Posts Tagged ‘stuxnet’

No dogs, no mohammedanists!

4. Dezember 2010

Stuxnet ist mir immer wieder einen Platz in diesem Blog wert. Die heutige FAZ brachte einen Aufsatz von Alard von Kittlitz, dessen skeptische Sicht ich nicht teile. Wie alle Autoren, deren diesbezüglichen Aufsätze ich Ihnen hier vorgestellt habe, bin ich aber der Auffassung, dass wir an der Schwelle zu etwas grundsätzlich Neuem stehen.

Dieses Neue ist m.E. Antagonist zur Verherrlichung des Niedrigen, Bösartigen und Primitiven in der Vergangenheit. Es ist naturgemäß auch Antagonist des Mohammedanismus. Stuxnet markiert ein neues Zeitalter: das geistige Zeitalter.

Keine Frage, ein brutaler römischer Soldat streckte den genialen Archimedes nieder, kein Zweifel, kein PC widersteht einem entschlossen geführten Hammer, kein Zweifel, die Massenmörder des 11. September vollbrachten die Tat nur mit Teppichmessern, kein Zweifel, die ISAF wenden in Afghanistan Gewalt an. Wir erleiden Gewalt, und wir üben sie auch aus.

Die Schwelle, die aber m.E. übertreten wird, und wofür Stuxnet ein Symbol ist, ist die zu jener Sphäre, in der Physis und Gewalt keine Rolle mehr spielen und, anders als im Mohammedanismus, unwesentlich sein werden. Natürlich übt das westliche System Gewalt aus, vor allem nach außen, aber diese wird immer anonymer, sie wird zunehmend von Maschinen ausgeübt, von Drohnen beispielsweise. Innerhalb der Gesellschaft ist Gewalt absolut verpönt, sie ist uncool und peinlich.

Stuxnet zeigt, dass man nicht beides haben kann: Man kann keine industrialisierte Hochzivilisation haben ohne Demokratie, keine Raumfahrt ohne Freiheit, keine Partizipation ohne Freundschaft. Das räudige Zwergmammut hechelt durch die Furchen, aber wann immer es am Ackerrand angekommen ist, streckt da ein listiger Igel den Kopf hervor und sagt: „Ich bin schon längst da!“

Bis zum Niveau des 19. Jahrhunderts ist für die mohammedanistischen Sklavenhalterstaaten sicher eine Entwicklung denkbar. Möglicherweise wird es irgendwann eine rabiatische Automarke geben oder ein Handymodell aus Iran, aber bis dahin wird der Abstand zu uns unüberbrückbar groß geworden sein. Der westliche Bürger nimmt die Erkenntnisse seiner Humanwissenschaftler sehr ernst, der Soziologen, Anthropologen, Linguisten usw., und niemand spielt sich über Mamba-Bamba aus der Kalahari auf, aber es besteht auch kein Zweifel daran, dass das System, in dem dieser arme Mensch sein kurzes Leben fristen muss, unattraktiv, geistlos und unterentwickelt ist. Auf die primitiven und gewalttätigen Systeme der Vergangenheit schauen wir in der Tat mit Verachtung herab. Und manche Systeme entwickeln sich sogar zurück. Die heutige FAZ zitiert die „Aftenposten“ aus Oslo:

_____

Das brutale Gesicht des Teheraner Regimes

Diese Woche ist schon wieder eine Iranerin in Teheran hingerichtet worden. Damit hat das iranische Regime abermals sein brutales Gesicht gezeigt… Letztes Jahr wurden in diesem Land nach Angaben von Amnesty International 388 Menschen hingerichtet. Nur in China ist die Zahl höher. Unter den UN-Mitgliedsländern schließen sich immer mehr Länder der Resolution gegen die Todesstrafe an… Iran gehört zu den wenigen Staaten, in denen die Entwicklung in die andere Richtung geht. Hier werden immer mehr Menschen hingerichtet. Die internationale Gemeinschaft darf mit ihrem Druck auf das Mullah-Regime in Teheran auf keinen Fall nachlassen.

_____


Stuxnet, das Programm, welches ich ironisch als den „Mahdi“ bezeichnete (1), hat Mammut Gardinenstange deutlich die Grenzen aufgezeigt. Klar, ihr könnt von euren deutschen und nordkoreanischen Freunden das notwendige Equipment zum Atomwaffenbau erhalten, ihr könnt es auch in Gang setzen. Aber an der Notbremse sitzen wir. Auch Nordkorea wird dies erfahren.

Wir tolerieren langfristig keine „Inseln im Netz“ (B. Sterling). Wir tolerieren langfristig gesehen auch keine Gewalt, und wir verehren sie nicht. Aber wir verstehen sie, und wir können sie auch einsetzen.

Die Japaner haben das erfahren, und ihr werdet das vielleicht auch erfahren.

Was ihr bereits erfahren habt, ist, dass der Westen grade einen neuen Kontinent in Besitz nimmt. Und da kommt ihr nicht rein. Solange nicht, bis ihr den Nazislam in euch vernichtet habt. Betreten verboten! Ihr müsst draußen bleiben! No dogs, no mohammedanists (2)!

_____

Stuxnet und der Krieg, der kommt

Ein Computerwurm greift eine iranische Atomanlage an. Wer hinter dem Sabotageversuch steckt, ist nicht bekannt. Der digitale Krieg kennt nur Ziele, keine Täter.

Manchmal taugt eine bloße Chronologie doch dazu, eine Geschichte zu erzählen. Am 22. April 2010 erscheint im Blog „Threat Level“ eine Rezension. Das Buch „Cyberwar“ von Richard Clarke wird verrissen. Clarke, ehemals Anti-Terror-Berater des Weißen Hauses, in Amerika wegen seiner Kassandrarufe vor dem 11. September berühmt, besitzt mittlerweile ein Beratungsunternehmen, Good Harbor Security. Die Firma berät Unternehmen und Institutionen zu Fragen der digitalen Sicherheit. In seinem Buch beschreibt Clarke Horrorszenarien, in denen sich Hacker der amerikanischen Infrastruktur bemächtigen: Das Land wird über digitale Eingriffe lahmgelegt. Der Rezensent, ein Experte, sieht in Clarkes Buch Werbung für Good Harbor und in seinen Szenarien Hollywood. „Im Bücherregal zur Fiktion stellen“, schreibt er.

Im Juni taucht auf diversen Computern ein neuer Wurm auf. Das Programm bekommt den Namen „Stuxnet“. Nach umfangreichen Analysen wird klar, dass Stuxnet das Resultat eines Millionen-Dollar-Projekts ist. Die Experten gehen davon aus, dass der Wurm dazu programmiert wurde, die Zentrifugen in einer iranischen Urananreicherungsanlage zu zerstören. Wegen der unzuverlässigen Angaben aus Iran lässt sich der tatsächlich durch den Wurm hervorgerufene Schaden nicht bemessen. Aus der Analyse des Wurms geht allerdings unzweideutig hervor, dass Stuxnet ein hochspezifisch programmierter Sabotageakt ist, dessen Architekt nur eine staatliche Organisation gewesen sein kann: Zu seiner Herstellung hat es einer Vielzahl phantastisch geschulter Informatiker und deren Koordinatoren bedurft und schließlich Informationen, die nicht anders als über hervorragende Nachrichtendienste akquiriert worden sein können (F.A.Z. vom 22. September und 18. November 2010).

Im Oktober nimmt die USCYBERCOM ihren Dienst auf. United States Cyber Command ist eine neue militärische Behörde unter der Leitung des NSA-Direktors Keith B. Alexander. Was genau die Behörde tut, wird nicht öffentlich gemacht. Als Missionsstatement findet sich auf der Website des United States Strategic Command der folgende Eintrag: „USCYBERCOM plant, koordiniert, integriert, synchronisiert und führt Aktivitäten aus, die zur Verwaltung der Operationen und der Verteidigung der Netzwerke des US-Verteidigungsministeriums dienen. Weiter bereitet die Behörde umfassende militärische Cyberspaceoperationen vor und führt diese, wenn sie angeordnet werden, auch durch.“ Barack Obama erklärt unterdessen den Oktober zum „Landesweiten Monat des Bewusstseins um Digitale Sicherheit“.

Mitte November diskutieren die Mitgliedstaaten der Nato auf dem Gipfel in Lissabon die Möglichkeit, im Falle eines digitalen Angriffs den Bündnisfall auszurufen. Am Ende des Gipfels wird beschlossen, dass einem Cyber-Angriff auf ein Nato-Mitglied zunächst nur Konsultationen folgen sollen.

Vier Daten, wenige Monate, innerhalb deren aus einem Hollywoodszenario eine von den schlagkräftigsten Militärmächten verhandelte Realität geworden ist. Um das iranische Nuklearprogramm anzugreifen, brauchte man keine Bomberschwadron, keine Drohne, keinen Panzer, man brauchte wohl nur einen USB-Stick, mit dessen Hilfe das Virus auf die iranische Anlage in Natans übertragen wurde.

In den von der Nato angestrengten Überlegungen zum Bündnisfall äußerte sich unterdessen eine schockierende Naivität. Die Besinnung auf Konsultationen nach Artikel 4 des Nordatlantikvertrags zeigt, dass man sich in Lissabon darüber klar geworden ist, dass die Ausrufung des Bündnisfalls nach allen derzeitigen Erkenntnissen sinnlos, ja lächerlich wäre. Denn wenn durch Stuxnet eines deutlich wurde, so ist es die Tatsache, dass digitale Täter nicht identifiziert werden können. Nur die Initiatoren wissen, woher der Wurm stammt. Der Code von Stuxnet lässt auf mehrere Programmiererteams schließen. Wo diese saßen und wer ihre Auftraggeber waren, bleibt opak.

Um digitale Sicherheit geht es in den relevanten Zirkeln nicht erst seit Stuxnet. Es ist in Amerika schon lange bekannt, dass sich ausländische Nachrichtendienste für den Aufbau der amerikanischen Infrastruktur interessieren, nicht zuletzt auch für dessen Vernetzung und elektronische Steuerungselemente. Zugleich aber sind digitale Angriffe in der Vergangenheit mit ungleich primitiveren Mitteln durchgeführt worden. 1982 kam es in Russland zu einem Zwischenfall in der Urengoy-Surgut-Chelyabinsk-Gaspipeline, der vermutlich dadurch verursacht wurde, dass zur Steuerung der Pipeline zuvor gestohlene kanadische Software verwendet worden war, in die der C.I.A. vorausahnend einen Defekt hatte programmieren lassen. Das sagt einiges aus über die Verbindungen zwischen Nachrichtendiensten und Programmiererwelt, ist jedoch angesichts der heute viel weiter verbreiteten, ungleich gewachsenen Softwareindustrie kaum wiederholbar.

Im neuen Jahrtausend sah digitaler Krieg bislang vor allem so aus, dass man über sogenannte Distributed Denial of Service-Attacken, kurz DDoS, die Server des Gegners überlastete. Für DDoS-Attacken sendet ein ferngesteuertes Netzwerk von Computern über bestimmte Software Daueranfragen an die Server, bis diese in die Knie gehen. Solche Attacken gab es beispielsweise während des jüngsten Konflikts zwischen Russland und Georgien 2008. Derartige Attacken gehören allerdings zu den schlichtesten Techniken. Kleinere DDoS-Attacken gehören zum Handwerkzeug jedes Amateurhackers.

Vielleicht war das erste Anzeichen eines neuen Zeitalters ein Video, das 2007 angeblich versehentlich im Internet bekannt wurde. Es zeigte die Resultate einer Untersuchung, die das amerikanische Department of Homeland Security in Auftrag gegeben hatte. Zu sehen war ein riesiger Dieselgenerator, analoge Schwerindustrie. Die Maschine arbeitet im Video anfangs ohne Störung. Plötzlich geht eine Erschütterung durch das Gerät, deutlich sind nun Teile aus dem Maschineninneren zu sehen, die durch die Lüftungsschächte herausgeschleudert werden, die Maschine arbeitet unkontrolliert. Schließlich steigt schwarzer Qualm auf: der Generator ist kaputt. Das Video wurde unter dem Namen „Aurora Experiment“ bekannt. Was an dem Schaden so interessant war, war dass es kein intrinsischer Fehler gewesen war, der die Maschine zerstört hatte. Es war ein Hack, bei dem sich ein fremder Computer zwischen den Generator und seine Steuerungseinheit schaltete. Wie amerikanische Experten betonten, ein unrealistisches Szenario, aber schon damals sorgte es nicht nur in der Industrie für Aufregung. Auch dem Laien wurde durch die Bilder klar, worin das Drohszenario eigentlich besteht.

Die Industrienationen dieser Welt sind vollständig digitalisiert. Es gibt kurz gesagt keinen volkswirtschaftlich oder politisch relevanten Prozess mehr, in dem nicht ständig Computer involviert wären. Grob lässt sich die moderne Computerwelt in zwei Komplexe einteilen. Der erste ist die Office-Welt, die Welt der digitalen Kommunikation also, in der es um die effiziente Weitergabe und Verwertung von Daten geht. Ohne diese Office-Welt ist die moderne Wirtschaft nicht mehr denkbar. Sie lahmzulegen, ist aufgrund ihrer dezentralen Struktur allerdings sehr schwer. Durch Hacker gefährdet ist sie vielmehr in der Weise, dass die übermittelten Daten unterwegs abgefangen werden können. Diese Gefahr ist altbekannt.

Digital gesteuert sind mittlerweile aber auch sämtliche moderne Industrieanlagen. Um die ging es im Aurora-Experiment, und Stuxnet hat gezeigt, dass solche Szenarien mit den richtigen Mitteln sehr wohl möglich sind. Früher waren es Hände, die Maschinen steuerten, heute sind es binäre Systeme. Der Steuerungsprozess ist delokalisiert, was bedeutet, dass sich Industriekomplexe nicht mehr allein durch Zäune und Wachleute schützen können. Im digitalen Zeitalter kann kein Chemiekonzern, kein Kraftwerk, keine Raffinerie, kein Staudamm mehr als sicher gelten. So sieht das Horrorszenario nach Stuxnet und Aurora aus. In Wahrheit aber verhält es sich doch ein wenig anders. Es mag, wie Sicherheitsexperten gerne sagen, keine hundertprozentige digitale Sicherheit geben. Mit Schutzlosigkeit aber ist das nicht gleichzusetzen.

Das Atomkraftwerk in Biblis zum Beispiel ist für einen digitalen Angreifer auch mit den besten Informationen ein unrealistisches Ziel. Die Steuerungselemente befinden sich in einem insularen System, das heißt, sie sind mit der Außenwelt nicht vernetzt. Um Gewalt über diese Rechner zu gewinnen, muss man davorsitzen. Zugang zum Kontrollzentrum wird ohnehin nur einem beschränkten Kreis von Mitarbeitern gewährt, doch schon allein die Vorstellung, sich mit einem Datenträger in den Kraftwerkkomplex einzuschmuggeln, mutet anhand der x-fachen Durchleuchtung und Abtastung der Besucher unmöglich an.

Nun ist es aber nicht so, dass alle deutschen Anlagen so gesichert sind wie ein Atomkraftwerk. Und wenn man die Phantasie nur ein wenig anstrengt – jeder entschlossene Angreifer wird das tun – lassen sich zahllose relevante Ziele finden. 2008 sabotierten zwei amerikanische Verkehrsingenieure digital die Ampelschaltungen in Los Angeles, Verkehrschaos brach aus. Im Januar 2009 versuchte ein Subunternehmer, einen Virus auf den Servern von Fannie Mae zu installieren, der sämtliche Daten der Hypothekenbank gelöscht hätte. Verkehrs- und Flugzentralen, die Wasserversorgung, die Börse, man suche einen beliebigen neuralgischen Punkt, er wird abhängig sein von digitalen Prozessen. Die Sicherheit solcher Anlagen hängt maßgeblich von der Sorgfalt und Vorsicht der Betreiber ab.

Stuxnet hat im Übrigen nach einem spezifischen Anlagenaufbau gesucht. Die Angreifer mussten wissen, wie ihr Ziel geschaltet war, um es angreifen zu können. Für Industrienationen wie die Bundesrepublik bedeutet das, dass mit Anlagenplänen sensibel umgegangen werden muss. Wie gut man diese vor dem Einblick Dritter sichert – ob man sie beispielsweise in digitaler Version in der Office-Welt herumschickt – sollte man sich genau überlegen. Die „Awareness“, zu der Obama im Oktober mahnte, ist vermutlich das wirksamste Mittel gegen offene Flanken.

Aus der Sezierung von Stuxnet geht allerdings auch hervor, dass die angegriffene Anlage nach westlichen Standards recht primitiv aufgebaut sein muss. So ist die Tatsache, dass Stuxnet sich im ersten Schritt eine Sicherheitslücke im Betriebssystem Microsoft Windows zunutze machte, Anzeichen dafür, dass die Anlage nicht mit der Maxime größtmöglicher Sicherheit konstruiert worden sein kann. Das liegt sicher nicht zuletzt an der Embargosituation im Iran, die für die Konstrukteure bedeuten muss, dass man nimmt, was man kriegt – ganz im Gegensatz zu westlichen Unternehmen, für die eben das Maß an Technologie und Sicherheit zur Verfügung steht, für das sie zu zahlen bereit sind.

Und so ist eine der wichtigsten Erkenntnisse durch Stuxnet, dass ein gezielter Angriff auf eine Industrieanlage nur von wenigen Kandidaten durchgeführt werden kann: von Staaten, die über das Know-How, das Budget und die Detailinformationen für eine solche Attacke verfügen. Und je größer das angegriffene Ziel, je technologisierter der Staat, in dem es sich befindet, desto schwieriger die digitale Sabotage. Angriffe wie jener durch Stuxnet werden daher vermutlich in erster Linie Staaten treffen, in denen die Industrialisierung in den Kinderschuhen steckt. Der digitale Krieg wird die Asymmetrie der Verhältnisse, die die Kriege der letzten Jahrzehnte auszeichnete, weiter verstärken. Die Vorstellung, dass eine terroristische Organisation sich digitaler Waffen bedienen könnte, mutet unterdessen wenig wahrscheinlich an.

Deutschland ist in seiner totalen Abhängigkeit ein attraktives Ziel für digitale Angreifer. Die Bundesrepublik hat derzeit aber wohl keine Feinde, von denen sie einen solchen Angriff befürchten müsste. Nichtsdestotrotz baut auch die Bundeswehr derzeit eine Cybereinheit auf, „Computer- and Networkoperations“, kurz CNO. Ab Mitte 2011 soll CNO nicht nur defensives, sondern auch aktives Potential haben. Wie ein Bundeswehrsprecher betont, nur im Fall mandatierter Einsätze. Dann aber wird die Bundeswehr militärische Einsätze digital unterstützen können. „Chirurgisch“, wie der Sprecher erklärt, „mit örtlicher und zeitlicher Begrenzung.“

Die jüngst von Wikileaks veröffentlichten Dokumente aus der Welt der amerikanischen Diplomatie erlauben übrigens ein interessantes Gedankenexperiment zu Stuxnet. Den Dokumenten zufolge haben diverse arabische Staaten die Amerikaner wiederholt aufgefordert, den iranischen Nuklearbemühungen Einhalt zu gebieten. Es ist kaum auszudenken, wie die Reaktionen in Iran, in der Bevölkerung der arabischen Welt ausgefallen wären, wenn die Amerikaner dieser Bitte mit bekannten Mitteln offen Folge geleistet hätten. Vom digitalen Erstschlag aber hat kaum jemand etwas mitgekriegt. Der iranische Präsident Ahmadineschad gab erst diese Woche zu, dass Stuxnet das iranische Atomanreicherungsprogramm behindert hat. Der Iran habe Probleme mit einigen Zentrifugen, die Ingenieure hätten es mittlerweile im Griff, so Ahmadineschad.

Es ist das klandestine Element, das digitale Waffen wie Stuxnet so attraktiv erscheinen lässt. Ahmadineschad beschuldigt „westliche Regierungen und das zionistische Regime“, beweisen aber kann er nichts. Weil man den Schuldigen nicht finden kann, muss ein digitaler Angriff nie gerechtfertigt werden. Gepaart mit der Tatsache, dass die Entwicklung digitaler Waffen ungeheuer kostenaufwändig ist und die Beteiligung verschiedenster staatlicher Strukturen voraussetzt, spricht außerdem vieles dafür, dass jede digitale Waffe, die vorhanden ist, auch eingesetzt werden wird. Wenn Behörden wie der USCYBERCOM nicht parlamentarische Grenzen gezogen werden, stellt ihr bloßes Vorhandensein bereits einen Eskalationsschritt gegen Unbekannt dar.

Man könnte sich freuen über die Möglichkeit, in Zukunft weniger Bomben fallen zu sehen. Das würde allerdings eine völlige Unterschätzung des Gewaltpotentials solcher Industriesabotage bedeuten. Der digitale Krieg ist auch insofern modern, als er sich gegen die Infrastruktur des Gegners richtet. Deren Sabotage kann für den Fortschritt eines Landes verheerende Folgen haben. Da alle Beteuerungen des Iran, in Natans solle die zivile Nutzung der Atomkraft vorangetrieben werden, wenig glaubwürdig erscheinen, kann der Sabotageversuch der Anlage durch Stuxnet durchaus legitim erscheinen. Das muss jedoch nicht immer der Fall sein. Es hat in der Vergangenheit immer wieder Militärschläge aus fragwürdigem Interesse gegeben. Stuxnet bedeutet die Befreitheit von Sorgen über alle Konsequenzen bei potentiell ungeheurer Wirkungskraft. Es ist die Möglichkeit, unliebsame Entwicklungsstrukturen hemmen zu können, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen, die Stuxnet als den Vorboten einer unheimlichen neuen Welt erscheinen lässt, in der die Gewalt eine weitere Erscheinungsform gefunden hat.

_____

Time am 4. Dezember 2010

_____

1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/09/27/counterjihad-rnr-2/
2) „No dogs – no women“ war früher häufig auf Schildern an den Eingängen angelsächsischer Golf-, Cricket- und Tennisclubs zu lesen.

Belsazar

28. September 2010

Rembrandt: Mene mene tekel u-parsin

Neues von „Stuxie“: Grade eben hatte das Psycho-Mammut Gardinenstange Naziran zur einzigen globalen Großmacht neben den USA erklärt und in der UNO die ganze Welt von seiner Debilität überzeugt. Doch kaum zurück, muss es erleben, wie ein Rechner nach dem anderen den Geist aufgibt oder für den Feind zu arbeiten beginnt. ARD-Korrespondent Ulrich Pick (1):

„Die Schäden, die der Computer-Virus ‚Stuxnet‘ im Iran angerichtet hat, sind allem Anschein nach nicht nur deutlich umfangreicher als bislang bekannt, sie halten auch an. So zitiert die offizielle Nachrichtenagentur IRNA den Vizechef der staatlichen Behörde für Internet-Technik, Hamid Alipour, mit den Worten: ‚Die Attacken gehen weiter, und es breiten sich neue Versionen des Wurms aus.‘ Alipour spricht in diesem Zusammenhang davon, dass ‚Stuxnet‘ auf mindestens fünf Schwachstellen ausgerichtet sei und damit einen normalen Virus bei weitem übertreffe. Die ersten Fälle einer Infizierung habe man im Juli ausgemacht. Parallel dazu meldet die Agentur Fars, dass sich der Wurm auch in der für Iran eminent wichtigen Ölindustrie eingenistet hat. Unter Berufung auf den Chef für Anlagensicherheit im Ölministerium, Mohammad Hossein Ardeshiri, heißt es, Bereiche des Raffineriewesens seien mit ‚Stuxnet‘ infiziert.“

Oooje-OOOje, und der Atommeiler Buscheer ist auch schon betroffen. Das ist nicht mehr nur Honk, das ist Tonky-Honk! Und die Welt leidet mit Naziran… ähem… eher gar nicht!

Ist Ihnen Belsazar ein Begriff? Das war ein babylonischer König (552 bis 543 v. Chr.), dessen Reich Teile des heutigen Saudi-Arabiens, der Türkei und Irans, den Libanon, Syrien, den Irak und Jordanien umfaßte (2). Die Bibel berichtet über ihn in Daniel 5/1 bis 5/25. Der Prophet sollte dem König eine Geisterschrift an der Wand deuten, die da lautete: „Mene mene tekel u-parsin“. Daniel übersetzte: „Mene – Gezählt hat Gott die Tage deiner Herrschaft und macht ihr ein Ende. Tekel – Gewogen wurdest du auf der Waage und zu leicht befunden. Peres (u-parsin) – Geteilt wird dein Reich und den Medern und den Persern gegeben.“

Der König nahm die Warnung ernst, aber nicht ernst genug. Er ergriff nicht die kleine Chance, die ihm gegeben wurde, und man ermordete ihn in derselben Nacht.

Die Chance, die dem Schlächter Saddam gegeben wurde, war ungleich größer. Aber er nutzte sie nicht und ist nun schon im Staub der Wüste aufgegangen.

Die größte Chance von allen erhielten Gardinenstange und seine klerikalfaschistischen Puppenspieler. Ihr Hochmut wird sie dazu verleiten, diese ungenutzt zu lassen. Unentwegt faseln sie vom Mahdi und versuchen den Eindruck zu erwecken, als ob der ihr Angestellter sei. Da er aber erscheint, sind sie verblendet. Stuxnet schreibt das Zeichen an die WAND – und das iranische Terrorregime wird erfahren, dass es auf SAND gebaut ist.

Der große Johnny Cash (3) hat ein Lied über Belsazar geschrieben.

Hier die Performance:

http://www.youtube.com/watch?v=XPxAW1w-cPw

Hier der Text:

Belshazzar

Well the Bible tells us about a man
Who ruled Babylon and all it‘s land
Around the city he built a wall
And declared that Babylon would never fall

He had concubines and wives
He called his Babylon „Paradise“
On his throne he drank and ate
But for Belshazzer it was getting late

(Chorus:)
For he was weighed in the balance and found wanting
His kingdom was divided, couldn‘t stand
He was weighed in the balance and found wanting
His houses were built upon the sand

The people feast and drank their wine
And praised the false gods of his time
All holy things were scorned and mocked
But suddenly all their mocking stopped

For on the wall there appeared a hand
Nothing else, there was no man
And but, the hand began to write
And Belshazzar couldn‘t hide his fright

For he was weighed in the balance and found wanting
His kingdom was divided, couldn‘t stand
He was weighed in the balance and found wanting
His houses were built upon the sand

Well no one around could understand
What was written by the mystic hand
Belshazzar tried but couldn‘t find
A man who could give him piece of mind

But Daniel the prophet, the man of God
He saw the writing on the wall in blood
Belshazzar asked him what it said
And Daniel turned to the wall and read

„My friend your weighed in the balance and found wanting
Your kingdom was divided, it can‘t stand
Your weighed in the balance and found wanting
Your houses were built upon the sand“

_____

Time am 28. September 2010

_____

1) http://www.tagesschau.de/ausland/stuxnet110.html
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Belsazar
3) http://de.wikipedia.org/wiki/Johnny_Cash

_____

undubbed: http://www.youtube.com/watch?v=5NN62uD1ZAc&feature=related

Wem Freiheit fremd ist

28. September 2010

„Sklavenmarkt mit unsichtbarer Büste Voltaires“, Salvatore Dali 1940, ein Beispiel für den Einsatz perzeptiver Mehrdeutigkeiten. Auch inhaltlich drückt das Bild Ambivalenz aus, denn der große Aufklärer war ebenso Nutznießer des Sklavenhandels (1). Darum jedoch geht es nicht, denn was von Voltaire geblieben ist, ist der Gedanke von Freiheit und Gleichberechtigung aller Bürgerindividuen, ein Gedanke, den der Mohammedanismus ablehnt.

Dr. Alois Deeke geht in der heutigen FAZ auf eines jener typischen Machwerke von Patrick Bahners ein, des bekennenden „Donaldisten“ (2), dessen Infantilismus Deutschlands bester Zeitung das Gehalt eines Feuilletonchefs wert ist. Der Text (3), der den Leser einmal mehr Bahners reflexhafte, bedingungslosen Verteidigungsversuche des blutrünstigen Mohammedanismus ebenso wie seine offenbar geringe Wertschätzung von Freiheit und Demokratie erleben ließ, war mir ebenso wie der zwei Tage später von ihm nachgeschobene (4), unverschämte Text gegen Dr. Karl Doehring (5) einfach zu offensichtlich und zu primitiv, als dass ich mich an diesem Ort damit auseinandersetzen wollte. Dr. Deekes ausgezeichneter Brief aber setzt Bahners auf das Töpfchen, auf das er gehört.

_____

Wer keine Toleranz gegenüber der Intoleranz wünscht, avanciert zum Lieblingsfeind einer sich liberal gerierenden Journalistenspezies. So wird Necla Kelek in einer Zeitung als „Hasspredigerin“ beschimpft, weil sie gegen die religiös legitimierten Zwänge einer islamistischen Ordnung ankämpft, deren Repressionen sie selbst erlitten hat. Alice Schwarzer erscheint in der Buchrezension von Patrick Bahners („Der siegreiche Feminismus will Minderheiten nicht mehr schützen“, F.A.Z. vom 22. September) als Anführerin eines jakobinischen Kreuzzugs, „der über den Geist des liberalen Rechtsstaats hinweggeht“.

Abgesehen von der grotesken Pauschalierung, gipfelt die Argumentation des Autors in einem Paradoxon: Wer die Werte des demokratischen Rechtsstaats, Gleichberechtigung, Autonomie der Persönlichkeit, Unzulässigkeit von Bevormundung, Würde des Menschen, gegen die mittelalterliche Scharia-Ordnung vehement verteidigt, ist in seinem „fanatischen Rationalismus“ in Wahrheit ein Feind der Freiheit. Diese bis zur Selbstaufgabe liberale Haltung ist in Deutschland nicht neu. Auch vor Hitlers Machtergreifung gab es Meinungen, dass es zum Wesen der Demokratie gehöre, sich selbst in Frage zu stellen und auch beseitigen zu lassen. Was von vielen Menschen hierzulande als schleichende Islamisierung wahrgenommen wird, ist auf geistiger Ebene begleitet von einer Abkehr von der Aufklärung und ihren gegen die erbitterte Gegenwehr von Kirche und Feudalstaat in den bürgerlichen Revolutionen des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts durchgesetzten Werten.

„Wie sähe die Gesellschaft aus, die sich zur Islamkritik bekehren würde?“ So fragt Bahners. Ja, wo kämen wir hin, wenn sich die Haltung Voltaires bei uns durchsetzte, der in den islamischen Geboten eine Doktrin erblickte, gegen die sich der Verstand sträubt und die das Individuum entmündigt? Da zieht es Bahners vor, die Ansprüche einer Religion zu verteidigen, die dem Ungläubigen glatt das Menschentum abspricht und den „Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit“ (Kant) für ein todeswürdiges Verbrechen hält.

Es scheint in bestimmten Kreisen zum guten Ton zu gehören, sich in einem im Kern laizistischen Staat, in dem wir relativen Wohlstand und Freiheit genießen, empathisch für fremde Werte einzusetzen, deren radikale Umsetzung, etwa in Iran, auch den naiven Gutmenschen nachdenklich werden lassen sollte.

_____

Time am 28. September 2010

_____

1) http://de.wikipedia.org/wiki/Sklavenhandel
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Donaldismus
3) http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E6BBB87496A8A46A4A8146C78A132CCEA~ATpl~Ecommon~Scontent.html
4) http://www.faz.net/s/Rub5A6DAB001EA2420BAC082C25414D2760/Doc~ECF3116D02C0C460CBC22AA3171EF88B7~ATpl~Ecommon~Scontent.html
5) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/09/23/schizo-geht-nicht/

_____

PS, können Sie sich noch an folgende Geschichte erinnern (5)?

„Ab seiner Markteinführung in Deutschland und von 1976 bis 1991 in Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Portugal sowie der Schweiz und bis 2000 noch in Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden hieß der Riegel Raider. Zum Zeitpunkt der Umbenennung in Deutschland wurde dieser in 70% der Länder, in denen der Riegel vertrieben wurde, unter dem Namen Twix verkauft. Mit der Annahme, dass sich der Snack unter dem moderneren Namen Twix einer größeren Beliebtheit erfreut, wurde der Name schließlich auch in Deutschland in Twix umgeändert…. In Deutschland wurde der neue Markenname mit einer groß angelegten Werbekampagne mit dem Claim „Raider heißt jetzt Twix, … sonst ändert sich nix“ eingeführt.“

Übrigens: Der Mahdi heißt jetzt Stuxnet, wiiiihihihihihi!!!

_____

5) http://de.wikipedia.org/wiki/Twix

Counterjihad-R’n’R

27. September 2010

Detroit ist bekannt für seine großartige Rockszene. Alice Cooper, Bob Seger und Kid Rock sind nur einige der Top-Musiker, die die Stadt hervorgebracht hat. Hier jedoch wird die Rede von Ted Nugent sein (1), dem die Welt u.a. folgenden Ausspruch verdankt:

„Denkt an Alamo! Knallt sie ab! Um Ihnen zu verdeutlichen, wie radikal ich bin – ich will Autodiebe tot sehen. Ich will Vergewaltiger tot sehen. Ich will Einbrecher tot sehen. Ich will Kinderschänder tot sehen. Ich will Verbrecher tot sehen. Keine Gerichtsverhandlung. Keine Bewährung. Keine vorzeitige Entlassung. Ich will sie tot sehen. Holt euch eine Waffe, und wenn sie euch angreifen, knallt sie ab!“

Nun ja, ich bin gegen Kriminelle wie gegen Lynchjustiz gleichermaßen, aber ein definitives Resultat in Notwehr z.B. ist mir auch allemal lieber als die allgemeine Straffreiheit, die die Orks vor deutschen Gerichten zu erwarten haben. Nugent, der auch im Vorstand der „National Rifle Association“ sitzt, mag ein bißchen überdreht sein, aber so ist R’n’R. Hier ein Aufsatz von Mr. Nugent aus der „Washinghton Times“ vom 23. September (2).

_____

Die Amerikaner müssen sich entscheiden,
denn die Systeme können nicht koexistieren

Uns wurde erzählt, es gäbe sogenannte moderate Muslime, die Terrorismus mißbilligen, und dass der Islam von Extremisten als Geisel genommen genommen worden sei.

Wenn es tatsächlich moderate Muslime geben sollte, sind sie bezüglich ihrer Ansichten bisher so still wie Moscheemäuse (s. Abb., T.) geblieben. Zum Beispiel wissen die Amerikaner nicht, ob moderate Muslime Israel anerkennen, was sie über Frauenrechte denken, oder ob sie meinen, die geplante New York City Moschee sollte wegen der Besorgnis und Empfindsamkeit der Familien der Opfer des 11. September 2001 an einem anderen Ort gebaut werden. Wir wissen weiterhin nicht, ob es da andere freiheitsliebende und für die Freiheit kämpfende Muslime gibt, die das Recht anderer respektieren, Korane zu verbrennen, Mohammed-Cartoons für Zeitungen zu zeichnen, die Protestmärsche veranstalten um die Hamas zu verurteilen, die unschmeichelhafte Bücher über den Islam schreiben, und die energisch unterstützen, dass Menschen anderen Glaubens gestattet wird, diesen in Mekka auszuüben, der Stadt, in der gegenwärtig alle Religionen außer dem Islam verboten sind. Falls es Muslime geben sollte, die diese Vorstellungen teilen, sind sie sicher ebenso selten wie ein Südstaaten-Baptist, der ein Sonntagmorgen-Kirchenfest in Mekka durchführt.

Die Amerikaner wissen vielleicht nicht so viel über den Islam und seine Anhänger, aber was wir wissen, ist, dass blutrünstiger Terrorismus mehr als einmal von muslimischen Voodoo-Monstern mit Wahnsinn in den Augen ausgeführt wurde, welche „Gott ist groß“ schrien (Tatsächlich lautet die Übersetzung von „Allahu akbar“: „Der Gott (gemeint ist der Mondgott Hubal) ist größer“ oder „… am größten“, was die prinzipielle Vielgötterei des Mohammedanismus indiziert (3). T.), während sie unschuldige Menschen abschlachteten. Die Obama-Regierung weist den Gebrauch des Wortes „Islam“ in Bezug auf die Beschreibung dieser Terroristen zurück, aus der Befürchtung heraus, sie könnte Muslime verärgern. Ich bin darüber verärgert, dass dies die Vorgehensweise unserer Nation ist.

Das „Zentrum für Sicherheitspolitik“ (4) hat ein „Team B“ zusammengestellt und grade einen Bericht veröffentlicht, der uns allen, besonders aber der Obama-Regierung, Anlass sein sollte, den Kurs umzukehren.

Zusammengesetzt aus Sicherheitsexperten vormaliger republikanischer und demokratischer Regierungen hält Team B die Regierung dazu an, den Kurs umzukehren, moslemische Terroristen aufgrund der Angst, Muslime auf der ganzen Welt zu kränken, nicht „Islamisten“ zu nennen.

Das schockierendste Ergebnis von Team B ist, dass Amerika sich der Bedrohung gegenübersieht, dass das islamische Scharia-Gesetz langsam unser Rechtssystem vergiftet und es schließlich zerstört. Scharia ist der islamische Glaubenssatz, dass Allah über allem waltet einschließlich gesetzlicher, politischer und militärischer Doktrinen. Die Scharia ist unvereinbar mit einer Gesellschaft freier und nachdenkender Menschen.

Was die Obama-Regierung und die Muslime den Amerikanern nicht erklären werden, ist, dass das letztliche Ziel des Islam die Weltherrschaft ist und die Ersetzung repräsentativer, konstitutioneller Regierungen durch die Scharia. Unter der Scharia würde die Freiheit, wie wir sie kennen, dem islamischen Schwert unterworfen.

Was die Welt erlebt, ist eine heimtückische, gewalttätige Bewegung, die nichts achtet außer ihrer eigenen revolutionären Ideologie der Weltbeherrschung. Diese Bedrohung ist der durch den Kommunismus nicht unähnlich, welchen Präsident Reagan bei jeder Gelegenheit anprangerte.

Die Scharia sollte in den Vereinigten Staaten verboten werden und diejenigen Muslime und Imame in Amerika, die sie verfechten, sollten als Aufrührer angeklagt werden. Der Versuch, unsere konstitutionelle Regierung durch friedliche oder gewalttätige Mittel zu stürzen, sollte niemals geduldet werden.

Ich unterstütze das Entgegenkommen moderaten Muslimen gegenüber, wie dies Team B. vertritt. Wir brauchen sie, um einen Keil zwischen die bekloppten Voodoo-Muslime und diejenigen zu treiben, die friedlich mit anderen Glaubensvorstellungen zusammenleben wollen. Aber, wo sind diese moderaten Muslime und was denken sie? Existieren sie überhaupt?

Die Scharia kann unser Rechtssystem nur vergiften, wenn wir das zulassen. Wir sollten unerschütterlich gegen sie stehen, sie illegalisieren und es in der ganzen Welt bekannt machen, dass Amerika für Freiheit steht, und dass wir es nicht zulassen werden, durch die Angst, Muslime gegen uns aufzubringen oder einen falschen Glauben, uns darauf einzulassen, dass wir mit einer religiösen Revolution koexistieren könnten, deren Ziel die Zerstörung Amerikas ist.

Wie wir wissen, wird die Obama-Regierung die Ratschläge von Team B. ignorieren. Die Frage ist also, was die Republikanische Partei oder die Tea-Party über den Bericht denken, und was sie tun werden.

_____

Was Ted tun sollte, liegt m.E. auf der Hand bzw. in ihr: Er sollte uns ein paar schmissige Counterjihad-Hymnen liefern.

Hier ein noch paar Links (and Golden Memories):

Cat Scratch Fever 1978: http://www.youtube.com/watch?v=me4pO9cqcmU&feature=related
Stranglehold: http://www.youtube.com/watch?v=6eISPP6zuN
At home there: http://www.youtube.com/watch?v=l9sd2nSSrTU
Free for all: http://www.youtube.com/watch?v=1WWnJ9y0JBw&feature=related
Snakeskin Cowboy, Deutschland: http://www.youtube.com/watch?v=FyO1PSTKqGg&feature=more_related
Cat Scratch Fever 2010: http://www.youtube.com/watch?v=rmNYkp-UYkc&feature=related
Just what the Doctor ordered: https://www.youtube.com/watch?v=8taIsdQpnXE
Stormtroopin: http://www.youtube.com/watch?v=xXLDkAzAIlI&feature=related

_____

Time am 27. September 2010

_____

1) http://de.wikipedia.org/wiki/Ted_Nugent
2) http://www.washingtontimes.com/news/2010/sep/23/freedom-versus-shariah/?page=1
3) http://de.wikipedia.org/wiki/Allahu_akbar
4) http://en.wikipedia.org/wiki/Center_for_Security_Policy

_____

PS: Der verborgene Imam ist nun TATSÄCHLICH erschienen. Als Computervirus „Stuxnet“ malt der Mahdi der klerikalfaschistischen Führung Nazirans das Menetekel an die Wand. Selbst wenn sie es lesen könnten, würden die Ungläubigen den Mahdi jedoch nicht erkennen. Der allgemeine Zorn über ihre Schandtaten wird sie hinwegfegen. Hier Neues von unserem kleinen Freund:
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E2AB25DB50A5840D989BEEEB0BE683CD6~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Integration nicht ohne Illegalisierung

26. September 2010

So hübsch kann Knast sein

In der heutigen FAZ stellt der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts in Niedersachsen, Christian Pfeiffer, Forschungs-Ergebisse seines Institutes von vor zwei Jahren dar. Einige seiner Ausführungen lassen eine Ausbildung von Imamen in Deutschland als sinnvoll erscheinen. Kurz- und mittelfristig mag das zielführend sein, wenn beispielsweise die Illegalisierung der Tätigkeit aller anderen, „nichtstaatlichen“ Imame durchgesetzt und diese strafverfolgt würden. Was antwortete unsere Kanzlerin unlängst auf die Frage „Wie wollen Sie mit den zehn bis fünfzehn Prozent Integrationsunwilligen umgehen?“: Mit Strenge.“ (1)

Ich halte neben Integrationsmaßnahmen sogar allerstrengste Strenge für notwendig. Für realistischer aber hält mancher allerdings die mittel- und langfristig erfolgende Illegalisierung des kompletten Mohammedanismus.

_____

Nicht dümmer, aber gewalttätiger

Was wir über die Integration muslimischer Jugendlicher
wirklich wissen und wie man sie verbessern kann

Sind junge Muslime dümmer als junge Deutsche? Leben Migrantenfamilien wirklich überwiegend vom Sozialstaat? Sind Muslime tatsächlich gewalttätiger als andere Migrantengruppen? Ist der Islam integrationsfeindlich?

Die Antworten kennen wir schon seit einiger Zeit, und zwar aus einem Forschungsprojekt, das vor zwei Jahren vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen bundesweit vorgenommen und vom Bundesinnenministerium finanziert wurde. Dazu wurden in einer repräsentativen Stichprobe 44.600 Neuntklässler aus 61 Städten und Landkreisen befragt – darunter auch 2.916 muslimische Jugendliche. Unter ihnen lebt ein Teil in kinderreichen Familien, die überwiegend von Sozialstaatsleistungen leben. Besonders gilt dies für Jugendliche, die aus dem Libanon stammen: Sie kommen zu drei Vierteln aus Familien mit mindestens vier Kindern. Sie und ihre Eltern leben zu 57 Prozent von staatlichen Leistungen. Aber damit stellen sie eine Ausnahme dar und bilden zudem weniger als 0,1 Prozent der Bevölkerung Deutschlands.

Für die größte Migrantengruppe unserer Untersuchung, die türkischstämmigen Jugendlichen, trifft das nicht zu: Bei ihnen beruht das Familieneinkommen zu fast drei Vierteln auf eigener Arbeit. Und auch zur Kinderzahl ergibt sich ein anderes Bild. Wurden die Jugendlichen noch in der Türkei geboren, leben sie in Deutschland zu mehr als der Hälfte in einer Familie mit mindestens vier Kindern. Wenn sie allerdings in Deutschland geboren sind, sinkt diese Quote auf 29 Prozent.

Die Schülerbefragung erlaubt es auch, zumindest indirekt auf das Thema der Intelligenz von Migranten einzugehen. Danach stimmt es zwar, dass sich gerade bei jungen Muslimen besonders große Schwierigkeiten zeigen, sie erfolgreich in unser Bildungssystem zu integrieren. Das gilt aber nicht generell. So sind Jugendliche aus iranischen oder afghanischen Familien zu einem gleichen oder sogar höheren Anteil an Gymnasien oder Gesamtschulen in Richtung Abitur unterwegs als ihre deutschen Mitschüler (weil sie den Eliten ihrer Länder entstammen, T.). Und bei den türkischstämmigen Jugendlichen zeigen sich im Vergleich der westdeutschen Städte und Landkreise riesige Unterschiede. Der Anteil von ihnen, die einen Realschulabschluss oder das Abitur anstreben, bewegt sich zwischen 11 und 70 Prozent. In Süddeutschland sind es beispielsweise nur ein Viertel, in Norddeutschland dagegen mehr als die Hälfte. Niemand wird ernsthaft behaupten können, dass diese Befunde mit einer ungleichen Verteilung der besonders begabten türkischstämmigen Jugendlichen zu erklären sind. Die großen regionalen Abweichungen beruhen vor allem auf Unterschieden der sozialen und schulischen Integrationschancen und belegen damit, dass es hier große unausgeschöpfte Begabungspotentiale gibt.

Richtig ist hingegen, dass junge Muslime im Vergleich aller ethnischen Gruppen am häufigsten als Mehrfachtäter der Gewalt – fünf und mehr Delikte innerhalb eines Jahres – aufgefallen sind. An erster Stelle liegen hier mit 11,2 Prozent muslimische Jugendliche aus dem früheren Jugoslawien; es folgen die türkischen Jugendlichen mit 8,8 Prozent. Die niedrigsten Quoten mit 3,3 Prozent erreichen die deutschen und mit 2,6 Prozent asiatische Jugendliche. Bei der hohen Gewaltrate junger Muslime spielt die soziale Randlage, in der sie leben, eine wichtige Rolle. Es findet sich bei ihnen aber auch eine kulturell bedingte hohe Gewaltakzeptanz: In muslimischen Familien gehört Gewalt weit häufiger als in allen anderen ethnischen Gruppen in der Erziehung zum Alltag. Männliche Jugendliche werden stärker von aggressiven Männlichkeitskonzepten und Machokultur geprägt.

Besteht also ein Zusammenhang zwischen Islam, mangelnder Integration und Gewaltbereitschaft? Die Untersuchung legt dies nahe. Die Jugendlichen wurden gefragt, wie häufig sie beten oder den Gottesdienst besuchen und welche Bedeutung Religion für ihr Leben und ihre Familie hat. Im Ergebnis zeigte sich, dass junge Muslime umso schlechter in unsere Gesellschaft integriert sind, je mehr sie religiös gebunden sind. Unter den türkischen Migranten hat nur jeder fünfte Jugendliche, der sich als sehr religiös versteht, deutsche Freunde, nur 11,5 Prozent streben das Abitur an, und nur 14,5 Prozent fühlen sich als Deutsche. Dabei sind fast neunzig Prozent von ihnen in Deutschland geboren. Unter den nichtreligiösen türkischstämmigen Jugendlichen hat dagegen fast jeder Zweite deutsche Freunde, sie besuchen zu 22,3 Prozent mit dem Ziel des Abiturs das Gymnasium oder eine Gesamtschule, und mehr als die Hälfte von ihnen fühlen sich als Deutsche.

Im Gegensatz zu den christlichen Jugendlichen und denen aus anderen Religionen, zum Beispiel Buddhisten oder Juden, nimmt bei den jungen Muslimen mit steigender Religiosität die Bedeutung von drei Einflussfaktoren deutlich zu, die Gewalt fördern: Sie identifizieren sich mit der Machokultur, haben häufig Freunde, die selbst Straftaten begehen, und nutzen gewalthaltige Medien. Daher kann ein weiteres Forschungsergebnis nicht mehr überraschen: Für junge Christen und die Angehörigen anderer Religionen gilt, dass sie mit steigender Religiosität weniger Gewalttaten begehen. Für junge Muslime geht dagegen die zunehmende Bindung an ihre Religion bei den männlichen Jugendlichen mit einem Anstieg der Gewalt einher.

Eine Untersuchung des türkischstämmigen Islamwissenschaftlers Rauf Ceylan („Die Prediger des Islam“) bietet für die Integrationsdefizite und die höhere Gewaltakzeptanz der jungen Muslime eine Erklärung. Er zeigt auf, dass die große Mehrheit der türkischen Imame nur für begrenzte Zeit in Deutschland eingesetzt wird und schon wegen ihrer geringen deutschen Sprachkenntnisse keine positive Einstellung zu unserer Kultur entwickelt. Die von diesen Imamen geprägte religiöse Erziehung der muslimischen Jugendlichen läuft vereinfacht gesagt nach dem Motto: „Bleibt im Herzen stets Türken, und haltet euch von den Ungläubigen fern“. Ceylans Untersuchung macht zudem deutlich, dass für die große Mehrheit der Imame die Dominanz der Männer in Familie und Gesellschaft zum selbstverständlichen Lehrinhalt der islamischen Religion gehört.

Bei seinen Gesprächen mit Imamen ist Ceylan allerdings auch auf eine kleine Gruppe von liberalen Islamlehrern gestoßen, die die muslimischen Jugendlichen dazu motivieren, sich in einer positiven Grundeinstellung auf die deutsche Gesellschaft und die ihnen angebotenen Integrationschancen einzulassen. Konsequent gelangt er deshalb zu der Folgerung, dass wir die Religionslehrer des Islam und die Imame in Deutschland ausbilden sollten. Sie würden so stärker von den Wertorientierungen unserer Kultur geprägt als diejenigen, die aus ihren Heimatländern „importiert“ werden.

Die deutsche Sprache wird von jungen Muslimen im Alltag weniger benutzt als von allen anderen Migrantengruppen. Da bekanntlich Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren Sprachen viel schneller lernen als später, wäre es sinnvoll, wenn wir Migrantenfamilien, die von staatlichen Sozialleistungen leben, die Möglichkeit eröffnen würden, ihre Kinder vom zweiten Lebensjahr an kostenlos in eine Kinderkrippe mit deutschsprachigen Erzieherinnen zu schicken. Ferner sollten wir die Chancen deutlich erhöhen, dass der kleine Mehmet im Kindergarten nicht mit Mustafa und Igor im Sandkasten spielt, sondern mit Max und Moritz. Zu diesem Zweck könnte man alle Kindergärten dazu verpflichten, in jedem Jahr das erste Viertel ihrer frei gewordenen Plätze Migrantenfamilien anzubieten.

Ein weiterer Ansatzpunkt für eine verbesserte Integration muslimischer Jugendlicher liegt bei uns Bürgerinnen und Bürgern. Auch dazu zwei Beispiele aus der Forschung: Im Vergleich von zehn Städten und Landkreisen, in denen Schülerbefragungen gemacht wurden, zeigte sich in Oldenburg mit 90 Prozent die höchste Quote von türkischstämmigen Grundschulkindern, die von deutschen Kindern zu ihrem Geburtstag eingeladen wurden. Die niedrigste ergab sich mit 29 Prozent in Dortmund. Nicht überraschend haben sich im Vergleich der Städte zur Kinder- und Jugendkriminalität beachtliche Unterschiede ergeben: In Oldenburg weisen türkischstämmige Viertklässler und Neuntklässler die zweitniedrigste Gewaltrate auf, in Dortmund dagegen die höchste.

Das zweite Beispiel kommt aus Hannover. Dort war zwischen 1998 und 2006 die Mehrfachtäterquote türkischstämmiger Jugendlicher parallel zu ihrer deutlich verbesserten schulischen Integration auf die Hälfte zurückgegangen. Die Quote der Neuntklässler, die den Realschulabschluss oder das Abitur anstreben, hat sich in dieser Zeit von 53 auf fast 70 Prozent erhöht, und das vor allem aus zwei Gründen: Zum einen haben sich über den Verein „Mentor e.V.“ mehr als 1000 Bürgerinnen und Bürger als kostenlose Nachhilfelehrer engagiert. Zum anderen hat die Bürgerstiftung Hannover gemeinsam mit stadtteilbezogenen Initiativen ein breites Spektrum von Integrationsmaßnahmen entwickelt. Die Folgerung liegt auf der Hand: Die Integration junger Muslime in unsere Gesellschaft wird umso besser gelingen, je mehr wir sie zur Teilhabe einladen – von der Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr angefangen bis hin zum Geburtstagsfest.

_____

Time am 26. September 2010

_____

1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/09/19/im-interview-dr-angela-merkel/

_____

PS.: Ich hatte vor einigen Tagen von einem Cyberschlag mit dem Virus „Stuxnet“ berichtet (2), der sich gegen die iranischen Atomanlagen gerichtet habe, und auf einen m.E. exzellenten Artikel in der FAZ verlinkt (3), den jedoch zumindest von diesem Blog aus nur wenige von Ihnen gelesen haben, wie ich mit Strenge anmerken muss. Heute heißt es  allerdings in der FAZ: „Iran bestätigt Cyber-Angriff. Iran hat am Samstag erstmals eine Cyber-Attacke auf seine Industrieanlagen durch den Computer-Schädling Stuxnet bestätigt. Ein IT-Fachmann des Ministeriums für Bodenschätze sagte, dass 30 000 Computer mit dem Trojaner infiziert seien. Stuxnet greife speziell Kontrollsysteme von Siemens an und übermittle dann Daten ins Ausland. In den vergangenen Tagen hatte es Berichte gegeben, dass der Stuxnet-Trojaner speziell gegen das iranische Atomprogramm gerichtet sei. Dafür gab es aber keine Bestätigung.“ Der Artikel ist trotzdem klasse!

Denn was nicht ist kann ja noch werden. Und immerhin 30.000 Rechner in iranischen Industrie-Steuerungsanlagen sind schon mal infiziert (4) und geben den großkotzigen Präsidenten dem Spott der gesamten Menschheit anheim.

„Großmacht Iran“? – „Iran macht Groß!“: „Mama, Popo abwischen!“ „Ich komm schon, Mammut!“ Und wieder ein riesiger Zwergmammutsch*ss entsorgt – die stuxnetgesteuerte Videokamera läuft… Einfach nur noch peinlich, dieser Kretin…

Tangsir, ich grüße Sie!

_____

2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/09/21/counterjihad-der-jihad-ist/
3) http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~E8A0D43832567452FBDEE07AF579E893C~ATpl~Ecommon~Scontent.html
4) http://www.faz.net/s/Rub868F8FFABF0341D8AFA05047D112D93F/Doc~E3C4587CAA7DD4D7583954AAE9B3F3A7C~ATpl~Ecommon~Scontent.html

„Counterjihad“, der Jihad ist

21. September 2010

Diese Schlange wähnt sich gut getarnt

Ich möchte Ausführungen zur „Bedeutung des Jihad für den Counterjihad“ mit einem Leserbrief von Thomas Dallendörfer aus der heutigen FAZ einleiten, welcher die weltweite Praxis alltäglicher Kloranverbrennung zum Thema hat.

_____

Buchwerdung

Den Koran zu verbrennen bedeutet, die verwundbarste Stelle des Islam zu treffen, nämlich ihr göttliches Hörbuch, das die Stimme Gottes ins Diesseits holt, eine Ikone (Annemarie Schimmel). Harry A. Wolfson spricht von der Inlibration, der Buchwerdung Gottes. Ich habe die Hochachtung vor diesem Buch über viele Jahre, die ich im Mittleren Osten gelebt habe, gespürt, gelegentlich an unerwarteter Stelle, zum Beispiel beim Einkaufen, als es darum ging, das Gekaufte in eine Zeitung einwickeln zu lassen. Der Verkäufer achtete darauf, dass in dem Zeitungsartikel kein Koranvers abgedruckt ist, um den Koran nicht zu entehren. Allerdings teilen auch arabische Zeitungen das Schicksal aller Zeitungen: sie werden über kurz oder lang weggeworfen, vielleicht auch verbrannt. Es werden also nicht wenige Koranverse in den arabischen Zeitungen, deren Artikel oft den Islam zum Thema haben, vernichtet. Muslime könnten entspannter leben, wenn sie bei dieser Problematik zwischen dem Ur-Koran, der „wohlverwahrten Tafel“ (Sure 85,22), und dem gedruckten Exemplar, dem „mushaf“, konsequenter unterscheiden könnten.

_____

Ja, schön wär’s, indes, es wird nie sein, was daran liegen mag, dass der Mohammedanismus bewusst als Anti-These zu Judentum und Christentum konzipiert worden ist.

In der heutigen FAZ kam Leser Georges Zech in einem Schreiben an die Herausgeber ebenfalls von Terry Jones‘ exzellenter Aktion ausgehend auf etliche Themen des Counterjihad zu sprechen.

_____

Provokation eines Einzelnen?

„Die Welt empört sich über Pastor Jones“. So oder so ähnlich war der Tenor so mancher Berichterstattung der vergangenen Tage. Was als Provokation eines einzelnen Fanatikers begann, wurde schnell zu einer Angelegenheit von Weltrang, so scheint es. In jedem Falle lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Entwicklung dieser Dinge zu werfen. Was ist eigentlich geschehen? Was war so ungeheuerlich, dass es überall in der westlichen Welt Politiker ersten Ranges dazu nötigte, sich mit ungewohnt scharfer Zunge von einem Mann zu distanzieren, von dem sie allesamt noch nie zuvor gehört hatten? Die Antwort hierauf ist augenscheinlich: Jemand tat, was nach unausgesprochenem Konsens in der zivilisierten Welt zu unterbleiben habe. Jemand leistete sich eine ebenso unnötige wie geschmacklose Provokation gegenüber dem Islam. Kein sympathischer Karikaturist, den man für die Presse- und Meinungsfreiheit hätte einspannen können, sondern nur ein Irrer, der ein paar hundert Exemplare des heiligen Buches der muslimischen Welt verbrennen wollte.

Wir alle wissen, was passieren würde, kündigte irgendein Mullah in Somalia an, ein paar hundert Ausgaben des Neuen Testaments zu verbrennen: abgesehen von einer Randnotiz auf den hinteren Seiten und einer Bitte des Papstes um Unterlassung – nichts. Dieser Umstand muss uns verwundern. Egal, ob in der türkischen Stadt Malatya drei Mitarbeiter eines Bibelverlages „fürs Vaterland“ massakriert werden, ob im Irak sunnitische Terrorgruppen gezielte Jagd auf Andersgläubige machen, ob in Pakistan Dutzende Christen wegen Verstoßes gegen das „Blasphemiegesetz“ in Todeszellen auf ihre Exekution warten, ob in Trabzon am Schwarzen Meer ein katholischer Priester oder in Somalia eine italienische Nonne erschossen wird oder aber ob ein jemenitischer Bauer hingerichtet wird, weil er zum Christentum konvertiert ist – die Reaktion ist beinahe immer die gleiche: Eine Mischung aus Entrüstung, Ignoranz und Bagatellisierung macht sich unter uns breit.

Aber keine Kanzlerin, kein amerikanischer Präsident ist in einem solchen Falle jemals mit der gleichen Empörung, den gleichen Drohgebärden vor eine Kamera getreten, um seine Verachtung kundzutun. Ebenso wenig taten dies die Führer der muslimischen Welt. Auch fällt in der arabischen wie der westlichen Welt der Protest der muslimischen Bevölkerung eher verhalten aus. Weder in Beirut noch in Berlin Massenkundgebungen friedlicher Muslime gegen die Greueltaten islamischer Fundamentalisten. Anders verhält es sich hiermit freilich, sobald ein israelischer Panzer in den Gazastreifen einrollt. Wie sollte hier nicht der Eindruck schweigsamer Duldsamkeit seitens der Mehrzahl der friedlichen Muslime gegenüber ihren radikalen Glaubensbrüdern aufkeimen? Manchmal kann auch Nichtstun sündhaft sein. Vielleicht erklärt ebendies die oft mangelhafte Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus, denn das Bild scheint doch altbekannt: Einerseits Millionen empörter Muslime, die sich binnen weniger Stunden weltweit in Protestmärschen organisieren, sobald sie meinen, ihnen sei Unrecht geschehen. Andererseits die unfassbare Stille, die unheimliche Unbetroffenheit nach grausigen Enthauptungen, nach dem Abschlachten westlicher Helfer und ganzer Familien im Nahen Osten. Und hier schließt sich wieder der Kreis zu Pastor Jones.

Denn bei uns im Westen verhält es sich wundersamerweise offenbar umgekehrt. Wir ignorieren das Unrecht wider Angehörige unserer Kultur seitens islamischer Fundamentalisten, erklären es zu einem unbedeutenden Einzelfall, keiner weiteren Beachtung wert – spucken aber Gift und Galle, wenn einer der Unserigen sich anschickt, einen ähnlichen Akt der Barbarei zu vollziehen. Wie nur ist dies zu erklären? Legen wir bei der Beurteilung von Muslimen einen anderen Maßstab als an uns selber an? Halten wir sie für „edle Wilde“, denen man unsere Grundwerte nicht zumuten könne? Diese Ansicht wäre rassistisch und eine faustgrobe Beleidigung gegenüber allen friedlichen, gut integrierten Muslimen. Da ohnehin nicht jeder im Westen, angefangen von Merkel bis hin zu Obama, ein Rassist sein kann, muss es eine andere Erklärung geben. Fühlen wir uns ihnen gegenüber schuldig oder verpflichtet? Haben wir uns einfach nur zu Sklaven politischer Korrektheit gemacht und diese zum Selbstzweck erhoben? Sind wir tolerant bis zur Heiligkeit oder schwach und dekadent?

_____

Zunächst möchte ich Herrn Zech für sein offensichtliches Bemühen danken, die Willfährigkeit vieler Mitbürger dem Mohammedanismus gegenüber zu überwinden. Sodann möchte ich etwas mehr Präzision anmahnen. Der angebliche „Akt der Barbarei“ bestand bei Pastor Jones in der angekündigten aber nicht vollzogenen Verbrennung einiger Exemplare eines zutiefst gewalttätigen Buches, also einer gewaltlosen Kunstaktion. Er besteht auf orkischer Seite in der Regel aus Morden und Massenmorden. Dies in eins zu setzen, ist falsch und kommt dem Behaupten einer Lüge gleich.

Weiterhin ist m.E. auch die Gleichsetzung der Orks mit „edlen Wilden“ unzulässig. Dieser Begriff kennzeichnet den überraschenderweise auch in sehr primitiven Gesellschaften hin und wieder anzutreffenden hohen Standard von konstruktivem, höflichem und sozialem Verhalten. Die Orks aber sind in der Regel zwar wild aber kaum edel. Mit „Rassismus“ hat das wiederum nun alles gar nichts zu tun, aber dieser „Schlumpf“-Begriff wird ja derzeit inflationär und völlig beliebig gebraucht, so auch hier.

„Fühlen wir uns ihnen gegenüber schuldig oder verpflichtet? Haben wir uns einfach nur zu Sklaven politischer Korrektheit gemacht und diese zum Selbstzweck erhoben? Sind wir tolerant bis zur Heiligkeit oder schwach und dekadent?“ Alle diese Fragen mögen auf die Motivation Einzelner zutreffen, wesentlich jedoch ist eine andere, die mit „Nein“ beantwortet werden muss. Sie lautet: Ist in Bezug auf den Mohammedanismus der demokratische Prozess der Mehrheitsfindung abgeschlossen? Die Antwort: Nein, er ist es nicht – was angesichts der Größe und Heterogenität des Gegenstandes eigentlich auch verständlich ist. Aber ebenso, wie meist große Mengen nicht begriffen werden, obwohl dies aber z.B. zum Verständnis der Evolution der Arten unerlässlich ist, wo im besten Fall dann „die Natur“ als handelndes Subjekt erscheint („… ließ den Fischen Beine wachsen“), im schlechtesten aber ein Kreator bemüht werden muss, anstatt dass die quasi unendliche Zahl „gescheiterter“ Entwürfe, die unüberliefert blieben, der prinzipiell ermittelbaren der gelungenen bzw. zeitweilig gelungenen gegenüber gestellt wird, ebenso werden die modernen Demokratien nicht in ihrer extremen Komplexität und Vielfalt begriffen.

Die „DDR“ definierte sich als „Arbeiter- und Bauernstaat“ aber wenig mehr. Auch die faschistischen Modelle zeichnen sich durch beklemmende Schlichtheit der Gesellschaft aus. Oben steht einer Ameisenkönigin ähnlich „der Führer“, dem pyramidenartig verschiedene „Kasten“ untergeordnet sind. Wie in allen totalitären Regimen gibt es nur den Willen eines Menschen oder sehr weniger, die durch Terror gleichgeschaltete Masse aber hat diesem widerspruchslos Folge zu leisten. Entscheidungsprozesse sind hier ebenso leicht zu vollenden, wie sie zu fehlerhaften Ergebnissen führen, wie das Beispiel des beratungsresistenten Psychos Hitler anschaulich zeigt.

Anstatt also die Individualität, Gleichberechtigung und Qualifikation der 80 Millionen deutschen Mitbürger in Rechnung zu stellen, anstatt zu berücksichtigen, dass sie alle ein Recht haben, sich über jeden Gegenstand ein Bild zu machen und auch jenes, im Prinzip an jeder Entscheidung mitzuwirken, was natürlich ein langwieriger Prozess ist, werden angesicht der grassierenden Mohammedanismusplage sehr schlichte Erklärungsversuche wie „Schwäche“ und „Dekadenz“ vorgebracht. Diese jedoch machen nicht nur deutlich, dass der Vortragende nicht nur das Wesen westlicher Demokratie nicht begriffen hat, sie zeigen auch, wohin seine Reise geht. Das sind im allgemeinen einfache, überschaubare Zusammenhänge, „die gute, alte Zeit“. Wie von den nationalrevolutionären Geistern oder besser Gespenstern der 30er Jahre werden die demokratischen Gesellschaften als zu komplex, zu unüberschaubar, zu schnell, zu vielgestaltig, zu frei, zu kalt, zu unsteuerbar, zu abweisend, zu unromantisch, zu unheldisch, zu krämerisch abgewertet. Das eigene Gefühl der Unzulänglichkeit wird auf die Gesellschaft projeziert, und diese erscheint mit oder ohne mohammedanistische Bedrohung aktuell als eine schlechte. Dass die Gesellschaft eine in ständiger Weiterentwicklung ist, dass ihr aktueller Zustand durch das Zusammenwirken aller Bürger bedingt ist, wird nicht gesehen. Vielmehr, man möchte ja nicht allein gegen alle stehen, stilisiert man sich (auch ohne Wahl) zum wahren Vertreter „des Volkes“ und tritt zum Kampf gegen „DIE Verräter und Verschwörer“, „DIE korrupten Eliten“ oder „DIE Dekadenz“ an. Anstatt den mühsamen Weg der Argumentation und Überzeugung zu gehen, erklärt man alle durch die Bank zu Idioten oder Kriminellen, das ist natürlich eine schnelle und einfache Methode. Dass sie indes ebenso wie eine Wirtshausschlägerei zu gar nichts führt außer abgelassenem Dampf und einem erweiterten Feindeskreis, ist m.E. evident.

Nun wollte ich keineswegs Herrn Zech eine derartige Denkweise unterstellen, im Gegenteil, sein Motiv ist Provokation und Mobilisierung. Innerhalb des Counterjihad jedoch gab es von Anfang an eine mehr oder minder große Gruppe, die den Jihad für vergleichsweise harmlos hält gegenüber dem eigentlichen, dem „inneren Feind“. Der Ekel dieser Gruppe vor dem Mohammedanismus ist echt, aber ihre eigentliche und kaum verborgene Agenda ist die fundamentale Umgestaltung der westlichen Zivilisation. Der Status Quo wird in Abrede der Tatsachen als lebensunwert und absteigend verunglimpft, ebenso wie unsere gewählten Vertreter und das parlamentarische System als korrupt und verschwörerisch. Minderheiten- und Freiheitsrechte (s. Homophobie, Counter-Frauenemanzipation) werden als unangemessen oder schädlich hingestellt. Einzelfälle werden als systemimmanent behauptet. Ideale sind das wilhelminische Zeitalter, ohne den 1.WK versteht sich, oder irgendwelche Science-Fiction-Entwürfe. Methode ist der revolutionäre Kampf.

Diese Agenda wäre nur skurril, wenn sie nicht einige m.E. sehr schädliche Wirkungen hätte. Ein Teil unserer Mitbürger wird zu den wahren Urhebern der Misere erklärt, auf dass die Hexenjagd beginnen möge. Dies verschreckt potentielle Bündnispartner und lenkt von dem Problem ab, welches ich als vordringlich empfinde, und das ist der globale Jihad. Dieser wird als Katalysator oder Begleiterscheinung schöngeredet. Die Agenda konzentriert also in unangemessener Weise auf einen politischen Gegner, der in der Tat zwar überzeugt oder überstimmt werden muss, der aber – anders als der Mohammedanismus – Teil unserer Gesellschaft ist. Sie säht Mißtrauen, verbreitet Hoffnungslosigkeit, spaltet die Gesellschaft und schwächt sie dadurch. Weiterhin läßt sie den Counterjihad als sektiererisch und mehrheitsfeindlich aussehen.

Mehr noch, ihre Vertreter nähern sich in Ermangelung eines tieferen Verständnisses von Demokratie und offener Gesellschaft unmerklich dem Mohammedanismus an, ist ihre favorisierte Gesellschaftsform doch ebenfalls eine schlichte, kleine und autoritäre. Man wird sehen, wie lange die Differenzen zum Mohammedanismus, die ohnehin schon weit geringer erscheinen als zu „linken“ Mitbürgern (unsere Kanzlerin mitten unter ihnen), überhaupt noch vorhanden sind.

Der intelligente Blogger Manfred, den ich vor gut einem Jahr mit dem Mega-Konvertiten Peter Schütt verglich (1), ist ein gutes Beispiel für diesen Weg. Wie Peter Schütt, der allerdings vom Protestanten zum Katholiken zum Kommunisten zum Schiiten konvertierte, entstammt Manfred nach eigenem Bekunden protestantischen, linken Milieus. Beim Katholizismus ist er auf den Spuren seines Idols Schütt angeblich bereits angelangt. Vor einem Jahr schrieb Manfred zudem:

„Die VERABSOLUTIERUNG von FREIHEIT ist ein junges Gewächs. Sie ist nicht nur dem Islam unbekannt, sondern auch allen anderen Kulturen und Zivilisationen der Weltgeschichte. Vielleicht haben DIE alle etwas RICHTIG gemacht. Die ISLAMISCHE KRITIK an der WESTLICHEN ZIVILISATION, an ihrem Materialismus und ihrer Dekadenz ist SCHLICHT ZUTREFFEND.“

Inzwischen ist er natürlich ein Stück weitergekommen. Das folgende Zitat ist zwei Tage alt (2):

„… die TIEFE Dekadenz und den Nihilismus einer von der Kulturrevolution der Achtundsechziger ihrer geistigen Wurzeln beraubten Gesellschaft … der Islam ist, so gesehen, nicht mehr als ein Katalysator. Die Krise besteht darin, dass das dynamische Gleichgewicht von Freiheit und Bindung, auf dem unsere Zivilisation beruht, einseitig nach der Seite einer hedonistisch-individualistischen Freiheit („Selbstverwirklichung“) gekippt (worden) ist. Die Krise besteht in der radikalen Verdiesseitigung und hemmungslosen Individualisierung. Es handelt sich im Kern um eine moralische Krise; die demographische ist lediglich ein Symptom, allerdings dasjenige, an dem die liberale Gesellschaft – mit oder ohne Islamisierung – zugrunde gehen wird… Deren Diagnose (die der Orks, T.), dass sich die westliche Gesellschaft auf dem absteigenden Ast befindet, ist zutreffend… Entweder wir schaffen es, die liberale Dekadenz abzuschütteln…“

Ich merke schon, SIE fühlen sich angesprochen, haben Sie doch von morgens bis abends nichts als Genuss und Triebbefriedigung im Sinn, Sie dekadenter Liberaler Sie! Anders Mulla Manni, denn am gleichen Tag legte er noch einen drauf (3) und schrieb:

„Die islamkritische Szene hat die Phase längst hinter sich, wo ihr Zorn sich gegen den Islam und die Muslime richtete. Die Erkenntnis hat sich herumgesprochen, dass der Islam nun einmal ist, wie er ist: ein soziales System mit konstanten Eigenschaften, deren hervorstechendste die ist, sich überall dort auszubreiten, wo man ihm die Möglichkeit dazu gibt. Ihm daraus einen Vorwurf zu machen ist so absurd, als würde man denselben Vorwurf an einen Ölteppich richten.“

Die fieslamkritische Szene, so Mulla Manni, richtet sich längst nicht mehr gegen den Fieslahm, ist doch logo! Nicht wahr, der Mohammedanismus, eine Ideologie, die 1,5 Mrd. Menschen in Dummheit, Armut und Gewalt hält, ist eben so wie er ist, quasi eine Naturgewalt. Seit 1.400 Jahren führt er zwar einen Dauerkrieg gegen den Rest der Welt und seinen weiblichen Anteil (mit z.B. z.Z. 20.000 Schandmorden jährlich, 4), aber das liegt eben in seiner Natur, so ist er halt (s.o.), der kleine Schelm, das geht uns eigentlich nichts an, und das ist überhaupt ein viel kleineres Problem als die Berufstätigkeit von Frau Dr. XY, die sie damit erkauft hat, dass sie nur ein Kind bekommen konnte.

„Nicht der Islam ist der Feind, sondern das ihn fördernde Schranzenkartell.“ Alles klar, eine sehr interessante Interpretation von „Counterjihad“, die ein Stück weit an „Fieslahm ist Frieden“ erinnert. Sie ist wiederum nicht erstaunlich, wenn man festgestellt hat, was noch so alles unter „Counterjihad“ firmiert, z.B. auf der u.a. von Manfred betriebenen, testosterongetränkten Seite „Counterjihad“, im redaktionellen Teil (5):

„Ich bin kein Weiberfeind; ich bin nur ein Beobachter mit der Gabe zur Charakterisierung. Eines, das ich an Frauen bemerkt habe, ist daß ihre Hirne chaotische Orte sind, voller Unsicherheiten, Zweifel im Nachhinein, Gefühlsbetontheit, Sensationslust, Launenhaftigkeit, Naivität, Sorgen, innerer Widersprüche und einer ungesunden Voreingenommenheit von unmittelbaren Anliegen. Man füge dem die Menge anderer einzigartig weiblicher Krankheiten hinzu: prämenstruales Syndrom, Münchausen-Stellvertretersyndrom und Depression nach der Entbindung, unter anderem. Jetzt werfe man die Frauen in eine Gesellschaft, die der Inbegriff des Chaos ist, in der Männer weibisch sind, das Familienleben turbulent ist (und Probleme mit dem Vater in neun von zehn Fällen die Ursache weiblicher Selbstschädigung sind), Drogen aller Art leicht erhältlich sind und alle positiven Werte umgedreht wurden. Dadurch erhält man das Potential für rohen, unverfälschten Irrsinn. Dies sind die Zeiten, in denen wir leben, und nachdem sie biologisch so verdrahtet sind, wie es der Fall ist, kann man den Frauen ihr oft unsinniges Verhalten fast nicht zum Vorwurf machen…

Erstens muß man verstehen daß es keine einzelne Erfolgsmethode gibt. Verschiedene Situationen erfordern verschiedene Vorgangsweisen, sei es an einer Bar, in einer Bibliothek oder bei der Arbeit. Game ist nur das erste Prinzip — der „Wille zur Romanze”, wenn man so will – und die Taktiken sind verschiedene Manifestationen davon. Zum Beispiel sollte sich ein Mann niemals alleine einer Gruppe von mehr als zwei Mädchen nähern, um mit einer davon anzubandeln. Zum einen neigen Weiberhorden zu der Vorstellung, daß – wenn sie nicht alle Aufmerksamkeit erhalten – keine von ihnen welche bekommen soll. Zweitens wird der jeweilige Mann ihnen einfach seltsam vorkommen. „Warum ist er ganz allein? Hat er keine Freunde? Sieht er nicht, daß hier eine Mädchenrunde ausgeht?” sind die Gedanken, die ihnen durch die Köpfe gehen werden. Der Film „Big Daddy” trifft es genau, wenn Sonny Julian beibringt, daß „die Einleitung der Konversation der halbe Kampf ist.” Deshalb ist dies der schwierigste Teil des Gaming.“

Uswusf., Frauen herablassende Sprüche und Tipps vom Date-Doctor im Gewand des Counterjihad. Ich meine, Frauen sind wohl per se counterjihadisch, die Seite „Counterjihad“ ist es kaum. Das Problem dieser Herren ist es offenbar, dass sie einfach nicht rankommen weil sie nicht begreifen wollen, dass sie ein intelligentes und autarkes Gegenüber haben. Als ihre einzige Hoffnung wird sich sehr wahrscheinlich die Muschi am Freitag erweisen.

Zurück zu Manni-the-Mulla, er hat heute eine Idee geäußert, die von Mammut Gardinenstange stammen könnte, der zu seinen antiisraelischen Kongressen ja gerne debile Juden als „Kronzeugen“ lädt. Manni (6): „Hier gilt, was Walter Ulbricht über West-Berlin sagte: Wer auf einer Insel lebt, sollte das Meer nicht ignorieren.“ Ja der alte Walter bleibt unvergessen und schmunzelnd zitierfähig. Und dann folgt eine groteske, wahnwitzige Empfehlung: „Würde Israel einen Schutzvertrag mit einem islamischen Herrscher schließen, sagen wir: mit dem König von Jordanien, und dessen Oberhoheit anerkennen, dann wäre der Scharia möglicherweise Genüge getan.“

Counterjihad ist neurdings offenbar, darüber nachzudenken, wann der Scharia Genüge getan ist. Und die Freiheit wird verteidigt, indem man sich in die Obhut eines Diktatoren begibt. Ohohoh, über all dem Nachdenken über die Forderungen der Scharia sollte aber keineswegs der Kampf gegen „die Linken“ (aka Merkel und CDU) vergessen werden, den der Ex-Juso al‘ Manfred entfachen will.

Indes: „Für Israel wäre nur ein Vertrag akzeptabel, der seine faktische Unabhängigkeit unangetastet lässt, bei dem die muslimische Oberhoheit also rein symbolischer Natur wäre. Die Frage ist, ob ein solches Arrangement mit dem islamischen Recht vereinbar wäre.“ Israel wird sich freuen, dass Manni seine Akzeptanz schon festgestellt hat, jetzt müssen nur noch die Orks mitmachen. Wird der Plan mit DEREN Recht vereinbar sein? Die „Counterjihadis“ von der Seite „Counterjihad“ sind in banger Erwartung… „Nun ja, ich bin nicht die Al-Azhar“ bedauert Manni, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

„Grundsätzlich sollte man nicht vergessen, welche Bedeutung die islamische Kultur mit ihren traditionellen Ehrbegriffen auch und gerade der symbolischen Ebene von Politik beimisst. Die Gründung Israels war aus islamischer Sicht eine Beleidigung Allahs, da sie Sein Recht verletzte; sie könnte durch einen symbolischen Akt, durch den Israel diesem Recht Genüge tut und sich als Teil des Dar al-Islam definiert, möglicherweise aus der Welt geschafft werden.“

Grundsätzlich schätzen die Orks Glasperlen auch über alle Maßen (s.o., deshalb führt „Adolf“ Obama ja immer mehrere Koffer mit sich). Grundsätzlich sollte auch nicht vergessen werden, welche Bedeutung die islamische Kultur der Frauenverstümmelung beimisst. Möglicherweise aber könnten nicht nur die Juden sondern überhaupt alle Gegner von Gewaltherrschaften sich aus der Welt schaffen, wenn sie sich nur bereitwillig der Scharia unterwerfen würden? Nein, nein, das ist nicht nötig, denn dafür gibt es Dimmitude, und die ist toll, das hat Dimmi Manni begriffen: „Des weiteren gehört zur Dhimmitude die innere Autonomie nichtmuslimischer Gemeinschaften.“

Counterjihad ist hier also der Lobpreis der Dimmitude, Unterwerfung ist wahre Freiheit, die offene Gesellschaft eine dekadente Unterdrückergesellschaft, oben ist unten und Nazislam ist Frieden. Aber man darf sich nun auch nicht etwa selbstbestimmt in die Unterdrückung begeben, zuvor müssen die radikalsten Jihadisten ihr Einverständnis geben: „… könnte man Israel in das Dar al-Islam (pure counterjihad, T.) integrieren, ohne seine Unabhängigkeit zu gefährden. Ob eine solche Konstruktion tatsächlich funktioniert, würde letztlich von der Haltung der islamischen Rechtsgelehrten abhängen, speziell von denen, die der Muslimbruderschaft nahestehen. Falls die ihr Plazet geben, könnte es funktionieren; …“

Solches halte ich nun nicht mehr nur für nationalrevolutionär oder sonstwie verschroben, das ist der Blick aus den Augen unseres Feindes.

_____

Time am 21. September 2010

_____

1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/10/02/das-alte-lied-vom-konvertit/
2) http://korrektheiten.com/2010/09/19/rainer-glagow-allahs-weltordnung/
3) http://korrektheiten.com/2010/09/19/hass-auf-wen/
4) http://www.independent.co.uk/opinion/commentators/fisk/the-crimewave-that-shames-the-world-2072201.html
5) http://fjordman.wordpress.com/2010/09/16/game-leitfaden-fur-weise-nationalisten/
6) http://korrektheiten.com/2010/09/21/friede-fur-den-nahen-osten-ein-gedankenspiel/

_____

PS: Auch der verlorene Sohn ist ein Sohn (Luk.15/11), grade auf ihm liegt unsere Aufmerksamkeit.

_____

PS2, während Großmaul Mammut Gardinenstange der Welt verkündet hat, dass es neben den USA nur noch die Weltmacht Iran gäbe, ist offenbar das naziranische Atomprogramm durch den extrem komplexen Computervirus „stuxnet“ entscheidend getroffen worden – unbedingt lesenswert unter:
http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~E8A0D43832567452FBDEE07AF579E893C~ATpl~Ecommon~Scontent.html