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Keine Ground-Zero-Triumphmoschee

2. August 2010

Die heutige FAZ wimmelte, wie bereits berichtet, von etlichen Dimmi-Artikeln. Hier ist einer von Jordan Mejias, welcher eigentlich ausschließlich negativ auffällt und schon mehrfach Auftritte in diesem Blog hatte.

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Ground Zero, eine Moschee und die Fundamente Amerikas

In den Vereinigten Staaten wird darüber gestritten, ob auch Muslime beten dürfen, wo islamistische Terroristen wüteten

Ist New York eigentlich ein Teil Amerikas? Wieder einmal stellt sich die Frage angesichts der sich immer mehr zuspitzenden Debatte über ein islamisches Kulturzentrum, das in der Nähe von Ground Zero gebaut werden soll. Während nahezu alle städtischen Behörden bereits ihren Segen dazu gaben, der Bürgermeister gar nicht begreifen will, dass darüber eine Debatte aufflammen kann, und die meisten New Yorker ohnehin meinen, Wichtigeres zu tun zu haben, durchbricht die Wut draußen im Land inzwischen alle Grenzen des Anstands und der Vernunft. Zumal republikanische Politiker lassen sich die Chance nicht entgehen, die New Yorker Pläne für ihre Wahlkampfzwecke zu nutzen.

(Alles klar, DIE New Yorker sind für die Moschee und gut, DIE anderen sind Rednecks und Faschisten, welche in wütender Raserei alle Vernunft und Anständigkeit hinter sich lassen. Und rechte Politiker wollen die Stimmung natürlich hinterhältig für sich ausnutzen. T.)

Als geradezu gemäßigt erwies sich noch Newt Gingrich, einer ihrer Vordenker, indem er anregte, das Projekt, amtlich Cordoba House genannt, doch lieber am Central Park oder nahe der Columbia University zu verwirklichen – bei den linken Akademikern, sollte das wohl heißen, wären die Muslime doch besser aufgehoben.

(Das ist doch in der Tat ein gemäßigter Vorschlag von Gingrich, die Moschee nicht unbedingt in Sichtweite des Massenmordortes zu bauen. In allen mohammedanistischen Ländern werden Christen verfolgt, meist blutig. In vielen dürfen sie keine Kirchen bauen. Da ist es doch eigentlich ganz schön nett von den Amerikanern, unter denen ein Anteil von nur 2% Orks lebt, diese überhaupt eine Basis nach der anderen bauen zu lassen. Zum Vergleich: Ich persönlich plädiere für eine vollständige Beseitigung ALLER Moscheen in den Ländern des Westens. Und in der Tat sind die Orks, wenn schon, bei ihren Dimmifreunden gut aufgehoben, die wollen sie doch hier haben. Wer weiß, vielleicht wird Herr Mejias schlau, wenn er zum x-ten mal und unter Abrakadabra-Rufen ausgeraubt worden ist. T.)

Sarah Palin, die ihren Gouverneursposten im fernen Alaska aufgab, nur um ihre Stimme wirkungsvoller in den restlichen Bundesstaaten zu erheben und nebenbei anständig Kasse zu machen, haute dagegen auf ihre gewohnt kräftige Pauke. An einem „heiligen Ort“ wie Ground Zero eine Moschee zu errichten, sei eine „unnötige Provokation“ und „ein Stich ins Herz der Familien der unschuldigen Opfer dieser entsetzlichen Angriffe“. Dort eine Moschee bauen zu wollen sei taktlos und unverfroren.

(Die ganz miese Tour: Neid auf Frau Palin zu entfachen und ihr als eigentliches Motiv Geldgier zu unterstellen. Was Mejias als „kräftige Pauke“ verunglimpft, ist in allem völlig richtig, treffend und in der angemessenen Form formuliert. Der unbedingte Willen und die Kompromisslosigkeit der Mohammedanisten, hier unbedingt an diesem Ort eine Moschee zu bauen, ihre Wut (1) darüber, dass dies die anderen Amerikaner irritiert, ist in der Tat nicht anders denn als Provokation bewertbar, und es ist unhöflich in einem ekelerregenden Ausmaß. T.)

Es wäre sicher vergebens, wenn Bürgermeister Michael Bloomberg sie und ihre zahlreichen Gefolgsleute darauf hinwiese, dass nicht an Ground Zero, sondern zwei Straßenblocks von dem Gelände entfernt keine Moschee gebaut werden soll, sondern ein islamisches Gemeinschafts- und Kulturzentrum, das neben einem Schwimmbad, einer Sporthalle, einem Theater und einem Restaurant auch einem Gebetsraum Platz böte. Minarette sind für den Mehrzweckkomplex nicht vorgesehen. Mit ihren 15 Stockwerken verschwände die Anlage im Wolkenkratzergebirge des südlichen Manhattan, und auch für ihre nähere Umgebung, wo Billigläden, Fastfoodketten und ein Stripclub eine nicht eben sakrale Atmosphäre aufkommen lassen, stellte sie keine Bedrohung dar. Das alles aber ist für ihre Gegner, die nur von einer Moschee sprechen, unwichtig.

(Mejias hat überhaupt noch gar nicht begriffen, was eine Moschee eigentlich ist, nämlich eben das Geschilderte plus Waffenkammer plus Gefängnis. Dann wird en passant die westliche Gesellschaft mal wieder auf „Billigläden, Fastfoodketten und einen Stripclub“ reduziert, und alles soll auf die banale Ebene gehoben werden. „Stört doch gar nicht im Stadtbild…“ – als ob es darum ginge. T.)

Längst ist die Kontroverse über den baulichen Anlass hinausgewachsen. Reflexartig werden Argumente von links und rechts abgefeuert, wie sie im polarisierten Politklima der vergangenen Jahre nur allzu geläufig geworden sind und sich verhärtet haben. Für die einen, die in ihrer extremen Ausprägung bis heute in Präsident Obama einen verkappten Muslim sehen wollen, ist jede muslimische Präsenz verdächtig. Es wird sie weder besänftigen, dass Feisal Abdul Rauf, der Imam des künftigen Cordoba House, zu den gemäßigten Religionsführern zählt, noch dass im Direktorengremium der Anlage, die als Modell für die Vereinbarkeit des demokratischen Westens mit dem Islam angepriesen wird, einmal auch Christen und Juden sitzen sollen. Das Hundert-Millionen-Dollar-Objekt erscheint ihnen als Versuch der Muslime, ein Siegesdenkmal zu errichten und so auch ein Fanal für die Eroberung des christlichen Amerika zu setzen.

(Rauf ist eben kein Momo, wie PI berichtete (2), denn die gibt es ja auch gar nicht: „(…) Artikel vom 24. März 2010 für ‚Rights4all‘, der Website der Medienabteilung der Universität von Kairo, wollte er allerdings vom religiösen Dialog noch nichts wissen. Unter der Überschrift ‚Der prominenteste Imam in New York: Ich glaube nicht an den religiösen Dialog“ schreibt er da: ‚Diese Formulierung ist unpräzise. Religiöser Dialog, so wie er üblicherweise verstanden wird, ist eine Reihe von Veranstaltungen mit Diskussionen in großen Hotels, bei denen nichts herauskommt. Religionen führen keine Dialoge und Dialog ist in der Haltung ihrer Anhänger nicht präsent, egal, ob es sich dabei um Christen oder Muslime handelt. Das Image der Muslime im Westen ist komplex, was beendet werden muss.‘ (…) Nur einen Tag nach seinem Artikel in New York Daily News tritt Rauf auf der populären islamischen Website Hadiyul-Islam offen für die Einführung der Scharia ein. Dies wird noch übertroffen von einem Fernsehauftritt bei 60 Minutes, wo er den USA durch deren Politik, die seiner Meinung nach für den Tod von zahlreichen Unschuldigen weltweit verantwortlich ist, eine Mitschuld an den Verbrechen des 11. September gibt, gipfelnd in der Aussage: ‚Tatsächlich ist Osama Bin Laden ein Produkt der USA.'“

Hätte Mejias das nicht auch herausfinden können? Ich glaube, er weiß es, aber für ihn IST das moderat. Warum der Name „Cordoba“? Die „Welt“ (3): „Schon der Name weckt Misstrauen. Im andalusischen Cordoba lebten nach der Eroberung durch die Mauren im Jahr 711 Muslime, Christen und Juden zumeist friedlich zusammen, argumentieren die Initiatoren. Aber Cordoba ist zugleich Symbol für die muslimische Expansion weit ins Abendland hinein. Erst im 13. Jahrhundert wurde die Stadt im Rahmen der christlichen Reconquista zurückerobert.“ – Bis dahin lebten dort vielleicht auch Christen, die aber von den Mohammedanisten als Untermenschen behandelt wurden. Die alles ist bekannt, auch Herrn Mejias. T.)

Für die anderen ist der Fall beispielhaft als Test uramerikanischer Werte. Bürgermeister Bloomberg geht es um die Toleranz und Offenheit seiner Stadt und der Nation. Freie Meinungsäußerung und die freie, von keiner Staatsbehörde zu regulierende Ausübung der Religion missverstehen er und seine Gesinnungsgenossen nicht als Zugeständnisse, zu denen sich der Staat wohl oder übel durchzuringen hat. Es sind für ihn die besten, ja die unverzichtbaren Mittel, die Fundamente der Nation zu stärken. Bloomberg ist zwar Republikaner, aber mehr noch New Yorker und als solcher mit der Vielfalt ethnischer und religiöser Ausdrucksformen vertraut. Weit davon entfernt, sie als Bedrohung zu begreifen, preist er sie als natürliche Ingredienzien des Ortes, gleichsam als seine Identitätszeichen und weiß sich da im Einklang mit der Mehrheit seiner städtischen Mitbürger, wenn auch beileibe nicht mit der Mehrheit seiner Landsleute.

(Mit allen anderen mag das gehen, mit Mohammedanisten geht es nicht. T.)

Ground Zero freilich gehört nicht allein den New Yorkern. Die Baustelle, um die sich ein touristischer Betrieb entwickelt hat, der wenig sakralen Charakter trägt, bleibt, aus der amerikanischen Ferne betrachtet, ein nationaler Schicksalsort, der vor Verweltlichung zu bewahren ist. Die örtliche Realität hat es deshalb schwer gegenüber der patriotisch aufblühenden, von keinen T-Shirt-Händlern und Stripperinnen verunreinigten Phantasie.

(Wie gut für Sie, dass es da den EINEN Stripclub gibt, nicht wahr Herr Mejias? T.)

Ob es klug für Muslime ist, im Umkreis von Ground Zero den Halbmond aufgehen zu lassen, steht auf einem anderen Blatt. Wenn es ihnen auch wie Juden oder Christen nicht verwehrt werden kann, sich dort zu versammeln und ihre religiösen Riten auszuüben, wollen viele Amerikaner ein derart absolutes Pochen auf verbriefte Rechte als aggressiven Machtanspruch und als Demonstration von Uneinsichtigkeit und Unsensibilität deuten. Amerikas Muslime wiederum weisen darauf hin, dass an jenem 11. September auch muslimische Opfer zu beklagen waren, und sehen keinen Grund, den Islam zu verstecken, wo islamistische Terroristen wüteten.

(Ob da auch Mohammedanisten gestorben sind ist völlig irrelevant. Die meisten Opfer von mohammedanistischen Terroranschlägen sind Mohammedanisten. Es geht darum, dass die Orks eine Triumph- und Siegesmoschee nach dem Beispiel der Hagia Sophia und Hunderttausenden anderen am liebsten AUF diesem Platz errichten wollen oder doch so nah wie möglich dran. So parasitisch gehen sie stets vor.T.)

In ihrem Kern wirft die Kontroverse jedoch die altbekannten Fragen auf, ob Muslime sich in einer westlich geprägten Gesellschaft zurechtfinden können und wollen und wie diese es schaffen kann, sie aufzunehmen und von ihren Werten zu überzeugen. Hoffnung, Resignation und Bereitschaft zum Gefecht kommen einander in die Quere. Die Kampflinien, die dabei hervortreten, sind in Europa und in Amerika die gleichen, ob im Streit um Burka und Kopftuch oder um den Bau von Minaretten. Und dann brechen Kämpfe auch an unerwarteter Stelle los.

(Das ist doch nicht zu fassen: Erst müssen WIR angeblich diese Schmarotzer aufnehmen, und dann müssen WIR sie auch noch von unseren Werten überzeugen. Unerwartet übrigens sind allein mal wieder die maßlose Arroganz, Brutalität und der Zynismus der Mohammedanisten. T.)

Soeben erst hat sich die Anti-Defamation League (ADL) – eine der einflussreichsten jüdischen Organisationen, die in der Vergangenheit oft vor antiislamischen Bestrebungen gewarnt hatte – gegen die muslimischen Baupläne ausgesprochen. Abraham H. Foxman, Direktor der ADL, riet den Muslimen, nach einem anderen Bauplatz zu suchen, mindestens eine Meile von Ground Zero entfernt. Wie Überlebende des Holocausts, erklärte Foxman, müsse es auch den Angehörigen der Opfer des 11. September in ihrer Seelenqual erlaubt sein, Positionen zu vertreten, die sonst als irrational oder bigott zu bezeichnen wären. Sie solle sich schämen, rief der ADL daraufhin Rabbi Irwin Kula zu, der Präsident des National Jewish Center for Learning und Leadership. Gemäßigte Muslime sollten unterstützt, nicht mit Misstrauen behandelt werden.

(Es gibt keine gemäßigten Mohammedanisten. Es gibt nur bessere und schlechtere Lügner unter ihnen. T.)

Bloomberg lässt sich derweil nicht beirren, an eine Demokratie zu glauben, die robust genug ist, eine Moschee auch im Schatten von Ground Zero zu verkraften. Wo Synagogen und Kirchen erlaubt sind, sollte auch ein muslimisches Gotteshaus nicht verboten werden.

(So ein Schwachsinn! Waren es denn christliche oder jüdische Terroristen, die den Massenmord verübten? Überhaupt „Moschee“… eben grade behauptete der kecke Jordan doch noch, es ginge gar nicht um eine Moschee. T.)

Diesen Dienstag könnte die Landmarks Commission – die letzte städtische Behörde, die noch eine Entscheidung fällen muss – ihre Zustimmung geben. Damit dürfte die Debatte dennoch nicht an ihr Ende gelangt sein. Wer von der Entweihung eines „heiligen Ortes“ spricht, beugt sich Beschlüssen von Bürokraten kaum. In der Blogosphäre wird der Streit weiter toben, wie seit Monaten schon. Da schürt „Ruthfully Yours“ die Angst vor dem Cordoba House als „künftigem Treffpunkt von Terroristen“, wohingegen „WorldNetDaily“ versichert: „Gute Idee! Vielleicht werden Terroristen die Gegend nicht so schnell bombardieren, wenn dort eine Moschee steht.“

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Was für ein toller Scherz zum Ende des Artikels. Mejias hat offenbar nicht nur alle moralischen Maßstäbe verloren, er ist auch ein schlechter Schriftsteller.

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Time am 2. August 2010

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/07/21/offen-daruber-reden/
2) http://www.pi-news.net/2010/06/der-imam-von-ground-zero/
http://www.pi-news.net/2010/07/konservative-hetzer/
3) http://www.welt.de/politik/ausland/article7719901/New-Yorks-Monster-Moschee-am-Ground-Zero.html

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PS, heutige FAZ:

Paris will bei schweren Straftaten Staatsangehörigkeit aberkennen
Innenminister: Auch bei Beschneidung von Mädchen

Frankreichs Innenminister Brice Hortefeux hat angekündigt, mehr Möglichkeiten zur Aberkennung der Staatsangehörigkeit seines Landes zu schaffen als bisher geplant. In Fällen „der Beschneidung von Mädchen, bei Menschenhandel und bei schweren Straftaten“ sollten die Behörden das Recht erhalten, die Verwirkung der Staatsangehörigkeit zu verkünden, sagte Hortefeux der Zeitung „Le Parisien“. Schon im Juni hatte Hortefeux eine Gesetzesänderung angekündigt, die es erlauben soll, gegen „gelebte Polygamie“ vorzugehen; Anlass war der Fall des Frankoalgeriers Lies Hebbadj, der im Verdacht steht, über drei Lebensgefährtinnen und gemeinsame Kinder Sozialleistungen erschlichen zu haben. Seine Absicht, in Fällen von Vielweiberei die Aberkennung der Staatsangehörigkeit zu ermöglichen, bekräftigte der Innenminister nun neuerlich. Das Parlament soll sich Anfang September mit den Vorschlägen befassen; bislang kann einem Franzosen die Staatsangehörigkeit etwa wegen Terrorismus oder eines „Angriffs auf die fundamentalen Interessen der Nation“ aberkannt werden.

Hortefeux lobte zudem Äußerungen von Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der am Freitagabend in Grenoble gesagt hatte, dass es möglich sein müsse, die französische Staatsangehörigkeit „jeder Person ausländischer Herkunft zu entziehen, die einen Angriff auf das Leben eines Polizisten, eines Gendarmen oder eines anderen Vertreters der Staatsgewalt unternommen hat“. Minderjährige Straftäter sollten die französische Staatsangehörigkeit nicht mehr ohne weiteres im Moment der Volljährigkeit erwerben, sagte der Präsident bei der Amtseinführung des neuen Präfekten des Départements Isère. In Grenoble, wo die Präfektur von Isère ihren Sitz hat, war es vor zwei Wochen zu schweren Ausschreitungen gekommen, nachdem Polizisten – laut einer Untersuchung der Gendarmerie in Selbstverteidigung – einen jungen Mann erschossen hatten, der verdächtig war, ein Spielcasino ausgeraubt zu haben. Der Beauftragte der Präsidentenpartei UMP für Sicherheitspolitik, Eric Ciotti, kündigte unterdessen in einem Interview Haftstrafen von bis zu zwei Jahren für Eltern an, deren straffällige Kinder gegen Verbote und Auflagen verstießen.