Posts Tagged ‘Vera Lengsfeld’

Vom Chaos in die Katastrophe

6. Januar 2018

Lesen Sie einen Aufsatz von Vera Lengsfeld von „Achgut“ (1).

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Wieviele Alarmsigale übersehen wir noch?

Am Neujahrsmorgen überschlugen sich die Meldungen, wie friedlich angeblich die diesjährigen Silvesterfeiern verlaufen seien. Die Realität wurde in den Wörtchen „weitgehend“ oder „überwiegend“ versteckt, denn irgendwann kommen störende Fakten doch zum Vorschein. Wie 2015 und 2016 zeichnete sich das wahre Bild der Ereignisse erst durch die Berichte im Netz ab.

Inzwischen kann man nachlesen, dass unter der „friedlichen“ Oberfläche durchaus Orgien der Gewalt gefeiert wurden. In Leipzig beispielsweise war der linksradikale Angriff auf die Polizei so schlimm, dass der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, ihn „lebensbedrohend“ nannte.

Aber auch an vielen anderen Orten war es lebensgefährlich. In Bonn beschossen Unbekannte Feiernde aus einem fahrenden Auto mit Silvesterraketen. In Salzgitter wurde ein zwölfjähriges Mädchen von einem Mann mit Migrationshintergrund mit einer illegalen Handfeuerwaffe angeschossen. In Berlin-Schöneberg ging ein Syrer mit einem Messer auf zufällige Passanten los. In München versuchte ein anderer Syrer, einem Mann die Augen mit den Daumen auszudrücken. In Düsseldorf raste ein Auto in eine Menschenmenge. Im Saarland wurden fünf Polizisten bei einer Schlägerei zwischen zwei Großfamilien, „einer mobilen ethnischen Volksgruppe“, wie es in der Pressemitteilung heißt, verletzt. In Speyer kam es zu einer Vergewaltigung einer Spaziergängerin durch einen Sudanesen im Domgarten.

Wenn weniger Frauen kommen,
gibt es weniger Gewalt gegen Frauen

Auch sonst kam es trotz der massivsten Polizeipräsenz, die es je bei Silvesterfeiern gab, zu sexuellen Übergriffen. Sie seien aber viel seltener gewesen als 2015 und 2016, versichern uns die Medien. Der Grund dafür wird nicht erwähnt. Es waren deutlich weniger Frauen in Köln oder in Hamburg unterwegs, als in den Jahren zuvor. Auf Fotos von der Kölner Domplatte und der Hamburger Feiermeile sind fast nur Männer zu sehen. Wo keine Frauen sind, kann es keine Übergriffe auf Frauen geben. Der Frust mancher in Gruppen angereister junger Männer, deren Aussehen gern als „südländisch“ beschrieben wird, in Düsseldorf waren es 1000, entlud sich nicht selten gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte.

Beunruhigender als diese Fakten, denen sich noch etliche andere Beispiele hinzufügen ließen, sind die Reaktionen mancher Vertreter des Staates. Bleiben wir in Köln. Hier hielt es der Polizeipräsident für eine gute Idee, den Domplattenbesuchern auf arabisch ein schönes Silvester zu wünschen. Ob das zu den Aufgaben der Polizei gehört, darüber kann man streiten. Ganz gewiss gehört es nicht zu den Aufgaben der Polizei, eine Straftat vorzutäuschen. Genau das geschah unter der Verantwortung des Polizeipräsidenten, als die Polizei Anzeige gegen die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch wegen „Volksverhetzung“ erstattete.

Man kann den umstrittenen Tweet der Abgeordneten ganz sicher geschmacklos finden. Volksverhetzend ist er nicht, wie nicht nur die Zögerlichkeit der Staatsanwaltschaft beweist, sondern wie inzwischen sogar in der Süddeutschen Zeitung nachzulesen ist. Was Volksverhetzung ist und was nicht, das muss ein Polizeipräsident unterscheiden können. Die Anzeige der Kölner Polizei hat allem Anschein nach hunderte Unbedarfte verleitet, ebenfalls Strafanzeigen zu stellen, also eine Straftat vorzutäuschen. Die Vortäuschung einer Straftat ist strafbar. Wenn unser Rechtsstaat noch funktionieren würde, müsste es Ermittlungen gegen den Polizeipräsidenten geben.

Experten, die von der Kölner Polizei beauftragt wurden, haben in einer im vergangenen September vorgestellten Studie festgestellt, dass auch künftig mit ähnlichen „Phänomenen“ wie der massenhaften Anreise von jungen Männern mit Migrationshintergrund zu rechnen sei. Das klingt, als handele es sich um ein Naturphänomen.

Keine Sorge um die Rettungskräfte

Der Polizeipräsident sollte sich dem Wohl seiner Untergebenen verpflichtet fühlen, die Tag für Tag die Folgen einer chaotischen Einwanderung, die bis heute nicht gestoppt wurde, am eigenen Leibe erdulden müssen. Da ist es, um mit unserer Kanzlerin zu reden, mindestens „nicht hilfreich“, aggressive Jungmänner mit netten Grüßen zu ermuntern.

Keine Sorge um die medizinischen Rettungskräfte zeigt auch der Bundesärztekammer-Präsident, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery. Im Gegenteil. Er hat sich kürzlich zu Wort gemeldet zugunsten derer, die an Silvester massiv Rettungskräfte attackiert haben. Nach der Bluttat eines angeblich minderjährigen Afghanen, der auf Fotos aber deutlich älter aussieht, hat sich Montgomery gegen eine Altersüberprüfung der „unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge“ (UMF) ausgesprochen. Der Radiologe hält das Röntgen von Jungmännerhänden für einen „Eingriff in das Menschenwohl“. Um das Wohl der Opfer gewalttätiger UMF sorgt er sich weniger. Dass diese jungen Männer im Kreise der Gewalttäter deutlich überrepräsentiert sind, ist ein Faktum, das immer noch ungern erwähnt wird. Dabei nimmt das in manchen Städten Formen an, wie in Mannheim, wo sich der Bürgermeister nicht mehr anders zu helfen wusste, als einen deutlichen Hilferuf zu veröffentlichen.

Aber die Situation des medizinischen Personals sollte den Chef der Bundesärztekammer schon interessieren. Von einer Verurteilung der Angriffe auf Rettungskräfte durch die Klientel, deren „Menschenwohl“ Herrn Montgomery am Herzen liegt, ist nichts bekannt.

Kurs auf die Katastrophe?

Last but not least wurden die Bürger von Kandel, die sich zu einem stillen Trauerzug zum Gedenken an die ermordete Mia zusammengefunden hatten, von linken Gegendemonstranten mit bunten Schirmen gestört. Die Störung des Gedenkens hielten sie für legitim, denn es seien – so raunte die Lokalpresse – auch Rechte unter den Schweigemarschierern gewesen. Dabei ist diese Aktion der Bunt-Linken so besonders widerwärtig, weil Mia eine der ihren war, die auf Fotos mit Schildchen wie „Muslime sind keine Terroristen“ posierte. Wenn sie wirklich um Mia trauern würden, müssten sie sich allerdings nun fragen, ob ihre Ideologie nicht gefährlich ist.

Ja, die Atmosphäre im Land ist vergiftet. Das liegt aber nicht an den „rechten Hetzern“, wie behauptet wird, sondern an jenen, die eine verantwortungslose Politik nach wie vor unterstützen und mit aller Macht verhindern, dass die Fehlentscheidungen, die seit September 2015 Deutschland zunehmend destabilisieren, korrigiert werden.

Wenn aber keine Kurskorrektur erfolgt, wird früher oder später aus dem alltäglichen Chaos eine Katastrophe. Das ist nicht nur Deutschlands Problem. Die Silvester-Angriffe, die in Frankreich und England zu bürgerkriegsähnlichen Szenen geführt haben, sind ein deutliches Zeichen, wohin die Entwicklung geht. Diese Zeichen nicht wahrzunehmen, ist inzwischen lebensbedrohlich.

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Time am 6. Januar 2018

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1) http://www.achgut.com/artikel/friedlich_heisst_in_wirklichkeit_lebensbedrohlich

Die Älteren sind in Gefahr

21. August 2017

Lesen Sie einen Aufsatz von Vera Lengsfeld von „Achgut“ (1).

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Die neue Psychologie des Alterns

Deutschland ist nicht nur eine rapide alternde Gesellschaft, das Alter ist mittlerweile die längste Lebensphase des Menschen geworden. Während zu Bismarcks Zeiten, in der die Rente erfunden wurde, diese etwa fünf Jahre lang bezogen wurde, haben Zeitgenossen, die das 65. Lebensjahr erreicht haben, noch mindestens 20 Jahre vor sich. Ein weites Feld für die noch junge Altersforschung. Hans-Werner Wahl, ein führender Forscher dieses Fachs, hat nun ein Buch vorgelegt, in dem er in gut lesbarer, verständlicher Form seine wichtigsten Erkenntnisse dem interessierten Publikum nahebringt.

Die gute Botschaft zuerst: Das Alter ist nicht nur unsere längste Lebensphase geworden, wir erleben sie auch gesünder und leistungsfähiger als je zuvor. Ärzte bestätigen, dass die „jungen Alten“ von 65 Jahren heute eine körperliche Verfassung besitzen, die vor zwanzig Jahren für Fünfzigjährige typisch war. Im jungen Alter, das bis zum 80. Lebensjahr reicht, ist man kaum eingeschränkt und kann die meisten gewünschten Aktivitäten problemlos meistern. Die jungen Alten sind aktiv, wie nie zuvor.

Eine Minderheit beschränkt sich darauf, Dauerreisen zu unternehmen. Die Mehrheit der jungen Alten engagiert sich ehrenamtlich, im In- und Ausland. Ohne die vielen Helfer in dieser Alterskohorte wäre die jüngste Flüchtlingskrise nicht zu bewältigen gewesen. Auch im Pflegebereich würde es eng werden ohne sie. Die meisten alten Alten werden von jungen Alten gepflegt. „Ältere übernehmen also zunehmend Verantwortung für unsere Gesellschaft“.

Sie sind aber auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, als die „großen Genießer“, „wenn es um Wellness, gutes Essen, Konzerte, Museen und qualitätsvolles Reisen geht.“ Sie können das gut, denn „Ältere verstehen am besten, was es bedeutet, Zeit sinnvoll zu nutzen“. Wahrscheinlich hat das etwas mit der reduzierten Zukunftsperspektive zu tun. Man weiß, dass man nicht mehr unendlich viel Zeit hat und wird aufmerksamer.

„Weltmeister, wenn es um Kompensation geht“

Die Lebenserfahrung bringt Lebenskünstler hervor. Ältere lassen sich nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringen, sie verfügen über eine „regelrechte Toolbox“, wie sie ihr Wohlbefinden aufrechterhalten und sich gegen Widrigkeiten des Älterwerdens wappnen können“. Ältere sind gut in der Um- und Neubewertung von nicht mehr erreichbaren Zielen, sie wählen genau aus, welche Aktivitäten und Menschen ihnen gut tun und lassen alles andere links liegen. Außerdem akzeptieren sie leichter, was nicht mehr zu ändern ist, zum Beispiel Seh- und Hörverluste. Ältere sind „Weltmeister“, wenn es um Kompensation geht. Wenn etwas nicht mehr so geht, wie man es immer gemacht hat, macht man es halt anders.

Altsein ist keine Krankheit und der Spruch „Alter ist nichts für Feiglinge“, ist nicht mehr als ein Bonmot, das wenig mit der Realität zu tun hat. Die meisten Alten genießen ihr Leben und wagen sogar Neues: einen neuen Partner, ein eigenes Unternehmen, eine neue Sprache. Als „Keepers of the meaning“ haben die Älteren wertvolle Erfahrungen an die Jungen zu übermitteln. Das klappt zwischen Großeltern und Enkeln oft besser, als zwischen Eltern und Kindern.

Ein wichtiger, wenn auch wenig überraschender Sachverhalt ist, dass wer sich sein Leben lang ausreichend bewegt hat, also körperlich aktiv war, im Alter davon profitiert. Für den kommt die Phase der Pflegebedürftigkeit spät oder nie. Aber auch für jene, die in jungen Jahren wenig auf ihr körperliches Befinden geachtet haben, ist nicht alles zu spät. Auch im Alter kann man durch regelmäßiges Üben körperliche Fitness wieder erlangen. Studien haben gezeigt, dass durch Training Laufen ohne Rollator wieder möglich wurde.

Die Wissenschaft unterscheidet inzwischen drei Alter: Das „Dritte“, also junge Alter hat wenig, mit „alten Menschen“ zu tun. Erst mit dem „Vierten Alter“, jenseits der 80, beginnt das eigentliche Altern. Die ein Leben lang vorhandenen biologischen und psychologischen Ressourcen stoßen zunehmend an ihre Grenzen. Man macht intensive Erfahrungen mit Mehrfacherkrankungen. „Die erworbene Kompensationen und Selbstregulationsmechanismen greifen weniger gut, sind aber immer noch hilfreich. Neueste Befunde auf der Grundlage von Forschungen zum Verlauf der kognitiven Leistungsfähigkeit und zum Wohlbefinden legen nun sogar eine Abgrenzung eines Fünften Alters nahe… die terminale Phase des Fünften Alters könnte in gewisser Weise sogar mit der frühkindlichen Periode verglichen werden“, weil es in beiden Phasen spezifische Veränderungsprozesse gibt: am Anfang Wachstum und Reifung, am Ende die Atrophie unserer biologischen und psychologischen Systeme.

Der „Krieg der Generationen“ ist nicht vom Tisch

Übrigens hat die Alterseinteilung wenig mit dem kalendarischen Alter zu tun, wie die Wissenschaft herausgefunden hat. Man ist tatsächlich so alt, wie man sich fühlt. „Älterwerden ist ohne jeden Zweifel etwas sehr Persönliches – ein Prozess, der maßgeblich subjektiven Einstellungen, Erwartungen, Interpretationen und Deutungen unterliegt“. Natürlich hat die Erfolgsgeschichte des Alterns auch ihre Kehrseiten. Die eine ist, dass falsch verstandene Betreuung die Selbstständigkeit von Pflegebedürftigen untergräbt.

Eine andre ist die sich rasch entwickelnde Gero-Technologie. Pflege kann heute schon in gewissem Umfang von Robotern übernommen werden, es werden anziehbare Roboter entwickelt, die Bewegungsfähigkeit zurückgeben können. Es gibt noch kein ethisches Konzept, wie mit diesen Technologien umgegangen werden soll. „Der Aufwand, den es kostet, eine bestimmte Technologie zu nutzen, darf nicht größer sein als der Nutzen, der sich für ältere Menschen aus der Technologieanwendung ergibt“. Es fehlt auch hier eine notwendige gesellschaftliche Debatte. Es birgt Gefahren in sich, wenn die Technologie sich schneller entwickelt, als die erforderlichen ethischen Standards.

Die wichtigste Gefahr deutet Wahl nur an: „Die schiere Sichtbarkeit des Alters könnte die Ablehnung des Alters fördern“. Laut sogenannter Terror-Management-Theorie, erinnern alte Menschen die Jüngeren an Tod und körperlichen Verfall, den sie ablehnen. Das erzeugt Aversionen gegen die Alten. Laut Wahl ist er „Krieg der Generationen“ keineswegs vom Tisch.

In Deutschland ist die Migration von mehr als einer Million junger Männer, viele davon mit Gewalterfahrung ein Faktor, der die von Wahl beschriebene Gefahr vielfach verstärkt. Die Träumereien von Politikern, dass ein Teil dieser jungen Männer, die ihre Unterkünfte nicht selbst reinigen, weil es nicht ihrer Kultur entspricht, dass Männer solche Arbeiten erledigen, zu Altenpflegern auszubilden, haben so wenig mit der Realität zu tun, wie die Behauptung, die „Flüchtlinge“ wären mehrheitlich in der Wirtschaft dringend benötigte Fachkräfte. Sollten die unterschwellig bereits spürbaren Spannungen, ausgelöst durch unerfüllbare Erwartungen an die aufnehmende Gesellschaft, einmal ausbrechen, sind die Älteren in besonderer Gefahr. Gerade diese Alterskohorte sollte sich bei der Bundestagswahl genau überlegen, ob sie eine weitere unkontrollierte Masseneinwanderung unterstützt. Wie keine andere Altersgruppe können die Alten mit ihrer Stimme die weitere Entwicklung beeinflussen.

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Time am 21. August 2017

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1) http://www.achgut.com/artikel/die_neue_psychologie_des_alterns

Jizia = Orkrecht

1. Mai 2017

In allen Ländern, die sie heute beherrschen, waren die Mohammedanisten zunächst eine Minderheit. Durch Razzien und maßlosen Terror machten sie sich die Mehrheit gefügig, lebten auf deren Kosten und vermehrten sich durch zahlreichen Nachwuchs und erzwungene Konversion, bis sie selbst die Mehrheit waren.

Wir erleben derzeit eine derartige Invasion in unsere Länder und unsere Sozialsysteme. Das Recht, Nicht-Orks auszuplündern, bezeichnen die Mohammedanisten als Jizia, und sie sehen es als von Alla gegeben an.

Lesen Sie einen Artikel von Vera Lengsfeld von „Achgut“ (1) und sodann einen Bericht über Norwegen von Chevrolet von „PI“ (2).

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Merkels Phantom-Arbeitsplätze für Flüchtlinge

Gebetsmühlenartig wird auf allen politisch-korrekten Kanälen wiederholt, die alternde deutsche Gesellschaft brauche dringend Zuwanderung, um den Arbeitsmarkt vor dem drohenden Kollaps zu retten. Tatsächlich hätten die Flüchtlinge schon einen Wirtschaftsaufschwung bewirkt. Es handelt sich zwar lediglich um ein steuerfinanziertes Anwachsen der Flüchtlingsindustrie und keine produktive Wertschöpfung, aber mit solchen Feinheiten geben sich unsere Propagandisten der schönen neuen Flüchtlingswelt nicht ab.

Vor wenigen Tagen überraschte uns Kanzlerin Merkel mit der frohen Botschaft, dass die Flüchtlinge, die sie eingeladen hat, einen Beitrag zur Beseitigung des Fachkräftemangels leisten könnten. In der IT-Branche werde jede Fachkraft gebraucht. Wir erinnern uns, dass Merkel nach dem Terrorakt in Nizza, wo ein LKW in eine Menschenmenge fuhr, die merkwürdige Idee hatte, Flüchtlinge massenhaft zu LKW-Fahrern ausbilden zu lassen. Vielleicht hat ihr jemand auf der Hannover-Messe, die sie kürzlich besuchte, gesagt, dass dies keine sichere Jobperspektive ist, denn bald werden sich die Transporter ferngesteuert und autonom durch die Lande bewegen. Heute schon müssen LKW-Fahrer immer ausgeklügeltere Fahr-Programme beherschen und halbe Logistiker sein.

Nun sind die IT-Unternehemen Retter in der Job-Not. Schließlich müssen „Bleibeperspektiven“ her – koste es, was es wolle. In der „ReDI School of Digital Integration“, bei der die Kanzlerin vorbeigeschaut hat, bilden ehrenamtlich tätige Fachleute seit Februar 2016 Zuwanderer im Programmieren von Computern aus. Gleichzeitig bringen sie die Studenten in Kontakt mit Unternehmen und Start-up-Firmen, um ihnen einen Berufseinstieg zu ermöglichen. Die gemeinnützige Schule wird von diversen Unternehmen finanziert. 135 Studenten, zumeist aus Syrien, aber auch aus Afghanistan, Irak und Eritrea werden hier ausgebildet. Einige von ihnen sollen bereits in Unternehmen arbeiten oder haben eigene Firmen gegründet.

Es gibt keine verlässlichen Zahlen
über dauerhaft geschaffene Arbeitsplätze

Das ist leider nicht mehr als eine Stecknadel im Heuhaufen und entspricht etwa einer Fachkraft auf 10.000 Flüchtlinge. Man muss schon Kanzlerin von Deutschland sein, um das als Rettung für den Fachkräftemangel verkaufen zu können. Das ist reines Wunschdenken. Ein Viertel der Neuankömmlinge sind Analphabeten, die, ohne in ihrer Muttersprache lesen und schreiben zu können, durch die Deutschkurse geschleust werden, die sie so sprachunkundig verlassen, wie sie hineingegangen sind – sofern sie nicht bereits vorzeitig ihre Teilnahme abgebrochen haben. Das Ganze ist ein Beschäftigungsprogramm für Flüchtlingshelfer, kostspielig, aber leider nutzlos.

Die Realität spielt im Kabinett Merkel offenbar keine Rolle. Kurz bevor die Kanzlerin von der IT-Zukunft für Flüchtlinge schwärmte, hat ihre Arbeitsministerin Nahles ihr ambitioniertes Job-Programm für Flüchtlinge einstampfen müssen. Statt der geplanten 100.000, sind nur 25.000 neue Jobs für Flüchtlinge im zweiten Halbjahr 2016 geschaffen und aus dem Förderprogramm „Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen“ finanziert worden.

Darüber, wie viele Arbeitsplätze dauerhaft in Anspruch genommen wurden, gibt es keine Auskunft. Ab und zu erscheinen Artikel, meist in Lokalblättern, über abgebrochene Ausbildungen von Flüchtlingen oder von ihnen verlassene Jobs. Das Jobwunder bleibt aus. Wie lange werden unsere Sozialsysteme dem politisch organisierten Ansturm standhalten?

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Norwegen: “Flüchtlings”-Integration gescheitert

Man sollte „Flüchtlinge“ so schnell wie möglich in Arbeit bringen, verkünden Politiker gebetsmühlenartig. Das wäre die beste Integration. Das ist aber nicht so einfach, statt der angekündigten hochqualifizierten und genauso motivierten „Fachkräfte“, die der deutschen Wirtschaft eine goldene Zukunft bescheren würden, kamen Analphabeten, Ungebildete und unmotivierte Personen nach Deutschland und Europa. Integration durch Arbeit – diese dümmlich-naive These wird nun durch eine Studie aus Norwegen widerlegt.

Das „Ragnar Frisch Centre for Economic Research“ der Universität Oslo stellte fest, dass die Integration in den Arbeitsmarkt zunächst ganz positive Ansätze zeige. Doch dann kommt’s: Nach einer Periode von fünf bis zehn Jahren kehre sich der Integrationsprozess komplett um. Das heißt, die Kluft zwischen der Beschäftigungsquote der einheimischen Bevölkerung und der der Zugewanderten werde immer größer. Die Migranten stiegen zunehmend von Arbeit auf die soziale Hängematte um, die ja auch in Norwegen ausgeprägt ist. Sie bestritten ihren Lebensunterhalt überwiegend von Sozialleistungen.

Warum das so ist, lässt die Studie der Norweger wohl politisch korrekt bewusst offen. Vermutlich aber haben die Zuwanderer in den Jahren die notwendigen Tricks gelernt sich ohne Arbeit durchs Leben zu schlagen und auf Kosten der arbeitenden norwegischen Bevölkerung zu leben.

„Es hat uns schon überrascht, diese Ergebnisse zu sehen. Eigentlich hätte man doch erwarten sollen, dass die Schere zwischen Beschäftigungsquote der einheimischen norwegischen Bevölkerung und Migranten im Laufe der Jahre immer kleiner wird, doch das Gegenteil ist der Fall”, sagt Knut Røed, einer der Forscher beim Frisch Center.

Der norwegische Integrations- und Einwanderungsminister, Per Sandberg, erklärte, dass sich die Regierung sehr wohl der Probleme bewusst sei, aber alles ließe sich nun einmal nicht über die Politik regeln.

Geradezu resignierend klingt diese Aussage: „Selbst wenn wir den Migranten immer mehr Jobs anbieten, können wir niemand zwingen sich zu integrieren. Es kommt auch auf den Willen zur Integration an, wenn man in Norwegen etwas werden will.“

Die veröffentlichte Meinung im Land gab sich entsetzt. So schrieb die Zeitung „Verdens Gang“ von „schlechten Nachrichten für den norwegischen Wohlfahrtsstaat.“

Schon im vergangenen Jahr hatte der Norwegian Police Security Service (PST) gewarnt: Moslemische Einwanderer seien integrationsresistent und könnten für das Gastland erhebliche Probleme verursachen. Marie Benedicte Bjørnland, die Leiterin des PST, sagte damals in einem Fernsehinterview, dass eine große Zahl von Asylbewerbern in einer Gemeinde zu ganz erheblichen unerfreulichen Konsequenzen dort führen könnte. Was natürlich wieder eine politisch korrekte Umschreibung für die katastrophalen Zustände ist, die wir heute allüberall in Westeuropa erleben.

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Time am 1. Mai 2017

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1) http://www.achgut.com/artikel/merkels_phantom-arbeitsplaetze_fuer_fluechtlinge
2) https://www.pi-news.net/2017/04/norwegen-fluechtlings-integration-gescheitert/

Im heiligen Land

8. April 2017

Lesen Sie einen Aufsatz von Vera Lengsfeld von „Achgut“ (1).

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Das Tote Meer stirbt

Mein letzter Tag in Israel ist der Höhepunkt meiner Reise. Wir machen uns auf zur Wüstenfestung Masada. Es ist mit 30 Grad der erste richtig heiße Tag. Aber ein um diese Jahreszeit noch kühler Wind macht die Hitze erträglich. Wir halten am Beduinenort Chura, um handgepresstes Olivenöl zu kaufen, für das der Ort berühmt ist. Den Beduinen geht es in Israel gut. Zwar stehen ihre Häuser nach unserem Geschmack chaotisch in der Gegend herum, sie sind aber ansehnlich und solide, mit allem modernen Komfort. Man kann kaum glauben, dass die Bewohner vor wenigen Jahren noch in Zelten gewohnt haben.

Hinter der Wüstenstadt Arad beginnt der wildeste und vielleicht schönste Teil der Negev. Hier dominiert ein sanftes Ocker, nur an wenigen Stellen sieht man etwas Grün. Die wilden Kamele, denen wir begegnen, finden trotzdem Futter. Wir nähern uns Masada von Westen, wo die Römer-Rampe den Berg hinaufführt. Anders als auf der Ostseite mit Besucherzentrum und Seilbahn, ist hier nicht viel los. Der Parkplatz ist fast leer. Der russische Jude am Imbiss-Stand ist froh, dass er uns Tee verkaufen kann. Auf dem Platz steht eine nachgebaute römische Belagerungsmaschine. Unvorstellbar, dass so ein mächtiges Ding den Berg hinauf bugsiert wurde.

Die Wüstenfestung wurde von den Hasmonäern um 160-143 BC gebaut. König Herodes stattete sie mit Palästen aus, unter anderem mit dem Felsenpalast an der Nordseite, an dessen Wänden noch Malereien im pompejanischen Stil vorhanden sind – was zeigt, dass es damals schon einen globalen Geschmack und globale Moden gab.

Neben Palästen, Wehranlagen, 37 Wachtürmen, Ställen, Kommandanturen, 12 Zisternen gab es Römische Bäder und sogar Schwimmbecken. Dazwischen wurde auf Feldern alles angebaut, was die Festungsbewohner brauchten. Die Festung war autark. Die Römer fanden nach monatelanger Belagerung immer noch reichliche Lebensmittelvorräte. Von den Dattelkernen, die bei modernen Ausgrabungen in antiken Tonkrügen gefunden wurden, ist eine übrigens in einem Jerusalemer Labor erfolgreich zu einer Dattelpalme geworden. Nach zweitausend Jahren. Ein Zeichen, wie stark Natur auf Überleben ausgerichtet ist.

Das Tote Meer ist stark zurückgegangen

Von der Festung aus hat man einen phantastischen Blick in alle Himmelsrichtungen. Die Belagerten konnten von oben sehen, was sich in den Römerlagern, die um den Berg herum verteilt waren, tat. Neben der Festung gibt es zahllose Wohn – und Vorratshöhlen im Berg, die leider derzeit nicht besichtigt werden können.

Außer auf die Wüste blickt am auch auf das Tote Meer, das in den letzten 25 Jahren erschreckend zurückgegangen ist. Die Stelle, wo ich 1990 zum ersten Mal badete, liegt heute mehrere hundert Meter vom Ufer entfernt. Ein Landzunge ist dabei, das Meer in zwei Hälften zu teilen. Grund für die Verlandung ist, dass in Syrien und Jordanien aus den Zuflüssen zum See Genezareth fast alles Wasser entnommen wird. Von denjenigen, die ebenso eifrig wie verlogen Israel Wasserdiebstahl vorwerfen, gibt es keinerlei Proteste gegen die fortschreitende Zerstörung eines der Naturwunder der Erde.

Aber auch Israel scheint eher gelassen zu regieren. Der Wasserbedarf des Landes ist durch die Meerwasser-Entsalzung so ausreichend gedeckt, dass Israel sogar Wasser nach Jordanien exportiert. Auch die palästinensischen Gebiete hängen am israelischen Wassersystem Mekorot. Zwar gab es immer wieder Pläne, dem Toten Meer Wasser aus dem Mittelmeer oder dem Roten Meer zuzuführen, die aber aus unterschiedlichen Gründen nicht ausgeführt wurden. Aber auch der nächstliegende Schritt, Jordanien per Vertrag zu verpflichten, den Zuflüssen kein Wasser mehr zu entnehmen, wird anscheinend nicht in Betracht gezogen. Dabei ist Jordanien von Israel so abhängig, dass so ein Vertrag durchzusetzen wäre.

Rücksichtslose Wasserentnahme ist
überall auf der Welt ein konkretes Problem

Während die Politik viel Aufwand betreibt, um eingebildete „Katastrophen“ wie den so genanten Klimawandel zu bekämpfen, steht sie den wirklichen Umweltkatastrophen gleichgültig gegenüber. Das scheint leider auch auf die Politiker meines Lieblingslandes zuzutreffen. Dabei könnte man mit einem Bruchteil der für „Klimarettung“ verpulverten Gelder nicht nur das Tote Meer, sondern auch den Aralsee, einst der größte Binnensee der Welt, in meiner Lebenszeit zu 95 Prozent zur Salzwüste geworden, die hunderttausenden Menschen die Gesundheit ruiniert und Landwirtschaft nur nach dreimaligen „waschen“ der Felder möglich macht. Im über hundert Kilometer entfernten Nukus liegt das Salz wie Schnee auf der Straße. Der Schriftsteller Chaim Noll, auch bei diesem Ausflug mein Begleiter, erzählt mir vom Sewansee in Armenien eine ähnliche Horrorgeschichte. Was das Tote Meer betrifft, gibt er sich philosophisch. Es gäbe einen versteinerten Palmenhain, der immer noch unter Wasser läge, wie die biblischen Städte Sodom und Gomorrha.

Mag sein, aber eine Seerettungs-Konvention der UNO wäre gute Realpolitik, die aber immer mehr aus der Mode kommt. Am Abend sitzen wir im Garten von Chaim und Sabine. Er ist in dieser Jahreszeit von tropischer Üppigkeit. Sabines Katzen leisten uns Gesellschaft und während wir Rotwein trinken, heulen plötzlich die Wölfe und Schakale, bellen die Hyänen, als wollten sie mir Auf Wiedersehen sagen. Darauf können sie sich verlassen. Nächstes Jahr in Meitar!

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Time am 8. April 2017

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1) http://www.achgut.com/artikel/israelreise_4_das_tote_meer_stirbt

Groteske Verleugnung der Wahrheit

6. April 2017

Arye Sharuz Shalicar

Bei „Achgut“ beleuchtet Vera Lengsfeld die zunehmend bedrängte Stellung der Juden in Deutschland (1).

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Jung, Muslim, Antisemit: Weder neu noch überraschend

In einer „Schule ohne Rassismus“ in Berlin-Friedenau, die noch dazu unter der Schirmherrschaft der Senatorin für Integration, Dilek Kolat (SPD), steht, wurde ein 14jähriger jüdischer Schüler von seinen muslimischen Mitschülern so lange gemobbt, bis ihn seine Eltern von der Schule nahmen. Lehrer und Schulleitung scheinen nichts davon mitbekommen zu haben, dass in ihrer „Schule ohne Rassismus“ antisemitische Attacken üblich waren.

Bezeichnenderweise fand der Skandal erst über die britische Zeitung „The Jewish Chronicle“ den Weg in unsere Medien. Während aber in der Originalberichterstattung klar darauf hingewiesen wurde, dass es sich um türkische und arabische Mitschüler gehandelt hat, wurde das in deutschen Medien in den Hintergrund geschoben. „Die Welt“ wies verdruckst darauf hin, dass es sich um eine Schule handelt, in der 75 Prozent der Schüler eine andere Muttersprache als Deutsch hätten, darunter viele aus arabischen und türkischen Familien.

Die „Huffington Post“ präsentiert gar unter der martialischen Überschrift „Fremdenfeindliches Mobbing an Schulen: Sie wollen ihre Opfer vernichten“ eine Schauspielerin, deren Tochter unter fremdenfeindlichen Übergriffen an ihrer Schule leidet. „Meine Haut ist, ich würde sagen Latte Macchiato-braun, die meiner Tochter karamellbraun“, beschreibt sich die Schauspielerin selbst und die „Huffington Post“ verweist auf Pegida-Väter, die mit Galgen demonstrieren und legt damit nahe, dass die Tochter unter rassistischen Übergriffen von biodeutschen Schülern leidet, die am Küchentisch von ihren Pegida-Eltern rassistisch indoktriniert werden, ohne einen einzigen Beleg dafür zu liefern. So wird wenigstens in der Propaganda die schöne Multikulti-Ideologie noch einmal gerettet.

Diese groteske Verleugnung der Wahrheit, dass es in Deutschland einen grassierenden Antisemitismus und Rassismus muslimischer Herkunft gibt, wird immer härter mit der Realität konfrontiert.

Nach dem Skandal in Friedenau hat sich die Jüdische Gemeinde endlich entschlossen, Klartext zu reden. Zentralratspräsident Josef Schuster sagte dem Berliner „Tagesspiegel“: „Hier geht es um Antisemitismus übelster Art.“ Schuster appellierte gleichzeitig an die muslimische Gemeinschaft, „den antisemitischen Tendenzen in ihren Reihen mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten“. Allerdings will Schuster immer noch glauben, „dass in einem Teil der Moscheen in Deutschland Judenfeindlichkeit und Israelfeindlichkeit aktiv Vorschub geleistet wird“, dass also muslimischer Antisemitismus nicht flächendeckend ein Problem ist.

Die zahlreichen Warnungen werden seit Jahren ignoriert

Die ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Juden, Charlotte Knobloch, sagte der „Heilbronner Stimme“: „Das ist kein Einzelfall.“ Immer öfter würden jüdische Schüler angefeindet, ausgegrenzt oder sogar körperlich angegriffen – „weil sie Juden sind“. Nein, das ist kein Einzelfall, es ist nicht mal ein neues, mit der Masseneinwanderung von 2015 aufgetretenes Problem. Über den Antisemitismus an deutschen Schulen gibt es bereits mehrere Bücher, die aber kaum beachtet worden sind. Die viel zu früh ums Leben gekommene Jugendrichterin Kirsten Heisig hat bereits vor Jahren in ihrem Buch „Das Ende der Geduld. Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter“ Antisemitismus, Rassismus und Frauenfeindlichkeit an Schulen beschrieben.

Noch genauer kann man es in Arye Sharuz Shalicars Buch „Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude“ nachlesen.

Shalicar ist der Sohn einer jüdischen Familie, die aus dem Iran nach Deutschland gekommen ist. Er wächst in Spandau auf, zieht aber als Jugendlicher in den 80er Jahren mit seiner Familie in den Wedding. Hier muss er sich in einem muslimisch dominierten Umfeld behaupten. Im Wedding, in Kreuzberg, in den anderen Ausländerghettos in Deutschland gibt es seit Jahrzehnten eine Parallelgesellschaft, auch wenn das von Politik und Medien immer noch hartnäckig übersehen, wenn nicht gar geleugnet wird. In dieser Gesellschaft herrschen Gewalt, Rassismus und Antisemitismus, nicht von Biodeutschen, sondern von „Ausländern“ mit und ohne deutschen Pass. Der Hass dieser jungen Türken, Bosnier, Kurden, Araber, Palästinenser, Inder, der dem jungen Shalicar unvorbereitet entgegenschlägt, ist, wie Chaim Noll in seinem Vorwort schreibt: „…nicht der Hass des europäischen Antisemiten, es ist der Hass, der aus dem Nahen Osten kommt, sozusagen die Fortsetzung des Nahostkonflikts in Europa.“

Shalicar bekommt diesen Hass täglich zu spüren: Verbal, indem ihm immer wieder gesagt wird, dass die Juden hassenswert seien, auch wenn die Jugendlichen, die ihm das entgegen schleudern, außer ihm noch nie einen Juden gesehen haben. Dann durch körperliche Übergriffe. Shalicar wechselt schließlich die Schule und seine Taktik. Er beschließt, einer von ihnen zu werden, ein Mitglied einer der Jugendbanden, die sich den Wedding untereinander aufgeteilt haben.

Das alles treibt Shalicar schließlich aus dem Land

Er macht auf sich aufmerksam, indem er zum Sprayer wird. Nacht für Nacht zieht er los, um seine überdimensionalen Tags an die Wände im Wedding zu schmieren. Als sein Sprayer-Name „Aron“ schließlich in aller Munde ist, gibt er sich zu erkennen, indem er diesen Namen auf sein T-Shirt drucken lässt. Aron hat sich durch seine kühnen Tags so viel Ansehen erworben, dass er von einer kurdischen Jugendgang aufgenommen wird. Er kann sich jetzt sogar offen als Jude bekennen, wird aber als die Ausnahme angesehen, als einer, der wie „wir“ ist, nicht wie ein „Jude“. Shalicar muss seine Mitgliedschaft in der Gang teuer bezahlen. Er wird zum Kleinkriminellen, kommt immer öfter mit der Polizei in Konflikt, trägt schließlich ein Messer bei sich oder andere Waffen und setzt sie bei Schlägereien ein.

Es ist die Liebe und die wachsende Neugier auf seine Herkunft, die Shalicar aus seiner Abwärtsspirale befreit. Seine Freundin Janica, der er auch sein Buch gewidmet hat, erinnert ihn immer wieder daran, dass es ein Leben außerhalb der Wedding-Banden gibt.

Er macht schließlich sein Abitur, geht zur Bundeswehr und studiert, unter anderem Hebräisch und Judaistik. Shalicar schließt sich der Jüdischen Gemeinde an, die er aber bald inkonsequent findet. Während überall in Europa Juden auf die Straße gehen, um gegen muslimischen Antisemitismus zu demonstrieren, bleibt es in Deutschland still.

Das alles treibt Shalicar schließlich aus dem Land. Er will dort leben, wo er und seine künftigen Kinder frei sind, wo sie sich zugehörig, also zuhause fühlen können. Er entscheidet sich für Israel, auch wenn das eine Trennung von seiner ersten Liebe Janica bedeutet.

In Israel hat Shalicar eine Bilderbuchkarriere hingelegt. Er wurde Major der israelischen Armee und war lange Zeit ihr Pressesprecher. Heute gehört er zu den Mitarbeitern im Büro des Ministerpräsidenten. Die Entwicklung in Deutschland beobachtet er immer noch genau. Er stünde sicher jederzeit mit Rat und Tat bereit, wenn sich die deutschen Verantwortlichen in Politik und Medien endlich dazu durchringen sollten, das Problem des muslimischen Antisemitismus und Rassismus anzupacken. Hoffen wir, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis Shalicars unverzichtbarer Rat eingeholt wird.

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Time am 6. April 2017

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1) http://www.achgut.com/artikel/jung_muslim_antisemit_weder_neu_noch_ueberraschend

Elite ohne Demut

24. Februar 2017

luther

Lesen Sie einen Beitrag von Vera Lengsfeld von der „Achse“ (1).

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Gehört Luther zu Deutschland?

Warum wirft der Autor Klaus Rüdiger Mai in seinem gleichnamigen Buch diese Frage auf? Weil er sich berechtigte Sorgen um die Akzeptanz der geistigen Wurzeln Europas macht. Anlass dafür gibt es genug. In Zeiten, wo ausgerechnet im Hinblick auf den 500. Jahrestag der Reformation von einem evangelischen Theologen behauptet wird, man müsse mehr bieten, als das übliche „Luthertralala“, und den Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, in seine Kirche einlädt, damit dieser im Anschluss an den Gottesdienst anlässlich des Reformationstages einen Vortrag halten kann, sind erhebliche Zweifel angebracht, welchen Stellenwert der große Reformator in seiner Kirche noch hat.

Nicht nur in seiner Kirche. In Deutschland. Mai legt gleich zu Beginn seines Essays den Finger auf die Wunde: „Europa entstand… vor allem aus dem Geist des Christentums, denn aus dem Geist des Christentums, insbesondere der Trinität, erwuchsen die Aufklärung, die Idee der Menschenrechte, die modernen Wissenschaften und die großen technischen und zivilisatorischen Erfolge… Europa wird christlich sein, oder es wird nicht sein. Das bedeutet ganz und gar nicht, dass alle Europäer Christen zu sein haben…sondern das verweist allein… auf christliche Grundlage und Identität unserer bürgerlichen Werte. Vergisst Europa diese, vergisst es sich selbst.“

Leider ist dieses Vergessen in vollem Gange. Wer verächtlich von Luthertralala redet, dem ist nicht mehr bewusst, „dass mit Luther das moderne Deutschland und Europas Moderne beginnen“, wie Mai die Ausgangsthese seines Essays formuliert. „Am Anfang der Entwicklung der Menschen- und Bürgerrechte steht Luthers Wort von der Freiheit des Christenmenschen, weil in diesem Text das Individuum entdeckt wird… und die neue Weltsicht vom Individuum ausgeht“.

Freiheit existiert, oder sie existiert nicht, jenseits von Gefühlen

Diese von Luther angestoßene große historische Entwicklung, so Mai, scheint heute kraftlos geworden, ziellos zu verebben. Es besteht die reale Gefahr, dass aus der Freiheit ein Freisein von der Freiheit wird. Wenn die Freiheit aber, wie der rumänische Philosoph Emil Cioran vermutet, nur ein Gefühl wäre, würde das den Mächtigen in die Hände spielen, die meinen, man solle sich mit dem Gefühl begnügen. Aber Freiheit existiert, oder sie existiert nicht, jenseits von Gefühlen. Nichts ist so sehr in Gefahr, wie die Freiheit, deren Wesen „in der Suche nach Wahrheit“ besteht.

Wir befinden uns in einem historischen Umbruch. Geschichte findet zwar unabhängig von ihrer Beurteilung durch den Menschen statt, aber keineswegs über ihren Köpfen.

„Unter keinen Umständen dürfen die Menschen der Propaganda der Mächtigen auf den Leim gehen, dass sie diesen Prozessen hilflos ausgeliefert seien“, mahnt Mai. „Luther weist den Weg… die Menschen besitzen die Vollmacht und die Fähigkeit einzugreifen, zu steuern, zu gestalten. Der Popanz der Alternativlosigkeit, die Monstranz einer sich selbst vergottenden Herrschaft… entblößt doch nur Hybris und Misstrauen gegenüber den Menschen, einen Hang zur Tyrannis… Das unselige Programm der Alternativlosigkeit verhöhnt die Freiheit des Christenmenschen… Eine Welt ohne Alternativen wäre eine Welt aus Knechten.“

Luthers Waffe gegen die Obrigkeit war die Sprache

Spätestens an dieser Stelle wird klar, dass Luther hochmodern ist. Luthers Waffe gegen die Obrigkeit war die Sprache. Er wollte keine Sprache der Eliten, sondern aller Deutschen. Seine Bibelübersetzung „empfing ihre Impulse aus dem großartigen Zusammenspiel von Sprache… dem Glauben eines freien Christenmenschen, mithin aus Sprache, Glauben und Freiheit“. Das macht zugleich die deutsche Identität aus, um die unsere „Eliten“ heute schleichen, „wie die Katze um den heißen Brei“. Die Sprache ist längst nicht mehr frei in Deutschland, sie wurde ins Prokrustebett der politischen Korrektheit gezwängt.

Sich die Freiheit zu nehmen, sich aller Möglichkeiten, die Sprache bietet, zu bedienen, hat die Herrscher schon immer herausgefordert. Luther wurde von der päpstlichen Kurie angeklagt, weil er sich nicht ihrer Benutzungsvorschrift, ihrer Sprache bediente. Das Wissen, dass jeder Versuch, Sprache durch eine Sprachpolizei und Sprachgerichtshöfe einzuschränken, Willkür bedeutet, „ermutigte Luther zur Furchtlosigkeit im Denken, im Reden und im Schreiben“. Angesichts einer Kirche, die sich willig der politischen Korrektheit unterwirft und sie nach Kräften befördert, wird klar, warum Luther den Bedford-Strohms, den Käßmanns und den Marxens größtes Unbehagen verursacht.

Luthers Traktat „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ ist das Gründungsmanifest des modernen Europa. Die Konsequenz bedeutet eine „Abkehr von jeder supranationalen Herrschaft und die Hinwendung zu einem dezentralen Föderalismus. Nicht in einem Zentralstaat, sondern in seinen Regionen ist der Mensch frei“. Das ist eine Wahrheit, die unsere Eurokraten, die das Europa der Vaterländer, wie es von den Gründern der Europäischen Gemeinschaft gedacht war, in einen Zentralstaat verwandeln wollen, ignorieren.

Die EU, angeführt durch Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker („Wenn es ernst wird, muss man lügen“), ist „voller geheimer Abkommen und Verhandlungen, sie behandelt hierin den europäischen Bürger wie eine feindliche Macht, vor der man, was man plant und umsetzt, unter allen Umständen geheim halten muss, vom Anfa-Abkommen bis zu den TTIP-Verhandlungen“. Den immer massiver vorgebrachten Forderungen, über Aspekte der Wahrheit zu schweigen, muss mit Luther entgegengehalten werden, dass nur Wahrheit zur Freiheit führt, dass Handeln an Verantwortung gebunden sein muss. Er sagt: „Das wollen wir so klar machen, dass mans mit Händen greifen solle, auf dass unsere Junker, die Fürsten und Bischöfe sehen, was sie für Narren sind, wenn sie die Menschen mit ihren Gesetzen und Geboten zwingen wollen, so oder so zu glauben.“ Das heißt: Ohne Meinungsfreiheit keine Freiheit.

An erster Stelle nicht Menschlichkeit, sondern Recht

Faulheit und Feigheit sind Gründe, warum viele Menschen zeitlebens unfrei bleiben. Luther hat schon vor Immanuel Kant dazu ermuntert, den Mut zu haben, sich des eigenen Verstandes zu bedienen. Das ist bis heute das beste Mittel, um Tyrannen zu entmachten.

Aber hat Luther nicht gegen die „räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern“ gewütet? Hat er, denn er fühlte sich mitverantwortlich für die grausame Gewalt, die im Bauernkrieg von allen Seiten ausgeübt wurde. Übersehen wird, dass er sich mit ebenso scharfen Worten gegen die Obrigkeit wandte, weil es „ihr Versagen, ihr Hochmut, ihre Eitelkeit, ihr Eigennutz, ihre Gier, ihr Geiz, ihre Hybris, ihre Arroganz, ihre Habsucht, ihre Gottlosigkeit und Verschlagenheit war, die zum Aufstand der Bauern geführt hatte“.

„Nicht Menschlichkeit, sondern Recht stand für ihn an erster Stelle, Recht, damit auch wieder Menschlichkeit aufleben konnte.“ Das hätte Luther auch den heutigen Regierenden ins Stammbuch geschrieben, dass sich ihre Moralität „nicht in der moralischen Deklaration, sondern im effektiven Regierungshandeln“ zeigt.

„Ich fürchte, dem wird nicht zu wehren sein, die Fürsten stellen sich denn fürstlich und fangen wieder an, mit Vernunft und säuberlich zu regieren. Man wird nicht, man kann nicht, man will nicht eure Tyrannei und Mutwillen auf die Dauer leiden.“ Das setzt, wie Mai bemerkt, voraus, dass die sogenannte „Elite“ wieder Demut lernt, anstatt den Glauben an sie einzufordern.

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Time am 24. Februar 2017

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1) http://www.achgut.com/artikel/gehoert_luther_zu_deutschland

Die Stärke des Westens

30. Dezember 2016

anbetung

Anbetung

Lesen Sie einen besinnlichen Aufsatz von Vera Lengsfeld, den ich von der „Achse“ habe (1).

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Hieronymus Bosch: Visions Alive

Darf man in einer Zeit, die von Terror und Angst geprägt ist, noch schöne Erlebnisse haben? Man darf nicht nur, man muss sie sogar suchen, damit die Angst vor dem Terror nicht übermächtig wird. Mein schönstes Weihnachtserlebnis war die Entdeckung des Kirchleins im Grünen in Alt Placht, das jetzt zu Templin gehört.

Dieses Kirchlein, gebaut von hugenottischen Flüchtlingen, war bereits dem Untergang geweiht. In den 70er Jahren sollte der „Schandfleck“ abgerissen werden. Im Jahr 1989 drohte das von Gestrüpp überwucherte Gebäude einzustürzen. Statt dessen fiel die Mauer und Kenner aus West und Ost machten sich daran, die Kirche zu retten. Mit Erfolg. Heute ist das von 500-jährigen Linden umgebene Kirchlein ein wunderschöner, geradezu magischer Ort. Perfekt für die innere Einkehr, besonders zur Weihnachtszeit.

Wir hatten das große Glück, dass der Gottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag vom Templiner Pastor Schein gehalten wurde, der traditionell damit eine Bildbetrachtung verbindet. In diesem Jahr hatte er „Die Anbetung der Könige“ von Hieronymus Bosch ausgewählt.

In einer Hütte, die so baufällig ist, wie das Kirchlein in den 70er Jahren war, sitzt Maria mit dem nackten Jesuskind auf dem Schoß. Der Menschensohn ist schutzlos und verletzlich, während Zerfall und Kriegsgeschrei im Hintergrund die Szene beherrschen. Dort greift ein türkisches Heer, der IS des Mittelalters, wie Pfarrer Schein es nennt, an.

Es ist eine unheimliche, ja feindliche Welt

Aus dem Inneren der Hütte heraus beobachten dubiose Gestalten die Anbetung der Könige. Die Hirten liegen auf dem Strohdach, das sie mit ihrem Gewicht fast zum Einsturz bringen und schauen unbeteiligt in die Ferne. Es ist eine unheimliche, ja feindliche Welt, in die das Kind geboren wurde. Die einzige Hoffnung ist die Frohe Botschaft. Die Kraft dieser Botschaft hat durch mehr als zwei Jahrtausende getragen, durch alle Irrungen und Wirrungen hinweg. Marias Mann Joseph greift nicht zur Waffe, sondern beschäftigt sich, ganz emanzipierter Mann, mit Jesu Windeln, die er über einem Feuer trocknet. Von Maria, dem Kind und den Königen geht ein Friede aus, der stärker ist, als die feindliche Welt. Wie hat Hieronymus Bosch das geschafft?

Meine Neugier war geweckt. Zurück in Berlin habe ich sofort die Ausstellung „Hieronymus Bosch: Visions Alive“ (2) besucht, die noch bis Ende Januar in der Alten Münze am Molkenmarkt zu sehen ist. Es geht sehr spektakulär los: Im ersten Raum werden Bilder und viele Details daraus in HD-Projektionen gezeigt. Der Besucher kann sich setzen und Boschs Phantasiewelt auf sich wirken lassen.

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Mittelteil

Im Mittelpunkt steht das Triptychon „Garten der Lüste“, dessen reiche Bildsprache für die Zeitgenossen des Malers zu lesen gewesen sein muss, die wir aber kaum verstehen. Das geschlossene Werk zeigt die Erde am dritten Tag der Schöpfung, in einer Kugel ruhend. Gott hat Erde und Wasser voneinander getrennt und die Pflanzen geschaffen.

Aufgeklappt zeigt der linke Flügel die Erschaffung Evas, die Adam in ungläubiges Staunen versetzt. Gott hat bei Bosch die Gestalt Jesu angenommen. Die Schlange ist an den rechten Bildrand verbannt, dafür ist die Szene umgeben von allen möglichen Tieren, Kreaturen und Missgeburten, manche der realen, die meisten der Phantasiewelt entstammend.

seitenteile

Seitenteile

Auch die Welt, in die Adam und Eva hineingestellt wurden, ist trotz ihrer Schönheit keineswegs eine friedliche. Das Paradies,wie es im Mittelflügel zu sehen ist, trägt bereits den Keim von Verderbnis, Zwietracht und Tod in sich. Einerseits ist die Szene voll von Früchten, exotischen und heimischen, Blumen und prachtvollem Getier, andererseits wimmelt es von unbegreiflichen Gestalten. Die nackten Menschen sind ihnen wehrlos ausgeliefert.

Wer lange genug verharrt, kann sich viele Details näher ansehen, die in der Fülle schwer wahrzunehmen sind. Die Männerkörper sind eher zart, mit kaum ausgeprägten Muskeln, die Frauen tragen Wallehaar, haben alle Apfelbrüste, gebärfreudige Becken und sinnliche Oberschenkel. Die Figuren strahlen eine unschuldige, unbezähmbare Sexualität aus.

Die Welt des Hieronymus Bosch war eine gewaltsame

Der rechte Flügel bildet die Schrecken der Hölle ab. Die brennenden Städte und Dörfer sollen auf ein Erlebnis des 13-jährigen Bosch zurückgehen, der seine Vaterstadt, die er kaum verlassen haben dürfte, in einem Großbrand untergehen sah. Abgesehen von dem Höllenfeuer, sind alle möglichen und undenkbaren Martern abgebildet. Ein Vogelmensch verspeist eine menschliche Figur, während er Menschen ausscheidet. Ein unheimlicher Baummensch scheint die Sünder zu hypnotisieren. Die Welt des Hieronymus Bosch war eine gewaltsame, in der ein Mensch mehr Gefahren als Freuden kannte. Schönheit und Albtraum waren ineinander verwoben.

Was das für eine Zeit war, ist an der hinteren Wand des letzten Raumes der Ausstellung abgebildet. Für jedes Lebensjahr Boschs wird ein bedeutendes Ereignis erwähnt.

Kolumbus entdeckte Amerika, auch wenn ihm das noch nicht bewusst war. Leonardo da Vinci entwarf Flugzeuge und malte die Mona Lisa. Martin Luther schlug seine Thesen an die Wittenberger Universitätskirche an und entwickelte Menschen- und Bürgerrechte in seiner Schrift „Von der Freiheit des Christenmenschen“. Zwei deutsche Mönche veröffentlichten den „Hexenhammer“, der die Anklageverfahren und die Hinrichtung von Hexen verbindlich festlegte. Die Türken bedrängten Europa vor Wien. In Deutschland legten aufständische Bauern Klöster und Schlösser in Schutt und Asche und endeten selbst gewaltsam. Erasmus von Rotterdam und Philipp Melanchthon predigten Humanismus. Thomas Morus schrieb seine „Utopia“ und endete auf dem Schafott. Albrecht Dürer stellte den goldenen Schnitt dar, während auf öffentlichen Plätzen Verbrecher gevierteilt wurden. Ein Jahrhundert des Aufbruchs und der Gewalt, das in die Geburt der westlichen Welt mündete.

Wir sehen uns heute einem ähnlichen Mix aus wissenschaftlichem Fortschritt und Terror gegenüber, aber es sind keine Geburtswehen, denen wir beiwohnen, sondern Symptome des Ablebens des Westens, wie er vor 500 Jahren entstand. Vielleicht sehen wir deshalb die Bilder von Hieronymus Bosch mit einer wachsenden Beklemmung.

Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Beim Weihnachtsgottesdienst im Kirchlein stammte eines der Lieder, die wir sangen, von Friedrich Spee, einem deutschen Mönch, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hatte, den Hexenwahn zu besiegen und den Verbrennungen ein Ende zu setzen. Er hat es geschafft. Die Stärke des Westens war immer, dass er fähig war, seine Fehler und Irrtümer aus eigener Kraft zu korrigieren. Vielleicht trifft das ja bis heute zu.

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Time am 30. Dezember 2016

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1) http://www.achgut.com/artikel/hieronymus_bosch_visions_alive
2) https://www.berlin.de/ausstellungen/4446687-2739799-hieronymus-bosch-visions-alive.html

Staatlich geförderte Netz-Denunziation

7. Dezember 2016

kahane

Die Amadeu-Antonio-Stiftung hat sich durch ebenso geistlose wie dem Mohammedanismus willfährige Äußerungen hervorgetan (1). Trotzdem wird sie weiter vom Staat gefördert, wie Matthias Meisner vom „Tagesspiegel“ berichtet (2).

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Trotz „rechter Kampagne“

Weiter Staatsgeld für Amadeu-Antonio-Stiftung

Die Junge Union fordert, dass die Amadeu-Antonio-Stiftung vom Verfassungsschutz überprüft wird. Das Bundesinnenministerium aber steht zu deren Förderung.

Der Antrag C 32 auf dem Essener Bundesparteitag der CDU birgt Zündstoff – auch wenn wohl nicht über ihn abgestimmt wird: Der Bundesvorstand der Jungen Union (JU) fordert darin, die staatliche Förderung der Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS) zu stoppen und sie „auf Basis der getätigten Aussagen ihrer Vertreter und öffentlichen Kundgaben“ vom Verfassungsschutz überprüfen zu lassen. Seit Jahren engagiert sich die Stiftung gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus.

Mit Blick auf den Einsatz von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) und auch der Amadeu-Antonio-Stiftung gegen Hass im Internet (Hatespeech) fordert der CDU-Nachwuchs: „Die Kundgabe von Äußerungen, welche durch das Grundrecht auf Meinungsfreiheit gedeckt sind, darf nicht von staatlichen Stellen oder im Auftrag staatlicher Stellen ohne juristische Überprüfung zensiert werden.“

Die Antragskommission des Parteitags empfiehlt die Überweisung des Antrags an die CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Es wird also in Essen darüber voraussichtlich keine Debatte geben. Und doch ist die Vorlage Wasser auf die Mühlen derjenigen, die seit Monaten die Arbeit der Stiftung attackieren.

Timo Reinfrank, Geschäftsführer der Stiftung, sagte dem Tagesspiegel: „Es ist bedauerlich und tragisch, in welche Richtung sich die Diskussionen bei der Jungen Union entwickeln. Ein absurder Antrag. Die JU reitet damit auf der rechten Kampagnenwelle gegen uns.“

Bundeszentrale für politische Bildung fördert die Stiftung

Das Bundesinnenministerium sieht trotz der Diskussionen um die Stiftung keine Veranlassung dafür, der Stiftung staatliche Mittel zu streichen. Ministeriumssprecher Harald Neymanns sagte am Dienstag auf Tagesspiegel-Anfrage: „Die Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS) wird durch BMI-Programme aktuell nicht gefördert. Sie ist allerdings seit dem 3. November 2015 anerkannter Träger der politischen Bildung und hat ein erfolgreich abgeschlossenes Anerkennungsverfahren durchlaufen, das es ihr erlaubt, eine regelmäßige Förderung durch die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) zu beanspruchen. Zurzeit wird keine Veranlassung gesehen, davon abzuweichen.“

Erst am Wochenende hatte der Historiker Hubertus Knabe, Direktor der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen, in einem Gastbeitrag des „Focus“ Stiftungschefin Anetta Kahane wegen ihrer früheren Stasi-Tätigkeit angegriffen. Unter der Überschrift „Stasi-IM als Netz-Spionin?“ schrieb Knabe, Kahanes Stasi-Tätigkeit sei, verglichen mit anderen Inoffiziellen Mitarbeitern, als mittelschwer einzustufen. „Problematisch erscheint vor allem ihr Umgang damit.“

Die Diskussion flammt wieder auf

Obwohl Kahane 1984 aus der DDR ausgereist sei, habe sie ihre MfS-Biographie jahrelang verschwiegen, schrieb Knabe. Später habe sie erklärt, vom Ministerium für Staatssicherheit unter Druck gesetzt worden zu sein – „was laut Akten nicht stimmt“. Der Historiker schrieb weiter, es sei unverständlich, warum das Bundesjustizministerium ausgerechnet Anetta Kahanes Stiftung für eine „sensible Aufgabe wie die Kontrolle des Internets“ herangezogen habe. „Es wäre gut beraten, die Zusammenarbeit mit ihr zu beenden.“

In der rechten Zeitung „Junge Freiheit“ kritisierte der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann die Zusammenarbeit des Bundesjustizministeriums mit der von Kahane geführten Stiftung als „Gipfel des ideologischen Aktionismus“.

Mit den Wortmeldungen der Jungen Union, von Knabe und aus der CSU gewinnt eine Diskussion wieder an Dynamik, die zumindest ein wenig abgeebbt war. Seit Juni war die Stiftung unter Beschuss genommen worden wie noch nie, nachdem sie eine neue Broschüre mit Tipps veröffentlichte, wie mit der „Hetze gegen Flüchtlinge in sozialen Medien“ umzugehen sei.

Gutachten: Extreme Rechte ärgert sich über Erfolge der Stiftung

2500 Euro ließ sich die Amadeu-Antonio-Stiftung anschließend ein Gutachten kosten: Der Göttinger Sozialwissenschafter Samuel Salzborn sollte die „rechte Kampagne“ gegen die Stiftung untersuchen. Die Ergebnisse seiner 46-seitigen Expertise unter der Überschrift „Als Meinungsfreiheit getarnter Hass“ liegen seit wenigen Tagen vor. Er kommt zu dem Schluss, dass die Kampagne gegen die Stiftung nicht „als solche inszeniert und geplant gewesen“ sei. Vielmehr hätten sich „zahlreiche rechte Akteure – und das Etikett ,rechts‘ ist mit Bedacht gewählt, weil nicht nur Rechtsextreme, sondern auch (Rechts-)Konservative zu Akteuren in der Kampagne geworden sind – aufgrund punktueller gemeinsamer Interessen in eine ähnliche Richtung engagiert“.

Salzborn schreibt: „Faktisch ärgern sich die extreme Rechte und Teile des rechtskonservativen Spektrums darüber, dass die Amadeu-Antonio-Stiftung erfolgreich gegen die weitere Verbreitung rechter Propaganda arbeitet.“ Insbesondere Justizminister Maas sei es gelungen, unter den Bedingungen des Web 2.0 „politische Strukturen zu generieren, die tatsächlich ein effektiveres Vorgehen gegen Rechtsextremismus ermöglichen könnten“. Er stehe im rechten und rechtskonservativen Spektrum nun ähnlich in der Kritik wie Kanzlerin Angela Merkel, unter deren Führung die Kräfte am rechten Rand der Union marginalisiert worden seien.

Der Wissenschaftler sieht eine lange Kette von Attacken – beginnend mit der früheren Bundestagsabgeordneten Vera Lengsfeld (erst Bündnis 90/Die Grünen, dann CDU), die schon im Dezember 2015 unter Hinweis auf ein Treffen mit Facebook, Google und Twitter im Bundesjustizministerium erklärte, Kahane würde nun „wieder mit Ausarbeitung von Spitzel-Richtlinien“ beschäftigt. Im Netz habe sich eine „immense Wucht an virtueller Energie“ gegen die Amadeu-Antonio-Stiftung entfaltet: in rechten Blogs, auf Facebook-Seiten von Privatpersonen und Organisationen, auf Twitter und diversen Homepages, aber auch in direkt an die Stiftung gerichteten E-Mails.

„Gerüchte durch Reproduktion geadelt“

Nach Darstellung von Salzborn nahmen zunächst mehrere AfD-Politiker wie deren thüringischer Landeschef Björn Höcke den Ball von Vera Lengsfeld auf, im April dann der „FAZ“-Blogger „Don Alphonso“ – bürgerlich Rainer Meyer. Letzterer habe „Gerüchte“ zur Hatespeech-Kampagne „durch ihre Reproduktion geadelt“. Der Wissenschaftler kritisiert: „Dass der FAZ-Blogger sich für diese Desinformationskampagne hat instrumentalisieren lassen, spricht nicht für die journalistische Sorgfaltspflicht der einflussreichsten deutschen Tageszeitung“, es sei ein höchst fragwürdiges „Puzzlestück im Rahmen der entstehenden Kampagne gegen die AAS“. Interventionen, die bis dahin mit wenigen Ausnahme deutlich der rechten Szene zuzuordnen gewesen seien, hätten nun den „Anstrich von Glaubwürdigkeit“ bekommen.

In der Folge gegen die Amadeu-Antonio-Stiftung unterwegs waren laut Gutachten des Sozialwissenschaftlers nicht nur rechte Leitmedien wie die „Junge Freiheit“ oder „Compact“. Sondern zum Beispiel auch der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Feist. Er behauptete, dass Linksradikale die Stiftung „als Plattform für Denunziation und zur Ankündigung von Gewalttaten genutzt hatten“. Feist forderte bereits vor Monaten, der Amadeu-Antonio-Stiftung die Staatsgelder zu streichen – also ganz ähnlich wie nun die Junge Union.
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Time am 7. Dezember 2016

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2016/09/27/der-kampf-gegen-den-counterjihad/
2) http://www.tagesspiegel.de/politik/trotz-rechter-kampagne-weiter-staatsgeld-fuer-amadeu-antonio-stiftung/14940904.html

Freunde der Gleichschaltung

20. Oktober 2016

dubravko-mandic

Vera Lengsfeld befasst sich auf der „Achse des Guten“ mit den Versuchen der rot-grünen Bolschewisten, das Internet an die Kette zu legen (1).

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Das freie Netz und seine Feinde

Je einheitlicher die Medien daherkommen, je manipulierter die übermittelten Nachrichten erscheinen, desto unverzichtbarer ist das Internet, um sich unabhängig informieren zu können. Seit es das Internet gibt, ist das Informationsmonopol des Staates und seiner Medien gebrochen. Die Schleusenwärter müssen hilflos zusehen, wie der Informationsfluss um sie herum fließt. Das ist den Herrschenden, die sich selbst gern als „Eliten“ bezeichnen lassen, um einen größtmöglichen Abstand zum „Pack“ zu demonstrieren, ein Dorn im Auge. Deshalb häufen sich die Angriffe auf das Internet.

Der vorläufige Höhepunkt ist die Initiative des Hamburger Justizsenators Till Steffen, der, wie Telepolis meldet, der Fachministerkonferenz des Bundesrats am 17. November eine Beschlussvorlage unterbreiten will, die vorsieht, dass so genannte „Shitstorms“ künftig als „bandenmäßige Straftaten“ gewertet werden, wenn darin „illegale Inhalte“ vorkommen.

Till Steffen ist übrigens der Justizsenator, der den Hamburger Generalstaatsanwalt vor einiger Zeit in den vorzeitigen Ruhestand versetzt hatte. Dessen Fehler: Er wollte Anklage gegen den letzten SED-Vorsitzenden Gregor Gysi wegen eidesstattlicher Falschaussage erheben. Steffens ließ erst den Generalstaatsanwalt in den Ruhestand versetzen und den Fall dann so lange liegen, bis Gras über diesen Skandal gewachsen war. Schließlich stellte die Hamburger Staatsanwaltschaft Monate später die Ermittlungen gegen Gysi unauffällig ein.

Nun will Steffen einen neuen Straftatbestand ins Gesetz einführen, denn „Hate Speech“, wie der Kampfbegriff gegen die Freiheit des Internets lautet, ließ Steffen in der Hamburger Morgenpost, verlauten, „wirke“ vor allem dann, „wenn sich viele beteiligen“ – und das lasse „das Strafrecht bisher unberücksichtigt“. Deshalb sieht er Handlungsbedarf: „So wie die Situation aktuell ist, darf sie nicht bleiben.“

Die Entsprechung des berüchtigten sowjetischen Gummiparagraphen 58

Darüber hinaus möchte der Senator über die Länderkammer erreichen, dass Soziale Medien und Forenanbieter „Schadensersatz“ zahlen müssen, wenn sie „Hasskommentare“ nicht sofort löschen. Woran sich der „Schaden“ dabei bemessen soll, ist unklar. Außerdem schwebt ihm vor, dass ausländische Unternehmen deutsche „Zustellungsbevollmächtigte“ für Klagen benennen und „Löschquoten“ veröffentlichen müssen.

Wenn diese Initiative Gesetz werden sollte, ist es mit der Freiheit des Internets vorbei. Wie willkürlich Steffen vorgeht wird noch klarer, wenn man sich vor Augen führt, dass „Hate Speech“ kein strafrechtlich relevanter Begriff ist. Er ist die Entsprechung des berüchtigten Gummiparagraphen 58, antisowjetische Propaganda, nach dem alle vermuteten Gegner des Sowjetregimes verurteilt worden sind.

Wie weit wir schon auf dem Weg zum Willkürstaat sind, wurde kürzlich schlaglichtartig klar, als Haus- und Bürogemeinschaftsdurchsuchungen beim baden-württembergischen AfD-Politiker Dubravko Mandic für Schlagzeilen sorgten. Sie gehen auf fünf Strafanzeigen wegen Beleidigung zurück, die unter anderem von den Grünen-Politikern Claudia Roth, Anton Hofreiter und Cem Özdemir gestellt wurden. Diese Politiker, die keinerlei Probleme mit der Parole „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ haben und auch „Deutschland verrecke“-Rufe nicht beanstanden, hatten sich durch ein von Mandic auf seiner Facebook-Seite gepostetes Mashup-Bild beleidigt gefühlt.

Ein Zitat des liberalen Schriftstellers Henry Louis Mencken lautet:

„Das Problem für denjenigen, der sich für die Freiheit einsetzt, ist stets, dass er sich die meiste Zeit damit beschäftigen muss, Schurken zu verteidigen. Einfach deshalb, weil Verbote sich immer erst gegen Schurken richten, und weil man Unterdrückung am Anfang stoppen muss, wenn man sie überhaupt stoppen will.“

Ob die Hausdurchsuchungen als Reaktion auf das inzwischen gelöschte Bild, dessen Veröffentlichung Mandic nicht bestritt, rechtmäßig waren, ist zweifelhaft. Artikel 13 des Grundgesetzes erlaubt Hausdurchsuchungen lediglich bei „Gefahr im Verzug“, bei „Lebensgefahr für einzelne Personen“ und „zur Verhütung dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung“. „Eine einschüchternde Wirkung dürfte die Maßnahme aber unabhängig von ihrer Verhältnismäßigkeit entfaltet haben“, resümiert Telepolis. Haussuchungen als einschüchternde Maßnahmen sind ein Instrument von Diktaturen. In einer Demokratie ist die Unverletzlichkeit der Wohnung garantiert.

Wie wenig sich Grün von Schwarz unterscheidet, demonstrierte kürzlich der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag Volker Kauder im Spiegel. Er forderte, man solle Facebook mit Bußgeldern in Höhe von 50.000 Euro drohen, damit das Unternehmen die IP-Adressen von Nutzern herausgibt, die „anstößige Kommentare“ gepostet haben. Die „Zeit der runden Tische“ ist seinen Worten nach „vorbei“ und seine „Geduld zu Ende“. So, also die Geduld unserer Politikerkaste mit dem aufmüpfigen Volk ist zu Ende. Sie sehen in den Bürgern Untertanen, die Steuern zu zahlen und die Klappe zu halten haben. Es wird so kommen, wenn die Bürger diesen mehr als deutlichen Anfängen, Demokratie und Rechtssaat außer Kraft zu setzen, nicht entschieden entgegen treten.

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Time am 20. Oktober 2016

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1) http://www.achgut.com/artikel/das_internet_und_seine_feinde

Das Fatih-Fake

29. September 2016

brand

Dr. David Berger macht in seinem Blog auf Ungereimtheiten in Bezug auf den angeblichen Bombenanschlag auf eine Moschee in Dresden aufmerksam (1).

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Dresden: Woher kommt das rätselhafte Foto von
der „Explosion“ vor der Fatih-Moschee?

Unter dem Titel „Bilder von heutige Angriff auf unserem Moschee“ hat die Fatih Moschee in Dresden auf ihrer Facebookpräsenz, nicht lange nach dem Geschehen mehrere Fotos gepostet.

Darunter jene, die wir aus den Medien bereits kennen. Eines allerdings wurde bislang, soweit ich das sehen kann, nirgends in den großen Medien publiziert. Es soll offensichtlich den Augenblick der „Explosion“ des Brandstoffanschlags auf die Moschee zeigen (2).

Wikipedia bemerkt dazu lediglich: „Die eher überschaubare Brisanz der Sprengkörper und deren gefundene verkohlte Reste lassen auf die Verwendung von Molotowcocktails schließen.“

Sehr schnell kam dann bei den Facebookkommentatoren die Frage auf: „Wie ist das Foto entstanden? Standen Sie daneben als es geknallt hat? “ Und dann erstes Misstrauen:

„Ein Foto direkt von der Explosion? Das ist ja so als wenn du Silvester drauf wartest wie der Knaller hoch geht. Extrem fragwürdig.“

Und weiter: „Der Fotograf war wohl nicht zufällig am Brandort? Man sollte DA anfangen zu recherchieren. Man wollte seinen Erfolg wohl auch publizieren… ANTIFA lässt grüßen. Dann den „Rechten“ in die Schuhe schieben.“

Ein erster Hinweis auf das Photo außerhalb von Facebook kam dann von der bekannten Autorin, Bürgerrechtlerin und CDU-Politikerin Vera Lengsfeld auf AchGut:

„In diesem Zusammenhang muss man auch die Frage stellen, warum die Polizei ein Foto völlig außer Acht zu lassen scheint, das die Fatih Moschee gestern auf ihre Facebook-Seite gestellt hat, mit dem Hinweis, das seien Fotos vom Anschlag.“

Und weiter:

„Ein Foto zeigt angeblich die Explosion. Müsste man nicht sofort ermitteln, wer dieses Foto gemacht und zur Verfügung gestellt hat? Wer kann denn Fotos vom Augenblick der Explosion machen? Eher unwahrscheinlich, dass es ein zufällig vorbeikommender Nachbar gewesen ist.“

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Theresa Schmitz kommentierte: „Ist es richtig, dass die Fotos schon 6 Stunden bevor die Polizei informiert wurde, auf Facebook gepostet wurden? Ich habe mir mal die Facebookseite diese Moschee angeschaut. Die wünschen ja alle, die keine Muslime sind, ins Höllenfeuer. Das klingt ganz nach Islamisten, die jetzt mit Opferstatus punkten wollen.“

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Time am 29. September 2016

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1) https://philosophia-perennis.com/2016/09/28/news-fatih-moschee/
2) http://www.br.de/nachrichten/inhalt/anschlag-fatih-camii-moschee-dresden-108~_image-6_-e6eafdd02d017f47d2a63b6fede3a4cac227b7eb.html

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Lesen Sie auch:

https://madrasaoftime.wordpress.com/2016/09/27/schweinepresse-reloaded/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2015/04/19/wer-standig-lugt/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2014/09/26/wann-ist-ein-anschlag-ein-anschlag/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2014/09/04/finger-weg-von-euren-moscheen/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2014/08/25/anschlage-2/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2013/02/23/entsetzlicher-anschlag-auf-moschee/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/10/13/auch-propagandalugen-haben-kurze-beine/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/05/25/hort-auf-zu-flennen/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/09/08/aus-der-orkischen-propagandamaschine/
https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/12/10/sie-mussen-sich-entscheiden/