Posts Tagged ‘Hamed Abdel-Samad’

Nicht alle Linken sind Orklakaien

9. Dezember 2018

Lesen Sie einen Artikel von „PI“ (1).

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Bündnis gegen Neuköllner Unzumutbarkeiten

„Ehrlos statt wehrlos“ – Islamkritik aus dem linken Milieu

Islamkritik ist im linken Milieu äußerst selten vorzufinden. Das dort etablierte Weltbild der großen Gleichheit, der Kulturrelativismus scheint die gesunde, sachliche Auseinandersetzung mit dem Islam zu verhindern und zu blockieren. Thilo Sarrazin ist sicherlich ein Sonderfall, ansonsten fallen einem spontan Heinz Buschkowsky, Boris Palmer und Cem Özdemir mit seiner „Initiative Säkularer Islam“ ein, wenngleich deren Kritik sicherlich in keiner Weise deckungsgleich ist. Das ist erstaunlich und man kann auf diese weitestgehende Ignoranz – sowohl auf der Straße, als auch in der Politik- und Medienlandschaft – nur mit Verwunderung reagieren.

Wenn man auf linken Demonstrationen in die Gesichter von beispielsweise jungen erzürnten Frauen blickt – am besten noch bunt gekleidet, atheistisch, selbstbewusst, vielleicht sogar betont lesbisch, mit Nasenring und teilrasiertem Schädel – so sind es doch gerade diese, denen von bekennenden, fundamentalistischen Muslimen am meisten Verachtung entgegengebracht wird und die insofern als erste den Baukran oder die Steinigung zu befürchten hätten.

Bei einigen setzt irgendwann der Verstand ein.

Sei es 1.) durch die nüchterne Feststellung, dass es in keinem der 57 islamischen Länder Demokratie, Freiheit und Gleichberechtigung gibt oder 2.) durch die Auseinandersetzung mit dem Koran und der Erkenntnis, dass sich dieser wie eine Anleitung zu 9/11 und IS liest oder 3.) durch die täglichen Meldungen über von muslimischen Tätern verübte Gewaltverbrechen oder eben 4.) durch Erfahrungen am eigenen Leibe, wie etwa durch die Arbeit mit Migranten oder das Leben in einem sogenannten Multikulti-Bezirk.

Es kommt zum „islamkritischen Coming out“. So auch bei dem im Frühjahr 2018 in Berlin-Neukölln gegründeten „Bündnis gegen Unzumutbarkeiten“ EHRLOS STATT WEHRLOS.

In einem Radio-Interview und auf der Homepage erklärt sich der Verein:

„Angriffe auf Schwule, Lesben und Transsexuelle […] nehmen in Berlin massiv zu. Ebenso die Gewalt gegen Juden und Israelis. […] In einem Kiez, der sich selbst gern als offen, bunt und tolerant darstellt, zieht man es bisher vor, darüber zu schweigen. Wir nicht. […] Man leugnet in der politischen Öffentlichkeit verständnisvoll die Ursachen und Motive der Gewalt. Lieber toleriert man ein mindestens als chauvinistisch zu bezeichnendes Gebaren junger Männer, denen Toleranz soviel wie Schwäche bedeutet, als sich durch eine deutliche Stellungnahme dem Verdacht der „Islamophobie“ oder des Rassismus auszusetzen […]. Linke und Liberale nehmen hier viel Rücksicht auf das soziale Umfeld, vornehmlich auf einen sogenannten Migrationshintergrund, auf den diese Menschen rassistisch reduziert werden […]. Wer Rassismus bekämpft, sollte auch diejenigen ernst nehmen, in deren Namen er oder sie zu sprechen meint, sie nicht zu Abkömmlingen einer fremden Welt erklären – und sie so zugleich entmündigen sowie ihr Handeln durch Duldung bestärken […]. Warum der Hass auf Juden, Homosexuelle und Frauen sowie auf alles dem eigenen Ehrenkodex Widersprechende in einem Milieu, das sich selbst mit großem Nachdruck als arabisch und islamisch versteht, offenbar stärker ausgeprägt ist als in anderen, z.B. italienischen, vietnamesischen, selbst deutschen, muss man nicht beantworten können, um Hass und Gewalt etwas entgegenzusetzen. […] Auch Muslime haben nicht nur das Recht, zu glauben, was sie glauben, sondern ebenso das Recht, der ihnen auferlegten Kultur zu entkommen. Es ist leider bezeichnend, dass Politiker sich selten an diese Betroffenen wenden, sondern lieber an ihre vermeintlichen Repräsentanten: meist konservative Islamverbände.“

Das ist für eine linke Gruppe ein erfrischend deutlicher, aber ziemlich harter Tobak mit dem sich der Verein nicht nur Freunde gemacht hat. Islamkritik aus dem LGBT- und Feminismus-Umfeld ist nicht neu, wie u.a. Alice Schwarzer, David Berger oder Daniel Krause beweisen. Auf Diffamierungen musste das Bündnis nicht lange warten; „rechtspopulistisch sei der Verein, muslimische junge Männer wolle man stigmatisieren und Ressentiments schüren sowie orientalistische Stereotype verbreiten etc.“, hieß es. Als die Gruppe im Oktober dieses Jahres dann auch noch fundiert erklärte, der #unteilbar-Demonstration fernbleiben zu wollen, da man nicht Seite an Seite mit Islamisten, Antisemiten und Freunden autoritärer Staaten marschieren wolle, galt man bei vielen vollends als Nestbeschmutzer.

EHRLOS STATT WEHRLOS macht Hoffnung. Entstanden ist ein kleiner, wacher Think Tank aus vorwiegend Alt-68ern, Künstlern, Studenten, Frauen, die ehrenamtlich in Flüchtlingsheimen arbeiten, also wirklich „Linken wie aus dem Bilderbuch“ und über jeden Zweifel erhaben weder rassistisch noch populistisch. Sie kommen regelmäßig zu gut kuratierten Lesungen, Vorträgen, Filmvorführungen und anschließenden Diskussionsrunden zusammen. So wird beispielsweise über „Gewalt im Namen der Ehre“ referiert oder Samuel Schirmbeck liest ihnen anhand seines Buches „Gefährliche Toleranz – Der fatale Umgang der Linken mit dem Islam“ die Leviten. Man kann sich dabei des Eindrucks nicht verwehren, dass viele Besucher durchaus zähneknirschend den Ausführungen lauschen, da sie sich eingestehen müssen, zahlreiche berechtigte Positionen und Befürchtungen selber noch kürzlich undurchdacht als „islamophob“ abgelehnt zu haben. Doch besser eine späte Erkenntnis als gar keine. Es fallen Namen wie Hamed Abdel-Samad und Seyran Ates, ja selbst Sarrazin, dessen Thesen man zwar nicht gutheißt, aber zumindest nüchtern zu besprechen in der Lage ist.

EHRLOS STATT WEHRLOS ist Beweis dafür, dass eine längst überfällige sachliche und kluge Islamkritik auch aus dem linken Milieu möglich ist. Und das ist auch in keiner Weise widersprüchlich, im Gegenteil. Die Bedrohung unserer freiheitlichen westlichen Art zu leben durch den Islam betrifft jeden und ihr kann nur mit vereinten Kräften, milieu- und parteiübergreifend entgegengewirkt werden.

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Time am 9. Dezember 2018

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1) http://www.pi-news.net/2018/12/ehrlos-statt-wehrlos-islamkritik-aus-dem-linken-milieu/

Im Interview: Ali Ertan Toprak (#2)

5. Dezember 2018

Lesen Sie ein Interview aus der „Emma“ mit dem Aleviten und führenden Repräsentanten der Kurdischen Gemeinschaft in Deutschland e. V. (1), Ali Ertan Toprak (2). Die Fragen stellte Alice Schwarzer.

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Warnung vor Gegengesellschaften!

Ali Ertan Toprak ist Teilnehmer der Islamkonferenz. Der aufgeklärte Muslim warnt im Gespräch mit Alice Schwarzer vor reaktionären Islamverbänden. Dennoch sieht der Sprecher der „Initiative Säkularer Islam“ erste positive Anzeichen in der Islamkonferenz. Die Politik muss nur endlich mitziehen.

Herr Toprak, Sie waren einer der 140 Teilnehmer und Teilnehmerinnen an der Islamkonferenz am 28./29. November in Berlin. Seit zwölf Jahren drehen sich die Islamkonferenzen im Kreise.

So ist es! Das lag daran, dass das Innenministerium sich von den Verbänden hat unter Druck setzen lassen. Man durfte uns nicht mehr einladen und nur noch mit den Verbandsvertretern sprechen. Die aber stehen für den politisierten Islam, der weitgehend aus dem Ausland dirigiert wird. Wie die Ditib aus der Türkei. Und auch der „Zentralrat der Muslime“, in dem unter anderem Muslimbrüder sind, Abspaltungen von den Grauen Wölfen oder auch Schiiten aus dem Iran. Außerdem sind in dem so genannten Zentralrat weniger als ein Prozent aller Muslime in Deutschland organisiert.

Umso erstaunlicher, dass der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek in der ersten Reihe zwischen Innenminister Seehofer und der Integrationsbeauftragten saß.

Ja. Und auch ein Vertreter der Ditib saß später auf einem anderen Podium. Dennoch ist etwas in Bewegung geraten. Man hat auch Kulturmusliminnen wie Necla Kelek und Lale Akgün von unserer neuen Initiative eingeladen, sowie Experten. Es kündigt sich eine breitere Debattenkultur an, bei der die an Aufklärung Interessierten eine Stimme haben. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Denn wenn der Staat weiter nur mit den Vertretern der Verbände spricht, sind wir alle von den fatalen Ergebnissen betroffen, Muslime wie Nicht-Muslime.

Wie war denn die Stimmung in der Konferenz?

Am zweiten Tag gab es einen Eklat. Da ist eine Dame, Frau Theißen vom Zentralrat – eine Konvertitin, glaube ich – aufstanden und hat gesagt, sie fühle sich beleidigt von den 15 Personenschützern im Raum. Was das denn für eine Show wäre. Da gab es von der Hälfte des Saales Applaus. Tatsache ist, dass Hamed Abdel-Samad, Seyran Ates oder Ahmad Mansour mit dem Tode bedroht werden und nur noch mit Personenschützern in die Öffentlichkeit gehen können. Die Frau hätte sagen müssen: Ich schäme mich als Muslimin, dass Menschen wegen ihrer Islamkritik geschützt werden müssen.

Wie aber soll nun die vieldiskutierte Ausbildung von Imamen laufen?

Das kann nur nach wissenschaftlichen Standards an den Universitäten gehen. Aber es darf nicht konterkariert werden, indem man in die Beiräte stockkonservative Verbandsvertreter beruft, die über die Wissenschaftler bestimmen, die die Imame ausbilden sollen. So wie gerade in Berlin, wo die rotrotgrüne Regierung die Fakultät mit erzreaktionären Verbandsfunktionären einrichtet. Das kann ich einfach nicht begreifen. Ausgerechnet in einem Bundesland, wo Rotrotgrün regiert, wird der politische Islam dermaßen unterstützt. Damit liefert man die Muslime den Islamisten aus und verrät die Ideale der Aufklärung.

Die Grüne Fraktionsvorsitzende Göring-Eckardt hat gerade die Anerkennung von Islamverbänden als Religionsgemeinschaften gefordert.

Das ist wirklich unerhört! Denn die Verbände stehen ja alle für einen antiaufklärerischen, reaktionären Islam. Außerdem sind diese Verbände auch keine Religionsgemeinschaften, sondern politische Verbände. Sie repräsentieren unterschiedliche Fraktionen des Islamismus. Denen geht es um Politik, nicht um Glauben. Aber der Glaube muss Privatsache bleiben und darf nicht den öffentlichen Raum bestimmen, wie es die Verbände fordern. Stichwort Kopftuch in der Schule, Gebetsräume an Unis, Burkinis in Schwimmbädern etc. Seyran Ates hat in der Konferenz erzählt, dass, als sie in den 70er-Jahren Kind war, maximal darüber diskutiert wurde, ob ein Mädchen einen Bikini oder einen einteiligen Badeanzug anzieht. Aber doch nicht einen Burkini! Das ist das Resultat der Agitation der Islamisten.

Bei dieser Agitation der Islamisten mitten in den westlichen Demokratien ist 25 Jahre lang nicht gegengehalten worden mit anderen, mit unseren Werten. Haben Sie den Eindruck, dass die Politik langsam begreift?

Die Parteibasis ja. In allen Parteien organisieren sich säkulare Gruppen, zu denen wir gute Kontakte haben. Aber die Parteifunktionäre wollen nicht begreifen. Die kuschen vor dem politisierten Islam.

Warum?

Vielleicht weil sie auf Wählerstimmen spekulieren. Und wirtschaftliche Interessen im Spiel sind. Und die Kirchen fürchten um ihre eigenen Privilegien und wollen die eher auch „dem Islam“ gewähren – den es in der Form nicht gibt -, als selber infrage gestellt zu werden. Vor allem die EKD hat da ja über Jahre eine fatale Rolle gespielt. Wenn es um Rechtsextremismus geht, sind die ganz weit vorne. Aber wenn es um den radikalen Islam geht, sind sie ganz zurückhaltend.

Sie haben mal gesagt: Der politisierte Islam hat uns den Krieg erklärt. Was meinen Sie damit? Und wer ist Wir?

Mit Wir meine ich den freiheitlich-demokratischen Westen. Seit der iranischen Revolution 1979 hat der Islamismus ja regelrecht gewütet in den islamischen Ländern. Jetzt ist Europa dran.

Sehen Sie diese Kräfte zum Teil auch in den Verbänden, die von der Politik hofiert werden?

Ja, klar! Man denkt, wenn von Islamismus die Rede ist, immer an die Salafisten, Männer mit langen Bärten. Aber die eigentliche Gefahr ist der legalistische Islamismus, der als Krawattenträger daherkommt und so tut, als wäre er integriert. Diese Leute aber unterwandern unsere Gesellschaft mit ihrer Scharia-Politik noch viel gründlicher. Die sind viel gefährlicher! Sie verändern durch den sozialen Druck der Moscheegemeinden die muslimische Community in Deutschland nachhaltig. Das soziale Leben der Menschen wird kontrolliert. Das hat es so früher nicht gegeben. Kinder in der Schule machen sich gegenseitig an: Du darfst nicht mehr Haribo essen (weil da Schwein drin ist). Die Kinder kontrollieren sich, auch in der Fastenzeit. Meine Frau wollte, zusammen mit einer iranischen Freundin, im Kindergarten ein Nikolausfest für muslimische Kinder machen. Da gab es einen Aufstand! Nein, das wollen wir nicht! Das ist ein christliches Fest! Wie kann das sein? Ich habe als Kind früher sehr gerne Weihnachten gefeiert.

Warum ist das so?

Die Leute sind durch die Moscheegemeinden politisiert worden.

Sie sind ja einer der Initiatoren der gerade gegründeten Initiative „Säkularer Islam“. Haben Sie Hoffnung, dass Sie etwas ändern können?

Wir wollen erreichen, dass auch die Kulturmuslime sich endlich organisieren. Damit auch die Stimme der Aufgeklärten von der Politik wahrgenommen wird. Denn so kann es nicht weitergehen.

Es ist ja auch höchste Zeit, dass die kritischen, aufgeklärten Muslime und Musliminnen sich zu Wort melden.

Unbedingt! Sonst haben wir bald nicht mehr nur Parallelgesellschaften, sondern regelrechte Gegengesellschaften. Gesellschaften, die aktiv und aggressiv gegen unsere Werte, wie Gleichberechtigung der Geschlechter, und gegen die Demokratie ankämpfen. Die sind stark, denn sie haben auch Rückenwind aus dem Ausland: aus der Türkei, dem Iran oder Saudi-Arabien. Diesen Leuten muss dringend etwas entgegengesetzt werden. Darum organisieren auch wir uns jetzt. Übrigens: Was ich auch nicht verstehe, ist: Dass viele derjenigen Muslime, die sich über den Satz „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ aufregen, gleichzeitig Probleme mit einem „Deutschen Islam“ haben. Ja, was denn nun? Wollt ihr Teil von Deutschland sein oder nicht?

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Time am 5. Dezember 2018

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1) https://www.emma.de/artikel/warnung-vor-gegengesellschaften-336283
2) https://de.wikipedia.org/wiki/Ali_Ertan_Toprak

 

Mohammedanismus = sexuelle Perversion

3. Dezember 2018

Roger Letsch schrieb auf der „Achse“ über einen offenen Brief des Vereins der „Deutsch-Türkischen Akademiker“ an Innenminister Seehofer (1).

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Deutsch-Türkische Akademiker im Originalton: Giftschrank auf!

Seit zwölf Jahren gibt es die Islamkonferenz nun schon. Es handelt sich dabei um eine Initiative des Innenministeriums, um folgende Themenschwerpunkte zu bearbeiten: Präventionsarbeit mit Jugendlichen (Stichwort: Radikalisierung, Antisemitismus), Fortbildung von religiösem Personal (Stichwort: Was lehren die Imame und wer bezahlt sie?), Rollenbilder in muslimischen Milieus (Stichwort: Rolle von Frauen und Mädchen, Emanzipation, patriarchale Strukturen) und bessere Integration (Stichwort: Arbeitsmarkt, wiederum Emanzipation).

Der Staat glaubte, für all dies Ansprechpartner zu benötigen und beging damit den Kardinalfehler, über das eher willkürliche Gruppenmerkmal „muslimisch“ mit Programmen, Aufmerksamkeit und natürlich Geld zu locken.

Diesem Lockruf folgten vor allem die islamischen Verbände, auch wenn diese keineswegs für sich in Anspruch nehmen können, eine Mehrheit der Muslime in Deutschland zu vertreten. Ich halte die ganze Konferenz für obsolet, weil ich die Institutionalisierung und Verflechtung der Islamverbände mit der Politik für gefährlich halte. Zudem ist die Konferenz in meinen Augen in sämtlichen Schwerpunktthemen keinen Schritt vorangekommen. Aber nu isse halt da, wie die Kanzlerin sagen würde. Der Innenminister hat keine Chance, also sollte er sie nutzen! Denn bei allem, was jetzt kommt, muss immer klar sein: es ist seine Veranstaltung! Er lädt ein, er bezahlt die Musik, er hat den ganzen Klimbim ins Leben gerufen.

Bildung ist der Schlüssel, so sagt man. Es gab sogar mal eine Kanzlerin, die unser Land in „Bildungsrepublik Deutschland“ umbenannt hatte. In allen Sonntagsreden, die stets in Kongresshallen und nicht unter bröckelndem Putz in Klassenräumen gehalten werden, schwören Politiker heilige Eide auf unsere Zukunft, die in der Bildung läge. Ausweis des Bildungserfolges sind am Ende natürlich akademische Meriten, und wenn ein Verein, der sich selbst als Think Tank bezeichnet und das Wort „Akademiker“ im Namen hat, das große Wort führt, werden die Menschen aufmerksam.

Die Rede ist vom DTA, dem Verein „Deutsch-Türkische Akademiker“. Die Webseite ist sehr aufschlussreich und belegt anhand einiger geschickt geschriebener Texte die Agenda dieses Think-Tanks: Präsident Erdogan porentief reinzuwaschen. Es sei kein Islamist und stehe auch den Muslimbrüdern nicht nahe. Er habe vielleicht ein kleines Problem mit autoritären Tendenzen, aber bitte schön… wer hat das nicht! Die Türkei ist nach Darstellung der DTA ein säkularer Musterstaat, gerade im Vergleich mit dem nicht säkularen Deutschland. Hier zwei Beispiele für die geschickte Propaganda.

Lustig geschrieben, aber die Pointe passend gemacht

In der Satire „PEGIDA hatte Recht. Wir hatten Unrecht“ nimmt der Autor die islamkritischen Befindlichkeiten von Pegida auseinander, indem er ihnen die Top-5-Länder der Zuwanderung im Jahr 2013 um die Ohren schlägt. Und in der Tat ist es lustig, wenn wir lesen, dass diese Länder folgende sind: Polen, Rumänien, Bulgarien, Italien und Spanien. Die Türkei verzeichnete 2013 netto sogar eine Abwanderung aus Deutschland. Lustig, diese Pegidisten, oder? Nun sind deren Demos eigentlich das, was ich als „not my cup of tea“ bezeichnen würde, aber ehrlich sollte man schon sein: Pegida wurde erst im Dezember 2014 (!!) gegründet, nachdem die Zuwanderung genau in diesem Jahr erheblich zunahm – und zwar nicht die aus EU-Ländern, zwischen denen Personenfreizügigkeit ohnehin eine Selbstverständlichkeit ist. Fazit: Lustig geschrieben, aber damit die Pointe passt, musste man die Datenbasis vor die Gründung von Pegida zurückdatieren. Nicht gerade fair, würde ich sagen. Aber was das angeht, liegt die Messlatte angesichts von Heute-Show und eXtra3 ja auch nicht gerade hoch im Moment. Satire darf eben alles, auch Blödsinn komisch finden.

Ein weiterer DTA-Artikel betrifft das Handzeichen, das der türkische Präsident gern verwendet und das als Rabbiagruß bezeichnet wird. Nach allgemeiner Auffassung handelt es sich um ein Erkennungsmerkmal oder eine Sympathiebekundung für die islamistischen Muslimbrüder und bezieht sich mit den vier abgespreizten Fingern auf die vier Säulen des Islam. Man kommt auch bei DTA nicht umhin, den Ursprung des Grußes auf die Geschehnisse am „Rabia-al-Adawija-Platz“ in Kairo zurückzuführen, wo am 14. August 2013 das Militär unter as-Sisi das Protestlager der Muslimbrüder, also der Anhänger des gestürzten Mursi, mit brutaler Gewalt räumte. Seitdem verwendet Erdogan diesen Solidaritätsgruß. Es ist kein Geheimnis, wem in Ägypten seine Sympathie galt und warum. Der DTA erklärt nun, die Interpretation des Rabbia-Grußes als islamistisch verbiete sich deshalb. Sie haben verpasst, wie das begründet wird? Nein, haben Sie nicht! Es wird nicht begründet, Sie sollen das einfach glauben.

Aber verlassen wir die Website des DTA und kehren zurück zur Islamkonferenz des Innenministers, die in diesem Jahr einiges zu bieten hatte. Zum Beispiel die Tatsache, dass der Minister auch erklärte Kritiker und Reformer des Islam wie Seyran Ateş, Ahmad Mansour und Hamed Abdel Samad eingeladen hatte. Nichts logischer als das, sagen Sie? Sehe ich auch so. Nicht jedoch die DTA, die ihren ganzen Hass auf diese drei Kritiker kaum in Worte fassen konnte (siehe Giftschrank weiter unten). Islamkritiker bei einer Islamkonferenz? Seit wann sei denn sowas erlaubt! Wir, die teilnehmenden Muslime erwarten Respekt – und der drücke sich gefälligst darin aus, dass nur Leute anwesend sind, die den Islam für eine großartige, perfekte Sache halten und nichts daran auszusetzen haben.

Sich lustig machen über die Bodyguards der Islamkritiker

Die Islamkonferenz soll nach dem Willen der DTA eine einzige Huldigung des Islam sein, bei der die anwesenden Nicht-Muslime den erlauchten Vertretern des institutionalisierten Islam Gastgeschenke, Ergebenheitsadressen und Barschecks überreichen. Kritik ist unnötig, Kritiker auch. Lieber frotzelt man über die Sicherheitsmaßnahmen, unter denen Ateş, Mansour und Abdel-Samad leben müssen – und zwar deshalb, weil sie vor radikalisierten Islamisten geschützt werden müssen.

Lesen Sie dazu auch den Bericht von Hamed Abdel-Samad zu seinen Beobachtungen auf der Konferenz. Meines Wissens ist niemand bei der DTA Abdel-Samad beigesprungen, als eine Fatwa seinen Tod forderte. Niemand von den ach so friedlichen Institutionen, die sich bei der Islamkonferenz die Finger vergolden lassen, sprang Seyran Ateş bei, als sie in Berlin ihre liberale Moschee gründete. Im Gegenteil. Man spottet, man stichelt, man hetzt. Kritiker unerwünscht. Wer am Leben hängt, darf den Islam eben nicht kritisieren.

Eine der Speisen, die auf der Konferenz gereicht wurden, lies bei der DTA die nächste Sicherung durchbrennen: Blutwurst. Nun kann auch ich darin keine Delikatesse entdecken und würde lieber Kohldampf schieben, als mich je zum Verzehr überwinden zu können – aber meine Flönz-Absenz hat keine religiösen, sondern empirische Gründe. Allerdings scheint die DTA anzunehmen, dass ausschließlich Muslime auf der Konferenz zu beköstigen waren und stellt die Sache dar, als hätte es ausschließlich Blutwurst gegeben. Beides war nicht der Fall, und ich frage mich, wie man nur so unsouverän sein kann, diese Petitesse derart hochzuspielen. Doch das Schauspiel ist bezeichnend für die tatsächliche Agenda vieler muslimischer Vereine und Verbände. Besonders jener, die sich auf der Islamkonferenz am lautesten gebärden.

Man möchte das ganze Land und alle Aspekte des Lebens zu einem „Safe-Space“ für muslimische Befindlichkeiten machen. Eine „Rücksicht“ hier, eine „Toleranz“ dort, eine „Regeländerung“ da. Das Essen muss halal sein, wenn Muslime in der Nähe sind, alle Deutschen fasten den Ramadan mit oder nehmen „Rücksicht“, indem sie nicht in der Öffentlichkeit essen oder rauchen. Und das Lamm zum Opferfest möchte man dort schlachten dürfen, wo am nächsten Tag wieder Demonstrationen für Tierrechte stattfinden können. Wer daran etwas auszusetzen hat, ist ein islamophober Rassist! Auf diese Weise erleichtert, ja erzwingt man geradezu die Entstehung einer vollständigen und allumfassenden Parallelgesellschaft.

Die Sicherung des Anstandes durchgebrannt

Die Agenda des Innenministeriums ist gescheitert und die Hoffnung, die man dort in die Islamkonferenz setzte, löst sich mehr und mehr im Dissenz auf. Statt die Integration zu fördern, sorgt man für die Ewigkeitsgarantie einer immer extremer werdenden Opferhaltung von muslimischen Schneeflöckchen, die ihren Migrationshintergrund mehr und mehr zum Vordergrund machen, je länger sie die Migration als solche hinter sich gelassen haben müssten. Man ist Muslim und Akademiker, Muslima und Frau, Muslim und Fußballer, Muslim und Deutscher, wobei Muslim immer vorn steht und die primäre Gruppenzugehörigkeit definiert. Man bezeichnet sich zwar gern als deutsch und verweist auf Geburtsort und Pass, stellt dieser Identität jedoch zu jeder Zeit das Muslimischsein als sinnbestimmend voran.

Leider spielt die Politik dieses Spiel mit und spendet reichlich Aufmerksamkeit und Geld. Fürs „Frau sein“ gibt es keine Förderung – Muslima und Frau sein, hilft weiter. Die ungefilterte deutsche Realität, so lernen wir aus der Causa „Blutwurst“, ist für Muslime unzumutbar. Reisende und Sich ekelnde soll man bekanntlich nicht aufhalten, denn das ist es, was wir anzubieten haben: Gelsenkirchen, Kölsch, Leberkäs und Flönz. Wir werden uns nicht ändern. Schon gar nicht, wenn man uns so „freundlich” darum bittet wie der DTA.

Könnte man die Sache mit der Blutwurst noch als etwas abtun, das jemandem nur deshalb den Tag versauen kann, weil er sich daran gewöhnt hat, beim kleinsten Wehwehchen nach der Nanny zu greinen, ist der dritte Satz des Empörungskonzertes einfach eine Frechheit, die exakt die Grenze zwischen Kultur und Zivilisation aufzeigt. Denn in welcher verächtlichen, sexistischen und in jeder Silbe unangemessenen Weise sich der DTA über Serap Güler äußerte, hätte dem Verfasser von meiner Seite noch vor hundert Jahren eine Einladung auf die vom Frühtau feuchte Wiese mithilfe eines kalbsledernen Handschuhs eingebracht. Jeder nur ein Sekundant.

Was musste passieren, um zu bewirken, dass bei den „steuerzahlenden Muselmanen“ derart die Sicherung des Anstandes durchbrannte? Frau Güler, ihres Amtes Staatssekretärin für Integration in NRW und Mitglied der CDU, nahm ebenfalls in offizieller Mission an der Konferenz teil. Statt jedoch im Hijab aufzutreten, wie das die DTA vielleicht als sittlich anständig und einer Muslima geziemend ansieht, trug Güler ein kurzes Kleid. Dies trug ihr Aufmerksamkeit auf unterstem Pennälerniveau ein und die Akademiker von der DTA ergingen sich in Mutmaßungen über „postmenstruale Wechseljahrsyndrome“ und stellten Vermutungen über die Farbe und Beschaffenheit von Gülers Unterwäsche an.

Wem das Catering nicht passt…

Spätestens bei diesen Entgleisungen ist der Beweis erbracht, dass Bildung eben doch nicht alles ist und die deutsch-türkischen Akademiker – oder doch zumindest einige davon – nicht in der Lage sind, die traditionelle und vom Islam mindestens verstärkte Geringschätzung von Frauen aus den harten Schädeln zu kriegen. Ein extra großes Problem hat man offensichtlich mit türkisch-stämmigen Frauen, die sich ganz selbstverständlich wie biodeutsche Frauen kleiden. Aber um genau das abzustellen, gibt es doch seit zwölf Jahren die Islamkonferenz! Wenn es aber sogar noch in den Köpfen von türkisch-deutschen Akademikern derart finster aussieht, was genau wurde da eigentlich all die Jahre über gemacht, außer sich in immer neuen Formen und auf immer mehr Konferenzen vom Staat pampern zu lassen?

Meine Bitte an Seyran Ateş, Ahmad Mansour und Hamed Abdel Samad: Bitte machen Sie weiter! Solange Sie auf Konferenzen wie dieser nur mit Personenschutz auftreten können, ist noch nichts erreicht.

An Serap Güler: Ich bin nicht immer mit Ihnen einer Meinung, das tut in diesem Fall jedoch nichts zur Sache. Es ist Ihr gutes Recht, sich so zu kleiden, wie Sie es für angemessen halten. Aber Sie wären in der Politik nicht so weit gekommen, wenn Sie sich von Ihrer Herkunft und der Denkweise der dort vorherrschenden Strukturen nicht weit genug emanzipiert hätten. Dafür haben Sie sich meinen ehrlichen Respekt verdient. Respekt für Leistung, wie in unserer Gesellschaft üblich. Nicht die Art Respekt, die von der DTA vermisst wird, wenn sie Blutwurst schnuppert.

An die DTA: Wenn Ihnen der Gastgeber, dessen Gäste und das Catering nicht passen, richten Sie Ihre Konferenzen gefälligst selbst aus. Auf eigene Kosten bitte. Ihre flegelhaften Äußerungen über Kritiker des Islam und Frau Güler waren das Allerletzte und sind zivilisierter Menschen, die sich noch dazu Akademiker nennen, unwürdig. Um Ihre Worte zu verwenden: Wir erwarten Aufklärung!

Deutsch-Türkische Akademiker im Originalton

Da der Beitrag der DTA auf Facebook mittlerweile gelöscht oder auf privat gestellt wurde, ist er derzeit nicht mehr abrufbar. Ich kann nur hoffen, dass dort jetzt so richtig die Hütte brennt – verdient hätte man es. Allerdings bin ich der Meinung, dass man dieses Konvolut aus Beleidigungen, schlechtem Deutsch und pubertären Unverschämtheiten atombombensicher aufbewahren sollte, um eines Tages zu belegen, was türkisch-deutsche Akademiker im Jahr 2018 schrieben, während sie die Meinung vertraten, die Deutschen täten nicht genug für den Islam und die Integration. Damit meine Leser also wissen, warum ich mich hier so aufrege, gebe ich den DTA-Text unbearbeitet und ohne weitere Kommentare hier wieder.

Giftschrank auf:

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++ Deutsche Islam Konferenz ++

Sehr geehrter Herr Bundesinnenminister,

wir hätten es zwar nicht für möglich gehalten aber es ist geschehen:

Unter ihrer Schirmherrschaft hat die Peinlichkeit der Makulatur eines Dialogwillens mit Muslimen in Deutschland tatsächlich die vorherigen Theaterstücke übertroffen.

Allerdings waren in den vorherigen Anläufen zumindest rudimentäre Ansätze von gegenseitigem Respekt und Versuche von Empathiebekundungen zu erkennen.

Unter ihrer Schirmherrschaft ist sowohl der Respekt als auch die Empathie vollends verloren gegangen.

Die ganze Show wirkte eher wie ein Versuch die Bundesverfassung zu unterminieren, indem man als exekutive Staatsgewalt mündigen Menschen mit dem Deckmantel des Dialogversuches vorschreibt , wie sie ihre Religion auszuüben haben.

Die Fauxpas ( wir nennen das mal mit guten Willen bewusst so ) die Sie und Ihr Organisationskomitee sich geleistet haben, verstoßen nicht nur gegen die Wertvorstellungen von Muslimen sondern von jedem Menschen mit anständigen Manieren der gewisse Mindestanforderungen an seinen Gastgeber hat.

Wir würden uns freuen , wenn Sie uns folgende Fragen beantworten könnten:

1. In den letzten Monaten haben Sie entgegen der Äußerungen der Bundeskanzlerin gesagt, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört. Auf der Islamkonferenz war allerdings die Botschaft das Muslime zu Deutschland gehörten.

Wie differenzieren Sie das ?

Sehen Sie dort keinen kausalen Widerspruch ? Können sie keinen Zusammenhang zwischen dem Islam und Muslimen finden ?

Ich meine was ist ein Muslim ohne Islam ?

Müssen wir uns das so vorstellen wie Christ ohne Christentum oder 56 prozentigen Whisky ohne Alkohol, wie ein Fernseher ohne Bildschirm ?

2. Unter ihren Gästen waren Personen wie die Frau Seyran Ateş, Hamed Abdel Samet etc. die auf offensichtlich rassistischen und islamophoben Plattformen der AFD und der österreichischen FPÖ gerne gesehene Gäste sind.

Was meinen Sie wie sich ihre übrigen Gäste gefühlt haben, als Sie diese obskuren Gestalten – die jedem Muslim die ihrem eigenen soziologischen Colour nicht in den Kragen passt als minderwertige Menschen diffamieren – in einer Dialogplattform vor die Nase gesetzt haben ?

3. Mussten diese offensichtlich islamophoben Gestalten – die schon durch ihre Anwesenheit jede konstruktive Plattform abwerten – dann auch wirklich mit 15 Personenschützern des LKA’s antanzen ?

Herr Bundesinnenminister, können Sie als Schirmherr nicht für die Sicherheit ihrer Gäste sorgen ?

Haben Sie das das selber nicht im Griff ?

Was haben die Personen wie Seyran Ateş mit ihren konspirativen Anhang von den übrigen geladenen Gästen zu befürchten gehabt ? Fürchteten Sie etwa das sich z.B. der Herr Aiman A. Mazyek vom Zentralrat der Muslime spontan in die Luft sprengt ?

5. Was war mit der Nordrhein-Westfälischen Integrationsministerin los der Frau Güler los ?

Wurde sie spontan in ihren jungen Jahren von plötzlichen postmenstrualen Wechseljahrsyndromen überrascht und wollte auf der Islam-Konferenz mal auf gut Deutsch „Die Sau raus lassen“ oder war das der armselige Versuch ihre Kritik von islamischer Kleidung bei Frauen mit einem gänzlichen Widerspruch zu brillieren, in dem Sie „tiefe Einblicke“ in ihre Persönlichkeitsstörung gewährte ?

Hatten Sie nicht das Gefühl das sich die Frau Güler im November erkältet bei dem wenigen was sie auf der Islamkonferenz anhatte ?

Herr Bundesinnenminister , es laufen – speziell in der männlichen Community – noch bis zur Stunde wetten ob die Frau Güler einen Schlüpfer angehabt hat oder nicht.

Wir erwarten Aufklärung !

Herr Bundesinnenminister hatten sie nicht zwischendurch mal die Befürchtung das sich Frau Güler in ihre Rolle als Kim Basinger bei „Basic – Instinct vertieft und für einen kurzen Augenblick die Beine spreizt und Sie nunmehr vollkommen aus dem Konzept bringt ?

Sicher hat keiner von der Frau Güler erwartet das sie sich verstellt , aber läuft sie tatsächlich auch in ihrem offiziellen Arbeitsplatz und sonstigen formellen Anlässen so rum ?

5. Sie haben auf der Islam-Konferenz Schweinefleisch im Buffet servieren lassen. War das jetzt ein peinlicher Versuch den Muselmannen zu zeigen wo der Hammer hängt, und was ihre Erwartungshaltung ist, oder haben Sie die Organisation des Caterings einem unterdurchschnittlich intelligenten Schimpansen überlassen ?

Wenn das nicht der Fall sein sollte:

Planen Sie diese Schweinerei ( die Servierung ist gemeint) demnächst auch beim Zentralrat der Juden durchzuziehen ?

Oder möchten Sie alternativ auf einer Versammlung mit Hindus etwa frische Kuh servieren lassen um eigene manifestierte Minderwertigkeitskomplexe auf eine perfide Art und Weise zu bekämpfen ?

Wir würden Sie sich eigentlich fühlen , wenn ihnen z.B bei einem Staatsbesuch in einem fernöstlichen Land eine lokale Köstlichkeit wie gepökelte Ratte oder ähnliches von ihrem Gastgeber ( bewusst ) angeboten wird ?

Mit vorzüglicher Hochachtung

Die steuerzahlenden Muselmanen

Deutsch-Türkische Akademiker e.V (DTA)

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Giftschrank wieder zu.

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Time am 3. Dezember 2018

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1) https://www.achgut.com/artikel/deutsch_tuerkische_akademiker_im_originalton_giftschrank_auf
auch:
2) https://www.watson.de/deutschland/best%20of%20watson/671154946-weil-sie-einen-rock-trug-verein-wuerdigt-ministerin-in-facebook-post-herab
3) https://web.archive.org/web/20181202101624/https://www.facebook.com/ThinkTankDTA/photos/a.919628418060725/2235057586517795/?type=3

Schweinepresseschule

27. November 2018

David Berger berichtet über die „Deutsche Journalistenschule“ in München (1).

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„Journalismus für Dhimmis“: Deutsche Journalistenschule
in München wird zur Islamistenschule

Gleich drei prominente Islamkritiker haben sich nun zu einem äußerst irritierenden Vorgang zu Wort gemeldet. Die Deutsche Journalistenschule (DJS) hat eine islamische Organisation damit beauftragt ein Seminar zur Islamberichterstattung durchzuführen. In dem Seminar sollen die Studenten lernen, wie man ausschließlich positiv über den Islam berichtet und Islamkritiker ignoriert.

Ahmad Mansour, Constantin Schreiber und Hamed Abdel Samad haben Kenntnis von dem beschriebenen Vorgang an der DJS in München bekommen. Und schreiben, dass sie diese Neuerung an der DJS „zutiefst irritiert“. Weiter heißt es in dem Text: „Die DJS hat die Interessensvertretung „The Muslime Story“ demnach mit einem Seminar zu Islamberichterstattung in Deutschland beauftragt.

„The Muslim Story“ setzt sich nach eigenen Aussagen dafür ein, dass „positive Geschichten“ über den Islam „erzählt“ werden und will Redaktionen „von Experten erlösen, die keine sind“.“

DJS warnt vor Hamed Abdel Samad,
Ahmed Mansour und Constantin Schreiber

In diesem Seminar wurde offenbar unter anderem vor den drei Berichterstattern, Hamed Abdel Samad, Ahmed Mansour, Constantin Schreiber, konkret gewarnt. Sie bemerken:

„Nach dem, was uns zu Ohren gekommen ist, wurden wir beschuldigt, die Gesellschaft durch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Islam spalten zu wollen und Imame der Verfolgung auszusetzen. Journalisten sollten nicht mit uns als Experten sprechen.“

Dauraufhin haben die drei bekannten Islamktitiker bei der Leiterin der DJS, Henriette Löwisch um Klärung in der Sache gebeten. Diese blieb aus.

Auch das Angebot der drei Forscher an der DJS zum Thema Islamberichterstattung mit den Schülern zu sprechen, wollte Löwisch nicht annehmen. Was nun dazu geführt hat, dass sich die drei an die Öffentlichkeit wenden:

Islam-Lobby erobert wichtigste Schlüsselstellen

„Wir finden es problematisch, wenn Lobby-Vertreter an einer journalistischen Lehreinrichtung über einzelne Personen in diskreditierender Weise referieren. Wir finden es ebenso problematisch, wenn die DJS sich gegen ein journalistisches Prinzip entscheidet, nämlich Ausgewogenheit. Unser Gesprächsangebot gilt nach wie vor.“

Mit ihrem scharia-konformen Unterrichtsangebot möchte die DJS offensichtlich bereits im vorauseilenden Gehorsam den Vorschriften des UN-Migrationspaktes für Journalisten nachkommen. Dieser sieht Strafmaßnahmen für Journalisten und Medien vor, die sich kritisch zu Immigration und auch der Religion der Immigranten äußern.

Und Henriette Löwisch will da natürlich nicht außen vor bleiben. Böse Zungen verbreiten bereits das Gerücht, dass – nachdem sie bereits vor einiger Zeit das Buch „Journalismus für Dummies“ veröffentlichte – ihr nächstes Werk dann wohl „Journalismus für Dhimmis“ heißen wird.

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Time am 27. November 2018

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1) https://philosophia-perennis.com/2018/11/27/djs-seminar/

Die Kirchen dienen sich Satan an

7. November 2017

Hamed Abdel-Samad kritisierte kürzlich die Kirchen, dass sie gern mit den selbsternannten islamischen Interessenvertretungen Kontakte pflegen, Einzelpersonen aber missachten (1).

In der Tat verweigern die Kaderschmieden des Nazislahm die Erstellung bzw. Offenlegung ihrer Mitgliederlisten und geben vielmehr Schätzungen darüber zum Besten, die um 100% variieren können. Sie sprechen also für niemand Konkreten. Sie sind wie Satan, der nur für sich selbst spricht, aber schwache Menschen glauben machen will, sein Wille sei ihr Wille.

Ich schrieb vor vier Jahren (2):

„Sie vertreten gemessen am deutschen Volk 0,3 bis 0,4% der Menschen! Und sie vertreten auch von den Mohammedanisten nur vier bis acht Prozent! Man stelle sich vor, die DKP hätte gefordert, Kirchensteuern einziehen zu dürfen, in den Rundfunkräten sitzen zu dürfen, Lehrpläne mitbestimmen zu dürfen. Was für ein absurdes Schauspiel vollzieht sich derzeit in unserem Land? Eine Handvoll Kellerasseln zwingt einer Elefantenherde ihren Willen auf! Liegen denn alle außer den großartigen Kommentatoren der MoT und mir selbst im Drogendelirium? Hey Leute, wacht doch bitte auf.“

Etwas hat sich geändert: Seit ein paar Wochen gibt es eine counterjihadische Partei im Bundestag!

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Mehr Dialog mit Einzelnen

Politologe Abdel-Samad warnt vor politischem Islam

Der Politologe kritisiert, dass die Kirchen in Deutschland zu sehr auf den Dialog mit Islam-Verbänden setzten. Man müsse vielmehr mit den einzelnen Menschen sprechen, statt mit politischen Gruppierungen.

Der ägyptisch-deutsche Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad warnt vor dem politischen Islam. Bei den Gesprächen mit Islamvertretern setzten die Kirchen in Deutschland zu sehr auf Verbände wie etwa die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib), kritisierte Abdel-Samad am Montagabend in Passau. Doch das Ziel dieses politischen Islam sei nicht die Integration. Er verstecke sich vielmehr hinter den Kirchen und nutze „Grauzonen“ im deutschen Grundgesetz, um seine eigene Infrastruktur aufzubauen.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, erwiderte, dass das Problem erkannt sei und dass bereits kritische Gespräche geführt würden. Doch Abdel-Samad kritisierte, dass dies viel zu spät passiert sei. Nach wie vor würden auch Fehler im Umgang mit anderen Vertretern gemacht. So sei etwa zu der Gedenkfeier nach dem Terroranschlag in Berlin 2016 von der evangelischen Gemeinde der Imam einer Moschee eingeladen worden, die vom Verfassungsschutz beobachtet werde.

In Deutschland leben nach den Worten des Wissenschaftlers rund fünf Millionen Muslime. Die wenigsten davon gehörten einer Organisation an, auch wenn diese immer aufträten, als würden sie für viele Muslime sprechen. Mit den einzelnen Menschen müsse man ins Gespräch kommen und nicht mit den politischen Gruppierungen.

Abdel-Samad und Bedford-Strohm äußerten sich auf einer Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Menschen in Europa“ der „Passauer Neuen Presse“.

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Time am 7. November 2017

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/religionsdialog-abdel-samad-warnt-vor-politischem-islam-15280956.html
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2013/07/06/sie-sprechen-nur-fur-sich-selbst/

Was tun? (#15)

13. September 2017

Hamed Abdel-Samad hat eine Videobotschaft verfasst (1), die rasche Verbreitung erfährt (2).

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„Junge Muslime, lasst euch nicht verführen!“

Der Politikwissenschaftler und Islamkritiker Hamed Abdel-Samad richtet eine ungewöhnlich eindringliche Botschaft an junge Muslime. Er warnt sie darin vor Imamen, die sie für Selbstmordanschläge begeistern.

In einer Video-Ansprache richtet der Politikwissenschaftler und Islamkritiker Hamed Abdel-Samad eine ungewöhnlich eindringliche Botschaft an junge Muslime und warnt sie darin vor Imamen, die sie für Selbstmordanschläge begeistern, dennoch ihre eigenen Kinder zum Studium in den Westen schicken. Abdel-Samad richtet seine Ansprache in Arabisch, Deutsch und Englisch an Muslime im Westen und erreicht damit sehr viele Menschen. Alle drei Videos werden sowohl auf YouTube als auch auf Facebook zum Internet-Hit. Allein die arabische Ansprache erreichte binnen fünf Tagen über eine Million Zuschauer. Das deutsche Video erreichte in zwei Tagen mehr als 200.000 Zuschauer.

In dem Video analysiert Abdel-Samad die Gründe für die Wut junger Muslime und wie die Fanatiker sie für Gewalttaten instrumentalisieren. Er fragt junge Muslime, wer von ihren potenziellen Gewalttaten profitiere außer den Kriegsparteien in Syrien und Irak, die über Erdöl und Gaspipelines streiten und junge Dschihadisten nur als Kanonenfutter in diesen sinnlosen Kriegen missbrauchen.

Emotional wird Abdel-Samad, wenn er über die Opfer der Terroranschläge in Europa redet. „Kann es sein, dass einer deiner Opfer eventuell in einer Pharma-Fabrik arbeitet, die die gleiche Medizin produziert, die deine Mutter zur Behandlung von Rheuma oder Diabetes einnimmt? Stell dir vor, eine Frau, die du gerade überfahren hast, hinterlässt ein kleines Kind. Kannst du diesem Kind in die Augen schauen und ihm sagen ‚Deine Mutter hat mir zwar nichts angetan, doch ich habe sie kaltblütig umgebracht, weil mir das der barmherzige Gott befohlen hatte?‘ Kannst du das mit ruhigem Gewissen sagen?“

Am Ende des Videos dekonstruiert Abdel-Samad die Idee vom Paradies und Sex mit den Jungfrauen als Belohnung für Selbstmordanschläge. Denn wie kann ein gerechter Gott ein unschuldiges Opfer, das vielleicht etwas Gutes für die Menschheit geleistet hatte, mit der Hölle bestrafen, weil er zufällig als Nichtmuslim geboren wurde? Und gleichzeitig seinen Mörder, der sonst nichts in seinem Leben geleistet hatte, mit dem ewigen Paradies belohnen?

„Heroisch ist es, wenn du gegen Hass und Gewalt vorgehst, auch in deiner Moschee. Heroisch ist es, wenn du deiner Schwester hilfst, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.“

Er bittet junge Muslime darum, nicht zu schnell aufzugeben und sich nicht als Opfer zu sehen. „Gib niemals auf und lass dich von niemandem instrumentalisieren! Du bist kein Opfer, sondern ein Mensch mit viel Potenzial. So, mach was daraus!“

Das Video ist erst wenige Tage alt und sorgt schon jetzt für viele heftige Reaktionen und Diskussionen. Unter den drei Videos liest man über 2000 Kommentare. Viele junge Muslime stimmen der Botschaft zu und bedanken sich bei Abdel-Samad. Manche wünschen sich sogar, dass diese Ansprache zu einer Freitagspredigt in allen Moscheen wird.

Andere beschweren sich, dass er über die Opfer in Europa redet, aber nicht über die Opfer in Syrien, Afghanistan und Myanmar. Andere sehen das Video als Generalverdacht und Bestätigung von Vorurteilen gegen Muslime. Manche beschimpfen ihn als Zionisten oder Atheisten. Auch wenn das Video stark polarisiert, ist es sicherlich ein geeignetes Mittel, um junge Muslime zu erreichen, denn Ton und Inhalte unterscheiden sich deutlich von den üblichen Analysen und Appellen.

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Time am 13. September 2017

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1) https://www.youtube.com/watch?v=uZE3u5-kRSg
2) https://www.welt.de/politik/article168625125/Junge-Muslime-lasst-euch-nicht-verfuehren.html

Nur ein bisschen Angst machen

13. April 2017

Für den „Tagesspiegel“ berichtet Hans-Jörg Rother über eine Doku-Serie mit Hamed Abdel-Samad bei „Arte“ (1). Lobend wird die mohammedanistische Kabarettistin Samia Orosemane erwähnt, die tatsächlich ihre ebenso zynischen wie funkenlosen Pointen an den grausamen Massenmorden aufhängt, die seit Jahren im Namen des Nazislahm verübt werden (2. Teil, ab 26:20), und die uns „nur ein bisschen Angst machen will“.

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Arte-Doku mit Hamed Abdel-Samad

Wie ticken Europas Muslime?

Eine Arte-Dokumentation mit dem Islamkritiker Hamed Abdel-Samad lotet die Stimmungslage unter „Europas Muslimen“ aus.

Bis zu der Minute war alles gut gegangen: der von der Sprecherin der Sehitlik-Moschee am Neuköllner Columbiadamm freundlich begleitete Gang durch die Reihen der Gläubigen am Tag des Fastenbrechens, die Anfrage der Arte-Moderatorin Nazan Gökdemir, ob an diesem Ort Kritiker willkommen sind, und sogar der wegen des Gedränges auf die Straße verlegte Disput mit Hamed Abdel-Samad, dem ebenso prominenten wie verhassten, mit einer Fatwa belegten Kritiker. Missbrauchte der Prophet die weiblichen Gefangenen? Die Diskussion der gotteslästerlichen Frage wird auf ein späteres Datum vertagt, zudem jetzt das Feuerwerk im Hintergrund die Worte übertönt, nicht so laut, dass man nicht die drohenden Rufe „Verpisst euch! Hier wird auch bald Frankreich sein!“ hören würde. Gemeint ist das Attentat von Nizza, das vom Breitscheidplatz sollte erst kommen. Die Personenschützer drängen Hamed aus der Gefahrenzone, Nazan Gökdemir steht der Schrecken im Gesicht.

Ungeplante Zwischenfälle sind in einer Doku wie das Salz in der Suppe. Auf dem türkischen Markt, beim spielerischen Anprobieren von Kopftuch und Burka störte noch niemand die wohlgemute Stimmung im ersten, dem Berliner Teil der Arte-Doku „Europas Muslime“, so der zu vielversprechende Titel, solange der muslimische Dissident unerkannt in der Deckung blieb. Aber was kann der bekannte ägyptische Autor von Büchern wie „Der islamische Faschismus“ oder „Mohamed – eine Abrechnung“ – wo er den Religionsgründer einen „Tyrannen“ (und Schlimmeres) nennt – anderes erwarten, wenn ein Gläubiger sein Gesicht erkennt? Es erstaunt schon, wie aufgeschlossen auf der Weiterreise im zweiten Teil über Brüssel, Paris und Marseille bis nach Granada mildere Islamkritiker mit ihm reden, ein früherer Großmufti zum Beispiel oder die Kabarettistin Samia Orosemane, die sich vor Ironie und Spott auf muslimische Schwächen nicht scheut und damit dem Film (Regie: Thomas Lauterbach) mal zu einer heiteren Zwischenszene verhilft. Doch am Ende der geschickt eingefädelten Reise wird ein durchaus freundlicher Imam an der neuen, stolz gegenüber der Alhambra thronenden Moschee die Begegnung mit dem ungebetenen Gast verweigern.

Eine Doku, randvoll mit Problemen

Geschmeidig im ersten Teil, von Ort zu Ort springend im zweiten, mutet der spannungsreiche Film wie ein Lackmustest im teils wenig auffälligen, teils gefährlich abdriftenden Islam in Westeuropa an. Ob eine spätere Reise zu den immer vitaleren islamischen Zentren auf dem Balkan oder im europäischen Teil Russlands führen wird, weiß bei Arte derzeit niemand zu sagen. Auch diese Doku ist, trotz unterhaltsamer Szenen, mit Problemen bis an den Rand vollgepackt.

Besonders hartnäckig drängt sich die Frage nach der Gewaltbereitschaft und dem Dschihadismus unter der muslimischen Jugend, den Enkeln der Gastarbeiter und Zuwanderer, auf. „Verpisst euch!“ Man vergisst nicht die Drohung in diesem Ruf. Gesprächsoffen zeigen sich eher die Älteren. Ist noch auf einen europäischen Islam zu hoffen, wie ihn vor Jahren der Ex-Kommunist Roger Garaudy in seinem Turm in Córdoba kommen sah? Für Hamed Abdel-Samad scheint das Thema abgetan. Aber warum sucht er dann immer wieder das Gespräch? Weil hier nur der Dialog hilft?

http://www.arte.tv/guide/de/068423-001-A/europas-muslime-1-2

http://www.arte.tv/guide/de/068423-002-A/europas-muslime-2-2

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Time am 13. April 2017

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1) http://www.tagesspiegel.de/medien/arte-doku-mit-hamed-abdel-samad-wie-ticken-europas-muslime/19654544.html

SA-lafisten vs. SS-lafisten

10. Januar 2017

rebelrebel

Ralf Ostner hat unter diversen Nicknames mehrere Artikel und weit über 300 Kommentare zur MoT beigesteuert. Dies hatte ihm sogar einmal den zeitweiligen Bann von Leo „Bulldog“ Brux eingetragen. Dort ist er aber letztlich heimisch geworden.

Lesen Sie einen Artikel von seinem eigenen Blog (1).

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Alle reden vom Salafismus, wir reden
über die Muslimbrüder und Erdogan

Sigmar Gabriel dreht auf: Neuerdings fordert er ein “hartes Vorgehen gegen den Islamismus”. Gegen den Islamismus? Nein, nur gegen den Salafismus, was für ihn wohl schon alles abdeckt und deckungsgleich ist. Kein Salafismus, kein Islamismusproblem mehr, scheint die Logik. Da gebärdet er sich recht populistisch. Seine konkrete Forderung: Salafisten müssten unnachgiebig verfolgt, salafistische Gefährder eingesperrt oder abgeschoben werden, salafistische Hasspredigermoscheen – und vereine verboten und Haßprediger ausgewiesen werden.

Klingt erst mal gut, aber die Crux ist: Es handelt sich dabei um eine weitgehende Verengung des Islamismusbegriffs. Unzweifelbar ist der wahhabitische Salafismus die potentiell gewaltaffinste und extremste Form des Islamismus, welches auch dann die Form des Islamischen Staats annimmt. Aber man sollte sehen, dass es in Deutschland gerade mal 60.000 Salafisten gibt und 590 Gefährder, also tickende Zeitbomben, die man durchaus mit geeigneten Mitteln entschärfen kann. Aber die anderen Islamisten, die Erdogantürken, die zwar nicht terroristisch auftreten, aber eben eine viel größere, Hunderttausende oder gar 1-2 Millionen umfassende Pressure Group ausmachen, bleiben bei dieser Betrachtung außen vor. Der Islamexperte Daniel Pipes weist aber darauf hin, dass die salafistische Form des Islamismus aber auch die am leichtesten zu bekämpfende Form des Islamismus ist, da diese offensiv-revolutionär und weniger evolutionär arbeitet. Bedrohlicher für ihn ist der Islamismus der Muslimbrüder oder Khomeinianhänger, die versuchen sich eine Massenbasis zuzulegen, pseudodemokratisch agieren, eher auf die schrittweise, evolutionäre Veränderung der Gesellschaft hinarbeiten.

Hamed Abdel Samad spricht im Zusammenhang mit der Muslimbrüderschaft auch von Islamofaschismus, da Strategie und Wahl der Mittel sich an denen der Faschisten orientiert.Samad weist darauf hin, dass die Muslimbrüder über einen eigenen Geheimdienst wie auch Milizen verfügen. Sie können jederzeit von mehr pseudodemokratischer Taktik auf gewalttätigen Putschismus umstellen – alles nur eine Frage des zeitgemäßen Einsatz des jeweiligen Mittels. Sie zielen aber mehr auf eine parlamentarische Machtübernahme einer Massenpartei, sowie der breiten Verankerung in der Gesellschaft durch zivilgesellschaftliche und karikative Organisationen ab. Auch Hitler erkannte nach seinem Putsch im Jahre 1923, dass der militärische Weg nicht zielführend war, sondern man über die Parlamente, SA-Suppenküchen und außerparlamentarische Massenaufmärsche und Demonstrationen wirken müsse. Selbiges beherzigen auch die Muslimbrüder inzwischen, aber man sieht, dass sich aus ihren Reihen auch schnell Absplitterungen ergeben, die eben auch die Form der Al Kaida annahmen. Al Kaida rekrutierte sich nicht nur aus Saudis und Salafisten, sondern eben auch aus ehemaligen Muslimbrüdern aus Ägypten und anderen sunnitischen Staaten. Die Übergänge zerfliessen bei der Radikalisierung.

Gabriel klammert mit seiner Fokusierung auf die Salafisten solche Islamisten wie die Hisbollah oder die Muslimbrüder, die ja auch schon im Verfassungsschutz gelistet sind bewußt aus. Denn ansonsten müsste man auch Erdogans AKP, die deutschen Erdoganvereine, die Ditib und ihr Umfeld in den Verfassungsschutzbericht aufnehmen und zur Observation ausschreiben, die nach derselben Strategie und Taktik wie die Muslimbürderschaft vorgeht. Nun sind die Islamisten und ihre Sympathisanten in der BRD zahlenmäßig nicht imstande einen islamistischen Staat zu errichten: Weder gibt es genug Muslime, zumal sind über die Hälfte der sogenannten Muslime säkular, tragen kein Kopftuch, gehen in keine Moschee, sind so religiös wie wir, nämlich feiern ihren Ramadan als Familienfest, wie dies säkulare oder christliche und nicht sonderlich religiöse Familien oder Patchworkfamilien an Weihnachten auch tun. Keiner käme deswegen auf die Idee, in solchen Akten den Ursprung eines christlichen Fundamentalismus oder gar Terrorismus zu sehen. Aber es gibt eben auch die andere islamistische Seite der sogenannten Muslime. Sie werden nie imstande sein, ein Kalifat oder einen islamistischen Staat zu errichten, zumal würden solche Versuche deutscherseits schon im Ansatz blutig niedergeschlagen. Es bleibt aber ein Millionenstarkes Potential an Erdogantürken zumindestens als immense Pressure Group und außenpolitische 5. Kolonne der Erdogantürkei in Deutschland, die doch erheblich für Unruhe und Destabilisierung sorgen kann.

Zumal auch unklar ist, ob sich nicht auch Teile der Erdogantürken radikalisieren werden, da die Ditib neuerdings auf Erdogans Anweisung einen Märtyrerkult unter den Jugendlichen betreibt, zumal die Islamisierung der Erdogantürkei ja gerade in ihrer Anfangsphase ist und noch nicht ausgemacht ist, wie radikal dieses islamistische Land in Zukunft sein wird. Für Erdogan sind seine deutschen Erdogantürken das, was die NSDAP mit ihren Auslandsorganisationen in anderen Ländern, auch den USA beabsichtigte: Pressuregroups und Lobbyisten, die die deutsche Innen- und Außenppolitik im Sinne Erdogans zu beeinflussen und das andere Land destabilisieren wollen.

Auch bei der von Erdogan nun verfolgten Gülenbewegung handelt es sich um Islamisten. Der Unterschied zwischen Erdogan und Gülen ist, dass Erdogan mittels einer Massenpartei ganz wie die Muslimbrüder eine islamistische Diktatur errichten will, während Gülen in seinen Bildungseinrichtungen Eliten ausbilden will, die den Staat , die Wirtschaft und die Gesellschaft in Schlüsselpositionen infiltrieren und dann gleichschalten will, also eher das Konzept des Marsches durch die Institutionen vertritt. Erdogan förderte in der Anfangszeit auch Gülen, und Gülens Leute waren sehr eifrig, demokratische Oppositionelle mittels ihrer Netzwerke bei Polizei und Justizsystem im Sinne von Erdogan zu verfolgen. Aber nun sind Erdogan und Gülen so verfeindet wie Hitler und SA-Röhm, und da der eine in dem anderen einen Konkurrenten bei Machtfragen in Sachen Errichtung eines islamistischen Staates sieht, versucht Erdogan den anfänglichen Verbündeten nun auszuschalten. Das macht aus Gülen aufgrund seiner Opposition zu Erdogan aber noch zu keinem säkularen Demokraten, wie auch Röhm aufgrund seiner Opposition zu Hitler oder Trotzki in seiner Opposition zu Stalin keine Demokraten wurden. Gülen und seine Bewegung sind genauso Islamisten wie Erdogan und seine AKP, sie unterscheiden sich nur in der Taktik, nicht aber bei der Strategie und dem Ziel der Errichtung einer islamistischen Dikatur.

Bei den syrischen Flüchtlingen ist zwar richtig, dass diese vor Assad und dem IS flohen, dennoch muss man auch sehen, dass in ihren Reihen auch viele Islamisten und Muslimbrüder sind, die zwar Assad und den IS ablehnen, aber dennoch eine islamistische Grundtonierung haben und der westlichen Gesellschaft abgeneigt und feindlich gegenüberstehen. Zwar mag der Großteil eher aus säkularen Menschen bestehen, aber ebenso wahrscheinlich ist, dass sich eine große Zahl an Muslimbrüdern darunter befindet oder Anhänger von Islamistenorganisationen wie Al Nusra, Ahrar Al Shham, Jayeh el Islam, Jayesh El Fatah, etc.

Erdogan bejammert den IS-Anschlag auf den Istanbuler Nachtclub Reina, aber verschweigt, dass seine antiwestliche Hetze genau den Nährboden für diesen Anschlag des IS lieferte:Lesen wir dazu diesen Bericht in der WELT:

“Die systematische Stimmungsmache gegen die allzu abendländische gute Laune wird schon seit Jahren von Stadtverwaltungen der Regierungspartei AKP gefördert. Sie weisen darauf hin, dass dies christlich-europäische, nicht türkische Traditionen seien. Dass es also nichts zu feiern gebe. So wurden in den vergangenen Tagen aus mehreren Landkreisen Anweisungen der Schulbehörden bekannt, jegliche Silvesterfeiern zu untersagen.

Autoren von AKP-nahen Medien agitierten gegen Silvesterfeiern. Sich dem „Silvesterwahnsinn“ anzuschließen, bedeute nichts anderes, als in „den Henker verliebt“ zu sein, kommentierte beispielsweise der Journalist Yusuf Kaplan im AKP-Blatt „Yeni Safak“. Stattdessen müsse man Erdogans Aufruf befolgen und auch in Kunst, Kultur und Medien um Unabhängigkeit zu ringen.

Und auch in der Freitagspredigt, die vom Präsidium für Religionsangelegenheiten an sämtliche Moscheen des Landes sowie auch an die beamteten Imame im Ausland – darunter knapp 1.000 in Deutschland – geschickt wird, wurde Stimmung gemacht.

Darin hieß es am Tag vor Silvester: „Es gehört sich niemals für die Gläubigen, zum Ende eines Jahres sich selbst und den Zweck der Schöpfung vergessend illegitime Verhaltensweisen an den Tag zu legen, die keinen Beitrag fürs Leben leisten und nicht mit unseren Werten zu vereinbaren sind. Es stimmt sehr nachdenklich, wenn in den ersten Stunden eines neuen Jahres verschwenderische Silvesterfeiern begangen werden, die einer anderen Kultur entstammen.“

Zuletzt gab es sogar – allerdings nicht durch Regierungsstellen – eine gestellte „Hinrichtung des Weihnachtsmannes“, die in den sozialen Medien die Runde machte. „Milli Gazete“ und der hingerichtete Weihnachtsmann, das waren nur einige von vielen Hinweisen, dass es diesmal in der Neujahrsnacht Probleme geben könnte. „Wir hatten alle Angst auszugehen und blieben zu Hause“, sagt Pinar, eine junge Finanzexpertin bei einem türkischen Großunternehmen.”

Man stelle sich vor, wir würden in Deutschland so vorgehen gegen Ramadan-Feiern von Muslimen.

Der IS-Mörder konnte bequem an diese antiwestliche Hetze anknüpfen und “seinen” Türken zeigen: WIR tun wirklich was gegen die Feinde des Islam! Erdogan und seine AKP und IS führen getrennt von einander, aber doch auch parallel einen Krieg gegen alles, was in der Türkei westlich und säkular ist. Der säkularen Kultur soll das Rückgrat gebrochen, das Land soll fundamental fromm gemacht werden. Und diese säkulare Kultur möchte Erdogan auch in Deutschland mittels ihm nahestehender Vereine und der Ditib bekämpfen.

Die beste Möglichkeit, den Erdogantürken in Deutschland entgegenzuwirken, ist es, den Doppelpass abzuschaffen, ein Islamgesetz ala Österreich, das keine ausländischen Imame und Fremdlandsfinanzierungen türkischer und religiöser Vereine mehr zulässt, die Imame an deutschen Hochschulen von einem Euro-Islam ausbilden lässt, Observation Erdogannaher Vereine und der Ditib durch den Verfassungsschutz wie auch Erwähnung im Verfassungsschutzbericht gleich neben den Muslimbrüdern und der Hisbollah, Öffentlichmachen von Denunziationsaktivitäten erdogannaher Organisationen gegenüber der türkischen Opposition, Stärkung der zivilgesellschaftlichen Organisationen der Erdogangegner und massive Gegenpropaganda und politisches Asyl zumindestens für führende Köpfe der türkischen Opposition und ihr Umfeld. Gleichzeitig dazu außenpolitisch: den Abbruch der EU-Mitgliedsverhandlungen mit der Türkei und die Infragestellung des Assoziationsabkommens, einschließlich der Zollunion oder Koppelung an menschenrechtliche Erleichterungen für die verbliebene Opposition in der Türkei–aber eben Konditionierung.

Aber so weit wird es nicht kommen: Denn derartige Maßnahmen würden Ungemach aus Ankara und vielleicht die Öffnung der Flüchtlingsschleusen bedeuten. Sowohl Gabriel wie auch Merkel ordnen dem Türkeideal alles unter und es ist sogar wahrscheinlich, dass es zu einem zweiten Türkeideal kommt. Dann nämlich, wenn die politische Repression in der Türkei so zugenommen hat, dass Hunderttausende oder gar Millionen von säkularen Türken, Alewiten und Kurden das Land verlassen wollen und in Europa keine Aufnahme finden, da dieses schon genug mit der syrischen, irakischen, afrikanischen und afghanischen Flüchtlingszustrom zu tun hat. Erdogan verhängt jetzt schon Ausreiseverbote, damit diese Leute im Gefängnis Türkei bleiben und sich dann unterordnen müssen. Möglicherweise wird der zweite Türkeideal mit Merkel und der EU sein, dass Erdogan uns die Fluchtwelle der säkularen Türken, Alewiten und Kurden aus der Türkei nach Europa begrenzt und verhindert, in dem er sie in seiem Open-Air-Diktaturgefängnis einsperrt und von der demokratischen Wertegemeinschaft Europa fernhält. Und von Orban-Ungarn, PiS-Polen, Frankreich und sonstigen unter dem Druck von rechtsextremen ausländerfeindlichen Parteien stehenden europäischen Staaten ist da auch keine Solidarität für die Demokraten in der Türkei zu erwarten. Dies würde sich nur ändern, wenn die Türkei der Shanghai Cooperation Organisation beitritt und aus der NATO austritt, aber danach scheint es Erdogan momentan nicht zu Mute, weswegen auch geopolitische Erwägungen menschenrechtlichen Werte- und Demokratiefragen übergeordnet werden.

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Time am 10. Januar 2017

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1) http://www.global-review.info/2017/01/07/alle-reden-vom-salafismus-wir-reden-uber-die-muslimbruder-und-erdogan/

Das Buch des Antichristen

12. März 2016

Monsterkloran

In einem Artikel bei „FAZ.NET“ lässt Regina Mönch ihren Lesern die Wahl, den Kloran für „unreformierbar“ oder „reif für die Aufklärung“ zu halten (1).

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Islamkritik

Wie soll man den Koran auslegen?

Der Islam – unreformierbar oder reif für die Aufklärung? Ein Gespräch zwischen dem Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide und dem Islamkritiker Hamed Abdel-Samad zeigt den schwierigen Stand der Islamkritik hierzulande.

Wenn sich Mouhanad Khorchide, Theologe aus Münster, und Hamed Abdel-Samad, Autor islamkritischer Bücher, treffen, gibt es Streit. Sie streiten über und für den Islam, den der eine für unreformierbar hält, zumindest noch, und den der andere, Khorchide, mit in die Aufklärung führen möchte. Sie sind sich selten einig und demonstrieren doch eine Diskussionskultur, die in der entweder abgehobenen oder aber brachialen öffentlichen Auseinandersetzung mit dieser Religion heraussticht.

Es ist keine gegenseitige Belehrung, es geht nicht darum, wer recht hat oder die entscheidenden Suren im Koran besser und schneller aufzählen kann. Khorchide kommt ohne die therapeutischen Beschwichtigungsformeln und absurden Unterstellungen aus, mit der Islamkritik gern abgewürgt wird, zumal er selber ein Kritiker ist. Er verteidigt vehement seine These vom barmherzigen Islam, der den historischen Ballast der Gewalt und der Verachtung aller Andersdenkenden abwerfen wird. Abdel-Samad ist ein radikaler Denker, der seinen Gesprächspartner respektvoll herausfordert und ihn konfrontiert mit den gewaltverherrlichenden, antimodernen und seiner Ansicht nach konstitutiven Quellen, die nicht nur für den IS moralische Richtschnur geblieben sind.

Im Unterschied zu den Christen, die das, was im Alten Testament steht, kaum noch für das unverrückbare Wort Gottes nähmen, so Abdel-Samad, glaubten nicht nur Salafisten oder der IS, sondern der muslimische Mainstream, dass alles, was im Koran stehe, das absolute Wort Gottes sei. Khorchide hält dagegen, diese Religion werde in der Realität von den meisten anders gelebt, der heikle Punkt seien unter anderem die Lehrbücher, die in Kairo und anderswo in der islamischen Welt verwendet würden. Doch wachse gerade wegen der Untaten des IS weltweit die Kritikfähigkeit vieler Muslime, die schmerzhaft begriffen, dass es nicht weiterhelfe, wenn sie behaupten, der IS habe mit dem Islam nichts zu tun.

Darauf, sagt Khorchide, setze er seine Hoffnung, aber er erwarte nicht, dass das schnell gehe, auch die Aufklärung sei ein langwieriger Prozess gewesen. So ging es eine Stunde lang hin und her am Mittwoch in Berlin, wo Abdel-Samad und Khorchide ihre im Herder Verlag erschienene Streitschrift „Zur Freiheit gehört, den Koran zu kritisieren“ vorstellten. Zwei unterschiedliche Temperamente, scharfzüngig der eine, sanft selbstbewusst der andere, führten vor, wie eine Islamreform gehen könnte, die ein anderes Ziel verfolgt als die um politischen Einfluss buhlenden orthodoxen Islamverbände. Die wiederum bekämpfen erbittert den Professor aus Münster genauso wie den gelehrten Polemiker, und sie sind nicht die einzigen. Was wenig über Khorchide und Abdel-Samad aussagt, sehr viel jedoch über den Zustand unseres Landes, wo Islamkritik nur noch möglich zu sein scheint, wenn die Polizei Kritiker wie diese unter Schutz stellt.

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Time am 12. März 2016

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1) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/islam-modernisierung-durch-aufklaerung-oder-unreformierbar-14115152.html

Die Texte sind lächerlich

31. Januar 2016

F*U*C*K

Hamed Abdel Samad stellte auf der „Achse des Guten“ ein paar Hadithe zum Thema Frauenparfüm vor (1).

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Rettet das Kölnisch Wasser!

“Wenn eine Frau Parfüm trägt und an einer Ansammlung von Männern vorbeigeht und diese dann ihr Parfüm riechen, ist diese Frau eine Ehebrecherin!” (Auf „Ehebruch“ folgt im Nazislahm die Todesstrafe, T.)

Diese Aussage stammt vom Propheten Mohamed und steht in mehreren anerkannten Hadith-Sammlungen, die an allen theologischen Fakultäten der islamischen Welt als Grundlage für die Ausbildung von Imamen kritiklos unterrichtet werden. Auch in den Bücherregalen deutscher Moscheen stehen solche Hadithbücher, die voller frauenverachtender Passagen sind.

An einer anderen Stelle wird überliefert, dass der zweite Kalif Omar Frauen auf offener Straße mit einem Stock geschlagen hat, als er deren Parfüm roch. Er sagte dabei: “Wie könntet ihr Parfüm tragen obwohl ihr wisst, dass die Herzen der Männer unter ihren Nasen liegen?”. Er meinte natürlich nicht nur die Herzen, sondern auch andere Organe!

Mohamed und Omar sind unantastbare Vorbilder für sunnitische Muslime. Die Aussagen des Propheten gelten als von Gott inspiriert und dienen jedem Muslim jenseits von Zeit und Raum als Handlungsanweisungen. In dieser Tradition steht die Aussage des Kölner Imams, Sami Abu-Yusuf, der meinte, die Opfer von Köln seien zum Teil selber schuld, weil sie Parfüm getragen und damit die angreifenden Männer sexuell erregt haben.

Eigentlich müsste die richtige Konsequenz aus der Lehre des Propheten sein, Eau de Cologne zu verbieten, zumindest für Frauen, um den Frieden zumindest in Köln wiederherzustellen!

Natürlich werden die üblichen muslimischen Apologeten kommen und behaupten, der Kölner Imam interpretiere den Islam falsch und habe die Aussage des Propheten aus dem Kontext herausgerissen. Aber wie könnte denn der richtige Kontext aussehen? Diese Aussage passt perfekt zu allen anderen Aussagen im Koran, die die Frau als Lust-Objekt, als Saatfeld des Mannes sehen.

Aussagen, die den Körper und die Schönheit der Frau nicht als ihr Eigentum betrachten, sondern als das Eigentum des Mannes, der über ihren Körper verfügen darf. Deshalb muss sie sich verhüllen, die Stimme senken, kein Parfüm und keinen Nagellack tragen und nur mit dem Erlaubnis des Mannes aus dem Haus gehen! Diese Passagen passen zur Lage der Frau überall da wo der Islam das Sagen hat!

Warum muss man im 21. Jahrhundert Aussagen von Männern kontextualiseren, die vor 1.400 Jahren penisgesteuert waren? Welchen Erkenntnisgewinn und welche revolutionäre Deutung erhoffen wir uns daraus? Warum trauen sich fortschrittliche muslimische Theologen und Intellektuelle nicht zu sagen: Solche Aussagen und das Geschlechterbild, das dahinter steckt, gehören auf dem Scheiterhaufen der Geschichte! Nicht eine “richtige” Interpretation der Texte würde uns weiter helfen, sondern die Emanzipation von der Macht dieser Texte, indem man sie analysiert und lächerlich macht!

Lustig ist, Volker Beck von den Grünen hat nun eine Anzeige gegen den Kölner-Imam wegen “öffentlicher Aufforderung zu Straftaten” gestellt.

Ausgerechnet die Grünen, die den running gag “Das hat nichts mit dem Islam zu tun!” in den letzten Jahren politisch salonfähig gemacht haben! Die Anzeige wird natürlich im Sande verlaufen, denn der Imam hat zu nichts aufgerufen, er hat nur die Sachlage aus der Sicht der authentischen islamischen Theologie erklärt.

Und das darf er, denn der Islam gehört bekanntlich zu Deutschland!

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Time am 31. Januar 2016

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1) http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/rettet_das_koelnisch_wasser