Posts Tagged ‘Christian Wulff’

Kein stolzer Adler

25. April 2018

Lesen Sie einen Beitrag von Thilo Sarrazin von „Achgut“ (1).

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Seehofer fängt mit dem Scheitern an

Seit dem 14. März ist Horst Seehofer Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat. Das Innenministerium war mit 11 Abteilungen und diversen Stäben schon vorher unübersichtlich gewesen.

Mit seinen Zuständigkeiten für die Bundespolizei, die Innere Sicherheit, Einwanderung und Asyl verwaltet es alle jene explosiven Themen, die in den letzten Jahren im Mittelpunkt der Politik standen. Der vormalige Innenminister Thomas de Maiziére wirkte bei seiner Leitung häufig überfordert. Das lag auch daran, dass er offenbar immer wieder schwankte zwischen den Aufgaben seines Amtes und der Loyalität zur Bundeskanzlerin, die ihren abenteuerlichen Kurs in der Einwanderungs- und Asylpolitik gegen den eigenen Innenminister durchsetzte.

Angela Merkel hat de Maiziére für seine Selbstentäußerung nicht belohnt. Im Koalitionspoker um die Verteilung der Ministerien musste er Horst Seehofer weichen. Der hatte als bayerischer Ministerpräsident seit 2015 verschiedentlich den Aufstand gegen die Einwanderungspolitik der Bundeskanzlerin geprobt, aber nach starken Worten niemals Taten folgen lassen. Die bayerischen Wähler bestraften ihn im September 2017 bei der Bundestagswahl für seine Unentschlossenheit: Die CSU sank von 49,3 auf 38.3% der Wählerstimmen, und die AfD holte 12,4%.

Seehofers Fall, Söders Glückfall

Damit war Horst Seehofers Schicksal als bayerischer Ministerpräsident besiegelt. Er musste Markus Söder weichen. Jetzt hat er als Bundesinnenminister sein letztes großes öffentliches Amt angetreten. In Berlin ist er nun in Angela Merkels neuer Regierung für all jene Themen zuständig, wegen denen er seit 2015 mit der Bundeskanzlerin ständig überkreuz lag: Einwanderung, Asyl, Grenzschutz, Innere Sicherheit, Terrorismus, Islam.

Für Horst Seehofer wurde das Innenministerium noch weiter aufgeblasen, indem man es erweiterte um die Zuständigkeiten des ehemaligen Bauministeriums sowie eine neue Zuständigkeit für „Heimat“, die erst noch mit Leben gefüllt werden muss. Sage und schreibe fünf beamtete Staatssekretäre unterstützen den Minister, dazu kommen drei parlamentarische Staatssekretäre.

Rätselhaft ist mir, einem langjährigen erfahrenen Ministerialbeamten, wie das noch vernünftig koordiniert werden kann. Anfang der achtziger Jahre hatte ich unter zwei Ministern das Ministerbüro im Bundesfinanzministerium geleitet. In unserem riesigen Ministerium gab es neun Abteilungen, zwei beamtete und zwei parlamentarische Staatssekretäre. Ich saß regelmäßig bis in die Nachtstunden, damit der Minister den Überblick behalten und den Kopf für das Wesentliche frei halten konnte.

Auch der Sinn einer solchen Zusammenballung von Zuständigkeiten in einem Ministerium erschließt sich nicht. Das Ganze wirkt wie der Versuch einer Nebenregierung im Innenministerium und ist das genaue Gegenteil von Fokussierung.

Das steht an

Dabei könnte es so einfach sein. Horst Seehofer ist nun als Innenminister für alle jene Themen zuständig, die in den letzten Jahren zwischen ihm und Angela Merkel streitig waren. Wenn er seine Arbeit richtig macht, dürfen wir bald konkrete Vorschläge zu folgenden Themen erwarten:

Wirksame Beschleunigung der Asylverfahren

Zügige und vollständige Abschiebung der abgelehnten Asylbewerber

Versorgung und Betreuung von Kriegsflüchtlingen nahe der Heimat

Wirksamer Schutz der deutschen und europäischen Grenzen gegen illegale Einwanderung

Beschränkung der Einwanderung auf eindeutige Fälle politischen Asyls und auf qualifizierte Arbeitskräfte, derer kultureller Hintergrund zu Europa passt.

Beschränkung des Familiennachzugs auf anerkannte Asylbewerber

Verhinderung von Betrug und Sozialmissbrauch durch illegale Einwanderer

Vollständige Erfassung von und wirksamer Schutz vor islamistischen Gefährdern

Angebote für bessere Integration und Sanktionen für jene, die sich nicht integrieren und der europäischen Kultur und Lebensart ablehnend gegenüber stehen.

Um auf diesen Gebieten Erfolg zu haben, müsste Horst Seehofer energiegeladen, extrem fokussiert und bereit zum persönlichen Risiko sein, denn das Kanzleramt und das SPD-geführte Justizministerium werden ihm Steine in den Weg legen, wo es nur geht, und für Gesetzesänderungen braucht man sowieso die Stimmen aller drei Koalitionspartner im Bundestag.

Alle Geräusche des neuen Innenministers in den Medien werden sich je länger umso hohler anhören, je mehr Zeit ohne wirkliche Taten und Erfolge verstreicht.

Seinen ersten großen Aufschlag in den Medien machte der neue Innenminister mit der Äußerung, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört – eine Feststellung, die ungefähr so intelligent und weiterführend ist wie die gegenteilige Feststellung des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff im Jahr 2010, dass der Islam zu Deutschland gehört.

Unordnung als Ausweg

Die Vermischung von Norm und Wirklichkeit kann immer nur zu geistiger Unordnung führen. Richtig ist, dass in Deutschland einige Millionen Muslime leben. Richtig ist auch, dass die Art, wie viele Muslime sich von der Kultur der europäischen Aufnahmeländer abgrenzen und diese ablehnen, zu gesellschaftlichen Spannungen führt. Dafür sorgen auch unterdurchschnittliche Bildungsbereitschaft, überdurchschnittliche Kriminalität und die Bekleidungsvorschriften für das weibliche Geschlecht mitsamt seiner Unterdrückung.

Horst Seehofer sollte Vorschläge machen, wie man solche Integrationsdefizite beheben kann, und er sollte seine undurchdachte Obergrenzenpolitik überprüfen. Die Wirtschaftsflüchtlinge und Asylbewerber, die nach Deutschland kommen, sind weit überwiegend Muslime, so dass sich das Problem, das Horst Seehofer zu bekämpfen vorgibt, durch seine Einwanderungspolitik ständig verschärft.

Angela Merkel wird alles tun, damit Horst Seehofer im Innenministerium über die eigenen Füße stolpert. Sie will ihn in seiner Ohnmacht vorführen. Für die einen wird er dann lächerlich wirken – als kläffender Hofhund, der seine Kette nicht abschütteln kann. Für die anderen wird er eine tragische Figur sein – als gefesselter Prometheus. Gescheitert wäre er in beiden Rollen. Als stolzer Adler, der über den Niederungen kreist, wird er jedenfalls nicht in die Geschichte eingehen, wenn er als Bundesinnenminister so weitermacht.

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Time am 25. April 2018

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1) http://www.achgut.com/artikel/seehofer_faengt_mit_dem_scheitern_an

Scharia = Leidkultur

5. Mai 2017

52,5 Prozent der Deutschen sind für die Formulierung und Durchsetzung einer deutschen Leitkultur, wie „FAZ.NET“ berichtet (1).

Ein enorm großer Anteil der Deutschen, nämlich ein Viertel, ist dagegen, ebenso wie ihr Mastermind Aiman „eigentlich verfassungstreu – aber irgendwie auch wieder nicht“ Mazyek (2), und der korrupte Verräter Wulff ist im Grunde der Ansicht, dass auch die Scharia – ebenso wie Kloran (3), Sira (4) und Hadithe (5) – Teil der deutschen Leitkultur sein müssen.

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Mehrheit hält deutsche Leitkultur für notwendig

Die Forderung von Innenminister de Maizière nach einer deutschen Leitkultur stößt auf Zustimmung in der Bevölkerung. Aus Sicht des früheren Bundespräsidenten Wulff gehört zur Leitkultur auch die Ausübung des muslimischen Glaubens.

Jeder zweite Deutsche ist einer Umfrage zufolge von der Notwendigkeit einer Leitkultur überzeugt. In einer Insa-Umfrage für das Magazin „Focus“ stimmten 52,5 Prozent der 1000 Befragten der Aussage zu, dass Deutschland eine Leitkultur brauche. Jeder Vierte (25,3 Prozent) sprach sich dagegen aus. Als wichtigste Elemente einer deutschen Leitkultur nannten die Befragten die deutsche Sprache, das Bekenntnis zum Grundgesetz, die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie die Ablehnung radikaler, der demokratischen Grundordnung widersprechender Positionen.

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hatte am Wochenende einen Zehn-Punkte-Katalog für eine deutsche Leitkultur veröffentlicht. Darin beschreibt er unter anderem Religion als „Kitt und nicht Keil der Gesellschaft“. Weiter heißt es unter anderem, Deutschland sei eine offene Gesellschaft: „Wir zeigen unser Gesicht. Wir sind nicht Burka.“

„Es muss nicht jeder einen Chistbaum aufstellen“

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) sagte mit Blick auf die Debatte der „Passauer Neuen Presse“: „Es muss nicht jeder einen Christbaum aufstellen. Aber verstehen und akzeptieren, dass der Jahresrhythmus bei uns von christlichen Feiertagen geprägt ist, das darf man schon verlangen.“ Er fügte hinzu: „Genauso wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Wer so nicht leben will, der wird bei uns nicht heimisch werden.“ Zugleich sagte Schmidt, aus seiner Sicht könne die doppelte Staatsbürgerschaft ein Integrationshindernis sein. Deshalb forderte der CSU-Politiker, „dass der Doppelpass wieder zur Ausnahme werden muss und nicht die Regel sein darf“.

Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff sprach sich für eine „freiheitlich-demokratische Leitkultur“ in Deutschland aus. Diese dürfe aber nicht die große Weltoffenheit gefährden und müsse auch die freie Religionsausübung für die Muslime sichern, schrieb Wulff in einem Gastbeitrag für den „Focus“. „Unser großes Ansehen in aller Welt und unseren wirtschaftlichen Erfolg verdanken wir in Deutschland vor allem auch unserer großen Weltoffenheit“, schreibt Wulff. Offene Grenzen in der EU und die Beseitigung von Handelsbarrieren seien dabei ebenso zentral wie die Offenheit „gegenüber anfangs Fremden und Fremdem“. Zuwanderung habe das Land „positiv verändert“.

Klar sei aber auch, so Wulff, dass die Akzeptanz der „Grundpfeiler unserer Nation“ umso wichtiger würden, „je mehr multikulturelles, multiethnisches und multireligiöses Zusammenleben in Deutschland zur Realität wird“. Diese Grundpfeiler fänden ihren Ausdruck im Grundgesetz, also in der Verfassung, in deren Kern Menschenwürde und daraus abgeleitete Grundrechte und -freiheiten stünden: „Das ist unsere freiheitlich-demokratische Leitkultur, unsere innere Heimat.“ Teil dieser Leitkultur sei aber auch, dass „die in Deutschland lebenden etwa vier Millionen Menschen muslimischen Glaubens ihren Glauben frei ausüben dürfen“, ergänzte der ehemalige Bundespräsident: „Mit ihrer Religion gehören sie zu unserem Land.“

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Time am 5. Mai 2017

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/foruc-umfrage-zeigt-mehrheit-haelt-leitkultur-fuer-notwendig-15001054.html
2) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/zentralrat-der-muslime-leitkulturdebatte-nicht-an-aeusserlichkeiten-festmachen-15001750.html
3) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/der-kloran1-ein-boses-buch-fur-bose-buben/
4) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/22/sira-1-einfuhrung-und-massenmord/
5) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/hadithe-1-einleitung/

Süperdimmi

14. Juni 2014

Wulffffffff

Christian Wulff hat noch einmal in aller Unbescheidenheit wissen lassen (1), dass er „auch heute der Richtige in dem Amt“ wäre.

Auch hat er zur Kenntnis gegeben, dass ein wesentlicher Grund für die erzwungene Demission in seiner „Haltung zum Islam“ zu sehen sei.

So möchte er sich einerseits zum kompetenten Helden und andererseits an die Adresse der (zahlkräftigen) Mohammedanisten gerichtet zum standhaften Vertreter ihrer Interessen, ja zum Märtyrer („… ganz unten“)  stilisieren.

Es wäre nun doch schon sehr vermessen, wenn er meinen würde, er könne bei seinen Landleuten punkten, indem er sie an ausländische Mächte verrät. Seine Landsleute sind ihm aber völlig egal. Dies zeigt die Struktur seiner Argumentation. Jeder Normalbürger erkennt doch sogleich, dass Wulff sich nicht mehr als jeder andere deutsche Elitepolitiker an die Mohammedanisten anbiedert. Und wenn er „die Medien“ verantwortlich macht, kann das im counterjihadischen Lager auch nur ein müdes Lächeln hervorrufen, weil es sich Tag für Tag mit den den Orks liebedienenden MSM auseinandersetzt.

Nein, die Äußerungen des ehemaligen höchsten Repräsentanten Deutschlands sind für die Mohammedanisten bestimmt, denen er sagt: „Ich bin nach wie vor EUER Mann“.

Die kluge Bettina hat das schnell durchschaut…

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Time am 14. Juni 2014
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1) http://www.sueddeutsche.de/politik/buch-des-ex-bundespraesidenten-wulff-prangert-bild-und-andere-medien-an-1.1994396

Niemals Teil Deutschlands

25. Dezember 2011

Der Norden Nigerias wird von Mohammedanisten dominiert. Das reicht ihnen nicht. Sie wollen ganz Nigeria und in langfristiger Perspektive die ganze Welt. Gestern haben sie an mehreren Orten in Nigeria Bombenanschläge gegen Kirchen verübt und Dutzende von Christen abgeschlachtet (1). Man kann mit Mazyek und Idris sagen, der Mohammedanismus sei in Nigeria angekommen, oder man kann mit den Worten unseres Noch-Bundespräsidenten sagen, er sei ein Teil Nigerias. Die Christen werden es allerdings bald nicht mehr sein.

N-TV schätzt den dubiosen Dimmi Wulff sehr und berichtet unter der Überschrift „Wulff soll bleiben“ von einer Emnid-Umfrage (2), laut derer die Mehrheit der Deutschen noch Vertrauen zu ihm hat. Nun, die Mehrheit besteht aus 51% der Befragten, wohingegen er 48% gegen sich hat, eine recht knappe Mehrheit.

FAZ.net hat auch eine Umfrage gestartet, sie steht ganz oben auf der Webseite (3), und Sie sollten daran teilnehmen. Um 18:00 Uhr sah das Ergebnis dort sehr anders aus als das von N-TV: 29% für ihn, 15% mit starken Vorbehalten und 56% mit ganz eindeutiger Rücktrittsforderung.

Im letztgenannten Kontingent befindet sich auch meine Stimme,  aber nicht hauptsächlich, weil ich dem Staatsoberhaupt Korruption vorwerfe, sondern weil sein Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ m.E. ein furchtbar dummer und demagogischer Satz ist, den man gleichsetzen kann mit dem Satz „Faschismus, Kannibalismus und Kindesmissbrauch gehören zu Deutschland“. Ich schließe mich den Worten meines Freundes Tangsir an, der schrieb: „Der Muslim-Präsident Christian Wulff muss abtreten“ (4).

Der Mohammedanismus aber darf niemals auch nur ein winziger Teil meines geliebten Heimatlandes werden!

Niemals!

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Time am 25. Dezember 2011

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1) http://www.n-tv.de/politik/Islamisten-attackieren-Kirche-article5078536.html
2) http://www.n-tv.de/politik/Wulff-soll-bleiben-article5076246.html
3) http://www.faz.net/uebersichten/alle-umfragen/
4) http://tangsir2569.wordpress.com/2011/12/19/der-muslim-prasident-christian-wulff-muss-abtreten/

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Update 26. 12. 2011, 21:00 Uhr: 34.316 Stimmen FAZ-Umfrage, Prozentsätze unverändert: Go Wulffie, go! 

Russland geht es schon viel schlechter

8. November 2010

Egal, in welche Pelze sich die Orks gewanden, auch in einem „Russland“-T-Shirt ist ein Mohammedanist immer ein Feind Russlands, ein Staatsfeind also und ein Feind aller Nicht-Mohammedanisten – oder aber er landet auf ewig im Höllenfeuer. Dies behauptet der Kloran.

Kerstin Holm berichtet in der heutigen FAZ von der sehr unguten Entwicklung in Russland.

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Fleißig, kinderlieb und nur ganz selten blau

(Ich gehe davon aus, dass die Headlines der Berichte nicht von ihren Autoren selbst verfasst werden, sondern von der Chefredaktion. Die Headline des FAZ-Artikels enthält das Attribut „kinderlieb“, welches den Orks angedichtet wird. Kinderliebe aber kommt im ganzen Artikel allein in eben der Headline vor. Die Chefredaktion kolportiert hier den ebenso billigen wie falschen Allgemeinplatz, die Orks wären kinderlieb. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Es ist nicht kinderlieb, Mädchen im Alter von neun Jahren legal zu verheiraten wie im Iran. Es ist ist nicht kinderlieb sondern extrem frauenfeindlich und zudem umweltschädigend, seine Gattin zehnmal zu schwängern. Mohammedanistische Pädagogik ist zutiefst grausame Pädagogik – unabhängig von Einkommen und Bildung sind harte und häufige Züchtigungen allgemein verbreitet und die Regel. Und die riesigen Gruppen aus Teilnehmern aller Altersgruppen, die am Wochenende um die qualmenden Grille lungern? Die Jugendlichen unter ihnen würden gerne ihre Zeit mit Sinnvollerem verbringen, aber Teilnahme ist Klan-Pflicht. T.)

Russland setzt auf einen staatstreuen Islam, um seinem Volk wieder moralische Prinzipien und Bereitschaft zu Opfer und Verzicht einzuimpfen. Doch die Realität sieht anders aus.

Die Ergebnisse der Volkszählung, die Ende Oktober in Russland stattfand, werden erst in drei Jahren ganz zugänglich sein, und die Gretchenfrage nach der Religion blieb in den Fragebögen ungestellt. Die Gesellschaft soll nicht zu genau wissen, wie schnell sie schrumpft und wie sich das Zahlenverhältnis zwischen latent oder aktiv christlichen Russen und Muslimen verschiebt. Die Machthaber kultivieren das Bild vom harmonischen Konzert traditioneller Christen, Muslime, Juden und Buddhisten, wobei die Moskauer Patriarchatskirche, die Ersteren vertritt, klar den Ton angibt und eine ideologische Führungsrolle spielen soll.

Das Moskauer Patriarchat betrachtet indes den staatstreuen Islam als Hauptverbündeten bei seinem Vorhaben, dem zynisch gewordenen russischen Staatsvolk wieder moralische Grundsätze und Bereitschaft zu Opfer und Verzicht einzuimpfen. „In Fragen der Ethik stimmen wir mit den Muslimen völlig überein“, sagt der Priester Alexander Wasjutin, der im Außenamt des Patriarchats für den interkonfessionellen Dialog zuständig ist, „nur glauben wir, im Unterschied zu ihnen, an Christus.“

(Dieser verheerende Irrtum hat historisch gesehen stets nur den Orks entscheidende Vorteile verschafft. Christliche Berufstheologen meinen den Berufstheologen anderer Religionen näher zu stehen als ihren eigenen Mitbürgern, die sie für verlorene Schafe halten. Dies wirft ein bezeichnendes Licht auf das christliche Berufs- und Beamtentheologentum. Es ist evident, dass die „Stärkung des Christentums“ allein – gemeint ist von den Kirchenfunktionären die Erhöhung ihrer eigenen Bedeutung – sich eher gegen den Counterjihad richten würde. Notwendig ist also vielmehr die Stärkung eines Christentums, welches den Mohammedanismus als ultimativen Gegenentwurf erkannt hat und alle Mühe für seine Eliminierung aufbringt. T.)

Der abgeklärte russische Islam (… ist ein Fantasieprodukt, T.), der von Russen selbst („Von Russen“? Von welchen Russen? Von wie vielen Russen? T.) wie auch westlichen Politikern (Welchen? T.) als europäisch (!!! T.) und zukunftsweisend (!!! T.) gepriesen wird, wurzelt in den tatarischen und baschkirischen Gebieten um Kasan, Ufa und Orenburg (Wie man später sehen wird, ist dieser sogenannte „russische Islam“ nur ein unbedeutender Teil des Mohammedanismus in Russland, der tatsächlich das Land mit Schrecken überzieht. „Das Haus brennt? Ach, weckt mich bitte nicht, ich träume grad so schön.“ T.). Er ist historisch geprägt von der nationalistischen Reformbewegung des Dschadidismus (Die Fachfrau spricht, T.) im neunzehnten Jahrhundert. Angestoßen von muslimischen Wissenschaftlern, die im Ausland gearbeitet hatten und wollten, dass ihre Heimat den Entwicklungsrückstand gegenüber dem Westen aufholt, verlangten damals tatarische und baschkirische Gelehrte von ihren Landsleuten, sich zu bilden und selbständig den Koran zu studieren (Sich bilden und den Kloran studieren? Ein Widerspruch in sich. T.). Sogar (Uiiuiiuii, T.) die muslimische Geschichte sollten sie kritisch (Uiiuiiuiiuiiuiiuiiuiiuiiuii, T.) erforschen, was der Koran ja (Dieses „ja“ will meinen, Frau Holm spräche hier als echte Insiderin. T.) nicht verbietet (Der Kloran steht am Anfang der mohammedanistischen Schlachtspur, die sie ihre „Geschichte“ nennen. Für Klo H. Metzel war jedenfalls klar, dass nach ihm nur alles schlechter werden würde, s. Buhari XXVI/5, Recl. S. 279). T.).

Heute ist das Zentrum des zivilisierten Islams (Noch so ein Widerspruch in sich, T.) in Russland die Universitätsstadt Kasan, achthundert Kilometer östlich von Moskau. In der dortigen Kremlfestung symbolisieren die altehrwürdige Kathedrale und die daneben (Es ist überall auf der Welt dasselbe: Kirchen ziehen die Orks an wie das Licht die Nachtfalter. T.) mit Geldern aus der gesamten islamischen Welt (und mutmaßlich 99,9% aus Saudi-Arabien, T.) erbaute neue Glitzermoschee das friedliche Miteinander der Religionen. Die Tataren, die in ihrer Hauptstadt gut die Hälfte der Bevölkerung ausmachen (mit deutlich steigender Tendenz), gelten als fleißig, familienverbunden und im russischen Vergleich weniger zu Alkoholmissbrauch und Gewalt (s. Beslan, T.) neigend. Die alljährliche Gedenkdemonstration für die bei der moskowitischen Eroberung durch Zar Iwan den Schrecklichen gefallenen Krieger vor 458 Jahren am 15. Oktober verlief wie üblich ohne Zwischenfälle.

Hier treten nicht wenige Russen (Wieviele sind „nicht wenige“? 10? 20? 123? T.), vom moralischen Verfall (Tja, moralischer Verfall aller Orten. Bloß nicht bei den Kindervergewaltigern, Tierf*ckern und Frauenversklavern – da ist weit und breit kein moralischer Verfall festzustellen.T.) vieler Landsleute frustriert, zum Islam über. Tatarische Imame empfehlen ihren Glauben als segensreich für ganz Russland – und auch für Europa, wobei die Islamisierung des Kontinents unbedingt friedlich erfolgen soll.

Nach Russland, zumal in seine Städte, ziehen außerdem muslimische Migranten aus den ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens, die Häuser bauen, Straßen reparieren, Höfe fegen, Gräber ausheben. Die Tadschiken, Kirgisen, Usbeken, ohne die das Land nicht funktionieren könnte (Die von ihnen verrichteten Arbeiten hält Frau Holm offenbar für derartig anspruchsvoll, dass sie nur von Orks verrichtet werden können. Oder geht es den Russen derzeit so wahnsinnig gut, dass sie es nicht nötig haben, für Geld zu arbeiten? T.), werden als fleißig (!!! T.) und relativ wenig alkoholgefährdet (Jajaja, T.) geschätzt (Relativ zu den Iwans ist allerdings jede andere Volksgruppe der Welt „wenig alkoholgefährdet“, T.).

Den muslimischen Bevölkerungsanteil Moskaus schätzt man auf gut zwei Millionen, die zu je einem Drittel aus Mittelasien, Aserbaidschan und dem Nordkaukasus, also aus Tschetschenien, Inguschien und Dagestan, stammen. Das entspricht etwa einem Fünftel der Moskauer. Ihnen stehen in der Hauptstadt aber nur vier Moscheen zur Verfügung (Vier Eingänge zur Hölle sind genug! T.), also eine auf eine halbe Million Menschen. Zu wichtigen Festen wie dem Ende des Fastenmonats, Urasa-Bayram, der im September begangen wurde, strömen bei der Hauptmoschee an der Wypolsowgasse Zehntausende Gläubige zusammen. Mangels Platz im Innern lassen sie sich dann auf den umliegenden Straßen zum Gebet nieder und legen den Verkehr lahm.

Neubaupläne treffen bei den Moskauern auf Widerstand. Die Bewohner der Vorstadt Tekstilschtschiki kämpfen gegen den Beschluss der Behörden, auf ihrem Parkgelände (Was ist schon so ein Park… T.) eine Moschee zu errichten (Wie würde sich wohl Frau Holm verhalten, wenn Christian Wulff ihr Wohnzimmer verstaatlichen würde, um dort einen mohammedanistischen Gebetsraum zu eröffnen? T.). Blogs wettern gegen das Hammelschlachten zu Urasa-Bayram auf offener Straße (Ja ist das denn keine Selbstverständlichkeit, derartige grausame, öffentliche Perversionen zu unterbinden? T.) und warnen, die russische Hauptstadt könne sich in ein „Moskwabad“ verwandeln.

Eine Wortführerin dieser Skepsis („Skepsis“? Es liegt eine wissenbasierte, fundamentale Ablehnung vor. T.) ist die radikale russische Islamkritikerin Jelena Tschudinowa, die in ihrem Roman „Die Moschee der Notre Dame von Paris“ die antiutopische Vision eines islamisierten Europas ausgemalt hat (1). Frau Tschudinowa fordert, muslimische Einwanderer dürften nur in so kleinen Gruppen ins Land gelassen werden, dass sie gar nicht anders könnten, als sich zu assimilieren. Denn europäische Menschen seien viel atomisierter als die klanorientierten Muslime. Weshalb bei einem freien Wettbewerb der Kulturen jene stets im Nachteil wären. Heute billige Arbeitskräfte würden die Gemeinschaft morgen teuer zu stehen kommen, sagt die kämpferische Christin: Spätestens deren Nachkommen dürften vor allem den Steuerzahler belasten und mit islamistischen Terroristen sympathisieren (Da hat sich sich offenbar mit statistischem Material aus Deutschland vertraut gemacht, T.).

Russlands Schicksalsregion (Ach, nicht doch, wenn das noch lange so weitergeht, werden die Russen die Geduld verlieren und aus der „Schicksalsregion“ einen schönen geräumigen Parkplatz machen. T.), in der tatsächlich Milliarden verschwinden und der islamistische Terror blüht, ist der Nordkaukasus. Fast täglich werden in Dagestan und Inguschien Anschläge verübt, vor allem auf die wegen ihrer Käuflichkeit verhassten Milizionäre und Richter. Gotteskrieger (wenn schon dann sind diese Perversen ALLAkrieger, T.) morden aber auch in den benachbarten südrussischen Landkreisen Stawropol und Astrachan, weshalb viele Russen von dort wegziehen wollen. Das muslimische, aber moskautreue Unterdrückungsregime des tschetschenischen Republikchefs Ramsan Kadyrow wird mit gewaltigen Zuschüssen aus dem russischen Staatshaushalt alimentiert. Kadyrow spielt sich als Regionalherrscher auf. In seiner Republik wurden mehrfach Menschenrechtler umgebracht. Die Anschläge islamistischer Oppositioneller („Islamistische Oppositionelle“, diese Terminologie führt die sadistischen Killer an die parlamentarische Terminologie heran. Aber das sind keine „Oppositionellen“, das sind geisteskranke Mörder, ZOMBIES. T.) reißen nicht ab.

Im Kaukasus ist die Korruption doppelt so verbreitet wie im Rest von Russland (Das will wirklich etwas heißen, hähähä. T.). Investiert aber wird auch unter Alexander Chloponin, dem eigens dafür neu eingesetzten Präsidentenvertreter für die Region, so gut wie nichts. Bezeichnend, dass der Kulturkanal des Staatsfernsehens im täglichen Wetterbericht für alle Landesteile stellvertretend für den Nordkaukasus nur den Kurort Mineralnyje wody (Mineralwasser) nennt. An die sprudelnde Problemquelle in der Region erinnert man so selten wie nur möglich.

Obwohl im Nordkaukasus theoretisch das russische Recht gilt, werden Erb- und Familienstreitigkeiten vom Kadi gemäß der Scharia beigelegt. Spirituosen, die theoretisch frühmorgens verkauft werden dürften, sind de facto gar nicht erhältlich, weil die Händler fürchten müssen, dann von der Gemeinde geschnitten oder gar überfallen zu werden. In Tschetscheniens öffentlichen Gebäuden, beispielsweise an der Universität, herrscht Kopftuchzwang, und mittlerweile ist auch die Ganzverschleierung keine Seltenheit mehr. Frauen, die sich „unislamisch“ zurechtmachen, müssen zumindest damit rechnen, angepöbelt oder aus Farbpistolen beschossen zu werden.

Tschetscheniens Oberhaupt Kadyrow hat bereits mitgeteilt, die Scharia sei für ihn verbindlicher als russische Gesetze. Doch auch der Moskauer Publizist Orchan Dschemal plädiert dafür, in mehrheitlich muslimisch bevölkerten Regionen Russlands islamisches Recht einzuführen (Grund genug, in für einige Jahre aus dem Verkehr zu ziehen, anstatt ihn seine gemeingefährlichen und menschverachtenden Reden schwingen zu lassen. Millionen aufrechte und anständige Bürger sind in Russlands Weiten verloren gegangen bzw. massakriert worden, jetzt bitte nicht so zaghaft mit diesen Scheusalen. T.). Als Jelena Tschudinowa jetzt bei einer Debatte mit Dschemal bekannte, sie sei entschieden dagegen, Frauen steinigen oder Dieben die Hände abhacken zu lassen, bezichtigte ihr Gesprächspartner sie der Sympathie für die Sünde: Frau Tschudinowa wolle offenbar Dieben und Ehebrecherinnen die verdienten Strafen ersparen.

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Time am 8. November 2010

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1) http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E2EAC005B302548C2AA3BBD6BBE9D1541~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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PS.: Der 700. redaktionelle Beitrag in diesem Blog, ich grüße Sie alle, cheers!

Leserbrief-Counterjihad (#6)

12. Oktober 2010

In der gestrigen FAZ ging der Leserbrief-Counterjihad weiter. Dr. Frank-Bertolt Raith wies darauf hin, dass bei aller derzeitigen Beschwörung des jüdisch-christlichen Fundaments unserer Zivilisation nicht vergessen werden dürfe, dass eine wesentliche Entwicklungsleistung grade in der Emanzipation von religiöser Ordnung bestanden habe.

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Die Verkennung unserer Wurzeln

Vielen Dank für den vollständigen Abdruck der Rede des Bundespräsidenten. Wulffs Präsidentschaft endet intellektuell, bevor sie überhaupt begonnen hat. Dabei zeigt die breite Zustimmung des politischen Establishments wieder einmal, wie sehr sich die Elite unseres Landes bereits in eine abgehobene Parallelgesellschaft versponnen hat. Symptomatisch ist die zentrale Stelle der Rede über das Fundament unseres Staates: Das scheinbar fortschrittliche Bekenntnis zu religiöser Öffnung als Antwort auf die faktisch bestehende Einwanderungsgesellschaft erweist sich als Rolle rückwärts. Nicht die Anbiederung an den Islam ist bedenklich, sondern die Verkennung unserer kulturellen Wurzeln.

Prägend für unsere abendländische Kultur ist doch gerade die Emanzipation von bevormundender, nicht zuletzt religiöser Ordnung – als Freiheit, „unerhörte“ Dinge zu denken, zu sagen und zu tun. Dabei ist geschichtlich nicht nur an die kirchliche Unterdrückung der Frau, der Wissenschaften, der Kunst, des freien Gedankens, und so weiter zu erinnern, sondern auch an die vielen, die an der Stigmatisierung durch überhebliche Moralapostel litten und immer noch leiden.

Als Ausdruck individueller Entfaltung genießt Religion dabei sicherlich einen gewissen Schutz. Deren Werte jedoch auf Christentum oder Judentum zurückzuführen greift zu kurz. Das Bekenntnis zu unserem freiheitlichen Wertefundament ist vielmehr von alteingesessenen Glaubensgemeinschaften ebenso einzufordern wie von neu zugewanderten. Deshalb verlassen Kleriker, die aus Kirchenraison Angriffe auf „Schutzbefohlene“ in eigener Regie zu behandeln suchen, das Wertefundament unseres Staates ebenso wie muslimische Familien, die ihren Kindern eine freie Persönlichkeitsentwicklung verwehren wollen.

Aufgrund seiner gegenüber Institutionen jeglicher Couleur unkritischen Grundhaltung will sich auch Wulffs Begriff von Freiheit im Fortgang der Rede nicht wirklich entfalten. Freiheit erscheint in der Rede fast als ein Konsumangebot, das (wie Sozialleistungen) von den staatlichen Institutionen sorgsam zu bewahren und bei Bedarf den Bürgern zu gewähren ist. Freiheit, wie schon Kant wusste, erfordert jedoch Mut. Freies Handeln ist keinem Konsens verpflichtet, setzt, anders als Wulff suggeriert, keine Einordnung in einen gemeinsamen Weg voraus. Freiheit muss sich vielmehr im Austragen von Konflikten bewähren – gerade auch gegen die Vorgaben „behütender“ Institutionen wie Familie, Kirche oder Staat. Statt der Kraft zum Konsens müssen wir vielleicht eher die Bereitschaft zum Dissens neu lernen – Veränderungen zulassen, auch wenn man selbst dagegen ist. Schließlich darf die Freiheit nur eingeschränkt sein, wo sie die Freiheit anderer einzuschränken droht. Der Ausgleich ist dabei immer neu zu finden in zivilen Verfahren, die nur durch ihre Transparenz Legitimität stiften können. Auch die staatlichen Organe jedoch müssen Freiheit immer wieder lernen.

Nicht zuletzt daran wäre an einem 3. Oktober zu erinnern gewesen.

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Professor Dr. Fritz Fricke ging hart mit Mustafa Wulff ins Gericht.

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Schönfärberei und Verniedlichung

Multikulti mutiert bei Wulff zu: „Ein freiheitliches Land wie unseres – es lebt von Vielfalt“ und „Das Land muss Verschiedenheit aushalten“. In der Rede haben wir wieder mal eine wortreiche Schönfärberei und Verniedlichung für ein umbenanntes, von unserer Politik fabriziertes Debakel. Er nennt zu Recht gut gelungene Integrationsbeispiele, die ich aus meiner Umgebung ebenfalls mit großem Respekt anerkenne, aber die verbliebenen unendlich vielen gravierenden Probleme an der Basis, die kaum in absehbarer Zeit lösbar sind, werden nur kurz gestreift, zumal Christian Wulff damit vor Ort vermutlich nie konfrontiert war. Auf diese Weise blind, kann man dann natürlich sagen: „Lassen wir uns nicht in eine falsche Konfrontation treiben.“

Folglich lassen sich mit der Aussage „Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“ wohl noch ein paar mehr islamische Gottesstadtteilstaaten in Deutschland erwarten? Dort werden selbstverständlich unsere höchsten staatlichen Gesetze respektiert – gehandelt wird jedoch nach der Scharia. Eigene Erfahrungsbeispiele kann ich benennen. Ich möchte von unserem Bundespräsidenten keine schönen Illusionen hören, sondern realistische Problemlösungen dafür erfahren oder andererseits aus objektiven (nicht politisch gefärbten) Analysen entnehmen können, dass sich Deutschland nicht selbst abschafft. Ob es unserem Bundespräsidenten und unseren Politikern passt oder nicht passt, die Messlatten sind gesetzt.

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In der heutigen FAZ berichtet Holger Arppe von einem Moscheebesuch in Rostock.

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Eine Lehrstunde in der Moschee

Während der Bundespräsident am 3. Oktober seine vielleicht gutgemeinte Rede zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen hielt, waren mein Lebenspartner und ich unmittelbar nach dem Erntedankgottesdienst unserer evangelischen Kirche beim „Tag der offenen Moschee“ in den Räumen der Rostocker muslimischen Gemeinde. Dort hielt der Imam einen Vortrag und beantwortete Besucherfragen. So erfuhren wir, dass der Islam die einzige Wahrheit auf der Welt ist, die alle Menschen besser anerkennen sollten. Homosexualität bezeichnete der Imam als Todsünde, die mit dem Islam unvereinbar sei. Schwule in muslimischen Staaten müssten dann eben in Länder auswandern, in denen ihr Treiben legal sei. Da wir in unserer Gemeinde einen jungen Mann aus Pakistan haben, der vom Islam zum Christentum konvertierte und seitdem um sein Leben fürchtet, fragte ich den muslimischen Geistlichen nach dem Umgang des Islam mit Abtrünnigen. Diese betitelte er sofort als Verräter und informierte uns darüber, dass innerhalb seiner Religion momentan kontrovers diskutiert werde, ob man solche Abtrünnigen töten solle oder nicht. Nach Steinigungen und Ehrenmorden gefragt, bedauerte der Mann, dass zu viele Muslime das Recht in ihre eigenen Hände nähmen, obwohl laut Scharia nur autorisierte Henker andere Menschen hinrichten dürften.

Nach diesen Informationen verweigere ich mich der Behauptung, dass der Islam ein Teil unserer deutschen Kultur sei und irgendetwas mit den Werten unserer Nation und Europas zu tun habe. Als Christ bin ich entsetzt darüber, dass der Bundespräsident meine Religion und das Judentum mit dem Islam auf eine Stufe stellt.

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Sie fühlen sich so stark, dass sie nicht mal Takija machen. Wird Zeit, dass sich das ändert.

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Time am 12. Oktober 2010

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Unverzügliches Briefing erforderlich

11. Oktober 2010

Das ist neu: Ein Bundespräsident,
der unsere Nationalhymne demonstrativ nicht mitsingt.

In der heutigen FAZ macht sich Jasper von Altenbockum Gedanken über Erdogan und sein rot-grünes Unterstützerpack.

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3:0

Der Besuch des türkischen Ministerpräsidenten in Deutschland hat Horst Seehofer unfreiwillig recht gegeben. Offenbar beruht es tatsächlich auf dem Kulturkreis, aus dem jemand kommt, ob er integrationsfreudig ist oder nicht. Wer wie Erdogan im Namen des Türkentums Assimilation wiederholt unter den Verdacht stellt, das Ergebnis unmenschlichen Zwangs – wie er sagt: verletzter Menschenrechte – zu sein, redet auch über Integration nur unter Vorbehalten. Denn auch Integration geschieht nicht nur freiwillig, die deutsche Politik findet sich gerade damit ab, dass es ganz ohne Druck offenbar nicht geht. Das Ergebnis kann, muss aber nicht in der Assimilierung enden, wie überhaupt das soziologische Einmaleins unserer Gesellschaft auf täglicher Integration und Assimilierung beruht. Was passiert, wenn nicht, zeigt ein Blick nach Stuttgart. Hier wie dort ist es das links- und grünpopulistische Bedürfnis, sich als Vollstrecker der einzig wahren Volksseele aufzuschwingen, das einen Ausgleich von Interessen unmöglich macht. Fehlte nur noch, dass wir uns über das 3:0 gegen die Türkei nicht freuen dürfen.

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In der gestrigen FAZ hatte Eckart Lohse einen Vergleich zwischen the Fuhrergan und unserem Noch-Bundespräsidenten angestellt, der furios endete.

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Die Islamfreunde

Bundespräsident Wulff und der türkische Regierungschef
Erdogan kämpfen für Muslime

Wenige Tage nachdem Bundespräsident Christian Wulff seine von vielen mit Spannung erwartete, von den meisten mit weit weniger Spannung verfolgte und inzwischen schon reichlich zerpflückte Rede zum zwanzigsten Jahrestag der Wiedervereinigung gehalten hatte, ist der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan nach Berlin gekommen. Eines Fußballspiels, also keiner großen Sache wegen, aber immerhin. Erstens spielte am Freitag die deutsche gegen die türkische Nationalmannschaft. Zweitens ging es um die Qualifikation für die Europameisterschaft (an der die Türkei trotz des geographisch gesehen nur kleinen europäischen Teils ihres Staatsgebiets selbstverständlich teilnimmt). Drittens spielt der Fußball in der deutschen wie der türkischen Gesellschaft eine große Rolle. Für manchen ist er wichtiger als sein Glaube oder auch nur seine Religionszugehörigkeit.

Doch der Fußball ist das geringere Problem im Zusammenwirken der Türken und der Deutschen. Da ist denn doch die Religionszugehörigkeit oder der Glaube wichtiger. Vor diesem Hintergrund war es schon ein interessanter Zeitpunkt, zu dem Erdogan nach Deutschland kam. Kurz zuvor, am vorigen Sonntag, hatte Bundespräsident Wulff schließlich die Sätze gesagt: „Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.“

Wenn schon die SPD in der Person von Deutschlands berühmtestem Bezirksbürgermeister, dem Berlin-Neuköllner Heinz Buschkowsky, der Ansicht ist, das entspreche nicht der deutschen Geschichte, und die kritischen Stimmen in der CDU, noch mehr in der CSU immer lauter werden, so muss doch allemal Erdogan die Verneigung Wulffs vor dem Islam verstehen als eine späte Antwort auf seine, Erdogans, Worte vom Februar 2008. Damals war er ebenfalls in Deutschland zu Gast und hielt eine Rede in Köln, die großes Aufsehen erregte. Erdogan richtete sich an die in Deutschland lebenden Türken, also die mit Abstand größte muslimische Gruppe im Land. Ihnen rief er damals zu, Assimilation sei ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.

Schwerer kann ein Vorwurf kaum wiegen. Wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ hat Deutschland in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts auf dem Balkan gar einen Krieg geführt. Nun spricht manches dafür, dass Erdogan seine Landsleute mit diesen Worten nicht auffordern wollte, jede Bemühung um Integration in die Gesellschaft, die sie nährt, zu beenden. Er warb sogar dafür, sie sollten die deutsche Sprache erlernen. Vermutlich waren seine harten Worte als Aufforderung an seine Zuhörer gedacht, nicht zu vergessen, dass sie türkische Wurzeln haben und also die Interessen der Türkei auch in Deutschland nicht aus den Augen verlieren dürften. Vor allem war das auf die in Deutschland so umstrittene Vollmitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union gerichtet. Doch andererseits ist es unstrittig, dass Formulierungen wie „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ all diejenigen in Deutschland lebenden Türken, die ohnehin nichts von Integration und Anpassung halten, ermuntern müssen, bei ihrer Renitenz zu bleiben.

Auch Christian Wulff hat nicht explizit die Bedeutung des Islams für Deutschland und seine Gesellschaft auf eine Stufe mit der des Christentums gestellt. Aber seine Äußerungen waren, wie schon so oft in seiner kurzen Zeit als Bundespräsident, mindestens missverständlich. Da seine Rede zum 3. Oktober gründlich vorbereitet war, darf man unterstellen, dass er ganz bewusst keine deutliche Abstufung zwischen Christentum und Islam vorgenommen hat.

Erdogan und Wulff sind, was ihre Persönlichkeiten und ihre politischen Inhalte angeht, geradezu Sinnbilder des Umgangs mit dem Islam durch viele Türken und viele Deutsche. Der 1954 als Sohn armer Zuwanderer aus Rize am Schwarzen Meer in Istanbul geborene Erdogan wurde in einem ärmlichen Viertel der dröhnenden Millionenmetropole groß. Er ist eine strenggläubige Kämpfernatur und hatte vor allem in seiner Jugend auch ein kämpferisches Verhältnis zum Islam. Mit 18 trat er der rechtsgerichteten islamischen Nationalen Heilspartei (MSP) bei. Nach dem Militärputsch 1980 wurde sie verboten mit dem Argument, ihr islamischer Fundamentalismus verstoße gegen den laizistischen Charakter der türkischen Verfassung.

Doch das war nur das erste Tal in der an Tiefen und Höhen reichen politischen Laufbahn Erdogans. Stets zeichnete sein politisches Engagement ein mindestens sehr selbstbewusstes, oft auch aggressives Eintreten für die Durchsetzung islamischer Werte in der auf ihren Laizismus bedachten Türkei aus. Als er 1994 Bürgermeister von Istanbul wurde, kündigte er die Einführung eigener Badestrände für Frauen und geschlechtergetrennter Schulbusse an. Immer legt er großen Wert darauf, dass seine Frau in der Öffentlichkeit mit Kopftuch auftritt. Als er in einer Rede einige Verse des türkischen Dichters Ziya Gökalp („Die Minarette sind unsere Bajonette, die Moscheen sind unsere Kasernen“) zitierte, brachte ihn das sogar für einige Monate ins Gefängnis. Aus diesem entlassen, mäßigte er seinen Ton und distanzierte sich sogar vom Begriff des „politischen Islams“. Religionsausübung sei eine persönliche Angelegenheit, sagte er fortan. Gemessen daran, dass in der Türkei auch der Laizismus bisweilen militante Züge hat, schon weil das Militär über ihn wacht, ist Erdogans Eintreten für den Islam in seinem eigenen Land anders zu beurteilen als in Deutschland. Erdogan wurde immer beliebter, je mehr er und seine AKP auch für gemäßigt islamische Schichten wählbar wurden, und er kämpfte sich so ganz nach oben. Als Ministerpräsident ist er der starke Mann der Türkei.

(„europenews“, 1: „Wer in der Türkei als politischer Journalist arbeitet, lebt gefährlich. Die Zahl inhaftierter und von der Justiz verfolgter Berichterstatter ist in den letzten Jahren der AKP- Regierung dramatisch gestiegen. Derzeit sitzen 40 bis 48 Journalisten hinter Gittern, gegen 700 weitere liefen in jüngerer Zeit Ermittlungen, berichtete die türkische Presse diese Woche.“ T.)

Christian Wulff, 1959 geboren, trat in einem ähnlichen Alter wie Erdogan ebenfalls einer konfessionell geprägten Partei, der Christlich Demokratischen Union, bei. Mit 19 war er schon Bundesvorsitzender der Schüler-Union, hatte also einen der für diese Altersklasse höchsten Funktionärsposten. Es gibt jedoch keine Belege dafür, dass das „C“ im Namen der Partei, mit der er groß wurde, für ihn auch nur annähernd die Bedeutung hat, die der Islam für Erdogan besitzt. Christian Wulff kämpfte sich durch eine nicht gerade leichte Kindheit und brachte im Lauf seiner Karriere als Berufspolitiker anschließend die Geduld auf, dreimal Anlauf zu nehmen, bis er Ministerpräsident von Niedersachsen wurde. Mehrfach beteuerte er in Interviews, mehr wolle er nicht, das Amt des Bundeskanzlers traue er sich gar nicht zu. Über das des Bundespräsidenten hat er erst öffentlich geredet, als er es überraschend wurde.

Erst in jüngerer Zeit kristallisiert sich für eine breitere Öffentlichkeit heraus, welches er zu seinem Thema auserkoren hat. Das geschah noch in der Endphase seiner Zeit als Ministerpräsident. Als erster deutscher Regierungschef berief er eine Muslimin als Ministerin in seine Landesregierung. Das wurde als großer Coup gefeiert. Der nächste Schritt war die Antrittsrede als Bundespräsident, in der er die Buntheit Deutschlands zu seinem Ziel erklärte. Schließlich jetzt, am 3. Oktober, abermals eine Verneigung vor den Muslimen, deren weniger integrationswilliger Teil das als Bestätigung empfinden kann, sich nicht mehr allzu sehr anstrengen zu müssen, weil man ja schließlich schon angekommen ist. Wulff, der Christ, kämpft für den Islam. Ganz so wie Erdogan.

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Es ist offensichtlich, dass Herr Wulff unverzüglich eindringlich gebrieft und auf Kurs gebracht werden muss, bevor er unserem Land, dem Amt und der CDU weiteren Schaden zufügen kann.

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Time am 11. Oktober 2010

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1) http://europenews.dk/de/node/36273

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PS:

Nachlese Wulff

Die FAZ vom Sonnabend (9. 10.) hatte drei Zeitungen zum Thema Wulff zitiert.

Der Berliner „Tagesspiegel“ träumte den Traum vom Euroislam:

„Die wirtschaftlichen und menschlichen Verflechtungen zwischen Deutschen und Türken sind in den vergangenen Jahrzehnten so stark gewachsen, dass deutsche Innenpolitik die Türkei berührt und umgekehrt… Die engen Beziehungen, das türkische Europa-Streben und die Tatsache, dass die Türken und Deutsch-Türken die größte muslimische Minderheit in der Bundesrepublik stellen, eröffnen eine einzigartige Chance. Deutsche und Türken können dazu beitragen, dass ein demokratieverträglicher Islam in Europa ankommt.“

Der „Münchner Merkur“ stellte die Mohammedanisten als potentielle Wähler heraus:

„Vier Millionen in Deutschland lebende Muslime wollen auch als (potentielle) Wähler umarmt sein. Die noble Ihr-gehört-dazu-Geste des Bundespräsidenten Wulff den Migranten gegenüber hat bei Grünen und SPD deshalb keineswegs nur Glücksgefühle ausgelöst. Immerhin ist Wulff im Nebenberuf auch CDU-Politiker, und die Kanzlerin lässt nichts unversucht, ihre Partei auch für Zuwanderer wählbar zu machen. Mit ihrer Forderung nach staatlicher Anerkennung des Islam haben Grüne und SPD den Überbietungs-Wettkampf aufgenommen. Nur: Rot-Grün wird kaum Gruppierungen unter den besonderen Schutz des deutschen Staates stellen wollen, die Frauen unterdrücken und Steinigungen befürworten.“

Die „Kieler Nachrichten“ sahen klar:

„Das Gerede von der Willkommenskultur ist inhaltsleeres Gesäusel. Man muss nicht jeden gleich umarmen, der einem fremd ist. Es wäre schon viel gewonnen, wenn man sich gegenseitig verstünde. Sind die Muslime bei uns bereit, die Trennung von Staat und Religion anzuerkennen, für die Gleichberechtigung der Frau einzutreten, sich nicht nur für Moscheen in Deutschland, sondern auch für christliche Kirchen in der Türkei einzusetzen, das Christentum als gleichrangige Religion neben dem Islam zu akzeptieren? Wenn ja, dann sind Muslime bei uns herzlich willkommen. Wenn nicht, dann gehören sie nicht zu Deutschland.“

Leserbrief-Counterjihad (#5)

9. Oktober 2010

Das Recht, sich zum Atheismus zu bekennen, wird jedem autochthonen Europäer problemlos zugestanden. In Deutschland bekennt sich etwa ein Drittel der Bevölkerung als Atheisten, zwei Drittel bezeichnen sich als Christen. Dieses selbstverständliche Recht gestehen unsere politischen und medialen Eliten eingewanderten Orientalen und ihren Nachkommen grundsätzlich nicht zu. Egal ob Atheist, Alevit, Bahai oder sonstwas, die Orientalen werden als homogene Masse wahrgenommen und zum Mohammedanismus verdammt. Wurde je eine Umfrage gemacht, wieviele von den Orientalen sich überhaupt zum Mohammedanismus bekennen? Ich könnte mir denken, dass die Mehrheit ihm feindschaftlich gegenübersteht. Aber diese Leute werden nicht gefragt. Stattdessen sucht man sich die machtgierigsten Vertreter dieses Irrglaubens als Gesprächspartner, die eine verschwindend geringe Minderheit unter den Orientalen bilden aber dessen ungeachtet zu ihren Vertretern ernannt werden. Das ist eine Schande und wird nichts Gutes hervorbringen. Der Gemeinplatz „Orientale = Mohammedanist“ ist falsch. Er muss bekämpft werden. Die gestrige FAZ (1):

„Dem gegenüber hatte der Linke-Politiker Wolf gesagt, die deutsche ‚Leitkultur‘ bestehe nur aus zweierlei: Demokratie und Menschenrechte. Wenn man sage ‚Der Islam gehört nicht zur Leitkultur‘, dann sage man den Einwanderern: ‚Ihr gehört nicht zu uns.'“

Das ist kompletter Unsinn und, wenn ich mich nicht täusche, auch ein Verrat am Kommunismus, welcher Atheismus predigt. Niemand ist als Mohammedanist geboren, niemand ist verpflichtet, sich als solcher zu bezeichnen und diese Gewaltideologie auszuüben. Im Gegenteil, die sich dazu bekennen, sollten wir ausschließen, die aber zu uns wollen, sollten sich dagegen bekennen und unseren Schutz erhalten. Deutsche sind nicht zwangsläufig Christen oder Anhänger von Wolfs SED, warum also sollten Orientalen zwangsläufig Mohammedanisten sein und durch die Bekämpfung des Nazislam, die sie wie z.B. Tangsir vielmehr begrüßen, ausgeschlossen werden?

Dass die Worte unseres Bundespräsidenten, der sich ja bereits mehrfach durch promohammedanistisches Verhalten hervorgetan hat, nicht nur Unsinn sondern auch gefährlicher Unsinn sind, stellten drei Professoren in Leserbriefen in der gestrigen FAZ dar, die ich im Folgenden bringen werde. Vorher jedoch lesen Sie einen Brief seines Anhängers Stephan Müller-Iwers, der sich für „DIE“ Christen hält und die letzte Dekade offenbar komplett im Winterschlaf verbracht hat:

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Die Weisheit der Christen

Zu „Die dritte Kultur“ (2): Der Kommentar Berthold Kohlers zeigt seine konservative bis rechte Grundhaltung. Als Angehöriger einer der christlichen Kirchen, die immerhin laut Zeitungsmeldung sechzig Prozent der deutschen Bevölkerung ausmachen, fühle ich mich besser repräsentiert von Herrn Wulff in seiner Geste den Muslimen gegenüber als von der F.A.Z., die seit Wochen Herrn Sarrazin in ihren Zeilen hält. Die Weisheit besteht doch wohl darin, das Versöhnende zu finden, gewissermaßen auf einer höheren Ebene. Diese Weisheit würde ich mir auch in den Zeilen mancher Journalisten mehr wünschen.

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Ich möchte noch kurz eine Anmerkung zum Amt des Bundespräsidenten einschieben: Nicht ohne Grund ist hier ein Mindestalter von 40 Jahren zur Ausübung des Amtes festgelegt (3). Wie man an Herrn Wulff leider sieht, reicht diese Altershürde nicht. Überhaupt ist darüberhinaus zu fragen, warum wir Deutschen uns eigentlich einen zumindest in meinen Augen völlig überflüssigen Grüßaugust leisten. Wozu brauchen freie Bürger so einen Zeremonienmeister? Für allerlei läppische „Grundsatzreden“, Patzer und Peinlichkeiten? Es ist doch lächerlich, wenn einer hier auf the Queen macht, so ein Format hat doch keiner von uns, und warum auch? Ich finde das Amt in hohem Maße grundsätzlich überflüssig, geldverschwenderisch und unserer Gesellschaft unangemessen. Insofern fühle ich mich dem Amt aber auch insbesondere dem Nazislamistenfreund Wulff nicht im gleichen Maße loyal verbunden wie anderen Amtsinhabern unseres Landes. Aber das ist allerdings OT, und das Wort hat jetzt zunächst Professor Dr. Peter P. Baron:

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Ein um sich greifender Vertrauensschwund

Der Bundespräsident hatte vor seiner Rede am 3. Oktober in Bremen wahrscheinlich nicht zwei Tage zuvor den treffenden Leitartikel von Klaus-Dieter Frankenberger zum „Vertrauensschwund“ (4) unter uns Deutschen gegenüber unseren Politikern gelesen. Hier wird uns das aktuelle Befinden unserer Bevölkerung nachvollziehbar vor Augen geführt. Vertrauen mag der Bundespräsident mit seiner Rede bei der muslimischen Bevölkerung beflügelt haben. Für den Rest blieb nicht viel übrig. Es war eben eine politische Rede, unter dem selbstverordneten Diktat der Political Correctness. Aber ist es wirklich ein Gebot auch für einen sich politisch gebenden Bundespräsidenten, uns am Tag der Deutschen Einheit zu sagen: „Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“? Das wissen wir doch. Es ist bedauerlich, dass selbst das Staatsoberhaupt der „wachsenden Verachtung“ (Frankenberger) der Bevölkerung gegenüber dem „Berliner Betrieb“ nichts Signifikantes entgegenzusetzen vermag oder die Notwendigkeit, solches zu tun, gar nicht wahrnimmt.

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Auch Professor Helmut Kurek geht auf Kohlers Artikel (s.o.) ein und fordert, dass sich Mohammedanismus wie die christlichen Kirchen der säkularen Verfassung unterwerfen müssen.

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Aus gutem Grund in Frage gestellt

Berthold Kohler hat in seinem Kommentar zur Äußerung des Bundespräsidenten, der Islam gehöre inzwischen auch zu Deutschland, die zentrale Frage gestellt und mit ihr das entscheidende Problem angesprochen: „Was aber wird sein, wenn die dritte, nunmehr von höchster Stelle anerkannte Religion in Deutschland fordert, nun müssten auch ihre Werte geachtet werden, und zwar von allen?“ Aus gutem Grund hat die abendländische Kultur den Absolutheitsanspruch der Religion(en) in Frage gestellt und ihre auf nicht prüfbare Annahmen und Glaubenssätze gründende (weltliche) Macht und ihre gesamtgesellschaftliche Verbindlichkeit gebrochen, ohne die Religionsfreiheit einzuschränken oder sie in theologischen Fragen anzugreifen. Die säkularen Gesellschaften haben indes dem machtvollen Eingriff der Religion in das individuelle Leben klare Schranken gesetzt und die Kritik an deren Absolutheitsanspruch ausdrücklich zugelassen und als Ausdruck der Freiheit von Meinung und Kunst selbst die Satire. Die Vertreter der nun hinzukommenden Religion werden diesen Tatbestand akzeptieren müssen, will diese Gesellschaft einen wesentlichen Teil ihres Selbstverständnisses nicht einer Religion mit (in ihrer stringenten Ausprägung) totalitärem Impetus opfern. Wie jedem das Recht zusteht, zum Beispiel den Papst und die katholische Kirche oder irgendeine andere Religion nicht zu achten, was ja nicht heißt, einen Kreuzzug gegen sie zu führen, muss dies auch gegenüber dem Islam Gültigkeit besitzen.

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Professor em. Dr. Karl-Heinz Kuhlmann ist es indessen, der, ebenfalls auf Kohler Bezug nehmend, eine glasklare, counterjihadische Pointierung zur Kenntnis gibt:

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Was Berthold Kohler noch einigermaßen freundlich, im Kern jedoch entlarvend über die Rede des Bundespräsidenten sagt, sollte die erst nach Sarrazins Buch von der politischen Klasse wahrgenommene Mehrheit des autochthonen deutschen Volkes dazu bewegen, sich noch entschiedener gegen die Etablierung und Anerkennung des Islam zu wehren. Was geht da eigentlich im Kopf von Politikern vor, die sich doch sonst immer auf das christliche und humanistische Fundament dieses Staates berufen? Wissen sie denn gar nichts vom totalen Machtanspruch des Islam und von der Wirklichkeit der Zustände beziehungsweise Lebensbedingungen von Nichtmuslimen in islamischen Ländern? Diese Religion ist nun einmal nicht mit dem Grundgesetz vereinbar, es sei denn, ihre Vertreter erklärten öffentlich – und das nicht nur in Deutschland -, dass wesentliche Aussagen des Korans wie zum Beispiel über den minderen Rang der Frauen (Sure 4,34), über das Erbrecht (Sure 4,11 f. und Sure 176) sowie über die Blutrache (Sure 2, 178 f.) nur noch historisch zu verstehen sind und keine normative Kraft mehr besitzen. Der Islam in seiner geltenden Form darf nie unsere dritte Kultur sein.

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Time am 9. Oktober 2010

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1) http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E7C9EE38C18874079B461F7840A7A1E58~ATpl~Ecommon~Scontent.html
2) http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E101117AA3BA7448490AB8D010774186A~ATpl~Ecommon~Scontent.html
3) http://de.wikipedia.org/wiki/Bundespräsident_(Deutschland)#Kandidatenauswahl
4) http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E0860D1DC33334F5C92B69382BF231D31~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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Lesen Sie auch
Marco Seliger aus Afghanistan aktuell: http://www.faz.net/s/Rub0CCA23BC3D3C4C78914F85BED3B53F3C/Doc~EA33642C5460A449BB7C750D7AA4119A0~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Wehler über Sarrazin1: http://www.faz.net/s/Rub546D91F15D9A404286667CCD54ACA9BA/Doc~EF6E54E0275CD4FA5860F181736BCBFB7~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Wehler über Sarrazin2: http://www.faz.net/s/Rub546D91F15D9A404286667CCD54ACA9BA/Doc~EC087682BB10E45779C2DCCF4FDD555A7~ATpl~Ecommon~Scontent.html

 

Özkan-Watch, Number 4

10. Mai 2010

Während die sozialistischen Netzwerke in der ehemaligen „DDR“ bei uns zu Recht abschätzig „Seilschaften“ genannt wurden, handelt es sich bei eben jenen im Fall der deutschen Mohammedanisten um „Talentschuppen“.

Interessant ist auch, dass die Bezeichnungen „türkischstämmige Deutsche“ und „Deutsche mit Migrationshintergrund“ scheinbar nunmehr Synonyma geworden sind, die entweder aus rein stilistischen Gründen abwechselnd gebraucht werden mögen oder aber im Wechsel bei gleichgesetzter Bedeutung die Aussage transportieren: Die türkischstämmigen, mohammedanistischen Immigranten sind die einzigen, die zählen.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist übrigens auch die sehr moderne Vokabel „Migranten“, die Ein- und Auswanderer zusammenzieht, verallgemeinert (sprich verschleiert) und jenes vermeidet auszusprechen, um was es geht, nämlich um die Einwanderer, die „Immigranten“ (ein Begriff, der, wie die Geschichte lehrt, im Fall der Mohammedanisten tatsächlich synonym gebraucht werden kann mit dem Begriff „Invasoren“).

Lesen Sie jetzt einen Bericht von Rüdiger Soldt aus der heutigen FAZ über ein weitverzweigtes türkisch-mohammedanistisches Netzwerk in Deutschland.

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Ein Schuppen für Talente

Förderung für Abgeordnete mit Migrationshintergrund

Der 19. April 2010 war für das „Netzwerk türkischstämmiger Mandatsträgerinnen“ ein ganz besonderer Tag: An diesem Tag gab Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) bekannt, dass er die Juristin Aygül Özkan zur Ministerin für Soziales und Integration in Niedersachsen machen werde. Frau Özkan ist Mitglied des „Netzwerks“, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Zahl türkischstämmiger Mandatsträger in Gemeinderäten, Landtagen und im Bundestag zu erhöhen und Einwanderer besser zu repräsentieren. „In gewisser Weise haben wir zu ihrem Aufstieg einen Beitrag geleistet“, sagt Ergun Can, Sprecher des „Netzwerks“ und selbst Mandatsträger für die SPD im Stuttgarter Gemeinderat.

Zur weiteren Professionalisierung der Arbeit eröffnete das schon 2004 mit Hilfe der Körber-Stiftung gegründete „Netzwerk“ im Stuttgarter Europahaus nun ein Büro. Der Erfahrungsaustausch der Abgeordneten mit Migrationserfahrung soll noch intensiver werden, politisch positionieren will sich die Organisation aber auch künftig nur zu Fragen der Integrationspolitik. Mittlerweile sind achtzig Mandatsträger Mitglied der Organisation, sechzig davon stammen aus Kommunalparlamenten. „Unsere Aufgabe ist es, vor allem die Strukturen der Parteien für potentielle Mandatsträger zu öffnen und als Lobbyisten bei Bundes-, Landes- und Kommunalpolitikern dafür zu werben, mehr türkischstämmige Migranten in die Parlamente zu schicken“, sagt Can. Das „Netzwerk“ versteht sich als „Talentschuppen“ für künftige Parlamentarier mit Migrationshintergrund. Sobald es in den Kommunen, in den Ländern oder im Bund um Integrationspolitik gehe, sei die Kompetenz von Abgeordneten mit Migrationshintergrund gefragt. Nach den Erfahrungen der Organisation haben es türkischstämmige Politiker, die für einen Landtag kandidieren wollen, besonders schwer, vor allem in den großen Flächenländern. In Baden-Württemberg und bislang auch in Nordrhein-Westfalen gab es keine türkischstämmigen Abgeordneten in den Landtagen. Bislang gelang es Deutschen mit Migrationshintergrund vor allem in den Stadtstaaten – in Bremen, Berlin und Hamburg -, in die Parlamente gewählt zu werden.

Angesichts der großen Zahl von türkischstämmigen Wählern in diesen Großstädten fällt es den Volksparteien auch leichter, Kandidaten mit einer Einwandererbiographie aufzustellen – der Erfolg am Wahlabend ist ihnen sicher. In den Flächenländern ist es sehr schwer, als türkischstämmiger Bewerber einen sicheren Listenplatz oder einen sicheren Wahlkreis zu bekommen. Die Kandidaten haben sich bis zum Landtagsmandat in der Regel über die Ochsentour hochgearbeitet und gehörten vor ihrem Einzug mindestens zehn Jahre einem Kommunalparlament an. Dieser Erfahrungsvorsprung fehlt vielen türkischstämmigen Parteimitgliedern, die sich um ein Landtagsmandat bewerben wollen. Hinzu kommt noch ein weiteres Handicap: „In den Landes- und Bundesverbänden der Parteien haben die Migranten so gut wie keine Hausmacht“, sagt Can. Der SPD-Gemeinderat aus Stuttgart muss es wissen, seine Bewerbung um einen der zwei Stuttgarter Bundestagswahlkreise zog er zurück, nominiert wurde schließlich die frühere SPD-Landesvorsitzende Ute Vogt.

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Die Forderung der Orks, die sich Herr Soldt – durch das Gejammer von Herrn Can offenbar zu Tränen gerührt – zu eigen macht, ist klar: Unverzögerter Aufstieg und direkte Ernennung in hohe Ämter ohne die Verpflichtung zur Basisarbeit in einer Partei und die Notwendigkeit, sich dort Respekt zu verschaffen und einen Freundeskreis aufzubauen. Das Muster liefert Özkan.

Wiki (1): „Aygül Özkan trat 2004 der CDU bei. Der damalige Hamburger CDU-Chef Dirk Fischer platzierte Özkan – mit einer sogenannten wild card jenseits der Hierarchien der Kreis- und Ortsverbände – auf dem sicheren 15. Platz der Landesliste zur Bürgerschaftswahl 2008. Im März 2008 wurde sie Fachsprecherin für Wirtschaft und Industrie ihrer Fraktion und saß im Sozial- und Gleichstellungsausschuss sowie im Wirtschaftsausschuss.“

Nur zwei Jahre später, schlappe sechs Jahre nach dem Parteieintritt, ist Frau Özkan dann schon Landesministerin: eine glänzende Karriere, ein fürwahr effektiver „Talentschuppen“.

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Time am 10. Mai 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Aygül_Özkan

auch: http://www.freiewelt.net/blog-1841/wie-eine-muslimin-zur-christlichen-ministerin-mutierte.html