Posts Tagged ‘Holger Münch’

Am schnellsten wachsende Bewegung

11. Februar 2017

holger-mu%cc%88nch

Lesen Sie einen Artikel von „FAZ.NET“ (1).

_____

IS-Anhänger in Deutschland

Bundeskriminalamt rechnet künftig
mit mehr „Dschihad-Reisenden“

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ propagiert weltweite Anschläge. BKA-Chef Münch formuliert deshalb Forderungen an die Politik. Dazu gehört auch eine „Koordinierungsstelle Terrorismus“.

Die deutschen Behörden müssen sich nach Einschätzung des Bundeskriminalamts (BKA) verstärkt auf „Dschihad-Reisende aus anderen europäischen Ländern oder aus Nordafrika“ einstellen. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) propagiere weltweite Anschläge und habe „eine gefährliche Kommunikations- und Interaktionsstruktur aufgebaut“, schreibt BKA-Präsident Holger Münch in einem Gastbeitrag im „Spiegel“. So seien internationale Terrornetzwerke entstanden, angesichts derer es eine bessere Zusammenarbeit von Bund und Ländern brauche.

Deutschland könne sich keine unterschiedlichen technischen und rechtlichen Standards mehr leisten. Münch wörtlich: „Im Zeitalter des Terrors 4.0 ist ein Recht 1.1 fehl am Platz.“ Konkret fordert der Experte die Einrichtung einer „Koordinierungsstelle Terrorismus“. Sie solle dafür sorgen, dass Polizisten nach Bedarf aus weniger belasteten Bundesländern in besonders gefährdete Regionen abgeordnet werden können. Auch müssten als gefährlich geltende Personen künftig „länderübergreifend nach demselben Maßstab“ eingestuft und sogenannte Gefährder einheitlich überwacht werden.

Münch warnte zugleich vor überzogenen Maßnahmen. „Eine effektive Terrorabwehr muss auf geeigneten, vor allem einheitlichen rechtlichen Grundlagen stehen und damit den Rechtsstaat und seine Wehrhaftigkeit in einem ausgewogenen Verhältnis stärken.“

Derzeit führen Bund und Länder demnach mehr als 760 Ermittlungsverfahren mit mehr als 1.000 Terrorverdächtigen aus der islamistischen Szene. Das sind doppelt so viele Fälle wie im Jahr 2013. Die salafistische Szene umfasst laut BKA rund 9.700 Anhänger; vor fünf Jahren waren es knapp 4.000. Der radikale Salafismus gilt als die am schnellsten wachsende extremistische Bewegung in Deutschland.

_____

Time am 11. Februar 2017

_____

1) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/is-anhaenger-in-deutschland-bundeskriminalamt-rechnet-kuenftig-mit-mehr-dschihad-reisenden-14872744.html

Faces of nazislam (#32)

1. Februar 2017

walid-salihi

Walid Salihi

Dr. Ali Sina (1):

„Es gibt viele Wege zur Spiritualität. Mohammedanismus bietet keinen einzigen. Alles, was Sie zu einem besseren Menschen macht, ist ein spiritueller Pfad. Je tiefer Sie jedoch in den Mohammedanismus eintauchen, desto schwärzer wird Ihre Seele. Geboren, das Licht Gottes zu tragen, werden Sie dann böse, wenn Sie beginnen, Muhammad zu folgen. Ihre Gedanken werden dämonisch. Der Abscheu auf Ihre Mitmenschen erfüllt Ihr Herz und lässt keinen Platz mehr für Liebe. Sie werden zu einer Manifestation des Teufels. Sogar die Augen besonders frommer Mohammedanisten zeigen diese Bosheit. Erstaunlicherweise werden Menschen hässlich, wenn sie fromme Mohammedanisten werden. Ich weiß nicht, wie man das rational erklären kann, aber es ist eine beobachtbare Tatsache. Schauen Sie sich mal die Gesichter der Terroristen an. Das sind die allerfrömmsten Mohammedanisten. Oder schauen Sie sich die Gesichter von Führern mohammedanistischer Parteien an. Es gibt etwas zutiefst Böses in ihren Augen. Mohammedanismus ist ein antispirituelles Bekenntnis. Es macht Sie nicht zu einer besseren Person. Je weiter Sie ihm folgen, desto schlechter werden Sie. Es ist ein Bekenntnis, das aus Engeln Scheusale macht. Wenn ich an Satan glauben würde, würde ich sagen, dass der Mohammedanismus seine Verschwörung ist, um diese Welt zu zerstören und jeden in die Hölle zu bringen.“

Beim „Gatestone Institute“ zeichnet Soeren Kern den Weg des Jihadisten Walid Salihi nach, um sodann auf die fatale Sicherheitslage in Deutschland einzugehen (2).

_____

Wie deutsche Behörden die Bedrohung durch
als Migranten getarnte Dschihadisten verharmlosten

Laut einem im öffentlich-rechtlichen deutschen Fernsehen gesendeten Bericht haben deutsche Spitzenpolitiker und hochrangige Sicherheitsbeamte davon gewusst, dass Dschihadisten des Islamischen Staates als Migranten getarnt nach Europa gekommen sind – haben die Gefahr aber immer wieder heruntergespielt, offenbar, um zu vermeiden, die Stimmung gegen Einwanderung zu bestärken.

Deutsche Behörden wussten schon im März 2015 – gut sechs Monate bevor Bundeskanzlerin Angela Merkel die deutschen Grenzen für mehr als eine Million Migranten aus der muslimischen Welt öffnete –, dass Dschihadisten sich als Flüchtlinge tarnten. Das berichtete die investigative ARD-Sendung Report München am 17. Januar.

Laut dem Bundeskriminalamt (BKA) wird derzeit gegen mehr als 400 Migranten, die 2015 und 2016 als Asylbewerber nach Deutschland einreisten, wegen Verbindungen zum islamischen Terrorismus ermittelt.

Die Enthüllungen kommen zu einer Zeit, wo US-Präsident Donald J. Trump wegen seiner Pläne in der Kritik steht, die Einwanderung aus einigen ausgewählten Ländern auszusetzen –solange, bis es Verfahren gibt, in die Vereinigten Staaten einreisende Migranten angemessen zu durchleuchten. Die deutsche Erfahrung mit Dschihadisten, die sich als Migranten ausgeben, kann dabei als Musterbeispiel dafür dienen, welche Fehler andere Länder vermeiden sollten. Der Bericht von Report München enthüllt auf der Basis von nach außen gedrungenen internen Dokumenten und Interviews mit Informanten, dass die deutschen Behörden schon Anfang 2015 wussten, dass Walid Salihi, ein 18-jähriger Syrer, der in Deutschland 2014 Asyl beantragt hatte, in dem Asylbewerberheim in Recklinghausen, in dem er lebte, Kämpfer für den Islamischen Staat rekrutierte – doch sie taten nichts. Gut sechs Monate später förderte eine Durchsuchung von Salihis Unterkunft eine Schusswaffe zutage. Salihi wurde nicht abgeschoben.

Später kam ans Licht, dass Salihi zwischen 2011 und 2015 unter verschiedenen falschen Namen Asyl beantragt hatte: nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich, Italien, Rumänien, Schweden und der Schweiz. Zudem wurde in mehreren Ländern wegen einer Reihe von Straftaten gegen ihn ermittelt, darunter Körperverletzung, Diebstahl und Waffendelikte.

Im Februar 2014 etwa wurde Salihi wegen sexueller Übergriffe auf Frauen in einer Kölner Diskothek verhaftet. Im selben Monat griff er einen Obdachlosen körperlich an, attackierte einen Passanten und versuchte, einen Mitbewohner in der Asylunterkunft zu erwürgen. Am 31. Dezember 2015, als ein Mob muslimischer Migranten in der Kölner Innenstadt sexuelle Überfälle auf Hunderte deutsche Frauen verübte, war auch er zugegen, wie die Polizei später anhand seines Mobiltelefons herausfand.

Am 7. Januar 2016 stürmte Salihi in ein Polizeirevier im Pariser 18. Arrondissement und rief „Allahu Akbar.“ In den Händen hatte er ein Fleischermesser sowie eine Flagge des Islamischen Staates und trug etwas, das wie ein Sprengstoffgürtel aussah. Polizisten eröffneten das Feuer und töteten ihn.

Ein ehemaliger Zimmergenosse Salihis sagt über ihn: „Er war sehr aggressiv, vor allem, wenn es um Religion ging. Für ihn waren alle Ungläubigen wertlos und mussten sterben.“

Salihi war kein Einzelfall. Laut Report München warnten amerikanische Geheimdienste die deutschen Behörden Anfang 2015, dass Dschihadisten des Islamischen Staates, die sich als Migranten ausgaben, sich über Südeuropa auf den Weg nach Deutschland gemacht hatten.

Die Warnungen wurden jedoch in den Wind geschlagen; im Sommer 2015 erlaubten die deutschen Behörden es Hunderttausenden Migranten, viele von ihnen ohne Ausweispapiere, ohne jegliche Sicherheitsüberprüfung nach Deutschland einzureisen.

Damals bestanden führende deutsche Sicherheitsexperten darauf, dass der Islamische Staat keine Dschihadisten nach Europa entsenden würde. Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, etwa sagte im Oktober 2015: „Wir haben nicht einen Fall bislang, in dem sich das bestätigt hat, dass Mitglieder einer terroristischen Vereinigung aus Syrien oder Irak hier nach Deutschland kommen, um gezielt Anschläge zu begehen.“

Weiter sagte er: „Wenn Sie schauen, welchen Risiken man sich auch aussetzt, wenn man zum Beispiel über das Mittelmeer nach Deutschland kommt, dann glaube ich gibt’s einfachere Möglichkeiten, um hierher zu kommen, wenn man das planen würde. Dafür braucht man keinen Flüchtlingsstrom.“

Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Schindler, sagte: „Es ist unwahrscheinlich, dass Terroristen die waghalsige Bootsflucht über das Mittelmeer wagen würden, um nach Europa zu gelangen.“

Der deutsche Politikwissenschaftler Peter Neumann, Direktor des Internationalen Zentrums für das Studium von Radikalisierung und politischer Gewalt am King’s College in London, sagte:

„Es gibt nicht einen einzigen Hinweis, einen belegten Hinweis darauf, dass sich ein IS-Sympathisant nach Europa eingeschmuggelt hätte. Und es gibt noch weniger Hinweise darauf, dass dies eine aktive Strategie des Islamischen Staates gewesen sei. Und es ist auch wichtig, dass Politiker hier keine Stimmungsmache betreiben und die Ängste der Bevölkerung noch verstärken.“

Weiter sagte Neumann:

„In den letzten Wochen gab es eine Serie von Videos des Islamischen Staates, wo ganz klipp und klar gesagt wurde, dass Unterstützer des Islamischen Staates im Islamischen Staat bleiben sollen, dass sie nicht versuchen sollen, auszuwandern und dass es diese aktive Einschleusungsstrategie, von der manchmal berichtet wird, dass es die nicht gibt.“

Weniger als einen Monat später, am 13. November 2015, verübten Dschihadisten des Islamischen Staates, von denen die meisten als Flüchtlinge getarnt nach Europa gelangt waren, die koordinierten Anschläge in Paris, bei denen 137 Menschen starben und 400 verletzt wurden.

2016 wurde das wahre Ausmaß des deutschen Problems mit Dschihadisten, die sich als Migranten ausgegeben haben, offenbar:

4. Februar: Die deutsche Polizei verhaftet vier Mitglieder einer Zelle, die mutmaßlich dschihadistische Anschläge in Berlin geplant hat. Der Anführer – ein 35-jähriger Algerier, der mit seiner Frau und zwei Kindern in einer Flüchtlingsunterkunft in Attendorn lebte – hatte sich als Asylbewerber aus Syrien ausgegeben. Berichten zufolge hatte er beim Islamischen Staat militärisches Training erhalten.

5. Februar: Hans-Georg Maaßen, der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, rmacht publik, dass womöglich mehr als hundert Kämpfer des Islamischen Staates in Deutschland als Flüchtlinge leben. Von einigen ist bekannt, dass sie mit gefälschten oder gestohlenen Reisepässen eingereist sind.

8. Februar: Die deutsche Polizei verhaftet einen mutmaßlichen Kommandanten des Islamischen Staates, der in einer Flüchtlingsunterkunft in Sankt Johann lebte. Der 32 Jahre alte Dschihadist, der sich als syrischer Asylbewerber ausgegeben hatte, war im Herbst 2015 nach Deutschland gekommen.

29. Februar: Die deutschen Behörden geben zu, dass sie die Spur von 130.000 Migranten verloren haben, die 2015 ins Land gekommen waren. Diese Nachricht verstärkt die Sorge, dass unter den nicht registrierten Migranten Dschihadisten sein könnten, die als Flüchtlinge getarnt eingereist sind.

2. Juni: Die deutsche Polizei verhaftet drei mutmaßliche Mitglieder des Islamischen Staates aus Syrien wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Anschlags in Düsseldorf.

3. Juni: Der Vorsitzend der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sagt, Haushaltskürzungen im öffentlichen Sektor machten es unmöglich, alle nach Deutschland kommenden Migranten zu überprüfen. Er reagiert damit auf Forderungen, alle Migranten einer Sicherheitsprüfung zu unterziehen.

19. Juli: Ein 17 Jahre alter Asylbewerber aus Afghanistan, der eine Axt schwingt und „Allahu Akbar“ ruft, verletzt in einem Personenzug in Würzburg fünf Personen schwer. Der Angreifer wird von der Polizei erschossen, nachdem er mit der Axt auf die Beamten losgegangen war. Nur zwei Wochen zuvor war der Teenager als Belohnung dafür, dass er sich „so gut integriert“ hatte, bei Pflegeeltern untergebracht worden.

24. Juli: Mohammed Daleel, ein 27 Jahre alter Migrant aus Syrien, dessen Asylantrag abgelehnt worden war, sprengt sich bei einem Konzert in Ansbach in die Luft und verletzt 15 Menschen. Der Selbstmordanschlag war der erste in Deutschland, der dem Islamischen Staat zugerechnet wurde.

25. Juli: Die Bundespolizei macht bekannt, dass gegen mehr als 400 Migranten, die 2015 und 2016 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind, wegen Verbindungen zum Islamischen Staat ermittelt wird.

13. September: Die deutsche Polizei verhaftet in Schleswig-Holstein und Niedersachsen drei syrische Dschihadisten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kamen die drei im November 2015 als Migranten nach Deutschland, um „einen vorher ergangenen Befehl des Islamischen Staates auszuführen oder auf weitere Anweisungen zu warten“.

17. September: Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann beschuldigt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), möglicherweise Zehntausende gefälschte Pässe nicht erkannt zu haben. Viele Migranten, die als Syrer nach Europa gekommen sind, stammten in Wirklichkeit aus anderen Ländern. Fast 40 Prozent aller Marokkaner, die nach Griechenland eingereist sind, haben sich laut einer Studie als Syrer ausgegeben.

10. Oktober: Es wird bekannt, dass das BAMF wissentlich mehr als 2.000 Asylbewerber mit gefälschten Pässen nach Deutschland hat einreisen lassen.

27. Oktober: Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Shaas Al-M., einen 19-jährigen syrischen Dschihadisten, der als vorgeblicher Flüchtling nach Deutschland kam: Er soll für den Islamischen Staat in Berlin potenzielle Ziele für Anschläge ausgespäht haben, darunter das Brandenburger Tor und den Reichstag.

19. Dezember: In Berlin werden 12 Menschen getötet und Dutzende verletzt, als ein LKW in einen Weihnachtsmarkt rast. Der Hauptverdächtige bei dem Anschlag ist Anis Amri, ein 23 Jahre alter Migrant aus Tunesien, der im Juli 2015 nach Deutschland gekommen war und im April 2016 Asyl beantragt hatte. Obwohl Amris Asylantrag im Juni 2016 abgelehnt worden war, wurde er nicht abgeschoben, weil er keinen gültigen Reisepass besaß.

Am 5. Januar 2017 wurde bekannt, dass Amri mindestens 14 verschiedene Identitäten benutzt hatte, von denen er Gebrauch machte, um in verschiedenen Kommunen unter verschiedenen Namen Sozialleistungen zu erlangen.

Der deutsche Politikwissenschaftler Rudolf van Hüllen kommt zu dem Schluss:

„Man hat vermutlich vergessen zu berücksichtigen, was der nachrichtendienstliche oder polizeiliche Gegner, in dem Fall der IS, wozu er fähig ist, wie er denkt. Man hat sich in deren Mentalität nicht reinversetzt. Und deswegen übersehen, dass für den IS natürlich eine Option war, diese sichere Flüchtlingsroute zu benutzen. Das ist eine ganz logische Angelegenheit.“

_____

Time am 1. Februar 2017

_____

1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/11/28/ali-sina-uber-spiritualitat-3
2) https://de.gatestoneinstitute.org/9859/deutschland-migranten-dschihadisten

Sieg des Counterjihad: Bremer „Tatort“

25. Februar 2014

Tatort

Sogar der Finger stimmt: Niels Bruno Schmidt als Rechtsanwalt Puvogel und Dar Salim als sein Patron, Clan-Führer Hassan Nidal

Der Bremer Tatort „Brüder“ (1), der offenbar ansatzweise ungeschminkte Wahrheiten über den mohammedanistischen Miri-Klan brachte (2), welcher die Stadt im Würgegriff hält, war ein unerhörter Erfolg, wie Robert von Lucius heute in der FAZ berichtete (3). Er beginnt mit der Zeile „Empörung nach dem Bremer ,Tatort’“, und empört zeigt sich der Bremer Staatssekretär Holger Münch, der „meint, der Film verbreite eine ,falsche Botschaft’, die zur Stigmatisierung aller Angehörigen des hier dargestellten Familien-Clans beitrage.“ Man hat den Eindruck, dass die grün-roten Eliten samt und sonders von den Vogelscheichs aufgekauft worden sind.

_____

Empörung nach dem Bremer „Tatort“

Es gibt auch KFZ-Meister in der Familie

Der am Sonntag gezeigte Bremer „Tatort“ um einen kriminellen Kurden-Clan hat ein reales Vorbild: Die Hälfte aller Mitglieder der „Miris“ ist polizeibekannt. Die Diskussion nach dem Fernsehkrimi kocht hoch.

Eine solche Debatte hat wohl selten ein „Tatort“ nach sich gezogen, wie die am Sonntag gelaufene Episode „Brüder“ von Radio Bremen. Sie handelt von einem kriminellen Clan mit kurdischen Wurzeln, von Einschüchterung, Angst und Ohnmacht. Der Bremer Innenstaatsrat (Staatssekretär) Holger Münch meint, der Film verbreite eine „falsche Botschaft“, die zur Stigmatisierung aller Angehörigen des hier dargestellten Familien-Clans beitrage. Stattdessen solle man auf positive Vorbilder setzen wie Kraftfahrzeugmeister oder Akademiker in dieser Großfamilie. Die „Bild“-Zeitung stellte derweil die Frage, ob dies ein Krimi gewesen sei oder eine Dokumentation. Der kleinste ARD-Sender freute sich, erstmals die Zehn-Millionen-Zuschauer-Grenze überschritten zu haben.

Am Live-Blog von Radio Bremen während und nach der Sendung nahmen fast 50.000 Zuschauer teil. Die Reaktionen folgten im Groben vier Denkrichtungen: Für erstaunlich viele war das „der beste ,Tatort‘ je“, spannend und atmosphärisch dicht. Einige bemängelten inhaltliche Fehler – so habe Bremen keinen Containerhafen mehr. Manche sprachen von Klischees, die Vorurteile gegen „alle Ausländer“ bestärkten. Überwiegend aber, und nüchterner als sonst in Internetforen, wird der Mut von Radio Bremen gerühmt, einmal nicht auf politische Korrektheit zu setzen und Tabus zu brechen. Endlich hätten schon zu Beginn „ganz gewöhnliche Streifenpolizisten“ eine tragende Rolle gespielt. Ein Bremer berichtet, auch er sei von einem solchen kriminellen Clan bedroht und angegriffen worden, ihm habe aber der Mut gefehlt, zur Polizei zu gehen. Dies spiegele die Realität mehr, als man glauben möge, hieß es – überforderte Polizisten und vor allem zu wenige; und kein Respekt mehr vor ihnen und die Machtlosigkeit, dem entgegenzustehen.

In Bremen gibt es wie in Berlin und anderen Großstädten reale Vorbilder: die unter dem Namen „Miris“ geläufige kurdische Volksgruppe der Mhallamiye aus der Türkei und Libanon, die mit 2600 Menschen in 31 Großfamilien in Bremen lebt. Staatsrat Münch verweist darauf, dass seit 2010 die Zahl der Kriminellen aus dieser Gruppe zurückgehe – 816 Fälle hatte die Polizei 2012 erfasst. Die Polizei habe, sagte Münch, der bis vor zwei Jahren Polizeipräsident in Bremen war, die Auswüchse in den Griff bekommen. Der Leiter des Landeskriminalamts ist da schon konkreter: Jedes zweite Clanmitglied sei polizeibekannt, fünfzig gelten als Intensiv- oder Schwersttäter. 2012 sei jeder sechste Mhallamiye einer Straftat bezichtigt worden – Körperverletzungen, Rauschgifthandel, Raub, Bestechung, Nötigung. Ein düsterer „Tatort“ zu einem düsteren Thema.

_____

Ich lasse ein paar Leserzuschriften folgen. Der erste Block ist zum Artikel von Lena Bopp, der zweite zum Text von Robert von Lucius.

_____

KLAUS MÜLLER (MEHL-BOX) – 25.02.2014 08:45 Uhr – nach gefühlt Tausend Tatort Schlafmittel-Serien endlich mal ein Treffer u. ein Thema das wach hielt! Ich versuche jetzt gar nicht erst zu relativieren u. sage direkt heraus, Familien-Clans leben in D in einer Parallel-Welt mit eigenen Regeln, moralischen Grundsätzen u. streng strukturierten Hierarchien. Das Familienoberhaupt ist das Zentralorgan, unangreifbar u. wird von seinen Untertanen wie ein gottähnlicher Autokrat verehrt. Manche haben einen Stab um sich geschart, der wie eine Firma funktioniert u. Anwälte, Kaufleute u. „Unternehmer“ (Import/Export) einbindet u. eine Art Soldaten als Befehlsempfänger/Vollstrecker beschäftigt. Und alle arbeiten an einem gemeinsamen Ziel: auf JEDE erdenkliche Art u. Weise Geld zu machen, rücksichtslos, denn über die Familie geht nichts. Diese bedingungslose Treue ist die Basis ihres Erfolgs!

DR. WOLFGANG KAISER (WOLFGAN…) – 25.02.2014 00:35 Uhr – Die Realität ist eine andere! In Wirklichkeit liegt am Ende keiner der Miris o.ä. am Boden und blutet. Das riskiert keiner. In Bremen (Deutschland) ermittelnde Staatsanwälte wohnen unter Polizeischutz an geheimen Orten, weil es echte ernstzunehmende Morddrohungen (anders als in Fall des Kriminellen Edathy) gibt. Das zeigt der Film alles nicht. Die echte Realität ist dem deutschen Fernsehbürger offenbar nicht zuzumuten, von den sonst gewohnten politisch korrekten Erziehungskrimis ganz zu schweigen (ich hab bis zuletzt auf den obligatorischen Neonazi gewartet, der hinter allem stecken muss)!

DR. JOACHIM SCHMIDT (JPS71) – 24.02.2014 09:38 Uhr – Und wer führt uns in diese Wolfsgesellschaft zurück? Ausgerechnet unsere ausländerfreundlichen Gutmenschen mit ihrer unübertroffenen Naivität! Den jugendlichen migrationshintergründigen Kriminellen, der nach 48 Straftaten zum ersten Mal inhaftiert wurde, hat es in Bremen übrigens tatsächlich gegeben. Als er in der Haft seine Aggression gegen sich selbst richtete und Selbstmord beging, widmeten ihm ,namhafte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens’ eine Traueranzeige.

FRANZ FELDMANN (FRANZPA…) – 24.02.2014 09:11 Uhr – Bremen als NoGo – Dieser Tatort, der wohl die wahren Verhältnisse in Bremen aufgreift, dürfte der Stadt bös ins Kontor schlagen. Endlich sieht der Rest der Republik, wie verkommen eine Stadt werden kann, wenn sie über Jahrzehnte die Augen vor der Realität ideologisch verschließt. (…)

_____

GUIDO DUELLI (GUDOLI) – 25.02.2014 16:17 Uhr – Geldwäsche – Herr Münch differenziert ungenügend: Ein Teil der Clanangehörigen wird straffrei gehalten, um im legalen Wirtschaftssektor Geldwäsche betreiben zu können. Überhaupt ist der „Tatort“ auf den Aspekt der wirtschaftlichen Macht, den diese Clans bereits erlangt haben, überhaupt nicht eingegangen. (Nebenbei angemerkt: Die Polizei fährt in Städten mit Clanstrukturen nicht mehr einzeln an, sondern bildet zunächst an in der Nähe gelegenen Sammelpunkten Konvois). (…)

DR. WOLFGANG KAISER (WOLFGAN…) – 25.02.2014 15:40 Uhr – Ein paar Fragen bleiben offen – 1. Steht Herr Münch vielleicht selber auf der Gehaltsliste der Miris? Unverschämter als er kann man wohl kaum ins Gesicht der unzähligen Miri-Opfer schlagen! (…)

BURT SCHNETZ (ODERBLOCK) – 25.02.2014 14:55 Uhr – man muss wissen, dass diese familien alle im hartzIV-bezug sind, bis auf wenige mitglieder, die aus strategischen gründen kein hartz beziehen. denn: auf irgendwen müssen ja die ganzen porsche cayenne und s-klasse und bmw x5 angemeldet werden, die diese familien fahren. wer in berlin wohnt, kann sich etwa am jobcenter neukölln in der mainzer str. 27 mal zwei stunden hinstellen und schauen, wer da alles in der zweiten reihe mit welchen autos parkt, um den weiterbewilligungsantrag in den briefkasten zu schmeißen oder die einkommenserklärung zur selbständigkeit (gewinn natürlich null euro) abzugeben. und dann gibt es natürlich noch die clanmitglieder, die aus dem knast kommen, den sie schon mehrere jahre immer wieder mal besucht haben: das soll mir mal einer vormachen, wie du als arbeitsvermittler diese leute in den arbeitsmarkt integrierst. knast ist sowas wie ein breitbandantibiotikum , das dich vor dem arbeiten schützt. das wissen die brüder natürlich, und entsprechend tiefenentspannt sitzen sie dann im stuhl im jobcenter.

HANS BETHE (HANS_BETHE) – 25.02.2014 12:04 Uhr – Unterstützt die Polizei! Hallo, ich selber bin einmal in Mannheim in einen Auffahrunfall mit 5 jungen Türken verwickelt worden. Anstatt sich einfach bei mir zu entschuldigen und den Schaden der Ver-sicherung zu melden, wurde ich erst einmal aggressiv beschimpft ich solle meine Schuld eingestehen. Als ich sofort jeder Kommunikation einstellte und mir umgehend Zeugen besorgt habe, wurde der gesamte Familienklan zur Unfallstelle herbeitelefoniert, worauf sich unglaubliche Szenen mit der Polizei abspielen! Ich habe nur noch kopfschüttelnd auf einer Leitplanke gesessen. Die Polizei musste Platzverweise aussprechen und Leute mit auf die Wache nehmen! Und das bei einem harmlosen Auffahrunfall. Die ausländischen Mitbürger sind es halt gewohnt, sich durch lautstarkes lamentieren und aggessives Auftreten durchzusetzen. Wenn das nicht funktioniert, herrscht erst einmal Ratlosigkeit. Leid tut mir die Polizei, denen noch ein Herr Münch erzählt, dass sie sich diese Probleme nur einbilden.

MAREK BRODZIK (MAREK.B…) – 25.02.2014 11:45 Uhr – Die Mhallami sind aber keine Kurden… Sie sind definitiv Araber und keine Kurden (kurdisch ist ja bekanntlicherweise eng mit dem Persischen verwandt und eine indoeuropäische und keine semitische Sprache wie das Arabische). (…)

DR. ANDREAS FRICK (HEPHAISTOS) – 25.02.2014 11:36 Uhr – Deutschland hat fertig – Wer die Berichte auf den angeblich rechtsextremen Blogs im WWW zu diesen Clans liest, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Staat den Kampf gegen eingewanderte kriminelle Clans längst aufgegeben hat. Dass es sich dabei nicht im vietnamesische Bootsflüchtlinge handelt, sondern um Angehörige ganz bestimmter Herkunft und Religion, ist auch allen klar, das zu sagen ist aber angeblich rassistisch. Die Kapitulation der Justiz hat aber vor allem in Bremen ganz klar politische Gründe. Der SPD geht es um Wählerstimmen, und da sie die Stadt Bremen seit langem beherrscht, ist auch die Justiz und die Polizei entsprechend ideologisch ausgerichtet. Ob Korruption und Erpressung eine Rolle spielen, ist nicht klar. Da die Clans sehr reich sind, würde mich das nicht wundern. Die einzige Partei, die Klartext redet, sind die «Bürger in Wut». Die CDU kann man komplett vergessen genauso wie die Presse, die kein Interesse an Aufklärung hat. Sarrazin hat mal wieder recht.

HANS MUELLER (HONIGTAU) – 25.02.2014 11:34 Uhr – Man will nicht verstehen – Politiker haben diese Clans erst aufgebaut, war in HH mit der Osmani-Großfamilie nicht anders. Angefangen haben sie auf der Mönckeberstraße als Hütchenspieler Ende der 90er. Schon da hätten der HH Senat einen eisernen Besen holen und sie wegfegen müssen, schließlich basiert das Hütchenspielen ganz eindeutig auf Betrug, man hätte sie zurück nach Hause schicken sollen. Heute sind sie mit Drogengeldern, Prostitutionsgeschäften und Immobilienschiebereien schwerreich. Politik, Medien und der Justizapparat muß von denen völlig verseucht worden sein. Man sagt nicht umsonst: Wehret den Anfängen! Deutsche Obdachlose wurden vom Ole höchstpersönlich aus dem Stadtzentrum verjagt. Den Asylanten werden Heime gebaut oder Senioren für sie aus ihren Heimen verjagt, nicht zu fassen ist diese antideutsche Politik, gemacht von Deutschen. Diesmal fliegen keine feindlichen Bomben, heute zerlegen sich die Deutschen selber. Dieser Film wird wie andere in der Vergangenheit eine Eintagsfliege bleiben.

BODO BLÖMER (BOBLOE) – 25.02.2014 10:28 Uhr – Traurige Realität – Ein Schulfreund von mir war Staatsanwalt in Bremen. Der kurdische Clan fiel in seinen Aufgabenbereich. Er und seine Familie wurden von dem Clan bedroht, zuletzt stand er unter Polizeischutz. Der Tatort kommt der Realität sehr, sehr nahe.

_____

Time am 25. Februar 2014

_____

1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2014/02/23/bremens-heimliche-herrscher/
2) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/neuer-tatort-aus-bremen-die-hundertundeins-straftaten-des-hassan-nidal-12814254.html
3) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/empoerung-nach-dem-bremer-tatort-es-gibt-auch-kfz-meister-in-der-familie-12818651.html