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Ein interessanter Plan

16. Dezember 2017

Mohammedanistisches Naturschutzgebiet:
Wadi Arbai

Aus Sicht des Counterjihad gibt es die „Palästinenser“ nicht. Sie sind vielmehr die Nachkommen der Araber, die seit der Zerschlagung des Osmanischen Reiches ideologisch motiviert massenhaft in der Region eingesickert waren, und von dort dann 1949 und 1967 wieder vertrieben wurden bzw. auf Geheiß ihrer arabischen Verwandten flohen, als diese Israel angriffen und es vernichten wollten (1).

Die liebe Familie hält sie in einem Status der Unentschiedenheit, verweigert ihnen Bürgerrechte und nutzt sie als Jihadisten gegen Israel.

Dennoch sind sie zweifellos da, zählen an die vier Millionen und nerven.

Rainer Hermann stellt bei „FAZ.NET“ einen Plan vor, wie es damit ein Ende haben könnte (2).

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Jahrhundertdeal im Nahen Osten

Steht der Auszug der Palästinenser bevor?

Nicht nur in Israel ist davon die Rede, auch in arabischen Ländern wird darüber seit Jahren spekuliert: Was dafür spricht, dass der Nordsinai zu einem Ersatzland für die Palästinenser werden könnte.

Die Freude der ägyptischen Regierung währte nur kurz. Am 29. November besuchte seit Jahren endlich wieder ein Mitglied des israelischen Kabinetts Ägypten. Gila Gamliel, Ministerin für soziale Gleichheit, nahm an einer UN-Konferenz zur Förderung der Gleichheit der Geschlechter teil. Dort sagte die Tochter jüdischer Einwanderer aus dem Jemen und aus Libyen, was den ägyptischen Machthabern gar nicht gefiel.

Sie sprach vom Sinai als dem besten und geeignetsten Ort für einen Staat der Palästinenser. Das ägyptische Außenministerium bat Israel um Klärung, und das israelische Außenministerium antwortete, die Äußerung von Gila Gamliel entspreche nicht der offiziellen Position der Regierung. Ein Dementi war das nicht.

Gamliels Äußerung war nicht spontan. Sie selbst hatte das bereits in den Wochen zuvor in israelischen Medien gesagt und dabei wirtschaftliche Hilfen an Ägypten in Aussicht gestellt, die im Gegenzug geleistet würden. Ihre Äußerungen bedeuten, dass der Sinai der Ersatz für die Heimat der Palästinenser, das Westjordanland, werden soll. Denn die rasch expandierenden jüdischen Siedlungen schließen dort immer mehr die Gründung eines eigenen palästinensischen Staates aus, zumal Israel dieses Gebiet, das es Judäa und Samaria nennt, als biblisches Land für sich beansprucht.

Nicht nur in Israel ist davon die Rede, dass der Sinai als Ersatzland für die Palästinenser in Frage kommt. Auch in arabischen Ländern wird darüber seit Jahren spekuliert, und dazu wird der Begriff „Jahrhundertdeal“ verwendet. Nahrung hat diesen Diskussionen der ägyptische Präsident Abd al Fattah al Sisi gegeben, als er am 4. April im Weißen Haus Präsident Donald Trump traf.

Er sagte arabischen Medien, er werde mit Trump über einen Frieden zwischen den Palästinensern und Israel sprechen und in diesem Rahmen auch über den „Jahrhundertdeal“. Keiner der arabischen Reporter hakte nach, was er damit genau meint. Die israelische Zeitung „Haaretz“ berichtete danach, Trump habe seinen Gast gebeten, Initiativen für diesen Deal zu starten und dabei Saudi-Arabien einzubeziehen.

Der modernste Technologiepark der Welt

Das hat Ägypten zwei Monate später auch getan. Denn am 14. Juni 2017 billigte das ägyptische Parlament die Abtretung der zwei Inseln Tiran und Sanafir, die im Eingang in den Golf von Aqaba liegen, an Saudi-Arabien. Sisi hatte das Abkommen bereits im April 2016 unterzeichnet und damit in Ägypten, das sich diese Abtretung gut bezahlen lässt, einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Mit der Abtretung der beiden Inseln ist die Einfahrt in den Golf – und damit zur israelischen Hafenstadt Eilat – kein ägyptisches Hoheitsgewässer mehr, sondern ein internationales, und Saudi-Arabien übernimmt eine Mitverantwortung für den Sinai. Nun stellte der saudische Kronprinz Muhammad Bin Salman am 24. Oktober das Projekt Neom vor, bei dem, unter Einschluss der beiden Inseln, in dem Dreiländereck von Saudi-Arabien, Ägypten und Jordanien der modernste Technologiepark der Welt entstehen soll.

Der Verkauf der Inseln rief eine Äußerung des früheren israelischen Knessetabgeordneten Hiob Kara in Erinnerung. So berichtete der Nachrichtensender Al Dschazira, Kara, ein Druse und Mitglied im Likud, habe am 12. Februar 2017 gesagt, mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu treibe er das Projekt eines palästinensischen Staats auf dem Sinai voran. Kara setzte hinzu, der Vorschlag befinde sich im Einklang mit „dem Sisi-Plan“. Das Ganze diene dazu, den Weg zu einem umfassenden Frieden mit Hilfe einer Koalition sunnitischer Staaten zu erweitern.

Der Plan liegt schon länger in der Schublade

Diese Ideen seien, so Al Dschazira, bereits bei einem Treffen am 21. Februar 2016 in Aqaba erörtert worden. Zunächst war das Treffen geheim gehalten worden. Teilgenommen haben Netanjahu, Sisi, der jordanische König Abdullah und der damalige amerikanische Außenminister Kerry. Al Dschazira berichtete ferner, Pläne zur Ansiedlung von Palästinensern auf dem Sinai gebe es bereits seit 2003. Damals habe Israel erstmals die Verlängerung des Gazastreifens um 50 Kilometer bis zur Stadt al Arish angeregt. Im Jahr darauf schlug der damalige Vorsitzende des israelischen Nationalen Sicherheitsrats, der frühere General Giora Eiland, Ägypten vor, vom Nordsinai 60.0000 Quadratkilometer abzutreten, um dort Palästinenser anzusiedeln.

Diese Berichte lösten keine Kontroverse aus, anders als eine Dokumentation von BBC Ende November. Die BBC berichtete auf der Grundlage von Dokumenten aus den achtziger Jahren, dass 1982 der damalige ägyptische Präsident Husni Mubarak Israel angeboten habe, Palästinenser, die aufgrund der israelischen Belagerung von Beirut fliehen mussten, auf dem Sinai anzusiedeln.

In jenem Jahr erhielt Ägypten den letzten Teil des Sinai von Israel, das die Halbinsel im Sechstagekrieg von 1967 erobert hatte. Mubarak ließ diesen Bericht dementieren und hinzufügen, er habe noch 2010, im Jahr vor seinem Sturz, einen Vorschlag Israels zurückgewiesen, Palästinenser auf dem Sinai anzusiedeln.

Als Ägypten 1982 die Souveränität über den Sinai zurückerhalten hatte, begann der Ausbau der Südspitze um Scharm al Scheich zur Tourismusdestination. Der Nordteil der Halbinsel blieb jedoch eine der am wenigsten entwickelten Regionen Ägyptens. Die Regierung genehmigte keine Entwicklungsprojekte, und die Stämme, die dort siedelten, erhielten keine ägyptischen Pässe, sie durften auch nicht in den boomenden Urlaubsorten arbeiten. Muhammad Mursi, 12 Monate Präsident, begann mit der Entwicklung der Halbinsel, die nach dem Putsch vom Juli 2013 aber wieder eingestellt wurde.

Kommt der „Jahrhundertdeal“?

Seither zeigt sich auch ein anderes Muster. Die Stämme, die Kairo nie wirklich unter Kontrolle bekam, verbündeten sich mit islamistischen Extremisten. Die Häufigkeit von Anschlägen nahm zu, und nach jedem Anschlag werden Bewohner der betroffenen Orte – auch als Strafmaßnahme – umgesiedelt. Es entstehen Siedlungsflächen.

Eine Umsiedlung erfolgt auch im arabischen Osten Jerusalems, wo palästinensische Immobilien enteignet werden. Für Verunsicherung sorgt auch eine Äußerung des amerikanischen Präsidenten Trump, Muslime sollen weiter das Recht haben, im Felsendom und in der Aqsa-Moschee zu beten. Das wird so verstanden, dass sie dann nicht mehr in Jerusalem wohnen können.

In al Arish wohnen bereits Palästinenser. Mehrere hundert Angehörige der Sicherheitskräfte von Muhammad Dahlan, des früheren starken Manns im Gazastreifen und Gegenspieler des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas, wurden dort angesiedelt. Unterstützt und finanziert wird Dahlan von den Vereinigten Arabischen Emiraten, die auch Ägypten finanziell unter die Arme greifen. In der arabischen Welt gilt das als ein weiteres Indiz dafür, dass der „Jahrhundertdeal“ kommen wird.

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Time am 16. Dezember 2017

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/06/24/pallie-besatzer/
2) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/israel-und-palaestina-was-koennte-die-loesung-des-konflikts-sein-15342741.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

Islam? Welcher Islam? Kein Islam!

12. Juni 2015

Al Azhar

Markus Bickel berichtete auf „FAZ.NET“ über „innermohammedanistische“ „Auseinandersetzungen“ (1).

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Azhar-Universität in Kairo

Islam? Welcher Islam?

Auf den Siegeszug des „Islamischen Staats“ reagiert die Azhar-Universität in Kairo, der „Vatikan des Islam“, mit schrillen Tönen. Für einige westliche Gelehrte haben die Lehrenden nur Hohn und Spott übrig.

Osama al Azharis Waffe sind seine Bücher. Eines nach dem anderen hält der sunnitische Scheich mit dem weißen Turban in die Höhe und fordert die Zuhörer im prall gefüllten Hörsaal auf, sie zu lesen. Und übersetzt werden sollten sie selbstverständlich auch: ins Englische und Französische, ins Spanische, Urdu, Farsi und Russische, um dann in die ganze Welt verschickt zu werden.

Strengen Blickes hört der in schwarzem Gewand gekleidete al Azhari mit dem akkurat gestutzten Backenbart gar nicht mehr auf, für seine Mission zu werben: Erst wenn die Toleranz und Mäßigung lehrenden Schriften der Azhar ihren festen Platz in den Bibliotheken des Westens gefunden hätten, würden die Ungläubigen endlich aufwachen und nicht mehr dem Atheismus anheimfallen, ruft Azhari seinen Zuhörern zu, während sich die Ventilatoren an der hohen Decke langsam drehen. Inschallah, so Gott will!

Eigentlich sollte das Mitglied des Präsidialrats für Sozialdienste der altehrwürdigen Al-Azhar-Universität an diesem Mittag über „Motive und Ziele von Diffamierungskampagnen gegen die Azhar“ sprechen. Doch der junge Professor dreht den Spieß einfach um – und teilt kräftig aus. Für Stephen Hawking, den Astrophysiker, hat er nur Spott und Verachtung übrig; eine stets willkommene Zielscheibe ist außerdem der britische Autor Christopher Hitchens, der Bücher wie „Der Herr ist kein Hirte: Wie Religion die Welt vergiftet“ geschrieben hat und kritische Essays über einen rückwärtsgewandten „Islamofaschismus“.

Auch der Kolumnist Ayman al Sayad, der am anderen Ende des Podiums sitzt, bleibt nicht verschont. Der Journalist hatte die im Jahr 972 von den Fatimiden gegründete älteste Hochschule der Welt gerade in den höchsten Tönen gelobt. Einen Blick von außen sollte er in seinem Vortrag „Al Azhar und die Medien“ auf eine Einrichtung werfen, die einerseits Universität, andererseits religiöses Zentrum für Millionen Muslime auf der ganzen Welt ist. Doch das reicht dem strengen Scheich Azhari nicht. „Leider war er hier nicht Student“, kanzelt er seinen Vorredner ab und steckt damit zugleich die engen Grenzen des Azhar-Universums ab. „Jeder, der einen großen Namen trägt, sollte die Azhar besucht haben.“

Beifall brandet auf, vor allem junge Männer haben sich im großen Hörsaal der Fakultät für Massenkommunikation zusammengefunden, aber auch eine Handvoll Frauen. Die Azhariten sind die Lebensversicherung ihrer Familien, denn trotz überfüllter Räume und hoffnungslos veralteter Curricula bringt der Besuch der „Blühenden“, wie Azhar auf Arabisch heißt, noch immer Renommee und Respekt ein. Mehr als 450.000 Studenten besuchen die Universität, die in 18 ägyptischen Provinzhauptstädten und überall auf der Welt ihre Ableger hat, in den Vereinigten Staaten und Großbritannien, in Indonesien und Indien, Sudan und Somalia. Gelehrt wird an 62 natur- und geisteswissenschaftlichen Fakultäten. Frauen und Männer getrennt.

Von wissenschaftlicher Freiheit freilich lässt sich spätestens seit 1961 nicht mehr sprechen: Der nach dem Sturz der Monarchie 1952 an die Macht gelangte Offizier Gamal Abd al Nasser nahm die Gelehrten an die kurze Leine und bestimmte den Großscheich der Universität fortan selbst. Im Gegenzug sicherte der Staat die Finanzierung zu. An dieser Ordnung wurde über Jahrzehnte nicht gerüttelt, ehe nach der Revolution gegen Husni Mubarak ein sanfter Hauch des Wandels auch die Azhar erfasste: In Zukunft dürfen die Scheichs selbst über ihren obersten Sprecher entscheiden – freilich erst, wenn der amtierende Großimam Ahmad al Tayyeb verstirbt oder sich entscheidet, freiwillig abzutreten.

Am Stolz der Azhariten, der wichtigsten Autorität der muslimischen Welt anzugehören, haben die Machtkämpfe, die Aufstieg und Fall des im zweiten Revolutionsjahr an die Macht gelangten Muslimbruders Muhammad Mursi mit sich brachten, nichts geändert. Salafisten und konservative Theologen, die traditionell über großen Einfluss in der Azhar verfügten, setzten in den zwölf Monaten der Islamistenherrschaft zwar alles daran, die Scharia-Gesetzgebung auszuweiten. Doch ihr Aufstieg wurde durch den Staatsstreich des damaligen Armeechefs Abd al Fattah al Sisi im Juli 2013 jäh gestoppt. Großscheich al Tayyeb gab dem Militärputsch seinen Segen, als er mit Sisi vor die Kameras trat. Zu einem Aufschrei führte das nicht: Staatstreu sind die Azhar-Führer seit Nasser immer gewesen, im Gegenzug genießen sie weitgehend Immunität.

Professor al Azhari ist gerade wieder voll in Fahrt gekommen, nur ein religiös-folkloristisches Beiprogramm kann ihn noch aufhalten, Koran-Rezitationen und salbungsvoll vorgetragene Verse eines als „großer Dichter“ angekündigten Poeten. Zahllose Kameras der Mobiltelefone halten das Geschehen auf dem Podium im Ibrahim-Hamrosch-Saal fest, benannt nach einem ehemaligen Großscheich der Universität. Dann aber, um kurz nach zwölf, geben die Telefone den Ruf zum Mittagsgebet von sich, der Berater des Großscheichs, Muhammad Muhanna, der das Wort ergriffen hat, muss seine Rede unterbrechen. Gottes Wille kommt per App.

Mit grünen Schärpen über den Schultern hatte ein Dutzend stolzer Studienanfänger am Vormittag vor dem Gebäude der Medienwissenschaftler in der islamischen Altstadt Kairos die Azhar-Größen empfangen: Sowohl der Vizepräsident der Universität, Ibrahim al Hodhod, als auch der Stellvertreter des Großscheichs, Abbas Shouman, sind gekommen, außerdem Dutzende Professoren, Fotografen, Kameramänner und Reporter. Roter Teppich und Plakate mit dem Hinweis, dass es sich bei der Veranstaltung „Die Botschaft der Azhar und die Verantwortung der Medien“ um ein „wissenschaftliches Seminar“ handele, sollen die Bedeutung der Zusammenkunft unterstreichen.

Seit Ende 2014 jagt eine solche Veranstaltung die nächste. Der Erfolg der sunnitischen Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) hat die Lehranstalt im Herzen Kairos aufgeschreckt – wenn auch mit einiger Verzögerung. Wochen vergingen, ehe al Tayyeb die Greuel der Mörderbande in Mossul und anderen irakischen Städten verurteilte. Dann aber so: Bei den „Terroristen“ handele es sich um eine „zionistische Verschwörung“. Äußerungen einzelner Azhar-Scheichs, die sich weigerten, die IS-Kämpfer als Gottlose zu bezeichnen, trugen ebenfalls nicht gerade dazu bei, dass sich die Universität, die mitunter als „islamischer Vatikan“ bezeichnet wird, als Hort vernünftiger Antifundamentalisten einen Namen machen könnte.

Seit ein paar Monaten hat sich der Ton verändert. Auch auf dem Podium im Ibrahim-Hamrosch-Saal. Der strenge Scheich Azhari legt großen Wert darauf, dass schon im Dezember zweihundertfünfzig Gelehrte aus aller Welt dem Aufruf der Azhar folgten, nach Kairo zu kommen, um gemeinsam eine Stellungnahme gegen den IS zu verabschieden. „Mehr als eine halbe Million Exemplare wurden davon gedruckt“, sagt er stolz. Bücher sind Azharis Waffe, Auflage seine Währung.

Dass den Terroristen und ihren Anhängern mit Worten allein nicht beizukommen ist, geht im Redeschwall der Gelehrten auf dem Podium allerdings unter. Von „entscheidenden Phasen“, „wichtigen Wendepunkten“ und „schwerwiegenden Herausforderungen“ ist in einem fort die Rede und davon, dass die Azhar – „das Minarett der Wissenschaft“ – stark genug sei, sich allein gegen Angriffe zu wehren.

Tayyebs Stellvertreter Shouman, der zuletzt Schlagzeilen machte, als er die Aufforderung an die Frauen zurückwies, das Kopftuch abzulegen, fordert die Medien dazu auf, ihrer Rolle gerecht zu werden – und „ein sehr gutes Bild des Islams“ zu vermitteln. Muhammad Muhanna, der Berater des Großscheichs, wagte sogar die Behauptung, dass es sich bei den Kämpfern des „Kalifen“ Abu Bakr al Bagdadi gar nicht um Muslime handele.

Das wurde dann zum Mantra der Azhar-Gelehrten, seit jedes Gespräch über den Islam unweigerlich bei den Greueltaten von Bagdadis Männern endet. Keine Muslime, lautet ihre Devise, um das Phänomen in den Griff zu bekommen. Kein Wort darüber, dass sich die Sunnitenmiliz in den von ihr eroberten Gebieten auf eine breite gesellschaftliche Basis stützen kann. Kein Wort davon, dass sich die IS-Fanatiker ebenso wie die Azhar-Gelehrten auf dieselben Wurzeln berufen: den Koran.

Als sich die Extremisten im Februar zur Verbrennung des jordanischen Kampffliegers Moaz Kasabeh bei lebendigem Leibe bekannten, erhob Großscheich Tayyeb Einspruch: Der Koran empfehle für solche Fälle doch die Kreuzigung und das Abhacken der Gliedmaßen! Amerikas Außenminister John Kerry muss andere Stellungnahmen im Kopf gehabt haben, als er im vergangenen Herbst vorschlug, die Azhar solle die ideologische Speerspitze moderater Muslime im Kampf gegen den IS bilden.

Aus dem modernen Palast auf einer Anhöhe in der Innenstadt von Kairo, wo Tayyeb residiert, dringen stattdessen schrille Töne und werden Intrigen gegen reformerische Kräfte gesponnen. Den Azhar-kritischen Kulturminister Gaber Asfour soll Tayyeb im März aus dem Amt gedrängt haben; bei der Absetzung der beliebten Fernseh-Talkshow „Ma Islam“ („Mit dem Islam“) ein paar Wochen später hatte er ebenfalls seine Finger im Spiel. Der Vorwurf an den Moderator Islam al Beheiry: Mit seiner Kritik an der Texttreue des traditionellen sunnitischen Establishments habe er den Islam beleidigt. Als Tayyeb im April dann das „barbarische Vorgehen“ schiitischer Milizen im Irak anprangerte, bestellte die Regierung in Bagdad den ägyptischen Botschafter ein.

Auch Volker Kauder erlebte bei seinem Treffen mit dem Großscheich in Kairo alles andere als einen nachdenklichen Gesprächspartner – geschweige denn einen „islamischen Luther“. Er habe einen „intensiven Vortrag“ über eine zionistisch-amerikanische Verschwörung anhören müssen, erzählt der Vorsitzende der Unionsfraktion in der Residenz des deutschen Botschafters, eine Verschwörung, die zur Entstehung des IS geführt habe und deren Opfer nun in erster Linie Muslime seien. Außerdem habe es längere Tiraden über die verderbliche Rolle Homosexueller und den Abfall Europas vom Glauben gegeben. Das nüchterne Fazit Kauders: „Wir sind viel weiter voneinander entfernt, als ich geglaubt habe.“

An einer schmucklosen Ausfallstraße Kairos liegt der weitläufige Campus der Azhar-Universität. Direkt gegenüber dem Denkmal für den unbekannten Soldaten. Im Oktober 1981 hatte hier eine Gruppe bewaffneter Islamisten den damaligen Präsidenten Anwar al Sadat umgebracht. Unmittelbar danach verhängte dessen Nachfolger Mubarak den Ausnahmezustand, der erst nach seinem Rücktritt 2011 aufgehoben wurde. Von dem Gefühl des Aufbruchs, das in den Tagen des Aufstands gegen den autoritären Herrscher Ägypten erfasste, ist heute nichts mehr übrig. Bleierne Zeiten sind eingekehrt vier Jahre nach der Revolution, ein Klima der Ausgrenzung und Einschüchterung beherrscht das Land.

Taschen und Metallgegenstände muss abgeben, wer den streng bewachten Eingang passieren will. Wie am Flughafen wird alles kontrolliert. Ein Mannschaftswagen der Bereitschaftspolizei steht hinter der hohen Pforte, ein Englischstudent weist den Weg zum Büro des Dekans der fremdsprachlichen Fakultät. Das Schlimmste sei längst vorbei, sagt der junge Mann und meint damit die Monate nach der Machtergreifung Sisis. Sicherheitskräfte rückten damals ein, viele seiner Kommilitonen wurden verhaftet. Zwanzig Studenten kamen seit Sommer 2013 bei Protesten ums Leben, allein sieben davon auf dem Azhar-Campus.

Über diese Vorkommnisse reden möchte Said Attia nicht, ebenso wenig über die Anzahl der Muslimbrüder, die heute noch Posten in der Azhar-Hierarchie besetzen. Hunderte sollen es sein. Er sei Forscher und kein Politiker, sagt der Dekan. Auch nähere Auskünfte über die Ansprache, die Sisi im Januar vor Professoren und Geistlichen hielt, wehrt er ab. „Ich habe geklatscht“, sagt er knapp und weist darauf hin, dass auch ein Sohn des Präsidenten an seiner Fakultät immatrikuliert gewesen sei.

Azhar als „Hort eines moderaten Islams“

In der vielbeachteten Rede hatte Sisi eine radikale Erneuerung islamischen Denkens gefordert und die Azhar-Lehrenden in die Pflicht genommen. Eine schonungslose Auseinandersetzung mit dem eigenen System müssten diese führen, um weiteres „Verderben“ zu verhindern: Es sei „undenkbar“, dass die 1,6 Milliarden Muslime dem Rest der Menschheit das Gefühl gäben, sie töten zu wollen. „Die ganze Welt wartet auch deshalb auf Ihre Worte, weil die muslimische Nation zerrissen und zerstört wird und auf ihren Untergang zusteuert.“ Wieder machte das Wort von der Azhar als dem „Hort eines moderaten Islams“ die Runde.

„Wir glauben daran, dass wir uns erneuern müssen“, sagt Said Attia und erwähnt einen Hadith aus der Sammlung der überlieferten Gebräuche und Aussagen Mohammeds, der alle hundert Jahre einen religiösen Reformer gefordert habe. Dem Kern von Sisis Rede freilich, mit veralteten Texten und Denkweisen zu brechen, die über Jahrhunderte ungeprüft weitergegeben wurden, stimmt er nicht zu. „Es geht nicht um die Grundlagen“, sagt er. Schließlich sei doch jedem klar, dass nicht alles, was zu Zeiten des Propheten vor 1400 Jahren gegolten habe, eins zu eins auf heute übertragbar sei. Und der IS? „Sie behaupten, sie seien Muslime“, betet Attia die Azhar-Mainstream-Haltung herunter. „Meiner Meinung nach sind sie das aber gar nicht.“ Man müsse sich doch nur die Enthauptung der 21 ägyptischen Kopten an einem Strand in Libyen im Februar anschauen. So etwas habe weder der Prophet erlaubt noch der Koran. Islam? „Der Islam hat nichts damit zu tun.“

Doch was denn nun den „moderaten Islam“ ausmache, kann Attia auch nicht so recht erklären. „Harmonie“ nennt er als Stichwort, „Frieden“, „Liebe“ und „Gleichheit“ und zitiert den Koran, der fordere, dass Muslime gemäßigt auftreten sollten. Seiner Fakultät kommt dabei eine besondere Rolle zu. Ein eigener Satellitensender der Universität soll künftig in zehn Sprachen über den „wahren Islam“ aufklären. Attias Professoren werden unter den Übersetzern sein. Schon jetzt hätten sie begonnen, die Reden des Wafq-Ministers für religiöse Angelegenheiten zu übersetzen. „Die Bedeutung des Islams und Fehler von Muslimen: Hin zu einer Korrektur“, hieß die letzte Konferenz, die seine Behörde ausrichtete.

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Time am 12. Juni 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/azhar-universitaet-in-kairo-is-sind-gar-keine-muslime-13631203.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Counterjihadisch twittern?

20. Dezember 2011

Wie sind Geschäftsbeteiligungen mohammedanistischer Eliten an westlichen Unternehmen zu beurteilen?

In der heutigen FAZ berichtet Rainer Hermann über den saudischen Multimilliardär Walid Bin Talal Al Saud, der sich bei Twitter eingekauft hat.

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Investor aus dem Beduinenzelt 

Der saudische Prinz Walid Bin Talal kauft sich
für 300 Millionen Dollar bei Twitter ein

Mit politischen Äußerungen hat sich Walid Bin Talal Al Saud nie zurückgehalten. Seit langem gehört der 1955 geborene saudische Prinz, Investor und Milliardär zu denen, die einen Ausbruch der arabischen Welt aus Stagnation und Unterdrückung fordern. Im Jahr der Arabellion mischte er sich stärker als zuvor in die politischen Debatten ein. Im Februar, der ägyptische Staatspräsident Husni Mubarak war gerade gestürzt, hat er in einem Beitrag für die „New York Times“ die Herrscher Arabiens vor die Alternative gestellt, entweder ihre Politik „radikal zu ändern“ oder aber mit weiteren Aufständen konfrontiert zu sein. Die Bedeutung des Kurznachrichtendiensts Twitter für die arabischen Regimekritiker ist ihm deshalb vertraut. Dass er sich jetzt mit 300 Millionen Dollar bei Twitter eingekauft hat, spiegelt aber nicht nur seine politische Überzeugung, sondern fügt sich auch nahtlos in sein Portfolio ein.

Zusätzliche Einblicke in die Welt der Tweets gewährt ihm seine Frau Amira al Taweel. Die Siebenundzwanzigjährige, mit der er in vierter Ehe verheiratet ist, avancierte dank Twitter in diesem Jahr zu einer der wichtigsten Fürsprecherinnen von Frauenrechten im konservativen Königreich. Denn in Saudi-Arabien beteiligen sich überwiegend Frauen an den sozialen Netzwerken, da sie vom öffentlichen Männerleben weitgehend ausgeschlossen sind.

Seinen ersten Coup als Investor hat ihr Mann, ein Enkel des Staatsgründers von Saudi-Arabien, 1991 gelandet, als er bei der Citibank erstmals nach der Devise handelte, bei maroden Markennamen einzusteigen. Vier Jahre später gehörte Walid, der 1979 mit einem Startkapital von 15 000 Dollar begonnen hatte, zu den zehn reichsten Männern der Welt. Wie Warren Buffet baute er ein diversifiziertes Portfolio auf, das er stetig erweiterte. Anteile hält er heute etwa an Apple, Ebay und Hewlett-Packard, an der Hotelkette Mövenpick, an Pepsi, Procter & Gamble und Eurodisney. Sein Vermögen wird auf mehr als 20 Milliarden Dollar geschätzt.

Ein immer größeres Gewicht räumt Walid den Medien ein. Damit übt er mehr Macht aus als viele Prinzen der Dynastie Saud, mit denen er verwandt ist. Seine Chancen auf den Thron hingegen stehen schlecht, selbst wenn sein Vater Talal Bin Abdalaziz Al Saud ihn einmal als Prätendenten ins Spiel gebracht hat. Prinz Talal selbst hatte 1962, nachdem er sich für die Umwandlung Saudi-Arabiens in eine konstitutionelle Monarchie eingesetzt hatte, in Ägypten um politisches Asyl bitten müssen. Walid wuchs nach der Scheidung seiner Eltern in Beirut bei seiner Mutter Mona Sulh auf, einer Tochter des ersten libanesischen Ministerpräsidenten nach der Unabhängigkeit. Im Libanon, als Student am Menlo-College in Kalifornien und an der Syracuse University in New York lernte er die Freiheit kennen.

Seine Unternehmensgruppe nennt er ohne Understatement „Kingdom Holding“. Als Medieninvestor ist er in den vergangenen Jahren ein regionaler und internationaler Akteur geworden. In Saudi-Arabien ist er größter Aktionär der Mediengruppe SRMG. Zu ihr gehören die wichtigste arabische Zeitung „al Sharq al Awsat“ und der Nachrichtensender al Arabiya, der aus Dubai sendet. Dennoch hat er den liberalen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi mit der Gründung eines weiteren arabischen Nachrichtensenders mit internationaler Ausstrahlung beauftragt, der im nächsten Jahr auf Sendung gehen soll.

Die Kingdom Holding hielt unter anderem auch 2,5 Prozent an Leo Kirchs Kirch Media Group, was sich als eine ihrer wenigen Pleiten entpuppte. Sie ist an Time Warner beteiligt und mit 7 Prozent an der News Corporation, deren zweitgrößter Aktionär nach Rupert Murdoch sie damit ist. Die News Corporation hält wiederum 9 Prozent an Walids Unterhaltungsgruppe Rotana. Das Verhältnis zwischen Walid und Murdoch ist seit dem britischen Abhörskandal indes merklich abgekühlt. Beide hatten sich verpflichtet, im kommenden Jahr einen arabischen Wirtschaftssender zu starten. Nun verhandelt Walid aber mit Bloomberg – und rät Murdoch, hart zu arbeiten, um wieder ethischen Ansprüchen zu genügen.

Am wohlsten fühlt Walid sich immer noch in seinem Beduinenzelt in der Wüste, wo er per Bildschirm stets das Geschehen auf den Märkten der Welt im Blick hat, und auf seiner Privatyacht. Dennoch will er nun in Dschidda das höchste Haus der Welt bauen, mit mehr als 1000 Meter Höhe. Als eine Art Protest beschäftigt er eine saudische Pilotin – auf dem Boden verhindert die saudische Religionspolizei, dass sie Auto fahren darf. Vielleicht wird sie bald auch das Großraumflugzeug A380 steuern, das Walid als erster Privatmann für seinen privaten Bedarf bestellt hat

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Time am 20. Dezember 2011

Schon wieder immer die

26. September 2011

In der FAZ gibt es die Rubrik „Ausland in Kürze“, die ich für gewöhnlich nur überfliege. Von Zeit zu Zeit aber bleibt mein Blick hängen und dann bemerke ich meistens, dass die Rubrik mal wieder zu mehr als 90% aus Nachrichten über Mohammedanisten besteht, so, als ob es nichts anderes gäbe.

In der Tat wären die Nachrichten über immer neue Variationen von Irrsinn und Gewalt, wie wie sie von den Orks wahrnehmen, allmählich äußerst langweilig, wenn wir sie nicht wenigstens ab und zu mit un­seren Späßchen würzen könnten. Menschen mit totalitärer Gesinnung ernst zu nehmen, ist zudem das Letzte, was man tun sollte. Denn Neigung zu Totalitarismus ist ein schwerer psy­chischer Defekt, den man am Besten heilt, indem man ihn der Lächerlichkeit preisgibt.

Lesen Sie nun das heutige „Ausland in Kürze“, es besteht zu aus sechs Meldungen über Orks sowie einer über Ausschreitungen gegen Roma in Bulgarien, die ich weglasse. Ah ja, fast hätte ich es vergessen, das alles hat natürlich nichts mit dem Mohammedanismus zu tun, welcher ja bekanntlich mit dem Mohammedanismus nichts zu tun hat.

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Anschlag auf Kirche in Indonesien – Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Kirche in Indonesien ist ein Gottesdienstbesucher getötet worden, 14 Kirchgänger wurden verletzt. Der Anschlag ereignete sich am Sonntag vor der Bethel-Bibel-Kirche in Solo, als die Gläubigen aus der Messe kamen, berichtete die Polizei. Fast 90 Prozent der rund 200 Millionen Einwohner Indonesiens sind Muslime. Die Regierung verurteilte den Anschlag scharf.

Kämpfe auf den Philippinen – Muslimische Separatisten haben nach Angaben der philippinischen Armee im Süden des Landes ein Armeelager überfallen. Bei den Kämpfen in Talipao auf der Insel Jolo rund 1000 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila seien zwölf Rebellen und zwei Soldaten getötet worden, sagte ein Militärsprecher am Sonntag. Die Separatisten gehörten nach Angaben des Sprechers der Terrororganisation Abu Sayyaf an. Jolo gehört zu ihrem Rückzugsgebiet. Dorthin hatte die Gruppe im Jahr 2000 auch die Familie Wallert aus Göttingen aus einem Tauchercamp in Malaysia verschleppt.

Tote bei Angriff der PKK – Bei Kämpfen zwischen türkischen Soldaten und Milizen der kurdischen Terrororganisation PKK im Südosten der Türkei sind neun Menschen getötet worden. Bewaffnete PKK-Anhänger hätten einen Posten der Gendarmerie in Pervari in der Provinz Siirt angegriffen, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag. Sechs Soldaten seien getötet worden, elf weitere wurden verletzt. Die Sicherheitskräfte töteten drei der Angreifer.

Anschläge in Kerbela – Bei einer Serie von Bombenanschlägen sind am Sonntag im irakischen Kerbela mindestens 22 Menschen getötet und 90 Menschen verletzt, worden, als hintereinander vier Sprengsätze in der Nähe von Verwaltungsgebäuden explodierten. Die erste Bombe, die in einem abgestellten Fahrzeug versteckt war, detonierte vor einem Meldeamt, vor dem sich eine große Menschenmenge angestellt hatte. In kurzer Abfolge explodierten darauf in nächster Nähe drei weitere Sprengsätze, nachdem Ambulanzen eingetroffen waren, um die Opfer der ersten Bombenexplosion zu versorgen. Kerbela liegt etwa 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad in einem fast rein schiitisch bevölkerten Teil des Iraks.

Mubarak-Prozess vertagt – Der Prozess gegen den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak wegen der Tötung von mehr als 800 Demonstranten während der Kundgebungen Anfang des Jahres ist auf den 30. Oktober vertagt worden. Anwälte der Angehörigen der Opfer stellten am Samstag einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter Ahmed Rifaat, berichtete das staatliche ägyptische Fernsehen. Bei der Anhörung wichtiger Zeugen aus dem Staats- und Sicherheitsapparat lasse Rifaat kaum Fragen der Opfer-Anwälte zu, begründeten diese ihren Antrag.

Algerien rügt Gaddafi-Tochter – Die algerische Regierung hat die Äußerungen der Gaddafi-Tochter Aischa als „völlig inakzeptabel“ bezeichnet, die in einem Interview für einen syrischen Sender gesagt hatte, ihr Vater sei bester Stimmung und zum Kampf entschlossen. Aischa al-Gaddafi befindet sich derzeit in Algerien im Exil. Der Kampf um Gaddafis Heimatstadt Sirte, die noch von Truppen des gestürzten Diktators kontrolliert wird, eskalierte unterdessen nach Angaben des libyschen Nationalen Übergangsrats. Es soll Kämpfe auch im Stadtzentrum geben. Bundesaußenminister Guido Westerwelle gab bekannt, dass Deutschland seine im März geschlossene Botschaft in Tripolis wieder eröffnet hat.

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Time am 26. September 2011

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https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/12/28/immer-immer-die/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/11/17/immer-die/