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Sieg des Counterjihad: Irak (#2)

12. Mai 2018

Lesen Sie einen Artikel von „FAZ.NET“ (1).

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Hoffnung auf mehr Stabilität: Erste Wahl im Irak nach Sieg über IS

Der heutige Urnengang gilt als wegweisend für die künftige Entwicklung des Landes – einen klaren Favoriten gibt es jedoch nicht. Zehntausende Sicherheitskräfte sollen für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Unter einem großen Sicherheitsaufgebot hat im Irak am Samstag die erste Parlamentswahl seit dem Sieg der Regierungstruppen über die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) begonnen. Rund 24,5 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, die 329 Mitglieder des Parlaments in Bagdad neu zu bestimmen. Dafür bewerben sich knapp 7000 Kandidaten, etwa 2000 von ihnen sind Frauen. Insgesamt 87 Parteilisten treten bei der Wahl an. Die Wahlbüros schließen um 18.00 Uhr.

Ein klarer Favorit ist nicht abzusehen. Die Schiiten sind gespalten, die Kurden geschwächt und die traditionellen Parteien der Sunniten weitgehend marginalisiert. Die „Siegesallianz“ von Regierungschef Haidar al-Abadi wird herausgefordert von den beiden ebenfalls schiitischen Blöcken des ehemaligen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki sowie des Milizenführers Hadi al-Ameri.

Dieser gilt vielen Irakern wegen seiner Rolle im Kampf gegen die Dschihadisten als Kriegsheld. Er fordert den vollständigen Abzug der amerikanischen Soldaten und kritisiert Abadi, der die enge Bindung zum Iran durch eine Annäherung an dessen Rivalen Saudi-Arabien auszugleichen versucht. Der schiitische Prediger Moktada al-Sadr kandidiert in einem Bündnis mit den Kommunisten.

Die Wahl gilt nach dem Sieg gegen den IS als wegweisend für die künftige Stabilität des Landes. Beobachter befürchten, dass der sunnitische IS erneut erstarken könnte, sollte die neue Regierung nicht für einen Ausgleich zwischen der Mehrheit der Schiiten und der Minderheiten der Sunniten sorgen. Zehntausende Sicherheitskräfte sollen für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Der IS hatte mit Anschlägen auf die Abstimmung gedroht. Al-Abadi rief die Iraker am Freitagabend auf, wählen zu gehen. Erste Ergebnisse werden wegen eines neuen elektronischen Wahlsystems bereits am Samstagabend erwartet.

Al-Abadi hatte im Dezember den Sieg über den IS erklärt. Große Teile des Landes sind jedoch nach monatelangen Kämpfen gegen die Extremisten zerstört. Nach UN-Angaben sind zudem noch mehr als zwei Millionen Menschen im Land vertrieben. Auch IS-Zellen sind weiter aktiv. Die Terrormiliz hatte 2014 große Teile des Iraks eingenommen.

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Time am 12. Mai 2018

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/hoffnung-auf-mehr-stabilitaet-erste-wahl-im-irak-nach-sieg-ueber-is-15586040.html

So wird das nichts

25. Mai 2015

Palmyra

Der Mohammedanismus in seiner reinsten Form. NTV (1): „Die Extremistenmiliz IS hat im syrischen Palmyra offenbar ein Massaker angerichtet. Nach Darstellung des syrischen Staatsfernsehens töteten die Islamisten seit der Eroberung der antiken Stadt vor wenigen Tagen mehr als 400 Menschen, die meisten von ihnen Frauen und Kinder.“

Auf „FAZ.NET“ wird von dem Unwillen des amerikanischen Verteidigungsministers Ash Carter berichtet, den dieser gegenüber der irakischen Armee hegt (2).

Nun kann er ja gerne ein bisschen sauer sein, aber das wird den Charakter der irakischen Soldaten nicht ändern. Folgende Zeile des Artikels ist m.E. bezeichnend: „… sagte der Sprecher unter Bezug auf die schwarze Fahne des IS mit dem weißen Schriftzug, der das islamische Glaubensbekenntnis ausdrückt.“

Der IS-IS, den unsere MSM gerne als „Miliz“ verniedlichen, kämpft in der Tat unter der Flagge des mohammedanistischen Glaubensbekenntnisses, er ist die Avantgarde und Elite des Mohammedanismus, und sowohl seine Mitglieder als auch seine mohammedanistischen Gegner wissen das genau.

Carters Fehlsicht besteht darin, dass er einen heterogenen Mohammedanismus bzw. viele verschiedene Mohammedanismen wahrnimmt, wo es sich in Wirklichkeit nur um verschiedene Zustände ein und derselben Angelegenheit handelt. Der Mohammedanismus des IS-IS ist der Mohammedanismus in seiner reinsten Form, das ist der Mohammedanismus von Klo H. Metzel, der sich dann manifestiert, wenn er über unbeschränkte Macht verfügt.

So ungern die Hände den Kopf des Körpers abtrennen, zu dem sie gemeinsam gehören, so ungern kämpft das Fußvolk des Nazislahm gegen seine Vorhut.

Wenn der IS-IS vernichtet werden soll, dann müssen wir das schon selbst in die Hand nehmen.

Aber soll er überhaupt vernichtet werden?

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Verteidigungsminister Carter

Pentagon wirft irakischen Soldaten fehlenden Kampfeswillen vor

Angesichts der jüngsten Erfolge des Islamischen Staates zieht Amerikas Verteidigungsminister Carter über die irakischen Streitkräfte her: „Wir können sie ausbilden, wir können ihnen Ausrüstung geben, aber wir können ihnen keinen Willen zum Kampf geben.“

Der amerikanische Verteidigungsminister Ash Carter reagiert mit heftiger öffentlicher Kritik auf die jüngsten Niederlagen der irakischen Armee gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Beim Kampf um die Stadt Ramadi seien die Iraker der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zahlenmäßig weit überlegen gewesen, dennoch hätten sie sich zurückgezogen, sagte er in einem Interview des TV-Senders CNN. „Die irakischen Truppen haben einfach keinen Willen zum Kampf gezeigt“, sagte er. Dies sei ein Problem. „Wir können sie ausbilden, wir können ihnen Ausrüstung geben, aber wir können ihnen keinen Willen zum Kampf geben.“ Dennoch wollten die Vereinigten Staaten weiter versuchen, die irakischen Truppen auszubilden und auszurüsten, um ihnen die Möglichkeit zu geben, den IS zu bekämpfen.

Der irakische Regierungschef Haidar al-Abadi entgegnete darauf, dass Carter wohl „mit falschen Informationen gefüttert“ worden sei. Er kündigte die Rückeroberung von Ramadi „innerhalb von Tagen“ an, berichtete der Sender BBC.

Kommentatoren in Washington bezeichnen die Äußerungen Carters als die bisher härteste öffentliche Kritik an den irakischen Truppen. Zwar kritisieren amerikanische Regierungsvertreter immer wieder den Zustand der irakischen Armee, doch meist hinter vorgehaltener Hand.

Zuletzt eroberte die Terrormiliz einen strategisch wichtigen syrisch-irakischen Grenzübergang. Sie kontrolliert nun weite Teile der Route zwischen Bagdad und Damaskus. Die irakischen Sicherheitskräfte zogen sich von dem Posten al-Walid komplett zurück, wie das irakische Militär am Sonntag in Bagdad erklärte.

„Sie haben die irakische Flagge runtergenommen und ihre eigene gehisst“, sagte der Sprecher unter Bezug auf die schwarze Fahne des IS mit dem weißen Schriftzug, der das islamische Glaubensbekenntnis ausdrückt. Den Übergang al-Tanf auf der syrischen Seite der Grenze hatte die Sunnitenmiliz bereits vor drei Tagen erobert, nachdem sie zuvor die antike Wüstenstadt Palmyra und andere Gebiete der Provinz Homs unter ihre Kontrolle gebracht hatte.

Die vollständige Kontrolle über die irakisch-syrische Grenze an dieser Stelle ist von enormer strategischer Bedeutung. In Friedenszeiten war al-Walid/al-Tanf der Grenzübergang für Reisende auf der direkten Strecke zwischen Bagdad und Damaskus. Nun kann der IS über diese Strecke beliebig Soldaten und Waffen zwischen der westirakischen Provinz Anbar und der syrischen Provinz Homs verschieben.

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Time am 25. Mai 2015

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1) http://www.n-tv.de/politik/IS-Massaker-in-Palmyra-article15164161.html
2) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/pentagon-kritisiert-kampfeswillen-der-irakischen-soldaten-13610532.html