Posts Tagged ‘Uwe Schünemann’

Vom Antiradikalisierungsprogramm Betroffene

18. Juli 2012

Die Mohammedanisten haben enorme Probleme damit, sich gegen Glaubensbrüder und -Schwestern zu stellen, die aktiv gegen unsere demokratische Verfassung wirken.

Ihre Sicht auf das niedersächsische Innenministerium, das in Gestalt Innenminister Schünemanns seiner ihm von den Bürgern übertragenen Aufgabe nachgeht, uns vor mohammedanistischen Gewalttätern und Terroristen zu schützen, ist hierbei infantil überheblich.

Man wähnt sich in der Position eines Erwachsenen, der einem provozierenden Kind gegenüber steht. Herr Schünemann habe durch sein „Verhalten“ das „Fass zum Überlaufen“ gebracht, er habe „es geschafft“, so das staatlich geförderte, orkische Unterwanderer-„Migazin“ (1). Der ungezogene Minister soll sich nun „entschuldigen“, oder die Orks, die lange „geduldig“ mit ihm waren, reden „verhaltensbedingt“ nicht mehr mit ihm. By the way: Es heißt nicht „das Probe“ sondern „die Probe“, und „auf’s“ schreibt man mit Apostroph.

„Antiradikalisierungsprogramm“? Das geht nun gar nicht! Demagogisch behauptet das „Migazin“, dass das Ministerium „Gewichtsabnahme“ oder Teilnahme am Arabischunterricht als Verdachtsmomente formuliere, aber natürlich geht es diesem um die Bewertung vieler Beobachtungen in Bezug auf eine Person.

Das Ministerium formuliert dabei eigentlich ausgesprochen vorsichtig (2):

„Es gibt zwar keinen allgemeingültigen, standardisierten Radikalisierungsverlauf. Die Sicherheitsbehörden haben jedoch aus ihrer Arbeit sowie den Ergebnissen der Extremismusforschung Erkenntnisse dazu, wie sich individuelle Radikalisierungsprozesse bemerkbar machen können (Radikalisierungsmerkmale). Konkrete äußerliche Erscheinungsformen der Radikalisierung, die absolut sichere Rückschlüsse auf die islamistische Radikalisierung oder gar die Gewaltbereitschaft zulassen, sind nahezu ausgeschlossen. Mit Vorsicht betrachtet, können Indikatoren islamistischer Radikalisierung dann gegeben sein, wenn…. Die aufgeführten Anzeichen können jedoch nicht als abschließend oder als in Ihrer Aussagekraft absolut angesehen werden.“

Jedoch, die Orks fühlen sich „staatlich gebrandmarkt“, beschwören den Hitlerismus und „den NSU“, womit die Zwickauer-Zwei-Mann-Truppe gemeint ist, die angeblich u.a. Morde an acht Orks begangen haben soll. Durch diese fühlt man sich bedroht, nicht etwa durch mohammedanistische Terroristen, die z.B. Busse und U-Bahnen in die Luft sprengen, und man rechnet die angeblich gegenseitige Bedrohung gegeneinander auf, wie die Formulierung „gleichberechtigte“ Schutzbedürftige zeigt.

Auch die Schariapartei Deutschlands (SPD) beschuldigt „das“ Schünemann („Es“) der „Provokation“ und fordert die Rücknahme der „Checkliste“, damit die mohammedanistischen Kommissare gnädigerweise wieder mit dem deutschen Minister reden „können“, „auf  Augenhöhe“, versteht sich.

Die Orka Filiz Polat (Grüne) erdreistet sich, den Minister aufzufordern, sich bei den selbsternannten Orkverbänden zu „entschuldigen“ und seinen „Umgangsstil zu korrigieren“, als ob es um Fragen des Benehmens ginge und nicht ganz klar um die Frage, ob das Innenministerium in Bezug auf staatsfeindliche Mohammedanisten seine Pflicht tut oder nicht. Von den ganz oben trohnenden Orks hat der Minister „einen Korb bekommen“, so als ob es in ihrem Ermessen stände, ob sie sich an die Verfassung und die Gesetze halten wollen oder nicht. Als „logische Konsequenz“, also als zwingend notwendig sehen sie ihre Gesprächsverweigerung im Falle des Insistierens auf Mitarbeit gegen mohammedanistische Straftäter an.

Aha, „Moscheekontrollen“ beschneiden die Religionsfreiheit, so Polat. Warum eigentlich? Offenbar hat man etwas zu verbergen. Aha, der Minister hat „seine eigene Dialogfähigkeit ruiniert“? Aber es sind doch ganz offensichtlich die Orks, die den Dialog verweigern. Aha, der „absolute Tiefpunkt ist erreicht“? Da bin ich ja beruhigt, dass die Dialogsituation der orientalischen Christen einstweilen noch nicht auf der mohammedanistischen Agenda steht. Aha, nun hat Niedersachsen schon eine mohammedanistische Ministerin, aber das dient nur der „Täuschung“ der „Betroffenen“. Uuups? Der „Betroffenen“? Wenn ein Kriterienkatalog zum Thema „Radikalisierung“ herausgegeben wird, zählt man sich zu den „Betroffenen“?

Ja, denn es gibt nur EINEN Mohammedanismus, und seine gewalttätige Fratze wird immer dann sichtbar, wenn der Anteil der Mohammedanisten an der Bevölkerung auf über 10% steigt.

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Time am 18. Juli 2012

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1) http://www.migazin.de/2012/07/18/muslime-kundigen-schunemann-verhaltensbedingt/
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/06/27/so-kann-man-sie-erkennen/

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PS: Wenn Sie für „Mohammedanisten“ oder „Orks“ „Penner“ oder „Punks“ (oder andere ebenso zu wertschätzende wie anstrengende Minderheiten) einsetzen, erkennen Sie spätestens die vermessene Anmaßung der Mohammedanisten!

Sicher kein Sicherheitsdialog

17. Juli 2012

… in den USA (1)

… und in Norddeutschland (2)

So wie der US-amerikanische Mohammedanistenverband CAIR die Mohammedanisten in den USA dazu aufruft, nicht mit dem FBI zusammenzuarbeiten, welches versucht, Straftaten von mohammedanistischen Tätern aufzudecken oder zu verhindern, genau so beenden die deutschen Ork-Organisationen den Sicherheitsdialog mit deutschen staatlichen Institutionen und Diensten.

Als Anlass für dieses ungeheuerliche Verhalten, das eine eindeutige Kampfansage an den deutschen, demokratischen Rechtsstaat ist, dient ihnen dabei der „Radikalisierungskatalog“ (3) des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann, welcher counterjihadischen Kreisen schon vor zwei Jahren angenehm aufgefallen war, weil er das Problem „Jihad“ erkannt hat (4).

Die Orks aber, die uns immer wieder verSICHERn, dass sie eine vielgestaltige, völlig heterogene Menschengruppe seien (5), wollen sich in der Frage von Gewalt und Terrorismus offenbar nicht von jenen trennen, die solches ausüben. Sie zeigen dadurch, dass es im Kern nur einen einzigen, monolithischen Mohammedanismus gibt, den man treffend daher auch als Monomedanismus bezeichnen kann (6).

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Time am 17. Juni 2012

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1) http://barenakedislam.com/2012/07/03/even-if-its-a-mistake-its-fun-to-see-so-many-potential-muslim-terrorists-on-the-no-fly-list/
2) http://www.neuepresse.de/Nachrichten/Niedersachsen/Uebersicht/Muslime-kuendigen-Dialog-mit-Innenministerium-auf
3) https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/06/27/so-kann-man-sie-erkennen/
4) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/08/18/wir-gewinnen-an-fahrt/
5) https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/07/02/sind-sind-einig-gegen-uns/
6) https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/06/30/der-monomedanismus/

Sind sind einig gegen uns

2. Juli 2012

Der mohammedanistische Frühling ist durch
eine Zunahme der Kirchenschändungen gekennzeichnet

Die Mohammedanisten sind nervös. Sie werden kritisiert, und das sind sie nicht gewöhnt. Aber weil sie bei uns in der Minderheit und schwächer sind als die Nicht-Orks, können sie nicht einfach ein paar Kirchen anzünden, wie in Nigeria, Kenia, in Syrien, im Kosovo oder Bosnien. Sie müssen reden und schreiben, sie müssen diskutieren, debattieren. Dass ihnen dieses in der Regel schlecht gelingt, war schon häufig Thema in der „MoT“. Mit Parolen und Denkverboten ist es entgegen ihrer Vorstellungen nämlich nicht getan, und ihre Lügen sind leicht zu durchschauen.

An zwei Stellen spüren sie z.Z. den Druck der westlichen Zivilisation: Einerseits möchte man in Deutschland nicht mehr die körperliche und psychische Misshandlung männlicher Kinder und Jugendlicher durch den Krieger-Brauch der Vorhautamputation tolerieren (1). Andererseits geht man auf ihre oft propagierte Parole ein, dass die Terroristen und Gewalttäter unter ihnen nur eine kleine Minderheit seien, die mit der Lehre und der Mehrheit nicht das Geringste zu tun hätten, und bittet sie daher konsequenterweise, an der Identifikation dieser Außenseiter und potentiellen Verbrecher mitzuwirken, wozu das niedersächsische Innenministerium einen Kriterienkatalog erstellt hat (2). Wie ist nun die Reaktion der Orks und ihrer Freunde?

Für „islam.de“ von Mazyeks ZMD ist die Ausübung des Mohammedanismus entscheidend gefährdet (3):

„Die dadurch entfachten Diskussionen werfen die Integration der Muslime um Schritte zurück, da sie entscheidend an der Ausübung ihrer Religion behindert werden, sollten sich die Ärzte dazu entschließen, Minderjährige nicht mehr zu beschneiden. Auch die Frage, ob man als Muslim überhaupt noch einen Platz in dieser Gesellschaft hat, werden sich viele Muslime angesichts solch massiver Eingriffe in die Religionsfreiheit stellen.“

Wenn die Vorhautamputation, die im Kloran gar nicht erwähnt wird, einen derartig prominenten Platz in der Ideenwelt des Mohammedanismus einnimmt, kann es in spiritueller Hinsicht wahrlich nicht gut um ihn bestellt sein.

Was denkt man beim „Migazin“ über den Fall?

„Die Beschneidung ist keine Verstümmelung und sollte nicht verboten werden!… Dieses Urteil ist ein Skandal und sollte von allen freiheitsliebenden Eltern abgelehnt werden, ob sie Muslime, Juden oder Atheisten sind. Es hat wenig mit der Praxis der Beschneidung zu tun. Viel dagegen mit dem Elternrecht, ihre Kinder in den eigenen Glauben einzuführen.“ (4)

Leos Meinung habe ich bereits erwähnt, er schiebt ausschließlich die Juden vor (die die Beschneidung am achten Lebenstag vornehmen), um das Kriegsritual Kinderamputation für die Orks zu erhalten.

Wie man sieht, geht Mohammedanimus nicht ohne Kinderverstümmelung. Er geht auch nicht ohne minderwertigkeitsmarkierende Frauenbekleidung, nicht ohne Minarette und das Gekreische des Muezzins: 99,999% sind ihnen nicht genug!

Wie sieht es aus bei den Versuchen, Gewalttäter und Massenmördern aus den Reihen der Mohammedanisten zu neutralisieren?

Das geht nun gar nicht! Schützend stellt sich die Umma vor ihre „verlorenen Schäfchen“, die mit ihnen und dem Mohammedanismus angeblich nicht das Geringste zu tun haben. Diese Angelegenheit scheint sie noch stärker zu treffen als das „Stückchen Haut“. „islam.de“ (5):

„Scharfe Kritik der Muslime an Niedersachsens Innenminister Schünemann wegen ‚Islamisten-Checkliste’… Falsch verstandener Präventionismus schafft nur noch mehr Angst und Unsicherheit in der ganzen Gesellschaft… Schon das Handlungskonzept Antiradikalisierung des niedersächsischen Innenministers, unter dessen Rigide die Broschüre erschienen ist, ist kontraproduktiv. Solche Konzepte und Broschüren sind weder zielführend, noch zweckdienlich.“

Bloß keine Prävention, bloß keine Antiradikalisierung! Das ist klar – aber was ist eigentlich eine Rigide? Meint man nicht eher Ägide oder vielleicht Regie? Ich habe „islam.de“ schon mehrfach empfohlen, einen muttersprachlich-deutschen Lektoren einzustellen, aber dazu ist man offenbar zu geizig.

Das staatlich geförderte „Migazin“ indes toppt Mazyeks Truppe bei weitem. „Muslime in Niedersachsen brechen mit Schünemann“, heißt es dort (6). Oh je, das kann ja nichts anderes bedeuten, als dass sie nie wieder in einen Dialog mit dem demokratisch gewählten Minister treten möchten, und dass sie ihn auch nicht mehr als Minister anerkennen.

„Herr Schünemann stellt wieder unter Beweis, dass er von seiner Mentalität, alle Muslime unter Generalverdacht zu stellen, nicht abweicht. (…) Die Muslime sind zutiefst enttäuscht und verunsichert. Ist Niedersachsen nun das Land, mit dem sie sich identifizieren sollen und wo ihnen eine aktive Partizipation gewährleistet werden kann? (…) Einerseits geht es um Ihre Identität und Ihre Glaubenspraxis und auf der anderen Seite geht es darum, beweisen zu müssen, dass man ein friedvoller Bürger ist. Man wird als Gefährder dargestellt und letztlich für vogelfrei erklärt.

Ist es die Aufgabe eines Innenministers Konzepte zu entwickeln und Steuergelder dafür zu verschwenden, wie Muslime nun in Gut und Böse eingestuft werden können und immer wieder neue Sündenböcke für das Scheitern einer längst fälligen rechtlichen Gleichstellung der Muslime zu deklarieren.

Ist seine Aufgabe nicht eher, sich auch um die Sicherheit der Muslime zu kümmern. Nach der NSU gab es vermehrt Brandanschläge und Hassparolen auf Moscheegemeinden und einzelne Muslime, die sich in besonderer Weise um ein erfolgreiches Miteinander einsetzen. In keinem einzigen Fall konnten die Täter ermittelt werden, zumindest ist es uns nicht bekannt. Ist dies nun als aussichtslose Situation zu bewerten?

Sollte Herr Schünemann sich nicht lieber Gedanken darüber machen, wie er für die Sicherheit der Muslime garantieren kann und das Vertrauen der Menschen zurückgewinnt?

Herr Schünemann hat leider seinen allerletzten Joker verspielt. Die jahrelangen Bemühungen der Muslime haben und werden zu nichts führen.“

Herr Schünemann ist für Emine Oguz nicht mehr tragbar, weil er umfangreiche Beobachtungen zum Radikalisierungsverhalten zusammengetragen hat und um Zusammenarbeit gegen Terroristen bittet. Die Orks aber sind davon, dass man sie von ihren Gewalttätern und Gesetzesbrechern trennen will, so empört, dass sie ziemlich sinnlose Texte verfassen z.B. wie den oben rechts.

Sie sind offensichtliche Terroristen oder Terrorsympathisanten – und ein einziger Sumpf!

Aber als solchen kann man sie heutzutage nur in anonymen Blogs bezeichnen.

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Time am 2. Juli 2012

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/07/01/demagogische-gleichsetzung/
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/06/27/so-kann-man-sie-erkennen/
3) http://www.islam.de/20585
4) http://www.migazin.de/2012/07/02/die-beschneidung-ist-keine-verstummelung-und-sollte-nicht-verboten-werden/
5) http://www.islam.de/20612
6) http://www.migazin.de/2012/06/29/muslime-in-niedersachsen-brechen-mit-schunemann/

Wir gewinnen an Fahrt

18. August 2010

Ein Schlachtschiff ist schwer und hat einen großen Wendekreis, verfügt aber über große Feuerkraft. Im Bild die „USS New Jersey“ (1) beim Beschuss orkischer Stellungen in Syrien 1984. Damaliger US-Präsident war Ronald Reagan (2).

Unter der Überschrift „Die wachsende Furcht der Amerikaner“ schreibt Matthias Rüb in der heutigen FAZ, die mal wieder mehr dem Counterjihad zuneigt, über die Debatte um die geplante Triumph-Moschee am Ground Zero (3).

Der Gemeinplatz von der angeblichen „Furcht“ wird durch permanente Wiederholung nicht wahrer. Ich meine, es ist ein wichtiges Ziel des Counterjihad zu kommunizieren, dass wir Ekel und Verachtung angesichts des theoretischen und realen Mohammedanismus empfinden und dass wir entschlossen sind, unsere Länder nicht in seine Klauen fallen zu lassen, dass wir aber mitnichten Furcht empfinden. Dabei ist zu beobachten, dass wir in Bezug auf unser Anliegen – die Ächtung des Mohammedanismus – noch nicht arg weit vorangekommen sind, dass das Thema jedoch zunehmend an Resonanz gewinnt. Matthias Rüb:

„Der Konflikt über die Moschee bei Ground Zero ist neben der Rezession zum wichtigsten Thema der Wahlkampagne vor den Kongresswahlen vom 2. November geworden. Es sind nicht nur rechte Republikaner, die sich gegen den Bau der Moschee gerade an diesem Ort aussprechen. Am Dienstag ließ auch Senator Harry Reid aus Nevada, Mehrheitsführer der Demokraten in der kleineren Kongresskammer, durch seinen Sprecher mitteilen, er lehne den Bau des muslimischen Gotteshauses und Gemeindezentrums nahe Ground Zero ab.“

Dabei stellt niemand, was ich schade und auch falsch finde, grundsätzlich das Recht der Orks in Frage, das Land mit Stützpunkten zu überziehen:

„Am Recht der Muslime, die Moschee zu bauen, zweifelt kaum jemand; vielmehr wird weithin appelliert, aus Rücksicht auf die Opfer das Verfassungsrecht auf Religionsfreiheit anderswo wahrzunehmen.“

Man wundert sich dort ganz allgemein offenbar lediglich darüber, dass die Mohammedanisten, die nur eine kleine Minderheit unter den Amerikanern sind und sich auch erst seit relativ kurzer Zeit dort angesiedelt haben, derartig massiv gegen alle Sitten und Gebräuche, gegen jede Ethik und Moral sowie gegen die überwältigende Mehrheit der Mitbürger auf ihrem juristischen Recht beharren.

„In Umfragen äußern nämlich etwa 70 Prozent der Amerikaner, dass Muslime zwar grundsätzlich das Recht haben, die Moschee nahe Ground Zero zu errichten; rund 70 Prozent sagen aber auch, dass aus Rücksicht auf die Gefühle der Hinterbliebenen besser ein anderer Ort gewählt werden solle.“

Die Amerikaner haben natürlich den Mohammedanismus, dessen inhärentes Attribut der Jihad ist, in der Breite noch nicht verstanden wenn sie um „Rücksicht auf die Gefühle der Hinterbliebenen“ bitten. Rücksicht? Gefühle? Damit läuft man bei den Orks doch gegen eine Betonwand. Überhaupt hat das ganze Herumgeschleime, Verstehen-wollen und Überfair-sein das gegenteilige als das erwünschte Resultat gebracht:

„… wie der neue repräsentative „Survey of Global Attitudes“ des Washingtoner Meinungsforschungsinstituts Pew Center vom Juni ergab, ist die Sicht der Muslime in den meisten muslimisch geprägten Staaten auf Amerika anderthalb Jahre nach Obamas Machtantritt heute in etwa so negativ wie zu den Zeiten von George W. Bush. Dem steht die nach wie vor weithin positive Sicht und Toleranz der Amerikaner gegenüber Muslimen in aller Welt und in ihrer eigenen Nachbarschaft gegenüber. Trotz der Zunahme islamistisch motivierter Anschlagsversuche auf Heimatboden ist die Zahl der sogenannten Hassverbrechen gegen Muslime seit 2002 in den Vereinigten Staaten nicht gewachsen. Sie liegt unverändert bei weniger als 150 pro Jahr – und beträgt damit etwa ein Neuntel der Zahl der religiös motivierten Übergriffe gegen Juden und jüdische Einrichtungen.“

Dies ist natürlich eine scheußliche Tatsache, aber Herrn Rüb ist zu danken, dass er hier im Gegensatz zu Orkagent Mejias (4) die Angelegenheit von der westlichen Position her beleuchtet, sie in den Kontext der vielen dem 11.9. folgenden erfolgreichen und gescheiterten Jihad-Massaker stellt und so die Position der Moscheegegner wie auch den anwachsenden Widerstand verständlich werden läßt. Ein weiterer FAZ-Artikel von Thomas Holl deutet auf die Verschärfung des Counterjihad und seine allmähliche Transformation in praktische Politik in unserer Heimat. Er schreibt:

„(…) Sollten die möglichen muslimischen Kooperationspartner für einen solchen Religionsunterricht die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllen, werde die FDP zusammen mit ihrem Koalitionspartner CDU als „Plan B“ das Fach Islamkunde einführen. (…)

Der Leiter der integrationspolitischen Arbeitskreise der hessischen FDP, Dieter Kellermann, wies jedoch auf ‚erhebliche rechtliche und tatsächliche Probleme‘ hin, die mit der Einführung islamischen Religionsunterrichts verbunden seien. Diese Probleme lägen in den ‚religiösen und politischen Strukturen des Islam‘ begründet. So müsse geprüft werden, ob das Land darauf verzichten könne, als Voraussetzung für einen solchen Unterricht eine islamische Religionsgemeinschaft als öffentlich-rechtliche Körperschaft anzuerkennen. Unabdingbar sei hingegen, dass sich das ‚verfassungstreue Verhalten‘ des Unterrichtsträgers in den Lehrplänen zeigen müsse. Verfassungsrechtliche Schwierigkeiten sehe die FDP, wenn ‚auslandsgesteuerte Organisationen‘ wie die türkische Ditib Islamunterricht erteilen wollten.

Auch bei den am hessischen Runden Tisch beteiligten islamischen Verbänden, die nach den Attentaten vom 11. September 2001 eine ‚Islam-Charta‘ unterzeichnet hatten, sieht Kellermann ’nicht unerhebliche Probleme‘. So sei in der Charta nur von einer ‚Gleichwertigkeit der Frau gegenüber dem Mann vor dem Thron Allahs‘ die Rede, nicht aber von ‚einer Gleichberechtigung im sozialen Leben‘. An dieser Stelle müsse von den islamischen Verbänden noch ’nachgearbeitet‘ werden.“

Dies heißt m.E. nicht anderes, als dass der mohammedanistische Religionsunterricht vom Staat monopolisiert werden könnte. Das Recht, diese Leere zu leeren, würde ausschließlich staatlich geprüften und auf unsere demokratische Verfassung vereidigten Fachkräften zugestanden werden. Diese und ihre Schüler könnten im Verbund mit staatlichen Repressionsmaßnahmen gegen die jihadistischen Orkverbände und deren Funktionäre in unserem Land die tatsächliche Deutungshoheit über den Mohammedanismus erlangen. Indem die orkische Kultur überall dort als gleichberechtigt und als Bereicherung akzeptiert würd, wo dies möglich ist (Essen, Musik, Teile der Literatur usw.), erhielten die verfassungstreuen Mohammedanisten Autorität und „Standing“ in ihrer Gemeinschaft, deren überwiegende Mehrheit sie gegen die Jihadisten in Stellung bringen könnten.

Ein weiterer Artikel in der heutigen FAZ setzt sich mit der Jihad-Bedrohung auseinander, wobei neben seinem Inhalt mindestens genauso interessant ist, wer hier in dieser Weise zu diesem Thema das Wort ergreift, nämlich der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU). Herr Schünemann stellt in seinem Aufsatz das Problem und die Antworten darauf in einer Weise dar, wie ich sie im wesentlichen in diesem Blog zu vertreten pflege. Aus seinen Worten geht m.E. das starke Interesse hervor, die juristischen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Counterjihad zu schaffen.

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Die dschihadistische Herausforderung

In vielen westlichen Ländern gibt es sie längst: eine nationale Anti-Terrorismus-Strategie. Auch Deutschland täte gut daran, angesichts der immer vielschichtigeren Bedrohungen durch islamistischen Terrorismus seine Bereitschaft zur Selbstbehauptung als wehrhafte Demokratie unzweideutig zu untermauern.

Die kriegerische Realität am Hindukusch lässt immer mehr Bürger am Sinn des Afghanistan-Einsatzes zweifeln. Mit jedem weiteren gefallenen oder verwundeten Soldaten wird die Besorgnis in der Bevölkerung ebenso zunehmen wie die politische Forderung, die Bundeswehr aus Afghanistan abzuziehen. Angesichts der Dynamik der Dschihadisten-Szene im afghanisch-pakistanischen Raum wäre es jedoch fatal, darauf zu setzen, dass ein Abbruch des militärischen Engagements auch die von dort ausgehenden Gefahren verringern würde. Das Gegenteil könnte eintreten.

Nicht jeder Aufständische am Hindukusch ist ein islamistischer Glaubenskrieger. Aber es spricht viel dafür, dass sich beträchtliche Teile der Aufstandsbewegung einer grenzüberschreitenden Dschihad-Agenda verschrieben haben. Ihr Ziel ist es, Afghanistan sowie die benachbarten Staaten von Pakistan bis zu den zentralasiatischen Republiken mit Gewalt im Sinne eines sunnitisch-extremistischen Kalifats umzugestalten. Zu diesem dschihadistischen Kern des Aufstandes zählen starke Kräfte der Taliban, die Haqqani-Gruppe und die Hezb-i-Islami-Miliz Gulbuddin Hekmatyars. Eine Zusammenarbeit erfolgt von Fall zu Fall. Es sind aber weder gemeinsame Kommandostrukturen noch eine gemeinsame Strategie ersichtlich. Teilweise bestehen sogar feindselige Rivalitäten.

Die Zersplitterung mindert aber keineswegs die Zähigkeit, die Risiko- und Verlustbereitschaft sowie die Gewaltintensität, mit der die militanten Kerngruppen des Aufstandes vorgehen. Sie bedienen sich einer Guerrillataktik oder terroristischer Anschläge, legen Sprengfallen, greifen Verbände der Isaf und afghanische Sicherheitskräfte aus dem Hinterhalt an und verüben Selbstmordanschläge mit einer hohen Zahl ziviler Opfer. Überdies bestehen personelle und ideologische Verflechtungen mit Al Qaida und ihr nahestehenden Organisationen. Die Verflechtungen erhöhen nicht nur die operative Schlagkraft der Aufständischen, weil auf diesem Weg terroristische Fachkenntnisse weitergegeben werden, Al Qaida ist auch bestrebt, die Aufstandsbewegung im Sinn einer globalen Dschihad-Agenda zu internationalisieren. Dem dient die Anwerbung neuer Rekruten sowohl aus muslimischen Staaten wie auch aus Europa, um sie für den Kampf in der Region sowie die Planung weiterer Anschläge in den westlichen Ländern einzusetzen.

Von dieser Entwicklung ist Deutschland unmittelbar berührt. Insbesondere Terrorgruppen mit zentralasiatischem Hintergrund wie die Islamische Bewegung Usbekistans (IBU) und die Islamische Dschihad-Union (IJU), die sich im engeren Umfeld von Taliban und Al Qaida bewegen, werben gezielt um deutsch- und türkischstämmige Glaubenskämpfer und bilden sie in Terrorcamps aus. Fachleute schließen nicht aus, dass diese Personen zu der Keimzelle einer türkischen Al- Qaida-Filiale werden, die sich verstärkt um die Rekrutierung hierzulande lebender Immigranten bemühen könnte.

Trotz des steigenden militärischen Drucks auf das Zentrum der Dschihadisten-Szene im unwegsamen afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet reißt der Zustrom von Islamisten aus Westeuropa offensichtlich nicht ab. Zu ihnen gehörte auch der im Frühjahr in einem Gefecht mit pakistanischen Soldaten getötete Konvertit Eric Breininger. Wie einheimische Islamisten hatte er eine paramilitärische Schulung bei der Terrorgruppe Islamische Dschihad-Union durchlaufen, die ihn derweil zu einem „medialen Markenzeichen“ der deutschen Dschihadisten am Hindukusch aufbaute. Nach allem, was man weiß, kämpfte Breininger zuletzt für eine Untergruppe der Taliban namens Deutsche Taliban Mudschahedin. Die nach seinem Tod im weltweiten Netz verbreitete tagebuchartige Schrift „Mein Weg nach Jannah“ liest sich wie eine „Blitzradikalisierung“, ausgehend vom Glaubensübertritt bis zum militanten Dschihad.

Genauso beunruhigend ist der radikalisierende Effekt, der von dieser Schrift selbst ausgehen kann. Sie verbindet geschickt die persönliche Sinnsuche und die Erlebnisse eines deutschen Konvertiten mit einer ideologisch-theologischen Legitimation des bewaffneten Glaubenskampfes. Mit dieser angeblichen Autobiographie in deutscher Sprache hat die dschihadistische, auf Deutschland zielende Propagandaoffensive, die seit 2009 an Schärfe zugenommen hat, einen neuen Höhepunkt erreicht. Es muss angenommen werden, dass diese Medienkampagne die Verfügbarkeit eines islamistischen Potentials in Deutschland fördert und auch zu Anschlägen anstiften soll.

Einheimische Islamisten, die sich dem bewaffneten Dschihad im Ausland anschließen, kehren teilweise als „Attentäter auf Abruf“ in ihre Heimatländer zurück. Seit Beginn der neunziger Jahre sollen allein aus Deutschland 215 Islamisten eine paramilitärische Ausbildung durchlaufen haben oder anstreben. Von ihnen halten sich derzeit vermutlich etwa hundert Personen (wieder) bei uns auf. Der Terrorismusfachmann Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik schreibt: „Schon ein kampferprobter Rückkehrer kann zum Nukleus einer neuen Terrorzelle werden, wenn es ihm gelingt, neue Rekruten zu gewinnen und sie in terroristischen Taktiken zu schulen.“ Die „Sauerland-Gruppe“, ein deutsch-türkischer Ableger der Islamischen Dschihad-Union, hat durch ihre Anschlagsplanungen im Jahr 2007 das Gewaltpotential paramilitärisch geschulter Rückkehrer aus Afghanistan/Pakistan auf deutschem Boden eindringlich vor Augen geführt.

Angesichts dieser dschihadistischen Bedrohungsdynamik wäre es naiv anzunehmen, ein rascher Abzug der Nato-Schutztruppe aus Afghanistan würde die Gotteskrieger am Hindukusch besänftigen und sie von ihrer weitreichenden religiös-extremistischen Agenda abbringen. Vielmehr stünde eine gewaltsame Re-Talibanisierung des Landes bevor mit düsteren Aussichten für die Region und die euroatlantische Sicherheit: Die fragile, durch den Taliban-Extremismus geschwächte Sicherheitslage in Pakistan, einem Atomstaat, würde sich rapide verschlechtern, während die islamistische Untergrundszene in den zentralasiatischen Nachbarstaaten Afghanistans verstärkten Zulauf erhielte. Das dürfte die terroristischen Aktivitäten gerade jener Organisationen beflügeln, die, wie beispielsweise die Islamische Bewegung Usbekistans und die Islamische Dschihad-Union, schon jetzt gezielt (und mit Erfolg) Nachwuchskämpfer aus Deutschland anwerben und paramilitärisch schulen.

Gleichzeitig erhielten nicht zuletzt die global orientierten Dschihadisten, allen voran ihre Kernorganisation Al Qaida, erheblichen Auftrieb, vor allem in propagandistischer Hinsicht. Das würde den ideologischen Nährboden für „homegrown terrorism“ in Europa und Nordamerika weiter verstärken. Und schließlich würde durch neu entstehende terroristische Ausbildungslager im afghanisch-pakistanischen Raum die staatenübergreifende Vernetzung des gewaltorientierten Islamismus metastasenartig voranschreiten.

Es ist schwer vorstellbar, dass eine Destabilisierung Afghanistans und seines regionalen Umfeldes die Gefahr von Anschlägen in Europa verringert. Vielmehr zwänge eine verschärfte Bedrohungslage die Europäer wahrscheinlich dazu, noch mehr als jetzt in ihre innere Sicherheit zu investieren und das staatliche Anti-Terror-Instrumentarium auszubauen. Das aber könnte bürgerliche Freiheits- und Entfaltungsmöglichkeiten weitaus empfindlicher berühren, als vielen lieb ist.

Eine Stabilisierung des afghanisch-pakistanischen Raums verlangt dem Westen einen langen strategischen Atem ab. Wenn es gelänge, die Region unter erheblichen militärischen und entwicklungspolitischen Anstrengungen zu stabilisieren, wäre der globalen Dschihadisten-Szene ein schwerer Schlag versetzt. Doch sollte man sich von der Illusion verabschieden, die Gefahren seien damit beseitigt. Vielmehr stellt sich der islamistische Terrorismus als ein höchst wandlungsfähiges Phänomen dar, das seine Rekrutierungsbasis flexibel erneuert.

Zum einen zeigen aktuelle Brennpunkte islamistischer Gewalt wie der Jemen und Somalia, dass vor allem in jenen Regionen Aktions- und Rückzugsräume entstehen, die aufgrund von Staatszerfall, ethnisch-religiösen Spannungen und sozialer Verelendung einen günstigen Nährboden für eine politisch-religiöse Radikalisierung bilden. Zum anderen hat die dschihadistische Kerntruppe von Al Qaida als „lernendes Terrornetzwerk“ (Yassin Musharbash) seit dem 11. September 2001 eine erstaunliche Wandlungsfähigkeit bewiesen.

Zwar ist das Terrornetz dank des anhaltenden Verfolgungsdrucks der vergangenen Jahre nur eingeschränkt zu massiven Anschlägen fähig. Aber die militante, durch das Internet vielfach potenzierte Dschihad-Ideologie von Al Qaida erzielt eine breitflächige Wirkung, die bis in die Einwanderergesellschaften Europas und Nordamerikas reicht. Für islamistische Attentäter aus den eigenen Reihen ist Al Qaida ein wichtiger ideologischer Bezugspunkt, der sie inspiriert und zur Selbstradikalisierung maßgeblich beiträgt.

Terroristische „Eigengewächse“ wie der aus Pakistan stammende amerikanische Staatsbürger Faisal Shahzad, der die Autobombe auf dem Times Square in New York plaziert hat, sind leider keine Einzelfälle. Sie machen die Bedrohung der offenen und verwundbaren Gesellschaften Nordamerikas und Europas unberechenbarer und diffuser. Denn Attentäter, die im westlichen Kulturkreis sozialisiert wurden, durchlaufen häufig unerkannt einen Radikalisierungsprozess, der in schnellen Schüben erfolgt. Sie können mit relativ geringem Aufwand und ohne große Vorwarnzeit „weiche Ziele“ wie belebte Plätze, U-Bahnen oder Einkaufszentren treffen. Sie können sich als autonome Terrorzelle unabhängig von einer größeren Organisation formieren, was ihre Früherkennung erschwert, oder auch die operative Anbindung an eine ausländische Gruppierung suchen. Wie der Prozess gegen die „Sauerland-Gruppe“ gezeigt hat, wird durch solche Umstände auch hierzulande ein nicht zu unterschätzendes Reservoir für künftige Terrorzellen geschaffen.

Um der anhaltenden und sich möglicherweise verschärfenden terroristischen Bedrohung zu begegnen, ist eine Vielzahl sicherheitspolitischer Instrumente vonnöten. Deutschland sollte daher dem Beispiel anderer westlicher Länder folgen und seine Bereitschaft zur Selbstbehauptung als wehrhafte Demokratie durch eine nationale Anti-Terrorismus-Strategie untermauern. Das wäre in der politischen Kommunikation ein wegweisender Schritt – auch um den Bürgern zu vermitteln, dass Freiheitsbeschränkungen kein Selbstzweck sind. Extremismus und politische Gewalt sind im Zeichen einer rasant fortschreitenden Globalisierung vielgesichtiger und unberechenbarer geworden, die Vorwarnzeiten haben sich verkürzt, die Grenzen zwischen innerer und äußerer Sicherheit verwischen.

Eine ressortübergreifende Anti-Terrorismus-Strategie von Bund und Ländern könnte fünf zentrale Handlungsfelder abdecken. Dringend erforderlich ist, erstens, eine funktionierende Terrorismusprävention. Wir sind auf valide Erkenntnisse über Täterprofile und den Verlauf von Radikalisierungen angewiesen, um Risikopotentiale besser einschätzen zu können und die Prognosefähigkeit der Sicherheitsbehörden zu erhöhen. Im Kern geht es vor allem darum, nicht erst bestehende terroristische Strukturen zu bekämpfen, sondern schon bei Sympathisanten anzusetzen und sie rechtzeitig davon abzuhalten, in den militanten Dschihad abzudriften. Terrorismusbekämpfung ist bisher zu reaktiv ausgerichtet und setzt erst ein, wenn sich ein potentieller Täter so weit radikalisiert hat, dass eine Umkehr kaum noch möglich ist.

Die wachsende Gefahr eines im eigenen Land entstehenden Terrorismus stellt, zweitens, auch die Sicherheitsbehörden vor große Herausforderungen. So ist die Zahl islamistischer „Gefährder“ in Deutschland mittlerweile auf 127 Personen gestiegen (Stand April 2010). Sie gelten als „harter Kern“ des gewaltorientierten Islamistenspektrums in Deutschland und müssen daher aufwendig observiert werden. Schwillt das Gefährderpotential weiter an, kann die Belastbarkeit der ohnehin stark beanspruchten Observationskräfte an ihre Grenzen stoßen. Deshalb muss ernsthaft geprüft werden, ob als Ultima Ratio und unter engen Voraussetzungen präventive Kontrollinstrumente gegen „Top-Gefährder“ eingeführt werden sollen, wie sie beispielsweise in Großbritannien angewandt werden. Zu bedenken wären Meldeauflagen, Aufenthaltsverbote, Mobiltelefon- und Computerverbot.

Eine effektive Abwehr von „homegrown terrorism“ setzt überdies profunde Kenntnisse der örtlichen Milieus voraus. Ohne diese Kenntnisse können islamistische „Gefährder“ und deren Infrastruktur kaum wirksam aufgeklärt werden. Unter polizeifachlichen und ermittlungstaktischen Gesichtspunkten ist daher eine schlagkräftige Terrorismusabwehr auf Länderebene unerlässlich. Wegen sich verschärfender Haushaltszwänge haben die Länder allerdings Mühe, mit der neuen sicherheitspolitischen Dynamik Schritt zu halten. Wenn sie nicht an operativer Handlungsfähigkeit verlieren wollen, gilt es, in Kernbereichen wie der Telekommunikationsüberwachung Kapazitäten verstärkt länderübergreifend zu bündeln.

Auch dürfen sich die Länder hinsichtlich ihres rechtlichen Handlungsrahmens nicht vom Bund abkoppeln: Im Interesse einer föderal abgestimmten, auf allen Ebenen gleichermaßen effektiven Terrorismusbekämpfung sind nach der jüngsten Novellierung des BKA-Gesetzes Anti-Terror-Befugnisse, insbesondere die Online-Durchsuchung und die erweiterten Möglichkeiten zur Überwachung der Telekommunikation, ebenso in den Landespolizeigesetzen zu verankern. Unabdingbar ist auch die wirksame Aufklärung des Internets durch die Sicherheitsbehörden, um die dezentralen Kommunikationswege des „elektronischen Extremismus“ besser aufspüren zu können. Als Medium der Radikalisierung, der Indoktrination, der Rekrutierung bis hin zur Vorbereitung von Anschlägen hat das Internet eine Schlüsselfunktion erlangt.

Islamistische Terroristen wollen möglichst viele Menschen töten. Angestrebt wird auch der Erwerb von Massenvernichtungswaffen. Daher gewinnt, drittens, der Schutz der Bevölkerung eine Aktualität, wie sie nach dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr für möglich gehalten wurde. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, das als Koordinierungs- und Serviceeinheit nach den Erfahrungen des 11. September 2001 geschaffen wurde, nimmt insoweit eine Schlüsselstellung ein. Effektive Frühwarnsysteme, der Schutz gefährdeter Infrastruktur sowie ein möglichst reibungsloses Zusammenwirken von Sicherheitsbehörden, Rettungsdiensten und Feuerwehren sind nicht nur das Ergebnis strategischer Planung und institutioneller Verankerung, sondern auch praktischer Übung. Großschadenslagen, die einen hohen Personaleinsatz erfordern, können ohne die Bundeswehr kaum bewältigt werden. Unter dem Aspekt des Schutzes der Bevölkerung hat die Wehrpflicht bleibende Aktualität.

Der „modus operandi“ islamistischer Attentäter kann kriegsähnlichen Gewalthandlungen mit immensen Schäden gleichen, so dass die herkömmlichen Mittel der Gefahrenabwehr an ihre Grenzen stoßen. Inwieweit auch militärische Mittel zur Abwehr oder Bewältigung eines Großanschlags im Inland eingesetzt werden dürfen, ist seit Jahren ein vieldiskutierter Streitpunkt. Eine befriedigende Lösung ist noch nicht gefunden, doch darf das Thema in einer nationale Anti-Terrorismus-Strategie keinesfalls ausgeblendet werden. Bei etwaigen Anschlägen aus der Luft, aber auch von See her sind die Polizeien von Bund und Ländern überfordert. Im Notfall wäre hier ein Einsatz der Bundeswehr sinnvoll, stieße aber an zu enge rechtliche Grenzen. Es ist kaum zu glauben, dass gegenwärtig der Abschuss eines Flugzeugs, das ausschließlich mit Attentätern besetzt ist, ja selbst der Abschuss eines als Anschlagswaffe dienenden unbemannten Flugobjekts durch die Luftwaffe gegen das Grundgesetz verstößt. In der politischen Diskussion wird gerne übersehen, dass das Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung zum Luftsicherheitsgesetz betont hat, ein Einsatz der Bundeswehr könne in derartigen Fällen sehr wohl Menschenleben retten. Diesen Fingerzeig des Gerichts zur Erweiterung des verfassungsrechtlichen Einsatzrahmens gilt es, viertens, endlich ernst zu nehmen.

Stabilisierungskräfte der Bundeswehr in gefährlichen Kriseneinsätzen sind, wie der Fall Afghanistan eindringlich zeigt, den Risiken eines irregulären Kleinkrieges ausgesetzt. Sie müssen daher, fünftens, durch Konzeption, Ausbildung, Ausrüstung und auch im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen in der Lage sein, gegen bewaffnete Aufständische und terroristische Akteure wirksam vorzugehen. Einsätze der Bundeswehr dieser Art sind nicht Selbstzweck, sondern die Voraussetzung für ein sicheres Umfeld und entwicklungspolitische Aufbaumaßnahmen, mit denen das Vertrauen der Zivilbevölkerung gewonnen und der Einfluss militanter Islamisten eingedämmt wird. Die Entwicklungspolitik muss einen festen Platz in einer nationalen Anti-Terrorismus-Strategie haben und sich verstärkt auf potentielle Brennpunkte politisch-religiöser Gewalt konzentrieren. Diese sind vor allem in Regionen zu finden, die unter Staatszerfall, ethnisch-religiösen Konflikten und sozialer Verelendung leiden.

Die Dynamik der internationalen Dschihadisten-Szene spricht dafür, den Fokus einer Anti-Terrorismus-Strategie in erster Linie auf den militanten Islamismus zu richten. Das heißt aber nicht, dass mögliche terroristische Potentiale nur dort zu verorten wären. Die hohe Gewaltbereitschaft in anderen extremistischen Spektren, nicht zuletzt in links- und rechtsautonomen Gruppierungen, mahnt ebenfalls zu erhöhter Wachsamkeit, damit die Schwelle zu terroristischen Handlungen nicht überschritten wird.

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Time am 18. August 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/USS_New_Jersey_(BB-62)
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Ronald_Reagan
3) http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~EDE7DE4427A544718BF58B840C8D13688~ATpl~Ecommon~Scontent.html
4) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/08/12/warum-dort-warum-dann/

Verantwortung? Wem gegenüber?

11. Januar 2010

Uwe Schünemann ist Minister für Inneres, Sport und Integration in Niedersachsen und Mitglied der CDU. In der heutigen FAZ schreibt er als Gastautor zur Neujahrspredigt von Landesbischöfin Käßmann.

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Gesinnung und Verantwortung

Wenn Verteidigungsminister zu Guttenberg und die Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischöfin Käßmann, zu einem klärenden Gespräch zusammenkommen, wird es hoffentlich um mehr als die Frage gehen, worin denn nun der „glasklare“ Wortlaut ihrer Neujahrspredigt bestand. Damit wären die Chancen eines solchen Gesprächs vertan. Denn es geht bei den Äußerungen der Ratsvorsitzenden zum Afghanistan-Einsatz um mehr. Jeder Redner, sei es in einer politischen oder in einer kirchlichen Ansprache, transportiert über den reinen Wortlaut hinaus zwischen den Zeilen eine Botschaft. Die Gesinnung des oder der Vortragenden mag man sympathisch finden. Aber – so ist zu fragen – wird eine Pastorin und Bischöfin ihrer Verantwortung gerecht, wenn sie sich in dieser Weise im Rahmen einer Predigt zu einem brisanten politischen Thema äußert?

Wer das Mandat der Nato-Schutztruppe und der Bundeswehr in Afghanistan, das durch Resolutionen der Vereinten Nationen und von der großen Mehrheit des Bundestages legitimiert wurde, mit den Worten „Nichts ist gut in Afghanistan“ pauschal abwertet, der macht es sich zu einfach. Er verkennt zugleich die politisch-strategische Bedeutung dieses Kriseneinsatzes. Der von Frau Käßmann zumindest implizit geforderte rasche Truppenabzug aus Afghanistan würde den Taliban und dem Al-Qaida-Netz Auftrieb geben, die in Afghanistan und anderswo mit Gewalt ein islamistisches Kalifat errichten wollen und die westliche Sicherheit bedrohen. Auch kann es nicht darum gehen, die militärische und zivile Hilfe für Afghanistan gegeneinander auszuspielen. Ohne die militärische Schutzfunktion wäre der Einsatz ziviler Aufbauhelfer in Afghanistan nahezu unmöglich. Und schließlich ist es mehr als zweifelhaft, ob die Menschenrechtslage in Afghanistan besser wäre, wenn der Westen den religiösen Extremisten kampflos das Feld überließe.

Für ihren gefährlichen Dienst erwarten die Soldaten der Bundeswehr zu Recht gesellschaftliche Anerkennung und politischen Rückhalt. Insofern darf und muss von der obersten Repräsentantin der Evangelischen Kirche in Deutschland erwartet werden, dass sie sich differenziert und damit verantwortungsvoll zu diesem komplexen Thema äußert. Das ist sie den Menschen in unserem Land, gerade den evangelischen Christen, schuldig.

Max Weber hat bereits vor knapp hundert Jahren die grundsätzliche Unterscheidung von Gesinnungs- und Verantwortungsethik vorgenommen. Letztere ist insbesondere das Bewährungsfeld der Politik. Hier definiert Weber für das verantwortungsethische Handeln drei Grundanforderungen: erstens Leidenschaft im Sinne von Sachlichkeit; zweitens Verantwortlichkeit im Interesse des Sachanliegens; drittens Augenmaß als notwendige persönliche Distanz zu Dingen und Menschen.

Webers Thesen haben nicht zuletzt im ethischen Diskurs der evangelischen Kirchen Wirkung entfaltet. Das ist nicht verwunderlich, denn seine Unterscheidung von Gesinnungs- und Verantwortungsethik sowie seine konkrete Beschreibung der politischen Verantwortung korrespondieren in gewisser Weise mit der lutherischen Unscheidung des geistlichen und weltlichen Regiments in der sogenannten Zwei-Reiche-Lehre.

Bischof Huber, der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende, hat in heiklen gesellschaftlichen und politischen Fragen stets für eine differenzierte Analyse der jeweiligen Zusammenhänge und eine nachvollziehbare verantwortungsethische Reflexion im Sinne von Max Weber plädiert und damit Abstand zu einer reinen Gesinnungsethik gehalten. Letztere kann nicht zum verbindlichen Maßstab einer verantwortungsvollen Realpolitik gemacht werden. Das gilt insbesondere dann, wenn es um die Legitimation der bewaffneten Macht eines demokratischen Staates zur Durchsetzung des Völkerrechts und der Menschenrechte gegen einen zu allem entschlossenen politisch-religiösen Extremismus geht. Die Vereinten Nationen, die Nato und der Bundestag haben es sich mit ihren Beschlüssen nicht leichtgemacht – sie haben aber nach verantwortungsethischen Prämissen entschieden. Eine Bewertung des Afghanistan-Einsatzes jenseits gesinnungsethischer Prinzipien steht bei der obersten Repräsentantin der Evangelischen Kirche in Deutschland bislang noch aus.

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Sicher kennen Sie den Spruch „Lehrers Kinder, Pastors Vieh, gedeihen selten oder nie“. Dahinter steckt vielleicht die Beobachtung, dass Lehrer sich oftmals so sehr um die Entwicklung fremder Kinder kümmern, dass sie gar nicht merken, wie dringend ihre eigenen ihre Aufmerksamkeit brauchen. Dahinter steckt weiterhin vielleicht die Beobachtung, dass Pastoren, die ja in der Regel nur aus der warmen Stube heraus die Welt betrachten, oftmals zu sehr mit dem Kopf in den Wolken weilen, als dass sie Alltagsprobleme der Menschen verstehen könnten geschweige denn die der mal wieder nicht rechtzeitig gemolkenen Kühe. Wie die Mullas meinen sie, sie müssten und könnten zu allem etwas sagen, aber wenn mal eine Glühbirne durchgebrannt ist, bestellen sie den Elektriker (1).

Vor einem Jahr hatte Bischöfin Käßmann laut „Hannoverscher Allgemeinen“ am 20.01.09 zunächst Folgendes gesagt (2):

„Käßmann hatte am Dienstag auf einem Architekturforum in Hannover gesagt, man könne mit Kirchen nicht alles machen. Unter Umständen könne es besser sein, sie verfallen zu lassen oder abzureißen, als sie für eine ‚imageschädigende’ Nachnutzung zu verkaufen. Als Beispiele für unakzeptable Nachnutzungen hatte sie die Umgestaltung von Gotteshäusern zu Restaurants oder Diskotheken genannt. Auch eine Umnutzung als Moschee schloss sie aus.“

Nachdem der Vorsitzende der hannoverschen Moscheengemeinde, Avni Altiner, dies jedoch als „Brüskierung der MUSLIME in Deutschland“ kritisiert hatte, relativierte sie ihre Äußerung zwei Tage später:

„(…) Wenn eine Kirchengemeinde sagt, sie sei überzeugt, dass eine Nutzung als Moschee in tiefstem Frieden geschehen kann, bin ich einverstanden’, sagte Käßmann. ‚Im Moment sehe ich aber nicht, dass das möglich ist.’“

Da hatte der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Johannes Friedrich, vor fast genau einem Jahr dankenswerterweise deutlichere Worte gefunden, und auch unsere „Phantasie“ wollte er offenbar anders eingesetzt wissen, als es Frau Käßmann vorschwebt (3).

Angestoßen worden sei jedenfalls, so die „Hannoversche Allgemeine“, die Debatte im Jahr 2008 von der Präsidentin des 32. Deutschen Evangelischen Kirchentags 2009 in Bremen, Karin von Welck: „Jeder Abriss einer Kirche sei eine ‚Kapitulation unserer christlichen Gesellschaft’, argumentierte sie. Bevor ein Gottteshaus abgerissen werde, würde sie es ‚lieber als Moschee an eine islamische Gemeinde geben’.“

Wie bitte? Ehe gar nicht gebetet wird, soll lieber zu Satan gebetet werden? Es zeigt sich der typische Funktionär, dem egal ist, wem er dient, Hauptsache, er kann Macht ausüben. Ich persönlich will keinen Bischof, der sich mehr Sorgen um die Leute des Feindes als um meine Leute macht, ich will keinen Taliban-Pastoren. Da bin ich mir ausnahmsweise mal fast einig mit den Taliban, die wollen gar keine Pastoren.

Der Spiegel: „Haschim Kabar kennt die Angst. 20 Jahre ist es her, dass er sich für das Christentum entschied. Damals war es kein Tabu, als Afghane zu konvertieren. ‚Es gab viele Kirchen, sowohl in Kabul als auch auf dem Land’, erzählt er. ‚Damals lebten die Religionen hier fast friedlich zusammen.’ Erst mit dem Einzug der Taliban Mitte der neunziger Jahre wurde alles anders. Mullah Omar befahl seinen Männern, Kirchen dem Erdboden gleichzumachen, afghanische Christen zu lynchen, christliche Ausländer zu töten oder zu verjagen. Viele von Haschims Freunden sind damals ums Leben gekommen. ‚Sie folterten Gefangene so lange, bis sie die Namen von anderen Christen rausrückten. Dann brachten die Taliban sie um und suchten nach neuen Opfern.’ (4)

Time am 11. Januar 2010

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/01/02/hohle-und-andere-nusse/

2) http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Muslime-veraergert-ueber-Bischoefin-Margot-Kaessmann

3) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/29/keine-umwandlung-von-kirchen-in-moscheen/

4) http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,408529,00.html