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Krebsgeschwür Mohammedanismus

21. März 2015

Flucht

Allmählich dämmert es den aberwitzigsten Islamverstehern, dass da etwas sehr Grausames und Gefährliches Meter für Meter an Boden gewinnt.

Die Erkenntnis, dass der Terror nicht in Tunesien haltmachen wird sondern die Menschheitsvernichtung vollenden will, und die Erkenntnis, dass das Problem nicht nur die Avantgarde des Nazislahm sondern die gesamte verfluchte Religion des Nihilismus ist, bleiben einstweilen leider immer noch Alleinstellungsmerkmale des Counterjihad.

Lesen Sie einen Artikel von Rainer Hermann aus der gestrigen „FAZ“ (1).

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Anschlag von Tunis

Das Krebsgeschwür Terror

Der islamistische Terror hat Tunis erreicht, die Hauptstadt der einzigen funktionierenden Demokratie in der arabischen Welt. Die ganze Region steht vor einer gewaltigen Herausforderung.

Was lange nur befürchtet wurde, wird Wirklichkeit: Der islamistische Terror schwappt von Syrien und vom Irak auf andere Länder über. In Europa war Anfang Januar Paris das Ziel, in Nordafrika war es jetzt Tunis, die Hauptstadt der einzigen funktionierenden Demokratie in der arabischen Welt. Auch dieses Mal haben sich die Terroristen ihre Ziele mit Bedacht ausgesucht: Erst stürmten sie das Parlament und somit die Kerninstitution der Demokratie, die ihnen verhasst ist; dann gingen sie gegen das Nationalmuseum vor, das zu den schönsten seiner Art um das Mittelmeer zählt, und zeigten damit abermals ihre Verachtung für Geschichte und Kultur – wie zuletzt in Ninive, Mossul und anderen Orten des Iraks.

Offenbar wird, dass diese mordenden Extremisten vor allem eines anstreben: Sie wollen die Zivilisation zerstören. So drohte einer ihrer Führer, Tunesien werde erst zur Ruhe kommen, wenn der Islam – womit er natürlich „seine“ Version des Islams meint – über das Land herrsche.

Diesem Terror hat der tunesische Präsident Essebsi in klaren Worten den Krieg erklärt, und er weiß die Welt an seiner Seite. Eigentlich wollte Essebsi vor allem Arbeitsplätze schaffen und die neuen Freiheiten sichern. Nun haben sich die Prioritäten verschoben, und es ist zu wünschen, dass die politische Klasse das nicht als Aufforderung versteht, einen Rückfall in autoritäre Verhaltensweisen einzuleiten. Es stimmt hoffnungsvoll, dass die tunesische Gesellschaft zuletzt Reife gezeigt und jedweden Extremismus zurückgewiesen hat.

Nicht allein Tunesien, die ganze Region steht vor der gewaltigen Herausforderung, den Terror zu bekämpfen und zu besiegen, der vom „Islamischen Staat“ (IS) befeuert wird. Bereits fest im Griff hat dieser Terror das Nachbarland Libyen, das immer mehr zerfällt. Von dort greift er nach Ägypten, wo Terroristen, die sich zum IS bekennen, Polizisten und Soldaten angreifen. In Tunesien haben sie sich sicher genug gefühlt, aus den Bergen hinabzusteigen, wo sie sich Gefechte mit der Armee geliefert hatten, um mitten in der Hauptstadt zuzuschlagen. Zum Anschlag hat sich der IS bekannt, die Identität der Attentäter ist aber nicht von Belang. Denn die Terroristen des IS und der Al Qaida konkurrieren immer weniger miteinander, sondern verschmelzen, zumindest in Nordafrika – was die Gefahr, die von ihnen ausgeht, nur weiter erhöht.

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Time am 21. März 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/anschlag-von-tunis-das-krebsgeschwuer-terror-13494051.html

Das hat doch keinen Sinn

8. März 2015

IS-IS

Rainer Hermanns Auffassung vom Mohammedanismus hat einen großen Sprung nach vorne getan. In einem aktuellen Artikel auf „FAZ.NET“ weist er die Propagandalügen zurück, der „IS-IS“ sei per se „unislamisch“, habe „nichts mit dem Islam zu tun“ und sei auch gar kein Staat (1). Solche Behauptungen seien „Augenwischerei“.

Doch dann begeht er einmal mehr einen entscheidenden Fehler, indem er schreibt:

„Den Aufrufen zu kämpfen stehen im Koran aber mehr Aufrufe gegenüber, Frieden zu schließen; auch gibt es im Koran mehr Stellen, die von Vergebung handeln als von Vergeltung. Für heutige Leser ist der Koran, der im Verlauf von 22 Jahren entstand, ein Buch der Widersprüche, so wie andere vormoderne Texte auch. Seine Auslegung wird dadurch erschwert, dass er sich meist kurzfasst. Mohammeds Zeitgenossen wussten ja noch, auf welche Ereignisse sich eine Sure bezieht. Spätere Generationen wussten das nicht mehr.“

Es hat keinen Sinn, den Orks die Hand reichen zu wollen, indem man sagt, der Kloran müsse im Kontext seiner Zeit gelesen werden. Die Orks wollen diese Hand nicht. Für sie ist der Kloran das klar verständliche, originale und für alle Zeiten gültige Wort des Wesens, welches das gesamte Universum geschaffen hat. Dieses Wort ist für sie zu allen Zeiten gleich und unveränderbar. Es bedeutet für sie dasselbe wie für ihre Glaubensgenossen vor 1.400 Jahren. Es steht außerhalb jeden Kontextes. Diese Auffassung teilen ALLE Mohammedanisten mit Ausnahme von möglicherweise Dr. Mouhanad Khorchide. Die Behauptung der Zeitgebundenheit widerspricht der Auffassung von der Absolutheit des Wortes, und die hat für die Orks absolute Priorität. Sie wissen, dass die Anwendung der historisch-kritischen Methode zweifellos zur totalen Dekonstruktion des Nazislahm führen wird, und sie lehnen sie daher ab.

Es hat auch keinen Sinn, die Perversionen und Verbrechen Klo H. Metzels mit dem Verweis darauf, dass sie vor 1.400 Jahren ausgeübt wurden, schönzureden. Zu allen Zeiten gab es Menschen, die zu Gewalt neigten und Menschen, die lieber eine konsensuale Lösung anstrebten. Auch zu Klo H. Metzels Zeiten gab es mit Sicherheit absolut freundliche und friedliche Menschen, Dattelbauern, Handwerker, Intellektuelle usw. Klo H. Metzel gehörte, wie wir aus den mohammedanistischen Grundlagentexten wissen, zu den bösartigen und grausamen, den extrem kleinkarierten und rachsüchtigen. Die Behauptung, dass es im Kloran mehr Texte gäbe, die zum Frieden aufrufen, als Texte, die zum Kampf aufrufen, ist dahingesagt und unbelegt. Hierbei geht es zudem auch nicht nur um ein quantitatives sondern vor allem um ein qualitatives Verhältnis. Wenn es zehn laue und ambivalente Stellen geben mag, in denen das Wort „Frieden“ vorkommt, dann haben diese kein Gewicht gegen eine Passage von extremer Klarheit und Wucht wie z.B. 2/187, Recl. S. 49:

„Und erschlagt sie, wo immer ihr auf sie stoßt… denn Verführung ist schlimmer als Totschlag.“

Dennoch, Rainer Hermann ist auf dem richtigen Weg, und ich wünsche ihm – und uns – alles Gute!

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Islamischer Staat

Nach der Methode des Propheten

Am „Islamischen Staat“ ist vieles islamisch, denn er basiert auf einer engen Auslegung der Quellen. So sieht er sich als Teil des Countdown der Apokalypse, was junge Extremisten gerade aus Europa besonders anzieht.

Es ist Augenwischerei, zu behaupten, der „Islamische Staat“ habe nichts mit dem Islam zu tun und er sei auch kein Staat. Denn der „Islamische Staat“ basiert auf nichts anderem als einer – zugegebenermaßen engen und von der großen Mehrheit der Muslime abgelehnten – Auslegung der Quellen des Islams. Zudem ist der „Islamische Staat“ auch mehr als eine Terrormiliz, als die ihn viele bezeichnen und damit unterschätzen: Er ist ein Staat. Auch das gehört zum Selbstverständnis des Islams. Denn den Muslimen ist seit dem frühen Islam aufgetragen, in einem Staat zu leben. So hat der „Islamische Staat“ viele Institutionen, die einen Staat ausmachen. Nur in einem unterscheidet er sich von allen anderen, klassischen Staaten: Er lehnt Grenzen ab und kennt als einzigen Bezug zur Außenwelt nur den offensiven Dschihad.

Damit knüpfen die Ideologen des „Islamischen Staats“ nahtlos an den Koran an. Wenn im Koran vom Dschihad als dem „Kämpfen auf dem Weg Gottes“ die Rede ist, dann ausnahmslos im Kontext von Kriegen, die mal defensiv, mal offensiv waren. Auf diese Stellen beruft sich der „Islamische Staat“. Den Aufrufen zu kämpfen stehen im Koran aber mehr Aufrufe gegenüber, Frieden zu schließen; auch gibt es im Koran mehr Stellen, die von Vergebung handeln als von Vergeltung. Für heutige Leser ist der Koran, der im Verlauf von 22 Jahren entstand, ein Buch der Widersprüche, so wie andere vormoderne Texte auch.

Wo steht der Islam im 21. Jahrhundert?

Seine Auslegung wird dadurch erschwert, dass er sich meist kurzfasst. Mohammeds Zeitgenossen wussten ja noch, auf welche Ereignisse sich eine Sure bezieht. Spätere Generationen wussten das nicht mehr. Deshalb entwickelte sich eine Tradition der Auslegung, welche diese Geschichtskenntnis weitertrug. Die Theologen des „Islamischen Staats“ lehnen diese Tradition der Exegese ab, sie legen den Koran buchstabengetreu aus, Wort für Wort. Sie rechtfertigen damit die Sklaverei (auch wenn die islamische Theologie diese längst verworfen hat), und so begründen sie auch die Kreuzigung ihrer Gegner.

Über Jahrhunderte war im Alltag der Muslime eine Praxis entstanden, die eine buchstabengetreue Lesart vieler Suren nicht mehr für relevant hielt. Nun zwingt sie die Auseinandersetzung mit dem „Islamischen Staat“ zu einer Standortbestimmung, wo der Islam zu Beginn des 21. Jahrhunderts steht. Das schließt neben der Exegese des Korans die Überlieferungen des Propheten Mohammed ein. Denn zu den Standardformulierungen zur Rechtfertigung vieler Einzelheiten im „Islamischen Staat“ gehört, dass man der „Methode des Propheten“ folge. So berufen sich jene, die archäologische Kulturschätze erst in Mossul und nun in Nimrud zerstört haben, auf das Vorbild des Propheten, der in der Kaaba von Mekka die Darstellungen vorislamischer Götter zerstört hatte.

Es ist die Endzeiterwartung im „Islamischen Staat“, die auf potentielle Rekruten eine magnetische Anziehungskraft ausübt. Auch sie ist im Koran angelegt, geriet aber in Vergessenheit. Die frühen Suren sind noch voller Warnungen vor dem unmittelbar bevorstehenden Jüngsten Gericht. Spätere Suren regeln indes detailreich das Erbrecht; das tut nicht, wer von der Idee des Zeitenendes besessen ist. Der „Islamische Staat“ behauptet hingegen, er beschleunige das Kommen des nahenden Jüngsten Gerichts.

Countdown der Apokalypse

Auch dabei beruft er sich auf einen Ausspruch Mohammeds. Der soll gesagt haben, im Norden Syriens werde die „Armee des Westens“ nahe der Stadt Dabiq die „Muslime“ angreifen: Die Muslime schlügen sie vernichtend und eroberten (Ost-)Rom; ein falscher Messias verführe danach kurz die Menschheit, bevor der Messias von Damaskus aus die Menschheit zum Jüngsten Gericht führe.

Der „Islamische Staat“ sieht sich als Teil des Countdown der Apokalypse. Dazu, so lautet sein Selbstverständnis, bedürfe es eines Kalifats. Dessen Aufgabe sei es, den letzten Kampf gegen das „Böse“ einzuleiten und die Welt von allem zu reinigen, was vom „wahren Islam“ abweiche. Groß ist der Abscheu vor dem sadistischen Horror im „Islamischen Staat“ auch unter den Muslimen. Die Barbarei hat auch den Zweck, eine Intervention des Westens zu provozieren, damit die Endschlacht endlich beginnen könne.

Dieser apokalyptische Islam zieht offenkundig junge Extremisten gerade aus Europa besonders an, solche, die dort am Rande der Gesellschaft leben und in ihrem Dasein keinen Sinn sehen. Im „Endkampf gegen das Böse“ unter einem charismatischen Führer glauben diese Jugendlichen, einem „göttlichen Auftrag“ zu folgen. Diese Verheißung dürfte der Hauptgrund dafür sein, dass der „Islamische Staat“ in kurzer Zeit mehr fremde Kämpfer mobilisiert hat als jede andere Terrorbewegung vor ihm.

Leicht wird es der vom Westen geführten Allianz gegen den „Islamischen Staat“ nicht fallen, diesen militärisch in die Knie zu zwingen; denn er ist gut bewaffnet, wird von erfahrenen Offizieren geführt und greift auf eine steigende Zahl von Rekruten aus aller Welt zurück. Um den islamischen Terror dauerhaft zu besiegen, müssen in erster Linie dessen theologische Grundlagen neutralisiert werden. Das aber können nur die Muslime tun.

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Time am 8. März 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/islamischer-staat-nach-der-methode-des-propheten-13468412.html

Gegenmittel? Totale Quarantäne!

22. Januar 2015

Galgenbaum

„Der Galgenbaum“ von Jacques Callot

Ein ungewöhnlich pessimistisches Bild der Zukunft des europäischen freien Westen zeichnete Rainer Hermann gestern auf „FAZ.NET“ (1).

Welche Konsequenzen mag er sehen? Noch ein paar Zigmillionen Orks in unsere Sozialsysteme einwandern zu lassen? Noch mehr Sonderrechte für die Mohammedanisten zu ermöglichen? Noch härter gegen den Counterjihad vorzugehen?

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Arabische Abgründe

Der „Dreißigjährige Krieg der Araber“ hat erst begonnen.
Wo sind die Gegenmittel?

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte für die gewaltigen Verwerfungen im Nahen Osten, dann liefern ihn die Flüchtlingszahlen. Scheinbar unaufhaltsam erreichen sie immer neue Rekordwerte: Jeder zweite der fünfzig Millionen Menschen, die weltweit in ein anderes Land geflohen sind, kommt aus Arabien; erstmals stellen die Syrer die größte Gruppe, und erstmals ist nicht mehr Asien die größte unmittelbare Aufnahmeregion, sondern der Nahe Osten einschließlich Nordafrika. Die meisten Flüchtlinge können nicht in ihre Heimatländer zurückkehren – und sie wollen das auch nicht.

Eine Umkehr des Trends ist nicht abzusehen. Denn der Staatszerfall in Syrien und im Irak, in Libyen und im Jemen treibt immer mehr Menschen in die Flucht. Die Massen, die sich absetzen, gefährden die Stabilität der Länder, die ihnen (noch) Zuflucht gewähren. Im Libanon ist bereits mindestens jeder vierte Einwohner ein Flüchtling. So besteht die Gefahr, dass der Zerfall von Staaten zum Kollaps anderer Staaten führen wird; dass (noch) funktionierende Staaten mit in den Abgrund gerissen werden.

Erst ein kleiner Teil dieser Flüchtlinge hat bisher Europa erreicht. Das allein hat bereits genügt, den Kontinent in Unruhe zu versetzen. Instrumente, den Staatszerfall in der arabischen Welt zu stoppen und umzukehren, gibt es indes nicht. Alles, was die Staatengemeinschaft kurzfristig tun kann, ist zu versuchen, das Übergreifen der zerstörerischen Konflikte auf andere Länder zu verhindern. Dabei hat die Bekämpfung des Terrors Vorrang – mit der Folge, dass mit Regimen zusammengearbeitet werden muss, deren Repression selbst neuen Terror ausbrütet, so lange jedenfalls, wie es dem Westen nicht gelingt, diese Regime von der Notwendigkeit von Reformen zu überzeugen.

Es wird Jahrzehnte dauern, bis im Nahen Osten eine neue Ordnung entsteht, in der sich die Menschen mit neuen, stabilen Staaten identifizieren werden. Der aktuelle Staatszerfall hat einen Punkt erreicht, an dem es keine Umkehr mehr gibt: Zu viele Menschen halten nichts von Staaten, die nur Werkzeuge parasitärer Eliten waren und sind; sie wollen diese Staaten einfach nicht mehr.

Anfang 2015 gibt es einen zweiten Grund zur Sorge: Der Zerfall gleich mehrerer Staaten schafft den Nährboden für eine weitere Eskalationsstufe des islamistischen Terrors. So wächst in Syrien und im Irak eine neue Generation von Terroristen heran. Sie tragen den Terror in den Westen. In der Vergangenheit hatte ein Zehntel der Dschihadisten nach der Rückkehr Terroranschläge in den westlichen Heimatländern verübt; heute kämpfen im Namen des Dschihads allein in Syrien 3000 Westeuropäer – und die meisten werden zurückkehren, sie wollen das jedenfalls.

Die Terrorgruppe, die sich „Islamischer Staat“ (IS) nennt, ist eine weitere Eskalationsstufe des islamistischen Terrors, und sie muss nicht die letzte sein. Schon lange werden Terrorgruppen bekämpft; jedes Mal musste man erkennen, dass sie nur scheinbar zerstört wurden, dass die jeweiligen Nachfolger eine noch größere Gefahr darstellten. Jede Etappe bereitete die nächste vor, stets wuchs das Ausmaß des Terrors. Die Ungeheuer wuchsen im Rhythmus von einem Jahrzehnt heran.

1979 hatte eine puritanisch-fanatische Gruppe um den Saudi Dschuhaiman al Utaibi die Große Moschee von Mekka besetzt. Sie hatte jegliche Verwestlichung abgelehnt, sie rief zum Sturz der „dekadenten“ saudischen Königsfamilie auf und rief den Mahdi, den Messias, aus. Die Al Saud reagierten auf den islamisch motivierten Aufstand mit „mehr Islam“, den sie nun auch exportierten. Auf dieser Welle gelangte Bin Ladin nach Afghanistan. Dort koordinierte er die Rekrutierung von Arabern für den Dschihad gegen die Rote Armee, dort gründete er 1988 Al Qaida, bevor er sich schließlich gegen den Westen wandte. Zielscheibe waren nicht mehr die saudischen Prinzen, sondern jene, die Bin Ladin „Kreuzzügler und Zionisten“ nannte. Er schwor den Taliban Treue und sanktionierte deren „Islamisches Emirat“ in Afghanistan.

Bin Ladin führte Krieg gegen die „Kreuzzügler“, Bagdadi, der Führer des IS, führt Krieg gegen alle „Feinde Allahs“. Bin Ladin billigte ein „Islamisches Emirat“, Bagdadi errichtet ein totalitäres Reich, das sich schon über eine Fläche erstreckt, die so groß ist wie Großbritannien; als „Kalif“ fordert er die Loyalität aller Muslime.

Nicht viel Phantasie gehört dazu, sich vorzustellen, dass es nach dem IS noch schlimmer kommt; wenn etwa ein Nachfolger des IS versuchen wird, seine Herrschaft über die Levante hinaus auszudehnen und dem Rest der Welt den Krieg erklärt. Es wird nicht reichen, den IS allein militärisch zu besiegen. Dazu ist die Ideologie des Dschihads zu weit entwickelt und verbreitet, dazu gibt es bereits zu viele „Krieger“. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 war die Zahl der Dschihadisten auf achthundert geschätzt worden. Heute kämpfen allein für den IS 50.000 Krieger. Diesen Krieg gegen den IS kann der Westen nicht allein gewinnen. Wie er sind auch die gemäßigten Muslime bedroht. Der „Dreißigjährige Krieg der Araber“ hat erst begonnen. Und er wird begleitet sein von weiteren Flüchtlingsströmen.

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Time am 22. Januar 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/kommentar-arabische-abgruende-13383626.html

Wer kann das glauben?

1. November 2014

A*schdadi

A*schl*ch al A*rschdadi zeigt sein bestes Stück

In seinem gestrigen Leitartikel zeigt FAZ-Korrespondent Rainer Hermann die späte Erkenntnis, dass der IS-IS-Terror, der synonym zum Boko-Haram-usw-usf-Terror gesehen werden kann, und den er „Anarchie“ nennt, schlimmere Auswirkungen habe als die säkularen Despotien des Orients (1).

Wie von der Dimmi-Presse gewohnt tauchen in seiner ansonsten detailreichen Analyse weder Klo H. Metzel, noch der Kloran noch ein anderer Grundlagentext des Mohammedanismus als mögliche Ursachen des Massenmordens auf. Dimmi Hermann will seinen Lesern weismachen, dass die mohammedanistische Ideologie mit dem Elend nicht das Geringste zu tun hat.

Man muss sich aber fragen, wozu der Mohammedanismus überhaupt gut ist, wenn er mit allem nichts zu tun hat und derartig wirkungsschwach ist.

Man muss auch fragen, warum sich die Ork-Schlächter des IS-IS bei ihrem Treiben ausgerechnet auf den Kloran berufen, der doch angeblich dafür als Grundlage nicht taugen soll, da er angeblich total friedlich ist. Warum berufen sie sich nicht auf de Sade oder das örtliche Telefonbuch? Mazyek würde jetzt antworten: „Weil die IS-IS-Mörder israelische Agenten sind, die zur Vernichtung des Mohammedanismus angetreten sind.“

Herr Hermann: „Dennoch soll nicht angenommen werden, dass die alten und neuen arabischen Diktaturen den Terror im Griff haben. Das Gegenteil ist der Fall. Vielfach erzeugen sie diesen durch ihre Unterdrückung erst, wenn sie etwa jede politisch dissidente Meinungsäußerung als ,Terror’ verfolgen, wie es in Ägypten geschieht und in den Golfmonarchien.“

Hat es in der mohammedanistischen Geschichte denn jemals etwas anderes gegeben als Terror und Unterdrückung? Politische Unterdrückung als Ursache von Massenmord und Sklaverei? Also, wenn die IS-IS-Schlächter politisch frei wären, würden sie nicht schlachten und vergewaltigen?

Wer kann das glauben?

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Anarchie oder Diktatur

Der „Arabische Frühling“ ist gescheitert. Der Nahe Osten ist entgegen aller Hoffnung weder demokratisch noch stabil. Die Möglichkeiten lauten nun Anarchie oder Diktatur.

In der arabischen Welt ist es noch schlimmer gekommen, als es im Jahr 2005 die damalige amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice in Kairo befürchtet hat. Rice sagte damals, Amerika habe im Nahen Osten versucht, Stabilität auf Kosten der Demokratie herzustellen, habe dabei weder das eine noch das andere erreicht. Auch neun Jahre später und drei Jahre nach dem Ausbruch der Massenproteste ist die arabische Welt weder demokratisch noch stabil. Das, was viele in Verkennung der dramatischen Umbrüche zu einem „Arabischen Frühling“ verklärt hatten, ist gescheitert. Anders als noch vor einem Jahrzehnt lautet die Alternative nicht mehr Stabilität oder Demokratie. Sie lautet vielmehr Anarchie oder Diktatur.

Denn der „Arabische Frühling“ ist mitnichten ein beschwingter Spaziergang in eine moderne Bürgergesellschaft. Die Massenproteste haben vielmehr einen schmerzhaften und überfälligen Prozess angestoßen, der die verkrusteten Strukturen in der arabischen Welt aufbricht, der Nationen schaffen und aus ihnen heraus neue Staaten hervorbringen soll. Dieser Prozess ist der Preis für eine Geschichte der Fehlentwicklungen. So hatte die arabische Welt in den Jahrhunderten unter osmanischer Herrschaft die Bildung von Nationen und Staaten verpasst, die Europa voranbringen sollte. Dann zogen die Kolonialmächte die Grenzen so, wie es ihren Interessen diente.

In diesen Grenzen errichteten die neuen Eliten, die um das Militär entstanden, schließlich politische Ordnungen, die zwar die Fassade von Staaten hatten, aber ohne Legitimation blieben. Die Eliten brauchten wohl den Staat, um unter sich dessen Ressourcen zu verteilen, meist Renteneinkommen; sie brauchten die Gesellschaft aber nicht und ließen daher keine Teilhabe zu. Die Menschen dieser Staaten waren nie Staatsbürger, und sie sahen in den Staaten keinen Vorteil. Denn die hatten keine Mechanismen für soziale Sicherheit, sie waren auch nicht an einem gesellschaftlichen Ausgleich interessiert.

Die Proteste des Jahres 2011 waren in erster Linie ein Aufbegehren gegen dieses Staatsversagen, und das geht nun in einen Staatszerfall über. Denn die Menschen fragen sich zu Recht, weshalb sie an einem Staat festhalten sollen, der ihnen keinen Nutzen bringt. Das hat zur Folge, dass auf der einen Seite eine neue Anarchie Gesellschaften in einen Strudel nach unten und ins Verderben zieht – zu besichtigen in Syrien und im Irak, in Libyen und im Jemen. Auf der anderen ziehen starke Männer, also Diktatoren, wie der ägyptische Präsident Sisi und die Monarchen am Golf, die Daumenschrauben an. Damit halten sie wenigstens ihre Länder zusammen.

Auch Diktaturen haben den Terror nicht im Griff

Wo Anarchie herrscht, machen sich nichtstaatliche Akteure breit. Heute übernehmen Milizen staatliche Aufgaben, Bandenchefs bilden für ihre kriminellen Aktivitäten ständig neue Allianzen. Der Flickenteppich auf der Landkarte, auf der Grenzen irrelevant werden, verändert sich nahezu täglich.

Der gefährlichste nichtstaatliche Akteur, der sich das Vakuum des Staatszerfalls zunutze macht, ist indes der „Islamische Staat“. Seine Expansion gefährdet fünf Nachbarstaaten unmittelbar und die ganze Welt mittelbar. Die neue Gefahr lässt alte Gewissheiten Makulatur werden. Die Erzfeinde Saudi-Arabien und Iran fühlen sich bedroht; zusammen mit Amerika bilden sie eine – vorerst informelle – Achse gegen den „Islamischen Staat“. Dieser kontrolliert große Gebiete und lebt davon, dass er vielen Muslimen eine sunnitische Identität verspricht. Wie andere totalitäre Regime überlebt auch er nur mittels roher Gewalt.

Der „Islamische Staat“ ist heute eine größere Gefahr für den Weltfrieden als das Regime in Damaskus. Das macht den syrischen Präsidenten Assad zwar nicht hoffähig, lässt aber die Forderung nach seinem Sturz leiser werden – was der Entscheidung gleichkommt, eine Diktatur der Anarchie vorzuziehen. Erste Gespräche zwischen Washington und dem Regime in Damaskus haben stattgefunden.

Dennoch soll nicht angenommen werden, dass die alten und neuen arabischen Diktaturen den Terror im Griff haben. Das Gegenteil ist der Fall. Vielfach erzeugen sie diesen durch ihre Unterdrückung erst, wenn sie etwa jede politisch dissidente Meinungsäußerung als „Terror“ verfolgen, wie es in Ägypten geschieht und in den Golfmonarchien. Der Westen darf sich auf dieses Spiel nicht einlassen, auch wenn er kaum über Mittel verfügte, diese Regime zu einem Umdenken zu veranlassen. So gefährlich der durch Anarchie erzeugte Terror kurzfristig ist, so gefährlich ist langfristig die Diktatur, die jede politische Aktion als „Terror“ kriminalisiert. Zudem haben viele dieser Regime in Syrien den Terror ja in der Hoffnung unterstützt, in Damaskus einen Regimewandel herbeizubomben.

Im Nahen Osten sind wenige Staaten aus historisch gewachsenen Nationen hervorgegangen; Ägypten, Tunesien und Iran gehören dazu. Bis es darüber hinaus wieder eine funktionierende Staatenordnung gibt, wird Zeit vergehen. Der Prozess wird lange dauern und mit viel Anarchie verbunden sein. Das Einzige, was der Westen tun kann, ist, legitime Staatlichkeit zu erhalten oder zu helfen, sie neu zu schaffen.

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Time am 1. November 2014

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/kommentar-anarchie-oder-diktatur-13239672.html

Wegschauen geht nicht mehr

7. August 2014

Helnwein

Rainer Hermann hat heute auf „FAZ.net“ einen Kommentar zu den Auseinandersetzungen zwischen Yeziden und „Islamisten“ in Herford vorgelegt (1), dem in weiten Teilen zuzustimmen ist, der aber auch zeigt, dass Herr Hermann bei aller Detailkenntnis m.E. das Problem nicht wirklich verstanden hat (2).

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Krawalle zwischen Yeziden und Islamisten

Wegschauen geht nicht mehr

Die Auseinandersetzungen zwischen Islamisten und Yeziden in Herford zeigen, dass die Kämpfe in Syrien und im Nordirak auch uns betreffen. Die Gefahr durch islamistische Extremisten kann nicht mehr kleingeredet werden.

Wer geglaubt hatte, dass uns weder der Bürgerkrieg in Syrien etwas angehe noch die Barbarei des „Islamischen Staats“ im Irak, wird jetzt eines Besseren belehrt. Wie weit entfernt Karakosch, das bis Mitte der Woche das Zentrum der irakischen Christen war, und Sindschar, der Berg der Yeziden, auch liegen mögen: Was dort geschieht, wirkt sich auch in Deutschland aus. Seit Sympathisanten des „Islamischen Staats“ in Herford auf offener Straße Yeziden angegriffen haben, sind Karakosch, Sindschar und Herford nicht mehr zu trennen.

Viel zu lange haben hierzulande die Politik und die Verbände, vor allem die muslimischen, der Ausbreitung der salafistisch-dschihadistischen Hasskultur tatenlos zugesehen in der irrigen Annahme, dass daraus schon keine Gefahr erwachsen werde. Es war hanebüchen, wie Lokalpolitiker diese Gefahr kleingeredet haben, mit der die Sicherheitsbehörden zunehmend überfordert sind. Wegschauen hat sie nicht kleiner gemacht.

Auch die muslimischen Verbände haben sich nicht mit Ruhm bekleckert. Anstatt klar zu sagen, dass die Barbaren im Nordirak keine Muslime seien, flöten sie weiter, dass der Islam nur Frieden sei. Das wird in der Zukunft nicht reichen, wollen die Muslime, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, verhindern, dass auch sie für das Morden zur Verantwortung gezogen werden.

Die Propaganda wird den Propagandisten überleben

Der „Islamische Staat“ unter seinem Anführer Bagdadi wird nicht lange bestehen; dessen Propaganda vom Dschihad aber wird ihn überleben. Denn die Saat, die der „Kalif“ Bagdadi gesät hat, ist giftiger als jene von Bin Ladin. Auf Jugendliche, die aus der Bahn geraten sind, übt sie nicht nur in Herford große Anziehungskraft aus.

Gefordert ist die Innenpolitik, gefordert ist auch die Außenpolitik. Es reicht nicht, den vertriebenen Christen Asyl anzubieten. Je länger die Staatengemeinschaft untätig bleibt, desto weiter greift der Flächenbrand im Nahen Osten um sich. Die irakische Armee kann den „Islamischen Staat“, der durch erbeutete Waffen immer stärker wird, nicht aufhalten, die kurdischen Peschmerga können es auch nicht.

Mit Terroristen wie Bagdadi zu verhandeln ist keine Option. Jene Staaten sollten zur Rechenschaft gezogen werden, die frühe Paten des „Islamischen Staats“ in der Absicht waren, so das syrische Regime zu stürzen. Das Ergebnis dieser Fehleinschätzung ist heute zu besichtigen – in Karakosch, auch in Herford.

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„Anstatt klar zu sagen, dass die Barbaren im Nordirak keine Muslime seien, flöten sie weiter, dass der Islam nur Frieden sei.“, wirft Hermann den deutschen Mohammedanismusverbänden vor. Moooment mal, die Sadisten vom IS(IS) tun genau das, was ihr Religionsstifter ihnen befohlen hat zu tun und auch selbst getan hat. Es ist daher absurd, von den Orkverbänden zu verlangen, den IS(IS) als „unnazislahmisch“ oder „nichtnazislahmisch“ zu verurteilen.

Die abscheulichen Verbrechen des monströsen Klo H. Metzel sind jedem Mohammedanisten wohlbekannt. Sie werden nur eben nicht als Verbrechen sondern moralische Großtaten gewertet, weil sie sich gegen Gegner des Nazislahm oder Klo H. Metzels richteten.

„Der ,Islamische Staat’ unter seinem Anführer Bagdadi wird nicht lange bestehen; dessen Propaganda vom Dschihad aber wird ihn überleben.“, stellt Hermann zu Recht fest. Warum aber ist das so?

Das ist so, weil sich die mohammedanistische Welt, die sich in unzähligen Aspekten grundsätzlich und antagonistisch vom Rest der Menschheit unterscheidet, zu ihrem letzten Überlebenskampf sammelt. Der evident bösartige und perverse Humbug, der sich in den mohammedanistischen Grundlagentexten offenbart, lässt sich an keiner Stelle mehr mit einer global organisierten, aufgeklärten, kooperativen und der Zukunft zugewandten Menschheit vereinbaren. Unterdrückung der Frauen und Kinder, institutionalisierte Ausrottung von Minderheiten, Substitution eines befriedigenden Sexuallebens durch Gewalt und Mord, das Primat der Riten vor dem eigenen Verantwortungsbewusstsein – derlei „Säulen“ dieser Ideologie sind einfach nicht mehr akzeptabel – weder bei uns noch in der mohammedanistischen Sphäre selbst. Auch einen Tumor können wir ja nicht in unserem Körper akzeptieren.

Daher ist es unsinnig, die Unterscheidung zwischen „Islam“ und „Islamismus“ aus Angst vor Konflikten gegen jede Empirie weiter zu behaupten. Ebensowenig wie eine Frau „ein bisschen schwanger“ sein kann, und es einen Kreis mit Ecken gibt, gibt es einen Mohammedanismus ohne Jihad. Es geht nicht um die vollständige Dekonstruktion eines eingebildeten „Nazislahmismus“ sondern um die vollständige Dekonstruktion des real existierenden Nazislahm.

Es ist notwendig, in die mohammedanistischen Grundlagentexte zu schauen.

Wegschauen geht nicht mehr.

Das gilt auch für Rainer Hermann.

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Time am 7. August 2014

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1) http://www.pi-news.net/2014/08/islamischer-machetenangriff-auf-jesiden-polizeigrossaufgebot-bei-tumulten-in-herford/
2) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/krawalle-zwischen-yeziden-und-islamisten-wegschauen-geht-nicht-mehr-13086739.html

Eine 2.000 Jahre alte Geschichte…

31. Juli 2014

BesseralsKlohamett

ISIS-Schlächter haben 1.500 junge Männer exekutiert und somit ihren „Propheten“ Klo H. Metzel in den Schatten gestellt, der es im Fall des jüdischen Stammes Banu Quraiza auf „nur“ 900 brachte (1). Dürfen die das? Dürfen die ihren Propheten übertrumpfen? Dann ist er doch gar nicht mehr der „beste Mensch aller Zeiten“…

Auf „FAZ.net“ beleuchtete Rainer Hermann gestern die Ausrottung des Christentums im Orient, in dem es 2.000 Jahre lang heimisch war (2).

Der Mohammedanismus wütet unter der menschlichen Zivilisation weit schlimmer als die Seuche Ebola (3). Er ist indessen noch nicht einmal als Problem erkannt worden. Schuld seien die „Islamisten“, die „SA-lafisten“ usw. usf., bei denen es sich jedoch durchgängig um Typen handelt, die nicht mehr oder weniger grausam und pervers sind als ihr hochverehrtes Vorbild Klo.

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Christen im Mittleren Osten

Auf der Abschussliste der Islamisten

Die orientalischen Kirchen sind der Ursprung des Christentums. Jetzt werden sie von Terrorgruppen wie dem „Islamischen Staat“ ausgelöscht. Bald wird es im Mittleren Osten keine Christen mehr geben.

Das Christentum ist heute in Syrien und im Irak, also an den Stätten, wo es in der Spätantike seine erste Blüte entfaltet hatte, in seiner Existenz bedroht. In Damaskus findet man immer noch die Gerade Straße, auf der Saulus zum Paulus wurde. Doch ganz in der Nähe, in der Ortschaft Maalula, wo noch bis vor kurzem die Sprache Jesu, Aramäisch, gesprochen wurde, haben islamistische Extremisten das Kloster der Heiligen Thekla aus dem vierten Jahrhundert geschändet und zerstört. In der Hügellandschaft um Aleppo hatten Säulenheilige wie Simeon erstmals eine strenge Askese praktiziert. Dort haben Krieger des Islamischen Staats, an deren Spitze ein selbsternannter Kalif steht, zwei Bischöfe entführt und mutmaßlich getötet. Die Evangelisten Matthäus und Lukas berichten, wie das Volk von Ninive, dem heutigen Mossul, durch Jonas von allem Bösen erlöst worden sei. Doch soeben haben in Mossul die Krieger des Dschihad die Christen vertrieben und das Grabmal des Jonas vernichtet.

Die meisten von uns halten das Christentum für eine westliche Religion. Bestenfalls ist uns das Schisma des Jahres 1054 bewusst, das die Trennung von Rom und Konstantinopel, von der römisch-katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen vollzogen hat. Doch schon viel früher, im vierten und fünften Jahrhundert, führten machtpolitische Interessen, theologische Kontroversen und unterschiedliche philosophische Traditionen zur Trennung der alten orientalischen Kirchen von Konstantinopel und der zentralistischen Kirche von Byzanz.

Die aufgefächerte Kirche

Das Urchristentum und die Urgemeinde hatten ihre Blüte im Morgenland, das dem Abendland kulturell und zivilisatorisch damals weit voraus war. Von den fünf frühchristlichen Patriarchaten, der Pentarchie, lagen drei – Alexandria, Antiochien und Jerusalem – im Orient. Rom lag im Westen, Konstantinopel zwischen Ost und West. Alexandria wurde zur Kirche der Kopten und Afrikas, Antiochien zur Kirche des Ostens, und auf Jerusalem erheben alle Anspruch. Große Theologen aus dem Osten – wie Origines (185–251), Ephräm der Syrer (306–373) oder Gregor von Nyssa (335–394) – brachten die Entwicklung der christlichen Dogmatik voran.

Die Blüte des frühen Christentums im Orient war möglich, weil im Reich der persischen Parther, das religionspolitisch liberal war, die Christen ihren Glauben zu einer Zeit ungehindert praktizieren konnten, da sie die Römer noch verfolgten. Erst 380 wurde das Christentum im Römischen Reich Staatsreligion. Zudem überlappten sich im Osten Anatoliens der römische und der persische Kulturkreis. In Städten wie Edessa (heute Urfa) und Nisibis (heute Nusaybin) pulsierte das geistige Leben, theologische Grundfragen wurden kontrovers diskutiert. In der christlichen Grenzstadt Edessa gab es viele Sekten, die ihre Dogmen noch nicht festgelegt hatten. Die Kirche, die sich später durchsetzen sollte, war noch in der Minderheit. Nisibin war ein Zentrum für die Übersetzung griechischer Philosophie. Viele Häretiker fanden dort Schutz. Es wurde ein Zentrum für die nestorianischen Christen, die von Byzanz verstoßen waren, weil sie die Lehre von den zwei Naturen Christi ablehnten.

In den Jahrhunderten vor der Eroberung durch die muslimischen Araber konsolidierte sich das Christentum im Großraum Levante, Mesopotamien und Anatolien. Die unterschiedlichen kulturellen Einflüsse brachten viele altorientalische Kirchen hervor, die bis heute das Christentum bereichern. Etwa die Assyrische Kirche des Ostens oder die syrisch-orthodoxe Kirche, aber auch mit Rom unierte Kirchen wie die der Chaldäer oder der Melkiten. Die Republik Irak erkennt vierzehn Kirchen an, aber auch andere nichtmuslimische religiöse Minderheiten wie die Yeziden, die Schabak oder die Sabäer. Auch sie stehen, wie die Christen, auf der Abschussliste der Krieger des Islamischen Staats.

Missionare in China

Die alten orientalischen Kirchen sind uns, die wir in den lateinischen Kirchen des Westens groß geworden sind, mit ihrer archaischen Liturgie und ihrer Theologie, die nicht intellektuell das Wort Gottes auslegt, sondern den hymnischen Lobpreis Gottes in den Mittelpunkt stellt, fremd. Würde ein Christ aus der Zeit des frühen Christentums heute wieder auf die Erde kommen, wäre ihm der Islam vertrauter als die modernen lateinischen Kirchen, von den evangelikalen Christen Amerikas ganz zu schweigen. Viele byzantinische Christen sahen in der jungen Religion des Islams nur eine weitere Häresie. Der große Theologe Johannes Damascenus (650– 754) aus Damaskus begrüßte die Konversion der vormals heidnischen Araber, er betrachtete den Islam als eine Häresie, die aus dem Arianismus erwachsen sei. Die frühchristliche Sekte der Arianer lehnte nämlich die Trinitätslehre ab und erkannte nur Gottvater als Gott an.

Vom vierten Jahrhundert an lebten sich die orientalischen und westlichen Christen auseinander. Zu den großen theologischen Streitpunkten gehörten die Natur Marias und die Jesu Christi. Im Orient setzte sich die Lehre von Maria als der „Mutter Christi“ durch, der Westen inklusive der Orthodoxen verehrt sie indes als „Mutter Gottes“. Die orientalischen Kirchen sprechen zudem Christus nur eine Natur zu, für sie gehen die menschliche und göttliche Natur in ihm eine Synthese ein. Im Unterschied zur Lehre der westlichen Kirchen, die die Zweiheit von Gottheit und Menschheit in Jesus Christus hervorheben. Hinzu kam, dass viele Christen im Orient gegen die Zentralisierungsversuche der byzantinischen Reichskirche aufbegehrten und dass Bischöfe, die unter persischer Herrschaft lebten, nur an den ersten zwei Konzilen, denen in Nizäa (325) und Konstantinopel (381), teilnehmen konnten. Da sie die Debatten der folgenden Konzile nicht mehr beeinflussen konnten, lehnten sie deren Ergebnisse ab.

Auf dem Konzil von Ephesus (431) wurde ein doppelter Disput ausgetragen. Es ging vordergründig darum, ob dem Patriarchen von Konstantinopel oder dem von Alexandria der Vorrang zustehe; überlagert wurde der kirchenpolitische Machtkampf von der Frage nach Marias Natur. Der Patriarch von Konstantinopel, Nestor, vertrat die Position, Maria sei „Christotokos“ (Christgebärerin). Nestor verlor gegen den Patriarchen von Alexandria, Cyrill, und wurde exkommuniziert. Die „assyrische Kirche des Ostens“ von Antiochien folgte aber Nestor, spaltete sich ab und wurde fortan nestorianisch genannt. Ihre Missionare waren in Indien aktiv und kamen bis nach China.

Ein tragisches Ende ist in Sicht

Das Konzil von Chalzedon (451) vertiefte die Spaltung. Der Patriarch von Alexandrien wurde in die Verbannung geschickt, so dass Konstantinopel wieder Vorrang hatte. Theologisch entschied es, Christus sei zugleich wahrer Gott und wahrer Mensch, und erhob die Trinität zum Dogma. Die Kirchen des Orients aber beharrten auf der Position, Christus habe nur eine Natur. Ihre Kritiker belegten sie mit dem Schimpfwort „Monophysiten“, was die „Einzigheit der Natur“ in den Vordergrund stellt. Sie selbst nennen sich aber „Miaphysiten“, sie betonen damit die „Einheit“ der zwei Naturen Christi. Diese Miaphysiten machten einen bedeutenden Teil der frühen Christen aus. 484 nahm die „Kirche des Ostens“, die sich 424 für unabhängig erklärt hatte, die Lehre Nestors als verbindlich an. Damit solidarisierten sie sich auch politisch mit ihrem Persischen Reich, das mit Konstantinopel im Kriegszustand war. Die byzantinische Reichskirche verfolgte ihrerseits alle Christen, die die Konzilien nicht anerkannten.

Die Angst der Christen im Irak

Von diesen orientalischen Christen haben die frühen Muslime viele Praktiken übernommen. Etwa die Prostration, das Sich-Niederwerfen beim Gebet. Auch das Minarett als Turm, von wo zum Gebet in einen Innenhof gerufen wird, geht auf Vorbilder in alten syrischen Kirchen zurück. Außerdem hatten alte Klöster, wie etwa Mar Saba bei Bethlehem, eine Gebetsnische nach Osten; daraus wurde die Kibla der Moschee. Das Gebet auf dem Teppich stammt von den armenischen Christen, die seit 301 die erste Staatskirche überhaupt gründeten und unter Berufung auf den brennenden Dornbusch (2. Buch Mose 3: „Zieh deine Sandalen aus, denn du stehst auf heiligem Boden.“) zum Gebet die Schuhe abstreiften. In der Archäologie bleibt die arabische Eroberung des siebten Jahrhunderts unsichtbar. Die Herrscher wechselten, das Leben ging weiter wie zuvor. Viele christliche Meisterwerke, etwa Mosaiken, entstanden erst nach der arabischen Eroberung. Die arabischen Konquistadoren verfolgten keine Christen und zerstörten keine Kirchen.

Der große Exodus setzte erst nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Er beschleunigte sich im 21. Jahrhundert, zumal durch die Invasion im Irak unter George W. Bush 2003. Die irakischen Christen wurden Geiseln. Zum Verhängnis wird den orientalischen Christen auch, dass sie nur unter säkularen Diktaturen eine Zukunft für sich sehen, wie heute in Ägypten unter Abd al Fattah al Sisi und in Syrien unter Baschar al Assad. In diesen Staaten bringt das viele gegen sie auf. Die jüngste Vertreibung im Juli wurde im Norden des Iraks durch den in seiner Intoleranz einzigartigen Islamischen Staat in Gang gesetzt. Die 2.000 Jahre alte Geschichte des orientalischen Christentums nähert sich ihrem Ende.

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Time am 31. Juli 2014

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/22/sira-1-einfuhrung-und-massenmord/
2) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/christen-im-mittleren-osten-auf-der-abschussliste-der-islamisten-13072603.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
3) http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ebola-seuche-elfenbeinkueste-bereitet-sich-auf-ebola-vor-13074421.html

An anderer Stelle suchen

30. Juli 2014

ISIS

Die mohammedanistische ISIS belohnt ihre Kämpfer mit Kinder-Sexsklavinnen. Auch Klo H. Metzel hatte welche. „Lach doch mal, kleines Mädchen“ (1).

Gestern hat auf „FAZ.net“ Rainer Hermann einmal mehr versucht, die offensichtlichen und abscheulichen und massenhaften und regelmäßigen Verbrechen, die seit 1.400 Jahren im Namen des Mohammedanismus an Mohammedanisten und Nichtmohammedanisten verübt werden, einer Erfindung westlicher Diener der Orks zuzuschreiben, und die ist der „Islamismus“ (2). Lesen Sie seinen Text mit Anmerkungen meinerseits.

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Religion und Terror

Bedrohung Islam?

Wer den Islam mit den Islamisten gleichsetzt, geht den Radikalen auf den Leim. Und verkennt, wie viele liberale Muslime es gibt, die ihren Glauben an die Erfordernisse der modernen Welt anpassen.

(Diese Sicht halte ich für nicht zutreffend. Die „liberalen Muslime“ passen nicht „ihren Glauben an die Erfordernisse der modernen Welt“ an, sondern sie selbst passen sich „an die Erfordernisse der modernen Welt“ an, indem sie ihren Glauben relativieren und vermindern. T.)

Noch vor einem Vierteljahrhundert konnte der französische Islamwissenschaftler Maxime Rodinson ein Buch mit dem Titel „Die Faszination des Islam“ schreiben. Seither ist dieser Islam aber zur Bedrohung geworden. Nirgendwo sonst finden weltweit so viele Kriege statt wie im Krisenbogen von Nordafrika über die Levante zum Hindukusch; die Länder dieses Bogens haben eines gemein: Sie sind muslimisch. Auch die Terrororganisationen Boko Haram und Islamischer Staat sowie die Taliban haben eines gemeinsam: Sie berufen sich auf den Islam. Und in den vergangenen Wochen fielen propalästinensische Demonstranten auf europäischen Straßen dadurch auf, dass sie antisemitische Parolen riefen.

(Dem Verweis auf den Bedeutungswandel des Mohammedanismus von einer „faszinierenden“ Angelegenheit zu einer von Gewalt und Terror müsste jetzt eine Erkenntnis in dem Sinne folgen, dass offenbar der Forschungsgegenstand anfangs allzu träumerisch, subjektiv und idealistisch betrachtet wurde, bis man nun allmählich im Zuge vertiefter Betrachtung und erweiterten Wissens zum Kern – der permanente inhärente Gewalt und Unterdrückung ist – vorstößt. T.)

Der Islam sei eben, so heißt es, auf Gewalt fixiert und mit der Moderne nicht zu vereinbaren. Dafür spricht vordergründig einiges, das ist aber als Urteil zu simpel: Das Problem ist nicht der Islam an sich, das Problem sind die Muslime, die ihn praktizieren. Weltreligionen wie das Christentum oder der Islam können nur deshalb so lange bestehen, weil sie flexibel sind und den Gläubigen den Raum bieten, sich stets an Neues anzupassen. Der Islam lässt auch deswegen vieles zu, weil eine Koransure das eine sagt und eine andere das Gegenteil.

(Leider versucht Hermann, seine bis hierhin logische Beweisführung ins Gegenteil zu verkehren, indem er dem Mohammedanismus eine „Flexibilität“ bzw. Fähigkeit zur Relativierung unterstellt, allein deshalb, weil es ihn seit 1.400 Jahren gibt. Aber ist er denn flexibel? Lassen seine Anhänger Relativierungen zu? Können sie über sich selbst Witze machen? Nein, sie sind absolut humorlos, sie fordern die Durchsetzung ihrer Interessen zu 100%, und der Kloran, in dem „eine Koransure das eine sagt und eine andere das Gegenteil“, ist eine Erfindung von Dimmie Hermann. Der Kloran ist eindeutig und klar, und er postuliert seine Anhänger als Übermenschen und fordert die Unterdrückung und Vernichtung aller Nichtmohammedanisten. T.)

In jeder Epoche hat es in der islamischen Welt Terrorgruppen gegeben; im 12. Jahrhundert waren die Assassinen das, was heute Al Qaida und deren Nachfolger sind. Sie waren und sie sind gefährlich, Massenbewegungen sind daraus aber nicht entstanden, im Gegenteil. So hatten die arabischen Muslime im 7. Jahrhundert die Levante nur deswegen nahezu kampflos erobert, weil die dort lebenden orientalischen Christen sie gegenüber der repressiven byzantinischen Staatskirche als Befreier begrüßten.

(Die Assassinen waren keine religiös orientierte Sekte vom Schlage Al-Kaidas, sondern eine Mörderbande, die aus aller Welt Aufträge annahm. Sie waren mit der derzeitigen globalen Jihad-Bewegung, die Al-Kaida, unzählige weitere Terrorgruppen von Al Shabaab bis zum ISIS, aber auch die Muschlimmbrüder und Ratze Tippex Fuhrergan umfasst, nicht vergleichbar. Hermann will aussagen: „Gab’s schon immer, alles nicht so schlimm“, aber er irrt sich – der globale Jihad ist eine sehr aktuelle und existenzielle Bedrohung der gesamten Menschheit. T.)

Vor genau zweihundert Jahren begann Goethe mit der Lektüre des „Diwan“ des persischen Dichters Hafis; fünf Jahre später setzte er mit seinem „West-östlichen Divan“ dem muslimischen Orient ein Denkmal. Goethe war von Hafis’ liberaler Islampraxis beeindruckt; nie hätte sich der Freigeist von einem totalitären Islam inspirieren lassen. Der Münsteraner Islamwissenschaftler Thomas Bauer hat für die Epoche des klassischen Islams, für die Hafis steht, also die Jahrhunderte zwischen der Frühzeit des Islams und der Moderne, den Begriff der Ambiguitätstoleranz geprägt. Die Vielfalt der Diskurse, etwa bei der Koranauslegung, und die Mehrdeutigkeiten, wie sie Hafis beherrschte, waren nicht ein Ärgernis, sondern ein selbstverständlicher Teil des Alltags. Die Muslime vernichteten diese Ambiguität erst während ihres Modernisierungsprozesses. Denn erst in der täglichen Auseinandersetzung mit dem überlegenen Westen entstand das Bedürfnis nach der einen starken Wahrheit.

(Wenn Goethe oder Hafis in der Mohammedanismusdebatte aufgefahren werden, sollte man den intellektuellen Revolver ziehen. Hafis war ein schwuler Säufer, der im Mohammedanismus eher schlecht als recht existierte, und Goethe war ein heterosexuell gestörter Säufer, der sich durchschleimte und keinen ernsthaften Konflikt riskierte. Für den Mohammedanismus interessierte er sich insbesondere, weil er ein Feind des Christentums war. Im Übrigen haben die Orks eine angebliche Ambiguität nicht erst in den letzten 250 Jahren in der „Auseinandersetzung mit dem überlegenen Westen“ vernichtet, und vor allem haben sie weniger irgendeine Ambiguität vernichtet, sondern sie haben vielmehr in den 1.400 Jahren ihrer Expansion 400 Millionen Nicht-Orks sowie deren Kulturen und deren Wissen vernichtet. T.)

Viele erheben Anspruch auf den Islam

Heute prägt eine Ambiguitätsintoleranz das Denken der Muslime. So wie die Salafisten für sich beanspruchen, für den einzig „wahren“ Islam zu stehen, so gehen auch viele im Westen den Salafisten in die Falle, dass es nur einen Islam geben solle. Dieser „Homo islamicus“ aber, dessen Denken und Handeln sich um nichts anderes drehen soll als um den Islam, ist für das tägliche Leben ungeeignet.

(Der Anteil der Mohammedanisten an der Gesellschaft, egal ob sie „liberale“ Anschauungen haben oder SA-lafisten sind, entscheidet über den Anteil des „Homo islamicus“ an der Gesamtgesellschaft. Wir merken im Westen, dass ab 10% Orks von diesen der Weg offenen Terrors gegen die 90% Nichtorks beschritten wird. Wir sehen im Libanon, im Irak, in Syrien und eigentlich überall, dass Nichtorks dann verfolgt und ausgerottet werden. Es gibt keine Ausnahme. T.)

Unter den Extremisten gibt es aber diesen Typus, der alles seiner Wahrheit unterordnet. Die meisten Muslime passen sich jedoch unverändert, quasi ad hoc, den Veränderungen an. Der säkulare syrische Philosoph Sadiq al Azm bringt das auf folgende Formel: Der dogmatische Islam ist wegen der Betonung des Monotheismus mit der Moderne unvereinbar, der historische Islam passt sich aber als dynamisch-evolutorischer Glaube ständig an.

(Auch der „historische Islam“ passt sich an nichts an. Wo soll das geschehen sein, wo wird das sichtbar? Er ist vielleicht weniger gewalttätig oder revolutionär, weil er die absolute Herrschaft ausübt, aber er passt sich nicht an, sondern zwingt mit seiner Übermacht alles, sich an ihn anzupassen. T.)

Viele erheben heute Anspruch auf den Islam: Saudi-Arabien und Iran legitimieren mit ihm ihre Herrschaft; die Mittelschicht entwickelt einen „Business Islam“, der für individuelle Freiheit und eine moderne Gesellschaft gut ist; Extremisten greifen unter Berufung auf den Islam zur Gewalt und handeln in einer Heilserwartung wie vor Jahren in Europa „Action directe“ und die Baader-Meinhof-Bande.

(Wieder dieses „Gab’s schon immer, alles nicht so schlimm, wir haben die RAF doch auch überwunden“. Hey, die RAF waren ein paar verlauste Bolschewisten mit einem Sympathisantensumpf von 100.000 bis 200.000 Haschern. Der Sympathisantensumpf der Jihadisten zählt in Deutschland aber drei bis vier Millionen (3). T.)

Der Islam steckt heute unbestritten in einer tiefen Krise. Die meisten Muslime – ob in der Türkei, in Indien oder in Indonesien – leben aber in Demokratien. Das Problem sind die arabischen Muslime. In der arabischen Welt geht seit dem Protestjahr 2011 die postkoloniale Phase zu Ende. Die Kolonialmächte hatten nach dem Zweiten Weltkrieg Staaten zurückgelassen, deren Grenzen sie gezogen hatten. Die Menschen identifizierten sich nicht mit ihnen, der Islam wurde zum identitätsstiftenden Nationalismusersatz. Heute zerfallen einige Staaten; Milizen, die sich auf den Islam berufen, streben nach der Macht.

(Na, das kann man dann nur noch als verzweifeltes Selbstbelügen werten, wenn uns Herr Hermann die Türkei, Indien oder Indonesien als „Demokratien“ anempfiehlt. In Indonesien kommt es regelmäßig zu Pogromen gegen Nicht-Orks und Wahlverlierer erkennen die Wahlen nicht an, die Sezession des christlichen Osttimors musste zudem mit 183.000 Ermordeten bezahlt werden, in der Torkei bleibt die Ermordung von Nicht-Orks in der Regel nahezu straffrei und sogar Dimmie Leo Brux erschauert vor der diktatorischen Politik Fuhrergans, und Indien ächzt unter der Last der 13,5% Orks. T.)

Dabei geht eine Saat auf, die Saudi-Arabien seit Jahrzehnten sät. Legitimiert wird das Königreich durch eine Symbiose, welche das Herrscherhaus mit der puritanisch-wahhabitischen Lehre eingeht. Die steht wie keine andere für Intoleranz und die Aufforderung, „Ungläubige“ und Andersgläubige im Islam zu bekämpfen. Die Muslime müssen erkennen, dass diese Art des Muslimseins in der Welt von heute keinen Platz hat und dass ihr jegliche positive Energie fehlt, eine Zivilisation zu sein. Und dass deshalb „der Islam“ als Bedrohung wahrgenommen wird.

(Diese Sätze sind stark: „Die Muslime müssen erkennen, dass diese Art des Muslimseins in der Welt von heute keinen Platz hat und dass ihr jegliche positive Energie fehlt, eine Zivilisation zu sein.“ Nur, eine andere Art des „Muslimseins“ ist weder im übellaunigen Kloran, noch in den absurden Hadithen, noch in der widerwärtigen Sira vorgesehen. Dort werden ein bösartiger Gott und ein perverser Prophet beschrieben. Eine   „positive Energie“ ist dort nach 1.400 Jahren und 400 Millionen Toten immer noch unauffindbar. Sollte man sie allmählich nicht mal an anderer Stelle suchen? T.)

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Time am 30. Juli 2014

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/religion-und-terror-bedrohung-islam-13069256.html
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2014/07/29/auch-ich-brauche-ihn-nicht/#comment-7547
3) https://madrasaoftime.wordpress.com/2014/06/23/was-wird-hier-aufgeblasen/

Alle nur nicht Alla

26. April 2014

Geisel

Christliche Geisel auf mohammedanistischer Internetseite

Derzeit ist die russische Führung, die eine Verkleinerung ihrer Einflusssphäre nicht hinnehmen will, bei den westlichen Eliten und ihren Mediensprachrohren nicht so arg wohlgelitten. In der heutigen FAZ macht der Sunniten-Lakai Rainer Hermann Russland nun sogar für den globalen Jihad verantwortlich (1).

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Islamistischer Terrorismus

Moskau spielt gern mit dem Feuer

Der Kreml verdreht im Ukrainekonflikt nicht zum ersten Mal Kausalketten. Auch Al Qaida entstand als Folge russischer Aggression und saudischer Ideologie. Den Preis zahlt die Welt bis heute: Im Kampf gegen den Terror.

Die Welt blickt seit Monaten auf die Ukraine. Doch auch der Bürgerkrieg in Syrien wird die Welt noch lange beschäftigen. Denn er hat das größte Flüchtlingsdrama seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst, und er ist zu einem Produzenten von Dschihadisten geworden, die heute den Nahen Osten bedrohen und morgen die Welt. Das Terrornetz Al Qaida hatte im vergangenen Jahrzehnt seine Schlagkraft und Anziehungskraft eingebüßt; heute ist es zurück. Moskau hat seinen Anteil daran.

Der Bogen seines Terrors spannt sich im Norden von Afghanistan über den Irak nach Syrien, im Süden vom Jemen über Somalia nach Mali und Nigeria in die Sahara hinein. Auch wenn die Befehlshierarchie flach und vieles, was sich Al Qaida nennt, nicht direkt miteinander verbunden ist: Noch nie haben unter diesem Namen so viele Bewaffnete Terror verbreitet, noch nie haben sie in so vielen Regionen ihre schwarze Flagge des Schreckens gehisst.

Der Krieg gegen den Terror gleicht dem Kampf gegen die Hydra. Ist ein Kopf abgeschlagen, wachsen zwei nach. Der Terror ist heute international, er richtet sich gegen den Westen und gegen Nichtmuslime, aber auch gegen gemäßigte Muslime. Dabei hat der moderne Dschihad lediglich als ein lokaler Widerstand in Afghanistan begonnen.

Entstanden ist er aus dem Zusammentreffen zweier Faktoren: saudischer Ideologie und russischer Aggression. Die von Saudi-Arabien verbreitete Version des Islam behauptet, allen anderen Muslimen und vor allem den Nichtmuslimen überlegen zu sein. Aus diesem wahhabitischen Islam leiteten und leiten Extremisten das Recht ab, gegen die „Ungläubigen“ auch mit Gewalt vorgehen zu dürfen. Erst der Einmarsch der Roten Armee in Afghanistan mobilisierte vom wahhabitischen Islam geblendete Araber und lieferte den islamistischen Gotteskriegern ein Betätigungsfeld. Mehrere Tausend sogenannte „Mudschahedin“ kämpften – unterstützt durch die Vereinigten Staaten – gegen die militärisch überlegene Rote Armee, demütigten sie und zwangen sie zum Rückzug.

Massaker statt friedliche Mittel

Früchte des sowjetischen Einmarsches von 1979 sind die afghanischen Taliban und die „afghanischen Araber“, die sich seit 1987 den Namen „Al Qaida“ geben. Diese Araber, überwiegend von der Arabischen Halbinsel und aus Nordafrika, bildeten später das Rückgrat von Al Qaida im Irak.

Von dort setzt sich ihr Terrornetz heute entlang des Euphrat nach Syrien fort. Auch das zweite große Reservoir von Dschihadisten in Syrien verdankt seine Entstehung einer russischen Aggression: Die beiden sinnlosen Tschetschenen-Kriege Moskaus haben seit 1994 mehrere Tausend Dschihadisten hervorgebracht, die zu aller Gewalt fähig sind.

Moskau setzte auch im Kaukasus auf die Abschreckung durch Massaker, anstatt lokale Unzufriedenheit mit Mitteln der Politik friedlich beizulegen. Wer Bilder von der völlig zerstörten Stadt Grosnyj vor Augen hat, kann sich vorstellen, dass die Kriege eine Schule für die islamistische Guerrilla waren. In beiden Kriegen sollen bis zu 150.000 Menschen getötet worden sein.

Immer mehr Kaukasier wurden nicht mehr von nationalistischen Gefühlen geleitet, sondern folgten der Ideologie des Dschihad. Der Konflikt zog auch Dschihadisten aus anderen Ländern an, die meist zuvor Ausbildungslager in Afghanistan durchlaufen hatten. Von dort schickte Usama Bin Ladin Geld an die Rebellenführer in Tschetschenien und Dagestan; denn sie sollten einen islamischen Staat nach dem Vorbild der Taliban in Afghanistan errichten. Doku Umarow, auf den sich viele Dschihadisten in Syrien berufen, proklamierte sein „Emirat Kaukasus“ und rief zum globalen Dschihad auf.

Den Preis hat die ganze Welt zu zahlen

Im Norden Syriens kämpfen mutmaßlich mehr Dschihadisten aus dem Kaukasus als aus anderen arabischen Ländern zusammen. Die meisten „Emire“ auf syrischem Boden sind Tschetschenen oder Angehörige anderer muslimischer Kaukasusvölker. In Syrien führen sie einen doppelten Krieg: für die Errichtung „islamischer Staaten“ und gegen den russischen Präsidenten Putin, den wichtigsten Verbündeten des syrischen Präsidenten Assad.

Die Regierungen in Moskau haben in Afghanistan wie in Tschetschenien hohe Verluste erlitten. Den Preis für beide Kriege hat aber die ganze Welt zu zahlen. Gebetsmühlenhaft behauptet der Kreml, Russland werde durch den islamistischen Terror herausgefordert und müsse mit eiserner Faust zurückschlagen.

Die russische Propaganda verdreht damit die Kausalkette. Ohne saudische Ideologie und Moskaus Politik gäbe es die Hydra Al Qaida nicht. Russland schafft mit seiner Politik nicht nur im eigenen Haus und dem eigenen Hinterhof – wie in der Ukraine – Instabilität. Sein Spiel mit dem Feuer gefährdet auch den Westen.

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Gut an Rainer Hermanns Artikel finde ich, dass er die weltweite Bedrohung der Zivilisationen der Menschheit durch den mohammedanistischen Terror deutlich werden lässt. Jedoch fehlen viele Sachverhalte, und das macht ihn ganz offensichtlich zu einem platten Propagandastück mit völlig verdrehter Kausalkette.

Es fehlt z.B. die Unterstützung der CIA für die saudischen Mörderbanden. Es fehlt die Gründung der Muslimbrüder im Jahr 1928. Es fehlen 1.400 Jahre Jihad, Sklaverei, Piraterie, Völkermorde und Angriffskriege. Es fehlen die 400 Millionen durch den Nazislahm Ermordeten (2). Es fehlt die Zusammenarbeit von Nazis und Nazislahmisten im zweiten Weltkrieg und danach.

Es fehlt der jahrhundertelange Abwehrkampf der Russen gegen mohammedanistische Aggressoren, es fehlen die verheerenden Attentate der Orks und die Kinderschlachtung von Beslan.

Es fehlt auch die grausame Geschichte des mörderischen Propheten des Mohammedanismus, es fehlt der satanische Kloran, es fehlen die lächerlichen Hadithe und die perverse Sira. Es fehlt der Blutsäufergott Alla.

Für Rainer Hermann haben sicherlich auch die Eskimos noch mehr Schuld am Terror des Mohammedanismus als der terroristische Klo H. Metzel und sein bösartiges Buch.

Wenn Rainer Hermann schreibt: „Moskau setzte auch im Kaukasus auf die Abschreckung durch Massaker, anstatt lokale Unzufriedenheit mit Mitteln der Politik friedlich beizulegen“, so empfiehlt er auftragsgerecht und gebetsmühlenhaft denn auch gleich den richtigen Umgang mit den Mohammedanisten. Wir sollen uns vor ihrer Gewalttätigkeit und ihrem Sadismus schützen, indem wir die Jizia bezahlen.

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Time am 26. April 2014

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/al-quaida-russische-aggression-und-saudische-ideologie-12910511.html
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2013/07/30/400-millionen/

Der Rattenkorridor wird verlängert

3. Januar 2014

Falludscha

Am 12. Dezember vergangenen Jahres hatte ich Ihnen einen Bericht von Rainer Hermann aus der FAZ über den sogenannten „Rattenkorridor“ vorgelegt (1). Darin beschrieb er, wie die Truppen von Al-Kaida quasi staatliche Strukturen entlang des Euphrat aufgebaut haben. Inzwischen sind sie mit der Einnahme zweier irakischer Städte weit nach Osten vorgestoßen. Ich frage mich, wie lange unsere Regierungen dies vor unserer Haustür noch tolerieren wollen. Lesen Sie einen Bericht aus der FAZ (2) sowie einen Kommentar von R. Hermann zum Thema (3).

Karte

Islamistische Rebellen auf dem Vormarsch

Im Irak vergrößert sich die Macht der islamistischen Rebellen immer weiter. Die Städte Ramadi und Falludscha sind in Teilen in der Hand von mit Al Qaida verbündeten Milizen.

Islamistische Rebellen haben die Kontrolle über Teile der irakischen Städte Ramadi und Falludscha übernommen. Beobachter berichteten am Donnerstag, dutzende Lastwagen mit schwer bewaffneten Männern würden durch die Straßen im Osten Ramadis fahren und über Lautsprecher Lieder spielen, in denen die Extremistengruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIL) verherrlicht werde. Sicherheitskräfte waren auf den Straßen der Stadt, in der am Montag gewaltsam ein Protestlager aufgelöst worden war, nicht zu sehen.

Laut einem Vertreter der Sicherheitskräfte brachten die Kämpfer der mit dem Terrornetzwerk Al Qaida verbündeten Gruppe auch die Hälfte von Falludscha unter ihre Kontrolle. Die andere Hälfte werde von bewaffneten Stammesangehörigen kontrolliert. Am Mittwoch hatten Aufständische in Falludscha vier Polizeiwachen in Brand gesetzt und hunderte Häftlinge befreit. Auch zwei Militärfahrzeuge wurden in Brand gesetzt und Waffen gestohlen.

In Ramadi hatte die Polizei am Montag ein Protestlager sunnitischer Regierungsgegner geräumt. Bei anschließenden Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Bewaffneten wurden mindestens 14 Menschen getötet. Aus Protest gegen die Räumung legten 44 irakische Parlamentarier ihre Mandate nieder. Ministerpräsident Nuri al Maliki hatte zuvor gesagt, das Protestlager an einer Autobahn nahe der Stadt im Westen von Bagdad sei von Al Qaida unterwandert worden.

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Bogen des Terrors

Ministerpräsident Maliki gibt den Sunniten zu verstehen, dass sie in seinem Irak keinen Platz haben. Dschihadisten ziehen aus dieser Spaltung des Landes Gewinn.

Die Eroberung der irakischen Städte Ramadi und Falludscha durch Krieger des „Islamischen Staats Irak und (Groß-)Syrien“ hätte verhindert werden können. Denn die Angreifer konnten die Entfremdung der sunnitischen Bewohner in der Provinz Anbar, die an Syrien grenzt, vom Zentralstaat und einer Regierung ausnutzen, die sich gebärdet, als stehe sie allein im Dienst der schiitischen Mehrheit.

Ministerpräsident Maliki polarisiert nicht nur; er gibt den Sunniten auch zu verstehen, dass sie in seinem Irak keinen Platz haben. Die sunnitischen Dschihadisten ziehen aus dieser Spaltung des Landes Gewinn und vertiefen sie noch. Schon einmal, 2006 und 2007, hatten sie auf irakischem Boden einen „Islamischen Staat“ ausgerufen.

Heute bildet die Herrschaft ihres Terrors einen „dschihadistischen Halbmond“, der von Anbar über das syrische Euphrattal und Aleppo bis in den Nordlibanon reicht. Der amerikanische Präsident Obama hat Maliki Waffen und Drohnen zugesagt, um den Terror zu bekämpfen. Solange die Regierung in Bagdad sich aber verhält, wie Maliki es tut, werden diese Waffen nichts ändern.

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Time am 3. Januar 2014

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2013/12/12/der-rattenkorridor/
2) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/irak-islamistische-rebellen-auf-dem-vormarsch-12734286.html
3) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/irak-bogen-des-terrors-12734888.html

Der „Rattenkorridor“

12. Dezember 2013

Rattenkorridor

Einen fulminanten Bericht zur Lage in Syrien legte Rainer Hermann in der gestrigen FAZ vor (1).

Es wird klar, dass entlang des Euphrat in unmittelbarer Nähe zu Europa ein dramatisches Bedrohungspotential aufgebaut wird, das ungleich größer ist als an jeder anderen Jihad-Front.

Es wird klar, dass der Beitritt der Torkei zur EU diese in unmittelbare Nachbarschaft zur heißen Jihadsphäre bringen würde.

Es wird ebenso klar, dass es höchste Zeit ist, dort um jeden Preis zu intervenieren und den Kampf gegen das Assad-Regime, das zumindest halbwegs rationale Züge aufweist, einstweilen einzustellen.

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Al Qaida in Syrien

Ein Afghanistan am Mittelmeer

Al Qaida nutzt das Machtvakuum, das der syrische Bürgerkrieg schafft, um dort einen islamischen Staat aufzubauen. Der Terrorkampf zieht dorthin mehr Dschihadisten als an den Hindukusch.

Abu Bakr al Baghdadi ist erfolgreicher als sein Vorbild Usama Bin Ladin. Anders als der Gründer von Al Qaida gebietet der Iraker aus Samarra über einen islamischen Staat. Er ist selbst erfolgreicher als sein Mentor Abu Musab Zarqawi. Denn der im Jahr 2006 getötete Führer von „Al Qaida im Irak“ herrschte nur über ein „Emirat“ innerhalb der irakischen Provinz Anbar. Der 42 Jahre alte al Baghdadi, vom dem keine Fotos existieren, herrscht aber über einen Staat, der bestehende Grenzen aufhebt: den „Islamischen Staat im Irak und in (Groß-)Syrien“ (Isis), der seinen Terror von der syrischen Provinzhauptstadt Raqqa am Oberlauf des Euphrat bis hinab in die irakische Provinz Anbar ausweitet und der seine Präsenz in Mossul, der zweitgrößten Stadt des Iraks, ausbaut.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich dieser islamische Staat dem Westen zuwendet. Der gefährlichste Arm von Al Qaida diskutiere bereits darüber, wann er den Westen angreifen solle, sagt Mike Rogers, der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses in Washington. In einer Titelgeschichte der amerikanischen Zeitschrift „Time Magazine“ über Isis wird er mit den Worten zitiert: „Das hatte sich genau in Afghanistan ereignet und führte zu 9/11.“

Rekrutierte aus der ganzen islamischen Welt

Das Magazin zitiert ferner Matthew G. Olsen, den Direktor des amerikanischen Nationalen Antiterrorzentrums: „Der wachsende Kader von Kämpfern aus dem Westen verstärkt mutmaßlich den Pool der Gruppe an externen Agenten, der zu Anschlägen gegen den Westen eingesetzt werden kann.“ Aus diesem Grund schlägt Ryan Crocker, der im Nahen Osten erfahrenste amerikanische Diplomat, vor, Kontakt zu Präsident Assad aufzunehmen, um die Bedrohung, die von Al Qaida in Syrien ausgeht, gemeinsam zu bekämpfen. Die „New York Times“ zitiert ihn: „So schlecht Assad ist, er ist nicht so schlecht wie die Dschihadisten, die nach seinem Weggang das Land übernehmen wollen.“

Der Bürgerkrieg in Syrien hat ein Vakuum erzeugt, das Al Qaida nutzt, um ein Afghanistan am Mittelmeer zu schaffen. Mit einem Unterschied: „Syrien hat in zweieinhalb Jahren so viele ausländische Kämpfer angezogen wie Afghanistan in zweieinhalb Jahrzehnten“, sagte ein nicht genanntes Mitglied der Regierung Obama zu „Time“. Die neu Rekrutierten kommen aus der ganzen islamischen Welt, von Albanien über den Kaukasus bis auf die arabische Halbinsel, auch aus Europa. Sie schwören ihren Eid nicht mehr auf al Zawahiri, den Führer von Al Qaida, der sich in Afghanistan oder Pakistan versteckt. Sie schwören ihn auf al Baghdadi und den „Islamischen Staat im Irak und (Groß-)Syrien“.

Baghdadi hat Großes vor

Nicht allein die internationalen Kämpfer haben al Baghdadi in kurzer Zeit große Macht verschafft. Unbestrittener Führer wurde er am 21. Juli 2013. Vom Sommer 2010 an hatte Baghdadi seine Herrschaft im irakischen Niemandsland aufgebaut, im Verborgenen war er zum Führer von „Al Qaida im Irak“ aufgestiegen. Die Zahl der großen Bombenanschläge nahm im Irak zu, auch die Zahl der Gefängnisausbrüche. An jenem 21. Juli 2013 folgte der größte von ihnen: Mehrere Monate hatte Baghdadi den Sturm auf Abu Ghraib vorbereitet, auf das größte irakische Gefängnis. Bei der Erstürmung kamen 500 Insassen frei; die meisten hatten zuvor für Al Qaida gekämpft. Von da an verstärkten sie die Durchschlagskraft von Baghdadi entscheidend. Dessen Machtwille reichte so weit, dass er Zawahiri nicht mehr als seinen Führer anerkannte. Vielmehr wies er dessen Fatwa zurück, dass sich Baghdadi auf den Irak konzentrieren und Syrien der „Dschabhat al Nusra“ unter Muhammad al Dschaulani überlassen solle.

Zawahiri hält die Brutalität Baghdadis, der große Anschläge verübt und die Zivilisten in seinem Herrschaftsbereich terrorisiert, für kontraproduktiv. Baghdadi brüskierte aber Zawahiri, indem er sagte: „Ich muss zwischen der Herrschaft Allahs und der Herrschaft Zawahiris entscheiden, und ich entscheide mich für die Herrschaft Allahs.“ Er gebietet schon über ein kleines Kalifat auf irakischem und syrischem Boden. Anknüpfen will er an die großen Epochen der islamischen Geschichte. Dazu zählen die Zeit von 661 bis 750, als die Omayyaden von Damaskus aus ein islamisches Großreich regierten, sowie die Epoche 750 bis 1258. Damals herrschten die Abassiden von Bagdad aus. Während diese Großreiche zivilisatorischen Fortschritt gebracht hatten, verbreitet Baghdadi Schrecken und Terror.

Baghdadi hat Großes vor. Deshalb nennt er seinen Herrschaftsbereich „Staat“, und er arbeitet daran, dass dieser von Dauer ist. Wie das aussieht, beschreibt die Websitee „Syria Comment“ des amerikanischen Politikwissenschaftlers Joshua Landis, die als eine der wichtigsten Websites zu Syrien gilt: Baghdadis Krieger kontrollieren Grenzübergänge zur Türkei, sie haben Ölfelder und Raffinerien in ihre Gewalt gebracht, verteilen Weizen, Nahrungsmittel und Ölprodukte, betreiben in Raqqa Schulen, die der religiösen Umerziehung dienen, und eine Buslinie. Die Versorgung erfolgt entlang des Euphrat über Schwesterstädte im Irak; Amerikaner nennen die Route den „Rattenkorridor“.

Ein sicheres Rückzugsgebiet

Wäre Baghdadi finanziell von Al Qaidas Führung abhängig, er würde sich nicht so klar von Zawahiri distanzieren. Geld fließt aus in Mossul erpressten Schutzgeldern und dem Verkauf von Erdöl, private Geber aus den Golfstaaten, vor allem Kuweit, lassen Bargeld nach Raqqa bringen. Überweisen können sie es nicht mehr. Denn Baghdadi ließ in Raqqa die letzte Einrichtung schließen, die Überweisungen vorgenommen hatte. Eingestellt sind auch alle Medien, so dass die Einwohner von Raqqa nur noch telefonisch mit der Außenwelt in Verbindung stehen.

Unter Kaiser Justinian, dem Erbauer der Hagia Sophia, hatten die Christen von Raqqa eine Blütezeit erlebt. Unter den Abbasiden war die Stadt ein wichtiges Handelszentrum. Heute erlebt sie als Hauptstadt von Baghdadis Islamischem Staat einen traurigen Tiefpunkt. Die Einwohnerzahl hatte sich durch Flüchtlingswellen auf eine Million vervierfacht. Die Rebellen eroberten die Stadt am 5. März 2013, rasch übernahmen die Dschihadisten die Macht. Von hier kontrollieren sie den Norden Syriens, wo Baghdadi einen Tschetschenen als Kommandeur eingesetzt hat, und den Osten des Landes. Islamische Gerichte sprechen in Raqqa Todesurteile aus, die auf dem zentralen Platz vollstreckt werden; Sittenpolizisten setzen die Vollverschleierung der Frauen durch und ein totales Rauchverbot. Die armenische Kirche von Raqqa ist ein Zentrum für die Verbreitung des Islams, Priester wurden verschleppt, Bibeln öffentlich verbrannt.

Al Qaida hat mit dem „Islamischen Staat im Irak und (Groß-)Syrien“ ein sicheres Rückzugsgebiet geschaffen, das sich entlang des „Rattenkorridors“ weit in den Irak erstreckt. Die Staatsgrenzen der Vergangenheit sind dort aufgehoben. Je stabiler dieses Gebilde wird, desto größer wird die Gefahr für den Westen.

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Time am 12. Dezember 2013

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/al-qaida-in-syrien-ein-afghanistan-am-mittelmeer-12704655.html


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