Posts Tagged ‘Demografie’

Es geht doch!

17. Juni 2010

In Bezug auf die demografische Entwicklung des Westen rate ich bekanntlich eher zur Entspannung. Wir werden das schon schaffen, auch mit ein paar Millionen Nichtstuern weniger. Die notwendige Arbeit wird schon erledigt werden, auch wenn Tourismus- und Wellnessindustrie viele ihrer älteren Kunden abhanden kommen würden, weil die Besseres zu tun hätten. „Alt“ ist übrigens ein höchst relatives Attribut, wie aus der obenstehenden Grafik hervorgeht, die die heutige FAZ präsentierte.

In Frankreich ist das gesetzliche Rentenalter demnach auf 60 Jahre festgelegt, der Franzose aber läßt durchschnittlich schon mit 58,7 den Hammer fallen. Anders unsere bienenfleißigen japanischen Freunde: Obwohl das gesetzliche Rentenalter auf 64 Jahre festgelegt wurde, ackert der Durchschnittsjapaner freiwillig noch fünfeinhalb Jahre weiter!

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Time am 17. Juni 2010

Don’t panic, panic is islamic!

29. August 2009

In der heutigen FAZ gibt es die Besprechung eines aktuellen Buches des niederländischen Schriftstellers Leon de Winter (1), der für counterjihadische Positionen bekannt ist. Hannes Hintermeier schreibt:

„Im Jahr 2048 wird Israel den hundertsten Geburtstag seiner Staatsgründung feiern. Wird es das? Unwahrscheinlich, wenn Israel bis dahin einen solchen Sack voller Probleme hat, wie ihn der niederländische Schriftsteller Leon de Winter in seinem Roman ‚Das Recht auf Rückkehr‘ ausschüttet. Sein Zwischenstand anno 2024: ‚Das kleine jüdische Land war zu einem Stadtstaat von der Fläche Groß-Tel-Avivs plus einem Sandkasten zusammengeschrumpft.‘ Die Jugend ist ausgewandert nach Australien und Neuseeland, die Alten warten auf das Ende, während die arabischen Nachbarn dabei sind, den Judenstaat endgültig ins Meer zu schieben. Auch hier das demographische Problem. ‚Die palästinensischen Araber hatten die Juden mit ihren Gebärmüttern besiegt.‘ Weil sie nicht aufgehört haben, Kinder in die Welt zu setzen.“

Da ist es wieder, das Schreckgespenst der Demografie, welches notorische Pessimisten an die Wand malen, auf dass wir es als ein Zeichen sehen sollen, dass Gott uns verlassen habe. Ihr Zauderer, Gott wird uns nie verlassen!

Meine Güte, wir haben Tausende von wundervollen, schimmernden Interkontinentalraketen mit Mehrfachatomsprengköpfen, gigantische Armeen mit hervorragend ausgebildeten Soldaten, eine Wirtschaft, die fundamentale Krisen ohne ernsthaften Schaden wegstecken kann, alles deutet darauf, dass sich der Nazislamismus selbst auffressen wird, und nun soll uns die Wunderwaffe „Gebärmutter“ beeindrucken? Aus „The warmth of the womb“ (Sammy Hagar) ist „The weapon womb“ geworden. Hier trifft sich vielleicht ein typisches Motiv gewisser Konservativer aus verschiedenen Kulturen (in Deutschland soll es laut Kewil ja nur noch ganze fünf von ihnen geben), und das ist jene Distanz zur Frau, die man oftmals als Misogynie (2) diagnostizieren muss. Klaus Theweleit hat mit „Männerphantasien“ eine m.E. sehr interessante Arbeit zu diesem Thema vorgelegt (3). Das hervorragend Weibliche und Exklusive der Frau, ihre Gebärmutter, wird zur todbringenden Geheimwaffe fantasiert.

Ich meine, es ist völlig egal, ob sich 4 oder 5 Mrd. in Gaza oder Ballaballa gegenseitig die Füße platt treten. Das wichtigste Gebot ist, unsere Grenzen vor den Orks zu schützen (z.B. durch einen Zaun a la Israel) oder z.B. uns auch dadurch, dass wir sie aus Militär und Polizei fernhalten (wiederum à la Israel, wobei orkische „Scouts“ natürlich gefragt sind). Weiterhin zielführend wäre es, wenn wir jene als Kostenfaktor vom Staatshaushalt abkoppeln könnten, indem z.B. die Sozialleistungen konfessionalisiert werden.

Aber an sich brauchen wir vor den Deppen wirklich keine Angst zu haben. Das zeigen z.B. die derzeitigen, peinlichen Auftritte der sogenannten „Sauerland-Gruppe“. Nein, kann man sich ärmere Wichte vorstellen?

Heute berichtete die FAZ aus Saudi-Arabien von einem gescheiterten Attentat auf einen saudischen Prinzen (4):

„Demnach war ein gesuchter Terrorist mit einer Gruppe Besucher zum Haus des Prinzen gekommen und hatte gebeten, zum Prinzen, der im Innenministerium des Königreichs für die Terrorismusbekämpfung zuständig ist, vorgelassen zu werden, weil er sich ihm ergeben wolle. Während der Mann durchsucht worden sei, sei ein am Körper des Mannes versteckter Sprengsatz gezündet worden. Prinz Muhammad bin Naif sei nur leicht verletzt worden. Er sei zu Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht worden, habe es aber schnell wieder verlassen.“

Was für ein Hühnerhaufen! Der Chef-Spezialist für Terrorismusbekämpfung läßt einen gesuchten Terroristen ohne Sicherheitskontrolle in seine Nähe, nur weil der ihm eine balkenbiegende Lüge auftischt. Der Terrorist zündet seine Bombe und tötet außer sich selbst… niemanden. Was für Dilettanten, was für Loser, alle miteinander.

Klaus-Dieter Frankenberger in der FAZ:

„Das ist ein unglaubliches Ereignis, wobei man nicht weiß, ob das Geschehen oder seine Umstände das Unglaubliche sind: Ein gesuchter militanter Islamist sagt den Sicherheitsleuten, er wolle sich dem für den Antiterrorkampf zuständigen saudischen Vizeinnenminister stellen. Der Mann wird – unkontrolliert – vorgelassen; er sprengt sich in die Luft, kommt um. Der Vizeminister, ein Mitglied der Königsfamilie, wird leicht verletzt. Den Vorwurf der Unvorsichtigkeit muss er sich anhören, auch wenn er sich auf seine Umgebung verlassen können muss. Gewichtiger ist, dass es nach wie vor in Saudi-Arabien Militante gibt, die zu tun bereit sind, was die Al-Qaida-Terroristen von Anfang an, zumindest propagandistisch, vorhatten: die saudische Königsfamilie zu bestrafen, anzugreifen, zu stürzen. Das wird ihnen nicht gelingen, zumal die Sicherheitsbehörden die terroristische Bedrohung im eigenen Land in den vergangenen Jahren ernst genommen hatten. Aber der Anschlag auf ein Mitglied des Herrscherhauses ist ein Warnsignal, unabhängig von der grotesken Unvorsicht.“

In der Tat, und ich meine, man braucht sich weder vor einem grotesken Ork zu fürchten, noch vor hundert, noch vor einer Billion. Oder fürchten Sie sich vor einer Billion FRUCHTFLIEGEN? DAS wäre GROTESK!

Time am 29. August 2009

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(1) http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E50D889D0B57C4C32928E133C64305453~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Misogynie

(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Theweleit

(4) http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E5983497A1FB84F3F9BC0FB2F9C4792F4~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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Ergänzung, Spiegel 26.9.:
„… die nun aufgedeckte Methode des Angreifers bereitet Terrorexperten Sorgen: Der Mann trug die Bombe IN seinem Körper… zündete die Terrorgruppe den Sprengsatz, dessen Zünder sich offenbar im DARM des Terroristen befand. Das explosive Material war den Berichten zufolge in kleinen Bündeln enthalten, die nicht aus Metall bestanden. Welches Material der Attentäter zur Explosion gebracht hatte, wird derzeit noch untersucht. Den Berichten zufolge hatte der Terrorist die 40 Stunden vor dem Anschlag nicht gegessen oder getrunken, um die Kraft der Explosion nicht zu mindern. Dass Bin Naif nur leicht verletzt wurde, obwohl der Sprengsatz direkt neben ihm detonierte, führen Experten darauf zurück, dass die Wucht der Explosion sich nur nach UNTEN entlud. In den Boden wurde ein KRATER gedrückt, der Attentäter wurde in zwei Teile zerrissen.“
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,651505,00.html

OUR BABIES are Born to Win

10. August 2009

Wir Westler, eine Mischung aus Germanen, Romanen, Negern, Hunnen, Zigeunern und eigentlich allem, was unter Gottes Sonne kreucht und fleucht, wir haben uns für ein Wirtschaftssystem entschieden: Es heißt FREIE Marktwirtschaft. Wir haben uns auch für die FREIE Presse entschieden, für die FREIE Meinung, für die DEMOKRATIE, für ReligionsFREIHEIT, die FREIHEIT der Kunst, die FREIE LIEBE und FREIE Fahrt. WIR haben das Internet erfunden. WIR haben uns dafür entschieden, etwas gegen einen (angeblichen) Klimawandel zu tun, WIR wollen sogar die Jihad-Babies füttern, damit sie ANSTÄNDIGE Bürger werden. Das ist eine (geistige) Entscheidung, eine Entscheidung aus freiem Willen. Wir machen es, weil wir es WOLLEN. Und weil wir glauben, dass unser GOTT es will. Wir haben keine Angst, vor nichts und niemandem, nicht mal vor unserem Gott, der unser Freund ist, und der uns liebt, und insbesondere nicht vor ein paar sexuell gestörten, pupertären, mohammedanistischen jungen Männern. WIR haben auch keine Angst zu sterben.

Die ORKS glauben, dass wir ganz schön blöd sind – und das stimmt zT. sogar – aus der Sicht dieser Panzerfische, Flugsaurier, Säbelzahntiger. Sie fressen einen von uns – üblicherweise ein kleines Kind, eine junge Frau – und kommen sich richtig mächtig vor – nein, nein, diese armen Toren, Kriege werden heutzutage doch nicht mehr mit einem Damaszener entschieden.

Sie sollten öfter mal in den Spiegel sehen, die Mohammedanisten, es bietet sich ein schauriges Bild: So traf sich unlängst ihre Ork-AVANTGARDE zu einem peinlichen Schauspiel. Unter anderem wurde einstimmig beschlossen, dass Israel (und nicht etwa AIDS) am Tod von Gangboss Jasser Ars**f*ck schuld sei – eine wie stets pointierte Beobachtung von Ulli Sahm, dem einzigen ehrlichen Israel-Korrespondenten Deutschlands finden Sie unter (1).

Was hat die Ork-Avantgarde der Menschheit zu sagen? Absolut gar nichts! The Fuckin-Fatah produziert verdrehten, absurden, abseitigen, gestrigen (und stinkenden) Dreck, so wie es Verwesende üblicher Weise zu tun pflegen! Eine UN-Regierung eines UN-Volkes…

Wissenschaft, Kultur, Bildung, Kunst, Musik: Was streichen die Orks eigentlich NICHT gleich komplett raus, ist ja ALLES haram, alles „UN-“. Aber es bleibt die Fortpflanzungsrate. Ihr STOLZ, ihr Strohhalm, an den sie sich klammern, mit dem sie unsere Zaghaften und Grübler erschrecken wollen! Mit einem Strohhalm, hahahaha! Mit ihrer O-Sama… äh- B-Samungsrate! Aber, hey, JEDER EINzeller kann F***EN! Wird der „Palliestaat“ eine Bazille in der Flagge führen? Ich denke, das sollte er, denn diese Flagge würde den Haufen perfekt abbilden.

Tschä, und da kommen so Zahlen raus von 7 Geburten pro afghanischer Frau, die Deutschen sterben aus usw., da sollen wir ins Zittern kommen, Tabellen werden vorgelegt, Statistiken, ist ihre planlose Vermehrung außer ihrer Grausamkeit und dem unbedingten Vernichtungswillen, ihrem ekelhaften Nihilismus ihr allerletzter Trumpf?

Nein, NICHT einmal DAS, denn erstens ist das keine Stärke, weil das Karnickeln sie letztlich zwingt, sich selbst zu fressen: Weil ICH und mein Shotgun und die Shotguns meiner Töchter und Söhne sie daran hindern werden etwas anderes als sich selbst zu fressen. Und zweitens sind die Statistiken FALSCH, bzw. sie sind interpretiert von links-träumerischen orka**chleckenden Parteisoldaten, die, wie es in einer Demokratie üblich ist, dann und wann doch auch ganz regulär von einer Gruppe engagierter Bürger zur Ordnung gerufen werden.

Lesen Sie jetzt, liebe Nicht-Orks, zunächst eine Einführung, dann einen ausführlichen Essay von Jonas Siehoff aus der FAZ v. So. 090809, zum Thema Demografie.

Es werden mehr Kinder geboren

Die Zahl der Kinder, die von Frauen im gebärfähigen Alter zur Welt gebracht werden, steigt in Deutschland seit mehr als zehn Jahren wieder an. 1994 hatte sie mit durchschnittlich 1,24 ihren Tiefstand erreicht, 2007 lag sie bereits bei 1,37. Damit rangiert Deutschland im europaweiten Vergleich längst nicht so weit hinten wie bei der Bruttogeburtenziffer, die vergangene Woche vom Statistischen Amt der EU genannt worden war. Letztere gibt an, wie viele Kinder pro tausend Einwohner geboren werden, was bei einer vergleichsweise alten Bevölkerung automatisch zu niedrigeren Werten führt. International scheint sich der Trend zu weniger Nachwuchs in den Industrieländern teilweise schon vor dreißig Jahren umgekehrt zu haben. Amerikanische Demographen stellten jetzt eine Studie vor, bei der sie die Geburtenziffern von 140 Staaten mit dem Human Development Index verglichen. Dieser Index beschreibt Wohlstand, Lebenserwartung und Bildung. Die Vereinigten Staaten erreichten den Wendepunkt bei den Geburtenziffern bereits 1976, Länder wie Großbritannien oder Schweden folgten wenig später.

Hier sein Artikel aus dem Wissenschaftsteil:

Deutsche Fruchtbarkeit

Ursula von der Leyen hatte es nicht leicht in der vergangenen Woche. Schuld daran war eine Veröffentlichung von Eurostat, dem statistischen Amt der EU. „Außer in Deutschland stieg die Bruttogeburtenziffer zwischen 2007 und 2008 in allen Mitgliedstaaten an“, heißt es in einem kurzen Text. Es folgen Tabellen, aus denen hervorgeht, dass in Deutschland im zurückliegenden Jahr nur 8,2 Kinder pro tausend Einwohner geboren wurden, im Gegensatz zu 2007, als es noch 8,3 waren. Auch diese Zahl war bereits die niedrigste aller 27 EU-Staaten gewesen.

Es schloss sich eine Debatte an, in der von einem herben Rückschlag für die Familienministerin die Rede war und selbstverständlich die Frage gestellt wurde, ob das Elterngeld demnach ein Flop sei. Von der Leyen wehrte sich mit dem Hinweis, dass die Zahlen nicht stimmen würden. Tatsächlich hatte Eurostat Angaben des deutschen Statistikamtes vom 7. April verwendet, als dieses noch von 675200 Neugeborenen ausging. Inzwischen hat es genauere Angaben, die sich wahrscheinlich bei 682500 einpendeln werden. Damit läge die deutsche Bruttogeburtenziffer für das Jahr 2008 wie für 2007 bei 8,3. Sie wäre also zumindest nicht zurückgegangen.

Doch der Streit geht am Kern der Sache vorbei. Mit der Bruttogeburtenziffer lassen sich grundsätzlich keine guten Vergleiche anstellen, denn sie liefert eben nur die Angabe, wie viele Babys pro Kopf geboren wurden, ohne zu berücksichtigen, wie groß der Anteil der Frauen im gebärfähigen Alter an der Gesamtbevölkerung war. Bei einer vergleichsweise alten Bevölkerung wie in Deutschland wird er voraussichtlich immer niedriger sein als bei einer jüngeren Bevölkerung wie in Irland.

Besser ist es, solche Betrachtungen mit Hilfe der zusammengefassten Geburtenziffer anzustellen. Sie gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Alter zwischen 15 und 49 pro Jahr durchschnittlich zur Welt bringt. Diese Zahl liegt für Deutschland im Jahr 2007 bei 1,37. Damit rangiert es im EU-Vergleich zwar auf einer hinteren, aber längst nicht an letzter Stelle. Schlusslicht ist die Slowakei mit 1,25 Kindern pro Frau. Außerdem steigt die zusammengefasste Geburtenziffer in Deutschland seit 1994 wieder, als sie mit 1,24 ihren Tiefststand erreichte.

Inwieweit die Einführung des Elterngeldes Einfluss haben könnte, wird erst in einigen Jahren seriös prüfbar sein. Bereits erwiesen ist aber, dass Deutschland einem internationalen Trend folgt: Entgegen der bislang herrschenden Ansicht, dass mit der zunehmenden Entwicklung einer Gesellschaft deren Fruchtbarkeit schwindet, zeigen Demographen der Universität von Pennsylvania mit einem aktuellen Nature-Artikel, dass von einem gewissen Entwicklungsstand an die zusammengefasste Geburtenziffer wieder steigt. Die Wissenschaftler haben Bevölkerungsdaten aus 140 Staaten in Bezug zum jeweiligen Human Development Index (HDI) gesetzt, einem Wert, der den Wohlstand, die Lebenserwartung und den Bildungsstand abbildet. Sie stellen fest, dass von einem HDI von zirka 0,9 an die Fruchtbarkeit wieder steigt. Die Vereinigten Staaten erreichten diesen Wendepunkt als Erste, im Jahr 1976. Kurz darauf folgten Länder wie Großbritannien oder Schweden.

Die Ursachen dafür sehen die Wissenschaftler ähnlich wie die Familienministerin in der zunehmenden Chancengleichheit von Mann und Frau sowie der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Lesen jetzt dazu Sie einen – wie ich meine, treffenden – Kommentar von Jörg Albrecht:

Einfach mal abwarten

Jeder, der sich auch nur ein bisschen für das Thema interessiert, hat schon mal die deutsche Alterspyramide vor Augen gehabt. Wie ein stolzer Tannenbaum sah sie noch zu Kaisers Zeiten aus: Viele Kinder an der Basis, wenige Greise an der Spitze, dazwischen die schaffende Bevölkerung. Und heute? Elend kopflastig droht das Bäumchen zu kippen, die dürren Wurzeln und der ausgezehrte Stamm können die schwere Krone kaum noch tragen. Insofern hat Ursula von der Leyen ja recht, wenn sie jeden Zuwachs bei der Stelle hinter dem Komma der Geburtenziffer begrüßt. Die Familienministerin – und der liebe Gott, hat Franz Beckenbauer einmal hinzugefügt – freut sich eben über jedes Kind.

Die allermeisten von uns doch auch. Aber muss man deswegen gleich eine Fortpflanzungsrate wie im Mittelalter fordern, wo zehn Kinder pro Ehe kaum reichten, kommende Generationen zu versorgen? Es gibt ja auch eine gnädigere, weil natürliche Lösung des Problems. Einfach mal abwarten. Dreißig, vielleicht vierzig Jahre lang. Dann sind, man darf das ruhig mal sagen, auch schon etliche Angehörige der geburtenstarken Jahrgänge unter der Erde.

Das Verhältnis der Generationen wird sich irgendwann von ganz alleine wieder einpendeln, Elterngeld hin oder her. Wenn dabei die Gesamtzahl der achtzig Millionen Deutschen schrumpft – wäre das so schlimm? Mit Aderlässen wie im Dreißigjährigen Krieg ist das Stagnieren oder der allmähliche Rückgang der hiesigen Bevölkerung ja nicht zu vergleichen. Und so lange ist es auch wieder nicht her, dass vor der Geburtenexplosion gewarnt wurde.

Gehen wir ruhig mit gutem Beispiel voran und zeugen so wenige oder so viele Kinder, wie wir für richtig halten. Und nicht so viele, wie die Obrigkeit vielleicht möchte. Die denkt ohnehin nicht in Dekaden. Sie tut nur gelegentlich so.

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Counterjihad ist, so meine Meinung, den Mohammedanismus zu betrachten als etwas unbedingt zu Beseitigendes… auch noch 100 Jahre, nachdem der letzte Mohammedanist gestorben ist, so keep your ammo dry, comrade!

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Time am 10. August 2009

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(1): http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Jaemmerlicher-erster-Fatah-Parteitag-article453603.html

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PS.: Sehen Sie einen großartigen Film über UNS:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gran_Torino

Schicksalsmacht Demografie?

1. Mai 2009

Vor einigen Tagen hatte ich Gelegenheit, Blicke in einen evangelischen Kindergarten zu werfen, als ich einen Freund begleitete, der seine Tochter dort abholen wollte. Auch einige Schleiereulen waren zugegen, ich sah vier (bei 120 Kindern gesamt). Warum bringen die ihre Kinder in einen christlichen Kindergarten, wo der staatliche ganz in der Nähe liegt? In einem zentralen Gang des Gebäudes war ein “Kunstwerk” aus ca. 2 cm starkem Holz angebracht, etwa drei Meter lang und zwei Meter hoch. Es zeigte die Silhuette einer… Moschee (inmitten einer orientalischen Stadt). Am Eingang zum Gruppenraum der Tochter meines Freundes hing eine Eintrageliste zwecks Organisation des Karneval-Buffets. Eindringlich wurde dazu aufgefordert, keinesfalls Schweinefleisch (zB. in Form von Wurst) mitzubringen – bei einem Anteil von 3,3% Orkkindern. Ich sah übrigens eine Reihe Mütter, die ziemlich sicher an die 50 Jahre alt waren, und sich so verhielten, als sei das abgeholte Kind ihr erstes und also einziges.

Das Thema “Demografie” hat ja eine große Bedeutung im Counterjihad, vor allem als Schreckgespenst. In diesem Zusammenhang möchte ich auf Manfreds unbedingt lesenswerte Rezension von Heinsohns “Söhne und Weltmacht” hinweisen (1). Manfreds Privatork und Konvertit Scheisal triumphiert (2): “Schon jetzt ist jeder zwanzigste Einwohner hier Muslim, ganze Innenstadtbereiche sind islamisch und unsere Moscheen wachsen an Zahl und Höhe. Während jedes Jahr viele tausend Europäer vor der christlichen Kirche flüchten, retten sich jedes Jahr viele tausend in den Islam. Unsere Zahl wächst stetig und Ihr steht hoffnungslos auf verlorenem Posten.”

Beeindruckend, für manch Mensch gibt es nichts Schöneres, als zur Heuschrecke zu konvertieren und inmitten eines Milliarden-Schwarms die Erde zu verwüsten. Scheisal liegt jedoch insofern falsch, als dass der zahlenmäßige Zuwachs der Orks nur zu einem ganz kleinen Teil auf Konversionen zurückzuführen ist – und das sind ausschließlich unsere dummen, armen und häßlichen Weiber, die keinen anderen kriegen (außer eben Psychopathen vom Schlage Scheisals) – den größten Teil der Horde machen nämlich die Neugeborenen aus. Und hier gilt (ohne Rücksicht auf Heinsohns Thesen, der deutlich macht, dass der Überschuss an jungen Männern in erster Linie für die sie produzierende Gesellschaft selbst bedrohlich ist, vergl. zB. Afghanistan) für die Orks: Je mehr desto besser, egal wie mies die Qualität ist. Für uns ist es verstörend zu sehen, wie stolz die Orks darauf sind, zB. Teil von Jasser A*schf*cks “demografischer Bombe” sein zu dürfen, zumal wenn wir uns vergegenwärtigen, dass von erfolgreichen Bomben nur rußige Schrottteile bleiben. Angesichts der Attraktion derartiger Metaphern auf Orks wird uns deutlich, dass hier diametral entgegengesetzte Einstellungen vorliegen.

Wo bei uns vielleicht manches Mal zu sehr auf Qualität geachtet wird, indem die ganze Aufmerksamkeit der Eltern nur einem einzigen Kind gilt, wo Unsummen in dessen Qualifikation gesteckt werden (man denke zB. an Englischunterricht für Dreijährige oder die ganzen Nachhilfestunden), da träumen Scheisal & Co. davon, ihr Leben als blutige Fetzen zu beenden. Mehr wollen sie nicht. Doch nochmals stimmt Scheisals Rechnung nicht. Denn wenn er die Opferzahlen “Wir/Sie” zB. im Vietnamkrieg betrachten (1:40) und sie auf die globale Gesamtsumme der Orks übertragen würde, müßte er feststellen, dass mit der Zahl von 37,5 Mio. toten NICHT-Orks zwecks Termination jedes einzelnen ORKS auf Erden (was so wohl nicht nötig sein wird) die übrige Welt ein zwar hohes aber doch nicht ungewöhnlich hohes oder unleistbares Opfer bringen würde.

Zurück vom Counterjihad zur Demografie – in der Broschüre des Statistischen Bundesamtes “Geburten in Deutschland” von 2007 heißt es: “Die höchste Geburtenhäufigkeit wies 2006 in Deutschland die Gruppe der 30- bis 34-jährigen Frauen auf. An zweiter Stelle folgten die 25- bis 29-Jährigen. Noch Anfang der 1970er Jahre hatten die 20- bis 24-jährigen Frauen die meisten Kinder je 1000 Frauen zur Welt gebracht.” Wie man sieht, verlagert sich die Zeit der Empfängnis(-se) in die fortgeschrittenen Semester. Deutschland bzw. speziell die alte BRD ist dabei übrigens das einzige Land der Welt, in dem das niedrige Geburtenniveau bereits seit 30 Jahren zu beobachten ist.

“Im Jahr 2006 hatten 82% der Frauen im Alter von 35 bis 75 Jahren (Jahrgänge 1931 bis 1971) Kinder. In den alten Ländern lag der Anteil der Mütter in dieser Altersgruppe bei 81%, in den neuen Ländern bei 90%. In der Gruppe der älteren Frauen zwischen 50 und 75 Jahren (Jahrgänge 1931 bis 1956), die in der Regel keine eigenen Kinder mehr bekommen werden, hatten in den alten Ländern 85% der Frauen Kinder, in den neuen Ländern 91%. Die 35- bis 49-jährigen Frauen (geboren zwischen 1957 und 1971) haben das Alter, in dem die meisten Kinder geboren werden, bereits überschritten (aktuell liegt es zwischen 27 und 33 Jahren), sie können jedoch noch Kinder bekommen. Von diesen Frauen waren 2006 in den alten Ländern 76% und in den neuen Ländern 89% Mütter. Im Westen Deutschlands gab es damit unter den jüngeren Frauen deutlich weniger Mütter als unter den älteren Frauen. Ein Grund dafür ist, dass immer mehr Frauen ihre Kinder erst im Alter zwischen 35 und 49 Jahren bekommen.”

Offensichtlich ist der Kinderwunsch als solcher also bei der überwältigenden Mehrzahl der Frauen gegeben und wird von den meisten auch verwirklicht. Jedoch: “Je länger eine Frau mit dem ersten Kind wartet, desto mehr verkürzt sich die Lebensphase, in der sie eine Familie mit Kind(ern) gründen kann. Wird das Aufschieben der ersten Geburt auf ein höheres Alter zu einem verbreiteten Phänomen, kann dies (bei einem insgesamt geringen Geburtenniveau) zur Abnahme der Kinderzahl bzw. zu einer höheren Kinderlosigkeit führen.” In meinem Bekanntenkreis kann ich zudem viele Fälle beobachten, in denen die Zeit zwischen den Geburten 4 und mehr Jahre beträgt.

Über den Bildungsstand der Mütter (Eltern?) heißt es: “63% der Frauen mit niedriger formaler Bildung hatten zwei oder mehr Kinder. Nur 57% der Frauen mit mittlerer Bildung und 53% der Frauen mit hoher Bildung hatten mehr als ein Kind.” Wenn man also liest: “… wird die Vereinbarkeit der angestrebten beruflichen Entwicklung mit der Mutterschaft insbesondere für höher gebildete Frauen erschwert, weil für sie das vorübergehende Ausscheiden aus dem Berufsleben sowohl im Hinblick auf die Karriere als auch auf das Einkommen besonders spürbare Einschnitte bedeutet”, wird mE. die Richtung deutlich, in die eine demografische Politik agieren müßte, die die Geburtenzahlen der Nicht-Orks erhöhen will, ohne die Frauen in ihren Rechten und Möglichkeiten einzuschränken und ohne vor allem weder Abstriche an der Qualität von Erziehung und Ausbildung noch an der der familiären Bindungen in Kauf zu nehmen. Ich meine, dass dabei unbedingt ein “entweder-oder” zB. zwischen staatlicher und familiärer Betreuung vermieden werden sollte. Die Wertigkeit von Kindern, Kindererziehung und Bildung müßte mE. vielmehr in allen Bereichen erhöht werden, und ich halte es für offensichtlich, dass ohne massive Investitionen und Subventionen – so sehr ich sonst gegen Subventionen aller Art eingestellt bin – keine Änderung herbeigeführt werden kann. Im Vordergrund muss dabei offenbar vor allem die wirtschaftliche und/oder rechtliche Stärkung der JUNGEN Familie stehen.

Diese könnte zB. ganz banal darin bestehen, dass ein junger Vater oder eine junge Mutter in der Ausbildung nicht um halb sieben zur Schicht antreten muß, sondern erst um halb neun. Oder in der Absetzbarkeit von Kinderartikeln bei der Einkommensbesteuerung. Stop “affirmative action”, Schluß mit Sonderbehandlungen? Ja, schon, jedenfalls für Orks. Aber Kinder, die sind doch auch etwas ganz Besonderes. Und wir wollen sie doch haben. Haben die, die etwas Besonderes leisten, nicht auch besondere Aufmerksamkeit verdient? Ist es da fair, wenn speziell junge Eltern so wenig unterstützt werden, als ob sie mit dem Baby nur ihr “Privatding durchziehen” würden? Wäre es nicht fairer und zielführender, wenn man zB. statt tränenrührender Beratungsgespräche bei Abtreibungen konkrete und MASSIVE wirtschaftliche ua. Hilfen ua. von Seiten des Staates anbieten würde?

Andererseits möchte ich abschließend noch einen ganz anderen Gedanken bringen und beispielhaft auf Finnland verweisen, mit seiner Bevölkerungsdichte von 15,6 Einwohner pro km2 bei 5,3 Mill. auf 338.145 km2. In Deutschland haben wir folgende Werte: 357.104,07 km2 Fläche (nur wenig größer als Finnland), Einwohnerzahl: 82.117.000, Bevölkerungsdichte 229 Einwohner pro km2. Ich war ein paar mal dort oben, ein schönes Land, gutes Essen, nette Leute, alle ziemlich entspannt und eine super RnR-Szene. Also, warum sollte es nicht schön sein für die Deutschen in Deutschland, wenn man sich hier auch etwas weniger auf die Zehen treten würde? Hunderttausende fleißiger deutscher Arbeitskräfte sind arbeitslos oder werden es bald sein, gute Leute, die hier offenbar überflüssig sind. Sind wir also nicht eher zu viele als zu wenige? Die Finnen unterhalten eine der effektivsten (und preisgünstigsten) Armeen in Europa, und sie sind, obwohl ein so kleines Volk in einem so großen Land, durchaus in der Lage, dessen Grenzen zu verteidigen (s. „Winterkrieg“ gegen die Bolschwisten).

Erinnern Sie sich an den 13. Februar dieses Jahres? Eine ferngesteuerte Drohne – american made – befreite die Welt von mindestens 30 Killern in Pakistan. Die überlebenden Orks jedenfalls werden den Tag nicht vergessen (3). Sehen Sie mal hier, wie ein IDF-Roboter Sprengstoffgürtel aus einer Pallie-”Ambulanz” fischt (4). Oder lesen Sie mal hier unter (5), was die Tommies so vorhaben, also, da möchte ich wirklich kein Ork sein… Und ich bin optimistischer als Manfred seinerzeit, als er schrieb (2): “Wir (haben) schlicht zu wenig junge Männer, als dass wir uns verlustreiche Kriege leisten könnten,” insofern, als dass unsere Kriege, wenn wir uns denn dazu aufgerafft haben, endlich alle Orkversteher aus den Stäben zu entfernen, schon sehr verlustreich sein werden, nur eben nicht für uns, sondern allein für die Orks (was Manfred im Folgenden auch andenkt). Wer auf Heuschrecke macht, sollte sich jedenfalls nicht wundern, wenn er auch so behandelt wird.

Manch Ork ahnt das, bläht sich nun auf wie ein Ochsenfrosch, wie ein sog. Ochsenschreck oder ein Scheisal, und hat doch in Panik nur noch die Qual der Wahl zwischen Klo und Kloran. Aber, aber, Scheisal, nicht so hastig, es geht doch so oder so zuende mit Euch Orks (6), Ihr seid obsolet, Ihr seid „Out of TIME!“

Time am 9. März 2009

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(1) http://www.korrektheiten.com/2008/01/24/gelesen-gunnar-heinsohn-sohne-und-weltmacht/
(2) http://www.korrektheiten.com/uber-mich/
(3) http://derstandard.at/?url=/?id=1234507062138
(4) http://www.youtube.com/watch?v=khqeDKtHXQE
(5) http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,610158,00.html
(6) http://www.youtube.com/watch?v=8ctqTUYY_nM

und natürlich die Stones mit „Out of Time“: http://www.youtube.com/watch?v=HZi_o4-TTvs&feature=related

Ein Beitrag von mir vom 19. Juni 2007 zum Thema „Demografie“ unter: https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/demografie-2/

Und noch ein ganz aktueller von Manfred unter:

http://www.korrektheiten.com/2009/05/01/demographischer-djihad-und-der-selbstmord-des-deutschen-volkes/

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Ergänzung, 5. Juli 2009:

Dr. Gustav Kuhn schrieb in der gestrigen FAZ:

„Zu ‚Herr Minister, wir schrumpfen‘ (F.A.Z.-Feuilleton vom 30. Juni): Endlich sagt mal jemand, dass wir in Deutschland in manchen Gebieten vor einem unausweichlichen Schrumpfen der Bevölkerung stehen, gar einem ‚Raum ohne Volk‘. Ich teile alle Ausführungen und möchte nur eine Ergänzung machen:

Ich wurde erinnert an Island, das Land meiner Mutter. Als dort nach dem letzten Weltkrieg im äußersten Nordosten und Nordwesten die ersten Höfe verlassen wurden, ging ein Aufschrei durch das Land. Man fürchtete den Untergang der Nation, wenn es ihr nicht gelänge, das ganze Land bewohnt zu halten. Und mit neuen Straßen, Telefon- und Stromanschluss, Ärzten, Internatsschulen versuchte man, der Landflucht entgegenzuwirken. Natürlich vergebens. Heute sind ganze Landstriche verlassen.

Doch was ist geschehen? Viele alte Hofgebäude sind inzwischen Sommersitze der Enkel des letzten Bauern. Die Wiesen und Bergweiden werden von fernen Höfen aus bewirtschaftet. Wo auch das nicht mehr geht, entsteht im Sommer ein bisher unbekanntes Blumenmeer und an geschützten Stellen wächst Wald. Und das in einem Land, zu dessen Nationalbewusstsein es gehört, dass es dort kaum Wald gibt. Einen Untergang der Nation hat es nicht gegeben. Im Gegenteil, Island hat – immer noch – eines der höchsten Bruttoinlandsprodukte pro Einwohner in der Welt.“

Hier finden Sie den Artikel von Reiner Klingholz, auf den sich Dr. Kuhn bezieht:

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E55D1E0B2E2DA44B4B76970D11FD47F3B~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Aktualisierung, 19.1.10: Bevölkerungswachstum in der Türkei rückläufig, Ursache höhere Einkommen: http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E159ACA8088304F3B9FA06A5414E612D7~ATpl~Ecommon~Scontent.html


Demografie

23. April 2009

Wenn die These geäußert wird, dass für die mangelnde Bereitschaft zum Kinderkriegen die jahrzehntelange Negativpropaganda der Linken verantwortlich sei, derzufolge Frauen nur dann etwas wert seien, wenn sie sich außer Haus verwirklichen, dann sehe ich darin eine Gegenthese zu Gunnar Heinsohn (1), wenn dieser schreibt: “Um ÜBERLEBEN zu können, müssen auch Frauen unbeschränkt Geld verdienen dürfen. Dafür erkämpfen sie noch im 20. Jahrhundert die Emanzipation mit den Rechten auf das Schließen von Arbeits-, Miet- und Kaufverträgen.” An beiden Thesen wird was dran sein, aber ich möchte – weil sie mir nicht reichen – einen weiteren Aspekt hinzustellen.

Mir selbst macht mein Beruf unheimlich Spaß. Ich mag das, was ich tue. Ich tue es seit vielen Jahren, und ich bin stolz auf meine Professionalität. Ich arbeite auch gern im Team mit den fast immer netten Kollegen. Zudem läßt mein Beruf mir Raum, in der Freizeit ganz andere Sachen auszuprobieren und zu erfahren. Wenn ich dort mit neuen Aufgaben oder Werkzeugen konfrontiert bin, und mir Lösungen oder auch Handhabungen ausdenken muss, wenn ich die neue Sache in den Griff kriege und alles ein Gesicht bekommt, dann fühle ich mich total gut. Dabei ist es für mich egal, ob diese Tätigkeiten als “typisch männlich” oder “typisch weiblich” konnotiert sind. Meine Freunde und Freundinnen sehen das genauso.

Für meine Arbeit bekomme ich natürlich Geld. Ich brauche deshalb niemanden um Erlaubnis zu fragen, was ich davon kaufen oder verschenken darf, ich brauche niemand bitten, mir etwas zu geben, für etwas, das ich dringend brauche. Das macht mich frei.

Ich bin der Ansicht, dass der westliche Mann und die westliche Frau sich sehr nahe sind. Sie sind sich viel näher, als dass sie ihren Kindern nahe sind, viel näher untereinander als zB. zu ihren jeweiligen orkischen Geschlechtsgenossen. Nicht in erster Linie mE. aufgrund der “Hardware” (Biologie/Genetik), die ich bekanntermaßen unter der geistigen/theoretischen Ebene ansiedle, sondern vielmehr aufgrund des “Betriebssystems” (Gesellschaftssystem): Vater und Mutter lachen gemeinsam an einer bestimmten Stelle des Films, die Kinder und der orientalische Gast verstehen nur Bahnhof (zB. ein- und dieselbe Hardware kann mit unterschiedlichen Betriebssystemen betrieben werden, und von den Betriebssystemen ist abhängig, welche Programme gestartet werden können). Da ich westliche Frau und westlichen Mann so nah beieinander verorte (in jeder Hinsicht gleich, außer Sex/Fortpflanzung), ergibt sich für mich zwingend die Vorstellung, dass sowohl Männer wie auch Frauen Spaß daran haben können, eine große Maschine mit viel Schweiß, Flüchen und deftigen Witzen aufzubauen, als auch Männer wie Frauen glücklich und erschöpft aufs Sofa sinken können, wenn das Kleine glücklich und erschöpft eingeschlafen ist.

Meine These lautet also: Der Wunsch, uneingeschränkt am vollständigen Wirtschafts- und Produktionsleben teilnehmen zu wollen, MUSS nicht unbedingt einem ökonomischen oder ideologischen ZWANG entspringen, sondern er kann auch als wesentlicher Aspekt des MENSCHseins verstanden werden. Die Juden zB. wurden jahrhundertelang von vielen gesellschaftlich-produktiven-ökonomischen Bereichen ferngehalten, was sie als Beschränkung ihres Menschseins empfanden, und wovon sie sich zu emanzipieren suchten. Bei der Arbeit mit Kollegen ein Problem lösen, das ist eine fundamentale, ur-menschliche Erfahrung, die darf (wie zB. mE. das Erlebnis einer Geburt) nicht auf eine Hautfarbe oder ein Geschlecht begrenzt werden.

Die These, dass (zumindest westliches) MENSCHsein besser SOWOHL öffentliches als AUCH familiäres Engagement in EINER Person, einem Menschen ist (und dass Menschsein inhärent expansiv bzw. strebsam ist und sich NIE mit dem Erreichten, Vorhandenen zufrieden geben darf, also umfassend ist), muß deshalb in Bezug auf die demografische Entwicklung mE. Lösungen andenken, die a) NIE das KOMPLETTE Menschsein irgendeines Bürgers (Frau/Neger/Jude/Homo) beschränken (=> Möglichkeit der vollständigen Teilnahme aller am gesamten Polit- und Wirtschaftszirkus), b) Demografie an dem Ziel, MENSCHsein zu VERBESSERN orientiert. Damit meine ich quasi, dass ein gesetzestreuer Negerianer besser ist als 100 randalierende Ostfriesen. “Qualität geht über Quantität”, sei die Parole. Ich meine, dass wir mE. unsere Lebens- und Wissensqualität aufgrund unserer PRODUKTIVITÄT durchaus auch mit der Hälfte der Bürger halten können.

“Man stelle sich folgendes Szenario vor: Auf der sechsspurigen Autobahn fährt am helllichten Tag nur alle paar Minuten ein einsames Auto vorbei. Leere, verfallene Wohnbauten säumen als triste Zeugen einer ehedem wachsenden Bevölkerung die Strasse, finsterer Wald dringt vor in Gebiete, wo früher die Traktoren fuhren, Rapsfelder blühten und subventionierte Zuckerrüben ins Kraut schossen. Wolf, Bär und Luchs wohnen plötzlich dort, wo einst Menschen siedelten”, so las ich am 23.3. in der NZZ. “Mit ein bißchen Zukunftspessimismus und viel schwarzer Farbe könnte man sich das Bild von der kiinftigen Schweiz tatsächlich so ausmalen, vorausgesetzt, man glaubt an das Schreckensszenario vom demografischen Untergang, von der Überalterung, von der Vergreisung der Bevölkerung. Die Zahlen sprechen scheint’s auch eine klare Sprache… Ist die Schweiz also dem Untergang geweiht? Braucht es folglich eine Familienpolitik, welche die Frauen – und unter ihnen BESONDERS die AKADEMIKERINNEN – im DIENSTE des Staates und seines Sozialsystems wieder vermehrt in den Kreißsaal führt? Muss angesichts des drohenden Untergangs Muttersein quasi zu einer Vaterlandspflicht erhoben werden?… Ein Blick in die Vergangenheit lässt zumindest eine gewisse Gelassenheit in dieser Frage zu. Die Diskussion um den demografischen Niedergang ist nämlich nicht neu, und entsprechende apokalyptische Prophezeiungen haben sich wiederholt als Irrtum erwiesen. Schon die alten Römer machten sich Sorgen um die Bevölkerungszahl und legiferierten tüchtig gegen unerwünschte Entwicklungen an. Die Ehe- und Sittengesetze des Kaisers Augustus zum Beispiel sind unter anderem als Versuch zu verstehen, dem drastischen Geburtenrückgang in der Oberschicht gegenzusteuern. Deshalb wurde, wer nicht verheiratet war oder keine Kinder hatte, mit schwerer Strafe bedroht. Nichtverheiratete wurden bei der Vergabe öffentlicher Ämter benachteiligt, wer hingegen mehr als drei Kinder hatte, bevorzugt. Genützt haben die Gesetze laut dem Althistoriker Holger Sonnabend übrigens nichts. Selbst die Ehe des Kaisers blieb kinderlos, der Versuch einer politischen Steuerung der Fertilität geriet zum Reinfall…”

Die NZZ weiter: “Empfohlen sei ein Blick in die jüngere Schweizer Geschichte. Angesichts des Geburtenrückgangs und ganz im Dunste der geistigen Landesverteidigung hörte der katholisch-konservative Bundesrat Philipp Etter in den dreissiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ebenfalls das Totenglöcklein “seines” Volkes läuten. “Wenn die Dinge sich so weiterentwickeln wie bisher”, zitiert ihn die Historikerin Doris – Huber (1991), “stehen wir in der Tat im Begriffe, ein sterbendes Volk zu werden.” Doch wie Figura zeigt, sind die Schweizer nicht ausgestorben, und es geht uns erst noch besser denn je.

Vorsorgliche Panikmache mit der Demografiefrage ist auf der Politbühne vielleicht attraktiv, weil sich daraus – wie bei anderen prognostizierten “Katastrophen” – leicht politisches Kapital schlagen lässt. Doch Panik ist nicht angezeigt. Den modernen liberalen Staat geht das Reproduktionsverhalten seiner Bürger ohnehin nichts an. Denn die Bürger gehören nicht dem Staat, es ist genau umgekehrt. Die Bürger sind – zumal in einem direktdemokratischen System – selbst der Souverän. In dieser Funktion haben sie theoretisch sogar das Recht, durch ihr Verhalten ihr eigenes Aussterben zu beschliessen, sofern sie das wollen. Kinder “für das System” zu FORDERN, sei es zum Erhalt eines Volkes oder zur Sicherung der Renten -, hat nicht nur deshalb einen unmoralischen Beigeschmack, weil es ganze, Generationen menschlicher Existenzen verzwecklicht, es zeugt auch von einem autoritären Staatsverständnis.

Der liberale Staat ist keine in ewiger Balance zu lenkende Maschine, und seine Regierung ist kein Ingenieur. Vielmehr ist der Staat ein lebendiges, demokratisches, sich ständig wandelndes und anpassungsfähiges Gebilde. Dies gilt es bei der Diskussion über die Uberalterung zuallererst zu würdigen… umso mehr, als es keineswegs erwiesen ist, dass allein eine höhere Geburtenziffer die Renten quasi automatisch bis auf den Sankt-Nimmerleins-Tag sichern kann. Der in Freiburg lehrende Finanzwissenschafter Reiner Eichenberger bestreitet diese These sogar ausdrücklich. Rein finanziell betrachtet, koste der Durchschnittsbürger mehr, als er während seines Lebens wieder einbezahle, sagt Eichenberger. Von einer Fertilitätspolitik rät er deshalb ab. Kommt dazu, dass die Alten in der alternden Gesellschaft nicht einfach eine undifferenzierte und unproduktive Ansammlung von Greisen darstellen, die in tristen Altersheimen ein trostloses Dasein fristen und den Jungen nur zur Last fallen. Viele von ihnen werden über eine sozialpolitisch definierte Altersgrenze hinaus aktiv bleiben, als Erwerbstätige und auch als Konsumenten. Im Lichte dieser Entwicklung ist der diese Woche gefallene Entscheid des Nationalrats zur 11. AHV-Revision nichts anderes als logisch.

Für die Alterssicherung in der alternden Gesellschaft ist daher nicht die Fertilität zu fördern, sondern die spätere Produktivität der vorhandenen Kinder. Denn es ist nicht relevant, wie viele Aktive dereinst rein rechnerisch für einen Rentner werden aufkommen müssen; viel entscheidender ist ihre PRODUKTIVITÄT. Diese zu fördern, heisst, in eine gute BILDUNG zu INVESTIEREN; die gut ausgebildeten Jungen zu halten, heisst, attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen. Daran beteiligen sich Familien und Kinderlose gleichermassen. Und so bekommt die Vorstellung von weniger Stau, grösseren Wohnungen und mehr Platz für alle – kurz: die schrumpfende Gesellschaft – ein durchaus sympathisches Antlitz.”

Ich frage Sie also, sind wir, da wir offenbar eine SCHRUMPFENDE Gesellschaft sind, denn unbedingt eine KRANKE? Oder sind wir vielleicht eher eine GESUNDschrumpfende Gesellschaft? Ist nicht viel eher das, was in Afrika und insbesondere bei den Pallies geschieht, mit 10 bzw. mehr Zwangs-Geburten pro Gebärmaschine, eine KRANKHEIT?

Time am 19. Juni 2007

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(1) http://www.cicero.de/97.php?ress_id=6&item=1871