Posts Tagged ‘Dr. Ezhar Cezairli’

Leserbrief-Counterjihad (#16)

27. Mai 2011

In der Druckerei

In der heutigen FAZ lobt Cem Özdemir das Buch seines Kumpels Paddel Pahners, des Feuilletonchefs der FAZ und mutmaßlichen Ork-Konvertiten, über den grünen Klee (1). Er beantwortet nicht die Frage, warum so viele der unglaublich vielen neugebauten Moscheen (2) in Deutschland den Namen des perversen Türken-Hitlers und Christen-Schlächters „Fatih“ (Mehmet II.) tragen (3), und er macht den Brux, und beantwortet nicht die Frage, was denn nun am Kloran so wahnsinnig toll ist, dass Menschen von Geburt an diesem Text zugeordnet werden und ihm auch immer treu bleiben müssen, welche Textstelle ihn ganz persönlich denn nun angesprochen hat, und was eigentlich die Unterschiede zwischen „Mein Kampf“, „Die 120 Tage von Sodom“ und dem „Kloran“ sind, da doch die Gemeinsamkeiten so augenfällig sind. Die Reflexhaftigkeit seiner Reaktion beleuchtet den Charakter dieser Ideologie, der er anhängt, und deren Name lautet: „Unterwerfung“! Cem ist ihr ganzganz braver Kettenhund, „aus Cem, AUS!“

Zumindest die Mehrheit der FAZ-Online-Kommentatoren durchschaut Cems Gefasel und hat, anders als Prof. Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr. Bades „Erhebungen“ nahelegen, die Faxen dicke: Der Tenor ist eindeutig. Nicht nur sie: In der gestrigen FAZ-Druckausgabe gab es vier Zuschriften counterjihadischen Inhalts. Lesen Sie zunächst einen Text mit angenehm pragmatischer Ausrichtung von Dr. Ezhar Cezairli zum Thema Bildung und sodann drei kurze Briefe zur Causa „Kelek vs. Bade“ (4) von Professor Dr. Lorenz Fischer, Albrecht Wild und Wolfgang Stockhaus in eben dieser Reihenfolge.

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Unabhängig von Herkunft, Kultur und Religion

Zu „Neuer Integrationsbeirat tagt im Kanzleramt“ (F.A.Z. vom 21. Mai): Wozu brauchen wir noch einen „neuen Integrationsbeirat, der über Grundsatzfragen der Integration beraten soll“? Seit der „Deutschen Islamkonferenz“, die 2006 von dem damaligen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble initiiert wurde und deren Mitglied ich war, gab es neben mehreren Integrationsgipfeln den nationalen Integrationsplan, Integrationsvereinbarungen auf lokaler Ebene, Integrationsbeiräte auf Landesebene, eine Vielzahl von Foren für interkulturellen und interreligiösen Dialog und vieles mehr.

Inzwischen sind sechs Jahre vergangen, ohne sich über klare und verbindliche Grundsätze geeinigt zu haben. Gerade deshalb sollten wir uns angesichts der Vielfalt unserer Bevölkerung und der demographischen Entwicklung mit einer steigenden Zahl von Menschen aus dem islamischen Kulturkreis endlich Gedanken darüber machen, was uns in Zukunft zusammenhalten soll und wie wir die Kinder und Jugendlichen, die hier aufwachsen, für unsere moderne freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung gewinnen, ja begeistern können. Ebenso brauchen wir eine „Entkonfessionalisierung der Integrationsdebatte“, das heißt, wir sollten aufhören, über Integration – fast immer – im Zusammenhang mit dem Islam zu diskutieren. Die meisten „Migranten“ können das nicht mehr hören! Außerdem brauchen wir ehrliche Integrationsbemühungen und klare Vorgaben mit dem Ziel, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration zu schaffen. Diese sind unabhängig von Herkunft, Kultur oder Religionszugehörigkeit für alle gleich: Sprachkompetenz, gute Bildung und Berufsausbildung, Chancengerechtigkeit; aber auch: eigenes Engagement und aktives Nutzen von Chancen, Leistungsbereitschaft und Verantwortung für sich selbst und die Gesellschaft.

Wir dürfen kein Kind zurücklassen, keine Potentiale verschwenden, müssen Talente fördern und dafür sorgen, dass Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft vor der Einschulung möglichst die gleichen Startchancen haben. Das erreichen wir unter anderen Maßnahmen durch Kindergartenpflicht – nach einem Sprachtest – ab dem vierten Lebensjahr.

Wir sollten Kindergärten und Schulen (nicht Moschee-Vereine und Schülerwohnheime von islamischen Organisationen) als zentrale Orte der Bildung, der Entwicklung sozialer Kompetenzen, der Integration und der Vermittlung von Grundsätzen unserer Demokratie erkennen und diese sowohl strukturell als auch qualitativ verbessern. Eine gelungene Integration möglichst aller hier lebenden Menschen sollte das Ziel für eine gemeinsame Zukunft in unserer Gesellschaft sein und bedeutet nicht nur die Akzeptanz des Grundgesetzes, sondern: sich damit zu identifizieren und das auch zu leben.

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Forschergruppendenken

Zur Leserzuschrift „Necla Kelek kennt offenbar die Forschung nicht“ (F.A.Z. vom 16. Mai): Zweifellos ist Necla Keleks Darstellung der Arbeit des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration polemisch. Andererseits ist es in der Sozialforschung keine seltene Erscheinung, dass ein (gutgemeintes) Forschungsprogramm dem „Groupthink“ unterliegt und dabei in großen Teilen an der Realität vorbeiforscht. Wie dies zu vermeiden ist, kann aus dieser Theorie abgeleitet werden. Wenn der Kollege Ostendorf jedoch die Darstellungen von Thilo Sarrazin oder Frau Kelek als hysterische Schwarzweißmalerei pauschal zu diskreditieren versucht, drängt sich dem interessierten Beobachter im Umkehrschluss die Vermutung auf, dass Frau Kelek auch hier ins Schwarze getroffen haben könnte.

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Die Presse ist lästig

Als interessierter Leser der Veröffentlichungen von Necla Kelek (zuletzt ihres Buchs „Himmelsreise“) und Thilo Sarrazin bin ich entsetzt über die Zuschrift von Leser Professor Dr. Berndt Ostendorf „Necla Kelek kennt offenbar die Forschung nicht“ (F.A.Z. vom 16. Mai). Insbesondere die Schlussbemerkung, wonach für Ostendorf die Veröffentlichung des Artikels von Necla Kelek im Feuilleton Ihrer Ausgabe vom 9. Mai („Professor Bade gibt den Anti-Sarrazin“) nicht nachvollziehbar erscheint, lässt klar das gestörte Verhältnis zur Öffentlichkeit erkennen, das für ein elitäres Elfenbeinturmdenken charakteristisch ist. Offenbar weiß man sich nicht besser zu helfen, als schlussendlich die Presse zu maßregeln. Dies lässt tief blicken und erklärt anschaulich die Ausführungen von Necla Kelek. Ich für meinen Teil bedanke mich ausdrücklich für die Berichterstattung in Ihrer Zeitung.

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Migranten würden wieder gehen

Professor Dr. Dieter Oberndörfer (F.A.Z. vom 13. Mai) verwendet in seinem Leserbrief „Absurde Behauptungen zur Migrationsforschung“ zum Artikel von Necla Kelek über den „Sachverständigenrat“ der „Migrationsforscher“ (F.A.Z. vom 9. Mai) mehrfach den Begriff Wissenschaft, offensichtlich um die Leser damit zu beeindrucken und die nicht anzuzweifelnde Kompetenz des Rates zum Thema Immigration, also Einwanderung, zu begründen. Die Frage, ob die Wissenschaftler völlig falschliegen könnten, stellt sich somit nicht, da deren Auffassung als alternativlos hingestellt wird. Peinlich ist es, sich nach wie vor des Begriffs „Migration“ zu bedienen. Migranten sind Wanderer ohne festen Wohnsitz, also Nomaden. Um die geht es aber nicht. Diejenigen, die hier einwandern, wollen hier bleiben und sind Immigranten. Der Begriff „Migranten“ wurde von einer bestimmten politischen Richtung in den Sprachgebrauch eingeführt, um die Öffentlichkeit darüber zu täuschen, um wen es sich tatsächlich handelt. Grotesk wird die Bezeichnung derjenigen, die als Ausländer einwanderten, die deutsche Staatsbürgerschaft erwarben, mittlerweile in dritter Generation hier leben und nun als Bürger mit Migrationshintergrund bezeichnet werden.

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Time am 27. Mai 2011

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1) http://www.faz.net/artikel/C30297/integrationsdebatte-wir-sind-doch-keine-statistischen-ausreisser-30376659.html
2) http://www.kybeline.com/2011/05/26/petition-gegen-die-geplante-zentralmoschee-in-karlsruhe-mitmachen/
3) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/12/08/kennen-sie-die-hitlerkirche/
4) http://www.faz.net/s/Rub31A20177863E45B189A541403543256D/Doc~E3112174FCF3D4B698EFF251E5F66B9C3~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Gott sei Dank säkular

28. Oktober 2010

Albrecht Dürer: „Betende Hände“

Manche „militante“ Atheisten glauben, sie würden der Religion des Christentums einen Schlag versetzen, wenn sie einen säkularen Staat fordern. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Ideen von Theokratie und „Gottesstaat“ sind mit den Worten Jesu nicht vereinbar, der sagte: „So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist“ (Matth. 22/21) und „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Joh. 18/36).

Christen brauchen einen Staat, der Meinungsfreiheit garantiert, der sie sich versammeln lässt, der ihnen die vollen Bürgerrechte sichert, und der sie ihre Tüchtigkeit entfalten lässt, nicht einen, der im Namen Christi Macht ausübt. Der Staat ist für Christen nicht notwendig, um Jesu Worte zu verbreiten, das können sie selbst, und eher als dass der Mohammedanismus in einem Staatskirchenvertrag anerkannt würde (1), wäre für mich persönlich die generelle Abschaffung aller Staatskirchenvertrage und Konkordate vertretbar.

Was mich, obgleich ich selbst Christ bin, am Christentum in Deutschland häufig stört, sind selbstgefällige Pastoren, die in der Regel von der Schulbank auf die Kanzel wechselten, von der Realität keine Ahnung haben aber meinen, von oben herab mit salbungsvollen und gestelzten Reden sich selbst und ihr Amt spielen zu müssen. Das sind die Auswüchse eines Beamtenpredigertums, dessen Abschaffung dem Glauben möglicherweise sehr förderlich wäre. Die USA mögen da beispielhaft sein.

Die Ideen konservativer und nationalrevolutionärer Blogger im Umfeld des Counterjihad, die den fehlenden Gottesbezug in der EU-Verfassung (2) einfordern oder die flächendeckende Dekoration aller Schulklassenräume mit Kruzifixen, wären eine unzulässige Dominierung der Atheisten in Deutschland, die immerhin ein Drittel ausmachen, zielen letztlich auf die Errichtung autoritärer bzw. totalitärer Strukturen, haben aber m.E. mit dem Glauben nichts zu tun – sie benutzen ihn nur und schaden ihm.

Überlegungen in dieser Richtung sind in der FAZ im Zusammenhang mit den beiden verfehlten Reden unseres Noch-Bundespräsidenten in der letzten Zeit von verschiedenen Seiten vertreten worden. Da gab es einen exzellenten Text von Necla Kelek (3), einen ausgezeichneten Leserbrief von Dr. Frank-Bertolt Raith (4) sowie einen interessanten Aufsatz von Christian Lindner, dem Generalsekretär der FDP (5).

Im Folgenden bringe ich zwei weitere Wortmeldungen. Die erste stammt aus der gestrigen FAZ und ist von Dr. Ezhar Cezairli.

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Worauf auch wir Muslime hier stolz sein sollten

Zur Rede Bundespräsident Wulffs zum Tag der Deutschen Einheit (F.A.Z. vom 4. Oktober): Seit Beginn der „Deutschen Islamkonferenz“ 2006 sagten der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble sowie viele andere Politiker immer wieder, dass „der Islam ein Teil Deutschlands“ sei. Angesichts der hier lebenden Muslime, deren Zahl kontinuierlich wächst, ist das eine Realität.

Bei der Debatte über die Aussagen unseres Bundespräsidenten, dass der Islam zu Deutschland gehöre, geht es darum, welcher Islam gemeint ist. Denn der Islam, der in Deutschland im Alltag wahrgenommen und von den meisten islamischen Verbänden vertreten wird, ist leider noch nicht den Herausforderungen einer aufgeklärten modernen Gesellschaftsordnung gewachsen, noch bereit, sie auf dieser unverrückbaren Grundlage mitzugestalten. Trotz der Warnungen von uns säkularen Muslimen werden die islamischen Verbände in ihrer Forderung unterstützt, als Religionsgemeinschaft und als Ansprechpartner und Vertreter „der Muslime“ verfassungsmäßig anerkannt zu werden. Damit wäre rechtlich die Gleichstellung mit den Kirchen vollzogen. Deshalb empfinde ich die Aufregung über die Aussage des Bundespräsidenten Wulff, der Islam gehöre zu Deutschland, als zwiespältig.

Die gesamte Integrationsdebatte der letzten Jahre ist eigentlich eine Diskussion um das Selbstverständnis des heutigen und zukünftigen Deutschlands.

Wir müssen uns entscheiden, welches Selbstverständnis wir, unter Berücksichtigung der demographischen Verschiebungen zugunsten der stärkeren Zunahme von Muslimen, den heutigen und zukünftigen Generationen vermitteln wollen: Entweder definieren wir uns über die Religionen: Christentum und Judentum („christlich-jüdisch-abendländische Kultur“), die sicherlich sehr stark die deutsche Identität geprägt haben – dann werden wir jedoch den Islam nicht ausschließen können; oder aber wir definieren uns über eine gemeinsame Wertebasis, die von allen hier lebenden Menschen unterschiedlichster ethnischer, kultureller und religiöser Zugehörigkeit angenommen wird. Es geht darum, zu definieren, worauf sich unsere moderne, freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung tatsächlich gründet und welche Errungenschaften dazu geführt haben, dass sich eben Deutschland und Europa von anderen Staaten, insbesondere von den Herkunftsländern der meisten Migranten, unterscheiden.

Viele Länder, gerade des Nahen und Fernen Ostens und die Türkei, sind auch geprägt von jüdischer, christlicher und islamischer Geschichte und Kultur (auch von anderen Religionen), teilweise stärker, als es Deutschland und Europa sind. Ich selbst stamme aus „Antiochia“ – heute: „Antakya“ -, einer Stadt im südöstlichen Mittelmeergebiet der Türkei, die seit Jahrtausenden geprägt ist von der Koexistenz dieser Religionen.

Das, was Deutschland und Europa von den meisten dieser Länder unterscheidet, ist aber die Tatsache, dass sie nicht nur vom Christentum und Judentum geprägt wurden, sondern eben auch von den Werten der Aufklärung und des Humanismus, welche die Moderne und den Fortschritt ermöglicht haben; das ist die Demokratie, die individuelle Selbstbestimmung und Freiheit, Pluralität, Gleichberechtigung der Geschlechter, die universellen Menschenrechte und der Säkularismus, der sowohl die individuelle als auch die Religionsfreiheit garantiert.

Darauf können und sollten alle hier lebenden Menschen stolz sein.

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Ich gehe davon aus, dass Dr. Cezairli dies ebenso konsequent in der mohammedanistischen Community vertritt. Der zweite Beitrag stammt von Hartmut Peltz und ist der heutigen FAZ entnommen.
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So verrät Wulff sich und andere

Zum Beitrag „Wulffs Republik der Gläubigen“ (F.A.Z.-Feuilleton vom 22. Oktober): Necla Kelek erwähnt in ihrer Replik auf die Rede des Bundespräsidenten eine bedeutsame Tatsache nicht. Der, wie sie schreibt, „Pro-Christ-Katholik Christian Wulff“ ist geschieden. Er hat damit die Möglichkeit der Lösung der Ehe ergriffen, die in langen Auseinandersetzungen gegen eine bestimmte, vor allem klerikal orientierte Lesart des christlichen Glaubens erkämpft werden musste. Ich gehe davon aus, dass der Christ Christian Wulff die Vorteile dieser Möglichkeit – bei allen Kosten, die sie mit sich bringt – zu schätzen weiß.

Dass die neuen Liebhaber ganz gleich welcher Religion deren Kosten, Härten und Unmenschlichkeiten vergessen und die Leistungen des Säkularismus und der Aufklärung bei gleichzeitigem Genuss in einem Zuge unterschlagen und verraten, gehört zu einer neuen, von vielen gepflegten Weltanschauung. Sie ist zugleich antichristlich wie antiaufklärerisch. Sie ist antichristlich, da, um bei dem Beispiel zu bleiben, der Stifter des Christentums bei aller Betonung des göttlichen Willens (keine Scheidung!) der christlichen Gemeinde die Kompetenz, zu binden und zu lösen, überträgt und die Unterscheidung von Kirche und Welt, Letztem und Vorletztem, einschärft. Bei dem evangelischen Christen Dietrich Bonhoeffer kann der Katholik Wulff nachlesen, warum Mündigkeit, ein zentrales Wort der Aufklärung, eine christliche Tugend ist.

Der Bundespräsident -, oder vielmehr seine Redenschreiber, – kennt und kennen sich leider weder in der politischen noch in der christlichen Tradition Europas aus. So verrät er sich und andere.

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Time am 28. Oktober 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Staatskirchenvertrag
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Gottesbezug#Gottesbezug_in_der_Europ.C3.A4ischen_Verfassung
3) http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E6300B4C6C101487A8B1583348B868D0B~ATpl~Ecommon~Scontent.html
4) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/10/12/leserbrief-counterjihad-6/
5) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/10/18/so-gebet-dem-kaiser/

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P.S., Jihad-Piraten reingelegt, Interview mit Reeder:
http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E4EC0D25DD20A49928B8D855B94334792~ATpl~Ecommon~Scontent.html

 

Ware Lügen

14. September 2010

Guten Morgen, Naziran!

Mohammedanisten sind zwanghafte Lüger. Die ewige Gewaltherrschaft und Unterdrückung durch ihre Herrscher und Kleriker hat eine Kultur hervorgebracht, in der Lügen so selbstverständlich ist, dass eher betrachtet wird, ob gut oder schlecht gelogen wird, mutig oder unterhaltsam, nicht aber, ob Lügen unethisch ist oder nicht. Lügen im Dienst der Religion hat als Pflicht unter dem Begriff „Takija“ sogar Eingang in den höchsten Wertekanon der Orks gefunden, in den Kloran.

Dass wir Westler da nicht mithalten können, heißt nicht, dass wir nun überhaupt nicht wüssten, was Lügen ist, dass wir das überhaupt nie tun würden und zur Takija völlig unfähig seien. Ich bin sogar der Ansicht, dass die Fähigkeit zum Lügen eine notwendige Grundeigenschaft von Politikern sein muss: gegenüber dem eigenen Volk, mehr noch gegenüber Fremden aber vor allem gegenüber Feinden, und zwar skrupellos.

Das eigene Volk ist – zumindest im Westen – ein sehr heterogener Haufen der speziellsten Individuen, da braucht nicht immer jeder sofort alles zu wissen. Es gibt Spezialisten, die die Informationen richtig interpretieren können, und Vertrauen ist Grundlage der Beziehungen. Je interessierter und intelligenter jemand ist, wird er aus den Lügen ein Muster der Wahrheit erkennen können, denn die Lügen sind nicht unbedingt für ihn ausgesprochen worden.

Je höher die Verantwortung, desto weniger gilt also m.E. die moralische Verpflichtung, jedem gegenüber die ganze Wahrheit auszubreiten, da es, je mehr betroffen sind, umso unabsehbarer ist, was die allen eröffnete Wahrheit für Konsequenzen nach sich ziehen wird. Politik ist ein schmutziges Geschäft, und Politiker müssen mit verdeckten Karten spielen können. Während ich also dafür plädiere, dem Ehepartner unbedingt immer die ganze Wahrheit zu sagen, hat Obama z.B. von mir die Lizenz zum Lügen.

Wenn er in höchsten Tönen den Mohammedanismus preist (1), liegt das demzufolge nicht unbedingt daran, dass in der Parallelwelt, aus der er zu uns sprechen scheint, der Kloran ein menschenfreundliches Buch ist. Es liegt auch nicht daran, dass er wahnsinnig ist. Es liegt schlicht daran, dass er lügt.

Er darf das nicht nur, er soll das sogar. Obama soll mir gegenüber nicht die Wahrheit über den Kloran sagen, denn die weiß ich selbst. Er soll aber Leuten wie FAZ-Redakteur Klaus-Dieter Frankenberger verständliche Signale geben, dass es in Ordnung ist, wenn der jetzt die Wahrheit sagt. Es ist schon in Ordnung, wenn unsere Führer Mr. Jones (abgesagte) Kloranverbrennung verurteilen, denn Mr. Jones ist nach wie vor ein freier Mann und exzellenter Streiter des Counterjihad. Obamas Aufgabe ist das große Ganze, und zwar nicht in philosophischer Hinsicht, sondern im ganz konkreten Tagesgeschäft.

Daher ist es richtig, wenn er seine wahren Ansichten über den Mohammedanismus, den nur Irre, Profilneurotiker, Päderasten oder Sadisten ernsthaft verteidigen wollen, verschweigt. Denn ohne diese Lüge hätten die Amis z.B. den gigantischen Waffendeal mit den Saudis nicht einfädeln können, der Amerikas Wirtschaft 60 Milliarden Dollar bringen wird. Die FAZ (2):

„Bei dem Paket handelt es sich um das größte amerikanische Waffengeschäft aller Zeiten. Nach dem Bericht dient es neben der Sicherung von mindestens 75.000 Arbeitsplätzen in erster Linie der Stärkung des arabischen Verbündeten in seinem Machtkampf mit Iran. Die Gespräche zu dem Geschäft waren noch unter Präsident George W. Bush begonnen worden. Es wird erwartet, dass die Kongressabgeordneten diesem ohne große Änderungen zustimmen.“

PI sieht das Geschäft kritisch (3): „Letzteres (Gegengewicht gegen Iran) geht solange gut, bis das korrupte Regime der Familie Saud gestürzt wird, und Saudi-Arabien nach dem Willen des mohammedanisch geprägten Volkes ein islamischer Gottesstaat wird, der wie manch anderer ehemaliger Verbündete des Westens die hochmodernen Waffen dann mit ‚Allahu akbar‘ gegen die Lieferanten wenden wird.“

Ich stimme den geschätzten Kollegen in dieser Frage nicht zu, obwohl ich ihre Befürchtungen teilweise realistisch finde. In der Region sind angesichts des vorwärtsdrängenden Naziran, der derzeit unablässig an vielen Fronten gleichzeitig den Krieg eröffnen will (Jemen, Libanon, Israel, Gaza, Afghanistan, Irak) und nach der Atomrakete greift, die Europa erreichen können wird, schnelle und effektive Maßnahmen erforderlich. Ich fände es am besten, wenn alle friedlich blieben, denn Frieden ist menschenfreundlich und von Gott, und er ist ein tödliches Gift für den satanischen Mohammedanismus wie für den Nationalsozialismus seinerzeit. Wenn sich die Orks aber selbst gegenseitig in ihr himmlisches Bordell befördern wollen, können sie das m.E. gerne mit Waffen tun, durch deren Verkauf wir unsere Wirtschaften und technische Innovation am Laufen halten. Dass sie die Hightech-Waffen gegen uns einsetzen, halte ich für unwahrscheinlich – mit Teppichmessern und Sprengfallen sind sie ganz gut, aber um eine F15 zu fliegen braucht man andere Qualitäten als das stumpfe Beharren auf einem Aberglauben. Besonders wichtig (FAZ):

„Die israelische Lobby erhebt keine Einwände, weil Israel modernere Kampfflugzeuge vom Typ F-35 erhalten wird, welche nicht durch Radar erfasst werden, und weil sich die Kampfflugzeuge angesichts ihrer Reichweite für Saudi-Arabien nicht für Angriffe gegen Israel eignen.“

Einen interessanten Leserbrief von Ork Dr. Ezhar Cezairli, Mitglied im Integrationsbeirat der Hessischen Landesregierung und Mitglied der „Deutschen Islamkonferenz“, brachte die heutige FAZ:

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Sich mit Sarrazins Äußerungen auseinandersetzen

Zu Sarrazins Thesen, der Opferrolle der Migranten und den Fehlern der Integrationspolitik: Sarrazins Äußerungen zu Problemen bei der Integration sind vor allem deshalb völlig inakzeptabel, weil er die Ursache in der „genetisch bedingten“ mangelnden Intelligenz besonders der Migranten aus der Türkei sieht. Schlimmer ist aber, dass mehr als 80 Prozent der Deutschen ihm zustimmen und die meisten Politiker sich darüber wundern. Sarrazin hat es geschafft, offenzulegen, wie weit entfernt die Integrationspolitik aller Parteien von den Gedanken und Wünschen der Bürger ist.

Gerade deshalb sollte man sich offen und sachlich mit seinen Äußerungen auseinandersetzen. Ich appelliere an meine „Landsleute“ aus der Türkei sowie an alle Migranten, bei Kritik nicht die Opferrolle einzunehmen und beleidigt zu sein, sondern darüber nachzudenken, ob die Kritik einen wahren Kern hat. Es gibt viele Migranten, auch aus der Türkei, die hier erfolgreich integriert sind, Akademiker, Selbständige, Unternehmer, Leistungsträger, die sozial, kulturell und wirtschaftlich einen großen Beitrag für den Wohlstand unseres Landes leisten. Es gibt aber noch zu viele, die dies nicht schaffen. Deshalb sollten auch wir „erfolgreichen Migranten“ uns fragen, was wir tun können, damit benachteiligte Kinder und Jugendliche bessere Startchancen bekommen.

Die wichtigsten Voraussetzungen sind: das Beherrschen der deutschen Sprache, eine gute Ausbildung, das Ergreifen von Chancen, mehr Eigenverantwortung und die Akzeptanz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Wir sollten die Errungenschaften der Aufklärung, die das moderne Europa geprägt hat, besser vermitteln: Demokratie, individuelle Selbstbestimmung, Freiheit, Pluralität, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Trennung von Staat und Kirche.

Die Politik muss dafür sorgen, dass Kinder aus bildungsfernen Familien (das sind nicht nur türkischstämmige) frühestmöglich gefördert werden: Kindergartenpflicht, Ausbau von Förderprogrammen, bessere Vorbereitung aufs Berufsleben, Schulsozialpädagogen mit „Migrationshintergrund“, Stärkung sozialer Kompetenzen, mehr Wettbewerb unter den Schulen. Ganz sicher müssen auch Migranten mehr Integrationsbereitschaft zeigen.

Es gibt auch keine dummen Kinder. Doch es gibt (dumme) Erwachsene, die sich um die Zukunft ihrer Kinder keine Gedanken machen und ihnen nicht helfen, ihre Begabungen zu entdecken. Wenn Sarrazins Buch eine sachliche Diskussion anstoßen würde, anstatt einen Parteiausschluss nach sich zu ziehen, wäre schon etwas gewonnen.

Es wird immer wieder von der „Integration der Muslime“ gesprochen, als wären „Muslime“ eine homogene Gruppe und als könnte man ein Kollektiv integrieren. Hinzu kommt, dass „der Islam“, den die Menschen im Alltag erleben und der in Deutschland und Europa von bestimmten islamischen Verbänden vertreten wird, keinen aufgeklärten Islam darstellt. Es ist ein großer Fehler, zu glauben, dass man über eine höhere Akzeptanz des Islams die Integration zum Erfolg führen kann!

Nicht der Islam als Religion muss uns Sorgen machen, sondern die Tatsache, dass die islamischen Verbände inzwischen in vielen wichtigen Bereichen, wie bei der Bestimmung von Universitätsdozenten für Islampädagogik, bei der Ausbildung von islamischen Religionslehrern sowie bei der Erstellung von Lehrplänen für den Islamunterricht zunehmend Einfluss ausüben. Es ist verständlich, wenn Menschen, die keineswegs zur „rechten Szene“ gehören, Angst vor einer Islamisierung haben. Es ist eine Gefahr für die Zukunft Deutschlands, dass manche Politiker durch ihre Ignoranz (teilweise auch Naivität) gegenüber vielen islamischen Organisationen dabei sind, die Grundlagen unserer aufgeklärten Gesellschaft aufzugeben.

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Frau Cezairli scheint überwiegend auf unserer Seite zu stehen. Takija? Gegen wen? Wenn sie feststellt, dass der Mohammedanismus, den die Menschen im Alltag (in Deutschland und Europa) erleben, ein unaufgeklärter, rückständiger ist, schließt sich doch automatisch die Frage an, wo denn der aufgeklärte zu finden sein könnte. In Saudi-Arabien sicher nicht. Irgendwo in Afrika? Vielleicht in Asien? 20.000 Meilen unter dem Meer? In der Fantasie? Es gibt schlicht keinen Ork-Staat, in dem „Demokratie, individuelle Selbstbestimmung, Freiheit, Pluralität, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Trennung von Staat und Kirche“ eine Rolle spielen würden geschweige denn verwirklicht wären. In den Genuss dieser großartigen Errungenschaften kommen Orks nur, wenn sie als kleine einflusslose „Minderheit im Haus des Krieges“ partizipieren. Sowie sie aber die Mehrheit stellen und Wirklichkeit gestalten, erschaffen sie eine Wirklichkeit der Unterdrückung und Gewalt, immer, überall.

Dr. Cezairli weiß das mit Sicherheit. Ihr Brief ist m.E. counterjihadisch in dem Sinne, wie ich persönlich darüber denke, und die Lüge ist Takija gegen die Orks und ihre Freunde, die ihr solange das Expertentum in Fragen Mohammedanismus nicht absprechen können, solange sie sich (scheinbar) zu diesem perversen Wahnsinn bekennt. Mit ihrer Apostasie würde sie diesen wichtigen Status verlieren. Nekla Kelek handelt in meinen Augen ganz ähnlich. Ihre Lüge besteht in der einen notwendigen, der Mohammedanismus sei nicht voll und ganz zu vernichten. Diese Lüge eröffnet ihnen wie Obama und den Amerikanern große Möglichkeiten, Handlungs- wie Handelsmöglichkeiten. An Geschäftsabschlüssen aber ist in der kapitalistischen Gesellschaft, zu der wir uns bekennen, nichts per se Unmoralisches, im Gegenteil, Gratulation!

Die Standards indes, die Dr. Cezairli aufzählt, bleiben unverkäuflich.

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Time am 14. September 2010

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/09/13/wahnsinnig-ist-wer/
2) http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~EB6F84BE086204E28B53147B064382A86~ATpl~Ecommon~Scontent.html
3) http://www.pi-news.net/2010/09/groesstes-waffengeschaeft-aller-zeiten/