Posts Tagged ‘Sigrid Herrmann-Marschall’

Neues von der Schariapartei (SPD)

28. August 2018

Lesen Sie einen Artikel von Ralf Fischer von „Jungle World“ (1).

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Der SPD-Oberbürgermeister von Marburg ist bei
Islamisten ein gern gesehener Gast

Sozialdemokratische Islamismusförderung

Die Islamische Gemeinde Marburg pflegt Verbindungen in das Milieu des legalistischen Islamismus. Trotzdem folgt der Oberbürgermeister der hessischen Universitätsstadt immer wieder den Einladungen der Gemeinde und ihres Umfeldes.

Für den kommenden Sonntag plant der »Förderverein für das Marburger Kultur- und Bildungszentrum mit Moschee e. V.« die Eröffnungsfeier seines Kunstprojekts »5 Säulen«. Die Säulen stehen der Ankündigung zufolge für die rituellen Pflichten im Islam: »das Aufsagen des Glaubensbekenntnisses, die fünf Gebete, das Almosengeben, das Fasten im Ramadan und die Pilgerfahrt nach Mekka«. Nach Angaben der Organisatoren »stellen die Säulen sowohl eine Öffnung der Moschee zur Stadt hin dar als auch eine durchlässige Tür, durch die Besucher der Stadt zur Moschee gelangen können«. Grußworte sollen bei der Veranstaltung der Marburger Oberbürgermeister Thomas Spies (SPD), der Islamwissenschaftler Albrecht Fuess und der Vorsitzende der Islamischen Gemeinde Marburg, Bilal El-Zayat, sprechen.

Das »Bündnis gegen Antisemitismus Marburg« protestiert gegen den Auftritt des sozialdemokratischen Stadtoberhaupts bei der Veranstaltung. In einem Flugblatt kritisiert die Initiative, dass die Teilnahme des Oberbürgermeisters der Islamischen Gemeinde Marburg (IGM) eine Legitimität verleihe, die sie dem Bündnis zufolge nicht haben sollte. So stuft der hessische Verfassungsschutz die IGM als der islamistischen Muslimbruderschaft nahestehend ein. Seit Jahren wird Marburg im Verfassungsschutzbericht des Landes als ein Zentrum islamistischer Aktivitäten in Deutschland genannt.

Das liegt unter anderem an dem Vorsitzenden der IGM. So war El-Zayat von 2003 bis 2005 Vorsitzender der Muslimischen Jugend Deutschlands. »Wegen personeller Überschneidung erscheint die Muslimische Jugend als Jugendorganisation der Islamischen Gemeinschaft Deutschland (IGD)«, sagte die hessische Islamismusexpertin Sigrid Herrmann-Marschall der Jungle World.

2011 reiste El-Zayat gemeinsam mit einer größeren Gruppe zum Vordenker der internationalen Muslimbruderschaft, Yusuf al-Qaradawi. Fotos von dem Besuch finden sich noch immer in sozialen Medien. Der in Katar lebende Prediger steht seit Juni 2017 auf der Terrorliste der Regierungen Saudi-Arabiens, Ägyptens, der Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrains und gilt als einer der weltweit einflussreichsten Islamisten. Er nannte Adolf Hitler »eine gerechte Strafe Allahs für die Juden«. Beim nächsten Mal werde, »so Gott will«, diese Strafe »durch die Hand der Gläubigen erfolgen«.

Dass El-Zayat bei al-Qaradawi eine Audienz erhielt, deutet auf eine wichtige Rolle des Marburgers in der islamistischen Bewegung hin. Auf einem Foto aus dem Jahr 2013 formt El-Zayat seine Hand zum »Rabia-Zeichen«, dem internationalen Erkennungszeichen der Muslimbruderschaft.

Ebenfalls mitgereist war der Imam des »Teiba-Kulturzentrums zur Förderung der Bildung und Verständigung« (TKZ) in Berlin, Ferid Heider. Dem Berliner Verfassungsschutzbericht zufolge zählt das Kulturzentrum zu den Vereinen, die eine enge Verbindung zur IGD aufweisen. Trotzdem kann die Gemeinde ihre Freitagspredigten in einer Turnhalle in Spandau abhalten. Vergangenes Jahr nahm El-Zayat an dem Event »Islamleben« teil. Organisiert wird diese Veranstaltung seit 2011 von der IGD.

Trotz dieser offensichtlichen Verbindungen in das Milieu des legalistischen Islamismus lässt Spies es sich nicht nehmen, den regelmäßigen Einladungen der Gemeinde zu folgen. Vor zwei Jahren, anlässlich des 30jährigen Bestehens der Moschee, entgegnete er seinen Kritikern: »In dieser Stadt werden Menschen nicht an Spekulationen, Verdächtigungen und Verschwörungstheorien, sondern an ihren Worten und Taten gemessen.«

Die Islamismusexpertin Herrmann-Marschall hält es für problematisch, dass Honoratioren der Marburger Stadtgesellschaft die Veranstaltung durch ihre Mitwirkung adeln. »Sowohl der Oberbürgermeister als auch der Islamwissenschaftler Fuess vermitteln damit, dass alles in Ordnung sei und der Verfassungsschutz mit seiner Einschätzung falsch liege. Sie helfen damit aktiv, die Marburger Stadtgesellschaft zu täuschen.«

Die »unheimliche Melange aus identitären Linken, lokaler Politik, Universität und politischem Islamismus« werde anhand des einladenden Fördervereins für das Marburger Kultur- und Bildungszentrum besonders deutlich, schreibt das Bündnis gegen Antisemitismus. Neben dem Universitätsprofessor Fuess seien unter anderem auch Spies’ Vorgänger im Amt des Marburger Oberbürgermeisters, Egon Vaupel (SPD), und die nach Selbstauskunft »christliche Kommunistin« Goharik Gareyan-Petrosyan in diesem Verein organisiert. Und wie selbstverständlich habe im Marburger Rathaus nicht nur die Gründung des Vereins stattgefunden, er firmiere auch unter dessen Adresse.

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Time am 28. August 2018

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1) https://jungle.world/artikel/2018/34/sozialdemokratische-islamismusfoerderung

Alle unter einer Decke

15. Juli 2016

NBS

In einigen MSM wird über die Dar-as-Salam-Moschee in Berlin-Neukölln kritisch berichtet, dass dort Extremisten das große Wort führen – Lesen Sie einen Beitrag von FAZ.NET“ von Frank Jansen (1).

Das gefällt den Orks, die alle unter einer Decke stecken, überhaupt nicht – Lesen Sie einen Hetzartikel von der „Islamischen Zeitung“ von Tarek Baé, der SA-lafisten und Muslimbrüder als „Denkschulen“ bezeichnet (2).

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Extremisten predigten in Dar-as-Salam-Moschee

Im Fall der Dar-as-Salam-Moschee in Berlin-Neukölln verdichten sich die Hinweise auf extremistische Aktivitäten. Franziska Giffey verteidigt ihren Besuch weiterhin.

Im Fall der umstrittenen Dar-as-Salam-Moschee in Neukölln, deren Imam mit dem Verdienstorden des Landes Berlin geehrt wurde, nehmen die Hinweise auf extremistische Aktivitäten zu. Wie der Tagesspiegel aus Sicherheitskreisen erfuhr, traten in den vergangenen Jahren mehrmals islamistische Prediger in der Moschee auf, die sich selbst als „Neuköllner Begegnungsstätte“ darstellt.

So hielt im November 2014 an zwei Tagen der aus Israel stammende Araber Raed Fathi Vorträge. Der Religionsgelehrte stehe der palästinensischen Terrorvereinigung Hamas nahe, sagen Sicherheitsexperten. Außerdem habe Fathi in einem Video bei YouTube einen der Ideologen des Heiligen Krieges und einstigen Mentor von Osama bin Laden, Abdullah Azzam, als „Helden“ gelobt. In Israel habe Fathi einen Skandal ausgelöst, als er die schiitische Sekte der Drusen zu Ungläubigen erklärte. Die Drusen verhalten sich gegenüber Israel loyal.

Frauen mit Schlägen züchtigen

2013 habe in der Dar-as-Salam-Moschee auch der saudische Islamist Muhammad al Arifi gepredigt, hieß es in Sicherheitskreisen. Er war trotz eines Einreiseverbots der Schengen-Staaten nach Deutschland gekommen und trat in Neukölln auch in der salafistischen Al-Nur-Moschee auf. Al Arifi hetzt gegen Juden, Homosexuelle und Schiiten. Außerdem empfiehlt er Ehemännern, ihre Frauen mit Schlägen zu züchtigen.

Wegen der Predigt von Al Arifi musste sich der Imam der Dar-as-Salam-Moschee, Mohamed Taha Sabri, im Neuköllner Rathaus rechtfertigen. Doch offenbar wurden weder dieser Vorfall noch die Nennung der Moschee im Jahresbericht des Berliner Verfassungsschutzes dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) bekannt, bevor er Sabri im Oktober 2015 mit dem Verdienstorden auszeichnete.

Ehrung sei nicht sinnvoll

Die Ehrung sei „nicht sinnvoll“, sagte jetzt der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Robbin Juhnke. „Eine Auszeichnung soll eine Vorbildfunktion haben. Die hat sie nicht, wenn eine Moschee im Verfassungsschutzbericht steht.“

Juhnke hält auch den Besuch der Neuköllner Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) in der Moschee am vergangenen Freitag für falsch. Giffey sieht sich, wie berichtet, viel Kritik ausgesetzt. Aber auch bei radikalen Tendenzen dürfe der Gesprächsfaden nicht reißen, sagte sie dem Tagesspiegel. Giffey will nun jedoch mit dem Verfassungsschutz reden. Imam Sabri äußerte sich nicht.

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Giffey

Angriff auf Neuköllner Begegnung

Kommentar: Warum der B.Z. Artikel über den Besuch Giffeys in der NBS zurückzuweisen ist

Am 11. Juli veröffentlichte die Berliner Zeitung „B.Z.” einen Bericht mit dem Titel „Warum besuchte Franziska Giffey eine Radikalen-Moschee?” Die Neuköllner Bezirksbürgermeisterin wird dafür kritisiert, die „Neuköllner Begegnungsstätte” (NBS) in der Flughafenstraße besucht zu haben. Demnach stünde Giffey nach einem Posting auf ihrer Facebook-Seite „unter Kritik”. Diese vermeintliche Kritik nimmt Olaf Wedekind in dem Artikel offensichtlich unhinterfragt auf.

„Eine demokratische Politikerin bei Salafisten”, lautet einer jener Kommentare, der die Kritik am Besuch darlegen solle. Gleichzeitig wird der Moschee vorgeworfen Verbindungen zur Muslimbruderschaft zu unterhalten. Einem Laien ist das vielleicht nicht bewusst, aber das sind zwei verschiedene Denkschulen. Ähnlich amateurhaft wirken auch die anderen Beiträge zum Artikel.

Die NBS ist nicht salafitisch. Und sie ist auch nicht, wie die selbsternannte „Islam-Expertin” Sigrid Herrmann-Marschall im B.Z. Artikel versucht zu markieren, ein Treffpunkt von „Ultra-Hardlinern” oder „radikalen Islamisten”. Zwei, das sei erwähnt, allgemein schon höchst fragwürdige Begriffe.

Im NBS waren hingegen bereits unter anderem die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth, der Vorsitzende des Zentralrast der Muslime, Aiman Mazyek, der Rabbiner Walter Rothschild, Prof. Werner Schiffauer oder die Pfarrerin Elisabeth Kruse. Weil der Name Begegnungsstätte laut der Gemeinde Programm sein soll.

Auch die jahrelangen Bemühungen der Moschee, gegen Extremismus anzukämpfen, werden durch den Artikel und den tendenziösen Kommentaren sabotiert. Der deutschlandweit bekannte Referent Ferid Heider hält regelmäßig Unterrichte dort ab, die junge Muslime im Umgang mit extremistischen Ideologien schulen sollen, was ihn zu einer Zielscheibe eben jener Leute machte.

Der Imam der Gemeinde, Taha Sabri wurde 2015 für seinen Einsatz gegen den Extremismus mit dem Verdientsorden des Landes Berlin vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller ausgezeichnet. Selbst über die Bezirksgrenzen hinaus sei die Moschee für „außergewöhnliche Arbeit im Feld des interreligiösen und interkulturellen Dialogs” bekannt, wie der angehende Rabbiner Armin Langer von der Salaam-Shalom Initiative feststellt.

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Time am 15. Juli 2016

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1) http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-neukoelln-extremisten-predigten-in-dar-as-salam-moschee/13867278.html
2) http://www.islamische-zeitung.de/angriff-auf-neukoellner-begegnung/