Posts Tagged ‘Thomas Scheen’

Sieg des Jihad: Gambia

7. Januar 2016

Yahya Jammeh

Thomas Scheen berichtete gestern auf „FAZ.NET“ über einen Sieg des Jihad in Gambia (1).

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Kopftuchzwang in Gambia

Den Königshäusern vom Golf gefallen

Der gambische Präsident hat sein Land zur „islamischen Republik“ erklärt und weiblichen Angestellten der öffentlichen Verwaltung Kopftücher vorgeschrieben. Mutmaßlich geht es ihm dabei vor allem um Geld für die bankrotte Staatskasse.

Im westafrikanischen Gambia müssen alle weiblichen Angestellten der öffentlichen Verwaltung seit Jahresbeginn während der Arbeitszeit ein Kopftuch tragen. Das ordnete Präsident Yahya Jammeh persönlich an. Im Dezember vergangenen Jahres hatte Jammeh das überwiegend muslimische Gambia zur „islamischen Republik“ erklärt, ohne diesen Schritt indes zu erklären.

In Gambia leben Muslime, Katholiken und Anglikaner bislang friedlich miteinander. Von extremistischen islamischen Strömungen ist nichts bekannt. Mutmaßlich dient die Umwandlung des Landes in eine Islamische Republik lediglich dazu, den Königshäusern vom Golf zu gefallen und Geld zu kassieren, nachdem der bislang größte Geber, die EU, im vergangenen Jahr seine Zahlungen weitgehend eingestellt hatte.

Gambia ist faktisch pleite. Selbst die staatliche Lotterie schreibt Verluste. Der wirtschaftliche Niedergang der ehemaligen britischen Kolonie wiederum hat mit der Person Yammeh zu tun, der sich 1994 an die Macht putschte. Diktator Yammeh behauptet, Aids heilen zu können und ein Mittel gegen weibliche Unfruchtbarkeit entwickelt zu haben. Homosexuellen droht der Mann, der sich selbst zum Professor ernannte, „den Kopf abzuschneiden“. Dann wieder bezeichnet er sie als „Abschaum“, dem er eine ähnliche Behandlung angedeihen lassen will wie „Moskitos“.

Die schwulenfeindlichen Äußerungen hatten die EU im vergangenen Jahr veranlasst, Hilfszahlungen für Gambia vorerst einzufrieren. Budgetbeihilfen in Höhe von 22 Millionen Euro waren bereits 2012 eingefroren worden, weil Jammeh nicht von der Todesstrafe lassen will. Gambia ist einer der repressivsten Staaten des Kontinents, in dessen Gefängnissen mutmaßlich mehr Regimegegner als Kriminelle einsitzen. Im Jahr 22 von Jammehs Herrschaft ist das Land völlig heruntergekommen. Nach Einschätzung der UN leben sechzig Prozent der auf 1,9 Millionen Menschen geschätzten Bevölkerung in Armut. Bis auf einige Tourismusunternehmen existiert keine nennenswerte Industrie im Land. Auf dem UN-Entwicklungsindex belegt Gambia Platz 151 von 169 Ländern. Unter den westafrikanischen Flüchtlingen, die über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen versuchen, stellen Gambier die größte Gruppe.

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Time am 7. Januar 2016

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/kopftuchzwang-in-gambia-den-koenigshaeusern-vom-golf-gefallen-14000515.html

Sieg des Counterjihad: Südafrika

14. Juni 2015

Baschir

Wir kriegen sie alle am A*sch! ALLE!

Lesen Sie einen Bericht von Thomas Scheen von „FAZ.NET“ (1).

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Vorwurf des Völkermords

Sudans Präsident Baschir darf nicht aus Südafrika ausreisen

Ein südafrikanisches Gericht hat entschieden, dass Sudans Präsident Omar al Baschir das Land vorerst nicht verlassen darf. Al Baschir wird vom Internationalen Strafgerichtshof mit zwei Haftbefehlen gesucht.

Dem mit internationalem Haftbefehl gesuchten sudanesischen Präsidenten Omar al Baschir droht die Auslieferung an den Strafgerichtshof in Den Haag. Ein südafrikanischer Richter ordnete am Sonntag die Festnahme des Sudanesen an. Bashir hält sich gegenwärtig in Johannesburg auf, wo er am Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) teilnimmt. Grundlage für die Anordnung von Richter Peter Fabricius war ein Eilantrag der südafrikanischen Menschenrechtsorganisation „South Africa Litigation Center“, in der überwiegend schwarze Juristen engagiert sind.

Fabricius setzte die Festnahme nach Intervention der südafrikanischen Regierung allerdings für einige Stunden bis zur endgültigen Klärung des Sachverhaltes aus, ordnete aber gleichzeitig an, dass Baschir in dieser Zeit das Land nicht verlassen darf. Die Anwälte der Regierung wollen dem Richter heute Nachmittag ihre Sicht der Dinge unterbreiten. Am Freitag als auch am Samstag hatte schon der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag die südafrikanischen Behörden mehrfach aufgefordert, Baschir festzunehmen. Die Ankläger in Den Haag unterstellen Baschir Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit dem Krieg im westsudanesischen Darfur.

Für die südafrikanische Regierung ist die Anordnung von Richter Fabricius in jeder Hinsicht eine Katastrophe. Südafrika zählte zu den ersten Staaten, die die Statuten von Rom ratifizierten und damit die universelle Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofes anerkannten. Die Behörden am Kap sind per Gesetz verpflichtet, den Haftbefehl gegen Baschir zu vollstrecken. Die Regierung argumentiert indes mit einem Beschluss der Afrikanischen Union (AU) aus dem vergangenen Jahr, wonach afrikanische Staaten den Aufforderungen des Internationalen Strafgerichtshofes nicht mehr nachkommen sollen. Hintergrund ist das weitverbreitete Gefühl, dass der Strafgerichtshof in erster Linie ein Vehikel zur Durchsetzung westlicher Politik auf dem Kontinent sei. Dieser Beschluss ist aber nicht rechtsverbindlich und insofern für die südafrikanische Justiz ohne jeden Belang. Lässt Südafrika Baschir bis Sonntagabend entgegen der richterlichen Anordnung ausreisen, begeht die Regierung Rechtsbruch. Lässt sie seine Festnahme zu, muss sich Präsident Jacob Zuma den Vorwurf gefallen lassen, eine Marionette des Westens zu sein.

Omar al Baschir, der im April nach umstrittenen Wahlen im Amt bestätigt wurde, ist seit 2009 international zur Fahndung ausgeschrieben. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, den Einsatz der brutalen Reitermiliz Djanjawid gegen schwarzafrikanische Bewohner in Darfur persönlich angeordnet zu haben. Die systematische Vertreibung von Baschir-Gegnern aus Darfur soll ebenfalls auf seinen Befehl hin geschehen sein. Allerdings lässt sich im Darfur-Krieg unmöglich Gut von Böse trennen. Die Rebellen aus dem damals (2004) noch nicht unabhängigen Südsudan waren bei Kriegsbeginn in 2004 ebenso involviert wie der tschadische Präsident Idriss Déby und der Libyer Gaddafi. Die Vereinten Nationen schätzen, dass der nach wie andauernde Konflikt 300.000 Tote gefordert hat und 2,8 Millionen zu Flüchtlingen machte. Die sudanesische Regierung hingegen spricht von 10.000 Toten und knapp einer halben Million Flüchtlingen.

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Time am 14. Juni 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/sudans-praesident-baschir-darf-suedafrika-nicht-verlassen-13646483.html

PS 150615, er ist noch mal davongekommen:
http://www.n-tv.de/politik/Suedafrika-laesst-al-Baschir-ausreisen-article15302856.html

Söldner gegen Boko Haram

15. März 2015

Executiveoutcomes

Thomas Scheen berichtet auf „FAZ.NET“, dass es mit Boko Haram nun allmählich auch deshalb bergab geht, weil neuerdings südafrikanische Söldner mitmischen (1). Die bolschewistische „Frankfurter Rundschau“ titelt zum gleichen Thema übrigens: „Die Rückkehr der weißen Teufel“ (2).

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Kampf gegen Boko Haram

Erfolge mit südafrikanischer Hilfe

Im Kampf gegen Boko Haram hat die nigerianische Armee erstaunlich an Kampfkraft hinzugewonnen. Das liegt auch an der Hilfe durch südafrikanische Söldner. Einige von ihnen haben eine zweifelhafte Vergangenheit.

Die nigerianische Armee hat die islamistische Terrormiliz Boko Haram eigenen Angaben nach aus dem Bundesstaat Adamawa vertrieben. Die letzte von den Terroristen gehaltene Ortschaft, Madagali, sei Ende vergangener Woche ohne eigene Verluste zurückerobert worden, hieß es in Abuja. Insgesamt seien seit Beginn der Offensive vor einer Woche, an der tschadische und nigrische Soldaten teilnehmen, 36 Ortschaften befreit worden. Unabhängige Bestätigungen für diese Behauptungen liegen allerdings nicht vor.

Abgesehen von der Offensive der Tschader und der Nigrer ist auffällig, wie sehr die nigerianische Armee in den vergangenen vier Wochen an Kampfkraft gewonnen hat. Beobachter in Nigeria führen das auf neues Material aus dem ehemaligen Ostblock und aus Südafrika zurück – darunter gepanzerte Truppentransporter – sowie auf offenbar mehr als 100 Söldner, die überwiegend aus Südafrika stammen sollen. Die nigerianische Armee bestreitet zwar die Anwesenheit von Söldnern. Präsident Goodluck Jonathan aber hatte vor wenigen Tagen in einem Interview mit dem Radiosender Voice of America die Präsenz ausländischer „Ausbilder und Techniker“ in Nigeria zugegeben. Anscheinend sind diese Ausländer direkt in die Kämpfe verwickelt.

Südafrikaner versehentlich getötet

Im Bundesstaat Borno, wo Boko Haram besonders stark ist, war nach übereinstimmenden Angaben aus Nigeria und Südafrika am vergangenen Mittwoch ein südafrikanischer Söldner getötet worden, als sein Fahrzeug irrtümlicherweise von einem nigerianischen Panzer beschossen worden war. Die afrikaanssprachige Tageszeitung „Beeld“ in Pretoria gab den Namen des Toten mit Leon Mare Lotz an. Lotz war ein ehemaliges Mitglied der paramilitärischen Polizeieinheit „Koevoet“, die in den achtziger Jahren in Namibia gegen die Befreiungsbewegung Swapo eingesetzt wurde. Die „Koevoet“ war auf das Aufspüren und „Eliminieren“ von Swapo-Mitgliedern spezialisiert und wurde zahlreicher Morde beschuldigt. Die Frau des Toten bestätigte gegenüber der Zeitung den Einsatz in Nigeria. Zuvor habe ihr Mann als Sicherheitsberater im Irak gearbeitet.

Nach Recherchen des südafrikanischen Online-Magazins „Daily Maverick“ arbeitete Lotz seit kurzer Zeit für eine nigerianische Sicherheitsfirma namens Pilgrim Africa Limited, als deren Besitzer ein gewisser Cobus Claassens auftritt. Claassens ist ein bekannter südafrikanischer Söldner, dessen militärische Karriere im Angolakrieg begann, wo er als Kommandeur einer Fallschirmjägereinheit eingesetzt war. Südafrika bekämpfte in den achtziger Jahren die von der Sowjetunion unterstützte angolanische Regierung sowie kubanische Truppen, die zu deren Verstärkung nach Angola verlegt worden waren.

Mitglied der ersten privaten Söldnerarmee

Später schloss sich Claassens der ersten privaten Söldnerarmee der Welt an: der südafrikanischen Firma Executive Outcomes. Executive Outcomes kämpfte sowohl in Angola, wo die Söldner die Ölfelder vor den Rebellen der Unita beschützten, als auch in Sierra Leone, wo die Söldner aus Südafrika die Rebellen der „Revolutionary United Front“ (RUF) aus zahlreichen Landstrichen vertrieben.

1998 aber wurde das Unternehmen auf Druck der südafrikanischen Regierung aufgelöst. Die Regierung war damals besorgt um das Ansehen Südafrikas und stellte die Teilnahme ihrer Staatsbürger an militärischen beziehungsweise paramilitärischen Operationen im Ausland unter Strafe. Doch sind die entsprechenden Strafen äußerst gering. Im Jahr 2004 beispielsweise wurde ein ehemaliger Hubschrauberpilot der südafrikanischen Armee zu einer Strafe von 3500 Dollar verurteilt, weil er im Krieg in der Elfenbeinküste für die ivorische Armee einen Kampfhubschrauber geflogen hatte. Die Geldstrafe entsprach ungefähr dem, was er in der Elfenbeinküste innerhalb von zwei Tagen verdient hatte.

In Somalia wiederum sind gegenwärtig zahlreiche ehemalige südafrikanische Soldaten als Berater und als Sicherheitspersonal beschäftigt, darunter Hundeführer, die auf das Aufspüren von Sprengstoff spezialisiert sind. Diese ehemaligen Soldaten versteuern sogar ihr Gehalt in Südafrika, ohne deswegen Ärger mit den Behörden zu bekommen.

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Time am 15. März 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/suedafrikanische-soeldner-helfen-der-nigerianischen-armee-13481302.html
2) http://www.fr-online.de/terror/boko-haram-die-rueckkehr-der-weissen-teufel,29500876,30120112.html

Die mohammedanistische Internationale

30. September 2013

Sansibar

Beruhigungsversuche: Sansibars Präsident Ali Mohamed Shein (links) redet nach einem Besuch bei einem mit Säure angegriffenen Priester mit Gläubigen

Die mohammedanistische Internationale gewinnt an Boden und wird zunehmend aggressiver. Die Ork-Kommissare und ihre Dimmies möchten natürlich nicht, dass man all die vielen Angriffe und Terroraktionen in einem Zusammenhang sieht. Sie erklären sie zu Einzelfällen, die mit dem Mohammedanismus nicht das Geringste zu tun hätten. Der Counterjihad hingegen trägt die Attentate, die Ork-Kommentare und -Forderungen sowie die Texte des Codex zusammen, so dass ein Muster sichtbar wird. Immer häufiger wird über Angriffe auf Christen auf der tansanischen Insel Sansibar berichtet.

Lesen Sie einen Bericht von Thomas Scheen aus der heutigen FAZ (1):

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Das Ende der Toleranz

Auf Sansibar, das ein Multikulti-Image pflegt und vom Tourismus lebt, mehren sich die Angriffe auf Christen. Täter sollen Islamisten sein, die die Unabhängigkeit wollen.

Es fällt schwer, dem Mann beim Gespräch ins Gesicht zu schauen; so entstellt ist es. Das rechte Auge ist blind, das linke vernarbt. Ein Ohr fehlt, stattdessen klafft an seiner Stelle ein Loch. Von der Stirn abwärts ziehen sich wulstige Narben quer durch das Gesicht, die Lippen sind dick aufgequollen. Er kann sie nicht mehr richtig schließen, weshalb ihm beim Sprechen Speichel aus dem rechten Mundwinkel läuft, den er mit einem Tuch aufzufangen versucht. „Schauen Sie mich ruhig an: So sieht es aus, wenn ein Mensch zerstört wird“, sagt Sheik Fadhil Suleiman Soraga.

Diese fürchterliche Fratze verdankt der Scheich einem Säureangriff. Im November vergangenen Jahres schleuderte ihm ein Unbekannter eine ätzende Flüssigkeit beim frühmorgendlichen Joggen ins Gesicht. Soraga war nicht der Erste und ist auch nicht der Letzte, der auf so bestialische Weise entstellt wurde. Seit rund zwei Jahren werden auf der tansanischen Ferieninsel Sansibar Repräsentanten vor allem christlicher Einrichtungen in dieser Weise angegriffen, mutmaßlich von radikalen Elementen einer Gruppe, die sich Uamsho (Swahili für „Erwachen“) nennt und vorgibt, für die Unabhängigkeit der Insel von Tansania einzutreten. Die Regierung in Daressalam rückt Uamsho inzwischen in die Nähe der radikalen somalischen Miliz al Shabaab, die für das jüngste Blutbad in einem Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi verantwortlich ist. Mutmaßlich hat Uamsho in den vergangenen 18 Monaten ein halbes Dutzend Säureangriffe verübt. Für internationales Aufsehen sorgte die Terrorwelle auf Sansibar aber erst, als im vergangenen August zwei junge Britinnen, die in einem katholischen Kindergarten arbeiteten, mit Säure überschüttet wurden.

Drohungen auf Facebook

Doch anders als die übrigen Opfer ist Sheik Soraga ein Muslim, und nicht irgendeiner. Als rechte Hand des Muftis ist er so etwas wie der Oberaufseher für Religionsfragen auf Sansibar. Ihm obliegt es, Gebetsversammlungen zu genehmigen oder zu untersagen und im Auftrag der halbautonomen Regierung der Insel für ein auskömmliches Miteinander der Religionen zu sorgen. Uamsho erkennt seine Autorität nicht an. „Mit denen gab es immer nur Ärger“, sagt der Scheich. Kurz vor dem Angriff hatte sich Soraga in Anwesenheit des tansanischen Präsidenten in der großen Moschee der Insel ausdrücklich gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen der radikalen Gruppe ausgesprochen und bei gleicher Gelegenheit der Schaffung eines islamischen Gottesstaates auf der Insel eine Absage erteilt. 24 Stunden später rang er um sein Leben.

Natürlich referiert Sheik Soraga über die Kultur der Toleranz auf der von Muslimen dominierten Insel. Er erzählt von den vielen Mischehen zwischen Muslimen, Hindus und Christen, die auf Sansibar nichts Ungewöhnliches sind, und er schildert, wie der Sultan von Sansibar im 19. Jahrhundert den ersten christlichen Missionaren beim Bau einer Kirche finanziell unter die Arme griff. Der Scheich hat in Medina studiert. Er ist mit der harten, wahhabitischen Auslegung des Korans vertraut, und vieles davon gefällt ihm nicht. „Man sollte sehr genau unterscheiden, was man davon für sich akzeptieren kann und was nicht“, sagt er. Doch die Toleranz, auf die Sansibar so stolz ist, scheint angesichts der jüngsten Angriffe in Gefahr. Schuld daran, so glaubt der Scheich, seien die vielen jungen Sansibaris, die mit Stipendien der Regierung und religiöser Stiftungen in Saudi-Arabien und Iran studieren. „Die Regierung finanziert das, weil sie glaubt, auf diese Weise gute Muslime auszubilden. Doch was wir zurückbekommen, sind Leute, die einer Gehirnwäsche unterzogen wurden.“

Die anglikanische Kirche von Sansibar steht auf dem Gelände des ehemaligen Sklavenmarktes, einst einer der umsatzstärksten der Welt. Heute sind auf dem Gelände neben der Kirche ein Museum und der Kindergarten St. Monicas untergebracht, in dem die beiden 18 Jahre alten Britinnen Katie Gee und Kirstie Trup als Freiwillige arbeiteten. Reverend Emmanuel John Masoud erinnert sich mit Schaudern an den Abend des 7. August, als die beiden beim Bummel durch die pittoreske Altstadt von Stone Town mit Säure angegriffen wurden. So wie er sich an jeden anderen Angriff gegen Christen genau erinnern kann: An das Abbrennen einer Kirche einen Tag vor Ostern im Jahr 2011, an den 24. Dezember 2011, als ein katholischer Priester angeschossen wurde, und an den 17. Mai 2013, als der Pastor Everest Muchi erschossen wurde. Das jüngste Attentat liegt gerade einmal zwei Wochen zurück. Damals wurde der katholische Priester Anselm Mwang’amba beim Verlassen eines Internetcafés mit Säure überschüttet. „Die drohen auf Facebook inzwischen ganz offen mit Gewalt gegen Christen“, sagt Masoud.

Die Kehrseite des Tourismus

Uamsho ist seit 2001 ein eingetragener Verein zur „Förderung des Islams und seiner Werte“, wie es in der Satzung heißt. Dass die Gruppe aber ziemlich schnell mit politischen Forderungen auf sich aufmerksam machte, war schon deshalb nicht verwunderlich, weil das Verhältnis der Sansibaris zu der vom Festland diktierten Politik immer schon ein gespanntes war. Das ehemalige britische Protektorat Sansibar war 1963 in die Unabhängigkeit entlassen worden, genau wie Tanganjika, wie Tansania früher hieß. Prompt regte sich auf der Insel Widerstand der schwarzen Bevölkerung gegen die Bevormundung durch die Araber. Sansibar war einst Bestandteil des Sultanats von Oman. Im Frühjahr 1963 wurde die „Volksrepublik Sansibar und Pemba“ ausgerufen, doch ihr war nur ein kurzes Leben beschieden. Im Verlauf desselben Jahres schloss Sansibar nach massivem Druck der Briten eine Union mit Tanganjika, die Vereinigte Republik Tansania entstand. Seither verfügt Sansibar über Teilautonomie mit einem eigenen Parlament und einem eigenen Präsidenten, der von vielen Sansibaris allerdings als Marionette des Festlandes betrachtet wird. Wenn in Tansania gewählt wird, kommt es auf Sansibar nahezu immer zu Krawallen.

Reverend Masoud gehört zu den Gründungsmitgliedern der „Community of all Religious Leaders“, in denen sich Christen und Muslime im Jahr 2005 zusammengetan hatten, um den wiederkehrenden Auseinandersetzungen bei Wahlen ein Ende zu bereiten. „Das hat ganz gut funktioniert“, erzählt Masoud, „der Hass zwischen den politischen Parteien von der Insel und denen vom Festland schien vorbei.“ Bis Uamsho begann, Kirchen abzufackeln und das Büro der Regierungspartei „Chama Cha Mapinduzi“ (CCM) gleich dazu. „Selbst da habe ich noch gedacht, es sei politisch, weil die Christen auf der Insel traditionell vom Festland kommen und der CCM nahestehen“, sagt Masoud. Inzwischen aber ist er davon überzeugt, dass es Uamsho tatsächlich um die Schaffung eines Gottesstaates geht. „Ich habe den Eindruck, einige Muslime hier glauben, sich alles erlauben zu können, weil sie im Fernsehen sehen, was Muslime in Pakistan, Nigeria und Somalia so alles veranstalten“, sagt der Priester. Hat das mit der unterschwelligen Angst vor einer schleichenden Christianisierung der Insel zu tun? „Das ist doch Quatsch. Wir stellen nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung.“

Sansibar und seine 1,5 Millionen Einwohner leben fast ausschließlich vom Tourismus, der 80 Prozent der Einnahmen der Insel beisteuert. Die Gäste kommen überwiegend aus Italien, Südafrika, Großbritannien und Deutschland. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Insel 100.000 Besucher, die nach Angaben der örtlichen Tourismusagentur im Durchschnitt 362 Dollar pro Person und Nacht ausgaben. Der Tourismus sorgt dafür, dass Sansibars Wirtschaft jährlich um Werte zwischen sechs und acht Prozent wächst. Doch nicht allen auf der Insel gefällt die häufig freizügige Kleidung der Touristen, der Alkoholausschank in den Bars und Restaurants, der um sich greifende Drogenkonsum und der starke Zuzug von Festlandtansaniern, die in der boomenden Tourismusbranche Jobs suchen.

Keine Jobs für Hochschulabsolventen

Der Polizeichef von Sansibar ist ein dünner Mann Anfang 50. Mussa Ally Mussa gibt sich jovial und auskunftsfreudig, und natürlich schöpft auch er zunächst eine volle Kelle aus dem Topf der multikulturellen Geschichte, um zu erklären, dass auf Sansibar eigentlich nicht sein kann, was gerade ist. Gleichzeitig aber bestätigt er, dass Uamsho immer mehr Zulauf bekomme. „Die schießen wie Pilze aus dem Boden.“ Nach dem jüngsten Säureattentat Anfang September hatte dieser Polizeichef noch auf einer Pressekonferenz die Festnahme von zehn Verdächtigen verkündet und quasi en passant eine Verbindung zwischen Uamsho und den radikalen Somaliern von al Shabaab hergestellt, weil einige der Festgenommenen auf dem Weg nach Somalia gewesen seien, um sich dort dem Dschihad anzuschließen. Im Gespräch mit dieser Zeitung aber will Mussa davon nichts mehr wissen. „Wir haben keine Beweise für eine Verbindung zu al Shabaab“, sagt er stattdessen.

Warum er zunächst öffentlich das Gegenteil behauptete, hat vermutlich mit der seit Urzeiten in der tansanischen Hauptstadt Dodoma regierenden ehemaligen Einheitspartei CCM zu tun. Sie war noch nie zimperlich im Umgang mit oppositionellen Kräften, und um die Gefährlichkeit von Uamsho zu dokumentieren, wird diese schnell in die Ecke von Al Qaida gerückt. Ganz von der Hand zu weisen aber ist diese Hypothese auch nicht: Zwei der maßgeblichen Al-Qaida-Akteure bei den Anschlägen auf die amerikanischen Botschaften in Daressalam und Nairobi 1998 waren Sansibaris.

Glaubt Mussa, dass Uamsho eine radikalfundamentalistische Bewegung ist, die sich langfristig zu einer echten Terrororganisation entwickeln wird? Der Polizeichef wiegt den Kopf. „Ihre Methoden entsprechen denen von radikalen Gruppen, also kann man eine solche Entwicklung nicht ausschließen.“ Und was ist der Grund dafür, dass Uamsho immer mehr Anhänger findet? Der Polizist seufzt. „Sehen Sie: Wir haben etliche Universitäten hier auf Sansibar, aber keine Jobs für die Absolventen. Da baut sich richtig viel Frust auf.“

Uamsho gibt sich unschuldig

Salum Amour ist keine 30 Jahre alt, trägt einen dünnen Bart und spricht exzellentes Englisch, was durchaus eine Seltenheit in Tansania ist. Er ist der Sprecher von Uamsho, auch wenn er so nicht genannt werden will. Für das Treffen hat er in das Büro von Muhyddin Suberi in der Altstadt von Stonetown geladen. Suberi wiederum, der der Vereinigung der Imame in der Stadt vorsteht, ist in Sachen Uamsho auch kein unbeschriebenes Blatt. Sein ehemaliger Sekretär zählt zu den zehn mutmaßlichen Uamsho-Führern, die seit einem Jahr im Gefängnis von Sansibar einsitzen. Gemeinsam geben die beiden die verfolgte Unschuld. Die Säureangriffe? „Wird uns bewusst von der Regierung in die Schuhe geschoben“, sagt Amour. Die nicht gerade christenfreundliche Propaganda, in der zum Teil ganz offen zur Gewalt aufgerufen wird? „Propaganda?“, fragt Suberi, „Wir sind im Gegenteil sehr tolerant.“ Verbindungen zu al Shabaab? „Lächerlich. Das ist eine lokale somalische Organisation. Wir verfolgen eigene Ziele“, sagt Amour. Immerhin, und das muss man den beiden zugutehalten, haben sie sich nicht lange bitten lassen, um einem ausländischen Journalisten ihre Sicht der Dinge zu erläutern.

Und die ist so: Sie wollen Unabhängigkeit für die Insel, weil sie den Verbleib in der Union als „Kolonisierung“ empfinden. Es passt ihnen nicht, dass immer mehr Christen vom Festland auf Jobsuche auf die Insel strömen. Ihre Führer hätten nie vom Dschihad gesprochen, sondern „immer nur der Souveränität von Sansibar das Wort geredet“, sagt Amour – „dafür werden wir bestraft“. Uamsho sei nur die „Fahne der Freiheitsbewegung für Sansibar“, hinter der sich „alle Sansibaris versammeln: Christen, Hindus und Muslime“. Und die Behauptung, Uamsho wolle aus Sansibar einen Gottesstaat mit der Scharia als alleingültiger Rechtsprechung machen? Für einen kurzen Moment entgleitet Salum Amour das aufgesetzte Dauerlächeln. Dann sagt er: „Was wäre eigentlich so schlimm daran, wenn es das ist, was die muslimische Bevölkerung will?“

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Time am 30. September 2013

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/sansibar-das-ende-der-toleranz-12596885.html

To know him is to hate him (#7)

14. Januar 2013

IyadagGhaly

Nicht das Humork Mulla Nasreddin sondern
das Loserork Iyad ag Ghaly

Während Leo „Bulldog“ Brux sich noch kläffend vor jede Spielart des Nazislahm und jede geplante Großmoschee wirft, macht die zivilisierte Welt den Mohammedanisten deutlich, dass der staatenbasierte Jihad nie wieder eine Chance in der Menschheitsgeschichte haben wird.

Nach Afghanistan fiel der Irak, dessen Führer keine Kontrolle seiner Waffenbestände zulassen wollte, und der dem Westen drohte. Dann waren Nordafrika und etliche andere Orkstaaten dran. Auch in Mali, an sich ein ziemlich unbedeutendes Land, kann die Jihad-Hydra ihre Häupter nicht erheben, ohne dass sie abgeschlagen werden. Das erfährt jetzt grade das großmäulige Ork Iyad ag Ghaly, Führer der malischen Islamistengruppe „Ansar al Dine“ (1).

Take it easy, Ivad, you’re not alone! Naziran und das Herz der Finsternis, Taliban-Pakistan, werden ebenfalls Deinen schmerzhaften Weg in die Bedeutungslosigkeit gehen. Die Welt hat genug von diesen barbarischen Gewalttätern.

Lesen Sie ein Portrait des Jihadisten von dem exzellenten FAZ-Korrespondenten Thomas Scheen (2).

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Talib

Der Führer der malischen Islamistengruppe „Ansar al Dine“, Iyad ag Ghaly, scheint sich verkalkuliert zu haben. Offenbar hatte der Tuareg nicht an die Bereitschaft Frankreichs geglaubt, notfalls allein gegen die Radikalen in Mali vorzugehen. Seit Freitag vergangener Woche sind Ghalys Gotteskrieger auf der Flucht. Ob sich damit der Spuk des Islamismus im Norden Malis seinem Ende nähert, bleibt abzuwarten. Ghaly aber, der politische Kopf der Radikalen, ist in ernsten Schwierigkeiten. Er wird seinen Verbündeten von „Al Qaida im islamischen Maghreb“ (Aqim) und „Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika“ (Mujao) erklären müssen, wie er sich derart irren konnte und warum so viele Mudschahedin jetzt tot sind. Und warum das Geschäft mit Geiseln und Drogentransporten inzwischen bedroht wird.

Dabei hatte Ghaly sie alle um den Finger gewickelt: Der malischen Regierung hatte er vorgegaukelt, ernsthaft an Friedensverhandlungen interessiert zu sein. Doch wie dieser Mann funktioniert, war spätestens klargeworden, als er dem Vermittler in der malischen Krise, dem burkinischen Präsidenten Blaise Compaoré, mitteilen ließ, er habe jeglicher Form des Terrorismus abgeschworen, um kurz darauf mit den Terroristen von Aqim und Mujao die Offensive auf Konna zu planen.

Iyad ag Ghaly, der in seiner Heimatregion als Respektsperson gilt, hat sich von einem nationalistischen Tuareg zu einem waschechten Talib entwickelt. Ghaly schloss als Anführer einer Tuareg-Rebellion 1990 einen Friedensvertrag mit Bamako, weil er den Zusagen der Regierung, die zurückgebliebene Region Azawad zu entwickeln, glaubte. Dafür haben ihn rivalisierende Tuareg-Gruppen lange gescholten. Die ersten Kontakte Ghalys zu radikalen Islamisten entstanden mutmaßlich um 2000, als die algerische Terrorgruppe „Groupe salafiste pour le combat et la prédication“ (GSPC) mit Geiselnahmen ausländischer Touristen – darunter auch Deutschen – auf sich aufmerksam machte. Ghaly empfahl sich als Vermittler zwischen den Terroristen und der Regierung in Bamako. Diese Rolle behielt er bei, als sich die GSPC 2007 in Aqim umbenannte.

Offenbar wurden der Regierung in Bamako die guten Kontakte des Tuareg-Führers unheimlich. Ghaly wurde aus Mali „weggelobt“. 2008 trat er einen Posten im malischen Konsulat in Dschidda in Saudi-Arabien an. 2010 tauchte Ghaly wieder in Mali auf. Offiziell hieß es, er sei auf Wunsch des malischen Außenministeriums zurückgekehrt. Tatsächlich aber hatten ihn die Saudis ausgewiesen, nachdem Ghaly auffällig engen Kontakt zu bekannten Radikalen aus Pakistan unterhalten hatte. Anfang 2012 hängte sich Ghaly an die Tuareg-Rebellen der „Nationalen Befreiungsbewegung für Azawad“ (MNLA), und als diese fast den gesamten Norden erobert hatten, ließ Ghaly seine Gotteskrieger von der Leine und führte die inzwischen faktisch machtlose MNLA vor. Das alles hätte den Verhandlungsführern in der malischen Krise eine Lehre sein sollen, als sie Ansar al Dine an den Verhandlungstisch baten und Ghaly damit die Zeit gaben, eine neue Offensive vorzubereiten.

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Time am 14. Januar 2013

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Ansar_Dine
2) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/iyad-ag-ghaly-im-portrait-talib-12023907.html

Ein weiterer Sieg des Counterjihad

1. Oktober 2012

Von Thomas Scheen erschien in der heutigen FAZ ein Bericht aus Somalia, der auch online steht (1). Demnach sind die mohammedanistischen Shaabab-Milizen in Kismayo ausgeräuchert worden.

Eine globale Zivilisation kann wohl unterschiedliche Kulturen vereinen, nicht jedoch destruktiv eingestellte Großräume zulassen, in der inhumane und verbrecherische Gesetze gelten.

Die Tage des Mohammedanismus sind gezählt. Zunächst wird ihm die Möglichkeit genommen, Gewalt auszuüben. Der Rest wird sich von selbst erledigen (2).

Afghanistan, Irak, Nordafrika, Ostafrika – wir werden ihm keine Ruhepause mehr lassen. Unser Ziel ist, dass er geht: mit einem Winseln.

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Shaabab kündigt Guerillakrieg an

Die radikale islamistische Shabaab-Miliz hat sich nach dem Angriff kenianischer Streitkräfte aus ihrer letzten Bastion, der somalischen Hafenstadt Kismayo, zurückgezogen. Die Miliz will sich künftig auf die „Guerilla-Taktik“ verlegen.

Die radikale islamistische Shabaab-Miliz in Somalia hat sich nach dem Großangriff kenianischer Streitkräfte am Wochenende aus der Hafenstadt Kismayo zurückgezogen. Ein Sprecher der mit Al Qaida verbündeten Extremisten bezeichnete den Rückzug als „taktische Neuaufstellung“ und kündigte an, die Miliz werde sich künftig auf eine „Guerilla-Taktik“ verlegen. Wohin Al Shabaab ausgewichen ist, ist unklar.

Das zu der Eingreiftruppe der afrikanischen Union für Somalia, Amisom, gehörende kenianische Kontingent hatte Kismayo am Freitag von Land und von See aus angegriffen. Mehrere hundert Soldaten waren unterstützt von Kampfhubschraubern von Landungsbooten am Strand von Kismayo abgesetzt worden. Nach kenianischen Informationen sollen bei den folgenden Kämpfen auch zwei Shabaab-Kommandeure getötet worden sein. Über eigene Verluste wurden von kenianischer Seite zunächst keine Angaben gemacht.

Nach telefonischen Berichten von Bewohnern Kismayos kam es nach dem Abzug der Shabaab-Kämpfer in der Stadt zu Racheakten, bei denen in mindestens vier Fällen bekannte Shabaab-Sympathisanten auf offener Straße gelyncht worden sein sollen. Bislang sind die Amisom-Soldaten aus Sorge vor Sprengfallen noch nicht in das Stadtzentrum vorgedrungen, sie waren am Wochenende damit beschäftigt, ihre Stellungen an den Ortszufahrten auszubauen.

Der Fall von Kismayo ist die dritte große militärische Niederlage von Al Shabaab innerhalb von zwölf Monaten. Im August vergangenen Jahres waren die radikalen Islamisten von der Amisom-Truppe aus Mogadischu vertrieben worden, vor Monatsfrist wurde die südlich der Hauptstadt gelegene Hafenstadt Marca von der afrikanischen Eingreiftruppe zurückerobert. Der Fall von Kismayo ist auch deshalb von entscheidender Bedeutung, weil die Stadt das Handelszentrum der Islamisten war.

Über den Hafen bezog die Shabaab-Miliz nicht nur Waffen und Munition aus Eritrea und Iran, sondern exportierte auch Vieh und große Mengen an Holzkohle. Die jährlichen Einnahmen aus diesen Geschäften werden auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. Ohne diese Einkommensquellen dürfte es Al Shabaab schwerfallen, ihre weniger religiös sondern vielmehr finanziell motivierten Kämpfer bei der Stange zu halten. In den Außenbezirken von Mogadischu hatten sich zu Beginn vergangener Woche mehr als 200 ehemalige Shabaab-Kämpfer der Amisom-Truppe ergeben.

Al Shabaab drohte am Wochenende mit weiteren Bombenanschlägen auf die Repräsentanten der neuen somalischen Regierung unter Präsident Hassan Sheikh Mohamud und alle anderen „Feinde des Islam“. Zwei Tage nach der Amtseinführung von Sheick Mohamud hatten drei Selbstmordattentäter versucht, ihn zu töten. Am vergangenen Samstag waren in Mogadischu abermals zwei Journalisten erschossen worden, womit die Zahl der ermordeten Pressevertreter seit Jahresbeginn auf 15 stieg. Zudem kam es am Sonntag in der kenianischen Hauptstadt Nairobi zu einem Granatenangriff auf eine Kirche, bei dem mindestens ein Kind getötet wurde und zahlreiche weitere verletzt wurden. In der Folge griff ein Mob Mitglieder der somalischen Gemeinschaft im Stadtteil Pangani an. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen. An der Grenze zu Somalia nahm die kenianische Polizei ebenfalls am Sonntag acht Somalier fest, die Waffen und Sprengstoff mit sich führten.

Kenia hatte sich aus dem seit 2007 tobenden Kampf zwischen den radikalen Islamisten und der somalischen Übergangsregierung mit Rücksicht auf die große Gruppe von gebürtigen Somaliern im eigenen Land stets herausgehalten. Im vergangen Jahr aber war es im Grenzgebiet zu Somalia immer wieder zu Überfällen und Geiselnahmen unter anderen von Europäern gekommen, woraufhin die kenianische Armee im Oktober nach Somalia einmarschiert war. Wenige Monate später wurden die Kenianer offiziell in die Amisom-Truppen integriert, womit sie die finanzielle Last der Militäraktion an die Europäische Union weitergeben konnten, die die afrikanische Eingreiftruppe weitgehend finanziert. Gegenwärtig zählt die Amisom 17.000 Soldaten aus Kenia, Uganda und Burundi.

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Time am 1. Oktober 2012

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/somalia-shaabab-kuendigt-guerillakrieg-an-11909290.html
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/29/mohammedanismus-gewalt-0/

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PS: Next stop Mali
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/deutschland-will-keine-truppen-schicken-amerika-befuerwortet-militaereinsatz-in-mali-11910956.html

To know him is to hate him (#6)

21. September 2012

In der FAZ vom 17. September hatte Thomas Scheen ein besonders abartiges Ork vorgestellt, nämlich den sudanesischen Vizepräsidenten Ali Osman Taha. Dieser ist ein übler Rassist und Völkermörder, mithin das, was sich die Mohammedanisten unter einem Vorbild  vorstellen. Übrigens, er hat keinen Gebetsfleck auf der Stirn.

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Strippenzieher

Die amerikanische Regierung wusste genau, bei wem sie sich über die versuchte Erstürmung ihrer Botschaft in der sudanesischen Hauptstadt Khartum zu beschweren hatte. Nicht bei Außenminister Ali Ahmed Kerti, dessen Brandrede maßgeblich verantwortlich war für den Sturm auf mehrere Botschaften, und auch nicht bei Präsident Omar al Baschir. Die Amerikaner ließen Vizepräsident Joe Biden zum Telefon greifen, um seinem sudanesischen Gegenüber Ali Osman Taha die Leviten zu lesen. Taha gilt als die graue Eminenz im undurchsichtigen Gestrüpp der sudanesischen Führung, wo es zwar ein Kabinett gibt, aber alle politischen Entscheidungen von einem „Rat der Neun“ getroffen werden. Die Besetzung dieses Rates ist ein gut gehütetes Geheimnis. Sicher ist nur, dass die Generalität mitredet und dass Taha dort seit langem sitzt.

Der Jurist Taha ist seit 1993 eine Größe in der sudanesischen Politik. Er diente als Minister für Soziales (1993–1995), als Außenminister (1995–1998), als Erster Stellvertretender Präsident (1998–2005), als Zweiter stellvertretender Präsident (2005–2011) und seither wieder als Erster Vize. Nebenher ist er Generalsekretär des „Islamic Movement“, eines Sammelbeckens fundamentalistischer Strömungen, und als solcher für Baschir unverzichtbar. Der hatte sich 1989 mit Hilfe der Fundamentalisten an die Macht geputscht, den populären Prediger Hassan al Turabi aber 1999 kaltgestellt. Es war Taha, der anschließend die Scherben der fundamentalistischen Bewegung in Sudan zusammenkehrte und bei gleicher Gelegenheit zum mächtigsten Mann innerhalb der islamistischen Parteienlandschaft aufstieg. Baschir kontrolliert die Armee. Taha aber kontrolliert die Straße.

Im Ausland bekannt wurde der Mann vor allem durch sein persönliches Engagement bei den Friedensverhandlungen mit Südsudan 2005. Weniger bekannt ist, dass Taha 2003 den Anführer der berüchtigten Djandjawid-Milizen in Darfur, den Berufsverbrecher Musa Hilal, aus dem Gefängnis entließ und ihm den Befehl erteilte, Darfur von den „Zurgas“ zu befreien, wie Schwarzafrikaner von Arabern in Sudan abfällig genannt werden. Die Bewaffnung der Djandjawid wie auch ihre Kooperation mit der Armee sollen aus Tahas Büro gesteuert worden sein. Gleichwohl wurde nicht Taha wegen der Greuel in Darfur vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag angeklagt, sondern Omar al Baschir. Ein Grund dafür mag gewesen sein, dass Taha und der sudanesische Geheimdienstchef Salah Gosh trotz aller verbalen Attacken gegen Amerika die amerikanischen Dienste über Jahre hinweg mit sensiblen Informationen über die Befindlichkeit der sudanesischen Innenpolitik versorgt haben.

Dass Taha Baschir als Präsident beerben will und ihm die Anklage in den Niederlanden folglich gelegen kam, ist ein offenes Geheimnis. Doch kaum war der Haftbefehl 2009 ausgestellt, wurde der umtriebige Geheimdienstchef Gosh unsanft von Baschir aus dem Amt entfernt. Um Baschir trotzdem ablösen zu können, scheint Taha sich seither auf seine alte Stärke besonnen zu haben, nämlich die Kontrolle über die Fundamentalisten.

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Time am 21. September 2012

Ursache: Nazislahm

23. Februar 2012

Orkfaschisten der Shabaab-Horde auf der Pirsch

Wir sind keine Orks, und deshalb lieben wir die kontroverse Debatte. Dennoch ist es auch sehr angenehm, wenn man mal eine Ansicht zur Kenntnis nehmen muss, die zu 100% mit der eigenen übereinstimmt. Lesen Sie den heutigen Leitartikel der FAZ von Thomas Scheen, der sich mit den Ursachen angeblicher Hungersnöte in Ostafrika auseinandersetzt. Erfreuen Sie sich an 100% Counterjihad.

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Hunger

Wieder drohen in Afrika Hungersnöte. Doch über
die wahren Ursachen herrscht Schweigen.

Wie schnell es gehen kann: Gerade einmal sechs Monate ist es her, da wurde der Welt erklärt, dass in Somalia sowie in Teilen von Kenia und Äthiopien bis zu zwölf Millionen Menschen vom Hungertod bedroht seien. Grund dafür seien eine lang anhaltende Dürreperiode und zwei Missernten. Die Vereinten Nationen forderten 1,6 Milliarden Dollar zur Bekämpfung dieser Hungersnot, und die Internationale der Nichtregierungsorganisationen tat, was sie immer tut in so einem Fall: Sie rief – untermalt mit drastischen Bildern – zu Spenden auf.

Sechs Monate später gibt es keine Hungersnot mehr in Somalia. Ganz offiziell. Somalia, so ließ das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen zu Beginn des Monats in Nairobi verkünden, sei nicht mehr „aktuell von Hunger bedroht“. Die Lebensmittelversorgung in allen zuvor als Krisengebiete identifizierten Regionen sei inzwischen stabil. Der neue Befund hat mit den teilweise hysterischen Versuchen, Nahrung um jeden Preis nach Somalia bringen zu wollen, nur wenig zu tun. Die Regenfälle in der Region waren ergiebig, die Ernten dementsprechend gut.

Wie viele Menschen tatsächlich an Unterernährung gestorben sind, weiß niemand. Die Zahlen, die von den Hilfsorganisationen verbreitet werden, nämlich mehrere zehntausend Opfer, sind genauso aus der Luft gegriffen wie die Zahl der auf dem Höhepunkt der Krise angeblich vom Hungertod Bedrohten, die mit der kompletten Einwohnerschaft der Niederlande gleichgesetzt wurde.

Trotz der verbesserten Nahrungslage seien mehr als zwei Millionen Somalier und damit ein Drittel der Gesamtbevölkerung nach wie vor bedroht, teilten jetzt die Vereinten Nationen mit. Das Welternährungsprogramm rechnete vor, dass genau hundert Tage Zeit blieben, bis zur nächsten Regenzeit, um eine neue Hungersnot abzuwenden. Doch wo genau droht die Not? In Kenia, Äthiopien oder auch den selbstverwalteten somalischen Regionen nördlich der Hauptstadt Mogadischu hat sich die Lage so verbessert, dass die Menschen mit der neuen Ernte Vorräte anlegen können. Wo das nicht der Fall ist, regiert die radikalislamische Terrorgruppe al Shabaab. Das ist mit Sicherheit kein Zufall.

Hunger im 21. Jahrhundert ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Lebensmittel stehen jederzeit an jedem Ort der Welt zur Verfügung, wenn auch zu einem hohen Preis. Das ist das Fazit eines Symposions an der Harvard-Universität, wo sich vor einiger Zeit namhafte Forscher über das „Phänomen Somalia“ gebeugt haben. Heutzutage seien Hungersnöte immer von Menschen gemacht, so die Forscher. Der verheerende, von Menschen gemachte Faktor in der somalischen Lebensmittelkrise sei die Terrorgruppe al Shabaab. Wenn man also den Hunger und die sich wiederholenden Lebensmittelengpässe in Somalia ausrotten will, muss man das Grundübel beseitigen: die Extremisten.

Es war der Hunger oder, genauer gesagt, der Versuch von al Shabaab, die hungrigen Menschen mit Lebensmittelzuteilungen zu erpressen, der die Bärtigen die letzten Sympathien in Mogadischu gekostet hat und sie schließlich zur Aufgabe der Stadt bewog; auch die fortgesetzten Angriffe der Friedenstruppe der Afrikanischen Union, Amisom, trugen dazu bei. Doch weil es viel Geld für Lebensmittel, aber kein Geld für eine Truppenverstärkung von Amisom gab, konnte sich al Shabaab ungehindert im Süden des Landes festsetzen – der Gegend, von der die Vereinten Nationen vermutlich zu Recht glauben, dort seien immer noch mehr als zwei Millionen Menschen in Not. Die Region galt einst als der „Brotkorb Somalias“, weil sie über ein ausgeklügeltes, noch von den italienischen Kolonialherren errichtetes Bewässerungssystem verfügt. Nun also wird wieder darüber nachgedacht, wie man al Shabaab schöne Augen machen kann, um doch noch ein bisschen helfen zu dürfen. Damit wird aber das eine Übel mit dem noch größeren Übel bekämpft. Es wäre deshalb an der Zeit, dass die Hilfsorganisationen einer militärischen Intervention nicht länger im Wege stehen. Die Schrecken, die eine solche Intervention bedeutet, verwandeln sich langfristig in ein ausgesprochen humanitäres Unternehmen.

Doch die Karawane zieht unterdessen weiter: Die Organisationen warnen vor einer „Lebensmittelknappheit“ und einer „drohenden Hungersnot“ auch im Sahel, insbesondere in Niger, und appellieren an das „Gewissen der Welt“. Auch das gab es schon einmal: 2005, als in Niger eine Ernte ausgeblieben war. Wie in Somalia ist auch die Krise in Niger eine von Menschen gemachte. Ihren Ursprung hat sie in einem Bevölkerungswachstum, das dafür sorgt, dass immer mehr Menschen von den Erträgen immer kleinerer Parzellen ernährt werden müssen. Der Hunger wird sich deshalb so lange verschlimmern, solange die Ursache dafür nicht angegangen wird: ein islamischer Bildungskodex, der – befeuert durch die Koranschulen – Mädchen Bildung verweigert und Frauen auf die Rolle von Gebärmaschinen reduziert. Darüber schweigen die Hilfsorganisationen. Wirklich geholfen ist damit niemandem.

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Time am 23. Februar 2012 

Südsudan in Schwierigkeiten

13. Februar 2012

Für Südsudan bleibt die Lage schwierig. Das Land ist reich an Öl, aber es ist auf die Pipeline in den mohammedanistischen Norden angewiesen, mit dem ein latenter Kriegszustand herrscht. Thomas Scheen berichtete in der heutigen FAZ.

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Einigung auf Nichtangriffspakt

Nord- und Südsudan verhandeln über Ölvorkommen

Nord- und Südsudan haben sich am Wochenende in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba auf einen „Nichtangriffspakt“ geeinigt. In dem von der Afrikanischen Union (AU) vermittelten und von den Geheimdienstchefs beider Länder unterzeichneten Abkommen verpflichten sich beide Seiten, gegenseitig die „territoriale Souveränität und Integrität“ zu respektieren, sich nicht in innere Angelegenheiten des anderen einzumischen und Konflikte nicht mit Gewalt zu lösen. Südsudan hatte im Juli vergangenen Jahres seine Unabhängigkeit von Sudan erklärt. Die Beziehungen zwischen Nord- und Südsudan gelten seither als extrem angespannt. Beide Seiten verdächtigen sich gegenseitig, Rebellionen auf ihrem jeweiligen Territorium zu finanzieren.

Der maßgeblich von dem ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki vermittelte „Pakt“ dient aber vor allem als Rahmen für die am Wochenende wiederaufgenommenen Verhandlungen über die Aufteilung der Ölreserven zwischen den beiden Ländern. Drei viertel aller bekannten sudanesischen Ölvorkommen liegen im Süden, doch ist Südsudan auf die Infrastruktur des Nordens – vor allem eine Pipeline quer durch das Land zum Verladehafen von Port Sudan – angewiesen, um sein Öl zu vermarkten. Über den Preis zur Nutzung dieser Infrastruktur konnten sich die beiden Länder bisher nicht einigen. Vor einem Monat hatte Südsudan seine gesamte Produktion von rund 350 000 Fass am Tag eingestellt, weil es Nordsudan unterstellt, bis zu 1,7 Millionen Fass als „Bezahlung in Naturalien“ abgezapft zu haben. Der Streit um das Öl hat inzwischen dazu geführt, dass sowohl der südsudanesische Präsident Salva Kiir als auch sein nordsudanesischer Gegenspieler Omar al Baschir einen neuen Krieg nicht mehr ausschließen.

Für beiden Seiten steht finanziell viel auf dem Spiel. Nordsudan hat mit der Unabhängigkeit des Südens und dem Verlust der Ölfelder 36 Prozent seiner jährlichen Einnahmen eingebüßt. Südsudan wiederum bestreitet zwischen 95 und 98 Prozent seiner Einnahmen mit dem Verkauf seines Öls. Wie Juba die Funktionstüchtigkeit seiner Verwaltung und vor allem seiner auf 200.000 Mann geschätzten Armee und Polizei aufrechterhalten will, sollte der Förderstopp noch länger dauern, weiß zurzeit niemand zu beantworten. Jetzt schon belaufen sich die Gehaltszahlungen für den öffentlichen Dienst und die Armee auf knapp 50 Prozent des südsudanesischen Haushalts.

Ob der in Addis Abeba geschlossene „Nichtangriffspakt“ hilft, die anderen Streitpunkte zwischen Norden und Süden zu beseitigen, bleibt abzuwarten. Trotz vieler Vermittlungsversuche konnte sich Khartum und Juba bislang nicht auf eine endgültige Demarkation der künftigen gemeinsamen Grenze einigen. Umstritten ist vor allem die Region Abyei, in der Öl vermutet wird, die zudem aber auch Schauplatz großer ethnischer Spannungen ist, weil die Region etwa zur Hälfte von Anhängern der südsudanesischen Regierung wie der nordsudanesischen Regierung bewohnt wird. In den Provinzen Blue Nile und Südkordofan wiederum geht die nordsudanesische Armee mit brachialer Gewalt gegen Rebellengruppen vor, denen sie unterstellt, von Südsudan finanziert zu werden. In beiden Provinzen, die nominell unter nordsudanesischer Verwaltung stehen, sollten im vergangenen Jahr ursprünglich Volksbefragungen für oder gegen einen Verbleib bei Khartum abgehalten werden, die aber abgesagt worden sind. In beiden Provinzen scheint die Mehrheit der Bevölkerung auf Seiten Südsudans zu stehen. Mehr als 140.000 Menschen sind vor den Kämpfen inzwischen aus den beiden Provinzen geflohen und haben sich entweder in Südsudan oder Äthiopien in Sicherheit gebracht.

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Time am 13. Februar 2012

Holt ihn euch!

17. Oktober 2011

Als ich vor kurzem schrieb, „Südsudan braucht unsere Hilfe“ (1), war mir klar, dass meine persönlichen und die Hilfsmöglichkeiten meiner Leserinnen und Leser begrenzt sind. Um so mehr freute es mich, heute aus der FAZ zu erfahren, dass unsere amerikanischen Freunde handeln. Sie werden sich den bestialischen Warlord Joseph Kony vorknöpfen, der zur Schande Gottes dessen Namen für seine Räuberarmee „Lords Resistance Army“ missbraucht und 60.000 Kindersoldaten rekrutiert hat (2). Er war jahrelang von den nordsudanesischen, mohammedanistischen Völkermördern unterstützt worden. Thomas Scheen in der FAZ:

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Amerikanische Elitesoldaten machen Jagd auf Kony

Südsudan: Jedes Bündnis gegen ihn ist ein gutes Bündnis

Die amerikanische Regierung wird in den kommenden Tagen 100 Elitesoldaten nach Zentralafrika abkommandieren, um die ugandische Terrorgruppe „Lord Resistance Army“ (LRA) zu bekämpfen. Das teilte Präsident Barack Obama dem amerikanischen Senat am Freitagabend in einem Brief mit. Die amerikanischen Soldaten sollen dabei helfen, den LRA-Führer Joseph Kony „unschädlich“ zu machen. Ein Vorauskommando sei bereits in Uganda eingetroffen. (…)

Die Entsendung amerikanischer Spezialisten wurde von den Regierungen in Zentralafrika am Wochenende ausdrücklich gelobt. Die als extrem brutal bekannte LRA operiert in Uganda, Südsudan, Kongo und der Zentralafrikanischen Republik und hat in jedem dieser Länder eine Blutspur hinterlassen. „Auf eine solche Hilfe warten wir seit langer Zeit, weil wir Kony allein nicht loswerden“, sagte der Verteidigungsminister der Zentralafrikanischen Republik, Jean-Francis Bozizé. Aus Südsudan, Uganda und aus Kongo-Kinshasa waren ähnliche Reaktionen zu hören. „Jedes Bündnis gegen die LRA ist ein gutes Bündnis“, sagte der Sprecher der südsudanesischen Armee, Philip Aguer.

Die „Lord Resistance Army“ war 1988 als Reaktion auf die Machtergreifung von Yoweri Museveni in Uganda gegründet worden. Angeblich ging es Kony damals um die Schaffung einer Republik, die sich an den zehn Geboten der Bibel orientiert. Die Terrorangriffe der LRA haben im Norden Ugandas in den vergangenen 20 Jahren mindestens 30 000 Todesopfer gefordert und 1,8 Millionen Menschen zur Flucht veranlasst.  (…)

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Die „Welt“ hatte schon vor zwei Tagen über die Aktion berichtet (3):

„Trotz ‚Gefechtsausrüstung’ sollen die US-Soldaten den Angaben zufolge nicht selber kämpfen, sondern das ugandische Militär lediglich beraten und unterstützen. Möglich seien auch Einsätze im Südsudan, in der Zentralafrikanischen Republik und in der Demokratischen Republik Kongo.“

Aber sicher, die Gefechtsausrüstung tragen die nur, weil die so verdammt cool aussieht…

Mich brachte der Fall auf eine Idee, wie man solche Einsätze nicht nur ohne Verluste finanzieren sondern vielleicht sogar noch Gewinn damit machen könnte. Mir kommen nämlich ziemlich abenteuerliche Bilder à la „Blood Diamond“ (4) oder „Body of Lies“ (5). Wenn man der Strafexpedition nun ein Kamerateam samt fliegender Kameras und anderem Schnickschnack mitgäbe, würde dabei mit Sicherheit ein großartiger dokumentarischer oder halbdokumentarischer Film herauskommen, den wir alle gerne sehen würden. Man könnte das auch als Serie konzipieren. Wir alle könnten fast live mitfiebern, bis der Satanist endlich zur Strecke gebracht worden ist. Als seine Asche schließlich in den Fluss geschüttet wird, sagt einer: „Democracy, we deliver“ – und dann Abspann.

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Time am 17. Oktober 2011

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/04/05/sudsudan-braucht-unsere-hilfe/
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Kony
3) http://www.welt.de/politik/ausland/article13662176/100-US-Soldaten-gegen-Ugandas-brutalste-Rebellen.html
4) http://de.wikipedia.org/wiki/Blood_Diamond
5) http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Mann,_der_niemals_lebte