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Cui bono „NSU“? (#7)

16. Juli 2018

Vieles spricht dafür, dass es sich bei dem sogenannten „NSU-Komplex“, der in ebenso durchsichtiger wie verlogener Weise für die Nazislahmisierung Deutschlands instrumentalisiert wird, um torkische Geheimdienstmorde im torkisch-kurdischen Umfeld handelt (1).

Lesen Sie einen Artikel von Alexander Wendt (2).

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Der offene Fall

Wem in Deutschland sagt der Name Ömer Güney etwas? Selbst Ermittler, Journalisten und Politiker, die sich über Jahre in viele Details des NSU-Komplexes eingearbeitet hatten, können mit dem Namen in der Regel nichts anfangen.

Juristisch gilt der Komplex des Nationalsozialistischen Untergrunds mit dem Urteil gegen Beate Zschäpe und eine Reihe weiterer Angeklagter seit dieser Woche als abgeschlossen. Die beiden, die als Köpfe des NSU galten, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, kamen bekanntlich schon am 4. November 2011 ums Leben. Das Urteil gegen ihre Komplizin Zschäpe – lebenslange Haft – geht als Novum in die Rechtsgeschichte ein: einer Frau, der die Staatsanwaltschaft nicht in einem Fall nachweisen konnte, an einem der 27 NSU-Tatorte dabei gewesen zu sein, wurde die Mittäterschaft zur Last gelegt aufgrund ihrer Verbindung mit zwei Männern, deren DNA sich an keinem der 27 Tatorte fand.

Aber zurück zu Ömer Güney. Er gehört nicht zu den neun Toten der so genannten Ceska-Serie – den Morden an türkisch-kurdischen Kleinunternehmern, die zwischen den Jahren 2000 und 2006 dem NSU-Urteil zufolge mit einer schallgedämpften 7,65-Millimeter-Ceska-Pistole in Deutschland erschossen wurden. Güney war ein Täter – ein mutmaßlicher Agent des türkischen Geheimdienstes MIT. Er erschoss am 19. Januar 2013 im Kurdistan Informations-Center in Paris die drei kurdische PKK-Aktivistinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Söylmez.

Als Waffe benutzte er eine schallgedämpfte Browning des Kalibers 7,65 Millimeter. Nicht nur in Kaliber und Ausstattung der Tatwaffe glich der Dreifachmord den Morden der Ceska-Serie, sondern auch in den anderen Umständen: Es waren professionelle Hinrichtungsmorde am Arbeitsort der Opfer. Die französische Polizei überführte Güney; die Tat führte zu erheblichen diplomatischen Verwerfungen zwischen Paris und Ankara. Die türkische Regierung wies jede Verantwortung für die Exekutionen zurück. Für Januar 2017 war der Mordprozess angesetzt. Kurz vorher klagte Güney über unklare Kopfbeschwerden, er wurde aus der U-Haft in ein Pariser Krankenhaus verlegt. Dort verstarb er am 17. Dezember 2016 unter ungeklärten Umständen.

Sehr viele lose Fäden

Die französischen Ermittler fanden einiges über Güneys Lebensweg heraus. Unter anderem, dass er von 2003 bis 2011 in Deutschland gelebt hatte, genauer, in Bayern. Drei Opfer der Ceska-Serie starben bekanntlich in Nürnberg, zwei in München. In französischen und englischsprachigen Medien gab es eine Fülle von Berichten über Güney und die Morde, in Deutschland nur sehr wenige. Aber kein Artikel stellte einen Zusammenhang mit den Exekutionsmorden gleichen Stils in Deutschland her.

Auch der Autor verfügt nicht über einen bisher unbekannten Beleg. Dieser Artikel dient nur der Zusammenstellung von Fakten, die möglicherweise überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Natürlich dient diese Zusammenstellung auch weder der verbotenen PKK, noch stellt sie die Existenz des NSU in Frage. Dass Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe in Jena versucht hatten, eine Bombe zu bauen, dass sie für eine Serie von Banküberfällen und einen Sprengstoffanschlag verantwortlich waren – dafür gibt es Belege. Das Blut der 2007 in Heilbronn erschossenen Polizistin Michèle Kiesewetter fand sich auf einer Jogginghose, die Uwe Böhnhardt zugeordnet wurde.

Die Frage, die sich aus Sicht von etlichen Mitgliedern des Bundestags-Untersuchungsausschusses zum Komplex NSU nie befriedigend klären ließ, lautet: Wie passen die Hinrichtungen von acht türkischen Kleingewerbetreibern und einem Griechen in Ladenlokalen zwischen München und Rostock – jedes Mal ohne verwertbare Spuren – zu dem Täterprofil der beiden Uwes? Woher hatten reisende Täter derart gute Ortskenntnisse? Das Ladenschild des im August 2001 in München ermordeten Habil Kilic beispielsweise lautete „Lebensmittel Getränkehandel Gerd Simon“. Dass ein türkischstämmiger Unternehmer das Geschäft führte, konnte kein Durchreisender wissen.

Warum endet die Ceska-Serie 2006, obwohl die NSU-Täter bis November 2011 aktiv waren und über ein ganzes Arsenal an Waffen verfügten, inklusive der Ceska? Warum kam die Ceska nur bei den Hinrichtungen der Geschäftsleute zum Einsatz, aber weder bei einem der Banküberfälle noch bei der Ermordung Michèle Kiesewetters?

Auf Nachfrage wollte Zschäpes Anwalt Wolfgang Heer nicht kommentieren, ob der Fall Güney in Paris in seiner Verteidigung eine Rolle gespielt hatte. Der ehemalige Vorsitzende des NSU-Untersuchungsausschusses Clemens Binninger sagte, wenn der Name und die Morde in Paris vorgekommen sein sollten, dann jedenfalls nicht prominent. In dem Komplex NSU finden sich sehr viele lose Fäden, von denen viele ins Leere führen. Manche wurden möglicherweise nicht ausreichend verfolgt.

Möglicherweise gibt es einfach nur viele offene Fragen

Zu den ungeklärten Punkten gehören auch die so genannten Bekenner-Kassetten – aufwendig geschnittene DVDs mit Bildern der Ermordeten aus der Ceska-Serie, unterlegt mit rechtsradikaler Musik und dem NSU-Logo. Obwohl die Mordserie 2006 endete, wurden einige DVDs erst nach dem Tod von Böhnhardt und Mundlos verschickt, die meisten fielen in die Hände der Polizei. In der von Explosion, Feuer und Löschwasser verwüsteten Wohnung Zschäpes in der Zwickauer Frühlingsstraße fanden die Beamten 2011 nach Angaben der Bundesanwaltschaft 35 versandfertige Briefumschläge mit Kassetten. Sechs weitere Exemplare fanden sich in einem Rucksack aus dem ausgebrannten Wohnmobil von Böhnhardt und Mundlos – allerdings erst bei einer nochmaligen Durchsuchung des Rucksacks nach dem 4. 11. 2011. Zu dem Rucksack fand sich sogar eine Kaufquittung – er wurde zwei Tage vor dem Tod der beiden Uwes erworben.

Fest steht, dass eine DVD zu einem Zeitpunkt in den Briefkasten einer Zeitung gesteckt wurde, als Zschäpe schon in U-Haft saß. Dokumentiert durch Aussagen von BKA-Beamten in dem Prozess ist außerdem, dass Strom- und Wasserverbrauch der Wohnung in der Zwickauer Frühlingsstraße – dem Quartier also, das bis zuletzt Quartier des NSU-Trios gewesen sein sollte – eher für eine Person passte als für drei. Der NSU-Untersuchungsausschuss hielt auch fest, dass die Ermittler den Rechner nie aufspürten, auf dem die Endversion des Bekennervideos hergestellt wurde.

Möglicherweise gibt es – wie gesagt – einfach nur viele offene Fragen zum NSU und gleichzeitig erstaunliche Ähnlichkeiten der Ceska-Morde mit der dreifachen Hinrichtung in Paris 2013. Vielleicht finden französische und/oder deutsche Fahnder irgendwann etwas zu den deutschen Jahren von Ömer Güney, und es stellt sich heraus, dass sich keine Fäden seines Falls mit dem des NSU berühren.

Die Familien der drei erschossenen PKK-Aktivistinnen setzten jedenfalls im Februar 2017 durch, dass der Komplex Güney und Paris noch einmal untersucht wird.

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Time am 16. Juli 2018

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2013/10/25/cui-bono-nsu-6/
2) https://www.publicomag.com/2018/07/der-offene-fall/

Cui bono „NSU“? (#3)

3. April 2013

Heilbronner Polizistenmord - Explosion in Zwickau

Die „NSU-Zentrale“ in Zwickau nach dem 12-stündigen Brand. 1.400 Asservate konnten dennoch dort geborgen werden. (1)

Die angebliche Mordserie des angeblichen „NSU“ zeichnet sich u.a. durch zahlreiche Fragen und Widersprüche aus. Doch schon vor Prozessbeginn ist für die Mohammedanisten und ihre rotgrünen Handlanger klar, dass es sich um „antimohammedanistischen Terrorismus“ in einem staatsbedrohenden Maßstab handeln muss.

Die Orkverbände geifern gegen Deutschland, erklären jeden Nicht-Ork zum Nazi und potentiellen Terroristen und erhalten bei ihrem Treiben schamlose Unterstützung von der torkischen Regierung. Die Mohammedanisten und ihre Helfer sind die engagiertesten Akteure im ganzen Geschehen, so engagiert, als ob sie auf die Mordserie gradezu gewartet hätten. Unsere Medien assistieren ihnen willfährig, und unsere politischen Eliten kriechen um die Wette.

Unabhängig von den wahren Hintergründen für die Mordserie, die hoffentlich durch den Prozess aufgedeckt werden, und die m.E. durchaus auch in nationalsozialistischen Motivationen bestehen könnten, wird – ebenso wie es bei Breivik war – das Hauptziel der Mohammedanisten in der Angelegenheit deutlich: Die Kriminalisierung der Kritik am Mohammedanismus. Mazyeks „islam.de“ (2):

„Der Zentralrat der Muslime (ZMD) sieht in der Größe des NSU-Umfelds einen Beleg für die Verankerung der Terroristen in der Gesellschaft. Dass inzwischen 129 Personen identifiziert seien, zeige dass man es mit einer Bewegung zu tun habe, sagte der Vorsitzende des ZMD, Aiman Mazyek, dem Tagesspiegel. ‚Schon die Formulierung ’Trio’ ist ein sprachliches Delikt’.“

Delikte werden üblicherweise strafrechtlich verfolgt, also achten sie in Zukunft auf ihre Worte. Aber Mazyek wird noch deutlicher:

„Mazyek forderte als eine Maßnahme, Islamfeindlichkeit zum Straftatbestand zu machen.“

Selbstverständlich liegt Mohammedanismusfeindlichkeit z.B. dann vor, wenn man von „Mohammedanismus“ spricht anstelle von „Islam“, oder wenn man Befremden darüber äußert, dass ein Mörder, Kindervergewaltiger, Sklavenhändler, Tierquäler, Sexoman und Plünderer zum „besten Menschen aller Zeiten“ erklärt wird, so wie es die Mohammedanisten mit ihrem Religionsbegründer halten.

Im Folgenden lege ich Ihnen eine Liste von Zitaten aus den MSM vor, die zeigen soll, wie widersprüchlich, konstruiert und dubios die ganze „NSU“-Affäre ist. Ich habe mich dabei im Wesentlichen auf die Sammlung von Andreas Hauß gestützt (3), der als Ursache einen Kampf verschiedener Dienste unseres Staates gegeneinander vermutet. Ich selbst habe keine Vermutung, aber ich weiß ganz sicher, wem die Morde am meisten nützen: Den Orkkommissaren und ihren Lakaien.

NSU-Mobil

Das NSU-Mobil

Gab es bei der versuchten Festnahme ein Feuergefecht oder nicht?

„4. November, nach 11.30 Uhr: Als sich die Beamten nähern, eröffnen die Täter sofort das Feuer. ‚Wir wussten, dass sie scharfe Waffen hatten. Sie haben mit einer MPi auf uns geschossen’, erinnert sich Polizeidirektor Michael Menzel.“ (4) Eine Anwohnerin, die in ca. zehn Metern zum Wohnmobil wohnte: „Schüsse sind keine gefallen, das hätte ich gehört“. (5)

„So sollen Anwohner eine dritte Person gesehen haben, die das Wohnmobil kurz vor dem Eintreffen der Polizei verlassen hat.“ (6)

Selbstmord? Warum? Warum so?

Die beiden Uwes waren schwer bewaffnet: „Warum kapitulierten die schwer bewaffneten Serienmörder, als sich zwei Streifenpolizisten dem Wohnmobil näherten? (…) Mundlos nahm eine Winchester-Flinte, Modell 1300 Defender, zur Hand und jagte seinem Kumpel eine Kugel in den Kopf. Mit derselben Waffe schoss er sich kurz darauf in den Mund.“ (7) „Die Männer im ausgebrannten Wohnmobil in Eisenach sollen an einem Kopfschuss bzw. einem Schuss in die Brust gestorben sein.“ (8)

„In dem ausgebrannten Wohnmobil finden sich unter anderem 110.000 Euro in bar, die zum Teil noch mit Banderolen versehen sind und dadurch früheren Banküberfällen aus der Zeit vor 2008 zugeordnet werden können. Auch Skizzen einiger dieser seinerzeit überfallenen Banken liegen im Fahrzeuginneren, was beides auf eine Beteiligung Mundlos’ und Böhnhardts an diesen Raubüberfällen hindeutet. Außerdem finden sich in dem Wohnmobil neben weiteren Waffen auch die beiden Dienstpistolen der 2007 ermordeten Heilbronner Polizistin Michèle Kiesewetter und ihres bei dem Überfall schwer verletzten Kollegen.“ (9)

„Das Feuer wird so heiß, dass nach wenigen Minuten die Fenster und die Decke des Fahrzeugs herausfliegen und einige der Waffen sich verformen.“ (10)

„Hamburgs ehemaliger Innensenator und Ex-Polizeipräsident Udo Nagel hat nach dem Tod zweier Rechtsterroristen aus Thüringen ‚erhebliche Zweifel’ an der Selbstmordtheorie der Ermittlungsbehörden geäußert. Gegenüber der ‚Bild’-Zeitung erklärte Nagel: ‚Solche Tätertypen bringen sich in der Regel nicht selbst um.’“ (11)

NSU-Zentrale brennt

A really hot place: NSU-Headquarter in Zwickau

Was in einer Wohnung, die zwölf Stunden lang gebrannt hat, gefunden werden kann

Spiegel-online (12): „Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen fanden die Ermittler in der ausgebrannten Wohnung, in der Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gelebt haben sollen, zudem zahlreiche Zeitungsausschnitte.“

„Bei der Auswertung von Asservaten aus der Wohnung wurden zwei Zeitungsausschnitte mit ihren Fingerabdrücken  gefunden… So seien durch die Kriminaltechnik des BKA Ende Juli Blutanhaftungen der von den Terroristen 2007 in Heilbronn ermordeten Polizistin Michele Kiesewetter an einer im Brandschutt in Zwickau gefundenen Jogginghose entdeckt worden. Zwei Taschentüchter in dieser Hose hätten durch eine molekulargenetische Untersuchung Mundlos zugeordnet werden können.“ (13)

„75.000 Euro Bargeld ließ sie im Haus zurück.“ (14)

„Dass trotz der schweren Verbrennungen überhaupt noch Beweise geborgen werden konnten, zum Beispiel die Tatwaffe, ein USB-Stick und mehrere Bekenner-DVDs, wundert einen Feuerwehrmann, der damals bei dem Löscheinsatz dabei war. ‚Nach dem, was ich während dieses Einsatzes gesehen habe, muss ich mich sehr wundern, was dort zwei Tage danach noch alles in der Brandruine gefunden wurde’, sagte der Feuerwehr gegenüber ‚Bild am Sonntag’.“ (15)

72 Anrufe

„Telefonanrufe bei der Terror-Frau – Erneut Erklärungsbedarf: Als das Nazi-Mörder-Netzwerk aufflog, riefen Sachsens Sicherheitsbehörden pausenlos bei Beate Zschäpe an(16)

24 Aktenordner

„Es sei verwunderlich, wie schnell sich die Bundesanwaltschaft ‚nach der Explosion des Hauses in Zwickau und dem Auffinden der Leichen der beiden Täter zur Gruppierung der Täter festgelegt hat und wie schnell über zwei Dutzend Aktenordner mit Erkenntnissen über die Täter präsentiert werden konnten’, so André Schulz (Bund Deutscher Kriminalbeamter).“ (17)

10 DVDs

„Die Bekenner-DVDs, die der ‚Nationalsozialistische Untergrund’ selbst oder über Mittelsmänner vergangene Woche an einige Medien und an die Partei Die Linke verschickt hat, geben der Polizei weiter Rätsel auf. Unbestätigten Angaben zufolge gingen an bis zu zehn Stellen in der Republik entsprechende Video-Kopien. Auch den Nürnberger Nachrichten wurde ein Exemplar zugespielt – und zwar nicht per Post, sondern auf direktem Weg … noch bevor die Polizei das Zwickauer Terror-Trio mit der bisher ungeklärten Mord-Serie in Verbindung brachte.“ (18) „Dass Beate Z. die DVD selbst nach Nürnberg brachte, gilt als ausgeschlossen. Sie stellte sich mindestens zwei Tage, bevor der Brief das Verlagshaus erreichte.“ (19) „Als Zschäpe auf die Straße eilt, hat sie nur die beiden Katzenkörbe in der Hand, um die Tiere bei einer Nachbarin abzugeben. Keiner der Zeugen erinnert sich an eine größere Tasche. Hat sie aber nur eine normale Handtasche dabei: Wie passen dort die zwölf DIN A4-Umschläge mit den Bekennervideos hinein, die Zschäpe angeblich aus der Wohnung mitgenommen haben soll, um sie loszuschicken?“ (20)

Zur Ermordung der Polizistin Kiesewetter

„Der Fall der im April 2007 ermordeten Polizistin Michèle Kiesewetter könnte sich zu einem Geheimdienstskandal entwickeln. Das Magazin ‚Stern’ veröffentlicht ein Protokoll des US-Militärgeheimdienstes ‚Defense Intelligence Agency’ (DIA), das möglicherweise ernst zunehmende Hinweise auf eine Verwicklung der DIA und des Verfassungsschutzes in den Mord enthält. (…) … hätten am 25.April 2007 in Heilbronn zwei Personen (‚Contacts’) observiert: den Deutsch-Türken Mevlüt K. und einen nicht identifizierten Verdächtigen. Letzterer soll zum Zeitpunkt der Beschattung einer Bank in Heilbronn 2,3 Millionen Euro eingezahlt und sich dann in Richtung Theresienwiese bewegt haben… Schlüsselfigur ist der aus Ludwigshafen stammende Mevlüt K., der die Zünder für die Sprengsätze besorgt hatte. Nach Informationen von ‚Welt Online’ war Mevlüt K., gegen den in Deutschland wegen Unterstützung terroristischer Aktivitäten weiterhin ein Haftbefehl aussteht, allerdings ein Informant der CIA und des türkischen Geheimdienstes MIT.“ (21)

„Michèle Kiesewetter († 22, starb 2007 durch Kopfschuss) passt nicht ins mörderische Schema der Killer. Die Neonazis gingen ein enormes Risiko ein, als sie Kiesewetter hinrichteten. Denn: Nach Polizistenmördern wird besonders intensiv gefahndet, weil jeder Polizist in Deutschland will, dass die Mörder eines Kollegen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Mörder nahmen Kiesewetter u.a. die Handschellen ab, behielten sie jahrelang wie eine Trophäe.“ (22)

Über die neun anderen Opfer

„Fahnder der BKA-Ermittlungsgruppe ‚Ceska’ gehen nun dem Verdacht nach, die Ermordung von neun Männern quer durch die Bundesrepublik könnte im Zusammenhang stehen mit Wettbetrügereien und verschobenen Fußballspielen, gegen die derzeit die Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt… Dass Profis am Werk waren, daran hat die Polizei schon lange keinen Zweifel mehr. Der oder die Täter gingen stets mit einer Kaltblütigkeit vor, die selbst erfahrene Beamte staunen lässt. Sie traten am helllichten Tag an ihre Opfer heran, selbst wenn Passanten in der Nähe waren, schossen ihnen in den Kopf und gingen davon… Abdurrahim Ö., 48, Opfer Nummer zwei aus der Nürnberger Innenstadt, arbeitet bei Siemens am Band. Seine Frau hatte ihn verlassen, Nachbarn berichten von einer teuren Scheidung. Abends reparierte Ö. Reißverschlüsse und Hosenaufschläge in seinem kleinen Schneideratelier. Dort wurde er im Juni 2001 auch erschossen, doch zuvor wollen Nachbarn einen Streit gehört haben. Zwei Männer mit osteuropäischem Akzent hätten eine Zahl gebrüllt… Auch dem freundlichen Dönerbudenbesitzer Ismail Y. aus Nürnberg soll es nicht leicht gefallen sein, seine monatlichen Kosten zu decken. Ihn traf die tödliche Kugel im Juni 2005… Der Grieche Theodorous B. verkehrte fast täglich im Zockermilieu… Kurz nach der Eröffnung wurde B. – nur sechs Tage nach Ismail Y. – hingerichtet. Ebenso wie der 21-jährige Halit Y., der in Kassel ein Internetcafé betrieb und sich dafür von seinem Vater Geld geliehen hatte… Wollten sie alle ihre Geldnöte durch illegale Wetten oder Würfelspiele beheben?… Die Verwandten des ersten Opfers, des Blumenhändlers Enver S. aus Nürnberg, bekannten nach der Tat, sie hätten große Angst. Vor wem, sagten sie nicht. Die anderen Befragten schwiegen eisern… ‚Eure Polizei wird diesen Fall nicht lösen’, orakelte ein türkischer Nachbar von Halit Y.“ (23)

„Geldwäsche sei auch das Motiv für die ‚Döner-Morde’. Die Grauen Wölfe hätten ein Syndikat in Deutschland aufgebaut, und wer sich geweigert habe, sein Geschäft für die Geldwäsche zur Verfügung zu stellen, sei ermordet worden.“ (24)

„Dem Papier der BKA-Ermittlungsgruppe ‚Ceska’ vom April 2006 zufolge deuteten ‚nahezu alle Indizien’ darauf hin, dass die Opfer ‚in unterschiedlicher Funktion im Drogenhandel eingebunden waren’. ‚Politisch oder religiös motivierte Morde’ seien ‚eher unwahrscheinlich’. Laut dem Vermerk… dürfte es sich um sogenannte Bestrafungsmorde im Auftrag einer ‚vermutlich international organisierten’ Drogenhändlergruppe handeln, die ‚professionell ausgeführt wurden’.“ (25)

„Opfer Nummer Fünf: Yunus Turgut (Anmerkung: tatsächlich Mehmet Turgut), illegal in der Bundesrepublik sich aufhaltend, am Vormittag des 25. Februar 2004 in einem Dönerimbiss in Rostock mit drei Schüssen in den Kopf getötet. Felix Schwarz (Polizist): „Also von dem Opfer wissen wir, dass er hier in Hamburg mit Rauschgift zu tun hatte. Also Yunus Turgut ist in dem Milieu hier in Hamburg auch bekannt gewesen. Allerdings nicht selbst an vorderster Front, sondern eher als kleines Licht. Quelle: ARD Radiofeature ‚Auf der Suche nach dem Dönerkiller’.“ (26)

Dilettant im Meldeamt

„Nach BILD-Informationen manipulierten Uwe Mundlos († 38), Uwe Böhnhardt († 34) und Beate Zschäpe (36, in Haft) einen Reisepass, der auf einen anderen Namen lautete: Sie fügten Lichtbild und Unterschrift von Mundlos ein. Mit dieser Fälschung täuschte das Trio einen Sachbearbeiter auf einem Meldeamt und erschlich sich so einen echten Reisepass.“ (27)

Der Verfassungsschutz

„Bei sechs der neun Morde soll ein Verfassungsschützer in der Nähe des Tatortes gewesen sein.“ (28)

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Time am 3. April 2013

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1) http://m.faz.net/aktuell/politik/inland/rechtsextremismus/schiessuebungen-in-ungarn-bulgarien-und-suedafrika-zwickauer-terrorzelle-spur-ins-ausland-11542132.html
2) http://www.islam.de/22102
3) http://www.medienanalyse-international.de/doenerfragen-2012.html
4) http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Gothaer-Polizei-Chef-offenbart-Details-zu-Eisenacher-Bankraub-1229938459
5) http://www.stern.de/politik/deutschland/zwickauer-terrorzelle-das-raetsel-von-eisenach-1753339.html
6) http://www.welt.de/politik/deutschland/article13727823/Zweifel-an-Selbstmord-von-Boehnhardt-und-Mundlos.html
7) http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/report-aufgedrehte-gashaehne_aid_714940.html
8) http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TOP-THEMA/Viele-Raetsel-ums-Zwickauer-Terror-Trio-artikel7814423.php
9) http://www.cicero.de//berliner-republik/fakten-spekulationen-und-erfindungen/47969/seite/2
10) http://www.fr-online.de/neonazi-terror/zwickauer-terrorzelle-suche-nach-dem-vierten-mann-in-der-nsu,1477338,14700928.html
11) http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2011-11/21977385-hamburgs-ex-innensenator-nagel-hegt-erhebliche-zweifel-an-selbstmord-der-nazi-terroristen-003.htm
12) http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ceska-morde-des-nsu-fbi-ging-von-auslaenderhass-als-motiv-aus-a-829270.html
13) http://www.sueddeutsche.de/politik/nsu-ermittlungen-zschaepe-soll-wegen-beteiligung-an-morden-angeklagt-werden-1.1444341-2
14) http://www.zeit.de/2012/23/DOS-Zschaepe
15) http://www.welt.de/politik/deutschland/article13727823/Zweifel-an-Selbstmord-von-Boehnhardt-und-Mundlos.html
16) http://www.neues-deutschland.de/artikel/228143.telefonanrufe-bei-der-terror-frau.html
17) http://www.bild.de/news/inland/nsu/die-5-groessten-raetsel-der-todes-serie-21009902.bild.html
18) http://www.fr-online.de/neonazi-terror/zwickauer-terrorzelle-suche-nach-dem-vierten-mann-in-der-nsu,1477338,14700928.html
19) http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/politik/brachte-ein-kontaktmann-die-bekenner-dvd-nach-nurnberg-1.1665023
20) http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/nz-news/hatte-die-nazi-bande-unterstutzer-in-nurnberg-1.1668102
21) http://www.welt.de/politik/deutschland/article13744140/US-Agenten-sollen-Polizistenmord-beobachtet-haben.html
22) http://www.bild.de/news/inland/nsu/die-5-groessten-raetsel-der-todes-serie-21009902.bild.html
23) http://www.spiegel.de/panorama/justiz/mysterioese-erschiessungen-spur-der-doener-moerder-fuehrt-zur-wettmafia-a-666670.html
24) http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77108510.html
25) http://www.spiegel.de/panorama/justiz/zwickauer-zelle-vater-mundlos-will-angehoerige-der-neonazi-opfer-um-vergebung-bitten-a-804035.html
26) http://www.medienanalyse-international.de/doenerfragen-2012.html
27) http://www.bild.de/politik/inland/nsu/behoerdenpanne-killer-trio-erschlich-sich-neue-papiere-21139324.bild.html
28) http://www.bild.de/news/inland/bundesamt-verfassungsschutz/sass-beim-mordim-cafe-des-opfers-21008790.bild.html