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Genug ist genug!

25. Oktober 2009
 
Rede von Geert Wilders vom 21. Oktober 2009,
gehalten an der Columbia-University in New York
 
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Meine Damen und Herren, es ist ein Privileg und eine große Ehre für mich, an dieser exzellenten akademischen Institution zu sprechen, die der Welt so viele Nobelpreisträger beschert hat. Als Niederländer bin ich stolz darauf, dass Ihr erster Nobelpreisträger im Jahre 1906 von niederländischer Herkunft war: Der jüngste Präsident der Vereinigten Staaten: Theodore Roosevelt.

Ich danke der Columbia Universität für die Einladung und ich danke auch der US-Grenzpolizei, dass Sie mir erlaubt haben, dieses großartige Land der Demokratie, der Freiheit und der freien Meinungsäußerung zu betreten. Meine Damen und Herren, heute wird in ganz Europa die beliebteste unserer vielen Freiheiten angegriffen. Die freie Meinungsäußerung ist nicht mehr gegeben. Was wir einst als ein natürliches Element unserer Existenz, unseres Geburtsrechts ansahen, ist jetzt etwas, für das wir wieder kämpfen müssen.

Ich würde mich selbst nicht als freien Menschen bezeichnen. Vor fünf Jahren habe ich meine persönliche Freiheit verloren. Seitdem stehe ich unter Polizeischutz und das über 24 Stunden. Darüber hinaus haben einige Menschen versucht, mir meine Redefreiheit zu nehmen: Eine niederländische, islamische Organisation versuchte, das Erscheinen des Dokumentarfilms “Fitna” zu verhindern. Wegen “Fitna” verlangte der radikalste niederländische Imam 55.000 Euro als Entschädigung für seine verletzten Gefühle. Der Staat Jordanien wird möglicherweise einen Antrag auf Auslieferung stellen, damit ich in Amman vor Gericht gestellt werden kann. Ich wurde in Frankreich angeklagt.

In meinem eigenen Land, den Niederlanden, hob das Berufungsgericht Amsterdam die Entscheidung der niederländischen Staatsanwaltschaft auf, mich nicht zu verfolgen. Also werde ich jetzt in meinem eigenen Land vor Gericht stehen, und zwar im Januar nächsten Jahres.

Aber hier geht es nicht um mich. Ich bin nicht der einzige Europäer, der für die Redefreiheit kämpft, es gibt so viele mehr: Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard zeichnete eine Mohammedkarikatur und plötzlich waren wir mitten drin in dem sogenannten “dänischen Karikaturenstreit’. Die italienische Autorin Oriana Fallaci hatte Angst vor einer Auslieferung in die Schweiz wegen ihres Buchs “Die Wut und der Stolz”. Eine österreichische Politikerin, Susanne Winter, wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil sie unverblümt über den Propheten Mohammed sprach. Der niederländische Karikaturist Gregorius Nekschot wurde von zehn Polizisten wegen seiner Zeichnungen verhaftet. Und der niederländische Filmemacher Theo van Gogh wurde in den Straßen Amsterdams von einem radikalen Muslim brutal ermordet.

Im vergangenen Februar wurde ich von zwei tapferen Mitgliedern des britischen House of Lords – Lord Malcolm Pearson und Baronin Caroline Cox – eingeladen, um “Fitna” im britischen Parlament zu zeigen. Aber bei meiner Ankunft am Flughafen Heathrow wurde mir die Einreise in das Vereinigte Königreich verweigert, aus dem Grund, dass ich die Harmonie der Gemeinschaft und damit die öffentliche Sicherheit gefährden würde.

Das war natürlich eine lächerliche und politisch motivierte Behauptung der britischen Regierung. Ich durfte “Fitna” zeigen und eine Rede halten im US-Senat, in New York, in Florida, in Kalifornien, in Kopenhagen, in Rom, in Jerusalem und im nächsten Monat im Senat der Tschechischen Republik. Aber die britische Regierung verweigerte mir den Zutritt in das Vereinigte Königreich, einem Nachbar-EU-Land. Nun, ich glaube, es war ein großartige amerikanische Idee, damals im 18. Jahrhundert, die Engländer heraus zu werfen.

In der vergangenen Woche fand mein Berufungsverfahren gegen die Weigerung der britischen Regierung in London statt, und ich gewann. Die Freiheit hat sich schließlich durchgesetzt! Ein britisches Gericht entschied, dass die Entscheidung des britischen Innenministers, mich auszuschließen, ungerecht, illegal und eine Verletzung der Redefreiheit war. Glücklicherweise sind die britischen Richter viel klüger als die britische Regierung. Also reiste ich am vergangenen Freitag nach London und traf mich mit meinen Freunden Lord Pearson und Baroness Cox und wir einigten uns darauf, “Fitna” im House of Lords im März nächsten Jahres zu zeigen.

Aber lassen Sie mich Ihnen erzählen, was auch während unserer Pressekonferenz geschah. Ein muslimischer Mob demonstrierte außerhalb und schrie: “Scharia für die Niederlande”, “Der Feind des Islam Geert Wilders verdient die Todesstrafe”, “Freiheit soll zur Hölle fahren” und “Der Islam wird die Welt beherrschen”. Willkommen im heutigen Europa!

Dies alles können Sie sich selbst auf YouTube ansehen. Dies ist genau das, was wir bekämpfen. Und es kommt noch schlimmer. Vor ein paar Tagen berichtete die britische Zeitung The Daily Telegraph, dass eine islamische Gruppe in der Tat eine Kampagne zur Einführung der Scharia in Großbritannien startete. Sie werden sich später in diesem Monat in London zu einer Demonstration treffen, um die vollständige Umsetzung der Scharia zu verlangen.

Bevor ich über den Islam sprechen will, möchte ich Ihnen zunächst Folgendes sagen: Ich habe nichts gegen Muslime. Es gibt viele moderate Muslime. Die Mehrheit der Muslime in unseren westlichen Ländern sind gesetzestreue Bürger, die ein friedliches Leben führen wollen. Das weiß ich. Daher mache ich eine klare Unterscheidung zwischen den Menschen und der Ideologie, zwischen Muslimen und dem Islam.

Was heute in Europa passiert, sollte uns nicht überraschen. Die Realität ist, dass dort, wo der Islam Wurzeln schlägt, die freie Meinungsäußerung stirbt. Es gibt nicht ein einziges islamisches Land in der Welt, in dem die Menschen die Freiheit haben zu sagen, was sie denken. Seit der sogenannte Prophet Mohammed seinen Leuten befahl, die Dichterin Asma bint Marwan zu töten, eine tapfere Frau, die ihr Volk vor diesem mörderischen Kult warnte, denken die radikalen Muslime, sie hätten eine Lizenz erworben, jedermann zu töten, der es wagt, das Wort Mohammeds oder seine Aktionen zu kritisieren. Die freie Meinungsäußerung ist ein Feind des Islam. Der Islam ist eine Bedrohung für das Europa von Sokrates, Voltaire und Galileo.

Wie ich bereits sagte, es gibt viele moderate Muslime. Aber so etwas wie einen moderaten Islam gibt es nicht. Das Herz des Islam ist der Koran. Der Koran ist ein böses Buch, das zu Gewalt und Mord aufruft – Sure 4, Vers 89 und Sure 47, Vers 4 -, Terrorismus – Sure 8, Vers 60 – und Krieg – Sure 8, Vers 39. Der Koran beschreibt die Juden als Affen und Schweine – Sure 2, Vers 65 / Sure 5, Vers 60 und Sure 7, Vers 166. Er nennt nicht-Muslime Lügner, Bösewichte, Feinde, Unwissende, unrein, böse, verschlagen, die schlechtesten aller Geschöpfe und die gemeinsten von allen Tieren.

Das Problem ist, dass die Bestimmungen im Koran nicht an Ort und Zeit gebunden sind. Vielmehr gelten sie für alle Muslime in allen Zeiten. Neben dem Koran gibt es auch das Leben von Mohammed, der in Dutzenden von Kriegen die Verbreitung des Islam mit dem Schwert erkämpft hat, gefangene Frauen und Kinder als Sklaven verkaufte, gewohnheitsmäßig Juden enthauptete und das junge Mädchen Aisha heiratete und die Ehe mit ihr vollzog, bevor sie zehn Jahre alt war. Das Problem ist, dass für viele Muslime Mohammed “der perfekte Mann” ist, dessen Leben sie als Vorbild folgen. Aber die Fakten zeigen, dass der so genannte Prophet kein perfekter Mensch war, sondern ein Mörder und Pädophiler. Und von ihm werden die Jihadisten inspiriert. Mit dem Versprechen eines fleischlichen Paradieses schlachten sie unschuldige Menschen in Washington, New York, Madrid, London, Amsterdam, Bali und Mumbai.

Meine Damen und Herren, vor einiger Zeit wurde in Frankreich ein Interview mit dem französischen muslimischen Schüler Mohamed Sabaoui geführt, der folgendes sagte – ich zitiere: “Ihre Gesetze sind nicht deckungsgleich mit dem Koran. Muslime können nur von der Scharia regiert werden”, und “wir wollen die Stadt Roubaix zu einer unabhängigen, muslimischen Enklave erklären und die Scharia auf alle ihre Bürger anwenden“ und “wir werden ihr Trojanisches Pferd sein. Wir werden herrschen, Allahu Akbar!” Zitat Ende.

Machen Sie keinen Fehler: Der Islam hat immer versucht, Europa zu erobern. Spanien fiel im 8. Jahrhundert. Konstantinopel fiel im 15. Jahrhundert. Wien und Polen wurden bedroht und jetzt, im 21. Jahrhundert, wird der Islam es erneut versuchen. Dieses Mal nicht mit militärischen Armeen, sondern durch Migration und Demographie.

Zum ersten Mal in der Weltgeschichte gibt es Dutzende Millionen von Muslimen, die außerhalb der Dar al-Islam, der islamischen Welt leben. Europa hat nun mehr als 50 Millionen Muslime. Es wird erwartet, dass ein Fünftel der Bevölkerung der Europäischen Union innerhalb von 40 Jahren muslimisch sein wird.

Im Jahr 1974 nahm niemand den algerischen Präsidenten Boumedienne allzu ernst, als er vor der UN-Generalversammlung sagte: “Eines Tages werden Millionen von Menschen die südliche Hemisphäre des Planeten verlassen, um in den Norden aufzubrechen. Aber nicht als Freunde. Denn sie brechen auf, um zu erobern und sie werden ihn erobern durch die Anzahl ihrer Kinder. Wir werden siegen durch den fruchtbaren Leib unserer Frauen”. Ende des Zitats.

Und der libysche Diktator Gaddafi sagte: “Es gibt Dutzende Millionen von Muslimen auf dem europäischen Kontinent und ihre Zahl nimmt zu. Dies ist der klare Hinweis, dass der europäische Kontinent zum Islam konvertieren wird. Europa wird eines Tages ein muslimischer Kontinent sein“. Ende des Zitats.

In der Tat sagt Gaddafi hier die Wahrheit. Durch das islamische Konzept der Migration – namens Al Hijra – ist Europa im Begriff, zu Eurabia zu werden. Europas Kirchen leeren sich, während Moscheen wie Pilze aus dem Boden schießen. Mohammed ist der beliebteste Jungenname in vielen europäischen Städten. Mittelalterliche Phänomene wie Burkas, Ehrenmorde und Genitalverstümmelung von Frauen sind immer stärker verbreitet. Im Vereinigten Königreich sind inzwischen 85 Schariagerichte tätig – in dem gleichen Land, in dem islamische Organisationen das Gedenken an den Holocaust abschaffen wollen, und ein Minister darum bittet, das Rote-Kreuz-Logo zu ändern, weil es die Muslime beleidigen könnte. In Österreich vermeiden Geschichtslehrer, über den österreichischen Krieg gegen die islamischen Invasoren zu unterrichten. In Frankreich werden Lehrer angewiesen, Autoren zu vermeiden, die als beleidigend für Muslime angesehen werden könnten, einschließlich Voltaire. In Norwegen werden den Kindern islamische Lieder beigebracht wie “Allahu Akbar” und “Kleiner Muslim, betest du?” In Belgien wäre ein Mann fast gestorben, nachdem er von Muslimen verprügelt worden war, weil er während des Ramadan getrunken hatte. Juden fliehen in rekordverdächtigen Zahlen aus Frankreich auf der Flucht vor der schlimmsten Antisemitismuswelle seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Entstehung des Islam bedeutet auch den Aufstieg der Scharia in unsere Rechtssysteme. In Europa gibt es alles: Schariatestamente, Hypothekenscharia, Schariaschulen, Schariabanken, wie gesagt im Vereinigten Königreich gibt es sogar 85 Schariagerichte. Der Islam betrachtet die Scharia als über allen von Menschen gemachten Gesetzen stehend, einschließlich über unseren Verfassungen. Wie Sie wissen, umfasst die Scharia alle Bereiche des Lebens, von der Religion, Hygiene und Nahrungsvorschriften, Bekleidungsvorschriften, über Vorschriften des familiären und sozialen Lebens, ausgehend von den Finanzen und der Politik, bis hin zu einer Einheit des Islam mit dem Staat. Schariarecht kennt das Recht der freien Meinungsäußerung und die Religionsfreiheit nicht.

Laut Scharia ist es eine “Tugend”, Apostaten zu töten, aber der Konsum von Alkohol ist ein Verbrechen. Die Einführung schariatischer Elemente in unserer Gesellschaft schafft ein System der gesetzlichen Apartheid. Die Scharia diskriminiert systematisch Gruppen von Menschen. Ich habe nie verstanden, warum die linksliberalen und liberalen Politiker dies alles ignorieren. Historisch waren sie diejenigen, die für die Rechte der Frauen, Homosexuellen, Nicht-Gläubigen und anderen kämpften. Alles Gruppen, die die Ersten wären, die einen hohen Preis zahlen müssten, wenn die islamischen Werte eine beherrschende Stellung einnehmen würden. Ihr Schweigen ist erschreckend. Jetzt kämpfe ich diesen Kampf. Ich kämpfe, um diese Gruppen zu schützen. Ich kämpfe gegen die Islamisierung unserer Gesellschaft und damit für den Schutz der Rechte der Frauen, der Homosexuellen, der Christen, der Juden, der Abtrünnigen, der Nicht-Gläubigen und der Ungläubigen: der Nicht-Muslime. Ich möchte diese Opfer vor der Scharia schützen. Und das sollten wir alle tun. Wenn wir das Problem ignorieren, wird es nicht verschwinden, wenn wir jetzt nicht handeln, wird die Scharia mehr und mehr umgesetzt werden – langsam, aber nach und nach. Das würde das Ende der Meinungsfreiheit und der Demokratie in Europa bedeuten. Dies ist es, was auf dem Spiel steht, nichts Geringeres als unsere Freiheit und Demokratie.

Und bitte machen Sie keinen Fehler: Der Islam kommt auch nach Amerika. Im vergangenen Juli während einer Konferenz in Chicago, organisiert von der Hizb-ut-Tahrir, der internationalen Bewegung mit dem Ziel, einen islamischen Staat unter der Scharia in der Welt zu schaffen, versprach der amerikanische Imam Abdul Jaleel Adil zu kämpfen, “bis der Islam siegen wird, oder wir bei dem Versuch sterben werden”. Auf die Frage: “Wollen Sie die Verfassung der Vereinigten Staaten für die Scharia abschaffen?” antwortete er: “Ja, die Verfassung würde der Vergangenheit angehören”.

Amerika steht vor einem “verdeckten Jihad”, einem islamischen Versuch, “die Scharia Stück für Stück einzuführen”. Lassen Sie mich Ihnen ein paar Beispiele für die Islamisierung in den Vereinigten Staaten geben: Muslimische Taxifahrer am Flughafen Minneapolis haben es abgelehnt, mehr als 5.000 Passagiere zu befördern, weil sie Alkohol bei sich trugen; muslimische Studenten fordern separate Wohnungen auf dem Campus; muslimische Frauen fordern separate Stunden in Turnhallen und Schwimmbädern; Schulen verbieten Halloween- und Weihnachtsfeiern – in der Tat sind es die Schulen, die das Schweinefleisch aus ihren Cafeteriamenüs entfernen, um die muslimischen Schüler nicht zu beleidigen. Meine Damen und Herren, seien Sie sich bewusst, dass dies nur der Anfang ist. Wenn es so weitergeht, werden Sie die gleichen Probleme haben, mit denen wir heute in Europa konfrontiert sind.

Es ist meine Meinung, dass der Islam eher eine Ideologie ist, als eine Religion. Um genau zu sein, der Islam ist eine politische, totalitäre Ideologie mit weltweiten Ambitionen, genauso wie der Kommunismus und Faschismus, weil der Islam genau wie diese Ideologien nicht die Absicht hat, sich in unserer Gesellschaft zu assimilieren, sondern er will dominieren und uns alle unterdrücken. Im Islam gibt es keinen Platz für irgendetwas anderes als den Islam. Ich denke, der große Winston Churchill hatte in vollem Umfang Recht, als er in seinem Buch “Der Zweite Weltkrieg“, Adolf Hitlers “Mein Kampf” als den neuen Koran des Glaubens und des Krieges bezeichnete.

Aber, meine Damen und Herren, der Islam ist nicht das einzige Problem. Es gibt ein zweites Problem, ein Problem, das man kulturellen Relativismus nennt. Unsere gesamte westliche Elite, ob es sich um Politiker, Journalisten oder Richter handelt, ist vom Weg abgekommen. Ihr Realitätssinn ist verschwunden. Diese kulturellen Relativisten glauben, dass alle Kulturen gleichwertig sind. Sie glauben, dass die islamische Kultur unserer Kultur entspricht, die auf dem Christentum, Judentum und dem Humanismus beruht. Unsere Kultur bekennt sich zur Freiheit, den Menschenrechten und zur Gleichstellung von Männern und Frauen und nicht zu Gewalt und Hass.

Den kulturellen Relativisten sage ich mit Stolz: Unsere westliche Kultur ist weit besser als die islamische Kultur. Und wir sollten stolz darauf sein und sie verteidigen. Anders als die meisten Länder, in denen die islamische Kultur dominant ist, haben wir einen Rechtsstaat, eine Demokratie, ein funktionierendes Parlament, Meinungsfreiheit und eine Verfassung, die uns gegen die Regierung schützt.

Es ist klar, dass nicht jeder die Gefahr erkennt. Ich zitiere einen prominenten Amerikaner, der vor kurzem einen Nobelpreis gewonnen hat: “Im Laufe der Geschichte hat der Islam durch Worte und Taten die Möglichkeiten der religiösen Toleranz nachgewiesen“, und “Der Islam ist nicht Teil des Problems bei der Bekämpfung des gewalttätigen Extremismus, er spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung des Friedens“ und ”Wir feiern eine große Religion und ihr Engagement für Gerechtigkeit und Fortschritt“. Ende des Zitats. Ich bin mit dieser Einschätzung nicht einverstanden. Der Islam hat nichts gemeinsam mit Toleranz oder Frieden oder Gerechtigkeit!

Präsident Obama feierte auch die Tatsache, dass, als der erste muslimische Amerikaner in den Kongress gewählt wurde, er den Eid auf den gleichen Koran schwor, den einer der Gründerväter – Thomas Jefferson – in seiner persönlichen Bibliothek aufbewahrt hatte. Es ist interessant zu wissen, dass es Thomas Jefferson im Jahre 1801 war, der einen Krieg gegen die islamischen „Barbaresken“-Staaten in Nordafrika führte, um die Plünderung von Schiffen und Versklavung von mehr als einer Million Christen zu stoppen.

Der Botschafter dieser muslimischen Nationen sagte Thomas Jefferson und John Adams, dass die Muslime bei der Suche nach Rechtfertigung für die Abschlachtung und Versklavung von Ungläubigen, dies im Koran gefunden hätten. Nun frage ich Sie, liebe Freunde, könnte es nicht sein, dass Thomas Jefferson eine Kopie des Korans aufbewahrte, weil er den Islam nicht bewunderte, sondern weil er die rücksichtslose Art seiner Feinde verstehen wollte?

Meine Damen und Herren, ich glaube an die Demokratie, ich glaube an das amerikanische Volk und an die Entscheidungen, die es trifft, und in der Regel, als ein Politiker aus Holland, würde ich niemals Ihren Präsident kritisieren. Aber diese Äußerungen von Präsident Obama, betreffen nicht nur Amerika, sondern auch Europa. Ich fürchte, dass Präsident Obamas Äußerungen ein Wendepunkt in der Geschichte sein könnten. Ich befürchte, dass schwerwiegende geopolitische Veränderungen drohen, Veränderungen, die unsere Außenpolitik, unsere Sicht auf die freie Meinungsäußerung verändern werden, Änderungen, die den Westen, unsere Art zu leben zum Schlechteren und nicht zum Besseren verändern werden.

In der Tat passiert es bereits jetzt. Vor kurzem haben die Vereinigten Staaten gemeinsam mit Ägypten eine Resolution im UN-Menschenrechtsrat unterstützt, gegen die freie Meinungsäußerung. Sie wissen, dass der Rat an sich schon eine Beleidigung für Menschenrechte darstellt, da ihm die schlimmsten Menschenrechtsverletzer der Welt wie Kuba, Saudi-Arabien und Pakistan angehören. Die Obama-Administration und Europa unterstützten eine Resolution, Ausnahmen auf freie Meinungsäußerung zu machen gegenüber negativen religiösen Stereotypen. Diese “Befriedung” der unfreien arabischen Welt ist der Anfang vom Ende. Eine Aushöhlung der freien Meinungsäußerung und des eigenen Ersten Verfassungszusatzes. Diese UN-Resolution ist eine absolute Schande.

Wie Professor Jonathan Turley von der George Washington University gestern zu Recht in der Zeitung „USA Today“ sagte, ich zitiere: “Die Kritik der Religion ist das Maß für die Gewährleistung der freien Rede – die wortwörtliche heilige Institution einer Gesellschaft” – Ende des Zitats. Dass die schwachen Führer meines eigenen Kontinents, Europa, eine so schreckliche Resolution unterstützen, ist keine Überraschung für mich. Aber es ist eine traurige Sache, dass zum ersten Mal in der Geschichte die amerikanische Regierung eine führende Rolle im Kampf gegen unser Recht auf freie Meinungsäußerung übernommen hat.

Meine Damen und Herren, es gibt ein westliches Land, das gezwungen ist, gegen die Kräfte des Jihad für die eigenen Werte zu kämpfen seit dem ersten Tag seiner Existenz: Israel, der Kanarienvogel in der Kohlengrube. Lassen Sie mich ein paar Worte zu diesem wunderbaren Land sagen. Ich hatte das Privileg, in Israel leben zu dürfen. Jedoch in Europa ist man als Israel Unterstützer eine vom Aussterben bedrohte Art. Israel ist ein Leuchtturm in einer Gegend – dem Nahen Osten – die überall stockdunkel ist. Israel ist eine westliche Demokratie, während Syrien, Saudi-Arabien, Iran und Ägypten mittelalterliche Diktaturen sind.

Im so genannten “Nahostkonflikt” geht es überhaupt nicht um Landbesitz. Es ist ein Konflikt um Ideologien, eine Schlacht zwischen Islam und Freiheit. Es geht nicht um ein Stück Land in Gaza oder in Judäa und Samaria. Es geht um Jihad. Für den Islam ist ganz Israel besetztes Gebiet. Sie sehen auch Tel Aviv und Haifa als Siedlungen an.

Ich bin sehr für eine Zwei-Staaten-Lösung. Ich meine, Churchills Zwei-Staaten-Lösung aus dem Jahr 1921, als Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Teil partitioniert war. Das arabische Palästina heißt heute Jordanien, und deshalb gibt es bereits einen palästinensischen Staat. Achtzig Prozent der Bevölkerung haben ihre Wurzeln auf der anderen Seite des Jordans, es besteht kein Zweifel daran, Jordanien ist wirklich der Staat Palästina.

Der Islam zwingt Israel zu kämpfen, und Israel kämpft nicht nur für sich alleine. Israel kämpft für uns alle, für den gesamten Westen. Genau wie die tapferen amerikanischen Soldaten, die in Sizilien im Jahr 1943 landeten und im Jahre 1944 die Strände der Normandie stürmten, sind es die jungen israelischen Männer und Frauen, die für unsere Freiheit, unsere Zivilisation kämpfen.

Meine Damen und Herren, Europa sollte Israel voll und ganz unterstützen, um das Heft in die Hand zu bekommen in seinem unerbittlichen Kampf gegen diejenigen, die es bedrohen, ob dies die Hisbollah, die Hamas oder eine Atommacht Iran ist. Auch wegen seiner Geschichte hat Europa sicherlich die moralische Verpflichtung, einen weiteren Holocaust gegen das jüdische Volk um jeden Preis zu verhindern. Aber das Wichtigste von allem ist: Israel befindet sich im Kampf gegen den Jihad, der gegen uns alle gerichtet ist. Also sollten wir alle Israel verteidigen. Wir sind alle Israel.

Meine Damen und Herren, es gibt auch gute Nachrichten! Es könnte sein, dass Europa langsam erwacht. Immer mehr Menschen sind den kulturellen Relativismus und Politiker, die die negativen Auswirkungen der Masseneinwanderung und die schleichende Islamisierung Europas ignorieren, satt. Während der Wahlen zum Europäischen Parlament im vergangenen Juni haben die schlimmsten kulturellen Relativisten, die Sozialisten, fast überall verloren: In den Niederlanden, in Belgien, in Deutschland, in Österreich, in Frankreich, in Spanien, in Italien und vielleicht am schwersten von allen im Vereinigten Königreich.

Aber meine Partei, die niederländische Freiheitliche Partei, war die Siegerin bei den jüngsten Wahlen zum Europäischen Parlament. Gerade jetzt, in den Umfragen, sind wir sogar die Nummer 1. Wenn es morgen Parlamentswahlen in den Niederlanden gäbe, könnte ich, ob Sie es wollen oder nicht, sehr gut der nächste Ministerpräsident der Niederlande werden.

Meine Damen und Herren, die Zeit wird knapp, wir müssen handeln. Wie ich bereits sagte, brauchen wir weniger Islam und mehr Freiheit. Wir müssen unser wichtigstes Recht, unser Recht auf freie Meinungsäußerung, schützen. Wir müssen unsere Freiheit schützen. Deshalb schlage ich die folgenden Maßnahmen vor, Maßnahmen zur Erhaltung unserer Freiheit:

Zuerst. Wir müssen alle Formen des kulturellen Relativismus beenden. Zu diesem Zweck brauchen wir einen Zusatz zu unseren westlichen Verfassungen der besagt, dass unser kulturelles Fundament die jüdisch-christliche Kultur des Humanismus ist und nicht der Islam.

Zweitens. Wir müssen die Masseneinwanderung aus muslimischen Ländern aufhalten. Denn mehr Islam bedeutet weniger Freiheit.

Drittens. Ich habe eine klare Botschaft an alle Muslime in unserer Gesellschaft: Wenn sie unsere Gesetze befolgen, unsere Werte und unsere Verfassung, dann sind sie herzlich willkommen zu bleiben und wir werden ihnen helfen, sich zu assimilieren.

Aber, wenn sie die rote Linie überqueren und Gewaltverbrechen begehen oder die Umsetzung der Scharia fordern und anfangen, den Jihad auszuüben, dann sind sie nicht mehr willkommen, dann werden wir sie wenn möglich noch am selben Tag hinauswerfen.

Viertens. Wir müssen unsere Gesetze in Bezug auf die Meinungsfreiheit stärken. In Europa brauchen wir dringend eine Form des amerikanischen ersten Verfassungszusatzes. Und wir müssen den UN-Resolutionen widerstehen, die versuchen, unser Recht auf freie Meinungsäußerung zu schwächen, um die islamische Welt zu besänftigen.

Fünftens, last but not least. Wir müssen mutige Führer wählen. Richtige Staats- und Regierungschefs. Wir genießen das Privileg, in einer Demokratie zu leben. Lassen Sie uns dieses Privileg nutzen und die schwachen Staats- und Regierungschefs durch Helden ersetzen. Wir brauchen weniger Neville Chamberlains und mehr Winston Churchills! Kurz gesagt, meine Damen und Herren, meine wichtigste Botschaft des heutigen Tages ist, dass wir wieder anfangen müssen zu kämpfen. Keine Verteidigung, sondern Offensive. Wir müssen uns wehren und zeigen, dass Millionen von Menschen des Verlierens und Einlenkens, sowie des Beschwichtigens, überdrüssig und müde sind. Wir müssen deutlich machen, dass Millionen von freiheitsliebenden Menschen sagen: GENUG IST GENUG!

Meine Damen und Herren, ich überlasse es Ihnen: Ich werde niemals nachgeben oder aufgeben. Und wir sollten uns niemals weder ergeben, noch Kompromisse über die Freiheit eingehen, dem wichtigsten Recht, das wir in unseren freien, westlichen Gesellschaften noch haben. Wir müssen gewinnen, und ich bin zuversichtlich: Wir werden gewinnen! Vielen Dank.

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Time am 25. Oktober 2009

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http://www.pi-news.net/2009/10/wilders-rede-an-der-columbia-universitaet/

http://www.pi-news.net/2009/10/geert-wilders-rockt-die-columbia-universitaet/

Reden verboten

26. Juni 2009

Die FAZ vom 24. Juni hatte über Präsident Obamas Stellungnahme zum Thema „Iran“ berichtet:

„Der amerikanische Präsident Obama wandte sich… gegen Versuche Irans, die Vereinigten Staaten für die Krawalle verantwortlich zu machen. Anschuldigungen, das Ausland habe die Demonstranten aufgestachelt, ’sind ein offenkundiger Versuch, die Leute von dem abzulenken, was wirklich innerhalb der iranischen Grenzen geschieht‘, sagte Obama. Er verurteilte die ‚ungerechten Handlungen‘ der iranischen Staatsgewalt gegen Demonstranten und sprach von ‚unschuldigen Toten‘. Keine Politik der ‚eisernen Faust‘ könne im Jahr 2009 ein Volk daran hindern, seinen Willen auszudrücken, sagte Obama. ‚Die Vereinigten Staaten und die internationalle Gemeinschaft sind erschüttert und empört über die Drohungen, Misshandlungen und Gefangennahmen der vergangenen Tage‘, fügte er an… ‚Das iranische Volk hat ein universelles Recht auf Versammlungs- und Redefreiheit.'“ Das waren deutliche Worte, wie ich meine.

Die heutige FAZ berichtet, dass Mammut Gardinenstange mit den Einschätzungen Mr. Obamas offenbar ein Problem hat. Er bestreitet seltsamer Weise nicht ihren Inhalt, er sagt nicht, dass zB. alles erlogen sei. Die FAZ: Ahmadineschad forderte von Obama, seine bisherigen EINMISCHUNGEN solle er öffentlich bedauern. Obama habe sich in einem TON, der jenem seines Vorgängers Bush ähnlich gewesen sei, zur Wahl in Iran GEÄUSSERT… das könne alle Hoffnungen BEENDEN, einen Dialog zu BEGINNEN.“ Vermutlich ist es aber doch eher so, dass alle Hoffnungen beginnen, wenn der Dialog mit diesen Faschisten endgültig beendet wird – bzw. die falsche Hoffnung auf einen Dialog. „Wahlfälschung: Das ist allein unsere Sache! Demonstranten erschießen: Wir dürfen das! Oppositionelle einsperren, foltern und töten: Klar doch!“, dies ist die Position des iranischen Regimes. Aber wer diese Fakten ausspricht oder kritisiert, vergreift sich nach seiner Meinung im Ton und mischt sich in einer Weise ein, die öffentliche und weltweite Reue erfordert… Ich denke, es wäre leichter mit einem Betonsack einen Dialog zu führen, als mit A. & Co.

Regimenahe Medien“ versteigen sich sogar, so die FAZ, zu der Behauptung, der Mord an der Studentin Neda sein ein westliches Komplott, und eine Zeitung „sieht in dem BBC-Korrespondenten John Leyne den Auftraggeber des Mords. Er habe ihren Tod zum Thema eines Dokumentarfilmes machen wollen.“ Immerhin wird hier deutlich, dass ein Mord an einem jungen Menschen auch für die Orks etwas zumindest nicht so ganz Korrektes ist. Jedenfalls ist Reden generell bei denen offenbar nicht nur sinnlos, sondern ja auch verboten und gefährlich.

FAZ.net berichtete gestern (1): „‚Die Telefonleitung wurde gekappt, wir haben kein Internet mehr‘, twittert persiankiwi am Mittwochnachmittag. Und ein paar Minuten später: ‚Es gibt Gerüchte, dass sie Telefonanschlüsse ausfindig machen, über die besonders viele Daten laufen, um Internetnutzer zu finden – wir müssen jetzt weg von hier.‘ Andere Twitterer berichten, dass die Regierung gefälschte E-Mails von den Adressen festgenommener Journalisten und Aktivisten versende. Auch wird vor Twitterern gewarnt, die im Minutentakt die Adressen von Internetseiten nennen, die angeblich über Hilfsorganisationen informieren. Tatsächlich werde über diese Seiten aber versucht, diejenigen, die darauf klicken, zu orten und festzunehmen.“

Es ist zwar Kennzeichen jeder Diktatur, dass sie die freie Rede unterdrückt und keine unterschiedlichen Meinungen zuläßt, es ist aber auch in hohem Maße eine unabänderliche Eigenschaft des Mohammedanismus, dass er neben sich keine Vielfalt zulassen kann und gewaltsam Homogenität herstellen will. Bekanntlich ließ Klohamett Kritiker und Spötter meucheln: Reden verboten! Bei Jesus hingegen war Reden erlaubt. Er redete im Jungenalter mit den Gelehrten im Tempel, und er ließ die kritischen Fragen seiner Jünger zu, auch noch nach seiner Auferstehung. Kein Wunder, dass das Christentum insgesamt quasi dialogisch ist (Dialog zwischen Mensch und Gott, zwischen Menschen über Gott) im Gegensatz zum greinenden und bösartigen Monolog, den King Mo seiner Bande so hielt, dass sie es oft einfach nicht mehr ertragen konnten (Buhari XXVI/6, Recl. S. 280: „Diese Warnung wiederholte er immer und immer wieder, dass wir schon sagten: ‚Wenn er doch still sein würde!'“ Zudem sagte Klo übrigens alles immer dreimal, wie man aus Buhari XXXVI/34, Recl. S.443 und III/12, S.54 erfahren kann).

Wenige Tage vor dem Tod drei unser Soldaten in Afghanistan waren im Jemen neun Menschen von Mohammedanisten ermordet worden, unter ihnen sieben Deutsche (2). Hier erlangte in der Öffentlichkeit die Frage Bedeutung, ob einige von ihnen – wie furchtbar – etwa CHRISTLICH MISSIONIERT hätten. Missionieren, wie stellt man sich das heute vor? Bibel und Schwert? DIE Zeiten sind leider vorbei! Mission ist nur mehr tätige Hilfe und REDEN. Jedoch ist Reden dort nicht weniger gefahrvoll als der Dienst mit der Waffe. Wer zB. über Jesus allein REDET, macht sich in den Orkländern eines todeswürdigen Verbrechens schuldig. Einen Missionsauftrag hatten die zwei Bibelschülerinnen übrigens nicht (3): „Die Bibelschule Brake im nordrhein-westfälischen Lemgo wies Vorwürfe zurück, die beiden getöteten Bibelschülerinnen hätten missioniert. ‚Richtig ist vielmehr, dass sie als Praktikantinnen der niederländischen Hilfsorganisation Worldwide Services in einem ausschließlich humanitären Dienst in einem staatlichen Krankenhaus eingesetzt wurden‘, betonte die der Deutschen Evangelischen Allianz nahestehende Schule.“

FAZ-Ali2 Rainer Hermann versichert sich der Schützenhilfe von Kollege Reinhard Bingener (4) um auszuführen, dass aber DOCH Mission vorgelegen habe. Die beiden schreiben heute:

„Deutsche Entwicklungshelfer im Jemen fürchten, in VERDACHT zu geraten, dass auch sie MISSIONARISCH tätig sein könnten. Denn zunehmend ERHÄRTET sich die Vermutung („VERDACHT“ wäre doch ein bißchen zu offensichtlich gewesen, war aber gemeint. T.), dass die drei ermordeten und die sechs anderen ENTFÜHRTEN Geiseln, die in einem Krankenhaus von Saada gearbeitet haben, AUCH missioniert haben. Seit dreißig Jahren entsendet die in den Niederlanden registrierte Hilfsorganisation Worldwide Services junge Entwicklungshelfer an das Krankenhaus, nachdem die meisten zuvor an einer BIBELSCHULE gewesen waren. OHNE KENNTNIS des KOMPLIZIERTEN Landes kämen sie an und nähmen NAIV ihre Arbeit auf, heißt es im Land.

Kenner der Region Saada loben jedoch die soziale Arbeit der Entsandten von Worldwide Services ausdrücklich. Diese seien immer wieder vor den Gefahren in der Region gewarnt worden, die zu einem Rückzugsgebiet für Al Qaida wurde und wo ein Bürgerkrieg zwischen den Houthi-Rebellen und der Zentralregierung stattfindet. Offenbar sind die als ENTWICKLUNGSHELFER arbeitenden MISSIONARE (Diese Missionare TARNEN sich also als Entwicklungshelfer! T.) Opfer der komplexen VERHÄLTNISSE geworden: Die Drogenmafia, die Spaltung der Houthis, die Präsenz radikaler salafitischer Prediger und die traditionellen Stammesstrukturen komplizieren die Lage ZUSÄTZLICH.

In der Vergangenheit seien die in Saada tätigen Deutschen wegen der sich abzeichnenden Gefahr wiederholt zum Verlassen der Stadt aufgefordert worden, AUCH von den Jemeniten selbst (von wem noch? T.), zuletzt VOR EINIGEN Wochen, sagen Leute, die mit der Lage in der Stadt gut vertraut sind. Sie hätten aber nicht auf die WARNUNGEN gehört und den Kontakt zu ANDEREN Deutschen im JEMEN gemieden, denen sie etwa ein SÜNDHAFTES Leben vorgeworfen hätten (Glauben SIE DAS? WER behauptet denn das? Ach ja: „LEUTE, die mit der Lage in der Stadt gut vertraut sind!“ Ali2 will uns gegen die Mordopfer in Stellung bringen, T.). Die der MISSION dienenden GESPRÄCHE seien vor allem mit jemenitischen FRAUEN geführt worden. Missionierung verstößt gegen jemenitische StammesTRADITIONEN, gegen das geltende RECHT des Landes und gegen die islamische SCHARIA (Mithin waren die Ermordeten Rechtsbrecher, Kriminelle! UND – anders als Ali2, dem gut Vertrauten – naiv! T.). (…)

Nach Auskunft von Volker Hillebrenner, einem Assistenten an der Bibelschule Brake, war der Aufenthalt im Jemen als Praktikum Teil des drei Jahre dauernden Curriculums der Bibelschule. Hillebrenner legt Wert darauf, dass die Bibelschule KEIN Missionswerk sei und selbst KEINE Missionare aussende. Das Praktikum im Jemen hätten sich die beiden Frauen selbst organisiert und für die Verhaltensregeln während des Aufenthalts sei die niederländische Hilfsorganisation World Wide Services Foundation verantwortlich gewesen, die das Al-Dschumhuri-Krankenhaus in Saada unterstützt, in dem die beiden Frauen helfen sollten. Hillebrand BETEUERT allerdings, die beiden jungen Frauen hätten keinesfalls MISSIONIEREN, sondern ausschließlich in dem Krankenhaus helfen sollen.

Doch darüber, wo das eine ENDET und das andere BEGINNT, gehen die Auffassungen auseinander: ‚Mission heißt die Sendung, Menschen zu helfen‘, sagt etwa Detlef Blöcher, der Vorsitzende der ‚Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen‘ (AEM), dem auch die Bibelschule Brake angehört. Beide Aspekte, Missionsarbeit und Hilfe, scheinen in den evangelikalen Einrichtungen kaum zu trennen zu sein (Hat Jesus das etwa anders gesehen? T.). Vor wenigen Monaten soll einem der weiterhin verschleppten deutschen Mitarbeiter des Krankenhauses in Saada gedroht worden sein, weil er in einem Teehaus mit einem Muslim über Religion GESPROCHEN haben soll. ‚Dass Christen das Evangelium anderen zugänglich machen, ist nicht verwerflich‘, sagt Blöcher über solche Berichte. Religion sei in der muslimischen Welt im Gegensatz zur westlichen Welt ein natürliches Gesprächsthema.

Dem pflichtet im Grundsatz auch Martin Schindehütte, der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), bei. ‚Dass man sich so verhalten darf, gehört zur Religionsfreiheit‘, MEINT ER (Offenbar kann Ali2 dem nicht so ganz zustimmen, T.) und FORDERT, die Schuld an ihrem Tod NICHT bei den beiden Bibelschülerinnen zu suchen. Selbst ein ‚offensives Missionsverständnis‘ rechtfertige keine Ermordung (In der Tat, und es ist traurig, dass darauf hingewiesen werden muß! T.). (…)“

Zum Glück bringt die heutige FAZ dazu wenigstens auch noch einen Brief von Leser Joachim Kretschmann, dem ich (bis auf seine Verantwortlichmachung DER „Liberalen“) zustimme:

„Zu den beiden deutschen Bibelschülerinnen aus Brake im Jemen: Wusste ich’s doch! Missionare im weißen Kittel! Selber schuld, oder? Christlicher Eifer, wie es oft genug abwertend heißt, war schon immer gefährlich, ja das Bekenntnis zum christlichen Glauben kostet jährlich 170 000 Gläubigen das Leben, die Dunkelziffer dürfte gut doppelt so hoch sein. Noch nie in der Geschichte gab es derart viel Christenverfolgung wie heute. Und das nicht nur in China, Indonesien oder Arabien, nein die Verfolgung beginnt schon hier vor Ort.

Ein Beispiel gefällig? Man schlage nur die Tageszeitung oder das Wochenmagazin auf oder schalte die Nachrichten an, und schon beginnt die Treibjagd nach den ‚Evangelikalen Fundamentalisten‘. Man unterstellt ihnen, Menschen anderer Religionen für das Christentum abzuwerben, eine fremde Kultur zu kolportieren und am Ende für Unfrieden und politische Spannungen verantwortlich zu sein.

Bekennende Christen müssen hierzulande nicht radikale Islamisten, sondern Journalisten fürchten. Wo wir alle heute wären, wenn sich ein Paulus oder ein Martin Luther an die Wünsche liberal denkender Leute gehalten hätten, scheint keinen mehr ernsthaft zu interessieren, denn das Wissen über die Heilsbotschaft des christlichen Glaubens für alle Menschen leidet in unserem nachchristlichen Abendland an fortschreitender Schwindsucht.“

Time am 26. Juni 2009

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(1) http://www.faz.net/s/Rub868F8FFABF0341D8AFA05047D112D93F/Doc~EA0346400833C44F5B539B1071ECDFBE7~ATpl~Ecommon~Scontent.html
(2) http://www.foxnews.com/story/0,2933,526340,00.html
(3) http://www.sueddeutsche.de/panorama/224/472746/text/
(4) http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~E456876055F5743E687E28855D4918F91~ATpl~Ecommon~Scontent.html

außerdem:
http://www.pi-news.net/index.php?s=geiseln+jemen
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/130142/index.php

Entweder-oder aber nicht weder-noch

24. Juni 2009

Gestern haben die Orks mal wieder drei unserer Mitbürger getötet (1). Damit erhöht sich die Zahl in Afghanistan getöteter Deutscher auf 35! Wir werden uns dort aber nicht durchsetzen, wenn wir kein Verhältnis von 1:100 erreichen.

Wann also kann ich die 3.500 Orkkiller, männlich im Alter zwischen 15 und 45, über eine Strecke von sieben km in einer Reihe vor dem Präsidentenpalast aufgebahrt im Fernsehen sehen? Wenn NICHT 3.500 Skalps geholt werden sollen (was ja auch eine ziemlich eklige Angelegenheit wäre), wäre es vielleicht besser, unsere Truppen nach Hause zu holen. Da könnten sie uns hier helfen, die ganzen Orks, die sich bei uns breit gemacht haben (2), ihrerseits nach Hause zu geleiten (Auf dass sich trenne, was nicht zusammengehört)!

Jedenfalls finde ich 35 tote Mitbürger nur dafür, Präsenz zu zeigen oder Steuergelder an unsere Feinde zu verschenken, viel zu viel. Im aktuellen Spiegel heißt es: „Obama hat nach seinem Amtsantritt die US-Truppen verstärkt, um die Lage im Land zu stabilisieren. Er erwartet auch von seinen Bündnispartnern stärkeres Engagement. Mit zusätzlicher Militärhilfe tut sich Merkel schwer.“

Ich bin sicher, dass die Frage nach einer Erhöhung des deutschen Engagements nicht im alleinigen Ermessen unserer Kanzlerin liegt. Ich sehe eher Zeichen, dass sie dem Counterjihad weit näher steht als die meisten anderen Politiker und Wirtschaftslobbyisten. Aber unabhängig davon fehlt, so meine Meinung, den Deutschen ein einleuchtendes Konzept. Ich stimme zu, unsere Freiheit wird am Hindukusch verteidigt, aber das ist uns nur eine Truppenaufstockung um 300 Mann wert, während Obama 21.000 zusätzliche Soldaten schickt?

Kewil hatte am 25. Juni 2007 ein paar Stellen aus Churchills „Story of the Malakand Field Force: An Episode of Frontier War“ übersetzt (3):

Weder die Landschaft noch die Menschen finden irgendwo auf der Welt etwas Ebenbürtiges. Die Mauern der Täler erheben sich steil fünf- oder sechstausend Fuß auf jeder Seite. Die Militärkolonnen kriechen durch einen Irrgarten von riesigen Korridoren, die von wilden, schneegenährten Sturzbächen unter einem Messinghimmel in Nebel gehüllt sind. Inmitten dieser Szenerie von wilder Brillianz wohnt eine Rasse, deren Eigenschaften mit ihrer Umgebung zu harmonieren scheinen. Außer zur Erntezeit, wenn die Selbsterhaltung einen temporären Waffenstillstand erzwingt, sind die Pathanenstämme immer mit kleinen oder großen Kriegen beschäftigt.

Jeder Mann ist Krieger, Politiker und Theologe. Jedes große Haus ist eine echt feudale Festung, zwar nur aus sonnengebackenem Lehm, aber mit Befestigungen, Kuppeln, Scharten, Ecktürmen, Zugbrücken, etc., wo nichts fehlt. Jedes Dorf hat seine Verteidigung. Jede Familie kultiviert ihre Vendetta; jeder Clan seine Fehde. Die zahlreichen Stämme und die Koalitionen von Stämmen haben alle ihre offenen Rechnungen, die gegeneinander beglichen werden müssen. Nichts wird je vergessen, und nur ganz wenige Schulden bleiben unbezahlt. Für das Funtionieren des sozialen Lebens wurde zusätzlich zu den Konventionen während der Erntezeit, ein hochgradig ausgearbeiter Ehrenkodex etabliert und der wird insgesamt genau beachtet. Ein Mann, der das weiß und dem folgt, könnte vielleicht unbewaffnet von einem zum anderen Ende der Grenze gelangen. Der kleinste Systemfehler jedoch wäre fatal…

Die Bequemlichkeit des Hinterladers, und noch mehr der Gewehre mit Magazin, wurde nirgends mehr geschätzt als im indischen Hochland. Eine Waffe, die auf fünfzehnhundert Yards genau töten konnte, eröffnete ganz neue vergnügliche Aussichten für jede Familie und jeden Clan, der sie erwerben konnte. Man konnte sogar tatsächlich im eigenen Haus bleiben und auf den Nachbarn in einer Meile Entfernung feuern. Man konnte hoch oben auf einer Felszacke liegen und auf ganz unerhört weite Entfernungen einen Reiter weit unten treffen. Selbst Dörfer konnten sich gegenseitig beschießen, ohne sich mühevoll weit von zu Hause weg bewegen zu müssen. Sagenhafte Preise wurden deshalb für diese ruhmreichen Produkte der Wissenschaft bezahlt… und der Respekt, den die Pathanen für die christliche Zivilisation hegten, wurde ziemlich vergrößert…“

Ziemlich unsympathische Leute, finde ich. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass da Hopfen und Malz verloren sind. Und ihr teuflisches Opium sollten sie bitte auch bei sich behalten.

Kürzlich sah ich den beeindruckenden Film „Von Löwen und Lämmern“ (4) des notorischen Linksliberalen Robert Redford (5) von 2007, der mE. sehr viel patriotischer, konservativer und counterjihadischer ist, als zB. orkisch-deutsche Filmkritiker glauben machen wollen (6). Weder eine derartige Klarheit, Tiefe und Thematik noch eine derartige Besetzung ist im deutschen Kino denkbar. Wie dem aber auch sei, es geht im Film ua. um die Etablierung einer neuen militärischen Strategie, die Churchills og. Beschreibung Rechnung trägt, indem sie die Besetzung aller Höhen des Landes verfolgt.

Nicht, dass ich davon Ahnung hätte, aber das ist doch mal eine konkrete Idee, und mich würde durchaus die ausführliche Meinung von Leuten interessieren, die Ahnung haben. Warum sollen wir Mädchenschulen bauen, die leerstehen, weil die Taliban alle Mädchen töten, und umgehend wieder niedergebrannt werden. Ich meine, auch für ein militärisches Testlabor ist der Tod von 35 „Versuchskaninchen“ ein viel zu hoher Preis. Also: Auf jeder Anhöhe braucht es einen westlichen Posten mit dem Auftrag, die Gegend zu sichern. Das könnte dem einen oder anderen Ork natürlich weh tun und mehr als 300 zusätzliche Soldaten erfordern. Aber wenn wir nicht genug Leute haben, könnten wir vielleicht welche leihen, zB. von den Kinesen…

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Time am 24. Juni 2009

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(1) http://www.n-tv.de/politik/Drei-deutsche-Soldaten-getoetet-article378393.html
(2) http://www.pi-news.net/2009/06/viel-mehr-moslems-in-deutschland-als-vermutet/
(3) http://kewil.myblog.de/kewil/art/176462276/
(4) http://de.wikipedia.org/wiki/Von_L%C3%B6wen_und_L%C3%A4mmern
(5) http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Redford
(6) http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,513415,00.html

außerdem:
http://www.sueddeutsche.de/t5B38k/2912166/Sw-at-im-Tal-des-Todes.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,459228,00.html

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Pest oder Cholera im Iran

11. Juni 2009

Morgen sind Wahlen im Iran. Die große Frage: Bleibt alles anders oder wird alles so, wie es war? Ich habe einige Aufsätze und Links zu diesem Thema zusammengestellt.

Einen allgemeinen Überblick gab FAZ-Ali2 Rainer Hermann, der große Sunniten-Freund (Ali1 Lerch ist dagegen übrigens ein Sympathisant der Schiiten, womit auch die Orientalistik in der FAZ sauber sowohl durch Pest als auch Cholera abgedeckt ist), am 26. Mai 2009:

Die iranische Herausforderung

Iran stößt in die Mitte der arabischen Welt vor. Erst konsolidierte die Islamische Republik ihren Einfluss im Irak und im Libanon, dann baute sie ihn unter den Palästinensern aus. Von dort stößt sie nach Ägypten und Marokko vor, nach Saudi-Arabien und in andere Staaten auf der Arabischen Halbinsel.

Als in Saudi-Arabien die Religionspolizei und schiitische Pilger auf dem historischen Gräberfeld Medinas zusammengestoßen waren, gab das Königreich „ausländischen Einrichtungen“ die Schuld an der Gewalt und ließ schiitische Religionsführer verhaften. In Ägypten deckte die Polizei eine Zelle der schiitischen Hizbullah auf, die ein Waffennetzwerk aufbaute. Staatspräsident Mubarak ließ die Hizbullah und Iran unmissverständlich wissen, er werde das Untergraben der Sicherheit und Stabilität Ägyptens nicht hinnehmen. Der Jemen verurteilte zwei Bürger des Landes wegen Spionage für Iran zum Tod, und Marokko brach die diplomatischen Beziehungen zu Iran ab. Ein Anlass war die Missionstätigkeit unter der sunnitischen Bevölkerung des Königreichs, ein zweiter der wiederholte Anspruch Irans auf die arabische, überwiegend von Schiiten bewohnte Insel Bahrein.

Politische und religiöse Faktoren überlagern sich. Die Islamische Republik Iran verfolgt ein politisches Projekt (unabhängig etwa davon, wer Präsident ist). Denn Teheran macht den arabischen Staaten das Monopol auf Grundsätzliches streitig, auf den Palästina-Konflikt und, mit Hilfe des Atomprogramms, auf ihre Sicherheit. Die arabischen Staaten reagieren zwar, aber auf einer anderen Ebene. Sie gehen nicht auf die politischen Absichten Irans ein, sondern werfen der Islamischen Republik vor, den schiitischen Islam unter den sunnitischen Arabern verbreiten zu wollen.

Zwei Jahresdaten kommen zusammen. 1979 hatte Chomeini den Export seiner Revolution ausgerufen. Im Jahr 680 hatten sunnitische Araber in Kerbela Hussein ermordet, den Helden des frühen schiitischen Islam, zu dem sich heute ein Zehntel aller Muslime bekennt. Damit nimmt der iranische Revolutionsexport auch Rache für Kerbela. Von 1980 bis 1988 wurde Iran jedoch durch den Krieg mit dem Irak zurückgehalten. In diesem Krieg unterstützten die meisten arabischen Staaten den irakischen Angreifer. Iran hat das nicht vergessen. Der Damm brach 2003 mit der amerikanisch-britischen Invasion im Irak. In Bagdad übernahm eine von Schiiten dominierte Regierung die Macht und behauptete sich im konfessionellen Bürgerkrieg. Nun wuchs Irans Appetit auf eine größere Rolle in der Region.

Der Einfluss Irans und seiner Verbündeten wuchs mit jedem Krieg. Zwar erlitten Iran und die Hizbullah 2005 im Libanon wegen des Rückzugs der syrischen Armee zunächst einen Rückschlag. Dann verschoben zwei Kriege die Balance wieder zu ihren Gunsten: Mit dem Krieg im Sommer 2006 gegen Israel gab die Hizbullah die Rolle als „Widerstandsbewegung“ auf. Fortan nahm sie nachhaltig Einfluss auf die libanesische Innenpolitik; vor einem Jahr setzte sie mit der Belagerung Westbeiruts ein Vetorecht in der Regierung durch; möglicherweise steckt sie sogar hinter dem Mord an dem früheren Ministerpräsidenten Hariri. Der Gaza-Krieg rückte Ägypten ins Visier der Hizbullah, die ein bewaffnetes Untergrundnetz aufbaute – die Hizbullah und Iran bedrohten die Stabilität Ägyptens. Die Waffen sind zwar für die Hamas bestimmt, können aber auch in die Hände der islamistischen Opposition gelangen.

Das Modell des „nichtstaatlichen Akteurs“ (der „nichtstaatliche“ Akteur ist weitestgehend deckungsgleich mit dem Guerillero bzw. Terroristen, T.) Hizbullah ist für Iran attraktiv. Wo sie agiert, muss Iran nicht direkt eingreifen. Weshalb sollte dieses Modell nicht auch in anderen Ländern Nachahmer finden? Iran genießt in der arabischen Welt Sympathie – wegen der antiamerikanischen Politik, seiner Israel herausfordernden Position zu Palästina und seiner politischen Verhältnisse: In den 28 Herrschaftsjahren Mubaraks wählte Iran vier Präsidenten (Dh., es gab vier mal so viele Gesamtvolxpartys wie in Ägypten, T.). Zudem ist Palästina ein fast (nicht fast, es ist vielmehr ein zentrales…, T.) spirituelles Anliegen der (fundamentalistischen, T.) Araber, deren Herzen Iran so erreicht.

Nun träumt Iran davon, den Mittleren Osten zu beherrschen. Diesen Traum – für die arabischen Staaten ist es ein Albtraum – soll auch das Atomprogramm verwirklichen helfen, das bis heute nicht gestoppt werden konnte. Für eher unwahrscheinlich wird in der arabischen Welt gehalten, dass Iran Israel angreifen wolle. Zunächst nutzt Iran Israel als Hebel, um arabische Sympathien auf seine Mühlen zu leiten. In die Hände Irans spielt dabei, dass Israel den Friedensplan der Arabischen Liga (der de facto die Vernichtung Israels vorsieht, T.) ablehnt. Iran ist der Nutznießer der Nichtlösung des Palästina-Konflikts.

Die Führungen des Libanon und Ägyptens, Saudi-Arabiens und Marokkos, Bahreins und Jemens fürchten, dass Iran sich in ihren Gesellschaften einnistet. Iran unterschätzt den Willen und die Fähigkeiten der arabischen Staaten, ihre Souveränität zu verteidigen. Immerhin haben sie schon einmal, vor einem halben Jahrhundert, der Herausforderung einer supranationalen Ideologie standgehalten, der des panarabischen Nationalismus. Vielleicht ist die iranische Herausforderung der Ruck, den die arabische Welt heute braucht.

Am 7. Juni hatte Gast-Ali Christiane Hoffmann Impressionen zur aktuellen Wahl beigesteuert:

Das Volk verlangt nach politischer Erregung

Dieser Wahlkampf in Iran ist alles, was Wahlkampf in Europa nicht ist: spannend, temperamentvoll, unterhaltsam, bejubelt von einer jungen, leidenschaftlichen Anhängerschaft. Ausgerechnet die Islamische Republik, wo sich viele in den vergangenen Jahren aus Enttäuschung über die Reformpolitik des ehemaligen Präsidenten Mohammad Chatami resigniert ins Private zurückgezogen hatten, erlebt vor der Präsidentenwahl am kommenden Freitag einen brodelnden Wahlkampf. Und sein Ausgang ist entgegen anfänglichen Erwartungen, der Amtsinhaber Mahmud Ahmadineschad werde leichtes Spiel haben, völlig offen.

Für die jungen Leute, die zu Tausenden die Stadien und Sporthallen füllen, ist die Kampagne eine große Party, ein Event, sie kommen aus Begeisterung für die Begeisterung, aus dem Wunsch nach Erregung. Wie sonst wäre zu erklären, dass Ahmadineschads aussichtsreichster Gegenkandidat Mir Hussein Mussawi, ein grauhaariger älterer Herr mit null Charisma und nur wenig mehr Temperament, das Publikum so in Wallung bringt, dass einzelne Studentinnen ohnmächtig aus der Menge getragen werden? (Die Wahl als Happening, als Pop-Festival. Was für eine miese Unterstellung Hoffmann da vornimmt: unreifes, iranisches Party-Volk. Dimmi Hoffmann vergißt völlig zu erwähnen, dass das letzte Wort im Iran immer die Bordei, äh Partei, die SED hat, äh nee, die Mullahs mit Obereierkocher Chamenei an der Spitze. Dass Musik und Partys von den Religionswächtern niedergeknüppelt werden, dass diese Wahl offenbar eine der seltenen Gelegenheiten zu quasi-dionysischen Handlungen ist, T.)

Der Kandidat Mussawi lässt seiner Ehefrau den Vortritt. Klein ist sie und fast ein wenig zart, aber wenn sie zu sprechen beginnt, ist schnell klar: Diese Frau ist nicht nur energisch und scharfzüngig, sondern auch mutig. Sahra Rahnavard ist die erste Frau in der Geschichte der Islamischen Republik, die ihren Mann im Wahlkampf aktiv unterstützt. Hand in Hand stehen die beiden auf den Bühnen der Wahlkampfarenen. Und sie ist niemals nur Beiwerk, nur Begleiterin. Schärfer als ihr Mann kritisiert Frau Rahnavard Missstände, fordert Redefreiheit, Pressefreiheit, Reformen: „Warum werden Studenten inhaftiert, wenn sie ihre Meinung sagen? Sollten unsere Universitäten nicht unabhängig sein?“ Die 64 Jahre alte Rahnavard war Dekanin der Teheraner Al-Sahra-Universität, bis Ahmadineschad nach seiner Wahl die Hochschulen unter seine Kontrolle brachte.

Elegant wie Michelle Obama ist sie nicht gerade, aber die Brille mit den überdimensionalen Gläsern, das geblümte Kopftuch unter dem schwarzen Tschador und die Handtasche im iranischen Ethno-Look sind zu ihren Markenzeichen geworden. Und sie steht wie niemand anderes in diesem Wahlkampf für die Veränderungen, die sich in Iran unter der Oberfläche der konservativen Politik vollziehen: eine selbstbewusste berufstätige Frau, eine Künstlerin, die, nachdem sie drei Töchter großgezogen hatte, noch eine wissenschaftliche Karriere hinlegte. Für ihren Mann geht es darum, die Stimmen derer zu gewinnen, die vor vier Jahren, als Ahmadineschad gewählt wurde, frustriert zu Hause blieben, die Stimmen der jungen Leute, der städtischen Mittelschicht und vieler Frauen…

Der religiöse Führer Ali Chamenei, dessen Unterstützung wahlentscheidend sein kann, hält sich zurück (Wie rührend, der Führer hält sich zurück – vom Partygeschehen, T.), nachdem man ihn vorschnell auf der Seite des Amtsinhabers gesehen hatte. Als vor einigen Wochen Mussawis Vater starb, stattete das Staatsoberhaupt ihm einen Kondolenzbesuch ab. In Iran verstand man das als Zeichen, dass er auch mit einem Präsidenten Mussawi leben könnte. Es gilt als wahrscheinlich, dass am Freitag keiner der Kandidaten die erforderliche Stimmenmehrheit erhält. Mussawi und Ahmadineschad sind die aussichtsreichsten Kandidaten für die Stichwahl eine Woche später…

Erstmals wird in Iran ein wirklich moderner Wahlkampf nach WESTLICHEM Vorbild geführt (Wer wäre mehr berufen, dies zu beurteilen als Typ-Beraterin Hoffmann. Indes, die entscheidende Aspekte der westlichen Demokratie fehlen: Die Trennung von Kirche und Staat sowie die Möglichkeit, die GESAMTE Regierung durch Wahl UNBLUTIG auszuwechseln, aber was weiß Dimmi Hoffmann schon davon, T.). Den blumigen und indirekten politischen Stil der Ajatollahs hat eine aggressive, personenbezogene Auseinandersetzung abgelöst. Erstmals stehen sich die Kandidaten direkt in Fernsehduellen gegenüber, deren sechs – jeder tritt einmal gegen jeden an – in diesen Tagen abgehalten werden. Ahmadineschad nutzte am Mittwochabend sein Duell gegen Mussawi, um sich noch einmal als Saubermann gegen die althergebrachte Politik zu profilieren. Gerade bei unteren Bevölkerungsschichten dürfte er sich das Image des ehrlichen, einfachen Mannes bis heute erhalten haben…

Iraner sehen die Situation nach meiner Erfahrung skeptischer als deutsche Dimmies. Hier ein Kommentar von Saba Farzan aus dem heutigen Tagesspiegel:

Der Albtraum der Mullahs

Es herrschen turbulente Zeiten im Iran. Die Atmosphäre so kurz vor den Präsidentschaftswahlen ist aufgeladen – und sie richtet sich gegen Mahmud Ahmadinedschad. Obwohl keiner der anderen Kandidaten eine echte Alternative zum populistischen Amtsinhaber darstellt – sie alle sind Teil der Elite der Islamischen Republik –, spürt die Bevölkerung doch, dass am 12. Juni eine Schicksalswahl stattfindet.

Deshalb unterstützt die junge Generation den Wahlkampf von Mir Hossein Mussawi über das Internetnetzwerk Facebook. Deshalb demonstrieren Studenten an der Teheraner Amir-Kabir-Universität und schlagen dort die Türen ein, damit der Kandidat Mehdi Karrubi eine Rede halten kann, die eigentlich verboten wurde. Und deshalb hat die Ehefrau von Mussawi eine Art Kultstatus unter den jungen Leuten erreicht, weil sie demonstrativ im Wahlkampf mitmacht und sich für die Rechte der Frauen ausspricht. Sie ist eine gesellschaftliche Ikone. Während vieles gegen Sahra Rahnawards Ehemann spricht, er ist schließlich ein Zögling von Chomeini und hat die Diktatur der Islamischen Republik von der ersten Stunde an mit aufgebaut, ist sie selbst eine intellektuelle, emanzipierte und provokative Frau. Ihre Verschleierung fing wie die Verschleierung von so vielen Millionen Frauen erst mit dem Beginn der Islamischen Republik an – unfreiwillig. In den 70ern stand sie der Bewegung um den Soziologen Ali Shariati nahe, der wegen seiner Kritik am Klerus niemals ein Konservativer war. Als Dekanin der Al-Sahra-Universität in Teheran wurde sie vor einigen Jahren durch Einwirken der Konservativen entlassen.

Was bedeutet das alles für die Wahl? Ist ein echter Wandel zu erwarten? Sicher nicht. Das Ergebnis der Wahl hat (fast) keine Bedeutung, denn es wird kein demokratisches sein. Von Bedeutung ist jedoch die Panik, die im System dieser Republik verbreitet ist, dass ihr selbst eine undemokratische Wahl solche Angst macht.

Wichtig sind dabei zwei Aspekte: die miserable wirtschaftliche Lage und die vom Volk erhoffte Annäherung an die USA. Es sind nicht nur der niedrige Ölpreis und das Embargo, die verheerend für die iranische Wirtschaft sind, sondern auch das katastrophale Wirtschaftssystem selbst, das planwirtschaftlich organisiert und in staatlicher Hand ist. Gerade auch deshalb wünscht sich die iranische Bevölkerung, dass ihre Führung endlich mit ihrem Feindbild bricht und mit den USA in einen Dialog tritt. Einen Dialog den die Breite der iranischen Gesellschaft längst vollzogen hat: Die größte exiliranische Gemeinschaft lebt in den USA und die jungen Iraner kommunizieren mit der ganzen Welt. Die Islamische Republik hat Jahrzehnte mit einem rückständigen Feindbild gearbeitet und ist nun in ihrem größten Albtraum aufgewacht, dass die MEHRHEIT der Iraner PROAMERIKANISCH ist.

Was wird nun passieren, wenn diese Hoffnungen auf mehr Freiheit, auf bessere Lebensbedingungen und auf ein Ende der Isolation in den kommenden Jahren weiterhin nicht erfüllt werden? In den vergangenen vier Jahren war jede wichtige soziale Gruppe in der iranischen Gesellschaft auf der Straße und hat für ihre Rechte demonstriert – von den Frauen, Studenten, Arbeitern, Gewerkschaftern, Lehrern bis hin zu den konservativen Basarhändlern. Wer die iranische Bevölkerung abgeschrieben hatte, wurde in letzter Zeit eines Besseren belehrt, denn sie hat sich immer wieder mobilisiert und kämpft couragiert für ihre Ideale. Ohne diese zivilgesellschaftlichen Bewegungen in der iranischen Gesellschaft wäre ein so starkes Engagement wie in diesen Wochen vor der Wahl nicht möglich gewesen. Es zeigt sich, dass der Prozess der jüngsten Vergangenheit spannender und aussagekräftiger ist, als die Wahl am Freitag und auch als das Wahlergebnis selbst.

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Keine Frage, Klomeni hat einen erheblichen Anteil an der Renaissance des Mohammedanismus, und Iran ist so gesehen in hohem Maße „schuldig“. Aber auch Deutschland ist vor nicht allzu langer Zeit schuldig geworden, in erheblich größerem Maße als Iran, und ich muss gestehen, ich „mag“ Iran. Früher hatte ich etliche iranische Freunde, sie waren in der Tat eine große Bereicherung, für mich, damals. Auch Persien war seinerzeit ein fürwahr würdiger Gegner des klassischen Griechenlands, und über die barbarischen Schlächtereien hinaus haben beide Kulturen – eine aus der anderen – großen Gewinn aus den Kontakten gezogen.

Aber der Fieslahm ist Irans NICHT würdig, er ist ein ekelerregender MAKEL, eine 1400-jährige Krankheit dieser immer noch großartigen Nation. Es ist mE. kein Wunder, dass bei allen Entsetzlichkeiten, die aus den Ländern des Orkismus zu vernehmen sind, doch auch von Zeit zu Zeit ganz erstaunliche, auch positive Veränderungen bekannt werden, und die stammen in der Regel aus dem Iran. Auch der Griff nach der Bombe entbehrt nicht einer gewissen Kühnheit, einer Kühnheit, die im Vergleich mit dem Rest der elenden Orkstaaten beispiellos ist. Diese ebenso geplagte wie grandiose Kultur hat trotz 1400-jähriger Sklaverei ihre Identität bewahrt, und wie schön wäre es, wenn sie wieder zu uns gehören würde (Insofern also die Eigenständigkeit und für Orks überdurchschnittliche Kompetenz deutlich wird, erscheint die Begründung der zweiten mohammedanistischen Richtung „Schia“ als eine Möglichkeit, die von persischen Denkern vor 1400 Jahren ergriffen wurde, um zwar um mit den aus Arabien vorwärts mordenden Horden in einen Friedenszustand zu kommen, aber gleichwohl eigene Identität zu wahren)… Wo in Orkistan ist zB. solches denkbar, Mussawi zu Gardinenstange im TV-Duell: „Sie haben die Würde der iranischen Nation zerstört. Sie haben Spannungen mit vielen anderen Ländern erzeugt, so dass wir heute nicht einen einzigen Freund mehr in der Region haben.“ (1)

Ich denke, die Menschen in DIESEM Pferch (2) haben die Dunkelheit satt. Aber die Wärter sind noch zu stark. Sie haben noch ein paar sehr mächtige Zaubersprüche auf Lager, mit denen sie die Öffnung des Pferches verhindern können. Der frühere iranische Außenminister Yazdi läßt im Tagesspiegel-Interview (s.o.) den Spell mit dem allerstärksten Mana ab: „Der Nahostkonflikt muss gelöst werden, Israel muss die UN-Resolutionen umsetzen und die Palästinenser müssen ihren eigenen Staat bekommen. Das wird die Lage grundlegend verändern.“ Spielen Sie SCHACH?

Ich finde die Argumente von Heplev (3) und Ruth (4) gegen Siedlungsräumung und Palliestaat zwar sehr stichhaltig, aber ich glaube, dass Israel stark genug ist, die Stellung auch nach Aufgabe einiger Siedlungen und der Gründung eines Palästinenserstaates zu halten. Ich glaube als egoistischer Nicht-Jude und Deutscher, dass der Gewinn für den Rest der Welt viel größer ist als der Verlust für Israel (den der übrige Westen kompensieren sollte). Wenn dieser Forderung, die, wie aus den vorhergehenden Texten deutlich wird, vor allem durch die iranische Stimme Gewicht erhält, nachgegeben würde, würde dies mE. dem Westen die Mehrheit der iranischen und sonstigen Orks in die Arme treiben. Sie würden in ihrem eigenen Lager darauf hinweisen müssen, dass es der Westen war, der ihren größten Traum gegen einen Freund aus dem eigenen Lager erfüllt hat. „Wie beantworten wir diese großzügige Geste?“ müssten sie sich fragen.

In diesem Zusammenhang sehe ich übrigens auch die Kairoer Rede von Präsident Obama. Ihre Grundlage ist die Überzeugung, dass die Mehrheit der Menschen – auch im Orient – ein angenehmes und interessantes, freundliches und sicheres Leben führen wollen. Sie sind dem Jihad nicht naturgemäß verbunden, auch nicht durch die Grundlagentexte, die sowieso keiner wirklich kennt. Sie sind aber Patrioten, sie stehen zu ihrer Heimatstadt, zu ihrer Familie, zu ihren Speisen, die seit Jahrhunderten auf eine exakte Weise hergestellt werden (dieser Konservatismus ist zB. mE. typisch für die iranische Küche).

Denen sagte Mr. Obama: „Hey, das will euch niemand wegnehmen! ABER… “ Und dann kommen die individuellen Freiheitsrechte usw.usf., und davon träumen die meisten Menschen in den Orkländern sowieso, Demokratischer Kapitalismus = Freiheit + Handy! Am Ende wird nicht die Scharia stehen, die nur ein paar perverse Obskuranten mit verfilzten Bärten vertreten werden, am Ende werden das Bürgerliche Gesetzbuch und der RocknRoll stehen! Global! Und wer von uns verweigert sich schon einem leckeren Hühnchen in Safran und Berberitze?

Pest oder Cholera: Wir haben Impfstoffe gegen beide Krankheiten und einige andere mehr, und die Spritzen tun auch gar nicht weh!

Time am 11. Juni 2009

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(1) http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Iran-Ebrahim-Yazdi;art123,2820515
(2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/15/der-pferch/
(3) http://heplev.wordpress.com/2009/06/11/der-siedlungs-mythos/
(4) http://beer7.wordpress.com/2009/06/09/siedlungen-in-der-westbank/
außerdem:
http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Iran-Ahmadinedschad;art123,2820527

Ein Riesen-Mammut-Schiss

30. April 2009

Reiche einem Mohammedanisten den kleinen Finger, und er frißt deinen Arm. Auf Obamas Spruch, „Wenn Länder wie Iran bereit sind, ihre Faust zu öffnen, werden sie unsere ausgestreckte Hand finden!“ antwortete Irans Präsident Mammut Gardinenstange, Obama solle sich für die „Verbrechen“ entschuldigen, die die USA in den vergangenen 60 Jahren am Iran begangen hätten (1). „… nach der ‚unmenschlichen Politik‘ unter Obamas Vorgänger Bush seien Veränderungen in der US-Politik dringend notwendig. ‚Bush ist mit einem dicken Strafregister aus dem Amt geschieden und im Mülleimer der Geschichte gelandet.‘ Nun sei er weg und ’so Allah will, fährt er zur Hölle'“, weiß Gardinenstange. „Die US-Regierung dürfe sich nicht länger ‚in die Angelegenheiten anderer Völker‘ einmischen.“ Nicht wahr, dass hätten diese Gangsterbosse gerne, dass sie die Menschen bis in alle Ewigkeit unwiedersprochen weiterquälen können.

Hier die Horror-Bilanz der Mullas aus einem lesenswerten Aufsatz von Nasrin Amirsedghi (2):

„- Einführung der Scharia als Basis des Grundgesetzes – Zulassung von Ehrenmord und Polygamie – Verankerung der menschen- und frauenverachtenden Gesetze auf der Basis des Korans in das Straf- und Zivilrecht (wie Steinigung, Mord, Amputation, Peitschenhiebe und vieles mehr) – zurück ins Mittelalter in Bereichen wie Familien- und Erbrecht – Verbot bestimmter Berufe für Frauen (u.a. keine Diplomatenberufe, keine Richterinnen) – Senkung des Heiratsalters auf 13 – Etablierung der Geschlechter-Apartheid – Zwangsverschleierung und Kleiderordnung nach streng islamischem Recht – Keine Meinungs-, Medien- und Pressefreiheit – Einrichtung der Milizarmee namens ‚Bassidji‘ unter der Staatsführung von Khamenei – Etablierung einer Mafiabande unter der Staatsführung von Khamenei in allen Bereichen von: Justiz, Bildung, Medien, Politik, Militär, Banken, Industrie, Wirtschaft und Klerus – Willkürliche Verhaftungen von Andersdenkenden – brutale Foltermethoden als gängige Praxis in den Gefängnissen – Strenge Zensur und Kontrolle von Printmedien, Presse, Internet und Bildungseinrichtungen (Universitäten, Schulen, Kindergärten) – Errichtung der brutalsten Moralpolizei in der Geschichte des modernen Iran – Das Ziel, Atommacht zu werden – Unterstützung der Terrorgruppen Hamas und Hizbollah (finanziell und durch Militärausbildung) – Unterstützung weltweiter Terroranschläge (finanziell und personell) – der demonstrativ als religiös begründete Wille, das Land Israel zu vernichten – Antisemitismus als Staatsdoktrin – politische Agitation gegenüber den nicht-schiitischen Nachbarländern – über 160.000 Hinrichtungen von Menschen im Alter von 13 bis 65 (politische Oppositionelle, Intellektuelle, Journalisten, Blogger, Andersgläubige – wie Baha’is, Christen, Juden oder Sunniten, Homosexuelle, Lesben, Kinder, Sich-Liebende-Aber-nicht-Verheiratete, Drogenabhängige, Diebe, also: Alles was zwei Beine hat!) – über 3000 Steinigungen – ca. 800.000 Verurteilungen zu Amputationen der Finger, Hände, Augen, Beine oder Füße, Peitschenhiebe (70% davon sind vollstreckt worden) – Im September 2007 berichteten iranische Medien stolz, daß im Iran über 600.000 Personen verhaftet werden. Zurzeit sitzen 153.000 Personen in den Gefängnissen – Eine Million Kriegsopfer – eine Million Kriegsinvaliden – 11 Millionen Kriegsflüchtlinge und Obdachlose – über 350 Milliarden ($) Kriegsschaden – eine Inflationsrate von mehr als 50% – 14 Millionen Arbeitslose – 15 Millionen Arbeiter ohne Sozial- und Krankenversicherung – 50% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze – 15 Millionen psychisch kranke Menschen – 6000 Hektar der Wälder jährlich durch Waldbrände vernichtet – eine Million Kinder in Kinderarbeit – ca. 30.000 Selbstmordversuche (66% Frauen), 41% der Selbstmordfälle betreffen Frauen im Alter von 10 bis 19 Jahren – 600.000 Tote in Folge von Armut, Hunger oder plötzlichem Infarkt – Iran ist ein Transitland für Menschenhandel mit einer enormen Anzahl von Kinderverkäufen – sehr früher Beginn der Kinderkriminalität (schon mit 10 Jahre) – Vernichtung der historischen Baudenkmäler im Wert von 996.000 Millionen ($) – 6 Millionen Drogenabhängige (schon mit 13 Jahren) – 600.000 Prostituierte (schon ab dem 13. Lebensjahr) – 20.000 Straßenkinder allein in der Stadt Teheran (viele von diesen Kindern entstanden aus Zeitehen und haben keinerlei Rechte) – 14 Millionen Analphabeten – eine Million Studienverbote (überwiegend nach der Kulturevolution in den Jahren 1980-1983, sowie politisch Aktiven, Bahai’s ) – Bücherverbrennungen (von historischen Büchern) – 220.000 Auswanderer aus der Schicht der Intelligenz – ca. 3 Millionen Auswanderer (allein 180.000 Jugendliche wandern pro Jahr aus) – ca. 3 Millionen Exilierte.“

DER Karren sitzt wirklich im Dreck! Aber auch die typisch faschistische Methode, das Volk durch Krieg und Expansion in permanenter Unruhe zu halten – sei es durch Stellvertreter -, klappt nicht mehr so recht. Die Hisballa ist mucksmäuschen still, und die Hamas hat mal so richtig einen auf die Fresse bekommen, hahaha! Die US-Navy bringt die iranischen Raketenlieferungen auf, und jetzt hat die EU auch noch beschlossen, die effektive Oppositionsgruppe „Volksmudschhedin“ von der Terrorliste zu streichen, „weil es keine juristischen Beweise für terroristische Absichten der Volksmudschahedin gebe“, was für den Iran „inakzeptabel“ ist (3). Deutschland war übrigens „EU-Diplomaten zufolge dagegen, die Iraner von der Liste zu nehmen“, shame on you!

Darüberhinaus mucken nun auch immer mehr die Sunniten auf, wie die heutige FAZ berichtet: „Zwölf iranische Sicherheitskräfte sind nach Angaben der Regierung von mutmaßlichen Aufständischen getötet worden. Wie ein Justizsprecher am Dienstag in Teheran mitteilte, gerieten die Polizisten am Montag im Südosten des Landes in einen Hinterhalt. Die Täter seien geflohen. Der Vorfall ereignete sich in der Region Sarawan, die zu der Provinz Sistan-Balutschistan an der Grenze zu Pakistan gehört. Dort hat die sunnitische Rebellengruppe Dschundallah, die mehr Autonomie für ihre Minderheit fordert, in jüngster Zeit ihre Angriffe verstärkt. Iran wirft Amerika vor, die Gruppe zu unterstützen. Dschundallah hatte im vergangenen Juni 16 Polizisten in der Region Sarawan entführt, um sie gegen inhaftierte Mitstreiter auszutauschen. Im Dezember teilte die Gruppe mit, sie habe die Geiseln getötet.“

Tja, die Luft wird dick da unten in der Latrine… Übrigens, vielleicht bedeutet Mohammedanismus DOCH Frieden: Wenn der letzte Schiiet und der letzte Sunnit sich abgemurkst haben, wird die Welt Frieden haben!

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Time am 28. Januar 2008

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(1) http://www.n-tv.de/1093243.html
(2) http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/4583/dreisig-jahre-horror/
(3) http://www.n-tv.de/1091918.html