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Keine Zukunft für die Welt ohne Israel

28. Februar 2014

PreIDF

Üben für den Ernstfall: Israelische Jugendliche trainieren am Strand von Herzilija für die Zeit in den Eliteeinheiten der Armee

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Jörg Bremer schreibt der Israelkorrespondent Hans-Christian Rößler von Deutschlands bester Zeitung – der FAZ – eine Vielzahl an Artikeln, die s/eine Sympathie für den Staat der Juden erkennen lassen. Gestern brachte „FAZ.net“ ein besonders heikles Thema ansprechend aufbereitet: Den Rekrutennachschub für die IDF (1).

Ich lege Ihnen seinen Text vor sowie eine Leserzuschrift von Herrn Klaus Lelek, die mir aus der Seele spricht.

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Israelischer Wehrdienst

Für die Truppe, fürs Leben

Tausende Israelis streben Jahr für Jahr in die Eliteeinheiten der Armee. Viele rüsten sich schon während der Schulzeit in Kursen dafür – und bilden Netzwerke, die lange halten.

Matan Schottig ist nicht zufrieden. „Ihr wart heute Abend unkonzentriert und laut“, schimpft der junge Israeli. Nach eineinhalb Stunden Training heißt das für die 25 Jugendlichen unter seinem Kommando: noch ein Dutzend Liegestütze. Alle halten durch, auch wenn die meisten am Ende ihrer Kräfte sind. Die Übungen zuvor hatten es in sich: Sie mussten zu viert eine Kette bilden und gemeinsam über den Hartplatz rennen, dann zu viert einen Kameraden tragen, als wäre er verletzt. „Wenn ihr erst in der Armee seid, werdet ihr sehen: Dort geht es um Kameradschaft und Disziplin. Als Soldaten werdet ihr eure besten Freunde für den Rest des Lebens finden“, sagt Matan Schottig.

Wenn der Zahnmedizinstudent von seiner Zeit in der Armee erzählt, herrscht unter den 17 und 18 Jahre alten Schülern aufmerksames Schweigen, denn er ist ihr großes Vorbild. Als Soldat war Schottig Scharfschütze bei der „Duvdevan“-Elitetruppe, die im Häuserkampf zum Einsatz kommt. Viele in seiner Jerusalemer Gruppe wollen auch in eine solche Spezialeinheit, einige träumen davon, Kampfpiloten zu werden oder zum Militärgeheimdienst zu gehen. Deshalb überlassen sie es nicht dem Zufall, welchem Truppenteil die Musterungskommission sie zuteilt. Während ihre Klassenkameraden ihre Facebook-Seite aktualisieren oder ausgehen, lassen sie sich von Matan Schottig an zwei Abenden über den Sportplatz im Jerusalemer Stadtteil Katamon scheuchen.

„Was ich später einmal studiere, weiß ich noch nicht. Aber dass ich mich bei Sajeret Matkal bewerbe, ist schon klar“, sagt Elad. Der 17 Jahre alten Abiturient will unbedingt zu den „Spähern des Generalstabs“ – so lautet der Name der Eliteeinheit auf Deutsch. Dort dienten auch schon Ministerpräsidenten wie Benjamin Netanjahu und Ehud Barak. Elad weiß, dass die Auswahl gnadenlos hart ist. Die Eignungstests dauern eine ganze Woche. Und während der Ausbildung wird weiter kräftig ausgesiebt. Noa trainiert in Elads Gruppe. Die 18 Jahre alte Abiturientin hat ihren ersten Vorstellungstermin bei „Karakal“ schon hinter sich. So heißen die „Wüstenfüchse“ auf Hebräisch, die im Süden Israels an der ägyptischen Grenze stationiert sind. Die Kampfeinheit besteht zu mehr als der Hälfte aus Frauen. „Ich will zeigen, was in mir steckt. Das ist wichtig für mich selbst und mein Land“, sagt Noa.

„Man muss auch etwas im Kopf haben“

Die Jugendorganisation Aharai richtet diesen Vorbereitungskurs aus. Die Schüler müssen nur ihren Mitgliedsbeitrag entrichten. Bei kommerziellen Anbietern ist das nicht so billig. Sie verlangen für das Training jeden Monat bis zu 80 Euro. Trotzdem können auch sie die große Nachfrage kaum befriedigen: Tausende Israelis streben Jahr für Jahr in die Eliteeinheiten des Militärs.

„Die Armee ist nur ein wichtiger Schritt im Leben eines jeden Israeli. Wir wollen, dass die jungen Leute auch danach Verantwortung für andere übernehmen und gute Staatsbürger werden“, sagt Ran Primovitch, der früher selbst in einer Spezialeinheit kämpfte und heute für die Aharai-Gruppen in Jerusalem zuständig ist. Deshalb gehört zum Training auch Sozialarbeit. Matan Schottigs Schüler bereiten in diesen Tagen geistig Behinderte für den Jerusalemer Stadt-Marathon vor. Die 5000 Jugendlichen, die bei Aharai Mitglieder sind, sollen selbst Vorbilder werden, wie schon der Name der Gruppe andeutet: „Aharai“ („Mir nach“) ruft in Israel der Kommandeur einer Fallschirmjägereinheit, wenn er als Erster aus dem Flugzeug springt.

In Jerusalem ist es auf dem Hartplatz an den Abenden der Wintermonate empfindlich kühl. Die Jugendlichen sind froh, wenn sie sich in der Turnhalle der Schule aufwärmen können. In der Küstenstadt Herzilija wird nicht nur im Sommer am langen Sandstrand trainiert. Wenn es sein muss, jagt Juval Eilam die jungen Männer und Frauen auch in die Wellen. „Die Schule bereitet sie nicht mehr richtig auf die Armee vor. Sie essen zu viel Junkfood und bewegen sich zu wenig“, sagt Eilam, der einer der Ersten war, die aus den Vorbereitungskursen ein Geschäft gemacht haben. Seit 30 Jahren bietet er diese an. Früher war Eilam bei der Luftrettungsrettungseinheit „669“; später wählte er Rekruten für Spezialeinheiten aus.

In Eilams Ausbildungszentrum in der israelischen Küstenstadt, in der sich gerne Botschafter und Millionäre niederlassen, geht es elitärer zu als bei Aharai. Eilam bereitet seine derzeit 200 Schüler ganz gezielt auf die Truppe vor, in die sie aufgenommen werden wollen. „Wenn man in der Schule eine Mathematik-Prüfung ablegen muss, lernt man dafür nicht Geschichte“, sagte er. „Die Tests sind kein sportlicher Wettkampf. Man muss auch etwas im Kopf haben“, sagt Eilam. Deshalb gehört bei ihm neben den drei Trainingseinheiten in der Woche auch ein wöchentlicher Vortrag dazu: über den Aufbau der Armee, wie man sich am besten ernährt und mit Rückschlägen umgeht.

Für manche ist die Armee ein Sprungbrett

Eilam sagt, er wolle die Jugendlichen fürs Leben fit machen, „ihnen zeigen, wie sie sich Ziele setzen und sie erreichen können“. Das hält er auch deshalb für wichtig, weil seine Schüler unselbständiger und weniger erwachsen seien als früher. In der Vergangenheit seien sie auf eigene Faust zu ihm gekommen. Heute brächten sie oft die Eltern vorbei, die sich dann selbst ausgiebig über seine Kurse erkundigten. Wie wichtig die charakterliche Eignung sei, bestätigt Dani Ben Dov. Exzellente körperliche und geistige Fitness sei nicht zu unterschätzen, „aber am wichtigsten ist es, sich selbst treu zu sein und sein wahres Gesicht zu zeigen. Mit den vielen Tests kommen wir hinter die erfundenen Geschichten und stoßen am Ende dorthin vor, was den Soldaten wirklich ausmacht“, sagt der Major, der unter anderem bei den Fallschirmjägern für die Musterung der Rekruten verantwortlich ist.

Allerdings sind lange nicht alle jungen Israelis so motiviert wie die Schüler in Herzilija und Jerusalem. Und lange nicht jeder ist geeignet. Es zeichnet sich auch ab, dass das gesamte Reservoir, aus dem die Armee schöpfen kann, kleiner wird. So leisten mittlerweile 45 Prozent der jungen Frauen keinen Wehrdienst. Für Frauen genügt es, sich von einem Rabbiner bestätigen zu lassen, dass sie religiös sind und den Schabbat einhalten, damit sie nicht für zwei Jahre eingezogen werden. Diese Möglichkeit nutzen immer wieder auch Frauen, die am Wochenende in Wirklichkeit in die Diskothek und nicht in die Synagoge gehen. Auch bei den Männern, die drei Jahre lang dienen müssen, zeichnen sich Engpässe ab: In den Grundschulen stammt schon heute ein Viertel der Schüler aus ultraorthodoxen Familien, die bisher nur in Ausnahmefällen ihre Männer in die Armee schicken. Ähnlich hoch ist der Anteil der israelischen Araber, die keinen Wehrdienst leisten müssen.

Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an die Schulbildung. Die Pisa-Tests, an denen auch israelische Schulen teilnehmen, zeigen einen deutlichen Rückstand im Vergleich zu den übrigen OECD-Mitgliedstaaten – besonders in Mathematik und den Naturwissenschaften. Diese Entwicklung verfolgt auch die Armee mit Sorge, denn sie braucht Soldaten, die auf diesem Gebiet besonders begabt sind. Das zeigt das Beispiel der geheimen Einheit „Acht Zweihundert“. Deren Soldaten betreiben elektronische Aufklärung und rüsten sich angeblich auch für künftige Cyberkriege; manche vergleichen die Einheit mit der amerikanischen NSA. Ihr Bedarf an hochqualifizierten Kandidaten wächst schnell. Vor wenigen Jahren seien jährlich hundert neue Rekruten in diese Cybereinheiten eingezogen worden, wie die israelische Zeitung „Jediot Ahronot“ berichtet. Derzeit seien es fünfhundert, bald könnten es jedes Jahr tausend sein.

Der Wehrdienst in der Hightech-Truppe lohnt sich. Während ihrer Militärzeit knüpfen Israelis das Netzwerk, das ihnen später beruflich oft hilft. Für manche ist die Armee sogar ein Sprungbrett. In Stellenanzeigen suchen neue Start-up-Firmen nicht nur nach Kandidaten mit besonderer Berufserfahrung oder erstklassigen Studienabschlüssen. Sie nennen auch die Computereinheiten, deren Veteranen sie den Vorzug geben. Die Verbundenheit reicht bei manchen ehemaligen Soldaten sogar noch weiter zurück. Für Ran Primovitch sollen die Trainer der Vorbereitungskurse bei Aharai so etwas wie „große Brüder“ sein, zu denen der Kontakt auch nach der Armee nicht abreißt.

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KLAUS LELEK (SWANTEWIT) – 28.02.2014 14:26 Uhr – Eine tolle Truppe – Auf meiner Israelreise 1992, habe ich sie aus nächster Nähe kennen gelernt. In einer kleiner Stadt in Nord-Israel (Naharia). Es war Wochenende. Die Stadt war grün von Soldaten. Drei Jahrgänge, Männlein und Weiblein. Auf einer Verkehrsinsel war ich plötzlich von Soldaten umringt: „Hi John Lennon“ riefen sie und lachten. Einige fragten woher ich komme. „Welcome in Israel“… Todesangst dagegen erlebte in Ost-Jerusalem, als mir ein palästinensischer Schmuckhändler Prügel androhte, weil ich seinen Silberschmuck nicht kaufen wollte. Als ich endlich von pöbelnden Palästinenserjungen verfolgt den rettenden israelischen Posten erreichte, machte ich drei Kreuze. Der schwer bewaffnete Soldat kam mir vor wie ein Erzengel, der die Pforten zum Fegefeuer bewacht.

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Time am 28. Februar 2014

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/israelischer-wehrdienst-fuer-die-truppe-fuers-leben-12824120.html

Immer mehr sehen klar

7. September 2012

Bild von Isley (1).

Gestern hatte ich dargelegt, dass sich die Mohammedanisten und ihre Freunde, die im Allgemeinen schlauer sind als ihre Herrchen, wie mit dem Rücken zur Wand fühlen mögen.

Sicherlich gibt es z.B. keine Inflation counterjihadischer Artikel in den MSM, aber ihre Qualität hat sich doch deutlich erhöht. Brachte die FAZ vor Jahren noch in rascher Folge eine promohammedanistische Lobeshymne nach der anderen, so sind die Beiträge von Wolfgang Günther Lerch, Michael Martens, Karen Krüger und Rainer Hermann heutzutage eher nachdenklich bis kritisch, und der unsägliche Jörg Bremer ist schon vor langer Zeit in den römischen Katakomben verloren gegangen, ohne das das jemandem außer mir aufgefallen wäre.

In der FAZ vom Montag, den 3. September, lieferte Daniel Deckers einen fulminaten Kommentar ab, in dem er, wenn er auch noch nicht den faschistischen Charakter des Mohammedanismus feststellte bzw. feststellen durfte, so doch den prinzipiellen Judenhass der Mohammedanisten anprangerte.

Je mehr und je hellsichtigere, klarere und entschlossenere Beiträge in den MSM erscheinen, um so nervöser werden die Orks.

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Judenfreund

Ein als Jude erkennbarer Mann wird vor den Augen seiner Tochter zusammengeschlagen, das Kind mit dem Tod bedroht – eine solche Szene mag sich im Berlin des Jahres 1938 abgespielt haben. Aber es geschah in der vergangenen Woche, fast am helllichten Tag. Seither fehlt von den Tätern jede Spur; gefahndet wird nach vier Männern mutmaßlich arabischer Herkunft. Mögen islamische Verbände nun wieder aufheulen und ihre Klientel wegen dieses Vorfalls oder einer nicht unbedingt ansprechenden Plakataktion des Innenministeriums an den Pranger gestellt sehen: Judenfeindschaft hat es in bestimmten Kreisen in Deutschland immer gegeben, manchmal war sie sogar salonfähig. Doch seit fast siebzig Jahren sind es die arabischen Staaten, die in ihrer Mehrzahl keinen Frieden mit Israel machen wollen. Der Bogen des Judenhasses und der Vernichtungsphantasien spannt sich über „München 1972“ bis nach Teheran und zurück in die islamischen Parallelgesellschaften in Westeuropa. Wer als Deutscher davor die Augen verschließt, sollte sich nicht wundern, wenn er dereinst selbst bedroht wird – als Judenfreund.

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Time am 7. September 2012

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1) http://schda.wordpress.com/2012/05/16/der-islam-ist-eine-ideologie-mit-einer-religiosen-komponente/

Dann bleibt doch im Dreck

17. November 2011

In der heutigen FAZ gibt es zwei Artikel, in denen Beduinen die Hauprolle spielen. Sven Weniger entführt uns zunächst nach Jordanien.

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Begrüßungstee im Land der Beduinen

Die instabile Situation im Nahen Osten wird dem jordanischen Fremdenverkehr zum Verhängnis. Jahrelang wurde in neue Naturreservate investiert. Nun warten die Menschen auf Besucher, denn von ihnen hängt ihr ganzes Auskommen ab.

Die Wüste ist leer. Von dem verfallenen Gemäuer, das sich unter einer Felsnase duckt, als wolle es sich unsichtbar machen, fällt der Blick hinab in eine gleißend helle Ebene. Die Sandsteinwand wirft ihren langen Schatten hinterher. Hier, in einem Seitental des Wadi Rum, baute Thomas Edward Lawrence im Jahr 1917 ein Haus, nachdem er als Lawrence von Arabien mit den Beduinen zum Sieg über das Osmanische Reich gen Aqaba geritten war. Noch im selben Jahr verließ der britische Offizier das Land für immer. Nur die Steinmauern zeugen noch von seiner Anwesenheit. Fast hundert Jahre später sind sie ein Menetekel der unruhigen Zeiten, durch die Jordanien wieder geht.

Das Königreich liegt inmitten einer Konfliktregion, auch in Jordaniens Hauptstadt Amman wird immer wieder für Reformen demonstriert. Viele Urlauber bleiben deshalb weg. Vor einem Jahr noch zogen Geländewagen regelmäßig ihre Spuren durch den Sand zwischen den Bergketten des gerade erst zum Weltnaturerbe der Unesco erklärten Wadi Rum. Nachts loderten hier und da Feuer westlicher Trekkinggruppen. Die Beduinen-Zeltlager bei der Siedlung Disi waren gut besucht. Nun wirkt die Wüste wieder verlassen. Nur gelegentlich sieht man einen Jeep in der Ferne, ein Echo vergangener Tage. Um zehn Prozent sei der Tourismus in diesem Jahr zurückgegangen, heißt es von offiziellen Stellen. In Besuchermagneten wie der Felsenstadt Petra beklagt man sogar einen Einbruch von über fünfzig Prozent.

Mahmud freut sich sichtlich über unseren Besuch. Mit einem Tablett voller Gläser und breitem Lächeln kommt er uns entgegen. Eine schneeweiße Dishdasha umweht seinen Körper. Chai, der bernsteinfarbene Tee mit Kardamon und Minze, wird hier jedem Ankömmling serviert. In einer Art Partyzelt sitzt schon eine Gruppe Franzosen. Die Beduinen der Region bauen ihre Verkaufsstände nahe den Pisten der Touristenjeeps im Wadi auf und bieten Souvenirs aller Art: T-Shirts, Schmuck, Handarbeiten, Teppiche. Der Tee ist umsonst, so will es die Gastfreundschaft, sie ist oberstes Gebot. Mahmuds Zelt steht neben einem Felsrelief, das Lawrence von Arabien darstellen soll. Er sieht darauf wie ein pausbäckiges Kind aus und nicht wie ein gefürchteter Krieger. Gegenüber hat jemand ein ungelenkes Porträt von König Abdullah in denStein gemeißelt. Die Jeeps halten hier gern. Mahmud hat Glück.

Die Regierung versucht seit langem, die Beduinen sesshaft zu machen. Der einzige wirtschaftliche Anreiz nahe der saudiarabischen Grenze ist der Fremdenverkehr. Wie alle Mitglieder des Howeitat-Clans, einer von zwei lokalen Beduinensippen, lebt Mahmuds Familie davon, dass Menschen die monumentale Pracht des Wadi Rum erleben wollen – und dabei Geld ausgeben. Der Staat baute Häuser, in denen die Beduinen wohnen können, und Schulen für deren Kinder. Es gibt kostenlose Bildungsprogramme und Sprachunterricht. Das Besucherzentrum ist nagelneu. Für ihr Auskommen müssen die Menschen jedoch selbst sorgen. Wenn die Touristen ausbleiben, strauchelt das Konzept.

Fast alle Jordanier sind westlichen Urlaubern gegenüber sehr aufgeschlossen. Man fühlt sich überall willkommen. Über siebzigtausend Deutsche besuchten im vergangenem Jahr das Land, fast ein Drittel mehr als 2009 – das ist die gute Nachricht. Und obwohl viel mehr Briten, Franzosen und Italiener kommen, bietet die staatliche Fluggesellschaft Royal Jordanian Airlines seit dem Sommer nur einen neuen Direktflug an – nach Berlin. Man hofft auf die wiedergewonnene Wirtschaftskraft der „almãniyy“. Die Unruhen in der Region trafen deshalb das Haschemitenreich wie einen Faustschlag. Zwar gelten Kultur- und Abenteuerreisende, sie sind die wichtigste Klientel, nicht als ängstlich. Aber die meisten von ihnen buchen Rundreisen, die auch nach Syrien oder in ein anderes arabisches Land führen. Diese Ziele wurden von den Reiseveranstaltern gestrichen oder gelten inzwischen als so unsicher, das manch einer seine Urlaubspläne vertagt. Die wenigsten wollen allein Jordanien besuchen: Mitgefangen, mitgehangen – das ist die schlechte Nachricht.

Man wisse in Europa zu wenig über die Vielfalt Jordaniens, glaubt Ayman, der Reiseleiter. Petra, die Strände am Golf von Aqaba und das Tote Meer seien nicht alles, was das Land zu bieten habe. Der Fünfzigjährige hat in Aachen Fertigungstechnik studiert. Trotzdem zeigt er seit Jahren Fremden überaus kenntnisreich sein Land. So verdient er das Doppelte; es ist eine typische Karriere. Viele Jordanier, die im Tourismus arbeiten, sind Akademiker. Das Ausbildungsniveau im Land steigt rasch, doch es mangelt an entsprechenden Arbeitsplätzen. Wie die Beduinen setzt auch Ayman daher auf die Besucher aus dem Westen. Wir sitzen im Sonnenuntergang des Wadi Rum, Mahmud serviert noch einmal Chai, dazu reicht er Sesamplätzchen.

Ayman hat recht. Wer derzeit sagt, er reise nach Jordanien, erntet Skepsis. Wer sieht, wie instabil die Situation in den Nachbarländern ist, kann sich schöne Ferien dort nur schwer vorstellen.

Die nachhaltige touristische Entwicklung Jordaniens ist Teil dieser Mission. Es gibt seit langem bestehende Naturschutzgebiete, zahlreiche weitere sind in Planung. Der Staat richtet sie ein und hofft, dass sie sich eines Tages durch die Einnahmen ausländischer Besucher selbst finanzieren. Es ist der schöne Traum eines Kreislaufs, der den Bewohnern direkt zugute kommt; der ihnen beweist, dass es sich lohnt, die Qualität ihres Lebensraums zu erhalten, da nur so neue Gäste angelockt werden können. Es ist ein Tor in die Moderne. Dafür hat das Königreich im Jahr 1966 die Royal Society for the Conservation of Nature (RSCN) eingerichtet. Die Stiftung managt die Naturparks im Land.

Dana ist so ein Ort. Biosphärenreservat nennt sich das Seitental des Jordan-grabens zwischen Aqaba und Amman. Es vereinigt vier Klimazonen, steigt vom Flusstal tausendfünfhundert Meter hoch in die Berge und ist das größte Schutzgebiet Jordaniens. Die Flora ist reich, viele Vogelarten, Wildkatzen und Füchse sind dort heimisch. Die bekommen wir zwar nicht zu sehen, aber irgendwo seien sie, wird uns versichert. Oben im Wadi, im Dorf Dana, das eine der ältesten Siedlungen Jordaniens ist, werden Häuser mit dem beigen Sandstein der Region neu verkleidet. Ein Gästehaus bietet Zimmer. Zwei Dutzend Einwohner fanden durch das Biosphärenreservat und deren Besucher Arbeit. Frauen stellen Silberschmuck her, Männer arbeiten als Köche, Maurer und Aufseher. Früher gingen sie auf Jagd. Ende der achtziger Jahre wurde der letzte arabische Leopard erlegt. Heute betreuen die Männer die Wiederansiedlung der Oryx-Antilope. Bergführer klettern mit Urlaubern durch die karge Landschaft, die mit ihren abgeflachten Tafelbergen an die Szenerie eines Karl-May-Films erinnert. Auch das Aljoun Forest Reserve nahe der syrischen Grenze wird von der RSCN betrieben. Dort befinden sich die größten Steineichenwälder Jordaniens. Für Naturfreunde wurden Herbergen errichtet, die westlichen Standards entsprechen. Weniger als zweihunderttausend Euro benötigen solche Reservate pro Jahr, um zu überleben. Angesichts der Tatsache, dass sie die Lebensgrundlage vieler Jordanier sind, ist das nicht viel. Das sollte der Fremdenverkehr weiterhin leisten können.

Zweifelsohne kann das zu drei Vierteln von Wüsten bedeckte Jordanien mit seiner grünen Natur punkten. Wie das am Besten geht, findet das Land gerade noch heraus: Während die Unterkünfte in den beiden über zwanzig Jahre alten Naturparks fast neu sind, hapert es an der übrigen Infrastruktur. Selten ist es möglich, die stillen Gegenden allein zu erleben. Die Beschilderung der Wege ist oft mangelhaft. Ohne Führer, die fast immer in der Umgebung rekrutiert werden, kommt man kaum zurecht. Dies mag Teil des Konzepts sozialer Nachhaltigkeit sein. Doch die Englischkenntnisse der lokalen Guides sind oft nicht gut ausreichend, um Nachfragen neugieriger Besucher kompetent zu beantworten – trotz allen Engagements, das sie für ihre Aufgabe zeigen. Experten wie Ayman sind selten und nur dort unterwegs, wo es ohnehin viele Urlauber gibt. Das schmälert das Vergnügen abenteuerlustiger Entdecker abseits ausgetretener Pfade.

Ein Beispiel für die erfolgreiche Symbiose aus klassischem und alternativem Fremdenverkehr ist das Mujib Nature Reserve. Es liegt südlich von Amman am Toten Meer. Seit Jahrzehnten stehen dort die besten Resorts des Landes. Der Wellness- und Heiltourismus hat sich gegenüber den politischen Unwägbarkeiten als relativ stabil erwiesen: Krank werden kann man immer. Davon profitiert das nahe Wadi Mujib mit seinen Canyons, durch die auch im Sommer reißende Gebirgsflüsse zu Tal stürzen. Wandern, Klettern, Abseilen durch die zig Meter hohen Schluchten ist für Adrenalinjunkies ein Muss. Auch viele Israelis kommen über die nahe Grenze. Beliebt ist die Region auch bei arabischen Touristen, die im Sommer der noch größeren Hitze am Persischen Golf entfliehen.

Wer den ganzen Tag in der Salzlake des Toten Meeres dümpelt, ist froh, danach aktiv zu sein. Es ist in jeder Hinsicht erfrischend, mitzuerleben, wenn Menschen aus aller Welt – Männer und Frauen, ob in Badehose oder geschlossener Körperbekleidung – wie Kinder durch Stromschnellen und Wasserfälle tollen, die sie nass bis auf die Haut machen. Die örtliche Hotellerie beflügelt zudem den Arbeitsmarkt. Anders als in den Golfstaaten rekrutieren die Spitzenresorts am Toten Meer ihre Angestellten fast vollständig aus den umliegenden Gemeinden und bilden sie selbst aus. Das strahlt auch auf Mujib aus. Die geführten Exkursionen durch das vierhundert Meter unter dem Meeresspiegel liegende Naturschutzgebiet sind informativ und spannend.

Zurück im Zeltlager von Disi. Mit dem Tageslicht ist auch das Zeitgefühl verschwunden. Die geparkten Jeeps lösen sich in der Dunkelheit auf. Kamele grunzen in ihrem Gehege. Wir sitzen beim Tee unter dem Sternenhimmel. Ayman nimmt einen tiefen Zug aus der Wasserpfeife. Er sieht jetzt genauso aus die Beduinen um ihn herum. Die Nacht gehört ganz den Traditionen.

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Beduine sein in im Königreich Jordanien, was könnte schöner sein? Viel schlechter geht es natürlich den Beduinen im benachbarten, Sie ahnen es… tja, Israel, der einzigen Demokratie und multikulturellen Gesellschaft im Nahen Osten. Hans-Christian Rößler wandelte auf den Spuren des unsäglichen Jörg Bremer und ließ sich seinen Artikel offenbar von Mitarbeitern antijüdischer NGOs diktieren.

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In der Wüste im Weg

Israel hat neue Bebauungspläne für den Negev und
will Zehntausende Beduinen umsiedeln

Für die Toten ist mitten in der Wüste gut gesorgt (nicht jedoch für die Lebenden, meint HCR, T.). Zu dem kleinen Friedhof führt eine Stromleitung. Auch einen Wasseranschluss gibt es, um die Verstorbenen aus Nevatim auf ihre letzte Ruhe vorzubereiten, wie es die jüdische Religion verlangt. Die Menschen, die in dem kleinen arabischen Dorf neben dem Friedhof leben, müssen sich mit weniger begnügen: Ihre Häuser sind nicht ans israelische Stromnetz angeschlossen. Die Wasserleitungen zu ihren Blechhütten mussten die sesshaft gewordenen Beduinen jahrelang vor Gericht erkämpfen. Doch das Rohr für ihr ganzes Dorf hat nur einen Durchmesser von ein paar Zentimetern.

„Das ist Beduinenland (Alles Land der Welt ist Orkland, weil bekanntlich jeder Mensch nach Ansicht der Orks als Ork geboren wird, T.). Aber sie behandeln uns, als wären wir illegale Eindringlinge. Die Regierung tut so, als gäbe es uns nicht (Was denn nun, Eindringlinge, oder Luft? T.)“, empört sich Ibrahim al Wakili. Die weiße Kefije, die er um seinen Kopf geschlungen hat, flattert im Wüstenwind, während er auf die sandige Ebene hinunterzeigt. Dort erstreckt sich links und rechts der Landstraße kilometerweit ein Flickenteppich aus zahllosen Ortschaften und Gehöften. Im Unterschied zur jüdischen Gemeinde Nevatim, zu der auch der Friedhof gehört, tauchen sie auf keiner Landkarte auf. Wakili ist der Vorsitzende des „Regionalrats der nicht anerkannten Dörfer im Negev“. Die 35 Orte, für die er spricht, existieren offiziell gar nicht, obwohl ihre fast 100.000 Einwohner alle israelische Staatsbürger sind. Aber auch mehr als sechzig Jahre seit seiner Gründung hat der israelische Staat die meisten ihrer Dörfer nicht anerkannt (Warum sollte er illegale Siedlungen anerkennen? T.) und deshalb weder an die Elektrizitäts- noch an die Wasserversorgung angeschlossen (Warum sollte er illegale Sielungen mit Strom und Wasser versorgen? T.).

Die rund 2300 Einwohner von Chashem Zanee leben in Wellblechhütten und Unterkünften, die sie oft aus Plastikplanen gebaut haben. Die felsige Zufahrtsstraße ist eher für Geländewagen geeignet als für normale Autos. Zumindest das soll sich ändern. Doch was die Einwohner dem Ratsvorsitzenden Wakili erzählen, könnte aus einem Roman von Franz Kafka stammen. Die Autobahn 6 soll verlängert werden und in ein paar Jahren mitten durch das Dorf führen. Die Trasse ist auf offiziellen Karten schon eingetragen – das Dorf nicht. Als Einwohner von einer Regierungskommission wissen wollten, was mit ihren Häusern geschehen werde, fragte die Vorsitzende verwundert: „Gibt es das Dorf überhaupt?“ Kurz darauf überzeugte sie sich davon bei einem Besuch in Chashem Zanee. Sie schlug vor, die noch nicht gebaute Autobahn zu verlegen.

Doch das halten israelische Politiker und Planer weiterhin nicht für nötig. Nach ihrem Willen sollen die kärglichen Bauernhöfe und Schafställe in diesem Dorf der Schnellstraße weichen. Den Beduinen werden ihre eigenen Argumente entgegengehalten: Die Zustände im Dorf seien doch unhaltbar, man müsse eine dauerhafte Lösung finden – will sagen: die Beduinen anderswo ansiedeln. Es geht dabei längst nicht nur um die Leute aus Chashem Zanee. Im September hat die Regierung in Jerusalem einen Plan beschlossen, der nach den Worten von Ministerpräsident Netanjahu für die Beduinen „einen Sprung nach vorne“ bringen werde (Bibi hat natürlich völlig Recht, aber die Orks sind sowieso immer dagegen, ihr ständiges Gejaule ist enervierend. T.).

So will der Staat endlich damit beginnen, den Grundbesitz vieler Beduinen anzuerkennen wird . Ist das nicht möglich, sollen sie mit bis zu fünfzig Prozent des Werts entschädigt werden; bisher waren es zwanzig Prozent. Netanjahu gestand ein, dass die Beduinen zu lange vernachlässigt worden seien. Er will vor allem ihre wirtschaftliche Lage verbessern und dabei besonders bei Frauen und jungen Menschen ansetzen. Umgerechnet mehr als eine Milliarde Euro will die Regierung dafür ausgeben (Was sollen also die herabsetzenden Untertöne HCRs? T.).

„Zum ersten Mal stellt sich die Regierung dem Problem. Aber wir befürchten, dass die Beduinen nur Land und Geld nehmen und selbst nichts geben“, sagt Meir Deutsch vom israelischen „Nationalen Landschutz-Trust“ (Regavim), einer privaten Organisation, die dagegen kämpft, dass sich Araber in der Negev-Wüste oder Galiläa „illegal“ (wieso hier die Anführungszeichen? T.) Land aneignen. Deutsch, der selbst in Beerscheva lebt, hält es für bedenklich, dass die Regierung den Beduinen „riesige Flächen überlässt, nur um einen Kompromiss zu erzielen, obwohl sie gar nicht beweisen können, dass ihnen die Grundstücke gehören“ (In der Tat, T.).

Auch die Beduinen stießen keine Jubelrufe aus (Die meckern ohnehin nur, T.), als die Ankündigungen aus Jerusalem in die Weiten der Wüste vordrangen. Stattdessen demonstrierten im Oktober in Beerscheva mehrere tausend Beduinen mit Plakaten, auf denen zum Beispiel „Israel stiehlt unser Land“ (blablabla, T.) stand. Ein paar Wochen später blockierten sie Straßenkreuzungen im Süden (wie einfallsreich, T.). Mit mehrmonatiger Verzögerung hat die israelische Protestbewegung auch die Wüste im Süden erreicht. „Der Staat, der behauptet, demokratisch zu sein, kämpft gegen uns“, schimpft Ibrahim al Wakili. Es ist vor allem ein Satz in dem von Netanjahus Planungschef Ehud Prawer ausgearbeiteten Plan, der die Menschen alarmiert: Zwei Drittel der auf dem Land lebenden Beduinen sollen umgesiedelt werden. Es gibt noch keine offiziellen Zahlen, aber Menschenrechtler schätzen, dass mehr als 30.000 ihre Wohnorte verlassen müssen (Moooment mal, zwei Drittel von 100.000 sind 66.000, es sollen also doch weniger als ein Drittel umgesiedelt werden? T.) – obwohl viele Familien schon vor der Gründung Israels im Jahr 1948 dort zu Hause waren („Viele Familien“? Mit den Beduinen wird das so laufen wie bei den übrigen Orks. Mit westlicher Hilfe erzielen sie ungeheuerliche und gemeingefährliche Reproduktionszahlen. T.).

Ihre Vorfahren waren einst mit ihren Herden von der ägyptischen Sinai-Halbinsel bis nach Syrien gezogen (Aha! Ägypter. T.). Die meisten Nomaden ließen sich in der Negev-Wüste nieder, lange (Wie lange? T.) bevor sich dort im 20. Jahrhundert die ersten Juden ansiedelten. Landbesitz regelten die Beduinen auf traditionelle Weise (Mit dem Krummsäbel, T.). Deshalb haben sie meistens keine Urkunden, aus denen hervorgeht, dass ihnen das Land gehört, auf dem sie leben. Nach israelischem Recht gehören jedoch alle Grundstücke, für die Privatpersonen keinen schriftlichen Nachweis erbringen können, dem Staat (Man sollte meinen, dass auf dem Boden des Staates Israel auch das Recht des demokratischen Staates Israel gelten sollte. Aber das kennen wir als typisch orkisch. Für sie soll immer ein Extra-Recht gelten. T.). Für die Behörden sind die meisten der rund 60.000 Hütten und Ställe der Beduinen in der Negev-Wüste deshalb illegal (Nicht schlecht: Jeder einzelne Beduine besitzt also 1,6 Hütten oder Ställe. T.). Immer wieder rücken die Bagger an, um sie zu zerstören; in einem Dorf bei Rahat schon mehr als zehnmal. Rund 700 Häuser wurden 2010 abgerissen.

Im Süden Israels prallen jedoch nicht nur unterschiedliche Rechtsverständnisse aufeinander. „Der Staat hat in seinem Drang nicht nachgelassen, so viel Land wie möglich unter jüdische Kontrolle zu bringen“, sagt Oren Yiftachel, der an der Ben-Gurion-Universität in Beerscheva Politische Geographie lehrt. In der israelischen Diskussion würden die arabischen Bürger im Negev als landhungrige Gesetzesbrecher dargestellt, die den größten Teil des Negev für sich wollten. In Wirklichkeit beanspruchten sie aber weniger als fünf Prozent der Gesamtfläche, rechnet der Professor vor. Zudem sind Warnungen zu hören, wonach Araber eine Art Bogen vom Gazastreifen ins Westjordanland schlagen wollten, um damit die Verbindung Israels zur Negev-Wüste zu unterbrechen (Orks halten zu Orks, das ist doch keine Frage. T.). Diese macht rund die Hälfte des Staatsgebietes aus und ist die wichtigste Landreserve, die alle Regierungen intensiv nutzten. In den vergangenen Jahrzehnten wurden dort mehr als hundert Gemeinden, Kibbuze und landwirtschaftliche Siedlungen gegründet. Dazu kamen bis zu sechzig Bauernhöfe, die einzelne Familien bewirtschaften; einer der größten Höfe gehört der Familie des früheren Ministerpräsidenten Scharon. Derzeit sind zwei neue jüdische Städte in der Negev-Wüste geplant.

Nur elf von 46 Beduinen-Orten haben die Behörden Ende der neunziger Jahre anerkannt. Stattdessen versuchten alle Regierungen, die Beduinen dazu zu bringen, sich in sieben neuen Städten niederzulassen – sie dort zu „konzentrieren“, wie die Bürokraten sagen (Nein, das sagen jüdische Bürokraten mit Sicherheit nicht, das sagt in perfider Absicht HCR. T.). Heute wohnen dort fast 100.000 Menschen (Und was sind das nun für Leute? Ich dachte, die Beduinen seien 100.000 Menschen, die in illegalen Wellblechsiedlungen leben. Wer also lebt in den sieben Städten hinter den sieben Bergen? T.). Doch die Städte gehören zu den ärmsten in ganz Israel. Auch in den elf anerkannten Orten, die im Regionalrat von Abu Basma zusammengeschlossen sind, dauern die Eigentumsstreitigkeiten mit den Behörden an. Außerdem fehlt es immer noch an der Infrastruktur.

Dennoch hält die Regierung auch in ihrem neuen Plan an der Umsiedlungspolitik fest und will sie sogar noch intensivieren. „Die von der Vorgängerregierung eingesetzte Goldberg-Kommission empfahl, möglichst viele Beduinen in ihren alten Wohnorten zu lassen. Davon ist jetzt keine Rede mehr“, berichtet Professor Yiftachel. Zusammen mit dem Regionalrat der nicht anerkannten Dörfer und zwei Menschenrechtsorganisationen hat er einen mehrere hundert Seiten umfassenden Alternativplan ausgearbeitet, der an diesem Freitag offiziell vorgestellt wird. Die Gruppe fordert, erst einmal alle bestehenden Beduinenorte anzuerkennen. Statt sich auf Eigentumsfragen zu konzentrieren, soll zuerst dafür gesorgt werden, dass die Menschen im Negev nicht schlechter leben als anderswo in Israel. Ihre Dörfer könnten dann einen Sonderstatus (Logo! Sonderstatus Jizia! T.) erhalten, wie sie Kibbuze und landwirtschaftliche Siedlungen haben. „Netanjahus Planungschef Prawer hatte erst für uns Zeit, nachdem er im Kabinett seinen Plan vorgestellt hatte. Das ist undemokratisch“, kritisiert Professor Yiftachel (Hä? Warum denn das? Prawer ist Planungschef des demokratisch gewählten Regierungschefs, der Prof ein von einer kleinen Kommission ernannter Niemand. T.). Er hofft, dass das israelische Parlament die Alternativvorschläge noch berücksichtigt, bevor es den Regierungsplan verabschiedet. So lange wollen die Beduinen nicht warten (Nein, natürlich nicht, denn Orks warten nicht sondern randalieren. T.). Sie sind dabei, einen Protestmarsch nach Jerusalem zu organisieren. Eine Autobahn brauchen sie dafür nicht. Sie werden in die Hauptstadt reiten (Wie blöd ist denn das? Wer will den verlausten Affenzirkus denn sehen? T.).

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Hier ein Bericht von PI-„Spürnase“ Phil E. N. (1) aus dem letzten Jahr über die Angelegenheit:

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Araber besetzen immer mehr israelisches Land

Während alle Gutmenschen weltweit lauthals aufschreien, wenn Israel 1.600 Wohnungen in einem jüdischen Vorort der historischen israelischen Hauptstadt Jerusalem bauen will, stehlen arabische Siedler hektarweise Land im Inneren des israelischen Gebietes im nördlichen Galiläa und dem südlichen Negev. Sie haben bereits 150.000 illegale Gebäude errichtet, berichtet die Jerusalem Post. Nur erfährt das bei uns keiner.

Die jüdisch-israelischen Besitzer der Grundstücke werden von ihrem Land vertreiben, indem man sie zuerst einmal terrorisiert: Beliebte Methoden sind dabei Zäune zerstören, Vieh töten und Morddrohungen aussprechen. In der nächsten Stufe, werden die Landbesitzer gezwungen, den Arabern Schutzgelder zu zahlen. Viele geben schließlich Teile ihres Landes völlig auf und überlassen es den neuen islamischen Herren. Beispiele dafür sind das Kibbutz Kfar Hanassi (400 ha), Kibbutz Amiad (130 ha) und Ober-Nazareth (200 ha).

Gegen diese Art des Landdiebstahls, die in den letzten Jahren stark zugenommen hat, wird kaum etwas unternommen – international herrscht darüber ohrenbetäubendes Schweigen.

Im Süden Israels sind illegal eingewanderte Beduinen aus Ägypten das Landnahme-Hauptproblem. Der Taarbiya-Stamm beispielsweise hat Land der israelischen Gemeinde Omer illegal besetzt und führt gegen die Dorfgemeinschaft einen Privatkrieg. Die Beduinen schießen auf Bauarbeiter aus Omer, wenn neue Häuser auf Gebieten, die die Beduinen für sich beanspruchen, gebaut werden sollen, greifen Polizei-Eskorten an und brennen Elektroanlagen nieder.

Selbst die israelischen Streitkräfte ziehen sich zurück im eigenen Land, nicht zuletzt wegen des internationalen Drucks der gegen Israel ausgeübt wird. Israel soll von der Landkarte verschwinden, wie Ahmadinedschad sich das schon lange wünscht, mit oder ohne Nuklearwaffen, und die internationalen Guties und Araberfreunde helfen bei der Umsetzung dieser Pläne kräftig mit. Sie nennen es “Befreiung Palästinas”.

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Ruth aus Beersheva hat umfassend zu der Angelegenheit und insbesondere der Frage „Landeigentum in Israel“ recherchiert (2), wobei klar wird, dass Landbesitz in Israel generell eher eine Ausnahme ist. Bei Heplev wird die Dimension der alltäglichen Gewalt, die von den Beduinen gegenüber den anderen Israelis ausgeübt wird, deutlich (3).

Ruth schreibt (4): „Die Beduinen in Israel stehen vor der Wahl, sich entweder dem letztendlich selbstzerstoererischen Kollektiv der Palaestinenser anzuschliessen oder sich in die moderne israelische Gesellschaft zu integrieren“.

Wie diese Wahl wohl ausgehen wird? Ich denke, die israelischen Beduinen werden wie alle Orks den breiten bequemen Weg der Selbstzerstörung und Larmoyanz wählen.

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Time am 17. November 2011

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1) http://www.pi-news.net/2010/03/araber-besetzen-immer-mehr-israelisches-land/
2) http://beer7.wordpress.com/2008/03/31/beduinen-in-israel/
3) http://heplev.wordpress.com/?s=beduinen+israel
4) http://beer7.wordpress.com/2008/04/02/beduinen-iv/
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Zusatz 19. 11. 2011:
Sinai-Beduinen schlachten Flüchtlinge aus
http://www.n-tv.de/politik/Horror-in-Sinai-Wueste-aufgedeckt-article4815466.html

Im Zeichen des Schwertes

14. Juni 2010

Zärtlich streichelt der Papst das Mordinstrument,
welches ihm ein Oberork geschenkt hat

Vor vier Jahren hielt Papst Benedikt XVI. in Regensburg eine Rede (1), in der er einen byzantinischen Kaiser mit dessen vernichtendem Urteil über den Mohammedanismus zitierte. Die Rede fand großen Beifall beim Counterjihad, wurde aber von der Allgemeinheit vor allem auf der Basis vorgeschobener, nebensächlicher Aspekte verurteilt.

Der Originaltext war der folgende gewesen:

„Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von ‚Schriftbesitzern‘ und ‚Ungläubigen‘ einzulassen, wendet er sich in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten‘. Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. ‚Gott hat kein Gefallen am Blut‘, sagt er, ‚und nicht vernunftgemäß, nicht σὺν λόγω zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider‘. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann.“

Diese Passage wurde geändert:

„Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von ‚Schriftbesitzern‘ und ‚Ungläubigen‘ einzulassen, wendet er sich in erstaunlich schroffer, für uns unannehmbar schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner.“

Seitdem ist der Papst offenbar vollständig auf den Dialüg eingeschwenkt. In der Rede hatte er zwar die Vorstellung herausgearbeitet, dass Gott Gewalt zuwider sein muss – und das Zeichen des Christentums ist ja in der Tat das Foltergerät, an dem unser Gott Gewaltlosigkeit predigend ermordet wurde.

Von einem hohen Vertreter des Mohammedanismus – dessen Zweit-Gott (2) Klo H. Metzel ein perverser Meuchelmörder, Kinderschänder, Räuber und Kriegsherr war, weshalb das mohammedanistische Zeichen (neben dem Zeichen des Mondgottes Hubal, s. 3) das Schwert ist (welches gerne, besonders von Schiiten, auch als Anhänger getragen wird, s. 4) – ließ er sich jedoch als Gastgeschenk eines jener Instrumente, deren ausschließlicher Sinn Mord ist, als Gastgeschenk überreichen.

Diese ungeheure Provokation des Oberorks, der dadurch die elementare Verschiedenheit der Auffassungen und die Unmöglichkeit eines echten Gespräches demonstrierte, ging ohne Proteste, ja ohne das geringste Befremden über die Bühne.

Wann immer nun ein Christ unter mohammedanistischen Schlachtrufen geköpft wird (5), und sich der Papst zu Wort meldet, verdreht und beschwichtigt er (6). „Kath.net“ am 4. Juni:

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Papst: Sicher kein politischer oder religiöser Mord

Benedikt XVI. bekundet bei Flug nach Zypern Schmerz über Ermordung von Bischof Padovese: „Aber dieser Schatten hat nichts mit den Themen und der Realität der Reise zu tun“

Papst Benedikt XVI. hat seinen tiefen Schmerz über die Ermordung von Bischof Luigi Padovese in der Türkei geäußert. Padovese habe viel zur Vorbereitung der Bischofssynode für den Nahen Osten beigetragen, zu deren Auftakt er jetzt nach Zypern reise, sagte Benedikt XVI. am Freitag auf dem Flug von Rom nach Paphos vor Journalisten. „Aber dieser Schatten hat nichts mit den Themen und der Realität der Reise zu tun“, sagte Benedikt XVI. Es handele sich „sicher nicht um einen politischen oder einen religiösen Mord“. Die genauen Ursachen müssten noch geklärt werden. 

Benedikt XVI. warnte davor, die tragische Situation mit dem Dialog mit dem Islam oder mit dem Verlauf, den Anliegen und den Sorgen der Reise zu vermischen. Die Tat sei traurig, dürfe aber nicht den Dialog und die Intentionen der Reise verdunkeln. (…)

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Im Zeichen des Kreuzes zu leben ist angesichts der irdischen Realität eine Herausforderung für jeden Christen, und man erfährt mehrmals täglich, wer der Meister ist und warum. Im Zeichen des Kreuzes zu leben heißt aber nicht im Zeichen des Fleischwolfes oder Ochsengeschirrs zu leben, und Christentum kann nicht bedeuten, kollektiven Selbstmord zu begehen. Das Zeichen des Kreuzes symbolisiert eher Streben als Sein.

Insofern ist es m.E. sehr zu begrüßen, dass sich in der katholischen Kirche leiser Widerspruch gegen Benedikts Dimmi-Kurs regt, wie Jörg Bremer in der heutigen FAZ berichtet.

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Erzbischof: Papst war falsch beraten

Ruggero Franceschini, der italienische Erzbischof von Izmir an der türkischen Ägäisküste, wirft Papst Benedikt XVI. ein Fehlurteil vor: Sein Ordensbruder Luigi Padovese sei „eindeutig aus religiösen Gründen“ von seinem Fahrer erstochen und geköpft worden. Der Papst sei darum falsch beraten gewesen, als er Stunden nach der Tat vom 3. Juni bei seiner Ankunft zu einer Pilgerreise auf Zypern gesagt habe, der Mord habe weder politische noch religiöse Gründe, sondern sei auf „persönliche Motive“, eine psychische Erkrankung des Täters zurückzuführen. An diesem Montag wird der bisherige Vorsitzende der türkischen Bischofskonferenz, der 1947 geborene Kapuziner Padovese, in seiner Heimatstadt Mailand als „Märtyrer“ beigesetzt. Franceschini wurde vom Heiligen Stuhl beauftragt, Padoveses Amt bis zur Wahl eines neuen päpstlichen Vikars von Anatolien als Administrator zu betreuen.

Der aus dem norditalienischen Saltino stammende 70 Jahre alte Franceschini kennt den Amtssitz Padoveses und die Stadt Iskenderun am Mittelmeer gut, denn er war von 1993 bis 2004 der Amtsvorgänger des Ermordeten. Im Gespräch mit der italienischen Zeitung „Il Foglio“ sagte Franceschini jetzt, er kenne auch die Familie des Mörders und den Attentäter Murat Altun, denn er habe ihn vor vier Jahren in den bischöflichen Haushalt eingeführt. „Diese Tat hat wenig mit der türkischen Regierung oder mit Ankara zu tun, nichts mit persönlichen Motiven, sondern allein mit dem Islam“, sagte Franceschini. Er kenne die Schwierigkeiten der Christen in dieser Region, wo die türkische Regierung nichts tue, um den religiösen Minderheiten wie den Katholiken oder Armeniern zu helfen. „Da agieren islamistische Gruppen, die alles unter ihrer Kontrolle haben.“

Drei Tage nach dem Mord hatte erstmals der Chefredakteur des Pressedienstes „Asianews“ der römischen Missionsgesellschaft Pime berichtet, es gebe Zeugen, denen zufolge der Täter nach dem Mord gerufen habe: „Ich habe den großen Satan getötet – Allahu akbar!“ Später wurde bekannt, dass der Bischof zunächst im Flur mit Messerstichen schwer verletzt und dann vor seinem Haus getötet und fast vollständig geköpft wurde. Mit der Beisetzung als „Märtyrer“ wird die Kirche dem Umstand gerecht, dass Padovese sein Leben für seinen Glauben gab.

Offiziell hieß es nach der ersten polizeilichen Vernehmung des Täters, er sei „einer göttlichen Eingebung gefolgt“. Von einer psychischen Erkrankung ist nicht mehr die Rede. Padoveses Amtsverweser Franceschini sagte nun „Il Foglio“, Murat habe die Tat gut vorbereitet. Er stamme aus einer muslimischen Familie und habe auch nie den Gedanken gehabt, zum Christentum überzutreten. „Es ist immer ein Risiko, einem Muslim so einen Posten (im bischöflichen Haushalt) zu geben. Aber wir wissen um unsere Risiken.“ Franceschini hatte seinerzeit Probleme mit dem Onkel des Täters, einst Bürgermeister von Iskenderun. Denn der Onkel habe Franceschini eine Öffnung der katholischen Gemeinde für das gesellschaftliche Leben der Stadt untersagt.

Papst Benedikt XVI. war auf Zypern dafür eingetreten, dass der Mord den „Dialog mit den Brüdern Muslimen“ nicht „verdunkeln“ dürfe. Die Kirche hatte bisher kein Interesse daran, Anschläge auf Christen in den Vordergrund zu spielen. So ist es ein Fanal, dass Erzbischof Franceschini jetzt an die Öffentlichkeit trat. Er meint offenbar, dass Vertuschung nicht helfen kann. Für Oktober hat der Papst zu einer Sondersynode über die Lage der Christen im Nahen Osten eingeladen. Dabei wird auch die Christenverfolgung in der muslimischen Welt ein Thema sein.

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Von einer erneuten Ausrufung der Kreuzzüge sind wir ja leider noch Jahre entfernt.

Time am 14. Juni 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Regensburger_Rede
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/12/03/mohammedanismus-ist-vielgotterei/
3) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/03/05/der-alla-hubal/
4) http://www.islamic-shop.de/neuershop/index.php?cPath=3&osCsid=2183jokipo0gjv4nfb6i0nd481
5) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/06/08/die-was-passiert-dann-maschine/
6) http://www.kath.net/detail.php?id=26941

PS.: Einen sehr lesenswerten Aufsatz von Necla Kelek über die Studie von Christian Pfeiffer in Bezug auf den Zusammenhang zwischen Mohammedanismus und erhöhter Gewaltbereitschaft finden Sie unter
http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E130529FC08664FB18812BD5ACB586EB2~ATpl~Ecommon~Scontent.html