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Wir sollten bleiben – für immer

14. September 2009

„30 Unschuldige mussten sterben“ titelte die heutige „taz“ zum Thema „Counterjihad in Afghanistan“, den sie „AfghanisthanKRIEG“ nennt.

Wir kennen Bandenkriege und Ehekriege, sogar ein KriegsGERICHT. Alles mögliche wird „Krieg“ genannt! Manchmal gibt es Dienstgrade, manchmal Regeln, manchmal, aber nicht zwingend, Uniformen. Eine Frage nagt an uns: „Was unterscheidet den Krieg gegen die Taliban vom Krieg gegen AIDS?“

Über die Schuld oder Unschuld einer Seele aber wird – ohne Frage – allein der Herr befinden.

Der eine oder andere minderjährige Ork, der nach Mitternacht Benzin stehlen ging, und dabei von einer Talibanmine oder einer deutschen Bombe getötet wurde, ist also vielleicht in seiner Karriere als Jihadi gestoppt worden – aber nichts sonst. Nur weil diese Buben nach deutschem Recht minderjährig sind, sind sie mE. nicht automatisch UNSCHULDIG! Was wissen wir über diese 16-Jährigen? Wie oft haben sie ihre kleinen Schwestern vergewaltigt? Wieviele ihrer zahlreichen mongoloiden Verwandten haben sie in die tiefe Schlucht gestoßen? Wie oft haben sie den schwulen Esel des Großvaters gef*ckt und ihn danach für seine angebliche Schamlosigkeit verprügelt? Armer schwuler Esel!

Dr. Michael Domes, Oberstabsarzt der Reserve, schreibt in der heutigen FAZ:

„Der Leitartikel „Fataler Angriff“ (F.A.Z. vom 8. September) und die gesamte Diskussion über den Luftangriff auf zwei Tanklastwagen bei Kundus veranlasst mich, vier Fragen zu stellen, deren Beantwortung jedoch jedem Kritiker zu dieser Thematik etwas die Augen öffnen sollte (wenn er dazu bereit ist). Natürlich möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass jedes zivile Opfer in einem Konflikt ein Opfer zu viel ist. Ein Luftangriff um circa 1.30 Uhr: Was machen Kinder und unbeteiligte Zivilpersonen um diese Uhrzeit an einem Flussbett außerhalb einer Ortschaft in einem Unruhegebiet? Bodentruppen statt Luftangriff: Wie hätten die jetzigen Kritiker auf tote deutsche Soldaten reagiert, die bei einer solchen Aktion nahezu sicher zu beklagen gewesen wären? Schwerer Bombenanschlag auf deutsches Feldlager: Welche Position hätten die jetzigen Kritiker eingenommen, wenn ein schwerer Bombenanschlag ein deutsches Lager getroffen hätte, mit Dutzenden deutscher Opfer, nachdem sich herausgestellt hätte, die rollende Bombe war vorher geortet worden und hätte vernichtet werden können? Kritik der Vereinigten Staaten: Wie kommt es, dass die jetzigen Kritiker in Deutschland, die in der Regel Amerika und seine Außenpolitik aufs schärfste verurteilen, nun ungefiltert amerikanische Angaben als korrekt zugrunde legen?“

Wirklich Fragen, auf die auch ich sehr gerne Antworten hätte, so wie auch auf Fragen dieser Art (FAZ, 140909) von Professor Dr. Hans Armin Weirich:

„Zu ‚Die Dreifach-Untersuchung von Kundus‘ (F.A.Z. vom 7. September): Das tragische Geschehen in Kundus wirft viele Fragen auf. Diskutiert wird vor allem die Frage, ob der Einsatzbefehl – in der Rückschau gesehen – richtig und zweckmäßig war. Ohne die näheren Umstände zu kennen, möchte ich mir darüber kein Urteil erlauben. Ich vermisse allerdings die Stellung der wichtigen Vorfrage: Wie war es möglich, dass die Taliban in unmittelbarer Nähe der Bundeswehr zwei vollgetankte Tanklastwagen aus dem Besitz der Bundeswehr ‚entwendet‘ haben. Warum waren sie nicht militärisch gesichert? Das betrifft Fragen nach der Logistik, der militärischen Organisation und der Kampfbereitschaft. Ich hoffe, dass es da keine Führungsdefizite gibt.“

In der Tat: Die sind doch ziemlich wertvoll, nicht nur militärisch, zwei Tanklaster voll Sprit. Und die läßt man da mit nur je zwei ORKS Besatzung in der Gegend rumgurken? Drei der vier Fahrer wurden geschlachtet. Haben die denn überhaupt noch nicht begriffen, dass sie dort im Zentrum des Bösen agieren, und dass das Benzin nicht von Mümmelmannsberg nach Winsen an der Luhe gebracht werden muß? Mann, automatische Waffen höchster Güte sind doch für alle Halbwelt spottbillig zu haben – aber für ehrbare Bürger und Tanklasterfahrer offenbar nicht – DAS MUSS SICH ÄNDERN!

Übrigens, verstehen Sie die Linke? Ich glaube, dabei handelt es sich um eine ziemlich große Gruppe von Nasenbären sowie etwa zehn Dompteure, welche diese vielen Bären auch ohne Ringe an ihren Riechern beliebig herumführen können. Die Headline für die Bären, der Text für die Checker: Die Bären gucken auf die großegroße Headline des Zentralorgans, aber der darunterstehende Text, der für die meisten Leser der „taz“ aber wohl zuviele Buchstaben enthält, sagt das Gegenteil.

Die heutige „taz“ (HL s.o.): „Baktasch stellte sich trotz der Tötung von Zivilisten vor die in die Kritik geratene Bundeswehr und sagte: ‚Definitiv sind die Verantwortlichen die Taliban.‘ In einer vergleichbaren Lage hätten ’nicht nur die deutschen Truppen, sondern alle Regierungs- und internationalen Truppen so gehandelt“, betonte Kommissionsmitglied Baktasch. „Wenn diese Tanklastzüge in den Händen des Feindes geblieben wären, hätte er sie für terroristische Absichten genutzt… Die Gegend, in der es zu dem Luftangriff gekommen sei, sei kein Wohngebiet gewesen… Die nächsten Häuser seien mindestens drei Kilometer entfernt gewesen. Aus der Luft sei nicht festzustellen gewesen, sich Zivilisten bei den Tanklastzügen aufhielten. Nachdem die meisten Opfer unter den Taliban seien, „war es für den Terrorismus und al-Qaida in Kundus ein schwerer Schlag“.

Frederike Böge in der FAZ vom 130909:

„‚Sehen Sie den blauen Corolla?‘, fragt Kommandeur Faramuz. ‚Der Mann am Steuer ist der Bruder eines Taliban-Kommandeurs.‘ Er fahre täglich durch die Gegend, um die Positionen der Polizei auszuspionieren. ‚Und dort.‘ Faramuz zeigt auf eine Baumgruppe einen Kilometer östlich der Polizeistation. ‚Dort sitzen sie jede Nacht in den Gräben und warten darauf, dass wir einen Fehler machen.‘ Vor einem Monat hätten sich auch noch die JUNGEN MÄNNER aus dem gegenüberliegenden Dorf dieser Gruppe angeschlossen. ‚Sie dachten, dass die Feinde Kundus angreifen würden und wollten an der BEUTE teilhaben.‘

Faramuz und seine Männer sichern das östliche Stadttor der Provinzhauptstadt Kundus im Norden Afghanistans. Sie glauben, dass sie den Feind kennen und dass sie wissen, wie er besiegt werden kann. Sie brauchten bessere Waffen, sagt Faramuz, denn die Aufständischen seien besser ausgerüstet als die Polizei. Und die deutschen Truppen müssten sie dabei besser unterstützen. ‚Aber sie sind nicht aktiv.‘ Solche Beschwerden hört man häufig in Kundus. Das Gefühl der Bedrohung ist in den vergangenen Monaten stetig gestiegen. ‚Die Taliban sind stark geworden, weil die ausländischen Truppen und die afghanischen Sicherheitskräfte nicht ernsthaft gegen sie vorgegangen sind‘, sagt Maulawi Abdullah, ein Mitglied des Provinzrates. In seinem Heimatdistrikt Dasht-e Archie hätten die Deutschen kürzlich vier Panzer verloren. Doch anstatt anzugreifen, hätten sie keine Reaktion gezeigt. ‚Zwei oder drei Bomben aus der Luft, und die Gegend wäre wieder friedlich gewesen‘, sagt er. Hätten dabei nicht Zivilisten getroffen werden können? ‚In der Gegend gibt es KEINE Zivilisten‘, behauptet Abdullah. Dort gebe es nur die Familien der Taliban. ‚Für uns sind das auch Aufständische. Sonst hätten sie ihre Cousins und Söhne überzeugt, sich nicht den Taliban anzuschließen.‘

Als die Bundeswehr vor einer Woche zwei gestohlene Tanklastwagen bombardieren ließ, war Maulawi Abdullah zufrieden: ‚Das war das BESTE, was die Deutschen in Kundus seit ihrer Ankunft getan haben.‘ Unter den Toten seien 45 Talibankämpfer gewesen. Das sei ein großer Erfolg. Dass offenbar auch Zivilisten getötet wurden, betrachtet er als gerechte Strafe. Die Opfer hätten sich an dem gestohlenen Benzin bereichern wollen. Das sei ‚haram‘, eine Sünde nach islamischem Recht. Maulawi Abdullah ist kein Einzelfall. Viele Regierungsmitglieder äußern sich ähnlich, bis hin zum Gouverneur von Kundus, Mohammad Omar.

Die Fronten verlaufen zum einen zwischen Kriegsgewinnlern und -verlierern. Auf der einen Seite stehen Regierungsmitarbeiter und Mitarbeiter internationaler Organisationen, die Zugang zu den Fleischtöpfen des Staates und der Entwicklungshilfe haben. Auf der anderen Seite stehen jene, die nicht von der neuen politischen Ordnung profitiert haben.“

Wiederum berichtet die „taz“ vom 14. September, dass es aus Steinies Ministerium ein Papier mit seinem Segen gebe, welches den Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan für das Jahr 2011 vorsehe. Entschuldigen Sie bitte, aber ist deutsche Außenpolitik jetzt quasi zum Koitus der Nationen mutiert? Rein gehen – raus gehen – und alle fühlen sich wohl? Nicht mit Time! Ich sage Ihnen klar, der menschliche Körper hat einen Kopf, da ist das Gehirn drin, welches denken kann, und er hat einen A*sch, da kann er die Sch*eiße daraus ablassen. Was für eine Perversion ist das, einen Mensch zu kreieren mit einem A*sch anstelle des Kopfes. Sehen Sie, die mohammedanistische Welt hat sich, von Gott vor die Wahl gestellt, für den Unterleib entschieden, und das übereifrige A*schghanistan eben für den A*sch! Warum sollten wir ändern, was das a*schghanische Volk für sich entschieden hat? Wir sollten nur darauf achten, dass die nicht alles vollsche*ssen!

Ich schließe mit mE. treffenden Überlegungen von Hans-Walter von Hülsen aus der heutigen FAZ:

„Der Bericht über den Luftangriff nahe Kundus und der Leitartikel ‚Ernüchterung‘ von Klaus-Dieter Frankenberger in der F.A.Z. vom 5. September enthalten drei Sätze, die zu denken geben. Da ist zunächst die Aussage, dass das Büro des afghanischen Präsidenten verlauten ließ: ‚Unschuldige Zivilisten sollten bei Militäroperationen nicht getötet oder verletzt werden.‘ Unschuldig an den Zuständen in Afghanistan, ja sogar unschuldiger als alle Afghanen, sind unsere Soldaten, die ja unter anderem zu seinem Schutz dort sind. Zivilisten und am Kampf Unbeteiligte zu verschonen ist sicher auch Absicht der Isaf. Aber da die Taliban-Terroristen Zivil tragen und sich in der zivilen Bevölkerung verstecken bedeutet diese Forderung, dass die Isaf den Kampf dort einstellen müsste. Es wird dann allerdings nicht verhindert werden können, dass Präsident Karzai weggefegt und Afghanistan zur ungestörten Basis des fundamentalistischen Islam für den Terror gegen die westliche Welt wird.

Frankenberger schreibt: ‚… die Verluste werden immer höher, mehr und mehr Amerikaner glauben nicht, dass die ,Kosten‘ den Einsatz rechtfertigen.‘ Und: ‚Denn ein anderes Vorgehen und die Vorgabe realistischer Ziele können eines nicht ersetzen: ausreichende militärische, zivile und finanzielle Mittel.‘ Sehr richtig! Im Kampf gegen den grenzenlos grausamen und regellosen Gewalteinsatz der Taliban-Terroristen, für die der Tod von Zivilisten ein Terrormittel zum Fügsammachen der Bevölkerung ist, helfen nur drei Mittel: Erstens muss die eigene Gegengewalt überlegen und die Unterstützung der Taliban für die Bevölkerung eindeutig gefährlicher sein als die Drohungen der Taliban. Zweitens muss sich für die Bevölkerung die Kooperation mit den Nato-Kräften und den westlichen Aufbauteams deutlich mehr lohnen als das Sich-Fügen unter die Taliban. Und drittens muss man die Sicherheit der Bevölkerung vor den Taliban gewährleisten können. All dies erfordert weit mehr Kräfte und Mittel, als die Nato-Staaten derzeit bereit sind, einzusetzen. Begrenzte, dosierte Machtdemonstration führt jedoch nur zu unabsehbarer Dauer des Einsatzes und ins Endlose steigenden Kosten, zum Risiko hoher Verluste auch an Menschenleben und letztlich zum Scheitern. Ein bisschen Machteinsatz ist wie ein bisschen schwanger.

Noch eine Beobachtung sei hier angefügt: Unseren Parlamentariern und vielen Ministern von EU und Nato-Staaten scheint die Sorge um das Leben (angeblich) ziviler Afghanen (Benzindieben?) näher am Herzen zu liegen als die um das Leben unserer Bundeswehr- (Nato-)soldaten. Ich erinnere daran, dass die von der Bundeswehr dort eingesetzten Soldaten deutsche Staatsbürger sind. Ihre Sicherheit und ihr Überleben muss für unsere Regierung und unsere Abgeordneten höhere Priorität haben. Auch wenn es Soldaten sind, sie sind keine Opfermasse. Darum muss ihre Zahl, ihre Ausrüstung und müssen ihre Einsatzregeln auf die Möglichkeit der Auftragserfüllung und ihren Selbstschutz optimal ausgerichtet sein. Dazu gehört auch, dass im Kampf der verantwortliche Führer vor Ort unmittelbar handeln und günstige Gelegenheiten ausnutzen kann, ohne erst die Genehmigung übergeordneter rückwärtiger Instanzen einholen zu müssen, die die Lage nie so gut einschätzen können wie er. Sind diese Bedingungen gegeben?

Es gibt einfache Grundsätze, von denen ich hier nur einige nennen will: Verlorenes Terrain und verlorenes Material ist immer wiederzugewinnen oder zu ersetzen, verlorenes Leben und verlorene Zeit nie. Gelegenheiten sind immer nur von kurzer Dauer. Tue nie, was der Feind sich wünscht, aber stets, was er fürchten muss. Überlegenheit im Brennpunkt an Zahl, Feuerkraft, Beweglichkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und Entschlossenheit des Handelns sind Voraussetzungen für den Erfolg im Kampf. Nur wenn die Nato-Staaten das wollen und die Isaf die notwendigen Voraussetzungen dafür erhält, wird sie ihren Auftrag in angemessener Zeit erfüllen können.“

Spielen SIE, um zu verlieren? Dann sind Sie Punk, born to lose, born to die! Ich spiele for fun, and it’s big fun to win! That’s ROCK! Angeln Sie einen Fisch, um ihn anschließend zurück in den See zu werfen? Zeugen und begleiten Sie ihre Kinder, damit ihre Staatsführung – so wie die iranische – diese als Kanonenfutter in die Minenfelder jagt? Wir sind jetzt in Stinkhistan gelandet, und also sollen wir dort bleiben mit Nasenklammern auf Staatskosten, uns festkrallen auf eine nachhaltige Art, an die man sich in zweitausend Jahren noch erinnern wird. Wir sind jetzt HIER, und wir werden NIE wieder weggehen!

Say STAY!

Time am 14. September 2009