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Neues von der Quallenfarm

22. Februar 2011

Der Kongress tanzt die Scharia.

In der heutigen FAZ erhielt Mathias („mit einem t“) Rohe (im Bild oben links) die Gelegenheit, an Necla Keleks Argumenten (1) vorbei in beleidigendem Ton über sie und die Islamkritik herzuziehen sowie eher unfreiwillig seine schariafreundliche Position darzulegen. Lesen Sie seinen Aufsatz mit Anmerkungen meinerseits.

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Das ist Rechtskulturrelativismus

Geheimkommando Scharia-Import? Die  Legende vom  heimlichen Umbau des  Rechtssystems gehört zu den Erfindungen der  Islamkritik. Antwort auf Necla Kelek. Unvereinbarkeit von  demokratischem  Rechtsstaat und Islam? So  wollen es die Extremisten.

Allein im Land Berlin hat es in den letzten Monaten zehn Brandanschläge auf Moscheen gegeben. Eine junge kopftuchtragende Frau ist von einem Islamhasser (1. Verwendung der Vokabel, T.) brutal ermordet worden. In einer repräsentativen Umfrage hat sich eine Mehrheit der Befragten für eine spürbare Beschränkung religiöser Rechte von Muslimen ausgesprochen. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesministerin der Justiz das Thema Islam und Recht zum Gegenstand ihres Neujahrsempfangs gewählt.

(Hier erklärt Rohe die Wahnsinnstaten zweier psychisch schwer gestörter Einzeltäter (2) zu einer allgemeinen Tendenz in Deutschland. Er wird sie in der Folge in direkten Bezug zur Islamkritik bzw. Frau Kelek setzen. T.)

Sie hat dabei die Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze auch bei hoch emotionsgeladenen Gegenständen angemahnt. Necla Kelek scheint das so sehr zu missfallen (Nein, das nicht, sondern die totale Ahnungslosigkeit der Ministerin in Bezug auf mohammedanistisches Recht („Scharia“) bei gleichzeitiger Herabsetzung der Leute, die sich tatsächlich damit auseinandersetzen missfällt Frau Kelek. T.), dass sie am liebsten den Rücktritt der Ministerin sähe. So ist ihr Artikel „Das ist Kulturrelativismus“ zu verstehen, der am 15. Februar in diesem Feuilleton erschienen ist (Er ist bestenfalls s.E. so zu verstehen. T.). Noch schlimmer in Frau Keleks Augen: Die Ministerin hatte mich als einen Juristen und Islamwissenschaftler, der sich seit vielen Jahren mit diesem Thema befasst, um einen Vortrag gebeten.

(Was Frau Kelek an Herrn Rohe schlimm findet, verschweigt er. Sie wirft ihm vor, rechtspolitischer Mentor des ZMD sowie der mutmaßlich verfassungsfeindlichen „Milli Görüs“ (IGMG) zu sein. Frau Kelek: „Er war es, der als Mitglied der entsprechenden Arbeitsgruppe der ersten Islamkonferenz mit dafür gesorgt hat, dass – gegen den Widerstand der säkularen Muslime – empfohlen wurde, das Kopftuch bei Kindern ‚als religiöse Vorschrift’ zu akzeptieren und an Schulen zu dulden.“ T.)

Die einleitende Kernpassage meiner Rede – im Internet nachlesbar – lautet so: „Dieses Land braucht kulturelle Vielfalt, es schätzt sie. Aber das Recht als solches ist nicht multikulturell in dem Sinne, dass wir einen rechtlichen Pluralismus hätten. Nein – es ist die Rechts- und Verfassungsordnung dieses Landes, die freiheitlich demokratische Grundordnung, die alleine den Maßstab abzugeben hat. Das heißt aber gerade nicht Uniformität in allen Bereichen des Rechts. Es gibt einen weitreichenden Schutz der Religionsfreiheit. Religion wird nach der Konzeption unserer Verfassung als prinzipiell positive mögliche Ressource angesehen. Das beschränkt sich nicht nur auf die Mehrheitsreligion. Und deswegen muss es auch für Muslime möglich sein in diesem Land, ihre Religion zu leben, im Rahmen des geltenden Rechts.“

(Das ist nicht das Problem, das die Islamkritik hat. Sie will, dass auch in sehr unbedeutenden Fällen nicht im Namen der Scharia Recht gesprochen wird, weil sie die Beobachtung gemacht hat, dass der Charakter des Mohammedanismus unbedingt expansiv ist, dass also unbedeutenden bedeutendere, schließlich wichtige und letztlich alle Fälle folgen werden. Sie fragt weiterhin, warum eine Religion über den persönlichen Glauben und das Kultzentrum hinaus den Anspruch erhebt, Wirklichkeit zu gestalten, zunächst Recht zu sprechen, später dann vielleicht auch Kriege zu erklären. Im Westen ist die Trennung von Staat und Kirche eine zentrale Grundlage der Gesellschaftsordnung. Eine Religionsgemeinschaft, die beansprucht, dass im Namen ihrer Religion Recht gesprochen wird, hebt diese Trennung zweifelsfrei auf und demontiert somit unsere Grundlagen. T.)

Das sollte so klar formuliert sein, dass auch Frau Kelek es verstehen kann.

(Sein primitives Gepöbel fällt auf ihn selbst zurück. T.)

Gleichwohl behauptet sie, ich („Ich, ich, ich“. T.) versuchte, „islamische Rechtsauffassungen über die Hintertür des Methodenstreits in unser Recht zu implantieren“, vielleicht als Epigonin einer Alice Schwarzer, die seit Jahren ebenso beharrlich wie faktenresistent einen Feldzug gegen mich führt. Welcher Methodenstreit? Nochmals: Hier gilt deutsches Recht, und deutsches Recht alleine bestimmt, ob und in welchem Umfang religiöse oder fremde rechtliche Normen im Inland zur Anwendung kommen können.

(Rohes Analyse, dass bei uns deutsches Recht gilt, ist richtig. Aber Keleks Vorwurf, er versuche mohammedanistisches Recht zu implantieren, ist es ebenso, wenn er die Auffassung vertritt, es solle auch nur im allerkleinsten Fall im Namen der Scharia geurteilt werden. T.)

Ist Frau Kelek aufgefallen, dass ich im nämlichen Festvortrag dafür plädiert habe, die Fälle der Anwendung ausländischen Rechts (und damit auch islamisch geprägter Vorschriften) dadurch substantiell zu reduzieren, dass wir künftig Familien- und Erbrecht nicht mehr an die Staatsangehörigkeit, sondern an den verfestigten (inländischen) Aufenthalt der Betroffenen knüpfen sollten?

(Die Anwendung ausländischen Rechts sollte m.E. nicht verringert sondern abgeschafft werden. T.)

Und wo liegt das Problem, wenn etwa eine Iranerin von einem deutschen Gericht 600 Goldstücke zugesprochen erhält, die ihr nach ihrem Ehevertrag zustehen? Hier, vor allem aber im Iran wird sie das Geld gut gebrauchen können.

(Methode „der nette Türke von nebenan“: Darum geht es nicht. Es geht um die Hoheit säkularer Prinzipien. T.)

Natürlich darf in Frau Keleks Ausführungen der Hinweis auf die Steinigung nach Scharia-Recht nicht fehlen. Es ist schlimm genug, dass solche furchtbaren Menschenrechtsverletzungen noch in unseren Tagen in manchen – nicht allen! – vom islamischen Recht geprägten Staaten erfolgen.

(Es ist nicht absonderlich, die Steinigung als Vollendung der Scharia zu erwähnen, denn auch wenn sie in einigen Staaten noch nicht angewendet wird, so ist die Tendenz der meisten Staaten zu mehr Mohammedanismus doch eindeutig (3), und dies bedeutet mehr Scharia in ihrer reinsten Form (4).)

Wer sie hierzulande befürwortet, stellt sich selbstverständlich außerhalb der Verfassung. Aber wer tut das? Unter Muslimen in Deutschland bin ich auf eine einzige Äußerung eines früheren Berliner Imams gestoßen, die ich schnellstens publiziert habe – vielleicht ein kleiner Beitrag dazu, dass dem Betreffenden nun die Wiedereinreise verweigert worden ist. Frau Keleks Argumentation verläuft entlang des unredlichen Argumentationsmusters: „Wenn heute gebetet werden darf, wird morgen gesteinigt“.

(Auch dies ist keine absonderliche Vorstellung, denn der Mohammedanismus wurde vor 1.400 Jahren von einem analphabethischen Penner in einem arabischen P*sskaff gegründet (5) aber beherrscht dieser Tage 1,5 Mrd. Menschen zu ihrem Schaden. Auch ist es klar, dass sich natürlich keiner von ihren feigen Mullas traut, hier Steinigungen zu fordern, was in Frankreich, Holland und England schon ganz anders aussieht. T.)

Die Arbeitsgruppe Verfassungsfragen der ersten Deutschen Islamkonferenz ist – wenig überraschend – übereingekommen, ihre Empfehlungen alleine auf der Grundlage des geltenden deutschen Rechts zu entwickeln. Von dem von Frau Kelek behaupteten „Widerstand der säkularen Muslime“ war wenig zu erkennen. Auch wenn einzelne Teilnehmer sich zum Beispiel gegen das Tagen von Kopftüchern in der Schule gewandt haben, so hat doch niemand in Frage gestellt, dass wir uns am geltenden Recht auszurichten haben, und genau das ist geschehen.

(Das wäre ja auch noch schöner… Dass man es tat, ist aber im Fall des Dr. Rohe nicht gleichbedeutend mit der Aussage, man wolle dies immer tun, denn ihm und Schnarre geht es doch grade um die Idee, bei den Orks mehr Akzeptanz für unser Recht zu erlangen, indem erlaubt wird, es in Teilen auszusetzen und der Scharia den Vorrang zu geben. T.)

„Kulturrelativismus“ ist das entscheidende Stichwort für Frau Keleks Vorwürfe. Aber welche Kultur wird da relativiert? Mit gutem Grund unterscheidet das Recht Sphären der Durchsetzung notwendig einheitlicher Regeln und Verhaltensmaßstäbe von solchen, in denen Vielfalt zulässig, ja vielleicht erwünscht ist. Das gilt auch für das Religionsverfassungsrecht. Der deutsche, säkular-religionsoffene Staat trennt Religion von der Ausübung staatlicher Macht, belässt jedoch den Religionen und Weltanschauungen breiten Raum in der Öffentlichkeit und kooperiert in vielfältiger Weise mit ihnen, vom Religionsunterricht in öffentlichen Schulen über Seelsorge in Militär und Justizvollzugsanstalten bis hin zur Partizipation in Rundfunkbeiräten.

(Es ist richtig, dass die christlichen Kirchen in hohem Maße an der Gestaltung und dem Funktionieren unser Gesellschaft mitwirken. Sie fordern aber keine juristischen Befugnisse. So ist eine Hochzeit in der Kirche kein juristisch-hoheitlicher Akt, sondern ein „Gottesdienst aus Anlass einer Eheschließung“, und viele Pastoren verweigern daher das Zeremoniell des Ringtausches im Rahmen dieses Gottesdienstes. Pastoren haben noch das Recht, Kopien zu beglaubigen, und das war’s dann. Rohe aber will viel, viel mehr für den Mohammedanismus, Schritt für Schritt. T.)

Staatliche Neutralität und Gleichbehandlung der Religionen und Weltanschauungen sind zentrale Merkmale des Religionsverfassungsrechts. Die Rechtsprechung hat diese Grundsätze in einer Fülle von Entscheidungen umgesetzt und dabei deutlich gemacht, dass auch Muslime dieselben Rechte genießen und denselben Pflichten unterliegen wie alle anderen Bürger und Bewohner dieses Landes. Unerlässliche Handlungsgrundlage ist dabei die Einhaltung des geltenden (Er ist ja mit großem Engagement dabei, ein ANDERES geltendes Recht zu verwirklichen. T.) Rechts. Maßstab dafür ist nicht die abstrakte Prüfung religiöser Texte wie Koran oder Bibel, sondern dasjenige, was die Gläubigen in ihrem konkreten Reden und Tun daraus ableiten. Es wäre geradezu verantwortungslos, wenn wir Menschen, die sich rechtstreu verhalten, aber auch an ihren religiösen oder kulturellen Vorstellungen festhalten möchten, aus dem demokratisch-rechtsstaatlichen Grundkonsens hinausdefinieren würden.

(Erst redet er für die Einhaltung des geltenden Rechts, dann dagegen, dass Menschen, die an ihren religiösen Geboten festhalten wollen, „aus dem demokratisch-rechtsstaatlichen Grundkonsens hinausdefiniert werden“, was eben zwingend nur bedeuten kann, das GELTENDE Recht so zu gestalten, dass dies nicht geschieht: Ein eindeutiges Plädoyer für die Änderung unseres Rechts in Richtung Scharia. T.)

Und wer sich an das Recht hält, darf seine Religion und Kultur pflegen.

(Dagegen hat niemals irgendwer was gesagt. Aber was ist z.B. mit dem massenhaften Schächten von Tieren in der Türkei und neuerdings auch in europäischen Städten (6)? Das halten sie für ihre religiöse Pflicht (s. „halal“), dass muss also genehmigt werden. Was ist mit den Massengebeten, die ganze Stadtviertel lahmlegen. Was ist mit der Verstümmelung weiblicher und auch männlicher Sexualorgane? Der Prophet selbst steinigte, das halten sie… T.).

Der Fortbestand der kulturellen Prägungen unseres Landes kann nicht primär durch das Recht gesichert werden, sondern nur durch aktive Beteiligung und Weitergabe an künftige Generationen. Dass der Umgang mit religiöser und kultureller Vielfalt Reibungsflächen bietet, ist keine neue Erfahrung. Meine Heimatstadt Erlangen ist heute zu Recht stolz auf ihre hugenottische Tradition. Die Einwanderung der Hugenotten wurde allerdings seinerzeit von erheblichem Misstrauen begleitet Stichworte: merkwürdiger Kult, nämlich reformiert statt lutherisch, unverständliche – französische – Sprache, eigenartige Essgewohnheiten, Wegnahme der Arbeitsplätze. Wir tun heute gut daran, uns an den Gemeinsamkeiten zu orientieren, statt Unterschiede von vornherein ohne sachlichen Grund negativ zu belegen.

(Mir ist nichts von Massenschlächtereien im Namen der Hugenotten bekannt. Der Leichenberg des Mohammedanismus ist 270 Millionen Tote hoch, täglich kommen mindestens 100 weitere dazu, die Orks behandeln ihre Frauen wie Sklaven, und die Länder der Orks sind Dreckshaufen. DAS ist das Problem, nicht ihre Essgewohnheiten. T.)

Einem ungewöhnlich breiten Spektrum der deutschen Bundes- und Landespolitik ist es zu verdanken, dass religiösen Muslimen in unserem Land der vom Recht definierte Weg in die Klassenzimmer und Universitäten gebahnt wird, mit mancherlei Problemen im Detail, aber einigem Anlass zum Optimismus. In diesen Tagen hat sich das in Äußerungen des Bundesministers des Inneren wie auch von Vertretern vieler Bundesländer bei einer Tagung der zweiten Deutschen Islamkonferenz in Nürnberg gezeigt. Der Weg zur Etablierung islamischen Religionsunterrichts für die weit mehr als 700.000 Schülerinnen und Schüler und zur Einrichtung einer islamischen Theologieist beschritten.

(„Der Weg zur Einrichtung einer islamischen Theologie ist beschritten“, meint Rohe absolut vermessen, als ob es nicht seit 1.400 Jaheren mohammedanistische Theologie gäbe. T.)

Gerade hier ist die weitere Entwicklung einer authentischen muslimischen Selbstauslegung im Rahmen der deutschen Verfassungsordnung zu erhoffen und zu erwarten. Es geht um das notwendige intellektuelle Gerüst für die übergroße Mehrheit von Musliminnen und Muslimen in unserem Land, die faktisch längst „angekommen“ sind, die aber auch Antworten von „innen“ benötigen, die sie dazu befähigen, zu diesem Staat und seiner Rechtsordnung auch überzeugt ja zu sagen. Es gibt extremistische Propaganda in die gegenteilige Richtung.

(Nein, es gibt vor allem die absolut berechtigte Angst, die Kontrolle über ein staatsfeindliches Geschehen zu verlieren, welches gleichwohl auch noch vom deutschen Bürger finanziert werden soll. T.)

Umso wichtiger ist es für unsere Gesellschaft insgesamt, dass die verständigungs- und integrationsbereite Mehrheit ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft erhält.

Wenn uns allerdings Frau Kelek in einer im Rhein-Main-Teil dieser Zeitung am 18. Januar abgedruckten Rede die Ergebnisse der recht brutal betriebenen Zwangsassimilation der Polen im Kaiserreich als gelungenes Integrationsbeispiel anpreist, kann einem angesichts solcher Naivität nur Angst und bange werden. Jedenfalls tut sie gut daran, erklärtermaßen darauf zu verzichten, der Bundesministerin der Justiz „rechtspolitischen Nachhilfeunterricht“ zu erteilen.

(Sein primitives Gepöbel fällt auf ihn selbst zurück. T.)

Ich möchte beharrlich daran weiterarbeiten, mit wissenschaftlichen Methoden die muslimische Präsenz im Rahmen säkularer europäischer Rechtsordnungen zu erforschen.

(Unsinn, von wegen „Wissenschaftler“, Rohe ist ein Politiker, ein Politiker für die Orks, ein Ork-Agent. T.!)

Wenn Frau Kelek mir und anderen vorwirft, sich dabei am geltenden Recht zu halten (Wo hat sie ihm denn nur DAS vorgeworfen? Jetzt geht’s aber mit ihm durch, der Afghane ist einfach zu hart für ihn, er sollte nur noch den Marokkaner rauchen. T.), dann darf der Jurist und Staatsbürger dies als Kompliment nehmen. Und wenn sie meint, mich dabei als „rechtspolitischen Mentor von ZMD und Milli Görüs“ bezeichnen zu müssen, dann wäre ihre eigene passende Einordnung wohl die einer Hofnärrin am Hofe der Islamhasser (2. Verwendung des Wortes. Die infame Beleidigung Keleks kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass er ihrer Anschuldigung, er sei ein Mentor von Milli Görüs, nichts entgegenzusetzen hat. T.). Ich wäre ihr verbunden, wenn sie ihre Einschätzung den Betreibern muslimischer Websites mitteilte, auf denen ich wegen kritischer Anmerkungen immer wieder einmal als erklärter Feind des Islam gebrandmarkt werde. (In Bezug auf diese Behauptung hätte ich gerne mal ein paar Links. T.).

Nicht jeder, der meint, die deutsche Staatsordnung gegen den Islam verteidigen zu sollen, hat offenbar auch verstanden, was er oder sie tatsächlich verteidigt. Die Grundlagen des deutschen Verfassungsrechts, darunter auch Reichweite und Grenzen der Religionsfreiheit, müssen sicherlich immer wieder neu erklärt und verstanden werden – in der gesamten Gesellschaft. Insofern fügt sich Frau Keleks Stellungnahme in die gegenwärtige, teils vehement geschürte Angstdebatte über den Islam. Wer wollte die Gefährlichkeit des islamisch begründeten Extremismus leugnen?

(Nein, die genannten Islamkritiker haben einen anderen Ansatz. Sie analysieren den Mohammedanismus als totalitäre Philosophie und die Jihadisten als dessen Avantgarde. T.)

Mit gutem Grund sind die zuständigen Behörden, aber auch die Wissenschaft wachsam. Der deutsche Rechtsstaat wurde nicht von ungefähr als „wehrhafte Demokratie“ ausgestaltet. Aber (Achtung: die „Ja-aber-Methode… ; s. 7) auch hier gilt, dass sich die Definition der Positionen, die als bedrohlich und verfassungsfeindlich zu gelten haben, an den Maßstäben des Rechts orientieren muss und nicht an persönlichen Vorlieben oder Abneigungen. Was Frau Kelek und ihr ideologisches Umfeld betreiben ist nichts anderes als Rechtskulturrelativismus. Um es ganz deutlich zu sagen: Wer das Geschäft des islamischen Extremismus fördern will, der auf Unvereinbarkeit von demokratischem Rechtsstaat und Islam pocht, muss es so anfangen.

(Alles klar: Counterjihad = Jihad, oben = unten, Nazislam = Frieden. T.)

Wie aber gehen wir damit um, dass in vielen Teilen der islamisch geprägten Welt trotz einer Tradition der Toleranz (nicht: Gleichberechtigung) religiöse Minderheiten unterdrückt werden und dass dort oft noch brutale patriarchalische Lebensverhältnisse herrschen? Die Antwort des Rechtsstaats lautet: Nicht dadurch, dass man Menschen, die hierfür keine Verantwortung tragen, in Sippenhaft nimmt. Nicht dadurch, dass man sich die Maßstäbe von Diktaturen zu eigen macht. Sondern dadurch, dass man sich eine gemeinsame, für alle verbindliche Hausordnung gibt, die sich auf die Pfeiler Demokratie und Menschenrechte stützt. Wer diese Hausordnung respektiert, darf sich einrichten, wie er mag. Nur wer das Recht im eigenen Haus auch für Minderheiten anmahnt, kann glaubwürdig Missstände bei anderen kritisieren, wie unser Bundespräsident Wulff in Ankara.

(Es geht hier doch niemandem, nicht mal den Orks, um die Frage, ob „geltendes“ Recht beachtet werden muss. Dass es beachtet werden muss – und es könnte auch das Faustrecht gelten – ist jedem klar. Die Frage ist, welches Recht gilt, wie sieht denn die Hausordnung aus? Ist es eine mit Scharia oder eine säkulare? T.)

Die Aufklärerinnen und Aufklärer, die unsere Verfassung vor rechtstreuen Muslimen retten wollen, sollten ein wenig über den aufklärerischen Grundsatz meditieren, dass auch das Recht des anderen auf eine abweichende Meinung verteidigenswert ist, solange dieser andere sich friedlich artikuliert. Säkularistischer Tugendterror ist keine wünschenswerte Alternative zur Religionsdiktatur – und schon gar nicht zum säkularen demokratischen Rechtsstaat.

(Es geht nicht um „Tugend“. Es gibt auch keinen Terror außer dem globalen, welcher im Namen des Mohammedanismus ausgeübt wird. Und abweichende Meinungen gibt es in seiner Sphäre auch nur unter Lebensgefahr. Gegen diese Gesellschaftsform stellt sich die Islamkritik. Und gegen mutmaßlich bezahlte Agenten vom Schlage Rohes, denen ihre Mitbürger egal sind, wenn es nur ihnen persönlich gut geht. Darum geht es. T.)

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Time am 22. Februar 2011

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1) http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E5428DF971697476480FFF198F2BF37F9~ATpl~Ecommon~Scontent.html
2) http://www.pi-news.net/2011/01/moschee-brandstifter-beim-nervenarzt-linke-still/
3) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/20/festung-fur-den-fortschritt/
4) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/22/hadithe-7-strafrecht/
5) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/hadithe-3-aint-no-fun-waitin-round-to-be-a-millionaire/
6) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/10/26/mah-lammchen-mah/
7) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/12/sie-haben-keine-chance/

Fanzine FAZ

20. Januar 2011

„Erst dumm und blöde, jetzt klug wie Goethe…“:
Nürnberger Trichter (1)

Den vierten „anti-sarrazinischen“ Beitrag in Folge konnte die Jihad-Truppe um Chef Patrick al’ Bahners heute im Rahmen der sogenannten „Goethe-Mohammedanismus-Debatte“ im Feuilleton der angesehensten deutschen Zeitung implementieren. Damit nähert sie deren intellektuelles Niveau leider bedenklich jenen Nachfolgern der erwähnten Punk-„Häftschä“ (2) an, den sogenannten „Fanzines“, also selbstgemachten kleinen Heften „von Fans für Fans“, welche im Zuge der Fortschritte in Computer- und Kopiertechnik seit Anfang der 80er-Jahre massenhaft im freien Westen entstanden.

Zwecks „Einladung zum Unglauben“ scheint man bei der FAZ zunehmend auf eher sehr grobe pädagogische Konzepte vom Schlage des Nürnberger Trichters zu setzen, denn zur heutigen Indoktrination ließ man nun schon die Tochter von Hadayatullah Hübsch (3), Khola Maryam Hübsch, antreten (4). Niemand von uns wird erstaunt sein, wenn wir demnächst mit Buchstabenansammlungen seines Chauffeurs oder seiner Putzfrau konfrontiert werden.

Indes sind deren aller Statements zum Thema „Mohammedanismus“ in Bezug auf den Mohammedanismus in etwa so relevant wie das Statement eines Astrologen zum aktuellen Stand der Astronomie, nämlich gar nicht. Wie wortreich die Amadijas (5) auch den Kloran und ihr blutrünstiges Idol Klo H. Metzel schönreden mögen, es hilft ihnen alles nichts, von der Gesamtheit der Sunniten und Schiiten als Ketzer blutigst verfolgt zu werden, und das ist dann schon eine so unglaubliche Blödheit, dass sie jedes etwaige Mitleid im Keim erstickt.

Mit der gleichen an Blindheit grenzenden Eingeschränktheit, mit der sie die Welt betrachten, scheinen die Amadijas ihre Texte zu verfassen, wie der von Frau Hübsch nahelegt.

Ich bin noch sehr erschöpft von dem Konvolut T. Lehrs (6), und bitte Sie, bei Interesse den Text von Frau Hübsch in der Gesamtheit selbst zu analysieren, möchte aber doch auf ein paar Aspekte aufmerksam machen (Ausschnitte inkl. Anmerkungen von mir, gekennzeichnet durch „T.“), sowie einige Stimmen aus dem Kommentarbereich dazu präsentieren.

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Auf mancherlei Weise angenehm

Goethe sah das Gute im Islam, und er drang tief in den rationalen und spirituellen Kern dieser Religion – wieso soll uns Heutigen das nicht mehr möglich sein?

(Einige Mitbürger behaupten wahnsinnigerweise einen rationalen und/oder einen spirituellen Gehalt der mohammedanistischen Ideologie. Dass sie vom Mainstream der Orks und ihrer Geleerten blutig als Ketzer verfolgt werden, bringt sie seltsamerweise nicht zu der Frage, ob die von ihnen gefühlte Spiritualität oder die wahrgenommene Rationalität vielleicht gar kein Aspekt oder Resultat des Mohammedanismus sind, sondern sich aus anderen Quellen dem Mohammedanismus zum TROTZ speisen. Diese Mitbürger, die ich mit dem Terminus „verblendete Volltrottel“ bezeichnen möchte, hängen ihrem Irrsinn auch in unseren Tagen leider noch an. Andere Bürger betreiben systematische und unideologische Mohammedanismusforschung, und diese sind mittlerweile tatsächlich in der Lage, hinter dem Gegreine und Geplärre des Klorans den gestörten Lustgreis Klo H. Metzel und seine schweren psychischen Gebrechen zu erkennen. Weder Rationalität noch Spiritualität konnten sie allerdings bisher dort ausfindig machen. T.)

(…) Sicherlich lässt Goethe sich nicht für den Islam vereinnahmen (…) (Na, wenn das nun nicht eine im Kern antimohammedanistische Ketzerei gegen den Ork-Mainstream ist. T.);

Goethe hatte kaum persönliche Erfahrungen mit Muslimen, und doch versuchte er sich inhaltlich mit dem Islam zu beschäftigen, jenseits der einflussreichen, islamfeindlichen Paradigmen, die sich schon seit den Kreuzzügen ins kollektive Gedächtnis eingebrannt hatten und auch nach der Aufklärung bestehen blieben. Dies ist umso beachtenswerter, als erst kürzlich das Meinungsforschungsinstitut Emnid in einer repräsentativen Umfrage zum Islam feststellte, dass die Deutschen viel intoleranter gegenüber dem Islam sind als ihre westeuropäischen Nachbarn, und als Hauptursache die geringe Kontakthäufigkeit mit Muslimen ansieht.

(„Mohammedanismusfeindlichkeit“ TROTZ „Aufklärung“? Hier zeigt Frau Hübsch, dass sie ein wesentliches Konzept unserer Gesellschaft, welches auf Jesus zurückgeht („… dem Kaiser, was des Kaisers ist…“), und welches die Trennung von Staat und Religion, von Wissen und Glauben bedeutet, nicht begriffen hat und also auch nicht verteidigen will. Insofern die Aufklärung das Christentum in seinem m.E. innersten Sinn in seine ihm angemessenen Bereiche zurückführte, müsste sie dies entgegen Frau Hübschs Träumereien noch um ein Millionenfaches stärker mit dem zutiefst irrationalen und bösartigen Mohammedanismus tun, der die Niedrigkeit und Gefangenschaft der Menschen weitaus mehr betont als jede Ideologie oder Religion vor und nach ihm, Animismen eingeschlossen.

En passant wird auch der SS-Scherge hervorgezaubert… Hierzu schreibt Kommentator Daniel Müller: „Ich kenne die Emnid-Umfrage (noch) nicht. Eine Umfrage des französischen Institut français d’opinion publique (12/10) brachte für die Länder Deutschland und Frankreich folgendes Ergebnis: 68% der Franzosen und 75% der Deutschen finden, dass die Integration der Muslime in ihren Ländern nicht gut realisiert ist. 61% der Franzosen und 67% der Deutschen denken, dass dies an der Verweigerung der Muslime liegt. 42% der Franzosen und 40% der Deutschen sehen die Präsenz der Muslime als Gefährdung für ihre nationale Identität, 22% respektive 24% sehen sie als Bereicherung. Quelle: IFOP http://www.ifop.com/?option=com_publication&type=poll&id=1365 .“ T.)

Der Islam als Prototyp für das Fremde taugt nur, wenn er fremd bleibt und somit zugänglich für alle möglichen Formen der Projektionen und Diffamierungen. Setzt man sich aber mit den Quellen des Islam auseinander, kommt man womöglich zu einem differenzierteren Bild, als Necla Kelek dies suggeriert. (…)

(Womöglich, womöglich – aber wahrscheinlich eben eher nicht. „QuelleN des Islam“? Dies meint, dass i.E. auch andere Texte für den Mohammedanismus konstituierend sind als der Kloran, welcher das einzige ist, welches immerhin mein Spezialork Celebi (7) gelten lassen will. Welche Texte könnten das außer dem Gefasel von Mirza G. Ahmad sein? Und warum diese – aber Sira, Hadithe und was weiß ich noch nicht? „Prototyp für das Fremde“? Nein, Prototyp für das Dumme und das Böse! T.)

Es ist dieses rationale Element der islamischen Religion, das sich in nahezu einem Achtel des Buches niederschlägt, in dem der Mensch in unzähligen Koranversen dazu aufgefordert wird, seine Vernunft zu gebrauchen, nachzudenken und die Natur zu studieren, und das Goethe wie Lessing fasziniert hat.

(Diese Passage halte ich auch für völlig falsch. Mit dem „Naturstudium“ verhielt es sich für Klo H. Metzel vielmehr wie mit der „Freiheit“ oder dem „Wunder“ (8): Sie existierten für den Unruhestifter nur in der Sphäre der Unterwerfung unter seine weltlichen Ziele, waren keine objektiven oder relativen Kategorien außerhalb seiner. Im Übrigen ist ein Achtel Rationalität ja auch nicht eben viel. T.)

Wenn Frau Kelek jedoch meint, Goethe habe von der Himmelsreise des Propheten geschwärmt, dann verkennt sie, dass Goethe sich nicht für einen einfältigen Wunderglauben begeistern ließ. (…)

(Meint Frau Hübsch im Ernst, damit durchkommen zu können, Frau Kelek unterstellen zu können, diese glaube, Goethe habe Klos Gefasel von der Himmelsreise  – deren Sinn die Usurpation der Haupstadt des Judentums, Jerusalem, war – wörtlich genommen? T.)

Im europäischen Islambild heute gilt die Intoleranz geradezu als islaminhärent. (…)

(Ja, das ist doch wirklich komisch, wo doch in allen Ländern, in denen der Mohammedanismus Macht und Kultur bestimmt, eine gradezu fantastische Toleranz sichtbar wird: im Sudan, in Ägypten… Wenn noch ein Beweis fehlte, dass es Paralleluniversen gibt: Frau Hübsch lebt in einem. T.)

Und doch parodiert Goethe ironisch die ihm damals bekannten Paradiesvorstellungen der Muslime als realitätsfern und entlarvt sich damit als Kind seiner Zeit. Das Islambild war geprägt von der Vorstellung einer sensualistisch-üppigen Welt der odaliskenreichen Harems. Es diente als Projektionsfläche für die eigenen, nicht erfüllbaren erotischen Sehnsüchte und Wünsche. Heute ist das Gegenteil der Fall, der Islam gilt als lust- und sinnenfeindlich – was deutlich werden lässt, dass es nicht nur das Verhalten der Muslime selbst ist, sondern auch die Veränderung des Selbstbildes westlicher Gesellschaften, die das Fremdbild formt.

(Die orkischen Paradiesvorstellungen als „realitätsfern“ zu parodieren, „entlarvt“ den Meister? Aha, dann sind die Legionen von Lustknaben und -Mädchen also „realitätsNAH“? On topic „Nicht erfüllbare erotische Sehnsüchte“: Wieso glauben die Orks und ihre Dimmi-Freunde immer unwillkürlich, jeder Mensch würde ihre exzessive sexuelle Gier teilen? Zudem: Der Mohammedanismus gilt auch nicht als „lust- und sinnenfeindlich“, er gilt als FRAUENfeindlich (und ist es zutiefst), weil er in seiner so gut wie ausschließlichen Erscheinungsform der Hälfte der Menschheit, den Frauen, keine Selbstbestimmung und erst recht keine sexuelle zugesteht, sondern ihnen vielmehr vielmillionenfach die Sexualorgane amputieren läßt. Und es ist nebenbei bemerkt keine „westliche Konstruktion“, die dies bewirkt, es ist zeitgemäße und aktuelle Auslegung des Kloran durch Abertausende mohammedanistischer Geleerter. Aber es ist wirklich ebenso abscheulich wie typisch, dass die mohammedanistischen Prediger die widerwärtigen Verbrechen, die das alltägliche Leben jedes Orks bestimmen, uns Westlern, die wir mit Macht dagegen kämpfen, anhängen wollen. T.)

Der Koran spricht über das Paradies in „Gleichnissen“ (Sure 17, 90); es handelt sich dabei um einen immateriellen Ort, der anhand von Metaphern veranschaulicht wird. Vorurteile, nach denen die Frau im Islam keine Seele habe, die später durch Karl May weit verbreitet wurden (war das nicht der Nazi, nach dem der „Mayday, Mayday“ benannt wurde? T.), sind ebenso haltlos, wie Keleks Behauptung, das Paradies im Islam sei nur für Männer. (…) Es ist ebenso von Gefährten und Jünglingen die Rede wie von Gefährtinnen und Jungfrauen. (…)

(Frau Hübsch scheint im Ernst zu glauben, dass der Kloran frauenfreundlich wird, wenn im Orkparadies Lustknaben herumlaufen, rein immateriell, versteht sich. Diese Lustknaben sind aber doch ebenso wenig auf Frauen ausgerichtet wie irgendein Straßenstricher, sondern vielmehr ein Zugeständnis an die durch Misogynie und Kriegerideologie und -Dasein verursachte reale, massenhafte Homosexualität der Orks (9). Das Konzept Lustknabe oder -Mädchen ist dazu vor allem aber auch, sei es auch „immateriell“, ein Sklavenhalterkonzept, was Frau Hübsch ebenso wenig begreift wie die Prinzipien von Treue und Einehe. T.)

Eines seiner berühmtesten Gedichte aus dem „Divan“ und gleichzeitig eines der Gedichte mit dem tiefsten Gehalt überhaupt in der deutschsprachigen Literatur „Selige Sehnsucht“, ist durchtränkt vom sufistisch-mystischen Gedanken der unio mystica, der Auflösung der Seele im Licht des Schöpfers. Das „Stirb und Werde“ erinnert nicht zufällig an die Sufi-Weisheit „Sterbt bevor ihr sterbet“ oder den Koranvers „Tötet euch selbst“ (4, 67). Jedem vernunftbegabten Menschen ist verständlich, dass dieser Vers genauso wenig wie die Beschreibung des Paradieses buchstabengetreu verstanden werden kann, auch wenn verblendete Selbstmordattentäter dies so sehen mögen. Es geht hier vielmehr um den großen „Dschihad“, den Kampf gegen das Ego, den Ich-Tod, und darum, uneigennützig Gutes zu tun. (…)

(Oh ja, der gute alte Jihad, der „Kampf gegen das Ego“ – gegen das „Ego der westlichen Egoisten“ ist in Wirklichkeit von 99,99% der Orks gemeint (die selbstredend allerdings den Orkismus nur gekapert haben) – er hat zum Glück ebenso wenig mit Sterben zu tun, wie Wasser mit Nässe, will die selbsternannte Literaturwissenschaftlerin und Entdeckerin eines der „gehaltvollsten deutschen Gedichte“, Frau Hübsch, glauben machen. Hier ist es, dieses German-Top-10-Poem:

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Selige Sehnsucht

Sag es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet:
Das Lebendge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.

In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt dich fremde Fühlung,
Wenn die stille Kerze leuchtet.

Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsternis Beschattung,
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.

Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt.

Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.

Morbides Geschwafel eines selbsternannten Schamanen, der wohl ein Sehnen hatte, aber mit der Gewissheit leben musste, dass er immer dicht am Ziel vorbeigelaufen war ohne es zu sehen, ist das, was ich lese. Aber die vielen, äh, paar Selbstmorde nach der Veröffentlichung des „Werther“ (10) hatten ja auch rein gar nichts mit diesem m.E. schwülen und verquasten Werk eines begabten Emos zu tun.

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Wichtig ist, welche Werte Muslime aus den islamischen Quellen für sich ableiten (Aber eben nicht nur, was ein oder zwei Häretiker von ihnen tun, sondern was die Mehrheit der Orks meint, welche sich in gemeingefährlicher Art auf 1,5 Mrd. vervielfacht haben. T.). In einer Überlieferung des Propheten Mohammed heißt es, dass derjenige einen Menschen zum Sünder macht, der ihn zum Sünder erklärt. Das Gute im Islam zu sehen heißt, ihn gut zu machen (Ist er das denn nicht eigentlich per se? T.). Das Gute im Islam zu sehen heißt auch, dazu beizutragen, dass er zum Guten wirkt.

(Wiederum verweist Frau Hübsch auf die QuelleN. Übrigens: an der alltäglichen Bosheit und dem Verderben, das der Mohammedanismus über die Welt bringt, sind nach Darstellung von Orka Hübsch die schuld, die es beim Namen nennen. Das ist infam, à la „Das Gute am Massenmord zu sehen heißt, dazu beizutragen, dass er zum Guten wirkt.“ Und wenn Ihnen das nicht passt, werden Frau Hübsch und ihre Freunde alsbald dafür sorgen, dass Sie den großen, den kleinen und den mittleren Jihad gegen sich zu führen haben! T.)

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Lesen Sie jetzt zur Entspannung noch einige Leser-Kommentare:

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Otto Jastrow: Die anhaltende Diskussion um Goethe und den Islam finde ich schlicht surreal. Für Goethe war die islamische Welt ein exotisches Traumland, in das man sich von der Phantasie entführen lassen konnte; mit der islamischen Realität kam er niemals in Berührung. Wenn Goethe heute lebte, würde er sich zum Islam sicherlich anders äussern, vermutlich eher wie Hans Magnus Enzensberger in seinem klarsichtigen Essai über den „radikalen Verlierer.“
Leider besteht in Deutschland die unheilvolle Traditionen, aufwendige Phantomdebatten zu führen, um von den wichtigen Fragen abzulenken. Die Phantomdebatte gilt Goethes Islambild, doch die wirklich wichtige Frage ist: Können wir die fortschreitende Islamisierung Europas noch stoppen?

Jutta Popp: nun ja, ich kann weder etwas Spirituelles, schon gar nichts Gutes im Islam erkennen, obwohl ich mich wirklich seit Jahren (auf Grund persönlicher Betroffenheit) damit auseinandergesetzt habe. Daran kann auch Goethe, der fast nichts vom Islam wußte, diesen wohl eher als Projektionsfläche benutzte, nichts ändern.

Otto Sundt: Warum sollte man sich über den Goethe-Umweg mit dem Isalm auseinandersetzen? Viel ergiebiger ist es doch den Islam über Salman Rushdi, Orhan Pamuk, Nagib Mahfus und , ganz aktuell, Hamed Abdel Samad, sowie vielen anderen kennenzulernen. Wenn schon Goethe, der den Islam mehr oder weniger nur durch Hörensagen Kannte, demselben recht ambivalent gegenüber stand, sind doch genannten Autoren doch sehr viel kompetenter in der Darstellung ihrer Erfahrungen mit den Reaktionen auf ihre Schriften. 
Freilich, Goethe kann sich nicht mehr wehren gegen Deutungen seiner Adepten, was den Feulletonisten eben die Deutungshoheit im Orientexpress der FAZ sichert.

Henriette Nachtblau: Eben! Goethe hatte kaum persönliche Erfahrungen mit Muslimen – der „West-östliche Diwan“ ist keine Botschaft für uns in dieser Zeit, in der die Migrationsproblematik einen ganzen Kontinent vergiftet und uns vor unlösbare Probleme stellt. 
Im übrigen: jeden Tag einen neuen Artikel über Migranten und deren angebliche Probleme lesen zu müssen, ist grenzwertig. Deutschland und Europa hat andere Probleme, denen wir uns stellen sollten, die Migranten hingegen sollen sich hier einfügen oder das Land wieder verlassen

Ernö Nagy: Sehr schön, dieses Islambild… nur verstehe ich nicht, warum diese große Zahl an Gelehrten, die dem Islam Glaubensfreiheit zuschreibt, immer nur in Ländern gibt, wo der Islam nicht von der Mehrheit geglaubt wird. Warum wird z.B. heute noch in Afganistan jeder, der seinen islamischen Glauben wechselt, hingerichtet – und zwar wird der Todesurteil durch ordentliche Gerichte ausgesprochen? Und das ist nur ein Beispiel, viele andere Länder könnten hier angeführt werden (Saudi-Arabien, Iran, Pakistan, Somalien, usw.). Warum kann diese große Zahl der Gelehrten in den Ländern, wo der Islam Staatsreligion ist, erwirken, dass der Koran sinngemäß und nicht buchstabengläubig verstanden wird? Warum wird dies z.B. von den leitenden Mullahs in Iran vertreten – ihre Meinung ist doch fürs ganze Land bestimmend? Solange es hier keine vernünftigen Antworten gibt, bleibt alles andere Augenwischerei. Die These, der Islam passt sich an, bis sie die Mehrheit erlangt, klingt hier viel glaubwürdiger.

Harry Danckert: „In Glaubensdingen darf es keinen Zwang geben“. Wie kann man nur so niedlich den Islam besprechen, wenn der, der vom Islam zu einem anderen Glauben wechseln möchte, mit dem Tode gedroht wird. 
Für mich ist das der springende Punkt. Religionsfreiheit bedeutet nicht nur die freie Ausübung der Religion, sondern auch die freie Wahl der Religion zu jeder Zeit.

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Time am 20. Januar 2011

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Nürnberger_Trichter
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/01/18/ihnen-ist-nichts-zu-peinlich/
3)  http://de.wikipedia.org/wiki/Hadayatullah_Hübsch
4) http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~EC96DAC3718154A2096EA9CF59F7BD847~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
5) http://de.wikipedia.org/wiki/Ahmadiyya
6) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/01/18/ihnen-ist-nichts-zu-peinlich/
7) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/01/17/die-erhaltung-der-wirklichkeit/
8- https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/der-kloran-8-keins-ist-eins/
9) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/24/die-orks-sind-schwul/
10) http://de.wikipedia.org/wiki/Werthers_Leiden#Kontroverse

 

Ihnen ist nichts zu peinlich

18. Januar 2011

So, als ob die Truppe um den FAZ-Feuilletonoberesel (1) P. Bahners meinen gestrigen Beitrag zur „Erhaltung der Wirklichkeit“ (2) gelesen hätte, schob sie heute einen Aufsatz des Schriftstellers Thomas Lehr (3) mit dem hirnrissigen Titel „Goethe war Araber“ nach.

Lehr ist Jahrgang 1957 und wie der Blogbetreiber zumindest teilweise durch die Punkbewegung „sozialisiert“ worden. Ich konnte deren Nihilismus schon damals nicht ausstehen, aber ich habe sie genau beobachtet. Natürlich war Provokation alles, aber sie musste doch mit einem gewissen Grips oder besser noch Witz daherkommen, um Gehör zu finden. Nichts davon ist bei dem Dimmi-Aufsatz zu finden, den die FAZ heute als dritte Gegenrede zu Sarrazin und dem Counterjihad in Folge vorlegte, wovon Sie sich gleich selbst überzeugen mögen.

Zuvor aber möchte ich noch auf das oben stehende Titelbild eingehen. Er zeigt mitnichten eine Kritzelei, wie normale Bürger sie während langweilender Telefongespräche auf dem Notizblock anzufertigen pflegen, es zeigt vielmehr zwei vom Dichterfürsten eigenhändig gestaltete Schmuckblätter. Und da ist man doch gleich an jene legendären „Häftschä“ erinnert, kleine Heftchen, welche jeder deutschen Punk-LP beizuliegen pflegten, welche meist von den „Musikern“ selbst „entworfen“ worden waren, und welche Songtexte, Bandfotos und markige Parolen enthielten.

In etwa entspricht das „Gedicht“ des greisen, aufgrund des permanenten Lobes vermutlich schon jeder Fähigkeit zur Selbstkritik entrückten Goethe dieser Qualitätsstufe, wenn er zusammenreimt:

„Gottes ist der Orient,
Gottes ist der Okzident,
Nord und südliches Gelände,
ruht im Frieden seiner Hände“.

Sorry, da müssen Sie mich wohl fressen, aber ich finde diesen Reim doch arg bemüht. Kann man sein Alter entschuldigend anführen? Ich denke, nein (eher schon das Alter des Autoren), denn andere Gedichte von Goethe sind ja offenbar großartig. Wesentlich schlechter als dieser waren die Verse von „Slime“, „Hansaplast“, „ZK“ und wie sie alle hießen, jedenfalls auch nicht.

Aber was ist denn nun „Nord und südliches Gelände“? Ich denke, das spricht Bände. Mit „Nord“ werden wohl der Norden oder nördliche Länder gemeint sein, und dazu passen dann der Süden oder südliche Länder, aber die reimen sich eher nicht auf Gottes Hände, in denen sie ruhen sollen, und zu denen Wasserflächen und Meere offenbar nicht gehören. Ok, da nehmen wir hier einfach mal eine Silbe ab und kleben sie dort wieder an – das ist zweifellos ein kreativer Akt, aber ebenso auch ein höchst uneleganter Umgang mit der deutschen Sprache nach den Methoden eines Klempners.

Noch erstaunlicher als all dies ist jedoch die Hirnlosigkeit der deutschen Dimmis, wieder und wieder einen derartig geknüttelten Spruch als Wahlspruch ihrer Mission auf ihre Banner zu schreiben. Ihnen ist einfach gar nichts peinlich.

Und noch etwas stößt mir übel auf, aber dafür ist auch Goethe selbst verantwortlich, und dies zeigt, dass er die ganzen Kloranübersetzungen, die er angeblich gelesen haben soll, im Kern nicht verstanden hat, dass er nämlich Alla mit „Gott“ übersetzt. Denn so setzt er Alla mit Jahwe gleich, obwohl beide doch ganz offensichtlich gänzlich verschiedene sind. So folgen die verfluchten Dimmies der wichtigsten Regel des Mohammedanismus, und das ist der Parasitismus. So erklären sie uns zu jenen und jene zu uns, ohne das real jeweils grundverschiedene Sein zu analysieren.

Doch wenn man die gegenwärtige Entwicklung im Orient betrachtet, sieht man genau, was von den Nicht-Orks übrig bleibt, wenn sie mit den Orks gemischt werden: nichts! Und überall dort, wo die Orks auch nur Minderheiten um 15-20% stellen, sieht man genau, was sie betreiben: die Säuberung der besetzten Territorien von allen Nicht-Orks. Ihre Unkultur ist immer, stets und überall die mohammedanistische Monokultur.

Und dies ist seltsam an der Sarrazin-Goethe-Ork-Debatte, dass zur Behauptung der Fieslahmophilie des Dichters, anhand derer die gesamte deutsche Geisteswelt exemplarisch in den Mohammedanismus überführt werden soll, ausschließlich Literaten oder Literaturwissenschaftler mit gewundenen und demagogischen Unterstellungen, Behauptungen und Scheinvorwürfen antreten, während auf der Seite des Counterjihad Wirtschafts-, und Sozialwissenschaftler,  aber auch Historiker, Orientalisten, Pädagogen u.v.a.m. mehr stehen, die allesamt mit einer Unzahl von Daten, Belegen und Beweisen sehr arbeitsaufwendig und sorgfältig arbeiten, und die vor allem das Hauptaugenmerk auf den im Hier und Jetzt ganz real existierenden Mohammedanismus richten.

In der Goethe-Debatte sollte doch z.B. mal gefragt werden, wie substantiell und umfassend die Erkenntnisse Goethes über den Mohammedanismus waren, sind und sein werden. Was sagen Historiker und (nicht-mohammedanistische) Orientalisten dazu? Hat er das Problem „Jihad“ behandelt, die „Takija“? Hat er einen Blick auf Hadithe und Sira geworfen, auf die Scharia? Wie relevant sind seine Aussagen heutzutage?

Es ist doch etwas ganz anderes, ob Thilo Sarrazin ein Interview mit einem Goethe-Zitat würzt, oder ob eine Phalanx von Schreibern antritt, um den Dichter zum Kronzeugen für eine totalitäre Ideologie zu machen, die ausschließlich undemokratische Staatswesen kennt (4), in der Sklaverei immer noch weit verbreitet ist, und die sich rapide in unseren Territorien ausbreitet. Und es ist doch etwas anderes, ob umfangreiche Datensätze vorgelegt, analysiert und entlang des tatsächlichen Erscheinungsbildes des Mohammedanismus interpretiert werden, oder ob Texte aus Meinung, Wunschvorstellungen und angedrilltem Reflex bestehen.

Lesen Sie jetzt also den Text von Thomas Lehr (mit Anmerkungen meinerseits, gekennzeichnet durch „T.“).

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Goethe war Araber

Goethes „West-östlicher Divan“ ist antisarrazinisch, weil dies kein Buch der Spaltung ist, sondern ein Großwerk des Dialogs. Im Einfühlungsvermögen in die islamische Kultur ist Goethe ein Gigant.

(Was wusste Goethe denn über „DIE“ mohammedanistische „Kultur“. Warum ist es so unbedingt notwendig, sich grade in diese einzufühlen? Fühlt sie sich in unsere ein? Nein, sie wühlt sich in unsere rein, höhlt sie aus und vernichtet sie. Beispiele? Die gesamte orkische Welt einschließlich Arabiens, in dem vor Klo H. Metzel vielfältiges religiöses Leben möglich war. T.)

Und wo sich die Völker trennen
Gegenseitig im Verachten,
Keins von beiden wird bekennen,
Dass sie nach demselben trachten.
(West-östlicher Divan, RendschNameh, Buch des Unmuts)

(Nichts ist dagegen zu sagen, nur, in wessen Einflussbereich verschwinden die Differenzen zwischen den Völkern, wo werden die Minderheiten massakriert, welche real existierende Ideologie macht sie alle gleich – unter der Scharia? T.)

Das Buch der Bücher muss ein jeder gelesen haben, der behauptet, lesen zu können. Es ist unwiderlegbar, in Erz gegossen und wahr für alle Zeiten, auch wenn sein Verfasser, der Prophet, von den Ungläubigen gescholten, verflucht und vom Golfplatz vertrieben wurde. Gibt es noch viele Unterschiede zwischen Mohammed und Thilo Sarrazin?

(Herr Sarrazin ließ im Gegensatz zu Klo H. Metzel nicht seine Kritiker ermorden, er führte keine Beute- und Feldzüge, nahm nicht persönlich an Hinrichtungen teil, vergewaltigte keine Frauen und kleine Mädchen und nahm keine Sklaven. Ich denke, dies sind eine Reihe Unterschiede. „ Ja, aber…“ Was, ja aber? Sind das Unterschiede oder nicht? T.)

Gerade wo sich die Weltauflagen von „Koran“ und „Deutschland schafft sich ab“ einander anzunähern drohen? (So ein Schmarrn, aus dem nichts als höhnischer aber zahnloser Neid spricht. T.) Wir lesen ungläubig, dass die Hedschra, der erzwungene Auszug aus der Bundesbank, eine Staatskrise verhindert hat, und fragen uns, wo das Medina liegt, von dem aus womöglich eine neue Staatsgründung oder wenigstens eine völkische („Sarrazin = Nazi“, will Lehr damit sagen, T.) Reformation der Deutschen ihren Verlauf nehmen könnte.

Allen Ernstes (Ach so, die Worte zuvor sollen lustig gewesen sein? T.): Man kann, wenn man Sarrazins „Bilanz“ (Thilo Sarrazin: Ich hätte eine Staatskrise auslösen können) liest, nicht mehr ernst bleiben. Mir ist angesichts dieses peinlichen Auflagenstolzes, den schamlos vorgetragenen Proselyten-Anekdoten, dem realsozialistischen Gerede von „99 Prozent“ positiver Reaktionen und den mathematisch erstaunlichen „endlosen Zahlen“ von Autogrammen (die angesichts der gigantischen Neuauflage doch absolut glaubhaft sind?! T.) nach einer Portion Heiner-Müller-Zynismus zumute, der auch schon einmal die Islamisierung kommen sah und sich darauf freute, endlich einen Burnus zu tragen, vier Ehefrauen zu haben und den ganzen Tag Wasserpfeife zu rauchen (DIESE Perversion dürfen Dimmies nicht ausleben. Müller und Lehr würden, da ihr Geschreibsel im Kalifat völlig überflüssig wäre, gleich in die Steinbrüche entsorgt werden. T.). Kamele (Sarrazins Gegner) haben wir ja schon ausreichend und Sand, den es in die Augen zu streuen gilt, türmt sich vorm Bundespräsidialamt genügend auf, wo wahrscheinlich in den Kellern schon Unmengen grauer Kopftücher genäht werden. Nur der Sarrazin-Gessler-Hut stört mich noch in der aufblühenden Wüste, die alberne Idee nämlich, dass ein jeder, der sich mit Migration oder dem modernen Islam beschäftigt, das Gebräu aus Statistik, Ressentiments und Paranoia aus dem Hause Sarrazin gelesen haben sollte (Oje, da hat der Lehr ein Handbuch „Poesie für Manager“ verschluckt und sondert nun allerlei Verse ab, die sich, modern wie sie sind, natürlich nicht reimen, T.) – der Koran ist ungleich poetischer, großartiger und interessanter und seine Polemik hat dagegen wahre Raffinesse.

(Hä? Hier widerspricht Lehr aber vehement diversen anerkannten Poeten Deutschlands, ja sogar dem verehrten Meister, der über den Kloran urteilte (5): „… Buches, das uns, so oft wir auch daran gehen, immer wieder anwidert…“. Ich denke, hier handelt es sich ausnahmsweise mal nicht um einen „Übersetzungsfehler“ – aus dem Deutschen ins Deutsche. T.)

Wer sich für die Probleme von Migration und Immigration interessiert, findet genügend sachlichere Bücher und menschenfreundlichere Experten. Eine Million Leser kann man nur dem detaillierten achten Bericht des Migrationsbeauftragten der Bundesregierung wünschen oder dem im Oktober 2010 erschienenen Zwischenbericht der Enquete-Kommission „Demographischer Wandel“. Beide benennen die Probleme der Migration, zeigen aber auch die Fortschritte (Indes, die Leute sind die Beschönigungen und Lügen leid, T.). Auch nur ein Viertel der Medienaufmerksamkeit für Sarrazin wünscht man den zahlreichen (um nicht zu sagen „endlos vielen“) Menschen, die sich in diesem Land seit Jahren und Jahrzehnten um Integration bemühen, mit Rückschlägen und Resignation, aber auch mit vorzeigbaren Ergebnissen.

Auch was den klassischen und modernen Islam angeht, haben wir in Deutschland ausgezeichnete Experten und deren Bücher, die nicht fortwährend Islam und Islamismus, Koranverse und außenpolitischen Direktiven konkreter Nahost-Staaten durcheinanderzuwerfen drohen (Die Verbindung von Aspekten, Beobachtungen, Theorien und Schlussfolgerungen stellt Lehr hier als Mangel dar. T.). Und nun gar noch über Goethe wollte ich nichts von einem Mann lesen (Niemand zwingt ihn, T.), der dem Bundespräsidenten nachträglich empfiehlt, er hätte in Istanbul den türkischen Staatspräsidenten Erdogan mit einem in der Mitte abgebrochenen West-östlichen-Divan-Zitat über die „dumpfe Beschränktheit des Islam“ erfrischen sollen. Ist es nicht fürchterlich ersichtlich, was hier versucht wird? Den ständigen Skandal zu erzeugen, um noch mehr Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Als Schriftsteller mag man an einer gewissen Überempfindlichkeit gegenüber sprachlichen Entgleisungen leiden. Doch allein schon die polemische Rhetorik in Sarrazins „Bilanz“ disqualifiziert den Autor. Wenn Angela Merkel sein Buch „nicht hilfreich“ findet, dann schämt Sarrazin sich nicht, ihr einen Zensurakt wie zu Zeiten der heiligen Inquisition vorzuwerfen. Er geht „ziemlich sicher“ davon aus, dass Christian Wulff Goethes „West-östlichen Divan“ nicht kenne, weil dieser nachfolgendes Zitat aus der Gedichtsammlung nicht als Ausdruck des islamischen Allmachtsanspruchs deute: „Gottes ist der Orient / Gottes ist der Okzident / Nord- und südliches Gelände / Ruht im Frieden seiner Hände.“

Allein textimmanent ist diese Deutung einer überreligiös versöhnlichen Variation auf eine Koranstelle haarsträubend. Die Unterstellung von Kenntnislosigkeit aufgrund einer anderen (viel eher zutreffenden) Interpretation finde ich unhaltbar, und es ist lachhaft, wenn es heißt, es handle sich bei den vier Zeilen um „eine freie Übersetzung der zweiten Sure des Koran“. Die zweite Sure enthält ganze 285 teils lange Verse, darunter den wohl selbst für Sarrazin erfreulichen Hinweis, dass auch Juden und Christen sich vor dem Jüngsten Tag nicht fürchten müssten, da ihnen – als respektierten Buchreligionen – ihr Lohn beim Herrn zustünde (Sure 2, Vers 62). Solche Zwischentöne und Toleranzformeln passen nicht ins Bild des Dschihad-Islam, den Sarrazin an die Stelle eines nüchternen und differenzierten Bilds der heutigen islamischen Realität will.

(Sorry, aber wie bescheuert ist denn das? An allen seiner Grenzen führt der Mohammedanismus Krieg, ca. 100.000 Christen werden jährlich innerhalb seiner Gebiete abgeschlachtet, jeden Tag sterben an die hundert Unschuldige durch Attentate, alle Ork-Staaten sind sich einig, dass das UNO-Mitglied Israel vernichtet werden muss, DAS ist die REALITÄT, aber Lehr fantasiert von einem „toleranten“ Mohammedanismus! DAS ist Lüge oder Wahnsinn. T.)

So muss sogar Goethe als Islamkritiker aufmarschieren. Der Dichter habe „ästhetisch und ironisch mit dem Islam gespielt“ und – eine kleine Beleidigung anbei kann nie schaden – viel mehr als die Redenschreiber des Bundespräsidenten (und damit dieser selbst, da er die Rede ja daherredete) von „den totalitären Gefahren dieser Religion“ verstanden. Eine derartige Indienstnahme von Goethes Orientverständnis ist mir selten untergekommen. Daran ist nur richtig, dass Goethe sich dem Orient im „Divan“ vornehmlich als Dichter näherte und dass er die autoritär-patriarchalischen und kämpferischen Züge im Koran und in der orientalischen Wirklichkeit keineswegs übersah.

Ihn deshalb zu einem harschen modernen Islamkritiker umzuföhnen, wie es auch Necla Kelek in ihrer Erwiderung auf Sarrazin (Goethes Islambild: Der Prototyp des prophetischen Genies!) unternimmt, entbehrt der Sorgfalt und des tieferen Verständnisses. Goethe war weder Muslim, wie einige orientalische Sarrazin-Pendants behaupten, obwohl er geschrieben hat, dass wir alle im Islam leben und sterben, noch hätte er es sich herausgenommen, mit den religiösen und metaphysischen Grundlagen einer Weltkultur bloß ironisch zu spielen (oder sie gar simpel zu verdammen).

(Bis hierhin hat der Text von Lehr 6.562 Zeichen. Bei einer Gesamtzahl von 14.321 Zeichen sind das 45,82%. Stolze 45,82% des Textes haben wir keine Daten, keine neuen Zitate, keine erhellenden Anekdoten bekommen, sondern lediglich pure Unmutsbekundung über Sarrazin und Kelek, pure und extrem dumpfe Meinungsbekundung, einen Informations- und einen Originalitätsgehalt von 0%. Das ist unglaublich. Die FAZ sinkt damit auf das Niveau eines der schlechteren Punk-„Häftschä“. T.)

Goethe hat sich über Jahrzehnte mit dem Islam und dem Orient beschäftigt. Die erste Faszination ging von der rhythmisierten, poetischen Sprache des Koran aus, den Goethe in englischer, lateinischer und französischer Übersetzung las. Das starke „Mahomet“-Fragment des Dreiundzwanzigjährigen ist zugleich von dieser Sprachdiktion beeinflusst wie von einer Auseinandersetzung mit der Rolle des Propheten und Auserwählten. Über Mohammed hinaus beschäftigte er, der mit seiner Berufung zum Dichter umgehen lernen musste, sich auch mit Sokrates, Cäsar, Christus und Ahasver. Wenn man will, kann man sich fragen, ob der in der Prometheus-Ode aufscheinende Atheismus nicht eher eine – im islamischen Sinn – bloße Ablehnung der Idee eines personalen Schöpfergottes gewesen sei, wie es die Literaturwissenschaftlerin Katharina Mommsen in ihrer Auseinandersetzung mit Goethe und dem Islam tut, während ich selbst glaube, dass Goethe auch einen Agnostiker und einen halben Atheisten in sich trug (Das ist keine exklusive Meinung von Lehr sondern ein Allgemeinplatz. Immerhin rückt Lehr jetzt ein wenig vom reinen Gepöbel ab. T.).

Das Verhältnis zum Islam und zur orientalischen Dichtung gewann in der zweiten Lebenshälfte Goethes an Bedeutung. So war ihm denn auch die 1792 von Großherzog Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach aufgedrängte Übersetzung des polemischen „Mahomet“-Stücks von Voltaire eine Qual, die er sich durch Abmilderung der kritischen Drastik zu erleichtern suchte.

(Lobend wird hier erwähnt, dass Goethe eine Übersetzung aus politisch-ideologischen Gründen falsch anfertigte, aber solange man diese Ideologie teilt, gibt es die Begriffe Fälschung und Lüge offenbar nicht. Den Beleg für die „Qual“ durch den Text Voltaires bleibt Lehr schuldig. T.)

Auf die Tiefenverbindungen des ganzheitlichen, naturphilosophischen Denkens Goethes mit grundlegenden Überzeugungen des Islam ist mehrfach hingewiesen worden. Dazu gehören der Monotheismus und die nichtanthropomorphe Gottesauffassung sowie die Überzeugung, dass Gott sich in der Natur offenbare beziehungsweise mit ihr eins sein müsse.

(Der Mohammedanismus als „ganzheitliches, naturphilosophisches Denken“, das ist bärenstark. Denn wer hat schon was gegen „Ganzheitlichkeit“ und „die Natur“? T.)

Die Abgesandten- und Prophetenidee hat Goethe zeitlebens beschäftigt, wobei der Auswählte allerdings mehr und mehr in dichterischer Mission unterwegs war.

(Tatsächlich ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich der zu Lebzeiten bis ins Unermessliche überhöhte Goethe sich selbst als göttlichen Gesandten sah. T.)

Schließlich trifft sich Goethes deterministische Vorstellung der Geschichtsabläufe mit dem Fatalismus, der im Islam eine große Rolle spielt. Die Bereitschaft zu einem „Ergeben in den unergründlichen Willen Gottes“, wie es der einundsiebzigjährige Goethe an den Freund Zelter schrieb, ist in Reflexion seiner Islambeschäftigung formuliert.

(Außerdem kommt sowohl in „Goethe“ als auch in „Klo. H. Metzel“ ein „O“ vor, was ein weiterer Hinweis auf die Übereinstimmung zwischen dem Dichter und der orientalischen Ideologie ist, gnagnagna… T.)

In den Jahren vor der Hauptarbeit am „West-östlichen Divan“ hatte Goethe historische Verwerfungen erlebt, die seine Schicksalsergebenheit nahelegten. Nach der Niederlage Preußens bei Jena und Auerstedt im Oktober 1806 drohte dem bis dahin unter dem Schirm der norddeutschen Neutralität geschützten Zwergstaat Weimar zeitweise die Vernichtung. Die Affinität zum muslimischen Denken und die historische Lage, als Repräsentant einer geistigen Hochkultur ohnmächtig zusehen zu müssen, wie eine modernere und besser organisierte Militärmacht das eigene Land überrollt, ließ mich in meinem Roman „September“ zu der Formulierung greifen, Goethe sei Araber gewesen. Selbstredend hinkt der Vergleich wie alle historischen Vergleiche. Aber er mag verständlich machen, was viele Bewohner der arabischen Länder im zwanzigsten Jahrhundert gefühlt haben mögen, in dem sie vom britischen und französischen Kolonialismus ausgebeutet wurden, ein Spielball in den Weltkriegen wurden, zwischen die Fronten des Kalten Kriegs gerieten, um dann als Kanonenfutter der eigenen Diktatoren herzuhalten.

(Was haben diese Ausführungen mit dem Gegenstand, also Goethes Beziehung zum Orkismus zu tun? In seiner Zeit war dieser ja immer noch ein extrem aggressives Gebilde. Goethe starb 1832, da war die Belagerung Wiens durch die Turkeys grade 150 Jahre her. 1815 erfolgte der zweite, siegreiche,  Barbareskenkrieg (6). Erst 1847 wurde die Jihad-Piraterie im Mittelmeer durch die Eroberung Algeriens (7) durch die Franzosen beendet. Der Vergleich macht also in Bezug auf Goethe gar nichts verständlich, in Bezug auf Lehrs ideologische Position, die ihm vor allem ein reflexhaftes Verteidigen des Mohammedanismus auferlegt, aber sehr viel. T.)

In den Jahren 1814 und 1819, zwischen seinem fünfundsechzigsten und siebzigsten Lebensjahr, schrieb Goethe den Hauptteil des „Divans“. Er wollte sich abwenden von einem kriegszerstörten, verheerten Europa, in dem die Throne barsten und die Reiche zitterten, um im anscheinend „reinen Osten Patriarchenluft zu kosten“ – eine eigentümliche Verkehrung der heutigen Situation, in dem Kriege den Orient zerklüften.

(Checker Lehr präsentiert hier seine persönliche Theorie als eherne und allgemein akzeptierte Auffassung. T.)

Die Hauptleistung des „Divans“ ist denkbar antisarrazinisch, denn es ist kein Buch der Spaltung, sondern ein Großwerk der Zusammenführung, des Respekts und des kulturellen Dialogs. Tiefgeistig, albern und humorvoll, abgründig, zynisch und raffiniert, voller Travestien, Anverwandlungen und Amalgamierungen spiegeln sich Ost und West in diesen Gedichten. Der „Divan“ ist ein Weltbuch, ein Glücksfall der literarischen Globalisierung und des wohlwollenden Kulturenvergleichs, der auf der tieferen Einsicht der gemeinsamen universellen menschlichen Wurzeln beruht.

(Der Mohammedanismus ist angetreten, diese Wurzeln, sollte man sie denn postulieren müssen, ganz real herauszureissen und zu verbrennen. T.)

Allein schon im Verstehen- und Nachempfinden-Wollen ist Goethe ein Gigant, wo Sarrazin ein Zwerg ist, der nicht versuchen sollte, einen Weltdichter für seine Polemik dienstbar zu machen. Für meinen Geschmack war Goethe sogar zu sehr Muslim, denn sein Verhältnis zu patriarchalischen Strukturen und zur Unabwendbarkeit der irdischen Macht ist nicht unbedingt das eines Demokraten.

(Lehrs Verhältnis dazu ist m.E. ebenfalls nicht das eines Demokraten, wie seine glühende Verteidigung der mohammedanistischen Sklaven- und Gewaltkultur zeigt, gegen die er den freien Westen keineswegs verteidigen will, und dessen Verteidiger er als „Zwerge“ und Ungehörigeres beschimpft. T)

Zurück zur Gegenwart mit rüpelhaften arabischen Jugendlichen, Kopftuchzwang, Zwangsheirat, Terrorattentaten von Islamisten, Christenverfolgungen im Irak und Ägypten, Morddrohungen für Karikaturisten, Verhaftung von Journalisten in Iran.

(All das sei etwas unschön, aber nicht wirklich schlimm. Wirklich schlimm sei folgendes. T.)

Es ist auch die Gegenwart eines vom Krieg verwüsteten Irak, in dem (vorsichtig geschätzt) zweihunderttausend Menschen durch einen vom Westen begonnenen Krieg (Oh nein, die aller-, allermeisten starben durch Orkhand, T.) ums Leben kamen, und einem Afghanistan, in dem seit zehn Jahren (eigentlich seit vierzig) eine Verheerung auf die andere folgt und das blutige Chaos Alltag geworden ist. Unter dem Islamismus leiden Afghanistan, Pakistan und die arabischen Staaten in einem ungleich stärkeren Maß als der Westen.

(Lehr unterschlägt, dass der Westen von aus Afghanistan gesteuerten Schlägen erschüttert wurde, dass Saddam Zigtausende abgeschlachtet hatte, dem Westen drohte und Israel angegriffen hatte. Lehr will aufrechnen, aber was? Er will die Demokratien gegen die Gewaltstaaten aufrechnen und den Orks das gleiche Maß an Rechtmäßigkeit zusprechen. Sie werden sich vielleicht bedanken, indem sie ihn anstelle zu köpfen erschießen werden. T.)

Diese Länder befinden sich seit mehr als hundertfünfzig Jahren in einem schmerzvollen Modernisierungsprozess. Ein Gutteil der Aggression der „muslimischen Welt“ (ein Klischee, das den unterschiedlichen politischen Realitäten nicht gerecht wird) rührt von der asymmetrischen Opferbilanz bei allen Auseinandersetzungen mit Israel und dem Westen. Das zwanzigste Jahrhundert hat den Menschen dieser Region unverhältnismäßig viel Leid, Krieg und autoritäre Bevormundung zugefügt.

(Die politische Realität der Orkstaaten ist Unterdrückung, ist Mord. Und was ist der Unterschied zwischen diesem Teil der Welt und der nichtmohammedanistischen, außerwestlichen? Richtig, die nichtmohammedanistischen Staaten in Südamerika und Asien sind auf dem Weg zu Freiheit und Wohlstand. Sie waren ebenso Kolonien, größtenteils sogar weit länger als der beschis*ene Orient, Kolonien des Westens. Übrigens, wie hier Israel in einer Reihe mit dem Imperialismus und Kolonialismus des Westens genannt wird, lässt ja auch tief blicken. Lehr ist ein Demagoge, aber man hat fast den Eindruck, die Orks und ihre Dimmies lieben besonders dumpfe Demagogen. T.)

Wir müssen begreifen, dass die Mehrheit der Menschen im Westen wie im Orient „nach demselben“ trachtet. Wir im Westen glauben das zu wissen, aber jeder, der die Länder des Nahen Ostens besucht hat oder sich jenseits der Talk-Showdown-Arenen mit Einwanderern unterhält, sieht es genauso auf der anderen Seite: Die meisten Menschen sind friedfertig, die sich ein gutes Auskommen für ihre Familien und eine lebenswerte Zukunft für ihre Kinder wünschen und Terror und Krieg ablehnen. An diesem Punkt muss der Dialog ansetzen, für den bereits Goethe eine so lang wirkende Basis angelegt hat.

(„Wir MÜSSEN begreifen“? Ich bitte Sie, was soll dieser Druck? Die „Mehrheit der Menschen im Westen wie im Orient“ trachtet nach „demselben“? Das ist doch Unsinn. Jede Erhebung, sei es unter türkischen Neuköllnern, sei es unter pakistanischen Londonern zeigt das Gegenteil, zumindest sind die Mehrheiten nicht wesentlich und im Verschwinden begriffen. „Die meisten Menschen sind friedfertig“, das ist vielleicht richtig, aber nur solange, wie die Gesetze und die Exekutive sie dazu zwingen. Wie friedfertig Mohammedanisten sind, zeigt der Blick in jedes beliebige mohammedanistische Land, in denen von der Steinigung bis zu Zwangsehen und Ehrenmorden all diese „Friedfertigkeiten“ weit verbreitet sind. T.)

Ein Dialog unter friedlichen Vorzeichen hat dann auch alles Recht, kritisch zu sein. Autoritäre oder theokratische Regime wie Saudi-Arabien und Iran können und sollten keine Freunde freiheitlich demokratischer Länder sein. Von einem modernen Islam dürfen wir erwarten und einfordern, dass er sich aufschwingt, die universellen humanitären Mindeststandards der globalisierten Welt zu achten. Hierzu gehören die Menschenrechte, vor allem das Tötungs- und Folterverbot, die Meinungsfreiheit, die Gleichstellung der Frauen und die Tolerierung Andersdenkender und Andersgläubiger.

(Warum geht dieser Oberschwurbler nicht schon mal vor nach Afghanistan oder Bagdad und führt dort seinen „friedlichen“, „kritischen“ Dialog? Was für ein erbärmliches Gefasel! Er scheint, sich seit 2001 im Tiefschlaf befindend, soeben erst aufgewacht zu sein. T.)

Wahrscheinlich wird Thilo Sarrazin an dieser Stelle gar nicht widersprechen, weil er genau das ja einfordert. Doch es ist nicht zuletzt eine Frage des Stils und der Herangehensweise, ob man in diesen Dingen etwas erreicht. Und es ist auch eine Frage des Selbstbewusstseins. Wenn sich aber der militärisch, ökonomisch und infrastrukturell immer noch überlegene Westen permanent einredet, er befinde sich in Bedrängnis, dann wird es leicht, die Minderheiten im eigenen Land unter Druck zu setzen. So leicht sollten wir es uns nicht machen.

(Wozu nun der ganze anti-counterjihadische Wortschwall, die Indienstnahme Goethes, wenn am Ende Lehrs Essentials mit denen Sarrazins übereinstimmen? Ah, der Druck gegen die Minderheiten. Hier wird der fatale Einfluss, den die Linke auf das Denken unserer Mitbürger hat, deutlich. Folgendes Axiom ist hierbei wesentlich: Der Westen wird als Fortsetzung des deutschen Imperialismus, Kolonialismus und in Deutschland vor allem des Nationalsozialismus gesehen. Hieraus resultiert das Schuldgefühl gegenüber den außerwestlichen Ländern einerseits, sowie die permanente Furcht vor der Widerkehr des NS-Unrechtsstaates andererseits. Dass die kommunistischen Regime weitaus schlimmere und wahrscheinlichere Möglichkeiten als ein neuer NS-Staat sind, wird nicht gesehen. Dass die Orks mitnichten die verfolgte „Minderheit“ (wie die Juden damals) sind, sondern vielmehr die verfolgende und permanent anwachsende, wird ebenfalls nicht gesehen. So unterstellt man dem Counterjihad nazistische Gier nach dem Blut von Minderheiten, wo es doch allein um die Vernichtung einer zutiefst menschenfeindlichen und bösartigen Ideologie geht. Sie ist nicht bösartig? Nennen Sie mir eine mohammedanistische Demokratie, und ich glaube Ihnen. Nennen Sie mir ein mohammedanistisches Land, in dem Sie ohne Möglichkeit der Wiederkehr leben möchte, und ich glaube Ihnen.)

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Time am 18. Januar 2011
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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/03/01/islamkritik-und-donaldismus/
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/01/17/die-erhaltung-der-wirklichkeit/
3) http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Lehr
4) http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article12125034/Freiheit-ist-auf-dem-Rueckzug.html
5) http://www.pi-news.net/2011/01/johann-wolfgang-goethe-und-der-islam/#more-170322
6) http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Barbareskenkrieg
7) http://de.wikipedia.org/wiki/Barbaresken

Zehn Thesen für Thilo

19. September 2010

Wenn schon keine Parteigründung, dann aber demonstrative informelle oder besser noch formelle Bündnisse im COUNTERJIHAD.

Ich habe bereits zur Kenntnis gegeben, dass ich gemäß den Überlegungen von Karl Popper ein Zweiparteiensystem nach amerikanischem Vorbild präferiere. Demzufolge stehe ich, auch wenn ich selbst Thilo Sarrazin als deutschen Wilders bezeichnete (1) und mir eine Parteineugründung unter seiner Führung als sinnvoll vorstellen könnte (2), dem Thema insgesamt eher skeptisch gegenüber. Lesen Sie dazu eine Glosse von Georg Paul Hefty aus der gestrigen FAZ.

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Zur richtigen Zeit

In gewisser Weise kommt die Nachricht, dass DVU und NPD auf dem Wege zur Vereinigung sind, irgendwie zur richtigen Zeit. Denn damit dürfte jede noch so theoretische Überlegung, rechts von CDU und CSU – wo immer das sein mag – eine neue, vermeintlich konservative Partei zu gründen, auf absehbare Dauer erledigt sein. Nicht, dass Konservative in den Verdacht geraten könnten, sich auf demselben Feld wie eine rechtsradikale oder gar rechtsextreme Partei zu tummeln. Aber jeder Planer einer neuen Partei muss sehen: Eine in eins gegossene NPD/DVU könnte mehr Protestwähler anziehen als die jetzt zersplitterten Radikalen. Eine konservative Neugründung müsste, wollte sie nicht ausschließlich den Wählerstamm der C-Parteien dezimieren, sondern Wahlenthalter reaktivieren und dennoch sicher über die Fünf-Prozent-Hürde kommen – alles andere wäre politischer Unfug -, auch weit rechts auf Stimmenfang gehen. Dort aber verschwimmen allmählich die Grenzen. Das jedoch muss verhindert werden, zwischen Rechten und Rechtsradikalen muss ein tiefer Graben erkennbar bleiben.

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Es gibt auch ein rein praktisches Problem: Wir haben keine Protagonisten mit Geert Wilders Ausstrahlungskraft und Popstarqualitäten, d.h., wir haben von Herrn Sarrazin bis zu Frau Kelek schon etliche, aber alle diese weisen die Gründung einer antimohammedanistischen Bürgerrechtspartei (nicht ohne Grund) zurück. Wenn es also vielleicht unklug ist, eine solche Partei zu gründen (der erste Versuch von Dr. Ulfkotte versank bereits u.a. im ökologisch-religiösen Themensumpf), vor allem deshalb, weil relevante Kräfte stets darauf drängen, dass diese Partei weniger antimohammedanistisch als vielmehr „wahrhaft konservativ“, also in erster Linie eine Anti-CDU-Partei sein müsse, ist evtl. die vorläufige Beschränkung auf formale oder informelle Bündnisse das gegebene Mittel. Der von mir sehr verehrte Ralph Giordano (im Bild mit PI-Gründer Stefan Herre) demonstriert dies m.E. mit seinen „10 Thesen für Thilo“ (3). Herr Giordano behandelt darin nicht seine zweifellos vorhandenen Differenzen mit Herrn Sarrazin, sondern er richtet dessen Arbeit virtuos und punktgenau auf den Kern des Problems: den Mohammedanismus.

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Die Gutmenschen und die dunklen Seiten des Islam

In Deutschland geben Sozialromantiker und
Beschwichtiger den Ton an, sagt Ralph Giordano und
stellt zehn Thesen zur Integrationsdebatte auf.

1. Solange gebildete, berufsintegrierte und akzentfreies Deutsch sprechende Muslima in Talkshows mit wirklichkeitsfernen Sätzen wie „die Frage der Integration stellt sich gar nicht“ so tun, als sei ihr Typ exemplarisch für die muslimische Minderheit in Deutschland und die Gleichstellung muslimischer Frauen eben um die Ecke – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

2. Solange diese Vorzeige-Muslima sich lieber die Zunge abbeißen würden als einzugehen auf das, was kritische Muslima so authentisch wie erschütternd berichtet haben über den Alltag der Unterdrückung, Abschottung und Ausbeutung, der Zwangsehe und Gefangenschaft muslimischer Frauen und Mädchen bis hin zu der unsäglichen Perversion der „Ehrenmorde“ – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

3. Solange widerstandslos hingenommen wird, dass Moscheen in Deutschland nach Eroberern der türkisch-osmanischen Geschichte benannt werden, nach Sultan Selim I. oder, wie im Fall der sogenannten Fatih-Moscheen, nach Mehmet II., dem Eroberer von Konstantinopel – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

4. Solange höchste türkische Verbandsfunktionäre, wie der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mayzek, vor laufender Kamera und Millionen Zuschauern erklären können, Scharia und Grundgesetz seien miteinander vereinbar, ohne sofort des Landes verwiesen zu werden – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

5. Solange rosenkranzartig behauptet wird, der Islam sei eine friedliche Religion, und flapsig hinweggesehen wird über die zahlreichen Aufrufe des Koran, Ungläubige zu töten, besonders aber Juden, Juden, Juden – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

6. Solange die weitverbreitete Furcht vor schleichender Islamisierung in der Bevölkerung als bloßes Luftgebilde abgetan wird und nicht als demoskopische Realität ernst genommen – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

7. Solange von hiesigen Verbandsfunktionären und türkischen Politikern penetrant auf Religionsfreiheit gepocht wird, ohne jede parallele Bemühung um Religionsfreiheit in der Türkei – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

8. Solange nicht offen gesprochen wird über islamische Sitten, Gebräuche und Traditionen, die mit Demokratie, Menschenrechten, Meinungsfreiheit, Gleichstellung der Geschlechter und Pluralismus nicht vereinbar sind – so lange hat Thilo Sarrazin Recht.

9. Solange die großen Themen der Parallelgesellschaften wie Gewaltkultur, überbordender Nationalismus, offener Fundamentalismus, ausgeprägter Antisemitismus und öffentliches Siegergebaren mit demografischer Drohung nicht zentrale Punkte des nationalen Diskurses sind – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

10. Solange Deutschlands Sozialromantiker, Gutmenschen vom Dienst, Pauschal-Umarmer und Beschwichtigungsapostel weiterhin so tun, als sei das Problem Migration/Integration eine multikulturelle Idylle mit kleinen Schönheitsfehlern, die durch sozialtherapeutische Maßnahmen behoben werden können – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

Postskriptum: Ein integrationsfördernder Vorschlag: Wenn denn das offene Haar der Frau die männliche Begierde weckt, wäre es da nicht besser, den Männern Handschellen anzulegen, als den Frauen das Kopftuch zu verordnen?

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Time am 19. September 2010

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/08/26/unser-geert-heist-thilo/
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/08/27/thesen-von-gewicht/
3) http://www.welt.de/debatte/article9722366/Die-Gutmenschen-und-die-dunklen-Seiten-des-Islam.html

Ware Lügen

14. September 2010

Guten Morgen, Naziran!

Mohammedanisten sind zwanghafte Lüger. Die ewige Gewaltherrschaft und Unterdrückung durch ihre Herrscher und Kleriker hat eine Kultur hervorgebracht, in der Lügen so selbstverständlich ist, dass eher betrachtet wird, ob gut oder schlecht gelogen wird, mutig oder unterhaltsam, nicht aber, ob Lügen unethisch ist oder nicht. Lügen im Dienst der Religion hat als Pflicht unter dem Begriff „Takija“ sogar Eingang in den höchsten Wertekanon der Orks gefunden, in den Kloran.

Dass wir Westler da nicht mithalten können, heißt nicht, dass wir nun überhaupt nicht wüssten, was Lügen ist, dass wir das überhaupt nie tun würden und zur Takija völlig unfähig seien. Ich bin sogar der Ansicht, dass die Fähigkeit zum Lügen eine notwendige Grundeigenschaft von Politikern sein muss: gegenüber dem eigenen Volk, mehr noch gegenüber Fremden aber vor allem gegenüber Feinden, und zwar skrupellos.

Das eigene Volk ist – zumindest im Westen – ein sehr heterogener Haufen der speziellsten Individuen, da braucht nicht immer jeder sofort alles zu wissen. Es gibt Spezialisten, die die Informationen richtig interpretieren können, und Vertrauen ist Grundlage der Beziehungen. Je interessierter und intelligenter jemand ist, wird er aus den Lügen ein Muster der Wahrheit erkennen können, denn die Lügen sind nicht unbedingt für ihn ausgesprochen worden.

Je höher die Verantwortung, desto weniger gilt also m.E. die moralische Verpflichtung, jedem gegenüber die ganze Wahrheit auszubreiten, da es, je mehr betroffen sind, umso unabsehbarer ist, was die allen eröffnete Wahrheit für Konsequenzen nach sich ziehen wird. Politik ist ein schmutziges Geschäft, und Politiker müssen mit verdeckten Karten spielen können. Während ich also dafür plädiere, dem Ehepartner unbedingt immer die ganze Wahrheit zu sagen, hat Obama z.B. von mir die Lizenz zum Lügen.

Wenn er in höchsten Tönen den Mohammedanismus preist (1), liegt das demzufolge nicht unbedingt daran, dass in der Parallelwelt, aus der er zu uns sprechen scheint, der Kloran ein menschenfreundliches Buch ist. Es liegt auch nicht daran, dass er wahnsinnig ist. Es liegt schlicht daran, dass er lügt.

Er darf das nicht nur, er soll das sogar. Obama soll mir gegenüber nicht die Wahrheit über den Kloran sagen, denn die weiß ich selbst. Er soll aber Leuten wie FAZ-Redakteur Klaus-Dieter Frankenberger verständliche Signale geben, dass es in Ordnung ist, wenn der jetzt die Wahrheit sagt. Es ist schon in Ordnung, wenn unsere Führer Mr. Jones (abgesagte) Kloranverbrennung verurteilen, denn Mr. Jones ist nach wie vor ein freier Mann und exzellenter Streiter des Counterjihad. Obamas Aufgabe ist das große Ganze, und zwar nicht in philosophischer Hinsicht, sondern im ganz konkreten Tagesgeschäft.

Daher ist es richtig, wenn er seine wahren Ansichten über den Mohammedanismus, den nur Irre, Profilneurotiker, Päderasten oder Sadisten ernsthaft verteidigen wollen, verschweigt. Denn ohne diese Lüge hätten die Amis z.B. den gigantischen Waffendeal mit den Saudis nicht einfädeln können, der Amerikas Wirtschaft 60 Milliarden Dollar bringen wird. Die FAZ (2):

„Bei dem Paket handelt es sich um das größte amerikanische Waffengeschäft aller Zeiten. Nach dem Bericht dient es neben der Sicherung von mindestens 75.000 Arbeitsplätzen in erster Linie der Stärkung des arabischen Verbündeten in seinem Machtkampf mit Iran. Die Gespräche zu dem Geschäft waren noch unter Präsident George W. Bush begonnen worden. Es wird erwartet, dass die Kongressabgeordneten diesem ohne große Änderungen zustimmen.“

PI sieht das Geschäft kritisch (3): „Letzteres (Gegengewicht gegen Iran) geht solange gut, bis das korrupte Regime der Familie Saud gestürzt wird, und Saudi-Arabien nach dem Willen des mohammedanisch geprägten Volkes ein islamischer Gottesstaat wird, der wie manch anderer ehemaliger Verbündete des Westens die hochmodernen Waffen dann mit ‚Allahu akbar‘ gegen die Lieferanten wenden wird.“

Ich stimme den geschätzten Kollegen in dieser Frage nicht zu, obwohl ich ihre Befürchtungen teilweise realistisch finde. In der Region sind angesichts des vorwärtsdrängenden Naziran, der derzeit unablässig an vielen Fronten gleichzeitig den Krieg eröffnen will (Jemen, Libanon, Israel, Gaza, Afghanistan, Irak) und nach der Atomrakete greift, die Europa erreichen können wird, schnelle und effektive Maßnahmen erforderlich. Ich fände es am besten, wenn alle friedlich blieben, denn Frieden ist menschenfreundlich und von Gott, und er ist ein tödliches Gift für den satanischen Mohammedanismus wie für den Nationalsozialismus seinerzeit. Wenn sich die Orks aber selbst gegenseitig in ihr himmlisches Bordell befördern wollen, können sie das m.E. gerne mit Waffen tun, durch deren Verkauf wir unsere Wirtschaften und technische Innovation am Laufen halten. Dass sie die Hightech-Waffen gegen uns einsetzen, halte ich für unwahrscheinlich – mit Teppichmessern und Sprengfallen sind sie ganz gut, aber um eine F15 zu fliegen braucht man andere Qualitäten als das stumpfe Beharren auf einem Aberglauben. Besonders wichtig (FAZ):

„Die israelische Lobby erhebt keine Einwände, weil Israel modernere Kampfflugzeuge vom Typ F-35 erhalten wird, welche nicht durch Radar erfasst werden, und weil sich die Kampfflugzeuge angesichts ihrer Reichweite für Saudi-Arabien nicht für Angriffe gegen Israel eignen.“

Einen interessanten Leserbrief von Ork Dr. Ezhar Cezairli, Mitglied im Integrationsbeirat der Hessischen Landesregierung und Mitglied der „Deutschen Islamkonferenz“, brachte die heutige FAZ:

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Sich mit Sarrazins Äußerungen auseinandersetzen

Zu Sarrazins Thesen, der Opferrolle der Migranten und den Fehlern der Integrationspolitik: Sarrazins Äußerungen zu Problemen bei der Integration sind vor allem deshalb völlig inakzeptabel, weil er die Ursache in der „genetisch bedingten“ mangelnden Intelligenz besonders der Migranten aus der Türkei sieht. Schlimmer ist aber, dass mehr als 80 Prozent der Deutschen ihm zustimmen und die meisten Politiker sich darüber wundern. Sarrazin hat es geschafft, offenzulegen, wie weit entfernt die Integrationspolitik aller Parteien von den Gedanken und Wünschen der Bürger ist.

Gerade deshalb sollte man sich offen und sachlich mit seinen Äußerungen auseinandersetzen. Ich appelliere an meine „Landsleute“ aus der Türkei sowie an alle Migranten, bei Kritik nicht die Opferrolle einzunehmen und beleidigt zu sein, sondern darüber nachzudenken, ob die Kritik einen wahren Kern hat. Es gibt viele Migranten, auch aus der Türkei, die hier erfolgreich integriert sind, Akademiker, Selbständige, Unternehmer, Leistungsträger, die sozial, kulturell und wirtschaftlich einen großen Beitrag für den Wohlstand unseres Landes leisten. Es gibt aber noch zu viele, die dies nicht schaffen. Deshalb sollten auch wir „erfolgreichen Migranten“ uns fragen, was wir tun können, damit benachteiligte Kinder und Jugendliche bessere Startchancen bekommen.

Die wichtigsten Voraussetzungen sind: das Beherrschen der deutschen Sprache, eine gute Ausbildung, das Ergreifen von Chancen, mehr Eigenverantwortung und die Akzeptanz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Wir sollten die Errungenschaften der Aufklärung, die das moderne Europa geprägt hat, besser vermitteln: Demokratie, individuelle Selbstbestimmung, Freiheit, Pluralität, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Trennung von Staat und Kirche.

Die Politik muss dafür sorgen, dass Kinder aus bildungsfernen Familien (das sind nicht nur türkischstämmige) frühestmöglich gefördert werden: Kindergartenpflicht, Ausbau von Förderprogrammen, bessere Vorbereitung aufs Berufsleben, Schulsozialpädagogen mit „Migrationshintergrund“, Stärkung sozialer Kompetenzen, mehr Wettbewerb unter den Schulen. Ganz sicher müssen auch Migranten mehr Integrationsbereitschaft zeigen.

Es gibt auch keine dummen Kinder. Doch es gibt (dumme) Erwachsene, die sich um die Zukunft ihrer Kinder keine Gedanken machen und ihnen nicht helfen, ihre Begabungen zu entdecken. Wenn Sarrazins Buch eine sachliche Diskussion anstoßen würde, anstatt einen Parteiausschluss nach sich zu ziehen, wäre schon etwas gewonnen.

Es wird immer wieder von der „Integration der Muslime“ gesprochen, als wären „Muslime“ eine homogene Gruppe und als könnte man ein Kollektiv integrieren. Hinzu kommt, dass „der Islam“, den die Menschen im Alltag erleben und der in Deutschland und Europa von bestimmten islamischen Verbänden vertreten wird, keinen aufgeklärten Islam darstellt. Es ist ein großer Fehler, zu glauben, dass man über eine höhere Akzeptanz des Islams die Integration zum Erfolg führen kann!

Nicht der Islam als Religion muss uns Sorgen machen, sondern die Tatsache, dass die islamischen Verbände inzwischen in vielen wichtigen Bereichen, wie bei der Bestimmung von Universitätsdozenten für Islampädagogik, bei der Ausbildung von islamischen Religionslehrern sowie bei der Erstellung von Lehrplänen für den Islamunterricht zunehmend Einfluss ausüben. Es ist verständlich, wenn Menschen, die keineswegs zur „rechten Szene“ gehören, Angst vor einer Islamisierung haben. Es ist eine Gefahr für die Zukunft Deutschlands, dass manche Politiker durch ihre Ignoranz (teilweise auch Naivität) gegenüber vielen islamischen Organisationen dabei sind, die Grundlagen unserer aufgeklärten Gesellschaft aufzugeben.

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Frau Cezairli scheint überwiegend auf unserer Seite zu stehen. Takija? Gegen wen? Wenn sie feststellt, dass der Mohammedanismus, den die Menschen im Alltag (in Deutschland und Europa) erleben, ein unaufgeklärter, rückständiger ist, schließt sich doch automatisch die Frage an, wo denn der aufgeklärte zu finden sein könnte. In Saudi-Arabien sicher nicht. Irgendwo in Afrika? Vielleicht in Asien? 20.000 Meilen unter dem Meer? In der Fantasie? Es gibt schlicht keinen Ork-Staat, in dem „Demokratie, individuelle Selbstbestimmung, Freiheit, Pluralität, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Trennung von Staat und Kirche“ eine Rolle spielen würden geschweige denn verwirklicht wären. In den Genuss dieser großartigen Errungenschaften kommen Orks nur, wenn sie als kleine einflusslose „Minderheit im Haus des Krieges“ partizipieren. Sowie sie aber die Mehrheit stellen und Wirklichkeit gestalten, erschaffen sie eine Wirklichkeit der Unterdrückung und Gewalt, immer, überall.

Dr. Cezairli weiß das mit Sicherheit. Ihr Brief ist m.E. counterjihadisch in dem Sinne, wie ich persönlich darüber denke, und die Lüge ist Takija gegen die Orks und ihre Freunde, die ihr solange das Expertentum in Fragen Mohammedanismus nicht absprechen können, solange sie sich (scheinbar) zu diesem perversen Wahnsinn bekennt. Mit ihrer Apostasie würde sie diesen wichtigen Status verlieren. Nekla Kelek handelt in meinen Augen ganz ähnlich. Ihre Lüge besteht in der einen notwendigen, der Mohammedanismus sei nicht voll und ganz zu vernichten. Diese Lüge eröffnet ihnen wie Obama und den Amerikanern große Möglichkeiten, Handlungs- wie Handelsmöglichkeiten. An Geschäftsabschlüssen aber ist in der kapitalistischen Gesellschaft, zu der wir uns bekennen, nichts per se Unmoralisches, im Gegenteil, Gratulation!

Die Standards indes, die Dr. Cezairli aufzählt, bleiben unverkäuflich.

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Time am 14. September 2010

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/09/13/wahnsinnig-ist-wer/
2) http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~EB6F84BE086204E28B53147B064382A86~ATpl~Ecommon~Scontent.html
3) http://www.pi-news.net/2010/09/groesstes-waffengeschaeft-aller-zeiten/