Posts Tagged ‘Klaus Wowereit’

„Unmenschliche Lebensbedingungen“

19. Oktober 2013

Invasoren

„Euer Land gehört uns!“

Die Deutschen sind in den Augen der Mohammedanisten gaaanzgaaanz miese Sadisten.

Zuerst stellen sie schamlos ihr exzellent funktionierendes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zur Schau. Sie locken die Menschen aus der Orksphäre mit ihrem Reichtum und ihrer Freiheit an. Dann tun sie so, als ob die Ork-Immigranten hohe Hürden bei der Einreise in die EU nehmen müssten. Haben sie die aber überwunden, was den allermeisten von ihnen gelingt, so versuchen die Deutschen, die Orkflüchtlinge mit einem Platz in Griechenland, Italien oder Spanien abzuspeisen, obwohl es dort weit weniger Unterstützung gibt als in Deutschland. Das ist aber nur wieder so ein hinterhältiger Trick, denn natürlich setzen sich trotzdem viele Mohammedanisten nach Norden in Bewegung. Hier jedoch schlagen die deutschen Sadisten nun mit voller Härte zu, wie einem Beitrag von Matthias Lüdecke auf „FAZ.net“ zu entnehmen ist (1):

„Die 27 Männer und zwei Frauen kritisieren unter anderem die Residenzpflicht, die Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften sowie die langen Bearbeitungszeiten ihrer Asylanträge. (…) Er sei, so Naqvi, nach Deutschland gekommen, um sein Leben zu retten, und nun entsetzt über seiner Ansicht nach unmenschliche Lebensbedingungen: ,Wir leben in Sozialgefängnissen. Das ist seelische Folter.’ Weiter sagte Naqvi: ,Wir sind bereit zu sterben. Aber wir wollen nicht allein in unseren Lagern sterben, sondern öffentlich, vor den Augen der Regierung.’ Naqvi sieht keinen Raum für Verhandlungen: ,Die Anerkennung unserer Asylanträge ist unsere einzige Forderung.’“

Die Unverschämtheit der Mohammedanisten ist wahrlich grenzenlos. Recht haben sie allerdings damit, dass sich die deutschen Behörden für die Bearbeitung ihrer ihrer Fälle viel zu viel Zeit nehmen. Der Fall Naqvi z.B. ist sicher innerhalb einer Viertelstunde abschlägig entscheidbar. Die Frage nach dem Glaubensbekenntnis sollte ausreichen, eine Begründung sollte dem Antragsteller nicht gegeben werden.

Lesen Sie nun den vollständigen Artikel.

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Wowereit: Campieren ist keine Lösung

Mit einem Appell hat Berlins regierender Bürgermeister Wowereit die hungerstreikenden Asylbewerber aufgefordert, ihre Aktion zu beenden. Der Sprecher der Protestbewegung sprach von „seelischer Folter“, die in Deutschland verübt werde.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat die hungerstreikenden Asylbewerber am Brandenburger Tor aufgefordert, ihre Lage zu überdenken. Es sei keine Lösung, dauerhaft an Orten zu campieren, die nicht dafür geeignet seien, sagte Wowereit der „Berliner Zeitung“ und fügte hinzu: „Ich unterstelle, dass hier Menschen protestieren, die aus Not gekommen sind und jetzt für ihre Rechte kämpfen.“ Deshalb müsse man aber nicht jede Aktion richtig finden. Wowereit hob hervor, dass es bei den Protesten in Berlin um Fragen gehe, die auf Bundesebene entschieden werden müssten; und die EU müsse sich einigen, „wie sie an ihren Grenzen die humanitäre Frage beantworten will“.

Seit anderthalb Wochen haben bis zu 29 Flüchtlinge aus acht Ländern auf dem Pariser Platz ein Lager aufgeschlagen. Sie demonstrieren dort gegen die Lebensbedingungen für Flüchtlinge in Deutschland. Einige von ihnen hatten bereits an einer ähnlichen Aktion in München teilgenommen. Die Asylbewerber, von denen etwa die Hälfte bereits abschlägige Asylbescheide erhalten hat, fordern die sofortige Anerkennung ihrer Anträge beziehungsweise eine Korrektur der Ablehnungen.

Die 27 Männer und zwei Frauen kritisieren unter anderem die Residenzpflicht, die Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften sowie die langen Bearbeitungszeiten ihrer Asylanträge. Seit zehn Tagen befinden sie sich in einem Hungerstreik, den sie seit Anfang dieser Woche noch verschärft haben, indem sie nun auch nichts oder nicht mehr viel trinken. Aus diesem Grund müssen immer wieder Personen vom Brandenburger Tor ins Krankenhaus gebracht werden, kehren aber nach Angaben von Beobachtern dann wieder zurück. Weil ihnen das Bezirksamt Berlin-Mitte das Aufstellen von Zelten auf dem Platz untersagt hat, nächtigen die Protestierer unter freiem Himmel. Ein Ring aus Regenschirmen grenzt das Camp optisch von den Touristen am Brandenburger Tor ab.

Hierarchisch organisierte Gruppe

Nachdem sich der Gesundheitszustand einiger Flüchtlinge in den vergangenen Tagen verschlechtert hatte, waren am Donnerstag Vertreter der evangelischen Kirche gekommen, um mit den Flüchtlingen zu sprechen. So boten der Bischof der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, und der Bevollmächtigte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Martin Dutzmann, an, sich an das Bundesinnenministerium zu wenden, um zu einer Lösung zu kommen und nach Möglichkeit jeden einzelnen Asylantrag der Flüchtlinge abermals prüfen zu lassen. Ein entsprechendes Schreiben war dem Ministerium bis zum Freitag zwar angekündigt worden, dort aber noch nicht eingetroffen. Schon am Mittwoch hatte sich eine neu gewählte Bundestagsabgeordnete der Grünen, Luise Amtsberg, mit einem ähnlichen Anliegen an das Ministerium gewandt. Dieses sieht keinen Anlass, der Forderung der Asylbewerber nach Anerkennung ihrer Anträge außerhalb des Rechtsweges beziehungsweise gegen rechtskräftige Entscheidungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nachzukommen.

Die Gruppe selbst scheint hierarchisch organisiert und gibt keine Informationen über die Herkunft der einzelnen Flüchtlinge heraus. „Wir wollen als Gruppe auftreten und die Schicksale Einzelner nicht in den Mittelpunkt rücken“, sagte Sibtain Naqvi der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der 32 Jahre alte Pakistaner, der als einer der Sprecher der Flüchtlinge auftritt, ist nach eigener Aussage vor einem Jahr in München angekommen. Seitdem warte er auf eine Antwort auf seinen Asylantrag. Er sei, so Naqvi, nach Deutschland gekommen, um sein Leben zu retten, und nun entsetzt über seiner Ansicht nach unmenschliche Lebensbedingungen: „Wir leben in Sozialgefängnissen. Das ist seelische Folter.“ Weiter sagte Naqvi: „Wir sind bereit zu sterben. Aber wir wollen nicht allein in unseren Lagern sterben, sondern öffentlich, vor den Augen der Regierung.“ Naqvi sieht keinen Raum für Verhandlungen: „Die Anerkennung unserer Asylanträge ist unsere einzige Forderung.“ Andere der Flüchtlinge halten hingegen Kompromisse für möglich. Bereit zu sterben seien sie jedoch alle, versicherte Brook Tadele, ein anderes Mitglied des Sprechergremiums.

Das Innenministerium bestätigte unterdessen, dass sich das BAMF bemüht, bei der Bearbeitung der Asylanträge Schritt zu halten mit der stetig wachsenden Zahl von Antragstellern. 2008 wurden 28.000 Anträge gestellt, in diesem Jahr werden 100.000 erwartet.

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Time am 19. Oktober 2013

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/hungerstreikende-fluechtlinge-wowereit-campieren-ist-keine-loesung-12623942.html

Deutsche Islamkonferenz 2.0

18. Mai 2010

Boykottiert die Islamkonferenz in der Tradition der beleidigten Klohamettwurst: Der „Zentralrat der Muslime in Deutschland“ (1). Rechts vorn Ayyub („Äk-sel“) Köhler, links Kaiman May-Zeck, in der Mitte (pc-geschminkt) der „religionspolitische“ Sprecher der SED, Raju Sharma (2).

Die Deutsche Islamkonferenz (DIK) hat nach längerer Pause gestern zum ersten Mal wieder getagt, was auf Seiten der mohammedanistisch-sozialistischen Opposition die vorhersehbaren geifernd-ablehnenden Reaktionen hervorrief.

Die FAZ berichtete heute: „Kritik an der Konferenz übten SPD und Linkspartei. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Wowereit sagte, von dem Treffen gehe kein Signal in die Zukunft aus. Es habe ‚eine dilettantische Vorbereitung‘ gegeben. Die Ausladung des Islamrats sei ’nicht zielführend‘. Auch bei dem ‚unwürdigen wochenlangen Gezeter‘ um die Teilnahme des Zentralrats der Muslime habe sich der Innenminister nicht als Brückenbauer gezeigt. Die Linkspartei sprach von einer ‚Polit-Show‘ der CDU und bemängelte, dass der Innenminister das Thema ‚Islamfeindlichkeit‘ nicht ins Zentrum der Konferenz gestellt habe.“

Für die Grünen wurde Cem Özdemir vom „Zentralrat der Muslime in Deutschland“ (ZMD) – der nur 15.000 bis 30.000 Mitglieder hat und sich dennoch Zentralrat nennt, was einmal mehr die typische mohammedanistisch-usurpatorisch-parasitäre Grundhaltung entlarvt – mit folgenden Worten zitiert (3): „Die Konferenz steht unter einem schlechten Stern, seit Thomas de Maizière das Innenministerium übernommen hat.“

Die ursprünglich strikt atheistische Linke (deren Übervater Charly Murx Religion – d.h. alle Religionen außer der kommunistischen Pseudoreligion – als Opium des Volkes denunzierte) entdeckt derselben Quelle zufolge ihre Liebe für die Religion (die mohammedanistische, versteht sich) und fordert wendehälsisch „die Anerkennung des Islams als Religionsgemeinschaft und ein gleichberechtigtes Zusammenleben der Religionen. DIE LINKE beschloss gestern auf ihrem Parteitag in Rostock, die Diskriminierung von Muslimen und wachsende Islamfeindlichkeit zu bekämpfen.“ Deren religionspolitischer (what’s that?) Sprecher Raju Sharma (indischer Herkunft!) erklärte (4): „Die Islamkonferenz ist ein von der Bundesregierung inszeniertes Schauspiel. An einem wirklichen Dialog auf Augenhöhe mit den in Deutschland lebenden Muslimen sind Merkel & Co. nicht interessiert… Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass der Zentralrat der Muslime an der Islamkonferenz nicht teilnehmen möchte. DIE LINKE teilt dessen Kritik: Wichtige islamische Verbände sind nicht eingeladen worden und das Thema Islamfeindlichkeit wird nicht angemessen behandelt, obwohl es dringend nötig wäre. Diskussionen über Burka– und Minarettverbote, Kampagnen gegen Moscheen und Studien zur Diskriminierung von Muslimen zeigen, dass es Vorbehalte gegen den Islam gibt.“

Ja sowas aber auch, Vorbehalte gegen den Vater aller Faschismen? Dabei kann die Burka doch sooo schick sein.

Übrigens, wenn ein Frosch verlangt, dass man mit ihm auf Augenhöhe diskutiert, muss man sich entweder auf die Erde werfen oder aber den Frosch gaaanz nach oben setzen.

Aus guten Gründen hatte vor einigen Jahren der Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) die Islamkonferenz kritisiert, wie PI heute berichtete (5):

„Indem die über drei Millionen Zuwanderer aus islamisch geprägten Ländern regierungsamtlich als ethno-religiös einheitliche Gruppe zwangsharmonisiert und pauschal als orthodoxe Muslime angerufen und behandelt werden, behindert der deutsche Staat auf mehrfache Weise die Integration von Zuwanderern… Es ist somit als grotesk und kontraproduktiv festzuhalten, dass gerade die am schlechtesten integrierte Gruppe, nämlich orthodoxe und islamistische Muslime, vom Staat mit symbolpolitischer und kommunikativer Zuwendung auch noch belohnt und im Vergleich zu besser integrierten Gruppen privilegiert werden… Die Vorzugsbehandlung und Privilegierung des orthodoxen Islam und seiner verbandspolitischen Vertreter führt dazu, dass diese Kräfte milieuintern gestärkt und in die Lage versetzt werden, ihre Kontrollherrschaft im Rahmen der bestehenden „parallelgesellschaftlichen“ Strukturen noch weiter auszubauen…“

Regina Mönch und Wolfgang Günther Lerch sahen in der heutigen FAZ die DIK durchaus positiv bzw. befanden, dass die Kritik des ZdE aufgenommen worden sei. Lesen Sie zunächst den Beitrag von Herrn Lerch. Insbesondere der Schluss seiner Glosse hat es in sich und ist eine echte Überraschung:

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Zweite Runde

Die zweite Runde der Deutschen Islamkonferenz wird von manchen mit Skepsis betrachtet. Ist es noch sinnvoll, über ein besseres Zusammenleben von Christen, Nichtchristen und Muslimen in Deutschland reden zu wollen, wenn zwei der muslimischen Großorganisationen – obzwar aus unterschiedlichen Gründen – gar nicht teilnehmen? Die Frage ist berechtigt. Doch die Konferenz muss kein unverbindlicher Debattier-Klub werden, wie schon befürchtet wird. Nach dem Beginn der Konferenz unter Innenminister Schäuble, der hauptsächlich im Atmosphärischen seinen Wert hatte, sollen nun unter seinem Nachfolger de Maizière praktische Fragen stärker in den Vordergrund gerückt werden. Da ist vor allem der islamische Religionsunterricht – das heißt die Frage, wie man ihn künftig zu gestalten habe und wer ihn überhaupt erteilen dürfe – einer der zentralen, doch auch schwierigsten Punkte. Falls man dabei vorankäme, wäre dies wirksamer gegen die sogenannte Islamophobie als deren ausdrückliche Thematisierung, zumal dieser ohnehin schwammige Begriff gegen jedweden Kritiker missbraucht werden kann.

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Exzellent ist m.E. der Beitrag von Regina Mönch:

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Die anderen Muslime

Islamkonferenz: Eine neue Bürgerbewegung entsteht

Nach den Schlagzeilen der letzten Tage zu urteilen steht die zweite Islamkonferenz, die am Montag zum ersten Mal zusammenkam, unter keinem guten Stern. Eine „Islamkonferenz ohne Muslime“ wurde schon prophezeit, weil zwei der größeren Verbände nicht am Tisch sitzen. Dieser Alarmismus übersieht, dass sich mit dem Boykott des „Zentralrates der Muslime“ ein Dachverband verweigert, der – positiv geschätzt nach dessen eigenen Angaben – etwa dreißigtausend Mitglieder hat und dreihundert Moscheegemeinden vertritt. Er stünde damit allenfalls für zwei Prozent der deutschen Muslime. Unter seinem Dach sind auch Vereine, die der Verfassungsschutz mit gutem Grund im Visier hat: wegen intensiver Verbindungen zur Moslembruderschaft, wegen islamistischer Programmatik oder nationalistischer Prägung.

Man könnte also auch sagen, dass zwei der problematischsten Verbände nicht teilnehmen. Die etwas scheinheilige öffentliche Besorgnis übersieht, dass Innenminister Thomas de Maizière auch zehn Muslime ins Plenum der Konferenz geladen hat, die offiziell keinen Verband vertreten, aber zum Teil durchaus Mitglied in einem sind. Die Frankfurter Rechtsanwältin Gönül Halat-Mec beispielsweise gehört zu einer Fraueninitiative säkularer Musliminnen – qualifizierte, selbstbewusste berufstätige Frauen, die sich nicht reduzieren lassen wollen auf ihre Religion, die sie für eine Privatsache halten, oder ihre ethnische Herkunft. Fromme Musliminnen wiederum haben sich in Köln zu einem „Aktionsbündnis“ zusammengefunden, deren eher feministisches Koranverständnis sich doch sehr vom orthodoxen der ausgeschiedenen Verbände unterscheidet. Ein Mitglied dieser Initiative, die künftige Religionswissenschaftlerin Tuba Isik-Ygit, sitzt ebenfalls im Plenum – und mit dem Politikwissenschaftler und Autor brillanter Essays zur Krise des Islam, Hamed Abdel-Samad, auch ein Dissident.

Die Deutsche Islamkonferenz versteht sich ohnehin nicht als Vertretung aller Muslime, sondern als Dialogforum des Staates mit Muslimen. Der Versuch, möglichst vielen verschiedenen Stimmen dieser großen, sehr heterogenen, aus vielen Glaubensrichtungen zusammengesetzten Gruppe Gehör zu verschaffen, ist allemal spannender als die ewig gleichen Katz-und-Maus-Spielchen von Aiman Mazyek (Zentralrat der Muslime) oder Ali Kizilkaya (Islamrat/ Milli Görüs) zu verfolgen. Wesentlicher wäre zudem eine Antwort auf die Frage, ob sich viele oder nur wenige Muslime angesprochen fühlen von diesem ehrgeizigen Projekt. Natürlich gibt es auch dazu längst Umfragen, die in ihren Aussagen etwa so zuverlässig sind wie die Angaben der orthodoxen Verbände über Mitgliederzahlen. Immer wieder haben Kritiker darauf hingewiesen, dass säkulare Muslime über keine Vertretung verfügen, die den religionspolitischen Islamverbänden entspräche. Dass ihre Interessen – etwa den Scharia-Islam zu überwinden – und ihr Religionsverständnis unterzugehen drohen im Geschrei der geltungssüchtigen Verbände, dem sie skeptisch bis fassungslos gegenüberstehen. Dieser Hinweis zeigt jetzt endlich Wirkung.

Spätestens seit der ersten „Volkszählung“ durch das Bundesamt für Migration, nach der bis zu fünf Millionen Muslime in Deutschland leben, haben sich viele auf den beschwerlichen Weg gemacht, den orthodoxen Verbänden etwas Eigenes entgegenzusetzen. Man war überrascht, dass Deutschland, mangels einer dem Kirchenregister vergleichbaren Quelle, auf die Zählart islamischer Länder zurückgriff: Muslim ist man kraft Geburt. Wer aber nicht von der türkeiabhängigen Ditib, dem Zentralrat der Muslime und anderen ungefragt vereinnahmt werden will, muss selbst etwas tun: Das ist die Einsicht.

In Köln, Frankfurt, Duisburg, Münster, Aachen und anderen Städten haben sich darum Muslime entschlossen, sich zu organisieren. Fast ausnahmlsos sind es säkulare Muslime. Dezidiert nicht säkular will eigentlich nur die Lehrerin Lamya Kaddor sein, wobei nicht klar ist, wie sie das meint. Kaddor will jedenfalls keine Kulturmuslime in ihrem Verein. In Aachen hat sich Anfang Mai der „Verband Demokratisch-Europäischer Muslime“ (VDEM) gegründet, mit Islamwissenschaftlern wie Bassam Tibi und Reza Hajatpour. Sie versammeln emanzipierte Muslime, Intellektuelle, Wissenschaftler, Unternehmer, Ingenieure, Lehrer – Individualisten, die sonst eher Probleme mit einem Vereinsleben haben. Aber wie die anderen Neuen wollen sie wahrgenommen werden als Teil der europäischen Gesellschaft und nicht als Minderheit.

„Uns geht es um den säkularen Geist, um junge Muslime, die in Europa nach ihrer eigenen Identität suchen und sich nicht mehr auf die Kultur und Tradition des Herkunftslandes der Eltern beziehen wollen“, sagt Reza Hajatpour. Diese säkularen Muslime vertreten natürlich keine Mehrheit, aber es werden immer mehr. Und dies könnte die erstaunlichste, weil unerwartete Nebenwirkung der Deutschen Islamkonferenz werden: eine neue Bürgerbewegung.

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Time am 18. Mai 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Zentralrat_der_Muslime_in_Deutschland
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Raju_Sharma
3) http://islam.de/15851.php
4) http://linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1212869305
5) http://www.pi-news.net/2010/05/ex-muslime-fuer-aufloesung-der-islamkonferenz/#more-136559

Quo vadis, FAZ?

6. Mai 2010

Immer der Erste in der Redaktion: Lorenz Jäger

Ausländische Kollegen versuchten mich manchmal mit der Bemerkung zu necken, das dünnste Buch der Welt sei das des deutschen Humors. Ich kenne mich mit Ausländern zu wenig aus, als dass ich das in den Vergleich setzen, beurteilen oder bestätigen könnte. In meiner Familie lachen wir jedenfalls gern und häufig – auch über uns selbst.

Aber manchmal denke ich, dass doch ein bißchen daran ist. Jedenfalls gibt es bestimmt gewisse Marken, die bei bestimmten Mitbürgern bestimmte Reflexe auslösen, obwohl eine entspannte oder humorvolle Sicht angebrachter wäre. In der m.E. zweitbesten Zeitung Deutschlands, der „Welt“, brachte Jaques Schuster gestern einen Kommentar (1) über das dänische Künstlerduo „Surrend“ (was immer mit „Surrend“ gemeint sein soll… „surrender“ heißt jedenfalls z.B. „Hingabe“ oder „Kapitulation“, die Verbform lautet „to surrender“).

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Dänen raus aus Dänemark

Es ist seltsam, wie sehr sich Meinungen ändern können – und die Überzeugungen dennoch dieselben bleiben. Stand Ende des neunzehnten, Anfang des zwanzigsten Jahrhundert an jeder zweiten Hauswand in Europa: „Juden, ab nach Palästina“, liest man derzeit in Berlin: „Juden, raus aus Israel“. Das dänisches Künstlerduo „Surrend“ hat Plakate in Berlin-Mitte, in Prenzlauer Berg und in Kreuzberg geklebt, die nun wie bunte Flechten um den Fuß der Häuser wuchern. ‚Endlösung‘ steht in großgedruckten Buchstaben darauf. Darunter sieht der Betrachter eine Karte des Nahen Ostens, genauer, vom Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer – ohne Israel. Ramallah heißt der Staat dort. Es sei eben ein „historischer Fehler“ gewesen, „Israel zu gründen“, erklärt Jan Egesborg. „Wie der israelische Staat heute die Palästinenser behandelt, ist schrecklich“, fügt er hinzu und meint allen Ernstes: „Es gibt keine andere Antwort, als dass die Juden aus Israel eine neue Heimat finden, etwa in den USA, Deutschland oder Dänemark.“

(Die „Welt“ fühlt sich in besonderem Maße der deutsch-israelischen Freundschaft verbunden, und das finde ich richtig. Aber hier fiel doch offenbar etwas zu reflexartig der „Rollladen“ bei Herrn Schuster. Er ging „Surrend“ (2) auf den Leim, ohne zu beachten, in welche Richtung die Provokationen zielen, nämlich auf den Spaß… an der Provokation. So schrieb er:)

Darauf ließe sich einiges antworten: Man könnte die Künstler beispielsweise als Volksverhetzer anzeigen. Man könnte ihre Plakate herunterreißen und Egesborg wie seiner Kollegin Pia Bertelsen erläutern, in welche Tradition sie sich mit ihren geklebten Trompetenstößen stellen. Wer hinunter auf ihre Ebene will, der könnte im Sinne der Künstler auch den Zionismus als Kolonialismus verurteilen und gleich die Rückkehr sämtlicher europäischer Einwanderer aus Nord- und Südamerika fordern, was die Kontinente leeren und das allmählich vergreisende Europa verjüngen würde. Mit all diesen Schritten spielte man den dänischen Rabauken jedoch in die Hände, die sich schon mehrfach an den Folgen ihrer Provokationen berauscht haben.

(Sodann führte er selbst die Idee ein, die Juden sollten nicht nur nach Dänemark einwandern, sondern die Dänen sollten zudem nach Israel auswandern, was Egesborg jedenfalls nicht gesagt hatte, und was den Kommentar nicht ganz schlüssig glossenhaft zu der These führte, dass Dänemark einen ungeahnten Aufschwung nehmen würde, während die Dänen in „Palästina“ im mohammedanistischen Sumpf verschwinden würden:)

Wir sollten sie deshalb an dieser Stelle einfach ernst nehmen. Also: Zum 1. Januar 2011 steigen sämtliche jüdische Israelis in ihre ElAl-Maschinen und fliegen zum Wohnungstausch nach Kopenhagen, Arhus und Odense. Die Palästinenser, die sicher mitkommen wollen werden, müssen draußen bleiben. Zur gleichen Zeit steigen die Dänen samt ihrer Königin in die Flugzeuge der SAS, um die freigewordenen Häuser in Jerusalem, Haifa und Tel Aviv zu beziehen. Innerhalb weniger Monate wäre Dänemark – wir nennen es einfachheitshalber Disrael – das, was es trotz Smörröbröd und Mohammed-Karikaturen niemals zuvor gewesen ist: das lebhafteste, intellektuell anregendste Land Europas. Amos Oz schriebe auf Bornholm seine Romane, das Technion – Israels berühmte Hochschule – produzierte seine Nobelpreisträger nicht mehr in Haifa, sondern in Horsens, und in Viborg gäbe es endlich anständigen Humus.

Wie sähe es dagegen im Doppelreich Dänemark/Ramallah aus? Nobelpreise kämen aus der Region wohl nicht mehr. Auch die Literatur wäre längst nicht mehr so prickelnd wie bisher. Dafür würden die Filme der Olsen-Bande im Gaza-Streifen spielen, wohl aber nicht mehr so lustig sein. Und was machen wir mit dem Künstlerduo „Surrend“? Es sollte im Südlibanon Plakate gegen den Waffenschmuggel der Hisbollah kleben.

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Hier möchte ich zunächst anmerken, dass ich als Europäer stolz bin, die Dänen unter uns zu wissen. Sie sind ein tapferes und tüchtiges Volk mit einer großen Geschichte. Die Rettung der dänischen Juden z.B. „ist in der Geschichte der im Zweiten Weltkrieg besetzten Gebiete in Europa ohne Beispiel“, wie Wiki treffend bemerkt (3). Dass sie unter den Palarabern untergehen würden mag möglich sein, aber mit diesem Problem ist zur Zeit die gesamte nicht-mohammedanistische Welt konfrontiert.

Ein ganz anderes Problem mit „Surrend“ hatte in der heutigen FAZ Lorenz Jäger (4). Als Journalist der besten Zeitung Deutschlands und evidenter Israelhasser durchschaute er die Stoßrichtung der „Surrend“-Aktion sogleich.

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Satire gegen Israelkritiker – Plakatives in der Kunst

Für seine GROBEN Späße wurde das dänische Künstlerduo „Surrend“ bisher zum Vorkämpfer von Kunst- und Meinungsfreiheit ERKLÄRT. Seine neue Plakataktion, die den Staat Israel unter der Überschrift „Endlösung“ abdruckt, ist ein INFAMER Schluss auf die Absichten der ISRAELKRITIKER.

MERKWÜRDIG: Das dänische Künstlerduo „Surrend“, bestehend aus Jan Egesborg und Pia Bertelsen, GILT als frech, provokant und aufmüpfig. Dabei liegen durchweg ALLE Aktionen der beiden so HAARSCHARF auf der OFFIZIELLEN Linie des „liberalen Westens“ – wenn man den Begriff nach Art der weiland Regierung BUSH versteht –, dass es trotz der MÄSSIG amüsanten dadaistischen FASSADE dem einen oder anderen auffiel. Die TYRANNEN, gegen die sich die satirischen Aktionen richteten, waren ja eben die Oberhäupter einer erweiterten „Achse des Bösen“.

In der „Teheran Times“ plazierte man eine Anzeige mit dem Bild des Präsidenten Ahmadineschad; senkrecht gelesen, ergaben die Anfangsbuchstaben das Wort „swine“. In der „Tripoli Post“ schaltete man eine Anzeige mit der Adresse „citanulifaddag 2200, Nørrebro, Kopenhagen“, was rückwärts gelesen die Worte „Gaddafi“ und „lunatic“ (Verrückter) ergab. Im Mai 2007 klebte man in Wien vor dem Besuch Wladimir Putins Plakate, die den Präsidenten im Mittelpunkt einer Zielscheibe zeigten. Darüber stand: „Erschießt Putin“, kleingedruckt darunter: „Journalisten?“. In Berlin zeigte die Gruppe vor zwei Jahren das Bild eines Steinheiligtums, das offensichtlich der Kaaba in Mekka nachempfunden war. Bildunterschrift: „Dummer Stein“.

Auf „Missstände in der katholischen Kirche aufmerksam machen“ wollte Egesborg nach eigenem Bekunden, als er 2007 Papst Johannes Paul II. in der Hölle schmoren ließ und ihm dabei auf Polnisch die Worte in den Mund legte: „Zu Beginn meines Aufenthaltes hier in der Mitte des Feuers war ich natürlich ein wenig verstimmt darüber, dass ich als langjähriger, treuer Diener Gottes mit so übertriebenen Typen wie Goebbels und Himmler in den Flammen der Hölle enden sollte. Die beiden sind im Übrigen gar nicht so übel, wenn man sie näher kennenlernt.“ Gegen den „Populismus“ der Linkspartei plakatierte man Bilder von Erich Honecker.

(Als Kritik Jägers an „Surrend“ erscheint hier überwiegend, dass die Verhohnepiepelung von „Tyrannen“ der mohammedanistischen Sphäre aus dem Schutz des Westens vorgenommen nicht mutig oder provokant sei. Hingegen hat der Counterjihad m.E. eher das Problem, dass seine Erkenntnisse und Ansichten eben grade nicht „offizielle Linie“ sind. Kein Problem hat Jäger wiederum mit der Herabsetzung des Papstes. Im nächsten Abschnitt jedoch kommt er zur Sache.)

Infame Kritik der Kritiker

Wie gesagt: All dies wurde GOUTIERT und WEITLÄUFIG mit Ausstellungen und Artikeln in Kunstzeitschriften BELOHNT. Wer KRITIK übte, galt als potentieller ZENSOR, SPASSVERDERBER oder FUNDAMENTALIST. Für „Surrend“ zu sein, das bedeutete, wie der SPD-Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte 2008 erklärte, ein Zeichen „für die Freiheit von Kunst und Kultur“ zu setzen. Nun aber ist die Aufregung groß. Denn in Berlin plakatierte das Duo erneut, diesmal mit einer Landkarte Israels – allein der Staat war ausgelöscht, und an seiner Stelle las man den Namen einer neuen Nation: „Ramallah“. Das Ganze unter der großen Überschrift „Endlösung“.

Wer die Aktionen von „Surrend“ kennt, müsste wissen, was diesmal die Absicht war. Nämlich: nicht irgendeine Attacke auf das Existenzrecht Israels. Vielmehr soll offenbar der Kritik an bestimmten Formen der israelischen Politik durch Konsequenzmacherei der Boden entzogen werden, durch den Gestus: Schaut her, dahin wird es kommen. Durch das Wort „Endlösung“ wird INFAMERWEISE suggeriert, dass eben hierin die WAHRE, aber VERSCHWIEGENE Absicht der Israel-Kritiker liege.

Publizistische Kehrtwende

Es ist kein GUTES Zeichen für den ZUSTAND der deutschen ÖFFENTLICHKEIT, wenn sie erst die FADENSCHEINIGEN Provokationen von „Surrend“ als widerständige politische Kunst FEIERT und nun meint, so habe man doch nicht gewettet. Hervorgetan in der EMPÖRUNGSRHETORIK hat sich vor allem der ohnehin NICHT übermäßig DIFFERENZIERT argumentierende Benjamin Weinthal, Deutschland-Korrespondent der „Jerusalem Post“, gelegentlich Autor im „Tagesspiegel“ und der „Welt“. Er ließ sich von Klaus Wowereit erklären: „Am Existenzrecht Israels kann es überhaupt keine Zweifel geben. Diese Art von Satire trifft nicht meinen Geschmack.“

In der „Welt“ spricht Jacques Schuster nun von „dänischen Rabauken“. So MARKIGE Worte hätte man gern FRÜHER gehört. Aber bislang – JUST SO LANGE, WIE ES GEGEN DEN ISLAM GING – hatte gerade dieses BLATT die „satirischen Aktionen“ der „Künstlergruppe“ stets mit WOHLWOLLENDER Berichterstattung BEDACHT.

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Ich denke nicht, dass bei mir durch eine spezielle Marke ein spezieller Reflex ausgelöst worden wäre, ein „Rollladen“ heruntergefallen ist, der mich die versteckte Satire in Jägers Text nicht erkennen lässt (Das Portraitfoto habe ich erst rausgesucht, als der Text schon vollständig fertig war, Ehrenwort!).

Ich meine, er ist ganz im Ernst der Ansicht, man hätte der Gruppe ihre Aktionen gegen den Fieslahm und seine Tyrannen von Anfang an untersagen oder sie verurteilen bzw. mit Stillschweigen strafen müssen.

Jäger wirft der „Welt“ ihre tendenziell fieslahmkritische Haltung vor, und er baut seinen Artikel, der getrieben ist von dem Zwang, etwas gegen die Fieslahmkritik abzuliefern, auf der lügenhaften Unterstellung auf, die „Welt“ würde angesichts der aktuellen „Surrend“-Aktion eine „Kehrtwende“ vornehmen (was tatsächlich gar nicht der Fall ist, wovon Sie sich oben überzeugen können).

Er zeiht die Kritik an der Israelkritik dreimal der Infamie. Seine schäumenden Worte sind weit mehr als Dimmi-Geplapper, Schneck Jäger ist ein Ork-Agent und ein Schleimproduzent vor dem Herrn. Diesbezüglich sei auch an seine Positionen in Bezug auf den hessischen „Kulturpreis-Eklat“ im letzten Jahr erinnert (5).

Nach der widerlichen Herabsetzung Prinz Eugens durch Dirk Schneck Schäumer vorgestern und der Aufforderung Georg Schneck Heftys an die CDU, sie solle „christlich“ und „demokratisch“ streichen und durch „Menschenwürde“ ersetzen, um für Mohammedanisten kompatibel zu werden, ist die nun der dritte jihadische Artikel in der FAZ in Folge. Wohin Lorenz Jäger (6) geht wissen wir (nämlich jeden Freitag in die Muschie, höhöhö) – aber: Wohin geht die FAZ?

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Time am 6. März 2010

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1) http://www.welt.de/die-welt/kultur/article7479395/Daenen-raus-aus-Daenemark.html
2) http://www.surrend.org/
3) http://de.wikipedia.org/wiki/Rettung_der_dänischen_Juden
4) http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EFBD65A8D4DD7435A90A4F3E29A3A5AA1~ATpl~Ecommon~Scontent.html
5) http://m.faz.net/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E84AD904FCB074CDAA50E4C4CF7CD4E87~ATpl~Epartner~Ssevenval~Scontent.xml
auch: https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/15/die-kunststunde-ii/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/16/steinackers-erklarung/
6) http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~EECEE772FB3174700BC3C3709FACA7237~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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Grade entdeckt, „Lizas Welt“ zum selben Thema und sehr lesenswert unter http://www.lizaswelt.net/2010/05/judenjager.html

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Ergänzung, Statement „Surrend“:

Surrend statement about Israeli poster in Berlin

Our latest art-poster in Berlin have created a lot of fuss, so now its time for a comment. First of all: Surrend are not anti-semitic (Jan Egesborg is jewish and not a misantrop!) not do we want Israel to be wiped away from the map! Want we wanted with our poster was in a German context to discuss Israels opression of the palestinians and also show that you will be attacked for being anti-semitic etc. when you come with such a critism. We used the word endlösung in our poster because its a taboo-word in Germany and only to provoke a discussion. Jan Egesborg has been quoted for saying: „There is no other answer but for the Jews of Israel to find a new homeland, perhaps in the USA, Germany or Denmark“ – which ONLY was a satirical provocation. Again – we dont want the Israelis to leave their homes – we just want the Israeli state to behave fair towards the palestinians. Surrend had before poked fun at Ahmadinejad, Hizbollah, NPD, Linke – so we are not part of any anti-jewish or anti-Israeli-constellation!!

http://www.myanmaar.com/

„Surrend“ mag hier und da Freund des Counterjihad sein, dass die das Problem nicht wirklich begriffen haben, zeigen sie aber m.E. mit obiger Äußerung. Besonders interessant ist für mich aber ohnehin die gradezu fanatische Reaktion Jägers, welche „Lizas Welt“ gut herausstellt, und – leider – die Tatsache, dass er die FAZ als Forum nutzen darf.

Wäre, wäre, wäre

30. März 2010

In der heutigen FAZ demonstriert Regina Mönch (1) mit einem Kommentar in Bezug auf die jüngsten Parolen des türkischen Ministerpräsidenten, dass wesentliche Positionen des Counterjihad durchaus auch bei den MSM angekommen sind und dort geteilt werden. Sie müssen aber offenbar noch durch den üppigen Gebrauch des Konjunktivs verschleiert werden.

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Türkentum?

Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit ist dabei, sein ruiniertes Image wieder aufzupolieren. Jetzt hat er die deutschen Türken entdeckt und greift die Kanzlerin an, die sich gegen deren Vereinnahmung durch den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan verwahrt hat. Sie stigmatisiere die Türken, behauptet Wowereit, weil die Kanzlerin nur diese aufgefordert habe, sich besser zu integrieren. Schließlich hätten auch Deutsche Defizite.

Auf dem „Ideenkonferenz“ genannten Treffen seiner SPD wurden noch andere alte Hüte hervorgezaubert, darunter die empirisch nicht belegbare Behauptung, alles werde besser, lernten die Kinder nur auch in ihrer Muttersprache. Gemeint war die türkische. Berlins Polen, Italiener, Russen, um nur einige der größeren Gruppen zu nennen, haben sich darum nie bemüht, sieht man einmal von den sechzehn hochbeliebten Europaschulen ab, die jeweils zweisprachig unterrichten.

Ihre Plätze für die deutschen Mitschüler müssen jedes Jahr wegen der enormen Nachfrage verlost werden, und würde die Stadt noch einmal so viele zulassen, wären auch die rasch gefüllt. Doch im Unterschied zum Angebot, Französisch, Englisch, Italienisch oder Russisch von Anfang an zu lernen, hat sich die Idee der deutsch-türkischen Alphabetisierung bei deutschen Eltern nicht durchsetzen können.

Auf den privaten Gülen-Gymnasien wiederum, die es nicht nur in Berlin gibt, lernen fast ausschließlich junge Deutschtürken. Sind es solche Schulen, die der türkische Ministerpräsident alle Jahre wieder fordert? Dann wäre sein rigides Eintreten für Türkentum und die Zuverlässigkeit seiner vermeintlichen Landsleute im europäischen Ausland mehr als nur politisches Gepolter vor einem Staatsbesuch der Kanzlerin, sondern Teil einer Strategie, die Türken hierzulande als anerkannte Minderheit zu etablieren. Das wäre ein auf Dauer gestelltes Integrationshindernis. Diesem machtbewussten Auftreten religiöser und politischer Vormünder kann nur die Mehrheitsgesellschaft etwas entgegensetzen: ihr demokratisches, freiheitliches Selbstverständis, das gerade vielen türkischen Migranten rätselhaft geblieben ist.

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Time am 30. März 2010

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1) http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~E488D021D3C4E468DA67FD8F292971323~ATpl~Ecommon~Scontent.html