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„Ich meine: nein!“

18. März 2018

Stephan Haselberger und Hans Monath haben die Familienministerin Franziska Giffey für den „Tagesspiegel“ interviewt (1).

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„Es gibt in Deutschland viele Neuköllns“

Die neue Bundesfamilienministerin Franziska Giffey spricht über die Flucht der Politik vor der Wirklichkeit, ihre neue Aufgabe und ihre Herkunft aus dem Osten.

Frau Giffey, was kann Deutschland von Neukölln lernen?

Dass das Glas nicht halb leer, sondern halb voll ist. Dass Politik die Kraft hat, Probleme zu lösen. Es gibt in Deutschland viele Neuköllns. Die Zahlen mögen in anderen Städten unterschiedlich sein, aber die Herausforderungen sind ähnlich. Es geht zum Beispiel um sozial schwierige Verhältnisse, um Bildungsferne, um Parallelgesellschaften, um Hemmnisse bei der Integration – das gibt es nicht nur in Neukölln, sondern in der ganzen Republik.

Wie lassen sich die Probleme lösen?

Es geht darum, eine Balance zu finden zwischen Förderung, Dialog und Bildung auf der einen Seite, der Durchsetzung von Regeln auf der anderen. Wir müssen darauf achten, dass Regeln und Werte respektiert werden, damit es für alle funktioniert. Man kann Regeln durchsetzen, wenn man den politischen Willen dazu hat.

Und Sie haben diesen politischen Willen?

Ja, den habe ich. Man kann mit der Wirklichkeit ideologisch umgehen und Botschaften verkünden wie: Wir leben in einer bunten Stadt, in der alles schön ist. Oder: Wir müssen nur viele Angebote machen, dann funktioniert das schon …

Was ist daran so schlimm?

Das ist ein Trugschluss, das funktioniert nicht. Wir machen ja schon sehr viele Angebote. Aber die müssen auch angenommen werden. Es geht dabei um Fragen wie: Kommen Kinder regelmäßig in die Schule? Haben junge Frauen aus Einwandererfamilien das Recht auf Selbstbestimmung bei der Partnerwahl?

Damit darf sich der Staat nicht abfinden?

Nein. So wenig wie er sich damit abfinden darf, dass Frauen aus religiösen oder kulturellen Gründen die Gleichberechtigung verweigert wird. Wir dürfen uns mit Ungerechtigkeit, Ungleichheit und Unsicherheit nicht abfinden. Ich bin eine große Anhängerin pragmatischer Politik und der erste Schritt dazu ist, dass man die Dinge beim Namen nennt.

Wo haben Sie erlebt, dass Probleme verleugnet wurden?

Als ich das Problem organisierter Clan-Kriminalität aufgegriffen habe, hieß es von einigen: Das geht nicht, das ist diskriminierend, das schürt Vorurteile gegen Menschen aus dem Nahen oder Mittleren Osten. Sollen wir deshalb dem Ausbreiten solcher Formen von Kriminalität tatenlos zusehen? Ich meine: nein!

Was haben Sie sich nun als Familienministerin vorgenommen?

Ich komme aus einem Bezirk, der von Kinderarmut und sozialen Verwerfungen geprägt ist. Auch als Familienministerin will ich gegen Kinderarmut kämpfen, die Themen Kinderrechte und Kinderschutz voranbringen. Ich will die Qualität in unseren Kitas verbessern. Dazu gehört auch, dass wir die Erzieherinnen und Erzieher stärken: mit einer guten Ausbildung, Möglichkeiten zur Fortbildung und besserer Bezahlung. Wir wollen ehrenamtliches Engagement von Jung und Alt fördern und uns auch um bessere Bedingungen für diejenigen kümmern, die ältere Menschen pflegen. Es geht um die zwei Lebensphasen, in denen Menschen besonders darauf angewiesen sind, dass sie begleitet werden: die Kindheit und das Alter. Gerade hier ist unsere Gesellschaft viel zu nachlässig mit jenen Fachkräften, die jeden Tag eine so wichtige Arbeit leisten. Für diese sorgenden Berufe brauchen wir mehr Wertschätzung und Unterstützung.

Warum ist frühkindliche Bildung so wichtig?

Es geht darum, dass Kinder, unabhängig von ihrer Herkunft, egal ob sie in einer reichen oder armen Familie geboren sind, ihren Weg machen können. Wir erleben häufig, dass Eltern nicht in der Lage sind, ihre Kinder ausreichend zu unterstützen. Diese Kinder sind bei ihrer Geburt nicht dümmer oder weniger talentiert als andere. Wir müssen die Institutionen stärken, die das ausgleichen können. Die Kinder müssen aufgefangen werden. Wenn das, was sie zu Hause nicht erhalten, nicht woanders geleistet wird, dann haben wir ein Problem.

Ihre Vor-Vorgängerin als Familienministerin war Manuela Schwesig. Nun sagt die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende, die SPD habe sich gescheut, Probleme im Zusammenhang mit Migration offen anzusprechen und so Raum gelassen, den Rechtspopulisten genutzt hätten. Hat sie recht?

So ist es. Ich erlebe es so: Viele Menschen sehen, dass es Leute gibt, die auf Regeln und Gesetze pfeifen. Manche haben Angst, abends U-Bahn zu fahren, fühlen sich in bestimmten Vierteln nicht sicher. Die Menschen erwarten von der Politik eine Antwort darauf. Wenn, ich sage es in Anführungszeichen, die „da oben“ aber erklären, da gebe es gar kein Problem, dann wenden sich die Bürger Parteien zu, die das aussprechen, was sie selbst jeden Tag erleben. Das Thema innere Sicherheit ist immens wichtig. Es ist die Basis für alles andere.

Eine Lehre der Wahl war: Die etablierten Parteien spürten nicht, was die Menschen umtreibt. Nehmen Sie sich vor, mehr Realitätssinn in die Bundespolitik zu tragen?

Ja, das ist Teil meines Jobs. Mir haben die Neuköllner mit auf den Weg gegeben: Bleiben Sie, wie Sie sind, und vergessen Sie uns nicht! Genau so will ich es machen. Das bin ich den Leuten da draußen auch schuldig. Gute Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit.

Ist es Ihnen sehr schwergefallen, Ihre Aufgabe in Neukölln aufzugeben?

Allerdings. Als das Angebot kam, habe ich intensiv überlegt. Ich dachte: Ich bin mit mehr als 30 Prozent gewählt, ich muss meine Aufgabe zu Ende bringen. Den Ausschlag hat dann mein Vater gegeben. Er hat gesagt: Wenn du verantwortlich handelst, dann musst du es aus Verantwortung für Deutschland und die SPD machen. Das hat mich überzeugt. Jetzt will ich als Ministerin meinen Beitrag leisten, dass es besser wird.

Die SPD hat Sie auch ins Kabinett geholt, weil Sie im Osten geboren und aufgewachsen sind. Politikerin sind Sie aber im Berliner Westen geworden. Woran merkt man, dass Sie aus dem Osten kommen?

Ich sage Ihnen mal, was in mir vorging, als ich am Mittwochabend zum ersten Mal an einer Kabinettsitzung teilnahm und aus dem Kanzleramt in Richtung Spree und auf den Reichstag schaute. Ich dachte in dem Moment: Das ist unglaublich. Es ist noch nicht so lange her, dass hier die Mauer stand und auf Menschen geschossen wurde. Dass es die Wiedervereinigung gab, dass sich Berlin als Hauptstadt so entwickelt hat, das ist für mich alles andere als selbstverständlich. Für mich ist die deutsche Einheit der Glücksfall des letzten Jahrhunderts.

Haben Sie mehr Verständnis für Ostdeutsche als ein Politiker aus dem Westen?

Ich denke schon. Ich habe erlebt, wie es war, als ein System zusammenbrach, damals war ich noch in der Grundschule. Meine Eltern sind beide zunächst arbeitslos geworden, weil ihre Betriebe abgewickelt wurden. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man eine persönliche biografische Schere im Kopf hat: davor und danach. Für alle im Osten war die Wende ein tiefer Einschnitt in ihrem Leben. Alles hat sich geändert. Ich werde die Ministerin im Kabinett sein, die den Osten repräsentiert. Ich glaube, dass es den Menschen im Osten guttut, wenn sie wissen: Da ist eine von uns.

Ihre Vorgängerinnen im Amt haben erlebt, dass auch ihr Familienleben für die Öffentlichkeit von Bedeutung war. Manuela Schwesig etwa redete darüber, wie sie den Job als Ministerin und die Erziehung ihrer zwei Kindern vereinbaren konnte. Reden Sie auch über Ihr eigenes Familienleben?

Nein. Ich habe hier eine Aufgabe übernommen, die ich mit ganzer Kraft gestalten werde. Das Interesse an meiner Person verstehe ich, über mich und meine politische Arbeit gebe ich auch gerne Auskunft. Aber mein Familienleben soll auch weiter meine Privatsache bleiben.

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Time am 18. März 2018

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1) https://www.tagesspiegel.de/politik/familienministerin-franziska-giffey-es-gibt-in-deutschland-viele-neukoellns/21082358.html

Alle unter einer Decke

15. Juli 2016

NBS

In einigen MSM wird über die Dar-as-Salam-Moschee in Berlin-Neukölln kritisch berichtet, dass dort Extremisten das große Wort führen – Lesen Sie einen Beitrag von FAZ.NET“ von Frank Jansen (1).

Das gefällt den Orks, die alle unter einer Decke stecken, überhaupt nicht – Lesen Sie einen Hetzartikel von der „Islamischen Zeitung“ von Tarek Baé, der SA-lafisten und Muslimbrüder als „Denkschulen“ bezeichnet (2).

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Extremisten predigten in Dar-as-Salam-Moschee

Im Fall der Dar-as-Salam-Moschee in Berlin-Neukölln verdichten sich die Hinweise auf extremistische Aktivitäten. Franziska Giffey verteidigt ihren Besuch weiterhin.

Im Fall der umstrittenen Dar-as-Salam-Moschee in Neukölln, deren Imam mit dem Verdienstorden des Landes Berlin geehrt wurde, nehmen die Hinweise auf extremistische Aktivitäten zu. Wie der Tagesspiegel aus Sicherheitskreisen erfuhr, traten in den vergangenen Jahren mehrmals islamistische Prediger in der Moschee auf, die sich selbst als „Neuköllner Begegnungsstätte“ darstellt.

So hielt im November 2014 an zwei Tagen der aus Israel stammende Araber Raed Fathi Vorträge. Der Religionsgelehrte stehe der palästinensischen Terrorvereinigung Hamas nahe, sagen Sicherheitsexperten. Außerdem habe Fathi in einem Video bei YouTube einen der Ideologen des Heiligen Krieges und einstigen Mentor von Osama bin Laden, Abdullah Azzam, als „Helden“ gelobt. In Israel habe Fathi einen Skandal ausgelöst, als er die schiitische Sekte der Drusen zu Ungläubigen erklärte. Die Drusen verhalten sich gegenüber Israel loyal.

Frauen mit Schlägen züchtigen

2013 habe in der Dar-as-Salam-Moschee auch der saudische Islamist Muhammad al Arifi gepredigt, hieß es in Sicherheitskreisen. Er war trotz eines Einreiseverbots der Schengen-Staaten nach Deutschland gekommen und trat in Neukölln auch in der salafistischen Al-Nur-Moschee auf. Al Arifi hetzt gegen Juden, Homosexuelle und Schiiten. Außerdem empfiehlt er Ehemännern, ihre Frauen mit Schlägen zu züchtigen.

Wegen der Predigt von Al Arifi musste sich der Imam der Dar-as-Salam-Moschee, Mohamed Taha Sabri, im Neuköllner Rathaus rechtfertigen. Doch offenbar wurden weder dieser Vorfall noch die Nennung der Moschee im Jahresbericht des Berliner Verfassungsschutzes dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) bekannt, bevor er Sabri im Oktober 2015 mit dem Verdienstorden auszeichnete.

Ehrung sei nicht sinnvoll

Die Ehrung sei „nicht sinnvoll“, sagte jetzt der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Robbin Juhnke. „Eine Auszeichnung soll eine Vorbildfunktion haben. Die hat sie nicht, wenn eine Moschee im Verfassungsschutzbericht steht.“

Juhnke hält auch den Besuch der Neuköllner Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) in der Moschee am vergangenen Freitag für falsch. Giffey sieht sich, wie berichtet, viel Kritik ausgesetzt. Aber auch bei radikalen Tendenzen dürfe der Gesprächsfaden nicht reißen, sagte sie dem Tagesspiegel. Giffey will nun jedoch mit dem Verfassungsschutz reden. Imam Sabri äußerte sich nicht.

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Giffey

Angriff auf Neuköllner Begegnung

Kommentar: Warum der B.Z. Artikel über den Besuch Giffeys in der NBS zurückzuweisen ist

Am 11. Juli veröffentlichte die Berliner Zeitung „B.Z.” einen Bericht mit dem Titel „Warum besuchte Franziska Giffey eine Radikalen-Moschee?” Die Neuköllner Bezirksbürgermeisterin wird dafür kritisiert, die „Neuköllner Begegnungsstätte” (NBS) in der Flughafenstraße besucht zu haben. Demnach stünde Giffey nach einem Posting auf ihrer Facebook-Seite „unter Kritik”. Diese vermeintliche Kritik nimmt Olaf Wedekind in dem Artikel offensichtlich unhinterfragt auf.

„Eine demokratische Politikerin bei Salafisten”, lautet einer jener Kommentare, der die Kritik am Besuch darlegen solle. Gleichzeitig wird der Moschee vorgeworfen Verbindungen zur Muslimbruderschaft zu unterhalten. Einem Laien ist das vielleicht nicht bewusst, aber das sind zwei verschiedene Denkschulen. Ähnlich amateurhaft wirken auch die anderen Beiträge zum Artikel.

Die NBS ist nicht salafitisch. Und sie ist auch nicht, wie die selbsternannte „Islam-Expertin” Sigrid Herrmann-Marschall im B.Z. Artikel versucht zu markieren, ein Treffpunkt von „Ultra-Hardlinern” oder „radikalen Islamisten”. Zwei, das sei erwähnt, allgemein schon höchst fragwürdige Begriffe.

Im NBS waren hingegen bereits unter anderem die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth, der Vorsitzende des Zentralrast der Muslime, Aiman Mazyek, der Rabbiner Walter Rothschild, Prof. Werner Schiffauer oder die Pfarrerin Elisabeth Kruse. Weil der Name Begegnungsstätte laut der Gemeinde Programm sein soll.

Auch die jahrelangen Bemühungen der Moschee, gegen Extremismus anzukämpfen, werden durch den Artikel und den tendenziösen Kommentaren sabotiert. Der deutschlandweit bekannte Referent Ferid Heider hält regelmäßig Unterrichte dort ab, die junge Muslime im Umgang mit extremistischen Ideologien schulen sollen, was ihn zu einer Zielscheibe eben jener Leute machte.

Der Imam der Gemeinde, Taha Sabri wurde 2015 für seinen Einsatz gegen den Extremismus mit dem Verdientsorden des Landes Berlin vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller ausgezeichnet. Selbst über die Bezirksgrenzen hinaus sei die Moschee für „außergewöhnliche Arbeit im Feld des interreligiösen und interkulturellen Dialogs” bekannt, wie der angehende Rabbiner Armin Langer von der Salaam-Shalom Initiative feststellt.

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Time am 15. Juli 2016

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1) http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-neukoelln-extremisten-predigten-in-dar-as-salam-moschee/13867278.html
2) http://www.islamische-zeitung.de/angriff-auf-neukoellner-begegnung/

Sieg des Jihad: Berlin

14. Juli 2016

Weber

Lesen Sie einen Bericht über deutsche Kriecher vor dem Nazislahm von „FAZ.NET“ (1).

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„Handschlag-Streit“

Berliner Schule entschuldigt sich bei Imam

Weil er der Lehrerin seines Sohnes aus religiösen Gründen nicht die Hand geben wollte, entbrannte ein Streit zwischen einer Berliner Schule und einem Imam. Nun hat sich die Schule entschuldigt.

Im Konflikt zwischen einer Lehrerin und einem strengreligiösen Imam um einen verweigerten Handschlag bei der Begrüßung hat sich die Schule für mögliche Missverständnisse entschuldigt. Man habe niemanden in seiner „Religionsfreiheit oder Persönlichkeit“ verletzen wollen, hieß es in einem Brief an die Rechtsanwältin des Imams, dessen Kinder die Schule derzeit noch besuchen. „Ein solches Missverständnis täte uns wirklich aufrichtig leid.“

Ende Mai hatte eine Lehrerin der Schule ein Gespräch mit dem Imam abgebrochen, weil der Mann ihr nicht die Hand gab. Er berief sich auf seine Religionsfreiheit. Die Lehrerin warf ihm Frauenfeindlichkeit und mangelnden Respekt vor. Daraufhin zeigte der strenggläubige Schiit aus der Türkei die Lehrerin an – Berichten zufolge wegen Beleidigung und Verletzung der Religionswürde.

Der „Handschlag-Streit“ hatte in Berlin Diskussionen ausgelöst. Unter anderem die Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) verteidigte die Lehrerin: „Sie ist Erziehungs- und Respektsperson und zugleich Vertreterin des deutschen Staates. Sie verdient es, dass ihr der Respekt entgegen gebracht wird, der in diesem Land üblich ist.“

Unterdessen bestätigte die private Schule, dass die Familie des Imams die Verträge der beiden Kinder gekündigt habe. Der Sender RBB hatte zuerst darüber berichtet.

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Time am 14. Juli 2016

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1) http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/berliner-schule-entschuldigt-sich-bei-imam-14340411.html

Die 5. Kolonne der Torks

25. April 2016

Nazislahm

Völlig unbehelligt können fast 1.000 mohammedanistische DITIB-Kommissare der Torks ihr propagandistisches Unwesen in Deutschland treiben und in rund 1.000 von der Torkei kontrollierten Moscheen gegen Demokratie, Menschenrechte und offene Gesellschaft hetzen (1).

Strunzdumm und verlogen wie immer ist der Kommentar der SED: Es dürfe keine „Sonderbehandlung“ einzelner Religionen geben. Tatsächlich steht man unterwürfig und dienstbeflissen bereit, um den Orks jede noch so unverschämte Sonderforderung zu erfüllen.

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Erdogans verlängerter Arm?

In Deutschland predigen 970 aus der Türkei entsandte Imame

Die türkische Religionsbehörde hat zahlreiche Imame nach Deutschland entsandt. Grünen-Chef Cem Özdemir warnt vor ihrem Einfluss und Versuchen, mit radikalem Gedankengut den gemäßigten Islam im Land zurückzudrängen.

In deutschen Moscheen predigen laut einem Zeitungsbericht derzeit rund 970 Imame, die von der türkischen Religionsbehörde entsandt worden sind. Ihre Aufenthaltsdauer in Deutschland liege in der Regel bei fünf Jahren, schreibt die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib). Aus der CSU war zuletzt die Forderung gekommen, die Finanzierung von Moscheen aus dem Ausland zu stoppen.

Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir sagte der „Welt am Sonntag“, in Ditib-Moscheen gebe es zwar viele engagierte Gemeindemitglieder, die „tolle Arbeit“ leisteten. Der Dachverband selbst aber sei der verlängerte Arm des türkischen Staates. Ankara mache Ditib immer mehr zu einer politischen Vorfeldorganisation der regierenden AKP. Er forderte: „Die Türkei muss die Muslime endlich freigeben.“

Özdemir sieht vor allem den Einfluss des Wahabismus als großes Problem. Vertreter dieser puritanischen Interpretation des sunnitischen Islam, die in Saudi-Arabien Staatsreligion ist, versuchen seiner Ansicht nach auch in Deutschland den „Mehrheitsislam zurückzudrängen“. Der Bundesregierung fehle in Bezug auf saudische Finanzmittel für hiesige islamische Einrichtungen das Problembewusstsein, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Man behandelt Saudi-Arabien mit Samthandschuhen und arbeitet sich stattdessen an Symbolthemen wie dem Burka-Verbot ab.“

Die Bürgermeisterin des Berliner Bezirks Neukölln, Franziska Giffey (SPD) sagte der „Welt am Sonntag“, sie sehe es kritisch, „wenn Moscheevereine fremdgesteuert sind und dort Imame predigen, die nicht nach dem deutschen Werteverständnis ausgebildet und nicht hier aufgewachsen sind“.

Das AfD-Bundesvorstandsmitglied Georg Pazderski sagte: „Die Türkei mischt sich mit dieser Praxis massiv in die deutsche Innenpolitik ein.“ Dies dürfe genauso wenig geduldet werden wie die Finanzierung von Moscheen in Deutschland aus dem Ausland.

Die religionspolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Christine Buchholz, betonte, es dürfe keine „Sonderbehandlung“ einzelner Religionen geben. Deshalb brauche Deutschland auch kein Islamgesetz, wie in Österreich.

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Time am 25. April 2016

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/erdogans-verlaengerter-arm-in-deutschland-predigen-970-aus-der-tuerkei-entsandte-imame-14197207.html#/elections

Aus der Hauptstadt (#8)

9. Februar 2015

Neukölln

Susanne Vieth-Entus berichtet aus der Hauptstadt, aus Neukölln, von einem sozialen Brennpunkt (1). Hauptakteure sind „männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund“, d.h. Mohammedanisten.

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Polizeieinsatz am Bücherregal

Drogenhandel in Neuköllner Bibliothek

Drogenhandel, Brandstiftung, Polizeieinsätze – was sich nach einem Schwerpunkt für Kriminalität anhört, ist nicht anderes als eine öffentliche Bibliothek in Berlin-Neukölln. Deren Mitarbeiter fordern nun einen Wachschutz

Die Liste der Zumutungen ist lang: Sex auf der Toilette, Brandstiftung, Beleidigungen und unflätiges Benehmen lassen die Neuköllner Helene-Nathan-Bibliothek zu einem schwer erträglichen Ort werden. Jetzt haben die 29 Mitarbeiter einen Wachschutz gefordert. Die zuständige Bildungsstadträtin Franziska Giffey (SPD) hat das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Bezirksamtssitzung am nächsten Dienstag gesetzt. „Wir werden prüfen, ob die Bibliothek einen Wachschutz bekommen kann“, kündigte Giffey an.

Die Probleme sind nicht neu, wurden zuletzt aber immer massiver. Als Giffey die Bibliothek diese Woche, wie berichtet, besuchte, um mit den Mitarbeitern die Lage zu erörtern, wurde klar, dass etwas geschehen muss. „Bereits mehrmals wurden Feuer in der Herrentoilette entzündet, die, weil zu spät bemerkt, einmal sogar zur Bibliotheksräumung mit Feuerwehreinsatz führten“, schreiben die Mitarbeiter in einer Auflistung der Vorkommnisse. Weiter heißt es: „Es wurden im Toilettenvorraum und innerhalb der Damentoilette Paare beim Geschlechtsverkehr angetroffen. Ebenso wurden in den Waschräumen Kondome gefunden“.

Mitarbeiter werden bedroht

Besonders relevant für das fehlende Sicherheitsgefühl in den Räumen der Bibliothek ist die Tatsache, dass sie als „Umschlagplatz für Drogen oder auch als Verabredungsplatz für Kuriere benutzt werden“, heißt es in dem Schreiben, mit dem die Bibliothekskräfte gegenüber dem Bezirksamt ihre Notlage erläutern. Zudem komme es immer wieder zu „sexistischen Beleidigungen weiblicher Mitarbeiter, vereinzelt auch zur Androhung von Tätlichkeiten oder sogar zu Rempeleien gegenüber den Mitarbeitern“. Da unter den 29 Mitarbeitern nur fünf Männer sind, kann der Einsatz angesichts des erforderlichen Schichtdienstes nicht so organisiert werden, dass immer ein Mann vor Ort ist. Die Situation sei aber bei Anwesenheit von nur weiblichen Mitarbeitern verschärft, „da insbesondere die männlichen Jugendlichen (mit Migrationshintergrund) sich von Frauen nicht in die Schranken weisen lassen“.

Mehrfach habe es Polizeieinsätze gegeben, zumal die Bibliothek außerdem „Schauplatz eines guerillaartigen Überfalls“ durch zwei rivalisierende Banden gewesen sei. Dabei hätten sich die Jugendlichen innerhalb der Bibliothek verteilt, alle Ausgänge blockiert und Mitarbeiter bedroht. Und sonst? „Kinder, die die Bibliothek als Sportplatz oder Spielplatz benutzen, geräuschvolle Wettrennen, lautstarkes Einkriege-Spiel, Klettern an der langen Treppe, Spielen mit dem Fahrstuhl, Auslösen der Alarmanlage durch Öffnen alarmgesicherter Türen. Klettern im Kinderbereich,“ heißt es weiter. Die Bibliothek befindet sich in den oberen Stockwerken der Neukölln Arcaden an der Karl-Marx-Straße.

Neukölln hat bereits langjährige Erfahrungen mit dem Wachschutz an öffentlichen Bildungseinrichtungen: an mehreren Schulen ist Wachschutz postiert. Gerade wurde er wieder neu ausgeschrieben.

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Time am 9. Februar 2015

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1) http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizeieinsatz-am-buecherregal-drogenhandel-in-neukoellner-bibliothek/11341912.html