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Gezwungen zu kapieren

7. August 2019

Von Antje Sievers brachte die „Achse“ einen sehr lesenswerten Artikel (1).

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Das Psychogramm hinter den Schreckenstaten

Ein Afghane tötet seine Ex-Freundin mit nicht weniger als siebzig Messerstichen. In einem harmlosen Stuttgarter Wohnviertel wird ein Mann mit einem japanischen Schwert von seinem Mitbewohner regelrecht gemetzelt. In Hamburg wird ein Asylbewerber von einer Frau in einer Bar zurückgewiesen, daraufhin schlägt er sie auf der Toilette tot und setzt sich anschließend wieder an den Tresen, um weiter zu trinken. Nach einem Streit in einer Flüchtlingsunterkunft schlägt ein Eritreer einen Landsmann so schwer, dass dieser an den Verletzungen stirbt. Und so weiter und so fort. Die Schreckensbilanz von wenigen Tagen.

„Unfassbar“, so liest man immer wieder, unvorstellbar, unerklärlich. Und tatsächlich sucht man immer wieder nach „Motiven“, als gebe es allen Ernstes nachvollziehbare Gründe dafür, einen Menschen wegen einer Nichtigkeit tot zu prügeln. Wir können diese Motivation nicht nachvollziehen, und das ist gut so. In anderen Gesellschaften, in anderen Kulturen, in anderen Teilen der Welt ist das zuweilen vollkommen anders. Und wir sind gezwungen, das endlich mal zu kapieren.

Als der Psychologe Nicolai Sennels bei seiner Arbeit in Kopenhagener Justizvollzugsanstalten feststellte, dass sich die psychische Struktur von muslimischen Strafgefangenen fundamental von der der nichtmuslimischen unterscheidet, veröffentlichte er die Ergebnisse in seinem Buch „Blandt kriminelle Muslimer“ (Unter kriminellen Muslimen). Erwartungsgemäß stieß er auf Ablehnung und Unverständnis und geriet augenblicklich in den Verdacht, ein „Rassist“ zu sein. Denn es kann einfach nicht sein, was nicht sein darf. Was nicht ins Weltbild passt, muss passend gemacht werden. Und wenn die Fakten noch so sehr dagegen sprechen.

Die Prinzen der Familie

Zu ganz ähnlichen Ergebnissen kam die Soziologin Necla Kelek, als sie für ihr Buch „Die verlorenen Söhne“ türkische Häftlinge interviewte. Ihre Eltern, ihre Familien seien stolz auf sie, sagten viele von den jungen Männern, die wegen Drogenhandel, Gewaltdelikten und anderen Verbrechen langjährige Haftstrafen zu verbüßen hatten.

Und das ist leider nicht gelogen. Sie sind mitnichten gezwungen, sich ihre Biographie schön zu lügen. Muslimische Jungs sind die Prinzen der Familie. Man muss sich nur mal die glitzernden Fantasie-Uniförmchen in den türkischen Geschäften ansehen, mit denen die Jungen am Tag ihrer Mannwerdung, der Vorhautamputation, bekleidet werden. Wer es noch nicht weiß: Vor den Schmerzen der Beschneidung wird den Jungen gern gezielt Angst gemacht. Erstens gilt das als irre lustig und zweitens gehört das dazu: Ein richtiger Mann muss Schmerz aushalten können.

Die muslimische Mutter verhätschelt und verzieht den Knaben nach Strich und Faden und liest ihm jeden Wunsch von den Augen ab. Seine Bedürfnisse haben Vorrang vor denen der Schwestern, sein Ego wird maßlos überhöht, es werden ihm Fähigkeiten angedichtet, die er gar nicht besitzt, sein Wille geschehe, jetzt und immerdar.

Dissoziale Persönlichkeitsstörung

Flüchtlingshelferinnen haben mir berichtet, wie fassungslos sie waren, als sie in den Unterkünften miterleben mussten, wie Mädchen alles verboten wurde, während sich die Jungs aufführen durften wie die Wildsäue. Mütter seien stolz und glücklich gewesen, wenn das Prinzchen Möbel zerstörte, Mädchen beleidigte und drangsalierte, anderen Süßigkeiten und Spielzeug klaute und ihnen obendrein noch die Faust ins Gesicht hieb. Mein Sohn! Wallah, ein richtiger Mann!

So werden die Mini-Paschas zu erwachsenen Männern. Von der psychischen Reife her allerdings sind sie noch Kleinkinder, sie verharren im frühkindlichen Narzissmus und dem Wahn ihrer eigenen Allmächtigkeit.

Klinisch nennt sich diese psychische Störung Narzisstische oder auch Dissoziale Persönlichkeitsstörung. Die Grenze ist fließend. Menschen dieser psychischen Struktur zeichnen sich durch Allmachtsfantasien sowie völlige Unfähigkeit zur Selbstkritik aus, durch mangelnde Impulskontrolle und schnelle Gewaltausbrüche, durch nicht vorhandene Empathiefähigkeit und die Unfähigkeit, irgend etwa anderes wahrzunehmen als die eigenen Bedürfnisse. Eltern von Dreijährigen werden die Symptome sofort wiedererkennen. Der Mörder der fünfzehnjährigen Susanna war dafür ein Beispiel wie aus dem Lehrbuch.

Totgeschlagen, totgestochen, totgeschossen

Tritt in der Welt der Dissozialen Persönlichkeit eine Störung ein, wird diese als fundamentale Bedrohung, als Erschütterung des ganzen Seins empfunden. Den eigenen Willen nicht zu bekommen, ist für den Menschen mit dieser psychischen Struktur schier unerträglich. Gerät ein erwachsener Mensch ohne diese psychische Störung in eine Krise, erfährt er zum Beispiel einen großen Vertrauensbruch, eine persönliche Schädigung, eine emotionale Kränkung wie eine Zurückweisung oder den Verlust des Partners, so kann man davon ausgehen, dass er psychisch so aufgestellt ist, diese Krise aus eigener Kraft oder mit Hilfe anderer zu bewältigen.

Einer Person mit dissozialer Persönlichkeit ist das nicht möglich. Die Störung muss vernichtet werden: Totgeschlagen, totgestochen, totgeschossen. Störung beseitigt, Problem beseitigt. Was auf uns hochgradig psychisch auffällig wirkt, hat allerdings in anderen Ecken des Planeten jedes Verständnis dieser Welt: So reagiert eben ein richtiger Mann.

Man muss leider davon ausgehen, dass die Mehrheit der jungen Männer, die nach Europa strömen, in diesem Sinne herangewachsen ist. In ihrer Heimat werden die zwischenmenschlichen Probleme nicht mit wie Wackeldackel nickenden Sozialpädagogen in Stuhlkreisrunden gelöst, sondern gern mit Mitteln, die als ehrenvoll, sinn- und identitätsstiftend, positiv und vor allem durch und durch männlich gelten: Mit Gewalt.

Dem noch halbwegs regulierenden Einfluss des Clans, den männlichen Familienmitgliedern, der Umma sind sie hier weitgehend entzogen. Kein Imam droht ihnen mit der Hölle, wenn sie Drogen nehmen, Alkohol konsumieren und Sex mit ungläubigen Frauen haben. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes außer Kontrolle. Es sind abertausende von tickenden Zeitbomben. Nichts und niemand kann verhindern, dass sie hochgehen.

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Time am 6. August 2019

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1) https://www.achgut.com/artikel/schreckensbilanz_von_wenigen_tagen

Wie man sie erkennt

12. April 2010

Der in Europa sehr als MoMo geschätzte Jihad-Mastermind Tariq Rammeltag durfte in den vergangenen sechs Jahren nicht in die USA einreisen. Dies wurde im Januar dieses Jahres auf Betreiben von US-Außenministerin Hillary Clinton geändert. Fünf Tage lang hielt er Vorträge. Jordan Mejias berichtete in der heutigen FAZ aus New York.

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Was will der Gast uns damit nicht sagen

Hillary Clinton hat entschieden, dass der Islamwissenschaftler Tariq Ramadan wieder in die Vereinigten Staaten einreisen darf. In New York redet er, wie man ihn kennt.

Zwei Stunden lang wurde er nach seiner Ankunft auf dem Newark Liberty International Airport abwechselnd von drei Beamten der Einreisebehörde verhört. Dabei hatte keine Geringere als Außenministerin Hillary Clinton schon im Januar dafür gesorgt, dass Tariq Ramadan, der Islamwissenschaftler mit dem Schweizer Pass, fortan ungehindert in die Vereinigten Staaten einreisen dürfen sollte.

Vor sechs Jahren war Ramadan das amerikanische Visum entzogen worden, als er bereits die Koffer gepackt hatte, um an der katholischen University of Notre Dame im Bundesstaat Indiana eine Professur für Religion, Konflikt- und Friedensforschung anzutreten. Zur Begründung wurde damals der unter der Regierung Bush verabschiedete Patriot Act angeführt, nach dem Ausländern, die terroristische Handlungen billigen oder unterstützen, die Einreise verwehrt werden kann. Später hieß es, Ramadan sei wegen einiger Spenden über insgesamt dreizehnhundert Dollar, die er einer Schweizer Hilfsorganisation mit Verbindungen zur palästinensischen Hamas zukommen ließ, in Amerika unerwünscht. Der gemeinnützige Verein wurde im Nachhinein vom amerikanischen Finanzministerium als terroristisch eingestuft.

Die American Civil Liberties Union zog daraufhin im Namen von Ramadan, der American Association of University Professors, der American Academy of Religion und des PEN American Center vor Gericht. In erster Instanz wurde ihre Klage abgewiesen, in der Berufung bekamen Ramadan und seine Fürsprecher recht. Das war im Juli des vergangenen Jahres. Aber erst das Machtwort der Außenministerin brachte die Wende. Für die Einreisebehörde war die jahrelange Vorgeschichte allerdings Grund genug, den Professor, der nun in Oxford lehrt, seit vergangenem Jahr als Lehrstuhlinhaber für zeitgenössische islamische Studien, noch einmal gründlich zu befragen: wohin er im Land reisen, wen er treffen und was er besprechen wolle.

Einen Tag später stehen Hunderte von New Yorkern vor dem Eingang zur Cooper Union Schlange, um nach dem Durchlaufen von drei Sicherheitsschleusen Ramadan in der bis auf den letzten Platz gefüllten Great Hall der Hochschule sprechen zu hören. Sein Thema: „Säkularismus, Islam und Demokratie: Muslime in Europa und im Westen“. Neben ihm auf dem Podium sitzen Dalia Mogahed, Direktorin des Gallup Center for Muslim Studies, Joan Wallach Scott, Sozialwissenschaftlerin am Institute for Advanced Study in Princeton, und George Packer, Journalist, Dramatiker und Redaktionsmitglied des „New Yorker“. In einer neunseitigen Vorauskritik, die im Zuschauerraum verteilt wird, greift eine Vertreterin der Green Party die Zusammensetzung des Podiums und darüber hinaus die vermeintliche Weigerung der amerikanischen Linken, die „schändliche Natur des radikalen Islam“ zu verurteilen, heftig an. Aber das Podium verhält sich weniger homogen als erwartet. Unter der Leitung von Jacob Weisberg, der sich sonst in der Internetzeitschrift „Slate“ zu Wort meldet, findet mehr als ein gepflegter Meinungsaustausch unter Gleichgesinnten statt.

Ramadan selbst ist die Besonnenheit in Person. Er gefällt sich abermals in der Rolle des Vermittlers, der Muslimen zutraut, im Westen einen eigenen Weg zwischen Assimilation und Isolation zu finden, und für den muslimische und westliche Werte nicht unvereinbar sind. Träfe ihn da einer zum ersten Mal an, käme er nie auf die Idee, auch nur einen Hauch von islamistischer Radikalität in seiner Gegenwart zu verspüren. In einer kurzen Zusammenfassung seiner Positionen malt Ramadan allerdings hauptsächlich unanstößige Wünschbarkeiten aus.

Wer könnte etwas gegen Muslime in Deutschland oder in der Schweiz einwenden, die sich in diesen Ländern zu Hause fühlen wollten, die ihnen Loyalität entgegenbrächten und ihre Sprache sprächen? Wer etwas gegen mehr Wissen voneinander, mehr Dialog auch mit uns selbst? Ramadan entwirft das Ideal von westlichen Muslimen, die voller Demut die sie umgebenden Errungenschaften des Westens aufnehmen, und von säkularen Gesellschaften, die voller Respekt den Beitrag ihrer muslimischen Landsleute einbeziehen. Er prangert den Rassismus unter Muslimen ebenso an wie die amerikanische Politik im Nahen Osten. Zumindest bedenkenswert, wenngleich sie nicht weiter vertieft wurde, bleibt seine Theorie von den multiplen Identitäten, die es zum Beispiel einem muslimischen Deutschen ersparten, sich zwischen seiner Religion und seinem Land zu entscheiden.

Bevor aber das New Yorker Gespräch in Wohlfühlrhetorik versinkt, bringt Packer ein bisschen Leben in die Wiedersehensparty. Er ist nicht so schnell wie die Professorin aus Princeton bereit, muslimische Defekte mit Mängeln des Westens aufzuwiegen. Packer scheut sich nicht, den Gast mit den zwei beliebtesten Vorwürfen seiner Kritiker zu konfrontieren: Er sei doppelzüngig, und er drücke sich um Antworten auf schwierige Fragen herum. Den ersten Vorwurf entkräftet Packer selbst, mit dem zweiten aber bringt er Ramadan in die Klemme. Denn was ihn Packer dann auch fragt, ob es sich um Ramadans Einschätzung seines Großvaters handelt, der einst den mit den Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem beriet, oder um den dänischen Karikaturenstreit, immer erhält er genau jene Antworten, die in ihrem virtuosen Nuancenreichtum alle Grenzen zwischen Verweigerung, Spitzfindigkeit und notwendiger Differenzierung verwischen.

Und so geht es auch weiter bei den wenigen Publikumsfragen, für die noch Zeit ist. Ramadan will als Muslim die Homosexualität nicht verurteilen, sondern behilft sich mit einer Formel, wie sie ähnlich in der christlichen Theologie gebräuchlich ist: Ich bin nicht einverstanden mit dem, was du tust, aber ich respektiere, wer du bist. Er verabscheut die Steinigung von Frauen, will aber die von der Scharia vorgesehene Strafe nicht verurteilen und ruft statt dessen zu einem Moratorium auf, weil, wie er erklärt, Kritik von außen nichts nütze und jeder Sinneswandel von innen zu erfolgen hätte. Könnte er in muslimischen Ländern sagen, was er New Yorkern erzählt? In sechs islamischen Nationen sei er Persona non grata, antwortet er, um gleich darauf wieder Missstände des Westens aufzuzählen. Seinen Fans, die in ihm ein leuchtendes Beispiel interkultureller Toleranz erkennen, macht er es damit so leicht wie seinen Gegnern, die sicher meinen, nur wieder einen Auftritt des Wolfs im Schafspelz miterlebt zu haben.

Fünf Tage hält sich Ramadan in den Vereinigten Staaten auf. Nach New York macht er Station in Chicago, Detroit und Washington. Und an eine Rückkehr nach Amerika denkt er auch schon, selbst wenn ihm das Verhör vor der Einreise auch das nächste Mal nicht erspart bleiben sollte. So oder so wäre sein Kommen und Gehen ein notwendiger, hoffentlich bald selbstverständlicher Triumph der Meinungsfreiheit.

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Seltsam, seltsam. Wieso ist Rammeltags „Kommen und Gehen ein notwendiger, hoffentlich bald selbstverständlicher Triumph der Meinungsfreiheit“? Kann die denn nicht triumphieren, ohne dass der Vertreter einer Gewaltideologie seinen ideologischen Müll bei uns ablassen darf? Ist es denn zur Anerkennung einer wissenschaftlichen Theorie etwa notwendig, als Ausgleich dafür in Schlangen beim Schamanen anzustehen? Tariq Rammeltag ist Sympathisant einer globalen Mörderbande, die die bestehende Ordnung stürzen und durch eine andere, eine unfreie ersetzen will, er gehört zur „Unterstützerszene“ und sollte dafür belangt werden. Wenn ein Neonazi den Holocaust leugnet, wird das doch auch weder vom Feuilleton der FAZ noch sonstwo als Triumph der Meinungsfreiheit gewertet.

„Wir Propheten des liberalen Islam sind alte Wandervögel mit Sangesgut im Gepäck: Ein Liedchen, das gefällt und nützt, trug Tariq Ramadan in New York vor“, textet Mejias neckisch zum obenstehenden Foto. Der ironische Ton, der seinen Artikel durchzieht, und der Abstand zu Rammeltag ausdrücken soll, kann nicht kaschieren, dass er Rammeltags Rolle im globalen Jihad, welcher niemandem nützt, nicht begriffen hat.

Der kleine Tariq, der sein verschlagenes (und verachtungsvolles) Grinsen einfach nicht in den Griff bekommt, bastelt nicht an einem „liberalen Islam“, und er ist kein MoMo (den gibt es, wie u.a. Ali Sina ausgeführt hat, gar nicht- 1), denn sein Publikum sind keine Orks sondern einzig und allein Westler. Den Uninformierten, den Ängstlichen und den Phlegmatischen unter ihnen (und das sind leider die meisten) will er den Fieslahm schönreden. Er will sie davon ablenken, die Wahrheit über den Kloran herauszufinden. Er will sie in Sicherheit wiegen.

Ramadan redet über Mohammedanisten, „die sich in diesen Ländern zu Hause fühlen wollten, die ihnen Loyalität entgegenbrächten und ihre Sprache sprächen… die voller Demut die sie umgebenden Errungenschaften des Westens aufnehmen“, so als ob irgendjemand bei uns damit ein Problem hätte. Das Problem besteht aber doch vielmehr darin, dass die Orks im allgemeinen eben nicht demütig und loyal sind, geschweige denn bereit wären, die westlichen Sprachen zu lernen. Er selbst ist ja undankbar, voller Unverständnis und Ablehnung dem Westen gegenüber: „Er prangert… die amerikanische Politik im Nahen Osten“ an, und hat also nicht begriffen, dass Israel die einzige freie Gesellschaft dort ist. Er versteht nicht, dass die Politik der USA in der Verteidigung ihrer eigenen Freiheit, der Verteidigung des Westens und der Verteidigung der persönlichen Freiheit Rammeltags selbst besteht. Er hat offenbar mehr Sympathie für die mohammedanistischen Diktaturen und Terrorregimes dort. Seine „Theorie von den multiplen Identitäten“, die Mejias so fasziniert, möchte erreichen, dass der Westen akzeptiert, dass Orks nach der Scharia leben „müssen“, auch im Westen: „Einem muslimischen Deutschen“ soll „erspart“ werden, „sich zwischen seiner Religion und seinem Land zu entscheiden“ zu müssen. Da bei uns ja im Grunde jeder machen kann, was er will, solange er sich an die Gesetze hält, kann Tariqs Zauberspruch ja nur bedeuten, entweder diese Gesetze zu ändern oder in einer Parallelwelt in einer anderen Identität zu leben. Super Theorie!

Herr Mejias erkennt wohl die Raffinesse des Demagogen: „Denn was ihn Packer dann auch fragt,… immer erhält er genau jene Antworten, die in ihrem virtuosen Nuancenreichtum alle Grenzen zwischen Verweigerung, Spitzfindigkeit und notwendiger Differenzierung verwischen“, und ihm fällt auch dessen notorische Ablehnung des Westens auf („… um gleich darauf wieder Missstände des Westens aufzuzählen“), die Tariqs eigentliche Agenda ist, er mag sich aber nicht zwischen „seinen Fans, die in ihm ein leuchtendes Beispiel interkultureller Toleranz erkennen“ und „seinen Gegnern, die sicher meinen, nur wieder einen Auftritt des Wolfs im Schafspelz miterlebt zu haben“ entscheiden. Er wird sich dann wohl später dem Sieger an die Brust werfen, der schlaue Jordan. Immerhin gehört er auch nicht zu den völlig kritiklosen Verehrern, die offenbar in Scharen hohe Eintrittsgelder latzen, um sich von diesem Männchen Sand in die Augen streuen zu lassen.

An dem Rammeltagschen „Ja, aber…“ kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit unsere Gegner erkennen. „Ja, aber Vietnam…“, „Ja, aber Israel…“, und dann folgen zigmal mehr Bemühungen, unseren Freund, das freie Israel, in den Dreck zu ziehen, als vorher für die Analyse des mörderischen Mohammedanismus aufgewendet wurde. Was man nie hören wird, ist ein klares Bekenntnis zum Westen und zu seinen geistigen Grundlagen. Aber dass unsere Handies gut sind, das wissen wir doch, dazu braucht es keinen Rammeltag.

Lesen Sie im Folgenden einige Textstellen aus einem Aufsatz des dänischen Psychologen Nicolai Sennels, den LIZ von „Die grüne Pest“ (2) für „EuropeNews“ übersetzt hat (3). Vergleichen Sie vielleicht Sennels enthusiastische Schilderung des Westens und die seiner Motivation zum Counterjihad mit dem, was Sie über Rammeltag gelesen haben. Sie werden in letzterem  unschwer einen Orkagenten erkennen, der hinter den Linien operiert und das Burgtor öffnen soll.

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Islamkritik: Liebe ist die Motivation

(…) wir verkünden nicht nur etwas, was man als „gegen“ betrachten könnte. Wir sind motiviert, zuerst und zuvorderst zu sagen „für“! Wir sind für unser Land, unsere Werte unsere Kultur. Für unsere Liebe zur Demokratie, für die viele mutige Menschen gekämpft haben – durch die ganze Geschichte hindurch – gegen brutale Tyrannen, inhumane Glaubensbekenntnisse und korrupte, politische Systeme. Unsere Liebe zu Frauen und unsere Hoffnungen, dass ihr Recht auf Freiheit geschützt bleibt, um uns alle und unsere Welt mit den wunderschönen Eigenschaften, die nur Frauen so perfekt ausdrücken können, zu bereichern. Wir sind für die Liebe, für die Art von Freiheit, die nur in Kulturen existieren kann, in denen Selbstverantwortung und Philanthropie vorherrschen…

Wir dürfen nicht vergessen, dass Muslime – eingeschlossen einer sehr großen Menge jener, die in der Realität nicht gläubig sind – die ersten Opfer des Islams sind. Die große Mehrheit der muslimischen Frauen lebt ohne die grundsätzlichen Menschenrechte, wie das Recht ihre eigene Kleidung auszuwählen, Bildung, Arbeit, Freunde, Lifestyle und mit wem sie Sex haben wollen. Auf den ersten Blick haben es die Männer leichter, aber auch für sie müssen wir versuchen Mitleid aufzubringen. Die Männer werden von ihren Bezugspersonen erzogen unter einem kulturellen Einfluss, in derselben Art und Weise zu handeln und viele negative Dinge zu tun; es wird von ihnen erwartet, die Freiheit ihrer Frauen, Schwestern und Töchter zu begrenzen, aggressiv gegenüber Kritik zu reagieren, und sich feindlich gegenüber nicht-Muslimen zu verhalten. Im weiteren Sinne der Verhaltensforschung kann man das nur als kindisch ansehen. Wenn man Frauen unterdrückt, wenn man Ärger ausdrückt und sich von anderen Menschen distanziert, dann erfüllt man seine Gedanken und sein Leben mit einer Menge an unangenehmen Eindrücken und Gewohnheiten. Männlicher Chauvinismus, Wut und Fanatismus sind keine Beispiele eines Verhaltens, das einen Weg zum Glück verheißen würde, ganz im Gegenteil. Schließlich sind beide Geschlechter gefangen in einer Kultur, in der jämmerliche, chauvinistische Ansichten den Frauen aufgezwungen werden, um Paare daran zu hindern, die Freuden einer bereichernden Liebe und Sexualität zu erfahren, die nur dann entstehen kann, wenn Männer und Frauen gleichberechtigt sind, indem man sich gegenseitig respektiert und öffnet, ohne Angst vor einer Verurteilung zu haben. Diese Liebe, die beides ist, erfüllend und gleichberechtigt, ist die Basis und das Resultat menschlicher Reife, und egal ob Frauen oder Männer von welcher Rasse oder Religion auch immer, wissen, was sie vermissen oder nicht, es ist ein wesentlicher Zug in ihrer psychologischen und sexuellen Entwicklung, wenn sie von dem getrennt werden, was man nur als wahre Liebe bezeichnen kann…

Die aggressive, abgrenzende Haltung gegenüber nicht-Muslimen, sowohl in muslimischen Ländern, als auch in den muslimischen Gebieten unserer Länder, wächst zu einem großen Problem heran. Ein bekannter muslimischer Geistlicher muss nur ein muslimisches Gebiet zu einem unabhängigen, muslimischen Territorium erklären, und schon beginnt das, was wir alle fürchten. Die islamische Expansionstradition, in der man Gebiete zu „muslimischen“ erklärt (mit Scharia Gerichten, Religionspolizei und Gruppen von älteren Männern als trias politica (horizontale Gewaltenteilung) ist die Quelle vieler tödlicher Konflikte in der ganzen Welt seit der Zeit des Propheten Mohammed bis jetzt.

Kein Staat kann eine solch aggressive Bewegung gegen seine eigene Obrigkeit tolerieren, ohne dies als schädlich für sein gesamtes soziales Gefüge zu betrachten. Gegen mit Waffen ausgestattete, grausame, kriminelle Muslime und extremistische Islamisten, wird es für keinen Staat eine einfache Aufgabe sein, die Macht in solchen Teilen des Landes zurückzuerobern. Die gewalttätigen Massen und ihre anti-demokratischen, religiösen Führer werden sich nicht selbst ergeben und ihre Waffen freiwillig an nicht-islamische Autoritäten abgeben. Unglücklicherweise ist es klar, dass unsere Gesellschaften immer enger zusammenrücken gegenüber solchen gewalttätigen täglichen Konflikte. Schon jetzt gehen die wirtschaftlichen Kosten der erfolglosen, muslimischen Integration und des anti-sozialen Verhaltens in die Milliarden – monatlich. Unsere Kinder, die Kranken und die Alten, an unseren Schulen, Krankenhäusern, Institutionen usw. leiden entsprechend…

Die schlimmste Sache die passieren kann ist, dass wir mitten in unseren Frustrationen und berechtigten Anliegen, den Wunsch nach Zufriedenheit und Freiheit von Leid für alle verlieren. Mitten in unserem Kampf gegen ein Fortschreiten des Islams, gegen das anti-soziale Verhalten der Muslime und die Political Correctness, die dem ganzen Desaster den Weg bereitet, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass wir letztlich „für“ etwas arbeiten. Das wir für eine Welt kämpfen in der Freiheit, Frieden und Frauen aufblühen, ohne dass sie Schutz benötigen…

Man kann die politischen und religiösen Systeme hassen, aber wenn es um Menschen geht, kann man nicht denjenigen mehr Leid wünschen, die ohnehin schon dabei sind ihr eigenes Leben zu zerstören durch ihren Fanatismus, Stolz und ihre Aggression. Ihre destruktiven Aktionen sind eher ein Produkt von Gehirnwäsche und selbst zugefügtem Schmerz als Boshaftigkeit. Man muss diesen Menschen wünschen, dass sie glücklicher und freier leben können; dass sie ein Leben leben können, in dem sie ihr volles Potential entfalten können, frei von eigenen negativen Tendenzen; wo sie lieben können, sowie Kritik tolerieren und jede freien Mann und jede freie Frau. Man kann wünschen, dass sie eine menschliche Reife und ein Übermaß erzielen, so dass sie, anstatt sich selbst und andere zu verletzen, anfangen können, sich dem Glück zu öffnen, das unsere friedliche, verantwortliche und humanistische Kultur anbietet. Menschen, die unter dem Islam leben, werden niemals in der Lage sein, emotionale Reife und menschliche Größe zu erreichen, die so viele erreicht haben auf der Basis unserer freiheitlichen, westlichen Gesellschaften.

(…) Man muss nur die beiden Quellen studieren, um diese Probleme zu erkennen: Die zahllosen Aufrufe zu Mord, Krieg und anderen barbarischen Dingen zu denen der Koran aufruft, und die Statistik, die die muslimische Kriminalität aufzeigt, die sich in rechtlosen Parallelgesellschaften ansammelt und nicht-islamische Obrigkeiten angreift, sind ausreichende Belege dafür. (…)

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Time am 12. April 2010

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/03/17/orks-sind-terroristen-oder-unwissend/
2) http://die-gruene-pest.com/
3) http://europenews.dk/de/node/31157

weitere Aufsätze von Nicolai Sennels:
http://europenews.dk/de/node/20845
http://europenews.dk/de/node/21875
http://europenews.dk/de/node/28592

 

Reise in das Herz des Feindes

15. Februar 2010

Der Israel-Reisebericht des Irakers Najem Wali (1) liegt jetzt auf Deutsch vor, wie Annika Müller für die heutige FAZ berichtet.

Verschlungene Geschichten

Najem Walis Reise durch das Land des Feindes

Der 1956 im südirakischen Basra geborene und seit 1980 in Deutschland im Exil lebende arabische Intellektuelle Najem Wali war 2007 einer Einladung der Universität Haifa zu einer Tagung namens „Irak Quo Vadis“ gefolgt und anschließend für einige Zeit in Israel geblieben. Sein Bericht von dieser Reise brachte ihm in der arabischen Welt nicht nur scharfe Kritik ein, sondern auch Morddrohungen von Seiten des irakischen „Widerstands“.

Schon in früheren Büchern hatte Wali die Doppelmoral arabischer Gesellschaften beleuchtet. Der Israel-Konflikt, so lautet sein Vorwurf, werde von arabischen Herrschern dazu benutzt, vom Demokratiedefizit in den eigenen Ländern abzulenken. Wirtschaftskrisen, die Verschlechterung des Bildungsniveaus, die Ausbreitung des Islamismus – all dies würde mit dem arabisch-israelischen Konflikt erklärt.

Wali entwickelte auf seiner Reise Sympathie für den jüdischen Staat und beschreibt ihn fast durchweg wohlwollend. Die Lebensgeschichten der Menschen, denen er begegnet, sind so plastisch dargestellt und gleichzeitig auf solch tragische Weise miteinander verknüpft, dass sie ebenso gut einem Roman Walis entstammen könnten. Da ist der jüdisch-irakische Taxifahrer, der sich so sehr über den Besuch des Autors freut, dass er ihn umsonst kutschiert. Da ist die junge Muslima, die vor einer Zwangsehe aus dem Libanon flüchtete und für ein Frauenhaus in Jerusalem arbeitet. Da ist der Archäologe Avner Goren, der den Autor durch Jerusalem führt und ihm eine nüchtern-kritische Perspektive auf die Geschichte der von religiösen Auseinandersetzungen zerrissenen Stadt eröffnet.

Mit zahlreichen Anspielungen auf die arabische Literatur führt Wali den Leser nicht nur durch das Land, sondern auch durch die Geschichte des Nahen Ostens. Er beschreibt den Nahen Osten als einen Schmelztiegel, in dem sich Christentum, Judentum und Islam kulturell nicht voneinander trennen lassen. Seine Analysen sind dabei von wohltuender Klarheit. Die aufgezeichneten Gespräche vermitteln Einblicke in die arabische und jüdische Kultur und deren Schnittstellen. Immer wieder greift der Autor auch auf seine eigenen Erinnerungen zurück, insbesondere um die bizarre Geschichte seines eigenen gebeutelten Landes zu erzählen. Und er zeigt, wie in einer für viele arabische Staaten repräsentativen Gesellschaft schon den Kindern der Hass auf Israel eingeimpft wird.

Für seinen Großvater, schreibt Wali, habe der Niedergang der irakischen Kultur mit dem Weggang der Juden begonnen. Es scheint ihm auf seiner Reise tatsächlich, als wäre die gesamte irakische Kultur ins Exil gegangen. Er trifft auf Emigranten, die einen im Irak ausgestorbenen Dialekt beherrschen und uralte musikalische Traditionen pflegen. Einen leidenschaftlichen Bewahrer früherer irakischer Kultiviertheit findet er auch in dem Literaturwissenschaftler Sasson Somekh. Der war einst enger Vertrauter des ägyptischen Literaturnobelpreisträgers Nagib Mahfuz, dessen Plädoyer, die von Generationen geprägte Freundschaft und Kooperation zwischen Arabern und Juden höher einzuschätzen als die Konflikte, den Grundton dieses Buchs bestimmt.

Najem Wali: „Reise in das Herz des Feindes“. Ein Iraker in Israel. Aus dem Arabischen von Imke Ahlf-Wien. Hanser Verlag, München 2009. 239 S., br., 17,90 [Euro].

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Als Ausgleich für diesen israelfreundlichen Artikel bringt die FAZ natürlich auch einen, in dem zwei antijüdische Hetzfilme gelobt werden, die grade auf der 60. Berlinale laufen. Hans-Christian Rößler berichtet darüberhinaus übrigens von einem interessanten Vorschlag des stellvertretenden israelischen Außenministers Ajalon, der erwartungsgemäß den Widerspruch der israelischen Mohammedanisten und ihrer selbstmörderischen und verräterischen linken Freunde hervorrief:

Der stellvertretende israelische Außenminister Ajalon hat angeregt, in einem Gebietsaustausch auch von israelischen Arabern bewohnte Regionen einem Palästinenserstaat zuzuschlagen. „Die arabischen Staatsbürger Israels werden nichts verlieren, wenn sie Teil eines palästinensischen Staats werden. Statt den Palästinensern leere Gebiete im Negev zu geben, bieten wir ihnen von vielen Menschen bewohnte Gebiete, die dann ihre Häuser nicht verlassen müssen“, sagte er in einem Interview mit der in London erscheinenden arabischen Zeitung „Al Scharq al Awsat“. In früheren Friedensverhandlungen hatten Israelis und Palästinenser über einen kleineren Austausch von Gebieten gesprochen. Israel will die Palästinenser damit für die Siedlungen im Westjordanland entschädigen, die es behalten möchte. Die Forderung, den Siedlungsbau einzustellen, verglich Ajalon mit dem von Israel verlangten palästinensischen Verzicht auf das Rückkehrrecht der Flüchtlinge. Arabische Parlamentsabgeordnete in Israel und Politiker der Linken wiesen Ajalons Vorschlag zurück. „Wir sind hier nicht eingewandert. Das ist unser Land“, sagte der arabische Abgeordnete Mohammad Barakeh. Minister Bravermann von der Arbeiterpartei sagte, Ajalon und Außenminister Lieberman hätten nicht das Recht, zu entscheiden, wo die arabischen Bürger des Landes leben.

Wann immer sie die Gelegenheit dazu haben, zeigen sie ihre Illoyalität ihrem Staat gegenüber. Aber nichts wäre schlimmer für die Orks, als in einem Land leben zu müssen, in dem ihre geliebte Scharia verwirklicht ist. Der dänische Psychologe Nicolai Sennels (2): „Denn während die Aussicht auf Gefängnis Migranten nicht davon abzuhalten scheint, schwere Verbrechen zu begehen, scheinen sie richtig Angst davor zu haben, nicht mehr in unserem Land leben zu dürfen. Das entspricht auch meinen eigenen Erfahrungen von meiner Arbeit mit kriminellen Muslimen: Was sie wirklich fürchten, ist abgeschoben zu werden.“

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Time am 15. Februar 2010

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/30/buchmesse-jerusalem/
2) http://europenews.dk/de/node/28592
auch: https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/12/30/mohammedanisten-sind-vaterlandsverrater/