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Leserbrief-Counterjihad (#17)

25. August 2011


Der folgende Leserbrief aus der FAZ vom 15. August von Dr. med. Hedwig Roggendorf referiert auf den Balci-Skandal (1), der wiederum eng mit Dr. Thilo Sarrazins Buch verbunden ist. Für Counterjihadis enthält er keine überraschenden Neuigkeiten, aber es ist doch sehr schön zu sehen, wie Thesen des Counterjihad inzwischen von Fachkompetenzen aufgenommen, bestätigt und in die Gesellschaft zurückgegeben werden.

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Thilo Sarrazin spricht für Lehrer und Ärzte

So ungeheuerlich die Vorgänge um die Journalistin Güner Balci sind, die Frank Schirrmacher („Eine Falle namens Thilo Sarrazin“, s.1) beschreibt, so wenig hilfreich sind seine Schlüsse und Schuldzuweisungen daraus. Die Falle heißt nämlich nicht Thilo Sarrazin. Nein, die Falle ist der weiterhin praktizierte Kuschelkurs bei fehlendem Integrationswillen, den auch Ihr Feuilletonchef Patrick Bahners in seinem Buch „Die Panikmacher“ einfordert. Hier wie dort findet die Integrationsdebatte aus der sicheren Position des Zuschauers und aufgrund positiver Erfahrungen mit gut integrierten Migranten aus Asien, Iran und dem türkischen Anwalt statt. Sarrazin hat sein Buch stellvertretend für alle geschrieben, die sich an der Basis um die Integration ihrer Mitbürger bemühen: Erzieherinnen, Lehrer, Ärzte und Richter, welche nicht die Zeit haben, ihre täglichen Erfahrungen zu beschreiben. Kein Wunder also, dass dieses Buch ähnlich wie die Bücher von Necla Kelek und Kirsten Heisig die Wahrnehmung des Integrationsproblems in diesen Berufsgruppen widerspiegelt.

Möglicherweise hat Sarrazins Buch einige Unschärfen im Bereich der Vererbung der Intelligenz, dies kann jedoch keinesfalls die Ablehnung des gesamten Buches in Bausch und Bogen rechtfertigen. In Deutschland ist es üblich und allgemein bekannt, dass unter Verwandten keine Ehen geschlossen werden. Hintergrund ist, dass bei Vorliegen einer genetisch bedingten Krankheit ein sehr hohes Risiko besteht, dass sich diese bei den Kindern auch manifestiert. In vielen muslimischen Ländern ist es jedoch Usus, dass Cousin und Cousine ersten Grades heiraten. Dies findet nun auch in Deutschland häufig statt. Das Ergebnis ist eine überdurchschnittlich hohe Rate an mehrfach behinderten Kindern, welche im günstigsten Fall nur mit einer Lernbehinderung zu kämpfen haben. Davon legen die Archive der humangenetischen Ambulanzen und der Gesundheitsämter ein beredtes Zeugnis ab. Dieses Faktum wird von Kulturidentitätsromantikern jedoch gerne ausgeblendet. Abgesehen vom persönlichen Leid der Kinder und deren Familien, tragen diese Eheschließungen nicht dazu bei, dass der Intelligenzpool in Deutschland größer wird. Hier wäre eine sachliche Aufklärung bereits in der Schule beziehungsweise Koranschule oder in islamischen Zentren angezeigt.

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Time am 25. August 2011

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1) http://www.faz.net/artikel/C30673/die-affaere-guener-balci-eine-falle-namens-thilo-sarrazin-30474476.html

Joseph Kröterich

18. Juni 2011

Den Panik-Paddel Pahners sind die geneigten Leser der FAZ nun zwar demnächst endlich los (1), im Biotop des Feuilletons von Deutschlands bester Zeitung tummelt sich aber immer noch ein ziemlich garstiges Ungetüm: Der Judenhasser Joseph „Kröterich“ Croitoru. Immer wenn aus dem Pfuhl übelriechende Blasen aufsteigen, steht sein Auftauchen kurz bevor, und heute hatte er wieder die Gelegenheit, seinen pro-palarabischen Schleim auszuwälzen.

Das Schöne an Kröterichs Texten ist, dass man einfach nur straight alles umdrehen muss, so wie das meist bei Äußerungen der Orks notwendig ist, und dann hat man ein einigermaßen passables Ergebnis.

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Sie haben angegriffen, sie haben verloren

Mit immer schärferen Worten und kruderen Thesen leugnet Israels Rechte das Leid, das die Palästinenser erlitten haben. Jetzt kursiert eine Kampfschrift, die im Land gleichermaßen für Begeisterung  und Entsetzen sorgt.

Das Wort „Nakba“, mit dem die Palästinenser ihre Vertreibung aus dem früheren britischen Mandatsgebiet nach der Gründung des Staates Israel 1948 bezeichnen, dürfte in den nächsten Monaten immer stärker in die Schlagzeilen geraten, je näher der für September angekündigte Termin für die Ausrufung eines Palästinenserstaates rückt. In Israel steigt schon seit Wochen die Spannung, dramatisierend sprach jüngst Ministerpräsident Netanjahu von einem drohenden „Tsunami“. Gestern drohte der israelische Außenminister Avigdor Lieberman in Jerusalem in einem Gespräch mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton, im Falle der Proklamierung eines palästinensischen Staates würde sich Israel nicht mehr an die Osloer Friedensverträge gebunden sehen. Auch publizistisch macht Israels Rechte gegen die palästinensische Seite mobil. Aus ihren Kreisen ist unlängst eine aufsehenerregende Kampfschrift in Umlauf gebracht worden, die verspricht, die palästinensische Katastrophe von 1948 als boshafte Erfindung der Palästinenser zu entlarven. Entsprechend lautet denn auch ihr programmatischer Titel „Nakba kharta“ (Nakba-Bluff). Mit dem siebzig Seiten umfassenden „Büchlein, das um die Wahrheit kämpf“ – so der Untertitel – wollen die Autoren Ariel Segal und Erez Tadmor dafür sorgen, dass die palästinensische „Nakba-Lüge“ nicht weiter Verbreitung finde. Auch sie machen von der Tsunami-Metapher in diesem Zusammenhang gern Gebrauch.

Tadmor und Segal sind angesehene Kolumnisten der konservativen, aber nicht radikalen Tageszeitung „Maariv“. Tadmor ist einer der Wortführer der rechten außerparlamentarischen Bewegung „Im Tirzu“. Ihr Name bedeutet auf Hebräisch „Wenn ihr wollt“ und bezieht sich auf den Ausspruch Theodor Herzls, „Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen“; gemeint war damit der Judenstaat. Die Organisation hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit lautstarken Angriffen auf linksorientierte israelische Universitätsdozenten die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, denen sie vorwarf, propalästinensische und antizionistische Positionen zu vertreten. Zuletzt beschuldigte sie israelische Menschenrechtsorganisationen, das Ergebnis des Goldstone-Berichts der Vereinten Nationen über den Gaza-Krieg durch tendenziöse Angaben negativ beeinflusst zu haben, und forderte vom Staat Konsequenzen. Tatsächlich haben derartige Kampagnen von „Im Tirzu“ wiederholt bis ins israelische Parlament gewirkt. Sein Erziehungsausschuss setzte die Vorwürfe gegen die Hochschullehrer auf die Tagesordnung.

Das Pamphlet „Nakba kharta“ erschien Mitte Mai im Rahmen einer koordinierten Aktion, die sich als Gegenveranstaltung zu den palästinensischen Nakba-Demonstrationen verstand. Ein die Kampagne begleitendes Poster zeigt eine mit einem Palästinensertuch vermummte finstere Gestalt. Sie trägt ein Stirnband, auf dem „Nakba kharta“ prangt. Der darunter plazierte Text fasst schlagwortartig einige der Hauptthesen dieses Machwerks zusammen: „Sie (die arabischen Staaten und die Palästinenser) haben angegriffen. Sie sind selbst gegangen. Sie haben vertrieben. Sie haben verloren.“ Mit solchen Parolen erklären die Autoren die „zionistische“ Geschichtsversion vom israelisch-arabischen Krieg von 1948 zur ultimativen historischen Wahrheit, die die angebliche Fiktion und Propaganda der Gegenseite nun endlich aus der Welt schaffen soll.

Ihre Argumentation sieht die Israelis ausschließlich als Opfer arabischer Aggression und Manipulation: Mit dem „Nakba-Mythos“ täuschten die arabischen Täter immer dreister vor, Opfer zu sein. Die israelischen Soldaten, die ihr Volk damals vor einem Massaker durch die Araber bewahrt hätten, habe man zu Kriegsverbrechern gestempelt und „Blutlegenden“ in Umlauf gebracht, denen zufolge Israel das Verbrechen einer ethnischen Säuberung begangen habe. Die patriotischen Gefühle der Leser werden in der Einleitung mobilisiert: Sie sollen sich gleichsam als „Soldaten“ im publizistischen Kampf um den Fortbestand des jüdischen Staates engagieren.

Was nun folgt, ist reine Geschichtsklitterung, wie man sie bislang selbst von Israels konservativsten Historikern nicht gekannt hat. Wie von Letzteren wird auch hier das Ziel verfolgt, die Israelis von jeder Verantwortung für das Schicksal der Palästinenser zu entlasten. So wird die längst bewiesene These, dass 1948 auch gezielte Vertreibungen der palästinensischen Bevölkerung stattfanden, als eine Lüge diffamiert und die systematische Zerstörung palästinensischer Ortschaften ignoriert. Stattdessen verweist ein ganzes Kapitel darauf, dass die arabischen Staaten diejenigen waren, die zum Mittel der Vertreibung gegriffen und ihre jüdischen Bürger ausgewiesen hätten. Den als grausam und dumm abqualifizierten Arabern unterstellen die Verfasser Vernichtungsabsichten und stilisieren den palästinensischen Großmufti Hadsch Amin al-Husseini, einen Verbündeten der Nationalsozialisten, gar zu einem wichtigen Akteur bei der Judenvernichtung. Die Araber, wird gebetsmühlenartig wiederholt, hätten den Krieg begonnen, sich dabei überschätzt und ihn deshalb verloren. Für seine Folgen trügen allein sie die Verantwortung.

Während das Pamphlet in rechten Kreisen begeistert aufgenommen wird, hat die linksliberale Zeitung „Haaretz“ Ende Mai die Kriegsereignisse in Haifa auch unter Einbeziehung jüdischer und palästinensischer Zeitzeugen nachrecherchiert. Tatsächlich bombardierte die jüdische Hagana – sie hatte in der Nacht zum 22. April 1948 schon fast die gesamte Stadt erobert – damals gezielt den städtischen Marktplatz, auf dem sich gerade zahlreiche palästinensische Zivilisten versammelt hatten, um über ihre Lage zu beraten. Die jüdischen Kampfeinheiten feuerten in jenen Stunden praktisch auf alles, das sich im arabischen Stadtteil bewegte. Unter den zahlreichen Todesopfern waren vor allem Kinder und Frauen. Verzweifelt suchten viele Palästinenser Zuflucht auf dem Hafengelände, das noch unter britischer Kontrolle stand. So gelang einem Teil von ihnen auf dem Seeweg die Flucht in den Libanon.

Allein im Internet meldeten sich auf den „Haaretz“-Beitrag vierhundert meist wütende Leser zu Wort, von denen nicht wenige bedauerten, dass man damals nicht alle Palästinenser aus dem Land gejagt hatte. Von rechter Seite muss auf die Zeitung massiver Druck ausgeübt worden sein, denn nur wenige Tage später veröffentlichte sie einen Artikel mit dem Titel „Die jüdische Nakba“. Darin warb nun Zvi Gabai, früherer Botschafter und Vize-Direktor des israelischen Außenministeriums, für die These, dass die Juden in den arabischen Ländern eine noch weit größere Katastrophe erlitten hätten als die Palästinenser durch die Israelis. Von ihrer Nakba rede die ganze Welt, während die der arabischen Juden weiterhin vergessen bleibe.

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Dr. Gudrun Eussner hat für „hagalil“ exzellente Texte zum Thema verfasst (2). Bei ihnen kann man sich natürlich die Mühe des „gegenteiligen Lesens“ sparen.

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Time am 18. Juni 2011

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/06/16/flucht-nach-new-york/
2) http://www.zionismus.info/antizionismus/arabisch.htm

Flucht nach New York

16. Juni 2011

Einem Lieblingsgegner des Counterjihad ist nach mehreren peinlichen Ausfällen in aller Öffentlichkeit die Luft bei uns offenbar ein wenig dünn geworden. Panik-Paddel Pahners (1) wirft als Feuilletonchef der FAZ das Handtuch, auf „eigenen Wunsch“, versteht sich, um dem neuen Chef Nils Minkmar demnächst von New York aus zuzuarbeiten, wie „FAZ.net“ berichtet (2):

„Nils Minkmar übernimmt zum 1. Januar 2012 die Leitung des Feuilletons der F.A.Z. Er folgt Patrick Bahners nach, der das Feuilleton seit zehn Jahren verantwortet und eine neue Herausforderung sucht. Bahners wird auf eigenen Wunsch von 2012 an als Kulturkorrespondent für die Vereinigten Staaten mit Sitz in New York.“

Sehr glaubwürdig kommt das Ganze nicht daher, und die FAZ hat mit Jordan Mejias ja schon einen warmen Brüter (3) und Dimmie vor Ort, aber in Deutschland ist Paddel natürlich in der Tat völlig obsolet.

Warum aber nur um alles in der Welt will der mutmaßliche Ork-Konvertit denn nun zum „großen Satan“, anstatt zu den von ihm leidenschaftlich verteidigten Mohammedanisten z.B. in Teheran, Damaskus oder Istanbul?

Muss man nicht verstehen – ist halt mohammedanistisch!

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Time am 16. Juni 2011

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/19/thilo-vs-panik-paddel/
2) http://www.faz.net/artikel/C31013/in-eigener-sache-nils-minkmar-wird-feuilletonchef-der-f-a-z-30441225.html
3) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/03/16/muslimbruter-patrick-bahners/

Leserbrief-Counterjihad (#16)

27. Mai 2011

In der Druckerei

In der heutigen FAZ lobt Cem Özdemir das Buch seines Kumpels Paddel Pahners, des Feuilletonchefs der FAZ und mutmaßlichen Ork-Konvertiten, über den grünen Klee (1). Er beantwortet nicht die Frage, warum so viele der unglaublich vielen neugebauten Moscheen (2) in Deutschland den Namen des perversen Türken-Hitlers und Christen-Schlächters „Fatih“ (Mehmet II.) tragen (3), und er macht den Brux, und beantwortet nicht die Frage, was denn nun am Kloran so wahnsinnig toll ist, dass Menschen von Geburt an diesem Text zugeordnet werden und ihm auch immer treu bleiben müssen, welche Textstelle ihn ganz persönlich denn nun angesprochen hat, und was eigentlich die Unterschiede zwischen „Mein Kampf“, „Die 120 Tage von Sodom“ und dem „Kloran“ sind, da doch die Gemeinsamkeiten so augenfällig sind. Die Reflexhaftigkeit seiner Reaktion beleuchtet den Charakter dieser Ideologie, der er anhängt, und deren Name lautet: „Unterwerfung“! Cem ist ihr ganzganz braver Kettenhund, „aus Cem, AUS!“

Zumindest die Mehrheit der FAZ-Online-Kommentatoren durchschaut Cems Gefasel und hat, anders als Prof. Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr. Bades „Erhebungen“ nahelegen, die Faxen dicke: Der Tenor ist eindeutig. Nicht nur sie: In der gestrigen FAZ-Druckausgabe gab es vier Zuschriften counterjihadischen Inhalts. Lesen Sie zunächst einen Text mit angenehm pragmatischer Ausrichtung von Dr. Ezhar Cezairli zum Thema Bildung und sodann drei kurze Briefe zur Causa „Kelek vs. Bade“ (4) von Professor Dr. Lorenz Fischer, Albrecht Wild und Wolfgang Stockhaus in eben dieser Reihenfolge.

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Unabhängig von Herkunft, Kultur und Religion

Zu „Neuer Integrationsbeirat tagt im Kanzleramt“ (F.A.Z. vom 21. Mai): Wozu brauchen wir noch einen „neuen Integrationsbeirat, der über Grundsatzfragen der Integration beraten soll“? Seit der „Deutschen Islamkonferenz“, die 2006 von dem damaligen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble initiiert wurde und deren Mitglied ich war, gab es neben mehreren Integrationsgipfeln den nationalen Integrationsplan, Integrationsvereinbarungen auf lokaler Ebene, Integrationsbeiräte auf Landesebene, eine Vielzahl von Foren für interkulturellen und interreligiösen Dialog und vieles mehr.

Inzwischen sind sechs Jahre vergangen, ohne sich über klare und verbindliche Grundsätze geeinigt zu haben. Gerade deshalb sollten wir uns angesichts der Vielfalt unserer Bevölkerung und der demographischen Entwicklung mit einer steigenden Zahl von Menschen aus dem islamischen Kulturkreis endlich Gedanken darüber machen, was uns in Zukunft zusammenhalten soll und wie wir die Kinder und Jugendlichen, die hier aufwachsen, für unsere moderne freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung gewinnen, ja begeistern können. Ebenso brauchen wir eine „Entkonfessionalisierung der Integrationsdebatte“, das heißt, wir sollten aufhören, über Integration – fast immer – im Zusammenhang mit dem Islam zu diskutieren. Die meisten „Migranten“ können das nicht mehr hören! Außerdem brauchen wir ehrliche Integrationsbemühungen und klare Vorgaben mit dem Ziel, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration zu schaffen. Diese sind unabhängig von Herkunft, Kultur oder Religionszugehörigkeit für alle gleich: Sprachkompetenz, gute Bildung und Berufsausbildung, Chancengerechtigkeit; aber auch: eigenes Engagement und aktives Nutzen von Chancen, Leistungsbereitschaft und Verantwortung für sich selbst und die Gesellschaft.

Wir dürfen kein Kind zurücklassen, keine Potentiale verschwenden, müssen Talente fördern und dafür sorgen, dass Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft vor der Einschulung möglichst die gleichen Startchancen haben. Das erreichen wir unter anderen Maßnahmen durch Kindergartenpflicht – nach einem Sprachtest – ab dem vierten Lebensjahr.

Wir sollten Kindergärten und Schulen (nicht Moschee-Vereine und Schülerwohnheime von islamischen Organisationen) als zentrale Orte der Bildung, der Entwicklung sozialer Kompetenzen, der Integration und der Vermittlung von Grundsätzen unserer Demokratie erkennen und diese sowohl strukturell als auch qualitativ verbessern. Eine gelungene Integration möglichst aller hier lebenden Menschen sollte das Ziel für eine gemeinsame Zukunft in unserer Gesellschaft sein und bedeutet nicht nur die Akzeptanz des Grundgesetzes, sondern: sich damit zu identifizieren und das auch zu leben.

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Forschergruppendenken

Zur Leserzuschrift „Necla Kelek kennt offenbar die Forschung nicht“ (F.A.Z. vom 16. Mai): Zweifellos ist Necla Keleks Darstellung der Arbeit des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration polemisch. Andererseits ist es in der Sozialforschung keine seltene Erscheinung, dass ein (gutgemeintes) Forschungsprogramm dem „Groupthink“ unterliegt und dabei in großen Teilen an der Realität vorbeiforscht. Wie dies zu vermeiden ist, kann aus dieser Theorie abgeleitet werden. Wenn der Kollege Ostendorf jedoch die Darstellungen von Thilo Sarrazin oder Frau Kelek als hysterische Schwarzweißmalerei pauschal zu diskreditieren versucht, drängt sich dem interessierten Beobachter im Umkehrschluss die Vermutung auf, dass Frau Kelek auch hier ins Schwarze getroffen haben könnte.

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Die Presse ist lästig

Als interessierter Leser der Veröffentlichungen von Necla Kelek (zuletzt ihres Buchs „Himmelsreise“) und Thilo Sarrazin bin ich entsetzt über die Zuschrift von Leser Professor Dr. Berndt Ostendorf „Necla Kelek kennt offenbar die Forschung nicht“ (F.A.Z. vom 16. Mai). Insbesondere die Schlussbemerkung, wonach für Ostendorf die Veröffentlichung des Artikels von Necla Kelek im Feuilleton Ihrer Ausgabe vom 9. Mai („Professor Bade gibt den Anti-Sarrazin“) nicht nachvollziehbar erscheint, lässt klar das gestörte Verhältnis zur Öffentlichkeit erkennen, das für ein elitäres Elfenbeinturmdenken charakteristisch ist. Offenbar weiß man sich nicht besser zu helfen, als schlussendlich die Presse zu maßregeln. Dies lässt tief blicken und erklärt anschaulich die Ausführungen von Necla Kelek. Ich für meinen Teil bedanke mich ausdrücklich für die Berichterstattung in Ihrer Zeitung.

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Migranten würden wieder gehen

Professor Dr. Dieter Oberndörfer (F.A.Z. vom 13. Mai) verwendet in seinem Leserbrief „Absurde Behauptungen zur Migrationsforschung“ zum Artikel von Necla Kelek über den „Sachverständigenrat“ der „Migrationsforscher“ (F.A.Z. vom 9. Mai) mehrfach den Begriff Wissenschaft, offensichtlich um die Leser damit zu beeindrucken und die nicht anzuzweifelnde Kompetenz des Rates zum Thema Immigration, also Einwanderung, zu begründen. Die Frage, ob die Wissenschaftler völlig falschliegen könnten, stellt sich somit nicht, da deren Auffassung als alternativlos hingestellt wird. Peinlich ist es, sich nach wie vor des Begriffs „Migration“ zu bedienen. Migranten sind Wanderer ohne festen Wohnsitz, also Nomaden. Um die geht es aber nicht. Diejenigen, die hier einwandern, wollen hier bleiben und sind Immigranten. Der Begriff „Migranten“ wurde von einer bestimmten politischen Richtung in den Sprachgebrauch eingeführt, um die Öffentlichkeit darüber zu täuschen, um wen es sich tatsächlich handelt. Grotesk wird die Bezeichnung derjenigen, die als Ausländer einwanderten, die deutsche Staatsbürgerschaft erwarben, mittlerweile in dritter Generation hier leben und nun als Bürger mit Migrationshintergrund bezeichnet werden.

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Time am 27. Mai 2011

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1) http://www.faz.net/artikel/C30297/integrationsdebatte-wir-sind-doch-keine-statistischen-ausreisser-30376659.html
2) http://www.kybeline.com/2011/05/26/petition-gegen-die-geplante-zentralmoschee-in-karlsruhe-mitmachen/
3) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/12/08/kennen-sie-die-hitlerkirche/
4) http://www.faz.net/s/Rub31A20177863E45B189A541403543256D/Doc~E3112174FCF3D4B698EFF251E5F66B9C3~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Leserbrief-Counterjihad (#15)

21. März 2011

Das Hauptproblem mit dem Dimmies wie den Reformorks ist, dass sie so unglaublich faul sind. Sie haben es sich in ihrer kleinen Welt gemütlich eingerichtet, die sie nicht überfordert, und die sich bitte niemals nicht ändern soll. Die globale Auseinandersetzung der Zivilisationen der Menschheit mit der Terrorideologie Mohammedanismus haben sie nur ganz am Rande zur Kenntnis genommen, und sie versuchen sie abzuwenden, indem sie sich den Feind schönreden, anstelle dass sie sich auch nur einmal nur 4-5 Stunden Zeit nehmen würden, um den Kloran oder die Hadithe zu lesen oder sich mit der Biografie des Kindervergewaltigers Klo H. Metzel zu befassen. Dr. Günther Holtmeyer, dessen Leserbrief die FAZ am 12. März veröffentlichte, ist so ein Fall:

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Sarrazin sagt nichts zur Sache

Glückwunsch an Patrick Bahners: Mit seinem Buch zur Kritik der Islamkritik, aus dem Sie im Feuilleton vom 16. Februar einen Vorabdruck publizierten, hat er zumindest zwei der Haupt-„Panikmacher“ sprachlos gemacht. Es war schon sehr amüsant zu erleben, dass sowohl Thilo Sarrazin in seiner Einlassung in Ihrer Zeitung vom 19. Februar als auch Henryk M. Broder in seiner dünnen Stellungnahme in der „Welt am Sonntag“ vom 20. Februar praktisch die Luft weggeblieben ist.

Sarrazin, der ohnehin ständig unter Liebesentzug leidet, weil die Menschen ihm als dem selbsternannten Retter Deutschlands nicht allesamt zu Füßen liegen, hat lediglich irgendetwas über Verleumdung gestammelt, und dem sonst so wortgewaltig zuschlagenden Broder fiel nichts anderes ein, als sich mit dem Hinweis auf angeblich heiße Luft in Bahners‘ Buch davonzuschleichen. Zur Sache haben beide nichts gesagt. Umso interessanter war die gemeinsame Ausflucht, nämlich der Vorwurf der beiden Anti-Islamiker, Bahners habe ja offenbar nicht persönlich unter dem Islam gelitten. Das zeigt, dass die Panikmache nicht an der muslimischen Lehre ansetzt, sondern an deren Verformungen in der Praxis. Das ist so, als würde man die christliche Lehre daran messen, was in ihrem Namen an Mord- und Versklavungsorgien über eintausendfünfhundert Jahre gefeiert worden ist.

Die Konsequenz: Die Muslime müssen – was moderne muslimische Theologen bereits tun, wenn leider auch oft zu zaghaft – sich untereinander ständig an die Mahnung des Propheten erinnern, von ihrem Verstand Gebrauch zu machen, statt sich auf das zu verlassen, was die Herren der Schöpfung da an Gestrüpp um die Grundbotschaft des Koran haben herumwuchern lassen. Und die Nichtmuslime müssen bereit sein, selbst in den Kern dieser muslimischen Botschaft einzutauchen, statt sich von Panikmachern vorgaukeln zu lassen, was sie angeblich beinhaltet.

Zweifellos ein unendlich mühsamer, langer Weg, aber der einzige, der dazu führt, dass die Kulturen nicht noch weiter auseinander treiben. Der absurde Aufruf von Ayaan Hirsi Ali, der Wortführerin der Panikmacher zum Krieg gegen den Glauben von 1,6 Milliarden Muslimen bewirkt nichts außer noch mehr Irrationalität auf beiden Seiten.

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Holtmeyer ist der Beweis, dass es sich teilweise überschneidende Paralleluniversen gibt. „Sarrazin sagt nichts zur Sache“ behauptet dieser Dr. Wichtig. Welche Sache meint er denn? Zum Mohammedanismus und seinen fatalen Auswirkungen auf unsere Heimat sagt Thilo Sarrazin, der, so Holtmeyer sachlich „unter Liebesentzug leidet“, eine ganze Menge. Holtmeyer selbst aber fehlt offenbar das geringste Grundwissen über den Mohammedanismus, sonst wüsste er, dass die Mohammedanisten Klo H. Metzel als den „besten Menschen aller Zeiten“ lobpreisen, weil er u.a. persönlich drei Tage und Nächte an der Abschlachtung aller Männer des jüdischen Stammes Banu Quraiza teilnahm, um sodann eine Hinterbliebene zur Sklavin zu machen und zu vergewaltigen.

Dieselbe unfassbare Uninformiertheit, die man sich eigentlich besser mit bewusster Lüge oder Wort-Jihad erklären kann, legte auch Ork Qudzia Ahmed am 14. März an den Tag:

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Mohammed warnte vor den Fanatikern

Zur Feuilletondebatte über die Islamkritik (zuletzt Ilija Trojanow, F.A.Z. vom 10. März): Immer wieder wird der Islam von Seiten der Islamkritiker auf das härteste angegriffen. Doch nach genauerem Studieren ihrer Vorwürfe wird eines deutlich, dass immer noch viele Missverständnisse über den Islam kursieren. Als Beispiel nehme man die „Pflicht für jeden Muslim, nach Wissen zu streben“ (Überlieferung des Propheten Mohammed, Quelle: Ibn Majah). In diesem Prophetenwort werden die Muslime ausdrücklich angewiesen, Wissen zu erlangen, damit jeder Muslim, so wie es der Islam lehrt, einen hohen akademischen Grad erlangt.

Natürlich wird schon vieles unternommen von Seiten der Muslime, um die Vorurteile und Missverständnisse, die bezüglich des Islams bestehen, zu beseitigen und damit die Integration der Muslime zu fördern. Doch auf Grund radikaler Äußerungen von Seiten vieler Islamkritiker wird die Integration erschwert. Wenn viele Menschen den Islam als Bedrohung sehen und in Panik geraten, dann auch auf Grund dieser Äußerungen.

Immer wieder ist die Rede davon, die Welt müsse vor dem Islam gerettet werden. Aber vor welchem Islam und vor welchen Muslimen? Etwa den Muslimen, welche die wahren Lehren des Islams befolgen und den Islam in seiner vollkommenen Reinheit und Klarheit verstanden haben, nämlich im Sinne der Pflicht, der Schöpfung Gottes gegenüber Liebe, Zuneigung, Nachsicht und Toleranz walten zu lassen?

Hier muss doch ein Unterschied gemacht werden zwischen den moderat, friedlich lebenden Muslimen, die den Islam verstehen, offen, integrationswillig und reformorientiert sind, und den fanatischen Muslimen, die eine Art Pseudoglauben errichtet haben, der keine Ähnlichkeit mit dem wahren Islam hat. Die Welt muss gerettet werden vor diesen Menschen, die gemäß einer Prophezeiung des Propheten Mohammed die „schlimmsten Kreaturen unter dem Himmelszelt“ (Quelle: Mishkat) sind, die den Islam verunstalten und den Weltfrieden zerstören.

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Zu dumm, dass 99,99% der Mohammedanisten Klo H. Metzel als besten Menschen verehren, von dem sie uns stolz berichten, dass er ein Massenmörder und perverser Kinderschänder war. Zu dumm, dass 99,99% der Mohammedanisten den Mohammedanismus falsch verstanden haben. Zu dumm, dass die Mohammedanismus-Kritiker den Mohammedanismus fälschlicherweise mit dem Mohammedanismus in Verbindung bringen, wo doch der Mohammedanismus mit dem Mohammedanismus nicht das Geringste zu tun hat.

Dem Counterjihadi tut es da gut, in der FAZ auch Stimmen der Vernunft vorzufinden, so wie jene von Norbert Voll vom  19. März:

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Ein gewagtes grünes Schulexperiment

Zu dem von den Grünen inszenierten Schulexperiment in Nordrhein-Westfalen („Abkommen zu Islamunterricht“, F.A.Z. vom 23. Februar) sind noch gravierende Fragen offen: Kann es verfassungskonform sein, wenn der Schulträger bildungshoheitliche Rechte an muslimische Vereine abtritt?

Im Koordinationsrat der Muslime sind die Türkisch-Islamische Union (Ditib), der Zentralrat der Muslime, der Islamrat und der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) zusammengeschlossen, die allesamt für einen Scharia-Islam stehen, der mit unserem Grundgesetz nicht vereinbar ist. Wie wollen Schulen zur Integration in eine freie Gesellschaft beitragen, wenn durch Lernhilfen Schülern im Unterricht die Stellung der Frau im Islam, das Bild von Ungläubigen und der islamische Absolutismus vermittelt wird?

Wer übernimmt in einem völlig verschuldeten Land die Kosten für dieses Experiment? Sieht die eilfertige Ministerin nicht, dass an den Hochschulen ihres Bundeslandes nicht einmal mehr Kleinstanschaffungen – selbst in zweistelliger Kostenhöhe – möglich sind? Wieder ein Schritt in die falsche Richtung. Und niemand wird eines Tages sagen können, wir haben von nichts gewusst.

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Top-Act aber war zweifellos Samuel Schirmbeck, der am 16. März folgenden Text veröffentlichen konnte:

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Deutschland reagiert allergisch auf den Islam

Die „Demagogie“ der von Patrick Bahners als „Panikmacher“ bezeichneten Islamkritiker „schreit ein engstirniges, provinzielles, kleingeistiges Deutschland herbei“, schreibt Ilija Trojanow im Feuilleton der F.A.Z. vom 10. März. Das Gegenteil ist der Fall.

Deutschland ist inzwischen eines der weltoffensten Länder des Planeten. Sein Schrei gilt einer Religion, die – so, wie sie sich in der Welt von heute vorherrschend präsentiert, so wie sie praktiziert wird – „kleingeistig, provinziell und engstirnig“ alles das ausschließt, was in Deutschland akzeptiert wird: selbstbewusste Frauen, sexuell sich selbst bestimmende Mädchen, homosexuell lebende Menschen, Sitten und Gebräuche fremder Kulturkreise, Geschlechtermischung, freies Nachdenken, Religionsfreiheit und Religionskritik. Trojanow möge mir ein Land nennen, in dem es weniger rassistisch zugeht als hierzulande, und dabei allerdings bedenken, dass es ein Paradies auf Erden nicht gibt.

Die Kritik am Islam, wie sie Necla Kelek übt, könnte Trojanow in vielen muslimischen Ländern von Muslimen selbst hören. Als ARD-Korrespondent in Nordafrika von 1991 bis 2001 ist es mir so ergangen. Als ich dann in Deutschland die Artikel von Frau Kelek las, freute ich mich, dass sie diesen Muslimen recht gab. Sie schreibt keine „Pamphlete“, sondern eher brave, fast volkshochschulmäßige Schilderungen der Hauptprobleme des heutigen Islam. Deutschland möchte keinen „kulturellen Protektionismus“, wie Trojanow meint, sondern reagiert inzwischen allergisch gegen kulturellen Provinzialismus, gegen Ausgrenzung, auch im Namen der Religion. Lange genug hat es gedauert.

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Time am 21. März 2011

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Das Recht auf Ruhe

18. März 2011

Die Berliner Schriftstellerin Monika Maron hat im aktuellen „Spiegel“ (#11) einen exzellenten Aufsatz (s.u.) veröffentlicht, in dem sie auf die Trennung von Staat und Religion eingeht. Besonders stark finde ich darin die Zeilen, die unser Recht auf Ruhe vor dem Mohammedanismus fordern: „Vor allem aber hat der Islam den in diesem Land üblichen Umgang mit der Religion außer Kraft gesetzt. Wir alle, Christen, Juden, Orthodoxe, Atheisten, sind gezwungen, fast täglich über den Islam zu sprechen und nachzudenken, wir sollen den Koran lesen und die Hadithen, damit wir den Islam verstehen lernen. Aber ist es nicht unser Recht, vom Islam nichts zu verstehen?“

Die meisten Christen haben kein Problem mit der Trennung von Staat und Religion, denn Jesus sagte: „So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist“ (Matth. 22/21) und „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Joh. 18/36). Die Mohammedanaken haben jedoch ein Riesenproblem damit, denn ihr angeblicher Gott „Alla“ findet es zwar schon o.k., wenn in die Moschee uriniert wird (1), es hat aber unbedingt auf eine bestimmte Art zu erfolgen (2), kurz, Alla will angeblich einfach allesallesalles regeln.

Und auch Paddel Pahners (3) hat ein Riesenproblem damit:

„Ein Christ müsste antworteten: Ja, ich bin zuerst Christ und dann Deutscher oder Türke. Denn als Christ bin ich um meine ewige Seligkeit besorgt, als Bürger kümmere ich mich um die vorletzten Dinge. Den Satz ‚Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen‘ kann er nicht preisgeben.“ (4)

Monika Maron meint, dieses Problem aus dem katholischen Milieu herleiten zu können, dem Panik-Paddel entstammt. Hier kann man da und dort vielleicht eine auf Unwissenheit, Denkfaulheit und Wunschdenken gegründete Sympathie zu den Mohammedanokokken feststellen, die als Schnittmenge „Frömmigkeit“ postuliert – dass in irgendeiner christlichen Gemeinschaft jedoch die Trennung von Staat und Religion in Frage gestellt würde, ist mir nicht bekannt. Paddels dramatische Parole „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ manifestiert sich in der Realität dem Christen nicht. Es gibt in den westlichen Demokratien einfach keinen Widerspruch zwischen Staat und Religion – den Mohammedanismus ausgenommen.

Paddel nimmt weiterhin für Fundamentalkatholiken vermutlich recht ungewöhnliche Positionen ein: „Bahners begrüßte z.B. die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu homosexuellen Lebenspartnerschaften und kritisierte die ablehnende Position des Vatikans zu dieser Frage.“ (5) Während er laizistische Mohammedanismuskritiker wie Necla Kelek durch Gleichsetzung mit den pro-nationalsozialistischen „Deutschen Christen“ (6) verunglimpft, hat er in Bezug auf die katholische Kirche entgegengesetzte Vorstellungen. „Er bekennt sich in seinem Beitrag zu einen Staatskirchentum, das sich unverhohlen in die inneren Verhältnisse der katholischen Kirche einmischt.“ (7)

Diese seltsamen Widersprüche finden zu einer sinnvollen Harmonie, wenn man sich Panik-Paddel als Ork-Konvertiten denkt. Ich bekräftige hiermit meine Vermutung, dass Paddel Pahners zum Mohammedanismus konvertiert und ggf. sogar ein warmer Muslimbrüter ist.

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Wie hast du’s mit der Religion

Die Idee des säkularen Staates ist es, dass uns die Religionen nicht behelligen – auch nicht der Islam.

Die Sache mit dem Islam wird immer verworrener. Gehört er nun zu Deutschland, oder gehört er nicht zu Deutschland? Es gibt ihn ja gar nicht, den Islam. Das sagen jedenfalls dieselben, die behaupten, dass der Islam zu Deutschland gehört.

Vielleicht kommen wir weiter, wenn wir die Frage anders stellen, wenn wir nicht wie Gretchen fragen: „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“ Sondern wenn wir wie Bürger eines aufgeklärten, demokratischen Staates im 21. Jahrhundert fragen: Gehört die Trennung von Staat und Religion zwingend zu Deutschland? Darauf müssten wir antworten: ja. Das gilt für Christen, Juden, Hindus, Muslime und alle anderen.

Und wenn wir fragen, steht das Grundgesetz, das die Religionsfreiheit garantiert, ausnahmslos über der Religionsfreiheit, lautet die Antwort ebenso: ja.

Und gelten die individuellen Freiheitsrechte für beide Geschlechter? Natürlich ja.

Diese Fragen können wir, die deutsche Gesellschaft, beantworten.

Aber ob der Islam zu Deutschland gehört, können weder Christen, Atheisten oder Agnostiker, sondern nur die Muslime selbst entscheiden.

Die islamischen Verbände und Organisationen, aber auch die einzelnen Muslime müssen sich fragen, ob ihr Islam – den Islam gibt es ja nicht – imstande und bereit ist, sich diesen nicht verhandelbaren, zu Deutschland unbedingt gehörigen Voraussetzungen anzupassen. Wenn sie dabei in Glaubenskonflikte geraten, müssen sie ihren Gott und den Koran befragen, welche Möglichkeiten sich bieten, mit der Gesellschaft, zu der sie gehören wollen, Übereinstimmung und Frieden zu finden.

Wenn das gelingt, haben wir kein Problem, dann ist der Islam eine nicht besonders auffällige Religion wie die anderen Religionen auch. Dann verzichtet er freiwillig auf Sonderrechte, auf Prozesse um Gebetsräume in Schulen und Universitäten, die Befreiung von bestimmten religionsunverträglichen Arbeiten wie die Berührung von Bierflaschen, dann werden Imame und Funktionäre ihre Gläubigen davon überzeugen, dass ihre Religion sie weder berechtigt, deutsche Gesetze zu brechen, noch die vereinbarten Regeln des Zusammenlebens in diesem Land zu missachten.

Die Frage heißt eben nicht: Gehört der Islam zu Deutschland? Sondern: Wollen wir, dass der Islam die Stellung der Religionen in Deutschland verändert? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Und die Grenze verläuft nicht zwischen Muslimen und Anders- oder Nichtgläubigen, wie schon Patrick Bahners mit seinem Buch „Die Panikmacher“ beweist, in dem er seine ganz christlichen Sehnsüchte auf die schamhafte Verhüllung muslimischer Frauen und deren religiös reglementierten Alltag richtet. Diese Grenze trennt zunächst jene, die in den Errungenschaften der Aufklärung die Voraussetzung für die religiöse und weltanschauliche Pluralität einer Gesellschaft sehen, von denen, deren religiöses Verständnis einen Gott über die von Menschen gemachten Gesetze stellt, und das nicht nur in ihrem persönlichen Verständnis von Moral.

Diese Grenze ist eigentlich klar und nachvollziehbar. Irreführend und unverständlich wird es, weil natürlich niemand der öffentlich Streitenden von sich behaupten würde, er sei ein Gegner aufklärerischen Gedankenguts.

Im Gegenteil, die glühendsten Verteidiger islamischer Sonderrechte berufen sich auf die Toleranz als oberstes Gebot der Aufklärung und erklären die Kritiker des Islam und seiner weltlichen Ansprüche für paranoid, phobisch oder aber, noch schlimmer, für fremdenfeindlich und rassistisch. Das Absurde ist, dass mit diesem Vorwurf auch islamkritische Türken, Iraner, Ägypter bedacht werden, die vom Verdacht der Fremdenfeindlichkeit und des Rassismus ja ausgeschlossen sein müssten, so dass allein ihre Kritik am Islam Anlass genug ist, sie öffentlich zu diskreditieren.

Nun kann man sich erklären, warum die Vertreter von Milli Görüs und der Ditib im Namen gläubiger Muslime ihre Anforderungen an die deutsche Gesellschaft lauthals vertreten. So verstehen sie ihre Aufgabe, auch wenn das dem Zusammenleben der Muslime mit allen anderen Bürgern des Landes nicht unbedingt zuträglich ist. Dagegen bleibt es ein Rätsel, warum die Grünen und die SPD, deren Mitglieder und Anhängerschaft des religiösen Fundamentalismus dieser oder jener Art kaum verdächtig sind, kleinstadtartige Riesenmoscheen und die Kopftuchpflicht für kleine Mädchen zu Zeichen aufklärerischer Toleranz erheben; warum der sich als links verstehende Journalismus eine geschlossene Kampffront bildet für das Eindringen einer vormodernen Religion mit ihrem reaktionären Frauenbild, ihrer Intoleranz gegenüber anderen Religionen und einem archaischen Rechtssystem. Warum stehen diese Wächter der richtigen Gesinnung nicht auf der Seite der Säkularen aller Konfessionen? Warum verteidigen sie islamische Rechte gegen europäische Werte und nicht umgekehrt?

Werden Muslime in diesem Land an der Ausübung ihres Glaubens gehindert? Verweigert man ihnen Schulen, Universitäten, bestimmte Berufe, bürgerliche Rechte? Wäre es so, gehörte ich ganz sicher zu denen, die den Muslimen im Kampf um ihre Rechte beistehen würden.

So ist es aber nicht. Stattdessen lässt sich die deutsche Gesellschaft, die längst nicht nur aus angestammten Deutschen christlichen Glaubens besteht, Vereinbarungen und sogar Gesetze abhandeln, weil einer zugezogenen Religion die allgemeine Religionsfreiheit nicht genügt und sie darum den Alltag aller Bewohner dieses Landes zu verändern sucht.

Den Schulen in Rheinland-Pfalz und Berlin wird empfohlen, den Spodunterricht nach Geschlechtern zu trennen, in vielen Schulen und Kindergärten steht kein Schweinefleisch mehr auf dem Speiseplan, von Krankenhäusern wird erwartet, dass ihr Personal in islamischen Essens-, Hygiene- und sonstigen Vorschriften geschult ist.

Vor allem aber hat der Islam den in diesem Land üblichen Umgang mit der Religion außer Kraft gesetzt. Wir alle, Christen, Juden, Orthodoxe, Atheisten, sind gezwungen, fast täglich über den Islam zu sprechen und nachzudenken, wir sollen den Koran lesen und die Hadithen, damit wir den Islam verstehen lernen. Aber ist es nicht unser Recht, vom Islam nichts zu verstehen und nur zu erwarten, dass wir von ihm nicht mehr behelligt werden als von allen anderen Religionen?

Wir leben in einem weitgehend säkularen Staat, der den Gläubigen das Recht auf ihre Religion garantiert und den Ungläubigen das Recht, frei zu sein von Religion. Es wird auch vom Islam nicht mehr erwartet, als dass er Andersgläubige und Atheisten verschont mit den eigenen Glaubensregeln.

Das ist keine Islamfeindschaft, keine Islamophobie, schon gar kein Fremdenhass. Es ist die Frage an die gläubigen Muslime und ihre offiziellen Vertreter, ob sie ihre Religion mit den Voraussetzungen einer säkularen, freiheitlichen Gesellschaft vereinbaren können und wollen, ohne sie in ihrem säkularen und freiheitlichen Selbstverständnis immer wieder herauszufordern. Von ihrer Antwort wird es abhängen, ob der Islam zu Deutschland gehören kann oder nicht.

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Time am 18. März 2011

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/hadithe-3-aint-no-fun-waitin-round-to-be-a-millionaire/
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/hadithe-1-einleitung/
3) http://de.wikipedia.org/wiki/Patrick_Bahners
4) http://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article12648071/Der-Leisetreter.html
5) http://www.muenster.de/~angergun/patrick-bahners.html
6) http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Christen
7) http://www.kath.net/detail.php?id=28627
auch:
https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/10/28/gott-sei-dank-sakular/

Muslimbrüter Patrick Bahners

16. März 2011

In einer Sachbuchbeilage der FAZ dezent dargeboten gab Deutschlands beste Zeitung ihrem Feuilletonchef Paddel Pahners am 12. März erneut Gelegenheit, den Jihad und die Scharia zu bebrüten. Die Zwanghaftigkeit seines Handelns und die Wahl der Methode, die größte Ungeheuerlichkeit dreist auszusprechen, sind für mich einmal mehr die Bestätigung der Theorie, dass Panik-Paddel zum Mohammedanismus konvertiert ist. Ich denke, es wäre ein fulminanter Erfolg des Counterjihad, wenn er Paddel dieses, und damit die Unterwanderung Deutschlands durch die Muslimbrüter, zweifelsfrei nachweisen könnte. Aber lesen Sie selbst (mit den üblichen Anmerkungen meinerseits):

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Zwingt unsere Kinder zum Schulbesuch!

Der bayerische Imam Benjamin Idriz setzt auf die Aufklärung der Muslime im Bündnis mit dem Staat. Trotzdem misstraut ihm der Verfassungsschutz.

Nach der Fusion von Amazon und Google wird ja bestimmt ein Programm Amagoogle Bookcase View aufgelegt werden, das die Lokalisierung jedes auf der Welt gedruckten Buches erlaubt. Auch ohne die entsprechenden Algorithmen kann man heute schon mit Gewissheit behaupten, dass sich ein Exemplar des Buches „Grüß Gott, Herr Imam!“ von Benjamin Idriz in der Knorrstraße 139 im Münchner Stadtteil Milbertshofen befindet. Dort sitzt nämlich das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz, das Idriz, dem Imam der Islamischen Gemeinde Penzberg (IGP), seit Jahren besondere Aufmerksamkeit zuwendet. Vor einigen Tagen stellte Innenminister Joachim Herrmann den Bericht für das Jahr 2010 vor. Dort heißt es mit implizitem Bezug auf das vorliegende Buch: „Der Imam der IGP hat im Berichtsjahr verschiedene Veröffentlichungen herausgegeben, in denen er für einen mit dem Grundgesetz vereinbaren Islam eintritt.“ Idriz behält seinen für Bürger im Staat des Grundgesetzes höchst gefährlichen Status: Er wird in Verfassungsschutzberichten „erwähnt“.

(Obwohl Idriz ein Buch geschrieben habe, in welchem er für einen grundgesetzkonformen Mohammedanismus eintrete, setze der VS den Imam auf einen „höchst gefährlichen Status“, so Paddel. „Höchst gefährlich“ kann nur ironisch gemeint sein, aber was soll Ironie an dieser Stelle? Ich vermute, Paddel meint das gar nicht ironisch, sondern er will im Ernst glauben machen, Idriz befände sich in irgendeiner Weise in Gefahr. So lenkt er davon ab, wer tatsächlich Tag für Tag in Lebensgefahr schwebt, und das sind bei uns die prominenten Mohammedanismuskritiker und in den Orkländern nichtorkische Minderheiten und die Frauen. T.)

Das Kultusministerium rät Lehrern deshalb davon ab, mit ihren Klassen die Moschee zu besuchen. Vergeblich hat die Gemeinde versucht, dem Geheimdienst die Erwähnung gerichtlich untersagen zu lassen. Ihre Niederlage im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes hat ihr die Erwähnung im jüngsten Bericht gesichert. Zwar lautet dort der letzte Satz: „Neue Erkenntnisse über verfassungswidrige Aktivitäten ergaben sich im Berichtsjahr jedenfalls nicht.“ Aber davor steht, es bleibe „abzuwarten“, ob in der in diesem Buch zum Ausdruck gebrachten „Distanz zu extremistischen Organisationen eine anhaltende, eigenständige, der freiheitlichen demokratischen Grundordnung entsprechende Ausrichtung zu sehen ist“.

(Kennzeichnend für den Mohammedanismus ist seine fortwährende Unruhe und seine Zersetzung immer dann, wenn er nicht mehr vorwärts stürmen kann. Pahners ist es nicht genug, dass der VS relativ wohlwollend über die Muselgemeinde berichtet und eine positive Tendenz aufzeigt, nein, sie soll gar nicht mehr beobachtet werden, über sie soll gar nicht mehr berichtet werden – offenbar hat man doch etwas zu verbergen -, und es sollen vielmehr Schulklassen in rauhen Mengen in ihr indoktriniert werden. T.)

Das Buch ist ein radikales theologisches Manifest, das durch Freilegung des ursprünglichen Universalismus der koranischen Offenbarung den Nachweis führen will, dass der Glaube der Muslime nicht nur nicht im Widerspruch zu den Prinzipien des demokratischen Rechtsstaats steht, sondern eigene Gründe für diese Prinzipien liefert. Idriz geht sogar so weit, die „Sicherheit der Menschen und des Landes“ als „islamischen Wert“ auszuweisen, also den Verfassungsschutz buchstäblich aus dem Koran herzuleiten. „Wenn eine offenkundige Gefahr vorhanden ist, so ist es ein Gebot unserer Religion, mit den staatlichen Institutionen zu kooperieren.“

(„Freilegung des ursprünglichen Universalismus der koranischen Offenbarung“: Hier spricht ein mohammedanistischer Geleerter, denn kein normaler Mensch würde das abartige Gefasel aus dem Kloran so kritiklos als „Offenbarung“ bezeichnen. Im Übrigen folgt Paddel der bekannten mohammedanistischen Formel, die eigentlich jeder Ork je nach Situation abgewandelt im Repertoire führt, und die lautet: Zu Klo H. Metzels war der Mohammedanismus so richtig toll und spirituell und menschenfreundlich, und wir müssen zu diesem Goldenen Zeitalter zurückfinden. Diese Formel ist nicht etwa ein Programm sondern nur eine Lüge, die das wahre, das blutrünstige und grausame Gesicht der 1.400-jährigen Plage vorübergehend verdecken soll, bis man mächtig genug ist, die Grausamkeiten selbst auszuüben. „Wenn eine offenkundige Gefahr vorhanden ist, so ist es ein Gebot unserer Religion, mit den staatlichen Institutionen zu kooperieren“, meint Idriz. Nun, die Gefahr ist doch ganz offenkundig gegeben, grade sind ihr zwei amerikanische Mitbürger zum Opfer gefallen, was also hat Pahners gegen Beobachtung einzuwenden? T.)

Erklärt sich die Vorsicht, mit der die Behörde diese Lehren aufgenommen wissen möchte, daraus, dass sich im Schriftenverzeichnis des Imams ältere Publikationen finden, in denen er das Gegenteil vertrat und Doktrinen extremistischer Organisationen propagierte? Oder ist dokumentiert, dass die Praxis der islamischen Unterweisung in seiner Moschee im Widerspruch zu den staatsfrommen Bekundungen steht? Nichts davon ist der Fall. Die Ortspolitiker und Pfarrer in Penzberg verbürgen sich für den Imam, dessen Plan, in München ein Zentrum für Imamausbildung zu gründen, auch in der Münchner CSU entschiedene Fürsprecher hat.

(Dass Idriz ein Verehrer des Nazi-Imams Hussein Djozo ist, welcher im II. WK wiederum eng mit dem fanatischen Judenhasser und Großmufti von Jerusalem, Amin al-Husseini zusammenarbeitete, verschweigt Pahners, ebenso wie die Tatsache, dass er diesen widerwärtigen Verbrecher auch in seinem neuen, von Pahners heiß empfohlenen Buch rühmt und lobpreist. T. – 1)

Als Indizien für Extremismus führt der Verfassungsschutz die frühere Mitgliedschaft leitender Gemeindeangehöriger in der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs an sowie ein Telefongespräch, in dem Ibrahim El-Zayat, die graue Eminenz des politischen Islam in Deutschland, dem Imam dessen Distanzierung von Milli Görüs zum Vorwurf machte. Die Gemeinde sei ein Beispiel für „formal nach außen hin vollzogene Distanzierungsbemühungen“, steht im Verfassungsschutzbericht für 2008. Außer Formalien hat die Behörde aber gar keine Belege für ihre Darstellung vorzuweisen. In der Affäre um Imam Idriz begegnet uns die Hermeneutik des Verdachts, die von der deutschen Auseinandersetzung mit dem Islam Besitz ergriffen hat, in der gefährlichsten Variante: der des amtlichen Handelns.

(Nichts fürchtet der Ork mehr als die Ausweisung in ein Orkland, und als nächstes folgt seine Angst, seinem intellektuell oder physisch verbrecherischen Treiben könnte auf staatlicher Ebene begegnet werden. Dies ist das Hauptinteresse der Orks und ihrer Helfer: zu verhindern, dass eine demokratische Mehrheit per Gesetz den Mohammedanismus einschränkt. Dagegen hätte er keine Chance, das würde ihn bewegungsunfähig machen und als Folge dessen wiederum sein Ende bewirken. T.)

Der aus Mazedonien stammende Imam beruft sich auf bosnische Theologen (auf Nazi-Schergen, T.), die schon unter österreichischer Herrschaft den Anschluss des Islam an die europäische Zivilisation herstellen wollten und auf die Nachhilfe einer energisch modernisierenden Obrigkeit setzten. Zustimmend zitiert Idriz einen solchen „Reformator“, der den k. u. k. Behörden fehlgeleitete Rücksicht auf die Religion vorhielt: „Sie hätten uns zwingen sollen, unsere Kinder in die Schulen zu geben, sie hätten uns zwingen sollen, den Frauen einen anderen Status in der Familie und Gesellschaft zu geben, wie ihn die neue Zeit verlangte.“

(Mit diesem „Reformator“ ist doch vermutlich der o.g. Propagandist der Judenvernichtung gemeint. Sehen Sie die Dreistigkeit, mit der Panik-Paddel dieses extrem erhellende Faktum zu unterschlagen können meint. Er hält seine Leser für so blöd, dass er meint, sie würden seine Lüge, seine plumpe Propaganda nicht durchschauen, und wenn schon, wär’s auch egal. Er führt einen – typisch mohammedanistischen – intellektuellen Territorialkrieg, einen Text-Jihad. T.)

Die Offenheit für die Forderungen veränderter Zeiten möchte Idriz als den Grundgedanken der Gestaltung innerweltlicher Verhältnisse nach den Maßgaben des Propheten (Nur für Mohammedanisten ist Klo H. Metzel ein Prophet, die Unwissenden nennen ihn bestenfalls „Religionsstifter“, die Wissenden einen „perversen Gewalttäter“, was er nach mohammedanistischen Quellen ja auch war. T.) erweisen, als das Wesen der Scharia, des islamischen Rechts.

(Hier lässt er die Katze aus dem Sack: SchariaSchariaScharia, ohne die geht es einfach nicht. Und nicht ohne Jihad. Und nicht ohne Burka. Und nicht ohne Steinigung. UndUndUnd… T.)

Er unterscheidet „zwei Formen des Islam“, den wahren und einen nach dem Tod des Propheten verfälschten (s.o., T.). Muslimische Herrscher hätten den Islam politisch instrumentalisiert und auch jenseits der Sphäre der Glaubenswahrheiten dogmatisiert. (Jetzt folgt ein schönes Beispiel für die „Ja-Aber-Methode“, T. – 2) Der apologetische (?, T.) Zweck dieser Geschichtskonstruktion liegt auf der Hand. Aber wer von den Muslimen eine Reformation verlangt, sollte sich daran erinnern, dass auch die christlichen Reformatoren der Glaube beseelte, die Urkirche wiederherstellen zu können. Entscheidend ist, dass Idriz eine theologische Kritik des Syndroms der politischen und geistigen Starrheit fordert, für die der Anspruch des Korans, die letzte Offenbarung zu sein, als Rechtfertigung herhalten musste.

(„… dass Idriz eine theologische Kritik des Syndroms der politischen und geistigen Starrheit fordert, für die der Anspruch des Korans, die letzte Offenbarung zu sein, als Rechtfertigung herhalten musste.“ Was will Pahners mit dieser seltsamen Wortreihe sagen? Nun ja, die „politische und geistige Starrheit“, die Krankheit der mohammedanistischen Gesellschaften ist unübersehbar, und deshalb sind sie auch die allerletzten Dreckshaufen unseres geschundenen Planeten. Diese Krankheit („Syndrom“) will Idriz therapieren, und zwar durch „theologische Kritik“. Aber das ist doch genau das, was auch die Muschlimmbrüter und die Hisballa („Hisb“ = Partei, „Alla“ = Gott: „Partei Gottes“) auch wollen, sie wollen ihre Dreckshaufen zu weltbeherrschenden Staaten machen, indem sie sie auf theologischem Wege in Richtung Anfänge (Massenmörder und Vergewaltiger Klo H. Metzel) „re“-formieren. „… für die der Anspruch des Korans, die letzte Offenbarung zu sein, als Rechtfertigung herhalten musste.“: Paddel stellt hier mitnichten – wie der flüchtige Leser meint – den Anspruch des Klorans, „die letzte Offenbarung zu sein“ als Ursache des Syndroms heraus, sondern vielmehr nur den Missbrauch dieses Anspruchs (der als solcher nicht in Frage gestellt wird): der nur „herhalten musste“. T.)

Dass nach traditioneller Lehre (Nicht nur nach der traditionellen sondern nach jeglicher mohammedanistischen Leere, oder bekennt sich Idriz eindeutig zum Recht auf Apostasie? T.) ein Muslim das Glaubensbekenntnis nicht widerrufen darf, ist eine mit den modernen Menschenrechten nicht zu vereinbarende Konsequenz des islamischen Universalismus, des schönen Gedankens (Nur ein Ork kann diesen Gedanken „schön“ nennen, ich finde ihn ekelerregend und impertinent anmaßend! T.), dass jeder Mensch als Muslim geboren wird und durch Sprechen der Bekenntnisformel (Paddel referiert das Ritual aus dem Effeff. T.) in die Urgemeinschaft der Menschheit (orkische Diktion, T.) heimkehrt.

(Und als Pointe serviert Panik-Paddel eine so unerwartet dreiste, zutiefst orkische Konstruktion, dass einem die Spucke wegbleibt, T.:)

Im Fall Penzberg agiert der Verfassungsschutz als Inquisition, die sich ihre Ketzer erfindet. Warum soll sich irgendein Muslim zum Grundgesetz bekehren (bekehren? Es ist keine Religion. T.), wenn man Benjamin Idriz sein Bekenntnis nicht abnehmen will?

(Die harmlosen Worte des VS setzt Pahners mit dem Furor der Inquisition gleich – um gleich darauf zu drohen: Wenn das nicht aufhört, dann werden wir auch euer Grundgesetz nicht annehmen. Das erinnert an den Jihad ebenso wie an das Geschacher auf dem Basar. Wie ulkig, dass Paddel die Formulierung verwendet „zum Grundgesetz bekehren“. Typisch Ork, Religion, Politik, Business und Sex kriegen sie immer durcheinander. Kein Wunder, bei ihnen hängt das alles zusammen, sie tun fromm, aber eigentlich wollen sie nur Kalif an Stelle des Kalifen werden. Das Buch heißt übrigens doppeldeutig: „Grüß Gott, Herr Imam! – Eine Religion ist angekommen“. Angekommen? Ja leider haben sie es diesmal geschafft – hoffentlich kosten sie Deutschland nicht so viel wie die Nazis. Was ich aber nicht verstehe: Wenn Pahners und seine Freunde wollen, dass man ihre Kinder zum Schulbesuch zwingt (s. Überschrift), sollten sie dann nicht noch viel mehr darum bitten, zu einem Leben ohne Scharia, Jihad, Genitalverstümmelung, Steinigung und den ganzen abartigen, zeitraubenden mohammedanistischen Ritualklimbim gezwungen zu werden?  T.)

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Time am 16. März 2011

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1) Fact/Fiction, 9.11.2010:

Benjamin Idriz und Hussein Djozo, Imam der Waffen-SS

Anbei Neuigkeiten über den umstrittenen Penzberger Imam Benjamin Idriz im FOCUS:

Benjamin Idriz, Imam von Penzberg, beruft sich für seinen Reformislam auf einen Imam und Hauptsturmführer der Waffen-SS

Er ist das freundliche Gesicht des Islam. Wenn Politik oder Kirche zum interreligiösen Dialog aufrufen, fehlt Imam Idriz selten. Benjamin Idriz, 38, gilt als weltoffener, aufgeklärter Muslim. Die Aktivitäten des von ihm geleiteten Islamischen Zentrums im bayerischen Penzberg werden reihum gelobt – obwohl der bayerische Verfassungsschutz Idriz’ Gemeinde wegen des Verdachts auf verfassungsfeindliche Aktivitäten beobachtet. Demnächst will Idriz in München ein “Zentrum für Islam in Europa” eröffnen samt Moschee und Imam-Akademie. Der Stadtrat, einschließlich der CSU, unterstützt das Großprojekt. Seltsam nur: Ein wichtiger Vordenker des umtriebigen Imams war Hauptsturmführer der Waffen-SS, Kriegsteilnehmer auf dem Balkan und Judenhasser.

Die Rede ist von Hussein Djozo (1912- 1982), einem Militärimam von Hitlers Gnaden in der sogenannten “Handschar-Division” der Waffen-SS. Djozo nimmt in Idriz’ Plädoyer für einen zeitgemäßen Islam eine zentrale Rolle ein. Er nennt ihn einen “Pionier islamischer Reformen in Bosnien und Herzegowina”. So steht es auf der Homepage des Islamischen Forums Penzberg unmittelbar über Idriz’ Aufsatz zur “muslimischen Geschichte in Bosnien”. Dort ist Djozo mit einem Foto prominent vertreten.

Laut Idriz, der aus Mazedonien stammt, ist der Bosnier Djozo “ein Vorreiter für ein ausgeprägtes und konsequentes Reformschema” in der muslimischen Welt. Dank der von Djozo gegründeten ersten islamischen Wissenschaftsfakultät in Bosnien seien “die Reformideen weit und effektiv verbreitet” worden. Im neuen, von Idriz mitherausgegebenen Sammelband “Islam mit europäischem Gesicht” beruft sich Idriz abermals auf Djozo. Dessen Arbeiten seien “wegweisend” für die “progressiveren Kräfte”.Auch in seinem für Ende November angekündigten Buch “Grüß Gott, Herr Imam!” lobt Idriz Djozo.

Komplett ausgeblendet wird die Begeisterung Djozos für den Nationalsozialismus. In enger Zusammenarbeit mit dem Großmufti von Jerusalem, Amin al-Husseini, einem fanatischen Judenhasser, beteiligte Djozo sich am Versuch, eine nationalsozialistisch-muslimische Allianz zu bilden. Heinrich Himmler, Chef der SS, war überzeugt: Das Deutsche Reich und der Islam “haben dieselben Ziele” – so Himmler im Januar 1944. Divisionsimam Djozo formulierte diese Ziele 1943 in einem Beitrag für die “Handschar”-Zeitschrift: Europa müsse von seinen “Feinden” mit Hilfe der SS befreit werden, konkret von den Juden, den Freimaurern, den Kapitalisten und Kommunisten. Leicht, so Djozo, werde das nicht, aber “die SS wird eine bessere Zukunft für Europa bauen”.

Djozos Aufruf gibt der US-amerikanische Historiker George Lepre in seinem Buch über “Himmler’s Bosnian Division” wieder. Auf dem Balkan sollte die “13. Waffen-Gebirgs-Division der SS”, die nach dem arabischen Wort für Krummdolch benannte “Handschar”, diese “Befreiung” vorantreiben. Im April 1941 hatte Jugoslawien rasch vor den Hitler-Truppen kapituliert. Die Nationalsozialisten riefen den “Unabhängigen Staat Kroatien” aus. Um den Widerstand der kommunistischen Partisanen zu brechen, legten die SS-Leute eine große Brutalität an den Tag. George Lepre rechnet allein für die Operationen zwischen Juni und August 1944 mit mehreren tausend getöteten Aufständischen und einigen hundert Toten auf nationalsozialistischer Seite. Auch gegen die Zivilbevölkerung wurde gewütet.

(Seite 68, 69 in der Printausgabe des aktuellen Focus, Dank für Text an Antifo!)

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2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/12/sie-haben-keine-chance/

Leserbrief-Counterjihad (#13)

6. März 2011

In der gestrigen FAZ gabe es drei counterjihadische Leserbriefe. Jörg Angelmeier stellte Schnittmengen zwischen Paddel Pahners Katholizismus und dem Konservatismus der Mohammedanisten fest.

Konservativer Extremismus

Zum Vorabdruck „Die Panikmacher“ von Patrick Bahners (1): Ich kann mich seit geraumer Zeit des Eindrucks nicht erwehren, dass in den Augen der Kritiker der Islamkritiker das vehemente Aufleben extrem konservativen Gedankenguts im Gewande der muslimischen Frömmigkeit den eigenen Wertvorstellungen sehr nahe kommt. Peter Gauweiler äußerte beispielsweise die Ansicht, dass ihm das Kopftuch sympathischer als das Arschgeweih sei. Nur so kann ich mir erklären, dass plötzlich die Religionsfreiheit zum allerhöchsten Gut in unserer Gesellschaft erklärt wird, dem sich andere Verfassungsideale zu beugen haben.
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Dr. rer. nat. Hans-Dieter Herrmann nahm Panik-Paddels Taqija-Beschönigung unter die Lupe.

Taqiya in Afghanistan

Zum Vorabdruck aus dem Buch „Die Panikmacher“: Wie steht Patrick Bahners zu dem Verhalten des Mordschützen, der drei Bundeswehrsoldaten im Außenposten von OP North in Baghlan tötete? Ein Angehöriger der afghanischen Nationalarmee, ANA-Soldat, erschoss drei junge Menschen. Die Einheit des Mörders war für die Sicherung des Lagers zuständig im Rahmen des Konzepts „Partnering“. Wenn er diesen Auftrag nach seinem „Gewissen“ nicht hätte mittragen wollen, hätte er offen und ehrlich diesen Dienst ablehnen müssen. Dies ist für mich Verstellung, Taqiya, in Reinkultur.
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Dr. Guntram Dürrschmidt huldigte Necla Kelek und prognostizierte finstere Zeiten:

Auch ohne Kassandra

Zu „Das ist Kulturrelativismus“ von Necla Kelek (2): Bezeichnenderweise ist es wieder einmal nur die famose Frau Kelek, die den Finger in eine schwärende Wunde legt und an die Adresse der Justizministerin Klartext redet. Eigentlich ist es unbegreiflich, mit welcher Lethargie und Passivität deutsche Politiker eine derart aggressive, vernunftfreie Weltanschauung hierzulande gewähren lassen. Integration ausschließlich auf deutsche Sprachkenntnisse zu reduzieren und zugleich eine Religion mit einer Scharia kritiklos zu akzeptieren, ist schon reichlich naiv. Es bedarf keiner Kassandra um zu konstatieren, dass kommende Generationen auch hier noch ihr blaues Wunder erleben werden, was den Laizismus betrifft. Wenn schließlich Necla Kelek glaubt, die „Justizministerin fühle sich eventuell überfordert“, so sei betont, dass grundsätzlich ein derartiger Politiker noch nicht geboren ist.

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Time am 6. März 2011

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1) http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E84DCAB5ADB6D43FDB88B6FEE9E4333B1~ATpl~Ecommon~Scontent.html
2) http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E5428DF971697476480FFF198F2BF37F9~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Territorialverhalten

25. Februar 2011

Leider kein Gesprächspartner:
Islamkritikkritiker markiert das unerlaubte Gebiet

Für einen seiner letzten und sehr lesenswerten Artikel ist mein Bloggerfreund Tangsir auch von seinen Stammlesern heftig kritisiert worden. Zu Recht, wie ich meine, hatte er uns doch mit einem Paddel-Pahners-Superposter geschockt (1). Lieber Tangsir, das hat mit Information und Aufklärung nicht das Geringste mehr zu tun, das ist reinster Splatter-Journalismus!

Paddel Pahners (2) war auch das Thema mehrerer Leserbriefe in der gestrigen FAZ. Da gab es z.B. einen Herrn Thomas Berger, der sich als Panik-Paddel-Groupie outete und ihn indirekt als „Wind der Aufklärung“ bezeichnete.

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Der Wind der Aufklärung

Zur Replik von Thilo Sarrazin auf Patrick Bahners (3): Man steht fassungslos vor dem Versuch Thilo Sarrazins, seine unter dem Deckmäntelchen der Islamkritik verborgene antiaufklärerische Volksverhetzung weißwaschen zu wollen. Hat nicht der maßgeblich von bürgerrechtlichen, demokratischen Forderungen und nicht vom Islamismus getragene Volksaufstand Arabiens ihn und die anderen sogenannten Islamkritiker restlos verstummen lassen? Natürlich kann und darf man den Islam kritisieren, genau so wie das Christentum und jede andere Religion oder weltanschauliche Doktrin. Sarrazin, Kelek, Hirsi Ali, Broder, Giordano und viele andere aber müssen sich sagen lassen, dass auch da der Ton die Musik macht. Deren populistische, grob diffamierende Pauschalurteile, mit denen sie dem europäischen Pöbel alle Muslime bis hin zu den aufgeklärteren und säkularisierten Aleviten zur totalitären Ausgrenzung und zum Entzug elementarer Grundrechte freigegeben haben, ist durch nichts zu entschuldigen.

Sarrazin und den anderen sogenannten Islamkritikern weht derselbe Wind der Aufklärung, der Bürger- und Menschenrechte hart ins Gesicht, der in Arabien schon Ben Ali und Mubarak hinweggefegt hat. Sie haben die zentralen kulturellen Werte Europas verraten.

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Ob das wirklich der Wind der Aufklärung oder Scharia ist, wird die Zeit zeigen. Für Herrn Berger aber haben die arabischen Aufstände die betreffenden Gesellschaften bereits in wesentlichem Maße in westlich-freiheitliche transformiert, was zeigt, dass er den Charakter unser Zivilisation gar nicht begriffen hat. Von Angriffen auf koptische Klöster (4) und ermordeten Geistlichen (5), von antijüdischen Massenkundgebungen hat er natürlich nichts gehört (6), hier ist in bekannter Manier der Wunsch Allavater des Gedankens.

Berger: „Natürlich kann und darf man den Islam kritisieren… ABER…“: Achten Sie bitte auf die „Ja-aber-Methode“ (7)!

Tja, und dann die Gleichsetzung der „sogenannten“ Islamkritiker (d.s.u.a. Ayaan Hirsi Ali, Henryk Broder, Ralph Giordano, Necla Kelek, Thilo Sarrazin, Alice Schwarzer und Peter Sloterdijk, die laut Berger den Islam nicht wirklich kritisieren, sondern nur „sogenannte“ Islamkritiker sind, da Kritik nach seinem Verständnis wohl immer positiv sein muss – zumindest, wenn es um den Mohammedanismus geht) mit mohammedanistischen Diktatoren, das ist schon ein erschütterndes Beispiel des Krankheitsbildes der verheerenden „Aufklärungsphobie“ (Tangsir) im Endstadium. Die Islamkritiker haben „die zentralen kulturellen Werte Europas verraten“ tönt Erzengel Berger, und werden „hinweggefegt“ werden. Kleiner ging es nicht, sachlich-argumentativer Gehalt: 0,00%. Oben ist unten und Nazislam ist Frieden. Ergo: Wir haben es eindeutig mit einem „Pinkelparolen-Pinkler“ zu tun (8), der in der FAZ sein Revier bzw. das seines Ork-Herren markieren will.

Ein weiterer Leserbrief war ebenfalls bemerkenswert… bescheuert. Fasten seatbelts, Dirk Jakobi is coming in:

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Thilo Sarrazin entlarvt sich selbst

Mein großes Lob für die Auseinandersetzung Ihres Feuilletons mit einigen Islamkritikern. Der Abdruck aus dem Buch von Patrick Bahners ist sowohl wohltuend als auch intellektuell ansprechend. Endlich einmal eine fundierte liberale Kritik einiger prominenter Islamkritiker. Dabei wird nämlich deutlich: Es spricht nichts gegen eine fundierte Kritik des Islam aus einer liberalen Grundhaltung. Bahners zeigt jedoch, dass den in den deutschen Medien erfolgreichen Islamkritikern genau das fehlt: eine liberale Grundhaltung und eine profunde Kenntnis des Islam.

Es ist auch zu begrüßen, gleich darauf Thilo Sarrazin die Möglichkeit zur Gegenattacke zu gewähren. Sowohl weil diese Form der Islamkritik in den Medien so erfolgreich ist, als auch, weil sie, wie ich finde, sich selbst entlarvt. So fabriziert Sarrazin genau das, was er Bahners zuschreibt: haltlose Unterstellungen. Sarrazin macht Bahners flugs zum fundamentalistischen Gegner der gleichen Rechte von Frauen. Und das nur, weil Bahners für das liberale Recht der Religionsfreiheit von Schulkindern eintritt, die sich auch im Tragen normaler Kopftücher äußern kann. Das ist offenbarend und erwächst offensichtlich einem Furor, den Sarrazin selbstverständlich nicht sich, sondern Bahners unterstellt.

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Wieder zunächst die „Ja-aber-Methode“, hier getarnt als „Ja-jedoch-Methode“. Und dann eine absurde Unterstellung, eine ungeheure Denkfaulheit und eine bezeichnende Konditionierung. Jakobi: „Sarrazin macht Bahners flugs zum fundamentalistischen Gegner der gleichen Rechte von Frauen.“

Was hatte Thilo geschrieben (s. 3)?

„Im Kampf gegen die Islamkritiker im Allgemeinen und die genannten Personen im Besonderen geraten Bahners die Probleme, welche die Islamkritik anspricht, weitgehend aus den Augen. Es geht ihm nicht um Frauenrechte, nicht um Transferbezug, nicht um Mängel in der Bildungsbeteiligung, nicht um das Heiratsverhalten, nicht um Erscheinungen der Gewalt, nicht um Parallelgesellschaften. Patrick Bahners geht es nur um ein Thema: nämlich darum, dass es aus seiner Sicht falsch und moralisch verwerflich ist, Muslime zur Assimilation an die europäische Kultur anzuhalten. (…)“

Exakt dies ist m.E. der Fall. Paddel interessiert sich nicht für die Lebenswirklichkeit der Orkfrauen. Denn er interessiert sich erstens mal gar nicht nicht für jene unter ihnen, die frei wie die Westlerinnen sein wollen, aber z.B. durch den Druck der Community daran gehindert werden. Er gibt zweitens zwar vor, sich für jene zu interessieren, die ihre Rolle, wie sie durch den Nazislam festgelegt wird, als gegeben hinnehmen. Aber er ist eben nur bei diesen, sofern sie diese (untergeordnete) Rolle akzeptieren. Dies erzwingt m.E. den Schluss, dass ihn im Grunde die Frauen als weibliche Individuen nicht interessieren bzw. dass sie ihn nur interessieren, solange sie (ihre Unterwerfung unter) die Ideologie repräsentieren und diese befördern. Bezeichnend ist es zudem, dass sich Pahners die Positionen zu eigen macht, die von besonders fanatischen Orks stammen, dabei gäbe es durchaus den einen oder anderen Reform-Ork. Thilo:

„Exemplarisch ist seine Behandlung der Kopftuchfrage: Wenn zwölfjährige Mädchen in der Schule kein Kopftuch tragen dürfen, so ist das für ihn vor allem und zunächst eine Verletzung der Religionsfreiheit. Es kommt ihm nicht in den Sinn zu fragen, inwieweit die Freiheitschancen der jungen Mädchen beeinträchtigt werden, wenn sie nicht einmal in der Schule aus den rigorosen islamischen Auffassungen zur Rolle und zum Verhältnis der Geschlechter entlassen werden und dies noch – an der weltlichen Schule geduldet – durch ihre Kleidung zum Ausdruck bringen müssen.

Unterschwellig wird bei Bahners sichtbar, dass ihm die schamhaft und rollengerecht verhüllte islamische Weiblichkeit viel sympathischer ist als das unverhüllte sexuell aufgeladene Chaos abendländischer säkularer Frauenemanzipation. Hier kommt eine heimliche Sehnsucht nach einer verbindlichen Weltordnung jenseits menschlicher Maßstäbe zur Geltung, die das Abendland einfach nicht mehr bieten kann.“

Klar, dass das für die Dimmis, die es gewohnt sind, in Pinkelparolen zu denken, zuviel Text ist, als dass sie es freiwillig lesen würden – geschweige denn zweimal. Aber es ist easy und evident, sofern man bereit ist, die Erkenntnis zuzulassen.

Denn die exklusive Präferenz Paddels für jene Orkfrauen, die den Nazislam in seiner autoritärsten oder ggf. sogar sklavistischen Form bereitwillig leben und nach außen repräsentieren, lässt nur den Schluss zu, dass ihm die Alternative, der Gegensatz, das „Chaos abendländischer säkularer Frauenemanzipation“, zutiefst zuwider ist. Für die Freiheiten dieser Frauen setzt er sich nicht ein, sie sind ihm kein Sterbenswörtchen wert. Pahners offenbart also in der Tat sein Verständnis von Frauen als Dingen, die nur dann gut sind, wenn sie „Religiösität“ (Unterwerfung unter den Nazislam) zeigen, die aber dann irrelevant sind, wenn sie Bürgerinnen sein wollen.

Dass Paddel ein spürbares Problem mit den freiheitsdurstigen und selbstbewussten westlichen Frauen hat, war übrigens auch schon Lesern dieses Blogs aufgefallen, hier Auryce: „Ein schmächtiger, unattraktiver Mann, der in seinem Leben nicht viel geleistet hat, sammelt seine Gedanken in einem Buch… Und was kommt heraus? Beschimpfungen und Diffamierungen, gerichtet gegen starke (Alice Schwarzer), mutige (Ayaan Hirsi Ali, Necla Kelek) und erfolgreiche (Kristina Schröder) Frauen… Mit der Hilfe eines Psychologen ließe sich da sicher einiges aufarbeiten, Herr Bahners!“ (9)

„Sarrazin macht Bahners flugs zum fundamentalistischen Gegner der gleichen Rechte von Frauen“, meint Jakobi. UNSINN, Paddel IST ein fundamentalistischer Gegner der Gleichberechtigung, WEIL sie ein Grundwiderspruch zum Nazislam ist, der wiederum für Paddel höher steht als sonst irgendwas. Dies geht aus seinem Text m.E. zweifellos hervor, und grade jemand, der sich so sicher fühlt wie der FAZ-Feuilletonchef, agiert vorzugsweise unverstellt aus seinem Innersten, welches im Fall Pahners nach Mekka ausgerichtet ist.

Jakobi: „Und das NUR, weil Bahners für das liberale Recht der Religionsfreiheit von Schulkindern eintritt, die sich auch im Tragen normaler Kopftücher äußern kann.“ Dieser Satz ist falsch. Richtig ist vielmehr, dass Paddel NUR für die Religionsfreiheit der Orks im Westen eintritt, nicht etwa für die der Christen in Orkländern. Falsch ist auch, dass Paddel für die Religionsfreiheit DER Orks im Westen eintritt. Er tritt vielmehr nur für diejenigen Orks ein, die ihrer Hassreligion besonders demonstrativ und offensiv Macht und Geltung verschaffen wollen. Diese Hassreligion KANN sich nicht nur im Tragen von Kopftüchern äußern, sie MUSS sich in der Verhüllung und Markierung der Frau äußern, wobei im Westen das Gesicht sichtbar bleiben darf, in einem Großteil der Orkstaaten aber nicht einmal das. Das Kopftuch ist, wie jeder Counterjihadi weiß und wie natürlich auch Jakobi und Panik-Paddel wissen, ein religiös-politisches Symbol und also alles andere als ein „normales“ Kopftuch, wie Jakobi dümmlich vom Stapel lässt.

Denken wir mal über „das Recht der Religionsfreiheit von Schulkindern“ nach. Wie alt mögen diese „sweet little schoolgirls“ sein, die laut Jakobi von dem bösen Wolf Thilo gehetzt werden? Nun, er nennt sie Kinder, und da sehen wir keine jungen Frauen im Abitur vor uns, sondern vielleicht 10-12-Jährige. Deren Recht auf Religionsfreiheit wollen Pahners und sein Kumpel Jakobi verteidigen. Aber wenn Kinder in diesem Alter eine Religion oder Ideologie derartig kompromisslos und demonstrativ leben, würde man doch normalerweise an Gehirnwäsche und Sekte denken, das Jugendamt verständigen und das Kind ggf. aus der Familie nehmen lassen. Ist eine Religion im Allgemeinen und diese im Besonderen etwas so Einfaches, Bedeutungsloses und Kleines, dass sich ein Kind ohne massive Indoktrination oder Zwang dazu entscheiden oder es überhaupt auch nur ansatzweise begreifen könnte?

Natürlich nicht, aber hier wird einmal mehr eine Grundthese der Orks und ihrer Speichellecker deutlich, und die lautet, dass man als Mohammedanist geboren wird, was keinesfalls hinterfragt werden darf und für das ganze Leben gilt. Bei unserem Haus-Dimmie Rai liest sich das so (10): „… nur weil sie die ‚falsche’ Religionszugehörigkeit haben!“ Als ob die Religionszugehörigkeit ein unabänderliches Schicksal wäre und die Inhalte der Religion völlig egal.

Diese Religion wird also vorwiegend nicht in einem geistigen Prozess erarbeitet und angenommen, sie ist angeboren – eine Art Religionsrassismus. Konversion zu ihr ist möglich, das Recht sie zu verlassen ist Paddel and  Friends jedoch ebenfalls keine Zeile wert.

Sie nennen sich „liberal“, „aufklärerisch“ und „profunde Kenner“ des Mohammedanismus, aber ihre Parolen sind reines Territorialverhalten. Dies hatte auch Dr. Rainer Schimpf in der gestrigen FAZ festgestellt.
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Warum so plakativ, so aggressiv?

Die unglaubliche Hybris, mit der Patrick Bahners im Vorabdruck aus seinem Buch „Die Panikmacher“ die Islamkritiker angeht, ist erschreckend. Ein Artikel mit solcher Wucht ist mir als langjährigem Abonnenten Ihrer Zeitung (fünfzehn Jahre) noch nie aufgestoßen. Warum muss dieser Artikel auch noch mit solch einer plakativen und aggressiven Überschrift mit riesigen schwarzen Buchstaben, die fast eine halbe Seite in „Bild“-Größe einnehmen, veröffentlicht werden? Ich kann mich nicht erinnern, jemals in Ihrem Feuilleton einen Artikel mit einem so martialischen Auftritt gesehen und gelesen zu haben. Ganz offensichtlich will der Autor (und die Redaktion?) unmissverständlich und hart klarmachen, was der Leser von diesen Menschen inmitten unserer Gesellschaft zu halten hat und dass deren Meinungen nicht erwünscht sind. Die Tatsache, dass Sie Ihren Kritikern wie Thilo Sarrazin in Ihrer Zeitung Raum geben, rechtfertigt und entschärft die Präsentation meines Erachtens nicht.

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Die Islamkritiker, die ein wesentlicher Teil des Counterjihad sind, kritisieren den Mohammedanismus. Sie lesen die mohammedanistischen Texte und kritisieren sie, weil sie sie als gegen unsere Gesellschaft gerichtet deuten. Die Kritiker der Islamkritiker lesen weder die mohammedanistischen Texte noch die der Islamkritiker. Sie kritisieren (was eine freundliche Umschreibung für geifernden Rufmord ist) die Islamkritiker, weil diese den Mohammedanismus kritisieren.

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Time am 25. Januar 2011

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1) http://tangsir2569.wordpress.com/2011/02/23/neue-epidemie-breitet-sich-aus-aufklarungsphobie/
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/16/panik-paddel/
3) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/19/thilo-vs-panik-paddel/
4) http://www.pi-news.net/2011/02/angriffe-auf-koptische-kloster/
5) http://www.pi-news.net/2011/02/koptischer-priester-erstochen-aufgefunden/
6) http://aro1.com/forderungen-nach-vernichtung-israels-auf-dem-tachrir-platz/
7) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/12/sie-haben-keine-chance/
8- https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/18/pinkelparolen/
9) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/19/thilo-vs-panik-paddel/#comment-1129
10) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/19/thilo-vs-panik-paddel/#comment-1116

Thilo vs. Panik-Paddel

19. Februar 2011

Paddel Pahners exzessive Selbstbeweihräucherung und Buchreklame (1), zu der er Deutschlands beste Zeitung missbraucht, ist einigen Lesern unangenehm aufgefallen, so Peter Christian Hall, wie in der heutigen Ausgabe zu lesen ist:

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Eine stillose Selbstverliebtheit

Eine bildlose Aufmacherseite des Feuilletons mit 18 Zentimeter hoher Überschrift („Die Panikmacher“) und 9 Zentimeter hohen Einzelbuchstaben hat es in Ihrer Zeitung in den rund fünfzig Jahren, die ich sie lese, noch niemals gegeben – Gott sei Dank, überschreitet das doch sogar noch die „Bild“-Zeitung. Und was hatte das geschätzte Blatt am 16. Februar mit dieser sensationellen Aufmachung im Feuilleton, aus der einem das Wort Panik entgegenspringt, denn so Sensationelles mitzuteilen? Man mag es kaum glauben: den Vorabdruck aus einem Buch ihres eigenen Feuilletonchefs. Das ist eine stillose Selbstverliebtheit, die nicht nur in Ihrer Zeitung beispiellos ist.

Aber da dieser Leserbrief die F.A.Z. selbst kritisiert und nicht die Meinung irgendeines anderen Leserbriefschreibers, werden Sie ihn wohl wieder einmal nicht abdrucken, und das wäre nach meiner Erfahrung wahrlich nicht beispiellos.

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Da hat Herr Hall aber die FAZ unterschätzt, denn sie wäre nicht die beste Zeitung Deutschlands, wenn sie nicht die Debatte pflegen würde, zu der gehört, dass unterschiedliche oder gar gegensätzliche Positionen geäußert werden. Und daher habe ich jetzt – nach den Dimmie-Texten der letzten Tage – das große Vergnügen, Ihnen einen exzellenten Aufsatz aus der heutigen FAZ zu präsentieren, in welchem Thilo Sarrazin das Buch von Panik-Paddel Pahners einer gründlichen Betrachtung unterzieht.

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Erdogans Ghostwriter

Warum verfolgt Patrick Bahners all jene mit solchem Ingrimm, die es wagen, bei der Integration von Muslimen auf Probleme hinzuweisen? Wir Islamkritiker sind weder blind für die Wirklichkeit noch Panikmacher. Eine Kritik an einem zornigen Buch

Patrick Bahners hat ein sehr zorniges Buch geschrieben. In „Die Panikmacher“ kommt ein klares Feindbild zum Vorschein, nämlich „die Islamkritik“. Bahners differenziert nur unwillig beziehungsweise gar nicht zwischen unterschiedlichen Strömungen der Islamkritik, das sind für ihn alles Zweige vom selben illegitimen Stamm, allesamt Vertreter einer „Kultur des Ressentiments“ und damit alle moralisch zutiefst fragwürdig. Die Argumentation der Islamkritiker läuft für ihn auf den Aufruf zu einem „Weltbürgerkrieg“, zur Vernichtung der Muslime und des muslimischen Glaubens hinaus. Einzelnen Islamkritikern gesteht er zu, dass sie das vielleicht nicht so meinen oder die Folgen ihres Tuns nicht überschauen. Insgesamt aber hält er das Treiben der Islamkritiker für religionsfeindlich und auch feindlich gegenüber jeder wahren Liberalität, letztlich einem jakobinischen Staatsverständnis entstammend, einem Tugendterror in neuer und schrecklicher Form das Wort redend.

Die historische Parallele zur Islamkritik sieht Bahners im bürgerlichen Antisemitismus des neunzehnten Jahrhunderts. Immer wieder versieht er seine Kritik der Islamkritik mit entsprechenden Konnotationen, und folgerichtig beendet er sein Buch mit einem langen Zitat des Historikers Heinrich Treitschke aus dem Jahre 1879, das mit dem fatalen Satz endete „Die Juden sind unser Unglück“. Bahners führt Treitschke an, um zu unterstellen, dass dessen Forderung an die „israelitischen Mitbürger“, sie sollten „Deutsche werden, sich schlicht und recht als Deutsche fühlen“, letztlich den Weg nach Auschwitz bereitete. Zustimmend zitiert er Micha Brumlik, der mich „einen Treitschke des frühen einundzwanzigsten Jahrhunderts“ nannte. Bahners bringt nicht zufällig Treitschkes Forderung nach Assimilation und den Weg nach Auschwitz in einen Zusammenhang. Fast könnte man vermuten, er hätte für den türkischen Präsidenten Erdogan die Rede in der Köln-Arena geschrieben, in der dieser sagte: „Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“

Durch den Bezug auf den Antisemitismus und auf Auschwitz als dessen Folgen greift Bahners zum maximalen Vergeltungsmittel, quasi zur Kernwaffe des deutschen politischen Diskurses. Wer so argumentiert, möchte seine Gegner ein für alle Mal erledigen. Wer Kernwaffen einsetzt, der ist entweder bedenkenlos, oder es mangelt ihm an Mitteln konventioneller Kriegsführung. Bahners äußert auch einige kluge Gedanken, und es hätte seinem Buch besser getan, wenn er argumentativ etwas abgerüstet hätte. So erweckt er den Eindruck, dass ihn Emotionen treiben, die mehr ihn beherrschen, als dass er sie beherrscht.

Im Zentrum seines Buches steht ein objektives Problem. Viele Kritiker des Islam sehen dieses Problem genauso, nur geben sie eine andere Antwort: Der säkulare, freiheitliche Rechtsstaat hat zur Voraussetzung, dass alle Bürger, Rechtssubjekte und gesellschaftlichen Organisationen sich an seine Regeln halten, sie in gewissem Umfang auch verinnerlichen und den Regeln des staatlichen Rechts im Zweifel den Vorrang geben vor abweichenden religiösen Geboten. Für jene, die Bahners „Säkularisten“ oder „Islamkritiker“ nennt, ist klar, dass den Regeln des freiheitlichen Rechtsstaats unter allen Umständen Vorrang gebührt vor abweichenden Glaubensregeln oder den Gewohnheiten von Einwanderern mit einer anderen kulturellen Tradition. Für Bahners ist das gar nicht klar. Er argumentiert, dass für jeden Gläubigen das göttliche Recht über dem von Menschen gemachten Recht stehe und dass es unzumutbar und unmoralisch sei, einen Menschen zum Glaubensverrat zu zwingen, indem man ihm abfordere, den Vorrang des menschlichen Rechts vor den göttlichen Geboten zu beachten und auch zu bekennen.

Damit spricht Bahners ein grundlegendes Problem an, welches weit über den Islam hinausweist: Im Kern jeder religiösen Überzeugung steckt nämlich eine gefühlte Offenbarung, deren Quelle nicht von dieser Welt ist und die sich folglich auch nicht den eher zufälligen, jedenfalls von Menschen gemachten sozialen Lebensregeln beugen kann. Wenn schon, dann muss das menschliche Regelwerk der offenbarten göttlichen Ordnung folgen.

Was heißt das in Deutschland und Europa für die Integration einer Religion wie des Islam, dessen Glaubenssätze und Lebensregeln zu vielen Aspekten der säkularen Moderne eher im Widerspruch stehen? Welche Konflikte ergeben sich daraus, und wie kann man diese produktiv und zukunftsweisend bewältigen?

Das hätte der Gegenstand des Buches sein können. Dafür interessiert sein Autor sich aber nicht. Er verfolgt über dreihundert Seiten alle jene mit seinem Ingrimm, die in der Integration von Muslimen in Europa und weiter steigenden Einwanderungszahlen aus muslimischen Ländern Probleme sehen. Seine Lieblingsfeinde sind dabei, in alphabetischer Reihenfolge: Ayaan Hirsi Ali, Henryk Broder, Ralph Giordano, Necla Kelek, Thilo Sarrazin, Alice Schwarzer, Peter Sloterdijk.

Im Kampf gegen die Islamkritiker im Allgemeinen und die genannten Personen im Besonderen geraten Bahners die Probleme, welche die Islamkritik anspricht, weitgehend aus den Augen. Es geht ihm nicht um Frauenrechte, nicht um Transferbezug, nicht um Mängel in der Bildungsbeteiligung, nicht um das Heiratsverhalten, nicht um Erscheinungen der Gewalt, nicht um Parallelgesellschaften. Patrick Bahners geht es nur um ein Thema: nämlich darum, dass es aus seiner Sicht falsch und moralisch verwerflich ist, Muslime zur Assimilation an die europäische Kultur anzuhalten. Wenn der türkische Präsident Erdogan je einen Ghostwriter brauchte, Patrick Bahners wäre die ideale Besetzung.

Exemplarisch ist seine Behandlung der Kopftuchfrage: Wenn zwölfjährige Mädchen in der Schule kein Kopftuch tragen dürfen, so ist das für ihn vor allem und zunächst eine Verletzung der Religionsfreiheit. Es kommt ihm nicht in den Sinn zu fragen, inwieweit die Freiheitschancen der jungen Mädchen beeinträchtigt werden, wenn sie nicht einmal in der Schule aus den rigorosen islamischen Auffassungen zur Rolle und zum Verhältnis der Geschlechter entlassen werden und dies noch – an der weltlichen Schule geduldet – durch ihre Kleidung zum Ausdruck bringen müssen.

Unterschwellig wird bei Bahners sichtbar, dass ihm die schamhaft und rollengerecht verhüllte islamische Weiblichkeit viel sympathischer ist als das unverhüllte sexuell aufgeladene Chaos abendländischer säkularer Frauenemanzipation. Hier kommt eine heimliche Sehnsucht nach einer verbindlichen Weltordnung jenseits menschlicher Maßstäbe zur Geltung, die das Abendland einfach nicht mehr bieten kann.

Wenn man ein Buch liest oder eine Meinung hört, bei der man den Grundansatz nicht teilt, sollte man gleichwohl für die Argumentationsrichtung des anderen offen bleiben, sonst gibt es keinen Dialog. Das vermisse ich bei Bahners. Exemplarisch dafür ist, wie herabsetzend, ja, entstellend und verfälschend er die Personen und die Argumente der von ihm kritisierten Islamkritiker behandelt. Der Umstand, dass er solche Mittel nötig hat, desavouiert sein Anliegen und stellt seine Motive in Frage.

Ziemlich zu Anfang seines Buches setzt er sich mit meinem Interview in „Lettre International“ vom September 2009 auseinander, und dabei wird seine Methode deutlich. Er zitiert mich zu den Stufen der Integration: „Die erste Vorstufe ist, dass man Deutsch lernt, die zweite, dass man vernünftig durch die Grundschule kommt, die dritte, dass man auf das Gymnasium geht, dort Examen macht und studiert.“ Das ist eigentlich banal. Im Interview ging es um die Erhöhung des Anteils der Migranten im öffentlichen Dienst, und für den Dienst in der Justiz, in der Finanzverwaltung, als Lehrer oder in der Polizei ist heute in der gehobenen oder höhere Laufbahn stets ein Studium erforderlich. Mehr türkische und arabische Migranten in diese Positionen zu bringen bedeutet deshalb zunächst, dass mehr von ihnen Abitur machen und studieren. Bahners dagegen kommentiert zu meinem Zitat „Vollständig integriert ist der Akademiker, der ganze Mensch hat Abitur“ und unterstellt mir damit einen albernen Bildungsdünkel, den ich gar nicht habe.

Er unterstellt mir ferner „das Phantasma einer durch administrative Maßnahmen herbeigeführten ethnischen Sauberkeit“ und „die Ordnungsidee einer durch Umsiedlungsmaßnahmen verbesserten Bildungsstatistik“. Tatsächlich fordere ich eine stärkere Orientierung des Bildungswesens und der Hochschulen am Leistungsgedanken und führe unter anderem aus: „Wenn die Türken sich so integrieren würden, dass sie im Schulsystem einen anderen Gruppen vergleichbaren Erfolg hätten, würde sich das Problem auswachsen. Türkische Anwälte, türkische Ärzte, türkische Ingenieure werden auch deutsch sprechen, und dann wird sich der Rest relativieren.“ So sagte ich im „Lettre“-Interview. Bahners dagegen verdreht meine Aussagen in ihr Gegenteil, um mir das „Phantasma ethnischer Sauberkeit“ durch „administrative Umsiedlungsmaßnahmen“ zu unterstellen. Die Konnotation zum Holocaust ist offenbar gewollt, seine Insinuation ist ungeheuerlich und zudem unanständig.

Für Bahners ist diese Methode, seine Gegner zu zitieren und ihre Aussagen zu verfälschen, leider exemplarisch. Das ganze Buch ist voll davon. Damit bin ich bei der Frage des „Anstandes“. Bahners findet nicht, dass es in Deutschland ein Problem im Spannungsfeld von Meinungsfreiheit und „politicial correctness“ gibt. Er lehnt diesen Begriff ab und führt stattdessen den „Anstand“ als Maßstab menschlicher und damit auch politischer Kommunikation ein. Damit wird aber lediglich der eine Begriff für „Das sagt man nicht“ durch einen anderen ersetzt, zudem durch einen Begriff, der aufgrund seiner Subjektivität Konventionen immer nur reflektieren, nicht aber hinterfragen kann. Unter dem Begriff des Anstandes können unerwünschte Fragen und Meinungen perfekt ausgegrenzt werden, und davon macht Bahners reichlich Gebrauch. Es fehlt nur noch die Volte, auch den jeweiligen Inhalt des Anstandsbegriffes aus einer religiösen Offenbarung abzuleiten, und die erwünschte Abschirmung jedweder Diskussion von den Gefahren politischer Inkorrektheit wäre gelungen. Wohlgemerkt, diese Argumentation ist keine Lizenz, den Anstand aufzugeben; aber man muss sich über die Wirkung von Begriffen klar sein. Durch die Verwendung des Anstandsbegriffs wird das Problem der „political correctness“ nicht gelöst, es wird noch verschärft. Folgerichtig findet denn auch Bahners nicht, dass mein „Lettre“-Interview die Grenzen politischer Korrektheit überschritt, er findet ganz einfach, dass es unanständig war und damit seriöser Auseinandersetzung eigentlich nicht wert.

Typisch für seine verquere Weltsicht ist die Verharmlosung der Vorgänge um die Mohammed-Karikaturen. Nicht der Skandal, dass Menschen starben wegen der Karikaturen, dass Attentate verübt wurden und dass der Karikaturist seit Jahren mit dem Tode bedroht ist, wird von ihm thematisiert, sondern uns wird die ironische Belehrung zuteil, dass sich „die republikanische Weltöffentlichkeit … den Einsatz der ehrwürdigen Mittel der Blasphemie zum Zwecke der Geistesschärfung und Geisterscheidung vorbehalten müsse“. Das heißt, Bahners teilt offenbar die Empörung der islamischen Welt über die Karikaturen, und ebenso teilt er ihre Nicht-Empörung über die Gewalttätigkeiten als Reaktion auf diese Karikaturen.

Seine Emotionen spart Bahners sich für jene auf, die er als Islamkritiker sieht. Bei Henryk Broder zum Beispiel stellt er die moralische Integrität in Frage, indem er dessen Diskussion des Toleranz-Begriffes mit den Worten kommentiert: „Aber soll dadurch die Moral über sich selbst aufgeklärt werden, oder soll sie weichen?“ Necla Kelek gesteht er zwar zu, dass sie eine „intellektuell anregende“ Doktorarbeit geschrieben habe, aber er sät Zweifel an der Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit ihrer in „Die fremde Braut“ erzählten persönlichen Familiengeschichte. Ihn stört ganz offenbar, dass Necla Kelek die allmähliche Islamisierung des typischen türkischen Gastarbeiters in Deutschland, wie sie sie beobachtet hat, nicht mag. Er spricht ihr die wissenschaftliche Seriosität ab: „Die Autorin ist im Hauptberuf heute Akteurin der Medienwelt“, und dann kommt der Blattschuss: „Legt man an die Entwicklung der Autorin einen intellektuellen Maßstab an, muss man von Regression sprechen.“

Das ist Diffamierung, sie stammt aus dem Munde eines Mannes, der in der ausländer- und gewerbefreien Bonner Südstadt im Einfamilienhaus aufwuchs, im fußläufig entfernten Bonner Beethovengymnasium zur Schule ging, sodann in Bonn und Oxford studierte und anschließend, im Alter von 22 Jahren, der Redaktion der F.A.Z. beitrat. Von den Stürmen des Lebens ist Patrick Bahners wahrlich verschont geblieben. Das ist ihm nicht vorzuwerfen, aber es berechtigt ihn nicht (zur zudem inhaltlich völlig unbegründeten) Arroganz gegenüber jenen, die ihr persönlicher Lebenslauf ganz anders gefordert und geprägt hat; vielleicht haben diese auch deshalb mehr mitzuteilen.

Die Diffamierung Keleks geht aber weiter: „Indem sie aussprach, dass sie in der islamischen Welt nicht einmal auf Verbündete im Geiste zu hoffen wagte, hatte sie die Frontlinie eines Weltbürgerkrieges gezogen.“ Dank Patrick Bahners wissen wir endlich: Nicht Al Qaida ist eine Gefahr für den Weltfrieden, Necla Kelek ist es – und mit ihr alle, die ihre Befürchtungen teilen! Der Furor des Patrick Bahners (so wird man wohl seine Einstellung bezeichnen dürfen) wendet sich mit besonderer Schärfe gegen die Grundsätze der französischen laizistischen Politik.

Seine Abneigung zieht auch Familienministerin Kristina Schröder auf sich, weil sie den Zusammenhang von Religion und Gewaltbereitschaft bei muslimischen Jugendlichen thematisiert. Und auch hier kann er es nicht lassen, mit dem Mittel der persönlichen Herabsetzung zu arbeiten. Er kennzeichnet sie als „die Politologin, die der aus dem Fernsehen bekannte Wahlforscher Jürgen Falter mit einer Untersuchung über die Gerechtigkeitsideale der CDU-Bundestagsabgeordneten promoviert“. Mit diesem völlig sachfremden Hinweis will er wohl seine Meinung zum Ausdruck bringen, dass die amtierende Familienministerin eine Dünnbrett-Dissertation geschrieben habe. Was soll das, und was hat dies mit den Argumenten von Kristina Schröder zu tun, außer man will eine Person diffamieren, um das Gewicht ihrer Meinung zu vermindern?

Schließlich zitiert Patrick Bahners die rhetorische Frage von Necla Kelek: „Sind wir keine Deutschen, Türken, sondern zuerst Christen, Juden oder Muslime, keine Bürger, sondern Gläubige oder Ungläubige?“ Er unterschiebt Necla Kelek eine Auffassung, die sie gar nicht hat: „Die Auffassung, dass der Staat das Höchste ist und es für den Frommen nie eine Gewissenspflicht zum Widerstand geben kann, haben in Deutschland zuletzt die Deutschen Christen vertreten.“ Nicht der Staat ist das Höchste, sondern eine rechtsstaatliche Verfassung der Freiheit – diesen Unterschied verwischt Bahners, um Necla Kelek in die Nähe der Deutschen Christen zu rücken, die die NS-Diktatur stützten.

Mit dieser letzten großen Diffamierung unterstellt Bahners Necla Kelek und mit ihr allen Islamkritikern, sie wären der Meinung, es gebe keine Gewissensinstanz und kein sittliches Gebot jenseits des Staates. Diese Unterstellung ist so ungeheuerlich, dass sich die Feder dagegen sträubt, sie niederzuschreiben. Hier hat sich ein Autor – und wohl auch ein Mensch – wirklich verrannt.

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Bleibt mir zu fragen, wie lange Chefredaktion und Herausgeber PPP noch gestatten wollen, das Niveau des Feuilletons von Ausgabe zu Ausgabe weiter abzusenken (2). Hat der Verlag nicht eventuell eine andere Aufgabe für ihn? Er ist doch noch jung (3), könnte man ihm nicht einen neuen Anfang z.B. in Teheran oder Damaskus ermöglichen?

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Time am 19. Februar 2011

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/16/panik-paddel/
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/17/studi-postille-faz/
3) http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~EFA5EF28DC4474AC883819BB9B623CED3~ATpl~Ecommon~Scontent.html