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Bravo, Donald! (#17)

27. April 2019

Die USA werden aus dem U-NO-Waffenhandelsvertrag aussteigen. Lesen Sie einen Bericht von Daniel Friedrich Sturm von der „Welt“ (1).

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Jahrestreffen der NRA

„Endlich einer mit Eiern“ –
Trump besucht die Waffenlobby

Der US-Präsident redet beim Jahrestreffen der Waffenträger-Lobby NRA. Fast beiläufig kündigt er den Ausstieg aus dem UN-Waffenhandelsvertrag an. Ein Besuch bei der Veranstaltung offenbart: Trump spricht den Waffen-Fans aus der Seele.

Acht Stunden lang sind sie angereist, mit dem Auto aus Missouri. Am Freitagmorgen, um kurz nach sieben Uhr, stellt sich das Ehepaar Volk in die Schlange vor dem Lucas Oil Stadion in Indianapolis. In gut vier Stunden soll hier Donald Trump ans Mikrofon treten. Der amerikanische Präsident tritt heute nicht vor irgendein Publikum. Er besucht seine Kernwählerschaft, seine vielleicht treueste Truppe – die jährliche Konferenz der Waffenträgerlobby. Trump wird vor der National Rifle Association (NRA) reden.

Doch bevor es so weit ist, präpariert sich Richard Volk, 60, noch ein wenig. Seine Frau hat eine Idee, und David, ihr gemeinsamer Freund, angereist aus Missouri, läuft sogleich los. Mit zwei roten „Make Amerika great again“-Kappen, dem Erkennungszeichen der Trump-Fans, kehrt er zurück.

Die beiden Männer setzen ihre MAGA-hats auf, lachen, lassen sich von ihren Frauen fotografieren. Und wo sie schon mal dabei sind, zieht David kurzerhand seine Jacke aus, präsentiert die Rückseite seines T-Shirts. Darauf prangt – wer sonst? – Donald Trump. Als Fotomontage, in Lederjacke, mit wütendem Gesichtsausdruck, die Faust geballt. Darunter ist in großen Lettern zu lesen: „Endlich einer mit Eiern.“

Richard Volk lächelt verlegen. Ihm gefällt dieses T-Shirt, auch wenn er es vielleicht nicht tragen würde. Dafür erzählt er von seinem Engagement in der lokalen Politik und davon, wie viel man hier für einfache Leute erreichen könne. Das alles klingt plausibel, sympathisch, deutsche Kommunalpolitiker würden ihre Arbeit ähnlich erklären.

Volk sorgt sich wegen extremer Wetterphänomene, ein Tornado erfasste seine Heimat, es gab viele Tote und Verletzte. Er zahlt meist in bar, weil er nicht überall seine Daten hinterlassen will, und er misstraut Facebook. Klar, Volk ist Republikaner, die in seinem Landkreis 83 Prozent holen, „an den Küsten ist das anders“. Volk ist kein stumpfer Waffennarr, man würde mit ihm gern ein Bier trinken.

„Wir sind das letzte Land in der Welt, das dieses Recht hat“

Warum aber sind Sie Mitglied in der NRA, Richard? Er erzählt von seiner Pistole („meine kleine 380“) und warum er alles dafür tut, um den zweiten Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung zu verteidigen. Jene 27 Wörter besagen, das Recht des Volkes, Waffen zu tragen, dürfe nicht verletzt werden. „Wir sind das letzte Land in der Welt, das dieses Recht hat“, sagt Richard Volk. „Es garantiert uns Freiheit.“

„Keine Messer, keine Waffen“, brüllt ein Sicherheitsbeamter immer wieder, während wir uns der Eingangskontrolle nähern. Schon Tage zuvor hat die NRA all jenen, die ein Ticket für Trumps Rede erworben haben, eine Mail geschickt. Wer das Gipfeltreffen der Waffenlobby besuchen will, den Anwalt aller Schusswaffenträger hören will, zahlt zehn oder 40 Dollar – und muss Gewehre, Pistolen, Messer, Munition, aber auch Selfie-Sticks und Rucksäcke zu Hause lassen. Der Secret Service gestattet nicht einmal die Mitnahme eines Apfels.

Der dritte Rang des überdachten Stadions, in dem sonst American Football gespielt wird, ist mit Stoffbahnen abgehängt. Langsam füllen sich die Reihen, auch wenn der zweite Rang komplett unbesetzt bleibt. Wer kann sich schon für ein Event am Freitag um elf Uhr freinehmen? Viele ältere Paare sind da, Männergruppen, ein paar Jugendliche, zu über 99 Prozent Weiße. MAGA-Hats, Veteranenabzeichen, Camouflage. David Basement, 55, Trucker, einst 13 Jahre bei der Infanterie, trägt all das zusammen. „Jesus Forever“ ist auf seiner Camouflage-Jacke zu lesen.

„Die Demokraten wollen uns die Waffen wegnehmen“

„Ich hoffe, Donald Trump wird wiedergewählt“, sagt Basement. Der sei ein echter Christ, die Bibel sei Trumps Lieblingsbuch, er lese viel darin. Der Präsident wolle, dass der christliche Glaube in den Schulen gelehrt werde. Anders als die Demokraten, die es zuließen, dass die Schüler in Kalifornien hören, Allah sei der wahre Gott. Keiner soll sagen, es mangele hier an politischer Trennschärfe.

Gut eineinhalb Jahre vor der Präsidentschaftswahl ist nicht nur Trump im Wahlkampfmodus. Seine loyalsten Anhänger sind es ebenso. „Die Demokraten wollen uns die Waffen wegnehmen“, sagt Steve, der seinen Nachnamen nicht nennen mag. Er habe etliche Waffen, „ich wohne auf dem Land, da gibt es Wölfe und Füchse, ich verteidige mich, meine Familie, mein Haus, meine Hühner. Die können sich nämlich nicht verteidigen.“ Steve aber wirkt entspannt. Kein Wunder, weiß er doch: „Trump wird 2020 gewinnen, mit einem Erdrutschsieg.“

Die Musik von Bruce Springsteen, Johnny Cash, Elton John, Tina Turner und den Rolling Stones überbrückt das Warten auf Trump. Die NRA, nach eigenen Angaben fünf Millionen Mitglieder, spielt Videos ein. Der Tenor stets: Waffen retten Leben. Vorsicht vor den Demokraten. Die Medien sind Fake News. Man hat diese Parolen schon einmal gehört. Der Lieblingssatz der NRA lautet: Der beste Weg, einen bad guy mit einer Waffe zu stoppen, ist ein good guy mit einer Waffe.

Was es zu sehen gibt? Gewehre, Grillfleisch, entblößte Brüste

NRA-Cheflobbyist Chris Cox peitscht das Publikum an, wettert gegen die „Heuchelei“ liberaler Milliardäre wie George Soros oder Michael Bloomberg. Die Botschaft: Wir beschützen die kleinen, rechtschaffenen Bürger, sie sich keine Sicherheit kaufen können. Mit unseren Waffen. In dieses Horn stößt auch Vizepräsident Mike Pence, der einmal mehr eine devote Bewunderungsrede auf Trump hält. Die beiden Männer in der Reihe vor uns applaudieren verlässlich, wenn sie nicht gerade auf einem Smartphone Fotos kommentieren. Was es zu sehen gibt? Gewehre, Grillfleisch, entblößte Brüste.

„God bless the USA“, dröhnt aus den Lautsprechern, während Trump die Bühne betritt. Beifall. Jubel. Stehende Ovationen. „Baut die Mauer“-Rufe. Nach ein paar Minuten widmet sich Trump dem 3. November 2020. Der Wahl also. Er zählt seine Erfolge auf, lobt die „great First Lady“, die heute Geburtstag hat. Er spottet über die Demokraten.

„Arschlöcher“ schallt es aus dem Publikum.

Kurzerhand kündigt Trump den Ausstieg aus dem UN-Waffenhandelsvertrag an, unterzeichnet am Pult die entsprechende Anweisung, präsentiert seine Unterschrift. Ein Wunsch der NRA ist binnen weniger Sekunden erfüllt: „Sie alle wollen den Stift“, ruft Trump begeistert und wirft den schwarzen Filzer ins Publikum. Vielleicht hätten sie diesen Satz schon 1000 Mal gehört, sagt Trump, um ihn dann aber doch zu zitieren. Er lautet: „Um einen bad guy mit einer Waffe zu stoppen, braucht man einen good guy mit einer Waffe.“

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Time am 27. April 2019

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1) https://www.welt.de/politik/ausland/article192539777/Donald-Trump-bei-der-NRA-Der-Praesident-mit-Eiern-trifft-seine-treueste-Truppe.html

Belsazar

28. September 2010

Rembrandt: Mene mene tekel u-parsin

Neues von „Stuxie“: Grade eben hatte das Psycho-Mammut Gardinenstange Naziran zur einzigen globalen Großmacht neben den USA erklärt und in der UNO die ganze Welt von seiner Debilität überzeugt. Doch kaum zurück, muss es erleben, wie ein Rechner nach dem anderen den Geist aufgibt oder für den Feind zu arbeiten beginnt. ARD-Korrespondent Ulrich Pick (1):

„Die Schäden, die der Computer-Virus ‚Stuxnet‘ im Iran angerichtet hat, sind allem Anschein nach nicht nur deutlich umfangreicher als bislang bekannt, sie halten auch an. So zitiert die offizielle Nachrichtenagentur IRNA den Vizechef der staatlichen Behörde für Internet-Technik, Hamid Alipour, mit den Worten: ‚Die Attacken gehen weiter, und es breiten sich neue Versionen des Wurms aus.‘ Alipour spricht in diesem Zusammenhang davon, dass ‚Stuxnet‘ auf mindestens fünf Schwachstellen ausgerichtet sei und damit einen normalen Virus bei weitem übertreffe. Die ersten Fälle einer Infizierung habe man im Juli ausgemacht. Parallel dazu meldet die Agentur Fars, dass sich der Wurm auch in der für Iran eminent wichtigen Ölindustrie eingenistet hat. Unter Berufung auf den Chef für Anlagensicherheit im Ölministerium, Mohammad Hossein Ardeshiri, heißt es, Bereiche des Raffineriewesens seien mit ‚Stuxnet‘ infiziert.“

Oooje-OOOje, und der Atommeiler Buscheer ist auch schon betroffen. Das ist nicht mehr nur Honk, das ist Tonky-Honk! Und die Welt leidet mit Naziran… ähem… eher gar nicht!

Ist Ihnen Belsazar ein Begriff? Das war ein babylonischer König (552 bis 543 v. Chr.), dessen Reich Teile des heutigen Saudi-Arabiens, der Türkei und Irans, den Libanon, Syrien, den Irak und Jordanien umfaßte (2). Die Bibel berichtet über ihn in Daniel 5/1 bis 5/25. Der Prophet sollte dem König eine Geisterschrift an der Wand deuten, die da lautete: „Mene mene tekel u-parsin“. Daniel übersetzte: „Mene – Gezählt hat Gott die Tage deiner Herrschaft und macht ihr ein Ende. Tekel – Gewogen wurdest du auf der Waage und zu leicht befunden. Peres (u-parsin) – Geteilt wird dein Reich und den Medern und den Persern gegeben.“

Der König nahm die Warnung ernst, aber nicht ernst genug. Er ergriff nicht die kleine Chance, die ihm gegeben wurde, und man ermordete ihn in derselben Nacht.

Die Chance, die dem Schlächter Saddam gegeben wurde, war ungleich größer. Aber er nutzte sie nicht und ist nun schon im Staub der Wüste aufgegangen.

Die größte Chance von allen erhielten Gardinenstange und seine klerikalfaschistischen Puppenspieler. Ihr Hochmut wird sie dazu verleiten, diese ungenutzt zu lassen. Unentwegt faseln sie vom Mahdi und versuchen den Eindruck zu erwecken, als ob der ihr Angestellter sei. Da er aber erscheint, sind sie verblendet. Stuxnet schreibt das Zeichen an die WAND – und das iranische Terrorregime wird erfahren, dass es auf SAND gebaut ist.

Der große Johnny Cash (3) hat ein Lied über Belsazar geschrieben.

Hier die Performance:

http://www.youtube.com/watch?v=XPxAW1w-cPw

Hier der Text:

Belshazzar

Well the Bible tells us about a man
Who ruled Babylon and all it‘s land
Around the city he built a wall
And declared that Babylon would never fall

He had concubines and wives
He called his Babylon „Paradise“
On his throne he drank and ate
But for Belshazzer it was getting late

(Chorus:)
For he was weighed in the balance and found wanting
His kingdom was divided, couldn‘t stand
He was weighed in the balance and found wanting
His houses were built upon the sand

The people feast and drank their wine
And praised the false gods of his time
All holy things were scorned and mocked
But suddenly all their mocking stopped

For on the wall there appeared a hand
Nothing else, there was no man
And but, the hand began to write
And Belshazzar couldn‘t hide his fright

For he was weighed in the balance and found wanting
His kingdom was divided, couldn‘t stand
He was weighed in the balance and found wanting
His houses were built upon the sand

Well no one around could understand
What was written by the mystic hand
Belshazzar tried but couldn‘t find
A man who could give him piece of mind

But Daniel the prophet, the man of God
He saw the writing on the wall in blood
Belshazzar asked him what it said
And Daniel turned to the wall and read

„My friend your weighed in the balance and found wanting
Your kingdom was divided, it can‘t stand
Your weighed in the balance and found wanting
Your houses were built upon the sand“

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Time am 28. September 2010

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1) http://www.tagesschau.de/ausland/stuxnet110.html
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Belsazar
3) http://de.wikipedia.org/wiki/Johnny_Cash

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undubbed: http://www.youtube.com/watch?v=5NN62uD1ZAc&feature=related

Diese Heimtücke für immer ausräumen

8. Dezember 2009

Gestern jährte sich der Überraschungsangriff der japanischen Faschisten auf die amerikanische Pazifikflotte in Pearl Habour. Robert Spencer erinnert (1):

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December 7 when America was America

Franklin Delano Roosevelt, December 8, 1941:

„No matter how long it may take us to overcome this premeditated invasion, the American people, in their righteous might, will win through to absolute victory.

I believe that I interpret the will of the Congress and of the people when I assert that we will not only defend ourselves to the uttermost but will make it very certain that this form of treachery shall never again endanger us.

Hostilities exist. There is no blinking at the fact that our people, our territory and our interests are in grave danger.

With confidence in our armed forces, with the unbounding determination of our people, we will gain the inevitable triumph. So help us God.“

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„Hostilities exist. There is no blinking at the fact that our people, our territory and our interests are in grave danger.“ Of course, we live in a different age. Now the learned analysts know that the way to repel aggression is to pretend that hostilities do not exist. To win hearts and minds. To build bridges. To proclaim the problem much smaller and more manageable than it is.

Meanwhile, however, the jihadis fight on.

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Über den Pazifikkrieg gibt es viele bewegende Filme. Unlängst sah ich „Letters from Iwo Jima“ des grandiosen Clint Eastwood, der den Kampf um Iwo Jima aus japanischer Sicht schildert. Die Japaner waren grausame, gefährliche und hinterlistige Feinde. Der Faschismus paßte gut zu ihnen. Zwei ihrer Großstädte wurden ausgelöscht. Jetzt sind sie unsere Freunde.

Time am 8. Dezember 2009

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(1) http://www.jihadwatch.org/2009/12/december-7-when-america-was-america.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Angriff_auf_Pearl_Harbor

http://de.wikipedia.org/wiki/Clint_Eastwood

http://de.wikipedia.org/wiki/Flags_of_Our_Fathers

http://de.wikipedia.org/wiki/Letters_from_Iwo_Jima

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PS.: Der amerikanisch-indianische Kriegsheld Ira Hayes wurde u.a. von Johnny Cash besungen:

http://www.youtube.com/watch?v=NdNV9JX-Xi8&feature=related

http://de.wikipedia.org/wiki/Ira_Hayes