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Ignorant, überheblich und instinktlos

13. Mai 2017

Bild: https://rechtsvorlinks.wordpress.com/

Ulrich Sahm schrieb bei „Audiatur“ über das unsägliche Gefasel von Siggi Pop (1).

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Das jüngste Gerücht über Israel

Israel kann sich vor der Flut falscher, giftiger und gehässiger Anwürfe kaum mehr retten. Dabei geht es nicht um die sogenannten „fake-news“ aus sozialen Medien, sondern um gezielte Diffamierung im Namen der Diplomatie.

Deutschlands SPD-Aussenminister Sigmar Gabriel, bekanntlich auch Vizekanzler in der grössten europäischen Demokratie, erklärte gegenüber dem Hamburger Abendblatt: „Die aktuelle Regierung sei nicht Israel, auch wenn sie das gern so darstelle.“

Man muss die israelische Regierung oder gar ihren Premierminister weder mögen noch der Politik zustimmen. Zu behaupten, sie sei nicht Israel, ist ein grundsätzlicher Verstoß gegen die Regeln der Demokratie. Benjamin Netanjahu ist nun mal demokratisch gewählt und hat gemäss allen Regeln der Kunst eine Mehrheitskoalition auf die Beine gestellt. Würde Gabriel auch behaupten, dass Frau Merkel nicht für Deutschland spricht und Herr Trump nicht für die USA?

Und wenn Gabriel schon so Israels Regierung delegitimiert, warum schweigt er zu seinem „Freund“ Mahmoud Abbas, der seit 2006 nicht wiedergewählt worden ist und mit der Auflösung des Parlaments die Demokratie in der Autonomiebehörde abgeschafft hat? Über die demokratische Legitimation der Hamas im Gazastreifen müssen hier wohl keine Worte verloren werden. Gleichwohl hatte ausgerechnet Gabriel bei einem seiner Besuche in Nahost von Israel gefordert, diese palästinensische Partei anzuerkennen. Wo in der Welt anerkennen Staaten politische Parteien anderer Länder und über was sollten sie mit ihnen verhandeln? Die Frage, ob Israel nun auch die NPD oder die AFD anerkennen sollte, beantwortete er mit einem lauten Lachen und brach dann das Gespräch abrupt ab.

Die „National- Religiösen“ – wo sind sie?

In deutschsprachigen Medien wird die israelische Regierung gerne als „national-religiös“ bezeichnet. Die Likudpartei Netanjahus ist vielleicht „national“, aber gewiss nicht religiös. Die Partei des Finanzministers Kachlon passt weder in die eine, noch in die andere Schublade. Die „Frommen“ in der Koalition bedienen nicht das Klischee „Siedlungspolitik“. Sie kümmern sich um die Einhaltung der Sabbatgesetze, also rein innenpolitische Angelegenheiten, die in den Medien im Ausland kaum oder keinen Widerhall erfahren.

Und wenn schon die jetzige israelische Regierung plump und verfälschend als „national-religiös“ definiert wird, kommt man beim Gedanken an Deutschland schnell auf fiese Parallelen. Kanzlerin Angela Merkel ist doch Parteivorsitzende der CDU. Wegen des „hohen C“ im Namen dieser rechtskonservativen Partei müsste sie eigentlich als „national-religiös“ bezeichnet werden. Und wie müsste nun die Grosse Koalition der „nationalen“ CDU mit der „sozialistischen“ SPD bezeichnet werden? Der Anstand verbietet es, in Deutschland die Bezeichnung „National“ und „Sozialistisch“ zu einem Wort zusammen zu ziehen.

Wäre „Israelkritik“ ein Parteiprogramm, …

Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung hat in einer neuen Studie herausgefunden, dass der „moderne Antisemitismus“ in Deutschland seit 2014 von 28% auf 40% im Jahr 2016 angestiegen ist. Die entscheidende Aussage lautete: “Aufgrund der Politik Israels, kann ich verstehen, dass die Leute etwas gegen die Juden haben.” So wird die Studie in der Jerusalem Post zitiert.

Bemerkenswert ist, dass es keinen ähnlichen Begriff für Kritik an anderen Ländern gibt, in denen Menschenrechtsverbrechen und Verstösse gegen das Völkerrecht drastischer sind als vermeintlich in Israel: Syrien, Irak, Jemen und anderswo. Allein anhand dieser Studie kann man sehen, dass Aussenminister Gabriel mit seinem Eklat in Israel innenpolitisch, im Vorfeld der Neuwahlen im September, nur positiv punkten konnte. Es ist anzunehmen, dass er diese Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung kannte und als profilierter Politiker auch wusste, daraus Kapital zu schlagen.

Eine Woche später kam der Bundespräsident Dr. Frank Walter Steinmeier. Ebenfalls SPD-Genosse wie Gabriel, doch in anderer Rolle, um in Israel nun wieder die „Wogen zu glätten“.

…könnte man damit in Deutschland Wahlen gewinnen

Erneut wurde berichtet, als hätten die Medien nichts verstanden. Wieder wurde behauptet, dass Netanjahu den „Eklat“ mit Gabriel provoziert habe, weil er keine Treffen mit „regierungskritischen Organisationen“ dulde. Steinmeier reagierte darauf – ohne Netanjahu beim Namen zu nennen – in seiner Rede in der Hebräischen Universität mit „klaren Worten“: „Sprechverbote helfen nicht beim Verstehen, und sie schaffen kein Verständnis“, sagte Steinmeier. Und weiter: „Wer seine Stimme erhebt, wer Kritik übt, der ist kein ‚Volksverräter‘, sondern eigentlich ein Volksbewahrer.“

Ohne „Breaking the Silence“ und „B’Tselem“zu nennen, lobte der Bundespräsident deren zivilgesellschaftliches Engagement in Israel. Sie verdienten „unseren Respekt als Demokraten auch dann, wenn sie einer Regierung kritisch gegenüber stehen“. Wer hingegen die Pluralität von Gesellschaft ablehne, „stellt sich selbst ins Abseits“. Soweit der Spiegel.

Ein Schlag ins Gesicht für jeden Israeli

Netanjahu hat sich allein gegen die Organisation „Schweigen Brechen“ gewandt und das ausdrücklich nicht wegen „Regierungskritik“ oder wegen „Siedlungspolitik“, sondern allein wegen deren fraglichen Methoden und unnachweisbaren Behauptungen, israelische Soldaten pauschal als Kriegsverbrecher darzustellen. Das konnte, durfte und wollte Netanjahu als gewählter Premier nicht unmittelbar vor dem Jom haZikaron hinnehmen. Dieser Feiertag ehrt alle Soldaten der israelischen Armee, welche in Kriegen oder bei Terroranschlägen gefallen sind. Am Jom haZikaron wird auch der Zivilisten gedacht, die Opfer des palästinensischen Terrorismus geworden sind. Der Tag beginnt am Vorabend um 20 Uhr (nach dem jüdischen Kalender beginnen die Tage mit dem Sonnenuntergang) mit dem einminütigen Signalton einer Sirene. In dieser nationalen Schweigeminute hält das gesamte Land den Atem an, die Israelis gedenken der Opfer und zeigen ihren Respekt. Und man kennt die Namen wirklich. Jeder tote Soldat, jeder ermordete Zivilist wird nach den Anschlägen namentlich erwähnt und vom ganzen Land betrauert. Unvorstellbar, dass man in Israel mit Terroropfern so anonym umgehen würde, wie in Berlin nach dem Anschlag am Breitscheidplatz.

Der Gedenktag geht in den Unabhängigkeitstag nahtlos über. Hier erinnern sich die Menschen daran, welcher Preis für die Unabhängigkeit bezahlt werden musste und was durch das Opfer der Soldaten erreicht wurde. Die meisten Israelis haben in der Armee gedient. Es gibt wohl keinen Israeli, der nicht mindestens einen Gefallenen persönlich kannte. Eine Diffamierung der IDF ausgerechnet beim Besuch deutscher Volksvertreter konnte nicht übler platziert werden, als im Umfeld dieses nationalen Trauertages.

Und wenn Steinmeier nun behauptete, Kritiker seien keine „Volksverräter“, so gibt es erstaunlicherweise sogar in Deutschland Vorgänge, die durchaus als Verrat gesehen werden. Warum sonst gibt es so viel Aufregung um den mutmasslich rechtsextremen und terrorverdächtigen Bundeswehrsoldaten Franco A.?

Am deutschen Wesen kann kein Israeli genesen

Es gibt kaum eine Familie in Israel, die keinen Soldaten stellt. Eine Kriminalisierung ihrer Soldaten, die täglich ihren Kopf hinhalten müssen, um das Land gegen militärische Angriffe, Raketenbeschuss oder Messerstecher-Terror zu verteidigen, ist weder für rechte, noch für linke israelische Demokraten hinnehmbar. Eine Diffamierung ihrer Söhne und Töchter, Väter und Grossväter, Kinder und Enkel als „Kritik“ zu bezeichnen und zu erwarten, dass das auch noch goutiert wird, ist ignorant, überheblich und instinktlos.

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Time am 13. Mai 2017

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1) http://www.audiatur-online.ch/2017/05/09/das-juengste-geruecht-ueber-israel/

Lecker, lecker Schweinefleisch

29. März 2017

Manchmal meint man, sich das destruktive Verhalten unser politisch-medialen Eliten nur durch Bestechlichkeit erklären zu können. Dann wiederum scheint eine unglaublich stumpfe Borniertheit vorzuliegen. Lesen Sie einen Artikel von Ulrich Sahm von „Audiatur“ (1).

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Abbas statt Netanjahu in Deutschland

Der 2006 zum letzten Mal für eine Kadenz von vier Jahren demokratisch gewählte und seitdem nicht mehr legitimierte 82 Jahre alte Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, hat einen vielbeachteten Besuch in Deutschland absolviert. Er wurde mit höchsten Ehren von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesaussenminister Sigmar Gabriel empfangen. Gabriel bezeichnete ihn als „mein Freund“. Regierungskonsultationen mit Israel hatte Deutschland zuvor abgesagt. Die Bundestagswahlen im September wurden als Vorwand für Merkels Terminengpässe angegeben.

Geschäfte mit Iran statt Sicherheit für Israel

Am 18. März 2008 hatte Angela Merkel aus Anlass des 60. Gründungstags Israels in der Knesset historische Sätze ausgesprochen: „Jede Bundesregierung und jeder Bundeskanzler vor mir waren der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels verpflichtet. Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heisst, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar. Und wenn das so ist, dann dürfen das in der Stunde der Bewährung keine leeren Worte bleiben. Deutschland setzt gemeinsam mit seinen Partnern auf eine diplomatische Lösung. Die Bundesregierung wird sich dabei, wenn der Iran nicht einlenkt, weiter entschieden für Sanktionen einsetzen… Nicht die Welt muss Iran beweisen, dass Iran die Atombombe baut; der Iran muss die Welt überzeugen, dass er die Atombombe nicht will.“

Merkel hat nie erklärt, welche konkreten Konsequenzen diese „Staatsraison“ habe, ob sie gar im Notfall die Bundeswehr schicken würde, falls Israel akut bedroht werde.

Als der damalige deutsche Vizekanzler Gabriel an derr Spitze einer grossen Wirtschaftsdelegation unmittelbar nach Aufhebung der Sanktionen nach Teheran reiste, um Milliardengeschäfte auszuhandeln, war von Israels Sicherheit nicht mehr die Rede. Im Gegenteil: Zeitgleich veröffentlichte der Iran, von niemandem beachtet, Vernichtungsdrohungen gegen Israel in Form von Propagandafilmchen: Da erschien das Wort „Holocaust“ in den Boden eingeritzt, ehe Tel Aviv mit einer iranischen (Atom-)Bombe in Schutt und Asche gelegt wurde.

Alternativlos und judenrein

Der Ausbau der jüdischen Siedlungen im Westjordanland führe zu einer „Erosion der Zweistaatenlösung“. Israels Zukunft als „ein jüdischer und ein demokratischer Staat“ sei auf diesem Weg auf Dauer nicht zu erhalten, warnte Merkel. „Ich sehe nach wie vor keine vernünftige Alternative für das Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung“, sagte die Kanzlerin am Freitag bei dem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Berlin. Sie träumt von der Errichtung eines „friedlichen Palästina“ neben Israel. Trotz aller Rückschläge sei das immer noch der beste Weg, den Nahostkonflikt zu beenden.

Dabei verliert sie kein Wort über die mörderische Hetze gegen Israel, die Verherrlichung von Terror und Terroristen, die täglich von Abbas und seiner Regierung propagiert werden.

Neu ist hier das Wort „vernünftig“. Offenbar hält sie es für „vernünftig“, dass der künftige Staat Palästina judenfrei sein müsse, wie es Abbas wiederholt forderte. Ebenso hält sie wohl eine erneute Teilung Jerusalems für vernünftig, obgleich sie die Teilung Berlins gewiss für unvernünftig gehalten hat. Kein Wort sagte sie zu den Heiligen Stätten des Judentums, darunter der Klagemauer, deren Zutritt 19 Jahre lang, während der Besatzung und Annexion durch Jordanien, für Juden verboten war.

Mit ihrer „Staatsraison“ sieht Merkel heute also ein Ende Israels vorher, falls Israel weiterhin „Siedlungen“ baue, wobei sie nicht zwischen den „Siedlungsblöcken“ und den überwiegend von Juden bewohnten Vierteln in Ostjerusalem einerseits und Vorposten im Westjordanland unterscheidet, die sogar aus Sicht der israelischen Regierung „illegal“ sind und teilweise geräumt wurden. Ist etwa der von Präsident Bill Clinton am 23. Dezember 2000 vorgeschlagene Verbleib der Siedlungsblöcke bei Israel im Tausch für israelisches Kernland zugunsten der Palästinenser als Teil einer Friedensregelung „unvernünftig“ gewesen? Man könnte zum Schluss kommen, dass Deutschland zwecks „Rettung“ Israels notfalls sogar ein Abrisskommando nach Israel schicken würde, um alle Siedlungen dem Erdboden gleich zu machen. Unglaubwürdig ist das Verhalten Deutschlands auch wegen der Absage der jährlichen Regierungskonsultationen nur wenige Tage vor dem offiziellen Besuch von Abbas. Für Gespräche mit Israels Regierung hatte Merkel keine Zeit, angeblich wegen der Neuwahlen im September. Doch um Abbas zu empfangen, konnte sie trotz der Wahlen im Saarland durchaus freie Zeit in ihrem Terminkalender finden. Ein Affront gegenüber Israel. Das offizielle Israel schwieg zu Merkels Termin – Engpässen, während die Medien deutsche „Wut“ über das israelische Regulierungsgesetz und den fortgesetzten Siedlungsbau als „wahren“ Grund für die Verschiebung der Konsultationen um ein Jahr angaben, in der deutschen Presse wie im Haaretz in Israel.

„Land für Krieg“

Merkel geht nicht darauf ein, dass Israel 2005 sämtliche Siedlungen im Gazastreifen und im Norden des Westjordanlandes geräumt und zerstört hat, wobei die palästinensische Antwort ein Beschuss von Israelis Städten mit etwa 12.000 Raketen war und eine mutwillige Zerstörung der von Israel zurückgelassenen Gewächshäuser mitsamt den teuren computergesteuerten Bewässerungsanlagen. Der fromme Spruch „Land für Frieden“ wurde umgedreht in „Land für Krieg“. Wenn es nur um den üblichen nahöstlichen Propagandakrieg ginge, Israel eines Apartheid-Regime, der ethnischen Säuberung, des Massenmordes und anderer Absurditäten „anzuprangern“, könnten die Israelis wohl damit leben. Doch die ausdrückliche Absicht der Palästinenser ist eine Abschaffung des jüdischen Staates und eine Vertreibung aller Juden, darunter auch aus der „Siedlung“ Tel Aviv. Diese Absicht wird teilweise von europäischen Staaten, darunter auch von Deutschland unter dem Vorwand mitfinanziert, die Menschenrechte zu schützen oder gegen die israelische Siedlungspolitik anzukämpfen.

Merkel erwähnte auch nicht, dass Abbas seit Jahren willkürlich alle Verhandlungen blockiert. Selbst als Ministerpräsident Benjamin Netanjahu 2009 zehn Monate lang den Siedlungsbau gestoppt hat, war Abbas dennoch dem Verhandlungstisch ferngeblieben.

Merkel monierte gegenüber ihrem Gast aus dem noch nicht ausgerufenen Staat Palästina lediglich: „wenn die Palästinenser Frieden wollen, ist es falsch, Israel in internationalen Gremien, einseitig anzuprangern“.

Die Siedlungen sind aus internationaler Sicht ein Stein des Anstosses und gar ein Friedenshindernis. Doch wenn Merkel in der Existenz Israels eine Staatsraison gesehen hat, scheinen jetzt die Siedlungen aus ihrer Sicht eine akute Gefahr für den Bestand Israels als jüdischer und demokratischer Staat geworden zu sein.

Angemerkt sei hier nur, dass selbst die extremsten Verfechter einer Annexion des Westjordanlandes nie behauptet haben, den faktisch schon bestehenden Quasi-Staat, nämlich die Autonomiebehörde, auflösen oder Israel einverleiben zu lassen. Und gewiss niemand denkt daran, den Gazastreifen zurückzuerobern und dessen 2 Millionen palästinensische Gegner Israels zu treuen Staatsbürgern zu machen. Dieser durchaus relevanten Feinheiten scheint sich Merkel nicht bewusst zu sein.

Schweinefilet für Abbas

Zum Abschluss seiner Deutschland-Visite wurde dem Holocaustrelativierer und Antisemiten Abbas auf der Dortmunder Zeche Hansemann der undotierte „Steiger Award“ für „Geradlinigkeit, Offenheit, Menschlichkeit und Toleranz“ überreicht. Mahmoud Abbas erhielt den Sonderpreis „Hoffnung auf Frieden“. Zuvor hatte der türkische Premier Erdogan 2012 den Steiger-Award für Toleranz verliehen bekommen. Der Preis ist nach dem Steiger im Bergbau benannt, der traditionell neben Umsicht, Verantwortungsbewusstsein und fachlicher Eignung einen christlichen, nüchternen und anständigen Lebenswandel aufweisen sollte. Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas (82) kam mit zwölf Leibwächtern, vier Notärzten und zwei Kameramännern. 250 geladene Gäste zahlten jeweils 175 Euro, um an weiss gedeckten Tischen zu essen. Es gab gebratenen Ziegenkäse unter der Mandelkruste und Schweinefilet mit getrüffeltem Kartoffelgratin. Dass für Moslems Schwein laut Koran untersagt ist (Sure 16, Vers 115), war dem Veranstalter wohl entgangen.

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Time am 29. März 2017

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1) http://www.audiatur-online.ch/2017/03/29/abbas-statt-netanjahu-deutschland/

Rückkehrrecht

2. Oktober 2015

Orks

Lesen Sie zum „Flüchtlings“-Problem einen Beitrag aus israelischer Sicht von Ulrich Sahm von „audiatur“ (1), in dem er sich einen kleinen aber durchaus angebrachten zynischen Seitenhieb erlaubt.

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Was kann Europa von Israel lernen?

Professor Mosche Zimmermann und ex-Botschafter Schimon Stein haben in der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) dargestellt, was im Rahmen einer Masseneinwanderung, Europa von Israel lernen könne. Sie meinten, dass Platz überhaupt kein Argument sei, auch in einem winzigen Land wie Israel sogar Millionen „Flüchtlinge“ unterzubringen.

„Raum und Wirtschaft sind also nicht die Faktoren, die zwangsläufig eine zusätzliche Einwanderung in eine Katastrophe verwandeln müssen“, schreiben Zimmermann und Stein. Sie zeigen dabei auf, wie Israel nicht trotz, sondern auch gerade wegen der Einwanderung von einem schwachen Entwicklungsland ohne Infrastruktur und von Krieg geplagt zu einem starken Mitglied der OECD geworden war.

Sie reden jedoch von dem ganzen Gebiet des britischen Mandats Palästina, „in dem vor 100 Jahren etwa nur eine halbe Million Menschen wohnten, davon weniger als ein Drittel Juden, wuchs die Bevölkerung auf 12,5 Millionen Einwohner. Etwa acht Millionen Israelis, 1,7 Millionen davon arabische oder palästinensische Israelis sowie 4,5 Millionen Palästinenser in den besetzten Gebieten.“

Das ist eine gewagte, politisch tendenziöse Behauptung, denn weder das 1967 besetzte Westjordanland noch der 2005 wieder von Israel geräumte Gazastreifen können historisch, gesellschaftlich oder wirtschaftlich in die separate Geschichte des Staates Israel „integriert“ werden.

Sie schreiben: „Damals war das wirtschaftlich schwache Land auf Wirtschaftshilfe aus dem Ausland angewiesen, die zum Teil von der jüdischen Solidargemeinschaft kam.“ Diese „jüdische Solidargemeinschaft“ wird im Falle der Juden in Israel von den Autoren dann auch „Konstrukt einer jüdischen Volksgemeinschaft“ genannt. Es sei hier angemerkt, dass anfangs nur relativ geringe Summen aus jüdischen Quellen flossen, mit denen das Hadassah-Hospital aufgebaut, ein paar Wälder gepflanzt und Parkbänke mit dem Namensschild des Spenders aufgestellt wurden. Doch für die Finanzierung des Aufbaus eines ganzen Staates hätten diese Gelder niemals gereicht.

Ein entscheidender Faktor waren die „Wiedergutmachungszahlungen“ aus Deutschland, die bis 1962 in Form von der Lieferung von Eisenbahnen, Schiffen und Kraftwerken, zum Aufbau einer Infrastruktur dienten. Aus Amerika kam bis 1970 keine Hilfe, denn erst mit dem „Schwarzen September“ in Jordanien 1970 wärmten sich die Beziehungen zwischen USA und Israel auf.

Kulturelle Hürde

Auch wenn die Autoren in der FAZ von einer „imagined community“ der Juden und einer konstruierten Volksgemeinschaft schreiben, so scheinen sie den kulturellen Hintergrund der jüdischen Einwanderer aus Jemen, Äthiopien, Irak und Marokko zu ignorieren. Schon vor über 100 Jahren, als der politische Zionismus in Europa noch nicht erfunden war, kamen jemenitische Juden auf Eseln nach Jerusalem und errichteten ihre „Siedlung“ in Silwan, im heutigen Osten Jerusalems. Für die rund 800.000 Juden, die Anfang der 1950er Jahre aus den arabischen Ländern vertrieben worden waren, war der gerade erst errichtete Staat Israel ein natürliches Ziel ihrer Flucht. Und gleiches gilt für Juden aus Äthiopien. Bei ihrer Ankunft küssen sie den Teer des Flughafens, den Boden des „heiligen Landes“, und erklären, in Jerusalem das Ziel ihrer Träume erreicht zu haben. Derartige Szenen dürfte es mit keinem einzigen Syrer geben, sowie er den ersten Bahnhof in Deutschland erreicht.

Auch wenn Zimmerman und Stein vom „Konstrukt“ eines jüdischen Volkes schreiben, muss man feststellen, dass ausnahmslos alle jüdischen Einwanderer wegen eines jüdischen Zusammengehörigkeitsgefühls nach Israel kommen. Das gilt für die nach 75 Jahren unter dem Kommunismus verweltlichten Juden der Sowjet Union, wie für die Franzosen heute, für Jemeniten, Iraker und Äthiopier oder Amerikaner.

Dank des Rückkehrgesetzes erhalten sie schon bei der Landung auf dem Flughafen ihren Personalausweis und sind vom ersten Tag an gleichberechtigte Staatsbürger. Der russische Einwanderer Anatoly (Natan) Scharansky wurde gar wenige Jahre nach seiner Ankunft Minister. Aus diesen Gründen kann die jüdische Einwanderung nach Israel nicht mit der Flüchtlingswelle aus Syrien verglichen werden.

Vergleichbar wäre bestenfalls die „Rückholung“ der Wolgadeutschen mit der „Rückkehr“ der Juden. Die einen waren vor 400 Jahren ausgewandert, während die Juden vor 2000 Jahren ihre „Heimat“ verlassen hatten.

Im Gegensatz zu den Syrern und anderen, die es heute nach Europa zieht, weil man dort gutes Geld verdienen kann, kamen die Wolgadeutschen und die jüdischen Flüchtlinge „zurück in ihre alte Heimat“, nachdem sie aus ihren bisherigen Wohngebieten, in denen sie, wie die Juden im Irak, seit 3.000 Jahren gelebt hatten, offenbar nicht „integriert“ und dann als „Fremde“ vertrieben worden waren. Der „Stamm“ der Juden hat sich in den „muslimischen“ Ländern von Irak bis Marokko nie integrieren können. Selbst zum Islam konvertierte Gemeinschaften halten an ihren Stammeseigenschaften fest und gelten als etwas „anderes“, zum Beispiel die Berber, die Tuaregs in Marokko oder die Beduinen im Vorderen Orient.

Sprache als Schlüssel für Integration

Wer in Amerika kein Englisch kann, ist verloren. Die Landessprache ist überall in der Welt ein Schlüssel für Kommunikation und Integration. In Israel hat man mit Ulpanim ein sehr effektives Mittel erfunden, Einwanderer umgehend in das Hebräische einzuführen. Nicht nur die Lehrmethode mit Betonung auf gesprochene Sprache erweist sich als Erfolgsgeheimnis. Der Besuch eines Sprachulpans ist für jeden Einwanderer Pflichtprogramm. Wer schwänzt, dem entzieht der Staat Israel zustehende Hilfsgelder für die Erstintegration. Es fragt sich, ob sich ein solcher „Zwang“ mit entsprechenden Sanktionen im toleranten und freiheitlichen Deutschland durchsetzen lässt.

„Die nach Israel eingewanderten Neubürger beherrschten in ihrer Mehrheit die Landessprache Hebräisch nicht.“ Wie konnten sie auch. Zwar war Hebräisch seit 3.000 Jahren die Sakralsprache, ähnlich wie das Lateinische bei den Katholiken. Aber erst vor etwa 100 Jahren wurde die Hebräische Sprache wiederbelebt und künstlich in eine moderne Umgangssprache verwandelt. Noch in den 1930er Jahren wurde darüber diskutiert, ob im künftigen jüdischen Staat Deutsch die Umgangssprache sein sollte. Da auch die Israelis ihre Sprache erst einmal erlernen mussten, ist klar, dass Flüchtlinge sie nur selten beherrschten. Das ist mit Europa nicht vergleichbar.

Einwanderungsland oder nicht

Der Versuch, Deutschland mit anderen Ländern zu vergleichen und zu fragen ob es ein „Einwanderungsland“ sein könne, ist berechtigt und zugleich schwierige Frage.

Als klassische Einwanderungsländer gelten neben Australien und Neuseeland auch alle Staaten in Nord und Südamerika, die ja vermeintlich, trotz Ureinwohnern „leer“ waren. Der Wille und die Fähigkeit, in all diesen Staaten eine separate Kultur aufzubauen, zeigt sich an der relativ homogenen spanisch-katholischen Kultur in Südamerika, aber auch an der separaten französischen oder englischen Kultur in Kanada. In den USA verlieren die Einwanderer schon in der zweiten Generation ihren Migrantenhintergrund und wählen den „american way of life“.

Vorbilder für Deutschland könnten weder Amerika noch Israel sein, sondern europäische Länder wie Frankreich, Holland und England. Allerdings mit einem grossen Unterschied. Die drei genannten Länder waren mal Kolonialmächte. Sie wurden überschwemmt mit ihren ehemaligen Untertanen: Engländer mit Indern und Pakistanis, Franzosen mit Menschen aus dem Maghreb und Holländer mit Indonesiern. Da besteht schon eine längere kulturelle und politische Affinität. Und dennoch gestaltet sich die Integration nicht ganz einfach, wie Terror und Unruhen in Frankreich wie in England bewiesen haben.

Deutschland hatte fast keine Kolonialvergangenheit. Es besteht zwischen Deutschen und Syrern keinerlei kulturelle, sprachliche oder gar religiöse Gemeinschaft, wie zwischen Juden und Israelis. Und Deutschland ist traditionell kein Land, das jeden Fremden umarmt und zum einem unverkennbaren „Amerikaner“ macht, wie die USA.

Nicht die Toleranz der empfangenden Gesellschaft und deren Bereitschaft, sich der Kultur oder Religion der Flüchtlinge anzupassen ist entscheidend für den Erfolg einer Integration.

Erst einmal müssten die „Fremden“, also die Flüchtlinge oder Migranten, gefragt werden, ob sie sich überhaupt integrieren wollen. Falls die jetzt ankommenden Syrer oder die seit Jahrzehnten in Deutschland lebenden Türken kein Interesse haben „Deutsche“ zu werden, ist jeder Versuch einer Integration von vornherein zum Scheitern verurteilt. „Ich bin doch nur für drei Monate für die Arbeit nach Deutschland gekommen. Wieso sollte ich Deutsch lernen“, fragte uns ein türkischer Gastarbeiter mit Hilfe eine Dolmetschers, da er auch nach 30 Jahren immer noch kein Deutsch gelernt hatte. Bestens integrierte türkische Ärzte und Geschäftsleute in Suhlingen zwischen Hannover und Bremen klagten, dass ihre Kinder heute kein Deutsch mehr könnten, weil sie zuhause nur türkisches Fernsehen sähen. Deren junger, aus der Türkei entsandter Imam verstand kein Wort Deutsch. Und in deren Moschee, in einem niedersächsischen Bauernhaus mit Strohdach, gleich neben dem Kirchlein, hing eine grosse türkische Flagge.

Deutsche Flüchtlinge in Deutschland lassen sich von anderen Deutschen kaum unterscheiden. Bundesaussenminister Joschka Fischer erzählte einmal, dass er selber einer von 14 Millionen „Flüchtlingen“ sei, als er Stellung zum Problem der palästinensischen Flüchtlinge beziehen sollte. Der Unterschied ist vor allem, dass die Deutschen aus Königsberg, Danzig, Schlesien und dem Sudentenland umgehend ihren Status als Flüchtlinge verlieren, während palästinensische Flüchtlinge auch in der vierten oder fünften Generation, also auf ewig, dank der separat für sie eingerichteten UNO- Flüchtlingsorganisation UNRWA sogar in Gebieten unter palästinensischer Verwaltung im Westjordanland oder im Gazastreifen ihre Status als „Flüchtlinge“ behalten. Neben kostenloser Erziehung ihrer Kinder bekommen sie monatlich einen Sack Mehl, Kichererbsen und Fischkonserven gespendet.

So gesehen ist eine „Integration“ der Syrer, Irakis und Pakistanis oder Libyer, die heute nach Ungarn, Österreich und Deutschland kommen vielleicht gar nicht so erstrebenswert. Man könnte für sie auch eine separate Flüchtlingsorganisation schaffen, wie für die Palästinenser, sie in Flüchtlingslager stecken und ein Völkerrecht erfinden, das sich „Rückkehrrecht in ihre alte Heimat“ nennt.

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Time am 2. Oktober 2015

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1) http://www.audiatur-online.ch/2015/09/28/was-kann-europa-von-israel-lernen/

Mohammedanismus => Umweltkatastrophe

18. November 2012

Israel schützt sich: „Iron Dome“ in Aktion

Der Counterjihad verdankt Prof. Dr. Gunnar Heinsohn pointierte Überlegungen zum Zusammenhang zwischen Demografie, Jungmännerüberschuss und Gewalt. Aus aktuellem Anlass legte er im Blog „Achse des Guten“ seine Theorie unlängst an die maßlose Vermehrung der Palaraber an (1). Er verglich die Entwicklung der palarabischen Gruppe, die nur insofern etwas anderes ist als die gesamtarabische Gruppe, weil sie solches zu sein aus ideologischen Gründen behauptet, mit einer ähnlichen aber fiktiven Entwicklung der Deutschen. Ein ähnliches Verfahren schlägt der schweizerische, linksliberale Journalist Frank A. Meyer (2) vor, nämlich einfach mal die Situation Israels an die Schweiz anzulegen (3). Meyer schreibt:

„Die Hamas praktiziert in Gaza einen Islam schlimmster Ausprägung: totalitär, frauenfeindlich, gnadenlos gegen Andersdenkende und Abweichler. Ein Schreckensregime terrorisiert den einzigen demokratischen Rechtsstaat im Nahen Osten: Israel.“

Dies allein ist Grund genug, die Hamas vollständig und für alle Zeiten zu vernichten. Denn ebenso wie Demokratien untereinander keine Kriege führen, können Diktaturen niemals Freunde von Demokratien sein.

Im Grunde ist also die relativierende, hamasfreundliche Einstellung vieler deutscher Medienvertreter, ist ihre Einstellung, Israel und Hamas seien zwei Seiten derselben Medaille (s. Flaggen-Arrangement oben), ist ihr untätiges Herumlungern an den israelischen Hotelbars, sind die ekelhaften antijüdischen „Mahnwachen“ mit „Friedensflaggen“ in deutschen Stadtzentren wie auch die eindeutig israelfeindlichen Stellungnahmen deutscher Orks und ihrer Dimmis nichts anderes als Verrat an unserem Gesellschaftssystem – und nicht nur Verrat an der Demokratie Israel sondern auch an unserem demokratischen Vaterland.

Aber etwas anderes gerät trotz aller Sympathie der beiden Autoren für Israel ein wenig in den Hintergrund: Die Palaraber sind nicht die einzigen Mohammedanisten, die sich hemmungslos vermehren. Dies ist vielmehr ein inhärentes Attribut des Mohammedanismus, welches durch die entsprechenden Kloranpassagen als allaisches Gebot festgelegt wurde, und innnerhalb der vergangenen 50 Jahre in Form dramatischer Überbevölkerung zu einem grundsätzlichen Problem für die gesamte Menschheit geworden ist. Ist im Vorwort zur Kloran-Ausgabe des Reclam-Verlages von 1960 noch von 350 Millionen Mohammedanisten weltweit die Rede (s.S. 23), so sollen es unserer Tage 1,5 Milliarden sein. Dies bedeutet, dass sich die Orks in 50 Jahren um den Faktor 4,28 vermehrt haben. Für das Jahr 2060 kann man also – einen ungebrochenen Trend vorausgesetzt – von rd. 6,5 Milliarden Mohammedanisten auf dem Globus ausgehen, und in hundert Jahren im Jahr 2110 wären es dann gefräßige 27,5 Milliarden. Ich sehe also langfristig keine Chance für Leben auf der Erde überhaupt, sofern der mohammedanistische Vermehrungstrend nicht gestoppt werden kann. 

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Muße ohne Ende – für das Tunnelgraben, für das Bauen und für das Zünden der Raketen

Wenn sich Deutschland von 1950 bis 2012 vermehrt hätte wie Gaza (200.000 auf 1,6 Millionen), hätte es nicht 82, sondern 550 Millionen Einwohner (1950: 68 Millionen). Darunter wären 80 Millionen junge Männer im besten Kampfalter von 19 bis 29 Jahren. Würden die zehnmal mehr Pazifismus in die Welt tragen als die rund acht Millionen, die man wirklich hat? Oder würde Berlin die Linie Palästinas fahren? Das sieht sich gern als schuldloses Opfer deutscher Politik, obwohl sein Führer, Mufti al-Husseini, ab 1941 direkt aus Hitlers Berlin an der Vernichtung der europäischen Juden mitgewirkt hat.

Die progressive deutsche Jugend, so bekäme die Welt zu hören, dürfe doch nicht für die – unstrittig furchtbaren – Verbrechen der Nazis bestraft werden. Weit über den rechtsextremen Rand hinaus klängen die Choräle „Breslau, Danzig und Stettin sind deutsche Städte wie Berlin“.  Nicht nur 12.000 Raketen wie aus dem kleinen Gaza gegen Israel, sondern viele Millionen Projektile würden nach Straßburg und Eger oder nach Bozen und Marburg an der Drau gefeuert. Ganz Westpolen läge unter Beschuss und dazu die Ostseeküste hoch bis nach Königsberg und Memel. Da die Nachbarn sich handfest wehren würden, müssten sie nicht endende Berliner UNO-Demarchen über ihre „Kriegsverbrechen“ und „Menschenrechtsverletzungen“ hinnehmen. Vor allem aber würden sie mit Grauen auf die stetig wachsenden Mega-Armeen deutscher Jünglinge schauen.

Eine fortschrittliche Partei gäbe es auch. Sie würde die Verbrechen der Nazis verurteilen und zur Belohnung die Sozialistische Internationale als Mitglied zieren.  Niemals wieder wolle man bis zum Ural siedeln und dafür die Slawen austilgen oder ins sibirische Eis treiben – obwohl man die Leute dafür eigentlich hätte. Das seien unverzeihliche genozidale Aktionen gewesen, von denen man sich vor jedem denkbaren Gremium vollen Herzens distanziere.

Man wisse, dass die Vernichtungsmelodien aus Gaza jetzt auch hier gesungen würden. Aber, mit Verlaub, der Refrain ginge immer noch auf Wotan und nicht auf Allah. Das sei einem zwar peinlich, aber am Vertreibungsunrecht leidende Landsleute seien auch sie, weshalb man sie von der linken Friedensflottille nicht ausschließen könne. Auch könne man die rassistische Germanophobie nicht billigen, die allenthalben in der Verteuflung dieser Gottheit zum Ausdruck komme. Gleichwohl wolle man lediglich die verlorenen Gebiete zurück, weil es bei einer halben Milliarde Menschen zwischen Rhein und Oder nun einmal unerträglich eng geworden sei. Da gehe es einem in der Tat ähnlich wie in Gaza. Auf ferne Siedlungsräume von Wolgadeutschen oder Donauschwaben werde man hingegen ganz verzichten, obwohl es unter deren zahllosen Nachfahren Heißsporne gebe, die einen dafür liquidieren könnten. Das Recht auf Rückkehr fordere man nur für die zehn Millionen Flüchtlinge – und natürlich für ihre 100 Millionen Nachkommen. Das könne unblutig verlaufen durch die Abreise der jetzt dort Lebenden in ihre alten Heimatgebiete, wo auf Grund des Geburtenrückgangs doch jede Menge Platz sei.

Die Bundesrepublik ist kein Gaza, sondern lebt auch deshalb in einer nachbarlich entspannenden Vergreisung, weil nach 1945 den Deutschen niemand versprochen hat, dass sie und alle ihre Nachkommen auf unvorhersehbare Zeiten von der Weltgemeinschaft als Flüchtlinge behaust, beschult, ernährt und entlohnt würden. Doch für Gaza wird diese Garantie aus Berlin und Washington oder aus Stockholm und Den Haag regelmäßig erneuert. Das vierte Kind der ersten Frau und auch das dritte der vierten erhält eine menschwürdige Bezahlung aus deutschen und anderen Kassen. Deshalb glänzt seine Jugend unter den Arabern – außer den israelischen – mit der besten Qualifikation. Sie hat Muße ohne Ende – für das Tunnelgraben, für das Bauen und für das Zünden der Raketen. Die Clans habe eigene Abschussrampen. Und ihr westlich gefördertes Familienleben sorgt dafür, dass alle paar Jahre ein mittlerer Krieg ausgehalten und dennoch die Zahl der Rekruten wuchtig erhöht werden kann.

1993 hätten in Oslo zwei Beschlüsse durchgesetzt werden müssen: Israel baut keine Siedlungen mehr und die Palästinenser kommen für ihre Familien ebenso auf wie etwa ihre Nachbarn im Libanon. Dort hat man nicht fünf bis sechs, sondern ein bis zwei Kinder. Die nach 1993 in Gaza geborenen Jungen wären dann die einzigen Söhne ihrer Eltern gewesen und hätten eine Perspektive. Jetzt müssen sie gegen zwei oder drei Brüder konkurrieren und sie würden sich noch heftiger – Fatah gegen Hamas – gegenseitig eliminieren, wenn der Hass nicht nach außen gerichtet werden könnte.  Würde man Gaza den Weg der Selbstversorgung wenigsten ab 2013 eröffnen, könnte es dort bereits 2033 ruhiger zugehen. Beginnt man damit erst 2023, dauert es eben bis 2043.

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Stellen wir uns vor, die Schweiz wäre an der Stelle von Israel.

Stellen wir uns vor, seit Wochen beschießen Terroristen die Bundeshauptstadt mit Raketen.

Stellen wir uns vor, auch Zürich wird unter Beschuss genommen.

Stellen wir uns vor, wie die Schweiz in einem solchen Fall reagieren würde.

Stellen wir uns vor, wie die Bürgerinnen und Bürger des Landes reagieren würden.

Bei uns, für uns ist ein solches Geschehen unvorstellbar.

Ganz anders für die Bürgerinnen und Bürger des Staates Israel: Seit elf Jahren beschiessen Terroristen aus dem Gazastreifen Israel mit Raketen. Bisher schlugen insgesamt 13.000 Geschosse in Israel ein. Auch Jerusalem und Tel Aviv gehören zu den Zielen.

Jetzt schlägt Israel zurück. Seine Luftwaffe flog von Mittwoch bis Freitag 800 Angriffe. Die Palästinenser beklagen 40 Tote und über 200 Verletzte.

Zum Angriffskrieg mit Raketen gesellt sich auch ein Krieg der Bilder: Der ägyptische Ministerpräsident Hischam Kandis, der auf Besuch in Gaza weilte, präsentierte sich den Weltmedien mit einem blutenden Kind im Arm. Er verurteilte Israels Verteidigung als „unverhüllten Angriff auf die Menschlichkeit“. Die islamische PR-Maschine funktioniert perfekt.

Und wie funktionieren wir? Die demokratische Welt? Die Schweiz? Wir leisten uns ein neutrales Schulterzucken. Längst gilt als ausgemacht, dass sich zwei gleichermaßen Unverbesserliche bekämpfen: Bösewicht Israel gegen Bösewicht Hamas. Wobei in Kreisen linker und grüner Dritte-Welt-Sympathisanten die palästinensischen Terroristen Wohlwollen geniessen: David Hamas gegen Goliath Israel, Freiheitskämpfer gegen jüdische Unterdrücker, arme Welt gegen reiche Welt, Kapitalismusfeinde gegen Kapitalisten, Amerikahasser gegen Amerikafreunde.

Die Hamas praktiziert in Gaza einen Islam schlimmster Ausprägung: totalitär, frauenfeindlich, gnadenlos gegen Andersdenkende und Abweichler. Ein Schreckensregime terrorisiert den einzigen demokratischen Rechtsstaat im Nahen Osten: Israel.

Der Schlachtruf der Hamas lautet: «Tod Israel!» In den Hassgesang stimmen mit ein – laut oder summend – weite Teile der arabischen, ja der islamischen Welt.

Stellen wir uns vor: Wir Schweizer beschossen wie die Israelis, bedroht seit Jahrzehnten wie die Israelis, gehasst von unseren Nachbarn wie die Israelis – gehasst von der aggressivsten Religions-Kultur der Welt.

Stellen wir uns dies einfach einmal vor. Nur das. Nicht mehr.

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Time am 18. November 2012

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1) http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/musse_ohne_ende_fuer_das_tunnelgraben_fuer_das_bauen_und_fuer_das_zuenden_d/
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_A._Meyer
3) http://www.blick.ch/news/politik/fam/unvorstellbar-id2109519.html

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PS: Vorbildlich aber leider eine Ausnahme ist Ulrich Sahm,
wie der „Tagesspiegel“ berichtete:

„Der in Jerusalem lebende Publizist und Journalist Ulrich Sahm setzte sich (auf einer proisraelischen Kundgebung in Berlin, T.) mit seiner Ansicht nach verbreiteten Vorurteilen gegenüber den militärischen Reaktionen Israels auseinander. Beispielsweise sei es ‚reine Gehässigkeit‘, dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu damit ‚Wahlkampf‘ zu unterstellen. In Wahrheit würden dem Politiker tote Soldaten nur schaden. Vielmehr sei das Handeln der Hamas Absicht gewesen. Ihre Angriffe auf israelische Soldaten und gegen die Zivilbevölkerung hätten die Offensive gezielt provoziert. Gleichfalls unsinnig sei jene in der deutschen Presse immer wieder formulierte ‚Sorge‘ um die Stabilität im Nahen Osten, sagte Sahm. ‚Wo bitte herrscht in der Region und in Nordafrika Stabilität?‘ fragte er und ging namentlich alle Krisenherde durch, allen voran Syrien. Danach stellte er rhetorisch in den Raum: ‚Aber Stabilität ist wohl nur gegeben, wenn sich Juden ohne Gegenwehr terrorisieren und vielleicht abschlachten lassen.‘ Zugleich monierte er, dass der Waffengang der Israelis sofort kritisiert worden sei, nicht aber, ‚wenn Raketen aus den Palästinensergebieten fliegen‘.“

http://www.tagesspiegel.de/berlin/gaza-konflikt-berliner-demonstrieren-fuer-und-gegen-israel/7406248.html

Mohammedanismus = Konflikt

3. Juli 2012

Passen Sie bitte auf sich auf, Herr Sahm! Wir brauchen Sie!

In der heutigen FAZ wundert sich Günther Nonnenmacher über den nach Albanien und Bosnien dritten „souveränen“ Orkstaat in Europa, der vielleicht von Europa unabhängig sein möchte, nicht jedoch von Saudi-Arabien.

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Seltsamer Staat

Eine seltsame Souveränität ist es, die das Kosovo jetzt erhält: die fehlende Justiz wird bis auf weiteres von einer EU-Rechtsstaatsmission ersetzt, die internationale Schutztruppe Kfor soll weiterhin für Sicherheit sorgen, ein Teil der Einwohner – die Serben im Norden – erkennt den neuen Staat nicht an, die politischen Institutionen sind schwach, die Politiker nicht über alle Zweifel erhaben, was ihre Verstrickung in illegale Geschäfte angeht. Es könnte sein, dass im Kosovo ein weiteres „unlösbares Problem“ entsteht, wie es Europa an anderer Stelle, in Zypern, bereits hat. Die Hoffnung, dass sich auf dem Balkan mit der Zeit die Wunden schließen werden, die nicht erst die jugoslawischen Erbfolgekriege geschlagen haben, sondern die seit Jahrhunderten schwären, hat bisher getrogen. Die Lage ist beruhigt, aber von „selbsttragender Stabilität“ – ein Lieblingswort der internationalen Gemeinschaft – kann nicht die Rede sein. Vor dem Allheilmittel europäischer Integration kann nur gewarnt werden: In ihrem gegenwärtigen Zustand würde die EU nicht Stabilität exportieren, sondern Instabilitäten importieren.

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Der Hinweis auf das „unlösbare Problem“ Zypern ist gut, aber die Schlussfolgerung fehlt: Ursache der Probleme ist in beiden Fällen der Mohammedanismus. Denn: Der Mohammedanismus ist nicht denkbar ohne Probleme mit ihm – selbst dann nicht, wenn man selbst Mohammedanist ist. Dies zeigt ein weiterer Bericht von Robert von Lucius aus Deutschlands bester Zeitung:

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Bis Juni 75 Reporter getötet

Jahr des Schreckens

Sollte sich das Jahr wie bisher entwickeln, wird es das schlimmste bisher für Journalisten. Seit Jahresbeginn sind 75 Journalisten bei ihrer Arbeit getötet worden, davon allein 23 in Syrien, zuletzt drei am vergangenen Mittwoch bei einem Angriff auf einen privaten Fernsehsender. Seit das Internationale Presse-Institut (IPI) in Wien, ein der Pressefreiheit zugewandter Dachverband von Verlegern und Journalisten, vor fünfzehn Jahren mit der Zählung begann, war 2009 das bisher gefährlichste Jahr mit 110 Todesfällen, gefolgt vom Vorjahr mit 102 getöteten Journalisten.

Zum Weltkongress des IPI in Port of Spain sagte die Leiterin des IPI, Alison Bethel McKenzie, die beiden gefährlichsten Weltregionen für Berichterstatter und Fotografen seien der Nahe Osten und Asien. In Syrien seien Auslandskorrespondenten ebenso wie örtliche Journalisten ermordet und gefoltert worden. In Libyen und dem Irak habe sich die Lage verbessert. In Pakistan sind, so das IPI, seit Jahresbeginn schon fünf Journalisten, teils nach Folter, erschossen worden, weil sie mutig berichtet hatten. In Mexiko wurden innerhalb von fünfzig Tagen sechs Berichterstatter ermordet, weil sie Rauschgiftschmuggel aufgedeckt hatten. In Afrika sind Somalia und Nigeria die gefährlichsten Länder für couragierte Journalisten. Sie werden zudem bedrängt durch Einschüchterung und Verleumdungsklagen, vor allem in Äthiopien und Eritrea. Zur Eröffnung des Kongresses sagte der Präsident von Trinidad, George Maxwell Richards, es sei Zeit, Journalisten einen ähnlichen international anerkannten Schutzmantel zuzugestehen wie Mitarbeitern etwa des Roten Kreuzes.

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Ja, auch Mexiko wird erwähnt. Aber alle anderen Gebiete sind Orkstaaten, oder sie sind in Konflikte mit Orks verstrickt.

Mohammedanismus ist nicht denkbar ohne Konflikt.

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Time am 3. Juli 2012 

Gewinnchance: 0% – Spielen Sie?

27. Oktober 2009

Manchmal spielt man ein Spiel, obwohl man weiß, dass man es haushoch verlieren wird. Man spielt aus Geselligkeit oder Gefälligkeit, aus Freundschaft. Mit meinen Kindern zB. habe ich immer wieder gerne Memory gespielt, aber so gut wie nie gewonnen. Bei diesem Spiel kann keiner kontrollieren, ob man absichtlich oder aus Versehen daneben greift, und wenn es mal – was sehr selten vorkam – nicht so gut für die Kleinen stand, konnte ich sie dennoch glaubhaft gewinnen lassen. Aber das kam wie gesagt sehr selten vor, denn Kinder sind meist wahre Meister bei diesem Spiel. Besonders beindruckend war es, wenn die Große ein ums andere Mal gleichzeitig ihre beiden Hände ausstreckte und mit traumwandlerischer Gewissheit stets die richtigen Paare angelte. Ich konnte zum Glück die Regel einführen, dass jeder Spieler nur drei Paare hintereinander kassieren durfte, sonst wäre ich gar nicht mehr zum Zug gekommen. Überhaupt hatte Memory mit seinen allseits anerkannten Regeln ja zum Glück jene kuriosen Würfelspiele abgelöst, deren Regeln von den Kindern bei praktisch jedem Wurf geändert wurden, und deren gemeinsamer „Nenner“ war, ihnen den Sieg zu garantieren – aber auch diese Spiele hatte ich stoisch absolviert.

Andererseits möchte jeder Mensch natürlich auch hin und wieder mal einen Erfolg haben, und die meisten von uns spielen ein Spiel nicht ewig mit, wenn sie dabei stets verlieren. Heute berichtet Hans-Christian Rößler in der FAZ, dass Netanjahu eine weitere „unabhängige“ UNTERSUCHUNG zur Gaza-Mission ablehnt:

„Der israelische Ministerpräsident Netanjahu lehnt eine unabhängige israelische Untersuchung der im Goldstone-Bericht zum Gaza-Krieg erhobenen Vorwürfe ab. Stattdessen will er nach Informationen des israelischen Rundfunks eine kleine Gruppe von Vertretern aus dem Justiz- und Außenministerium damit beauftragen, die ERGEBNISSE sämtlicher Ermittlungen der israelischen Armee ZUSAMMENZUSTELLEN und im Ausland als die israelische Untersuchung vorstellen (In der Tat, allmählich ist doch wirklich genug geforscht und befragt worden, T.). Kein Soldat oder Offizier müsse vor einer Untersuchungskommission aussagen, stellten Netanjahu und Verteidigungsminister Barak schon am Wochenende klar. In den Streitkräften war die Debatte über neue Ermittlungen als ein Misstrauensvotum empfunden worden. Barak und Generalstabschef Aschkenasi hatten sich vehement gegen unabhängige Ermittlungen ausgesprochen. Die nun geschaffene Gruppe soll nach Presseberichten vom Montag auch Vorschläge erarbeiten, wie die Regierung juristisch, diplomatisch sowie in der Öffentlichkeitsarbeit auf den Bericht der Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrats reagieren kann.

Die Kommission unter dem Vorsitz des südafrikanischen Richters Goldstone wirft Israel Kriegsverbrechen während des Gaza-Kriegs zu Jahresbeginn vor. Der UN-Menschenrechtsrat hatte den Bericht zuletzt zur Debatte an die UN-Vollversammlung überwiesen. China und Russland, die dafür gestimmt hatten, wollen es dabei aber belassen. Regierungsvertreter beider Staaten kündigten mittlerweile an, dass sie gegen eine Debatte im UN-Sicherheitsrat seien, der dann auch den Internationalen Strafgerichtshof einschalten könnte. Die Vereinigten Staaten haben Israel nach dessen Angaben versprochen, notfalls ihr Veto gegen einen solchen Schritt einzulegen. Allerdings hatte Washington Israel auch gemahnt, den Goldstone-Bericht ernst zu nehmen.“

Sogar Russland und China haben jetzt keine Lust mehr zu diesem Spiel, dessen Gewinner sowieso wie immer schon feststehen: Die Palaraber. Eben dieses wird aus einem anderen Bericht deutlich, N-TV heute (1):

„Die Menschenrechtsgruppe Amnesty International wirft Israel vor, den Palästinensern in den besetzten Gebieten den Zugang zu ausreichenden Mengen Trinkwasser zu verwehren. Der tägliche Pro-Kopf-Verbrauch an Wasser sei in Israel mit 300 Litern gut viermal so hoch wie im Westjordanland und dem Gazastreifen, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation. Im Westjordanland seien die Palästinenser von Wasser aus Tanklastwagen abhängig, die wegen israelischer Straßensperren und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit lange Umwege fahren müssten. Dadurch seien die Wasserpreise drastisch gestiegen.

Für viele Palästinenser sei Wasser ein kaum bezahlbarer Luxus geworden, selbst die nötigsten Mengen von Wasser minderer Qualität zu bekommen. In abgelegenen palästinensischen Gebieten hätten die Menschen täglich sogar nur 20 Liter zur Verfügung. Bis zu 200.000 Palästinenser würden in ihren Häusern nicht über fließend Wasser verfügen. Dagegen seien die Farmen der israelischen Siedler und ihre Gärten aufwendig bewässert. Außerdem gebe es DORT Swimmingpools.“

Palliepool
Uuups, dieses Foto von Ulrich Sahm zeigt einen Swimmingpool… unter PALARABISCHER Verwaltung – Es entstand während des Empfangs der deutschen Repräsentanz am 3. Oktober in RAMALLAH.

Der israelische Infrastruktur-Minister Uzi Landau sagte, es handele sich um einen „oberflächlichen und lügnerischen Bericht“, der die Realität verzerrt darstelle. N-TV:

„Israel halte sich an alle Vereinbarungen mit den Palästinensern und liefere ihnen sogar mehr Wasser, als in den bisherigen Verträgen vereinbart worden sei. Die Palästinenser WEIGERTEN sich hingegen bisher, KLÄRANLAGEN zu bauen, obwohl sie dafür GELD von internationalen Geberländern ERHALTEN hätten. Landau warf den Palästinensern zudem vor, mit Millionen von Kubikmetern ABWASSER das gemeinsame GRUNDWASSER zu verschmutzen. Die israelische Wasserbehörde erklärte, Amnesty habe sich gar nicht an die zuständigen israelischen Stellen gewandt, um alternative Informationen zu erhalten. Nach Angaben der Wasserbehörde haben Israelis täglich etwa 400 Liter, die Palästinenser etwa 200 Liter zur Verfügung. Es bestehe damit zwar ein deutlicher Unterschied, der jedoch nicht so drastisch sei wie von Amnesty dargestellt. Israel kontrolliert große Teile der Wasservorräte des Westjordanlands und verkauft den Palästinensern Teile davon. Menschenrechtler kritisieren, die dafür in den Oslo-Abkommen festgelegten Mengen seien NICHT ENTSPRECHEND DEM BEVÖLKERUNGSWACHSTUM ANGEPASST WORDEN (2).“

Dass der eine Spieler permanent die Regeln verletzt oder neu definiert, ist für die selbsternannten Schiedsrichter kein Kriterium, denn sie sind zwar Erwachsene, aber orkische Hilfstruppen und zutiefst parteiisch. Für mich war dies übrigens schon vor einiger Zeit der Grund, nach Jahrzehnten der Mitgliedschaft Amnesty International den Rücken zu kehren. Und was Herrn Netanjahu betrifft, so hat er mE. nach mehr als 800 Verurteilungen Israels durch die UNO zweifellos Recht damit, dieses Spielchen zu beenden. Oder sind SIE grade bei Ihrem 801. Match und in der Hoffnung, nach 800 Niederlagen doch noch mal zu gewinnen?

Time am 27. Oktober 2009

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(1) http://www.n-tv.de/politik/Amnesty-Israel-okkupiert-Wasser-article564321.html
(2) siehe auch: https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/10/21/dreist-dreister-saudisch/

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Ergänzung 28.10.09_1: Laut heutiger FAZ, die sich auf israelische Angaben beruft, handelt es sich bei dem von den Geberländern den Palarabern zur Verfügung gestellten Betrag um rund 10 Milliarden Dollar.

Ergänzung 28.10.09_2: Heplev zum Thema mit Mail von Ulrich Sahm und vielen Fotos unter: http://heplev.wordpress.com/2009/10/28/amnesty-international-propaganda-vs-wirklichkeit/