Posts Tagged ‘George Orwell’

Jesus ist schuld

5. Juni 2018

Der willfährige Dimmi und Ork-Lakai Alan Posener durfte in der „Welt“ in falschem Deutsch unpointiert gegen die Christen hetzen (1).

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Christen treiben Keil zwischen Juden und Muslime

Die meisten Deutschen wissen vom Judentum noch weniger als vom Christentum. Wenn jetzt jemand behauptet, das Jüdische sei Teil der deutschen Leitkultur, erinnert das an die Lügen der Schweine in Orwells „Farm der Tiere“.

In diesen Tagen lese ich wieder einmal George Orwells „Farm der Tiere“, die Geschichte einer gescheiterten Demokratie. Nachdem die Tiere die Herrschaft des Bauern beseitigt haben, errichten sie eine multirassische und inklusive Gesellschaft ohne Ausbeuter. Ihre Leitkultur fassen die Tiere in sieben Geboten zusammen: 1. Alles, was auf zwei Beinen geht, ist ein Feind. 2. Alles, was auf vier Beinen geht oder Flügel hat, ist ein Freund. 3. Kein Tier soll Kleider tragen. 4. Kein Tier soll in einem Bett schlafen. 5. Kein Tier soll Alkohol trinken. 6. Kein Tier soll ein anderes Tier töten. 7. Alle Tiere sind gleich.

Die Schweine – die intelligentesten Tiere – richten die Schafe ab, auf Kommando eine vereinfachte Fassung der Leitkultur zu blöken: „Vier Beine GUT, zwei Beine BÖSE!“ Im Parlament der Tiere werden damit alle Gegner der Schweine niedergeblökt. Als sie freilich selbst die Macht übernehmen und auf zwei Beinen gehen, ändern die Schweine die Schafsparole ein wenig: „Vier Beine GUT, zwei Beine BESSER!“

Daran musste ich denken, als ich hörte, wie CSU-Generalsekretär Markus Blome die Gründung eines „Jüdischen Forums“ der Union begründete: „Das Judentum in Bayern ist Teil unserer Leitkultur.“ Das glaube ich erst, wenn es koschere Schweinshaxen gibt. Aber davon abgesehen musste ich an Orwells Schafe denken. Gestern blökten sie, nicht nur in Bayern: „Arier GUT, Juden BÖSE!“ Und nun gehört das Judentum zur Leitkultur. Schafsmäßig gesprochen: „Muslime, na, wenn’s sein muss, Juden BESSER!“

Da ist einem ein Markus Söder mit seiner Kreuzaktion lieber, weil ehrlicher. Die meisten Deutschen wissen vom Juden- noch weniger als vom Christentum. Und die meisten Christen glauben, dass die Juden – besonders die Israelis – dem „alttestamentarischen Gesetz der Rache“ folgen, während Christen dem „Gesetz der Liebe“ huldigen. Also, wieder schafsmäßig: „Jude Zahn um ZAHN! Christ andere BACKE!“ Das ist zwar Unsinn, aber nicht unsinniger als eine „Leitkultur“, bei der Politiker bestimmen, welche Religionen und Rassen dazugehören.

Man wäre schon froh, wenn heute eine Anna Rosmus nicht – wie 1994 – aus Bayern herausgeekelt würde, weil sie sich mit der Nazi-Vergangenheit ihrer Heimatstadt Passau beschäftigte. Wenn es ein Denkmal für Gustav Landauer im Herzen Münchens gäbe. Und wenn christliche Politiker aufhören würden, einen Keil zwischen Muslimen – „Islam gehört nicht zu Deutschland“ und Juden – „Judentum ist Teil unserer Leitkultur“ – zu treiben.

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Time am 5. Juni 2018

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1) https://www.welt.de/debatte/kommentare/article176807712/Leitkultur-Christen-treiben-Keil-zwischen-Juden-und-Muslime.html

2084

11. Oktober 2015

Boualem Sansal

In der FAZ hat Jürg Altwegg Boualem Sansals Islam-Roman „2084“ besprochen (1).

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2084 ist es friedlich

Eine zweite Unterwerfung: Auch in Boualem Sansals Roman „2084“ herrscht der Islam. Der Autor kommt jedoch ohne Blasphemie und Provokation aus und wird als Kandidat für die wichtigsten Literaturpreise gehandelt.

Es ist das zweite Buch des Jahres in Frankreich. In Houellebecqs Roman „Unterwerfung“, der bekanntlich am Tag des Attentats auf „Charlie Hebdo“ in die Buchhandlungen ausgeliefert wurde, geht es um die Wahl eines islamischen Präsidenten im Jahr 2022 und die Islamisierung Frankreichs, das sich den neuen Machtverhältnissen anpasst wie im Krieg unter der deutschen Besatzung. Seit diesem Herbst liest man Houellebecqs Antizipationsroman als Vorgeschichte einer totalitären – islamischen – Gesellschaft, die vom algerischen Schriftsteller Boualem Sansal beschrieben wird und deren Autor selbst den kühnen Vergleich mit George Orwell wagt. „2084“ nennt Sansal, der 2011 in Frankfurt mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden war, seinen Roman, Untertitel: „Das Ende der Welt“.

2084 ist das Gründungsereignis der Neuen Zeit, dem auf Gedenktafeln gehuldigt wird. Aber wofür das Datum steht, weiß niemand – außer dass die Versprechungen der Propheten Wirklichkeit geworden sind. Für die neuen Generationen der Neuen Zeit hatte die Geschichte nicht mehr Bedeutung als die unsichtbare „Spur des Winds im Himmel“: „Die Gegenwart ist ewig“, einen Kalender gibt es nicht mehr. Im Großen Heiligen Krieg war die alte Welt besiegt worden. Und alles, was sie ausmachte, ist untergegangen: die Sprache und die Bücher, die Museen und die Möbel, das Geschirr, die Nahrung, die Kleider. Mit den Ziffern 2-0-8-4 beschäftigt sich die florierende Numerologie. Hatte die Jahreszahl einen Bezug zum Krieg? Eine Zeitlang zirkulierte die Vorstellung, dass es sich um das Jahr der Geburt von Abi handeln könnte. Oder um jenes „seiner Erleuchtung durch das Licht“, als er fünfzig wurde und das „Land der Gläubigen“ den Namen Abistan bekam.

Eine Sprache, die Denken ausschließt

Abistan ist das Reich Yölahs und Abi Yölahs „Delegierter“ auf Erden. Auch „Bigaye“ wird er genannt. Er wohnt gleichzeitig in 25 Palästen. Die neue Sprache ist Abistanisch. Sie wurde so konzipiert, dass sie jegliches Denken ausschließt. Das Leben der Abistani wird vom Glauben, den Gebeten und den Pilgerfahrten bestimmt, andere Reisen sind verboten. Anträge auf Pilgerfahrten werden nach Jahren beantwortet und Bewilligungen vererbt, aber nie an die Zweitgeborenen oder Schwestern. Die Elite lebt im Überfluss, das Volk in extremer Armut. Es gibt eine Woche der heiligen Abstinenz. Der Feind, den die Ungläubigen einst darstellten, ist so endgültig besiegt, dass der Begriff aus dem Vokabular gestrichen wurde. Am Rande dieses Paradieses lebt der lungenkranke Ati in einem Sanatorium in der Wüste. Gefühle des Zweifels versucht Ati verzweifelt zu unterdrücken.

In seinem Essay „Allahs Narren“ (Merlin Verlag) hat Boualem Sansal beschrieben, „wie der Islam die Welt erobert“. Dass Frankreich islamistisch werden könnte, hält er für durchaus plausibel. In „2084“ gibt es keinen Dschihad und keine Attentate. Jeder unterwirft sich freiwillig den Regeln und Normen: „Die einzige Kraft, die zur Übernahme und langfristigen Ausübung der Macht fähig ist, scheint mir der Islam zu sein. Er ist die einzige religiöse Strömung, die über die notwendige Energie und Gewaltbereitschaft verfügt.“ Für besonders gefährlich hält Sansal den „westlichen Islamismus, der in Frankreich entsteht, in London, in den Vereinigten Staaten und in Russland. Diese Bewegungen könnten sich zusammenschließen.“ Sansal gehört zu den bedeutenden Schriftstellern der französischsprachigen Gegenwartsliteratur. Gallimard brachte „2084“ in einer Erstauflage von 150 000 Exemplaren in den Buchhandel. Der Roman kam auf die erste Liste der Kandidaten für den Prix Goncourt.

Favorit für Literaturpreise

Inzwischen haben die Jurys aller Literaturpreise Sansal in den Kreis ihrer Favoriten aufgenommen. Etwas Vergleichbares hat es in den letzten Jahrzehnten für keinen Schriftsteller gegeben. Der algerische Schriftsteller, der in seiner Heimat belästigt und bedroht wird, steht erstmals an der Spitze der Bestsellerliste, die erste Auflage ist bereits fast vollständig verkauft. Auch thematisch ragt der Entwurf einer religiösen Diktatur aus der Masse der Neuerscheinungen heraus.

Paris schickt sich tatsächlich an, Boualem Sansal einen Triumph zu bereiten. Ihre letzte Vorentscheidung wird die Goncourt-Jury Ende Oktober im Bardo-Museum in Tunis fällen, das im Frühling Schauplatz eines Attentats war. In Frankreich wird man für die Literaturpreise den Polizeischutz verstärken. Den muslimischen Fanatikern aber sei gesagt: Es gibt bei Sansal diesmal keine Blasphemie und keine Provokation. Sein Roman ist ganz anders als die „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq, der den Kollegen im Fernsehen lobte. Wenn die Fundamentalisten des Lesens mächtig wären, könnten sie „2084“ nur als Utopie verstehen.

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Time am 11. Oktober 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/sansals-islam-roman-2084-ist-es-friedlich-13844180.html

Sind manche gleicher?

11. Juni 2012

1945 schrieb George Orwell seinen Roman „Farm der Tiere“ (1) als Parabel auf die Entwicklung der kommunistischen Diktatur in Russland:

Die Tiere vertreiben die Menschen, aber nach und nach übernimmt das Schwein Napoleon die Herrschaft und errichtet eine Herrschaft der Schweine über die anderen Tiere mit ihm selbst an der Spitze. Die revolutionäre Parole „Alle Tiere sind gleich“ wird schließlich in die Parole „Alle Tiere sind gleich – Aber manche sind gleicher“ geändert.

Von diesem Motto sind die Linken nie abgerückt.

Oben sehen sie einen Hinweis des Dimmi-Bloggers „Fareus“ (2). Er promotete 2009 die Aktion „Gesicht zeigen“.

Der Verein, dessen Schirmherr Gerhard Schröder ist, engagiert sich gegen „Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und rechtsextreme Gewalt“ (3) sowie natürlich gegen Israel (4).

„Gesicht zeigen“ gegen „Intoleranz“ und „Fremdenfeindlichkeit“ (5)?

Ich bin dabei!

Aber die hier braucht offenbar nicht mitzumachen:

Und die auch nicht, das wäre Diskriminierung:

Die hier braucht ihr Gesicht auch nicht zu zeigen, sonst kommt sie mit Sicherheit in die Hölle und wird ewiglich verbrannt:

Die gehört jetzt auch zu Deutschland, jetzt in Extremvermummung:

Religionsfreiheit vor Verkehrssicherheit – Mummies Gesicht bleibt auch hier verhüllt:

Leer, Leerer, Leererin? Hinter der Verhüllung lauern 0,00% Sinn:

 „Stairway to heaven“? Nicht mit unverdecktem Gesicht:

Bei den Linken und ihren mohammedanistischen Herren ist „Gesicht zeigen“ nicht das Gleiche wie „Gesicht zeigen“. Einige Menschen müssen ihr Gesicht zeigen, andere explizit nicht. Ist es denn nicht mehr selbstverständlich, das Gesicht des Gegenübers zu sehen und sich zur Begrüßung die Hand zu reichen?

Nein, denn jetzt kommt die mohammedanistisch-kommunistische „Gleichheit“, die Ungleichheit ist.

Ihre Parole lautet: „Wir sind gleicher!“

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Time am 11. Juni 2012

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Farm_der_Tiere
2) http://fareus.wordpress.com/2009/11/08/hass-macht-einsam/
3) http://www.gesichtzeigen.de/index.php/navigation/verein/
4) http://www.gesichtzeigen.de/index.php/navigation/projekte/aktionswoche-gegen-rassismus/2011-2/
5) http://www.gesichtzeigen.de/index.php/navigation/verein/satzungsatzung/