angaben der iranischen Opposition kommandiert der Iran bereits rund 70.000 Kämpfer auf syrischem Staatsgebiet, darunter hunderte iranische Revolutionsgarden, rund 7000 Kämpfer der Hisbollah, tausende Fatemijun – schiitische Milizen aus Afghanistan, zudem Freiwillige aus Irak und Pakistan.

Wiederholt fuhr Netanjahu zu Putin, um seine Bedenken über eine Etablierung des Irans in Syrien darzulegen. Doch bislang reagierten weder Moskau noch Israels engster Verbündeter Washington darauf. Ein Waffenstillstandsabkommen für Südsyrien, das vor wenigen Wochen zwischen den USA, Russland und Jordanien unterzeichnet wurde, liess Israels Befürchtungen ausser Acht und lässt die Iraner bis nah an Israels Nordgrenze in den Golanhöhen. Mitte November sagte Russlands Außenminister Sergei Lawrow, das Abkommen sehe ausdrücklich nicht den Abzug iranischer Truppen aus Syrien vor. Und Russlands Botschafter in Tel Aviv Alexander Shein bezeichnete die Anwesenheit iranischer Militärs an Israels Grenze als „legitim“.

Israel erhöhte daraufhin den Druck. Man werde „eine Konsolidierung der Schiiten oder der Iraner in Syrien nicht hinnehmen, noch zulassen, dass Syrien in einen Ausgangspunkt für Angriffe gegen Israel verwandelt wird“, sagte Verteidigungsminister Avigdor Lieberman Mitte November. Zugleich forderte er, den Verteidigungsetat in den kommenden fünf Jahren um rund eine Milliarde Euro aufzustocken, um „neuen Herausforderungen“ begegnen zu können – im Klartext: die Möglichkeit eines zwei Fronten-Kriegs gegen Libanon und Syrien. In einem Interview an eine saudische Zeitung machte Israels Generalstabschef Gadi Eisenkot aus der bis dahin nur hinter verschlossenen Türen geäußerten Bitte eine offene Warnung: Iranische Truppen dürften Israels Grenze nicht näher als 50 Kilometer kommen.

Klares Zeichen, dass Moskau Israel versteht

Der Angriff in el Kiswah, diesseits der von Eisenkot gezogenen Grenze, ist nun die nächste Stufe. Er sei ein wichtiges Signal an Moskau gewesen, sagt Russlandexperte Alex Tenzer: „Israel wollte Putin zeigen, dass es seine roten Linien ernst meint.“ Ob Moskau davon beeindruckt ist, bleibt unklar. Unlängst kehrte Avi Dichter, Vorsitzender des außenpolitischen Knessetausschusses und enger Vertrauter Netanjahus, aus Moskau zurück. Dort habe man ihm versichert, Russland „arbeite daran, „dass Assad ganz Syrien kontrolliert und keine ausländischen, einschließlich iranischen, Truppen sich mehr im Land befinden“, sagte Dichter. Der jüngste Angriff wurde von russischen Medien fast vollkommen ignoriert, sagt Tenzer: „Ein klares Zeichen, dass Moskau Israel versteht, oder sich zumindest nicht in diese Angelegenheit einmischen will.“ Zugleich macht Putin aber auch keinerlei Anstalten, den Iran aus Teilen Syriens herauszuhalten: „Moskau hat viele wirtschaftliche und politische Interessen in Teheran, und will es sich weder mit Israel noch mit dem Iran verderben“, so Tenzer.

So dürfte die Hauptstossrichtung des israelischen Angriffes Assad und der Iran gewesen sein. Die Botschaft: Israel wird einen offenen Schlagabtausch nicht scheuen, falls der Iran versucht, seine militärische Präsenz in Syrien weiter auszubauen. Zu einem offenen Konflikt könnte es schnell kommen, falls im Gegensatz zum letzten Angriff beim nächsten Bombardement iranische Soldaten ums Leben kommen.

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Time am 19. Dezember 2017

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1) http://www.audiatur-online.ch/2017/12/05/in-jedem-ort-aus-dem-der-is-vertrieben-wird-nistet-sich-der-iran-ein/

Sieg des Counterjihad: Israel (#5)

25. November 2017

Israel zeigt, wie Counterjihad geht. Lesen Sie einen Bericht aus der „Zeit“ (1).

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Netanjahu will 40.000 afrikanische Flüchtlinge abschieben

Der israelische Ministerpräsident hat angekündigt, Zehntausende Flüchtlinge in Drittstaaten abzuschieben. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR äußerte sich „zutiefst besorgt“.

Israel will rund 40.000 afrikanische Flüchtlinge in Drittländer abschieben. Das kündigte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei einer Sitzung seiner Regierung an. Israel betrachtet die vor allem aus Eritrea und dem Sudan stammenden Flüchtlinge als illegale Einwanderer. Asylanträge werden nur in extrem seltenen Fällen gebilligt.

Der Großteil der Afrikaner war zwischen 2010 und 2012 illegal über die Grenze zu Ägypten nach Israel eingereist, zum Teil kamen mehr als 1.000 Menschen pro Monat ins Land. Nachdem Israel einen Zaun zum Nachbarland errichtet hatte, sei der Zustrom von Flüchtlingen praktisch auf null zurückgegangen, sagte Netanjahu. Rund 20.000 Migranten aus Afrika habe man bereits abgeschoben, so der Ministerpräsident. Nun werde Israel in einer dritten Phase der „intensivierten Abschiebung“ die verbliebenen „40.000 Eindringlinge ohne ihre Zustimmung abschieben“. Dies sei dank einer internationalen Vereinbarung möglich, sagte Netanjahu. Nach Medienberichten handelt es sich um eine Vereinbarung mit Ruanda und Uganda.

Umstrittene Gefängnisse für Asylsuchende

Der Umgang mit Flüchtlingen ist in Israel umstritten. Grundsätzlich kann der Staat Asylsuchende nicht einfach abschieben, da er an die Genfer Flüchtlingskonventionen gebunden ist. Viele Migranten leben in ärmlichen Vierteln im Süden Tel Avivs, es kommt immer wieder zu Spannungen mit israelischen Einwohnern. Außer dem Grenzzaun zu Ägypten errichtete die Regierung ab 2013 auch spezielle Gefängnisse für Asylsuchende. Die Einrichtungen in Saharonim und Holot in der Wüste Negev gelten offiziell als „offene Anstalten“, liegen aber so abgelegen, dass Freigänge kaum möglich waren.

Sollte der Abschiebungsplan umgesetzt werden, will Israel das Gefängnis in Holot in der Negev-Wüste binnen weniger Monate schließen. Einem entsprechenden Gesetzentwurf stimmte die israelische Regierung einstimmig zu, wie israelische Medien berichteten. Die Kosten für Holot belaufen sich laut dem Ministerium für öffentliche Sicherheit auf jährlich umgerechnet 62 Millionen Euro. In Holot festgehaltene Eritreer und Sudanesen sollen dann zwischen der Ausreise nach Ruanda und der Inhaftierung in einem regulären israelischen Gefängnis wählen können.

Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR äußerte sich „zutiefst besorgt“ über Israels Pläne und die Sicherheit der Abzuschiebenden. „Asylsuchende und Flüchtlinge aus Eritrea und dem Sudan müssen einer Abschiebung in afrikanische Länder zustimmen oder mit Haft in Israel rechnen“, hieß es in einer Stellungnahme. „Israel ist juristisch dazu verpflichtet, Flüchtlinge und andere Schutzsuchende zu beschützen“, sagte Volker Türk, ein hochrangiger Vertreter des UN-Flüchtlingshilfswerks.

Ende August hatte Israels Oberstes Gericht die unbegrenzte Inhaftierung von Asylsuchenden für verfassungswidrig erklärt. Afrikanische Asylsuchende dürften in Drittländer abgeschoben werden, im Fall einer Weigerung jedoch maximal 60 Tage festgehalten werden.

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Time am 25. November 2017

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1) http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-11/israel-benjamin-netanjahu-fluechtlinge-abschieben-asylpolitik

Bravo, Donald! (#7)

12. Oktober 2017

Der Lotse geht an Bord

Die UNESCO ist wie die meisten Organisationen der U-NO nurmehr ein Erfüllungsgehilfe des globalen Jihad. 2016 z.B. wurde eine Resolution verabschiedet, die Israel als „Besatzungsmacht“ bezeichnet und den Tempelberg in Jerusalem als „palästinensisches Kulturerbe“ (1).

Gut, dass Donald Trump jetzt mal wieder einen Schlussstrich zieht (2).

Und Israel legt nach! (3)

In offenkundigem Ärger darüber lassen die MSM Benjamin Netanjahu wie Gründgens Mephisto erscheinen.

Streit um Palästina

USA treten aus Unesco aus

Schon seit sechs Jahren zahlen die USA nicht mehr ihre Beiträge zur Unesco. Jetzt tritt das Land aus der UN-Kulturorganisation aus. Hintergrund ist ein Streit um die palästinensische Mitgliedschaft.

Die USA verlassen die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, kurz Unesco. Das teilte das US-Außenministerium mit. Der Schritt soll zum 31. Dezember wirksam werden.

Unesco-Generaldirektorin Irina Bokova bezeichnete den Schritt in einer ersten Reaktion als bedauerlich. Der Austritt sei für „die Familie der Vereinten Nationen“ und für den Multilateralismus ein Verlust, sagte die Bulgarin.

Zur Begründung erklärte das US-Außenministerium, die Unesco brauche eine grundlegende Reform und vertrete zunehmend antiisraelische Positionen. Als weiteren Grund nannte das State Department den Streit um die Mitgliedsbeiträge.

Schon vor sechs Jahren hatte die US-Regierung ihre Beiträge für die Unesco drastisch zusammengestrichen – um 80 Millionen Dollar pro Jahr, rund 22 Prozent des gesamten Haushalts der Organisation. Die Regierung des damaligen Präsidenten Barack Obama argumentierte, ein Gesetz aus den 1990er Jahren verbiete es den USA, UN-Behörden zu finanzieren, die Palästina als Staat anerkennen.

Schon unter Reagan traten die USA aus

Im Jahr 2011 wurde die Palästinensische Autonomiebehörde Mitglied in der Unesco. Im vergangenen Juli erklärte die Unesco die Altstadt von Hebron im Westjordanland zum Weltkulturerbe und bezeichnete die Stadt dabei als „islamisch“. Israel und die USA reagierten empört.

Aus Sicht der UN schulden die USA der Unesco mittlerweile mehr als 500 Millionen Dollar. Das Stimmrecht in der Unesco-Generalkonferenz, dem obersten Entscheidungsgremium der Organisation, haben die USA dadurch verloren.

Es ist nicht das erste Mal, dass die USA aus der Unesco austreten. Bereits 1984, unter Präsident Ronald Reagan, erklärte das Land den Ausstieg aus der Organisation, zu deren Gründern es einst gehörte. Damals, auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs, wurden Korruption und eine angebliche ideologische Nähe zur Sowjetunion als Gründe genannt. Erst unter Präsident George W. Bush traten die USA der Unesco im Jahr 2002 wieder bei.

Der Fachzeitschrift „Foreign Policy“ zufolge geht die Entscheidung auf US-Außenminister Rex Tillerson zurück. Er habe dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron schon vor einigen Wochen gesagt, dass Washington darüber nachdenke, die Unesco zu verlassen. Macron hatte damals versucht, die USA dazu zu bewegen, den französischen Kandidaten für das Amt des Unesco-Generaldirektors zu unterstützen.

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Time am 12. Oktober 2017
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1) http://www.bild.de/politik/ausland/israel/israel-unesco-48353818.bild.html
2) http://www.n-tv.de/politik/USA-treten-aus-Unesco-aus-article20080433.html
3) http://www.n-tv.de/politik/Israel-kuendigt-Austritt-aus-Unesco-an-article20080902.html

Ein zweites Israel

26. September 2017

Es wird einen kurdischen Staat geben.

Er wird frei und offen und gleichberechtigt und demokratisch sein.

Ich glaube daran!

Ich glaube an Jahwe, und ich glaube, dass Jahwe will, dass auch die Kurden einen unabhängigen Staat haben sollen.

Sie haben so lange darum gerungen!

Jahwe will, dass alle Menschen FREI sind, weil er alle LIEBT!

Jahwe ist der grenzenlose Gott, nicht ein beschränkter!

Fliegt! Fliegt! Fliegt!

Lesen Sie einen Aufsatz von Ulrich W. Sahm von „Audiatur“ (1).

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Israel und der künftige kurdische Staat

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat als einziger Staatschef die Volksbefragung unter den Kurden begrüßt.

Die palästinensische Autonomiebehörde hingegen äußerte Kritik an dem Bestreben der Kurden, ihr „Selbstbestimmungsrecht“ mit einem eigenen Staat zu verwirklichen. Denn die Palästinenser sind gegen ein Zerbrechen arabischer Staaten wie Irak und Syrien, auf deren Kosten der künftige kurdische Staat errichtet würde.

Israel verbindet mit den Kurden eine lange Geschichte

Das Bewusstsein, dass die Kurden ein separater Volksstamm sind mit eigener Kultur, Sprache und Herkunft, ist in Israel seit jeher präsent. Es gibt eine große Gemeinschaft kurdischer Juden in Israel. Sie kamen aus allen kurdischen Gebieten der Türkei, aus Syrien, Iran und Irak. Im Gefolge der marokkanischen Juden, die am Tag nach Pessach das beliebte Maimuna-Fest begehen mit leckeren Speisen und Gastfreundschaft, haben die Kurden ihr eigenes Volksfest mit viel Musik geschaffen, den Saharani. Kurdische kulinarische Spezialitäten wie Kubeh sind längst zu einer israelischen Nationalspeise geworden.

Etwa seit 1960 pflegt Israel diskrete Kontakte mit den Kurden im Norden des Irak, wo am Montag die Volksbefragung zur Schaffung eines eigenen Staates stattgefunden hat. Angeblich hat Israel Waffen und militärische Berater geschickt. Die offiziellen Stellen halten sich bedeckt.

In der Knesset herrscht seltene Einigkeit

Reporter in der Knesset haben dieser Tage festgestellt, dass es unter den Abgeordneten von extrem rechts bis links einen einhelligen Konsens zugunsten der Kurden gebe. Welche Folgen das für die Kurden selbst und dann auch für Israel haben wird, lässt sich nicht abschätzen. Diese klare israelische Haltung ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass sich Israel sogar in der Frage zum Völkermord an den Armeniern bis heute nicht geäußert hat, aus Rücksicht auf türkische Empfindlichkeiten.

Was bedeutet das für die Beziehung zu Ankara

Bis 2010 gab es sehr enge Beziehungen zwischen Ankara und Jerusalem, touristisch, militärisch und politisch. Doch mit den osmanischen Großmachtträumen des Recep Tayyip Erdogan zerbrachen diese Beziehungen fast völlig. Immerhin war die Türkei das erste und jahrelang einzige muslimische Land, das Israel diplomatisch anerkannt hatte. Andererseits gab es Gerüchte, wonach der Mossad dem türkischen Geheimdienst in Kenia geholfen habe, den kurdischen PKK-Chef Abdullah Öcalan zu fangen. In der Türkei wurde er 1999 zu lebenslänglicher Haft verurteilt, nachdem die Türkei die Todesstrafe abgeschafft hatte.

In der Türkei bekämpft

Bekanntlich führt die Türkei einen unerbittlichen Kampf gegen die sogenannten „Bergtürken“, also die Kurden. Dabei gab es neben schwerem Blutvergießen im Osten der Türkei auch immer wieder militärische Übergriffe auf die kurdischen Gebiete in Nordirak. In der ganzen Region hat es in den vergangenen Jahren gewaltige Kräfteverschiebungen gegeben, die letztlich auch Israel betreffen.

Kurden sitzen im Norden Syriens in geschlossenen Gebieten sowie im Irak, wo sie aktiv am Kampf gegen Daesch (IS oder ISIS) beteiligt sind. Die kurdischen Peschmerga-Kämpfer spielen beim Kampf gegen die Islamisten durchaus eine entscheidende Rolle.

Die Unterstützung ist nicht ungefährlich

Die Feindseligkeiten zwischen der Türkei und Israel, aber auch die Rolle Syriens, des Irak oder auch des Iran als Erzfeinde Israels dürften dazu geführt haben, dass die Israelis sich voll hinter die Kurden stellen und das zur öffentlichen Politik erklärt haben. “Israel unterstützt die legitimen Bemühungen des kurdischen Volkes, einen eigenen Staat zu erlangen”, verlautete aus dem Büro des israelischen Ministerpräsidenten in einer schriftlichen Mitteilung an die Auslandskorrespondenten. Der Irak, die Nachbarstaaten Türkei und Iran, aber auch die USA haben sich gegen das Referendum ausgesprochen. Sie sind sich da einig mit den Palästinensern, allerdings aus anderen Gründen: Es würde, so sagt man, den gemeinsamen Kampf gegen die Terrormiliz IS erschweren.

Mehrere Israelis leben und arbeiten im autonomen irakischen Kurdistan. Wegen der Volksbefragung halten sich dort sogar Journalisten auf. Der Iran nutzt das, um gegen die Kurden wegen ihrer engen Beziehungen zu Israel zu hetzen. „Kurdistan werde ein zweites Israel werden“, hieß es in Teheran, also ein von der Vernichtung bedrohter aussätziger Staat.

Angeblich hat die Türkei am Montag Verkehrsflugzeuge daran gehindert, nach Irbil im Irak zu fliegen. Das bedeutet, dass diese Kurdengebiete von der Außenwelt faktisch abgeschnitten waren, zumal die Türkei auch die Grenzübergänge auf den Landwegen geschlossen habe.

Der türkische Präsident Erdogan drohte, dass die einzige Erdöl Pipeline vom Norden des Irak zum Mittelmeer durch die Türkei verläuft. „Wir haben die Hand am Schalter und können jederzeit die Öllieferungen stoppen“, sagte Erdogan. Für die Kurden hätte das katastrophale Folgen, denn Erdöl ist ihre einzige Einnahmequelle. Gemäss israelischen Medienberichten werde darüber nachgedacht, ein Rohr quer durch den Norden Syriens bis zum Mittelmeer zu verlegen, um sich vom türkischen Druck zu befreien.

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Time am 26. September 2012

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1) http://www.audiatur-online.ch/2017/09/26/israel-und-der-kuenftige-kurdische-staat/

Was tun? (#13)

8. September 2017

Die „FAZ“ berichtet über einen angeblichen israelischen Angriff auf eine mutmaßliche Waffenschmiede in Syrien (1).

Obwohl Israel den Angriff nicht offiziell bestätigt hat, ist er für die latent judenfeindlichen Dimmis der „FAZ“ gegebene Sache, „mutmaßlich“ ist für sie nur der Status des Zieles als Waffenfabrik.

Davon abgesehen ist es natürlich für jeden ehrenvollen Menschen eine Selbstverständlichkeit, eine Handlung zu lobpreisen, die die Mordmöglichkeiten der Mohammedanisten verringert.

Danke Israel!

So geht Counterjihad!

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Israel greift mutmaßliche Chemiewaffen-Fabrik an

Israel soll eine syrische Fabrik zur Produktion von Chemiewaffen und Fassbomben angegriffen haben. Auf Seiten Syriens ist von zwei Toten die Rede.

Israelische Kampfflugzeuge haben laut syrischen Berichten in der Nacht zum Donnerstag eine Militäreinrichtung in Syrien angegriffen. Zwei Soldaten seien bei der Bombardierung der Basis getötet worden. Der Angriff nahe dem Ort Masjaf in der zentralsyrischen Provinz Hama habe einer Fabrik gegolten, „die Chemiewaffen und Fassbomben herstellte, die Tausende syrischer Zivilisten getötet haben“, schrieb der israelische Sicherheitsexperte Amos Jadlin am Donnerstag auf Twitter. Jadlin ist Leiter des Instituts für Nationale Sicherheitsstudien (INSS) in Tel Aviv und früherer Chef des israelischen Militärgeheimdienstes Aman. „Wenn die Attacke von Israel ausgeführt wurde, wäre es eine lobenswerte und moralische Aktion Israels gegen das Schlachten in Syrien“, schrieb Jadlin.

Israel äußert sich nicht offiziell zu entsprechenden Berichten. Es gibt keine amtliche Bestätigung aus Syrien dafür, dass eine Chemiewaffenfabrik getroffen wurde. Der Angriff soll aus dem libanesischen Luftraum erfolgt sein. In der Erklärung des syrischen Militärs hieß es, es handele sich um den „verzweifelten Versuch“, die Moral der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) nach den Siegen der syrischen Armee zu heben. Die Armeeführung warnte zugleich vor den Folgen der „Aggression“. Erst am Mittwoch hatten die Vereinten Nationen (UN) einen Bericht veröffentlicht, wonach die syrischen Streitkräfte in dem seit sechs Jahren andauernden Bürgerkrieg mehr als zwei Dutzend Mal Giftgas eingesetzt haben. So sollen die syrischen Truppen für den Angriff auf die Rebellenhochburg Chan Scheichun in der Provinz Idlib im April verantwortlich sein, bei dem über 80 Zivilisten durch das Nervengas getötet wurden.

Zudem soll ein benachbartes Raketenlager getroffen worden sein, in dem wiederholt Iraner und Milizionäre der libanesischen Terrororganisation Hizbullah gesichtet wurden. Die von Iran finanzierte und mit Waffen versorgte Hizbullah unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Truppen der Regierung unter Machthaber Baschar al-Assad. Entsprechende Berichte wollte eine Sprecherin der israelischen Streitkräfte nicht bestätigen; die Armee kommentiere ihre Operationen nicht.

Netanjahu warnt vor neuer Front im Norden gegen Israel

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte Iran Ende August vorgeworfen, der Gottesstaat wolle von Syrien und Libanon aus eine neue Front gegen Israel eröffnen. Teheran baue in den Israel feindlich gesinnten Nachbarländern Werke für präzisionsgelenkte Raketen, sagte er. Israel könne dies nicht akzeptieren. Netanjahu warf außerdem den Vereinten Nationen vor, nicht gegen Waffenlieferungen an die Hizbullah vorzugehen.

Bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in Sotschi warnte Netanjahu vor zwei Wochen, Iran strebe den Ausbau seiner Präsenz im Bürgerkriegsland Syrien an. Wie Russland unterstützt Teheran Assad. Israel hält sich weitgehend aus dem Konflikt im Nachbarland heraus, seine Luftwaffe hat jedoch laut Medienberichten mehrmals Waffentransporte an die Hizbullah angegriffen.

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Time am 8. September 2017

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/syrien-krieg-israel-greift-mutmassliche-chemiewaffen-fabrik-an-15187357.html

Sieg des Counterjihad: Al Jihad

7. August 2017

Einmal mehr zeigt sich die israelische Politik wegweisend.  Der katarische Hetzsender „Al Jazeera“ soll rausgeschmissen werden, wie u.a. die „Tagesschau“ berichtet (1).

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Maßnahmen gegen TV-Sender

Al Dschasira soll in Israel schweigen

In Zeiten des Terrors habe auch Meinungsfreiheit seine Grenzen – mit dieser Begründung hat Israels Regierung harte Schritte gegen den Sender Al Dschasira angekündigt. Das Büro in Jerusalem soll geschlossen und den Journalisten die Arbeitserlaubnis entzogen werden.

Schon lange ist der Nachrichtensender Al Dschasira der israelischen Regierung ein Dorn im Auge. Die Berichterstattung sei dem jüdischen Staat gegenüber feindlich eingestellt, hatte etwa Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu angeprangert.

Büro dicht und keine Übertragung mehr

Nun hat Israel angekündigt, vehement gegen den Sender vorzugehen, dessen Hauptsitz sich in Katar befindet. Wie der Kommunikationsminister Ajub Kara mitteilte, solle das Büro von Al Dschasira in Jerusalem geschlossen werden. Außerdem sollen den für den Sender in Israel tätigen Journalisten der Presseausweis und damit quasi auch die Arbeitserlaubnis entzogen werden. Kara habe seinen eigenen Worten zufolge auch bei Kabel- und Satellitenbetreibern beantragt, die Übertragung des Programms zu stoppen. Mithilfe von Gesetzesänderungen solle diese Forderung schneller durchgesetzt werden.

Erst kürzlich hatte Netanyahu neue Vorwürfe gegen Al Dschasira erhoben: Auf Facebook warf er den Journalisten vor, sie würden durch ihre Berichterstattung über die Ausschreitungen am Tempelberg weitere Gewalt schüren.

Es ist nicht das erste Mal, dass Israel scharfe Kritik an dem Sender äußert – die Vorwürfe reichten bis hin zur Unterstützung von Terrororganisationen. Eine Anschuldigung, die auch Kara wieder aufgriff: „Zuletzt haben fast alle Länder in unserer Region festgestellt, dass Al Dschasira Terrorismus und religiöse Radikalisierung unterstützt.“ Er bezeichnete Al Dschasira als „Werkzeug“ der Terrormilizen „Islamischer Staat“, Hisbollah und Hamas. „In Zeiten des Terrors ist die Sicherheit und Unversehrtheit der Bürger wichtiger als die Meinungsfreiheit“, hieß es vom Kommunikationsminister weiter. „Meinungsfreiheit bedeutet nicht Freiheit zur Hetze, auch die Demokratie hat ihre Grenzen.“

Sender schon in mehreren Ländern gesperrt

Der Sender äußerte sich bislang nicht direkt zu den angekündigten Schritten, berichtete darüber aber in seinen englisch- und arabischsprachigen Programmen.

Vor Israel hatten bereits mehrere Staaten Al Dschasira quasi verbannt. In Ägypten, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain ist der Sender gesperrt. In Jordanien und Saudi-Arabien wurden ebenfalls Büros des Senders geschlossen.

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Time am 7. August 2017

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1) http://www.tagesschau.de/ausland/israel-medien-dschasira-101.html

Faces of nazislam (#39)

22. Juli 2017

Dr. Ali Sina (1):

„Es gibt viele Wege zur Spiritualität. Islam bietet keinen einzigen. Alles, was Sie zu einem besseren Menschen macht, ist ein spiritueller Pfad. Je tiefer Sie jedoch in den Islam eintauchen, desto schwärzer wird Ihre Seele. Geboren, das Licht Gottes zu tragen, werden Sie dann böse, wenn Sie beginnen, Muhammad zu folgen. Ihre Gedanken werden dämonisch. Der Abscheu auf Ihre Mitmenschen erfüllt Ihr Herz und lässt keinen Platz mehr für Liebe. Sie werden zu einer Manifestation des Teufels. Sogar die Augen besonders frommer Muslime zeigen diese Bosheit. Erstaunlicherweise werden Menschen hässlich, wenn sie fromme Muslime werden. Ich weiß nicht, wie man das rational erklären kann, aber es ist eine beobachtbare Tatsache. Schauen Sie sich mal die Gesichter der Terroristen an. Das sind die allerfrömmsten Muslime. Oder schauen Sie sich die Gesichter von Führern muslimischer Parteien an. Es gibt etwas zutiefst Böses in ihren Augen. Islam ist ein antispirituelles Bekenntnis. Es macht Sie nicht zu einer besseren Person. Je weiter Sie ihm folgen, desto schlechter werden Sie. Es ist ein Bekenntnis, das aus Engeln Scheusale macht. Wenn ich an Satan glauben würde, würde ich sagen, dass der Islam seine Verschwörung ist, um diese Welt zu zerstören und jeden in die Hölle zu bringen.“

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Lissy Kaufmann berichtet für den „Tagesspiegel“ über die aktuellen Tempelbergkrawalle (2). Drei Tote werden in der Überschrift genannt. Es sind drei tote Palaraber, Nachkommen der arabischen Invasoren, die genauen Tathergänge sind unbekannt.

Gestern abend hat der 19-jährige Omar Al-Abed al-Jalil (s.o.) drei Juden abgeschlachtet (3). Der Tathergang ist sehr genau bekannt. Er ist der Schweinepresse keine Headline und keinen Artikel wert. Der „Tagesspiegel“ kann sich nicht einmal entscheiden, ob es zwei oder drei tote Juden sind. Immerhin erwähnt er, dass es der Pallieführer Abbas war, der zur Gewalt aufgerufen hat.

BNI hat natürlich bereits den Namen und ein Foto des Meuchelmörders (4), der in einem israelischen Gefängnis gesundgepflegt und dann mit Hilfe „israelkritischer“ NGOs freigekauft werden wird, um sein Leben lang als Held gefeiert zu werden.

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Drei Tote bei Tempelberg-Krawallen

Israel schränkt den Zugang zum Heiligtum stark ein. Es kommt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit drei Todesopfern – und Abbas friert die Beziehungen zu Israel ein.

Eine Anspannung wie an diesem Freitag hat Jerusalem schon lange nicht mehr erlebt: Mehr als 3000 israelische Polizisten sind im Einsatz. Und: Männern unter 50 Jahren wurde der Zutritt zum Tempelberg jetzt untersagt. Die erwarteten Krawalle blieben denn auch nicht aus. Muslime schmissen nördlich der Altstadt in Wadi Joz Flaschen und Steine auf Polizisten, die reagierten mit Blendgranaten. Medien berichteten, die Menge habe gerufen, dass sie die AlAksa-Moschee erlösen wolle, die Juden sollten vertrieben werden.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden drei Palästinenser getötet. Einer soll von einem jüdischen Siedler im Ostjerusalemer Stadtteil Ras al Amud getötet worden sein. Ein weiterer Palästinenser kam einem Medienbericht zufolge durch Schüsse ums Leben, zum dritten Fall gibt es bislang keine Details. Rund 400 weitere Palästinenser wurden bei den Auseinandersetzungen in Jerusalem und im Westjordanland verletzt. Mehrere Verletzte schwebten in Lebensgefahr, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Am Freitag hatte ein Angreifer zwei Israelis in einer jüdischen Siedlung im Westjordanland getötet. Der Angreifer sei in ein Haus in der Siedlung Neve Zuf nordwestlich von Ramallah eingedrungen und habe dort drei israelische Zivilisten erstochen, teilte die Armee am Abend mit. Angaben zur Identität des Täters machte die Armee nicht.

Wegen der verschärften Kontrollen fror die Palästinensische Autonomiebehörde die diplomatischen Beziehungen zu Israel am Freitagabend ein. Präsident Mahmud Abbas sagte, die Kontakte würden erst dann wieder aufgenommen, wenn Israel die Sicherheitsmaßnahmen aufhebe.

Die Wut der Muslime richtet sich gegen Metalldetektoren, die Israel nach einer Terrorattacke vergangenen Freitag auf dem Tempelberg vor den Eingängen aufgebaut hatte – aus Sicherheitsgründen. Bei dem Attentat waren zwei Polizisten ums Leben gekommen, drei Angreifer wurden getötet. Daraufhin blieb der Tempelberg bis Sonntag geschlossen. Seither sind nun Metalldetektoren aufgebaut, die die Betenden passieren müssen.

Die Muslime sehen darin allerdings eine Verletzung des Status quo und den Versuch Israels, den Muslimen den Tempelberg wegzunehmen. Schon in den Tagen zuvor weigerten sich Araber, die Detektoren zu passieren, und versammelten sich stattdessen zum Gebet am Löwentor, einem Eingang zur Altstadt. Dabei kam es immer wieder zu kleineren Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Die Metalldetektoren bleiben vorerst

Bis zuletzt war nicht klar, ob die Metalldetektoren stehen bleiben würden an diesem Freitag, dem religiös wichtigsten Wochentag für Muslime, an dem für gewöhnlich Zehntausende zum Gebet auf den Tempelberg kommen. Sogar der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet und die Armee appellierten an Premierminister Benjamin Netanjahu, die Lage nicht weiter eskalieren zu lassen. Präsident Reuven Rivlin telefonierte in der Angelegenheit sogar mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nahm bereits am späten Donnerstagabend Kontakt mit Trumps Nahostberater und Schwiegersohn Jared Kushner auf und bat ihn, Druck auf Israel auszuüben, die Metalldetektoren wieder verschwinden zu lassen. Die Situation sei ernst, sie könnte außer Kontrolle geraten. Dabei war es Abbas selbst, der den Mittwoch noch zu einem „Tag des Zorns“ ausrief und damit die aufgeheizte Stimmung weiter anschürte.

Die Metalldetektoren bleiben vorerst, so entschied es das israelische Sicherheitskabinett in der Nacht zum Freitag. Und die Muslime blieben dem Tempelberg fern, nur einige hundert kamen laut der Polizei auf das Heiligtum, der Rest breitete die kleinen Gebetsteppiche außerhalb der Altstadt auf und folgte dort dem Aufruf des Muezzins.

Der Tempelberg ist nicht zum ersten Mal Grund für Gewalt und Hass in Jerusalem. Als der damalige israelische Oppositionsführer Ariel Scharon im September 2000 mit Polizeischutz den Berg besuchte, war das der Funke, der die zweite Intifada mitentfachte, den blutigen Aufstand der Palästinenser. Und auch in den Jahren 2014 und 2015 kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, weil radikale jüdische Gruppen immer wieder versuchten, auf den Tempelberg zu gelangen, um dort zu beten.

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Time am 22. Juli 2017

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/11/28/ali-sina-uber-spiritualitat-3
2) http://www.tagesspiegel.de/politik/jerusalem-drei-tote-bei-tempelberg-krawallen/20092936.html
3) http://www.timesofisrael.com/three-hurt-one-critically-in-suspected-stabbing-attack-in-west-bank/
4) http://www.barenakedislam.com/2017/07/21/sabbath-massacre-in-israel-19-year-old-muslim-terrorist-stabs-three-israelis-to-death-seriously-injures-another/