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Erkenntnisdrang vs. Jihadparolen

26. Mai 2012

Bloggen macht Spaß. Ohne großes Risiko kann man verstehen, wie der Gegner tickt. Das hatte Vitzliputzli kürzlich so ausgedrückt (1):

„ich habe es… als ideales medium begriffen, um mit andersdenkenden einen geistigen austausch zu erproben, ohne unmittelbare lebensgefahr durch kranke islamidioten erfahren zu müssen, und die wirklichen gedanken hinter der stirn zu erforschen.“

Wir wissen, wie sie ticken, aber sie wissen auch, wie wir ticken. Zumindest liegen die jeweiligen Ansichten und ihre Grundlagen in einzigartiger Offenheit nebeneinander.

Wir sehen dabei glasklar, dass wir Recht haben, und dass sie im Irrtum sind. Mag sein, dass es ihnen uns gegenüber ebenso geht, aber ich habe eher das Gefühl, dass sie bewusst die Unwahrheit behaupten, „evident lügen“ (2).

Vor 1400 Jahren mag es beeindruckt haben, wenn ein Imam im Licht der untergehenden Sonne mit kreischender Stimme aus dem Kloran zitierte. Kaum einer in der Gefolgschaft konnte lesen und schreiben. Mangelernährung und schwärende Entzündungen an den Körpern waren die Regel und begünstigten Hysterien, Halluzinationen und Irrationalismus. Die lebensfeindliche Geografie legte die prinzipielle Unerfahrbarkeit der Welt nahe und machte einen grausamen Schöpfergott wahrscheinlich.

Die heutige Situation ist zumal im Westen grundlegend anders. Wir werden in eine Welt hineingeboren, die uns freundlich erwartet und bis zu unserem Tod liebevoll in uns investiert. Wir haben genug zu essen, eine gute Krankenversorgung und unbegrenzten Zugang zu unbegrenztem Wissen. Das missmutige Gegreine des Klorans als wörtliche Rede des Wesens, welches das gesamte Universum geschaffen habe, zu akzeptieren, können nur Verrückte oder Perverse von uns verlangen.

Aber wenn der Kloran Schrott ist und eine Lüge, dann sind es die absurden Hadithe und die widerliche Sira noch viel mehr. Wenn aber alle Schriften des Mohammedanismus bösartiger Humbug sind, was bleibt dann von ihm noch übrig?

Es bleiben „evidente Lügen“ und „Pinkelparolen“ (3) wie z.B. diese aus der „Welt“ (4):

„Natürlich stellt die Behauptung des bekanntesten Wortführers der Salafisten in Deutschland, ‚Jesus war kein Deutscher, er war auch kein Jude – er war Moslem’, alles, was wir im christlich-jüdischen Abendland gelernt haben, auf den Kopf. Die Frage ist: Wie ernst darf man Imam Hassan Dabbagh überhaupt nehmen, der plötzlich aussagte, gar kein Salafist zu sein?“

Die rhetorische Frage von Caroline Stern muss auf alle Mohammedanisten und alle ihrer Freunde ausgeweitet werden. Man sollte keinen einzigen von ihnen ernst nehmen, in argumentativer Hinsicht nicht – wohl aber als Gefährder unseres Gesellschaftssystems. Wir tauschen ja auch mit dem AIDS-Virus keine Argumente aus, nehmen ihn gleichzeitig als Bedrohung unserer Gesundheit sehr ernst. Ist es legitim, Anhänger einer Ideologie mit einem Virus zu vergleichen? Ich denke schon, denn die Anhänger dieser Ideologie behaupten einen Mann als „besten Menschen aller Zeiten in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, der ein Sklavenjäger und -Händler, ein Völkermörder, ein Meuchelmordbeauftrager, ein Vergewaltiger und Kindervergewaltiger, ein Räuber und Plünderer sowie ein schamloser Lügner war. Klo H. Metzel, so wie ihn die mohammedanistischen Schriften schildern, ist absolut inkompatibel zu jedem menschlichen Gesellschaftssystem außer einem, an dessen Spitze er selbst steht. Die Behauptung hingegen, Jesus sei Ork gewesen, ist eine infame Lästerung, eine Verhöhnung des Christentums und erfüllt zweifellos den Straftatbestand der Volksverhetzung.

Können die orkischen Masterminds auch dieses und jenes über den Kloran vorlügen, weil er ein so unangenehmes Gefasel ist, dass sich auch gebildete Westler selten mit ihm auseinandersetzen, so ist die Existenz des Staates Israel eine Tatsache, die jeder Mensch anerkennt.

Und genau darin liegt das Problem für die Mohammedanisten, das sie mit dem Staat der Juden haben, dass dieser die Nichtexistenz oder zumindest gravierende Schwäche des angeblichen Schöpfers des gesamten Universums tagtäglich demonstriert.

Denn was soll das für ein „Gott“ sein, der einerseits Klo H. Metzels Ehefrauen zum Beischlaf in dessen Bett zwingen wollte und konnte, der es aber andererseits zulässt, dass die Juden, deren Vernichtung ein wesentlicher Aspekt der mohammedanistischen Grundlagentexte ist, den Mohammedanisten bereits erobertes und über Jahrhunderte beherrschtes Gebiet wieder entreißen konnten?

Für dieses Dilemma gibt es aus mohammedanistischer Sicht nur eine Lösung: Israel muss zumindest formal vernichtet bzw. unter die Oberherrschaft einer Orkregierung gestellt werden, so wie dies auch auf nationalrevolutionärer Seite angedacht wird (5).

In diese Agenda fügt sich die mohammedanistische, „evidente Lüge“ ein, auf dem Gebiet Israels hätten vor den Arabern nie Juden gelebt. Der Hamasführer Faludschi im „Focus“ (6):

„In Palästina, vom Mittelmeer bis zum Jordan, gibt es keinen Platz für Israel. Die Juden haben kein Recht auf das Land. Israel wurde auf den Ruinen unseres Volkes errichtet. Palästina ist rein islamischer Boden. Solange Israel existiert, gibt es keine Stabilität…“

Er erhielt Schützenhilfe von dem jüdischen Verräter und evidenten Geschichtsklitterer Shlomo Sand. Der „Spiegel“ (7):

„Es gebe keine wissenschaftlichen Beweise für die Vertreibung des jüdischen Volkes aus dem Heiligen Land im Jahre 70 nach Christus, schreibt Sand. Daraus folge, meint er: Die Juden seien ergo gar kein Volk, das 2000 Jahre lang in alle Welt versprengt gewesen sei. Die jüdischen Gemeinden im Mittelmeerraum und Europa seien vielmehr das Produkt eifriger Missionsarbeit jüdischer Geistlicher. Juden seien keine Ethnie, sondern bloß eine Religionsgemeinschaft, der sich Gruppen der unterschiedlichsten Herkünfte angeschlossen hätten.“

Die „Jüdische Allgemeine“ über Sands Thesen (8):

„Die meisten Juden weltweit sind Nachfahren der türkischstämmigen und slawischen Stämme des chasarischen Königreichs in Zentralasien, das im 10. Jahrhundert verschwand. Das Judentum war die erste missionarische Religion im Westen. Ohne diese massenhaften Bekehrungen würden heute noch so viele Juden existieren wie Samariter – rund eintausend.“

Leo „Bulldog“ Brux (9):

„Ich würde – anders als Grass – in der Hauptsache den Landraub, die Siedlungspolitik, die ethnische Säuberung, den Staatsterrorismus Israels gegen die arabischen Einwohner des Landes, das man sich aneignen will, angreifen.“

Landraub, ethnische Säuberung, Staatsterrorismus? Was meinen die Juden dazu? „Israelnet“ (10):

„Ein allgemeines Missverständnis lautet, dass die Juden, die nach der Zerstörung des Zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 70 d.Z. von den Römern vertrieben und in die Diaspora gedrängt worden waren, nach 1800 Jahren plötzlich wieder nach Palästina zurückkehrten und Anspruch auf ihr Land erhoben. In Wahrheit hat das jüdische Volk die Bindung an seine historische Heimat über 3700 Jahre hinweg bewahrt. Zu dieser Bindung gehört die Nationalsprache und eine eigenständige Kultur. Das jüdische Volk gründet seinen Anspruch auf das Land Israel auf mindestens vier Voraussetzungen:

· G’tt hat das Land dem Patriarchen Abraham verheissen.
· Das jüdische Volk hat dieses Land besiedelt und zur Blüte gebracht.
· Die internationale Gemeinschaft hat dem jüdischen Volk
in Palästina politische Souveränität zugesichert.
· Das Territorium wurde in mehreren Verteidigungskriegen erobert.

Auch nach der Zerstörung des Zweiten Tempels in Jerusalem und dem Beginn des Exils gab es ein – häufig sogar blühendes – jüdisches Leben in Palästina. In Jerusalem und Tiberias wurden im neunten Jahrhundert grosse jüdische Gemeinden gegründet. Im elften Jahrhundert kam es zur Bildung jüdischer Gemeinden in den Städten Rafah, Gaza, Aschkelon, Jaffa und Caesarea.“

Demgegenüber erklärte der Hamas-Minister für Inneres und Nationale Sicherheit, Fathi Hammad kürzlich Folgendes (11):

„Wer sind die Palästinenser? Wir haben viele Familien mit dem Namen Al-Matzri, deren Wurzeln ägyptischen Ursprungs sind. Sie sind Ägypter. Sie kamen aus Alexandria, Kairo, Dumietta, dem Norden von Assuan und Oberägypten. Wir sind Ägypter! Wir sind Araber. Wir sind Muslime. Wir sind ein Teil von euch.“

Sie sind im Rahmen der mohammedanistischen Eroberungszüge dorthin gekommen, und sie waren vor 130 Jahren nur 250.000 an der Zahl. Das „palästinensische Volk“ ist eine Fiktion, eine „evidente Lüge“, eine Jihad-Parole.

Das historische Recht auf  ihre angestammte Heimat können die Juden hingegen immer dichter auch durch archäologische Erkenntnisse nachweisen. Die „Welt“ (12):

„Antikes Betlehem-Siegel in Jerusalem entdeckt – Artefakt soll 2.700 Jahre alt sein – Archäologen sind in Jerusalem auf das mit 2.700 Jahren bisher älteste Siegel mit der Inschrift ‚Betlehem’ gestoßen. Das sei das erste Mal, dass die traditionell als Geburtsort Jesu Christi geltende Stadt auf einem Artefakt dieser Epoche aufgetaucht sei, sagte der für Ausgrabungen zuständige Leiter der israelischen Behörde für Altertümer (IAA), Eli Schukron. Das Siegel hat einen Durchmesser von 1,5 Zentimeter. Es wurde den Angaben zufolge in einem Graben in der israelischen Hauptstadt entdeckt. In der Nähe stießen die Forscher auch auf Töpferwaren aus derselben Epoche.“

Das Siegel sehen Sie oben als Titelbild. Michael Selutin spezifizierte bei „Israel heute“ (13):

„… wurde zum Versiegeln von offiziellen Dokumenten benutzt, die nur von autorisierten Personen geöffnet werden durften. Die Inschrift des Siegells lautet: Bishv’at, Bet Lechem, Lemel[ekh]. Dies bedeutet, dass die mit diesem Siegel versiegelten Dokumente von Bethlehem zum König nach Jerusalem geschickt wurden, im siebten Jahr seiner Herrschaft. Es ist jedoch nicht klar, ob es sich dabei um König Hesekia, Menasse oder Josia handelt. Eli Schukrun, Direktor der Ausgrabungen, erklärt die Bedeutung des Siegels:, ‚Solche Siegel wurden benutzt, um im 7. und 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung Steuerzahlungen zu versiegeln. Diese Zahlungen konnten in Form von Silber oder Naturalien wie Wein oder Weizen kommen. Das Interessante ist, dass der Name Bethlehems zum ersten Mal in einem Fund aus der Zeit des ersten Tempels außerhalb der Bibel erwähnt wird. Das beweist, dass Bethlehem zu dieser Zeit eine Stadt im Königreich Jehuda war, und wahrscheinlich sogar schon früher.’ Bethlehem wird in der Bibel im Zusammenhang mit dem Tod Rachels erwähnt und auch im Buch Ruth, das an diesem Sonntag in Synagogen zum Schawuotfest gelesen wird. Auch im Buch Samuel wird Bethlehem als Ort erwähnt, an dem David zum König gesalbt wurde. Mit diesem Fund haben Archäologen, die die Wahrheit der Erzählungen der Bibel zu beweisen versuchen, ein weiteres Argument.“

Auch Joseph Croitoru lieferte in der gestrigen FAZ einen Beitrag zu diesem Thema, und er hat inzwischen gelernt, seine antijüdischen Reflexe fast in den Griff zu bekommen.

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Die Beglaubigung Bethlehems

Der Fund eines Lehmsiegels macht Furore: Zum ersten Mal scheint ein archäologischer Nachweis für die historische Existenz der biblisch-judäischen Stadt Bethlehem vorzuliegen.

Israelische Archäologen melden eine Sensation. Bei Ausgrabungen in der umstrittenen sogenannten Davidstadt südlich der Jerusalemer Altstadt ist ein Siegel gefunden worden, das sie als ersten archäologischen Nachweis für die Existenz der biblisch-judäischen Stadt Bethlehem deuten. Das nicht vollständig erhaltene eineinhalb Zentimeter große Lehmsiegel, das vermutlich zur Rechtsbekräftigung von Warensendungen oder zur Beglaubigung von Urkunden diente, ist mit der dreizeiligen Aufschrift „Im siebten (Jahr)/Bethlehem/Für den König“ versehen.

Dies ist die erste namentliche Erwähnung von Bethlehem auf einem archäologischen Fund, der, so wird vermutet, aus dem siebten oder achten Jahrhundert vor Christus stammt. Eine solche Datierung untermauert die auf dem Siegel verwendete althebräische Schrift, die als Abwandlung der phönizischen zwischen dem zehnten und dem fünften Jahrhundert vor Christus im Königreich Juda in Gebrauch war, ehe sie durch das spätere hebräisch-aramäische Alphabet abgelöst wurde.

Für den israelischen Archäologen Eli Shukroun, der die Ausgrabungen in der Davidstadt leitet, ist das Fundstück auch deshalb von unschätzbarem Wert, weil es israelischen Archäologen nicht möglich ist, in der Stadt Bethlehem selbst Grabungen durchzuführen. Shukroun nimmt an, dass das jetzt entdeckte Lehmsiegel aus der Herrschaftszeit eines der judäischen Könige Hiskija, Manasse oder Joschija stammt. Es könnte zum Versiegeln einer damals in Form von Silber, Naturalien oder Wein entrichteten Steuersendung benutzt worden sein.

Ein ähnliches Siegel, das etwa an gleicher Stelle vor drei Monaten entdeckt wurde, enthielt ebenfalls den „König“ als Adressaten, Absender war die Stadt Gibeon.

Die Begeisterung in Israel über das Bethlehem-Siegel rührt daher, dass in der jüdischen Tradition das judäische Bethlehem als Geburtsort von König David gilt und im Alten Testament mehrmals erwähnt wird. Auch wenn für die Christenheit der Ort in erster Linie als Geburtsstadt Jesu Christi im Vordergrund steht, dürfte die Entdeckung Anlass zu doppelter Freude liefern, wird doch Christi Abstammung im Neuen Testament in Bestätigung alttestamentlicher Prophezeiungen über den kommenden Messias auf das „Haus David“ zurückgeführt.

In Israel hat indes jede wichtige Entdeckung von Funden aus biblischer Zeit nicht nur eine religiöse, sondern meist zugleich auch eine politische Bedeutung. So ist für das israelische Archäologen-Team in der Davidstadt das Bethlehem-Siegel auch ein willkommener Mosaikstein, mit dem die zionistischen Altertumswissenschaftler ihre These zu festigen meinen, dass auf dem Areal der Grabungstätte einst ein oder gar mehrere prächtige Paläste früherer judäischer Könige gestanden hätten. Obgleich für diese Behauptung bislang kaum Belege erbracht werden konnten, ist der neue Fund für Eli Shukroun ein Beweis für die einstige Existenz einer judäisch-königlichen Schatzkammer am Fundort.

Auch dies wird der israelischen Öffentlichkeit als Sensation präsentiert, mit der wohl nicht nur der jüdische Anspruch auf Jerusalem zementiert, sondern auch die politisch umstrittenen Ausgrabungsarbeiten in der Davidstadt legitimiert werden sollen.

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Allein die Juden haben einen Anspruch auf Jerusalem – die Araber sind überall außerhalb Arabiens illegitime Besatzer. Und die Ausgrabungsarbeiten in der Davidstadt brauchen nicht legitimiert zu werden, denn nichts darf den Erkenntnisdrang des Menschen, seinen heiligen Geist einschränken.

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Time am 26. Mai 2012

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/05/08/fantastillionen-von-fingern/#comment-3212
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/01/08/evidentes-lugen/
3) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/18/pinkelparolen/
4) http://www.welt.de/fernsehen/article106320086/Chaotischer-Salafisten-Talk-mit-aggressivem-Katholiken.html
5) http://korrektheiten.com/2010/09/21/friede-fur-den-nahen-osten-ein-gedankenspiel/
6) http://www.focus.de/politik/ausland/ausland-juden-ja-und150-israel-nein_aid_154852.html
7) http://www.spiegel.de/politik/ausland/historikerstreit-in-israel-wir-haben-kein-recht-auf-dieses-land-a-697365.html
8- http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/7278/page/2
9) http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/12/30/prognose-2012/#comment-22566
10) http://www.israelnet.de/hintergruende/Behauptungen_und_Tatsachen.htm
11) http://www.israel-nachrichten.com/archive/3290
12) http://www.welt.de/newsticker/news3/article106368217/Antikes-Betlehem-Siegel-in-Jerusalem-entdeckt.html
13) http://www.israelheute.com/Nachrichten/tabid/179/nid/24494/Default.aspx