Posts Tagged ‘Elie Wiesel’

Obama im Stimmungshoch

19. Mai 2011

Die Höllenfahrt bin K*ckens hat die Welt nicht nur von einem besonders bösartigen Mohammedanisten befreit, sondern auch Präsident Obama einen enormen Reputationszuwachs verschafft, wie Jordan Mejias bei seinem Streifzug durch amerikanische Zeitschriften in der heutigen FAZ festgestellt hat.

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Jack Bauer im Weißen Haus

Nach Bin Ladins Liquidierung: Obama soll die
Hauptrolle in „24“ übernehmen

Wie schnell Zeitschriften veralten können, auch wenn sie vorausdatiert sind, darf diesmal der „Weekly Standard“, das Zentralorgan der einst so einflussreichen Neocons, in ganz und gar ungewollt satirischer Zuspitzung vorführen. Die Ausgabe vom 9. Mai zeigt auf dem Titel einen verängstigten, mit einem lächerlichen Sonnenhut ausgestatteten Obama, der anscheinend den Esel, das Wappentier der Demokraten, gegen ein Kamel eingetauscht hat und sich mit ihm hinter einer Wüstendüne versteckt, weil er offenbar nicht weiß, was er mit der „Großen Arabischen Revolution“ anfangen soll. Chefredakteur William Kristol gibt sich froh verzweifelt, dass da nichts mehr übriggeblieben ist vom „Zauber eines John Wayne, Rambo und Ronald Reagan“, die der Nation halfen, ihren Glauben an den amerikanischen Exzeptionalismus zu festigen. Vier weitere Jahre einer „Führung von hinten“, warnt Kristol, könnten katastrophal sein. Amerika werde heute von der Realität ausgeraubt, zu Hause und in der Fremde. Was allerdings für die nächste Präsidentschaftswahl nicht ohne Vorteile für die Opposition wäre: „Die Republikaner haben nichts anderes zu tun, als einen echten Führer zu nominieren.“

Nach der Liquidierung Usama Bin Ladins liest sich das nicht mehr ganz so überzeugend. All das Gerede von Obamas Führungsschwäche habe sich nun als Gerücht, als „myth“, erwiesen, stellt die „New York Times“ fest. Der Präsident habe die Ansicht „zertrümmert“, dass er sich zu keiner schwierigen Entscheidung durchringen könne und es ihm vor allem darum gehe, welches Bild sich das Ausland von Amerika mache.

War einst Obama für die konservativen Blogger von „RedState“ der „Lehrlings-Präsident“ und für die gleichgesinnte „Washington Times“ ein wiedergeborener Jimmy Carter, muss er sich jetzt an Vergleiche mit dem Antiterrorhelden Jack Bauer aus der Fernsehserie „24“ gewöhnen. Im „New York Magazine“ analysiert Kurt Andersen: „Ich glaube nicht, dass es verrückt ist, diese popkulturellen Archetypen für fähig zu halten, nicht nur das öffentliche Verständnis der Vorgänge, sondern die Vorgänge selbst zu prägen.“ Obama sei nun in der Lage, nach seinem Willen die Geschichte zu erzählen. Amerikaner meinten zwar, durch die Hinrichtung von Bin Ladin sei die Gefahr von Terrorattacken größer geworden, sie seien aber dennoch begeistert darüber, dass es passiert sei. Die leicht gestiegenen Chancen, ermordet zu werden, nähmen sie freudig in Kauf, um einen angenehmen symbolischen Affekt zu verspüren.

Obamas Widerwille gegenüber jeder wohlfeilen Dramatik hat David Remnick, den Chefredakteur des „New Yorker“, bei der Bekanntgabe der vollzogenen Mission am meisten beeindruckt. Als Präsident lege er, ganz im Gegensatz zu seiner Kandidatur, eine gewisse Verachtung für die emotionale, denkwürdige Phrase und die theatralische Geste an den Tag. Remnick begreift diesen Ernst als willkommenes Gegenmittel für eine politische Kultur, die mit Selbstbeweihräucherung, Wahn- und Angstvorstellungen infiziert sei. In „Time“ meint auch der Starreporter Joe Klein, jetzt deutlicher zu sehen, wie Obama funktioniert. Seine kaum verborgene Frustration mit seinen Kritikern rühre daher, dass der Metabolismus der Politik viel langsamer verlaufe als derjenige der Medien. Politik, insbesondere Außenpolitik, sei ungeeignet für schicke Universaldoktrinen. Obama werde jetzt den Erwachsenen spielen, weil er ein Erwachsener sei. Unser Nachrichtenzyklus verlange unablässig nach Abwechslung, erklärt ebenfalls in „Time“ James Poniewozik, der dann auch wieder den Bogen zu „24“ und Jack Bauer schlägt. Wie bei der Fernsehserie sei es zunächst um emotionale, nicht bloß operative Wunscherfüllung gegangen. Am Tag danach schoben sich schon die möglichen Auswirkungen auf die nächste Präsidentschaftswahl und die Angemessenheit von Obamas Ansprache an die Nation in den medialen Vordergrund.

Für einige Konservative, so John Heilemann in „New York“, gehöre die Kontroverse um die Fotos des erschossenen Bin Ladin zu den wenigen Strohhalmen, nach denen sie derzeit greifen könnten. Und was ist mit dem Streit, ob Folterungen, verharmlost als „enhanced interrogation“, Hinweise für die Entdeckung Bin Ladins lieferten? Für Heilemann ist auch das der verzweifelte Versuch der Rechten, einer ihnen ungünstigen Lage doch noch einen günstigen Dreh zu geben. Ihre Argumentationsmuster entbehren in der Tat nicht der Komik, wenn sie darauf bestehen, den Hauptanteil des Erfolgs für George W. Bush zu reklamieren, ihn aber von so gut wie jeder Verantwortung für den Zustand der Wirtschaft und den Krieg in Afghanistan zu entbinden.

Maureen Dowd, die scharfzüngige Kolumnistin der „New York Times“, versichert ihren Landsleuten: „Wir müssen uns für nichts entschuldigen.“ Sie bekennt sich zur Rache. Wenn man es mit einem Massenmörder zu tun habe, der über die Einäscherung von Tausenden von Amerikanern prahlte und noch unzählige mehr töten wollte, scheine dies die einzige zivilisierte und moralisch einwandfreie Antwort zu sein. In „Newsweek“ pflichtet ihr Elie Wiesel bei: „Durch seine Taten hat er jedes Recht auf menschliche Anteilnahme aufgegeben.“ Und Andrew Sullivan gesteht ein, als Christ für die Seele Usama Bin Ladins gebetet zu haben. Aber wahr sei auch, dass die Freude über seinen Tod ihm nicht abgehe und er sich darüber nicht im Geringsten schäme. Das einzig Vernünftige sei es, zugleich großen Schmerz und große Freude zu empfinden.

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Time am 19. Mai 2011

Orkparty im Shishashop

24. Mai 2009

Reden wir aus gegebenem Anlaß mal wieder über Hanky-Tank-Banky („Schlaf“) Moons Shishashop (UNO).

Wiki über das UNO-Budget (1): „Die größten Finanzierer in den Beitragsjahren 2004–2006 sind die USA mit 22 Prozent, Japan mit 19,5 Prozent, Deutschland mit 8,7 Prozent, Vereinigtes Königreich mit 6,1 Prozent und Frankreich mit 6 Prozent. Alle anderen Länder (Sie wissen schon, welche (2), T.) tragen weniger als 5 Prozent bei, etwa die Hälfte bezahlt nur den Mindestbeitrag von 0,001 Prozent.“

Dieser von uns finanzierte Debattierclub leistet sich den sogenannten „UN-Menschenrechtsrat“, dessen größter Block der der Orkstaaten mit rund einem Drittel der Mitglieder ist. Es folgt die Mitgliederliste. Region Afrika: Ägypten, Angola, Burkina Faso, Dschibuti, Gabun, Ghana, Kamerun, Madagaskar, Mauritius, Niger, Sambia, Senegal, Südafrika. Region Asien: Bahrain, Bangladesch, China, Indien, Indonesien, Japan, Jordanien, Katar, Malaysia, Pakistan, Philippinen, Saudi-Arabien, Südkorea. Region Osteuropa: Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Russland, Slowakei, Slowenien, Ukraine. Region Karibik und Lateinamerika: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Kuba, Mexiko, Nicaragua, Uruguay. Region Westeuropa und restliche Staaten: Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, Niederlande, Schweiz, Vereinigtes Königreich.

Ganz große Klasse, in der Mehrheit der dem „UN-Menschenrechtsrat“ angehörenden Staaten werden die Menschenrechte mit Füßen getreten. Ach so, mit Menschenrechten gemeint sind allein die Rechte, Mohammedanist zu werden sowie nach Herzenslust Israel zu verwünschen.

Wiki (3): „Delegierte jener Staaten, die der Organisation der Islamischen Konferenz angehören… verhindern… regelmäßig (die) Diskussion über Menschenrechtsverletzungen in ihren Staaten. Sie berufen sich dabei darauf, dass das Rechtssystem der Scharia Bestandteil ihrer Religion und somit jeder Kritik enthoben sei. Demgegenüber beschäftigte sich der Rat allein im Jahr 2007 auf Betreiben der islamischen Mitglieder 120 Mal mit dem Nahostkonflikt und verabschiedete zahlreiche israelkritische Resolutionen, während der Antrag westlicher Staaten auf die Einbeziehung und Verurteilung palästinensischer Menschenrechtsverletzungen jeweils abgelehnt wurde. Die USA haben ihren Beobachterstatus im Rat mittlerweile aufgegeben. Die US-Außenministerin Condoleezza Rice sagte dazu, es bringe wenig, sich an einem Gremium zu beteiligen, welches nur Israel angreife. Unter der Regierung von Präsident Obama ließen sich die USA als Kandidat für die Wahlen am 12. Mai 2009 aufstellen und sind in den Rat gewählt worden.“ O-O-O-Obama… wohin wird der B. Hussein die (bisher) freie Welt führen?

Wenden wir uns nun einer der 16 Sonderorganisationen (4) der UNO zu, nämlich der UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization), der UNO-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (5). Der Posten des Generaldirektors dieser Organisation ist zZ. vakant. Da der Bewerbungsschluß bereits auf den 30. Mai datiert, also Ende nächster Woche, es bisher nur einen Bewerber gibt und sich wohl kein anderer aufgrund der Bewerbung dieses Bewerbers traut, wird es wohl der Ork-Ägypter Faruk Hosni werden. Angesichts der Tatsache, dass die Orks zu den Erziehungswissenschaften bisher nichts beigetragen haben, zu den Wissenschaften kaum mehr als nichts, wenn man von den Leistungen der von ihnen unterdrückten Dimmis absieht, und dass sie unter Kultur vor allem „die Kunst des Ich-Bomben-Attentates“ verstehen (6), ist das eine impertinente Frechheit! Das ist mehr als dreist! Die bevorstehende Wahl Faruk Hosnis ist ein ungeheuerlicher Skandal!

Lesen Sie jetzt einen diesbezüglichen Aufruf von von Claude Lanzmann, Bernard-Henri Lévy und Elie Wiesel aus der heutigen FAZ aus dem Französischen übersetzt von Nils Minkmar:

Die Schande der UNESCO

Wer erklärte im April 2001: „Israel hat nie einen Beitrag zur Zivilisation geleistet, zu keiner Epoche; es hat sich immer nur die Güter anderer angeeignet“?

Und wer hat zwei Monate später nachgelegt: „Die israelische Kultur ist eine unmenschliche Kultur, eine aggressive, rassistische, überhebliche Kultur, die auf einem ganz einfachen Prinzip beruht: Zu stehlen, was ihr nicht gehört, um es anschließend als etwas Eigenes auszugeben“?

Wer hat bereits 1997 dargelegt und später überall wiederholt, er sei der „erbitterte Feind“ aller Versuche seines Landes, mit Israel normale Beziehungen zu pflegen?

Wer hat erst im vergangenen Jahr einem Abgeordneten des ägyptischen Parlaments, der sich sorgte, es könnten auch israelische Bücher in die Bibliothek von Alexandria aufgenommen werden, geantwortet: „Bring mir diese Bücher, und wenn es sie gibt, werde ich sie vor deinen Augen verbrennen“?

Wer hat 2001 in der Zeitung „Ruz al-Yusuf“ behauptet, dass Israel in seinem dunklen Streben von den internationalen Medien unterstützt werde, die von „Juden infiltriert“ seien, die dort „Lügen verbreiten“?

Wem also verdanken wir diese unsinnigen Aussagen, diese Blütenlese des Hasses, der Dummheit und der stumpfsinnigsten Verschwörungstheorien?

Faruk Hosni, seit mehr als fünfzehn Jahren ägyptischer Kulturminister und mit Sicherheit der nächste Generaldirektor der UNESCO – jedenfalls wenn vor dem Bewerbungsschluss am 30. Mai nichts unternommen wird, seinen bislang unaufhaltsamen Weg zu einem der für die globale Kultur wichtigsten Ämter zu stoppen.

Schlimmer noch: Die von uns zitierten Sätze geben nur einen kleinen Eindruck davon wieder, was Herr Hosni seit fünfzehn Jahren äußert. Es sind nicht einmal die widerwärtigsten seiner Aussagen. Sie holen ihn nun ein, da er sich auf einen entscheidenden Posten in der internationalen Kultur bewirbt.

Es ist offensichtlich: Herr Faruk Hosni ist nicht würdig, dieses Amt zu bekleiden. Herr Faruk Hosni steht nicht für Frieden, Dialog und Kultur, sondern für das Gegenteil dessen. Herr Faruk Hosni ist ein gefährlicher Mann, ein Brandstifter der Herzen. Es bleibt aber nur noch sehr wenig Zeit, um die Berufung von Herrn Faruk Hosni in dieses exponierte Amt zu verhindern.

Wir rufen die internationale Gemeinschaft auf, diese Wahl, die vom Kandidaten als so gut wie gelaufen dargestellt wird, zu verhindern. Alle Länder, die die Freiheit und die Kultur lieben, sind aufgerufen, diese Bedrohung abzuwenden und die notwendigen Schritte einzuleiten, um der Unesco diese Schande zu ersparen.

Wir laden auch den ägyptischen Präsidenten ein, sich in Gedenken an Nagib Machfus, den Literaturnobelpreisträger seines Landes, der sich im Grabe umdrehen dürfte, von Faruk Hosni zu distanzieren und diese Kandidatur zurückzuziehen.

Die UNESCO hat in der Vergangenheit manchen Fehler begangen, aber dieser wäre so enorm, ekelhaft und unverständlich, wäre eine so manifeste Provokation und den Idealen der Organisation so zuwider, dass sie sich davon nicht erholen dürfte. Wir haben keine Minute zu verlieren. Jeder ist aufgerufen zu verhindern, dass die UNESCO in die Hände eines Mannes gerät, der, wenn er das Wort Kultur hört, mit Bücherverbrennung antwortet.

Time am 24. Mai 2009

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(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Vereinte_Nationen#Budget_und_Finanzierung
(2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/06/eine-unheilige-allianz/
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Menschenrechtsrat
(4) http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Spezialorganisation
(5) http://de.wikipedia.org/wiki/United_Nations_Educational,_Scientific_and_Cultural_Organization

(6) http://www.welt.de/print-welt/article176827/Kunst_des_Maertyrertums.html

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Aktualisierung vom 25. Mai 2009:
Heute nimmt sich LIZASWELT des Skandalons an.
Unter
http://www.lizaswelt.net/2009/05/eine-schande-namens-uno.html
werde ich insofern korrigiert, als dass klar wird, das Hosni durchaus Gegenkandidaten hat. Es sind diese: „… eine Litauerin, eine Bulgarin und ein Kulturfunktionär aus Oman.“ Great! Really great! DIG IT!

Aktualisierung vom 26. Mai 2009:
Wie HC. Rößler heute in der FAZ berichtet, hat Israel seinen Widerstand gegen die Personalie Hosni eingestellt:

„Israel gibt offenbar seinen Widerstand gegen die Kandidatur des ägyptischen Kulturministers Faruk Hosni für das Amt des Unesco-Generalsekretärs auf. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu soll nach Presseberichten dem ägyptischen Staatspräsidenten Hosni Mubarak schon während ihres Treffens am 11. Mai in Scharm al Scheich zugesagt haben, die seit mehreren Monaten andauernde Kampagne gegen den Kandidaten aus Kairo zu beenden. Die israelische Zeitung ‚Haaretz‘ berichtete am Montag über ein ‚Geheimabkommen‘ zwischen beiden Politikern, von dem noch nicht klar sei, was Israel dafür im Gegenzug erhalten werde. Die Regierung in Jerusalem sei nicht mehr gegen eine Kandidatur Hosnis, sagte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums am Montag dieser Zeitung. Hosni hatte sich selbst in der Vergangenheit mehrmals als ‚erbitterter Feind‘ aller Bemühungen bezeichnet, normale Beziehungen mit Israel zu unterhalten.“