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Ein deutliches Zeichen

18. Juni 2017

Auch Mohammedanisten sollen in Köln
gesehen worden sein

Die meisten Mohammedanisten im Westen lassen sich von der nicht-mohammedanistischen Wirtsbevölkerung alimentieren, so wie dies ihr Religionsbegründer vorgeschrieben hat. Sie beziehen Sozialhilfe und bewohnen Sozialwohnungen. Deshalb ist es keine Überraschung, dass die meisten Opfer der Londoner Brandkatastrophe eines Sozialbaus Mohammedanisten waren (1).

Manche Mohammedanisten vermuten nun eine Verschwörung und eine Rache für die vielen Massenmorde im Namen des Mohammedanismus (2).

Tausende protestierten gegen die Regierung (3) und einige Hundert besetzten Regierungsgebäude. Sie sahen z.B. so aus:

Lieblingsbeschäftigung der Orks: Rioting

Weniger Zuspruch fand hingegen die Kölner Demonstration gegen terroristische Massenmorde. Hier hatten die Veranstalter mit 10.000 Teilnehmern gerechnet, und recht voreilig hatte Justizminister Maas halluziniert (4):

Gekommen sind dann nach einigen Quellen 200 – 300, nach anderen 300 – 500 Menschen, zu denen dann noch 500 gekommen sein sollen (5), die Hälfte von ihnen jedenfalls waren Nichtorks (6).

Inzwischen haben die Systemmedien in bewährter Manier 3500 Teilnehmer feststellen können (7):

„Die Veranstalter sprachen zuletzt von 3000 bis 3500 Menschen.“

MoT-Kommentator Schäl schrieb (8):
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Comedian Fatih Cevikkollu hielt eine bemerkenswerte Rede (9):

„Ich träume davon, hier in Köln mal auf eine Bühne zu kommen und zu rufen, hallo Köln. Und Köln antwortet: Hallo Fatih. Ich stelle fest, es hätte vielleicht die Verbände gebraucht, damit hier mehr Leute kommen. Man braucht keine Verbände um verbunden zu sein. Dass wir uns hier heute distanzieren, ist eigentlich absurd. Ich stehe hier als Moslem, vielleicht bin ich für dich kein richtiger Moslem. Ich stehe hier als Deutscher, und vielleicht bin ich für dich kein richtiger Deutscher. Ich stehe hier als Türke, aber vielleicht bin ich kein richtiger Türke.“

Er distanziere sich als Muslim „von den Pennern, die den Islam als Rechtfertigung für Gewalt und Terror ansehen.“ Er distanziere als Türke sich von der Erdogan-Regierung, als Deutscher von den Machenschaften der NSU, von den täglich brennenden Flüchtlingsheimen. „Und als Musiker von Helene Fischer.“

Wirklich bemerkenswert… Natürlich distanziert er sich nicht vom Koran oder den gewalttätigen Stellen. Danach wird es dann erstmal schön dämlich mit der Erdowahn-Ansage, die mit dem Thema gar nichts zu tun hat. Trägt aber zum weiteren Relativieren bei, was klassische torkische Taktik ist. Anschließend wird es ekelhaft: „… täglich brennenden Flüchtlingsheimen“. Wer hat dem ins Gehirn geschissen? Mit dem Helene-Fischer-Spruch zeigt er dann auch noch, dass er ein primitives Schwein ist!

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In der Tat hat die mohammedanistische Community in Deutschland ein deutliches Zeichen dafür gesetzt, dass sie die mohammedanistischen Massenmorde gutheißt oder ignoriert.

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Time am 18. Juni 2017

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1) http://www.barenakedislam.com/2017/06/17/is-it-me-or-do-most-of-the-protesters-who-stormed-the-city-council-following-the-grenfell-tower-fire-appear-to-be-muslims/
2) http://www.barenakedislam.com/2017/06/16/was-the-london-grenfell-tower-fire-revenge-for-all-of-the-recent-islamic-terrorist-attacks-taking-place-in-britain/
3) http://www.n-tv.de/panorama/Polizei-muss-May-in-Sicherheit-bringen-article19894404.html
4) http://fredalanmedforth.blogspot.de/2017/06/onkel-heikos-marchenstunde.html
5) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/nichtmituns-in-koeln-das-hier-ist-ein-anfang-15065366.html
6) http://fredalanmedforth.blogspot.de/2017/06/koln-nahezu-die-halfte-der-der-ca-300.html
7) http://www.n-tv.de/ticker/Tausende-Muslime-setzen-Zeichen-gegen-Terror-article19895052.html
8) https://madrasaoftime.wordpress.com/2017/06/17/die-entscheidung-der-torks/#comment-13189
9) http://www.express.de/27805956

Der große Wolf

2. November 2010

Manche halten den iranischen Präsidenten Mammut Gardinenstange für den allergefährlichsten Ork, deshalb, weil er irre ist und bald die Bombe besitzt. Aber diese wird ihr Ziel nie erreichen, sondern tausendfach auf Naziran zurückfallen.

Ich bin daher, wie ich diese schon länger vertrete, anderer Ansicht. Der gefährlichste Ork ist m.E. nach der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan (1).

Warum? Weil er Max Frischs Drama „Biedermann und die Brandstifter“ gelesen und durch und durch als treffende Beschreibung der europäischen Seele im allgemeinen bzw. der deutschen im besonderen begriffen hat.

Wiki (2): „So sah Hellmuth Karasek ‚eine Parabel, in der die Machtergreifung Hitlers treffend eingefangen ist. Die Erfahrung, daß Hitler aus seinen wahren Absichten in Mein Kampf nie einen Hehl gemacht hat, ist hier szenisch faßbar geworden. Der Terror kann sich unverblümt geben, sobald er den Bürger mitverstrickt hat, ihn zum Mitschuldigen machte. Er kann sich darauf verlassen, daß das Opfer nicht glauben wird, was es ahnt. Die Feigheit verschließt noch vor der Wahrheit Augen und Ohren.'“

Ganz so the Fuhrergan. Egal, was für Anmaßungen, Unverschämtheiten und Drohungen er oder einer seiner Kumpane vom Stapel lassen, egal, wie christenfeindlich oder antiwestlich die Sprüche daherkommen, sie bewirken bei einem großen Teil unserer politischen und medialen Eliten immer nur noch stärker die Überzeugung, dass die Türkei zu Europa gehöre, und dass the Fuhrergan ein freiheitlich-bürgerliches Modell anstrebe. Buchstäblich alles spricht dafür, dass die Türkei ihre herausragende Position innerhalb der mohammedanistischen Welt wiedergewinnen will, dass sie dafür die EU nur benutzen und dorthin ziehen will, dass sie mitnichten unsere Vorstellungen und Werte teilt. Alles, was uns an Nachrichten erreicht, muss als für uns negativ gewertet werden, dennoch bleibt die Sicht der Dimmis rosafarben verklärt.

Im aktuellen „Chrismon“ (3) wird der türkische Religionsminister von Claudia Keller als „Demokratisierer“ über den grünen Klee gelobt, obwohl in ein und demselben Text auch folgende Passage enthalten ist:

„Vor zwei Jahren erregte ein Leitfaden für die muslimische Frau auf der Internetseite der Diyanet Aufmerksamkeit. Harmlose Alltäglichkeiten wie parfümieren und flirten wurden gebrandmarkt als Vorstufen zur Sünde des Ehebruchs. Unverheiratete Männer und Frauen sollten sich nicht gemeinsam in einem Raum aufhalten, stand da, denn ‚wenn ein Mann und eine Frau allein in einem Zimmer sind, ist der Dritte im Bunde der Teufel‘. Deshalb sollten Frauen auch besser nicht allein reisen und nur hochgeschlossen vor die Tür gehen. Der umstrittene Leitfaden war kurze Zeit später von der Internetseite verschwunden, die Frage ist geblieben: Ist Ali Bardakoglu wirklich ein Liberaler? Ein Reformer? Der eben noch freundliche kleine Herr wird auf einmal unwirsch und stellt klar: ‚Im Islam gibt es keine Reform.‘ Mit Reform könnte man ja meinen Schwulenehe, Abtreibung und so. Das Christentum habe gezeigt, wohin die Modernisierung führe: zur Schwächung. Kein Wunder, dass die Kirchen in Europa leer seien. ‚Der Zauber der Religion liegt in ihrer Unberührtheit‘, sagt Bardakoglu, ‚wenn wir unsere Moscheen für jeden Windhauch öffnen, wird sie ihren Zauber verlieren.‘ Der Koran ist für ihn ein Heiligtum, die zugrunde liegenden Werte und Ethik sind nicht verhandelbar.“

Das ist doch genau das, was der Counterjihad seinen westlichen Mitbürgern zu vermitteln sucht, was die Dimmis aber partout nicht hören wollen. In der „Welt“ vom 28. Oktober hatte der türkische Außenminister einen Auftritt vor den Biedermännern, über den Boris Kálnoky berichtete (4).

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„Türkei wird Europas kulturelle Basis ändern“

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu ist davon überzeugt, dass ein türkischer EU-Beitritt die „zivilisatorischen Grundlagen“ Europas verändern wird: Weg von einer „rigide westlichen Identität“ und hin zu mehr Religion und „Monotheismus“.

Als Beispiel nannte Davutoglu den Minarett-Streit. „Heute sind manche europäischen Länder gegen Minarette eingestellt. Der Grund ist das sehr starke und rigide westliche Selbstverständnis. Aber Städte mit vielfältigeren kulturellen Bauwerken produzieren pluralistischere Bürger“. Europa werde sich auf eine solche vielseitigere Zukunft zubewegen, meinte Davutoglu, aber es werde zugleich religiöser, und das europäische Christentum selbst werde in gewisser Weise islamischer, nämlich „monotheistischer“ werden: „Meine persönliche Voraussage ist, dass neue christliche Bewegungen mit stärker monotheistischen Tendenzen aufblühen werden“, heißt es in dem Interview.

Auch die Türkei werde sich verändern: „Mehr Osteuropäer, sowie Portugiesen und Brasilianer werden in die Türkei kommen. Das wird uns auch verändern. Wir werden wahrscheinlich unser monokulturelles, nationalstaatliches Verständnis von Islam stärken müssen, und Europa wird sein monokulturell christliches (Selbst-) Verständnis stärken müssen. Das wird nicht leicht, aber es ist unausweichlich.“

Davutoglus Äußerungen mögen säkular denkenden westlichen Lesern rätselhaft scheinen, aber sie werfen ein faszinierendes Licht auf den Mann, der seit vielen Jahren als visionärer Stratege der türkischen Außenpolitik gilt. Offenbar stärker als oft angenommen, orientiert er sich an Religion als Mittel der Strategie – oder ist es gar das Ziel?

In diesem Sinne wurde nun das sogenannte Rote Buch der Türkei überarbeitet, ihre sicherheitspolitische Grunddoktrin. Religiöser Fundamentalismus wird darin erstmals nicht mehr als Gefahr für die nationale Sicherheit betrachtet, und auch nicht der iranische Gottesstaat – nur noch dessen Nuklearprogramm, nicht dessen Ideologie gibt Anlass zu „Sorge“. (…)

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Boris Kálnoky hat klar erkannt, was er nicht klar auszusprechen vermag: Die Durchsetzung des Mohammedanismus ist das Ziel. Der Feind sind nicht die wahnsinnigen Mullas in Naziran sondern das demokratische Israel. Hans-Christian Rössler in der gestrigen FAZ:

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Israel als Bedrohung eingestuft

Türkischer Sicherheitsrat sieht Interessen gefährdet

In Israel wächst die Sorge darüber, dass sich die angespannten Beziehungen zur Türkei weiter verschlechtern. Am Sonntag berichtete die israelische Presse über die Entscheidung des Nationalen Sicherheitsrats in Ankara, Israel wegen seiner Politik gegenüber den Palästinensern und im Nahen Osten zum ersten Mal seit 1949 als eine „Bedrohung“ für die Interessen der Türkei einzustufen. Zugleich soll der Rat, das wichtigste Gremium für die längerfristige strategische Planung, auf seiner Sitzung in der vergangenen Woche Iran, Syrien und Armenien nicht mehr als Länder bewertet haben, von denen eine Gefahr für die Türkei ausgeht. Israel wird in dem alle fünf Jahre erstellten Dokument für ähnlich gefährlich gehalten wie Griechenland. Dem Nationalen Sicherheitsrat, dem auch Ministerpräsident Erdogan und die Chefs der türkischen Sicherheitskräfte angehören, sitzt der türkische Präsident Gül vor. Erst vor wenigen Tagen beendete die Türkei die Zusammenarbeit zwischen den Geheimdiensten beider Länder.

In Israel befürchtet man, dass die Beziehungen zur Türkei angesichts der dort im kommenden Jahr anstehenden Wahlen weiteren Schaden nehmen könnten. Israelische Zeitungen warnten am Wochenende davor, dass Erdogan sogar die diplomatischen Beziehungen beenden könnte, um mehr Wähler für sich zu gewinnen. Die früher engen Kontakte zwischen Israel und der Türkei hatten sich seit der israelischen Offensive im Gazastreifen Anfang vergangenen Jahres stark gelitten. Zu zusätzlichen Spannungen kam es wegen der Erstürmung der maßgeblich von einer türkischen Hilfsorganisation organisierten Gaza-Hilfsflotte im Mai mit neun Toten.

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Die anti-westliche und antijüdische Haltung ist keine, die der Mehrheit von einer kleinen Avantgarde aufgezwungen wird, sie entspricht dem Denken der überwältigenden Mehrheit der Türk-Orks. Und sie wird beständig angefeuert und bestärkt. Bert Rebhandl berichtete ebenfalls am 1. November über die Fortsetzungen der überaus populären Serie „Tal der Wölfe“ in der FAZ. Er sieht genau, um was es den Produzenten im Kern geht, nämlich die Vernichtung Israels, aber er läßt sich nur zu gern von Nebensächlichkeiten den Kopf vernebeln.

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Wir haben ein  Mandat in Palästina

Die türkische Serie  „Tal der Wölfe“ der Brüder Sasmaz arbeitet mit antisemitischen Klischees und betreibt mit den Mitteln des Kinos inoffizielle Außenpolitik. Im jüngsten Film geht die Reise nach Palästina.

Filistin“ („Palästina“, T.) war im neunzehnten Jahrhundert eine kleine Provinz im großen Osmanischen Reich. Muslime sowie Juden und Christen lebten weitgehend friedlich in einer Gegend, die als arm galt und keiner eigenen nationalen Anstrengungen wert. Erst mit dem Beginn der jüdischen Einwanderung nach 1880 wurde das türkische Filistin wieder zu einer umstrittenen Region, und die Palästinafrage, mit der sich die europäischen Mächte konfrontiert sahen, beschäftigt die Welt im Grunde bis heute. Wenn sich in der Türkei nun gerade ein Blockbuster in der Phase seiner Fertigstellung befindet, der den Titel „Kurtlar vadisi Filistin“ trägt – „Tal der Wölfe Palästina“ -, dann geht es dabei nicht nur darum, dem Geheimagenten Polat Alemdar einen Ort für seinen Einsatz zuzuweisen, sondern es wird auch eine Tradition der Zuständigkeit aufgerufen: Die Türkei hat in Palästina noch ein Mandat. Das ist die Suggestion von „Tal der Wölfe Palästina“.

Der Argwohn, den die Nachrichten von den Dreharbeiten in Israel ausgelöst haben, kann nicht überraschen, und er hat mehrere Gründe. Erstens soll die aktuelle Fortsetzung der in der Türkei sehr populären Fernsehserie „Tal der Wölfe“, von der es inzwischen mehrere Spielfilm-Ableger gibt, einen politischen Zwischenfall der jüngeren Vergangenheit aufgreifen. Polat Alemdar, der Held, reagiert auf die Aufbringung jenes Versorgungsschiffs „Avi Marmara“ für den Gazastreifen durch die israelische Armee am 31. Mai 2010, bei der acht türkische Staatsbürger und ein aus der Türkei stammender Amerikaner getötet wurden. Der Vorfall führte zu schweren diplomatischen Verstimmungen zwischen der Türkei und Israel.

Zweitens gibt es in der Serie „Tal der Wölfe“ eine Tradition antisemitischer Klischees, von denen anzunehmen ist, dass sie in einem Blockbuster, der – in den Worten des Regisseurs Zübeyr Sasmaz – „Bewusstsein für das Leid der Palästinenser wecken will“, wieder aufgegriffen werden. In „Tal der Wölfe Irak“, der 2006 auch in Deutschland ins Kino gekommen war und heftige Diskussionen auslöste, war zum Beispiel eine Szene besonders anstößig, in der muslimischen Menschen Organe entnommen werden, als deren Bestimmungsorte Tel Aviv, London und New York ausgewiesen werden. Unschwer war dies auf ein „Weltjudentum“ hin lesbar, das rücksichtslos und biopolitisch von den geopolitischen Konflikten in der Region profitiert.

Zugleich wurde an „Tal der Wölfe Irak“ aber gerade von den schärfsten Kritikern häufig übersehen, dass es darin auch einen politischen Diskurs gibt, in dem keineswegs automatisch die aktionistische und gewalttätige Vorgehensweise von Polat Alemdar den Vorzug erhält. Es ist vielmehr ein quietistischer, mystischer Islam, der als das eigentliche Ideal des Films erscheint, und damit liegt „Tal der Wölfe“ ganz im Trend des türkischen Mainstreamkinos, das in den vergangenen Jahren zunehmend an Selbstbewusstsein gewonnen hat und inzwischen auch die Diasporagemeinden in vielen Ländern der Welt zeitgleich mit den Veröffentlichungen in der Türkei mit ihren Werken versorgt.

Kommende Woche zum Beispiel startet weltweit der Film „Fünf Minarette in New York“, in dem mehrere prominente Hollywood-Schauspieler in einer türkischen Großproduktion auftauchen. Danny Glover, Gina Gershon und Robert Patrick wurden verpflichtet, und sie bekommen es mit zwei Anti-Terror-Agenten aus der Türkei zu tun, die nach Amerika reisen, um einen radikalen Prediger zurück in die Heimat zu überführen. Zu „Fünf Minarette in New York“ sind bisher nur wenige Informationen verfügbar. Diese deuten aber allesamt darauf hin, dass es sich auch hier wieder um eine Mischung aus Genre-Elementen und Bezügen zur aktuellen Politik handelt, die einer differenzierten Lektüre bedarf.

Im Falle von „Tal der Wölfe“ stellt sich dieses Problem ganz genauso. Es steht dabei in Frage, ob eine Action-Serie so etwas wie eine Politik enthält, die über die unmittelbare Handlungspotenz des Helden hinausgeht. Dieser Polat Alemdar wird von Necati Sasmaz gespielt, wodurch die ganze Serie mit ihren Erweiterungen ins Kino mehr oder weniger zu einem Familienbetrieb wird. Denn sein Bruder Naci zählt zu den Autoren, und der dritte Bruder Zübeyr hat, nachdem er lange als Produzent fungierte, nun auch schon zweimal Regie geführt.

Die familiären Verbindungen der Sasmaz-Brüder wurden dabei immer wieder auch als Faktor der inhaltlichen Ausrichtung von „Tal der Wölfe“ genannt. Denn es gibt verwandtschaftliche Beziehungen zu der nationalistischen Partei MHP, die als extremistisch eingeschätzt wird, wie auch zu dem aus der sufistischen Tradition stammenden Quadiyya-Orden. In „Tal der Wölfe Irak“ finden sich tatsächlich viele Motive, die auf die entsprechenden Zusammenhänge verweisen, aber auf die gesamte Serie hin und auch nur auf die eigens für das Kino produzierten Filme ist die Sache schon viel weniger eindeutig.

Denn der vor zwei Jahren veröffentlichte „Tal der Wölfe: Muro“ (in Deutschland als „Tal der Wölfe 2“ gestartet) ist eine Satire um zwei aus dem Gefängnis entlassene linksradikale Tölpel, die es mit ukrainischen Sexarbeiterinnen zu tun bekommen – auch diese derbe Auseinandersetzung mit den Gefährdungen der Sittlichkeit findet also Platz unter dem weiten Dach dieser Serie. Im Fernsehen hatte es 2005 einige Aufregung gegeben, als Sharon Stone für einen Auftritt in „Kurtlar vadisi“ verpflichtet worden war – auch das damals schon ein Ausdruck des Selbstbewusstseins einer türkischen Unterhaltungsindustrie, deren nationalistische Agenda keineswegs nur politisch zu sehen ist.

Bei „Tal der Wölfe Muro“ führte Zübeyr Sasmaz zum ersten Mal selbst Regie für einen Kinofilm, auch bei „Tal der Wölfe Palästina“ hat er diese Funktion übernommen. Den Kontext für diese jüngste Auflage kann man am ehesten aus „Tal der Wölfe: Gladio“ ableiten, in dem die komplizierte Gemengelage der türkischen Innenpolitik und des sogenannten „tiefen Staats“, der von Verschwörungen durchwirkt ist, mit den Ansprüchen einer „neo-osmanischen“ Außenpolitik zusammengebracht wurde. Hier findet sich das Gelenk, das es Polat Alemdar, der ursprünglich ja angetreten war, um die türkische Mafia zu zerschlagen, erlaubt, über die Grenzen des eigenen Landes hinaus wirksam zu werden.

„Tal der Wölfe“ mit seiner verschlungenen Geschichte, zu der auch an einem bestimmten Punkt ein Ausstrahlungsverbot durch türkische Behörden zählt, betreibt Politik mit den Mitteln, die populäre Unterhaltungsmedien nun einmal haben: Es entstellt Konstellationen, die zum Teil widersprüchlich und schwer zu durchschauen sind, zu einer Kenntlichkeit, die Voraussetzung des Zugriffs eines Geheimagenten wie Polat Alemdar ist. Aber auf die lange Sicht vieler Fortsetzungen und Ableger wird diese Kenntlichkeit zu einer komplexen Bearbeitung von politischen Konflikten, von denen sich die türkische Öffentlichkeit tagtäglich ein Bild machen muss – und zu diesem Bild trägt „Tal der Wölfe“ bei, häufig populistisch und agitatorisch.

Das amerikanische Actionkino, das bisher das global unumstrittene Modell für diesen Erzähltyp war, musste über viele Jahre hinweg lernen, wie es wenigsten die gröbsten nationalen und rassistischen Stereotypen überwindet. Nun erwächst ihm aus selbstbewussten Ländern wie der Türkei eine Konkurrenz, die sich darum nicht groß bekümmert, sondern die Wirkungsmacht von Klischees gezielt zum Einsatz bringt. Wenn man so will, ist das ein asymmetrischer (und anachronistischer) Aspekt in der Auseinandersetzung darum, wer die Bilder aus und über den Nahen Osten und damit auch über „Filistin“ bestimmt. „Tal der Wölfe“ betreibt eine inoffizielle Außenpolitik, die politisch nicht korrekt sein muss, und gerade deswegen sehr erfolgreich ist – türkischer Populismus mit den Mitteln des Kinos.

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Die aufgepeitschte Stimmung wird ergänzt durch gesetzliche Maßnahmen, die die Vormacht von Erdogans AKP zementieren sollen, durch zahlreiche und willkürliche Verhaftungen sowie Morde. Oliver Jungen berichtete in der heutigen FAZ seltsam launig über eine zugegebenermaßen etwas skurrile Solidaritätsveranstaltung linker Promis für den in der Türkei verhafteten Schriftsteller und deutschen Staatsbürger Dogan Akhanli.

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Obacht, Türkei!

Köln zeigt Solidarität mit dem Autor Dogan Akhanli

Köln ist zurück. Zuerst zeigte sich die Bürgervernunft bei der Verhinderung des sinnlosen Abrisses des Schauspielhauses, wo derzeit Elfriede Jelineks Stück über den Archiveinsturz noch einmal die jüngeren Wunden leckt. Dann machte nach langer Abstinenz plötzlich die Kölner Kulturpolitik „bella figura“ und eröffnete ein Museum auf Weltniveau. Und eben hier, im neuen Rautenstrauch-Joest-Museum, erhob nun die Kölner Zivilgesellschaft wieder ihr Haupt. Einer der Ihren nämlich ist in Gefahr: der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli, der im August seinen kranken Vater in der Türkei besuchen wollte und unter fadenscheinigen Vorwürfen in Untersuchungshaft gesteckt wurde (F.A.Z. vom 26. August und 2. September). Seine zahlreichen Unterstützer von Günter Grass bis Orhan Pamuk vermuten eine Racheaktion, weil der politische Aktivist seit seiner Flucht nach Deutschland im Jahre 1991 immer wieder türkeikritisch Stellung bezogen hat, vom Genozid an den Armeniern bis zur Ermordung Hrant Dinks.

Die Solidaritätsveranstaltung für Akhanli, die das Kölner Literaturhaus in Kooperation mit zahlreichen Verbänden organisiert hatte, wurde regelrecht vom Publikum überrannt. Nahezu in Sekunden waren die dreihundert Stühle besetzt, Hunderte Besucher standen noch in den Gängen. Eingangs legten die beiden Anwälte des Inhaftierten dar, dass die Anklage wegen Raubes und Totschlags nach dem Rückzug beider Belastungszeugen zwar in sich zusammengefallen sei, aber die türkische Justiz den deutschen Staatsbürger trotzdem nicht freigebe. Das weitere Vorgehen soll am 8. Dezember entschieden werden, lebenslange Haft ist beantragt. Der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters hatte eine Grußadresse aus Istanbul geschickt, wo er unter anderem versuchte, seinen Amtskollegen Kadir Topbas zu einer schnellen Freilassung Akhanlis zu bewegen, was aber „nicht mal ansatzweise erfolgreich“ gewesen sei, wie Roters‘ Stellvertreterin Elfi Scho-Antwerpes ergänzte.

Das heizte jedoch den gerechten Zorn nur noch weiter an: Mehr Patriotismus wünschte sich gar Günter Wallraff, schließlich werde hier ein Deutscher festgehalten, aber weder vom Bundespräsidenten noch von Kanzlerin oder Außenminister habe man ein Wort dazu gehört. Mit der ultimativen Vergeltung drohte Wallraff der Türkei sodann, einer „Aktion“, sollte sein Schriftstellerfreund sich Ende des Jahres immer noch in Haft befinden. Der Kabarettist Fatih Cevikkollu bot sich sogleich als Mitstreiter an.

Die SPD-Politikerin Lale Akgün betonte, wie wichtig es sei, den EU-Beitritt der Türkei nicht in erster Linie von wirtschaftlichen Kriterien abhängig zu machen. Der Autor Navid Kermani meldete in diesem Punkt begründete Skepsis an: „Der Wirtschaftsaustausch Deutschlands mit Iran war noch nie so hoch wie im vergangenen Jahr, dem Jahr der Niederschlagung der Proteste, der schlimmstmöglichen Zustände in den Gefängnissen, der großen Worte von Solidarität.“ Dann folgte ein Plädoyer für das europäische Projekt, das es zu verteidigen gelte gegen den überall erstarkenden Nationalismus: „Wir müssen offensiver werden.“ So wandelte sich die Veranstaltung unter der ruhigen, klugen Leitung Osman Okkans – sicher im Sinne Akhanlis – allmählich zu einer Selbstvergewisserung der in Köln trotz aller Korruption letztlich doch tonangebenden engagiert-demokratischen Linken.

Am Ende des Abends stand ein humorvoller Brief Akhanlis selbst: Immer habe er davon geträumt, eine Veranstaltung im Literaturhaus zu bekommen. Hätte er gewusst, dass das so einfach ist, wäre er schon früher in seine alte Heimat gereist. Diese sei über die Maßen gastfreundlich: Bei freier Kost und Logis lebe er, man wolle ihn gar nicht mehr gehen lassen. Aber bleiben könne er nicht, dafür liebe er Köln, diese unverhältnismäßig hässliche Stadt, zu sehr, und zwar „euretwegen“ – und natürlich wegen des Karnevals. Das also ist Kölns Ultimatum: Sollte Dogan Akhanli Anfang März noch nicht zurück sein, dann fährt der Rosenmontagszug bis nach Istanbul, und an jede Laterne ketten sich Funkenmariechen an – das Ende der Türkei ist nah.

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Hier eine Meldung aus derselben Ausgabe der FAZ. Die Türkei, NATO-Partner und EU-Aspirant, ist nicht bereit, die massiven und permanenten Grenzverletzungen von ihrem Gebiet aus zu unterbinden, so dass die Griechen „Frontex“ zu Hilfe riefen (Die Türkei bildet mit Syrien (!) und Iran (!!) eine visafreie Zone). Das Verhalten der Türkei ist doch ein klarer Verrat am europäischen und westlichen Gedanken und ein deutlicher Affront. Aber unsere Dimmi-Politiker bitten um mehr dergleichen und sehen erneut die Beitrittsreife der Türkei bestätigt.

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175 Grenzbeamte der EU für Athen

Griechenland erhält zur Sicherung seiner Landgrenze mit der Türkei vorübergehend 175 Grenzbeamte aus anderen Mitgliedstaaten. Das teilte die EU-Grenzschutzagentur Frontex mit, über die solche innereuropäische Hilfen abgewickelt werden. Die griechische Regierung hatte vor einer Woche um Hilfe gebeten, weil sie sich nicht mehr in der Lage sieht, einen 12,5 Kilometer breiten Grenzstreifen nahe der Stadt Orestiada aus eigener Kraft zu kontrollieren. Über diese Lücke gelangen offenbar täglich mehrere hundert illegale Einwanderer in den Schengen-Raum. Es wird vermutet, dass viele von ihnen nicht in Griechenland bleiben, sondern weiter in Richtung Norden ziehen. Es ist das erste Mal, dass Frontex einem EU-Mitgliedstaat mit einer schnellen Eingreiftruppe bei der Grenzsicherung hilft. Die belgische EU-Präsidentschaft hatte Mitte vergangener Woche noch etwa 200 Beamte in Aussicht gestellt, nun wurden es etwas weniger. An der Hilfsaktion beteiligen sich 26 Staaten des Schengen-Raums. Entsandt werden unter anderen Fachleute für gefälschte Dokumente, heimliche Grenzübertritte, gestohlene Fahrzeuge sowie Hundeführer, Befragungsspezialisten und Dolmetscher. Hinzu kommt viel technische und logistische Ausrüstung, zu der unter anderem ein Hubschrauber (aus Rumänien) und diverse Fahrzeuge gehören. Deutschland schickt sieben von insgesamt 19 Patrouillenfahrzeugen und vier von neun Infrarotfahrzeugen. Alle Kosten trägt Frontex. Der Einsatz soll am Dienstag beginnen und voraussichtlich zwei Monate lang dauern.

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Die folgende Passage stammt aus der FAZ vom 30. Oktober:

„Der türkische Staatsminister Celik hatte in dieser Woche die Niederlande besucht und dabei das Vorhaben kritisiert, auch Türken zur Teilnahme an Integrationskursen zu verpflichten. Das widerspreche dem Assoziierungsabkommen der Türkei mit der EU. Celik hatte in Den Haag gesagt, unabhängig von ihrer möglichen Einbürgerung blieben alle Auslandstürken ‚für immer Türken‘.

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Diese Ansicht ist zweifellos ein weiterer Beweis für die Beitrittsreife der Türkei. Und the Fuhrergan himself? Er ist der große Wolf (5) und bleibt es. Er heult und droht, dass den Dimmis der Schreck in die Glieder fährt. N-TV gestern (6):

„Einen Tag nach dem Selbstmordanschlag von Istanbul hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan den Europäern vorgeworfen, den gegen die Türkei gerichteten Terror zu unterstützen. ‚Wir werden nicht vergessen, dass wir allein gelassen wurden,‘ sagte Erdogan in einer Rede in Istanbul.“

Den Benzinkanister braucht der Brandstifter natürlich nur deshalb, weil man so bequem darauf sitzen kann. Und wenn er den Biedermann um Feuer bittet, hilft der ihm noch dabei, die Lunte korrekt zu legen. Nicht mal Lämmer opfern sich derartig bereitwillig den Wölfen.

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Time am 2. November 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Recep_Tayyip_Erdoğan
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Biedermann_und_die_Brandstifter
3) http://www.chrismon.de/6981.php
4) http://www.welt.de/politik/ausland/article10599551/Tuerkei-wird-Europas-kulturelle-Basis-aendern.html
5) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/03/24/kalif-recep-i/
6) http://www.n-tv.de/politik/Erdogan-fuehlt-sich-allein-gelassen-article1832181.html