Posts Tagged ‘Oliver M. Piecha’

Eine auslaufende Welle

11. Mai 2019

Vor kurzem brachte die MoT einen Beitrag von Hamad Abdel-Samad über eine links-grün-orkische Kampagne gegen eine Frankfurter Nazislamwissenschaftlerin (1).

Lesen Sie hier einen Bericht von Oliver M. Piecha von „mena-watch“ über die angefeindete Veranstaltung (2).

_____

Von Kopftüchern und Deutschen

Der Anfang ist ein bisschen enttäuschend, der Saal ist voll, es ist kurz nach zehn, gleich fängt es an und erst jetzt kommt auch mal ein Kopftuch in Sicht. Und dann gehört es noch zu einer Mitarbeiterin hier. Dabei soll es doch auf der Konferenz „Das islamische Kopftuch. Symbol der Würde oder der Unterdrückung?“ des Frankfurter Forschungszentrums „Globaler Islam“ vor allem um Eines gehen: um das Kopftuch eben.

Aber offensichtlich eher in der Theorie als in der Praxis. Verglichen jedenfalls mit einem durchschnittlich besetzten S-Bahn-Wagen im Rhein-Main-Gebiet ist diese Konferenz tatsächlich sehr „weiß“. Und Kopftuchträgerinnen bekommt man nicht viel mehr als ein halbes Dutzend zusammen. Vielleicht sind ja auch deswegen so wenig Betroffene gekommen, weil die Konferenz im Ramadan und dann auch noch einem Freitag liegt? Eine Kritikerin hatte das ernsthaft bemängelt.

Die Polizei war allerdings da, und bewachte den Eingang, denn die Konferenz hatte im Vorfeld für massives Aufsehen gesorgt. Eine obskure Gruppe hatte im Internet die Entlassung der federführenden Professorin Susanne Schröter gefordert und die eingeladene Alice Schwarzer des antimuslimischen Rassismus bezichtigt. Danach überschlugen sich sozusagen die fiktiven Ereignisse, und 700 Teilnehmer wollten sich für die 150 vorhandenen Plätze anmelden, die Universität bot sogar einen Liveblog und einen Livestream auf sowie ein public viewing.

Wer immer die Protest im Internet lanciert hat, ob es nun Islamisten waren, Verfechter postkolonialer Ideologie oder patentierte Antirassisten – aber womöglich fällt das mittlerweile auch schon alles in eins –, sie durften sich kurzzeitig als Sieger fühlen. Ein paar Zeilen im Internet genügten, um ein Medienereignis herzustellen und alle Feuilletons des Landes aufzuschrecken. Aber kaum jemand mochte öffentlich mehr als ein kleines bißchen Verständnis für den seltsamen Aufruf zu äußern, nicht einmal die üblichen Verdächtigen, das ganze klang einfach zu deutlich nach einer pubertären Allmachtsphantasie.

In Amerika (oder vielleicht an der Berliner Humboldt-Universität) mag sich in Hörsälen die Meinungsdiktatur von Snow Flakes und Social Justice Warriors etablieren, und in Paris kann Alain Finkielkraut wegen des Vorwurfs der Islamophobie seine Vorlesungen nicht mehr halten – wie Susanne Schröter mahnend in ihrer Vorrede betonte –, in Frankfurt jedenfalls hieß die Antwort: No Pasaran. Das war schon fast die Volksfront, praktisch alle waren sich einig; von der Unileitung bis zur Staatssekretärin, von der ehemaligen grünen Integrationsbeauftragten der Stadt – sie wurde ausgezischt, viele Anwesende waren nicht gut auf die Grünen und ihr Verhältnis zum Islam zu sprechen – bis zur Frankfurter Studentenvertretung, dem Asta: Alle, alle waren sie für die Freiheit des Wortes und der Wissenschaft.

Aber so richtig bedroht erschien die auch gar nicht. Die eine Handvoll Demonstrantinnen im Nieselregen, die man von drinnen beim Anstehen für den Kuchen nicht einmal bemerkte, dienten allerdings zur Bebilderung der Zeitungsartikeln, und später, als der Regen aufgehört hatte, war die einzige Kopftuchträgerin weit und breit im Visier einer Fernsehkamera. Dass das Catering für die Menge der Teilnehmer nicht ausreichend war, wie immer wieder im Vorraum enttäuscht zu hören war, fand in den Medien dagegen keine Beachtung.

Susanne Schröter erklärte in ihrer Einführung, dass der Anlass für die Konferenz die jüngst eröffnete Frankfurter Ausstellung zur „Islamischen Mode“ gewesen sei, die den politischen Kontext ausgeblendet habe. So kamen nun in Frankfurt einige der Prominenten aus der ewigen Besetzungsliste des deutschen Kopftuchdramas zu Wort: Alice Schwarzer und Necla Kelek. Was beide zu sagen hatten war so kurzweilig wie bekannt. Schwarzer erzählte noch einmal wie sie bereits vor über zwanziger Jahren als einsame Mahnerin gegen den politischen Islam stand und Kelek warb für die von Terre des femmes initiierte Petition für ein Kopftuchverbot in Kindergärten und Schulen. Das war nun gerade nicht die Schuld der beiden Vortragenden, aber man konnte dabei doch auf den Gedanken kommen, das sei eine Debatte, die mindestens zehn Jahre zu spät geführt wird. Es gab ja eine Zeit, irgendwann nach der Jahrtausendwende, als es so aussehen mochte, als ob der politische Islam in Europa praktisch widerstandslos durchgewunken werden würde. Aber ist die gesellschaftliche Stimmung mittlerweile nicht eine so ganz andere? Kann man ernsthaft von „Sprechverboten“ in Bezug auf Kopftücher sprechen, wie Schwarzer es tat? Über was wird denn da ununterbrochen geredet? Wenn man kurz ernsthaft darüber nachdenkt: Ist das nicht eine bizarre Aussage?

Auftritt Khola Maryiam Hübsch: Man will debattieren, also braucht man auch eine Stimme für das Kopftuch. Und Frau Hübsch kann das. Sie bedient sich gekonnt rhetorischer Taschenspielertricks: Natürlich ist sie auch für unbedingte Solidarität mit verfolgten Frauen im Iran, denen das Kopftuch aufgezwungen wird! Aber muss nicht dieselbe Solidarität auch den verfolgten Frauen im Westen gelten, die das Kopftuch nicht tragen dürfen? Bevor man antworten könnte, da habe sie sicher vollkommen recht, aber ob sie wohl kurz die Länder im Westen aufzählen könne, wo von Sittenpolizei verfolgte Frauen wegen ihrer Kopfbedeckung im Gefängnis säßen, plappert sie schon munter weiter. Es muss nämlich schnell gehen, das Reden, mit einem latent aggressiven Unterton, man soll wohl besser nicht ins Nachdenken kommen, was sie da so alles im Detail erzählt, denn die Zusammenhänge sind nicht besonders stringent.

Es ist eine Art süßlicher Seim, der sich da ergießt, angereichert mit modischen Vokabeln, sie ist ja „speakerin“ und „word artist“, und Frauen mit Kopftuch sind in ihrer Welt coole „Hijabis“. Bald fällt auch zum erstenmal der Begriff „intersektionalistisch“. Unterhaltsam kann sie auch sein: Schwarzer habe sie in der Kaffeepause als „Hübschchen“ angesprochen, ja, wer würde sich da noch wundern, dass Alice Schwarzer wie ein alter weißer Mann wirke? Bei den Schwarzer-Fans kommt das nicht gut an, und die sind hier in der absoluten Mehrzahl. Das Personal dieser Debatte ist jedenfalls so altgedient, wie das ganze fast schon wie scripted reality wirkt. Vielleicht sagt Schwarzer das jedesmal zu ihr? Hübsch hat hier nun mal die Rolle der dissidenten Kopftuchkulleraugenfrau mit dem schnellen, frechen Mundwerk. Inhaltlich ist da nicht viel zu holen, aber wie auch? Sie muss ununterbrochen offensichtliche Widersprüche zum Verschwinden bringen.

Da ist die Sache mit Gott. Sie spricht von ihrer persönlichen Religion und mehrfach fällt der Begriff der Spiritualität. Das ist nicht unwichtig. Tatsächlich gibt es im Islam mit den Sufis eine entsprechende religiöse Tradition, die auf Mystik und Spiritualität konzentriert ist und deswegen auch zum Hassobjekt der Salafisten geworden ist. Und es ist kein Zufall, dass sich im Nahen Osten, in Ägypten, oder der Türkei, die Anzeichen für eine Renaissance des Sufiislam häufen, der im Gegensatz zum puritanischen, regelbasierten von den Golfstaaten finanzierten Islam steht, wie wir ihn über die letzten Jahrzehnte praktisch nur noch gesehen haben. Aber es sei als Verdacht formuliert, dass das gar nicht die Quelle dieser islamischen „Spiritualität“ ist, von der die „Hijabis“ so gerne sprechen. Vielleicht sollte man eher auf den Einfluss des modernen individualisierten Christentums schauen. Es ist nämlich eine sehr westliche, individualistische Religionsauffassung, die da mit Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit und Spiritualität daherkommt, und die mit einem traditionellen oder gar dem politischen Islam eher weniger verbindet.

Hübsch findet schöne Worte, sie spricht vom Ausbrechen aus gesellschaftlichen Rollenerwartungen, wenn es um die Entscheidung Pro-Kopftuch geht, oder vom Sexismus, auf den „züchtige“ („modest“) Kleidung eine Antwort sei. Es fehlt eigentlich noch das Stichwort „Entfremdung“. Und vielleicht noch eine Erwähnung, warum es besser für das Klima wäre, Kopftuch zu tragen. In der Person von Hübsch werden wichtige Widersprüche greifbar, die das Thema „Kopftuch“ so komplex machen. Eloquent stellt sie einen scheinbar durch und durch westlichen Prototypen individueller Lebensgestaltung dar.

Und dann wird am Ende ihrer Rede im Frankfurter Saal ein Flugblatt anonymer Aussteigerinnen aus der Ahmadiyya Muslim Jamaat verteilt, der muslimischen Sekte, deren Vorzeigefrau sie ist. Die anonymen Stimmen klagen über Drohungen, Druck und Benachteiligungen zumal in Hinsicht auf die Weigerung eine islamische Kopfbedeckung zu tragen. So tragisch und so banal: Autonomie und Individualismus versus gruppenbezogenes, strikt an Traditionen orientiertes Gruppenverhalten. Das ist ein echter Konflikt, da kann man noch so viel speaker und word artist sein wollen. Hier sitzen die Reibungspunkte von Menschen, die der einen und der anderen Welt angehören. Widersprüche, die sich augenscheinlich in der Person von Hübsch manifestieren, die auch immer wieder als Funktionärin ihrer Glaubensgemeinschaft in der Öffentlichkeit gewirkt hat. Insofern möchte man fast sagen, dass ihr auf dieser Konferenz ein wenig die tragische Rolle zugewachsen ist, und zum Schluss hat man fast Mitleid. So richtig mag sie hier im Saal auch kaum jemand. Darüber hinaus bleiben dann noch Fragen nach persönlicher Integrität, ob diese Widersprüche als Konflikt erlebt, unterdrückt oder bewusst verschleiert werden – sozusagen noch unter dem Kopftuch.

Da wo Hübsch in ihrer Schizophrenie als scheinbar autonome individualistische junge Frau und gleichzeitig als Repräsentantin einer islamischen Sekte scheitert, schaffen es auch andere anwesende Akteurinnen der fortwährenden deutschen Islamdebatten-Inszenierung nicht, einmal vom immergleichen Redemanuskript aufzusehen. Ein Blick auf die gesellschaftlichen Realitäten der Länder des Nahen Ostens scheint völlig zu fehlen. Das ist angesichts des Ortes der Veranstaltung – einem Zentrum zur Erforschung des globalen Islam – ja schon etwas seltsam. Islam oder „politischer Islam“ wird permanent als Invariante beschworen. Es gibt praktisch kein Verständnis dafür, wie sich Gesellschaft entwickelt, wie Widersprüche wirken könnten, und dass generationaler Wandel etwas längerfristiges ist, das auch Ideologien transzendiert.

Der Nahe Osten wandelt sich, die iranische Revolution ist in ihrem 40 Jahr und der Politische Islam ein Generationenprojekt. Über all das könnte man sprechen, aber in diesem Frankfurter Saal sitzen vor allem Menschen, von denen man den Eindruck hat, dass sie sich ganz persönlich in ihrem tiefsten Deutschland vom politischen Islam verfolgt und bedroht fühlen. Mehrfach kommt die Rede auf über 50 Länder, in denen die Scharia gelte und die vom politischen Islam beherrscht sein. So ungefähr. 50 Länder! Ja, da muss man ja Angst bekommen!

Susanne Schröter zeigt in ihrem Vortrag Nahostbilder aus den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren, um zu demonstrieren, dass man damals im Irak Miniröcke und in Ägypten keine Kopftücher getragen hat. Simsalabim und schon hat man den „islamischen Rollback“ gezeigt. Ganz so einfach ist die Sache nun aber nicht. Tatsächlich richtet sich die Familiengesetzgebung in fast allen islamisch dominierten Ländern an der Scharia aus (die berüchtigten Körperstrafen sind noch einmal etwas anderes, und sie werden tatsächlich nur in ein paar wenigen Ländern praktiziert wie in Saudi-Arabien oder bei den Taliban). Nur: Das war auch schon so zu den Zeiten, als die Mittelschicht in Kabul Jazzplatten gekauft hat und iranische Studentinnen noch kürzere Röcke als die irakischen getragen haben.

Und was angesichts dieser nostalgischen Fotos, die immer nur die eine Geschichte zu erzählen scheinen, dass früher alles besser war, und niemand Kopftücher getragen hat, in der Regel völlig unbeachtet bleibt, ist die Tatsache, dass zumal in den Kernländern des Nahen Ostens diese an der Scharia orientierte Gesetzgebung mittlerweile heftig umstritten ist. Menschen beiderlei Geschlechts demonstrieren dagegen, begehren dagegen auf, kämpfen für eine Änderung dieser Gesetze, die tatsächlich einen fundamentalen Einfluss auf den Lebensalltag von Menschen haben: Töchter gelten weniger als Söhne, die Scheidungsgesetze benachteiligen massiv Frauen, und in vielen Ländern sind auch erwachsene Frauen abhängig von männlichen Vormündern. Und es ist kein Zufall, dass Tunesien hier nun zum Vorreiter von revolutionären Gesetzesänderungen geworden ist, mit denen diese Art von geschlechterbezogener Differenzierung aufgehoben wird.

Das ist eine Folge des totgesagten „Arabischen Frühlings“, zu dem Alice Schwarzer auch nur die Umformulierung zum „Arabischen Winter“ einfiel. Die realen Auseinandersetzungen im Nahen Osten bedienen offensichtlich nicht das Bedürfnis nach Projektionsflächen. Und so nimmt man es lieber nicht wahr, dass der politische Islam in den Kernländern des Nahen Ostens unter erheblichem Druck geraten ist, an vielen Orten führt er längst Rückzugsgefechte.

Junge Menschen im Nahen Osten verlassen zunehmend die ideologischen, altgewohnten Pfade, auch in ihrem Widerstand, oder vielmehr in ihrem Desinteresse an den Kämpfen der Alten. Dann sitzen auch die Mädchen in der Öffentlichkeit im Cafe, ob mit oder ohne Kopftuch, und rauchen Shisha. Und nein, das passiert nicht überall und nein, das wird die Gewaltverhältnisse in all diesen Staaten nicht sofort umstürzen. Aber zumal aus intellektueller Frankfurter Perspektive wird man doch einmal sagen müssen, wie beschränkt und völlig undialektisch es ist, anzunehmen, dass dieser Generationenwandel nicht irgendwelche Auswirkungen haben sollte. Fasziniert starrt man aber weiter voller lustvoller Abscheu auf die alten Männer und ihre Machtdemonstrationen, und wittert allerorten ein scheinbar wie naturgesetzliches Voranschreiten des politischen Islams, so als würde es sich hier nicht um eine letztlich gescheiterte und total abgehalfterte Ideologie handeln.

Tatsächlich verbucht der politische Islam ja auch weiter Geländegewinne, dafür stehen die Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle in Brunei, oder der von Susanne Schröter in ihrem Eröffnungsvortrag angerissene Einfluß des Islamismus in Malaysia oder Indonesien – dem Land mit den meisten Muslimen weltweit. Das zentrale Merkmal aller Gegenden in denen der politische Islam derzeit an Boden gewinnt, ist jedoch ihre Lage in der Peripherie – vom Zentrum des Nahen Ostens aus gesehen. Wie eine Welle hat sich der politische Islam ausgebreitet, und möglicherweise wird er auch wie eine Welle auslaufen. Mit Verspätung in der Peripherie.

Die neue Strategie des „IS“ könnte dafür stehen; die Jihadisten ziehen gen Südostasien, und in die unkontrollierten Regionen Afrikas; und auch im Westen, zumal in Europa finden sich treue Anhänger. Denn auch Europa gehört zu dieser islamischen Peripherie, auf die der politische Islam angeblich so machtvoll zuschreitet, dass man vor lauter Kopftüchern bald nichts mehr zu sehen vermag. Spätestens in Europa mischt sich der Islam mit Identitätsfragen, und es wäre abermals so sinnlos wie weltfremd anzunehmen, dass „der Islam“ oder vielmehr „der politische Islam“ ausgerechnet davon unberührt bleiben sollte. Die einzige wirkliche Invariante in diesem ganzen Szenario scheint das europäische Krisenbewusstsein zu sein. Man fühlt sich bedroht, man ist immer nah an der Panik gebaut, und hat bei aller beschworenen Kultur offenbar so gar kein Vertrauen in die eigenen Werte. Dabei wären die doch die Antwort auf die Kopftücher, um die es hier angeblich geht.

_____

Time am 11. Mai 2019

_____

1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2019/04/26/hassgefuehle/
2) https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/von-kopftuechern-und-deutschen/

Naziran – Gespött der Welt

30. Mai 2018

In der „Jungle World“ beschäftigt sich Thomas von der Osten-Sacken mit dem Verhältnis zwischen Naziran, Israel und Russland (1).

_____

Ein russisch-israelisches Abkommen gegen den Iran?

Eine Eilmeldung der Jerusalem Post, die wenig überraschend ist nach den Entwicklungen in Syrien in den letzten Monaten und doch viele überraschen dürfte:

„Eine Nachrichtensendung auf Channel 2 berichtete Montagabend, Jerusalem und Moskau hätten sich nach monatelangen diplomatischen Anstrengungen darauf verständigt, dass der Iran von der nördlichen Grenzen Israels mit Syrien ferngehalten werden solle. Dem Bericht zufolge vereinbarten Israel und Russland, dass es der syrischen Armee gestattet werden solle, die Kontrolle über den Süden Syriens bis zur israelischen Grenze wieder zu übernehmen. Der Iran und die Hisbollah dürften an dieser Gebietsübernahme aber nicht beteiligt sein.“

So geschieht nun, was sich seit Monaten abzeichnet: Russland beginnt zu verstehen, dass es im Bündnis mit dem Iran wenig mehr als Ärger zu erwarten hat. Seit längerem schon war klar, dass auch ohne israelische Angriffe, die Ziele des Iran und Moskaus in Syrien sehr unterschiedliche sind, ja sich teilweise sogar wiedersprechen. Nur war bislang Russland auf iranische Bodentruppen sowie auf vom Iran gesteuerte Milizen wie die Hizbollah angewiesen. Russland intervenierte in Syrien, um seine strategischen Interessen zu verteidigen, um einen Regimewechsel zu verhindern und um dem Westen zu zeigen, dass es im Nahen Osten weiter Großmachtansprüche habe und diese auch umsetzen könne. Der Iran dagegen zielte nicht nur auf den Erhalt Assads, sondern wollte von Anfang an Syrien in seinen „schiitischen Halbmond“ eingliedern, was – ganz in Absprache mit Syriens Machthaber Assad – etwa eine konfessionell ausgerichtete demographische Neuordnung Syriens miteinschloss. Und es ging dem Regime in Teheran immer um die Grenze zu Israel: Wie besessen arbeitete es daran, Milizen, Raketen und anderes militärisches Gerät in Sichtweite des Golan zu stationieren. Denn die Vernichtung Israels bleibt erklärtes Staatsziel der Islamischen Republik, dem andere nationale Interessen nur zu oft untergeordnet werden.

Nur hatte die israelische Regierung besonders in letzter Zeit immer wieder klar gemacht, dass iranische Truppen oder Verbündete an seiner Grenze eine rote Linie seien und man durchaus bereit und auch in der Lage sei, massive Luftangriffe gegen sie zu fliegen. Mit Erfolg: Vor einigen Wochen hat die israelische Luftwaffe dem Iran in Syrien eine schmetternde Niederlage bereitet und vermutlich bedeutende Teile seiner militärischen Infrastruktur zerstört. Russland schaute dabei zu, ließ seine Luftabwehrraketen ausgeschaltet und wusste zugleich, dass die Israelis russische Ziele vermeiden.

Und nun dies: Israel fordert den Abzug iranischer Truppen
und iranische Truppen rücken ab?

Spätestens damals wurde klar, dass Moskau es mit der Bündnistreue zum Iran nicht sehr genau nimmt. Zuvor schon hatte man ja auch die kurdische PYD in Afrin an die Türkei ausgeliefert. Und es stimmt: Nach dem de facto errungenen militärischen Sieg über die syrischen Rebellen, die heute keine akute Bedrohung für Assad mehr darstellen, stünde einem taktischen Bündnis Russlands mit den USA, Israel, Jordanien und Saudi Arabien nichts mehr im Wege – außer der Iran. Schon schützen in den kürzlich zurückeroberten Gebieten von Damaskus russische Militärpolizisten die Bevölkerung vor Übergriffen syrischer oder iranischer Milizen, und als Israels Premier Netanjahu kürzlich in Moskau weilte, schien die Chemie zwischen ihm und Vladimir Putin in jeder Hinsicht zu stimmen. Offiziell hatte die russische Regierung schon im Februar erklärt, dass sollte der Iran Israel angreifen würde, man auf Seiten Israel stehen würde.

Wenn Russland und Israel so ein Abkommen schließen, ist das nicht irgend ein Vertrag, sondern wohl eher eine kalkulierte schallende Ohrfeige für den Iran; ja im nahöstlichem Kontext, eine wahre Demütigung in Zeiten, da das Regime in Teheran ohnehin von allen Seiten unter Druck gerät. Man kann ganz sicher davon ausgehen, dass diese Verhandlungen nicht mit, sondern weit eher gegen den Iran geführt wurden. Erst lässt sich die islamische Republik ihr halbes Militär vom „zionistischen Gebilde“ in Syrien zerbomben, kann außer lautstarken Verkündungen, keine Vergeltung üben und muss dann das Grenzgebiet auch noch räumen? Die Islamische Republik, die vor wenigen Monate quasi noch erklärte, sie stünde kurz vor dem Endsieg und es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis Israel Geschichte sei?

Jetzt befindet sich Teheran in einer „Lose-Lose“ Situation: Zieht es wirklich auf Druck der Russen ab, macht es sich zum Gespött in der Region, denn solch ein Schritt würde als Zeichen von Schwäche gewertet, und Schwäche können sich die Herrscher im Nahen Osten nun einmal nicht leisten. Weigern sie sich abzuziehen, legen sie sich mit ihrem Verbündeten in Moskau offen an, während Israel ganz ungestört weiter bombardiert.

Und das alles passiert, während israelische Politiker offen zugeben, dass sie daran arbeiten, einen Keil zwischen Russland und den Iran in Syrien zu treiben. Und während syrische Oppositionelle inzwischen längst akzeptiert haben, dass Russland de facto Schutzmacht über ihr Land ist; während sich all ihr Unmut nun gegen den Iran richtet; während sich Teheran überall in der Region, ob im Irak nach den Wahlen oder im Jemen in der Defensive befindet. Und nun dies: Israel fordert den Abzug iranischer Truppen und iranische Truppen rücken ab?

Sollte der Iran sich jetzt wirklich zurückziehen, um russischen und syrischen Truppen das Grenzgebiet zu Israel zu überlassen, würde dies überall in der Region als schmachvolle Niederlage der bislang so kompromisslosen und siegessicheren Regierung in Teheran wahrgenommen werden. Selbst wenn irgendein Führer in Teheran erklären würde, dieser Schritt sei rein taktischer Natur, glauben würde ihm niemand, und das russisch-iranische Bündnis ist nun ohnehin bis auf die Grundfesten erschüttert.

Nur welche anderen Optionen bleiben den Iranern? Russland kontrolliert den Luftraum und selbst Bashar al-Assad wird es sich, sollte er vor der Wahl stehen, sehr genau überlegen, an welche ausländische Macht er sein weiteres Schicksal bindet. An Russland, das ihm zumindest vorläufig sein politisches und auch persönliches Leben garantiert oder den inzwischen weitgehend isolierten und de facto bankrotten Iran, der nichts als Krieg und Unruhe zu bieten hat?

Teheran sitzt, wie es scheint in der Klemme. Welche Entscheidung es nun auch treffen mag, es wird entweder als der Verlierer dastehen oder der Verlierer sein.

War es außerdem nicht auffällig, wie ruhig die russische Regierung auf die Ankündigung Donald Trumps reagierte, aus dem Atomvertrag aussteigen zu wollen? In den Tagen darauf machten Brüssel und Berlin viel mehr Lärm als Moskau. Sollte sich Putin wirklich seines Partners Iran in Syrien entledigen oder ihn zumindest an die kurze Leine legen wollen, die Schritte der US-Regierung kämen ihm dann sogar zugute. Man wird es in den nächsten Tagen und Wochen sehen – das letzte Wort zu Syrien jedenfalls ist lange noch nicht gesprochen.

Wer glaubt denn noch, Putin halte sich an Abkommen? Vielleicht es am Ende doch nur ein kleiner taktischer Trick, um den Süden Syriens unter Kontrolle zu bringen.

Und, wie es scheint, dreht sich das nahöstliche Glücksrad, das diesen Namen eigentlich nicht verdiente, offenbar einmal mehr und als nächsten scheint es die islamische Republik zu treffen. Vor fünf Jahren fragten Oliver M. Piecha und ich, ob es überhaupt in diesen nahöstlichen Depressionslandschaften Gewinner geben könne, und schon damals bemerkten wir, dass alle „seltsamerweise den großen Gewinner der gewaltigen Umbrüche im Nahen Osten (suchen), der aber einfach nicht auftauchen“ wolle. Und so geht es offenbar weiter, sollte die Eilmeldung aus der Jerusalem Post zutreffen. Wer sich noch gestern in der Region ganz oben wähnte, kann schon morgen ganz tief gefallen sein.

Oder ist doch alles ganz anders und die Russen spielen nur einmal mehr mit gezinkten Karten und geben Israel ein paar Zusicherungen, damit sie und die syrische Armee ungehindert im Süden und Südwesten vorstoßen und die letzten dort von Rebellen gehaltenen Gebiete an der jordanischen und israelischen Grenze zurückerobern können, ohne auf Gegenwehr seitens des jüdischen Staates zu stoßen? Eine solche Offensive ist schließlich seit Langem geplant und syrische Quellen geben an, sie stünde kurz bevor. Zwar hatten die USA verkündet, sie würden eine Einnahme von Dera nicht dulden bzw. zulassen, nur schenkt solchen Erklärungen in der Region ohnehin niemand mehr Glauben. Amos Yardlin jedenfalls warnt vor verfrühter Euphorie:

„Die Vereinbarung, über die heute Abend berichtet wurde, betrifft nicht nur die Bestrebungen des syrischen Regimes, die Kontrolle über den Süden Syriens zurückzuerlangen. Die Operation wird ohne den Iran oder die Hisbollah stattfinden, die von der Grenze abgezogen werden sollen. Im Mittelpunkt der vom Iran ausgehenden Bedrohung stehen hochentwickelte ballistische Präzisionslangstreckenraketen, die auch abseits der Golanhöhen stationiert sind. Dieses Problem ist noch nicht gelöst worden. (…) Eine Vereinbarung darüber, wie dies durchgesetzt werden kann, und die sicherstellt, dass die Iraner oder die Hisbollah die quantitativen oder qualititativen roten Linien Israels nicht überschreiten, ist noch nicht erzielt worden.“

Damit spricht Yardlin einen wichtigen Aspekt an: Dieses Abkommen bezieht sich nicht generell auf die iranische Präsenz in Syrien und kann wie zuvor jede andere Vereinbarung mit Assad oder Moskau binnen Tagen zu Makulatur werden. Wer glaubt denn noch, Putin halte sich an Abkommen? Vielleicht es am Ende doch nur ein kleiner taktischer Trick, um den Süden Syriens unter Kontrolle zu bringen. Aber selbst dann, steht der Iran, der gar nicht gefragt wurde, wie ein Verlierer da, denn wer weiß, wie die nächste Vereinbarung aussehen könnte und worüber Russland und Israel noch verhandelt haben?

Für die letzten verbleibenden syrischen Rebellen, die Dera, die Stadt, in der 2011 die damals friedlichen Massenproteste begannen, noch kontrollieren, dagegen ist dieses Abkommen eine sehr schlechte Nachricht. Denn sie wurden bislang von israel, Jordanien und der USA unterstützt. Nun könnte es sein, dass passiert, was so oft in Syrien passierte: Sie werden den Interessen von Nachbarstaaten geopfert.

Über die Rebellen in Dera schreibt Seth Frantzman:

The Syrian rebels in the south are many of the last authentic elements of the Free Syrian Army’s more moderate side. They are the original rebels who rose up, and they have held on to an area that has remained mostly static for years. They have built up some institutions and security in those areas. But they have not been able to make any progress through offensives.

They are also tied into Jordan, and any actions they take are closely watched by Jordan and Israel. Since last year, they have had their cease-fire agreement, and it isn’t clear what they think the long-term holds.

_____

Time am 30. Mai 2018

_____

1) https://jungle.world/blog/von-tunis-nach-teheran/2018/05/ein-russisch-israelisches-abkommen-gegen-den-iran

„Islamophobie“

14. Dezember 2013

Islamophobie

Die Grafik zeigt die Häufigkeit des Worts „Islamophobie“ in englischsprachigen Büchern von 1995 bis 2008. Sie wurde mit dem Google Ngram Viewer erstellt und basiert auf den Daten von Google Books. („Perlentaucher“)

Der MoT-Kommentator Jakobiner hatte gestern einen Artikel von Thomas von der Osten-Sacken und Oliver M. Piecha zum Thema des Propagandabegriffs „Islamophobie“ eingestellt (1), der 2011 bei „Perlentaucher“ veröffentlicht worden war. Eine der Thesen der beiden Autoren meint, dass der Begriff auch eingesetzt wird, um den Antijudaismus zu relativieren (2).

Ein aktueller Aufsatz des französischen Philosophen Pascal Bruckner (3) zum Thema erschien bei „Perlentaucher“ am 12. November 2013 (4).

_____

Für eine wohlwollende Indifferenz

Der Begriff der „Islamophobie“ rückt Kritik an einer Doktrin in Rassismus-Verdacht. Gestraft sind mit dem Begriff vor allem liberale Muslime.

Aus totalitären Regimes wissen wir, dass auch Sprachen krank werden können. „Islamophobie“ gehört zu jenen giftigen Wörtern, die das Vokabular vernebeln und verfälschen. Von den Verwaltern der französischen Kolonien am Anfang des 20. Jahrhunderts ersonnen, um ihre „Eingeborenen“ vorm Virus der Moderne zu schützen, taucht dieser missverständliche Ausdruck zur Zeit der iranischen Revolution wieder auf. Aber mit anderer Bedeutung: Er macht den Islam zu einem unantastbaren Objekt, entzieht ihn der Kritik und umstellt ihn mit Drohungen. Er träumt vom Status des Antisemitimus und ist Schutzschild eines Fundamentalismus, der sich ins Gewand des Opfers hüllt. Eine raffinierte Begriffsschöpfung, denn sie stellt das Delikt der Blasphemie gegenüber den großen Systemen des Glaubens wieder her. Akte religiöser Intoleranz – das Ansprayen von Moscheen, die Belästigung verschleierter Frauen, die in die Zuständigkeit der Gerichte fallen – und der freie Blick auf eine Doktrin werden gleichgesetzt.

Der Hauptwiderspruch des heutigen Antirassismus liegt darin, dass er in seinem Kampf gegen Diskriminierung  alles Mögliche mit „Rassen“ gleichsetzt  – Kulturen, sexuelle Neigungen, und auch die großen Religionen. Rassismus verfolgt Menschen für das, was sie sind – schwarz, arabisch, jüdisch, weiß – und legt sie darauf fest. Die Meinungen über bestimmte Bekenntnisse aber können wechseln und sind zurecht Gegenstand der Auslegung und der Interpretation. Man hat absolut das Recht, Konfessionen zu verabscheuen und das auch zu sagen, so wie man das Recht hat, nicht marxistisch, liberal oder sozialistisch zu sein. Verboten ist nur, Gläubige zu verfolgen oder anzugreifen und Anschläge auf ihre Besitztümer oder ihre Vertreter zu verüben. Seit der kemalistischen Revolution in der Türkei ist der Islam gespalten in Fortschrittliche und Traditionalisten. Die verlorene Größe des Islam erfüllt sie mit Trauer, aber auch mit Ressentiments und Hass. Diese Wunden wollen die Fundamentalisten möglichst rasch heilen, indem sie Kreuzrittern, Ungläubigen und Zionisten die Schuld geben, während die Reformer den Islam weiter  öffnen möchten, um einen Vitalitätsschub zu erreichen.

Der Begriff der „Islamophobie“ will westliche Schuldgefühle wecken. Aber in erster Linie dient er als Machtmittel gegen liberale Muslime, die es wagen, ihre Religion zu kritisieren, die eine Reform der Familienpolitik und Geschlechtergleichheit fordern und die sich das Recht anmaßen, nicht an Gott zu glauben oder den Ramadan mitzumachen.

Sie sollen bei ihren Glaubensbrüdern als Büttel des Kolonialismus angeprangert werden, um jegliche Hoffnung auf Veränderung im Keim zu ersticken. Mit Zustimmung  nützlicher Idioten von rechts und links, die stets auf der Lauer nach neuen Formen des Rassismus und neuen Unterdrückten liegen.

Seit gut zwanzig Jahren erleben wir, wie ein Meinungsdelikt konstruiert wird, ganz ähnlich wie es einst die  Sowjetunion mit den „Feindes des Volkes“ machte. Es soll Frauen stigmatisieren, die sich danach sehnen, den Schleier abzulegen und ohne Scham barhäuptig durch die Straßen zu laufen, die aus Liebe, und nicht aus Zwang heiraten wollen. Man zielt auf Franzosen, Deutsche und Engländer maghrebinischer, afrikanischer oder türkischer Herkunft , die das Recht auf religiöse Indifferenz fordern und sich von ihrer Herkunft lösen wollen. Kurz: Man verschiebt die Frage aus einem intellektuellen oder theologischen Kontext in den der Strafe: Jeder Einwand, jeder Scherz, jedes Zögern wird mit Sanktionen bewehrt.

Ein schlagendes  Gegenbeispiel: Obwohl christliche Minderheiten in Ländern des Islam verfolgt, getötet und zur Flucht gezwungen werden, gibt es das Wort „Christianophobie“ nicht und wird es auch nie geben. Seltsamerweise fällt es uns schwer, das Christentum nicht als eine Religion der Eroberung zu denken, selbst wenn sie ein Martyrium erlebt, zumindest im Nahen Orient. In Frankreich, einem Land mit antiklerikaler Tradition, darf man sich über Moses, Jesus und den Papst lustig machen und sie in allen möglichen obszönen Posen zeigen, aber unter keinen Umständen soll man über den Islam lachen. Nur er soll der Schande und dem Spott entzogen sein. Welche Anmaßung! Zumal antireligiöse Handlungen in Frankreich eher Christen treffen, obgleich sie auch gegenüber Juden und Muslimen zunehmen. Gerade weil das laizistische Frankreich seine muslimischen Bürger als gleichberechtigt ansieht, hat es für das Kopftuchgesetz gestimmt: Man hätte sie natürlich auch wie die Briten (die anfangen, ihre Meinung zu ändern) auf ihre Andersartigkeit und ihre archaischen Sitten festlegen und sich der Verantwortung entziehen können.

Der Islam gehört zu Frankreich und Europa und hat ein Recht auf freie Religionsausübung, angemessene Gotteshäuser und Respekt. Vorausgesetzt, er respektiert die republikanischen Regeln, verlangt keinen extraterritorialen Status, spezielle Rechte, Geschlechtertrennung in Schwimmbädern, beim Unterricht und in Kantinen und andere Gefälligkeiten. Was man dem Islam wünschen mag , ist nicht „Phobie“ oder „Philie“, sondern eine wohlwollende Indifferenz auf einem Markt der Spiritualität, der für alle Glaubensrichtungen offen ist. Aber genau diese Indifferenz wollen die Fundamentalisten nicht. Denn das hieße, dass der Islam eine Religion unter vielen ist, und das finden sie unerträglich. Er soll nicht gleich sein, denn er ist allen überlegen. Da liegt das Problem!

_____

Time am 14. Dezember 2013

_____

1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2013/12/12/der-rattenkorridor/#comment-6196
2) http://www.perlentaucher.de/essay/islamophobie-parallele-in-den-abgrund.html
3) http://de.wikipedia.org/wiki/Pascal_Bruckner
4) http://www.perlentaucher.de/essay/fuer-eine-wohlwollende-indifferenz.html